Das Tor in phantastische Welten FanFictions, zu Stargate und anderen Serien, die dich in eine neue Welt bringen!

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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 02.12.2007, 21:44 Titel: |
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@Hyndara:
Also mit diesen Splittergruppen kenn ich mich nicht wirklich aus. Wir achten beim nächsten Mal mehr auf die Hintergrunde:) Ansonsten freu ich mich, das dir die Geschichte gefallen hat.
@Felix: Ja, Daniel hat es nicht leicht Nach dieser Episode kann man wirklich sagen, dass sich die menschlichen Kulturen unterschiedlich entwickeln können, manche aber auch gleich.
Ich schick dir ne PN, nach drei Tagen, versprochen.
Schablonen der Gewalt Teil 1
“Wurmloch etabliert!”, meldete der Techniker.
Daniel und Oberleutnant Müller standen im Kontrollraum des STK. Gerade hatten sie einen neuen Planeten angewählt.
“Die Sonde empfängt.... Videosignale.”, Müller klang überrascht.
“Kriegen sie es auf den Bildschirm?”, fragte Daniel.
Müller tippte auf der Tastatur, meinte nach einer Weile. “Ja, jetzt müsste es gehen.”
Auf einem der Bildschirme war zunächst ein Störbild, dann folgte ein Schwarz-weiß Bild.
Es war eine Art Nachrichtensendung. Verschiedene Beiträge liefen ab. “Ich krieg jetzt auch noch den Ton!” ,sagte Müller.
“...... Heute hat der Generalsekretär angeordnet, dass das Kapitalisten Pack entgültig vernichtet werden muss. Bei Tagesanbruch hat der KGB die Hauptstadt von allen Kapitalisten gesäubert. Die Vorbereitungen auf die Ausrottung der Staatsfeinde steht bevor. Ebenso wird ab morgen die Offensive gegen die Nachbarstaaten erfolgen.”
Nun sahen Daniel und Müller, kreidebleich geworden, einen Truppenaufmarsch der Roten Armee und einiger Panzer.
Nun sahen sie wieder den Sprecher: “Lang lebe das Vaterland, lang lebe die Sozialistische Partei.”
Er setzte zum Stalingruß an, die Kamera fuhr herum und man sah ein Bild des Generalsekretärs, ein Mann um die 70. Dann wurde die Sendung mit einem Schnitt auf die Staatsflagge, ein Gelber Stern mit Hammer und Sichel auf rotem Grund, beendet.
“Mein Gott.” ,brachte der Tortechniker nur heraus. “Kommunisten.”
“Rufen sie sofort den General und Oberst Degenhardt in den Konferenzraum.” ,meinte Müller.
“Ich gucke, ob ich noch was auffange.” ,sagte Daniel und besah sich die Schirme.
“.....Lang lebe das arbeitene Volk.”, Müller unterbrach den Videomitschnitt. Es war still im Konferenzraum. General Reineke, Oberst Degenhardt und der Rest von ST 1, sowie Oberstleutnant Runge von ST 2 waren sprachlos.
“Wie konnte das nur passieren?” ,fragte der General in die Runde.
“Es geht eigentlich gar nicht.” ,meinte Franziska Rust. “Die Chancen das noch ein Staat dieselben Charakteristika entwickelt, stehen 1 zu 3 Billionen.”
Reineke nickte. “Das ist eine schlimme Entwicklung, bedenkt man vor allem unsere jüngste Vergangenheit. Doktor, haben sie noch etwas herausgefunden?” ,fragte er Daniel.
“Ja, anscheinend hat diese “Sowjetunion” vor 44 Jahren begonnen zu existieren, also etwa um 1955.”
“Was für ein tolles Jubiläum.”, meinte Runge sarkastisch. “Noch was Amerikanski?”
Daniel fuhr fort: “Anscheinend gab es vorher eine Art Zarenreich, zurückzuführen auf eine 1000 jährige, durchgehende Geschichte. Es gab auf dem Planeten mehrere Länder, nun nur noch zwei Reiche. Die Sowjetunion und die Remanische Republik, das einzige Land des Planeten, dass noch nicht okkupiert ist .”
“Remanische Republik? So was wie Rom?” ,fragte Degenhardt.
Daniel nickte zustimmend. “Ja, Rom wurde nach Romulus benannt, die Remanische Republik nach seinem Bruder Remus. Daher kann man wohl schließen das dieses Volk um etwa 752 vor Christi auf diesen Planeten umgesiedelt wurden. Die Slaven der heutigen Sowjetunion etwa um dieselbe Zeit.”
Reineke wollte gerade etwas fragen, da kam Müller herein. “Verzeihen sie die Störung General, ich hab endlich die Fotos aus der Avis-Luftraumsonde.” Er legte ein halbes Dutzend Fotos auf dem Tisch, er klärte die Anwesenden auf: “Das Sternentor liegt auf einer Hochebene, die ungefähr dem Grenzgebiet der beiden Parteien entspricht.”
Der General sah sich alle Fotos an, gab sie danach herum. “Vorschläge?”
Teal’C, der bisher geschwiegen hatte meinte: “General Reineke, ich habe in den letzten Monaten einige Referenzmaterialien zu eurer jüngsten Vergangenheit durchgesehen. Die Kommunisten waren seelenlose Wesen, die die Menschen unterdrückt haben, unehrenhaft, das sisnd nur Verbrecher. Wir sollten diese Sowjetunion stürzen.”
Degenhardt nickte zustimmend. “Bringen wir den Sozialismus zu Fall.”
Wir haben es schon einmal geschafft, wir schaffen es wieder.” ,antwortete Runge.
"Beim letzten Mal brauchten wir aber eine Wirtschaftskrise......" ,meinte Degenhardt abfällig.
“Tun wir was.” ,sagten Franziska und Jules gleichzeitig.
Der General ging zur Wand, nahm den Hörer des Telefons ab. “Hier General Reineke. Sagen sie dem Bundeskanzler, dass ich dringend mit ihm reden muss.”
Und zu den Anwesenden: “Tanken sie die Tor-Jeeps auf, ST 2-4 werden sie begleiten ST 1.”
Daraufhin verließ er den Raum.
Zwei Stunden später standen im Torraum die ST Teams 1-4 abmarschbereit. Die beiden Tor-Jeeps standen beladen vor der Rampe zum Tor.
“Alles klar.” ,begann Reineke. “Das ist erst mal eine Sondierungsmission, sie nehmen Kontakt mit den Remanern auf, bieten Hilfe an und versuchen herauszufinden, wie es zu diesem neuen Roten Regime kommen konnte.”
Degenhardt salutierte noch mal, dann wählten Oberleutnant Müller im Kontrollraum das Tor an.
“Ausrücken!” ,befahl Runge und fuhr seinen Jeep durch das Gate.
Auf dem Planeten angekommen, befahl Degenhardt: “Verteilt euch. ST 3 bewacht das Tor, ST 2 und 4 kommen mit!”
Er startete wieder seinen Jeep und fuhr hinter Runge her, Richtung Remanische Republik.
20 Minuten fuhren sie nun schon, hatten bisher allerdings keine Menschen gesehen.
“Langsam sollten wir uns aber einigen Außenposten nähern....” ,meinte Degenhardt misstrauisch. “Daniel, gucken sie doch noch mal auf das Navigerät.”
Daniel holte das PDA heraus. “Mal sehen..... Also nach unserer Aufklärung müssten wir eigentlich....”
Er wurde von Schüssen unterbrochen, die in die Luft gegeben wurden. Männer in Tarnanzügen, richteten sich aus Schützengräben auf. Sie trugen alte M1 Garand und Thompson MP’s.
“.... da sein.” ,beendete Daniel seinen Satz.
Ein Mann kam auf sie zu. Man sah nun genau, dass dies die selben Uniformen, wie amerikanische Soldaten sie im zweiten Weltkrieg trugen. Dem Abzeichen auf seiner rechten Schulter nach gehörte er zur Airborne.
Er zog ein Kurzschwert aus seinem Gürtel. “Wer seid ihr?” ,fragte er auf Russisch, anscheinend vermutete er, dass er Sowjets vor sich hatte.
“Wir sind friedliche Forscher vom Planeten Erde.” ,antwortete Daniel ihm.
“Wollen sie mich verarschen? Wenn sie von einem anderen Planeten kommen, wo ist dann ihr Raumschiff?”
“Wir kommen durch das Sternentor.” ,sagte Teal’C.
“Sternentor?” ,fragte der Soldat.
Runge rief vom anderen Jeep herüber: “Das ist dieser Ring auf der Hochebene, 10 Kilometer östlich von hier.
“Der Ring von Bellum?” ,fragte der Soldat ungläubig.
“Captain, das könnte den Prätor interessieren.” ,meinte ein anderer Soldat.
Der mit Captain betitelte Soldat überlegte kurz. “Privat Varus! Funkgerät!”
Der Funker kam mit dem Rückentornister an, übergab den Hörer an den Captain.
“Das Hauptquartier, Captain Aurelius Grenzkommando!”
Er berichtete von der Situation, nickte ab und zu, hängte schließlich den Hörer zurück auf den Tornister und sagte: “Folgen sie uns! Sie werden mit einem Flugzeug in die Hauptstadt geflogen, Prätor Sanderson würde sie gerne sprechen.”
An seine Soldaten gewand, befahl er: "Staff Sergeant Magnus, Corporal Laertis, sie kommen mit, der Rest geht wieder in Deckung.”
Dann stiegen er und die beiden anderen Fallschirmspringer auf die Jeeps auf, Degenhardt und Runge fuhren langsam an.
Nach einer Weile des Schweigens fragte Daniel: “Sagen sie mal Captain, wie kommt es, dass ihr Prätor einen so merkwürdigen Namen hat?”
Aurelius lachte. “Das ist einfach, er ist kein Remaner. Er kam vor knapp 54 Jahren zu uns, er brachte uns technologischen Fortschritt, förderte unsere damals junge Demokratie und half uns gegen die Sowjets. Er ist nun seit 24 Jahren unser Prätor, wurde schon sechs Mal wieder gewählt, obwohl er sich schon lange aus der Politik zurückziehen wollte. Da hinten ist der Flugplatz!”
Aurelius zeigte nach vorne, ein befestigtes Lager wurde sichtbar, davor ein Landeplatz auf dem ein Hubschrauber stand.
“Wir müssen leider darauf bestehen, dass vier von ihnen hier bleiben.”
Degenhardt machte eine Kopfbewegung zur Seite. “Runge, sie bleiben hier und machen Mittagspause.”
Das ließ sich der Russe nicht zweimal sagen, parkte den Wagen und fragte die beiden Soldaten: “Habt ihr schon mal Wodka getrunken, Genossen?”
Währenddessen stiegen ST 1 und Aurelius in den Hubschrauber und flogen ab.
Langsam erstreckten sich unter ihnen einzelne Dörfer, dann Städte, Industriegebiete und schließlich die Hauptstadt, Remus.
“Das sieht aus wie das Forum Romanum!” ,sagte Daniel und zeigte auf einen großen Platz. “Und da ist ein Kolosseum!”
Aurelius lächelte. “Interessieren sie sich für unsere Architektur?”
Daniel wand seinen Blick vom Fenster ab. “Ja, sehr sogar. Auf unserem Planeten sind diese Dinge schon längst verfallen.”
“Wenn der Prätor es erlaubt, können sie sich sicher die Stadt ansehen.”
Langsam flog der Hubschrauber auf einen großen, prunkvollen Palast zu.
“Das war einmal der Palast des Kaisers, nachdem der Kaiser verschwand, bauten wir ihn in das Senatsgebäude um, der Prätor hat hier sein Büro.” ,meinte Aurelius.
Der Hubschrauber setzte auf dem Landefeld des Senats auf.
Draußen warteten zwei Soldaten, sie trugen die Uniform von römischen Legionären, eine rote Tunika, die bis zu den Knien ging, ein Panzer, der Oberkörper und die Schultern schützte, sowie einen metallenen Schutzhelm. Bewaffnet waren sie mit Speeren. Diese ganze Ausstattung hatte allerdings nur einen repräsentativen Zweck.
“Captain, sie werden gebeten hier zu warten, während de Prätor mit unseren Gästen spricht.”
“Ach, dann hält man uns wohl nicht mehr für Sowjets!” ,meinte Degenhardt, zündete sich eine Montecristo Zigarre an und nahm einen tiefen Zug.
Die Wachen gingen darauf nicht weiter ein, sie führten ST 1 zu einem Aufzug, fuhren drei Stockwerke nach unten.
ST 1 ging einen Gang entlang, der mit Fackeln erhellt wurde.
Einer der Legionäre klopfte, öffnete dann die Tür und schloss sie wieder, als ST 1 eingetreten war.
Es war ein geschmackvoll eingerichtetes Arbeitszimmer. An den Wänden hingen Gemälde, einige Statuen, darunter eines wo die Wölfin Romulus und Remus säugt, standen auf Tischen.
Hinter einem Schreibtisch saß ein Mann, etwa 65-70 Jahre alt. Er erhob sich. Er trug eine lange weiße Toga, begrüßte nun ST 1. “Ah, schön sie kennenzulernen. Ich bin Prätor Sanderson.” Er gab den den Mitgliedern von ST 1 nach und nach die Hand.
“Sie sagen also, sie kommen von der Erde?”
Degenhardt nickte.
“Dann können sie mir sicher sagen, wer 1929-1933 Präsident der USA war.”
“Herbert Hoover.” ,sagte Daniel wie aus der Pistole geschossen.
“Nun gut.... Noch ne Frage: Wie heißt der Spielmacher beim Football?”
Degenhardt überlegte kurz. “Das müsste der Quarterback sein.”
Der Prätor lächelte. “Entschuldigen sie diese Vorsichtsmaßnahme, aber Ulman hat da seine Tricks.”
“Wer?”
“Frank Ulman alias Genosse Generalsekretär.” ,meinte der Prätor angewidert. “Glücklicherweise kannte der sich nie mit Football aus, deshalb ist das die einzige Frage, die ich stellen kann um sicherzugehen, dass jemand der sich als Mensch von der Erde ausgibt, keiner von seinen Spitzeln ist.”
“Sie kommen von der Erde?” ,fragte Jules.
“Scheint so, oder wüsste ich sonst von Football oder von den USA?” ,meinte Sanderson sarkastisch.
“Da ist was dran.” ,sagte Teal’C.
Daniel, der sich gerade die Kunstwerke angesehen hatte, fragte: “Kamen sie durch das Stargate hierher?”
“Stargate?” ,Sanderson stutzte. “Meinen sie das Tor zum Himmel?”
ST 1 nickte gleichzeitig.
“Dann ja. Damals 1945 kam ich hierher.”
“Erzählen sie bitte.”
“Roosevelts Regierung hat in den 40ern das Tor unter Leitung von einem Professor Langford erforschen lassen, in der Hoffnung, dass es eine Waffe sei, die man gegen Hitler einsetzten konnte.”
“Typisch Amis, alles ist für die ne Waffe.” ,meinte Franziska abwertend.
Sanderson bemerkte das mit einem säuerlichen Blick, fuhr dann fort: “Es belang den Wissenschaftlern 1945 sogar es zu aktivieren und sie schickten jemanden hindurch. Einen Wissenschaftler, ein Ernest... Irgendwie.”
“Ernest Littlefield.” ,bemerkte Daniel.
“Ja genau der war es!” Sanderson schnippte mit den Fingern. “Aber woher wissen sie das?”
“Catherine Langford hat mir von ihm erzählt..... Er war ihr Verlobter. Man hatte ihr gesagt, dass er bei einem Unfall gestorben sei.”
“Ist er aber nicht.” ,meinte Sanderson. “Er ging durch das Tor, die Verbindung riss ab, er galt als verschollen. Ulman und ich wurden als Rettungsteam losgeschickt, aber man wählte aus versehen wohl die falschen Koordinaten und wir kamen hier an. Und wir landeten direkt in einer Schlacht zwischen den Germanen und den Remanern.”
“Wie ich schon sagte, typisch Amis. Immer da, wo Ärger ist.” ,sagte Degenhardt, zündete sich eine neue Zigarre an.
“Das Kompliment geb ich an euch Deutsch zurück.” ,konterte Sanderson. “Zwei Kriege innerhalb weniger Jahre.”
Franziska winkte ab. “Die Amis auch. Ich sag nur der Koreakrieg, die Invasion in der Schweinebucht, der Vietnamkrieg,
Die US-Invasion in Grenada und der Golfkrieg.“
Sanderson grummelte etwas vor sich hin. „Soll ich jetzt fortfahren?“
Teal‘C nickte. „Fahrt bitte fort Prätor.“
Der Prätor bot seinen Gästen erst einmal einen Platz und etwas zu trinken an.
„Jedenfalls wurden wir gefangen genommen. Ich hatte Glück und landete bei den zivilisierten Remanern. Nach und nach bekam ich immer mehr Einfluss und half den Remanern. Trotz den 2000 vergangenen Jahren, hatten sie gerade das Repetiergewehr entwickelt und waren ungefähr auf dem technischen Stand des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die Slaven hatten ein Zarenreich, wie auch Russland bis Ende des ersten Weltkrieges. Ich half den Remanern bei der Entwicklung von Flugzeugen, Hubschraubern, sogar von Medizin, die ich in meiner Ausrüstung hatte.“
„Und was hat dieser Ulman gemacht?“ ,fragte Degenhardt und probierte den angebotenen Wein.
„Er hat das selbe getan. Sie müssen wissen, er war ein Sozialist, Mitglied der Deutschen KPD vor der Auflösung der Partei unter Hitler, ein überzeugter Anhänger von Stalin. Ironischerweise war er Corporal der US Army. Jedenfalls benutzte er seinen Einfluss um eine Partei zu gründen, in die Regierung zu kommen, er gründete die KPDSU. Er nutzte die Probleme des slavischen Volkes aus, schob alles auf die Kapitalisten des Nachbarlandes, damals Verbündete der Remaner im Krieg, und wurde schließlich Diktator. Da er wusste wo Stalins Fehler waren, konnte er sie Fehler umgehen.
Ich wollte ihn noch davon abringen, schaffte es aber nicht.“
„Dann rüstete er auf und sie taten dasselbe bei den Remanern.“ ,sagte Jules.
Sanderson nickte. „Das ist ungefähr die Kurzfassung der letzten Jahre. Nach und nach griff die Sowjetunion dann die anderen Länder an, diese hatten keine Chance, die Kommunisten waren technisch überlegen. Auf Grund unseres technologischen Patts, sind wir das letzte freie Land des Planeten.“
„Wie stehts mit der Truppenstärke?“, fragte Teal‘C interessiert.
„Das Remanische Reich hat 24 Legionen. Mit Hilfstruppen, Luftwaffe und Heimatschutz sind das knapp 588.000 Mann. Die Sowjets haben insgesamt 843.000 Mann und kontrollieren die Meere. Unsere Navy kann mit deren nicht konkurrieren.
Zum Glück ist unsere Airforce überlegen. Wir konnten die britischen Spitfires kopieren und weiterentwickeln.
Um ehrlich zu sein, werden wir, wenn sich nichts ändert, in weniger als 5 Jahren völlig überrannt.“
Degenhardt setzte das Weinglas ab. „Wenn sie nichts dagegen haben, wird ich auf die Erde zurückkehren und den Bundeskanzler und den russischen Präsidenten darum bitten zu intervenieren.“
„Die Russen?“, Sanderson schien überrascht. „Ich wär ihnen dankbar, wenn sie das machen würden.“
ST 1 verabschiedete sich von Prätor Sanderson und wurde wieder zum Hubschrauber gebracht.
Captain Aurelius wartete bereits auf sie. „Kommen sie!“ ,rief er ihnen zu. „Wir fliegen wieder zum Außenposten, wo ihre Freunde warten. Mein Kommando soll sie zum Ring von Bellum eskortieren.“
Der Hubschrauber flog los.
Sie hatten ungefähr die Hälfte des Weges zurückgelegt, da nahm Degenhardt sein Funkgerät und kontaktierte Runge.
“Sergej, hören sie mich?”
“Klar Brüderchen, was gibt’s?” ,fragte Runge.
“Anscheinend müsst ihr Russen noch mal die Sowjets loswerden. Machen sie den zweiten Jeep klar, ich kehre mit ST 1 auf die Erde zurück.”
“Okay. Dann könnt ihr auch gleich neuen Wodka mitbringen, diese Remaner haben unseren schon weggesoffen.”
Degenhardt lachte laut auf.
Der Hubschrauber überflog das Lager und wollte gerade zur Landung ansetzten, da wurde der Hubschrauber von Flakabwehr getroffen.
“DIE ROTE ARMEE!” ,rief der Pilot. “WIR STÜRZEN AB!”
Runge sah am Boden, wie der Hubschrauber Richtung Osten flog, sein Hauptrotor war getroffen wurden, das Heck brannte. Runge sah nur noch, wie der Hubschrauber kurz hinter der Waldgrenze abstürzte.
“Auf geht’s!”, befahl er seinen Soldaten und auch einige Legionäre folgten ihm.
Währenddessen zogen Teal’C und Degenhardt Jules und Franziska aus dem Wrack. Daniel war damit beschäftigt Aurelius freizulegen.
Als er ihn endlich fand, war dieser bereits tot. Ein Schrappnelsplitter hatte seine Oberschenkelarterie durchtrennt.
Daniel ahnte nicht einmal mehr Zeit ihm die letzte Ehre zu erweisen, da waren sie auch schon von der Roten Armee eingekesselt. Degenhardt, Teal’C, Franziska und Jules wurden schnell entwaffnet.
Ein KGB Offizier trat vor. “Bringt sie in die Hauptstadt, der Generalsekretär wird sich für sie interessieren.”
Fortsetzung folgt. |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 02.12.2007, 23:21 Titel: |
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Oha. Das ist ja mal was neues. Kommunisten. Ein gutes Thema was gut aufgegrifen wurde.
So jetzt sind sie also in den fängen der roten Armee. Das kann ja heiter werden. DAniel war am anfang ja ganz aus dem Häußchen als er die röische architektur sah. |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 04.12.2007, 12:26 Titel: |
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Aha, nu sind sie also in Rot-Rußland gelandet. Na, das kann ja noch heiter werden! *grins* Irgendwie regt das ganze Szenario meine Wangenmuskeln an (tut mir leid, aber ich kann nix gegen tun). Ach du lieber Himmel!
Irgendwie hatte dieser Ruf am Ende, dieses:
| Zitat: |
| “DIE ROTE ARMEE!” ,rief der Pilot. |
mich schwer an irgendeinen Film erinnert, wo genau dieser Satz als Running Gag verwendet wurde *beißtsichaufdieLippen*.
