Das Tor in phantastische Welten FanFictions, zu Stargate und anderen Serien, die dich in eine neue Welt bringen!

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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 14.10.2007, 00:44 Titel: Stargate The German Experience (Staffel 1) |
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Autoren: Atlan, Colonel Maybourne
Handlungsbogen: Jax
Titel: Stargate Der Film: The German Experience
Spin off zu Stargate Der Film German Experience
Rating: PG
Genre: Action, Adventure, Was-wäre-wenn
Disclaimer: Alles gehört MGM. Uns nur die Idee, dass es auch aus Deutschland kommen kann.
Stargate The German Experience Pilotfilm--- Das Tor zum Universum
Einführung:
Ein halbes Jahr ist seit dem Abydoseinsatz der beiden ST Teams vergangen.
In den letzten sechs Monaten waren monatlich einige Wissenschaftler nach Abydos geschickt worden.
Man konnte drei intakte Gleiter bergen, bedeutende Teile der Schiffsdatenbank als auch Technik.
Zudem wurden über 53 Tonnen Naquarda abgebaut.
Heute schreiben wir den 31. Dezember 1998.
Wegen der Feiertage war nur eine Notbesatzung auf dem Stützpunkt, da für diese Zeit auch keine Ankunft von Abydos geplant war.
Es war 23 Uhr und 42 Minuten.
Vier Bundeswehrsoldaten saßen an einem Tisch im Torraum.
Besonders glücklich war keiner von ihnen.
Es war Silvester und sie saßen hier fest.
Gerade trötete einer der Soldaten in eine Tröte, wie sie zu Silvester zu tausenden zu sehen waren, als sich die Schutztür öffnete.
Die Soldaten standen auf und nahmen Haltung an.
Als sie jedoch ihre Kollegin Feldwebel Kaufmann sahen, in ihren Händen eine Kiste Bier.
“Mit besten Empfehlungen von General Reineke!”
Ein Feldwebel nahm sofort drei Flaschen und warf je eine von ihnen seinen Kameraden zu.
Nachdem jeder eine Flasche hatte, meinte der Feldwebel: “Auf den Chef! Dafür, dass Silvester doch noch angenehm ist!”
“Hört, hört!” ,kam es zurück und sie tranken.
Da ertönte aus den Lautsprechern: “Hier ist Antenne Bayern, es sind noch wenige Minuten bis zum neuen Jahr und ich gebe jetzt nach München zum Start des Countdown.”
Der Feldwebel setzte jedem ein Partyhütchen auf, als es passierte.
Der innere Ring des Sternentors begann sich zu drehen.
“Scheiße, dass ist gar nicht gut!” ,meinte Kaufmann und rannte zum Notfalltelefon. “Torraum hier, eingehendes Wurmloch!”
Da aktivierte sich das Wurmloch und ein halbes Dutzend Männer in metallenen Panzern und Schlangenköpfen traten heraus.
“EINDRINGLINGE, EINDRINGLINGE!” ,gab sie durch.
Ihre Kollegen hechteten zu ihren G36, feuerten gemeinsam auf zwei der Krieger, die tot umfallen, bevor sie selbst von den Stabwaffen der anderen niedergestreckt wurden.
Da kam noch eine weitere Schlangenwache aus den Ereignishorizont.
Die Person unterschied sich von den anderen, durch die goldene Farbe der Rüstung.
Sie gab Anweisungen und eine der anderen Schlangenwachen schritt auf Feldwebel Kaufmann zu.
Diese zog ihre Sekundärwaffe und feuerte das ganze Magazin auf den Alien ab.
Das machte diesem jedoch kaum etwas aus. Es gab nur eine Fleischwunde an der linken Schulter. Zielstrebig ging er auf sie zu, hielt sie fest und trug sie zu der goldenen Schlangenwache.
Dort er hielt sie hoch und der Helm der goldenen Schlangenwache fuhr zurück.
Der Mann sagte: “Ja, wunderschön. Teal’C, Kree!”
Die Schlangenwache, die Kaufmann festhielt, übergab sie dem Mann. Er hob seine linke Hand und aktivierte einen Strahl, den er auf Kaufmanns Kopf richtete. Kaufmann hörte auf sich zu wehren und regte sich nicht mehr.
In den Gängen rannten bewaffnete Soldaten hinter Generalmajor Reineke her.
Selbst dieser hatte eine 9mm in der Hand und schriee: “Los, bewegt euch! Wir haben Eindringlinge im Torraum!”
Am Torraum angekommen, holte er seine ID Karte heraus, öffnete die Tür und stürmte den Torraum.
Ein Wurmloch hatte sich aufgebaut und nur noch der Mann in der goldenen Rüstung, eine Wache und Feldwebel Kaufmannwaren da.
Als der General sah, wie der Mann Kaufmann als Schutzschild vor sich hielt, befahl er:
“Noch nicht schießen!”
Der Mann sah General Reineke an.
Seine Augen fingen an zu glühen, dann traten er und seine Wache mit Kaufmann durch das Tor.
Der General sah sich um. Die vier anderen Wachen waren tot, es stank nach verbranntem Fleisch.
Im Hintergrund hörte er aus den Lautsprechern: “Drei, zwei, eins.... Frohes neues Jahr!”
Ein Tag später um 5.00 Uhr früh; ein Bundeswehr- stützpunkt in Bayern:
Der Appell war gerade ausgerufen worden.
Die Soldaten waren angetreten, als der Basiskommandant Oberst Sebastian Degenhardt auf den Hof kam.
“Achtung! Stillgestanden!”, befahl ein Stabsfeldwebel.
Die Soldaten standen stramm und Oberst Degenhardt zündete sich die erste Zigarre des Tages an.
Nach dem Abydoseinsatz vor sechs Monaten und seiner schweren Beinverletzung, hatte er einen ruhigeren Posten annehmen müssen.
“Na, gestern schön gefeiert?!” ,fragte er die Soldaten. Viele von ihnen waren verkatert und geräuschempfindlich.
“Nur weil gestern Silvester war, ist das kein Grund anzunehmen, dass man am nächsten Tag nicht fit sein muss. Leopold!”
Der Stabsfeldwebel mit dem lauten Organ trat vor und salutierte.
“Leopold, ein 10 Kilometer Orientierungsmarsch! Nach dem Frühstück, volle Kampfmontur.”
“Jawohl Herr Oberst! Ihr habt es gehört Leute, Frühstück und dann komplette Ausrüstung anlegen.”
In dem Moment kam ein Jeep herangefahren und stoppte vor dem Oberst. Herausstieg ein alter Bekannter.
Leutnant Peter Müller, ebenfalls ehemaliges Mitglied der Abydosmission.
“Leutnant Müller!” ,sagte Oberst Degenhardt freudig und reichte dem Leutnant die Hand.
Der Leutnant schlug ein. “Inzwischen Oberleutnant.”
“Glückwunsch.” ,antwortete der Oberst.
Stabsfeldwebel Leopold räusperte sich.
“Ach ja, wegtreten!” ,sagte Degenhardt und fragte Müller: “Was gibt es?”
“Generalmajor Reineke wird sie über alles genau informieren, aber nun kommen sie.”
Müller setzte sich wieder in den Jeep, doch Degenhardt packte ihn am Arm und Müller fügte hinzu: “Es geht um das Sternentor.”
Der Oberst ließ Müller los und setzte sich in den Jeep. “Fahren sie schon!”
Drei Stunden später steckte Oberleutnant Müller seine ID Karte durch den Schlitz des Fahrstuhls und der Fahrstuhl, samt Insassen, fuhr nach unten.
Die Türen öffneten sich und Müller und Degenhardt standen Generalmajor Reineke gegenüber.
Sie salutierten vor dem General, dann gab er dem Oberst die Hand.
“Schön sie wiederzusehen Oberst. Wie geht es ihrem Bein?”
“Gut Herr General.” ,meinte Degenhardt und schritt neben dem General her, der ihn zu einem Raum dirigierte. “Also was für ein Problem gibt es mit dem Sternentor?”
“Gestern Nacht durchschritt ein Trupp feindlicher Soldaten das Tor, tötete unsere Wachmannschaft und entführten den weiblichen Feldwebel.”
Der Oberst blieb stehen. “Das ist doch wohl nicht war, oder?”
“Doch Oberst. Zwei unserer Wachen konnten zwei der Wachen niederstrecken. Ich zeige ihnen jetzt die Leichen.
Und, da ist noch etwas: Ich habe dem Befehlshaber der Schlangenwachen in die Augen gesehen. Sie glühten!”
“Wie bitte?” ,Oberst Degenhardt war erstaunt.
Der General nickte ernst. “Genau, wie die von Ra.”
“Das ist doch unmöglich, Ra war auf seinem Schiff, als es auf Abydos aufschlug. Ich habe ihm persönlich den Rest gegeben, die Leiche verbrannte.” ,sagte Degenhardt.
Der General nickte nur, öffnete eine Tür und schaltete das Licht an.
Auf zwei Tischen aufgebart lagen zwei männliche Leichen, in ihrem Baubereich befanden sich x-förmige Öffnungen.
“Der Gerichtsmediziner meinte, dass sind menschenähnliche Außerirdische, aber laut ihrem Bericht gab es solche Wesen nicht auf Abydos.”
Der Oberst nickte zustimmend. “Ganz recht, dort leben nur Menschen und auch Ras Wachen waren welche.
Allerdings machte Ra Daniel gegenüber Andeutungen von einer Kriegerelite.
Die Beschreibung könnte passen.”
“Wie dem auch sei.” ,meinte der General und legte ihm die Hand auf die Schulter. "
Sie und Müller ziehen sich jetzt um. In 30 Minuten wählen wir Abydos an. Oberstleutnant Runge und sein Team sind seit einem Monat dort.”
“Mein Team?” ,fragte der Oberst.
“Tritt vollständig an. Und jetzt gehen sie!”
Der Oberst salutierte noch schnell, begab sich dann im Laufschritt zu den Umkleidekabinen.
“Und Achtung!”
Die Soldaten, Müller und zwei weitere Abydosveteranen, standen stramm, als Oberst Degenhardt und Generalmajor Reineke den Torraum betraten.
Das Sternentor war bereits aktiv und der Generalmajor sagte zu Degenhardt: “Ich erwarte ihre Rückkehr in spätestens 48 Stunden.”
Der Oberst nickte und salutierte.
“Ausrücken!” ,befahl der General.
Der kleine Trupp durchschritt das Tor.
Nach der 1,3 Sekunden andauernden Reise materialisierten sie wieder auf Abydos.
Gerade hatten sie sich orientiert, da wurden mehrere Waffen aus sie gerichtet.
Die abydonischen Kinder, die ihnen beim letzten Mal geholfen hatten, sahen wer die Ankömmlinge waren und nahmen sofort ihre Waffen herunter.
“Hey Kinder!” ,rief der Oberst.
Da trat Ska’ara vor. “Seit gegrüßt, meine Freunde!” ,sagte er in einem etwas brüchigen Deutsch und bot Degenhardt die Hand an. “
Degenhardt ergriff sie und sagte: “Hallo Ska’ara.”
Da betraten Daniel Jackson und der russische Oberstleutnant Runge den Torraum.
Großes Händeschütteln und Wiedersehensfreuden später, fragte Daniel: “Gibt es was besonderes, oder weshalb sind sie und ihr Team da.”
“Gestern kam ein Trupp Außerirdischer durch das Tor auf der Erde. Die Augen des einen glühten.”
Ska’ara übersetzte das sofort auf Abydonisch und die Anwesenden Abydonier waren sofort aufgewühlt und besorgt.
“Das ist unmöglich.” ,sagte Runge. “Wir bewachen das Tor 26 Stunden am Tag, wäre jemand durchgegangen, wäre uns das aufgefallen.”
Daniel schnipste mit den Fingern und meinte: “Doktor Andreowitsch wollte mir grad was zeigen, als Oberstleutnant Runge mich kontaktiert hat. Er meinte, es wäre eine große Entdeckung betreffs des Tores. Kommen sie mit!”
Er wartete nicht auf eine Antwort, stürmte sofort heraus. Oberst Runge und seine Leute zuckten nur mit den Schultern.
“Runge, Müller, sie kommen mit. Der Rest macht Mittagspause!”
Die drei rannten hinter Daniel her, während die Soldaten sich das nicht zweimal sagen ließen, packten ihre Rationen aus und teilten sie mit den Abydoniern.
Draußen vor der Pyramide stand ein Bundeswehr Jeep, andessen Steuer bereits Daniel saß.
“Kommen sie. Es ist in der Nähe der alten Stadt.”
Als Antwort schupste Runge ihn bei Seite und meinte: “Amerikanski, ich fahre!”
Nach 30 Minuten Fahrt hielten sie vor einem Eingang zu einer unterirdischen Kammer.
Doktor Andreowitsch kam auf sie zu und sagte: “ Da sind sie ja Doktor. Kommen sie, ich hab da drinnen was interessantes gefunden.”
Der Doktor führte sie unter die Erde und meinte: “Ich habe den Eingang heute morgen freigelegt. Doktor Zelenka und Doktor McKay sind bereits unten.”
Müller trat neben Daniel und fragte: “Und, wie geht’s Sha’Re?”
Daniel wurde rot. “Ihr geht es gut. Sie müsste jetzt bei der Pyramide sein.”
Oberst Degenhardt steckte sich eine Zigarre an und fragte: “Schon über Nachwuchs nachgedacht?”
Daniel wurde noch röter und Runge konnte sich ein lautes Lachen nicht verkneifen.
Daniel vermied eine Antwort, als sie eine große, hohe Kammer betraten. An den Wänden befanden sich hunderte Sternentor Glyphen.
“Ah, da sind sie ja endlich!” ,meinte der Kanadier Rodney McKay.
Doktor Zelenka sagte in seiner Konzentration nur kurz: “Hi!” ,wandte sich dann wieder seiner Videokamera zu, mit der er die Wände des Raumes katalogisierte.
“Unglaublich.” ,meinte Daniel, ging auf die Wände zu und sah sie sich an.
“Können sie ruhig sein lassen, ich weiß bereits was das hier ist.” ,meinte Dr. McKay hochnäsig, holte einen Laserpointer heraus und zeigte auf die Wände.
“Die Glyphen sind untereinander und immer zu sechst angeordnet. Es ist so offensichtlich, dass selbst sie inzwischen darauf hätten kommen müssen.”
“Sternentoradressen.” ,meinte Runge und gab McKay einen Schlag auf den Hinterkopf. “Nicht so frech sein, Sirupfresski!”
“Wir haben nach dem Einsatz vor einem halben Jahr mehrere Kombinationen ausprobiert, aber immer ohne Erfolg.” ,meinte Müller und sah sich nun selbst um.
“Ja, ich weiß.” ,meinte McKay. “Sternenkonstellationen ändern sich im Laufe der Jahrhunderte.”
Er wurde von Zelenka unterbrochen: “Viele Faktoren haben beigetragen, dass die Karten nicht mehr stimmen. Mit dieser Kartusche könnten wir ein Modellationsprogramm starten, um das Tor zu anderen Planeten zu öffnen.”
“Nett.” ,sagte Degenhardt. “Dann wissen wir ja wo Ras Artgenosse herkommt.”
“Also eigentlich nicht.” ,meinte McKay und fing sich wieder einen Schlag von Oberstleutnant Runge ein. “Der Chef meinte das Metaphorisch.”
“Danke Sergej! Also, Doktor Zelenka, alles aufgenommen?” ,meinte Degenhardt.
“Ja, das Band ist voll.” ,meinte Zelenka und übergab dem Oberst das Band. Der Oberst gab es ihm aber zurück und meinte: “Sie und McKay werden auf die Erde zurückkehren und so ein Programm basteln.”
“Hey hey, wissen sie wie lange so was dauert?” ,fragte McKay.
“Ich geb ihnen eine Woche.” ,meinte Degenhardt und marschierte aus der Kammer. “Abrücken!”
“Moment mal, ich arbeite nicht für sie!” ,sagte McKay wütend, der sich in seinem Ego gekrängt fühlte.
Schon wieder fing er sich einen Schlag von Runge ein. “Aber für die Deutsche und Russische Regierung, Sirupfresski! Und wenn der Oberst sagt, wir gehen, dann gehen wir!”
Währenddessen saßen die Abydonier mit den deutschen Soldaten in der Pyramide. Auch einige Mitglieder des russischen Teams hatten sich zu ihnen gesellt.
Skaara setzte sich zu den Deutschen und gab ihnen Schalen aus.
“Trinkt ruhig.” ,meinte er.
Die Deutschen tranken, spuckten es aber gleich wieder aus.
Die Abydonier, darunter auch Daniels Frau Sha’Re, und die Russen lachten laut auf.
“Wodka?”
“Ja, selbstgebrannt.” ,meinte Skaara.
“Mein Gott Russkis, was bringt ihr den Kindern hier bei?” ,meinte Leutnant Bär.
“Nur die wichtigen Dinge des Überlebens.” ,meinte der Russe und stieß mit seiner Schale an “Nastrovie!”
Da begann sich der innere Ring des Sternentors zu drehen.
“Verteidigungspositionen!” ,befahl ein russischer Hauptmann.
Die Soldaten und die abydonischen Teenager schnappten sich ihre Waffen und versteckten sich hinter den Säulen.
Da schoss der Wirbel aus dem Tor und hindurchschritten dieselben Schlangenwachen, wie auf der Erde.
Anscheinend hatten sie dazugelernt und schossen sofort.
Ein Russe wurde sofort von einer Salve erfasst und getötet.
Die anderen Soldaten beugten sich leicht aus ihren Deckungen, feuerten und töteten zwei Schlangenwachen.
Die unbewaffneten Abydonier wollten fliehen, doch die Schlangenwachen waren skrupellos und schossen sie nieder.
Als auch die Deutschen und die Russischen Soldaten tot oder zumindest kampfunfähig waren, gingen die Schlangenwachen herum, schnappten sich Skaara und Sha’Re und brachten sie zum Mann in der goldenen Rüstung.
Dieser sagte mit tiefster Stimme: “Gute Wahl! Nehmt sie mit!”
Dann ging er zum Anwahlgerät und wählte sieben Symbole.
Leutnant Bär zog sich etwas hoch, stöhnte dabei, denn er hatte mehrere Schusswundem am ganzen Körper, an seinem Kopf war eine große Platzwunde. Er prägte sich die sieben Torsymbole ein, dann wurde er ohnmächtig.
Als er wieder aufwachte, beugte sich Oberleutnant Mülle über ihn und sagte: “Bär, bleiben sie wach! Wir bringen sie auf die Erde! Sterben sie uns jetzt nicht weg!”
“Symbole..... alle sieben Symbole..... gesehen....” ,dann wurde er wieder ohnmächtig.
Daniel beugte sich inzwischen über einen Abydonier, dieser lag im Sterben.
“Sie mich an, sieh mich an! Was ist hier passiert?”
“Daniel..... Es war Ra!” ,sagte er blutspuckend.
“Nein, Ra ist tot! Was ist hier passiert?” ,wiederholte Daniel.
“Er hat Sha’Re, er hat Skaara... Sie sind durch das Cha’apaai!”
Dann schloss er die Augen, er Abydonier war tot.
Daniel erwies ihm die letzte Ehre, richtete sich dann auf und bekamm mit, wie Runge ohne seine übliche Gehässigkeit sagte: “Meine Leute sind alle tot.”
Degenhardt richtete sich von einem toten Soldaten auf. “Drei Tote, zwei schwerstverwundete! Daniel, wählen sie uns raus!”
Daniel schritt sofort zum Anwahlgerät und drückte die Koordinaten der Erde.
Als das Wumloch etabliert war, trugen Leutnant Müller und Doktor Zelenka, der sehr blass geworden war, Leutnant Bär durch das Tor und Oberstleutnant Runge und Oberst Degenhardt den anderen Soldaten.
McKay schritt sofort hinterher und auch Daniel sagte noch schnell zu einem Abydonier: “Versteckt euch! Ich werde bald wieder da sein, MIT Sha’re und MIT Skaara! Sagt das Kasuf!”
