Das Tor in phantastische Welten FanFictions, zu Stargate und anderen Serien, die dich in eine neue Welt bringen!

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Hyndara Gast
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Verfasst am: 31.10.2007, 14:57 Titel: |
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Na, dieser Spinoza hat es aber auch Faustdick hinter den Ohren. Ich gestehe, ich hatte mal im SGP reingelinst in eure FBs, und ich kann Jolinar nur zustimmen. Irgendwie scheint da eine gewisse junge Dame Pate gestanden zu haben - und da diese junge Dame ein reales Vorbild hat ... *räusper* (ich werd noch berühmt!!!)
Aber wieder zurück zu eurer neuen Episode - Gott war das ein Traum. Herrlich! Allmählich sollten die in der Basis sich aber irgendeine Möglichkeit überlegen, wie sie sowas wie das Eindringen von Spinoza verhindern können (mal wieder auf mein Festplatte schiele *flöt*).
Auf jeden Fall danke für diese tolle Episode! Und danke, das Lachen HAT gut getan nach den ganzen Tränen der letzten Tage  |
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Colonel Maybourne Leser
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 66 Wohnort: Im Harz
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Verfasst am: 31.10.2007, 20:37 Titel: |
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@ FelixE:
Ja, irgentwann musste er mal von Star Wars erfahren. Und der "Chef" ist eben der beste.
@ Hyndara:
Och, aber ja, da kann ich dir zustimmen, die Ähnlichkeit ist nicht der Schulter zu weisen.
Und es ist schön, dass die ganzen Lacher gut ankamen. Und ja, das Eindringen werden wir noch aufgreifen. |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 05.11.2007, 14:57 Titel: |
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1.06 Die Sünden des Vaters
Daniel kam wie jeden Morgen in die Kantine.
Seitdem der General den Lemur gezähmt hatte, war wieder alles friedlich.
Auch war Doktor McKays Blutzuckerspiegel seit Tagen nicht mehr so gering gewesen, dass er genervt hätte.
Als Daniel mit seinem Tablett einen Tisch suchte, sah er Teal’C allein in einer Ecke sitzen während er ein gekochtes Ei köpfte.
„Darf ich?”, fragte er.
Der Jaffa sah ihn nur finster an, noch finsterer als sonst.
„Ja, Daniel Jackson.”
Daniel setzte sich, griff nach seinem Kaffee und meinte:
„Nimm mir das nicht übel, aber du siehst aus, als ob dir eine Laus über die Leber gelaufen ist.”
Teal’C seufzte, ein Geräusch das Daniel noch nie von ihm gehört hatte.
„Es ist etwas, worüber ich nicht gerne rede.”
Dr. Jackson sah etwas fragend aus.
„Teal’C, aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass man seine Probleme aussprechen und nicht in sich herein fressen sollte.”
Teal’C neigte den Kopf.
„Du bist sehr weise, Daniel. Ich sage dir, was mich in bedrückt. Ich dachte an meinen Sohn, daran was demnächst mit ihm passieren wird.”
Daniel war schockiert.
„Teal’C, du hast uns doch gesagt, du hättest niemanden zurückgelassen!”
„In der Tat. Ich wollte dadurch keine Schwächen zeigen, aber nun.....”
Daniel schlug sich die Hände ins Gesicht.
„Verdammt Teal’C, dass musst du dem General sagen.”
General Reineke saß in seinem Büro und warf dem außerirdischen Lemur Spinoza, den er bei sich aufgenommen hatte, einen kleinen Ball zu, als Teal’C eintrat.
„Morgen Teal’C.”
Da sah er Spinoza an. “Sitz!” Der Lemur gehorchte und der General fragte:
„Was kann ich für dich tun?”
Teal’C suchte kurz nach den passenden Worten, dann begann er:
„General, als ich zu euch kam, musste ich euch versichern, dass ich niemanden zurückgelassen habe, doch ich muss dies heute revidieren.”
Der General wurde rot, dann schriee er los.
Draußen vor dem Büro standen Daniel und Franziska Rust.
Die Ordonanz meinte:
„Wenn der General wütend ist, kühlt er sich nicht so schnell ab....”
„Schalten sie mal die Gegensprechanlage ein.”, meinte Franziska.
Die Ordonanz überlegte kurz, aktivierte dann aber die Anlage.
„....... SIE HABEN MIR VERSICHERT, DASS SIE NIEMANDEN ZURÜCKELASSEN HABEN!!”
„Ja, General.”, kam Teal’Cs Stimme aus dem Gerät.
„MEHR HABEN SIE MIR DAZU NICHT ZU SAGEN?!”
„Doch General. Ich bitte sie darum, nach Chulak zu gehen und meine Familie zu holen.”
Der General antwortete nun wieder normal:
„Das ist feindliches Gebiet, dort haben wir keine Verbündeten.”
Es war kurz still, dann antwortete Teal’C:
„Ich habe eine Vertrauensperson auf diesem Planeten.
Mein Lehrmeister Bra’Tak. Ihm verdanke ich es, dass ich an den Goa’Uld gezweifelt habe.
Er hat sehr viel Einfluss.
Mit seiner Hilfe könnten wir auch andere Jaffa überzeugen, an den Goa´Uld zu zweifeln.”
Man hörte den General auf und abschreiten.
„Worum geht es eigentlich, sie kommen doch nicht einfach, wenn nichts ist.”
„In der Tat, General.
Mein Sohn erwartet in den nächsten Tagen seine erste Primta, der Tag an dem er seinen ersten Symbionten bekommt.
Ich dachte erst, es ist unumgänglich, aber nachdem ich eure Medizin näher kennen gelernt habe, glaube ich, dass er überleben kann, ohne das er von einem Goa’Uld abhängig wird.”
Da sahen sich Daniel und Franziska an, dass alles hatte Teal’C ihnen verschwiegen.
Sie hörten weiterhin zu, als der General meinte:
„Na gut, Mission genehmigt, da Oberst Degenhardt und Feldwebel Tora nicht da sind, wird sie Doktor Roth begleiten, ich werde ebenfalls mitkommen.
ST 2, 4 und 9 sorgen für Rückendeckung.
Mit etwas Glück können wir auch noch Technologie oder einen lebenden Symbionten abgreifen.
Das wäre dann das Risiko wert.”
Franziska grinste, da setzte der General nach:
„Doktor Jackson, Oberleutnant Rust, da sie mitgehört haben, gehen sie sich schon mal umziehen!
Sie haben 30 Minuten, zack zack!”
Daniel und Franziska wurden blass, Daniel fragte: „Mein Gott, woher weiß der das?”
Die Ordonanz lachte los.
„Deshalb hab ich ja auch nur widerwillig eingeschaltet, der General merkt so was sofort.”
Die Tür zum Büro öffnete sich, Teal’C, der General mit Spinoza auf der Schulter, kamen heraus.
„Sie sind ja immer noch da, umziehen hab ich gesagt!”, meinte der General.
Daniel, Franziska und Teal’C verschwanden sofort und die Ordonanz meinte nur:
„Wie machen sie das eigentlich immer?”
„Intuition. Und jetzt rufen sie nach Doc Roth, sie soll sich für einen Hausbesuch fertig machen.”
Mit diesen Worten ging auch er zu den Umkleidekabinen.
Auf die Sekunde 30 Minuten später, traten im Torraum Daniel, Reineke und Teal’C an.
Runge und seine Teams warteten schon.
„Hey Leute. Russische Pünktlichkeit…“
Daniel besah sich der Montur des Generals.
„Mal was neues.“
Alexander Reineke blickte den Archäologen belustigt an.
„Das denken sie, Dr. Jackson.”
Da kamen auch schon Doc Roth und Oberleutnant Rust in den Torraum.
Es war auch für sie was neues, den General in kompletter Kampfmontur zu erleben, da man ihn bisher nur in Ausgehuniform kannte.
Vor allem war es mal etwas anderes, einen Soldaten mit zwei Sternen auf seinem Helm zu sehen.
„Gut, wir werden Nervengas durch das Wurmloch werfen. Dann rücken wir mal aus. ST 2, 4 und 9 folgen uns.”
Oberleutnant Müller stand im Kontrollraum und wählte die Chulak Koordinaten an.
Als sich das Wurmloch etabliert hatte, gingen Reineke und Teal’C zum Tor und warfen Giftgasgranaten hindurch.
„Gasmasken aufsetzten!”, befahl er, steckte Spinoza unter seine Einsatzweste, setzte die ABC Schutzmaskemaske auf.
Allerdings zögerte er, durch den Ereignishorizont zu gehen.
„Habt ihr Angst, oder ist alles in Ordnung, General?“, fragte Teal‘C, nachdem schon Franziska, Doc Roth und Daniel hindurch geschoben hatte.
„Ich bin Fallschirmjäger.”, meinte der General und durchschritt den Ereignishorizont.
Als er auf der anderen Seite materialisierte, musste er erst einmal Niesen, unter einer Gasmaske kein angenehmes Vergnügen.
Hinter ihm trat auch Teal’C aus dem Stargate, dass sich sofort hinter ihm schloss.
Sie gingen die Stufen vorm Tor herunter, langsam verflüchtigte sich das Gas und man konnte acht Jaffa sehen, welche das Tor bewacht hatten.
Nun waren sie allerdings nicht mehr am Leben.
„Dann rücken wir mal aus.”, meinte Reineke und ging mit Teal’C aus den Rauchschwaden, direkt zu Franziska, die auf einer Anhöhe kniete und die Gegend mit dem Feldstecher absuchte.
„Wir müssen zu meinem alten Haus, dort wird die Primta durchgeführt.”
„Dann auf zu ihrem Haus.”
Roth sah auf eines ihrer Messgeräte.
„Das Gas hat sich verflüchtigt.“
Dabei setzte sie ihre Maske ab.
Der General holte Spinoza hervor, nahm endlich die Gasmaske ab und folgte Teal’C.
ST 2 und 4 hingegen begaben sich zu einer Art von Tempel, wo laut Teal´Cs Aussagen Symbionten und Waffen gelagert worden.
ST 9 folgte als Rückendeckung für ST 1.
Der Weg zu Teal’Cs Haus dauerte knapp 30 Minuten.
Als sie endlich aus dem Wald herauskamen, schlug Doc Roth die Hände vor ihr Gesicht.
„Du meine Güte, was ist hier passiert?”
Das Steinhaus war niedergerissen, die hölzernen Teile niedergebrannt.
Teal’C lief los, er rannte in das Haus und rief:
„Ryac, Dreyauc!”
Dann sah er zur Seite, ein Stab war in den Boden gerammt, auf ihm Zeichen in Goa’Uld Schrift.
Er sank auf den Boden, Verzweiflung machte sich in ihm breit.
Daniel kam zu ihm.
„Teal’C, was steht da?”
Mit Tränen in den Augen antwortete der Jaffa.
„Es war das Haus eines Shol’va, das Haus eines Verräters.”
Reineke hatte mit den beiden Frauen vor dem Haus gewartet. Doc Roth war zivile Ärztin und litt unter ihrem schweren Marschgepäck.
„Mal Ruhe.”, befahl er und horchte. Langsam ging er um das Haus, da schnellte eine Stabwaffe von der Seite hervor.
Reineke machte einen geschickte Vorwärtsrolle, etwas das man ihm nie zugetraut hätte, schlug dem Angreifer die Beine weg, entriss ihm seine Stabwaffe, warf sie weit weg und zielte mit seinem G36 auf ihn.
Es war ein alter Mann, Reineke schätze ihn Ende 60 bis 70.
„Wer sind sie und vor allem, was wollen sie hier?“
Der Mann sah den General an.
„Das gleiche könnte ich dich fragen, Hassek.“
Teal´C, durch den Lärm angezogen, kam um die Hausecke.
„Master Bra´Tak. Es ist schön, euch wohlbehalten zu sehen.“
Dann wandte er sich an das Team.
„Darf ich euch meinen alten Lehrer Bra´Tak vorstellen? Er ist einer weisesten und klügsten Jaffa, die ich kenne.“
Reineke ging zu dem alten Mann, wollte ihm hoch helfen.
„Für ihr Alter sind sie noch gut in Form. Aber in ihrem Alter sollten sie sich nicht mehr auf solche Abenteuer einlassen.“
Bra´Tak grinste den Fremden an.
„Das ist wahr. Aber du hättest mich sicher nicht so leicht besiegen können, wenn ich 100 Jahre jünger wäre.“
Reineke wollte es kaum glauben.
„Sie sind über 100 Jahre alt…?“
Doch da hatte ihm Bra´Tak schon die Füße weggezogen, Reineke recht unsanft auf den Boden geworfen.
„133 Jahre. So lange weile ich nun schon unter diesen Sternen.“
Dann half er dem General, der noch verwundert den Kopf schüttelte, rauf.
Währenddessen machte sich eine Jaffaeinheit auf den Weg zum Sternentor. Seit geraumer Zeit schon kam keine Meldung von der dortigen Einheit.
Und so schritten sie durch die endlos langen Wälder von Chulak, zehn an der Zahl waren sie.
Niemand wusste, dass ihnen bereits aufgelauert wurde.
Runge und sein Team waren in Deckung gegangen, durch ihre Tarnanzüge und geschminkten Gesichter praktisch schon unsichtbar im Wald.
Außerdem hatten sie ihre Uniformen mit Graß und Zweigen verfeinert.
Der Russe sah durch sein Fernglas.