Also, sorry, wenn ich an ungünstigen Stellen anfange vor mich hinzusmilen, geht nicht so wirklich um euch - und ich stell mich ja schon in die Ecke und schäme mich.
Jetzt wird's auf jeden Fall interessant. Wie weit wird die Ähnlichkeit noch gehen? Und was will der Generalsekretär von ST-1? Sollen sie am Ende als Spione hingerichtet werden? Oder will diese UdSSR am Ende auch noch die Erde übernehmen - was für ein Szenario!
Freu mich schon auf die Fortsetzung! |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 09.12.2007, 20:08 Titel: |
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@Felix: Ja, der Kommunismus. Ein Thema, das ich schon immer mal aufgreifen wollte. Und Daniel ist nun mal Daniel Schön, dass es dir gefallen hat.
@Hyndara: Nein, is nich schlimm, wenn du lachen musst, ich find es eigentlich auch recht lustig. Schämen wir uns zusammen
Freu dich auf die Fortsetzung. Es kommt eine überraschende Wende
Aber hier noch ein Clip über den Sozialismus:
http://www.youtube.com/watch?v=SqWIp-aGJzE
Wie es im Osten wirklich war
Schablonen der Gewalt Teil 2:
Nunmehr drei Stunden fuhr ST 1, mit den Händen auf dem Rücken gefesselt, durch diese neue Sowjetunion.
An den Straßenrändern waren Menschen zu sehen, die in Einheitskleidung die verschiedensten Arbeiten durchführten.
Bäume roden, Straßen bauen usw.
Bei jeder dieser Arbeitsgruppen stand eine Art von Politischer Beauftragter, der ihnen die Vorzüge des Arbeiterstaates vorlas.
Im nächsten Augenblick konnte man erkennen, wie Rotarmisten eine Gruppe von Menschen an eine Mauer stellten, sie anschließend erschossen.
Daniel sprach ganz leise.
„Da hat es wohl jemand gewagt, den Mund aufzumachen.“
Teal´C blickte mit großen Betrüben dieser Szenerie zu.
„Die Goa´Uld sind nicht anders. Nur das sie ihre Opfer nicht noch extra aufstellen.“
Danach kamen sie an einheitlich aussehenden Plattenbauten vorbei, bevor es weiter in Richtung der Hauptstadt ging.
Währenddessen erreichte Oberstleutnant Runge das Büro von General Reineke, er war ziemlich außer Atem.
„Sie müssen mir sofort ein paar Teams mitgeben. Wir stoßen direkt auf ihre Hauptstadt zu und befreien unsere Leute.“
Reineke würgte dies sofort ab.
„Das kommt überhaupt nicht in Frage. Erstens kämen sie keine hundert Meter weit, zudem würden dann die Remaner sicher angegriffen werden.
Diese Krise muss diplomatisch gelöst werden und ich habe auch schon die perfekte Lösung. Sie gefällt mir nicht, aber wird sicher funktionieren.“
Runge wurde ziemlich stutzig.
„Und wie, wenn die Frage gestattet ist?“
Reineke sah seinem Untergebenen mit einem Blick voller Trauer an.
„Was hat die Sowjetunion seit Ende des zweiten Weltkrieges davon abgehalten, einen Angriff gegen die Westliche Hemisphäre zu starten?“
Der Russische Offizier blickte erst zur Decke, bevor eine Sekunde später sein Mund tief nach unten fiel.
Sergej Runge fühlte, wie ihn ein eisiger Hauch umwehte.
„Nein. Das darf einfach nicht wahr sein. Aber doch nicht etwa gegen Menschen.“
Der General versuchte ihn zu beruhigen.
„Natürlich nicht. Es wird ein Warnschuss werden. Fragen sie bei Prätor Sanderson, ob er eine verlassende Insel kennt, die von beiden Reichen gut einsehbar ist.“
Nach einer erneuten Sekunde salutierte der Russe vor seinem Kommandanten, ging dann sofort in Richtung Kontrollraum.
Und auch Reineke entfernte sich aus dem Konferenzraum, griff zum Telefonhörer.
„Geben sie mir den Kanzler. Ich brauche sofort eine Verbindung zu Präsident Jelsin. Erbitte Einsatz einer 15 Megatonnen Bombe.“
Auch am anderen Ende der Leitung war ein tiefes Schlucken zu hören.
Zwei Stunden später, in Prätor Sandersons Büro:
„… und aus diesem Grund erbitten wir ihre Zustimmung, eine Strategische Nuklearwaffe nahe des Sowjetischen Territoriums zu zünden.
Ulman wird noch wissen, was diese Waffen in Hiroshima und Nagasaki angerichtet haben. Wenn er unsere Leute nicht freilässt und die aggressiven Pläne gegenüber ihrer Nation fallen lässt, drohen wir mit der Weitergabe von taktischen Atomwaffen an ihre Regierung.“
Sanderson sank in seinen Stuhl zurück, Tränen standen ihm in den Augen.
„Ich hatte es befürchtet. In all der Zeit war meine schlimmste Furcht, dass wieder mit Atomwaffen gekämpft werden könnte.
Sie müssen wissen, ich war 1945 in Hiroshima dabei gewesen. Das sind Erinnerungen, die immer im Gedächniss bleiben.“
Hauptmann Ivana Gratzky hackte noch mal nach.
„Sie waren in Hiroshima gewesen? Wie lange nach der Zerstörung war das und welche Aufgabe hatten sie?“
Sanderson lehnte sich zurück, nahm ein Glas Wein.
„Ich war gerade Captain der Army geworden. Vier Tage nach der Japanischen Kapitulation wurde ich mit einem Spezialistenteam in die Stadt geflogen.
Wir sollten für den Senat eine Analyse der Zerstörung erstellen, über mögliche Verstrahlungen der Menschen berichten.
Wir blieben drei Wochen.
Nach unserer Rückkehr berichteten wir dem Senat von unseren Erkenntnissen. Ich sehe heute noch vor mir ihre Gesichter, wie ihnen blass wurde.
Einige dieser hohen Herren mussten sich regelrecht zusammenreißen, um ihren Mageninhalt zu behalten.
Zwei Wochen später erhielt ich meine Versetzung zum Forschungsprojekt des Sternentores.“
Runge stieß einen kleinen Fluch zur Decke aus, bevor sich wieder dem Remanischen Regierungsoberhaupt zuwandte.
„Wir haben vor, eine 15 Megatonnenbombe hochgehen zu lassen. Das wäre ungefähr die fünffache Stärke der Hiroshimabombe.“
Sanderson nickte schwer, griff dann zu einem Telefonhörer.
„Schicken sie sofort den Generalstab zu mir.“
Danach ging er einige schwere Schritte durch den Raum, das Warten begann.
Währenddessen in Leningrad:
Der Wagen mit ST 1 hielt direkt vor Palast der Roten Revolutionsgarden, dem kommunistischen Regierungssitz.
Daniel kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
„Hat eine große Ähnlichkeit mit dem Kreml in Moskau. Und das drüben erinnert doch stark an den Roten Platz.“
Der Wagen stoppte ruckartig, allesamt zerrte man sie aus dem Wagen, schubste sie die Treppe zum Zentralkomitee hinauf.
Vorbei an Statuen, welche allesamt verdiente Helden des Sozialismus zeigte, ging es schließlich in das Büro von Generalsekretär Ulman.
Er war ein alter Mann, sicher schon an die 80 Jahre alt, trug einen biederen grauen Anzug, der zwar einfach aussehen sollte, aber trotzdem betonte, dass der Träger etwas höher gestellt war.
Als ST 1 vor ihm stand, sah er gerade zum Fenster heraus, wendete dann aber seinen Blick, sprach die Besucher in gebrochenem Englisch an.
„Ich habe mich schon des oftmals gefragt, ob die auf der Erde je wieder das Portal benutzen würden.“
Daniel erwiderte sofort auf Deutsch.
„Die Amerikaner haben es nie wieder gestartet. Wir stammen von einer Deutsch/Russischen Expedition.“
Ulman konnte seine Überraschung kaum verbergen.
„Soll das heißen, dass der Sozialismus am Ende über die Kapitalistischen Wölfe gesiegt hat?“
Jetzt ging Degenhardt dazwischen.
„Die Sowjetunion und die meisten Kommunistischen Länder sind in den letzten zehn Jahren zerfallen.
Am Ende hat das Demokratisch/Amerikanische System gesiegt, Deutschland und Russland sind heute politisch fast wie die USA. Obwohl die Russen noch nicht alle Barrieren beseitigt haben.“
Ulman sah sehr wütend aus.
„Wollen sie mich provozieren, oder auf dem Arm nehmen. Ich glaube ihnen kein Wort. Warum sollten die Machthaber das denn zulassen?“
Daniel antwortete ziemlich rasch und gefühlskalt.
„Es hat Konterrevolutionen gegeben. Das Volk und Teile der Armee erhoben sich gegen die Machthaber.
Das kommt eben davon, wenn die Menschen zu sehr geknechtet werden.“
Ulman setzte sich verbittert in seinen Sessel, rief dann eine Wache.
„Das wird hier nicht passieren, darauf gebe ich mein Wort. Und nun können sie in einer Zelle darüber nachdenken, ob sie nicht lieber mit mir zusammenarbeiten wollen.“
Vier Stunden später:
Oberleutnant Müller kam zusammen mit einer schwer gepanzerten und bewaffneten Einheit durch das Sternentor.
Dort worden sie bereits von einem kompletten Remanischen Infantriebatallion empfangen.
Ein stämmiger Offizier trat auf sie vor.
„Ich bin Colonel Gaius Sarinos. Auf direkten Befehl des Prätors soll ich sie in die Hauptstadt eskortieren.“
Müller nickte kurz, bevor er zusammen mit seinen 30 Soldaten die Transportmaschine bestieg, welche sich auf einer provisorisch gebauten Landebahn befand.
Keine Stunde später setzten sie auf einem Stützpunkt nahe der Remanischen Hauptstadt auf. Sanderson und Runge nahmen sie in Empfang.
Der alte Prätor kam vor, besah sich der Nuklearwaffe.
„Das ist sie also. Um ehrlich zu sein, unsere Wissenschaftler haben vor ungefähr vier Jahren mit den ersten eigenen Forschungen begonnen.
Dabei stellte sich als größtes Problem da, genug spaltbares Material zu besorgen. Unsere Uranvorkommen sind sehr begrenzt.
Zudem ist, wie sie wissen, nur ein kleiner Teil wirklich waffentauglich. Der Anteil an Uran 235 beträgt bei uns im besten Fall 0,6% im Uranerz. Der Rest ist unbrauchbares Uranisotop 238.“
Hauptmann Ivana Gratzky kam dazwischen.
„Ja, dieses Problem hatten wir auf der Erde am Anfang auch. Wir haben schon vor Jahrzehnten Verfahren zur Urananreicherung entwickelt.
Es gibt zwei Verfahren: Gaszentrifugen oder Gasdiffusion. Noch einfacher wäre es allerdings, wenn sie Plutonium verwenden.
Es ist ein künstliches Element, welches wesentlich höhere Energieausbeute garantiert.“
Runge ging dazwischen.
„Ja, ja. Und an Radioaktiver Verstrahlungsgefahr kaum noch zu überbieten. Im Gegensatz dazu ist Uran ja schon fast harmlos.“
Sanderson interessierte sich allerdings sehr dafür.
„Für den Fall, dass die Sowjets sich nicht beeindrucken lassen, könnte ihr Wissen sich sehr nützlich erweisen.
Würden sie mit unseren Forschern zusammenarbeiten?“
Nach einem bitterbösen Blick von Runge antwortet Gratzky ziemlich kleinlaut.
„Diese Entscheidung liegt bei unseren Politischen Führern.“
Einen Moment darauf kam ein Remanischer Legionär vor.
„Prätor, die Waffe ist einsatzbereit und in dem Frachtflieger verladen. Wir können auf ihren Befehl starten.“
Leningrad – etwa vier Stunden später.:
ST 1 wurde wieder in einen LKW gebraucht. Ihnen waren die Augen verbunden. Die Fahrt war eine richtig holperige Angelegenheit.
Nach einer unbestimmten Zeit kamen sie schließlich an ihrem Bestimmungsort an.
Feldwebel Tora hatte schon mit ihrem Leben abgeschlossen.
„Na dann, Leute. Hat mich gefreut, euch kennen zulernen. Ich hoffe, dass es schnell geht.“
Degenhardt versuchte, auf sie einzureden.
„Hey, noch sind wir nicht tot. Also immer schön cool bleiben, das wird schon.“
In dem Moment nahm man ihnen die Augenbinden ab, schubste sie in Richtung einer dünnen Holzbrücke.
Von hinten tönte es aus Lautsprechern.
„Weitergehen. Auf keinen Fall stehen bleiben.“
Zögernd, aber schließlich doch stetig begaben sie über die klapprige Holzbrücke, die teilweise in Nebelschwaden gehüllt war.
Nachdem sie die Hälfte erreicht hatten, kam eine Lautsprecheransage von der anderen Seite.
„ST 1, hier spricht die Remanische Grenzkontrolle. Gehen sie weiter, es droht ihnen jetzt kein Schaden mehr.“
Erleichtert liefen sie die letzten Schritte über diese wacklige Hängebrücke, bevor sie in das fies grinsende Gesicht von Runge sahen.
„Also wirklich. Das ihr aber auch immer solchen Ärger machen müsst, was mich beansprucht, euch da rauszuholen.“
Degenhardt klopfte seinem Kumpel auf die linke Schulter.
„Gut gemacht. Aber wie habt ihr das eigentlich hingekriegt?“
Die Antwort war ziemlich ungewöhnlich.
„Wir haben den nächsten Kalten Krieg ausgelöst.“
Franziska Rust musste schlucken.
„Ihr habt was?“
Runge zwinkerte sie an.
„Ist eine lange Geschichte. Besser wir setzen uns nach drinnen.“
Ein paar Minuten später saßen sie in einem warmen Zimmer, wo auch Prätor Sanderson und Oberleutnant Müller waren.
Drei Stunden vorher, in der Küstenregion der Sowjetisch/Remanischen Grenze:
Die Insel Resuria gehörte früher einmal dem Remanischen Territorium an, wurde aber im Krieg vor über 60 Jahren von dem damaligen Slavischen Zarenreich erobert.
Heute lebte niemand mehr dort.
Aufgrund dessen hatte Sanderson befohlen, dort die Atombombe zünden zu lassen. Eine Remanische Hafenstadt war nur 38 Kilometer entfernt.
Und der Luftweg bis zur nächsten Stadt der Sowjets betrug auch nur knapp 46 Kilometer.
Kurz zuvor hatten die Remaner eine offizielle Botschaft an die Regierung von Generalsekretär Ulman übermittelt.
In dieser wurde der Testeinsatz einer Atombombe angekündigt.
Und nun hatten sich Offizielle der Volksbefreiungsarmee, des KGB und des Zentralkomitees versammelt, um dem beizuwohnen.
Die Sowjetische Regierung war darüber natürlich entsetzt.
Es war schon merkwürdig, wie in kürzester Zeit derart viele diplomatische Anfragen auf Dialoge und Proteste in einem gesandt worden.
Trotzdem ließ sich Prätor Sanderson nicht mehr davon abbringen.
Auch auf Remanischer Seite verfolgten Hunderte von Militärs und Regierungsmitgliedern, sowie Tausende Schaulustige Zivilisten das angekündigte Spektakel.
Jedoch herrschte hier eine andere Meinung vor.
Das Remanische Volk erhoffte sich durch die Zündung dieser Waffe einen dauerhaften Frieden und sei es ein Wettrüsten über Jahrzehnte.
Den Menschen dieses Landes war beinahe alles Recht, um Frieden und Freiheit bewahren zu können.
Aufgeregt, oder beängstigt verfolgten sie nun, wie eine Transportmaschine auf die Insel zuflog.
Colonel Sarinos saß an den Kontrollarmaturen, sein Blick war auf die immer näher kommende Insel gerichtet.
Hauptmann Gratzky setzte sich neben den Colonel, sie seufzte. „Unvorstellbar.“
„Wie meinen?“, fragte der Colonel.
„Die Erde lebte fast 45 Jahre in einem kalten Krieg. Um ihren heißen Krieg zu stoppen, müssen wir einen kalten, Nuklearen entfachen....“
„Aber wir gewinnen Zeit.“, meinte Sarinos hoffnungsvoll.
„Und solange es die Hoffnung gibt, solange gibt es noch eine Chance auf Frieden. Der Sozialismus wird sich sicher nicht mehr lange halten, war bei ihnen doch genauso.“
Gratzky lachte auf, es war ein humorloses, gekünsteltes Lachen, sie stand wieder auf und begab sich wieder zu Müller.
Im Hintergrund stand Müller bei der Atombombe, er starte nur die Massenvernichtungswaffe an.
„Gehen wir nicht zu weit?“, fragte er Gratzky.
„Doch, schon.“, meinte Gratzky nur.
„Aber ein kalter Krieg ist besser, als ein heißer.“
Müller wollte gerade etwas antworten, da rief Sarinos:
„1 Minute bis zum Abwurf!“
50 Kilometer von der Insel Resuria entfernt trieb der sowjetische Flugzeugträger Nastojtshiwij im Wasser.
Der Kreml hatte befohlen, den geplanten Atomwaffentest zu beobachten und einzuschätzen.
Der erste Offizier stand auf der Kommandobrücke und beobachtete durch ein Fernglas die Insel, da fragte der Kommandant, der gerade eingetreten war:
„Genosse Leutnant, schon etwas geschehen?“
„Niet, Genosse Kapitän. Die Kapitalistenschweine bluffen nur.“, meinte der Leutnant überzeugt.
„Ich bin da nicht sicher, Leutnant. Sonst hätte der Genosse Generalsekretär uns nicht hergeordert.“
Währenddessen stand Müller an der Luke der Transportmaschine, in seiner Hand der Auslöser für die Heckluke, der Auslöser für die Atombombe.
„Ich löse aus!“, rief er und drückte den grünen Knopf tief in die Fassung.
Die Luke öffnete sich, das Ei trat seine Reise an, noch bevor das Ei aufschlug, rief Müller:
„Weg hier!“
Dann stellte er sich an eines der Bullaugen, in dem Moment kniff er die Augen zusammen.
Auch auf der Brücke des sowjetischen Flugzeugträgers warfen der erste Offizier und Kommandant sich die Hände vor die Augen. Nach einigen Sekunden sah der Kapitän wieder durch sein Fernglas.
Er sah, wie der Atompilz aufstieg, immer höher und höher. „о, мой gott!“ ,bekam er nur heraus.
„Kontaktieren sie den Kreml!“
In Sekundenschnelle eilten Morsesprüche in den Kreml.
Die Reaktionen der Regierungsmitglieder waren größtenteils gleich:
„Da können wir nichts dagegensetzten, wir sind verloren!“
„Sie Verräter, glauben sie gefälligst an das Vaterland!“
„Unsere Atomtest müssen schneller gehen! Wir brauchen mehr Uran!“
„Organisieren wir es bei den Kapitalistenschweinen!“
„Aber wenn sie uns erwischen, werfen sie über uns auch so eine Atombombe ab!“
„Genug!“, befahl Generalsekretär Ulman. Er stand auf. Die Erinnerungen an Hiroshima und Nagasaki kamen wieder hoch.
"Glauben sie mir, ich bin über die destruktive Kraft dieser Waffen bestens im Bilde.
Im Augenblick können wir da sehr wenig entgegensetzen."
Er wollte gerade noch etwas sagen, da kam ein Nachrichtenoffizier herein, er salutierte schnell und sagte: „Genosse Generalsekretär, die Imperialistischen Remaner fordern die Freilassung des ST 1 Kommandos und die Einstellungen aller Kriegerischen Handlungen.
Ansonsten stände ein Angriff mit Atomwaffen gegen unsere Strategischen Einrichtungen bevor.“
„Unverschämtheit!“, rief der Generalstabschef Marschall Potemkin. „Genosse, wir dürfen darauf nicht eingehen.“
„Genug!“ ,rief Ulman. „Geben sie sofort durch, dass wir das Team zurückschicken. Vorerst müssen wir darauf eingehen, jedenfalls solange, bis unsere Atomwaffen einsatzbereit sind und wir sicher sind, dass wir den Feind komplett auslöschen können.“
„Das wird dauern.“, meinte ein Minister.
„Wir können warten.“, meinte Ulman nur und löste die Versammlung auf.
Auch in anderen Teilen des Planeten hatten Widerstandszellen, der besetzten Länder, den Test aufgefangen.
Die Reaktionen waren geteilt.
Einige waren froh, dass die Remaner endlich einen Vorteil hatten, andere waren skeptisch, denn würden sich die Remaner damit begnügen die Welt wieder zu befreien oder würden die Menschen einen Diktator gegen einen neuen eintauschen? Die Zukunft würde es zeigen.
Entlang der Remanischen Grenze hingegen wurde die ganze Nacht hindurch gefeiert.
Die Menschen lagen sich in den Armen, ohne zu wissen, was sie da eigentlich bejubelten.
1 Tag später im STK:
ST 1, Runge, Müller und General Reinke saßen im Konferenzraum.
Degenhardt hielt sich einen Eisbeutel vor sein Auge, Jules hatte einen Kopfverband um.
Die Stimmung war auf einem Tiefpunkt.
Müller meinte: „Die Remaner haben sich vorhin gemeldet. Sie bedanken sich noch einmal für unsere Hilfe und wünschen einen ständigen Dialog, Botschafter würden sie mit Freuden empfangen.“
Reineke lächelte. „Und dafür mussten wir auch nur einen kalten Krieg auslösen.“
Teal‘C hob die rechte Augenbraue. „Wir werden dafür sorgen, dass er nicht lange andauert.“
Daniel nickte zustimmend.
„Aber momentan belassen wir es dabei!“, meinte Reineke und stand auf, er holte eine Holzkiste und einen Brief hervor.
„Das ist ein persönliches Dankeschön von Sanderson. Ein überaus starker remanischer Whiskey und etwas das seiner Meinung nach besonders Doktor Langford freuen wird.“
„Und was ist das?“ ,fragte Franziska.
Reineke holte einen Zettel heraus, legte ihn auf den Tisch. Auf ihm waren 6 Chevrons aufgezeichnet.
