Das Tor in phantastische Welten FanFictions, zu Stargate und anderen Serien, die dich in eine neue Welt bringen!

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Colonel Maybourne Leser
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 66 Wohnort: Im Harz
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Verfasst am: 09.11.2007, 15:00 Titel: |
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Ich glaube ja, dass das Antikergen der Grund ist, warum bei ihm der Eingriff glückte.
Aber mal wieder typisch Jack: Er kann die Tok´Ra eben immer noch nicht wirklich ausstehen.  |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 09.11.2007, 15:26 Titel: |
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Hmm Jack ist also ein GoaUld Jäger..HarKash ist schwer zu merken... Das ist ja toll.
Hmm das Jack sauer auf Heracles war, war verständlich. Das muss ja super ausgesehen haben als er sich aufregte und mit GoaUld Stimme sprach. Aktiviert sich das Ding bei Aggresionen von selber?
Na toll und du hörst auch noch mittendrin auf... Ich bin seh gesapnnt wie es auf diesem Planeten weitergeht. |
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Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
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Verfasst am: 11.11.2007, 09:51 Titel: |
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Hyndara: Na ja, das was Jack jetzt kann ist noch in der Experimentierphase und Heracles ist froh, dass es funktioniert.
Colonel Maybourne: Ja, ich denke auch, dass das Antikergen der Grund ist.
Felix: Wenn Jack seine neue Fähigkeit erst beherrscht, kann er sie lenken wie er will.
Aber nun geht es weiter:
Teil 11
Fremde in einer fremden Welt
Während Skaara auf der unbekannten Welt dabei war die Koordinaten von Apophis Heimatwelt einzugeben, blickte O’Neill auf seine Leute und fand, dass sie ein malerisches Bild abgaben.
Er selbst trug nun die Bekleidung eines Ashrak, eine Kopfgeldjägers im Dienste der System-Lords. Die Bekleidung bestand aus einem schwarzen Anzug, bestehend aus Hose, Hemd und darüber ein feingliedriges Kettenhemd aus silberfarbenem leichtem Metall. Dieses Metall hielt sogar kurzfristig dem Beschuss aus einem Schnellfeuergewehr stand, bei einer Stabwaffe war er sich da allerdings nicht so sicher. Ein schwarzer Lederumhang und Stiefel vervollständigten die Bekleidung. Um die Hüften und über die linke Schulter trug er einen schweren Gürtel, an dem verschiedene Ausrüstungsgegenstände und Waffen befestigt waren, am rechten Arm ein Metall-Band mit dem er einen Schutzschild um sich aufbauen und auch die Transporter-Ringe der Goa’uld bedienen konnte, sowie einen der Energie-Handschuhe.
Carter und Daniel waren ähnlich gekleidet, nur das Carters Anzug rot und der von Daniel braun war.
„In dieser Verkleidung sehen wir aus, als würden wir einen Historien-Film drehen, Jack“, bemerkte Daniel neben ihm.
„Aber die Goa’uld tragen das nun einmal“, antwortete O’Neill mit Goa’uld-Stimme und bemerkte Daniels Blick.
„Was ist?“ fragte O’Neill. „Ich muss schon mal üben. Und nenn mich Solon und nicht Jack. Wenn du dort einen solchen Fehler machst, kann das tödlich für uns sein. Vergiss nicht, dass zumindest Amonet unsere Gesichter kennt.“
„Keine Sorge“, antwortete Daniel, doch O’Neills Blick bewies, dass er dem Wort des Archäologen nicht so richtig traute.
Das Sternentor baute sich auf und Skaara, der inzwischen wieder seine bunte Goa’uld-Bekleidung trug, winkte ihnen zu. „Wir gehen! Und vergesst nicht, dass ich ab jetzt der Anführer bin. Ihr seid meine Diener.“
O’Neill ging zu dem Jungen. „Wie du befiehlst, mein Lord“, sagte er und verneigte sich tief.
Skaara konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Sein Freund O’Neill war ein guter Schauspieler, denn er hatte es in so perfekten Tonfall und soviel Ernst gesagt, dass jeder ihm den Goa’uld abnehmen würde.
Der Junge trat durch das Tor, dicht gefolgt von den anderen. Sie wussten wo sie herauskamen, denn Skaara hatte es ihnen genau erklärt. Trotzdem war O’Neill beeindruckt. Sie standen in der Mitte auf einem runden Platz, dessen Material im Licht der zwei Sonnen so leuchtete, dass Jack nur den Schluss ziehen konnte, dass es Gold war. Der Durchmesser des Platzes mochte einen halben Kilometer betragen und ringsum standen Pyramiden-Bauten in den unterschiedlichsten Größen. Doch selbst die kleinsten mochten noch hundert Meter hoch sein, während die größeren so weit in den Himmel ragten, dass die Spitzen nicht zu erkennen waren. Luftfahrzeuge der unterschiedlichsten Größen bewegten sich zwischen den Pyramiden hin und her.
Unglaublich Eindrucksvoll war jedoch der Himmel. Obwohl beide Sonnen am Himmel standen, eine hatte ihren höchsten Stand erreicht, während die andere im Begriff war unterzugehen, sah man die Sterne. Der Planet lag ziemlich nahe dem Zentrum der Galaxis, wo die Sterne so dicht beieinander standen, dass sie selbst die Kraft der zwei Sonnen überstrahlten. Wie musste das erst in der Nacht aussehen? O’Neill vermutete, dass es keine richtige Nacht auf diesem Planeten gab.
Vier Wachen standen neben dem Sternentor.
Carter warf schnell einen Blick auf ihren Strahlenmesser, doch dieser zeigte keine gefährliche Strahlung an. Anscheinend befanden sie sich noch weit genug vom Zentrum entfernt, um nicht gefährdet zu sein.
„Wo sind die anderen Wachen?“ herrschte Skaara die Wächter an. „Warum seid ihr nur zu viert?“
„Mein Lord Klorel, wir sind froh, dass du wieder hier bist. Seid der Tod des Herrn bekannt gegeben wurde herrscht Chaos in Memphis. Niemand weiß wie es weitergehen soll. Die Fürstin befürchtet den Angriff eines anderen System-Lords und hat die meisten Wachen in den Palast beordert“, antwortete einer der Wächter.
O’Neill atmete innerlich auf. Wenn es hier so turbulent zuging, hatten sie größere Chancen Sha’re zu entführen.
„Ich werde zu Amonet gehen“, erklärte Skaara und winkte seinen Begleitern zu. Auch er sprach nun mit seiner Goa’uld-Stimme, um die Wachen zu täuschen.
Skaara beorderte einen Gleiter für sie heran und ließ sich zum Palast von Apophis fliegen. Solange der Flug zwischen den Pyramiden hin und her ging, konnten sie nicht viel sehen. Erst, als der Pilot die Häuser-Schluchten verließ, änderte sich der Anblick. Die Pyramiden blieben zurück und sie sahen grünes flaches Land unter sich, bis schließlich am Horizont ein Gebäude auftauchte. Je näher sie kamen, desto größer wurde es.
„Unglaublich!“ flüsterte Carter.