Dann durchschritt auch er das Tor.
Auf der Erde wartete schon Generalmajor Reineke auf der Rampe auf ihn.
Er gab ihm die Hand. “General, wir müssen sofort eine Rettungsaktion starten! Wir müssen Sha’Re und Skaara retten!”
Der General fasste Daniel an den Schultern und sagte "Beruhigen sie sich Junge! Beruhigen sie sich erst einmal.”
Daniel ging die Rampe herunter und der Generalmajor meinte: “Besprechung in einer Stunde!”
Eine Stunde später saßen Daniel, Oberst Degenhardt, Oberstleutnant Runge und Oberleutnant Müller mit General Reineke im Konferenzraum.
“Leutnant Bär und Feldwebel Petersen schweben noch immer in Lebensgefahr.” ,informierte sie der General.
“Herr General, wir müssen hinterher! Leutnant Bär sagte Oberleutnant Müller, dass er alle Symbole gesehen hat. Wir müssen eine Rettungsmission für Skaara und Sha’Re starten!”
“Dazu muss er erst mal stabilisiert werden!” ,bremste ihn der General. “Suchen sie sich solange etwas Zerstreuung. Ich lasse sie rufen, sollte der Leutnant wach werden.”
“Verstanden.”
Die vier Männer erhoben sich und verließen den Raum. Der General blieb noch eine Weile sitzen.
Nach einer Weile stand er auf, ging schnell zu seinem Büro und wählte eine Nummer.
“Hier Generalmajor Reineke. Geben sie mir bitte den Bundeskanzler!”
2 Tage später, mitten in der Nacht:
Daniel saß nun schon seit Stunden allein in der Kantine, als sich Oberst Degenhardt neben ihn setzte und fragte: “Wie geht’s ihnen?”
“Wie soll es mir wohl gehen, wenn meine Frau entführt wurde?”
Degenhardt nickte. “Sie lieben sie sehr, oder?”
Daniel sah ihn an, seine Augen waren blutunterlaufen. “Von ganzem Herzen.”
Der Oberst nickte ein weiteres Mal, stand dann auf und sagte: “Wir holen sie zurück.”
Daniel wollte gerade etwas entgegnen, als über die Lautsprecher kam: “Oberst Degenhardt, Dr. Jackson, bitte auf die Krankenstation!”
“Der Leutnant!” ,schoss es dem Oberst durch den Kopf und er meinte zu Daniel: “Kommen sie!”
Fünf Minuten später betraten sie die Krankenstation, General Reineke wartete schon auf sie. Daniels erste Frage war:
“Ist er wach?”
Der General schüttelte mit dem Kopf, fügte dann aber hinzu: “Der Arzt hat seine Einwilligung gegeben, den Leutnant für einige Minuten aufzuwecken.”
Da zog ein Arzt einen Vorhang zurück und er meinte: “Sie haben zehn Minuten, General!”
“Danke Doktor.” ,antwortete Reineke ihm und nahm einen Block und einen Stift in die Hand.
“Herr General.” ,presste Leutnant Bär hervor, hustete aber sofort danach.
“Ganz ruhig Leutnant, schonen sie ihre Kräfte.” ,meinte der General und gab Bär Block und Stift.
“Wir brauchen die Koordinaten.”
Der Leutnant zeichnete die sieben Symbole innerhalb weniger Minuten auf, dann sage der Arzt: “Sie haben was sie wollten und jetzt raus hier.”
Danach holte er eine Spritze und sedierte den Leutnant wieder.
“Konferenzraum!” ,befahl Reineke und ging mit den beiden Männern zum Konferenzraum.
Diese staunten nicht schlecht, als neun hohe Offiziere der Bundeswehr und der russischen Armee, darunter auch Oberstleutnant Runge, stramm standen. Außerdem waren noch die Doktoren McKay und Zelenka anwesend. “Setzten sie sich meine Herren, dann können wir endlich beginnen.” ,meinte der General zu den Anwesenden.
Als endlich alle saßen, begann der General: “Nachdem wir dank Doktor McKay und Zelenka wissen, dass wir unser Stargate auch nach anderen Planeten öffnen können, rief ich den Bundeskanzler und dieser den russischen Präsidenten an.
Sie haben ihr Einverständnis gegeben unser Programm fortzuführen. Am Anfang mit 10 Teams, fünf Deutsche, fünf Russische. Oberst Degenhardt, ihr Team läuft unter der Kennung ST 1. Der erste Auftrag für ihr Team und ST 2, geleitet von Oberstleutnant Runge wird sein, Doktor Jacksons Frau und den abydonischen Jungen Skaara zu retten und den neuen Feind auszuspionieren. Fragen?”
“Also, wenn die Teams ihren Auftrag erledigt haben, wird uns der Feind sicher angreifen. Sie können jederzeit durch das Tor kommen, wie also wollen wir uns da gegen schützen?” ,fragte ein russischer Major.
“Da haben wir uns was einfallen lassen.” ,meinte Zelenka. “Wir haben in das Sternentor einen Schutzwall installiert, eine sogenannte Iris, mit der wir........”
Da wurde er von McKay unterbrochen: “Also die Iris ist weniger als 3 Mikrometer vom Ereignishorizont entfernt, dadurch kann sich die Materie nicht komplett wiederaufbauen. Sie müssen einen ID-Code über einen Transmitter eingeben, damit sie sich für sie öffnet.”
Er schob einen Transmitter, eine rechteckige Fernbedienung, zu Oberst Degenhardt.
Der General erhob sich, die Anwesenden taten es ihm nach und er meinte: “Wegtreten meine Herren.”
Als die deutschen und russischen Offiziere gegangen waren, fragte Degenhardt: “Haben sie etwas dagegen, wenn ich vorläufig Dr. Jackson und Oberleutnant Müller in mein Team nehme?”
Der General nickte. “Vorläufig. Und jetzt machen sie sich fertig! Ich glaube bei dieser Mission ist Zeit Geld!”
Der Oberst salutierte und ging Richtung Umkleiden.
Zwei Stunden später standen ST-1 und ST-2 Abmarsch bereit im Torraum.
ST-1 bestand momentan aus Degenhardt, Daniel und Oberleutnant Müller.
ST-2 hingegen hatte doppelt so viele Mitglieder, darunter zwei Scharfschützen und drei Spezialisten.
Runge sprach noch mit seinem Stellvertreter Major Alexej Iwanowitsch, als General Reineke vom Kontrollraum aus sagte: “ST-1 und 2. Dies ist eine Rettungs- und Aufklärungsmission! Versuchen sie sich unauffällig zu verhalten! Viel Glück!”
“Anwählen!” ,befahl er einem Wissenschaftler neben ihm.
Nach wenigen Sekunden etablierte sich das Wurmloch und die beiden Teams rückten aus.
Im nächsten Augenblick standen die neun Männer in einer Ebene, in der mehrere Steine in bestimmten Ansammlungen standen.
Als sich das Tor geschlossen hatte, meinte Runge: “Angenehm kühl hier. Jetzt noch ne Flasche Wodka und ich fühl mich heimisch.”
Degenhardt klopfte ihm auf die Schulter. “Na gut Sergej, dann bleiben sie und ihr Team hier und bewachen das Tor. Ihre Scharfschützen beziehen Stellung, legen sie Minen aus. Daniel?”
Daniel, der am Anwahlgerät stand fragte: “Ja?”
“Haben sie die Heimwahlkoordinaten?” ,fragte ihn Degenhardt.
“Ja, die sind immer gleich, bis auf das Ausgangssymbol.”
“Geben sie her!” ,sagte Degenhardt, nahm den Zettel von Daniel entgegen und übergab ihn Runge.
“Vielleicht kommen wir mit einem Knall an, dann sollte es schnell gehen.”
Runge nickte und bestätigte. “Wenn sie kommen, wähl ich die Erde an.”
Dann machte sich ST-1 auf den Weg, während sie von hinten noch hörten: “Packt den Wodka aus, dawei, dawei!”
Nach einer 10 Minuten Fußmarsch durch einen Wald, hielt Degenhardt an und hörte einige Äste knacken.
“Deckung!” ,befahl er, ging auch selbst sofort in Deckung. Müller und Daniel gingen ebenfalls aus der Sichtbahn.
Dann gab der Oberst das Zeichen und trat aus seiner Deckung und zielte auf, der Art der Kleidung nach, eine Gruppe Mönche.
Daniel reagierte schnell, stellte sich zwischen Degenhardts Waffe und die Mönche.
Diese sagten etwas in der Abydossprache.
Daniel übersetzte: “Sie fragen, ob wir hier sind um zu wählen? .”
“Wählen?” ,fragte Müller.
“Egal. Bestätigen sie das einfach mal. Und fragen sie nach einer Stadt.”
Da sagte der eine Mönch: “Chulak!” und lud ST-1 zum mitkommen ein.
Nach wenigen Minuten Fußmarsch waren sie in einer, dem Baustil nach, altgriechischen Stadt angekommen.
Die Mönche führten sie in eine Art Tempel, reichlich geschmückt und imposant.
Die drei Männer wurden angewiesen sich an einen langen Marmortisch zu setzten und zu warten.
“Das gefällt mir nicht.” ,meinte der Oberst und musste erst mal eine Zigarre hervorholen, sah sie kurz an, steckte sie wieder weg und meinte: “Glaubt mir, wenn ich keine Lust auf eine Zigarre hab, stimmt was nicht.”
Müller nickte, nur Daniel sagte: “Ich glaube nicht, dass uns jeder Fremde gleich ans Leder will.”
Wie aufs Stichwort spielte ein Mann auf einer Tuba und die Anwesenden verbeugten sich. Daniel, Degenhardt und Müller taten es ihnen nach, dann kamen einige Schlangenwachen und schließlich kamen der Pharao und Sha’Re herein.
Einige Stunden früher:
Sha’Re saß zusammen mit anderen Frauen in einer Art Haremszimmer und wartete. Sie hatte Angst.
Eine der Frauen hatte ihr gesagt, dass die Goa’Uld, die Rasse zu der auch Ra gehört hatte, neue Wirte für ihre Artgenossen suchen würden.
Vor wenigen Minuten hatte man eine Frau, sie sagte, sie sei eine Soldaten von der Erde, geholt, aber nicht mehr zurückgebracht.
Nun kamen die Krieger erneut.
Ein großer, farbiger Mann mit einem goldenen Schlangensymbol auf der Stirn sah sich um, zeigte dann auf Sha’Re und sagte: “Nehmt sie mit!”
Sie versuchte sich zu wehren, schaffte es aber nicht.
Sie wurde von zwei Männern in eine Kammer geschleppt und vor den Pharao gebracht.
Dieser lachte nur über ihre Versuche sich zur Wehr zu setzten und meinte mit tiefster Stimme: “Was für ein Temperament!” Dann hob er seine Hand mit der Handwaffe und hielt den aktivierten Strahl auf Sha’Res Kopf, dann hörte sie sich auf zu wehren und sah benebelt ins Leere.
Sofort wurde sie entkleidet und vom Pharao umkreist. “Schön, wirklich schön.”
Er gab ein Zeichen und ließ Sha’Re auf einen Tisch legen. Nun kam eine Frau aus einem abgetrennten Raum herbei und stellte sich seitlich neben den Tisch.
Aus ihrem Bauch, in dem sich eine x förmige Öffnung befand, trat ein Schlangenähnlicher Wurm aus, sah sich Sha’Re kurz an, glitt dann komplett heraus und kroch über Sha’Res Bauch in Richtung Kopf.
Der Pharao nahm das mit Befriedigung auf. Mit einem kurzen Handwink, ließ er Sha’Re umdrehen.
Langsam näherte sich der Wurm Sha’Res Hals, holte aus und drang durch ihn in Sha’Re ein.
In diesem Moment verlor Sha’Re ihren freien Willen.
Gegenwart:
“Sehet eure Königin!” ,rief der Pharao.
Daniel stand sofort auf und ging in Richtung Sha’Re und sagte: “Sha’Re, ich bin es!”
Dem Pharao gefiel dies aber nicht und schleuderte Daniel mit seinem Handgerät an die nächste Wand.
Müller und Degenhardt richteten instinktiv ihre Waffen auf den Pharao, doch konnten nicht schießen, weil sich Sha’Re als Schutzschild vor den Pharao stellte. Da wurden die beiden auch schon von hinten niedergeschlagen.
Einige Zeit später:
Müller klopfte Daniel gegen die Wangen und meinte: “Wachen sie endlich auf Daniel!”
Da öffnete dieser endlich die Augen und fragte: “Sha’Re?”
“Nein, sie ist nicht hier!” ,meinte der Oberleutnant bitter. “Der Oberst sieht sich grad um. Haben sie ne Ahnung, wer dieser Pharao war?”
“Apophis. Der Schlangengott, der über die Nacht herrschte, Bruder von Ra, jedenfalls die ägyptische Variante.” ,meinte Daniel, der bei seinen Gedanken immer noch bei Sha’Re war.
Nun orientierte sich Daniel erst einmal. Sie befanden sich in einem steinernen Verließ, der voll von Menschen war.
Da drängte sich der Oberst durch die Menge auf Müller und Daniel zu, in seiner Begleitung Skaara.
“Daniel!” ,rief dieser und rannte zu Daniel und umarmte ihn. “Der Oberst hat mir von Sha’Re erzählt.”
“Wir holen sie wieder.” ,versprach Degenhardt. “Wenn wir Glück haben, findet uns Runge.”
Er sah auf seine Uhr, wurde da aber von hinten von einer Schlangenwache gepackt.
Der Schlangenkopf fuhr herunter und der bereits bekannte Mann mit dem goldenen Symbol kam zum Vorschein.
“Was ist das?” ,fragte er.
“Eine Uhr.” ,meinte Degenhardt und versuchte den Schmerz, den die Schlangenwache auf sein Handgelenk ausübte, zu ignorieren.
“Das ist nicht die Technologie der Goa’Uld! Woher kommt ihr?”
“Entschuldigung!” ,versuchte Daniel auf sich aufmerksam zu machen. Er zeichnete das Ausgangssymbol der Erde auf den Boden und meinte: “Da kommen wir her!”
Der Mann sah sich das an, nahm dann seine Stabwaffe und verwischte es, dann verschwand er.
Er ging aus dem Verließ heraus. Draußen wartete ein älterer Mann auf ihn, dieser hatte ebenfalls ein goldenes Schlangensymbol auf der Stirn. “Tec Ma te, Master Bra’tak!”, grüßte er den Älteren.
“Sei auch gegrüßt Teal’C!”
Teal’C wies durch das Gitter auf die Gruppe um Oberst Degenhardt. “Siehst du sie?”
“Ja, was ist mit ihnen?” ,fragte Bra’tak.
“Wir habe sie bereits auf zwei Planeten gesehen. Sie haben Technologie, die der der Goa’Uld waffentechnisch ebenbürtig ist.”
“Das bringt ihnen hier nichts Teal’C.” ,sagte Bra’tak.
“Aber da ist noch mehr.” ,warf Teal’C ein. “Eine Kraft, das Gefühl von Freiheit.”
Bra’tak legte Teal’C eine Hand auf die Schulter. “Ach Teal’C, dein Wunsch nach Freiheit.... Aber du kannst nichts für sie tun. Hoffe für sie, dass die Goa’Uld sie nicht als Wirte auswählen und schnell töten, dass ist alles was du tun kannst.”
Teal’C nickte. “Wir werden sehen.”
Er hatte einen Entschluss gefasst.
Teal’C ließ die Tore öffnen und trat zusammen mit einigen Männern ein. Hinter ihnen in einer Sänfte saßen Apophis und Amonet.
Er rief: “Sha'ka ha! Kree hol mel, Goa'uld!“
„Was hat er gesagt?“ ,fragte Degenhardt Skaara.
„Sie werden wählen.“ ,meinte Skaara. „Wer zu den Kindern der Götter gehören soll.“
Die Männer gingen umher, suchten einige Menschen aus, andere lehnten sie ab.
Dann kamen sie zu Skaara und der eine meinte: “Wir nehmen ihn!”
Eine Schlangenwach gehorchte, packte Skaara und nahm ihn mit sich.
Der Abydonier versuchte sich zu wehren, schaffte es aber nicht. “Daniel! Oberst!” ,rief er nach Hilfe.
Die Beiden versuchten zu ihm zu gelangen, wurden aber von einigen Schlangenwachen zurückgehalten.
Dann ging einer der Aussucher zu Apophis, flüsterte seinem Herrn etwas zu und befahl dann seinen Schlangenwachen:
“Tötet den Rest!”
Die Gefangenen schrieen, versuchten zurückzuweichen, stießen aber nur auf die Wände.
Teal’C ging auf seine Schlangenwachen zu.
Degenhardt rief ihm zu: “Wir können diese Menschen retten!”
Teal’C drehte sich um, aktivierte seine Waffe und blickte Degenhardt in die Augen.
“Hilf mir!” ,bat Degenhardt erneut.
Teal’C sah ihm weiterhin in die Augen.
“Hilf mir!” ,sagte Degenhardt erneut, aber fast schon hoffnungslos.
“Das haben schon viele gesagt!” ,meinte Teal’C, drehte sich aber blitzschnell um, schoss auf eine Schlangenwache, warf seine Stabwaffe Degenhardt zu und rief: “Aber du bist der erste, dem ich es zu traue!”
Teal’C wich einigen Stabwaffentreffern aus, griff sich die Stabwaffe des Toten und erschoss erneut eine Wache.
Degenhardt tat es ihm nach. Nach wenigen Augenblicken waren alle Tot.
“Geht aus dem Weg!” ,rief Degenhardt den Gefangenen zu, kaum waren diese aus dem Weg, schoss er auf die Steinwand, die nach einigen Schüssen zerbröckelte.
“Müller, sie und Daniel bringen die Menschen zu Sternentor!” ,befahl er dem Oberleutnant und warf ihm eine Stabwaffe zu.
Dann drehte er sich zu Teal’C um, dieser ging durch die Reihen der toten Krieger.
“Komm mit!”, lud Degenhardt ihn ein, doch dieser sah ihn traurig an und meinte: “Ich habe nichts, wo ich hin könnte.”
“Macht nichts!” ,meinte Degenhardt schon halb durch die Öffnung in der Wand. ”Ich hab ne Ausziehcouch! Und nun komm!”
Teal’C nickte und folgte dem Oberst.
Als sie hinter den Gefangenen, Müller und Daniel herliefen, fragte Degenhardt: “Wie heißt du eigentlich?”
“Ich bin Teal’C.” ,sagte er. “Ein Jaffa, gezüchtet von den Goa’Uld als Kriegerkaste.”
Er öffnete sein Kettenhemd und eine junge Goa’Uld Larve sah heraus, schnell schloss er das Hemd wieder.
“Werf das Ding lieber weg, ist ja wiederlich!” ,meinte der Oberst angeekelt.
“Das geht nicht, ohne würde ich binnen kürzester Zeit sterben.”
Der Oberst ging nicht weiter darauf ein, fragte dann Teal’C: “Teal’C, wohin bringen sie Skaara?”
“Nachdem sie ihn zu einem von ihnen gemacht haben, werden sie zum Tor fliegen!”
Der Oberst nickte, dann hörte er die Geräusche von Gleitern, im nächsten Moment wurden sie auch schon von ihnen beschossen. Die Menschenmenge versträute sich und Müller, Degenhardt und Teal’C feuerten gemeinsam auf einen der Gleiter, doch es nützte nichts.
Da flog eine Rakete auf den Gleiter zu und ließ in explodieren. Zwei Sekunden später der nächste.
Degenhardt sah sich um und sah Runge und einen Soldaten mit einer Panzerfaust auf dem Hügel vor dem Sternentor stehen.
Runge lachte und rief: “Kommen sie schnell! Wodka ist schon wieder alle!”
Degenhardt rannte mit Teal’C und Müller Richtung Sternentor.
“Diese Russen!”, rief Müller während des Endspurtes.
Kaum waren sie über den Hügel, sah Degenhardt noch, wie ein Raumschiff aufstieg und Skaara vor dem geöffneten Tor stand. “Skaara!” ,rief Degenhardt.