„Das sind die Koordinaten für den Planeten, auf dem Ernest Littlefield verschollen ist. Ihr nächster Auftrag: holen sie Ernest Littlefield nach Hause.“
Ende |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 09.12.2007, 23:58 Titel: |
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Hmm endlich wurde der Cliffi aufgelöst.
Um einne heißen Krieg abzuwenden, muss ein kalter gestartet werden. Hmm na gut. Ich denke ihr werdet darauf später nocheinmal zurückkommen, oder?
Hat mir gut gefallen, auch das die "bösen" einen roten Platz haben sowie einen Kreml. Nunja man kann es auch übertreiben. Sowas häßliches muss es nicht unbedingt 2 mal geben. *g* |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 17.12.2007, 23:01 Titel: |
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@Felix: Klar werden wir das Thema später noch behandeln, ist doch viel zu interessant, um es nicht weiter auszuschmücken.
Mit dem Kreml haste Recht ^^
Urlaub? Nein Danke!
Es war Montagmorgen, im STK beginnt der Tag wie üblich.
Spinoza flitzte durch die Gänge und ärgerte alle Menschen, am liebsten aber die Wissenschaftler.
Und auch da hatte er sich schon einen ganz im besonderen ausgesucht.
In diesem Moment stibitzte er gerade einem der Tortechniker seinen Schokoladenpudding um ihn vor dessen großen Augen selbst zu verspeisen.
Oberleutnant Rust befand sich in ihrem kleinen Labor, decodierte ein paar Passagen von Ra´s Datenbank.
Oberstleutnant Runge schloss sein Büro auf, setzte sich hinter seinen Schreibtisch.
Auf dem Tisch lag ein Briefumschlag.
„Von Tante Dunja.....“, murmelte er, riss den Umschlag auf und las den Brief.
„Lieber Sergej, ich hoffe es geht dir gut....... Onkel Iwan....“
Und so gingen an diesem Tage alle ihrer gewohnten Arbeit nach.
Mit einem Grinsen faltete er den Brief und rannte aus seinem Büro. Auf dem Gang lief er an Oberleutnant Müller vorbei.
„Was ist denn mit dem?“, fragte er sich still, zuckte mit den Schultern und ging weiter.
Murmelte dabei vor sich hin.
„Na toll. Wenn dieser verrückte Russe schon so grinst, kann ich mich ja auf einen stressigen Tag vorbereiten…“
Im nächsten Moment hüfte Spinoza durch den Korridor, erst auf Müllers Kopf, danach einem panischen McKay auf das Frühstückstablett.
Welches dieser auch ohne Umschweife fallen ließ.
„Wenn ich diesen verdammten Affen zu fassen kriege, landet er auf dem Grill.“
Zelenka, wie üblich nicht weit, versuchte den Kanadier zu beruhigen.
„Rodney, das ist ein Lemur.“
Währenddessen saßen ST 1und General Reineke im Konferenzraum.
„Die Remaner werden sich bei uns melden, wenn die Germanen ihnen wieder Probleme bereiten, momentan sieht es jedenfalls so aus, als würde unsere Hilfe reichen.
Der Prätor hat zugestimmt ihre Medizin mit uns zu teilen, sobald der Weg zum Tor wieder 100 Prozentig sicher ist.“, beendete Daniel seinen Bericht.
„ST 1, das war wieder einmal gute Arbeit.“, meinte der General gut gelaunt.
„Im Gegensatz zu ST 10 unter Major Hohlbein.“, sagte Degenhardt mit einem Grinsen im Gesicht.
Der General sah wütend aus.
„Wie kann man auch auf einen Planeten gehen und sich von Nanobots zum Greisen machen lassen?“
Franziska hatte da auch noch einen Einwand.
„Wenn man wie ein Sibirischer Holzfäller in einen Gruppe Steinzeitmenschen rennt und dabei selbst zu einem mutiert…“
Weiter kam sie nicht, da der General sie sehr finster anblickte.
„Ich war auch davon betroffen, wenn sie das noch behalten haben.“
Daniel versuchte die angespannte Situation wieder zu lockern.
„Wenigstens haben wir Ernest Littlefield wieder zurück bringen können. Er freut sich wie ein kleiner Junge.
Auch Catherine ist überglücklich.“
Franziska musste etwas lachen.
„Ich habe immer noch das Bild vor Augen, wie Runge mit einem Schweißbrenner den Hologrammsockel von Heliopolis lösen wollte.“
Julia Tora hackte da noch mal nach.
„Welchen Tempel durchleuchten die beiden im Moment eigentlich?“
Daniel überlegte kurz.
„Wenn ich mich nicht irre, gerade den großen Tempel von Abu Simbel.“
Der General schüttelte langsam den Kopf.
„Wie dem auch sei, sie haben nun schon seit Monaten ohne Pause gearbeitet. Ich gebe ihnen vier Tage frei.
“Ja General, danke.”, meinte Degenhardt.
In diesem Augenblick sprang der große Flachbildschirm an, der an der Wand hing. Doktor Roth war zu sehen.
„General, wir haben den Pfeil aus dem Oberschenkel von Stabsunteroffizier Nerdel entfernen können.
Er war mit einem leicht betäubenden Mittel versetzt, aber für unseren Stuffz geht keine Gefahr mehr aus.
Übrigens können wir noch mehr von diesen Heilkräutern von P2X334 gebrauchen. Die machen sich hier sehr gut.“
Reineke sah diesen Bericht mit Freude.
„In Ordnung. Ich werde morgen ST 8 hinschicken, die sollen doch mal gleich ein paar Säcke mitbringen.“
Daraufhin beendete Roth die Übertragung.
In dem Moment kam Runge hereingeschlittert, er musste erst einmal tief Luft holen.
“Oberstleutnant?“, fragte Reineke.
Runge setzte sein typisches Lächeln auf.
„Degenhardt, Onkel Iwan ist tot!”
Der Oberst erhob sich halb.
„General, bitte um Erlaubnis mich zu entfernen!”
Alexander Reineke nickte, Degenhardt und Runge verschwanden lachend.
Teal’C hob die Augenbraue.
„Daniel Jackson, ist das auf diesem Planeten eine typische Reaktion, wenn ein Verwandter stirbt?”
Daniel schüttelte den Kopf.
„Eigentlich nicht, aber wer versteht schon die Russen....”
Danach sahen sie den beiden noch kurz hinterher.
“Wegtreten.”, meinte der General und verschwand.
Franziska und Julia gingen in die Kantine, wo Runge und Degenhardt Zigarrerauchen dasaßen und lachten.
Sie setzten sich neben die beiden, die nun aufgehört hatten zu lachen.
“Was wollen sie?”, fragte Degenhardt.
Franziska wandte sich an Runge.
„Wir wollten ihnen nur unser Beileid aussprechen über den Verlust ihres Onkels.”
Runge und Degenhardt sahen sich verwundert an, dann lachten sie laut los.
Als sich Runge beruhigt hatte, klopfte er Franziska auf die Schulter.
“Keine Sorge, Mädchen, Onkel Iwans Tod muss man nicht betrauern.”
Er und Degenhardt verließen die Kantine und Jules konnte nur ein Wort aussprechen: „Männer!”
Degenhardt hingegen schubste seinen Kumpel leicht an.
„Hey, sag mal. Wollen wir es ihnen nicht verraten?“
Der Russe aber grinste nur in sich herein.
„Nö. Die beiden Primadonnen können ruhig noch etwas zappeln.“
Etwas später kamen die Doktoren McKay und Zelenka in das Büro des Generals, um ihm die ersten Resultate für ein bedeutendes Projekt vorzulegen.
„Also, was kann ich für sie tun, meine Herren?“
Zelenka war schon ganz aufgeregt.
„Nun, wir haben ja die Datenbank von Ra´s Schiff, dazu noch all diese Naquadah Vorkommen von Abydos…“
Weiter kam der sympathische Tschechische Wissenschaftler allerdings nicht, da er von McKay unterbrochen wurde.
„Ja, ja. Was er sagen will ist, dass wir die ersten Baupläne für Hyperantriebe und Schildgeneratoren zusammengestellt haben.
Wenn meine Berechungen stimmen, was ich doch stark annehme, könnten wir das erste Raumschiff in eineinhalb bis zwei Jahren fertig gestellt haben.“
Reineke blickte den Kanadier überrascht an.
„Wenn sie das wirklich so schnell schaffen sollten, sorge ich dafür, dass sie beide einen absolut unbegrenzten Forschungsetat erhalten.
Hoffentlich kommen unsere Bautrupps auf Abydos auch mit dem Arbeitsaufwand hinterher.
Doch was sollen wir machen, wenn uns die Goa´Uld früher angreifen? Und wie sieht es mit Energiewaffen aus?“
Diesmal war Zelenka schneller.
„Wir haben auch Baupläne für Satelliten gemacht. Die könnten wir schneller bauen und in der Atmosphäre aussetzen…“
Wieder unterbrach ihn McKay ungefragt.
„… jetzt kommen sie mal auf den Punkt. Diese Satelliten würden mit Naquadahraketen ausgerüstet werden. Ich habe zudem ein Modell erdacht, wie MIG 29 Jäger mit erbeuteten Stabwaffen aufgerüstet werden können.
Eigene Energiewaffen sind weit weg von allem.“
Reineke wurde dieses Gezanke jetzt allerdings zuviel.
„Hören sie. Ich sorge dafür, dass sie ihre Vorschläge direkt den beiden Verteidigungsministerien sowie Schröder und Jelsin präsentieren können. Und jetzt raus hier, ich habe noch zu tun.“
Nachdem beide gegangen waren, griff der General zum Telefonhörer. Rodney und Radek hingegen zankten sich auf dem Korridor weiter.
Zur selben Zeit saß Teal’C in seinem Quartier. Degenhardt hatte ihm ein Buch gegeben, “Perry Rhodan Band 1”.
Nun legte er das Buch zur Seite.
“Ich verstehe nicht, wieso die Tau’Ri sich so etwas ausdenken.”, sagte er zu sich selbst.
Er schaltete den Fernseher an, sah sich die Nachrichten auf RTL an.
“Paraguay. Heute wurde der Vizepräsident Dr. Luis Argaña ermordet.“
Teal‘C schaltete auf DSF um, dort wurde gerade ein Boxkampf gesendet.
Danach erwischte er einen der Kanäle, die für Erwachsende vorbehalten waren. Dort konnte das geschulte Auge zwei Frauen in Aktion sehen.
„Faszinierend.“
Teal´C setzte sich mit großen Augen und einem halboffnem Mund in den Sessel und sah der Sendung zu.
Bis sich plötzlich Schrittgeräusche vom Flur nährten.
Er schaltete noch vier mal um, da kam Daniel herein.
„Sag mal Teal‘C, ich mach mich auf ins Museum, ich dachte mir, dass du vielleicht mitkommen möchtest.“
Teal‘C neígte den Kopf.
„In der Tat, Daniel Jackson. Ich muss mich nur umziehen.“
10 Minuten später standen Daniel und Oberleutnant Müller, im Korridor vor Teal´Cs Quartier.
Gerade kam der Jaffa um die Ecke.
Um sein Symbol zu verdecken, trug er eine Pudelmütze, in einer Hand hatte er seine Stabwaffe.
„Teal‘C, die kannst du nicht mitnehmen!“, meinte Müller.
Teal‘C hob seine rechte Augenbraue.
„Aber eure Welt ist voller Gewalt, ich muss mich verteidigen.“
Müller schlug sich die Hand vor sein Gesicht.
„Nur wenn du in Amerika leben würdest, bei den Gestörten.“
Da er aber immer noch ein Fremder auf dieser Welt war, wusste er als Jaffa nicht so ganz, was das bedeuten sollte.
„Ich habe gehört, dass diese Amerikaner eine mächtige Nation sein sollen, die edle Werte der Demokratie in sich führen.“
Müller musste sich ein Grinsen stark unterdrücken.
„Ja, das auch. Aber fast jeder von den Knallköpfen hat ein Gewehr im Schrank stehen. Und lass da mal deine Haustür offen stehen.
10 Minuten später ist die Bude ausgeräumt.“
Das schien Teal’C ein wenig zu beruhigen, er übergab Müller die Stabwaffe und trat mit Daniel in den Aufzug.
Müller besah sich die Energiewaffe.
“Und was soll ich jetzt damit?”
Mit der Stabwaffe machte er sich auf zur Waffenkammer. Nur unterwegs wieder von Spinoza geärgert zu werden.
Diesmal ließ ihn der Lemur gegen eine Wand laufen.
„Verdammt. Warum immer ich…?“
Währendessen in Ägypten: Großer Tempel von Abu Simbel:
Catherine und Ernest saßen gerade beisammen beim Essen, sie hörte seinen Geschichten von Heliopolis an.
„… es hat fast zwei Jahre gedauert, bis ich diese Holographische Maschine halbwegs entschlüsselt hatte.
Du kannst dir sicher vorstellen, wie sehr mich all dieses Wissen überschüttet hat, gerade beim Wissenstand von 1945.“
Ernest sah sie mit einem Blick an, bei dem selbst Sokrates vor Ehrfurcht zurückgewichen wäre.
Catherine wollte antworten, als ihr Leutnant Sorobzy dazwischen kam.
„Dr. Langford, Dr. Littlefield, eines der Teams hat tief innerhalb des Tempels merkwürdige Artefakte entdeckt.
Sie meinen, es könnte sich um Goa´Uld Technologie handeln.“
Mit einem leicht überraschten Blick standen beide auf. Catherine konnte sich nicht mehr zurückhalten.
„Das möchte ich mir persönlich ansehen.“
15 Minuten darauf betraten sie die schwach ausgeleuchtete Grabkammer. An einer der Seitenwände war das Emblem von Ra zu sehen.
Zwei Tage später saßen Jules und Franziska in der Stammkneipe des STK.
„Mal wieder typisch.”, sagte Jules.
„Da hat man mal Urlaub und dann ist deine Familie auf Hawaii.”
Sie nippte an ihrer Weinschorle.
Franziska nickte zustimmend.
„Du hast so was von Recht. Als ich meine Eltern besuchen wollte, waren sie auch verreist.”
Danach kam die nächste Runde.
Währenddessen war im STK alles für ein bedeutendes Forschungsprojekt auf dem Planeten des Volkes der Hanka vorbereitet worden.
Unter dem Kommando des Russischen Obersts Chatowa sollte ein Forschungsteam Aufzeichnungen über einen speziellen Stern machen.
Einige Erkenntnisse ließen darauf deuten, dass es sich um einen Neutronenstern handeln könnte.
Zudem wurden für die nächsten Wochen mehrere Sonnenfinsternissen erwartet, was auch ein Anreiz war, eine kleine Sternenwarte aufzubauen.
Teal’C und Daniel saßen im Auto, sie fuhren über eine Landstraße.
“Daniel Jackson, glaubst du wirklich, dass dies der richtige Weg ist? Das sieht mir hier eher nach einem Gebirge aus.”
Daniel lugte über das Lenkrat.
“Ich hoffe mal...”
Teal’C holte eine Karte heraus, besah sie sich und meinte dann:
„Ich glaube, wir haben uns verfahren.”
Dr. Jackson wollte gerade etwas sagen, da piepte die Tankanzeige, der Wagen blieb stehen.
“Dieses Gefährt hat wohl keinen Kraftstoff mehr, Daniel. Hast du noch Reserve?”
Dr. Jackson stieg aus, ging zum Kofferraum.
„Anscheinend nicht.”
Er zuckte mit den Schultern.
„Na egal, es könnte schlimmer sein.”
Da fing es an zu donnern, kurz darauf auch zu regnen und schließlich zu stürmen.
Als der Regen auf Teal’Cs Glatze prasselte, meinte dieser:
„Ist dies schlimmer?”
Daniel nickte.
„In der Tat.”
Franziska und Jules saßen immer noch deprimiert an ihren Weinschorlen, als es von hinten laut grölte.
“Harry, wir brauchen das Hinterzimmer!”, grölte die wohl bekannte Stimme von Runge.
Der Barkeeper nickte wohlwollend.
„Ist frei! Wollt ihr was trinken?”
Jules sah sich um. Degenhardt, Runge und eine junge Frau hielten zwei Holzkisten in den Händen.
Degenhardt schüttelte den Kopf, klopfte auf seine Kiste.
„Nich nötig, wir haben selber was!
Aber zu Essen wäre nicht schlecht.“
Mit diesen Worten verschwanden sie im Hinterzimmer.
Franziska sah Jules an.
„Gehen wir mal nachgucken!”
Sie standen auf, gingen zu der Tür und öffneten sie.
Runge hatte gerade ein Stemmeisen in der Hand, hielt inne und fragte:
„Schwesterchens?”
“Was geht denn hier ab?”, fragte Jules.
“Onkel Iwan.”, sagte Degenhardt grinsend.
“Ist das seine Urne?”, fragte Franziska.
Die junge Frau lachte.
“Und wer sind sie?”, wollte Jules wissen.
Runge legte seinen Arm und die Frau.
“Schwesterchens, darf ich vorstellen, die neue Chefdiagnostikerin des STK Svetlana Runge, meine Tochter.”
Währenddessen führte das ST 7 Team von Major Westmann eine Erkundungsmission auf einem scheinbar verlassenden Planeten durch.
Die Ruinen zeugten davon, dass hier vor sehr langer Zeit einmal die Goa´Uld waren, aber dies schon vor Jahrhunderten.
Der Planet lag sogar in ziemlicher Nähe zur Erde, war nur etwa 192 Lichtjahre entfernt. Die Vegetation entsprach dem Süden der Vereinigten Staaten.
Es gab hier viele Flüsse und Sümpfe, dazu eine Mischung aus Nadel- und Tropenwäldern.
Und verdammt viele Mücken.
Dem Major wurden die Viecher langsam zu viel.
„Wenn dieser Planet noch mal auf unserer Liste sein sollte, brauchen wir unbedingt Schleier, bevor wir endlos zerstochen sind.“
Kurz darauf hatten sie den kleinen Hang geklommen, dem jüngsten Teammitglied, einem Obergefreiten, fiel es als erstes auf.
„Herr Major. Ist es das, was ich denke?“
“Meinst du das klappt?”, fragte Daniel ungläubig.
“Ja Daniel, in verschiedenen Filmen hat es auch geklappt.”
Mit diesen Worten hielt er ein Schild hoch, auf dem stand: München.
Er streckte den Daumen zum Trampen aus.
Wie auf ein Stichwort, fuhr ein Auto an ihnen vorbei, spritze sie mit Wasser voll.
“Stachelsau!”, rief Teal’C dem Auto hinterher.
“Stachelschwein.”, meinte Daniel und spuckte Wasser.
“Ihre Tochter?”, fragte Franziska geschockt.
Runge grinste.
„Da! Sie fängt morgen im STK an. Da dachten wir uns, wir feiern das mit meinem Anteil von „Onkel Iwans Reserve”.”
Jules zeigte auf eine der beiden Kisten.
“DAS ist Onkel Iwan?!”
“Der beste Wodka der Familie Runge. 80%ig und selbst gebrannt!”, meinte Degenhardt.
Er brach die erste Kiste auf, holte eine Flasche hervor.
“Trinkt sie einen mit!”, meinte Runge, holte ein paar Gläser hervor, schüttete etwas von “Onkel Iwans Reserve” ein und sagte dann:
„Nastrovie!”
Nach dem ersten Wodka war Franziska etwas beleidigt.
„Moment mal. Sie haben einen Familie in Russland und baggern mich immer wieder ran. Was bin ich für sie?
Die kleine deutsche Gespielin, von der ihre Frau nichts weis?“
Nun ging Svetlana dazwischen.
„Keine Sorge. Meine Eltern wurden vor zwei Jahren geschieden, als meine Mutter mit einem General im Bett erwischt wurde.“
Franzi sah erst Julia an, dann wieder Sergej.
„Nastrovie.“
Am nächsten Morgen kam General Reineke in die Kantine, schüttete einen Kaffee ein und sah sich um.
An einem der Tische saßen Degenhardt, Julia, Franziska, Runge und seine Tochter.
“Mein Gott, was ist denn mit ihnen passiert?”
Jules hielt sich die Ohren zu.
„Bitte Herr General, schreien sie nicht so laut!”
Er holte einen Stuhl und setzt sich an den Tisch.
„Sind sie betrunken?”, fragte er in die Runde.
“Da.”, meinte Svetlana und nahm eine Kopfschmerztablette.
“Sind sie nicht die neue Chefdiagnostikerin?”
“Da.”, meinte Svetlana wehleidig.
Reineke schien diese Situation richtig auszukosten.
„Ich habe eine kleine Info für sie. Dr. Langfords Team hat gestern in einer Ägyptischen Grabkammer Goa´Uld Technologie gefunden.
Neben etwa 160 Stabwaffen und vier Stabwaffengeschützen konnten sie unter anderem auch eine dieser Ringtransporterplattformen sichern.
Es wurden einige Ingenieure aus Moskau und Magdeburg eingeflogen, um dieses Gerät zu demontieren und untersuchen.“
Mit tief heiserer Stimme sprach Runge den General an.
„Warum ist dieses Waffenlager vorher noch niemandem aufgefallen?“
Reineke gab einem Soldaten ein Zeichen, der daraufhin den Raum verdunkelte. Danach wurde eine Projektion an die Wand geworfen.
„Wir fanden diese Waffen im Tempel von Abu Simbel. Sie waren in einer bisher noch unentdeckten Kammer.
Diese wurde übrigens nur mit einem speziellen Tiefensonarscanner aufgespürt.“
Degenhardt ließ seinen Kopf etwas nach oben gleiten.
„Sonst noch irgendwelche Besonderheiten?“
Reineke stand leicht skeptisch auf.
„Ja. ST 7 hat eine verlassende Naquadahmine gefunden. Die Ergiebigkeit muss noch überprüft werden.
Ach, ja. Bevor ich es vergesse.
Weiß wenigstens einer von ihnen, wo Doktor Jackson und Teal’C sind?”
Einheitliches Kopfschütteln folgte, Svetlana stand auf und rannte würgend aus der Kantine.
In der Zwischenzeit standen Daniel und Teal’C immer noch trampend an einer Straße.
“Teal’C?” ,fragte Daniel bibbernd.
“Ja?”, er hob erneut das Schild hoch, wieder hielt kein Wagen an.
“Wenn ich noch mal losfahre, ohne Reservekanister oder mein Mobiltelefon vergesse, schlag mich.”
“In der Tat.”
In der nächsten Sekunde fing sich der Archäologe einen Schlag gegen die Schulter ein.
„Teal´C, das war symbolisch gemeint.“
Er hob seine Augenbraun, ging dann ausdruckslos nach vorne.