Der Colonel konnte Carters Überraschung verstehen. Er hatte noch nie in seinem Leben ein gewaltigeres Gebäude gesehen. Eigentlich bestand es aus unzähligen Pyramiden, die alle um eine große Pyramide herumgebaut waren. Alle Gebäude waren jedoch so ineinander verschachtelt, dass sie wie ein einziges Bauwerk wirkten. Und alles leuchtete in einem unwirklichen Goldton, denn die erste Sonne verschwand hinter dem Horizont, während die zweite Sonne sich dem Abend zu näherte. Alles in allem ein Anblick, den O’Neill nie in seinem Leben vergessen würde. Der Gleiter näherte sich der Spitze der großen Pyramide und flog langsam in einen offenen Hangar hinein. Die Gruppe stieg aus.
Skaara kannte sich bestens aus. Als Klorel ihn noch beherrscht hatte, war er hier ein und ausgegangen. Eigentlich hatte er gehofft nie mehr hierher kommen zu müssen. Er konnte nur mit Mühe seinen Hass auf die Goa’uld unterdrücken, und nur die Hoffnung Sha’re zu befreien, hielt ihn davon ab eine Dummheit zu begehen. Sein Blick fiel auf O’Neill, der in seiner Ashrak-Aufmachung wie ein waschechter Goa’uld aussah und sich auch schon so benahm. Skaaras Hoffnung stieg wieder und seine Laune auch. Wenn O’Neill dabei war, würden sie Sha’re retten und Amonet vernichten.
O’Neill schloss sich Skaara an, als dieser auf den Ausgang des Hangars zuging. Dort wartete eine Gruppe Menschen auf sie. Ihre Bekleidung und ihr arrogantes Auftreten bewies, dass sie Goa’uld waren.
Der vordere von ihnen, ein Mann in mittleren Jahren mit bunter Bekleidung und einer Federkrone als Kopfschmuck, verneigte sich knapp vor Skaara: „Mein Lord Klorel, wir sind froh, dass du wieder da bist. Es muss etwas getan werden. Und bei allem Respekt, Lady Amonet hat die Übersicht verloren.“
„Alamak, ich bin froh wieder hier zu sein und werde das Chaos wieder ordnen“, log Skaara dreist.
Alamaks Blick fiel auf die anderen. „Ich sehe, du hast Begleitung mitgebracht?“
„Ja, sie haben mich aus den Händen der Tok’ra befreit. Das sind Solon und Irulan, zwei Ashrak, die Heracles, den Tok’ra-Führer getötet haben. Chani, Selmak und Robin habe ich von einem Außenposten mitgebracht. Sie besitzen Wissen über die Tok’ra, das uns noch nützlich sein wird.“
Alamak schenkte den fünfen ein kurzes Nicken. Teal’c, als Jaffa zählte für ihn nicht. „Folgt mir, Lady Amonet erwartet uns. Die Wachen am Chaapa-ai haben uns eure Ankunft gemeldet.“
O’Neill hatte sich so etwas schon gedacht, und so folgten sie Alamak und seinen Begleitern durch unzählige Gänge und Stockwerke, die denen ähnelten, die sie auf Apophis Raumschiff gesehen hatten: überall diese Trennwände in Gold mit Schriftzeichen und Hieroglyphen verziert. Schließlich betraten sie einen runden Raum, der vollkommen leer war und nur etwa drei Meter Durchmesser hatte. Als Alamak auf eine kleine Sensorfläche an seinem Armband drückte, wusste O’Neill, dass sie in einem Transporter-Raum standen.
Und richtig, im nächsten Augenblick erschienen die Ringe aus dem Nichts und strahlte sie in einen anderen Raum. Sie mussten sich in der obersten Spitze der Pyramide befinden, denn Wände gab es nicht. Die Fenster ringsum erlaubten einen beeindruckenden Blick auf die Oberfläche des Planeten. Gerade ging auch die zweite Sonne unter und für kurze Zeit senkte sich Dämmerung über das Land. Während die Sonne blutrot versank erschienen am Himmel noch mehr Sterne und wenig später erstrahlte der Himmel in einem Silberton und überzog das Land mit einem metallischen Glanz. Die Sterne waren so hell, dass sie die Nacht zum Tag machten. Und sie sahen aus wie eine riesige Wand aus Sternen, weil sie so dicht beieinander standen, dass keine einzelnen Sternen-Konstellationen auszumachen waren.
Auch Daniel konnte sich dem Eindruck nicht entziehen. „Das Zentrum unserer Galaxis. Etwas anderes kann es nicht sein. Noch nie sah ich so etwas Schönes“, sagte er so leise, dass nur O’Neill, der dicht neben ihm stand, es verstehen konnte. Und der Colonel konnte ihm insgeheim nur zustimmen.
Erst jetzt bemerkte O‘Neill die Frau, die mit einer Schar Dienerinnen an einem der Fenster stand und den Sonnenuntergang und den Aufgang der Sterne beobachtete. Selbst eine Goa’uld schien sich diesem Naturschauspiel nicht entziehen zu können.
Daniel wollte loslaufen, doch O’Neill packte ihn im letzten Augenblick am Ärmel. „Nein!“ flüsterte O’Neill. Der Blick O’Neills war bezeichnend.
Jetzt drehte sich die Frau langsam herum und schenkte ihnen ihre Aufmerksamkeit. „Klorel, du bist zurück?“ fragte sie mit dunkler Stimme, die nicht zu ihrem Äußeren passte. Sha’re war eine atemberaubend schöne Frau mit langen lockigen braunen Haaren und schlanker Figur, die sie allerdings unter der roten, mit Goldpailetten verzierten Robe verbarg. Im Haar trug sie eine Krone aus Perlen in Form einer Schlange.
„Das bin ich, Amonet“, antwortete Skaara. „Alamak sagte, dass du Hilfe brauchen könntest.“
„Man sagte mir, dass die Tok’ra dich gefangen hätten?“
„Das stimmt, doch diese hier haben mich gerettet.“
Amonet musterte die anderen der Reihe nach. „Ich kenne eure Gesichter alle“, erklärte sie dann. „Ihr stammt von Tau’ri. Und du bist O’Neill von SG-1!“
Fortsetzung folgt |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 11.11.2007, 10:57 Titel: |
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Ohje jetzte geht es aber los.
Der GoaUld Planet war wirklich toll beschrieben. Man kann ihn sich richtig vorstellen. Auch die TAtsache das er im Zentrum der Galaxis liegt hört sich ja toll an.
So, sie wurden also von Amonet enttarnt. Was jetzt passiert, bleibt abzuwarten. |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 11.11.2007, 12:20 Titel: |
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Irgendwie wage ich zu bezweifeln, daß sie sich ihren Auftritt so vorgestellt haben *schluck*. Oweia, hoffentlich geht das gut. War ja klar, daß sie mitten in die Höhle des Löwen rennen. Aber dann ausgerechnet Amonet ... armer Daniel! Haben die keine ZATs dabei, damit sie sie ausschalten können, ehe sie die Wachen ruft?