„Verdammt, die werden uns den Rückweg versperren. An alle. Schalldämpfer aufschrauben und auf mein Kommando warten.“
Die beiden ST Einheiten lagen direkt in den Büschen, als Hauptmann Ivana Grantzky das Zeichen an ihren Kommandanten gab.
„Oberstleutnant, sie sind in perfekter Position.“
Er sah sich die Jaffa noch mal an.
„Dawei.“
Im nächsten Moment zuckten die AK´s kurz auf und zehn Jaffa lagen tot am Boden.
Runge trat mit seinen Leuten hervor.
„Legt die Stabwaffen ins Gebüsch, so dass sie nicht jeder sehen kann, wir sie aber auf dem Rückweg gleich wieder finden.
Die will ich unseren Politikern als Geschenk machen.
Die Typen werden 30 Meter in den Wald geschleppt. Dann deckt ihr sie mit Ästen ab.“
Im nächsten Moment wurden die Jaffa unter den Armen gepackt.
Teal´C gab seinem alten Lehrmeister die Hand, während ST 9 die Umgebung nach feindlichen Trupps absuchte.
„Darf ich dir vorstellen, die Krieger von Tau´Ri. Sie sind äußerst listig und gewandt im Kampf.
Zudem verstehen sie sich in den Lehren der Technologie.“
Bra´Tak sah sich der für ihn komischen Truppe an.
„Ihr habt Apophis Palastwache herausgefordert und über 1.000 Jaffa getötet? Teal´C, sehe sie dir doch an.
Ich mag das kaum glauben.“
Teal´C aber verteidigte sie.
„An diesem Angriff nahm nur einer von ihnen teil. Die anderen hier waren nicht dabei, kamen erst später in diese Einheit.“
Bra´Tak schritt die Erdlinge ab, als ersten Daniel
„Ich konnte dir jeden einzelnen Knochen im Leib brechen, ohne mich wirklich bemühen zu können.“
Danach war er vor Oberleutnant Rust, sie blinzelte ihn auf eine merkwürdig verschwörerische Weise an.
Bra´Tak sah ihr lange in die Augen.
„Obwohl du eine Menschliche Frau bist, erkenne ich in dir Stärke, Wissen und die Fähigkeit, niemals auf zu geben.“
Sie antwortete zurück.
„Und in dir sehe ich den Drang nach Freiheit, sowohl die Weißheit eines langen Lebens.“
Er klopfte ihr mit einem Lächeln auf die Schulter, danach war er vor Amelia Roth.
„Du willst eine Kriegerin sein? Ich denke nicht, dass du jemals eine Waffe abgefeuert hast.“
Die Ärztin rechtfertigte sich.
„Das stimmt. Ich bin nur eine Heilerin, die mitgekommen ist, um Ryac medizinisch zu betreuen.“
Bra´Tak nickte kurz, dann stand er wieder vor Teal´C.
„Nun, mein alter Freund, da hast du dir ja schöne Freunde ausgesucht. Ich hoffe, sie waren den Verrat wert.“
Teal´C verneigte sich, bevor er seinem Mentor scharf ansprach.
„Sage mir, was mit meiner Familie passiert ist.“
Die Antwort ließ einen Moment auf sich warten.
„Es heißt, sie wären den Flammen entkommen und konnten flüchten. Aber so genau weiß das niemand.
Womöglich sind sie in einem Lager der Kresh´Ta.“
Reineke blickte die beiden Jaffa an.
„Was bedeutet das?“
Teal´C antwortet ihm streng.
„Das sind Ausgestoßene, die in erbärmlichen Zuständen hausen müssen.“
Danach sah Bra´Tak zum Himmel.
„Das nächste ihrer Lager befindet sich im Süden. Wenn wir uns beeilen, schaffen wir es noch vor Sonnenuntergang.“
Danach machten sich alle flinken Fußes auf den Weg.
In der Zwischenzeit war Runge mit seinen Soldaten an dem Tempel eingetroffen, von dem Teal´C berichtet hatte.
Gratzky hatte eine etwas bessere Sicht auf das Gebäude.
„Das Ding sieht irgendwie nach einer altgotischen Kirche aus. Ich erkenne einen Symbiontenlagertank, dazu vier Priester.
Jaffa nur drei.“
Der Oberstleutnant gähnte erst mal laut auf.
„Na, ja. Dafür hat sich ja das Aufstehen ja kaum gelohnt. Gut, Scharfschützen schalltet die Krieger aus.
Und vertreibt die Priester. Bei denen aber nur Gewalt anwenden, wenn sie eine Stabwaffe aufheben.“
Im nächsten Augenblick flogen alle Jaffa durch gezielte Treffer in den Kopf zu Boden. Panisch liefen die Geistlichen auseinander.
Runge trat mit seinen Männern aus den Büschen heraus, ging auf das Gebäude zu. Ohne Probleme wurde das Gebäude gesichert.
Hauptmann Gratzky besah sich das Kruges, indem die Goa´Uld schwammen.
„Wie viele wollen sie denn mitnehmen?“
Runge nahm den sterilen Metallbehälter aus seinem Rucksack.
„Ich denke mal, dass drei hineinpassen dürften.“
Währenddessen hatten die Pioniere von ST 4 das gesamte Gebäude mit Sprengladungen versehen.
„Herr Oberstleutnant, hier Major Willing. Das Gebäude ist präpariert, kann auf ihren Befehl gesprengt werden.“
Runge bestätigte die Meldung.
„Zieht euch schon mal zum Waldrand zurück. Wir folgen gleich. 2 Ende.“
Danach warf der Russische Offizier noch eine Granate in den Behälter mit den Restlichen Symbionten, bevor sie zum Waldrand liefen.
ST 1 und 9 folgten Bra´Tak, der trotz seines Alters eine erstaunliche Kondition an den Tag legen konnte.
„Was habt ihr, Tau´Ri? Könnt ihr etwa nicht mehr Schritt halten?“
Reineke, der schon einen hochroten Kopf hatte, musste schon sehr tief einatmen.
„Ist schon eine Weile her, dass ich in diesem Tempo marschiert bin. Die letzten 16 Jahre habe ich an einem Schreibtisch verbracht.“
Bra´Tak blickte ihn irritiert an, bevor Teal´C seinen Lehrer aufklärte.
„Das bedeutet, dass man nur noch im Hintergrund die Kämpfe plant, aber nicht mehr selbst daran teilnimmt.“
Der Jaffa Master nickte kurz.
„Dann musst du deinen Herren derart wertvoll sein, dass sie dich mit dieser Aufgabe belohnen wollen.“
Reineke musste tief grinsen.
„Mehr oder weniger.“
Bra´Tak legte nun sogar noch das Schritttempo höher.
„Und woher stammst du?“
Der General hatte jetzt schon arge Probleme, mitzuhalten.
„Aus einer Mittelgroßen Stadt auf der Erde, die sich Bochum nennt.“
Bra´tak überlegte kurz.
„Reineke von Bochum.“
Im nächsten Moment erreichten sie das gesuchte Lager.
In dem Lager, welches fast nur aus Planen und Zelten bestand, standen zwei Jaffa Krieger als Wache.
Außerdem führte ein Priester das Ritual an Ryac durch, ihm seinen ersten Symbionten einzufügen.
Daneben stand, ziemlich stumm, eine mit einem Mantel vermummte Frau.
Einer der Priester öffnete gerade mit einem Gerät der Goa´Uld den Bauchsack des Jungen, sprach dabei einige Rituelle Formeln, als die beiden Jaffa zu Boden stürzten.
Sofort brach in dem Lager Panik aus.
Die allerdings schnell wieder beruhigt wurde, als merkwürdig aussehende Menschen den Platz betraten.
Nicht wissend, was sie tun sollten, blieben die Menschen wie angewurzelt stehen, als ST 1 mit Bra´Tak auf Ryac zuging.
Der Priester stürmte voller Wut auf Teal´C zu.
„Shol´va. Elender Shol´va. Wie kannst du es wagen, an diesen Ort zurückzukehren?“
Er aber ignorierte den hysterischen Priester, welcher von Reineke mit dem G 36 in Schach gehalten wurde.
Ging direkt auf seinen Sohn zu, welcher sich im Koma befand.
„Doktor Roth. Kommen sie. Es geht meinem Sohn nicht gut.“
Auf halben Weg aber wurde sie von der verhüllten Frau abgefangen. Sie hielt der Erdenärztin ein Messer vor die Brust.
„Du wirst meinen Sohn nicht berühren.“
Roth verstand nicht mehr.
„Was? Ihr Sohn…“
Die Frau nahm ihre Kutte ab, um in die überraschten Augen von Teal´C zu blickten. Er konnte erst nur stottern.
„Drey´auc? Das hätte ich erahnen müssen. Wie sehr ich dich vermisst hatte.“
Sie jedoch antwortete eiskalt.
„So sehr, dass du uns in diesem Dreck hausen lässt, weil du unbedingt Menschen beitreten musstest, die du nicht kennst?
Wegen deiner Taten hat man uns alles genommen, wir wurden wie Abschaum behandelt. Nicht mal die Ausgestoßenen wollen etwas mit uns zu tun haben.“
Während er beschämt zu Boden blickte, stand Amelia Roth wieder auf.
„Er hat die Röteln, in fortgeschrittenem Stadium und sein Immunsystem beginnt zu versagen. Hier kann ich kaum etwas für ihn tun, aber auf der Erde schon.“
Drey´auc ging dazwischen.
„Mein Sohn bleibt hier, bei seinem Volk. Und wird einen Goa´Uld erhalten, wie jeder Jaffa vor ihm auch.“
Jetzt platzte Teal´C fast der Kragen.
„Er wird kein Sklave der Goa´Uld werden. Er kommt mit zur Erde. Dort kann er in Freiheit leben.
So wie ich.
Dein Stolz, meine Ehefrau, ist jetzt am falschen Platz.“
Daniel mischte sich ein.
„Endschuldigung. Aber können wir diesen Ehestreit nicht auf später verschieben. Hier sitzen wir irgendwie auf dem Präsentierteller.“
Teal´C blickte seinen Freund kurz an.
„Du hast Recht. Wir werden uns in die Wälder begeben.“
Der Priester trat auf sie zu, holte eine Kommunikationskugel hervor.
„Dafür ist es zu spät. Der Diener des Apophis, Lord Amun, hat alles mit angesehen. Er wird euch nicht davon kommen lassen.“
Im nächsten Moment schlug Reineke den Mann mit seinem G 36 nieder, nahm die Kugel an sich.
„Interessante Technologie. Teal´C, sind das die Kugeln, die durch den Subraum funken können?“
Er nickte, während sich alle auf den Weg zum Sternentor machten.
Teal´C trug seinen bewusstlosen Sohn auf beiden Armen.
Auch Drey´auc kam mehr als widerwillig mit.
Nach etwa 15 Minuten stoppten sie, als Ryac begann, starke Zuckungen zu bekommen.
Seine Mutter war schon panisch vor Angst.
„Ohne die Goa´Uld wird er sterben. Das ist dann deine Schuld.“
Roth begab sich sofort zu dem kleinen, gab ihm einen Trank mit Vitaminen und anderen Medikamenten.
„Das wird ihn für einige Minuten stabilisieren, aber nicht lange. Wir müssen zur Erde, dass ist seine einzige Chance.“
Franziska funkte Runge an.
„Hey, toller Mann? Wo steckst du? Wir brauchen hier sofort eines dieser verdammten Biester, sonst stirbt der Kleine.“
Einige Sekunden darauf war eine dumpfe und leise Explosion zu hören.
Aber das Interesse daran flachte schnell ab, nachdem Ryac erwachte.
„Was ist passiert? Habe ich jetzt einen Goa´Uld in mir? Mutter, wo bist du?“
Sie trat freudig lächelnd heran, nahm ihre Hände vor den Mund.
„Sieh, dein Vater ist auch hier.“
Der Junge hob seinen Kopf, strahlte dabei.
„Vater!!! Ich wusste, dass du zurückkommen wirst.“
Mit Tränen in den Augen nahm Teal´C seinen Sohn in den Arm, als Runge mit seinen Teams anrückte.
„Die Transsibirische Eisenbahn ist da.“
Während Bra´Tak und Drey´auc sich merkwürdig ansahen, holte der Russische Offizier einen der Symbionten aus dem Behälter.
„Ich hoffe, dass dies dem Jungen helfen wird.“
Drey´auc blickte dieses Geschenk zögernd an.
„Wo habt ihr den her?“
Runge antwortete schon fast gelangweilt.
„Die Frauen sind doch auf allen Planeten gleich. Anstatt einfach Danke sagen und dann die Klappe halten…“
In der nächsten Sekunde fing er sich einen leichten Schlag auf den Hinterkopf von Rust ein.
„… er ist aus dem Tempel im Osten.“
Drey´auc schrie auf.
„Ihr habt etwas aus dem Heiligtum gestohlen??? Das ist eine der größten Sünden, die mit dem Tode bestraft wird.
Hoffendlich bemerkt das keiner.“
Runge sah pfeifend zum Himmel.
„Unwahrscheinlich. Wir haben die Hütte gesprengt.“
Jetzt musst sich sogar Bra´Tak an einem Baum festhalten.
„Seit ihr vollends des Wahnsinns verfallen? Teal´C, sind die immer so?“
Er nickte, bevor er seinem Sohn unter Tränen in den Augen die Schlange einführte.
„Es tut mir so unendlich leit, dass du diese Bürde von mir auferlegt bekommst, mein geliebter Sohn.“
Ryac aber schien sich zu freuen.