„Ich verstehe…“
Ende der Folge |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 17.12.2007, 23:28 Titel: |
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DEr Humor kam wieder gut rüber.
Scheint ja immer besser für die Erde zu laufen. Goa uld Waffen. Ein
Raumschiff in 2 Jahren...die Amis haben 7 Jahre gebraucht...*g* Dann noch
Naquadahmienen und mehr Russen.
Besser kanns ja nicht werden. Auch TealC war lustig..wie er den
Erwachsenesender enteckt...in der Tat interesannt. *g* |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 23.12.2007, 18:51 Titel: |
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@Felix:
Schön, dass es dir gefallen hat.
Das mit den Raumschiffen: Ich sag's mal so: Lob den Tag nicht vor dem Abend
Und das mit Teal'C und dem Sender für Erwachsene war wirklich "faszinierend"
Die neue Episode:
1.13 Überraschung aus der Vergangenheit
Mexiko – Überreste der Mayatempel:
Zwei Archäologen, ein Mann und eine Frau, öffneten gerade den Zugang zu einer bis dahin noch unbekannten Grabkammer.
Ein mexikanischer Grabhelfer stellte sich in die hintere Ecke der Kammer.
In der Mitte stand ein Sarkophag, größtenteils mit Sand überlagert.
Der Mann ging als erster rein.
„Wir hatten schon vermutete, dass es noch eine weitere Kammer geben könnte. Aber wir durften keine weiteren Grabungen durchführen.“
Die weibliche Wissenschaftlerin kommt aus dem Stauen nicht mehr heraus.
„Was ist das?“
Sie geht einen Schritt weiter.
„Es sieht aus wie ein Sarkophag.“
Der Mann leuchtete mit seiner Lampe rüber.
„In Tempelhügeln der Maya sind Grabkammern äußerst selten. Wir müssen nach Inschriften suchen, Piktogrammen. Einen Hinweis darauf, was sich darin befinden könnte.“
Beide wischten den Sarkophag mit Pinseln frei vom Staub. Der Mann bemerkte es als erstes.
„Hieroglyphen.“
Erstaunt wich er zurück.
Die weibliche Archäologin legte immer mehr frei.
„Mein Gott. Sieht aus, als wäre es Ägyptisch. Aber das ergibt doch keinen Sinn. Ägyptische Hieroglyphen in einem Mayatempel?“
Ihrem Begleiter kam ein Einfall.
„Es gibt da einen Artikel von einem jungen Archäologen. Wie hieß er noch mal?“
Nach kurzem Überlegen fällt es ihm ein.
„Dr. Jackson. Dr. Daniel Jackson. Er hatte allerdings in Archäologenkreisen nicht besonderst viel Erfolg mit seiner Theorie.
Einer Verbindung zwischen den unterschiedlichsten frühen Kulturen.“
Der Frau kam während des Freilegens des Sarkophags eine weitere Idee.
„Vielleicht hatte dieser Dr. Jackson gar nicht so Unrecht. Ich erkenne eines von diesen Piktogrammen.
Das ist die Göttin Hathor.“
Dabei wischte sie ein Gesicht aus Gold frei. Es zeigte das Konterfrei einer ägyptischen Frau, mit einem Kreis über dem Kopf.
Von diesem führten zwei Linien weg.
Zweifelnd fügte sie dazu.
„Eine ägyptische Göttin.“
Der Männliche Wissenschaftler hatte hingegen einen großen ovalen Kristall freigelegt.
Nach dem er ihn drehte, öffnete sich der Sarkophag.
Beide wichen sie erschrocken zurück.
Nachdem die großen Verschlüsse zur Seite gefahren waren, kam eine wunderschöne Frau zum Vorschein.
Langsam legten sich ihre rot lackierten Finger auf die Außenwände des Sarkophags.
Die Wissenschaftler kauerten fast schon ängstlich in einer Ecke, während sich die Unbekannte erhob.
Sie war mit edlen Gewändern aus Gold und Edelsteinen verziert, trug eine Art von Krone auf ihren Kopf.
Sichtbar verärgert herrschte sie mit der tiefen Stimme der Goa´Uld die Forscher an.
„Wo ist Ra?“
Fassungslos stotterte der Mann, ihr gegenüber.
„Ich nehme an, sie meinen den Gott Ra?“
Verdutzt blickte die Frau im Sarkophag beide an.
„Ihr seit keine Goa´Uld?“
Der Mann flüsterte zu seiner Begleiterin.
„Was ist denn das?“
Da schleuderte die Jahrtausende alte Frau eine Schockwelle auf alle drei Menschen in dem Raum.
Sie starben ungehend an den inneren Verletzungen.
Nachdem sie sich erholt hatte, ging Hathor nach draußen.
„Wieso ist den hier alles so verfallen? Kümmert sich Ra schon nicht mehr um seine eigenen Tempel?“
Nachdem sie einige Schritte in das Licht gegangen war, kamen zwei Männer auf sie zu, bedrohten sie in einer fremden Sprache mit ungewöhnlichen Waffen.
„Kniet nieder vor eurer Göttin.“
Doch sie fügten sich nicht.
Nach einer weiteren Schockwelle stand nur noch einer vor ihr, der diese Waffe abfeuerte, zwei Geschosse trafen ihre rechte Schulter.
Kurz darauf lag auch dieser Mann am Boden.
„Was ist bloß mit den Sklaven dieser Welt, dass sie keinen Respekt mehr vor ihren Göttern haben?“
Sie schritt einige Meter nach vorn, als eine Propellermaschine über sie hinweg flog.
„Was ist denn das für ein seltsames Flugobjekt? So laut und primitiv.“
Nach kurzer Zeit kam sie in ein kleines Zeltlager der Expedition. So langsam dämmerte es ihr.
„Sollte vielleicht die Tau´Ri Rebellion Erfolg gehabt haben? Dann sind die Möglichkeiten unendlich.
Aber leider scheinen sich die Sklaven Technologisch entwickelt zu haben.“
Neugierig durchforstete sie die diversen Unterlegen, bis ihr ein Laptop auffiel.
„Was für eine unterentwickelte Datenverarbeitungseinrichtung. Vielleicht hilft er uns ja.“
Und so begann sie zu lernen.
Die gesamte Menschliche Geschichte.
Eine Woche später hatte sie aus dem Tempel ihre anderen Artefakte geholt. Die Suche nach dem Sternentor konnte beginnen.
Acht Tage später:
ST 1 kehrte soeben von einer Mission zum Planeten Cimmeria zurück. General Reineke erwartete sie schon im Torraum.
„Schön, dass sie wieder da sind. Haben sie mit diesem Thor Kontakt aufnehmen können?“
Degenhardt kam unbekümmert die Rampe herunter.
„Nicht so direkt. Aber der Knabe muss ziemlich hoch entwickelt sein. Die Technik übertrifft die der Schlagen noch bei weitem.“
Reineke machte einen zufriedenen Ausdruck.
„Sehr gut. Haben sie etwas davon mitbringen können?“
Jackson ging Kopfschüttelt auf den General zu.
„Leider nicht. Ist viel zu groß für das Tor. Außerdem würde uns die Bevölkerung das nie erlauben.“
Und Oberleutnant Tora fügte auch noch etwas hinzu.
„Ja, was wir davon nicht kaputt gemacht haben.“
Degenhardt warf ihr einen vernichtenden Blick zu, bevor er sich wieder an den General wandte.
„Lange Geschichte. Das sollten wir aber lieber im Besprechungsraum erörtern.“
Reineke schüttelte energisch den Kopf.
„Das muss bis später warten. Wir haben hier nämlich ein mittelschweres Goa´Uld Problem, bei dem ich ihre Hilfe brauche.“
Fragend begaben sich alle in den Besprechungsraum, wo auch schon ein Bildschirm aufgebaut war.
Das Bild einer rothaarigen Frau, die gefesselt durch den Raum schritt, machte die ST 1 Mitglieder sehr stutzig.
„Auf welcher Welt haben sie die denn aufgegabelt?“
Feldwebel Tora sah in der Frau nicht gerade eine Bedrohung.
Reineke zog die Lippenwinkel hoch.
„Das ist ja der Witz an der Sache. Sie scheint von der Erde zu stammen. Wir haben sie verhaftet, als sie mit einigen Söldnern das STK angegriffen hat.“
Degenhardt zog das dümmste Gesicht, das er gerade zu Stande brachte.
„Was? Wir wurden angegriffen?“
Der General aber beruhigte ihn wieder.
„Keine Sorge. Sie hatte nur 17 Männer um sich, die wir aber ziemlich schnell ausschalten konnten.
War ein ziemlicher Sauhaufen mit veralterten AK 47. Die Typen stammen wohl aus Lateinamerika.
Einen von denen haben wir noch in Haft.
Der Typ macht einen Aufriss, als wäre er unter Drogen. Er ist so vernarrt in diese Frau, dass habe ich noch nie erlebt.“
Daniel kam nach vorne.
„Wissen wir, wer sie ist?“
General Reineke zögert eine Sekunde mit der Antwort.
„Sie behauptet, sie wäre Hathor, die Fruchtbarkeitsgöttin der alten Ägypter.“
Dies ließ Daniel erstmal in den Sessel fallen, aber Teal´C aufbegehren.
„Wenn das war sein sollte, rate ich zu äußerster Vorsicht. Es gibt viele Legenden über Hathor.
Eine besagt, dass sie jeden Mann willenlos machen kann.“
Degenhardt sah seinen Jaffakumpel an.
„Und wie konnte sie das?“
Teal´C sah ein wenig besorgt in die Runde.
„Das weiß ich nicht. Diese Legenden sind schon tausende von Jahren alt. Aber sie kann Männer beeinflussen.“
Franziska flüsterte ihrer Freundin, Julia Tora, etwas ins Ohr.
„Typisch Kerle. Waren und sind immer nur Schwanzgesteuert.“
Beide grinsten fies in sich herein, als sich Schritte nährten.
Oberleutnant Müller, der dazu kam, sprach in die Runde.
„Sie verlangt nach dem Kommandeur dieser Einrichtung. Anscheinend war ich ihr nicht wichtig genug.“
Auf dem Weg zur Zelle informierte Müller das ST 1 darüber, was Hathor so alles mit sich führte.
„Wir haben ihr Quartier, das ganz in der Nähe des Stützpunktes war, auf dem Kopf gestellt. Dabei fanden wir ein Goa´Uld Handgerät, ein komisches Gerät mit einem merkwürdigen rotem Feld in der Mitte, sowie einen Sarkophag.“
Daniel sah den Offizier fragend an.
„Etwa denselben wie der, welcher mich wieder belebt hat.“
Müller nickte.
„Ja, Dr. Jackson. Wir haben zwar nur ihre Beschreibungen, aber die passen.“
Eine Minute später betraten General Reineke, Oberst Degenhardt und Daniel die Haftzelle, in der Hathor einsaß.
Degenhardt sprach die Goa´Uld direkt an.
„Oh, man. Da hält man sich selbst für ein göttliches Wesen und baut dann total Mist. Was glaubst, wie viele Jahre wirst du deinen göttlichen Arsch in dieser Zelle sehen?“
Hathor blinzelte ihn hasserfüllt an, während sie ihren Kopf drehte.
„Tau´Ri. Ihr mögt euch entwickelt haben, doch wenn unser Volk eine Großoffensive gegen euren Planeten startet, habt ihr keine Chance.
Solltet ihr aber uns vertrauen, werdet ihr reich belohnt. Wir werden eurer Welt zur Dominanz über den Systemlords verhelfen.“
Der Oberst dachte kurz nach.
„Äh, nö. Viel Spaß dabei, dir weiterhin diese wirklich aufregenden grauen Wände rein zuziehen.“
Sie ging mit einem wirklich aufgeregtem Blick auf ihn zu, aber die Wachen richteten sofort ihre G 36 auf die Goa´Uld.
Degenhardt grinste sie frech an.
„Wir haben deinem göttlichen Volk schon zweimal ordentlich in den Hintern getreten. Wir werden es auch noch ein drittes, viertes und unendliches Mal tun.
Unsere Technologie ist unterlegen, ich weiß. Aber wir können nur gewinnen. Also, man sieht sich.“
Anschließend zündete er sich eine Montecristo Zigarre an. Zwar kam ein leicht angesäuerter Blick von Reineke rüber, doch den ignorierte der Oberst.
Danach verließ er den Raum.
Hathor war inzwischen so aufgebracht, dass sie ihn am liebsten erwürgt hätte.
Daniel wollte es noch mal im guten Versuchen, ging etwas näher an sie heran.
„Wenn sie kooperieren, kann ich zusichern, dass ihnen nichts geschehen wird. Wir garantieren absolute Nichtbeeinträchtigung ihres Körpers und Geistes.“
Sie jedoch spürte, dass diesen so unbeholfenen und idealistischen Menschen leicht für sich anspannen konnte.
Sie schritt mit dem Rücken zu Dr. Jackson gewandt, auf ihn zu.
Dabei entstieg ihrem Rachen eine neblige violette Substanz, die sich ungesehen in der Physiologie des Archäologen festsetzte.
„Wir werden dein Angebot überdenken, Geliebter.“
Danach verließen alle etwas fragend, die Zelle.
Daniel begab sich schnurstracks in sein Quartier. Die Droge, welche ihm Hathor verpasst hatte, begann ihre Wirkung zu zeigen.
Immer mehr fühlte er sich zu ihr hingezogen.
Ohne sich erklären zu können wie, stiegen in ihm Gefühle der Liebe und des Verlangens nach dieser Frau auf.
Er konnte sich dessen nicht mehr erwähren. Ohne Umwege begab er sich direkt zurück in die Zelle.
Die Wachen konnte er unbehelligt umgehen.
„Der General hat mir aufgetragen, die Gefangene noch einmal zu verhören.“
Nachdem sich die Tür hinter Jackson geschlossen hatte, grinste ihn Hathor verführerisch an.
„Und nun Geliebter, sollst du deine Belohnung von uns erhalten.“
Im Nu hatte sie sich ihrer Kleider entledigt, der Amerikaner folgte ihr.
Oberst Degenhardt lag in seinem Raum, wollte sich gründlich ausschlafen, als der Alarm losging.
„Was zur Hölle ist denn nun schon wieder…?“
Nachdem er sein Funkgerät ergriffen hatte, rief er sofort Oberleutnant Rust an.
„Hey, was soll denn der Krach?“
Sie sprach ziemlich abgehackt in ihr Funkgerät.
„Wir haben ein gewaltiges Problem. Hathor ist entkommen. Und sie hat irgendwie unseren Männern den Kopf verdreht.
Die haben sich als schützende Linie vor sie gestellt. Auch Daniel. Ich verstehe das nicht. Wir hatten bei ihr nichts gefunden.“
Degenhardt reagierte umgehend.
„Nur Männer? Oder hat sie auch Frauen umgekrempelt?“
Rust antwortete umgehend.
„Nur Männer.“
Der Oberst gab ein Victoryzeichen zur Decke.
„Versammeln sie alle Frauen des Stützpunktes. Sie sollen sich maximal bewaffnen. Und Betäubungsgewehre.“
Sie klang sehr fragend.
„Ich dachte, wir hätten alle Betäubungspfeile verschossen. Sollte doch erst morgen die neue Lieferung ankommen.“
Degenhardt lächelte in sich herein.
„Wir sind hier bei der Bundeswehr. Und dort gibt es immer alles in dreifacher Ausführung, nicht nur die Formulare.
Pfeile liegen noch im kleinen Lagerraum auf Ebene 11 herum.“
Nachdem Rust den Befehl bestätigte, machte sie sich sofort auf den Weg.
Sebastian Degenhardt hingegen griff nach seiner P 8, um Hathor die Tour zu vermasseln.
Die Goa´Uld Fürstin lag, sich verführerisch rekelnd, auf dem Schreibtisch von General Reineke.
„Und nun, wirst du uns deinen Dienst erweisen. Lasse deine Vorgesetzten herkommen, dass sie mir ebenfalls dienen werden.“
Er war ihr inzwischen auch schon verfallen, als von draußen lautes Gepolter zu hören war.
Degenhardt hatte zwei von Hathors Wachen niedergeschlagen, trat in das Büro ein.
„Tja, Time to say Goodbye, Sweetheart.”
Danach feuerte er vier Patronen aus seiner Waffe ab.
Doch die Schüsse aus der Pistole prallten nur auf Hathors persönlichen Schutzschild, den sie mit ihrem Handmodul aktivierte.
„Wie du siehst, kannst du uns nicht töten. Also, strecke deine Waffen nieder.“
Zwei Soldaten nahmen hinter dem Oberst Aufstellung, packten Degenhardt an den Schultern, um ihn Hathor vorzuführen.
Er versuchte, sie noch zu provozieren, als das Stimulierende Gas aus ihrem Mund strömte.
„Vergiss es. Ich steh nicht auf Schlampen, erst recht nicht mit gespaltener Persönlichkeit…“
Wofür sich der Offizier eine heftige Ohrfeige einhandelte.
„Frechheiten werden dir nichts nützen.“
Kurz darauf war auch Oberst Degenhardt von dem Gas gebrochen. Hathor öffnete ihr Gewand, ein Kristall kam an ihrem Bauchnabel zum Vorschein.
Sie drücket diesen regelrecht in den Torso des Obersts rein, woraufhin eine Symbiontenöffnung entstand.
Danach wandte sie sich an die zwei Soldaten.
„Bringt ihn in das Becken, wo sich meine Kinder befinden. Und achtet gut auf ihn. Denn er wird Hathors erster Jaffa sein.“
Umgehend schleifte man den Offizier auf eine andere Ebene.
Franziska Rust hatte es geschafft, noch vier weibliche Bundeswehrsoldaten der Sanitäter um sich zu versammeln.
Den Rest hatte Hathor in die Gefängniszellen werfen lassen, genauso wie Teal´C.
„OK, Ladys. Wir werden als erstes zu den Zellen gehen, um unsere kleine Amazonentruppe aufzustocken.
Keine Kerle, die werden nämlich zur Zeit alle von ihrem dritten Bein regiert.“
Eine der anderen Frauen lachte auf.
„Wann werden sie das mal nicht?“
Franzi blickte sie belustigt an.
„1:0 für sie, Unteroffizier. Aber heute sind die besonderst erregt.“
Und so machten sie auf den Weg, mit mehreren Ersatzwaffen, die für weitere Soldatinnen gedacht waren.
Feldwebel Tora und Doc Roth saßen zusammen mit den übrigen 14 Frauen in einer Zelle fest. Vor ihrer Tür standen vier Wachen.
Roth saß schmunzelt auf einem Stuhl.
„Ich glaube ich weiß, wie sie unsere Männer rumgekriegt hat. Das müsste uns eigentlich auch gelingen.“
Julia zog ihre Lippen lang.
„Und ich glaube, dass ich weiß, was sie meinen. Allerdings gefällt es mir nicht gerade so.“
Amelia Roth klaschte in ihre Hände.
„Also dann, Mädels. Runter mit den Shirts.“
Keine Minute später standen alle 16 Damen in dieser Zelle entweder oben völlig frei, oder mit einem Büstenhalter da.
Tora ging zur Tür.
„Hey, kommt mal hier rein. Hier sind über ein dutzend williger Weiber, die von euch flachgelegt werden wollen.“
Einer der Soldaten sah durch die Scheibe der Tür.
„Hey, Jungs. Die haben sich tatsächlich alle ausgezogen. Worauf warten wir also noch?“
Im nächsten Moment öffneten sie die Tür. Nachdem alle drin waren, wurden sie von den Frauen schneller entwaffnet, als sie schauen konnten.
Tora organisierte alle.
„OK. Mädels, lasst uns ein Miststück abschießen gehen.“
Und so machte sich auch diese kleine Gruppe auf den Weg. Dabei befreiten sie auch noch Teal´C.
Kurz darauf trafen sie Rusts Team.
Oberst Degenhardt wurde unterdessen von den beiden Soldaten in einen großen Kessel gepackt, der bis zum Rand mit Wasser und Symbionten gefüllt war.
Er nahm schon gar nicht mehr wahr, was eigentlich mit ihm geschah.
Sebastian Degenhardt saß bis knapp vor dem Brustkorb im Wasser, wo sich die Symbionten auch schon tummelten.
Bis im nächsten Moment 20 bewaffnete Frauen und Teal´C in den Raum stürmten, um den Oberst aus dem Becken zu ziehen.
Die beiden Wachen fielen mit einem Betäubungspfeil im Hals zu Boden.
Doc Roth zeigte ihnen an, den Oberst auf eine Bank zu legen.
„Legt ihn mit dem Rücken auf diese Bank. Ich muss sehen, ob eines von diesen Mistviechern in seine Bauchhöhle gekrochen ist.“
Nachdem sie ihre Hand komplett in die Symbiontenöffnung gesteckt hatte, was bei den anderen Damen für ziemliche Würgreize sorgte, nickte die Ärztin zufrieden.
„Alles gut soweit. Es ist noch keiner drin.“
Dies rief dann Teal´C auf den Plan.
„Ohne eine Goa´Uld Larve kann er nicht überleben. Hathor hat ihn nun zu einem Jaffa gemacht.
Sein ganzes Immunsystem wird zusammenbrechen.“
Roth sah den Jaffa entgeistert an.
„Degenhardt wird uns bis in die Hölle und zurück jagen, wenn wir ihm eines dieser Biester einsetzen. Was also können wir noch tun?“
Teal´C verbeugte sich kurz.
„Hathor hat uns die erforderliche Technologie überlassen. Der Sarkophag, welchen sie mit sich führte, kann ihn womöglich wieder heilen.“
Rust dachte kurz nach.
„Der steht auf Ebene 8. Los dann.“
Tora und Teal´C nahmen Degenhardt unter die Arme, dann zogen sie mit ihrem Amazonenplatoon ab.
Daniel saß vor Hathor, welche mit Stotzgeschwollener Brust die Soldaten anherrschte.
„Unsere Gnade wurde schändlich missbraucht. Ab sofort gebe ich den Befehl, alle Frauen zu töten.
Diesen Jaffa ebenfalls.
Und bringt mir meinen ersten Jaffa zurück.“
Daniel versuchte, die Goa´Uld Fürstin zu beruhigen.
„Ich bitte euch Herrin, zeigt noch einmal Milde mit ihnen. Sie wissen nicht, was sie tun. Man kann sie nicht für ihre verwirrten Gedanken bestrafen.“
Sie jedoch hob ihren Kopf nur noch arroganter.
„Wir lehnen dein Gesuch ab. Es wird keine Gnade geben. Und nun nimm dich unserer Füße an. In all den Äonen haben sich Verkrampfungen gebildet.