Die Beschreibung der Welt, bzw. des Mittelpunktes der Galaxis hast du wirklich klasse hingekriegt. Hoffentlich wirst du nicht mit mir meckern, wegen ... du weißt schon was. Bis jetzt war ich eigentlich noch nicht so richtig drauf eingegangen, aber Erethia liegt auch recht dicht am Zentrum der Galaxie. Oh Mann, ich schrumpf schon wieder zusammen vor Scham!!!
Auf jeden Fall wieder ein spannendes Kapitel. Bin gespannt, wie es weitergeht!!! |
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Colonel Maybourne Leser
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 66 Wohnort: Im Harz
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Verfasst am: 11.11.2007, 14:02 Titel: |
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Ja, die Beschreibung von Memphis hat auch mir außerordentlich gut gefallen. Es war schön bildlich beschrieben.
Und das nun Chaos herrscht, nach Apophis Abgang, ist auch verständlich.
Allerdings dürfte Teal´C zu bekannt sein, wegen des Verrats, um nicht sofort erkannt zu werden.
Bis dann. |
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Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
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Verfasst am: 12.11.2007, 13:40 Titel: |
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Felix: Fand das Zentrum mal interessant zu beschreiben. Freut mich, dass es gefällt.
Hyndra: Ich habe das Zentrum der Galaxis ja nicht gepacktet. Macht mir nichts aus.
Colonel Maybourne: Mit Teal'c hast du recht, aber Amonet wird gleich was anderes zu tun haben.
Teil 12
Sofort richteten sich Waffen auf die Gruppe und O’Neill fand es an der Zeit, etwas zu sagen. Sie hatten damit gerechnet von Amonet erkannt zu werden. O’Neill konzentrierte sich und sprach mit seiner Goa’uld-Stimme: „Wir sind nicht mehr die, deren äußere Gestalt wir besitzen. Diese Menschen wurden von Maap gefangen und zu Wirten gemacht.“ O’Neill wusste, dass Maap ein verbündeter System-Lord von Apophis war. „Und es ist uns eine besondere Freude, diese Wirte zu besitzen und zu benutzen, um ihresgleichen zu jagen und zu töten.“
„Dein Wirt war O’Neill, ein Anführer der rebellischen Tau’ri“, Amonet umkreiste ihn langsam und ließ keinen Blick von ihm. Dann berührte sie ihn leicht an der Brust und schien zufrieden zu sein. „Wie ist dein Namen, Ashrak?“
„Ich bin Solon und stehe schon lange im Dienste von Maap.“
„Du benutzt keinen Sarkophag, um deinen jeweiligen Wirt zu erhalten?“
„Selten. Für einen Ashrak ist Tarnung das wichtigste. Hat ein Wirt ausgedient oder wird zu alt suche ich mir einen neuen. Dieser hier wird mir gute Dienste leisten.“
„Wahr gesprochen, Solon.“ Amonet berührte auch die anderen kurz und schien zufrieden zu sein. Sie gab den Schlangen-Wachen einen Wink und diese senkten die Waffen.
O’Neill atmete erleichtert auf. Die erste Prüfung schien er bestanden zu haben. Er bemerkte Selmaks und Robins Blick, die anerkennend nickten. Anscheinend hatte er sich wirklich wie ein Goa'uld benommen.
„Wir werden Maap bei Gelegenheit unsere Anerkennung aussprechen unsere ärgsten Feinde besiegt zu haben. Die Tau’ri werden lästig, und wenn ich nicht andere Sorgen hätte, würde ich sie alle vernichten. Sie allein sind Schuld an Apophis Untergang. Sokar hätte ihn nie besiegt, wenn sie nicht gewesen wären. Ich hasse sie!“ Ihre Stimme wurde immer wütender, doch dann fiel ihr Blick auf Daniel und ruhte lange auf ihm. „Dein Wirt und meiner hatten eine besondere Beziehung. Vielleicht sollten wir diese erneuern. Ich möchte dich zu meinem Leibdiener haben. Du trägst keine Waffen?“
„Nein, meine Fürstin“, antwortete Daniel. „Ich bin Forscher und Wissenschaftler.“
„Ein Forscher und Wissenschaftler? Wie ungewöhnlich“, antwortete Amonet.
„Ja, meine Fürstin, und ich würde gerne dein Diener sein.“
„Gut, dann bleibe bei mir. Ich werde euch jetzt die Lage erklären, und dann werden wir gemeinsam versuchen eine Lösung zu finden“, sagte Amonet.
„Meine Fürstin!“ Ein Diener stürmte in den Raum. „Verzeiht mein Eindringen, aber unsere Späher melden eine Armada von Mutterschiffen im Hyperraum, die sich unserem Planeten nähern.“
Amonet erbleichte. „Wie viele und wer ist es?“
„Sechs Mutterschiffe und sie stammen von Heru’ur und Sokar“, erklärte der Diener.
„Seit wann sind diese beiden verbündet?“ fragte Amonet entsetzt. „Bisher waren sie erbitterte Gegner. Sie wollen meinen Planeten übernehmen. Und ich habe kein Schiff mehr, das ich gegen sie einsetzen kann. Wann sind sie hier?“
„Sie verlassen gerade den Hyperraum, meine Fürstin. Und am Chaapa-ai wird schon gekämpft. Was sollen wir tun?“
„Verteidigt alles bis zuletzt“, befahl Amonet.
Der Diener lief davon, um die Befehle weiterzugeben.
„Meine Fürstin, Lord Klorel und du müsst fliehen“, sagte Alamak.
„Du hast Recht. Wir benutzen die Fluchttunnel und versuchen dann irgendwie diesen Planeten zu verlassen“, sagte Amonet. „Auf der anderen Seite des Planeten gibt es noch ein Versteck mit einem kleinen Raumschiff. Wenn wir das erreichen, können wir vielleicht entkommen.“
„Ich weiß wo das liegt“, sagte Skaara, der durch Klorels Wissen auch den Platz des verborgenen Raumschiffes kannte.
Durch diesen Angriff änderte sich die ganze Rettungsaktion. Um das Sternentor wurde schon gekämpft. Damit konnten sie den Planeten nicht mehr verlassen. Also blieb nur das Raumschiff.
„Wir werden mitkommen“, sagte O’Neill. „Irulan und ich sind Ashrak und können unsere Fähigkeiten auch als Beschützer einsetzen. Maap wird euch sicher gerne in seinem Reich willkommen heißen.“
Alamak sah O’Neill an. „Solon hat Recht, meine Fürstin. In Maaps Reich können Klorel und du euch verbergen. Diese Welt ist für uns verloren.“
„Dann lasst uns eilig in den Untergrund gehen“, sagte Amonet.
Sie folgten der Goa’uld, um sich in Sicherheit zu bringen. Die Invasion des Planeten hatte begonnen.
Flucht nach vorne
Durch Benutzung der Transporter-Ringe kamen sie in dem von Amonet erwähnten Tunnel heraus. Allerdings war dies keiner der Tokr’ra-Tunnel, denn die Goa’uld kannten die bunten Kristalle nicht, sondern ein ganz gewöhnlicher Fluchttunnel. Sie folgten ihm eine halbe Stunde lang, bevor sie das Ende erreichten.