Skaara drehte sich mit kalten Augen an, sie glühten auf, dann trat er durch das Tor und das Wurmloch schloss sich hinter ihm.
“Oberst, da kommt der Feind!” ,holte Runge den Oberst in die Gegenwart zurück.
Müller, Daniel und die Hälfte von ST-2 rannte zum Sternentor, wo bereits Major Iwanowitsch stand und die Erde anwählte.
Da öffnete sich das Wurmloch, er zog seine Fernbedienung und gab den ST-2 Code durch.
“Los, durch mit euch!” ,rief Müller und schleuste die Menschen durch. Daniel war bereits durchgegangen.
Im Stützpunkt stand die Tormannschaft mit gezogenen Waffen vor dem Tor, deren Iris bereits offen war.
Als Daniel und die ersten Flüchtlinge durchkamen, rief Daniel: “Nicht schießen! Die anderen kommen noch!”
Währenddessen hatten sich Müller, Degenhardt, Runge und Teal’C schon Richtung Tor zurückgezogen.
Die Scharfschützen von ST-2 hatten ihr bestes getan, mussten sich aber zurückziehen, um nicht von den feindlichen Jaffa überrannt zu werden.
“Zieht euch durch das Tor zurück!” ,rief Runge seinen Scharfschützen zu, die auch schon im nächsten Moment verschwanden. Major Iwanowitsch war noch am Tor und rief herüber: “Oberst, ich krieg die Flüchtlinge nicht schnell genug durchs Tor!”
Da zog Oberstleutnant Runge einen Sprengstoffauslöser und wartete noch eben, bis die Jaffa auf der Mitte des Hügels waren, dann drückte er den Knopf ein.
Der eingegrabene Sprengstoff explodierte und etwa die Hälfte der Jaffa flog durch die Luft.
Dann nahm Runge seine AK von der Schulter du feuerte mit Degenhardt und Teal’C, Müller war bereits durch das Tor gegangen, auf die Jaffa.
Feuerunterstützung bekamen sie noch von zwei Russichen MG Stellungen, die direkt neben dem Gate postiert waren.
Zusätzlich war noch ein Soldat da, der Granaten und eine Stinger hatte. Er schaltete sich zudem mit einer MP in den Kampf ein.
Für die Jaffa war diese Kampftaktik sehr andersartig, weswegen sie größte Verluste einstecken mussten.
Besonderst die MGs mähten mit ihren schweren Salven immer gleich über ein Dutzend Jaffa zu Boden.
Degenhardt und Runge hingegen knipsten in bester Scharfschützenmanier immer die Führer der Kokorten aus, während Teal´C ehrenhaft kämpfte.
Nach etwa fünf Minuten des Kampfes hatten sie hunderte Jaffa getötet, nachdem Runge Napalmgranaten warf.
„Ich hoffe, dass dies eine Lektion war, die ausreichte.“
Plötzlich wurden sie von einer weiteren Kohorte angegriffen, die sich von der Flanke nährte.
Sofort begannen die MGs wieder zu rattern, viele Jaffa gingen zu Boden, während langsam die Munition zur Neige ging.
Der MP Schütze und die beiden Soldaten an den MGs zogen sich mit ihrer Ausrüstung durch das Gate zurück.
Degenhardt, Runge und Teal´C deckten ihren Rückzug.
Doch es waren immer roch zu viele Jaffa, weshalb sich die Drei zum Tor zurückzogen. Dort stand nur noch Major Iwanowitsch.
Ein Jaffa hatte sich irgendwie einen Weg durch das Waffenfeuer gebahnt, wurde aber von Iwanowitsch niedergestreckt.
Als Iwanowitsch nicht aufpasste, lugte die Goa’Uld Larve aus der Bauchtasche des Toten, sprang auf Iwanowitsch und grub sich in seinen Nacken ein.
Iwanowitsch merkte nur einen kleinen Schmerz, wurde dann von Runge durch das Tor gestoßen und selbiger sprang sofort hinterher, ihm folgten Degenhardt und Teal’C.
Im Stützpunkt rief Degenhardt sofort: “Iris schließen!”
Die Iris schloss sich, es waren noch einige dumpfe Aufschläge zu hören, dann schloss sich das Tor.
Das Feuertor öffnete sich und General Reineke trat ein.
Oberst Degenhardt trat auf ihn zu, salutierte und sagte: “ST-1 und 2 vom Einsatz zurück. Skaara und Sha’Re konnten leider nicht gerettet werden, dafür aber diese Flüchtlinge. Durch das Tor können wir sie nach Hause schicken.”
Der General nickte, bemerkte dann Teal’C und fragte: “Wer ist das?”
Degenhardt trat neben den Jaffa, lege seinen Arm auf dessen Schulter und meinte: “Das ist Teal’C, ohne ihn wären wir nicht entkommen.”
“Wir kennen uns schon! Sie waren bei diesen Schlangenwachen.”
Teal’C nickte, übergab dem General seine Stabwaffe und sagte: “General, hiermit unterwerfe ich mich eurem Willen! Tut mit mir, was immer ihr für nötig haltet!”
Der General nahm die Waffe entgegen und sagte zu Degenhardt: “Oberst, ihr Freund kriegt erst mal ein Quartier, allerdings muss ich ihn unter Bewachung stellen.”
Teal’C nickte und folgte dem General.
Nun dankten erst einmal die Flüchtlinge ST-1 und 2, hoben sie ihre Schultern.
Daniel und Degenhardt sahen auf das geschlossene Tor und Daniel sagte: “Die beiden sind irgendwo da draußen!
Der Oberst steckte sich eine Zigarre an und meinte: “Ja, aber wir finden sie! Früher oder später!”
Im Gang vor dem Torraum stand Major Iwanowitsch, seine Augen glühten auf.
Chulak:
Bra´Tak stand am Sternentor, betrachtete mit anderen Jaffa, was die Erdensoldaten für ein Massaker angerichtet hatte.
„Oh, Teal´C. Was hast du nur getan?“
Der alte Jaffa wurde aus seinen Träumen geholt, als ihn ein anderer Jaffa ehrfürchtig ansprach.
„Diese Menschen haben über 1.000 Jaffa getötet, einige regelrecht zerfetzt. Man kann kaum noch die Gesichter erkennen.“
Bra´tak sah zu dem Krieger auf.
„Bist du sicher? Über 1.000?“
Angewidert sah der Krieger zu den Toten.
„Ja, Master Bra´Tak. Wir zählten 1.022 Tote, aber keinen einzigen Feindlichen Krieger. Ich frage mich, wie sie das gemacht haben.
Lord Apophis wurde schon in Kenntnis gesetzt. Er soll vor Wut gerast haben, versprach Vergeltung gegen deren Welt.
Angeblich soll es Tau´Ri sein. Könnt ihr das glauben? Der planet galt über Jahrtausende als verschollen.
Und nun tauchen Krieger von dort auf und besiegen uns.
Sie sollen schon Ra getötet haben.“
Bra´tak fasste dem Mann an die Schulter.
„Wir werden sehen.“
Der alte Jaffa sah sich um.
War dies nun der Anfang, oder das Ende?
Ende des Pilotfilms |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 14.10.2007, 10:44 Titel: |
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Wow. Ich glaueb ich muss deinen Kinofilm doch lesen.
Der Pilot war super geschrieben. Man hat vieles wiedererkannt obwohl es einen Deut anders ist. Gefällt mir gut. Vor allem die Russen...  |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 15.10.2007, 02:02 Titel: |
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So, ist zwar spät, ich habs jetzt aber trotzdem gelesen. Und es war einfach nur klasse! Wie auch immer ihr auf diesen Gedanken gekommen sein, euch sollte dafür ein Orden verliehen werden, das war einfach köstlich!
Oh je, McKay und Zelenka - na, das kann ja noch lustig werden. War ja klar, daß sie auftauchen mußten, allerdings hatte ich nicht so früh mit ihnen gerechnet. Aber irgendwie ... Pat und Paterchon, Gottchen! Das war wieder klasse! Allerdings ... ich frage mich, wo Nur. 3 im Bunde, ein gewisser Major John Sheppard, wohl stecken mag. Ehrlich gesagt, das ist wirklich schade, daß er nicht auftauchen wird - es sei denn, er hat frühzeitig die Staatsangehörigkeit gewechselt. Allerdings würde es dann schwer werden, McMurdo einzuführen, da Deutschland ja nicht mit einer Station in der Antarktis vertreten ist.
Auf jeden Fall ein klasse Auftakt für eure "Serie". Freu mich schon auf die Fortsetzung. Oh je, wer wird da dann wohl ins Gras beißen dürfen ... ? |
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Colonel Maybourne Leser
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 66 Wohnort: Im Harz
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Verfasst am: 16.10.2007, 20:42 Titel: |
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@ FelixE
Ja, die Russen. Glaub mir, aus denen mach ich noch die coolste und rabiareste Truppe der Galaxie.
@ Hyndara:
Da freue ich mich, wie die anderen beiden auch über dieses tolle Feedback.
Ist eben die Nationalstotzdebatte der etwas anderen Art.
Ja, Sheppard hat leider die falsche Nationalität, sonst wäre er schon längst dabei.
Aber Rodders und seinen Kumpel Radek zu bringen, das konnten wir uns nicht verkneifen.
Freut uns, dass es dir gefallen hat. |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 17.10.2007, 20:00 Titel: |
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Hier nun die erste Folge der ersten Staffel, Colonel Maybourne hat sie geschrieben.
1.01-Neue Freunde, neue Feinde:
Generalmajor Reineke stand im Kontrollraum, beobachtete einige Techniker bei Standartdiagnosen am Stargate.
Zwei Tage ist es nunmehr her, als ST 1 und ST 2 von ihrem schweren Kampfeinsatz auf Chulak zurückkamen.
All die Zivilisten, welche von ihnen gerettet wurden, konnten inzwischen wieder auf ihre Heimatwelten zurückgeschickt werden.
Der MAD ( Militärische Abschirm Dienst ) verhörte jeden von ihnen, doch beinahe alle dieser Menschen waren Bauern, Bedienstete oder Handwerker.
Diese Personen hatten keinerlei Information, über den Feind oder hochwertige Technologien.
Der General schwelgte weiterhin in Träumen, bis ihn die Stimme des Unteroffiziers am Anwahlcomputer zurück in die Realität holte.
„Herr General. ST 2 kehrt vorzeitig zurück. Identifikationscode bestätigt.“
Reineke lief in den Gateraum.
„Dann öffnen sie die Iris.“
Einen Augenblick später traten die Russischen Soldaten aus dem Ereignishorizont. Oberstleutnant Runge ging auf Reineke zu, flüsterte dem General etwas ins Ohr.
„General, wir haben ein Problem mit Major Iwanowitsch. Er hat sich während der gesamten Mission äußerst merkwürdig benommen.
Er bekam etwa ein halbes Dutzend Blackouts, war davor gereizt und redete dann abfällig über die Bewohner des Planeten.
Zudem hat er eine Frau, die ihm nicht schnell genug Wasser brachte, fast geschlagen. Ich konnte noch dazwischen gehen.
Ich will mich nicht zu stark aus dem Fenster lehnen, aber die Goa´Uld verhielten sich bisher auch alle so ähnlich.
Und Major Iwanowitsch war auf Chulak direkt in der Schlacht gewesen.“
Reineke nickte Runge zu, ging ein paar Schritte nach vorne und besah sich den Major ganz genau.
Es schien zu stimmen, irgendetwas war mit diesem Mann nicht in Ordnung.
Seine Körperhaltung, aber auch der Blick auf die Menschen um ihn herum sprachen Bände.
Deswegen konnte Reineke auch nicht lange zögern.
„Feldwebel Carlsen. Begleiten sie Major Iwanowitsch auf die Krankenstation und sagen sie dem Arzt, ich brauche einen Ganzkörperscan.“
Der Major, welcher schon wieder von einem Blackout geschüttelt wurde, verstand die Welt nicht mehr, aber leistete auch keinen Widerstand.
„Herr General, was hat das zu bedeuten…?“
Teal´C, der sich gerade beim Kel´no´rem befand, bekam Besuch von einem Vertrauten, Oberst Degenhardt.
„Morgen, Schlafmütze. So leit es mir tut, dich wecken zu müssen, aber einige wichtige Leute wollen dich sprechen.
Du müsstest mitkommen.“
Der Jaffa stand auf.
„Ich verstehe. Was wollen sie wissen?“
Bei dem Kommentar musste Degenhardt lächeln.
„Glaub mir. Das ist zu viel, um es jetzt aufzuzählen. Komm einfach mit.“
Teal´C verneigte sich leicht, bevor er der Anweisung folgte.
Draußen auf dem Korridor besah er sich der Wachen, die ihm auf Schritt und Tritt folgten.
„Sag Oberst, bin ich weiterhin ein Gefangener?“
Degenhardt sah über seine Schulter.
„Du meinst die Typen? Keine Angst, ist eine Standardprozedur. Was deinen Status angeht, darüber habe ich nicht zu entscheiden.
Aber nenn mich ruhig Bastian.
Ist mein Spitzname.“
Teal´C verbeugte sich wieder leicht.
München – 24 Stunden vorher:
Sowohl Daniel Jackson, als auch Catherine Langford befanden sich in einem Taxi, auf dem Weg in die SPD Parteizentrale.
Bundeskanzler Schröder hielt dort eine große Ansprache vor Parteifreunden, danach wollte er von beiden einen persönlichen Bericht über Chulak haben.
Plötzlich hielt das Taxi außerplanmäßig an, nachdem ihnen ein Truck den Weg versperrte.
Vier vermummte Personen sprangen heraus, liefen mit MP´s bewaffnet zum Taxi.
Sie verpassten dem Fahrer eine Taserladung, bevor sich ein Offizier in der Uniform der US Airforce zu den beiden überraschten Wissenschaftlern setzte.
„Guten Abend, Dr. Jackson, Dr. Landford. Ich bin Colonel Maybourne, NID. Wie ich höre, arbeiten sie an einem Geheimprojekt mit den Deutschen und Russen, ohne ihre Nation darüber zu informieren.
Ich will wissen, was sie da machen.“
Langford versuchte ihn abzuwürgen.
„Das will ich auch gar nicht leugnen. Sie hatten ihre Chance, Colonel. Doch die US Regierung war nicht interessiert.“
Woraufhin Maybourne lächeln musste.
„Ja, aber jetzt sind wir interessiert. Sie werden uns eingehend über alles auf dem laufenden halten, sonst werden wir sehr unangenehm werden müssen.“
Daniel ging dazwischen.
„Ich glaube kaum, dass sie sich mit den Deutschen und schon gar nicht mit den Russen anlegen wollen.“
Daraufhin versuchte der Offizier, sie einzuschüchtern.
„Wenn sie sich weigern, kann ich sie auch auf der Stelle abführen und verhören lassen.“
Nun lehnte Catherine sich noch weiter rüber, hielt ihm einen Sender unter die Nase
„Das würde ich an ihrer Stelle nicht wagen. Sie sind von SEK Teams eingekreist worden. Versuchen sie lieber nichts.“
Maybourne zog wieder seine Mütze auf, bevor er angesäuert Drohungen aussprach.
„Ich an ihrer Stelle würde mich auf den Schutz nicht verlassen. Wir holen sie und erfahren alles, was wir wissen wollen.
Sie beide werden ab sofort als Staatsfeinde der USA betrachtet, wenn sie sich nicht unserer Nation stellen.
Falls sie es sich überlegen sollten, ich bleibe für 24 Stunden in München. Sie finden mich im Konsulat.“
Danach zogen die US Soldaten wieder ab, während der Taxifahrer langsam erwachte.
Nachdem die beiden den Kanzler gesprochen hatten und von dem Zwischenfall mit dem US Geheimdienst sprachen, begab sich Schröder sofort ans Telefon.
„Hier spricht der Kanzler. Ich brauche für zwei Personen, Dr. Daniel Jackson und Dr. Catherine Langford, augenblicklich Deutsche Staatsangehörigkeiten.
Die Angelegenheit duldet keinerlei Aufschub. Und schicken sie mir auf der Stelle eine Eskorte der Feldjäger vorbei.
Autorisation Schröder, 4 Gamma Echo 9.“
Danach legte der Bundeskanzler der Telefonhöher wieder auf, um mit den Archäologen über Chulak und Teal´C zu sprechen.
Knapp drei Stunden später betrat ein Major der Feldjäger das Amerikanische Konsulat in München, um mit Maybourne zu sprechen.
„Guten Abend, Colonel. Ich habe hier, auf direkte Anweisung des Bundeskanzlers, die US Pässe der Doktoren Jackson und Langford.
Beide sind im beschleunigten Eilverfahren zu Bürgern der Bundesrepublik Deutschland gemacht worden.
Sie stehen unter unserem direkten Schutz.
Jegliche Gewaltandrohung, Entführung und/oder Einschüchterung, wird die Beziehungen unserer Nationen stark belasten.
Wenn sie keinen Zwischenfall, oder ein Einfuhrverbot für Amerikanische Güter riskieren wollen, lassen sie beide in Ruhe.“
Durchaus etwas geschockt nahm der US Colonel die Pässe der beiden entgegen.
„Major. Richten sie ihrem Kanzler aus, in dieser Angelegenheit ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.“
Major Iwanowitsch befand sich auf der Krankenstation, in einer MRT Röhre, wo gerade die Untersuchung beendet wurde.
Die diensthabende Ärztin, Dr. Amelia Roth, ging mit einem sorgenvollen Blick direkt auf General Alexander Reineke zu.
„Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich leider bewahrheitet. In Major Iwanowitsch ist ein Goa´Uld Parasit eingedrungen.
Er scheint allerdings nicht permanent die Kontrolle über den Major zu haben.“
Reineke nickte verbittert, bevor er sich an die Wachsoldaten wandte.
„Stabsunteroffizier. Bringen sie den Major in die am besten gesicherte Haftzelle, über die wir verfügen.
Auf dem Weg dorthin trägt er Hand- und Fußfesseln. Zudem will ich, dass die Zelle unterbrochen von min. Sechs Mann bewacht wird.“
Die Soldaten führten den Befehl umgehend aus, brachten Major Iwanowitsch, dem die Tränen in den Augen standen, aus dem Raum.
Danach sprach Reineke wieder seine leitende Medizinerin an.
„Und sie finden einen Weg, wie wir dieses Ding aus ihm rausholen können. Leider habe ich jetzt eine wichtige Besprechung.
Aber in drei Stunden will ich erste Resultate sehen. Wenn sie Spezialisten brauchen, oder bestimmte Instrumente, lasse ich die ihnen binnen einer Stunde besorgen.“
Roth holte noch mal tief Luft, bevor sie antwortete.
„Ja. Ich würde gerne mit Dr. Johann Gruber zusammenarbeiten. Er ist Dozent an der Uni von Heidelberg, einer der führenden Köpfe auf dem Gebiet des Parasitenbefalls.“
Reineke nickte stark, bevor er in sein Büro ging.
Eine knappe halbe Stunde später befand er sich im Konferenzraum ein. Soeben war die Nachricht rein gekommen, dass die übrigen Deutschen und Russischen Mitglieder für die ST Teams ( Sternentor Team ) eingetroffen waren.
Unter anderem auch Oberleutnant Franziska Rust und Sanitätsfeldwebel Julia Tora, welche ST 1 zugeteilt werden sollen.
Um die Einweisung der Neuen kümmerten sich in diesem Moment Oberleutnant Müller und Dr. Langford, während Reineke, Degenhardt, Daniel und Runge jetzt das erste offizielle Verhör mit Teal´C und dem MAD durchstehen müssen.
Sie brauchten nicht lange warten, bis Major Kleinhans, der zuständige Geheimdienstoffizier eintraf.
In seiner Begleitung zwei Rangniedere Soldaten.
„Guten Tag. Ich würde gern so schnell wie nur möglich beginnen, um dieses Verhör effizient wie nur möglich zu gestallten.