Walte deines Amtes.“
Während Daniel, wie ein jämmerlicher Schatten seiner Selbst, die Befehle ausführt, bewunderte Hathor geschwollener Brust ihr Spiegelbild.
Degenhardt erwachte gerade wieder aus dem Sarkophag. Der Symbiontensack war völlig verschwunden.
Nur eine dünne Narbe zeugte noch von diesem Akt.
„Leute, was geht denn hier ab? Wo bin ich und vor allem: Warum in dieser verdammten Mottenkiste?“
Roth nahm ihre Lampe, leuchtete in seine Augen.
„Was ist das letzte, woran sie sich erinnern können?“
Er sah kurz zur Decke.
„Das mich dieses Miststück mit irgendeinem Zeug willenlos gemacht hat, in Reinekes Büro.
Warum habe ich eigentlich eine X Narbe auf dem Bauch.“
Tora trat einen Schritt vor, die Situation war ziemlich peinlich.
„Hathor hat aus ihnen einen Jaffa gemacht.“
Seine Augen weiteten sich.
„WAS???“
Nachdem die Frauen alles erzählt hatten, sprang der Oberst wutentbrannt auf. Er nahm sich ein G 36 und eine Menge Munition.
Dazu ein Betäubungsgewehr.
„So. Jetzt ist Schicht im Schacht. Aus der Schlange mach ich ne Handtasche.“
Mit einer nahezu ungebremsten Wut stürmte er in den Korridor.
Tora goss den Behälter mit den Symbionten auf dem Boden aus. Danach zertraten sie alle Goa´Uld Larven unter ihren Füßen.
Degenhardt und Teal´C stürmten an der Spitze ihrer weiblichen Sondereinheit, vom Oberst scherzhaft „Korsettkommando“ genannt, als erstes in den Torraum.
Zur Enttäuschung des Obersts war allerdings keiner anwesend.
„Ich dachte, die wären hier.“
Im nächsten Moment öffnete sich das Stargate, ein eingehendes Wurmloch war der Grund.
Rust sah auf ihre Armbanduhr.
„Das wird Runge sein. Er wird für jetzt erwartet.“
Eine junge Russische Soldatin rief aus dem Kontrollraum.
„Oberst, es ist ST 2.“
Degenhardt blickte auf die Iris.
„Aufmachen. Genau die Russischen Krawallbrüder kann ich jetzt gebrauchen.“
Kurz darauf kamen Runge und sein Kumpanen auf die Erde. Sie staunten etwas, da fast nur Frauen anwesend waren.
„Was ist denn hier los? Feiern wir heute etwa die Wahl zur Miss Stargate?“
Dabei zwinkerte er Oberleutnant Rust leicht neckisch an.
Sebastian Degenhardt aber schüttelte nur den Kopf.
„Nö. Wir haben hier eine kleine Angelegenheit, mit einer Goa´Uld und durchgeknallten Liebesdrogen.
Unsere Leute folgen jetzt einer Schlange.“
Runge pustete aus.
„Ja, da wird ja der Wodka sauer. Wie schlimm ist es?“
Während die Russen von ihren Deutschen Kameraden eingewiesen worden, begaben sie sich schon auf den Weg zu Hathor.
Daniel kniete noch immer vor Hathor, massierte ihr ehrwürdig die Füße, während sie daran dachte, in einigen Jahren die Systemlords anzugreifen.
Ihre Taktik war die, als erstes einen bedeutenden Teil der Erdbevölkerung zu Jaffa zu machen.
Dazu musste sie nur die Führer dieser Welt gefügig machen. Das würde aber dank ihrer Droge ein Kinderspiel werden.
Währenddessen konnte sie dafür sorgen, dass die Technik so weit angehoben wird, dass ihre neue Armee Hatakschiffe und die erforderliche Ausrüstung herstellen und bedienen konnte.
Wenn alles so laufen sollte wie geplant, könnte der Angriff gegen die anderen Goa´Uld in weniger als 10 Jahren stattfinden.
Doch riss sie das Aufheulen der Menschlichen Projektilwaffen aus ihren süßen Träumen.
„Wer wagt es, uns zu stören?“
Im nächsten Moment trat Runge die Tür auf.
„Der Russische Sensemann ist da.“
Erschrocken sprang Daniel zur Seite, versucht den Oberstleutnant zu beruhigen.
„Nein. Tun sie das nicht. Sie ist so erhaben von allem.“
Runge aber stieß den dürren Wissenschaftler einfach zur Seite, wollte sich Hathor packen, welche aber nur ihren Persönlichen Schild aktivierte.
„Ein Rohling wie du kann uns nicht töten, den wir sind eine Göttin.“
Da nahm sich der Russe sein Messer zur Hand und warf es durch den Schild.
Das scharfe Utensil traf die Goa´Uld direkt über dem Herzen, schwer verwundet ging sie zu Boden.
„Tja, Apophis bei den Nox. War schon lehrreich.“
Hathors Augen glühten auf.
„Aber wir sind eine unsterbliche Göttin…“
Runge schüttelte nur den Kopf.
„Die Würmer sind ja noch kaputter als ich dachte. Bekloppt, total bekloppt.“
Danach verließ er den Raum, ging wieder zu den anderen, welche sich um die Verletzten und Verwirrten Soldaten kümmerten.
Sergej Runge ging gerade auf Degenhardt zu, als ihn der General ansprach.
„Ich glaube das alles noch nicht. Was ist jetzt mit Hathor?“
Der Oberst lächelte ihn aber nur an.
„Sie sollten die Müllabfuhr in ihr Büro bestellen.“
Degenhardt sah etwas beleidigt zu Boden.
„Ich hätte mich noch zu gerne für die Sache mit der Umwandlung in einen Jaffa revangiert, aber man kann nicht alles haben.“
Im nächsten Moment ging der Alarm des Tores los.
Daniel sah nach oben.
„Das fehlt jetzt gerade noch.“
Nachdem die Schutztore hochgefahren waren, sah man Hathor, wie sie bereits vor dem Ereignishorizont stand.
Rust ging an den Rechner.
„Sie hat Chulak angewählt.“
Degenhardt schrie in das Mikro.
„Fräulein, zwischen uns ist der letzte Ton noch nicht gesungen. Wenn wir uns das nächste Mal sehen, trete ich dir in den Arsch, dass dir Hören und Sehen vergeht …“
Weiter kam er allerdings nicht, da sie höhnisch lachend durch das Sternentor schritt.
Einige Stunden später:
Reineke hatte inzwischen Schröder und Jelsin, welche beide besorgt auf diesen Zwischenfall reagierten, Bericht erstattet.
Degenhardt hingegen hämmerte gerade ein Bild von Hathor in den Besprechungsraum. Es war ihr Gesicht, mit einem roten Zielkreuz darauf.
In der Mitte steckten bereits einige Dartpfeile.
ST 1 war komplett anwesend, auch Doktor Roth war dabei, als der General den Raum betrat.
„Rühren. Das dieser Vorfall ein gewaltiges Risiko für unseren Planeten darstellte, muss ich nicht noch erwähnen.
Und wir wissen nicht, wie viele Goa´Uld noch in irgendwelchen Grabkammern hausen und auf Freisetzung warten.
Aufgrund dessen wird ein Spezialkommando beider Regierungen bebildet werden. Es besteht aus Archäologen und einigen Soldaten.
Wie im STK werden diese Einheiten Forschung und Aufklärung betreiben, allerdings hier auf der Erde.
Der Name lautet Irdisches Aufklärungskommando. Kurz IAK.
Dr. Langford untersucht ja schon seit geraumer Zeit mit Ernest Littlefield die Ägyptischen Grabkammern, unterstützt von wenigen Soldaten.
Das ändert sich sofort, die Einheiten werden aufgestockt und mit schwerem Waffen aufgerüstet.
Zudem werden jetzt Tempel auf der ganzen Welt untersucht, denn Hathor lag in Mexiko versteckt.
Zum einen, um liegen gelassene Goa´Uld Technologie zu finden.
Doch der zweite Grund ist noch wichtiger.
Wenn sie einen Goa´Uld entdecken, wird kurzer Prozess gemacht.“
Amelia Roth erhob ihre Stimme.
„Der Goa´Uld Sarkophag ist in sehr gutem Zustand. Ich würde den gerne in unserem Lazarett einsetzen.“
Reineke ging dazwischen.
„Tut mir leid, aber der wird für eingehende Untersuchungen in unser neues Forschungszentrum nach Magdeburg geschickt.“
Julia fiel dem General ins Wort.
„Nach Magdeburg?“
Reineke lächelte sie an.
„Ganz genau. Wir haben uns mit den Russen geeinigt. Forschung und Entwicklung findet in Deutschland statt, die Konstruktion, etwa von Jägern oder gar Schiffen in Sibirien und auf Abydos, wo das Naquadah in großen Mengen lagert..“
Danach verließen alle den Raum.
NID Hauptquartier – fünf Tage später:
Colonel Harry Maybourne saß gerade mit einigen hochrangigen Führungskräften des NID, darunter Senator Kinsey und Colonel Simmons, in einer Besprechung, als sie gestört worden.
Agent Barrett betrat den Raum.
„Es tut mir Leid wegen der Störung meine Herren, aber es gibt eine Interessante Entwicklung wegen dieses unbekannten Geheimprojektes in Deutschland.“
Im Raum spitzten alle Ohren.
„In den letzten Tagen sind an verschiedenen Orten auf der Welt, in Ägypten und Nordafrika, Indien, Mexiko, Griechenland, Thailand, Peru, Italien, der Türkei, Kambodscha und dem Orient eigenartige Forschungsteams aufgetaucht.
Diese Trupps bestehen aus Wissenschaftlern und schwer bewaffneten Soldaten.
Gemischte Deutsch/Russische Einheiten.
Interessanter Weise untersuchen sie nur alte, längste verfallende Ruinen untergegangener Zivilisationen, etwa der Maya oder Etrusker.
Eines dieser Teams in Ägypten, wird von Dr. Langford angeführt…“
Sofort brach im Raum aufgebrachtes Gemurmel aus.
Kinsey polterte sofort los.
„Langsam reicht es. Immerhin sind wir die Vereinigten Staaten. Ich will wissen, was da eigentlich vorgeht.
Maybourne, jetzt machen sie ihren Leuten endlich mal Dampf…“
Ende 1.13 |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 29.12.2007, 18:51 Titel: |
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1.14 Der Weg des Kriegers?
Langsam fuhr der Torjeep mit ST 8 und den Doktoren Zelenka und McKay durch das Gate.
Sie waren mitten in eine Präriegegend geraten, keine Bäume, keine Sträucher, nur Wüste.
“Haben wir Sonnencreme dabei?”, fragte McKay ängstlich. “Ich habe sehr empfindliche Haut!”
Zelenka schlug nur die Hände vor sein Gesicht. “Rodney!”
McKay war schon dabei seinen Rucksack zu durchwühlen. “Was?”, fragte er genervt.
Radek winkte nur ab. “Nichts.”
Hauptmann Ernst Allert, Kommandant von ST 8, schüttelte nur den Kopf und fuhr los.
“Haben sie überhaupt eine Ahnung, wo sie hinwollen?”, fragte McKay genervt.
“Ja, wir fahren gerade aus!”, meinte Ellert. “Avis II hat fünf Kilometer vom Tor entfernt eine kleine Siedlung entdeckt.”
McKay rollte mit den Augen, sein Gesicht war inzwischen schneeweiß, den Hut hatte er sich unter dem Kinn festgebunden, er sah aus wie ein, wie Hauptgefreiter Klein meinte: “Ein maleissicher Transsexueller bei der Paarung, der nach Wasserbüffel riecht.”
Nach knapp 30 Minuten Fahrt erreichten sie die Randgebiete des Dorfes. Es ähnelte in gewissen Aspekten einer amerikanischen Wildwest Stadt um 1860.
“Ja lecks mi do am Arsch.”, meinte Sanitätsstabsgefreiter Klaus Ebermann. “Sind wir im Wilden Westen gelandet?”
“Scheint so.” ,meinte Ellert und stieg aus dem Wagen aus. “Zelenka, Klein und Ebermann sie kommen mit. McKay, Schmidt, Huber, sie bleiben hier.”
Der Hauptfeldwebel und der Fähnrich stöhnten. Noch 30 Minuten, oder sogar noch länger allein mit McKay, der ihnen etwas von seinen eingebildeten Krankheiten erzählte, hielten sie nicht aus.
Fähnrich Huber flüsterte Schmidt zu: „Jetzt kann ich verstehen, warum ST 2 immer besoffen zurück kommt, wenn die mit McKay auf ner Mission waren.“
Der Hauptfeldwebel nickte grinsend.
Ellert rückte noch einmal seine Mütze zurecht und ging dann voraus.
„Danke, dass sie mich von ihm befreien.“, meinte Ebermann. „Der Kerl geht uns Sanis immer auf den Keks.“
Ellert lachte trocken. „Gern geschehen Klaus.“
„Diese Stadt zeigt wieder einmal, dass die Goa‘Uld noch vor wenigen Jahrhunderten Menschen von der Erde entführten.“, meinte Zelenka.
„Vielleicht gibt es hier ja ein bisschen Goa‘Uld Technologie und selbst wenn nicht, das ist etwas einmaliges.“, meinte Ellert.
In der Zwischenzeit waren sie am Stadtrand angekommen, die Straßen waren größtenteils leer, nur einige Kinder spielten,
die drei hatten keine große Zeit sich umzusehen, da stellten sich auch schon zwei Cowboys vor sie.
Der kleinere von beiden, er trug einen schwarzen Zwirn, sah im Clint Eastwood Stil auf und sagte: “Wer seid ihr und was wollt ihr in meiner Stadt?”
Ellert antwortete auf die erste Frage zuerst: “Das sind Frank und Jessie James, ich bin Wyatt Earp.”
Der Große von beiden, er maß an die zwei Meter, spuckte vor Zelenka auf den Boden, sah in böse an.
Der kleinere Mann steckte sich eine Zigarette an. “Sie haben immer noch nicht gesagt, was sie in dieser Stadt wollen.”
Ellert räusperte sich. “Wir sind nur auf Reisen. Wir werden uns nicht lange hier aufhalten.”
Der Kleine sah ihm in die Augen, dann grinste er und lachte laut.
“Sie zeigen keine Angst, dass gefällt mir.”
Er klopfte Allert auf die Schulter, reichte aber kaum heran. “Kommen sie, ich lad sie auf einen Drink ein. Der Saloon gehört meinen stillen Begleiter.”
Der große Mann lächelte und nickte. “Kommen sie bitte.”
Auf dem Weg zum Saloon, er befand sich neben dem Hotel, direkt im Zentrum der Stadt, meinte er: “Ich hab mich noch gar nicht vorgestellt, mein Name ist Henry Maloy, ich bin der Sheriff. Der große Schweiger ist Charlie Floid, wenn er nicht in der Bar ist, hilft er als Hilfssheriff aus.”
Floid nickte lächelnd.
“Gütiges Universum.”, dachte Allert. “Der benimmt sich ja wie Teal’C.”
Sheriff Maloy blieb kurz stehen, klopfte dann Floid auf die Schulter und meinte: “Da fällt mir ein, ich muss noch zum Bürgermeister. Geh mit unseren neuen Freunden schon mal vor.”
In der Zwischenzeit standen Schmidt und Huber abseits des Jeeps, indem immer noch McKay saß und es ablehnte unter dem schützenden Dach hervorzukommen.
“Was für ein Gestörter.....” ,meinte Huber, mehr bemitleidend, als beleidigend.
“Ja....”, sagte Schmidt zustimmend.
McKay steckte seinen Kopf aus dem Jeep und rief: “Hey, wollen sie wirklich keine Sonnencreme?”
“Nein und jetzt Kopf zu!”, rief Schmidt zurück.
“Ach ja? Dann sind sie selbst Schuld, wenn sie Hautkrebs bekommen!”, beleidigt steckte er den Kopf wieder in den Jeep zurück und schloss die Tür, während Huber und Schmidt sich tot lachten.
Doch Huber hörte plötzlich auf zu lachen, bat auch Schmidt um Ruhe. Er lauschte, holte seinen Feldstecher hervor und blickte hindurch nach Osten.
Eine Staubwolke, Pferde.... Schreie. “Oh mein...... INDIANER!”
Minuten vorher:
Allert leerte sein Glas, musste laut husten. “Was ist denn DAS für ein Schnaps?”
“90%.”, meinte Floid nur und wusch einige Gläser.
In dem Moment kam Sheriff Maloy mit einem dicklichen Mann herein. “Mister Earp, darf ich vorstellen Bürgermeister Edgars.”
“Mister Earp.”, der Bürgermeister gab Allert die Hand.
“Eigentlich heiße ich Allert.”, meinte er.
“Wo kommen sie wirklich her, nicht von dieser Welt, oder?”, wollte der Bürgermeister wissen, in seinen Augen zeigte sich Zweifel.
“Wie kommen sie darauf?”, fragte Zelenka, der lange geschwiegen hatte.
Bürgermeister Edgars zeigte auf Allerts G36. “So ein Gewehr hab ich noch nie gesehen. Das hat ein großes Magazin, wir haben nur Repetiergewehre.”
Allert zuckte mit den Schultern. “Dann sind wir eben aus einer Gegend, mit hochentwickelterer Technologie.”
Maloy lachte. “Glaub ich eher weniger, Cowboy. Wir sind zwar ein bisschen primitiver als sie, aber wir wissen, dass wir von einer anderen Welt kommen.”
“Die Goa’Uld haben sie von der Erde entführt?” ,fragte Ebermann rhetorisch.
“Ja, von einem mächtigen Wesen namens Qetesh. Das war vor......” , Maloy sah fragend zum Bürgermeister.
“240 Jahre, so ungefähr.” ,meinte dieser. “Laut Überlieferungen war sie nie selbst hier, nur einige ihrer Diener. Unsere Vorfahren erhoben sich, nach einer Weile, sie hatten es wohl satt in dieser Mine zu arbeiten, und schlugen die Feinde in die Flucht. Diese hatten gerade noch Zeit alles mitzunehmen.”
“Dann können wir ja offen sein.”, meinte Allert. “Wir sind Forscher von der Erde.”
“Von der Erde? Aus der alten Heimat?”
Aller, Zelenka und Ebermann nickten.
“Wie... wie verlief der Unabhängigkeitskrieg? Haben sich die Kolonien losgesagt von den Rotröcken?”, fragte Floid.
“Die Kolonien haben sich befreit, sie nahmen den Namen Vereinigte Staaten von Amerika an. Heute erstrecken sie sich über den ganzen Nordamerikanischen Kontinent und sind eine der führenden Weltmächte.”
Floid, Maloy und Bürgermeister Edgars gingen die Augen über.
“Das ist ja fantastisch.”
“Nicht wirklich.”, meinte Ebermann. “Die USA waren für duzende bewaffnete Konflikte, hunderttausende Tote und einen 46 Jahre andauernden kalten Krieg, wenigstens teilweise, schuld. Manchmal wäre die Welt besser ohne sie.”
Nun sahen Floid, Maloy und der Bürgermeister etwas angesäuert aus, hatten aber keine Zeit mehr etwas zu antworten, denn die Glocke des Kirchturms läutete und eine Männerstimme rief: “INDIANER! INDIANER!”
Maloy reagierte sofort. “Floid, Karabiner!”
Floid nickte, griff unter seine Theke und warf Maloy eine Flinte zu, für sich selbst nahm er auch eine.
Allert nahm seine 9mm und gab sie Zelenka. “Nur für alle Fälle.”
Sie stürmten aus dem Saloon, ein junger Mann kam zu ihnen, seiner Kleidung nach schien es der Postbeamte zu sein, er war aufgeregt. “Hab die Kavallerie informiert. Colonel Henderson kommt mit seinem Haufen.”
“Passiert das häufiger?”, wollte Allert wissen.
“Nein, schon immer. Sie wurden von den Dienern von Qetesh immer am schlechtesten behandelt, die Feinde gingen, die offenen Wunden blieben. Sie zogen sich lange zurück. 170 Jahre herrschte Ruhe. Doch dann kamen die Siedler aus den großen Städten und der Präsident entschied, dass man in ihr Gebiet ruhig eindringen könnte. Die Siedler kamen, töteten die Büffel und anderen Tiere auf dem Gebiet der Indianer. Eins führte zum anderen und jetzt sind wir hier.....
Wie dem auch sei.... Wenn alles sicher ist, bring ich sie ins Stadtarchiv, dort können sie alles nachlesen.” Mit diesen Worten verabschiedete sich der Bürgermeister und rannte Richtung Rathaus.
Maloy lachte. “Typisch. Er verkrümelt sich immer, wenn es Ärger gibt. Aber er ist ein guter und aufrechter Mann, so was
schätze ich.”
Kaum hatte McKay “Indianer” gehört, stieg er sofort aus dem Jeep aus und rannte so schnell er konnte.
Zwei Indianer sahen ihn, ritten hinterher und jagten ihm einen kleinen Pfeil mit Betäubungsmittel in den Hals.
McKay ging zu Boden. “Rosa Elefanten! Indianer auf rosa Elefanten.”, nuschelte er im Halbschlaf, dann schlief er endgültig ein.
Huber und Schmidt versuchten sich zu wehren, Schmidt konnte sich noch hinter den Jeep in Deckung bringen, Huber wurde mitten in seinem Sprint von einem Pfeil in den Hals getroffen, er war schon tot, bevor er zu Boden fiel.
Schmidt feuerte sein G36 ab, traf einige Pferde und auch Indianer, dann schlug ihn von hinten ein Indianer mit einem Tomahawk nieder. Auf dem Sandboden verteilte sich sein Blut.
Auch in der Stadt merkte man nun den Angriff. Allert hatte mit Maloy, Floid und einigen Männern die Verteidigung übernommen, Ebermann und Zelenka waren in einem anderen Gebäude, indem Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht worden waren.
Erneut kam ein berittener Indianer mit brennenden Pfeilen an, Allert wollte schießen, doch es ging nicht.
“Verdammt.”, dachte er und versuchte schnell das Magazin zu wechseln.
In der Zwischenzeit schoss der Indianer seinen Pfeil ab und traf ausgerechnet das Gebäude indem Zelenka, Ebermann und die Frauen und Kinder waren.
Allert hatte in der Zwischenzeit nachgeladen, zielte und schoss den Indianer in die Schulter, er fiel zu Boden.
“Warum haben sie ihn nicht erschossen?” ,fraget Malloy zwischen zwei Schüssen.