Die Sterne waren das erste, was O’Neill sah. Sie strahlten so hell, dass sie jede Einzelheit erkennen konnten. Sie befanden sich außerhalb des Palastes, in einem Dickicht. O’Neill blickte zurück. Im silbernen Licht der Sterne sah er deutlich die vielen Goa’uld-Gleiter, die die Pyramide umflogen. Großen Widerstand gab es nicht, nur vereinzelt schoss einer von Amonets Gleiter auf den anderen. Sie konnte nicht mehr viele zur Verfügung haben.
Von oben senkte sich etwas Riesiges und gewaltiges herunter. Es verharrte dicht über der Spitze der Pyramide, ein Goa’uld-Mutterschiff und verdunkelte die Sterne.
Eine Hand packte seine Schulter: „Komm schon, Solon! Oder hast du noch nie ein Hatak gesehen?“
O’Neill blickte irritiert auf Alamak. Aber der Goa’uld hatte recht. Wenn sie sich noch länger hier aufhielten, würden sie entdeckt werden. „Und wie erreichen wir die andere Seite des Planeten?“
Alamak blickte ihn spöttisch an: „Glaubst du, wir hätten nicht für einen solchen Fall Vorsorge getroffen? Kommt mit!“ Der Goa’uld führte sie zu einem großen Gebüsch und hob seine Hand. Ein lilafarbener Strahl fuhr aus seiner Hand und im nächsten Augenblick verschwand das Gebüsch und dafür stand ein größerer Gleiter vor ihnen.
„Ein Tarnfeld! Nicht schlecht“, meinte Carter. Die Goa’uld waren immer für eine Überraschung gut.
„Dies ist eine Erfindung, die Apophis vor den anderen System-Lords verbarg. Wir können das Feld auch um uns aufbauen, so dass wir sicher vor Entdeckung sind, wenn es notwendig sein sollte“, erklärte Alamak. „Und ich kann ihn auch um den Gleiter aufbauen. Allerdings nicht sehr lange, doch es wird reichen, um zur anderen Seite des Planeten zu kommen.“
„Ja, manchmal ist es nützlich Geheimnisse zu bewahren“, bestätigte O’Neill.
Alamak sah O’Neill lauernd an, doch er sagte nichts mehr. Misstrauisch schien er nicht geworden zu sein. Während die anderen es sich auf den Sitzen bequem machten, nahm Alamak im Pilotensitz Platz und O’Neill setzte sich einfach neben ihn. Er traute keinem Goa’uld und schon gar nicht jemanden aus Apophis Hofstab.
Der Gleiter hob ab. Alamak flog so niedrig, dass sie manchmal fast die Bäume streiften. O’Neill hielt mehr als einmal den Atem an, doch der Goa’uld war ein perfekter Pilot.
Ohne entdeckt zu werden erreichten sie schließlich ihr Ziel – das Versteck des Raumschiffes in einem Berg. Alamak strahlte einen Code aus und vor ihnen öffnete sich ein Hangartor, in welches sie langsam hineinschwebten. Im Versteck wartete das Raumschiff auf sie, doch in O’Neill erwachte urplötzlich das Misstrauen.
Der Colonel ging zu Heracles und zog ihn zur Seite: „Hör zu! Das alles gefällt mir nicht. Es geht zu leicht und zu einfach. Die ganze Flucht, Horden von Jaffa und Gleitern, und wir marschieren einfach hinaus, finden den Gleiter, niemand entdeckt uns auf dem Flug und hier wartet das Raumschiff auf uns.“
„Du meinst das ist eine Falle? Warum das? Warum sollten Sokar und Heru’ur uns fliehen lassen?“ fragte Heracles. „Du bist zu misstrauisch.“
„Dieses Misstrauen hat mich bisher am Leben gehalten. Ich weiß nicht, was das alles bedeutet, aber ich werde diesen Alamak nicht aus den Augen lassen“, sagte O’Neill. „Er gefällt mir nicht, er ist zu gefällig.“
Die Raumschiff-Besatzung befand sich an Bord des Schiffes und begrüßte ihre Herrin mit aller Ehrfurcht. „Wie sieht es aus?“ fragte Amonet.
„Alles ist zum Start bereit, meine Herrin“, antwortete der Kommandant, ein Goa’uld.
„Dann starte. Ich möchte diesen Planeten so schnell wie möglich hinter mir lassen“, befahl Amonet. „Habt ihr Nachricht, wie es um den Planeten steht?“
„Ja, meine Herrin“, antwortete der Goa’uld. „Ich fürchte, es wird dich nicht erfreuen. Der Planet ist in der Hand von Heru’ur und Sokar. Ihre Übermacht war zu groß. Die wenigen noch verbliebenen Krieger hatten keine Chance und die Bevölkerung hat sich ergeben. Ich glaube, ihnen ist es egal, ob Sie dir oder einem anderen System-Lord dienen.“
„Scholvahs! Verräter!“ Amonet konnte sich kaum beherrschen.
O’Neill beobachtete Alamak und glaubte kurz ein triumphierendes Aufleuchten in dessen Augen zu sehen. Was immer passiert war, der Goa’uld war nicht ganz unbeteiligt daran. Doch solange er keinen Beweis hatte, würde er ihn nur beobachten. Außerdem war er neugierig, was weiter geschehen würde. Warum wollten Sokar und Heru’ur sie entkommen lassen?
O’Neill ging zu Teal’c und zog ihn beiseite. Ihn wollte er einweihen. Als Jaffa achtete niemand auf ihn. Nachdem Jack ihm seinen Verdacht mitgeteilt hatte, nickte Teal’c. „Ich hatte einen ähnliche Vermutung“, bestätigte Teal’c. „Ich werde ihn nicht aus den Augen lassen.“
Das Raumschiff startete und verließ wenig später die Atmosphäre des Planeten. Niemand hinderte sie daran auf Überlichtgeschwindigkeit zu gehen und im Hyperraum zu verschwinden. Jetzt war O’Neill sicher, dass es eine groß angelegte Falle war.
In Apophis Palast standen Heru’ur und Sokar zusammen im Aussichtsraum und nahmen Meldungen entgegen.
„Ihr Schiff ist gerade im Hyperraum verschwunden, mein Lord“, meldete einer von Heru’urs Untergebenen.
„Sehr gut“, freute sich Heru’ur. „Der Peilsender wirkt?“
„Ja, mein Lord. Unser Spion hat ganze Arbeit geleistet.“
Sokar wandte sich an Heru’ur. Sein Gesicht war fast weiß und Her’ur fragte sich von welchem Planeten sein Wirt stammte. Sokar war die letzte Zeit mächtig geworden, fast zu mächtig. Heru‘ur war einer der gefürchtetsten System-Lords, doch Sokar war dabei ihm diesen Rang abzulaufen. Brutal vernichtete er jeden, der ihm im Weg stand oder der es wagte, sich gegen ihn zu stellen. Heru’ur fand es nützlich ihn auf seiner Seite zu haben. Bis es an der Zeit war, Sokar zu vernichten...erneut...! Doch diesmal würde er es besser anstellen, als das letzte Mal und persönlich dafür sorgen, dass die Hölle ihn verschluckte. Und damit meinte er nicht Naetu...
„Du bist überzeugt, dass sie uns zu Apophis Geheimplaneten führen werden?“ fragte Sokar.