Teal´C, ich hoffe das ich den Namen richtig ausgesprochen habe, ich werde ihnen viele Fragen stellen.
Die anderen hier bitte ich nur zu sprechen, wenn es relevant sein sollte, da wir sonst wohl noch morgen hier sitzen werden.“
Degenhardt nickte nur, zündete sich eine Zigarre an.
„Solange sie sich keinen typischen Spionagemüll einfallen lassen, geht das schon klar. Übrigens habe ich Teal´C erzählt, was wir in diesem Land für ein wundervolles Rechtsstattliches System haben.
Nur als kleine Gedankenstütze, Spitzel.“
Der Major nahm dies völlig humorlos hin.
„Wir werden auf keinen Fall gegen Recht und Gesetz verstoßen. Doch nun zu meiner ersten Frage:
Wie sieht es mit der Truppenstärke der Goa´Uld aus?“
Teal´C antwortet ganz ruhig.
„Das hängt von den einzelnen Goa´Uld ab. Der eine ist mächtiger als der andere. Apophis hatte ungefähr 50.000 Jaffa ständig unter Waffen, viele mehr noch als Reserve.“
Der Major machte Notizen.
„Gut. Wissen sie, wie viele Goa´Uld es gibt, welche die mächtigsten unter ihnen sind?“
Der Jaffa dachte kurz nach.
„Einst gab es nicht sehr viele ihnen, doch sie breiten sich aus. Die mächtigsten von ihnen sind Heruur, Cronus, Sokar, Baal und Apophis.“
Bei den Namen musste Daniel pusten., was Major Kleinhans stutzig werden ließ.
„Dr. Jackson. Was haben sie?“
Daniel ließ sich zurück in seinen Sessel fallen.
„Dies sind allesamt Götter der vorchristlichen Zeit. Und laut den Überlieferung nicht gerade die angenehmsten Typen.
Das wird eine heikle Sache werden, sie auf Abstand zu unserem Planeten zu bringen.“
Teal´C unterbrach den Archäologen.
„Da hast du Recht, Dr. Jackson. Sie sind allesamt gnadenlos, versklaven ein Volk nach dem anderen.
Sie sind grauenvolle Tyrannen, die mit einer absoluten Gnadenlosigkeit über diese Galaxie herrschen.“
Kleinhans schienen diese Worte nicht zu gefallen.
„Von woher stammen eigentlich all die Menschen, die dort draußen leben? Und gibt es auch nichtmenschliche Zivilisationen?“
Teal´C antwortete routiniert.
„Vor Jahrtausenden gab es eine primitive Welt, die Tau´Ri. Die erste Welt, auf der sich Leben dieser Art entwickelte.
Die Goa´Uld bedienten sich dieser Menschen.
Doch diese Welt ist seit Jahrtausenden verschwunden. Die Goa´Uld haben sie vergessen und die Koordinaten gingen im Lauf der Äonen verloren.
Die einzigen Nichtmenschlichen Zivilisationen die mir bekannt sind, sind die Serakin, die Asgard und die Reetou.“
Runge ging dazwischen.
„Endschuldige, aber du bist hier auf Tau´Ri. Von unserem Planeten holte Ra die ersten Menschen.“
Teal´C sah sich verwundert um.
„Ist das wahr? Diese Welt ist der Ursprung?“
Zwischen zwei Zigarrenzügen bestätigte Degenhardt ihm dies.
„Ja. Hätten sich unsere Vorfahren nicht in die Rebellion begeben…“
Teal´C führte den Satz zuende.
„… dann hättet ihr heute nicht die Kraft, den Goa´Uld entgegen zu treten. Somit werdet ihr zur größten Hoffnung all der versklavten Völker des Universums, wie auch meiner.“
Darauf vergewisserte sich Kleinhans noch mal.
„Diese Galaxie ist also mit den Nachkommen entführter Erdenvölker besiedelt?“
Teal´C bestätigte dies.
„Ja. Mit unzähligen…“
Reineke fiel ihm ins Wort.
„Wahrscheinlich sind es auf allen Planeten zusammen schon Milliarden.“
Der MAD Offizier ließ sich in den Sessel zurückfallen, dass musste erstmal verdaut werden.
„Na, toll. Das wird ja immer besser.“
Catherine und Oberleutnant Müller betraten den Konferenzraum, in dem sich etwa vierzig Soldaten befanden.
Müller zwinkerte die alte Frau an.
„Das beste and der Sache ist, dass keiner von denen weiß, warum er hier ist. Die wissen noch nichts von Außerirdischen.“
Dr. Langford sah den Offizier ironisch an.
„Das ist ja fantastisch. Und jetzt sollen wir sie überzeugen, dass es Außerirdische gibt. Na dann viel Spaß.“
Müller trat an das Podium, in der Mitte des Raumes.
„Guten Tag, ich Oberleutnant Peter Müller. Wir haben sie alle hierher beordert, da unsere beiden Regierungen eine neue Militärische Spezialeinheit aufstellen.
Und sie bilden den Kern dieser Einheit, die unseren Planeten schützen soll.“
Ein Russischer Major erhob sich.
„Und vor wenn sollen wir den Planeten beschützen? Texanischen Ölbaronen, oder Plastiktomaten aus China?
Bei allem Respekt, aber diese ganze Veranstaltung ist doch lächerlich.“
Nun kam Catherine ans Mikro.
„Vor Außeririschen. Wie haben Kontakte zu Außerirdischen Völkern hergestellt, die nicht gerade als Menschenfreundlich einzustufen sind.“
Unter den Anwesenden brach ein heilloses Gelächter aus, bis Müller sich eine Stabwaffe nahm und in die Decke schoss.
„Da wir keine Amerikanischen Cowboys sind, reicht wohl ein Schuss. Ist ihnen das als Beweiß genug?“
Eine Frau, Oberleutnant Franziska Rust, meinte spöttisch.
„Na, toll. Star Wars als Light Version. Ist ja großartig.“
Sofort wandelte sich das Gelächter in aufgebrachtes Gemurmel, dass aber von Dr. Langford abgewürgt wurde.
„Ich bestätige ihnen jetzt Offiziell die Existenz von Außerirdischem intelligentem Leben. Ich hoffe, dass wir nun gemäßigt fortfahren können.“
Im Nu war wieder Stille eingekehrt, alle konzentrierten sich auf den Vortrag.
Teal´C befragte man unterdessen zur Technologie der Goa´Uld.
„Wissen sie, wie die Energiequellen der Goa´Uld betrieben werden?“
Der Jaffa konnte dies aber nicht zufrieden stellend beantworten.
„Leider nicht. Die Goa´Uld verboten ihren Dienern, Kenntnisse über ihre Magie zu sammeln.
Allerdings weiß ich, dass sie Naquarda als Antrieb für jede Form von Energiequelle verwenden.
Sie behandeln es als ihr kostbarstes Gut.
Es ist dasselbe Mineral wie das Sternentor.
Und Trinium, um Panzerungen zu erzeugen.
Beides sind Erze, die von unzähligen Arbeitssklaven in Minen zu Tage gefördert werden.
Das ist aber auch schon alles, was mir zuteil ist.“
Degenhardt ging dazwischen.
„Es gibt keine Magie. Die Typen haben euch nur verarscht.“
Teal´C blickte etwas unverständlich zu dem Oberst, bevor ihn der Geheimdienstmajor weiter befragte.
„Ist es möglich, mit den Goa´Uld in Verhandlungen zu treten?“
Dies aber löste selbst ein Kopfschütteln unter den Erdenoffizieren aus, Teal´C verneinte dies vehement.
„Nein. Sie würden Menschen niemals als gleichgestellte ansehen. Das wäre eine Herabsetzung ihrer Göttlichkeit.
Nur wenn ihr ihnen Militärisch überlegen währet, könnten sie sich auf Verhandlungen einlassen.“
In dem Moment, wo Kleinhans fortfahren wollte, ging der Alarm los.
Müller erklärte gerade den Rückkehrcode für die Iriskontrolle.
„… so sind 12 Zahlen notwendig, um wieder auf die Erde zu kommen. Niemand wird ohne gültigen Code durchgelassen.
Verlieren sie ja nicht diese Fernschaltung, sonst steht möglicherweise den Goa´Uld Haus und Tor offen.“
Ein Russischer Hauptmann erhob das Wort.
„Gut. Wie sieht das eigentlich mit unseren Waffen aus? Wann werden wir Energiewaffen haben?“
Catherine musste etwas lächeln.
„Bei allem Respekt vor unseren Wissenschaftlern, aber die Stabwaffen der Goa´Uld sind derart hoch entwickelt, dass wird noch Jahre dauern.“
Im nächsten Augenblick ertönte auch hier der Alarm.
Allesamt trafen sie im Stargateraum ein. Es bestand ein eingehendes Wurmloch, die Iris war geschlossen.
General Reineke begab sich zu dem zuständigen Stabsunteroffizier, an dem Wahlcomputer.
„Und? Was haben wir?“
Der Soldat blickte zu ihm rauf.
„Nichts. Vor wenigen Minuten gab drei Aufschläge auf die Iris, aber seitdem nichts.“
Das sollte sich allerdings im nächsten Moment ändern.
„Herr General. Wir empfangen ein Funksignal, Bild und Ton.“
Reineke sah zu einem der Bildschirme.
„Lassen sie sehen.“
Auf den Fernsehbildschirmen zeigte sich das Gesicht eines aufgebrachten Goa´Uld.
„Menschen auf Tau´Ri. Ich bin Apophis, euer Gott. Wenn ihr nicht augenblicklich eure Waffen niederlegt, um euch zu ergeben, werde ich alle Tau´Ri töten.“
Oberstleutnant Runge ging ziemlich rabiat dazwischen.
„Mach den Kopf zu. Wenn wir mit dir fertig sind, wirst du dir wünschen, nie von uns gehört zu haben.
Ich jag dich einmal bis in die Hölle und wieder zurück. Nastorvie, Foffi.“
Der Systemlord war nun rasend vor verletztem Stolz.
„Eure Welt ist verloren. Ihr seit alle des Todes. Meine Flotte von Hatak wird kommen und diejenigen strafen, welche ihren wahren Gott entehren.“
Runge wurde nun immer provokanter, die anderen konnten sich das Lachen nicht mehr verkneifen.
„Alter. Noch so ein Spruch und ich lass dich in Sibirien Schnee suchen.“
Daraufhin beendete Apophis die Übertragung.
„Dafür werden sich die Himmel eurer Welt verdunkeln, von den Waffen meiner Truppen.“
Runge lachte höhnisch auf.
„Gut. Dann kämpfen wir nämlich im Schatten.“
Apophis Augen glühten noch mal vor Wut auf.
Degenhardt besah sich seines Russischen Kollegen.
„Was wollen sie mit dem Kerl machen? Ihn in einem Wodkafass ertränken?“
Runge blickte den Oberst entsetzt an.
„Sind sie verrückt? So einen wundervollen Tod hat die Missgeburt nicht verdient. Ich hoffe allerdings, das mein Tod einmal derart poetisch sein wird.“
Bei dem Spruch konnte sich selbst Reineke das Grinsen nicht verkneifen. Degenhardt steckte sich eine Zigarre an.
„Diese Russen.“
Danach begaben sich alle wieder an ihre derzeitige Arbeit.
Oberst Degenhardt suchte vor der Operation noch einmal Teal´C auf, der gerade am Meditieren war.
„Hey, ich hoffe, dass ich nicht störe. Aber ich habe noch eine Frage wegen der geplanten Operation.
Glaubst du, dass wir den Goa´Uld da raus bekommen?“
Der Jaffa erhob sich.
„Ihn herausschneiden werdet ihr schon können, aber wenn der Symbiont ausgewachsen ist, wird er sein Bewusstsein in das des Menschen übertragen können.“
Degenhardt blickte seinen neuen Freund vorsichtig an.
„Hast du vielleicht einen Tipp, der uns helfen könnte?“
Teal´C dachte kurz nach.
„In der Tat. Ihr müsst den ganzen Körper des Goa´Uld entfernen, also ohne jede Ausnahme. Dies ist eure einzige Chance.
Aber ein gelingen kann ich nicht garantieren.“
Degenhardt nickte nachdenklich, deutete dem Jaffa dann, ihm zu folgen
Dr. Roth hingegen begab sich in das Büro vom General.
„Ich glaube, wir können jetzt anfangen.“
Beide liefen dann augenblicklich in die Krankenstation.
Als sie dort ankamen, war Major Iwanowitsch schon auf dem Operationstisch festgebunden und unter Narkose gesetzt.
Der General begab sich in eine Beobachtungswarte, wo auch schon Degenhardt, Jackson, Runge und Teal´C warteten.
Daniel sprach Reineke an.
„Und der Geheimdienst lässt das einfach so zu? Ich dächte gedacht, sie würden den Goa´Uld verhören wollen.“
Statt des Generals antwortete Oberstleutnant Runge.
„Das haben die auch versucht. Aber ich konnte Major Kleinhans vernünftig davon überzeugen, auf das Verhör zu verzichten.“
Nun wurde der Amerikaner etwas neugierig.
„Und wie, wenn die Frage erlaut ist?“
Degenhardt fiel ihm lautstark ins Wort.
„Unser verehrter Russischer Freund drohte dem Major an, ihn nackt durch das Stargate nach Chulak zu werfen.“
Runge lächelte metaphorisch.
„Wie schon erwähnte: ich konnte ihn auf eine vernünftige Russische Art überzeugen.“
Dr. Amelia Roth sah nun zu den Offizieren auf.
„Wir sind nun soweit, die Extraktion zu beginnen.“
Danach begann der hinzugezogene Dr. Gruber mit dem ersten Schnitt.
Mittlerweile waren schon zweieinhalb Stunden vergangen. Noch immer war die Operation in vollem Gang.
Teal´C hatte sich zurückgezogen, um sich seinem Kel´no´rem, einer Meditationsart zu widmen.
Dr. Roth hingegen trennte nun den zentralen Nervenstrang von dem Symbionten durch, was erstaunlich leicht ging.
„Entweder haben unsere Betäubungsmittel ihre Wirkung unterstrichen, oder diese Goa´Uld haben ein schwaches Muskelgewebe.“
Anschließend legte man den toten Körper des Parasiten in eine Schale, um ihn zur weiteren Untersuchung zu bringen.
Nach der Operation brachte man Major Iwanowitsch in ein Bett, damit der kurieren konnte.
General Reineke sprach hingegen mit Teal´C.
„Hören sie. Der Nachrichtendienst will ihnen keine Erlaubnis für Außeneinsätze geben. Die wollen sie noch eingehender befragen, danach sollen sie unsere neuen Teams ausbilden, praktisch eine Beraterfunktion einnehmen.
Ich aber möchte, so wie Oberst Degenhardt und Oberstleutnant Runge, dass sie in einem ST Team dienen.
Am besten in ST 1.
Doch dafür müssen sie einige Leute beeindrucken.
Von daher überzeugen sie sich bitte von Major Iwanowitsch Zustand.“
Teal´C verbeugte sich leicht.
„Ich bin für das in mich gesetzte Vertrauen zu Dank verpflichtet. Ihr habt Recht, General. Eine Beraterfunktion ist nicht das, was ich gerne tun würde.
Von daher gelobe ich, den Tau´Ri so ehrenvoll wie mir zuteil ist, zu dienen.
Die Beurteilung über Major Iwanowitsch Zustand wird von mir so kritisch wie nur möglich durchgeführt.“
Danach verließ er das Büro des Generals.
Major Iwanowitsch lag noch immer in seinem Bett, bewacht von zwei Soldaten, die am Türrahmen standen.
Da betrat Teal´C das Krankenzimmer. Er sprach die Wachen direkt an.
„Ich werde diesen Krieger jetzt einigen recht schwierigen Fragen und Prozeduren unterziehen, wodurch ich feststellen kann, ob er ein Goa´Uld ist.
Wenn dies jedoch fehlschlagen sollte, sind sie gefordert.“
Beide Soldaten salutierten, entsicherten ihre Waffen.
Der Jaffa hingegen beugte sich über den Russen.
„Verrate mir, wie du heißt.“
Der Offizier öffnete seine Augen.
„Ich bin Major Iwan Iwanowitsch, Russische Armee. 2. Regiment der Luftlandetruppen.“
Teal´C blickte ihm direkt in die Augen.
„Du sagst nicht die Wahrheit. Ich spüre das Naquarda, welches stark in dir pocht. Zudem sind es deine Blicke, die deine Worte Lügen strafen.“
Iwanowitsch sprang auf, riss die Fesseln auf und schleuderte Teal´C an die Wand.
„Shol´va. Kree.“
Dabei kam er so schnell auf, dass die beiden Wachen ihre Waffen nicht mehr ganz hochbekamen.
Zwar gelang es einem Hauptgefreiten, dem Gegner eine Kugel in den rechten Unterschenkel zu verpassen, doch aufhalten wollte dies den Goa´Uld nicht.
Im Nu hatte er beide niedergeschlagen.
Danach stürmte Iwanowitsch, ohne Kontrolle über seinen Körper, aus dem Zimmer.
Teal´C hingegen stemmte sich hoch, rannte ihm hinterher, wohl wissend was das Ziel des Parasiten war.
Im Kontrollraum ging alles einer normalen Ordnung nach, bis der Goa´Uld in Iwanowitsch hineinstürmte.
Ohne Probleme schaltete er alle Wachen aus, schlug dabei einen älteren Hauptfeldwebel der Luftwaffe gegen einen der Computer.
Anschließend begab er sich an den Wahlcomputer, um die Koordinaten für einen fremden Planeten einzugeben.
Doch diesmal stellte sich ihm Oberleutnant Franziska Rust in den Weg.
„Wer sie nun auch immer sein mögen, wir werden sie nie davonkommen lassen. Sie haben keine Chance.“
Iwanowitsch Augen leuchteten auf.
„Leere Worte, Tau´Ri Weib. Ich persönlich werde die Armee führen, welche diese Welt erobert und euch zu Sklaven macht.“
Danach schlug er sie nieder, ging zum Tor.
Rust rappelte sich hoch, nur um zu sehen, dass die Selbstzerstörung online war, auf vier Minuten eingestellt.
Zwar waren zwei Offiziere nötig, um den Countdown zu deaktivieren, aber das war für die Hackerin kein Problem.
Keine zehn Sekunden später hatte sie das komplette System umgangen und die Explosion verhindert.
Gerade als der Goa´Uld die Rampe hinauflief, warf sich ihm Teal´C in die linke Seite.
Beide landeten direkt vor dem offenem Vortex.
Dabei artete es zu einem wilden Kampf aus.
Oberleutnant Rust hingegen öffnete die Tore zum Gateraum, als Reineke, Runge, Degenhardt und sogar Major Kleinhans den Raum betraten.
Der Oberst schrie Kommandos in das Mikrophon.
„Teal´C, halt seinen Kopf in das Vortex.“
In einem immer wilderen Ringkampf, bei dem der Jaffa einige Treffer einstecken musste, schaffte es Teal´C, den Major bis zum Hals in den Ereignishorizont zu drücken.
Oberleutnant Rust deaktivierte das Wurmloch sofort.
Aus Iwanowitsch Halsansatz fiel noch ein kleines Stück des Symbionten, welches leicht verdampfte.
Zwei Stunden später – in General Reinekes Büro:
Der General saß sehr zufrieden an seinem Schreibtisch.
„…aber ja doch, Herr Bundeskanzler. Ich freue mich, dass sie Teal´C zumindest eine vorläufige Sicherheitsfreigabe erteilt haben.
Sie sind uns hier zudem jederzeit herzlich willkommen, auch wenn es ein Überraschungsbesuch sein sollte.“
Major Kleinhans stand mit einem nicht so fröhlichen Ausdruck da, murmelte vor sich hin.
„Ja, toll. Jetzt darf dieser Mr. T Verschnitt auch noch die coolen Sachen machen.“
Der General legte darauf den Höher auf, wandte sich an Kleinhans.
„Ich hoffe Major, dass ich sie und ihresgleichen nicht mehr so schnell hier sehen werde.“
Danach verließ ein angesäuerter Spion den Stützpunkt.