“Ich will wissen, was das hier alles soll!”, rief Allert herüber, er war bereits auf dem Weg zu dem brennenden Haus, aus dem bereits Ebermann und Zelenka herauskamen, beide hatten sie Kinder in den Armen.
“Wie viele noch?”, fragte er die Beiden. “Eine Mutter mit ihren beiden Kindern! Die Anderen sind schon hinten raus!”, sagte Ebermann zwischen zwei Hustenanfällen.
Allert sah in das Haus, durch das Feuer fielen einige Tragebalken herunter.
“Ach, was soll’s.”, meinte er zu sich selbst, legte sein G36 ab und band sich ein Taschentuch vor den Mund, dann
rannte er in die Flammen.
“WIR SIND HIER UNTEN!”, hörte Allert eine Frauenstimme schreien.
“Keine Angst, ich komme!”, antwortete er ihr und versuchte zum Keller zu gelangen.
Er machte einen Sprung nach links, wich so einem weiteren herabstürzenden Tragebalken aus und rannte dann in den Keller.
In einer Ecke zusammengekauert saßen die Mutter und ihre beiden Kinder, die kaum zwei Jahre alt waren, zitternd vor Angst. Sie waren vom Feuer eingeschlossen.
Allert zögerte kurz, dann rannte er durch das Feuer.
“Kommen sie!”, rief er. Dann nahm er der Frau eines der Kinder ab, fasste die Frau an die andere Hand und rannte zurück durch die Flammen. Die Frau schriee auf, als sie durch die Flammen laufen musste, die Kinder fingen noch lauter an zu weinen.
Draußen lief Zelenka hin und her.
“Oh Gott, was dauert das solange?”
Wie aufs Stichwort, kam Allert herausgerannt, übergab der Frau ihr anderes Kind, dann fiel er bewusstlos um.
Ebermann kam zu ihm, untersuchte ihn schnell und meinte: “CO2 Vergiftung! Der wird schon wieder.” Er gab Zelenka einen Beatmungsbeutel, wies ihn an Allert zu beatmen, dann hörte er auch schon: “SANNI” und wandte sich wieder den anderen Verwundeten zu.
Inzwischen standen einige Indianer über McKay gebeugt. Sie schienen höchst beeindruckt von seiner verschmierten Sonnencreme zu sein und seinem Schlapphut.
“Bleichgesicht hat imposante Kriegsbemalung.”, meinte ein jüngerer Krieger. Er setzte bereits an McKay zu skalpieren, wurde jedoch von einem Mitte-50er Krieger abgehalten.
“Nehmt das Bleichgesicht mit. Klekhi-Pethra wird entscheiden..“
“Wie du wünscht, Intschu-tschuna.”
“Den anderen lasst liegen.”, meinte Intschu-tschuna und deutete auf Schmidt. “Er soll berichten, was passiert ist.”
Zwei Krieger nickten, banden McKay Hände und Füße zusammen und legten ihn, wie einen Postsack, auf den Rücken eines der Pferde.
Intschu-tschuna befahl abzurücken. Die Krieger folgten ihm, auch die Krieger, die die Stadt belagerten.
Schmidt wachte unter starken Kopfschmerzen auf. Ebermann bückte sich über ihn.
“Aufwachen!”, meinte Ebermann und schlug mit dem Handrücken gegen Schmidts Wangen.
“Ja, ja!” antwortete Schmidt brummig, richtete sich auf und hielt sich den Hinterkopf, den Ebermann mit einem Verband versehen hatte. “Was ist mit Huber?”, fragte er.
“Er ist tot.”, sagte Ebermann mit bitterem Unterton in der Stimme. “So wie der Pfeil ihn getroffen hat, war er sofort tot.”
Schmidt nickte betrübt.
“Wir müssen McKay retten!” ,meinte er.
Er versuchte nun komplett aufzustehen, doch Ebermann hielt ihn zurück.
“Kommt für sie nicht in Frage. Sie haben eine schwere Gehirnerschütterung, im besten Fall.”
In dem Moment kamen Allert und Zelenka herein, dabei stützte Zelenka den Hauptmann.
“Ebermann, sie und Zelenka fahren die Schwerstverletzten ins STK und berichten von unserer Lage. Hauptgefreiter Klein wird den Jeep fahren.”
“Und sie und ich gehen McKay retten.”, meinte Schmidt und versuchte wieder aufzustehen.
“Nein, sie zählen zu den Schwerstverletzten.” Ebermann drückte Schmidt wieder zu Boden.
“Sie kurieren sich auf der Erde erst mal aus.”, stimmte der Hauptmann seinem Sanitäter zu. “Den Indianer nehmen sie auch mit. Auf der Erde soll man ihn verhören und die Hintergründe herausfinden, wieso die Indianer die Stadtbewohner immer angreifen. Die Kavallerie wird die Stadt beschützen.
Ich geh jetzt McKay retten, Maloy zeigt mir wo das Lager ist. “
“Und wie wollen sie da hin kommen?”, fragte Schmidt.
Auf einmal grinste Allert breit. “Auf die altmodische Art.”
20 Minuten später fuhren Zelenka und Ebermann mit dem Jeep, der Leiche von Huber und den Verletzten, es waren mit Schmidt sechs darunter auch der Indianer, den Allert angeschossen, Richtung Stargate.
Allert sah ihnen noch eine Weile nach, setzte sich dann einen Cowboy Hut auf, den Schutzhelm band er sich an seine Ensatzweste und bestieg ein Pferd, das man ihm zu Verfügung gestellt hatte. Sein G36 hing er sich quer über den Rücken.
Maloys Pferd trabte neben ihm. “Wollen wir?” ,fragte der Sheriff.
Allert nickte, die beiden Pferde begannen ihren Sprint.
Einige Stunden später:
Maloy und Allert robbten sich über einen Hügel und sahen in ein Tal hinab.
Es war beeindruckend. Das indianische Dorf war komplett in die gegenüberliegende Felswand gehauen und über drei Ebenen verteilt. Vor der Felswand verlief ein breiter Fluss, davor standen einige Materpfahle.
Allert holte sein Infrarotfernglas heraus. “Da ist McKay, am mittleren Materpfahl..... Da kommen zwei Indianer.”
“Ja, ich seh die Fackeln.” ,meinte Maloy.
“Der Alte mustert McKay, nun schüttelt er den Kopf..... sie sind weg.”
“Dann holen wir ihn und verschwinden wieder schnell.” Maloy nahm sein Gewehr und rutschte vorsichtig den Hügel herunter.
“Verdammt, jetzt wollen die mich auch noch skalpieren.” McKay war verzweifelt.
Da merkte er, wie sich von hinten jemand anschlich. “Wer ist da!?”, rief er mit zittriger Stimme, da wurde ihm auch schon von hinten der Mund zugehalten.
“Halten sie den Mund McKay, sonst überleg ich es mir noch mal mit der Rettung.”
“Binden sie mich los!”, presste McKay durch den zugehaltenen Mund heraus.
Nun kam Maloy, zückte ein Messer und schnitt die Fesseln durch.
Langsam versuchten sie sich zu entfernen, alles lief gut, bis McKay auf eine Klapperschlange trat.
“WAAAAAHHHH!” McKay schriee, wie am Spieß, rannte im Kreis und schriee weiter: “WEG MIT IHR, WEG MIT IHR!”
“HÖREN SIE AUF ZU BRÜLLEN!”, schriee nun Maloy seinerseits.
Allert schlug sich nur die Hände vor sein Gesicht. “Ich arbeite nur mit Bekloppten zusammen.....”
Im nächsten Moment waren sie auch schon von bewaffneten Kriegern umgeben, die sie grimmig anstaarten.
Einige Minuten später wurde Allert, an den Händen gefesselt, von zwei Wachen in eine der Felsenhöhlen gebracht.
Zehn alte Indianer, fünf Männer und fünf Frauen, saßen in einem Kreis. Einer der Männer richtete nun das Wort an ihn.
“Bleichgesicht, du bist hergekommen, hast unsere Jagdgründe verletzt. Nenne deine Gründe.”
Allert wusste genug über die amerikanischen Ureinwohner, um zu wissen, dass er keine Furcht zeigen durfte.
“Wir wollten unseren Freund zurückholen, den ihr entführt hattet!” Bei diesem Vorwurf sah er dem Mann tief in die Augen.
Seine rechte Wache wurde wütend. “Sprich nicht so abfällig zu Klekhi-Pethra!“ Zusätzlich schlug ihn die Wache noch einige Male, bis der alte Mann, der auf Klekhi-Petra hörte, ihn aufhielt. „Hör auf.“ Und zu Allert gewand sagte er: „Ich sehe keine Angst in deinen Augen. Sag mir wer du bist.“
“Ich bin Ernst Allert, Hauptmann der Bundeswehr der Bundesrepublik Deutschland.”
“Ich habe in meinen 87 Jahren schon einige Länder bereist, aber ein Ort namens Bundesrepublik Deutschland ist mir unbekannt. Auch deine Kleidung ist fremd, ebenso deine Feuerwaffe.”
“Das liegt wohl daran, dass ich nicht von dieser Welt bin. Meine Freunde und ich kommen von einem anderen Planeten. Wir kamen durch das Sternentor hierher, um diese Welt zu erforschen.”
Klekhi-Pethra sah aus, als würde er langsam verstehen. „Unsere Vorfahren sprechen von der alten Heimat, von der sie von einem bösen Geist entführt worden waren. Er kam mit seinem fliegendem Schiff und brachte uns auf diese Welt.“
“Das war ein Goa’Uld, sie sind unsere Feinde.”, meinte Allert. Langsam hatte er das Gefühl, er könnte hier noch lebend herauskommen. “Und mit euch wollen wir uns gar nicht bekämpfen, auch die Bewohner der Städte wollen sich nicht mit euch bekriegen.
Klekhi-Pethra nickte. „Ich glaube deinen Worten, sie klingen aufrecht und kommen aus dem Inneren deines Herzens. Aber dennoch, die Bleichgesichter gruben zuerst das Kriegsbeil aus, sie dringen in unser Land ein, töteten unsere Tiere. Wir müssen darauf antworten, oder irgendwann werden die Bleichgesichter uns alle vernichten.“
Allert überlegte kurz. Er konnte diesen Dialog nicht gewinnen, die Indianer waren zu sehr verrannt in ihre Situation.
Doch andererseits...... Schnell fasste er einen Plan.
“Wie wäre es mit einer Umsiedlung für euer Volk?”
Klekhi-Pethra schüttelte den Kopf. „Der weiße Mann wird irgendwann auch in andere Gebiete vorstoßen.“
“Aber nicht auf einen anderen Planeten. Wir könnten eurem Volk einen neuen Planeten suchen.... Nein, noch besser! Ihr könntet ihn euch selber aussuchen. Wie klingt das?”
Der Rat der Alten tuschelte. So ein Angebot war einmalig.
“Was würde uns das kosten?”, wollte eine der Frauen wissen.
“Nur, dass ihr die Städter in Ruhe lasst, bis wir einen passenden Planeten gefunden haben.”
Der alte Klekhi-Pethra nickte. „Wir sind einverstanden. Wir lassen euch frei, aber ich werde mit euch kommen und einen Planeten für mein Volk aussuchen.“
Allert nickte glücklich.
Kurz vor Sonnenaufgang ritten sie los. McKay und Maloy teilten sich ein Pferd, da McKay nicht reiten konnte und das Pferd ihn immer wieder abgeworfen hatte. Klekhi-Pethra und Allert ritten allein.
Gegen Mittag erreichten sie das Sternentor, wo zwei Torjeeps und ein Einsatzteam unter Oberst Runge auf sie wartete.
“Hauptmann, da will man sie retten und sie tauchen von alleine hier auf? Spielverderber!”
Das war alles, was Runge dazu zu sagen hatte.
Einen Monat später:
Allert, Ebermann und Schmidt standen auf dem Planeten W8X-967, den die Indianer Owhyhee - Heimat getauft hatten.
Die Erdbewohner hatten geholfen eine Infrastruktur nach Wünschen der Indianer aufzubauen.
Der Abschied stand bevor. Das ganze Dorf war für die Verabschiedung ihrer neuen Freunde gekommen.
Allert gab Klekhi-Pethra noch ein Funkgerät. „Wenn ihr Probleme habt, wählt einfach das Tor an und schickt uns eine Nachricht.“
Der alte Mann nickte. „Wir danken euch. Vor allem dir Allert.“
Er holte ein Amulett hervor und hängte es Allert um den Hals. „Du bist bei uns immer willkommen. Lebe wohl.“
Sie verabschiedeten sich noch einmal von ihren neuen Freunden, dann schritten sie durch das Stargate.
Ende 1.14 |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 30.12.2007, 20:54 Titel: |
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Die letzten zwei Folgen waren wieder super...und vor allem amüsant.
ERst die abgeänderte Kuss er Göttin Folge die aber wirklich sehr gut war...und dann eine neue auch amüsante Folge. Weiter so.
Am Besten fand ich aber die zweite Geschichte mit den Inianern. Da musste ich des öfteren schmunzeln. Ich fand es auch gut das jetzt auf den Planeten halbwegs alles wieder im Lot ist.
Lg Felix |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 05.01.2008, 19:02 Titel: |
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@Felix: Schön, dass dir die beiden Folgen gefallen haben.
1.15 Durch die Schatten, durch die Nacht
Vancouver, Kanada:
Es war eine stockfinstere und verregnete Nacht, in welche die Kanadische Westenküstenstadt gehüllt war.
Abseits, in einem stillgelegten Industriekomplex stand ein Mann in einem langen Mantel an der Wand.
Er schien auf jemanden zu warten.
Er hatte seinen Kragen weit hoch gezogen, so dass sein halbes Gesicht verdeckt war. Auf dem Kopf trug er einen spitzen Hut.
Der Unbekannte war offenbar doch sehr nervös, bewegte sich andauernd im Kreis, als ob die Zeit nicht schnell genug verging.
Bis sich Bewegung in der Stille breit macht.
Drei schwarze Jeeps fuhren auf den Wartenden zu, hielten direkt vor seinen Füßen.
Oberst Runge stieg aus dem zweiten aus.
„Na, wieder mal ein Griff in den Allerwertesten, Richard?“
Der Russische Offizier grinste dick vor sich hin.
Richard Woolsey hingegen war gar nicht zu Lachen zumute.
„Holen sie mich hier nur raus, bevor ich Maybourne in die Hände falle.“
Runge reichte dem verschreckten Bürokraten die linke Hand.
„Dann kommen sie schon.“
Nachdem beide im Wagen saßen, wandte sich Woolsey an den Fahrer.
„Fahren sie so schnell wie möglich los, für den Fall, dass der NID von der Aktion erfahren hat.“
Keine Minute später befand sich der Tross auf dem Weg.
Aus einer sicheren Position beobachtete Agent Barrett die Aktion, griff zu einem Funkgerät.
„Colonel, sie sind gestartet.“
Am anderen Ende konnte man ein glückliches Glucken hören. Maybourne schien zufrieden zu sein.
„Gut. Wenn die ihr Ziel erreicht haben, nehmen sie möglichst alle Offiziere gefangen. Erschießen sie den Rest.
Und Woolsey hat auch nichts mitbekommen?“
Barrett lachte finster auf.
„Der ist ein Bürokrat. Was weiß der schon von unserem Geschäft?“
Der Funkkontakt unterbrach, die NID Agenten setzten sich in Bewegung.
18 Stunden früher – STK:
Oberst Runge und Hauptmann Gratzky kamen sehr zügig in den Besprechungsraum der Einheit gesputet.
Sergej begab sich direkt auf General Reineke zu.
„Was ist denn los? Ich war gerade bei einer wichtigen Besprechung.“
Degenhardt ging dazwischen.
„Feuchtfröhlich?“
Runge zwinkerte ihn gehässig an, bevor Reineke alles abwürgte.
„Schluss jetzt. Oberst Runge, kennen sie noch Richard Woolsey vom Amerikanischen NID?“
Der Russe klaschte sich mit der Hand gegen die Stirn.
„Klar. Was hat er denn diesmal versaut?“
Reineke wartete einen Moment, bevor er antwortete.
„Er wollte uns vor etwas warnen, aber wurde unterbrochen. Das letzte, was wir auffangen konnten, war Checkpoint Zulu.“
Runge fuchtelte mit seiner Rechten Hand in der Luft herum.
„Warten sie… Zulu ist ein alter Treffpunkt in Kanada. Er wird dort auf uns warten.“
Der General sah zu Gratzky.
„Ivana, sie bereiten schon mal alles vor. Holt den Mann da raus.“
Sie nickte, bevor sich auch Degenhardt und Runge entfernten.
Gegenwart – Highway um Vancouver:
Woolsey sah immer wieder ängstlich durch die Heckscheibe, da er dachte, sie würden verfolgt werden.
Unruhig wanderten seine Augen von links nach rechts.
Runge schien von diesem Schauspiel sehr belustigt zu sein, amüsierte sich über den Amerikaner.
„Richard, wenn die uns verfolgen würden, hätten wir das schon längst bemerkt. Wir sind schließlich keine Anfänger.“
So wirklich schien das aber nicht anzukommen, denn Woolsey sah immer noch über seine Schulter.
„Sie kennen Maybourne nicht so wie ich. Dann hätten sie auch mehr Angst und Respekt, glauben sie mir.“
Der Russische Oberst besah sich seines Gastes.
„Nun sagen sie aber mal, was war denn sie wichtig, dass sie ihre Deckung aufgeben mussten?“
Richard Woolsey blickte dem Oberst direkt in die Augen.
„Der NID hat in Zusammenarbeit mit der CIA und der NSA einen Spion in ihre Forschungsstation in den Alpen eingeschleust.
Noch hat der nichts herausgefunden, aber als ich nähere Informationen wollte, konnte ich meine Spuren nicht mehr verwischen.“
Runge schlug mit seiner linken Faust auf das Amaturenbrett, tippte die Schnellwahltaste auf seinem Handy.
„Hier ist Oberst Sergej Runge. ID Code T 33 68 1 Omega. Wir haben einen Alarmcode „Irrer Yankee“.
Sofort den General und alle Führungsoffiziere benachrichtigen.“
Danach sah er aus dem Fenster. Hoffentlich würden sie den Kerl fassen können, bevor er den NID informieren würde.
STK, einige Minuten später – Büro von General Reineke:
Degenhardt stand direkt mit dem General vor einer großen Pinwand, sah sich die Gesichter und Akten der neuen Mitarbeiter und Soldaten an.
Dem General gefiel dies gar nicht.
„Wie sehr ich das hasse, unsere eigenen Leute zu verdächtigen. Aber ich kann bei jetzt auch keinem etwas entdecken.“
Sebastian Degenhardt versuchte seinen Kommandeur zu beruhigen.
„Keine Panik, Chef. Wir finden den Kerl schon. Und dann können wir ihn gegen die Amis verwenden.“
Reineke sah zur Seite.
„Ich hoffe allerdings stark, dass es kein Russe ist. Sie wissen doch hoffentlich, wie die Russische Armee Verräter bestraft?“
Der Oberst wurde blass.
„Ich dachte, das würde seit dem Zusammenfall der Sowjetunion nicht mehr praktiziert?“
Der General setzte sich.
„Es kommt wohl hin und wieder noch mal vor. Es gibt mindestens zwei Berichte über Spione, die man bei vollem Bewusstsein in einen Hochofen geworfen hat.“
Degenhardt musste stark schlucken.
„Mal was anderes. Können wir diesem Woolsey eigentlich trauen? Er hat uns zwar bei Daniels Befreiung geholfen, aber ansonsten kenne ich diesen Mann gar nicht.“
Reineke sah seinen XO ebenfalls zweifelnd an.
„Runge traut ihm. Das reicht mir.“
Degenhardt setzte sich.
„Wie haben ausgerechnet die beiden sich kennen gelernt?“
Alexander Reineke zuckte mit den Schultern, darauf hatte auch er keine Antwort.
Alma Ata, Hauptstadt von Kasachstan – 3 und 5 Monaten Jahre zuvor:
Eine Amerikanische Delegation von Diplomaten, Militärs und Geschäftsleuten, der auch Richard Woolsey als Politischer Berater angehörte, war zu Gast in dem ehemaligen Sowjetstaat.
Es ging um Abrüstungspläne, sowie den Austausch von Handelsgütern, welchen die Amerikaner vorantrieben.
Die Gespräche waren für beide Seiten recht zufrieden stellend verlaufen, doch auf dem Rückweg vom Tagungsort zum Hotel wurde die US Delegation von Kasachischen Nationalisten angegriffen.
In wenigen Minuten hatten sie mehrere Geiseln genommen und einige Amerikaner getötet. Woolsey zählte zu den Geiseln.
Da die Kasachen ein Eingreifen von US Truppen auf ihrem Territorium untersagten, sie auch selbst keine Einheit so schnell aufstellen konnten, wurde ein Team aus Russland eingeflogen.
Der Kommandant der Einheit war Major Sergej Runge.
Ungeduldig lief Woolsey in der kleinen Zelle auf und ab. Er war hier drin mit zwei anderen, einem Kulturattache und einem Industriellen.
Beide schliefen allerdings gerade.
Einen Augenblick später flog die Tür mit einem gewaltigen Schwung auf, Russische Soldaten sicherten den ganzen Bereich.
Runge rief die Gefangenen zusammen.
„Keine Angst, ich bin Major Runge vom Russischen Heer. Wir sind hier, um sie zu befreien. Kommen sie schon, Amerikanski.“
Auf dem Rückweg konnte Woolsey gar nicht mehr seinen Danksagungen aufhören.
„Hören sie, Major. Ich weiß überhaupt nicht, wie ich ihnen meine Befreiung jemals gebührend danken kann.
Wenn sie mal irgendein Problem haben sollten, kommen sie ruhig zu mir. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun.
Sie wissen gar nicht, wie dankbar ich ihnen bin…“
Der Russe ging dazwischen.
„Ja, ja. Schon gut. Ich werde auf das Angebot vielleicht mal zurückkommen.“
Wenige Stunden später waren alle Geiseln wieder in der Hauptstadt.
Gegenwart – STK:
Reineke und Degenhardt saßen im Büro des Generals, suchten immer noch nach Indizien über den Spion.
Der Oberst zermarterte sich fast den Kopf, um auch nur einen Anhaltspunkt zu finden.
„Es würde mich nicht wundern, wenn der NID einen unser eigenen Leute bestochen hat, anstatt selbst jemanden zu schicken.“
Reineke sah seinen XO finster an.