„Mein erster Goa´Uld. Das ist so toll, danke Vater.
Kurz darauf ertönten Jagdhörner.
Daniel sprang erschrocken auf.
„Was ist denn das? Es klingt jedenfalls nicht gut.“
Bra´Tak schaltete als erster.
„Folgt mir. Und wenn ihr lebend von diesem Planeten kommen wollt, werdet ihr ohne Widerworte das machen, was ich euch sage.“
Und so liefen sie alle zum Sternentor.
Währenddessen kamen Oberst Degenhardt und Feldwebel Tora wieder ins Sternentorkommando zurück.
Dort wurden sie schon von Oberleutnant Müller am Lift begrüßt.
„Ah, gut das sie endlich eingetroffen sind. Solange der General auf Mission ist, haben sie das Kommando, Oberst.“
Tora hackte ein wenig nach.
„Davon wissen wir ja noch gar nichts. Darf man erfahren, auf welchem Planeten sich der General befindet?“
Müller blickte die beiden mit hochgezogenen Augen an.
„Das wissen sie wirklich nicht? Er ist mit ST 1, 2, 4 und 9 zu einer verdeckten Mission nach Chulak aufgebrochen.“
Sebastian Degenhardt musste stark prusten.
„Er ist wohin??? Darf man mal fragen, was die mitten im Herzen von Apophis Reich wollen? Das ist doch Irrsinn.“
Und auch Julia Tora ließ nur ihren Kopf in den Nacken fallen.
„Na, dass ist ja ganz toll. Sonst noch irgendwelche Überraschungen?“
Der Oberleutnant aber schüttelte nur seinen Kopf.
„Nicht das ich wüsste.“
Da ließen ihn der Oberst und die Frau Feldwebel aber auch schon stehen, liefen schnurstracks in Richtung Waffenkammer.
In der Zwischenzeit hatten sich die ST Teams und Teal´Cs Familie bis zur Anhöhe vor dem Sternentor geschlichen.
Reineke kam das etwas eigenartig vor.
„Irgendwie gefällt mir die Situation nicht. Wir hätten zumindest einer Patrouille begegnen müssen.“
Teal´C aber versuchte seinen Kommandanten zu beruhigen.
„Es ist durchaus möglich, dass sie einfach noch nicht schnell reagieren konnten. Möglicherweise ist heute das Glück auf unserer Seite.“
Allerdings wurde diese Hoffnung schnell von Franziska Rust getrübt, sie lag schon auf der Anhöhe.
„Ich weiß, warum wir keinem begegnet sind. Seht mal runter zum Tor.“
Sogar General Reineke blieb bei diesem Anblick der Atem weg. An die zweihundert Jaffa standen positioniert um das Sternentor herum.
Zu ihrer Ausrüstung gehörten auch mehrere Stabwaffengeschütze, welche sich auf einer rotierenden Achse befanden.
In ihrer Mitte saß, auf einem Provisorisch aufgebautem Thron, ein Goa´Uld. Allerdings schien sich dieser zu langweilen.
Ziemlich abwesend starrte er von einer Seite seiner Krieger zur nächsten. Und obwohl er ziemlich arrogant daherkam, schien er sich auch vor dem zu fürchten, was da möglicherweise auf ihn zukam.
Jedoch verflogen diese Gedanken schnell, als sich hinter ihm das Sternentor aktivierte.
Sofort sprang er auf.
„Jaffa, kree. Cha´apa´ai.“
Über zweihundert Stabwaffen richteten sich voller potenzieller Zerstörungskraft auf den Ereignishorizont des Wurmloches.
Degenhardt stand im Kontrollcenter das Sternentores und überwachte die Anwahl des feindlichen Planeten.
Noch immer konnte er sich nicht vorstellen, dass sein Jaffakumpel sie alle in den letzten Monaten so verladen hatte.
Deswegen würde er mit ihm noch mal unter vier Augen ein Männergespräch führen.
Aber dies konnte bis später warten.
Denn jetzt galt es erst einmal, die anderen Teams und den General wieder zurück zur Erde zu bringen.
Müller befand sich schon an einem der Monitore.
„Wurmloch ist etabliert. Ich werde jetzt die Sonde ausrichten…“
In dem Augenblick kamen die ersten Bilder herein, welche sicher Hunderte von schwer bewaffneten Jaffa zeigten.
Der Oberst, mit einem sofort einfallendem Gesicht, schrie Müller an.
„Anhalten, stoppen sie sofort die Sonde, sonst ballern die das Ding in Tausende Einzelteile.“
Zu seinem Glück hatten die Jaffa noch nicht bemerkt, dass sich die Sonde bewegt hatte.
Nachdem er sah, wie sich das Wurmloch aufgebaut hatte, griff Reineke erleichtert zu seinem Funkgerät.
„Ich hoffe doch mal, dass auf der anderen Seite sich mein Lieblingsoberst aufhält.“
An die zwei Sekunden war Stille im Äther, da kam endlich die erlösende Nachricht.
„Hier Degenhardt. Wir kommen zu ihrer Unterstützung. Wenn ich sie nun alle höflichst darum bitten dürfte, die Köpfe einzuziehen.“
Der General zog seine Augenbrauen hoch.
„Was haben sie vor, wenn ich mal dumm fragen darf?“
Die Stimme von Degenhardt klang beschwörend.
„Ich habe hier ein 40 mm Geschütz mit über 3.000 Schuss Munition. Bedarf das noch weiterer Erklärung?“
Die Erdlinge bekamen allesamt ein ängstliches Gesicht, Daniel musste dabei am meisten schlucken.
„Das dürfte meiner Meinung nach doch ziemlich übertrieben sein, finden sie nicht auch, Oberst?“
Durch den Funk hörte man nun eine gereizte Stimme.
„Anders bekommen wir die Jaffa da nicht weg, ohne sie mit in die Luft zu jagen. Und jetzt die Köpfe runter.“
Teal´C nahm sofort seine Frau und seinen Sohn, drückte sie unter seinen Brustkorb, auch Bra´Tak ging in Deckung, obwohl er nicht wusste, was jetzt folgte.
Der Goa´Uld, mit Namen Amun, stand wie eine Ikone da, hatte allerdings zu seinem Schutz den persönlichen Schild aktiviert.
Seit einigen Minuten stand das Tor jetzt schon offen, ohne das etwas passiert war. Doch das sollte sich ändern.
Nach einem weiteren Augenblick schossen merkwürdige Gegenstände aus dem blauen Vortex und prallten gegen seinen Schild.
Komischerweise beanspruchten diese Objekte enorm viel Energie seines Handmoduls, was sonst nur Stabwaffen zu verrichten mochten.
Die Jaffa um ihn herum hatten allerdings nicht das Glück, sie wurden regelrecht in Stücke gerissen.
Männer, die über 120 Kilo an Muskelmasse aufwiesen, schleuderten wie Federn durch Luft, bevor sie wieder aufschlugen.
Was Amun zu sehen bekam, überstieg seine schlimmsten Vorstellungen. Selbst in den Gefechten der Jaffa untereinander hatte er so etwas noch nie erlebt.
Die Tau´Ri veranstalteten ein heilloses Massaker an den völlig wehrlosen Jaffa, inzwischen war die gesamte Ebene rot gefärbt.
Viele Jaffa ergriffen allerdings auch die Flucht, da ihnen nicht geheuer war, was hier passierte.
Amun begann die Angst zu spüren, welche ihm durch diese Niederlage bewusst wurde.
Oberleutnant Rust blickte durch ihr Fernglas, lehnte sich langsam über die Spitze der Anhöhe hinaus.
„Oh, verdammt noch mal. Das geht jetzt aber wirklich zu weit. General, melden sie dem Oberst, dass er aufhören soll.
Toter geht’s schon nicht mehr.“
Nach dem Funkspruch hörte das Feuer augenscheinlich auf, dafür legte sich eine bedrückende Stille über die Ebene.
Kaum ein Laut war zu hören, selbst die Tierwelt war beinahe zum Verstummen gekommen.
Die ST Teams liefen die die Anhöhe herunter, während sich Teal´C von seiner Familie verabschiedete.
Bra´Tak sah ihm direkt in die Augen.
„Habe keine Angst, alter Freund. Ich werde auf sie acht geben, als wären sie die meinen.
Ryac wird bei mir in die Leere zum Jaffakrieger gehen und eines Tages ein vorbildlicher Krieger werden.
Und deiner Frau wird ebenfalls nichts geschehen, ich werde mich wie ein Vater um sie kümmern.
Darauf hast du mein Ehrenwort als Krieger.“
Teal´C verneigte sich noch mal, bevor er seinen Sohn umarmte.
„Ich werde zurückkommen und du wirst sehen, dass ich dich nie vergessen werde, oder gar missachten.
Aber ich habe eingesehen, dass Tau´Ri nicht die richtige Welt ist, um dort aufzuwachsen, jedenfalls nicht ein Stützpunkt unter der Erde.“
Ryac umarmte seinen Vater noch mal lang.
„Versprich mir, dass du schnell wiederkommen wirst, bitte Vater.“
Unter Tränen in den Augen bejahte Teal´C es, dann ging auch er zum Sternentor.
Dort hatte Oberstleutnant Runge inzwischen ein Wurfpfeil mit Betäubungsmittel einem stark zedernen Amun durch den Schild geworfen, um ihn nun durch das Gate zu schleifen.
Zwei Tage später – im Besprechungsraum:
General Reineke betrat den Raum, wo sich ST 1 und ST 2 gerade aufhielten, um den alltäglichen Report zu hören.
„Setzen sie sich. Wir haben allen Grund, uns auf die Schultern zu klopfen. Ich soll an alle ST Teams die persönlichen Glückwünsche von Kanzler Schröder und Präsident Jelsin ausrichten.
Sowohl die 14 Stabwaffenkanonen, die Subraumkommunikationskugel, die zwei Symbionten als auch unser neuer persönlicher Freund Amun haben für eine entspannte Stimmung gesorgt.
Und unsere Kollegen von MAD und FSB haben auch schon eine spezielles Verhörteam zusammengestellt, um Amun das Leben hier angenehm zu machen.“
Die letzten Worte allerdings waren nur blanker Hohn.
„Ach ja, ihre nächsten Einsatzziele:
ST 1, wir haben durch Zufall ein Gate angewählt, welches nicht auf den Daten der Abydoskartusche basiert.
Einer der Techniker hatte versehendlich ein anderes Symbol eingegeben.
War auch für mich eine Überraschung, aber die Sonde zeigt ein ziemliches altes Gemäuer, den Geräuschen nach liegt es in der Nähe eines Meeres.
ST 2, sie brechen zu einem recht waldigen Planeten auf. Komischerweise sind der Sonde einige Wilde durch die Linse gesprungen.
Einer unser klugen Köpfe meinte, dass könnten Neanderthaler sein…“ |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 05.11.2007, 17:17 Titel: |
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War eine tolle Folge.
Wie sie die Jaffa zerfetzt haben und außerdem noch nen GoaUld gefangen genommen haben. Klasse. Ich habe das Gefühl, dieses deutsche Team ist um einiges besser als SG-1. |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 05.11.2007, 17:51 Titel: |
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Das könnten Neandertaler sein? Äh ... hatten wir das nicht schon *ratlosist*, die Sache mit dem Virus. Bringt ihr jetzt eure eigenen Geschichten durcheinander oder hab ich irgendwas verpaßt. Nein, mein Lieblingslemur ist noch da, also ... bin ich immer noch ratlos und bitte um Aufklärung *blinzel*.
Okay, DAS mußte sein, Atlan, oder? Reineke von Bochum - tztz. Da hättest du ihn doch gleich die 70 km weiter herkommen lassen, oder taucht noch jemand auf, der aus der gleichen Stadt wie Sasha stammt (ach halt, der gibt ja jetzt an, er käme aus Dortmund - der Verräter, der *grrr*).
War ein klasse Kapitel. Oh Mann, was für eine Truppe! Wo die auftauchen, da wächst echt kein Gras mehr *giggel*. Zerlegen mal eben den Goa'uld-Tempel - aber jetzt haben sie Amun, immerhin.
Und die Amis dürften sich mittlerweile schon gehörig in den Hintern beißen, daß ihnen das entgeht *grins* - ist das nicht herrlich?
Tolle neue Episode. Freu mich schon auf die nächste. Auf daß euer "German Experience" auch 10 Staffeln überlebt, verdient hättest ihr es!!! |
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Colonel Maybourne Leser
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 66 Wohnort: Im Harz
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Verfasst am: 05.11.2007, 19:34 Titel: |
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Da gebe ich doch erst aml brav die Antworten.
@ FelixE:
Natürlich sind wir besser als SG 1. Schließlich sind wir keine schießwütigen Cowboys.
Aber natürlich muss man den Goa´Uld auch zeigen, wer der Chef im Haus ist.
@ Hyndara:
Stop, stop, stop. Die mit dem Virus waren keine Neanderthaler, sondern gehörten laut der SG 1 Folge zur Gattung der Homo Erectus, einer noch früheren Menschengattung.
Du bist Fan von Sasha? Außerdem, was stört dich denn an Dortmund?
Aber es hat mich gefreut, dass dir dieses Werk aus meiner Feder mal wieder gefallen hat ( es ist zum Haareausreissen. Ich kann immer noch nichts überkopieren.
Alle meine Werke in diesem Forum muss der gute Atlan reinstellen - noch mal Dank dafür )
Und ja, der Präsident der USA wird noch sein Oval Office zerlegen, aber das erst in einer späteren Season. Versprochen.