Zur selben Zeit wurde Apophis ein Geschenk der ganz besonderen Art gemacht. Der Kopf eines Menschen, in dem ein abgetrennter Symbiont steckt.
Und der ausgerechnet auch noch ein Barrett der Russischen Truppen auf dem Kopf hat.
Der Jaffa, welcher den Kopf fand, zitterte bei seinen Worten.
„Mein erhabener Gebieter, die Tau´Ri haben ihn förmlich geköpft.“
Apophis bebte regelrecht vor Zorn.
„Stellt Truppen zusammen, um ihre Welt dem Erdeboden gleichzumachen. Für ihre Blasphemie werden sie einen teuren Preis bezahlen.“
Dabei riss er fast seinen Thron um, vor Wut.
Bra´Tak, welcher das Geschehen von hinten betrachtete, hatte zwiespältige Gedanken.
„Diese Tau´Ri sind entweder die klügsten, oder die dümmsten Krieger der Galaxie…“
Am nächsten Tag:
Die Doktoren McKay und Zelenka stellten vor dem General und den SG Teams gerade ihr Anwahlprogramm vor.
Das Reden übernahm der Kanadier.
„… und so werden wir jede Woche zwischen 5 - 8 mögliche Ziele ermitteln können. Laut meinen ersten Schätzungen befinden sich in der Kartusche etwa 2.150 verschiedene Koordinaten.
Selbst Stoppelköpfe wie sie können sich da ja ausrechnen, wie lange wir brauchen, bis alle Welten erkundet sind.“
Im nächsten Moment gab es von Runge einen Schlag auf den Hinterkopf.
„Nicht so arrogant wie ein Amerikanski, Sirupfresski. Und wenn morgen früh wieder das halbe Büffet in ihrem Magen ist, jag ich sie jede Stunde einmal über die Hindernisbahn.
Mit Russischen Hindernissen.“
Da konnte sich auch Deganhardt seinen Kommentar nicht verkneifen.
„Stacheldraht und Minenfeld, rat mal wo ich wohne… sie wissen schon.“
Der Kommentar sorgte für einige sehr gute Lacher, außer bei McKay, welcher ängstlich guckte.
Danach sprach Dr. Zelenka noch ein paar Worte.
„Vielleicht können wir das Programm noch beschleunigen, aber mit unserer derzeitigen Technologie geht nicht mehr.
Und bessere Technologie liegt nun an ihnen, von daher wünsche ich allen ST Teams viel Glück.
Mögen sie immer wohlbehalten zurückkommen.“
Die Soldaten erwiderten den Gruß.
Eine knappe halbe Stunde später startete ST 1 zu seiner ersten Forschungsmission.
Das Team bestand aus Oberst Degenhardt, Dr. Jackson, Teal´C, Oberleutnant Franziska Rust sowie Sanitätsfeldwebel Julia Tora.
Im übrigem hatte jedes Team einen Sanni dabei.
Degenhardt zündete sich seine Zigarre an.
„Also dann, Campingfreunde. Lasst uns mal nachsehen, was auf der anderen Seite ist.“
Teal´C sprach Feldwebel Tora an.
„Was bedeutet Camping?“
Doch die junge Frau lächelte nur.
„Das erkläre ich dir später.“
Anschließend durchschritten sie den Ereignishorizont.
Außerhalb des Stützpunktes, in einem alten Bauernhaus bezogen Agenten des NID gerade eine Wohnung.
Sie hatten Dr. Jackson bis hierher verfolgt.
Colonel Maybourne besah sich des Eingangs.
„Nicht mehr lange, dann wissen wir, was da drin vor sich geht…“
Ende 1.01
Anmerkungen der Autoren:
Die nun von uns beschrieben Folgen spielen zwischen denen der Serie. Alle dort, von den Amerikanern ausgeführte Missionen haben unsere Teams auch mit Bravur gemeistert.
Doch jetzt die Einsätze, welche den Yankees zu gefährlich waren.  |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 17.10.2007, 20:47 Titel: |
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| Oh je die haben den armen Goa'Uld ja zur Weißglut getrieben. Diese schamlosen Tau'Ri. Wirklich gut geschrieben. Vor allem die Tatsache das Maybourne vorkommt...dieser Arsch. *hüstel* Nunja leider hat auch dieser vom Goa'Uld besessene es nicht überlebt. Ich hoffe aber sie können den erstlag der Goa'Uld erfolgreich abwehren. |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 21.10.2007, 22:34 Titel: |
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@Felix: Ja, so sind sie
Hier nun 1.02 Hexe, Hexe Hexe:
Oberst Degenhardt und sein neuer bester Kumpel, Oberstleutnant Runge, hatten sich nach dem Dienst zu einem Bier verabredet.
Dies wollten sie in einer Kneipe, nahe dem Stützpunkt, zu sich nehmen.
Degenhardt wartete schon wenige Minuten, bis sein Russischer Kollege endlich eintraf.
„Sergej, hier hinten.“
Runge begab sich umgehend in die Richtung des Deutschen.
„Guten Abend. Wie ich höre, ist euer Mission bei diesen Mongolen für deine beiden Ladys ja richtig lustig verlaufen?“
Der Oberst zog, leicht angesäuert, seine Augenbrauen hoch.
„War ja klar, dass ausgerechnet dies die Runde machen würde. Ja, es stimmt. So ein Junge hat beide als Ehefrauen verkauft.
Und ja, die mussten erst einen rituellen Kampf abliefern, um da ohne ein Blutbad wieder raus zukommen.
Mein lieber Oberleutnant hat den Stammesführer so derart vermöbelt, dass den Kriegern vor Entsetzen die Messer aus den Händen fielen.
Und mein Sanni hat sich gegen seinen Sohn auch respektabel zur Wehr gesetzt. Allerdings auch ein Veilchen mit nach Hause gebracht.
Aber im Gegenzug konnten wir ein neues Pflanzliches Schmerzmittel her bringen. Roth meint, dass es bald synthetisch hergestellt werden könnte.
Dürfte der neue Hit in der Pharmaindustrie werden.“
In dem Moment kam ihr Bier.
Runge gab einen Trinkspruch aus.
„Nastrovie, Genosse.“
Im nächsten Moment erhellte der Gerstensaft ihr Gemüt.
Aus einer anderen Ecke der Bar kamen einige Halbstarke heran, die schon ziemlich betrunken waren.
„Hey. Was will den dieser Russe hier? Wir sind in einer Deutschen Kneipe, also schwirr wieder ab nach Sibirien.“
Fünf recht stark gebaute Männer stemmten sich vor Runge auf. Der jedoch nur einen Spruch zum Besten gab.
„Hat euch die Abreibung 1945 noch nicht gereicht?“
In der nächsten Sekunde ging ein Bierglas auf den Russischen Offizier nieder, welchem dieser allerdings geschickt ausweichen konnte.
Nur um dem Skinhead mit vollem Elan die Faust in die Magenkuhle zu führen.
Er taumelte schmerzverzerrt zurück.
Nun aber kamen die anderen vier auf Runge und Degenhardt zu.
Einer der Skins griff nach einem Billardschläger, doch der Oberst war schneller, warf ihn auf den nächsten Tisch, welcher unter dem Gewicht zusammenbrach.
In der Zwischenzeit hatte der Wirt zu seinem Telefon gegriffen, um die Feldjäger zu informieren.
„Schickt sofort die MP. Schlägerei im Bauernstadl.“
Degenhardt hingegen rang mit einem Fleischberg von einem Mann auf dem Boden.
Runge musste sich hingegen mit zwei Halbstarken auseinandersetzen, erledigte sich der beiden allerdings schnell, indem er ihre Köpfe zusammenschlug.
Im nächsten Moment kam die MP.
Am nächsten Morgen – STK ( Sternentor Kommando ):
General Reineke begab sich wütend in den Besprechungsraum, wo Runge und Degenhardt schon warteten.
„Sind sie von allen guten Geistern verlassen? Sie sind beide Führungsoffiziere und prügeln sich in einer Kneipe?“
Runge versuchte sich da noch herauszuwinden.
„Bei allem Respekt, Herr General. Wir wurden angegriffen und mussten uns verteidigen. Oder glauben sie, wir lassen uns von Neonazis dumm anmachen?“
Reineke sah die beiden noch mal genau an.
„Gehen sie mir aus den Augen. Oberst, ihre Aufklärungsmission auf P2Y339 startet in genau zwei Stunden.
Bis dahin können sie beiden noch ihr Gemüt kühlen.“
Danach verließ der General den Raum. Degenhardt sah seinen Kumpel direkt in die Augen.
„Hunger? Ich könnt jetzt was vertragen.“
Runge blickte kurz zur Decke.
„Ja, ich auch. Kantine macht heute Käsekuchen.“
Danach verließen auch die Offiziere den Raum.
In der Kantine saß bereits Oberleutnant Franziska Rust, studierte den Missionsbericht von ST 5 genau.
Runge und Degenhardt setzten sich zu ihr, der Oberstleutnant sprach sie an.
„Bei allem Respekt, aber mir liegen da zwei Fragen auf dem Herzen, sie betreffend.“
Sie blickte auf.
„Und die wären?“
Der Russe musterte sie neugierig.
„In der Deutschen Armee gibt es meines Wissens nur weibliche Sannis. Wie kann also eine
Frau als Offizier in einer Kampfeinheit dienen?
Nicht das ich was gegen sie hätte, aber es ist doch merkwürdig.“
Sie holte noch mal tief Luft.
„Ich war Biologiestudentin, kurz vor meiner Doktorarbeit. Zudem auch eine richtig gute Hackerin.
Eines Tages habe ich mich in das Finanzministerium gehackt, nur zum Spaß.
Dummerweise hat mich ein Mitstudent verraten.
Die Regierung stellte mich vor die Wahl: Gefängnis, oder ich arbeite für sie.
Denn ich war richtig gut.
Woraufhin ich als Bedingung stellte, als Offizier im Truppendienst eingestellt zu werden.
Eigentlich nur, um sie zu ärgern.
Sie haben zähneknirschend angenommen.
Wegen meines IQ, der bei 172 liegt, wurde ich gleich als Leutnant eingestellt. War eben eine Sonderegelung.“
Sowohl Runge als auch der Oberst machten große Augen.
Degenhardt setzte die zweite Frage gleich nach.
„Und warum haben sie sich jetzt die Haare knallrot färben lassen?“
Sie grinste noch mehr.
„Hab ne Wette im Kampftrinken knapp verloren. Musste nach dem 11 Glas Wodka aufgeben.“
Runge bekam große Augen, flüsterte Degenhardt an.
„Das ist mein Mädchen. Verstanden?“
Danach grinsten sich alle noch an.
Schließlich fanden sich alle aus dem Team in Torraum ein. Nur Feldwebel Julia Tora hatte etwas Verspätung.
„Endschuldigen sie bitte, Oberst. Aber ich hatte etwas von meiner Ausrüstung verlegt.“
Degenhardt grinste sie an.
„Typisch Frauen. Brauchen immer Stunden, bevor sie ihren Kram dabeihaben. Auch an die Haarbürste gedacht?“
Sie jedoch sah verlegen zu Boden.
„Das wird nie wieder vorkommen, versprochen.“
Sebastian Degenhardt klopfte ihr noch mal auf die Schulter, bevor er sich an die Techniker wandte.
„Mit der Anwahl des Tores beginnen.“
Im nächsten Moment begann sich der Ring zu drehen. Nachdem sich das Vortex gebildet hatte, sprach Julia Tora Teal´C direkt an.
„Und du bist da schon hunderte Male durchgegangen?“
Er lächelte sie weise an.
„In der Tat.“
Schließlich durchschritt der Jaffa als letzter den Ereignishorizont.
Auf dem fremden Planeten trafen sie niemanden am Tor an.
Es war eine waldige Region des Planeten, vergleichbar mit Mitteleuropa.
Zwar stand das Sternentor auf einer Lichtung, aber ringsherum war dichter Nadelwald.
Und die Umgebung um das Tor sah verlassen aus, nur Überreste von Tempelanlagen zeugten von einer früheren Zivilisation.
Allerdings sagte ein Trampelpfad, dass hier zumindest gelegentlich jemand vorbeikam.
Teal´C besah sich der Fußspuren.
„Die Abdrücke sind schon etwas älter. Könnten drei bis fünf Tage alt sein. Sie führen in Östliche Richtung.“
Degenhardt sah sich noch mal genau um.
„OK. Wir folgen dem Pfad. Teal´C, du übernimmst die Führung. Jackson, sie bleiben bei mir, die beiden Ladys bilden unsere Nachhut.
Und bitte keine endlosen Diskussionen über Schuhe, wenn ich bitten darf.“
Sowohl Rust als auch Tora grinsten ihn breit an, während Teal´C sich verwundert an Daniel wandte.
„Warum sollten die beiden Frauen in einer möglichen Gefahrensituation über Schuhe reden?“
Dr. Jackson schüttelte aber nur den Kopf.
„Das versuchen wir Männer auf der Erde schon seit Jahren zu erkunden.“
Und auch der Oberst gab ihm Auskunft.
„Für uns Männer wird es ein ewiges Mysterium bleiben, aber sie können nicht anders.“
Teal´C verneigte leicht fragend seinen Kopf, bevor er dann an die Spitze ging.
Nach ungefähr einer halben Stunde Fußmarsch erreichten sie eine Stadt, welche starke Ähnlichkeiten mit dem Mittelalterlichen Europa aufwies.
Um die Stadt herum war eine Mauer aus Steinen errichtet wurden, etwa an die sechs Meter hoch.
In unregelmäßigen Abständen fanden sich in die Mauern eingearbeitet auch Türme.
Schließlich durchschritten sie das Metallische Tor,
Die Häuser waren im Fachwerkstil erbaut, einige der Dächer mit einem Reedartigen Material abgedeckt.
In der Mitte des Dorfes stach eine größere Kirche heraus.
Die Menschen allerdings verhielten sich auffallend leise, manche sogar zu zurückhaltend.
Degenhardt kam das merkwürdig vor.
„Daniel, sprechen sie die Leute doch mal an. Die brauchen keine Angst vor uns zu haben.“
Der Archäologe ging auf einen älteren Mann zu.
„Guten Tag. Ich bin Daniel Jackson. Kannst du mir sagen, wo ich hier jemanden finde, der mit uns Handel treiben kann?“
Der Alte blickte sich um, bevor er Daniel etwas ins Ohr flüsterte.
„Ihr müsst hier ganz schnell verschwinden. Wenn die Ritter der Gerechtigkeit kommen, werden sie eure Freundin…“
Weiter kam er allerdings nicht, als sich Hufgeräusche nährten.
Drei berittene hielten ihre Pferde direkt vor den Erdlingen an. In ihrem Anschluss befanden sich etwa 15 Mann zu Fuß.
Einer der Reiter sah die Gruppe genau an, sein Blick blieb angewidert bei Franziska Rust hängen.
„Nehmt die Hexe mit.“
Zwei Männer gingen direkt auf Oberleutnant Rust zu, wollten sie packen, als sie ihr G 36 nahm und zwei Schüsse vor die Füße der Männer abgab.
„Pack mich an und ich reiß dir alles ab, was dich als Mann identifiziert.“
Einer der Berittenen kam mit seinem Pferd nach vorne.
„Wenn du dich zur Wehr setzt, werdet ihr alle sterben.“
Degenhardt ging auf den Mann zu.
„Hört zu. Wir sind Fremde auf dieser Welt und gehen wieder, wenn wir unerwünscht sind. Aber wenn einem meiner Leute was passiert, schicke ich dich und deine Kumpanen direkt ins nächste Leben.
Unsere Waffen sind wesendlich stärker als eure.“
Nun ging auch Daniel dazwischen.
„Könntet ihr uns vielleicht sagen, worum es hier geht? Oder uns zu jemanden bringen, der etwas mehr Entscheidungsgewalt hat.“
Der Reiter blickte sie an.
„Folgt mir. Aber die Frau wird in Ketten gelegt.“
Rust weigerte sich immer stärker.
„Wenn mich einer von den Kerlen gegen meinen Willen wo hinbringt, anpackt, schlägt oder dergleichen, knall ich ihn ab.“
Demonstrativ hielt sie ihre Waffe höher.
In der Zwischenzeit waren immer weitere Bewaffnete eingetroffen. Die Fünf Personen von ST 1 standen mittlerweile gegen mehr als 40 Mann.
Einige von ihnen trugen auch Armbrüste.
Daniel sprach Degenhardt an.
„Hören sie, Oberst. Wenn wir das Diplomatisch regeln können, wäre dies für beide Seiten ein Gewinn.
Sie soll sich erstmal festnehmen lassen.
Ich werde mit den Leuten hier reden. Notfalls können wir immer noch einen bewaffneten Eingriff unternehmen.“
Der Oberst dachte nach, blickte dann seinen Offizier an.
„Oberleutnant, geben sie mir ihre Waffen. Wir werden sie schon da rausholen.“
Mit größtem Widerwillen leistete sie dem Befehl folge, nur um dann umgehend abgeführt zu werden.
Der Reiter sprach die anderen ST 1 Mitglieder an.
„Folgt mir.“
Auf dem Weg sprach Feldwebel Julia Tora leise zum Oberst und Daniel.
„Warum haben sie nur Franzi mitgenommen? Ich dachte, die würden mich auch noch holen.“
Dr. Jackson antwortete leise.
„Das werden wir schon feststellen.“
Anschließend betraten sie die Kirche.
Nachdem sie über eine Stunde gewartet hatten, kam endlich jemand, der hier zuständig zu sein schien.
Es war ein Mann, Anfang vierzig, leicht Untersetzt, mit einer Halbglatze.
Er trug eine Lederkluft.
„Ich bin der Heeresführer dieses Ordens. Ihr wollt wegen der Hexe mit mir reden?“
Degenhardt trat drohend nach vorne.
„Sie ist KEINE Hexe. Und wenn man die Frau nicht auf der Stelle freilässt, können wir sehr ungemütlich werden.“
Daniel versuchte zu schlichten.
„Könnt ihr mir sagen, warum ihr sie für eine Hexe haltet?“
Der Heeresführer blickte sie leicht belustigt.
„Das sollte doch jeder wissen. Nur Hexen tragen feuerrote Haare.“
Feldwebel Tora konnte es kaum glauben.
„Wegen ihrer Haarfarbe? Was seit ihr denn für ein geistig unterentwickeltes Volk?“
Daniel ging dazwischen.
„Auf der Erde hat man im Mittelalter in Europa, teils auch in Amerika Frauen für ähnliche Dinge getötet.“
Degenhardt sprach den Heeresführer an
„Und was geschieht jetzt mit ihr?“
Der Mann blickte sie streng an.
„Wie alle Hexen wird sie den Tod auf dem Scheiterhaufen finden, heute Abend wenn die Sonne untergeht.
Das wird noch vier Stunden brauchen.
Eine Unterbrechung dieses Rituals wird ebenso mit dem Tode bestrafft.“
Teal´C, der bisher ruhig gewesen war, trat auf den Mann zu.
„Ich würde sie auf der Stelle freilassen, wenn dir dein Leben wichtig ist.“
Der Heeresführer wich einen Schritt zurück.
„Meinst du das ernst?“
Teal´C blickte ihn aus eiskalten Augen an.
„In der Tat.“
Danach wurde der Jaffa von Degenhardt an der Schulter gepackt.
„Komm. Wir regeln dies später.“
Anschließend verließen sie schnurstracks die Kirche, auf dem Weg in Richtung Stargate.
Inzwischen war es Abend geworden.
In den letzten Stunden kamen immer einige Männer, musterten sie abschätzig, gingen ohne etwas zu sagen.
Sie hatte versucht, an Informationen zu kommen, doch vergeblich, niemand wollte ihr antworten.
Und auch jetzt nährten sich Schritte, zwei Männer öffneten ihr Gefängnisgitter
Oberleutnant Franziska Rust wurde unsanft aus ihrer Zelle gezerrt.
„Komm schon, Hexe.“
Danach legten sie ihr Fesseln an, brachten die junge Frau nach draußen.