„Falls es so ist, sollte der Typ lieber anfangen zu beten. Wenn er mir in die Finger fällt, kann ich für nichts garantieren.“
Degenhardt setzte sich hin.
„Oder meinem Kumpel Runge. Der würde mit dem Kerl auch nicht gerade sanft umgehen.“
General Reineke sah seinen Oberst fragen an.
„Sprechen sie da auf eine bestimmte Sache an?“
Sebastian Degenhardt dachte an ein Gespräch mit Runge, kurz vor Missionsbeginn…
Helsinki, Hauptstadt von Finnland – vor 2 Jahren und 3 Monaten.
Richard Woolsey, vor kurzem zum NID gewechselt, sollte organisatorisch die Übergabe von zwei Terroristen an die USA überwachen.
Die beiden befanden sich im Gewahrsam der Russischen Armee, beide Regierungen hatten just eine geheime Übergabe vereinbart.
Woolsey war dafür zuständig, einen Bericht über den Zustand der Verdächtigen bei der Übergabe anzufertigen.
Die Amerikaner warteten nun schon beinahe zwei Stunden, bis endlich der Russische Konvoi ankam.
Die Führung dieser Einheit hatte der gerade zum Oberstleutnant beförderte Sergej Runge.
Drei Wagen kamen gerade an den einsamen See außerhalb der Stadt, wo die Amerikaner ungeduldig warteten.
Woolsey quengelte vor sich hin.
„Das die Russen sich immer so viel Zeit lassen müssen…“
Da zerrte man die beiden Terroristen auch aus den beiden Wagen, beide sahen sehr übel zugerichtet aus.
Woolsey wandte sich an Runge.
„So sieht man sich wieder. Was haben sie eigentlich mit den Kerlen angestellt?“
Runge grinste vor sich hin.
„Ach nein. Der nervende Aktenschieber. Was machen sie denn hier?“
Woolsey zog die Lippen zusammen.
„Ich habe die Abteilung gewechselt. Und die Typen?“
Runge sah zu seinen Gefangenen rüber.
„Die dachten, sie könnten mich verarschen. Aber da sind sie bei mir an der falschen Adresse gelandet.
Und meinen offenen Gefallen habe ich noch nicht vergessen, Richard.“
Der Amerikaner lächelte, bevor sich beiden Konvois in entgegen gesetzten Richtungen davon machten.
Gegenwart- außerhalb von Vancouver:
Runge sah auf seinen PDA, der mit einem Miniradargerät versehen war.
„Ich glaube es nicht, aber wir scheinen tatsächlich jemanden an den Haxen zu haben. Da tauchen in periodischen Abständen immer wieder dieselben Signaturen auf.“
Woolsey schrie panisch auf.
„Entweder ist das Maybourne, oder sein Mann für die Drecksarbeit, Barrett. Dann sind wir verloren.“
Runge bedachte seinen Gast mit einem Lächeln.
„Keine Angst, darauf sind wir vorbereitet.“
Der Russe griff zu seinem Funkgerät.
„ST 4, spannen sie unser kleines Goa´Uld Geschenk auf. Und dass ihr das Ding ja wieder mit bringt, sonst setzt es Rundschläge.“
Woolsey blickte sich um, für einen Moment blitzte da etwas Oranges auf.
Die vier Jeeps, mit denen sich Barretts Eingreiftruppe bewegte, fuhren schnurstracks hinter den Russen her.
„Die merken echt nichts. Sind wir so gut, oder die so blöd?“
Einer der Soldaten wollte seinem Boss zustimmen.
„Ist doch kein Wunder, wir sind Amerikaner…“
Im nächsten Moment wurden alle durch eine gewaltige Erschütterung durcheinander gewirbelt, als die Wagen gegen eine hell aufleuchtende Wand fuhren.
Es gab ein kurzes Oranges Aufleuchten, dann waren sie gefangen.
Barrett stieg aus dem Wagen, zusammen mit den anderen Soldaten.
Ungläubig blickten sie sich um.
„Soldaten, gebt ein paar Schüsse in die Luft ab.“
Dutzende kleine helle Lichterscheinungen, wo die Kugeln gestoppt wurden, zeugten von dem Kraftschild.
„Was zur Hölle ist denn das?“
„So was gibt es doch nur in Star Trek.“
„Ich hatte heute doch gar nichts geraucht.“
In Panik schlugen die Soldaten mit ihren Händen gegen den Schild.
In der Ferne sahen sich die Soldaten von ST 4 vergnügt die Szene an.
„Immerhin auf Video. Aber jetzt schaltet das Ding ab. Wir verschwinden von hier.“
Im nächsten Augenblick war der Schild auch wieder verschwunden, aber die Wagen durch den Aufprall Schrott.
Barrett sah sich verwundert um.
„Verdammt, wie haben die das nur geschafft?“
Resigniert und wütend stampften die NID Agenten zurück in Richtung Vancouver.
STK – 7,5 Stunden später.
Richard Woolsey hatte gerade die Schweigeverpflichtung unterzeichnet, als man ihm die Bedeutung des Sternentores erklärte.
„… und so können wir auch nicht mehr zurück. Die Goa´Uld sind die schlimmste Bedrohung, der unsere Welt je ausgesetzt war.
Ihre Technologie ist absolut überlegen. Sie haben ja den Schutzschild gesehen. Wir haben dieses Gerät vor neun Tagen erbeuten können…“
Reineke ging dazwischen.
„Ohne mich zu fragen, ob der Einsatz auf der Erde genehmigt sei. Was werden sich wohl die Amis nun denken?“
Woolsey hob langsam seine Hand, erhob dann das Wort.
„Natürlich kann ich verstehen, warum sie meine Regierung nicht einweihen, aber wenn Washington hier von Wind bekommt, ist die Hölle los.
Von daher empfehle ich, dass wir noch weitere Nationen ins Boot holen. Dann haben wir auch ein bessere Verhandlungsposition, wenn es bekannt wird.“
Degenhardt wollte darauf gerade etwas erwidern, als Rust in den Raum gerannt kam.
„Ich glaube, ich habe unseren Spion gefunden. Mr. Woolseys Daten waren sehr aufschlussreich.“
Sofort verließen alle den Raum.
Im Verhörraum saß ein Soldat der Wachmannschaft, vom Rang Stabsgefreiter.
Runge umkreiste ihn wie ein Wolf.
„… wir wissen, dass auf ihrem Konto eine Summe von 125.000 US $ eingezahlt wurde. Noch bin ich friedlich, aber das kann sich auch ganz schnell ändern, also reden sie endlich.“
Das letzte Wort schrie er schon fast raus, als Teal´C auf General Reineke zutrat.
„Mit eurer Erlaubnis, General, würde ich gern mit dem Gefangenen reden. Ich glaube, er wird mir eher etwas sagen.“
Alle sahen sich verblüfft an, aber der General nickte kurz, woraufhin Teal´C in den Verhörraum trat.
Er flüsterte dem Spion etwas ins Ohr, unhörbar für die anderen. Zusehens verschlechterte sich der Gemütszustand des feindlichen Agenten.
Er war jetzt schon absolut panisch.
Teal´C kam wieder aus dem Raum, ging zu Degenhardt.
„Er ist bereit, eine vollständige Aussage zu machen. Doch nun entschuldigt mich, ich brauche mein Kel´no´rem.“
Nachdem sich der Jaffa entfernt hatte, konnte die Offizielle Aussage beginnen.
Es stellte sich heraus, dass der NID in allen Nationen der Welt Schläferagenten in die Armeen und Regierungen geschleust hatte.
Diese Söldner spionierten praktisch den ganzen Planeten für die USA aus.
Und zum großen Glück hatte dieser Agent noch nichts über das Sternentor in Erfahrung bringen können, da er für diese Ebene keinen Zutritt hatte und sich auch kein anderer Soldat oder Wissenschaftler verplapperte.
Nach dem Verhör hatte Runge eine ziemlich miese und gleichzeitig geniale Idee.
„Ich wüste da was, um Maybourne und Kinsey endgültig zum platzen zu bringen…“
Zwei Tage später – Amerikanische Botschaft in Berlin.
Ein Einsatzteam der Feldjäger lieferte den NID Spion offiziell beim Botschafter der USA ab, mit unterschriebenem Geständnis und einem Protestbrief von Kanzler Schröder, sowie Präsident Jelsin.
Der Botschafter versicherte persönlich, dass so etwas außerhalb seiner Kenntnis war.
Selbst der Präsident, Bill Clinton, sendete eine förmliche Entschuldigung.
Richard Woolsey wurde ins STK aufgenommen, als Politischer Beobachter für Schröder und Jelsin.
ST 1 hatte Probleme auf einem Planeten namens Karthago, wo Teal´C wegen Mordes angeklagt wurde.
Dabei kam es erneut zu einem Kampf gegen die Jaffa von Apophis.
ST 2 traf auf eine Gruppe hoch entwickelter Menschen, die Tollaner und half ihnen bei der Rettung von ihrem untergehenden Planeten.
Im Anschluss wurde ihnen geholfen, mit Hilfe der Nox zu ihrem neuen Heimatplaneten zu kommen.
NID Hauptquartier:
In diesen Tagen durfte niemand zu nahe an Maybournes Büro kommen. Er war derart wütend und gereizt wegen der Schlappen, dass er vor Wut Barrett nach Alaska versetzte…
Senator Kinsey musste sich persönlich wegen der Diplomatischen Demütigung vor Clinton verantworten… |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 05.01.2008, 21:59 Titel: |
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War ganz lustig. So Maybourne hat seine Abreibung bekommen. Auch schön zu wissen das sie mittlerweile GoaUld Schilde haben.
Wollsey scheint in diesem Universum ähm ja netter zu sein oder? Im anderen hat man 10 Jahre gebraucht und eine ahnd voll Peplikatoren damit er halbwegs handzahm wurde. *g*
Auf Welchem Sg-1 Stand bist du eigentloch gerade (von den Folgen her müsste es die MAcht der Weisen sein oder?) |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 10.01.2008, 17:02 Titel: |
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So, jetzt habe ich es auch endlich geschafft und die neuesten Abenteuer eurer Version des SGC nachgelesen. Mit einem Wort? KÖSTLICH!
Ich fands echt klasse und hab wieder schlapp am Boden gelegen. Dabei aber fand ich auch interessant, was für einen Hintergrund ihr euch für Woolsey habt einfallen lassen. Das könnte alles durchaus stimmen, und das finde ich richtig gut *Daumenhoch*.
Aber das Ende war einfach göttlich! Maybourne, der jedem Krebs wahrscheinlich Konkurrenz macht vor Wut *lach*.
Freu mich schon aufs nächste!
@ Colonel: Schickst du vielleicht irgendwann auch deine Chaostruppe an den Start? Sonst sag mir Bescheid, dann gebe ich dir mal meine Mail-Adi. Wäre sehr, sehr nett, wenn du mir deren Abenteuer dann so zukommen lassen könntest. |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 13.01.2008, 12:24 Titel: |
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@Felix:
Ja, Woolsey ist nen bisschen zahmer, aber das ist finde ich nicht schlimm, gibt ja genug "Feinde" auf der Erde
Den Stand wirste sehen, wenn du runterscrollst.
@Hyndara:
Schön, dass wir dich unterhalten haben
1.16 Tempus Fugit
ST 1 bereitete sich auf eine neue Mission zu einem Planeten vor, welcher laut Teal´C früher einmal zu Apophis Reich gehörte.
Auf dem Planeten befanden sich dutzende Naquadahminen, die heute allerdings als erschöpft gelten.
Das Deutsch/Russische Oberkommando wollte sich davon aber selbst überzeugen, ob da nicht noch etwas von dem wertvollen Mineral zu holen war.
General Reineke schritt vom Kontrollraum in den Torraum, um seinem Topteam noch mal viel Glück zu wünschen.
„Da es sich um eine ehemalige Goa´Uld Welt handelt, seihen sie bitte besonderst vorsichtig. Nicht, dass da noch alte Fallen auf sie warten.“
Teal´C stimmte dem General zu.
„Da habt ihr Recht, General. Viele Goa´Uld haben auf verlassenen oder gefallenen Welten Gegenstände hinterlassen, um die künftigen Herren zu vernichten.“
Feldwebel Tora sah ihn etwas schief an.
„Warum? Wenn sie schon verloren hatten, oder etwas als wertlos erachteten, warum dann noch Fallen?“
Teal´C setzte seinen belehrenden Blick auf.
„Was ihnen nicht gehörte, dass sollte auch kein anderer als sein Eigentum erachten.“
Reineke hob seine linke Hand.
„Ich finde, dass reicht jetzt. Passen sie auf und bringen sie was Schönes mit.“
Danach schritt der General auf Dr. Jackson zu, welcher sich bisher auffallend still verhalten hatte.
Der Amerikaner hatte seinen rechten Arm in einem Gips, weil er vor vier Tagen einen Unfall im Trainingsraum erlitt.
Dabei war ein Knochen angebrochen.
„Und sie Dr. Jackson, wollen sie wirklich mit? Ich könnte verstehen, wenn sie hier blieben, um sich zu schonen.“
Doch Daniel wehrte sich dagegen.
„Nein. Wenn sie wertvolle oder nicht definierbare Artefakte finden, könnt ich mir nie verzeihen, hier geblieben zu sein.“
Da kam Runge angerannt, er war eben gerade von einer einwöchigen Mission zurückgekehrt, um sich auf dem Gips zu veredeln.
„Amerikanski, sie kann man aber auch nicht eine Minute allein lassen. Typisch, sie gehen trainieren, dabei fällt ihnen eine Hantel auf den Arm.“
Anschließend schrieb er noch etwas in Kyrilischer Schrift auf den Gips.
Reineke sah sich diesen Schriftzug genau an.
Danach griff er in seine Manteltasche, nahm eine Videokamera heraus und gab sie Franzi.
„Da ich kaum auf andere Planeten komme, machen sie mir ein paar hübsche Schnappschüsse.“
Zwar zog sie kurz die Augenbrauen hoch, nahm dann aber die Kamera und steckte sie in ihren Rucksack.
Danach schritten sie durch den Ereignishorizont, der General stand noch einige Minuten nachdenklich vor dem Sternentor.
Rodney kam dazu, Reineke sprach ihn fragend an.
„Ich hoffe, dass ihre Berechnungen korrekt waren.“
McKay aber bestätigte dies mit einem Lächeln.
„Aber natürlich, General. Was denken sie denn? Ich bin hier immerhin derjenige, der den laden Wissenschaftlich am Laufen hält.“
Doch diese letzten Worte ignorierte der Offizier.
Degenhardt kam als erster auf der anderen Seite an und war genauso verwundert, wie seine kommenden Teammitglieder.
Sie waren wieder im Torraum, nur war sonst keiner zu sehen.
Der Oberst ging einen Schritt vor.
„Täusche ich mich, oder ist hier irgendwas faul?“
Im nächsten Moment änderte sich optisch der ganze Raum. Das Sternentor, die MG Stellungen und andere Utensilien verschwanden, andere erschienen.
Franzi kam vor, erblickte mehrere Soldaten in alten Bundeswehr Uniformen, die mit veralteten G 3 Gewehren auf sie zielen.
„Keine Bewegung. Ausrüstung ablegen und Hände hoch.“
Der Oberst blickte seine Kameraden an.
„Würde ich auch sagen. Hier stinkt etwas gewaltig, aber sollten uns wohl erstmal fügen.“
Kurz darauf führte sie ein Wachkommando des Stützpunktes ab.
Einige Minuten vorher – im alten Raum:
Major Erdmann ging gerade in das Forschungslabor. Seit er das Einverständnis aus dem Kanzleramt in Bonn hatte, konnten die Forschungen am neuen Lenkwaffensystem beginnen.
Die BRD hatte die ersten Forschungen an einem neuen Luftabwehrraketensystem mit der Bezeichnung „Patriot“ begonnen.
Erdmann schritt in das Hauptforschungslabor, begab sich zu dem Projektleiter, Dr. Hansen.
„Wie ich sehe, haben sie sich schon gut eingearbeitet…“
Weiter kam er allerdings nicht, da urplötzlich ein greller Lichtblitz allen in dem Labor die Sicht nahm.
Nachdem Erdmann wieder sehen konnte, standen direkt vor ihm, wie aus dem Nichts, fünf eigenartige Personen.
Der erfahrene Offizier reagierte nach einer kurzen Zeit der Verwunderung umgehend.
„Soldaten, ergreift sie. Bringen sie die alle in eine Zelle.“
Nachdem man die Fremden abgeführt hatte, konnte Erdmann bei allen anderen Anwesenden dieselbe Erstaunung über das Geschehende sehen.
ca. eine Stunde später, Haftzelle:
Weil es in diesem Stützpunkt nur eine Zelle gab, hatten die Soldaten sie alle in dieselbe gesperrt.
Degenhardt, welcher ein wenig umher ging, blickte in die Augen seiner fassungslosen Mitstreiter.
„Und? Eine Idee? Irgendjemand?“
Oberleutnant Rust schnippte mit den Fingern, sie hatte einen Einfall.
„Stopp, stopp. Ich habe eine Ahnung, was hier passiert sein könnte. Anscheinend sind wir in der Vergangenheit gelandet.
Ich tippe mal so auf Mitte 60er bis Anfang 80er Jahre. Und damit haben wir ein gewaltiges Problem.“
Daniel sah das allerdings ganz anders.
„Aber nicht doch. Wenn dies tatsächlich eine Zeitreise ist, dann müssen wir unbedingt wissen, wie wir dies wiederholen können.
Sehen sie doch nur die Möglichkeiten. Wir könnten Babylon besuchen, dem Bau der großen Mauer in China beiwohnen…“
Franzi ging dazwischen.
„Und genau das machen wir nicht. Schon die kleinsten Veränderungen an der Zeitlinie können die gewaltigsten Temporalen Paradoxien hervorrufen.
Tut mir leit Daniel, aber von Temporaler Mechanik habe ich mehr Ahnung als sie.“
Der Archäologe wollte sich damit allerdings nicht zufrieden geben.
„Ja, natürlich stimme ich ihnen da zu. Wir müssen einfach nur vorsichtig und mit Bedacht vorgehen.
Immerhin sind wir Forscher.“
Bevor die beiden ihren Wissenschaftlichen Disput vertiefen konnten, ging Degenhardt dazwischen.
„Beruhigen sie sich erst mal wieder. Beide.“
Nachdem einige Sekunden keiner was sagte, meldete sich Teal´C zu Wort.
„Ich habe über eure Worte nachgedacht. Ich habe in der Irdischen Geschichte keine Rolle gespielt.“
Feldwebel Julia Tora antwortete ihm.
„Ja, da hat du schon Recht. Aber wenn man in dieser Zeit von der Goa´Uld Bedrohung gewusst hätte, wäre wohl das Tor eher zerstört worden, anstatt das STK zu gründen.“
Degenhardt stimmte ihr zu.
„Vor allem wenn sie gewusst hätten, wie hoch ihre Waffen und Schildtechnologie entwickelt ist.“
Im nächsten Moment öffnete sich die Tür, ein junger Soldat kam flankiert von zwei weiteren herein.
„Der Major will sie jeden nacheinander sprechen. Will wer von ihnen freiwillig den Anfang machen?“
Daniel hob den Arm mit dem Gips, einer der Soldaten ging auf ihm zu, bemerkte die Kyrilische Schrift.
„Hey. Являются ли они Русским шпионом?“
Daniel antwortete sofort.
„Njet.“
Degenhardt blickte seinen Wissenschaftler fragend an.
„Was war denn das gerade?“
Dr. Jackson blickte sich fragend um.
„Ach nichts weiter. Er hat mich nur gefragt, ob ich ein Russischer Spion sei: Ich habe das natürlich verneint.“
Degenhardt ging kopfschüttelnd auf ihn zu.
„Sagen sie mal, geht´s noch? Sie haben gerade auf Russisch verneint, dass sie ein Sowjetischer Spion sind?“
Der Junge Soldat grinste alle an.
„Damit wäre das ja geklärt. Nehmen sie die rothaarige Frau mit. Sie wird als erste verhört. Keine Angst, ihnen geschieht schon nichts.“
Während Franzi abgeführt wurde, schüttelten alle den Kopf, als sie Daniel ansahen. Der nur zur Decke fluchte.
Degenhardt sah ihn strafend an.
„Njet…, dümmer ging es echt nicht.“
Und das warten begann.
Oberleutnant Franziska Rust wurde in einem schummrig ausgeleuchteten Raum gebracht, wo schon Major Erdmann auf sie wartete.
„Also, wer sind sie und was wollen sie in meinem Berg?“
Sie lachte leise.
„Ihr Berg?“
Erdmann rollte mit den Augen.
„Lassen sie den Unsinn, Fräulein. Oder wissen sie nicht, wie tief sie drin stecken?“
Sie dachte kurz nach.
„Wohl nicht so tief, wie sie gerade in mir stecken wollen.“
Er pustete den Kaffee wieder aus.
„Was??? Ich hab mich wohl gerade verhört!“
Sie legte frech die Stiefel auf den Tisch, Erdmanns Augen weiteten sich immer mehr.
„Ach komm schon. Den Blick hab ich schon von so vielen Typen gesehen. Du willst mich vernaschen, aber die Vorschriften sind hinderlich.“
Er wurde immer aufgebrachter.
„Schluss jetzt. Also, wer sind sie?“
Sie beugte sich nach vorne, lächelte zuckersüß.
„Captain Kathryn Janeway vom Föderationsraumschiff Voyager.“
Erdmann schlug mit der flachen Rechten Hand auf den Tisch.
„Das ist jetzt ihre letzte Chance. Ich will ihren Namen und wissen, warum sie hier sind.“
Sie dachte kurz nach, antwortete dann ganz ernst.
„Sie haben natürlich Recht. Das ist nicht mein Name, auch nicht mein Rang. Mein echter Name ist Leia Organa, Prinzessin von Alderaan.“
Sie hatte die Worte kaum ausgesprochen, da verließ Erdmann auch schon den Raum, ließ sie in ihre Zelle zurückschicken.
Lagerraum, ein Stockwerk höher:
Der junge Offizier untersuchte allein, auf Befehl des Majors die Gegenstände, welche die Fremden bei sich führten.
Dabei fiel ihm eine merkwürdige Art von Kamera auf.
Nach einigem Herumprobieren, konnte er sie auch einschalten, doch die Aufzeichnung des Monitors verschlug ihm fast die Sprache.
General Reineke war zu sehen.