„Ja, das bin ich. Amonet wird zuerst dorthin wollen, bevor sie sich in den Schutz von Maap begeben wird“, erklärte Heru’ur.
„Sie weiß nicht, dass Maap von uns vernichtet wurde, und wir sein Gebiet unter uns aufgeteilt haben?“ erkundigte sich Sokar. Seine Stimme hörte sich unheimlich an, selbst für einen Goa’uld.
„Nein, mein Spion hat sie darüber im Unklaren gelassen.“
„Amonet ist dumm, überheblich und eingebildet. Sie verdient es nicht weiterzuleben“, sagte Sokar.
„Die anderen System-Lords werden nicht erfreut sein, wenn wir sie töten, nachdem wir Maap erledigt haben“, meinte Heru’ur.
„Du fürchtest die anderen System-Lords?“ grollte Sokar. „Dann bist du nicht der richtige Verbündete für mich, Heru’ur.“
„Oh, ich fürchte die anderen Lords nicht. Wir werden einen nach dem anderen vernichten und ihre Gebiete unter uns aufteilen. Und eines Tages werden wir beide über alle Goa’uld herrschen. Nichts kann uns dann noch aufhalten.“ Heru’ur verschwieg natürlich, dass er auch Sokar zerstören wollte. Aber gleichzeitig wusste er, dass Sokar mit ihm das gleiche vorhatte. Niemand von ihnen beiden dachte daran, die Macht mit dem anderen zu teilen. Es würde interessant sein herauszufinden, wer von ihnen das Spiel gewinnen würde. Heru’ur wollte alles tun, damit er der Sieger sein würde. Und hatte er erst alle Gebiete in seiner Hand, würde er die Asgard aus dieser Galaxis vertreiben, und wer wusste schon... Vielleicht konnte er sogar ihre Heimat-Galaxie angreifen. Heru’urs Ehrgeiz und Machtgier war unersättlich...
Fortsetzung folgt |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 12.11.2007, 14:23 Titel: |
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Na, was für eine Allianz! Heru'ur und Sokar - zwei Schlangen, die sich belauern, bereit, der anderen ihr Gift zu injizieren - da erhält doch die Königskobra gleich eine vollkommen andere Bedeutung *schmunzel*.
Und O'Neill kann einfach nicht aus seiner Haut. Ist ja schon irgendwie niedlich, daß er immer noch so wettert, daß sich selbst Herakles einmischen will. Ohje, da steht den Tok'ra aber noch einiges an Arbeit bevor ... Und letztendlich werden sie es doch nicht schaffen, ihn zu bekehren. Irgendwie glaube ich bis heute, daran ist Hator schuld. Was meinst du?
Aber etwas merkwürdig ist das jetzt schon. Bin ich schief gewickelt, oder war Amonet nicht der Goa'uld, der sich Sha're gekrallt hat *grübel*. Wieso erkennt sie dann Daniel nicht? Irgendwie denke ich gerade, ich bin auf dem Holzweg, aber sowas von ...
War auf jeden Fall wieder spannend, obwohl ich zugeben muß, daß mir die Erklärung für Teal'c nicht so recht schmecken wollte. Aber eine Schwäche gestehe ich dir zu *zwinker*.
Und danke, daß ich Vineta nicht noch verlegen muß. Unser allseits ge- und beliebter O'Neill kommt ja mit dem Namen der Galaxis um die Ecke, nachderm er eine Nacht gesehen hat *lach*: Glühbirne!!!
Freu mich schon auf die Fortsetzung! |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 12.11.2007, 14:52 Titel: |
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Ohje eine Falle.
O'Neill hatte wie imemr Recht...diese Goa'uld sind wirklich grausam. Und Heru'ur ist wirklich ziemlich Machthungrig. Die Asgard angreifen? Der spinnt wohl...
Alles in allem ziemlich spannend, doch was passiert letztendlich? *wissen will* |
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Colonel Maybourne Leser
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 66 Wohnort: Im Harz
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Verfasst am: 12.11.2007, 19:28 Titel: |
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So, der gute Heruur will also die Asgard angreifen. Darf ich mal lachen? Dazu wäre nur Anubis in der Lage.
Und auch der nur, wenn er jedes einzelne Schiff seiner Flotte zur Verfügung hätte.
Ansonsten trotzdem ein gutes Kapitel. Vor allem Amonets Reaktionen haben mir gefallen.
Und Jack war auch mal wieder spitze.
Bis dann. |
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Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
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Verfasst am: 14.11.2007, 13:30 Titel: |
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Hyndara: Amonet weiß ja das Daniel der Mann ihres Wirtes war. Hat das ja erwähnt, aber sie denkt, dass er und auch Jack einen Symbionten haben. Deshalb ist es ihr egal.
Felis: Heru'ur und Sokor wollen sich halt Apophis Sektor krallen. Also gibt es eine kurzfristige Allianz zwischen den beiden.
Colonel Maybourne: Heru'ur ist halt noch etwas größenwahnsinniger als die anderen Systemlords. Aber mit den Asgard würde er sich doch etwas zu viel vornehmen.
Aber nun geht es weiter.
Teil 13
Verräter und Spione...
„Wohin fliegen wir?“ fragte O’Neill Amonet.
„Es gibt eine geheime Welt, dessen Koordinaten nur Apophis und mir bekannt sind. Nicht einmal Klorel kennt sie.“
„Und was sollen wir dort?“ wollte Carter wissen.
„Dort werden geheime Erfindungen und Waffen gelagert. Außerdem sind dort vier Mutterschiffe stationiert. Wir haben diese Welt für den Notfall eingerichtet. Apophis war sehr weitsichtig und hat immer mit so etwas gerechnet. Als seine Königin hat er mir als einzige die Koordinaten verraten. Nur mit einem hat er nicht gerechnet – mit den Tau’ri. Dafür werde ich sie vernichten. Ihr werdet mir dabei helfen. Durch das Wissen eurer Wirte können wir ihre Welt erobern.“ Ein Blick traf Skaara, der etwas abseits stand. „Seinem Sohn hat er nie richtig vertraut, denn Söhne wollen früher oder später die Macht der Väter an sich reißen.“
„Was für Erfindungen sind das?“ O’Neill war neugierig geworden, obwohl er seinen Abscheu Amonet gegenüber kaum verbergen konnte. Langsam dämmerte ihm, warum man sie entkommen lassen hatte. Sokar und Heru’ur wollten diese Welt in ihre Finger bekommen.
„Du bist sehr neugierig, Ashrak, doch ich will deine Frage beantworten. Ich weiß es selbst nicht genau. Apophis hat auch mir gegenüber nicht alles verraten“, erklärte Amonet bereitwillig. Als der Kommandant des Schiffes nach ihr verlangte nickte sie O’Neill noch einmal kurz zu und ging zu dem Mann hinüber.