Ziemlich ruppig stieß man sie zum zentralen Platz dieser Stadt, wo schon das Holz um einen Mast aufgetürmt war.
Der Heeresführer baute sich vor ihr auf.
„Hast du vor deinem Tod noch etwas zu sagen?“
Sie blickte sich um.
„Wo sind meine Kameraden? Was habt ihr Wilden mit denen gemacht?“
Der Mann blickte sie herablassend an.
„Sie sind schon vor Stunden gegangen und können dich nicht mehr befreien.“
Danach schleppte man an den Mast, band sie dort fest.
Jedes zur Wehr setzen von ihrer Seite war zwecklos.
Degenhardt und sein Team hatten sich in einem Haus verschanzt, von wo aus sie einen perfekten Blick auf den Scheiterhaufen hatten.
Der Oberst sah durch sein Fernglas, nahm dann das Funkgerät.
„ST 4 und 8. Sind sie in Position?“
„Sind wir. Warten auf Befehl für Zugriff, Oberst.“
Er sah erneut durch das Fernglas.
„Teal´C, Tora. Wie sieht es bei euch aus?“
Der Jaffa gab Klarmeldung.
„Wir sind so weit, Bastian.“
Da sprach Daniel seinen Kommandanten an.
„Ihnen ist schon klar, dass es viele Tote gibt, wenn die sich wehren? Sollten wir ein mögliches Massaker nicht besser verhindern?“
Degenhardt aber zeigte kein Verständnis.
„Nicht, wenn die Typen einen meiner Offiziere bei lebendigem Leib grillen wollen.“
Er sah die Situation noch mal an.
„Sie tragen schon die Fackel rauf. An alle: Jetzt.“
Ein Scharfschütze von ST 8 erledigte den Fackelträger, der so unglücklich fiel, dass die Fackel dennoch das Holz anzündete.
Franziska Rust hatte schon mit ihrem Leben abgeschlossen, als plötzlich der Fackelträger von einem Schuss in den Kopf herumgeschleudert wurde.
Dummerweise fiel die Fackel in die Holzstapel.
Ziemlich erregt schrie sie auf.
„Leute, ich warte noch. Aber lasst euch ruhig Zeit, denn der Haufen brennt ja schon.“
Im nächsten Moment detonierten auf dem ganzen Platz Blendgranaten, wodurch die Menschen handlungsunfähig wurden.
Einige fielen zu Boden, aber allen war es nicht mehr möglich, noch irgendetwas zu unternehmen.
Währenddessen bemerkte Oberleutnant Rust, wie ihre Fesseln durchgeschnitten worden.
Stark hustend sah über ihre Schulter, bemerkte Teal´C. Er trug eine ABC Atemschutzmaske
„Danke.“
Danach stülpte er ihr auch eine auf.
„Wofür ist die?“
Er verschwendete jedoch keine Zeit, sondern nahm sie huckepack.
Obwohl sich der Jaffa einige Brandwunden einfing, ging er ohne zu blinzeln weiter.
In dem Moment, wo sich die ersten Menschen von den Blendgranaten wieder erholt hatten, strömte aus mehreren Tuben Gas hervor.
Kurz darauf waren alle zusammengesackt, während sich die Teams zurückzogen.
Als sie wieder im Wald waren, nahmen alle ihre Masken ab.
Oberleutnant Rust bedankte sich bei allen.
„Leute. Ich weiß gar nicht, wie ich das wieder gut machen soll.“
Degenhardt stupste sie kameradschaftlich an.
„Sie könnten bei unserer Teamfeier heute Abend auf der Erde eine Einlage bringen.“
Sie aber musste das negieren.
„Tut mir leid, aber da bin ich schon bei einer anderen Feier eingeladen. Mein Bruder feiert seinen 30. Geburtstag.“
Degenhardt zog einen Schmollmund.
„Mist. Das hätten wir wissen müssen, dann hätte ich den Termin verlegt. Aber jetzt los. Unser Betäubungsgas verliert langsam seine Wirkung.“
Ohne Umwege begaben sie sich zum Sternentor.
Nachdem sich alle geduscht hatten und bei General Reineke einen Bericht ablieferten, begann der Feierabend.
Auch stand das Wochenende bevor.
ST 1 und 2 hatten sich schon am Eingang versammelt, wollten in Oberst Degenhardts Berghütte feiern gehen.
Allerdings verspätete sich Daniel.
Runge wurde schon ungehalten.
„Dieser Amerikanski. Wegen ihm muss der Wodka warten.“
Wie auf Kommando öffnete sich die Tür des Aufzugs, aber heraus trat Franziska Rust.
Und ihr Anblick ließ alle anwesenden Männer stauen.
Sie trug ein enges, rotes Cocktailkleid mit Spagettiträgern, welches mehr zeigte, als das es verhüllte.
Auch war es min. 2 Nummern zu klein.
Runge konnte sich kaum noch einkriegen.
„Und sie wollen wirklich nicht mit uns kommen? Ich würde sie auch bis in die Hütte tragen, wenn sie dies wünschen.“
Sie jedoch grinste nur neckisch.
„Ich bin bei meinen Bruder eingeladen. Und da gehe ich auch hin. Fragen sie beim nächsten Mal einfach früher.“
Runge wollte es nicht glauben.
„In so einem Kleid fährt man doch nicht zu seinem Bruder.“
Sie zog die Augenbrauen hoch.
„Doch. Wenn man die Wette im Wodkatrinken verliert, dann schon. Ich musste mir die Haare färben und jetzt so dort auftauchen, um meine Eltern zu erschrecken.
Die sind nämlich sehr konservativ und prüde.“
Danach verließ sie den Stützpunkt, stieg in einen Porsche und fuhr weg.
Da kam endlich Daniel an.
„Wird auch Zeit, Amerikanski.“
Anschließend fuhren auch sie ins Wochenende.
Während in Oberst Degenhardts Hütte eine ordentliche Feier abging, hatten zwei NID Agenten das Pech, sich 100 Meter von der Hütte entfernt den Arsch abzufrieren.
Es war Ende Januar, draußen lagen 40 cm. Schnee und sie mussten eine Party abhören die so laut war, dass man nichts verstehen konnte… |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 22.10.2007, 14:00 Titel: |
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He he. Frauen mit roten haaren SIND Hexen. Das stimmt. *lächel*
War ein guts/lustiges Kapitel. DIe Sache mit dem Mittelalterlichen Dorf und den Verweis auf den Mongolenplaneten fand ich gut.
Weiter so. Die kesse Doktorin kam auch gut rüber. *he he* |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 22.10.2007, 19:26 Titel: |
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Spät, aber ich melde mich doch noch *hetz*:
1.2
Na, da seid ihr wieder verdammt dicht dran an der Serie, nur eben ... äh, es läuft wie immer etwas anders bei den Deutschen und Russen als bei den Amis.
Interessant, Maybourne taucht auf, sieh mal einer an ... Und plötzlich wollen die USA das Sternentor zurück - zu spät, Jungs! Sorry! *grins*
War eine schöne Episode. Irgendwie schnürt's mir bei der Kampfszene mit Teal'c immer die Kehle zu - man weiß ja, was kommt. Und irgendwie ... *seufz* ...
1.3
Jetzt laßt ihr Folgen aus, sieh an. Die Episode erinnerte doch recht stark an die aus der 1. Staffel SG-1, in der Teal'c angeklagt wird wegen Massenmordes.
Ein bißchen mehr in die Tiefe zu gehen hätte ich mir allerdings aufgrund des Themas gewünscht, muß ich mal anmäckeln. Es stimmt zwar schon, daß rothaarige Frauen (und Männer!!!) als Hexen, bzw. Hexenmeister verschrien waren, aber in den seltensten Fällen wurden sie einfach so verbrannt. Warum also ist das auf diesem Planeten so?
Die Auflösung war ja mal wieder ziemlich ... ihr mögt das "Knall-bumm-zeng!", das merkt man. Solche Methoden ... Ihr wißt schon, daß die Deutschen eigentlich nicht zuerst schießen dürfen, oder?
So, damit hab ich mich dann durch die Storys gewühlt und bin hoffentlich wieder auf dem laufenden. Also, die nächste Episode bitte! |
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Colonel Maybourne Leser
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 66 Wohnort: Im Harz
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Verfasst am: 27.10.2007, 16:32 Titel: |
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So. Erst werde ich antworten. Das neue Kapitel bringt Atlan heute Abend dann.
@ FelixE:
Leidest du etwa unter einer rothaarigen Frau? Ne, im Ernst, ich finde rothaarig ziemlich ansehlich.
Freut mich dass es dir gefallen hat.
@ Hyndara;
Nun, warum sie einfach so verbrannt werden soll? Auf dem Planeten sind sie eben militanter.
Und ja, ein wenig Action muss eben sein. Obwohl ich mich zurückgehalten habe.
Gut, dass es vielleicht nur etwas oberflächlich war, nehm ich auf meine Kappe.
Stimmt, die Deutschen dürfen nicht einfach schießen. Aber wir sind auf einem anderen Planetn, es waren meist Betäubungsgeschosse.
Welcher bürokratische Klugscheisser will das denn in einem Untersuchungsausschuss prüfen?  |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 27.10.2007, 17:47 Titel: |
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Ja, ich glaube da gibt es nichts mehr hinzuzufügen
Dunkle Erinnerungen der Vergangenheit
P4X272:
Daniel saß nun schon seit Stunden in den Ruinen dieses Tempels.
Er war davon sehr fasziniert, da die Zeichen in den Steinen vorchristliche Babylonische Keilschrift waren.
„Interessant, es wird von dem Babylonischen Gott Marduk gesprochen. War vielleicht ein Goa´Uld…?“
Die Überreste dieser Tempelanlage lagen unweit des Sternetores, direkt in einer weitläufigen Steppe.
Es war eine recht trockene Gegend, mit weiten grasigen Ebenen. Hin und wieder kamen auch kleinere Wälder zum Vorschein.
Dabei sah es hier aus wie in der sibirischen Tundra, mit dem Klima des nahen Ostens.
Aber Daniel Jackson fühlte sich hier schon fast heimisch.
Und so übersetzte er unermüdlich eine Passage des Textes nach dem anderen.
Oberleutnant Franziska Rust und Feldwebel Julia Tora hingegen lagen auf einer Anhöhe, etwas abseits der Ruinen und langweilten sich.
Die Sanitäterin allerdings etwas mehr.
„Verdammt noch mal. Warum will unser hochgeschätzter Kanzler unbedingt von jeder Mission jetzt auch noch einen Kultusbericht?
Da werden wir die ganzen Tage damit verbringen, Steinchen zu sammeln und Scherben zu kleben.“
Franziska stimmte ihr zu.
„Du hast so was von Recht. Ich wollte die Galaxie erforschen, neue Völker kennen lernen und die Erde beschützen.
Stattdessen liegen wir nun hier schon über einen Tag herum, nur weil unser Yankee unbedingt Ruinen sehen will, die schon seit Jahrtausenden verlassen sind.
Währenddessen haben die anderen Teams wahrscheinlich Durchgeknallte Aktionen ohne Ende.“
Julia lachte auf.
„Du meist wie ST 2? Als Runge vor vier Tagen dieses Virus einschleppte, was alle zu Neandertalern werden ließ?
Doc Roth soll vor Wut an die Decke gegangen sein.“
Ihre Kameradin musste ebenfalls lachen.
„Ja. Kann ich mir vorstellen. Unsere verehrte Ärztin hat auf der Stelle neue Medizinische Protokolle erlassen.
Zudem soll sie Runge und sein Team ja richtig zusammengefaltet haben.
Dafür haben sie auf dem ganzen Planeten dann das Heilmittel verteilt und worden zu einer riesigen Feier eingeladen.
Oberstleutnant Runge hat man danach zum Tor getragen.“
Feldwebel Tora bohrte ein wenig nach.
„Ja, der Oberstleutnant ist schon ein toller Typ, aber er scheint mehr was von dir zu wollen.“
Oberleutnant Rust sah sie nachdenklich an.
„Ja, aber bevor er mich zum Essen einladen darf, lass ich ihn noch Zappeln.“
Danach wurde weiter über jeden bekannten Mann der Einheit geredet.
Degenhardt und Teal´C hingegen sahen sich in der näheren Umgebung des Sternentores um.
Es war mal wieder eines dieser kleinen Wäldchen, aber Teal´C dachte, dahinter Rauch gesehen zu haben.
„Ich war mir sicher, dass es dort Rauch, wie von einem Lagerfeuer, gab.“
Der Oberst blickte ihn noch mal an.
„Jeder kann sich mal irren.“
Die beiden wollten gerade umkehren, als Degenhardt etwas hinter einigen Büschen aufblitzen sah.
„Ich glaube, da ist doch etwas.“
Doch als sie an der Stelle ankamen, erblickten sie eine Leiche, die schon halb verbrannt war.
Allerdings war noch zu erkennen, dass es sich um einen Männlichen Körper handelte.
„Endschuldige Teal´C, dass ich an dir zweifelte.“
Der Jaffa nickte, bevor auch er die Leiche genauer untersuchte.
Dieser Körper lag inmitten einer Kuhle, auch der Boden war schon angesenkt.
Es sah so aus, als wäre dieser Mann auf der Flucht getötet und dann verbrannt worden.
Der Oberst griff zu seinem Funkgerät.
„Degenhardt an alle. Sofort zu mir. Das gilt auch für sie Jackson. Wir sammeln uns auf der Stelle.“
Teal´C hingegen machte seinen Kommandanten auf etwas in der Entfernung aufmerksam.
„Dort, am Horizont. Es könnte eine Siedlung sein.“
Degenhardt griff zu seinem Fernglas.
„Du hast recht, dass sieht wie Häuser aus. Wenn die anderen drei hier sind, erkunden wir das dort.
Ich will wissen, warum nach diesem Mann keiner gesucht hat.“
Der Deutsche Offizier blickte über seine Schulter, wo auch schon die drei anderen stetigen Schrittes kamen.
Nachdem ST 1 das Dorf erreicht hatte, mussten sie alle erstmal tief schlucken. Einige der etwa 100 Gebäude waren niedergebrannt.
Auf den Straßen lagen überall Leichen herum. Einige waren verbrannt, andere zur Unerkenntlichkeit verstümmelt worden.
Auch vor Frauen, Kindern und Alten hatte man hier dem Anschein nach keinen Unterschied gemacht.
Es hatte den Anschein, als hätte man die komplette Stadt ausgelöscht.
Zu der absolut beunruhigenden Stille war es auch noch total Windstill.
Die Toten lagen völlig willkürlich in den Straßen und Gassen der Stadt verteilt, welche den Eindruck einer Ortschaft machte, die mal hoch entwickelt sein musste.
Zumindest fast so weit, wie auf der Erde in den späten 40er Jahren des 20 Jahrhunderts.
Es gab Straßenbeleuchtung, Gefährte die wie Oldtimer aussahen sowie Hochspannungsstromleitungen.
Doch immer wieder fand man Leichen, manche hingen sogar aus den Fenstern.
Aber besonderst grotesk war die Tatsache, dass einige dieser Menschen an die Türen und Tore der Häuser genagelt worden.
Mit einer fremden Schrift hatte man jeder dieser Personen etwas in die Brust eingebrannt.
Degenhardt wandte sich zuerst an Dr. Jackson.
„Können sie das übersetzen?“
Daniel, immer noch ganz aufgewühlt, besah sich der Schrift.
„Das ist altbabylonisch. Ich brauche einen Moment.“
Oberleutnant Tora wandte sich an Teal´C.
„Sag mal. Waren das hier etwa die Goa´Uld?“
Doch der Jaffa verneinte das.
„Das halte ich für Unwahrscheinlich. Die Goa´Uld hätten Jaffa als Wachen aufgestellt und zudem nicht alle getötet.
Zumindest die Hälfe von ihnen wäre zu Sklaven geworden.
Auch hätten die Goa´Uld diese Toten nicht in den Straßen herumliegen lassen.“
Währenddessen meldete sich Feldwebel Tora.
„Herr Oberst. Der hier lebt noch. Aber nur noch schwach.“
Sofort rannten alle bis auf Daniel zu dem Mann, welcher etwa 30 Jahre alt war.
Die Sanitäterin untersuchte ihn genauer.
„Er hat starke Verletzungen, aber kann es schaffen, wenn er bald operiert wird.“
Degenhardt besah sich der Situation.
„Teal´C, Tora und Rust. Sie drei bringen ihn sofort ins STK. Daniel und ich werden folgen.“
Oberleutnant Rust nahm die Beine des Mannes, Tora seine Arme.
Während Teal´C die beiden mit seiner Waffe sicherte, liefen sie die ungefähr 1,5 Kilometer zurück zum Sternentor.
Zwei Stunden später – Besprechungsraum des Sternentorkommandos:
General Reineke wartete schon mit den drei anderen Mitgliedern des Teams auf Degenhardts und Jacksons Bericht.
Der Amerikaner trat dann auch an das Rednerpult.
„Ich habe die Schriften, welche man diesen Menschen in die Brust brannte, genau untersucht.
Frei übersetzt bedeuten sie in etwa:
Dies sind minderwertige Kreaturen.
Zudem war jedem von ihnen noch ein bestimmtes Symbol unter die Worte eingebrannt worden.
Nämlich eine Kreis, mit zwei abstehenden Linien.“
Bei Tora und Rust bracht merkwürdiges Gemurmel aus, dass aber nach einem bösen Blick des Obersts verstummte.
„Heben sie das bis nach dem Vortrag auf.“
Der General erhob sich.
„Danke Dr. Jackson. Ich habe von der Krankenstation den Bericht erhalten, dass unser Gast überleben wird.
Hat sonst noch jemand Anregungen zu dem Vorfall?“
Oberleutnant Rust erhob sich.
„Ja. Herr General. Nach allem, was wir bis jetzt erfahren haben, glaube ich einen Rassistischen Hintergrund für die Tat zu vermuten.“
Daniel sah sie erstaunt an.
„Wie kommen sie denn darauf?“
Sie blickte ihn durchdringend an.
„Nun, dass alles erinnert stark den 2. Weltkrieg, vor allem die Verachtung der Jüdischen Bevölkerung.
Und diese Brandnarben zeugen für mich stark nach einem Synonym für den Judenstern.“
Degenhardt ließ sich in den Sessel fallen.
„Verdammt noch mal. Das hat jetzt gerade noch gefehlt.“
In dem Moment kam Dr. Amelia Roth in den Raum.
„Unser Patient kann jetzt verhört werden. Er hat zudem selbst einige Fragen.“
General Reineke besah sich aller.
„Dann treffen wir uns in einer viertel Stunde auf der Krankenstation. Wegtreten.“
Mit sorgenvollen Blicken verließen alle den Raum.
Auf der Krankenstation angekommen, sahen sie einen Mann, dem die Angst regelrecht ins Gesicht geschrieben stand.
Daniel ging auf ihn zu.
„Habe keine Angst. Ich bin Daniel Jackson. Ich bin Archäologe, dass bedeutet alte Kulturen zu erforschen…“
Der Mann fiel ihm ins Wort.
„Ich weiß, was Archäologie ist. Ich bin schließlich kein Sytone. Und mein Name ist Jorel.“
Degenhardt ging zwei Schritte auf Jorel zu, welcher sich immer noch schwer atmend im Bett befand.
„Was ist ein Sytone? Und am besten erzählst du uns erstmal, was bei euch überhaupt passiert ist.“
Jorel begann schweren Herzens zu reden.
„Unser Volk ist in zwei Kasten unterteilt. Zum einen die Galaner, meine Leute. Wir sind Wissenschaftler und Gelehrte.
Unser Besterben liegt darin, uns weiter zu entwickeln.
Wir sind offen für neue Ideen und Denkweisen, haben dafür kaum religiöse Ansichten. Wir sind sehr friedvoll.
Und dann noch die Sytonen, absolut religiöse Fanatiker. Sie verabscheuen jede Form von Endwicklung.
Außerdem denken sie, ein höheres Volk zu sein, von allen Wesen die größte Reinheit zu besitzen.