Bis dann. |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 05.11.2007, 19:46 Titel: |
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[quote="Colonel Maybourne"Du bist Fan von Sasha? [/quote]
Wenn ich ein Fan von Sasha wäre, würde ich ihn bestimmt nicht als Verräter bezeichnen
| Zitat: |
| Außerdem, was stört dich denn an Dortmund? |
Mich persönlich stört gar nichts an Dortmund, im Gegenteil, ich kenne ein paar sehr nette Leute, die in Dortmund wohnen. Nur habe ich was dagegen, wenn man als "Prominenter" seinen Geburtsort schönt, nur weil nicht jeder weiß, wo Soest liegt. So geschehen im Fall Sasha. Lies frühe Interviews mit ihm, da gibt er immer Soest an, erst seit er ... keine Ahnung, abgehoben ist, ist es auf einmal Dortmund. Sorry, wir sind kein Vorort von Dortmund *graus*, nur die Wochenendfrische für Dortmunder. Zwischen uns und Dortmund liegen immerhin noch 50 km und ein paar unbedeutende Städtchen *schnüff*.
Aber zumindest die Stadtverantwortlichen sind so schlau, unseren "prominenten Sohn der Stadt" nicht mehr zu öffentlichen Gelegenheiten einzuladen - sonst gäb's, denke ich, saures
Zu deinem Problem:
Ist das immer noch nicht geklärt? Und, wie gesagt, mein Angebot steht. Du eröffnest den Thread, schickst mir die Texte und ich stelle ein. Mehr kann ich leider per Ferndiagnose auch nicht machen ... mh, aber du bist nicht der einzige. Das Forum scheint wirklich Word nicht zu mögen, Kris hatte vor kurzem auch Schwierigkeiten ... |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 16.11.2007, 16:31 Titel: 1.07 Stürmische Leidenschaften |
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@Hyndara: Tut mir Leid, dass ich aus Bochum komme. Ich bin ja Reineke von Bochum;)
Um dich zu beruhigen: Ich mag diesen Sasch auch nicht.
1.07 Stürmische Leidenschaften
Das Vortex hatte sich gerade gebildet, da trat auch schon das ST 1 Team durch das Sternentor.
Der Planet war recht waldig, sie gingen in diesem Moment über eine Wiese, die an einem leichten Steilhang war.
Degenhardt kam das ziemlich langweilig vor, er hatte schon den ganzen Tag schlechte Laune gehabt.
„Man, ein verlassenes Loch nach dem anderen. Lass das jetzt bloß nicht die dritte verweißte Welt hintereinander sein.“
Teal´C blickte seinen Kommandanten mitfühlend an.
„Das ist ja gar so ungewöhnlich. Die Goa´Uld haben in den vergangenen Jahrhunderten hunderte von Planeten wieder verlassen.“
Daniel wurde etwas neugierig.
„Auch wenn vielleicht die Minen erschöpft waren, wären diese Welten doch immer noch als Militärposten geeignet.
Manchmal versteh ich die Goa´Uld echt nicht.“
Teal´C stimmte ihm zu.
„Einen wertlosen Planeten weiter zu verwalten, wäre aus ihrer Sicht eine Herabsetzung ihrer Göttlichkeit.“
Im Hintergrund tuschelten hingegen Julia und Franziska.
„Sag mal Jules, warst du gestern eigentlich noch auf diesem Bergfest gewesen?“
Die Sanitäterin lächelte ihre Freundin hinterhältig an.
„Und ob. Ich musste ja nicht eine Analyse über Goa´Uld Codierung im Verteidigungsministerium vortragen.“
Oberleutnant Rust war darüber ziemlich angefressen, machte ihren Unmut laut.
„Ja, ja. Lästere du man. Aber wenn man die Offizierslaufbahn einschlägt, gehört eben auch dieser Formalitäten Schwachsinn zum alltäglichen Geschäft.“
Degenhardt hatte von vorne mitgehört.
„Ich musste das auch schon durchziehen. Zwar andere Thematik, aber man gewöhnt sich auch daran.“
In der nächsten Sekunde kamen von vorne laute Schreie. Es hörte sich wie ein Fauchen an.
Degenhardt ging mit seinem G 36 im Anschlag voran, um diesem Geräusch, welches offensichtlich von einem Tier stammte, nachzugehen.
„Das mir keiner vorzeitig schießt. Das Tier wird erst erlegt, wenn es eine Bedrohung darstellt. Und ich will ein paar hübsche Bilder haben.“
Tora sah ihn etwas fragend an.
„Seit wann das denn? Davon haben sie uns noch gar nichts erzählt.“
Er jedoch grinste sie schelmisch an.
„Typisch Frau. Immer alles wissen, damit ordentlich getuschelt werden kann. Zu ihrer Frage: Ich sammele Fotographien von Wildtieren.
Habe in den letzten Jahren auch schon einige Safaris mitgemacht. Und jetzt Ruhe, ich will was für meine Linse haben.“
Während sie dem Fauchen immer näher kamen, erhellte plötzlich der Schrei eines Menschen diese Region.
Plötzlich konnten sie in kurzer Entfernung eine junge Frau sehen, die vor einem Tiger davonrannte.
In Panik und mit den Armen wedelnd lief sie ST 1 entgegen.
Teal´C ging mit dem linken Knie in die Hocke, seine Stabwaffe im Anschlag.
„Wenn wir nicht eingreifen, wäre es ihr Schicksal sein, gefressen zu werden.“
Sebastian Degenhardt zögerte keine Sekunde.
„Tu es.“
Der Jaffa feuerte seine Stabwaffe ab, die Plasmaentladung traf den Tiger in der linken Flanke.
Nachdem das Raubtier am Boden lag, ging ST 1 langsam auf die Frau zu. Degenhardt gab ihr die Hand, half ihr aufzustehen.
Sie war asiatischer Abstammung, etwa 1,70 gros. Ihr Alter lag so um die 23 Jahre. Sie trug mittellanges braunes Haar, welches ihr knapp über die Schulter reichte und hinten zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden war.
Ein Kimono im beinahe Japanischen Stil diente der Frau als Gewand, war in leichtem Rot gefärbt.
Er schloss beinahe perfekt mit ihrem dunklen, fernöstlichen Teint ab.
„Ich danke euch…“
Weiter konnte sie nicht sprechen, da der Tiger noch einmal seinen letzten Atemzug aufbrachte, mit einer Pranke nach Feldwebel Tora griff.
Degenhardt war aber schneller.
Ohne zu zögern, verpasste er dem Tier den Gnadenschuss.
Die Frau stand dankbar, aber auch schüchtern auf. Sie verbeugte ehrfürchtig ihren Kopf.
Degenhardt packte sie an den Schultern.
„Bist du verletzt, oder geht es dir gut?“
Die Frau aber schüttelte nur den Kopf
Danach blickte der Oberst Julia Tora an.
„Schauen sie mal nach, ob ihr eventuell etwas fehlen sollte.“
Sie nahm eine kleine Taschenlampe, sah der Unbekannten zuerst in die Augen, dann tastete sie den restlichen Körper ab.
Währenddessen kamen Rust und Teal´C von einer kleinen Aufklärung der unmittelbaren Umgebung zurück.
Sie sprach ihren Boss direkt an.
„Wir haben nichts gefunden, was auf eine Zivilisation hindeuten könnte.“
Die junge Einheimische traute sich endlich wieder, etwas zu sagen.
„Wenn es euch angenehm sein sollte, kann ich sie alle zu meinem Dorf führen. Ich würde sie gerne aus Dankbarkeit meiner Familie vorstellen.“
Degenhardt nickte und wies ihr mit seiner rechten Hand an, die Führung zu übernehmen.
Eine knappe dreiviertel Stunde später erreichten ST 1 das von Jun Saki, so hieß die Frau, beschriebene Dorf.
Es war im japanischen Stil erbaut, viele Hütten aus Holz und Bambus reihten an sich an Felder, wo Reis angebaut wurde.
In der Mitte dieses Ortes, in welchem beinahe 700 Menschen lebten, stand ein mittelgroßer Tempel.
Sämtliche Gebäude entsprachen der fernöstlichen Pagodenbauweise auf der Erde.
Erstaunt kamen viele Menschen auf sie zu, bewunderten neugierig, aber vorsichtig die ungewöhnlichen Fremden.
Jun Saki stellte sich vor ihre Leute.
„Sie haben mich gerettet, als ein Tiger mich verschlingen wollte. Von diesen Menschen gibt es nichts zu befürchten.“
Die Worte sorgten für ein Entspannen der doch zuvor etwas vorsichtigen Verhaltensweise den Erdbewohnern gegenüber.
Jun Saki flüsterte einer älteren Frau etwas ins Ohr, verbeugte sich danach vor dem Team.
„Meinen Eltern wäre es eine große Ehre, sie alle zu einem Fest einzuladen, als Dank dafür mein Leben gerettet zu haben.“
Daniel fand dies wunderbar.
„Wir nehmen an. Dabei würde ich gerne auch noch mehr über euer Volk herausfinden.“
Jun Saki machte einen leichten Knicks, zeigte ihnen dann an, ihr zu folgen.
Keine Stunde später, als schon die Dämmerung hereingebrochen war, befand sie die Feier in vollem Gang.
Es gab mehr als genug zum Essen, darunter die verschiedensten Reis- und Gemüsegerichte mit Hühnchen angerichtet.
Und dazu wurde natürlich ordentlich Sake gereicht.
Von dem Franziska schon den einen oder anderen zuviel genommen hatte. Bemüht darum, im Sitzen ihr Gleichgewicht zu halten, sprach sie Julia an.
„Verdammt, haut… der rein. Ich wünschte mir, Runge wär… hier. Vor dem Zeug… würd… sogar er… kapitulieren.“
Julia war darüber sehr belustigt.
„Ähm, du solltest vielleicht aufhören. Ich finde du hast genug.“
Rust aber war da anderer Meinung.
„Ach was… einer geht… noch.“
Gerade als der Oberleutnant den nächsten Schnaps zu sich nehmen wollte, wurde er ihr vom Oberst weggenommen.
„Sie haben jetzt genug. Tora, bringen sie die Frau Oberleutnant in eine angenehme Unterkunft, damit sie wieder einen klaren Kopf bekommt.“
Daniel hingegen sprach mit den Dorf Ältesten darüber, von welchem Ort auf der Erde ihre Vorfahren stammen.
„… es wird berichtet, unsere Ahnen stammten von einer Halbinsel, die sich an ein großes Meer anschließen sollte.
Dann kam ein gewaltiger Tempel von Himmel herab und sie wurden hier her gebracht, um der Göttin Ameratesu dienen zu müssen.“
Daniel machte eifrig seine Notizen.
„Interessant. Dann seid ihr keinen Japaner, sondern Koreaner. Eine kleine Überraschung, wenn auch im Bereich des möglichen.
Wisst ihr, wann euch Amaratesu hierher verschleppen ließ?“
Der Mann dachte kurz nach.
„Vor mehr als 5.100 Umkreisungen dieser Welt um unsere Sonne. Die Göttin selbst ging vor 1.300 Umkreisungen.“
Teal´C, der bisher wache gestanden hatte, sah zu Dr. Jackson runter.
„Daniel Jackson, damit wird dieses Volk wohl zu den letzten gehören, welche die Goa´Uld vor Ra´s Sturz von der Erde holten.“
Der Archäologe sah zu seinem Freund hinauf.
„Ja, dass sehe ich auch so. Wie mächtig ist diese Goa´Uld eigentlich?“
Teal´C überlegte kurz.
„Amaterasu ist zwar ein Systemlord, gehört allerdings nicht zum obersten Machtzirkel. Einst diente sie Yu, aber erhob sich dann.“
Degenhardt hingegen saß mit Jun Saki auf einer Bank, sie reichte ihm einem Kelch mit einem Sake/Fruchtsaftgemisch.
Der Oberst roch erstmal daran.
„Richt gar mal schlecht.“
Dann nahm er einen großen Schluck, bevor Jun Saki ihm den Kelch wieder abnahm.
„Lasse mir bitte auch noch ein wenig übrig.“
Danach lehrte Jun das Gefäß aus, bevor sie den Oberst zum Tanzen einlud.
„Komm doch bitte, es ist ein ritueller Tanz, du solltest als mein Retter daran teilnehmen.“
Degenhardt stellte seine Waffe zur Seite, begab sich dann mit der aufregenden, aber auch geheimnisvollen Frau in die Tanzende Menge.
Am nächsten Morgen, bis auf Teal´C hatten alle einen leichten bis schweren Kater, kamen sie schon in aller Frühe am Tor an.
Daniel begab sich sofort an das DHD.
„Ein sehr interessantes Volk. Ich hoffe, dass wir sie noch einmal besuchen können.“
Er gab soeben das zweite Symbol ein, als Jun Saki laut rufend von hinten angelaufen kam.
Degenhardt ging verdutzt auf sie zu.
„Was ist denn mit dir passiert? Warum bist du so aufgeregt?“
Nachdem sie Luft geholt hatte, sah Jun den Oberst mit großen Augen an.
„Wir sind verheiratet. Wenn du einfach so gehen solltest, würde mich ein Leben voller Schande erwarten.“
Teal´C war nötig, um Sebastian Degenhardt zu halten, denn konnte nicht glauben, was er soeben hörte.
„WAS??? Wir sind verheiratet. Wie geht denn das? Ich habe NICHT ja gesagt, es gab keine Zeremonie.