O’Neill sah ihr angewidert hinterher. Skaara tauchte an seiner Seite auf. „Du musst Amonet vernichten, Solon.“ Er benutzte O’Neills Tarnnamen. „Ich habe gehört, was sie über eure Welt gesagt hat.“
„Ganz langsam, mein Junge“, antwortete O’Neill. „Es ist noch zu früh.“
Skaara sah O’Neill wütend an. „Aber ich hasse sie!“
„Ich auch, doch wir müssen den richtigen Zeitpunkt abwarten. Hör zu, das alles ist eine Falle. Wenn du dich nützlich machen willst, dann achte auf Alamak. Ich denke er ist ein Verräter.“ Schnell erklärte O’Neill auch Skaara seinen Verdacht.
„Wir müssen sofort handeln“, meinte Skaara. „Sokar und Heru’ur dürfen den Geheimplaneten nicht finden. Wenn sie den in ihren Fingern haben, würde das ihre Macht ungeheuer vergrößern. Und dann werden sie auch nicht zögern Tau’ri zu vernichten.“
„Vielleicht hast du Recht. Wir sollten wirklich handeln.“ O’Neill ging entschlossen zu Amonet und dem Kommandanten hinüber. Er gab vorher Teal’c und Carter ein Zeichen. Carter wusste zwar nicht, was er vorhatte, doch sie vertraute Jack.
„Amonet!“ wandte O’Neill sich an die Goa’uld.
„Was willst du, Solon?“ fragte sie ungnädig.
„Wie weit ist es noch bis zu dem Geheimplaneten?“
„Wir sind bald da“, erklärte Amonet.
„Las das Schiff sofort stoppen. Das ist eine Falle.“
„Wie meinst du das?“ fragte sie irritiert.
„Stopp das Schiff“, befahl O’Neill und richtete seine Zatnickatel auf die Goa’uld.
Amonet sah ihn verärgert an: „Sholvah! Du wagst es, eine Waffe auf mich zu richten? Jaffa, kree!“ rief sie dann an die Schlangenwachen gewandt.
Sofort richteten sich unzählige Waffen auf O’Neill. Jack achtete jedoch nicht darauf sondern sagte: „Ich könnte dich töten bevor einer deiner Krieger seine Waffe abfeuert. Doch ich will dir nichts antun sondern ich möchte uns alle retten. Ein Verräter befindet sich unter uns, und ich werde ihn entlarven. Doch vorher...halte das Schiff an!“
O’Neills Stimme klang so eindringlich, dass Amonet unwillkürlich gehorchte. Ihr Blick ruhte lange auf dem Colonel, der ihren Blick ungerührt und scheinbar ohne Furcht zurückgab.
„Kommandant, reak triv logasch!“ befahl sie und sofort bemerkte O’Neill, dass das Schiff langsamer wurde und schließlich den Hyperraum verließ und seine Fahrt stoppte.
Amonet wandte sich wieder O’Neill zu. „Und nun erkläre dich, Solon!“ verlangte sie.
O’Neill nickte erleichtert. „Unsere ganze Flucht, all das ging mir zu leicht. Und ich fragte mich warum Sokar und Heru’ur uns entkommen ließen. Schließlich hast du mir selbst die Antwort gegeben – der Geheimplanet. Die beiden System-Lords wollen diesen Planeten haben. Doch woher wissen sie von seiner Existenz? Es gibt nur eine logische Erklärung – einen Verräter.“
„Und ich nehme an, du weißt wer es ist?“ fragte Amonet gespannt.
„Allerdings!“ O’Neill drehte sich langsam herum und blickte von einem zum anderen. Während die meisten unter seinem durchdringenden Blick zu Boden sahen, hielt Alamak seinem Blick stand. Ein Aufblitzen in den Augen des Goa‘uld verriet O’Neill, dass der andere wusste, dass er enttarnt war. Dann blickte Jack wieder Amonet an.
„Wer ist es? Sag mir den Namen des Verräters“, zischte die Goa’uld.
Alamak reagierte überraschend schnell. Der Strahl seiner Zatnickatel traf O’Neill von hinten und warf ihn zu Boden. Doch bevor der Goa‘uld ein zweites Mal abdrücken konnte, warfen sich die Wachen Amonets auf ihn und überwältigten ihn.
„Tötet ihn nicht!“ rief O’Neill, während er gegen die Schmerzen ankämpfte. „Wir brauchen ihn lebend um die Pläne Heru’urs und Sokars zu erfahren.“
„Der Ashrak hat wieder recht“, bestätigte Amonet.
O’Neill stand etwas mühsam auf und ging langsam auf Alamak zu. Der Colonel blickte ihn durchdringend an und konzentrierte sich. O‘Neill schloss die Augen. Deutlich spürte er die Aura des Symbionten in seinem Gegenüber, aber auch die des Wirtes, die immer stärker wurde je länger er sich auf den Goa’uld konzentrierte. O’Neill stellte sich vor, wie er das Herz oder was immer ein Goa’uld an dieser Stelle hatte, zusammendrückte. Der Mann vor ihm schrie auf und wollte um sich schlagen, doch die Wachen hielten ihn unerbittlich fest.
O’Neill öffnete die Augen und blickte Alamak an. Es war immer noch dessen Gesicht, doch die Augen blickten verwirrt und ungläubig, als könne er nicht glauben, was geschehen war. Bevor der andere etwas sagen konnte, fragte O’Neill: „Sag mir, was die System-Lords vorhaben.“
Es sprudelte nur so aus Alamak heraus. „Es ist ein Peilsender an Bord des Schiffes. Die System-Lords folgen uns in großem Abstand. Sie wollen den Planeten haben. Ich muss ihnen eine Nachricht schicken sobald wir am Ziel sind.“
„Wie hast du das gemacht, Ashrak?“ fragte Amonet erstaunt über die schnelle Antwort des Gefangenen.
O’Neill verriet ihr natürlich nicht, dass es der Wirt gewesen war, der die Fragen beantwortet hatte. Der Symbiont in ihm war so geschwächt, dass der Wirt die Kontrolle übernommen hatte und die Fragen bereitwillig beantwortet hatte, denn das was der Symbiont wusste, wusste auch der Wirt.
Noch konnte O’Neill den Symbionten spüren, wenn auch ganz schwach. Er würde Stunden brauchen, um sich zu erholen. Der Wirt sah O’Neill verwirrt an. Er begriff nicht, was mit ihm passiert war: „Was ist geschehen? Wo bin ich?“
„Es ist besser du schweigst, Scholvah“, herrschte O’Neill den Mann an, denn er wollte nicht, dass dieser sich verriet. „Sperrt ihn ein, ich werde ihn später verhören.“ Um Amonet abzulenken, wandte er sie an: „Wo sind wir?“
Die Goa’uld blickte ihn abschätzend an und zeigte dann auf den Bildschirm. Die Sterne standen nicht mehr ganz so dicht beieinander und O’Neill vermutete, dass sie das Zentrum der Galaxis verlassen hatten. Die Schiffe der Goa’uld konnten in kurzer Zeit riesige Entfernungen zurücklegen. Allerdings standen die Sterne noch immer dichter beieinander, als in dem Spiralarm, in welchem die Erde beheimatet war. „Weit genug von unserem Ziel entfernt“, antwortete Amonet. „Was schlägst du nun vor, Ashrak?“
„Mein Name ist Solon, und ich schlage vor, wir suchen schnellstens den Peilsender und dann ein sicheres Versteck. Dazu werde ich den Verräter verhören.“
Amonet nickte und O’Neill gab seinen Freunden einen Wink.