Sie verehren über alles eine Gottheit namens Marduk.
Jahrhunderte lang gab es ein Gleichgewicht der Mächte. Doch vor etwa zehn Jahren kam bei den Sytonen ein neuer Politischer Führer an die Macht.
Kurz darauf begann sie, die kleineren Völker unseres Planeten einzunehmen.
Wer ihnen nicht bedingungslos folgte, wurde getötet.
Einzig mein Volk konnte lange genug standhalten.
Jedoch haben sie vor einem Monat unsere wichtigste Verteidigungslinie durchbrochen, vor zwei Tagen unser Dorf überfallen.
Unsere Armee musste sich zurückziehen.
Die Sytonen sind absolut gnadenlos. Sie töten alle, die nicht an ihre Ideale glauben wollen. Und Wissenschaftler und Gelehrte werden von ihnen grausam gekennzeichnet.
Sie haben zwar nur primitivste Waffen, sind aber in einer gnadenlosen Überzahl.
Allerdings sind sie auch erbärmliche Feiglinge.
Wenn sie bemerken, dass sie verlieren, verhalten sie sich oft sehr ruhig oder fliehen.“
Die Erdensoldaten standen ratlos im Raum. Irgendwie hatte dies starke Ähnlichkeiten mit der Irdischen Geschichte.
Jorel hob noch mal seinen Kopf.
„Einige aus unserem Dorf haben sie auch entführt. Darunter meine Frau und meine drei Kinder.
Ich habe eine Fotographie von ihnen in meiner Kleidung.
Ihr müsst wissen, dass sie Gefangene entweder als Zwangsarbeiter schuften lassen, oder in barbarischen Schaukämpfen töten.
Wenn ihr sie befreit, verrate ich euch, wo eine nicht unbedeutende Menge an Naquadah verborgen liegt.
Doktor Roth verriet mir, dass es für euch ebenso wertvoll ist, wie bei meinen Leuten.
Und bedenkt, wenn irgendjemand von den Sytonen durch Zufall das Sternentor entschlüsseln kann, würden sie auch andere Planeten angreifen.
Sie sind eben so verbohrt, auch wenn sie unterlegen seien sollten.“
General Reineke sah erst seine Leute an, dann Jorel.
„Das werden wir erst diskutieren müssen.“
Der Außerirdische blickte sie an.
„Lasst euch bitte nicht zuviel Zeit.“
Anschließend verließ ST 1 die Krankenstation.
Wieder im Besprechungsraum verlor Oberst Degenhardt nicht viel Zeit, sein Anliegen vorzutragen.
„Bei allem Respekt, wir sollten die Familie von dem Mann retten. Nicht nur, dass wir Naquadah bekommen würden, es wäre es auch einfach das richtige.“
Reineke aber gefiel dieser Plan gar nicht.
„Als dieses Kommando aufgestellt wurde, hat man klare Richtlinien erstellt, sich nicht in die inneren Angelegenheiten fremder Völker einzumischen.“
Oberleutnant Rust musste dem widersprechen.
„Bei allem Respekt, Herr General. Aber sollten nicht gerade wir Deutschen uns in dieser speziellen Situation anders verhalten?“
Reineke gefiel dies gar nicht.
„Ich stimme ihnen zu, aber die Richtlinien sind eindeutig.“
Degenhardt hob den Finger.
„Wie wäre es dann mit einer Naquadahbeschafungsmission? Und was uns auf dem Planeten über den Weg läuft…“
Reineke sah ihm etwas beleidigt in die Augen.
„Sie nehmen ST 6 und 10 mit. Zudem bekommen sie die ersten beiden für das Sternentor gebauten Jeeps.
Und keine Extratouren, wenn ich bitten darf.“
Degenhardt blickte ganz unschuldig daher.
„Aber Herr General. Wir doch nicht.“
Reineke aber ging nur in sein Büro.
Nachdem ihnen Jorel verraten hatte, von dass Naqaudah war, machte sich ST 10 sofort auf den Weg, um es zu sichern.
Die ungefähr 120 Barren dieses kostbaren Minerals befanden sich in einem unterirdischen Lager der niedergebrannten Stadt.
Jeder dieser Barren wog 1,5 Pfund.
Dieses Gewicht allein würde den Transport natürlich verlangsamen.
ST 1 und 6 hingegen fuhren mit ihren Jeeps, die über einen neuartigen Hybridantrieb verfügten, zur beschriebenen Stadt.
Die Fahrzeuge sahen aus wie ein gewöhnlicher Wolfjeep der Bundeswehr, waren allerdings rundum mit schweren Panzerungen versehen.
Auch waren die Wagen länger, so dass je acht Personen Platz hatten.
Zudem konnte man beschädigte Reifen während der Fahrt wieder aufpumpen und aus einer Dachluke nach draußen sehen.
Auf die Dachluke aufgebaut war ein MG 3, welches um 360°C schwenkbar war.
An den Seiten befanden sich kleine Granatwerfer, die für diese Mission mit Rauch und Schafgas ausgestattet waren.
Der Hybridantrieb war auf Elektrizität und Biodiesel ausgelegt, kam gerade aus der Erprobungsphase.
Nachdem die beiden Teams bis etwa einen halben Kilometer vor die Stadt gefahren waren, flogen ihnen auch schon Pfeile entgegen.
Wie von Jorel berichtet, hatten die Sytonen nur Armbürste, sowie Äxte und Schwerter zu ihrer Verfügung.
Und nun nährte sich ihnen ein Spähtrupp von acht Männern.
Beide Jeeps hielten an.
Der Oberst gab schnelle Anweisungen.
„Neutralisiert die Knaben. Bevor sie uns noch verraten.“
Degenhardt und Rust nahmen sich je ein Betäubungsgewehr.
„Das Zeug hier drin reicht aus, um einen Elefanten auszuschalten. Die werden erst mal einige Stunden schlafen.“
Dank der Zielfernrohre waren die Späher nach wenigen Pfeilen schon zusammengesackt.
Rust griff zu ihrem Funkgerät.
„ST 6, Fesselt die Knaben. Dann schließt zu uns auf. Wir fahren jetzt direkt in die Stadt.“
Während das andere Team die bewusstlosen an Bäume kettete, fuhr ST 1 langsam weiter, um mögliche andere Spähtruppe zu erkennen.
Doch es sollten keine mehr zu sehen sein.
Vor der Stadt brach ein Chaos aus, als die beiden Jeeps direkt auf das Stadttor zufuhren. Unmengen an Pfeilen flogen auf sie zu.
Prallten aber nur an den Wolf Geländewagen ab.
Danach schlugen die Besatzer wie wild mit ihren Schwertern und Äxten auf die Wagen ein, aber konnten nicht mal Kratzer in den Lack bekommen.
Degenhardt fuhr direkt auf den zentralen Platz zu.
„Hier müssen die Gefangenen doch irgendwo sein.“
Auf diesem zentralen Platz sah es wirklich erschreckend aus.
Laut Jorel war dies früher mal ein beliebter und stark besuchter Marktplatz gewesen.
Heute aber erblickte man nur noch hingerichtete und Gefangengenommene Menschen, die in Käfigen hausten.
Es hatte fast den Anschein eines Römischen Sklavenmarkes, anstatt einer Zivilisierten Gesellschaft.
Immer wieder flogen Steine und Pfeile auf beide Wagen zu.
Bis es Degenhardt zu bunt wurde.
„Hey, Teal´C. Nimm mal deine Stabwaffe und beeindrucke die Leutchen hier ein wenig.“
Der Jaffa konnte die Menschen verscheuchen, indem er mit seiner Stabwaffe, aus der Luke in die Luft schoss.
Degenhardt und seine Leute, alle mit Kugelsicheren Westen, Visieren vor ihren Helmen und Schilden aus Plastik versehen, begaben sich in die Menge.
Dabei hielt er ein Bild in die Luft.
„Wir wollen nur diese Menschen haben. Dann ziehen wir friedlich von dannen.“
Doch keiner der Menschen rührte sich.
Die Stimmung war bis zum Siedepunkt erhitzt.
Major Kamelenko, Kommandeur von ST 10 hatte inzwischen mit Hilfe einer Deutschen Pioniereinheit das Naquada verladen und zur Erde bringen können.
Es dauerte über zwei Stunden, die insgesamt 112 Barren zu transportieren.
Doch schließlich hatten sie es vollbracht.
In diesem Moment traf ein Funkspruch auf einer ungewöhnlichen Frequenz ein.
Kamalenko wandte sich an seinen XO, Oberleutnant Boriskow.
„Können sie verstehen, was wir da empfangen?“
Der rangniedere Offizier justierte ein wenig sein Funkgerät.
„Noch nicht. Ist allerdings nicht unsere Wellenlänge. Könnte von diesen Galanern sein.“
Kamalenko sah über seine Schultern.
„Versuchen sie unter allen Umständen eine Verbindung herzustellen.“
Obwohl der Oberleutnant etwas stutzte, machte er sich sofort an die Arbeit.
Immer noch standen sich die Erdlinge und die Sytonen in feindlicher Haltung gegenüber.
Bis endlich ein ranghoher Offizier der feindlichen Truppen auf sie zukam.
„Ehrerbietung dem Gott Marduk. Wer seit ihr, Galaner?“
Daniel kam nach vorne.
„Wer wir sind, ist völlig unbedeutend. Wir sind nur an den Personen auf diesen Bildern interessiert.
Wenn ihr sie uns übergebt, werden wir friedlich abziehen, ohne euch Schaden zuzufügen.“
Der Sytone sah ihn verächtlich an.
„Warum sollte ich dem zustimmen? Wir sind in größerer Überzahl, dass solltet ihr in den bisherigen Schlachten schon erfahren haben.“
Degenhardt schnitt ihn ab.
„Glaub mir, gegen uns hast du noch nicht gekämpft. Denn diese Waffen sind allem weit überlegen, was dir bekannt sein dürfte.
Teal´C, gleich dreimal.“
Erneut hob der Jaffa seine Stabwaffe, doch diesmal war sie auf den Brunnen gerichtet.
Nach den drei Schüssen war heftiger Schaden zu sehen.
Durchaus ängstlich wichen die Passanten und Soldaten zurück. So etwas hatten sie noch nie gesehen.
Degenhardt machte noch einmal seine Position klar.
„Wir wollen nur diese Frau und ihre Kinder. Danach werden wir euch in Ruhe lassen und umgehend abziehen.“
Plötzlich flog ein Pfeil aus einer Armbrust auf einen Soldaten aus ST 6. Er prallte aber einfach an dem Plastikschild ab.
Dies sorgte für noch mehr entsetzen unter den Menschen.
Daniel versuchte, einzugreifen.
„Ganz ruhig bleiben. Wie ihr seht, sind eure Waffen nicht wirkungsvoll. Ich schlage vor, wir beruhigen uns, bevor hier alles außer Kontrolle gerät.“
Immer ehrfürchtiger wichen die Sytonen Schritt um Schritt zurück.
Unter den Galanischen Zivilisten, die wie in Knechtschaft leben mussten, machte sich wieder Hoffnung breit.
Nach kurzem Zögern gab dann deren Kommandant nach, er rief einen Untergebenen zu sich.
„Hole die Galaner auf dieser Abbildung zu mir. Und beeil dich gefälligst.“
In der Zwischenzeit hatten sich weitere Sytonen versammelt, die allesamt bewaffnet waren.
Dem Oberst gefiel das gar nicht.
„Ich hoffe, das dauert nicht zu lange. Denn die Bande will sicher noch tanzen.“
Es dauerte ein paar Minuten, bis Jorels Familie zu den Erdensoldaten gebracht wurde.
Sie waren total verängstigt, dabei auch noch in einem sehr üblen Zustand.
Ihre Haare waren ganz zerzaust, die Kleidung an vielen Stellen gerissen.
Außerdem am ganzen Körper verschmutzt und verwahrlost.
Degenhardt atmete kurz auf.
„Gut. Rust, bringen sie die Leute in unsere Fahrzeuge. Wir verschwinden dann.“
Nachdem sie alle wieder in den Jeeps waren, erhielt Degenhardt einen Funkspruch.
„Ja, verstehe… Gut, mache ich sofort…“
Danach aktivierte er sein Funkgerät, rief den Jeep von ST 6.
„Unsere Jungs am Tor haben gerade einen Funkspruch der Galaner aufgefangen. Ihre Truppen bereiten einen großen Angriff auf diese Stadt vor.
Kamalenko hat mit denen über Funk gesprochen und erklärt, wer wir sind.
Die Galaner sind bereit, mit uns eine Handelsbeziehung über Naquada einzugehen, wenn wir ihnen hier helfen.
Wenn wir aus der Stadt fahren, Rauchgranaten und Betäubungsgas freisetzen.“
Alle blickten sich kritisch an, dass würde sicher eine haarige Angelegenheit werden.
Währenddessen bezogen unweit der Stadt zwei Galanische Infantriedivisionen ihre Stellungen.
Zu ihrer Ausrüstung zählten Schützenpanzer, Kurzstreckenartelleriegeschütze, sowie leichte motorisierte Einheiten.
Zusätzlich hatten sie einige Kampfflieger, welche stark einer britischen Spitfire entsprachen.
Alles in allem bestand ihr technologischer Standart dem der Vereinigten Staaten des Jahres 1947/1948 während der Berliner Luftbrücke.
Die Galaner standen mit dem Sternentorkommando in Verbindung, erhielten von General Reineke einige Statusberichte.
„Ich stehe mit ST 1 in Verbindung. Sie werden die gesamte Bevölkerung der Stadt betäuben, damit können sie die Stadt kampflos einnehmen.“
Der Galanische Kommandeur war darüber sehr erfreut.
„Wenn dies funktionieren sollte, werden sie bald Naquada Vorkommen haben, von denen sie bisher nur träumen konnten.
Außerdem bieten wir unsere Freundschaft und Allianz im Kampf gegen die Goa´Uld an.“
General Reineke war darüber sehr erfreut.
„Und wir werden ihre Technologie langsam erhöhen. Als erstes erhalten sie G 3 Gewehre für eine komplette Division.
Ingesamt 12.000 Stück. Zudem 500.000 Schuss Munition. Wir bieten auch noch 1.000 MG 3 Modelle mit Munition an.
Dies wird über einen Zeitraum von 4 Monaten geliefert.“
Dies kam dem Galanischen Kommandeur immer näher.
„Einverstanden. Ich bin darüber sehr erfreut. Nach der erfolgreichen Einnahe der Stadt werden sich unsere Unterhändler treffen.
Viel Glück uns allen.“
General Reineke unterbrach die Funkverbindung.
Oberleutnant Müller, der neben dem General stand, war allerdings kritisch.
„Bei allem Respekt, aber ist das moralisch vertretbar?
Wir hatten die Richtlinien aufgestellt, uns nicht in die Interna von anderen Planeten einzumischen und jetzt liefern wir schon Waffen?“
Reineke sah das allerdings anders.
„Ich bin anderer Meinung, wie unser Kanzler. Was wir liefern, übertrifft ihren Stand der Technik nicht.
Zudem ist ihr Feind absolut Menschenverachtend gegen Zivilisten vorgegangen.
Und natürlich brauchen wir das Naquadah.
Und wir können die ganzen alten Waffen aus unserer Armee endlich entstauben und loswerden.
Außerdem werden wir Beobachter entsenden, die darauf achten, dass keine Kriegsverbrechen begangen werden.
In dem Fall würden die Beziehungen sofort enden.“
Müller blickte zweifelnd daher. Ob dies der richtige Weg war?
Degenhardts Kommando heizte mit ihren Jeeps durch die Gassen der Stadt. Der Oberst gab über Funk Kommandos durch.
„Stadt einnebeln. Und Masken auf. Die Wölfe sind nicht gerade absolut luftdicht abgeschlossen.“
Aus beiden Wölfen flogen die entsprechenden Granaten.
Im Nu gingen alle Menschen hustend zu Boden. Nach wenigen Minuten waren alle im Schlummerzustand.
Es war schon ein seltsamer Anblick, wie die Erdensoldaten in ihren Fahrzeugen mit Atemschutzmasken aus den Stadttoren schossen.
Über den Dächern der Stadt sammelte sich der Dunst, so dass die Galanischen Truppen das Zeichen für die Kampflose Einnahme hatten.
3 Tage später:
Oberst Degenhardt und sein Team hatten Jorels Familie schon längst durch das Gate geschickt.
Das Widersehen fand unter zahllosen Tränen statt.
Danach wurden noch Verhandlungen mit dem Galanischen Oberkommando durchgeführt.
In Folge dessen hatte man ein umfangreiches Handelsabkommen geschlossen, welches von Bundeskanzler Schröder und Präsident Jelsin mehr als nur begrüßt wurde.
Dabei war Dr. Jackson diplomatisch über sich hinausgewachsen.
Mit einer Abordnung des Deutschen Bundestages und des Russischen Parlaments konnten mehrere Abkommen geschlossen werden.
Nun stand die Heimreise an.
Teal´C, Rust und Tora waren schon durch das Tor geschritten.
Der Oberst und Daniel gingen als letztes durch.
„Hören sie Oberst. Auch wenn es teilweise haarig war, hat es sich am Ende doch für beide Welten mehr als gelohnt.“
Degenhardt lächelte ich an.
„Stimmt. Doch nun ab nach Hause.“
Sie waren kaum durch das Tor getreten, da kam ihnen auch schon das totale Chaos entgegen.
Im Torraum liefen drei Runges herum, die von Wachsoldaten mit Käschern verfolgt worden.
Degenhardt lief zu Doc Roth.
„Was ist denn hier los?“
Sie antwortete total gereizt.
„Das war Runge mit seinem verdammten Team. Sie haben eine kristalline Lebensform zur Erde gebracht.
Diese hat Radioaktive Klone der Teammitglieder erstellt, danach des Stützpunktpersonals. Verdammter Runge, es ist zum Mäusemelken.“
Feldwebel Tora sprach den Oberst an.
„Tja, hasch mich, ich bin der Frühling…“
Fortsetzung folgt |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 27.10.2007, 22:00 Titel: |
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*grins* Na, da habt ihr euch ja einen Plot einfallen lassen, der könnte von mir sein ... (auf meine Festplatte schielt und gaaanz laut und falsch anfängt zu pfeifen)
Mit einem Wort: Göttlich! Okay, der Anfang nun nicht, dazu war die Thematik zu ernst, aber insgesamt gesehen hab ich schon recht oft dagesessen und ziemlich breit gegrinst.
Soso, "wir missen uns nicht in die Politik anderer Völker ein" und dann ... öh ... naja ... wenn schon ... ? Ich schmeiß mich weg vor Lachen! Das war doch klar, das mußte so kommen *kopfschüttel*.
Mir ist nur eines nicht so ganz klar geworden: Warum konnten die einen die anderen überrennen? Ich hab das doch richtig verstanden, die Galaner waren technisch gesehen auf einem Stand rund um den 2. WK, die Systonen dagegen ... irgendwo Mittelalter verpaßt, richtig abzubiegen? Haben die Galaner zuviel Gewissen? Wieso killen sie die Systonen nicht einfach, dann haben sie eine Sorge weniger?
Aber okay, ich hoffe, ihr erklärt das noch.
Ansonsten hat es mir wieder klasse gefallen und ich harre schon ungeduldig der nächsten Episode *smile*. Brauch im Moment sehr viel zum Lachen - das RL ist ernst genug ... |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 27.10.2007, 22:19 Titel: |
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Das war wirklich richtig gut.
Eine Zivilisation die der Erde vor einiger Zeit ähnelt und zwei revalisierende Gruppen. Schön schön.
Den eher einseitigen Kampf um die Familie des Mannes fand ich gut. Lediglich die wiedervereinigung der Familie hätte besser sein können. Ansonsten wirklich gut. |
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Atlan Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.10.2007 Beiträge: 203
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Verfasst am: 30.10.2007, 22:03 Titel: |
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@Hyndara: Schön, dass es dir gefallen hat. Manchmal kommen wir auch auf ernstere Themen
Wahrscheinlich waren die genauso dumm wie die Antiker, haben einfach die Feinde unterschätzt. Die Römer hatten auch ihre Probleme vor 2000 Jahren, es gibt viele Beispiele. In späteren Episoden kommen wir noch mal auf diese Thematik zurück.