Was soll das also?“
Bevor Jun etwas sagen konnte, sprach Daniel sie einfühlsam an.
„Du musst uns aufklären. Wir wissen zuwenig über euer Volk, kennen die nicht die Bräuche die ihr praktiziert.
Wie ist denn dieses Eheversprechen zustande gekommen?“
Sie sah beschämt zu Boden.
„Wir haben gestern Abend beide aus dem selbem Gefäß ein Traditionelles Gebräu getrunken, danach einen Tanz der Liebenden aufgeführt.
Nach unseren Gesetzen ist man danach vermählt.“
Degenhardt hatte sich wieder aufgerafft, schüttelte immer noch den Kopf.
„Das Missverständnis ist mir wirklich unangenehm. Aber hör zu, du kannst nicht mit auf die Erde.
Das ist eine Welt, die dir völlig unbekannt ist. Für dich wäre das genau das falsche, glaub mir.
Du musst hier, bei deinem Volk bleiben.“
Jun fing an zu weinen, der Oberst versuchte sie zu trösten, da zog sie plötzlich das Messer von seinem Gürtel, hielt es sich unter ihre Kehle.
„Du verstehst nicht. Wenn ich so in mein Dorf zurückkehre, werden sie mich verstoßen. Sie werden glauben, dass ich eine schlechte Frau war, die ihren Mann nicht gut behandelt hat.
Ich würde verstoßen werden, auch die anderen Dörfer würden mich nicht mehr aufnehmen.
Ich würde als eine Frau der Schande gelten.
Lieber sterbe ich jetzt, lass später qualvoll in der Wäldern, wo Tiger und noch andere Gefahren lauern.“
Daniel nickte, sah dann den Oberst an.
„Ich finde, sie sollte mit zur Erde. Dann können wir dort das Problem lösen.“
Degenhardt schwenkte nur resignierend den Kopf, zeigte dann zum Tor.
Nachdem das Team aus dem Vortes des Wurmlochs herausgetreten war, begrüßte ein schelmisch grinsender Runge das Team.
„Bis der General aus Berlin zurückkehrt, habe ich das Kommando erhalten. Also dann, willkommen daheim.“
Er wollte sich gerade wieder abwenden, da sah er eine zierliche kleine Frau, die hinter dem Oberst versteckt stand.
„Wer ist denn das?“
Oberleutnant Rust lief fies grinsend an Degenhardt vorbei.
„Das ist die neue Ehefrau vom Oberst. Sie müssen wissen Runge, dass er auf dem anderen Planeten die Liebe seines Lebens gefunden hat.“
Keine Sekunde später traf sie ein absolut vernichtender Blick, schärfer als 100 Messer.
„Ganz Vorsichtig.“
Teal´C klärte die Situation auf.
„Oberst Degenhardt hat durch Unwissenheit an einem Hochzeitsritual teilgenommen und dies ist seine Angetraute.“
Der Oberstleutnant konnte sich nicht mehr bremsen vor Schadenfreude.
„Na, dann mal husch ins Bettchen. Wir wollen ja das frische Eheglück nicht stören. Und das sie mir ja nicht vorher Dummheiten machen.“
Dabei schlug er mit der rechten Faust in die Luft.
Nun war wirklich der ganze Torraum von herzlichem Lachen erfüllt, sogar die Techniker am Anwahlcomputer konnten sich nicht zurückhalten.
Nur Degenhardt stand da, wie bestellt und nicht abgeholt.
Nach einer ärztlichen Untersuchung und ausgiebigen Dusche begab sich der Oberst in sein Quartier.
Die Dusche war auch dringend nötig gewesen, zum einen konnte er dabei herrlich den Kopf freikriegen.
Nun aber öffnete er die Tür zu seinem Zimmer.
Er trug nur einen Bademantel, warf ihn weg, um sich umzuziehen. Als er sich zum Bett umdrehte, lag da schon erwartungsvoll Jun.
„Was… machst du denn hier? Warum bist du nicht in deinem Quartier?“
Sie nahm die Decke zur Seite, präsentierte auch ihre ganze Schönheit, worauf sich Degenhardt schnell ein Handtuch vor seine wertvollsten Juwelen hielt.
„Du hast letzte Nacht schon geschlafen, deswegen müssen wir jetzt die Hochzeitsnacht nachholen.
So sind die Gesetze geschrieben.“
Er ließ nur den Kopf fallen, in der Hoffnung, hier noch heil raus zu kommen.
„Ich werde nicht mit dir in einem Bett schlafen.“
Jun sah ängstlich auf ihren Körper.
„Bin ich nicht hübsch? Oder zu dick?“
Das brachte Degenhardts Humor zum Teil zurück.
„Typisch Frau. Will man nicht mit ihnen schlafen, halten sie sich immer für zu dick. Nein, du siehst toll aus.
Aber ich bin eben ein Gentleman.“
Jun zog sich das Nachthemd wieder über, stand auf.
„Laut den Gesetzen muss ich mit dir aber in einem Raum leben. Wenn du mir eine Decke geben könntest, schlafe ich auf dem Boden.“
Der Oberst lief trotzig zum Schrank, nahm eine rote Wolldecke hervor.
„Nein, du schläfst im Bett und ich auf der Couch. Aber morgen werden wir unsere eigenen Gesetze aufstellen.“
Mit einem mürrischen Gesichtsausdruck legte er sich schließlich auf die Couch.
Am nächsten Morgen erwachte der Oberst aus einem ziemlich ungemütlichen Schlaf, richtete sich nach ein paar Minuten auf.
„Merkwürdig, wo ist denn meine kleine Klette?“
Er sah sich um, doch keine Jun Saki war zu sehen.
„Na, dann geh ich mal in die Kantine.“
Er zog sich schnell noch den Tarnanzug an, schlenderte dann in den Korridor.
In der Kantine angekommen erblickte er seine „Angetraute“, wie sie dem Küchenpersonal bei der Essensausgabe half.
Nachdem die Soldaten ihren Oberst erblickten, füllte sich der gesamte Raum mit einem höhnischen Grinsen.
Viele Männer mussten sich regelrecht auf die Lippen beißen, um nicht laut los zu lachen.
Degenhardts Laune verschlechterte sich dadurch zusehend.
Jun blickte beschämt zu Boden.
Bis Runge mit einer hübschen jungen Frau, etwa 20 Jahre alt, neben ihn trat.
„Sebastian, darf ich vorstellen, meine Tochter Svetlana. Sie ist Offiziersanwärterin in der Russischen Luftwaffe.
Und der ganze Stolz ihres Vaters. Dank meiner Beziehungen macht sie ein Praktikum als Tortechnikerin im STK.“
Degenhardt lächelte die blonde Frau an.
„Willkommen. Tut mir leid, aber mit meiner Stimmung steht es gerade nicht zum Besten.“
Der Oberstleutnant klopfte seinen Kumpel auf die Schulter.
„Sebastian, sie sieht wunderbar aus. Wenn du sie nicht willst, kein Problem. Ich nehme sie sofort.“
Svetlana schlug ihrem Vater gegen die Brust.
„Wenn du das wirklich machen solltest, reist dir Mama den Kopf ab.“
Er aber lächelte nur verschmilzt.
„Svetlana, Liebes. Deine Mutter will mir immer den Kopf abreißen, seit ich die Scheidung durchgedrückt habe.“
Nun bekam sie ein extrem höhnisches Gesicht.
„Ja. Aber wenn du das hier machen solltest, reißt sie ihn dir ab, näht deinen Kopf wieder an, um ihn erneut abzureißen.
Du weißt, wie sie sein kann.“
Sergej blickte Jun etwas trauernd an.
„Schade, meine Hold. Kein Frauentausch.“
Nach den Worten musste sogar Degenhardt wieder lächeln. Als Jun dies sah, war sie sehr erleichtert.
Etwa zwei Stunden später traf auch General Reineke wieder aus Berlin ein. Er wurde am Aufzug schon von Oberleutnant Müller empfangen.
„Guten Morgen. Ich nehme mal an, die Hochzeit dürfte Thema Nr. 1 gewesen sein, bei der Lagebesprechung.“
Reineke kam kaum noch aus dem Grinsen heraus.
„Als das gestern im Generalstab ankam, mussten wir erst mal eine Pause machen, weil allesamt einen Lachanfall bekamen.
Sogar der Kanzler soll darüber amüsiert sein.“
Leicht grinsend schüttelte er den Kopf.
„Müller, bestellen sie die beiden in mein Büro und zwar auf der Stelle. Den Küchenchef und Rust gleich auch noch.“
Der Oberleutnant nickte, sputete gleich los.
Eine Viertelstunde später waren die geforderten Personen im Büro des Generals angetreten, der auch schon die Lösung parat hatte.
„Frau Saki, einen Rückkehr steht außer Frage, da ihnen dort kein zumutbares Leben drohen würde.
Sie werden also auf der Erde bleiben.“
Sie sprach ganz behutsam.
„Danke. Ich habe über unsere Gesetze genau nachgedacht. Wenn der Ehemann es erlaubt, darf die Frau auch in anderen Betrieben arbeiten gehen.
Der Lohn würde an den Mann ausbezahlt werden.“
Reineke schien dies sehr zu freuen.
„Das hatte ich auch in Betracht gezogen. Ich denke, da sie eine gute Köchin sind, wird sie unser Küchenchef gerne als Vollzeitkraft einstellen.
Zudem erhalten sie ein eigenes Quartier auf dem Stützpunkt. Und Franziska Rust wird sie mit den Geflogenheiten der Erde vertraut machen.
Der Lohn wird an sie aber selbst bezahlt.“
Rust, sie hatte sich die Haare wieder knallrot gefärbt, nickte zustimmend.
„Vielleicht gibt es dann auch mal besseres Essen, als den alltäglichen Brei.“
Die Blicke des Küchenchefs in diesem Moment waren fast schon tödlich.
Der Letzte Kommentar gehörte allerdings dem Oberst.
„Jun, wenn du das nicht annehmen solltest, muss ich mich leider umbringen.“
Sie aber nickte nur freudig.
Bis dann. |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 16.11.2007, 18:26 Titel: |
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Ist ja lustig. Jetzt bekomt wohl jeder ein Anhängsel, oder was? Erst der Lumur und nun die asiatische Schönheit.
War eine tolle Folge. War auch schön zu lesen. Ich bin dann mal gespannt wie sich die junge Dame so macht. |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 19.11.2007, 13:29 Titel: |
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*giggel* Da haben wir aber die gleiche Idee gehabt. Nu konnte ich es mal nachlesen, wie es sich geschrieben anfühlt. Klasse! War echt putzig.
Aber eine Frage: Seit wann wird das Geld, das eine verheiratete Frau verdient, an den Mann ausbezahlt? Gelten in Bayern andere Gesetze oder wie darf ich das verstehen?
*grins* Jedenfalls dürfte da demnächst wohl eine Scheidung ins Haus stehen. Darauf allerdings bin ich schon mächtig gespannt!
Freu mich schon auf die Fortsetzung!
off topic:
"Feier" ist zuviel gesagt, Martin. Kris und eine gemeinsame Freundin waren da und wir haben fast die ganze Zeit in meinem Wohnzimmer gesessen und gelabert. Gegen Ende sind Kris und ich kurz mal bei mir ins Internet, weil ich ihr noch etwas zeigen wollte. Ansonsten ... Eher ein langer, langer Kaffeeklatsch (der aber auch mal wirklich gut tut, zumindest uns Weibern *zwinker*). |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 22.11.2007, 22:21 Titel: |
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@Felix: Nein, kriegt nicht jeder ein Anhängsel. jun wird keine großen Auftritte mehr haben, denke ich und die "Scheidung" wird bald folgen
@Hyndara: Schön, dass es dir gefallen hat. Blumen für Maybourne ^^
Das mit deM Geld ist ein Gesetz von Juns Planeten. Allerdings ist Bayern schon so was ähnliches, wie ein fremder Planet^^
Unfreiwillige Reise
“Nacht Müller!”, rief der Barkeeper Harry Oberleutnant Müller hinterher.
“Nacht.. Harlly.... Hardy... HARRY!”, murmelte Müller im Rausch.
Harry lachte nur.
Seitdem im Militärzentrum wieder eine Menge los war, blühte seine Kneipe “Zur Kaserne zweimal rechts”, wie noch nie.
Am einem der Tische hing noch dieser Amerikaner, wie hieß er noch..... Ach ja, Jackson.
“Wollen sie nicht auch gehen?”, fragte der Barkeeper.
Daniel hob den Kopf, die Augen zusammengekniffen, die Brille schief über der Nase baumelnd.
“Ich.... Hicks.... Glaub schon.”, meinte Daniel beschwipst.
“Du meine Fresse.”, dachte Harry. “Der hatte doch nur zwei Bier.....”
“Ich ruf ihnen ein Taxi.” ,meinte Harry und hob den Telefonhörer ab, im selben Augenblick brach die Hölle los.
Die Fensterscheiben wurden von außen eingeschlagen, Schlafgranaten hereingeschmissen. Harry wurde richtig benommen und hörte nur noch, bevor er einschlief: “Go, go, Keep Jackson!” “We got him, Colonel!”
Dann wurde ihm schwarz vor Augen.
Als er Minuten später erwachte, sah er sich in der ganzen Bar um.
Die Tische waren umgeworfen, alle Fenster demoliert und das schlimmste: Doktor Jackson war weg.