Carter hatte bisher schweigend zugehört. O’Neill spielte seine Rolle als Goa’uld-Kopfgeldjäger perfekt. Jetzt sagte sie: „Was hast du vor, Jack?“
„Folge mir einfach“, antwortete O’Neill.
Daniel blieb als einziger zurück. Er wollte Sha’re nicht alleine lassen, auch wenn Amonet sie immer noch beherrschte. O’Neill und Carter betraten den Raum in dem Alamak zusammengekauert am Boden saß. Bei ihrem Eintritt stand er auf und wich bis in die äußerste Ecke zurück.
„Lasst mich in Ruhe!“ schrie er.
O’Neill schickte die Jaffa-Wachen hinaus damit sie alleine mit dem Mann waren. Dann ging er zu ihm. Der Mann sah ihn zitternd an. „Du brauchst keine Angst zu haben“, sagte O’Neill mit seiner normalen Stimme. „Wie ist dein Name, und wie lange warst du schon Wirt? Von welchem Planeten kommst du?“
Der Mann sah ihn erstaunt an, dann antwortete er zögernd: „Ich weiß nicht. Es war ein unendlicher Albtraum.“
Skaara trat neben O’Neill: „Ich erinnere mich. Er bekam den Symbionten ungefähr mit mir. Alamaks alter Wirt lag im Sterben.“
„Also noch nicht so lange. Das ist gut.“ O’Neill wandte sich erneut an den Mann. „Nenn mir deinen Namen und habe keine Angst. Meine Freunde und ich sind keine Goa’uld.“
„Aber...du sprichst mit der Stimme eines Dämons, und meiner ist noch immer in mir und ich spüre, dass er wieder stärker wird“, antwortete der Mann.
„Ich kann dir helfen. Warte!“ O’Neill konzentrierte sich erneut auf den Symbionten und schlug mit seiner gesamten Willenskraft zu. Alamak zuckte zusammen und blickte dann O’Neill ehrfurchtsvoll an. „Ich spüre ihn kaum noch. Wie machst du das?“
Der Colonel zuckte mit den Schultern. „Frag mich nicht. Es ist eine Fähigkeit, die nur ich dank den Tok’ra besitze.“
„Du bist ein Tok’ra?“ fragte der Mann. „Mein Dämon sprach voller Hass von ihnen.“
„Nein, ich bin ein normaler Mensch. Aber drei meiner Freunde sind Tok‘ra. Doch nun, sag mir wo der Peilsender versteckt ist. Wir müssen ihn vernichten. Sonst sind wir alle verloren.“
Der Mann nickte. „Ich verstehe. Mein Name ist M’Gara und meine Heimat ist Helias. Mein Volk wird immer wieder von den Jaffa überfallen. Wir sind friedliche Menschen und bedeuten für die Goa’uld keine Gefahr. Warum tun sie das?“
„Ein Goa’uld sagte mir einmal, dass die einzige Daseinsberechtigung der Menschen ist, den Goa’uld als Wirte und Sklaven zu dienen“, antwortete O’Neill. „Doch glaube mir, wir werden ihnen das Gegenteil beweisen.“
Eine eiserne Faust schien das Schiff zu packen und es durchzuschütteln. Ein zweiter Schlag warf sie zu Boden. „Was war das?“ fragte O’Neill besorgt, als er sich wieder aufgerappelt hatte.
„Etwas hat das Schiff getroffen“, antwortete Teal’c.
„Wir werden angegriffen!“ Wie um Heracles Worte zu unterstreichen, ertönten Alarmsirenen durch das Schiff.
Sie liefen in den Gang hinaus. Die Besatzungsmitglieder und Schlangenwachen liefen an ihnen vorbei, um ihre Posten zu besetzen. Sie kehrten zur Brücke zurück – nur um in ein noch größeres Chaos zu laufen. Der riesige Bildschirm zeigte die Angreifer. Zwei Mutterschiffe waren aufgetaucht und feuerten auf Amonets Schiff. Noch hielt der Schutzschild, die Frage war nur wie lange noch.
„Jaffa! Tel schok!“ herrschte Amonet ihre Wachen an, doch diese Aufforderung war nicht nötig. Jeder gab sein bestes um dem Verhängnis zu entkommen.
Heracles übersah die Situation sofort. „Können wir in den Hyperraum fliehen?“
Amonet sah ihn einen Moment verunsichert an, dann wandte sie sich an ihre Leute, doch der Steuermann schüttelte den Kopf. Ein weiterer Treffer traf den Schild und diesmal hielt er nicht stand. Im unteren Teil des Pyramiden-Schiffes gab es eine Reihe von Explosionen.
„Schadensbericht!“ verlangte Amonet.
„Wir haben die unteren vier Decks und den Hyperraumantrieb verloren. Die Explosionen lösen eine Kettenreaktion aus. Wir sind verloren“, rief der Kommandant.
O’Neill begriff sofort. „Lass das Schiff evakuieren!“
Amonet antwortete nicht. Sie schien nicht mehr in der Lage zu sein, klare Befehle geben zu können.
Skaara griff ein. „Hört ihr nicht? Gib den Befehl das Schiff sofort zu räumen.“
„Ja, mein Lord“, antwortete der Kommandant jetzt ohne zu zögern und gab die entsprechenden Befehle.
„Folgt mir!“ rief Skaara. „Ich kenne den Weg zu den Rettungseinheiten.“
Daniel packte Amonet am Arm und zog sie mit sich. Die Goa’uld ließ alles willenlos mit sich gesehen. Amonet war zu geschockt über das Geschehen.
„Daniel?“
Jackson erstarrte. Amonets Stimme klang auf einmal anders. „Sha’re?“ hauchte er. Sie lagen sich plötzlich in den Armen. „Sha’re, du musst sie bekämpfen.“
„Daniel, was tust du?“ herrschte O’Neill ihn an.
Erst jetzt begriff Daniel, dass er sie verraten hatte. Sobald Amonet den Schock überwunden hatte, würde sie die Herrschaft über Sha’re erneut übernehmen und über sie Bescheid wissen.
„Verdammter Narr!“ O’Neill konnte seinen Ärger nicht verbergen.
O’Neill zog ihn und Sha’re weiter, in den Hangar mit den Rettungsbooten hinein. „Jetzt bleibt mir keine andere Wahl.“ Er konzentrierte sich auf Amonet. Jack setzte seine ganze Willenskraft ein und hoffte, dass es die Goa’uld für viele Stunden ausschalten würde.
„Daniel! Colonel O’Neill!“ sagte Sha’re dankbar. “Ihr seid ohne die Dämonen?“
„Natürlich! Und wenn Daniel uns nicht verraten hätte, wären wir lange sicher gewesen.“
„Jack...!“
„Sei still! Ich verstehe dich ja, aber dadurch hast du unser aller Leben gefährdet.“
„Ich werde euch doch nie verraten“, sagte Sha’re.
„Du nicht, aber was ist mit Amonet? Sie weiß nun alles, was du weißt“, stellte O’Neill fest.