Freu dich aber diesmal wieder auf was lsutiges, scheinst du ja gebrauchen zu können
@Felix: Schön, dass es dir gefallen hat. Es wird wohl noch andere Folgen mit der gleichen Thematik geben, dies sollte nur das Thema anschneiden.
Nun das neue Kapitel:
1.05 Spinoza
ST 1 durchschritt den Ereignishorizont und fand sich schon in der nächsten Sekunde auf einer Lichtung wieder.
“Und wieder ein wunderschöner Nadelwald.” ,sagte Oberst Degenhardt zwischen zwei Zigarrenzügen.
“In der Tat, Bastian.”, meinte Teal’C und ging zusammen mit Oberst Degenhardt voran.
Sie begaben sich Richtung Osten, während Daniel zu Teal’C und Degenhardt aufschloss, machten Feldwebel Tora und Oberleutnant Rust den Abschluss.
“Und, hat Runge dich endlich gefragt?” ,fragte Tora neugierig.
Franziska schüttelte den Kopf. “Nein. Er hat mich nur gefragt, ob ich mal wieder ein Kampftrinken machen will.”
Tora seufzte. “Und bis er von seiner Mission zurück ist, wird sicher noch ne ganze Zeit vergehen.”
“Ja..... Diese komischen unsichtbaren Libellen fangen.” ,sagte Franziska deprimiert. “Aber mal was anderes. Gehen wir nächste Woche ins Kino?”
Jules Tora war erfreut über den Themawechsel. “Klar. Matrix 3 kommt ins Kino, den könnten wir uns ansehen.”
“Pah!” ,rief Degenhardt von über die Schulter, er hatte mitgehört. “Der neue Star Wars kommt auch in die Kinos. So was müsst ihr euch ansehen, nicht so einen Schwachsinn!”
Fransiska winkte ab. “Star Wars, war klar, dass das kommt.”
Der Oberst blieb stehen, drehte sich um. “Was soll den das heißen, Oberleutnant?”
“Nichts. Nur das ich Star Wars nicht mag.”
Degenhardt sah entgültig aus, als hätte man gerade seine Religion beschmutzt. “Wie kann man Star Wars nicht mögen?”
Währenddessen ging Teal’C zu Daniel und fragte: “Daniel Jackson, worüber streiten die sich?”
Erst sah Daniel überrascht aus, begriff dann aber, was Teal’C meinte. “Die reden über fiktive Ereignisse. Filme, die man sich im Kino und im Fernsehen ansehen kann.”
Teal’C zog seine rechte Augebraue hoch. “Ist das dieser Kasten, vor dem eure Mitmenschen tagtäglich sitzen und ihr Leben vergeuden?”
“Wenn du es so siehst..... Ja.” Daniel nickte.
“Allerdings gibt es auch ziemlich gute Filme.” ,meinte Degenhardt, der wieder zu ihnen aufgeschlossen hatte.
“Meine Favoriten sind ja: Star Wars 1-3, Die Star Trek Filme, Godzilla, Braveheart, der Soldat James Ryan, Top Gun, Der Schmale Grat, Armageddon.....”
Erneut hob Teal’C eine Augenbraue. “Faszinierend.”
Daniel blickte zu Degenhardt.
"Fast wie Mister Spock."
Nun waren sie schon eine knappe Stunde unterwegs. Teal’C ließ sich immer noch erklären, warum Filme ein so großer Bestandteil der irdischen Zivilisation waren.
Die Bäume wurden immer vereinzelter und schließlich kam ST 1 an einen großen Sumpf, mehrere Quadratkilometer groß.
“Ein großer Krieger hier leben könnte, Meister Degenhardt.” ,sagte Franziska sehr amüsiert.
Degenhardt zuckte mit den Schultern, er hatte beschlossen, solche Kommentare zu ignorieren.
Teal’C allerdings nicht. Er aktivierte seine Stabwaffe und sah sich misstrauisch um. Daniel schmunzelte.
“Krieger? Großen machen Krieger niemanden.“
Tora klopfte Teal’C beruhigend auf die Schulter. “Ganz ruhig Teal’C, die reden nur über einen Film.”
Das beruhigte Teal’C ein wenig, er deaktivierte die Waffe wieder.
“Dann können sie ja gerne schon mal losgehen und Yoda suchen.” Deganhardt zeigte auf den Sumpf. “Los, Schlammkriechen.”
Mit diesen Worten setzte er seinen Fuß in den Sumpf, er sang bis zum Knöchel ein.
“Muss das sein?” ,Feldwebel Tora blickte angeekelt auf den Sumpf.
“Sehen sie Daniel, typisch Frau! Auch im Einsatz dürfen die Schuhe nicht schmutzig werden.” ,meinte der Oberst belustigt. Daniel schmunzelte. “Wenn sie meinen.”
Danach sah der Oberst amüsiert mit an, wie Julia Tora ausrutschte und mit dem Gesicht voran im Schlamm landte.
"Feldwebel, sie ja ein richtiges Kind der Natur."
Sie jedoch blickte nur äußerst dumm daher, während der Schlamm langsam von ihr abtropfte.
Langsam bewegten sie sich durch den Sumpf. Einige Bäume hingen im Weg und sie mussten herüberklettern.
“Ich hasse Sümpfe!” ,stieß Feldwebel Julia Tora beim dritten Baum aus und fiel erneut mit dem Gesicht in den Sumpf.
Degenhardt konnte sich das Lachen kaum noch verkneifen.
"Das erinnert immer mehr an Bootbabes."
Oberleutnant Rust sah ihn schockiert an
"Sowas sehen sie sich an?"
Er grinste aber nur.
"Klar."
Teal’C half Tora auf und fragte: “Ist alles in Ordnung?”
Sie unterdrückte einen bissigen Kommentar, wischte sich den Schlamm aus dem Gesicht und marschierte weiter.
Degenhardt murmelte noch etwas von: “Peeling” und “Wellness” ging dann aber auch weiter.
Nicht mal fünf Minuten waren vergangen, da sagte Teal’C: “Da ist jemand in den Bäumen!”
Daniel sah daraufhin nach oben, gerade noch rechtzeitig um einen kleinen Schatten zu bemerken. “Yoda?!”
“Das nicht können sein, junger Skywalker.” ,meinte Degenhardt, zog aber sein G36 und richtete es nach oben. Trotz seiner Blödeleinen war er misstrauisch geworden.
Gerade hatte er ein Wesen im Visier gehabt, da sprang ihm dieses Geschöpf auch schon ins Gesicht.
“Runter damit!” ,rief Degenhardt und versuchte das kleine, pelzige Tierchen vom Kopf zu kriegen.
Es war ungefähr 30 Zentimeter groß und sah so ähnlich aus, wie ein Lemur, hatte allerdings eine komplett weiße Fellfarbe.
Als Daniel versuchte ihn von Degenhardts Kopf zu kriegen, sprang es auf einen nahen Ast, fauchte und seine Fellfarbe wechselte von weiß in einen rot Ton.
Feldwebel Tora schulterte ihr Gewehr, ging vorsichtig auf den Affen zu und sagte ganz leise in einem beruhigenden Ton:
„Pschhhh, keine Angst. Du bist ja ein niedliches kleines Tierchen.“
Das schien den Affen wirklich zu beruhigen, denn seine Fellfarbe wechselte wieder ins Weiße.
Da zog Daniel einen Schokoriegel aus der Tasche, gab ihn Tora.
Allerdings kam wieder ein Spruch von Degenhardt. „Daniel, erinnern sie sich an Abydos!“
Da nahm Tora den Riegel an, wickelte das Papier ab und legte ihn auf die flache Hand.
Der Affe schnüffelte ein wenig daran, griff ihn sich und verzerrte ihn mit einem Happs.
Dann sprang er auf Daniels Kopf, zerzauste seine Haare, sprang auf Toras Schulter und schleckte ihr übers Gesicht.
Sie hatte darüber gemischte Gefühle.
"Erst der Schlamm und jetzt das Vieh. Wenigstens ist der Dreck jetzt etwas weg."
Teal‘C, der sich wie so oft still verhalten hatte, meinte: „Es scheint Vertrauen zu dir zu haben.“
“Ja, ich mag ihn auch.”
Sie blieben noch einen Tag auf dem Planeten, als Daniel endlich aufgab nach Städten oder Ruinen zu suchen, kehrten sie zum Sternentor zurück.
Während Daniel das Tor anwählte, musste sich Julia von ihrem neuen Freund verabschieden, den sie Spinoza getauft hatte.
Sie setzte ihn einige Meter vom Tor entfernt auf den Boden, gab ihm noch ihre Schokoriegel. Er wollte wieder auf ihre Schulter, doch Tora hielt ihn ab und sagte traurig: “Tut mir Leid, wir können dich nicht mitnehmen.”
Sie drehte sich um und ging Richtung Tor. Da konzentrierte sich Spinoza, öffnete per Telekinese Toras Rucksack mit den Medikamenten und sprang hinein. Tora bemerkte nichts und schritt als letzte durch das Tor.
Im Torraum wurden sie auch schon von Oberstleutnant Runge begrüßt. “Brüderchens!”
Als Franziska und Julia ihn komisch ansehen, fügte er noch schnell hinzu: “Schwesterchens!”
Teal’C hob die Augenbraue. “Warum begrüßt du uns, Runge? Ist der General nicht da?”
“Er ist in Moskau. Dort arbeitet er mit Kanzler Schröder und Präsident Jelzin an der Ausbildung neuer Teams.”
“Na, von mir aus.” ,sagte Julia und gähnte. “Ich geh jetzt unter die Dusche und dann ins Bett.”
Sergej Runge rief ihr nach:
"Was denn? Nicht mit mir?"
Beide Frauen schüttelten aber nur den Kopf.
Degenhardt nickte, klopfte Teal’C auf die Schulter. “Und wir gucken uns jetzt Star Wars an.”
Teal’C verbeugte sich lächelnd und folgte Degenhardt aus dem Torraum. Da stupste Runge Franziska an und meinte: “Kampftrinken?”
“Wenn sie mich einladen wollen, von mir aus.” ,sagte Franziska lachend und ging voraus.
Runge zwinkerte noch mal Daniel zu und meinte: “Das ist mein Mädchen.” Lachend verschwand auch er.
Daniel stand da, wie bestellt und nicht abgeholt, zuckte mit den Schultern und machte sich auf in sein Büro.
Jules ließ sich das Wasser über das Gesicht laufen. Seit sie in den Schlamm gefallen war, freute sie sich auf diese Dusche.
In der Umkleidekabine wackelte ihr Rucksack, Spinoza lugte heraus und sprang auf eine Bank.
Er war neugierig. Er rannte Richtung Duschen.
Er kam gerade an, als Jules das Wasser ausstellte, ihre Hand aus der Kabine herausstreckte und nach dem Handtuch suchte, dass sich allerdings weiter weg befand, als sie wohl dachte.
“Ich helfe ihr.” ,beschloss Spinoza in Gedanken. Er hob telekinetisch das Handtuch auf und dirigierte es Jules in die Hand. Als dann Jules aus der Kabine herauskam, verschwand er schnell wieder. Er hatte Lust zu spielen.
Die erste Möglichkeit fand sich schnell und zwar auf einem Gang vor der Kantine.
Eine Putzkraft hatte den Gang geputzt, nahm nun den Eimer und kippte das Schmutzwasser in Richtung eines Abflusses.
Spinoza konzentrierte sich und ließ das Wasser stillstehen, aber nur für einen Augenblick.
Dann änderte er die Flugrichtung und spritzte das Wasser der Putzkraft ins Gesicht.
Diese war davon so erschrocken, dass sie schreiend wegrannte. Spinoza amüsierte sich köstlich.
Er war noch sehr jung, deshalb waren solche Blödeleinen auch seine Lieblingsbeschäftigung.
Danach rannte der kleine Lemur durch die Gänge und ries den Soldaten die Barretts vom Kopf.
In der Zwischenzeit war die Putzkraft Oberleutnant Müller begegnet und hatte ihm erzählt, was passiert sei.
Dieser fasste sich aber nur an den Kopf und meinte: “Keine Sorge, ich ruf die Ghostbusters.”
Er verschwand und hinterließ nur eine völlig verstörte Reinigungskraft.
In der Zwischenzeit hatte Spinoza sich ein neues Ziel für seine Späße ausgesucht. Degenhardt und Teal’C saßen im Quartier des Oberst und sahen sich gerade die Stelle des ersten Star Wars Films an, indem Obi Wan dem Stormtrooper einsuggerierte, dass er sie durchlassen konnte.
Teal’C setze sein Glas mit Traubensaft ab und sagte: “Dieser Obi Wan muss ein großartiger Krieger sein, wenn er anderen seinen Willen aufzwingen kann.”
Degenhardt tastete seine Hemdtasche nach einer Zigarre ab. “Ich hab dir doch schon gesagt, dass das nur ein Film ist, ein sehr guter, aber trotzdem nur Fiktion.”
“Ich verstehe.” Teal’C nickte den Kopf. Degenhardt hatte endlich seine geliebte Montecristo Zigarre gefunden und griff nach dem Feuerzeug, das auf dem Tisch vor ihm lag. Da griff Spinoza mit seinen Geisteskräften nach dem Feuerzeug,
Hielt die Flamme unter Degenhardts Zigarre. Bevor sich dieser aber wundern oder auch nur einen Zug machen konnte, entriss Spinoza sie ihm und steckte sie Teal’C in den Mund.
Degenhardt sah sich um und entdeckte Spinoza an der Türschwelle. “Der Affe!”
Er sprang auf, doch Spinoza rannte schon weg.
Schnell ging der Oberst zu einem Wandtelefon. “Hier ist Oberst Degenhardt! Wir haben einen Eindringling.”
“Was ist das für ein Eindringling?” ,kam es von der Gegenseite.
“Es ist ein außerirdischer Lemur.” ,antwortete Degenhardt und konnte sich schon den verdutzten Gesichtsausdruck seines Gesprächspartners vorstellen.
Spinoza hingegen ärgerte eine Frau, sie war Zivilistin und kam von der Regierung, indem er ihren Rock vor mehreren Männern nach oben flattern ließ.
Unter hysterischem Geschreih und herzlichen Lachern rannte das Tierchen weiter.
Nur um mit seinen Telekinetischen Kräften einen 10 L Behälter mit Wasser umzustoßen.
Zwei Wissenschaftler bekamen die volle Ladung ab.
Degenhardt hängte auf, winkte Teal’C herbei und meinte: “Komm, wir gehen auf die Jagd!”
Als sie das Quartier verließen, hing Spinoza kopfüber an einer Lampe vor dem Raum, machte einen Laut, wechselte seine Fellfarbe und hangelte sich weiter.
Degenhardt und Teal’C folgte ihm, doch Spinoza war flink.
Das Tier sah nach hinten. Die beiden waren ein netter Zeitvertreib.
Nun drehte Teal’C komplett auf.
Er überholte Spinoza, der sich immer noch von Lampe zu Lampe hangelte, sprang an die Wand, stieß sich ab und fing Spinoza im Flug.
Degenhardt kam einige Augenblicke später angerannt. “Wow, nicht schlecht.”
Teal’C senkte den Kopf. “In der Tat.”
“Erinnere mich daran, dass ich dich mal zum FC Bayern mitnehme. Die würden dich glatt für Olli Kahn austauschen.”
Da kam auch schon Doktor Roth mit einem Transportkäfig für Hunde.
Kaum war Spinoza eingesperrt, meinte Roth: “Und dieses Äffchen hat hier so viele Probleme gemacht?”
Degenhardt rollte mit den Augen. “Jetzt können sie sich ja mit ihm rumschlagen!
Kaum transportiere die Ärztin den Lemur ab, da öffnete er auch schon die Klappe der Box, sprach einer kreischenden Amelia Roth auf den Kopf und machte danach die Biege.
Ein paar Minuten später flog Daniel eine volle Ladung Vanillepudding direkt ins Gesicht.
"Verdammt, der Lemur..."
Zwei Tage später fuhr an der Oberfläche ein alter VW Käfer vor.
Die Wache salutierte und sagte: “Willkommen zurück General!”
General Reineke grüßte zurück, fuhr seinen Wagen auf seinen Parkplatz und ging pfeifend zum Eingang.
Er hatte auch allen Grund dazu. Jelzin und Schröder hatten 8 neue Teams bewilligt.
Je vier beider Länder.
Als sich die Fahrstuhltüren auf Ebene 15 öffneten, sah der General in die übermüdeten Gesichter von ST 1, Doc Roth und Oberleutnant Müller.
“Ach du..... Was ist denn mit ihnen passiert?”
“Ein außerirdischer, telekinetisch begabter Lemur ist passiert.” ,meinte Degenhardt.
Nun verstand der General nur Bahnhof. “Ein.... Lemur?”
“Ein außerirdischer Lemur.” ,berichtigte ihn Teal’C.
Daniel blickte ihn aus übermüdeten Augen an.
"Welcher uns den letzten Nerv geraubt hat."
Der General wollte grade etwas fragen, da rief von hinten jemand:
“Haltet ihn! Haltet mein Sandwich!”
Sofort sahen sich alle um.
Da lief wirklich ein kleiner Lemur mit rotem Fell und einem Sandwich in den Händen den Gang entlang, verfolgt von Rodney McKay.
Der war schon ganz hysterisch.
"Hilfe, mein Sandwich. Ich werde verhungern."
Dr. Zelenka versuchte ihn zu beruhigen.
"Ganz ruhig, Rodney. Holen sie sich ein neues."
Reineke machte einen Schritt in den Gang, packte Spinoza am Nacken und befahl: “Loslassen!”
Sofort ließ Spinoza das Sandwich fallen.
Mckay atmete erleichert auf.
“Jetzt bin ich aber platt.” ,sagte Müller.
Reineke lächelte und fragte: “Wie heißt der?”
“Spinoza.” ,meinte Julia.
“Will den einer als Haustier?”
Alle schüttelten den Kopf. “Nein General, den könnte keiner aufhalten.”
Reineke zuckte mit den Schultern, ließ Spinoza los. “Dann nehm ich ihn.”
Der General ging Richtung seines Büros. “Bei Fuß, Spinoza!”
Die Augen der Anwesenden wurden immer größer. Spinoza behorchte dem General aufs Wort, trippelte hinter ihm her.
“Die Macht ist mit ihm.” ,sagte Teal’C.
“Brüderchens, was ist denn hier los?” ,fragte Runge, der gerade hinzugestoßen war. “Da schläft man sich nach einem Einsatz mal schön aus und schon bricht ein Chaos aus?”
Degenhardt sah Runge an. “Sie haben noch nicht gesagt, wie es gelaufen ist.”
“Na ja, da gab es dieses Volk, die nannten sich die Nox, friedlich und gut drauf.
Sie sind uns weit überlegen.
Dann war da noch Apophis und diese unsichtbaren Libellen, die gar keine sind.”
“Fazit?” ,fragte Müller.
“Apophis weg und kochend vor Wut auf uns, Libellen nutzlos, Nox angetrunken.
Wodka ist gutes Verhandlungsmittel.” ,sagte Runge belustigt.
In der Zwischenzeit saß Reineke in seinem Büro, mit Spinoza auf dem Schreibtisch, welcher Männchen machte.
“Ja, es wird Frühling.”
Ende 1.05 |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 31.10.2007, 00:18 Titel: |
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Ein wirklich lustiges Kapitel. Dieser Lemur ist ja super. Vor allem die Tatsache das er auf den cChef hört. *he he*
Auch die letzten paar Sätze waren super.
| Zitat: |
“Apophis weg und kochend vor Wut auf uns, Libellen nutzlos, Nox angetrunken.
Wodka ist gutes Verhandlungsmittel.” ,sagte Runge belustigt. |
Endlich erfährt Teal'c von Star Wars. Ich hab schon überlegt wann es soweir ist. |
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