“Ach du meine Güte, wo bin ich da reingeraten.....”, dachte Harry bei sich, nahm den Telefonhörer auf und rief die Feldjäger.
2 Stunden später im STK:
Degenhardt schlief tief und fest auf seinem Zimmer, da wurde die Zimmertür geöffnet, er von den Lichtstrahlen geblendet, schreckte hoch und schrie: “Spinnen!”
Er sprang hoch und nahm sein Kopfkissen als Waffe.
General Reineke lachte laut und hob beschwichtigend die Arme. “Ruhig Oberst, ich sagte ihnen doch, sie sollen nicht so viel trinken.”
Degenhardt wurde bewusst, wer vor ihm stand, er warf das Kissen weg und salutierte.
“Ganz ruhig Oberst, ziehen sie sich an, Besprechung!”
Knapp 20 Minuten später saßen ST 1, Müller, ST 2 und Reineke, mit Ausnahme von Teal’C und dem General vollkommen verkatert, im Konferenzraum.
“Wir haben vor zwei Stunden einen Anruf von Harry erhalten.”
“Harry der Barkeeper?” ,fragte Franziska.
Reineke nickte.
“Er sagte, dass kurz nachdem der letzte gegangen und nur noch Doktor Jackson in der Bar war, hätten englischsprachige Truppen die Bar gestürmt. Als er wieder wach geworden ist, war Jackson weg.”
Degenhardt warf den Kopf nach hinten. “Da feiert man einmal Runges Beförderung zum Oberst und dann so was.”
“Hey.”, warf Runge, nun Oberst, beleidigt ein. “Ich hatte die Beförderung verdient.”
“Ach ja, stimmt, bei euch Russen wird man ja nicht nach Alter und Leistungen befördert, sondern nach Leberzirrhose und wie viel Wodka man getrunken hat.”
Hauptmann Gratzky grinste nur, Reineke hüstelte und sagte: “Ihre Aufmerksamkeit bitte.”
Er schob eine Videokassette in einen VHS Spieler, der unter dem Tisch angebracht war.
“Das ist aus Harrys Überwachungskamera.”
Er spielte das Video ab. Man sah einige Soldaten in schwarzen BDU’s, am Ärmel die amerikanische Flagge.
Jetzt kam ein Mann ins Bild, er drehte sich noch einmal zur Kneipe um und streifte seine ABC Maske ab, Reineke fror das Bild ein und zoomte heran.
“Das ist dieser Ami Colonel Maybourne.”, stellte Jules wütend fest.
“Der hat doch schon einmal Daniel und Doktor Langford angegriffen.”
“Vor eineinhalb Stunden startete eine falsch markierte Transportmaschine von München in die Schweiz, von dort aus flog sie weiter in die Oststaaten der USA.”
“Scheiß Amis!”, knurrte Runge.
Reineke nickte. “Nun ja, wir können nichts tun. Wir fechten zwar mit den Yankees einen Schattenkrieg aus, aber..... In der Öffentlichkeit sind wir immer noch Mitglieder in der NATO.....”
“Kein Problem, ich erledige die Amis allein.” ,meinte Runge, er lachte, wurde aber wieder schnell ernst.
“Ich habe Kontakte in Washington DC, wenn jemand weiß, wo Daniel ist, dann mein Kontakt.”
“Na gut, gehen sie. ST 1 und ST 2. Ich werde den Bundeskanzler bitten, ihnen ein Visum auszustellen, sie werden mit einer Diplomatenmaschine starten.
Nicht auszudenken, was passiert, wenn die Cowboys von unserer kleinen Operation hier erfahren.
Ich hoffe, Jackson hält so lange durch.
Wegtreten.”
ST 1 und 2 erhoben sich, Reineke meinte noch: “Ach Teal’C, ihre Stabwaffe lassen sie hier.”
Teal’C nickte, dann ging auch er.
18 Stunden später:
Runge saß in einem Cafe in Washington DC, er trank einen Kaffee, vor ihm lag die heutige Ausgabe der Washington Post. Da näherte sich eine Gestalt, stellte sich vor den Tisch und räusperte sich.
Runge sah nur kurz auf, legte dann die Zeitung weg und meinte: “Setzten sie sich, Mister Woolsey.”
Richard Woolsey setzte sich neben Runge, sah sich vorsichtig um. “Wenn man uns hier zusammen sieht....”
“Ganz ruhig. Es ist ganz einfach, sie sagen mir, was ich will und damit ist ihre Schuld bei mir getilgt.”
Woolsey sah peinlich berührt aus, holte einen Notizblock heraus, schrieb eine Nachricht darauf.
“Seien sie froh, dass ich beim NID bin.....” Er schob den Zettel über den Tisch, stand auf. “Damit ist meine Schuld bei ihnen getilgt, belästigen sie mich nie wieder.”
Runge grinste nur frech, Woolsey ging.
“Colorado Springs, das ist unser Ziel.”, meinte Runge nachdem er in das Hotelzimmer eingetreten war.
“Guten Tag Runge, wie geht es ihnen, gibt’s in dieser Stadt guten Kaffee?” Franziska war sarkastisch aufgelegt.
“Ja, ja. Mein Kontaktmann meinte Daniel wäre in einen Militärkomplex in einer Stadt namens Colorado Springs.”
“Wie heißt der Komplex?”, fragte Teal’C, dieser lag auf einem der Betten, ein Schlapphut auf seinem Kopf, er las das MAD Magazine.
Runge kramte den Zettel hervor, den Woolsey ihm gegeben hatte. “Cheyenne Mountain Komplex, eine NID Basis.”
Franziska wollte gerade etwas sagen, da wurde sie von der Toilettenspülung des nebenanliegenden Badezimmers unterbrochen, die Tür öffnete sich und Degenhardt kam heraus.
“Dann los.”
Alle sahen ihn verwundert an. Gratzky versuchte nicht zu lachen, prustete dann aber los.
Degenhardt rollte nur mit den Augen.
Währenddessen in Colorado Springs, Cheyenne Mountain Komplex:
Daniel fing sich einen Schlag ein, er spuckte Blut.
“REDEN SIE ENDLICH!” ,schrie ihn der NID Mann an.
Daniel sah ihn wütend in die Augen, sein rechtes war stark angeschwollen, seine Lippen waren aufgeplatzt.
“Niemals!”
Der NID Mann holte erneut aus, doch wurde er von hinten festgehalten.
“Genug.”, meinte Maybourne und trat aus dem Schatten.
“Gehen sie jetzt, Captain.”
Der “Folterknecht” nickte und ging. Maybourne nahm sich einen Stuhl und setzte sich vor Daniel.
“Ein Wort Doktor Jackson und es endet sofort.”
Als Antwort schüttelte Daniel entkräftet den Kopf, blickte mit leeren Augen Richtung Boden.
“Doktor, vergessen sie mal ihre Stolz. Wissen sie, was man mit ihnen machen wird? Man wird sie foltern, erneut befragen, foltern und so weiter...
Wir haben noch ganz andere Methoden. Sie wollen doch keine Stromstöße ertragen oder ein Skalpell kennenlernen.”
“Dann los, es möge geschehen.”, röchelte Daniel.
“Jackson!”
Maybourne wurde wütend, doch es nützte nichts mehr, Daniel war ohnmächtig geworden, das Blut tropfte von ihm herunter auf den Boden.
Einige Stunden waren vergangen, ST 1 und 2 waren inzwischen in Colorado gelandet und waren per Auto bis nach Colorado Springs gefahren.
Der Lastwagen fuhr über die Hauptstraße von Colorado Springs, Runge war am Steuer.
Im Hinterteil saßen ST 1 und ST 2, sie legten Kampfmonturen an, anstatt Helmen zogen sie Skimasken über, von ihren Uniformen entfernten sie noch einmal fürsorglich alle deutschen und russischen Hoheitsabzeichen, Flaggen, Namensschilder und ähnliches, sie durften sich keine Patzer leisten, so lautete Schröders Anweisung.
Degenhardt kam von vorne nach hinten und teilte Munition aus.
Franziska sah kurz nach und fragte dann ungläubig: “Hartgummigeschosse?”
Degenhardt sah sie verwundert an.
“Haben sie ein Problem damit, Oberleutnant?”
“Nein Oberst.”
“Dann ist ja gut.” Degenhardt grinste.
Dann ging er zu Jules und Stabsunteroffizier Tostoij von ST 2.
“Für sie beide hab ich eine besondere Aufgabe....”
10 Minuten später stoppte Runge den Wagen, maskierte sein Gesicht und begab sich nach hinten.
“Los!”, meinte er.
“Jules, Tostoij. Ablenkungsmanöver!”
Die Airforce Soldaten standen am Sicherheitstor Wache, gingen hin und her.
“Deswegen mag ich diesen Posten, nichts passiert.”, meinte der eine Airman zum Anderen, dieser nickte nur.
Da tauchten auf einmal Jules und Tostoij auf, beide hatten Schilder, auf denen stand: „Stoppt den Kapitalismus!“
Jules sprang den Zaun an. „Nieder mit dem Kapitalismus, lang lebe der Sozialismus!“
Tostoij rief: „Damit seid ihr gemeint, ihr Imperialisten Schweine!“
Da holte er eine Wodka Flasche heraus, in die er ein Tuch gesteckt hatte, zündete es an und warf es auf die Wachstation, der Alkohol entzündete sich und steckte das Wachhaus in Brand.
"Schade um den guten Wodka..."
Das Ablenkungsmanöver klappte, eine Wache rannte sofort hinter den beiden her, der Zweite winkte die Wachen herbei, die direkt vor dem Basiszugang standen und sie nahmen gemeinsam die Verfolgung auf.
Der Rest der beiden Teams stürmte durch den Eingang hinein, die wenigen Wachen im Inneren wurden entweder KO geschlagen, oder mit den Hartgummikugeln zu Boden gestreckt, dabei starb keiner von ihnen. Sie würden noch einige Tage extreme Schmerzen empfinden, sonst aber nichts.
Auf der 25. Ebene stand Maybourne an einem halb-durch-guck Fenster und beobachtete Daniel. Dieser hatte wohl alle Hoffnung aufgegeben und ließ sich nur noch hängen.
Der NID Agent, der Daniel gefoltert hatte, kam zu Maybourne. „Das ist sinnlos. Wir sollten ihn einfach als Druckmittel benutzen und die Krauts erpressen.“
Maybourne lachte. „Das glauben sie doch wohl im Ernst, nicht wahr Barrett. Oder?“
„Sir?“ ,Agent Barrett sah irritiert aus.
„Ich mache ihnen keine Vorwürfe, sie sind noch nicht lange dabei. Ich habe eines gelernt in den letzten Jahren: Lege dich nie mit Deutschland oder Russland an.... Deutschland ist umgeben von Verbündeten, Russland ist zusammen mit China das einzige Land, das uns wirklich gefährlich werden kann. Und denken sie daran:
Wenn Clinton von alldem hier erfährt, sind wir dran. Der verstand sich immer gut mit diesem Fettsack Kohl und dem Säufer Jelzin.“
Barrett nickte.
„Dann sollten wir bis zur nächsten Wahl warten, die Partei bereitet sich schon seit Jahren darauf vor, endlich wieder einen Republikaner als Präsidenten zu haben. Manipulation war schon immer die Beste Möglichkeit, Präsident zu werden....“
Maybourne grinste. „Ich freu mich schon auf den zweiten Bush als Präsidenten.....“
Barrett nickte.
„Endlich werden wir im Irak einmarschieren. Den Kriegsgrund bereiten wir ja auch schon lange genug vor.“
Sie wurden von Schreien und Schüssen unterbrochen. ST 1 und 2 stürmten die Ebene, wie von einer Tarantel gestochen.
Dies ließ sich dadurch begründen, dass diese geheime NID Zentrale von nur wenigen Wachen bewacht worden war, mehr als die Hälfte suchten gerade die „bösen Kommunisten“ Jules und Tostoij.
Der maskierte Degenhardt kam auf Maybourne zu, zog seine 9mm, die einzige scharfe Waffe und sagte:
„Hasta la vista, Maybourne!“ und schoss Maybourne zweimal in die Brust, genau über das Herz.
Maybourne brach zusammen, Barrett wurde von hinten gepackt und von Teal‘C gegen die nächste Wand geworfen, bewusstlos blieb er dort liegen.
Degenhardt zog sich die Maske vom Kopf. „Holen wir Daniel!“
Sie stürmten den Verhörraum, Teal‘C legte sich Daniel über die Schultern und die beiden Teams verschwanden.
An der Oberfläche hatten Jules und Tostoij die Amerikaner abgehängt, als Franziska über Funk durchgab:
„Mama Bär an Papa Bär, Bruno gefunden, Teilplan 3 ausführen!“
„Verstanden!“, gab Tostoij zurück und rannte mit Jules zum Laster, startete und fuhr vor den Eingang von Cheyenne Mountain. Degenhardt und seine Teams stürmten heraus.
Tostoij öffnete die hintere Tür und half Teal‘C Daniel hereinzuhiefen, der Amerikaner war immer noch bewusstlos.
Degenhardt, Runge und Gratzky stiegen schnell ein, Teal‘C half noch den beiden anderen Mitgliedern von ST 2, da schrie ein Soldat von hinten: „Stop, oder ich schieße!“
Teal‘C, der kein Englisch verstand, sah ihn nur grimmig an. Der Soldat bekam es mit der Angst zu tun, schoss und durchdrang Teal‘C‘s rechten Oberschenkel.