„Hallo, Sportsfreund. Ich weiß, wie merkwürdig diese Bilder auf dich wirken müssen, aber da sie ein Bestandteil meiner Erinnerungen sind, weiß ich, wie du damit zurechtkommen wirst.
Ich spreche durch diese Kamera zu dir aus einer 30 Jahre entfernten Zukunft, und wie du schon richtig vermutest hast, ich bin dein zukünftiges Ich.
Doch nun höre mir genau zu, dass folgende ist sehr wichtig…“
Gespannt und auch fassungslos verfolgte der junge Oberfähnrich, was ein künftiges Ich zu sagen hatte.
LKW, etwa drei Stunden später:
Zusammen und mit Handschellen gefesselt saßen die fünf auf der Ladefläche dieses Trucks, dass Ziel sollte München sein.
Tora dachte über die Auswirkungen nach, wenn sie wieder zurückkehren sollten.
„Ich hoffe nur, dass man uns überhaupt noch erkennt. Nicht, dass wir schon zu sehr in die Geschichte eingegriffen haben.“
Daniel versuchte sie zu beruhigen.
„Keine Angst, dass wird schon wieder. Meine größte Angst ist, wie erklären wir bei den weiteren Verhören den Goa´Uld in Teal´C?“
Der Jaffa stimmte ihm zu.
„Daniel Jackson, ein viel größeres Problem ist, dass mein Symbiont in ungefähr zwei Jahren ausgewachsen seien wird.
Dann wird er sich einen Wirt suchen, wenn ihr ihn nicht tötet. Und ohne einen Ersatz werde ich sterben.“
Degenhardt rieb die Hände vor seinen Augen.
„Wie ihr also bemerkt habt, müssen wir unbedingt wieder zurückfinden. Schon eine Idee, wie wir das schaffen könnten?“
Rust stimmte ihrem Kommandeur zu.
„Da stimme ich ihnen zu. Um wieder zurück zu kommen, müssen wir das Sternentor finden und entsprechend modifizieren.“
Jules ging dazwischen.
„Bist du verrückt? Wir sollen nach Amiland, in einen ihrer geheimen Stützpunkte einbrechen und unbemerkt das Tor benutzen?“
Degenhardt streckte die Beine.
„Notfalls nehmen wir eben das in der Antarktis…“
Im nächsten Augenblick blieb der Wagen durch einen kräftigen Ruck stehen, zur Verblüffung von ST 1.
Tora stand auf.
„Unfall oder Stau…?“
Doch die Frage erübrigte sich, als die Hintertür aufsprang und der junge Offizier eintrat.
„Ihr seit also aus der Zukunft, genauso genommen aus dem Jahr 1999 und Soldaten eines Wiedervereinigten Deutschlands?“
Für mehrere Sekunden herrschte absolute Totenstille, zwar konnte man schon fast das herunterklappen der Kiefer hören, doch sonst war nicht mal der Wind zu hören.
Der Offizier versuchte die Stimmung etwas zu lockern.
„Ich bin Oberfähnrich Alexander Reineke und laut der Aufzeichnung in diesem Recorder in 30 Jahren ihr Kommandeur.“
Dabei hielt er die Kamera in die Luft, wedelte ein wenig mit ihr.
Nach einer kurzen Verschnaufpause, in der sie alle das gerade gehörte verarbeiten mussten, antwortete Degenhardt als erster.
„Jetzt erwarten sie bloß nicht, dass wir auch noch vor ihnen strammstehen.“
Der junge Reineke aber lächelte sie nur an.
„Keine Angst, Oberst. Das werde ich mir noch nicht anmaßen.“
Danach griff er zu seinem Schlüssel für die Handschellen, öffnete sie im Nu.
„Auch wenn ich mir immer noch nicht erklären kann, wie in der Zukunft Frauen im normalen Truppendienst ihre Wehrpflicht erfüllen.“
Jules grinste ihn fesch an.
„Nur die Kerle müssen zum Wehrdienst. Für uns Frauen ist eine reine und absolut freiwillige Sache.
Gleichberechtigung eben.“
Da musste der Oberfähnrich doch etwas grinsen.
„Ist ja mal wieder typisch. Erst öffnet man den Damen die Türen und dann können sie sich auch noch aussuchen, hindurch zu gehen.
Das ist keine Gleichberechtigung, sondern Bevorzugung.“
Keine Sekunde später hatte er sich dafür einen leichten Schlag auf den Hinterkopf von Franzi eingefangen.
„Hey, nicht frech werden, Kleiner. Ich bin Oberleutnant.“
Teal´C verneigte sich leicht vor OF Reineke.
„Danke für deine Hilfe. Doch sag, wie hast du die anderen Wachen ausgeschaltet und wo sind unsere anderen Ausrüstungsgegenstände?“
Reineke führte sie zur Fahrkabine, wo zwei Soldaten tief am Schlafen waren.
„Ich habe in das Wasser einen ordentlichen Schuss Schlafmittel gegeben. Die sind die nächsten Stunden erst mal weggetreten.
Und ihre Ausrüstung befindet sich in dem Anhänger.“
Degenhardt klopfte seinem künftigen Boss anerkennend auf die Schulter, dachte dann kurz nach.
„Oberfähnrich, setzen sie sich auch neben die anderen beiden und nehmen sie das Schlafmittel.
Das ist ihre einzige Chance, einem Militärgerichtsverfahren zu entgehen. Wir werden zusehen, wie wir wieder in unsere Zeit zurückkommen.“
Reineke gab allen noch mal die Hand, bevor er sich auf dem Sitz niederließ und kurz darauf einschlief.
ST 1 hingegen machte sich durch den Bayrischen Wald davon.
Drei Stunden später:
Nachdem sie die Botschaft aus der Kamera mehrmals gesehen hatten, wurde beschlossen, als erstes mit Catherine Langford in Kontakt zu treten.
Teal´C war es gelungen, einen Wagen zu übernehmen, in dem er einfach auf die Strasse sprang und den Fahrer zu halten zwang.
Dass es sich dabei um einen bekannten Politiker des Bayrischen Landtages handelte, erfuhren sie erst später.
Allerdings freute sich Oberst Degenhardt über einen Mercedes, welcher sich in bester Verfassung befand.
Nachdem sie unterwegs die Kleidung wechselten, Sebastian Degenhardt sah jetzt aus wie ein Spießbürger aus, Franziska Rust wie ein braves Schulmädchen, Julia Tora war als biedere Hausfrau verkleidet, Daniel als Arbeiter im Blaumann und Teal´C als Hippie mit Dreadlocks und Blümchenweste, kamen sie problemlos an jeder Polizeisperre vorbei, konnten sich sogar über die Grenze schmuggeln.
Teal´C lernte tatsächlich ein wenig Autofahren, auch wenn es mehr Schlangenlinien waren.
So gelangten sie drei Tage später, mit zahllosen Tricks schließlich nach Paris.
Paris Airport:
Unauffällig standen sie in einer Ecke des Flughafens, versuchten die gestohlenen Pässe mit Fotos aus einem Automaten zu fälschen.
Franzi wirkte erleichtert.
„Zum Glück gibt es jetzt noch keine Elektronische Erfassung. Solche Ausweise könnt ich nicht auf die Schnelle kopieren.“
Degenhardt sah sich die Werke an.
„Oberleutnant, ist ihnen aufgefallen, dass auf unseren Fotos nur aufgemalte Stempellinien sind?
Das Checken die doch sofort.“
Rust aber antwortet keck.
„Keine Panik, Chef. Das haben Jules und ich schon mit bedacht. Wir gehen einfach an den Schalter mit dem größten Macho.
Dann zeigen wir beide einen tiefen Ausschnitt auf unsere Hupen, während ein Taschentuch fällt.
Was bei Hathor geklappt hat, geht hier schon lange.“
Daniel sah kurz Decke, blickte dann unschuldig den Oberst an, welcher nur halb verzweifelt den Kopf schüttelte.
Etwa Zehn Minuten später war es soweit, sie standen direkt vor dem Schalterbeamten, reichten ihm die Pässe.
Wie abgesprochen ließ Jules ein Taschentuch fallen, bückte sich langsam und tief nach vorne über, so dass der Beamte einen perfekten Blick unter ihren Minirock werfen konnte.
„Hach, wie ungeschickt von mir, ich heb es auf…“
Und um die Sache noch zu würzen und abzurunden, beugte sich Franzi etwas nach vorne über, so dass ihr Ausschnitt weit wurde.
Dann gab sie ihrer Freundin einen Klaps auf den Hintern.
„Das du aber auch immer so tollpatschig sein musst…“
Der Schalterbeamte hatte schon einen hochroten Kopf, atmete ganz schnell und tief, während er wie in Trance die Pässe abstempelte.
Nachdem sie allesamt die Hürde genommen hatten, hörte man von einigen Älteren Personen hinter ihnen nur Empörtes Getuschel.
„Früher hat es das nicht gegeben.“
„Unsere Jugend ist so schamlos geworden.“
„Da würden sich unsere ehrbaren Eltern ja im Grabe umdrehen.“
Franzi aber lachte nur in sich herein. Gut, der Minirock, den sie trug, war eigentlich nicht mehr als ein etwas fülliger Gürtel.
„Mensch, dass sind die Sixtis. Love, Sex and Rock´n Roll. Wenn ihr das schon für anstößig haltet, kommt mal nach 1999.“
Nachdem sie wieder zu den anderen aufgeschlossen hatte, bemerkte Degenhardt bei ihr einen betrübten Blick.
"Haben sie was auf dem Herzen?“
Sie entgegnete ganz Melancholisch.
„Ja. Wir sind im Jahr 69 und ich komm nicht nach Woodstock…“
Der Oberst sah Tora mit einem entnervten Blick an, welche aber nur fies grinste.
Keine halbe Stunde später hob der Flieger ab.
Sie hatten sogar die ganzen Waffen im Gepäck mitbekommen, indem Franzi es einfach als Diplomatenfracht deklarierte, welche vom Zoll nicht geöffnet werden darf.
28 Stunden später – in Catherine Langfords Hause in New York.
Dr. Langford hatte dem Team Kaffee und Kuchen angeboten, um das Gespräch etwas angenehmer zu gestallten.
Daniel übernahm das Reden.
„Verehrte Catherine, der Grund, warum wir hier sind, ist einfach. Mein Vater war ein guter Freund von ihrem Vater.
Von daher wissen wir auch vom Tor zum Himmel, welches ihr Vater 1928 in Ägypten freigelegt hat.
Die Berichte und Erzählungen meines Vaters haben mich immer fasziniert, weswegen ich gerne Untersuchungen daran durchführen würde.“
Catherine lachte bitter auf.
„Und wie stellen sie sich das vor? Glauben sie, das Militär würde sie da einfach ranlassen? Im Gegenteil, diese Ignoranten würden seine Existenz einfach abstreiten.“
Während Jules nur etwas von „Typisch Cowboys“ vor sich hin murmelte, bohrte Daniel noch tiefer.
„Mit dem Militär müssten wir uns selbstverständlich auch noch auseinander setzen. Aber ich denke, dass wir uns einigen können.
Wenn nicht, sollten sie vielleicht vor Gericht ziehen und auf die Herausgabe klagen. Ich denke schon, dass es mit dem Richtigen Richter klappen könnte.“
Catherine sah ihn an, als ob sie die Welt nicht mehr verstehen würde.
„Um von der CIA in die Mangel genommen zu werden?“
Franzi lachte bitter auf.
„CIA? Keine Panik, ich würde erst beim NID Angst bekommen…“
Daniel vertiefte seinen Blickkontakt zu Dr. Langford.
„Wissen sie denn, wo das Tor sich augenblicklich befindet?“
Sie sah erst zur Seite.
„In einem militärischen Lagerkomplex bei Washington, wo es verrottet. Ich schreibe ihnen die Adresse auf, aber machen sie sich besser keine Hoffnung.“
Nachdem ST 1 die Adresse hatte, gab Daniel ihr noch einen Brief.
„Verwahren sie ihn gut. Wenn die Zeit gekommen ist, werden sie wissen, was der Inhalt bedeutet.
Und glauben sie mir, ein Prozess um das Tor könnte sich wirklich lohnen.“
Degenhardt fügte dann auch noch was hinzu.
„Und wenn sie in den USA keine Investoren finden, in Deutschland schätzen wir die Wissenschaft hoch ein, geben auch gerne etwas mehr Geld aus, als tatsächlich benötigt wird.“
Während sie wieder gingen, blickte Catherine ihnen nachdenklich hinterher.
Gerade wieder losgefahren, fragte Jules Daniel, was in dem Brief stand.
„Ich hoffe doch, dass sie nicht zuviel verraten haben.“
Er sah die Sanitäterin belehrend an.
„Natürlich nicht. Ich habe ihr nur den Namen ihres Anwalts, während des Prozesses, Michael Garibaldi aufgeschrieben.
Dazu einige Tipps für später, etwa Kanzler Schröders spätere Adresse in Berlin, oder ab wann sich die Klage gegen die Regierung lohnt.“
Degenhardt blickte nach hinten, während Teal´C fuhr.
„Sehen sie sich noch mal die Kameraaufzeichnung von McKay an. Nicht das er in seiner Egomanie einen Fehler gemacht hat.“
Ohne dass im STK jemand davon wusste, ließ General Reineke von Dr. McKay Berechungen für den genauen Rückkehrzeitpunkt anstellen.
Währenddessen regte sich Teak´C über einen Fahrer auf, der ihm die Vorfahrt nahm.
„Elender Verkehrssünder.“
Er wurde vom Oberst berichtigt.
„Verdammter Rowdy ist passender.“
Danach nahmen sie Kurs auf die Amerikanische Hauptstadt.
Washington, Lagerhaus – am nächsten Morgen:
Praktisch unsichtbar, glitten die ST 1 Mitglieder an den Wänden des Gebäudes entlang, bereit sich diese Lagerhalle vorzunehmen.
Die letzten beiden hatten nichts ergeben, von daher war diese schon die letzte Chance.
Teal´C sah durch ein Fenster.
„Oberst Degenhardt, darin steht ein Lagerbehälter, der passen könnte.“
Degenhardt besah sich Rust und Tora, die miteinander rum alberten.
„Hey, ihr beiden verrückten Hühner. Etwas mehr Konzentration bitte. Teal´C, Daniel und meine Wenigkeit werden das Tor in Gang bringen.
Ihr beide wartet hier, um eventuell ausgeschlafene US Airforce Soldaten abzufangen und zu beschäftigen.
Ich will keine US Zeugen, damit das klar ist.“
Jules sah ihren Kommandeur leicht verbittert an.
„Und wie sollen wir das anstellen?“
Franzi bekam erneut sündige Gedanken.
„Indem wir eine kleine Lesbennummer abziehen, wenn wer vorbeikommt. Das hält kein Typ aus.
Das waren und werden für immer die besten Waffen einer Frau sein.“
Während der Oberst nur schmutzig vor sich hin pfiff und Franzi verspielt lachte, hatte Jules ein Gesicht, als wäre ein Jahr Regen.
Nachdem die Männer sämtliche Klappen an dem Behälter entfernt hatten und die Wände herunterfielen, entfachte sich das Sternentor in seiner ganzen Pracht.
Teal´C fiel ihr Problem als erstem auf.
„Oberst, woher bekommen wir eine Energiequelle, mit wir die nötige Kraft für die Anwahl aufbringen können?“
Degenhardt sah sich um.
„Die Motoren der Fahrzeuge, dazu die im Naquadah enthaltene Restenergie, dass wird schon reichen.“
Daniel ging zu dem ersten LKW, öffnete die Motorhaube.
Seit schon mehreren Minuten knatterten die Fahrzeuge, was auch zwei US Airman anzog, die nach dem rechten sehen wollten.
„Franzi, ich habe noch nie mit einer Frau, ich krieg das nicht hin… Sollten wir nicht was anderes probieren?“
Oberleutnant Rust schüttelte nur den Kopf, da kamen die beiden Soldaten auch schon um die Ecke.
„Hey, Ladies. Das hier ist Militärisches Sperrgebiet.“
Franzi nahm, ohne mit der Wimper zu zucken einfach Jules Gesicht und drückte ihr einen tiefen Zungenkuss auf.
Die Sanitäterin wedelte zwar Hilfe suchend mit den Armen, machte dann aber unbeholfen mit.
Die beiden Soldaten blieben angewurzelt auf ihrem Platz stehen.
„Mann…ich glaub… das… nicht.“
„Ich…auch…nicht.“
Zu Jules Unmut wanderte die Hand von Franzi unter ihr Top, leise flüsterte sie etwas in das Ohr des weiblichen Offiziers.
„Hey, übertreib es nicht. Es gibt bei mir eine Grenze.“
Die Rothaarige erwiderte die Worte zwischen zwei Küssen.
„Was glaubst du wohl, wie lange wir die beiden noch mit Knutschen hinhalten können? Wenn die beim Tor länger brauchen, müssen wir eben improvisieren. Außerdem nicht so schüchtern.“
In nächsten Moment umfasste Franzis linke Hand eine von Jules Rundungen. Sie gab resigniert auf.
„Oh, man. Was ich nicht alles für mein Land mache…“
Endlich aktivierte sich das Vortex des Tores. Degenhardt lief sofort zum Eingang der Halle, wank die beiden Ladys zu sich.
Die Soldaten, aus ihrer Trance erwacht, wurden sofort überwältigt und niedergeschlagen, ohne was vom Sternentor gesehen zu haben.
Jules war richtig erleichtert.
„Zum Glück können wir gehen. Ich dachte schon, dass ich mich entblößen müsse.“
Franzi grinste hämisch.
„Nein, aber ein Sekunde später und ich wäre eine Etage tiefer gewandert.“
Unter den absolut entnervten Blicken des Obersts gingen sie durch das Tor.
STK – Zeit unbekannt:
Zur großen Überraschung kamen sie zwar am Richtigen Ort raus, aber es war niemand zu sehen.
Daniel wollte es nicht fassen.
„Nicht schon wieder.“
Unmerklich darauf öffnete sich eine Tür, zwei Personen traten heraus, beide in weiß gekleidet.
Zum einen eine alte Frau, die eine lange Robe trug, neben ihr ein Mann um die 50 in einer weißen Uniform mit blauen Einarbeitungen.
Degenhardt sprach beide an.
„Wer sind sie und wo sind wir hier?“
Der Mann antwortete.
„Seien sie gegrüßt, Oberst. Leider haben sie das Tor etwas zu spät durchtreten, sind von daher weit der Zukunft gelandet.
Wir befinden uns schon in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhundert. Mehr darf ich ihnen nicht sagen, um die Zeitlinie nicht zu kontaminieren.“
Franzi kommentierte diese Aussage mit einem umherschwenken ihres Kopfes.
„Uns wundert schon gar nichts mehr. Wer ist eigentlich die Dame neben ihnen?“
Die Angesprochene trat einen Schritt vor.
„Es ist sehr lange her, Franziska. Aber ich dachte, du würdest mich erkennen.“
Oberleutnant Rust blickte der Frau tief in die Augen, fragte dann ungläubig.
„Cassandra? Bist du das?“
Die Frau lächelte selig.
„Ja, aber ihr habt keine Zeit. Ich kann euch nur soviel sagen: Das beste in eurem Leben, liegt noch vor euch.
Was ihr bisher erforscht und geleistet habt, verblasst zu euren künftigen Taten.“
Danach aktivierte sie ein Schmuckstück auf ihrem Handrücken, das Vortex aktivierte sich vertikal.
Der Mann trieb sie ein wenig an.
„Los jetzt, bevor ihr wieder in einer anderen Zeitzone landet.“
Etwas irritiert gingen sie erneut durch das Tor.
Cassandra sah sich um, als sich eines der Tore öffnete, ein Dunkelhaariger Mann in Hand- und Fußschellen hereingeführt wurde.
Er grinste diabolisch.
„Interessant, wie sich alles zusammenfügt. Du hattest Recht, diesem Augenblick habe ich schmerzlich beigewohnt.
Aber das war ja auch wohl dein Ziel, nicht wahr General James Jackson-Doran?“
Die letzten Worte zog er dabei abartig freundlich in die Länge.
Daniels Sohn war über den inneren Schmerz, seines Gegenüber, sichtbar erfreut.
„Genug Gift verspritzt. Wache, bringen sie meinen alten Kumpel Baal wieder in seine Zelle…“
STK, Gegenwart:
Endlich kamen sie wieder in dem Stützpunkt an, wo die Reise begann. General Reineke und Dr. McKay begrüßten sie.
Rodney konnte sich ein Siegeslächeln nicht verkneifen.
„Wie ich sehe, waren meine Berechungen korrekt. Und bei der Aufgabe, gepaart mit unserer Technik gebührt mir dafür eigentlich der Nobelpreis.“
Dabei hob er den Kopf ziemlich hochnäsig nach oben.
Gerade als Degenhardt darauf antworten wollte, kam von hinten ein wütender Aufruf eines bekannten Russischen Offiziers namens Runge.
„McKay. Sie haben mein wohlverdientes Frühstück gegessen. Wenn ich sie in die Finger kriege, Sirupfresski…“
Während der Kanadier sich ängstlich hinter Teal´C zu verstecken versuchte, die anderen nur grinsten, hatte Reineke das vorerst letzte Wort, gab Franzi einen Klaps auf den Hinterkopf.
„Ich denke, sie wissen, wofür das war. In einer Stunde zur Nachbesprechung. Leute, die wird ausgiebig und lustig werden…“ |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 14.01.2008, 11:58 Titel: |
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*grins* Die Zeitreise also *schmunzel*. Herrlich! Warum hatte ich nur ständig diese in Batik gekleidete Sam Carter im Hinterkopf, die mit der dezenten Brille auf der Nase und einem Tuch um den Kopf ... *grusel*. Irgendwie bin ich froh, daß ich erst 71 ausgeliefert wurde ...
War wieder göttlich, diese Episode. Die dummen Sprüche und die Kalauereien kann man dem Team aber auch nicht absprechen. Sogar Daniel lockert auf, und Teal'c ist zwar immer noch der stumme Riese, aber irgendwie scheint auch er mit lockerer - oder irre ich mich da?
Tja, da dürfte ja der eine oder andere noch gewaltigen Ärger hinterher gekriegt haben - ich denke da vor allem an einen kleinen ... äh späteren Leiter, der hier ... ach Gott, war das süß! Und wie war das mit dem "nicht eingreifen in eine Zeitlinie" von Daniel? Kann es sein, daß er da irgendwie die Gesetze der temporalen Intigrität etwas ... dehnt?
Ich fand es auf jeden Fall wieder klasse und freu mich schon auf die Fortsetzung! |
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