Der Jaffa zeigte keine Regung und der Soldat ergriff die Flucht.
Runge half Teal‘C rein und rief laut lachend:
„Die tapfersten Soldaten der Welt, nicht war Genosse?“
Lachend schloss er die Tür.
Jules war inzwischen nach hinten gekommen, Degenhardt fuhr, und versorgte Teal‘C.
Franziska versuchte in der Zwischenzeit Daniel aufzuwecken, schaffte es aber nicht.
Runge warf ihr seine Feldflasche zu. „Gib ihm Wodka Mädel, dann wird er wieder.“
Franziska rollte mit den Augen, flöste Daniel dann aber einen Schluck ein.
Keuchend und hustend wachte er auf. „Bah!“
Franziska grinste höhnisch. „Na toll, Onkel Sergejs Hausmittel für alle Beschwerden.“
Der Russe grinste aber nur.
„Ich habe nichts gesagt.“, brachte Daniel nur hervor.
„Schon gut Daniel, ruhen sie sich nur aus.“, meinte Franziska.
„Es geht nach Hause.“
Daniel nickte.
„Endlich wieder nach Hause.“
Runge gab ihm noch mal die Feldflasche.
"Nehmen sie noch einen kräftigen Schluck. Damit sie wieder zu kräften kommen."
Erst sah Daniel ihm kritsich an, griff dann aber zu der Flasche.
"Auf gute Freunde."
In dem Moment stürmten über 20 Airforcesoldaten auf den Truck zu.
Doch Tolstoij und Rust stellten ihre Waffen auf Dauerfeuer.
Unter gräßlichen Schmerzen gingen die Soldaten zu Boden.
Die Frau Oberleutnant lächelte.
"Tja, Gummi... besser ich schiebe diesen Gedanken zur Seite."
Zwei Tage später saßen Maybourne und Barrett zusammen mit Colonel Simmons und Senator Kinsey an einem Tisch, die Stimmung war drückend. Nur Maybourne war froh noch am Leben zu sein.
Er hatte es sich zur Selbstverständlichkeit gemacht eine Schussweste zu tragen.
„Sie haben wieder einmal versagt Maybourne.“, meinte Kinsey wütend.
Simmons fügte wütend hinzu.
"Und immer wissen wir nicht, was die in diesem Berg veranstalten.
Nur das die Energiekosten immens sind."
„Nicht schlimm.“, meinte Maybourne zuversichtlich.
„Ich habe schon einen neuen Plan.
Wir schleusen einen Spion in deren Programm ein. Unsere Freunde von der CIA können uns da sicher helfen.“
„Beginnen sie!“, sagte Simmsons.
Doch Barret ging, schwer bandagiert ,dazwischen.
"Zudem müssen wir herausfinden, wie sie uns gefunden haben.
Es gibt eine Sicherheitslücke im NID..."
Ende |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 23.11.2007, 12:19 Titel: |
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Ah, die neue "Folge" ist da - sehr schön *freu*. Dann will ich doch mal gleich ...
Daniel entführt? Wie bitte? Hallo? Wie... ? Okay, Mabourne natürlich - wer auch sonst? Und dann geht's ab.
*grins* Der Hinweis mit der schußsicheren Weste war genial, da hab ich wirklich am Boden gelegen. Hätte mir auch nicht denken können, daß ihr Maybourne so früh aus dem Rennen nehmt. Und gleichzeitig mal gezeigt, wie es eine logische Erklärung für Kolyas mögliche Rückkehr geben könnte, gelle? Okay, die Genii dürften keine schußsicheren Westen haben (zumindest keine so tollen), aber die berühmte "Bibel" reicht ja schon.
Ansonsten war's dieses Mal etwas kürzer, oder kams mir wegen der Kurzweil nur so vor? Hat mir wieder klasse gefallen - vor allem Teal'c mit der Kugel im Oberschenkel und dem bösen Blick. Den hatte er in der ersten Staffel ja auch wirklich noch drauf *smile*.
Freu mich schon auf das nächste Mal! |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 27.11.2007, 20:34 Titel: |
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@Hyndara: Ja, Maybourne der schlimme Finger^^
Zur Schußweste: Maybourne ist einfach ein zu guter Gegner, als dass man ihn schon Mitte Season 1 rauskicken könnte. Und zu Kolya sag ich nur das hoffen wir alle ^^
1.09 Milieu der Angst
Überschwänglich sprang Degenhardt durch den Ereignishorizont des Sternentores, er war voller Tatendrang.
Der Rest des Teams war schon durchgegangen, betrat argwöhnisch bestaunt, von der Bevölkerung des Planeten, eine Art von Marktplatz.
Die Stadt war sehr modern, was man an den Automobilen, Telefonen und auch der Kleidung der Menschen erkennen konnte.
Das Technische Niveau entsprach etwa dem der Erde, Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts.
Im Hintergrund war ein Wagen, der einem Mercedes stark ähnelte, zu sehen, wie er direkt vor einem Stand hielt.
Die Architektur der Häuser war allerdings sehr Traditionell gehalten, entsprach der arabischen Bauweise.
Obwohl auf beinahe jedem Dach Antennen befestigt waren.
Die Kleidung der einheimischen Bevölkerung war eine Mischung aus dem Orient und Europäischen Mustern.
Während die Männer beinahe alle Anzüge trugen, waren die Frauen in einer Mischung aus Gewändern und Hosenanzügen bekleidet.
Und auch der Marktplatz war eine Kombination aus Orient und Okzident. Einige Stände waren aus festen Materialien gefertigt, andere nur aus Leinentüchern.
ST 1 sah sich begeistert um. Dieser Marktplatz stand für viele Stilrichtungen, auch wurden die verschiedensten Waren feilgeboten.
Oberleutnant Rust war am meisten begeistert.
„Ich hoffe, wir haben was zum Tauschen dabei. Ich würde hier zu gerne mal ausgiebig einkaufen gehen.“
Degenhardt schüttelte nur den Kopf.
„Typisch Frau. Führ sie auf den Rummel und du darfst am Ende 10 Tüten oder mehr schleppen.“
Rust schmollte noch ein wenig, als plötzlich die Hölle losbrach.
Auf dem Marktplatz detonierten vier Bomben, rissen unzählige Menschen in den Tod, noch mehr wurden verletzt.
Daniel, Julia und Franziska wurden durch die Druckwellen meterweit zurückgeschleudert, landeten neben dem Sternentor.
Die Sanitäterin rappelte sich als erste wieder auf.
„Oberst, ich muss diesen Menschen helfen.“
Er nickte noch ganz benommen, während sie sofort ein schwer verletztes Kind zu versorgen begann.
Die Sekundären Explosionen waren noch nicht vorüber, da stürmten vermummte Männer in die brennende und verletzte Menge.
Mit Waffen, die große Ähnlichkeit mit einer klassischen AK 47 hatten, eröffneten sie das Feuer auf die wehrlosen Menschen.
Degenhardt konnte es kaum fassen.
„Wer sind denn diese Spinner…?“
Ohne Erbarmen schossen die Gesichtslosen auf die Menschen, welche am Boden lagen oder in Panik die Flucht ergriffen.
In diesem Augenblick fiel in etwa achtjähriger Junge zu Boden, in den Rücken getroffen.
Degenhardt hob sein G 36, zielte und erledigte zwei der Gesichtslosen.
„Verdammte Bastarde. Euch verpass ich einen Tritt in den Arsch…“
Auch Teal´C griff nun mit seiner Stabwaffe in den Kampf ein, traf einen Angreifer nach dem anderen.
Durch die auffälligen gelblichen Plasmaentladungen ergriffen die Unbekannten schließlich die Flucht.
Rust, wieder voll da, lief zu einigen Verletzten, holte ihre persönliche Erste Hilfe Ausrüstung hervor.
„Oberst, die meisten von denen werden es wohl nicht schaffen.“
Degenhardt kam nun auch nach vorn, gab einem verletzten Kind Wasser aus der Feldflasche.
Daniel, immer noch halb benommen, klopfte sich erstmal den Dreck von seiner Uniform, er war immer noch unter Schock.
„Verdammt, das haben wir doch auch auf der Erde, aber feige Anschläge gibt es wohl überall in diesem Universum.“
Er konnte kaum noch mitkriegen, wie hinter ihm ein Wagen hielt.
Zwei vermummte Männer sprangen heraus, packten den noch kämpferisch unerfahrenen Archäologen.
„Hilfe. Ich brauche Hilfe…“
Julia Tora drehte sich um, hob ihr G 36 und zielte.
Schuss.
Der linke von Jacksons Angreifern viel zu Boden, ein Treffer in der Brust.
Doch der andere schaffte es, Daniel in den Lieferwagen zu zerren. In einem Wahnsinnstempo rasten sie davon.
Etwa zehn Minuten später, nach den Anschlägen, kamen Rettungs- und Sicherheitstrupps an den Tatort.
ST 1 wurde wegen ihres fremden Erscheinens sofort von dutzenden Sicherheitskräften umstellt.
Der kommandierende Polizist kam auf sie zu.
„Allahu Akbar. Wer seid ihr und was wollt ihr hier? Seit ihr Christliche Fundamentalisten?“
Die Mitglieder von ST 1, außer Teal´C, fiel derart die Kinnlade herunter, dass der Anblick Fotoreif war.
Degenhardt kam nur langsam zu sich.
„Moslems? Na, toll. Ein ganzer Planet voller Terroristen.“
Tora trat hervor.
„Allah sa aleikum. Wir sind zwar Christen, aber keine Terroristen. Wir sind Friedliche Forscher vom Planeten Erde.
Wir kommen von einer Welt am anderen Ende der Galaxie, durch das Sternentor.
Allerdings wurde einer von uns entführt. Wir wären dankbar, wenn ihr bei der Befreiung helfen könntet.“
Der Polizist sah ihr genau in die Augen, ließ dann seine erhobene Hand fallen.
„Ich glaube dir. Deine Augen sprechen die Wahrheit. Kommt doch mit. Ich biete euch meine Gastfreundschaft an.
In unserer Sicherheitsstation können wir in Ruhe weiterreden.“
Degenhardt nickte, sie folgten dem Mann, er war etwa Mitte 40.
Er sprach noch schnell Tora an.
„Woher können sie denn Arabisch?“
Sie lächelte zu ihm rauf.
„Mein Verlobter ist Araber, er stammt aus Er Riad. Sein Name ist Achmed, ein absolut ungläubiger Partygänger, der die Fundamentalisten hasst.
Er studiert Jura und Germanistik in München.“
Degenhardt lachte kurz auf, bevor sie in den Wagen einstieg.
In dem Stützpunkt der Sicherheitskräfte wurde ST 1 sehr gastfreundlich behandelt. Man servierte ihnen einen köstlichen Früchtetee und Gebäck.
Der Kommandeur der Polizei, Ali Hasani, war äußerst gastfreundlich.
Degenhardt nahm es dankbar an.
„Es wundert mich ein wenig, denn in unserer Welt sind die Moslems die Terroristen und attackieren die Christen.“
Tora ging dazwischen.
„Nur eine geringe Minderheit. Einige Islamisten, die nichts lernen wollen, haben einen aus ihrer Sicht heiligen Dschihad begonnen.
Aber man kann sie nicht alle über eine Schwelle schieben. Viele sind auch friedfertig, Herr Oberst.“
Kommissar Hasani sah ihnen verzückt zu.
„Bei uns ist es genau anders. Wir sind sehr moderne und aufgeschlossene Moslems, die in den letzten Jahrhunderten viel gelernt haben.
Nur die Christen sind in ihrem Religiösen Wahn kaum bereit, sich dem neuen zu öffnen. Eine geringe Minderheit von ihnen hat uns, wie sie es nennen „Gottes Vergeltungskrieg“ erklärt.“
Rust sah zur Seite weg.
„Deja Vu etwas verkehrt rum.“
Tora blickte zum Fenster heraus.
„Wir sind schon einige Zeit hier. Müsst ihr nicht beten gehen? Auf der Erde beten die Moslems fünfmal am Tag. “
Hasani lachte etwas.
„Fünfmal? Das tun wir schon seit über 150 Jahren nicht mehr. Wir beten zweimal am Tag.
Morgens und am Abend.
Und auch nur die, welche gläubig sind. In unserem Staat herrscht Religionsfreiheit.“
Franziska murmelte wieder vor sich hin.
„Dann sollten wir vielleicht mal Al Quida und die Taliban hier abliefern, damit sie was lernen können.“
Degenhardt ging dazwischen.
„Wie ich gesehen habe, verschleiern sich eure Frauen nicht. Auf der Erde sind unsere Moslems noch nicht soweit.
Jedenfalls nicht alle.“
Hasani blickte ihn grinsend an.
„Auch das ist ein Relikt vergangener Tage. Fast alle unserer Frauen sind schön wie blühende Wüstenblumen.
Warum also sollten wir sie verstecken?
Meine Frau und meine Tochter sind bildhübsch. Ihre Schönheit zu zeigen, erfüllt mich mit Stolz.“
Teal´C verneigte sich.
„Eure Worte klingen sehr weise. Ich spüre viel Ehre in euren Taten. Doch warum wollen die Christen diese Lehren nicht annehmen?
Und welcher Goa´Uld hat euch auf diese Welt verschleppt?“
Hasani sah sie sehr nachdenklich an.
„Die Christen sind bei uns eine Minderheit. Und bis auf kleine Terrorgruppen sind sie eigentlich friedlich.
Vor ungefähr zwei Jahren begannen sie auf Geheiß weniger Radikale Kardinäle mit Angriffen gegen unsere friedliche Gesellschaft.
Aber einen derart brutalen Anschlag wie heute haben sie noch nie durchgeführt.“
Ali Hasani holte kurz Luft, bevor er weiter sprach.
„Der Goa´Uld hieß Sokar. Er entführte unsere Vorfahren vor mehr als 1.200 Jahren. Im Laufe der Äonen gelang eine Rebellion.
Seit dem leben wir ohne Jaffa und Zwangsreligion.
Nur einige der Christen wollen es nicht einsehen. Sie denken, Gottes Willen zu erfüllen, wenn sie uns angreifen.
Allerdings haben wir weder die Leute, noch die Erfahrung, eine solche Befreiungsaktion zu starten.
Zwar hat mir Präsident Sahin Nedschaf volle Unterstützung zugesichert, doch wir sind hiermit total überfordert.“
Rust sah kurz zur Decke, blickte dann den Oberst an.
„Wir sollten Runge rufen. Er hat Erfahrung im Kampf gegen Terroristen aus Tschetschenien, ist richtig qualifiziert.“
Degenhardt nickte, entsandte Rust und Teal´C zum Sternentor.
Daniel hingegen wurde in einen staubigen Raum gezerrt, auf einen Stuhl gesetzt. Ein Mann in einem schwarzen Taler setzte sich ihm Gegenüber.
„Gott zum Gruß.
Ich bin Kardinal Angelo Vinus. Meine Gotteskrieger berichteten mir, dass sie aus dem Kreis der Dämonen kamen.
Sind sie ein Diener des Teufels, oder haben die Ungläubigen wieder einmal eine List angewandt, um uns zu täuschen?“
Daniel sprach sehr leise.
„Ich bin Dr. Daniel Jackson vom Planeten Erde. Ich bin ein friedlicher Forscher, komme durch das Sternentor.“
Der Kardinal schnitt ihm die Worte ab.
„Lüge. Nur Moslemische Propaganda und Ketzerei gegen die heilige Kirchenlehre. Es gibt keine Erde.“
Daniel begriff, wo er war, flüsterte vor sich hin.
„Na, toll. So was wie die Katholische heilige Inquisition. Das wird ja immer besser.“
Kardinal Vinus sprach ihn verachtend an.
„Wenn sie ihre Behauptungen nicht widerrufen, werden sie morgen den Tod finden, auf dem Scheiterhaufen.
Aber jetzt werden sie uns einen Gefallen erweisen, oder leiden.“
Während Daniel schluckte, ging der Radikale stetigen Schrittes davon.
Oberst Runge trat durch das Sternentor, mit seinem Team und einer weiteren Russischen Einheit.
Die Einheimischen brachten ihn schnell zu ST 1.
Nach einem kurzen Briefing über die Ereignisse schüttelte er den Kopf.
„Der Yankee wurde schon wieder entführt? Muss bei denen in den Genen liegen.“
Kurz darauf kam ein Polizist herein, schob einen Fernseher in den Raum.
„Wir haben eine Terrorbotschaft der Christen erhalten.“
Hasani bedachte den Mann mit einem kritischen Blick.
„Nicht alle Christen sind Terroristen, nur eine Minderheit unter ihnen. Scheren sie gefälligst nicht alle unter einen Kamm.“
Etwas peinlich berührt nickte der Angesprochene, bevor die Botschaft abspielte.
Daniel war zu sehen, wie er gefesselt auf einem Stuhl saß, ein Holzkreuz um den Hals gebunden.
Hinter ihm standen zwei Vermummte Gestallten, einer trug ein Gewehr, der andere lass aus der Bibel vor.
„Hier spricht Daniel Jackson. Die Krieger Gottes fordern die Freilassung von 18 inhaftierten Kämpfern Gottes.
Sollte dies nicht geschehen, wird man mich morgen auf einem Scheiterhaufen verbrennen.“
Dabei zitterte der Amerikaner am ganzen Körper.
Danach sprach der Vermummte mit der Bibel.
„Ehre sei Gott in der Höhe und seinem Sohn, Jesus Christus. Tod allen Ungläubigen und Ketzern.“
Nachdem die Botschaft endete, schleuderte Degenhardt seinen Rucksack durch den Raum.
„Den Mistkerlen ramm ich ihr Kreuz in den Arsch…“
Drei Männer waren nötig, um ihn zu beruhigen.
Runge und Degenhardt diskutierten mit Polizeichef Hasani, wie man gegen das Terroristencamp vorgehen sollte.
Der Einheimische sprach als erster.
„Leider haben wir nicht die nötige Ausrüstung und meine Männer sind viel zu unerfahren. Das müssen sie schon erledigen.“
Runge sah sich noch mal die Karte von dem Gebiet an. Das Lager der Terroristen befand sich in einer zerklüfteten Bergregion.
Es gibt nur zwei Zufahrtwege und das zentrale Gebäude ist eine alte Kirche.
„Gut. ST 1 und ST 8 gehen über den nördlichen Weg hinein. Mein ST 2 Team und einige einheimische Sicherheitskräfte gehen über die Südliche Straße.“
Hasani warf dem Russen einige kritische Blicke zu.
„Na, vielleicht können sie meinen Männern ja noch etwas beibringen.“
15 Stunden später – bei dem Terrorcamp:
Die Einheiten hatten sich bis auf etwa 100 Meter an die Separatisten herangeschlichen. Sämtliche Vorposten konnten ohne geringsten Widerstand neutralisiert werden.
Das Camp selbst bestand aus einer Kirche, die auch schon bessere Zeiten erlebt hatte, sowie einigen kleineren Häusern.
Eine schon halb verfallene Mauer diente als Schutz.
Direkt neben Runge lagen zwei Beobachter der gewählten Regierung.
„Ist es nicht Gefährlich ein Lager anzugreifen in dem sich eine Übermacht von Feinden befindet?“
Runge grinste ihn an.
„Wahrscheinlich. Das ist wohl wirklich dumm, aber wenn man weis wie es geht, kommt es einem nicht mehr so dumm vor. Boris hol den Wodka, der Angriff ist erst in einer viertel Stunde.“
Die beiden Beobachter konnten es kaum fassen, was sie da eben zu hören bekamen.
„Sollte man sich vor einem Angriff betrinken?“
Der Russische Oberst kam aus dem grinsen kaum noch heraus.
„Nein, aber wir sind Russen. Und jetzt hallten sie die Klappe! Von ihrem Gerede bekommt man ja Kopfschmerzen ohne einen einzigen Schluck.“
Während jeder der Russischen Soldaten einmal tief an der Flasche nippte, sahen sich die Einheimischen beinahe fassungslos an.
Nicht ganz 15 Minuten später gab Degenhardt das Zeichen zum Angriff.
„Dann wollen wir mal. Und bitte daran denken, keine Unbewaffneten erschießen. Das soll ein sauberer Zugriff werden.“
Die Scharfschützen erledigten umgehend alle Personen, die Wache schoben. Durch die Schalldämpfer fiel dies zunächst niemandem auf.
Danach stürmten die Teams geduckt auf das Gelände, sichern sämtliche Ecken. Hauptmann Gratzky und Oberleutnant Rust brachten an beiden Türen zur Kirche kleine Sprengladungen an.
Runge sah sich mit dem Nachtsichtgerät, danach mit der Wärmebildkamera noch mal genau die anderen Gebäude und das Grundstück an.
„OK, die scheinen alle in der Kapelle zu sein. Zugriff, wir stürmen das Gebäude. Andreij, Stromzufuhr kappen.“
Im nächsten Moment brachen die Türen auf.
Daniel befand sich gefesselt auf einem Stuhl inmitten der Kapelle. Um ihn herum waren mehrere Menschen, die beteten.
„… und möge der Herr sein Antlitz auf uns fallen lassen. Die Heiden werden vernichtet werden, als Diener des Satans.“
Dr. Jackson konnte innerlich nur den Kopf schütteln. Hatten auf der Erde beinahe alle Christlichen Kirchen aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, begangen diese die ihren gerade erst.
„… senkt euer Haupt und erweist dem allmächtigen Herren die Ehre.“
Demonstrativ weigere sich der Amerikaner, wofür er einen Schlag in den Nacken bekam.
„Verneig dich, Ungläubiger.“
Nun platzte es aus dem jungen Wissenschaftler heraus.
„Ich bin auch Christlich erzogen worden, war mit meinen Pflegeeltern oft in der Kirche.
Allerdings haben die meisten unserer Kirchen sich entwickelt, verzichten auf Gewalt.“
Der Bischof trat auf ihn zu.
„Wahren Glauben kannst du nur beweisen, wenn du die Ungläubigen tötest und so deine Liebe zu Gott beweist.“
Ohne Vorwarnung ging das Licht aus, in der Kirche brach eine Panik aus. Die Türen brachen aus den Angeln, Fenster splitterten.
Unter Panischen Schreien explodierten Rauch- und Blendgranaten.
Ohne die geringste Chance auf Gegenwehr und mit Hilfe ihrer überlegenen Technologie eliminierten die Erdensoldaten alle bewaffneten Terroristen.
„Sauber.“
„Sicher.“
„Hier 8. Gebäude steht unter unserer Kontrolle.“
Da kamen Teal´C und Degenhardt auf Daniel zu.
Der Jaffa half dem am Boden liegenden Archäologen hoch.
„Daniel Jackson, bist du unverletzt? Wir waren in großer Sorge um deine Unversehrtheit.“
Er nickte nur knapp, als Degenhardt noch einen nachsetzen musste.
„Das nächste Mal leg ich ihnen eine Hundeleine um den Hals. Damit sie immer schön bei uns bleiben.“
Auch Runge trat auf ihn zu.
„Typisch Amerikanski. Immer da, wo es Probleme gibt, aber unfähig sie allein zu lösen.“
Danach verließen sie die Kirche.
Am nächsten tag, nachdem man mit der Regierung eine Übereinkunft treffen konnte, stand die Verabschiedung am Sternentor an.
Die Deutsche und Russische Regierung hatten sich bereit erklärt, Antiterrorspezialisten zur Ausbildung zu schicken.
Außerdem würde modernste Abhörtechnik überreicht werden, im Austausch für Diplomatische Beziehungen, sowie einem Bündnis gegen die Goa´Uld.
Runge stand noch mal vor dem Polizeichef.
„Und keine Angst. Ich werde unseren Leuten sagen, dass sie euch auch wirklich alle dreckigen Tricks beibringen sollen.
Lauschangriffe, Verhörmethoden, gezielte Zugriffe, Spionageanleitungen, Guerillas aufspüren usw.“
Feldwebel Tora verbeugte danach noch mal ihren Kopf.
„Allah sa aleikum. Ich wünsche euch Frieden und einen schnellen Triumph über die Terroristen.
Aber ihr müsst auch wissen, wie man diesen Typen den Nährboden für ihre Lehren entzieht. Eine Bekämpfung der Armut ist der beste Weg.“
Und Daniel setzte gleich noch einen nach.
„Zudem muss man auch die Probleme ihrer Bevölkerung richtig anpacken. Hass baut oft auf sozialen Missständen auf.“
Danach begaben sich die Erdenteams durch das Sternentor.
Ende 1.09 |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 28.11.2007, 14:28 Titel: |
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Soso, verkehrte Welt - und Sokar hat seine Fingerchen mit im Spiel dabei ... wieso wundert es mich nicht, ausgerechnet diesen Namen zu lesen *rätsel*???
Okay, erst einmal das Gemecker:
Richtig zu meckern gibt's an für sich nichts. Wobe ich allerdings anmerken möchte, daß man den Kampf in und um Tschetschenien nicht unbedingt auf Terroristen münzen muß. Sicher wird es da auch einzelne Splittergruppen geben, bzw. gab und gibt es sie. Der Großteil dieses Kampfes wird allerdings doch eher ... äh, von einer Minderheit gegen das übermächtige Rußland geführt. Okay, ich steh mal wieder auf der Seite der Schwachen.
Vom Gemecker zum Lob:
Ich finde es klasse, daß ihr relativ aktuelles Geschehen mit in eure "Serie" einbringt! Hier gerade auch wieder das immer wieder eskalierende an Religion, wo es eigentlich ein friedliches Mit- oder zumindest Nebeneinander geben könnte.
Schön fand ich, daß ihr auch auf normale Entwicklungen gerade in moslemischen Staaten eingegangen seid, sprich, Kopftuch abschaffen, nicht mehr fünfmal täglich beten etc. Da macht im Moment vor allem der soviel gescholtene Iran sehr große Fortschritte (wie war das mit Gottesstaat?).
Ein bißchen mehr islamischen Hintergrund hätte ich mir noch gewünscht, und daß auch die "guten" Christen eine Stimme bekommen, aber das sind Nebensächlichkeiten, die ihr vielleicht das nächste Mal bedenkt.
Hat auf jeden Fall wieder Spaß gemacht. Freu mich schon auf die nächste "Episode"! |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 30.11.2007, 00:56 Titel: |
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Ui. SG-1 spielt ja Supernanny.
War super. ERst wird Daniel auf der Erde entführt, was ja ganz gut ausgegangen ist, und dann auf einem Fremden Planeten von Christen. Die hab ich ja noch nie gemocht... Fand ich aber super. Diese 2 Kulturen...wie sie sich so unterschiedlich entwickelt haben.
Wenn ich mal 3 Tage lang kein FB geben sollte..einfach PN schreiben..habs voll übersehen. Sorry. |
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