„Aber ich kann Amonet auf einmal beherrschen. Wie ist das möglich?“
Ein neuer Schlag traf das Schiff und sie spürten wie der Boden unter ihnen zitterte und ein Eigenleben zu führen schien. Auch in dem Hangar gab es Explosionen und Rauchschwaden durchzogen das Schiff. Daniel und Sha’re waren auf einmal verschwunden und O’Neill glaubte ihre Stimmen von weither zu hören. Eine weitere Erschütterung warf ihn zu Boden. Das Deck unter seinen Füßen schien sich zu neigen. Er schlingerte auf dem glatten Boden entlang. Verzweifelt versuchte O‘Neill sich irgendwo festzuhalten, doch da war nichts. Ein Schlag traf seine Rippen und presste ihm die Luft aus den Lungen. Instinktiv hielt er sich fest. Seine Hand ergriff etwas und beendete so seine Rutschpartie über das Deck. Über sich sah Jack die geöffnete Tür eines Rettungsbootes.
O’Neill versuchte sich hochzuziehen, doch der Schmerz durchfuhr seinen Körper wie ein Messer. Er musste sich eine Rippe angebrochen haben. Eine kräftige Hand packte ihn und zog ihn hoch. O’Neill blickte in das vor Angst verzerrte Gesicht von M’Gara. Doch trotz seiner Furcht versuchte der Mann ihn zu retten.
Mit M’Garas Hilfe schaffte O’Neill es sich hoch zu rappeln und die schmale Rampe des Rettungsbootes hinaufzulaufen. M’Gara verschloss die Luke hinter ihm und O’Neill spürte, dass das Boot startete.
„Nein! Wir müssen zurück, meine Freunde!“
„Sie sind entweder hier, in einem der anderen Schiffe oder tot. Wenn wir nicht starten sind wir verloren“, antwortete M’Gara. „Komm! Ich helfe dir.“
Auf M’Gara gestützt betrat er den Passagier-Raum des Rettungsbootes. Drei Jaffa saßen an den Konsolen, in Sesseln daneben Heracles, Teal’c und Skaara.
Teal’c lief ihnen entgegen, als er sah, dass O’Neill verletzt war. „Du bist verletzt?“
„Eine oder zwei meiner Rippen sind angebrochen. Wo sind die anderen?“ fragte O’Neill und achtete nicht weiter auf den Schmerz.
„Sie sind im nächsten Rettungsboot“, antwortete Teal’c.
„Bist du sicher?“ fragte O’Neill, woraufhin Teal’c nur mit den Schultern zuckte. Jack wusste genug. Sein Freund vermutete es nur.
Jacks Blick fiel auf die drei Jaffa, die jedoch damit beschäftigt waren das Schiff zu fliegen, so dass sie nicht auf ihr Gespräch achteten. „Was machen wir jetzt? Unser schöner Plan ist dahin. Das alles sieht nach einem Desaster aus.“
Heracles meinte: „Als erstes müssen wir es schaffen zu entkommen, und dann suchen wir uns ein Versteck. Dies ist nur ein Rettungsboot. Damit schaffen wir es nie nach Tau’ri oder Theben.“
„Die Erde? Bist du verrückt? Ich lasse meine Freunde nicht zurück“, antwortete O’Neill wütend.
„Sie werden es schon schaffen“, meinte Heracles.
„Aber Amonet weiß, wer wir sind. Daniel, der Narr, hat es ihr versehentlich verraten und ich musste meine Fähigkeit einsetzen, um Amonet zu betäuben. Aber das wird nur einige Stunden anhalten, dann hat sich die Goa’uld erholt, und was dann mit unseren Freunden geschieht, könnt ihr euch vorstellen.“
Einer der Jaffa unterbrach ihr leises Gespräch: „Tut mir leid zu stören, mein Lord, aber wir haben es geschafft.“
„Was hast du geschafft?“ fragte O’Neill und benutzte schnell seine Goa’uld-Stimme.
Skaara antwortete ihm. „Wir haben nach dem Start alle Maschinen abgeschaltet und uns durch die Trümmer driften lassen. Jetzt haben wir eine Sonne erreicht, in deren äußeren Korona wir uns verstecken.“
„Was ist mit dem Mutterschiff?“ wollte O’Neill wissen.
„Sieh selbst!“ Skaara zeigte auf den Bildschirm. Weit entfernt sah O’Neill plötzlich einen riesigen Stern aufgehen.
„Was war das?“ fragte O’Neill obwohl er die Antwort schon kannte.
„Das Mutterschiff“, bestätigte Skaara seine Befürchtung.
O’Neill schwieg. Jetzt waren sie endgültig in einer Region der Galaxis gestrandet, die jede Rückkehr zur Erde unmöglich machte. Es sei denn...!
Heracles trat an die Konsolen des Schiffes heran. Er war in der Lage das Schiff zu fliegen. Die drei Jaffa hatten inzwischen begriffen, dass etwas mit ihren Begleitern nicht stimmen konnte. Einer hatte plötzlich eine Zatnickatel in der Hand und richtete sie auf Heracles.
„Jaffa, kree!“ rief Teal’c. „Leg die Waffen weg.“
„Sholvah!“ antwortete der Krieger. „Ich werde nichts dergleichen tun. Ich töte diesen Mann.“
Der Schusseiner Zatnickatel traf ihn von hinten und warf ihn zu Boden. Ein zweiter Schuss tötete ihn. Teal’c sah überrascht auf den zweiten Krieger, während der dritte die Hände hob um sich zu ergeben.
„Ihr seid Tok’ra, nicht wahr?“ fragte der Krieger, der geschossen hatte.
„Ja, das ist richtig“, antwortete Heracles. „Warum hast du deinen Kameraden getötet?“
„Weil ich nicht länger den falschen Göttern dienen möchte. Der Krieger hätte uns nur Schwierigkeiten bereitet. Mein Lehrer Bra’tak hat mir gezeigt, dass wir falschen Göttern dienen.“
O’Neill lachte, und Teal’c nickte verstehend. Er sah den Jaffa neugierig an. „Bra’Tak war auch mein Lehrer.“
Der Jaffa musterte Teal’c, und plötzlich ging ein Erkennen über dessen Züge. „Ich erkenne dich jetzt. Du bist Teal’c, der Verräter.“
Teal’c’s Gesicht wurde hart. „Jaffa, nok tel krak. Ich bin kein Verräter.“
„Das weiß ich, denn ich teile deine Meinung.“ Sein Blick streifte über die Anwesenden. „Dann seid ihr die Krieger von Tau’ri, denen sich Teal’c angeschlossen hat? Ihr seid Tok’ra?“
„Ja und nein, ich bin Jack O’Neill, aber kein Tok’ra.“
„Aber auch du sprichst mit der Stimme eines falschen Gottes“, meinte der Krieger erstaunt.
„Das ist ein Trick. Doch nenn mir deinen Namen.“
„Ni’ko!“
„Dann sei willkommen bei uns, Ni’ko“, O’Neill reichte ihm die Hand.
Erstaunt sah der Krieger ihn an. Er wusste mit dieser Geste nichts anzufangen.
O’Neill ergriff seine Hand und schüttelte sie. „Das ist bei uns eine Begrüßungsgeste unter Freunden.“
„Du bietest mir deine Freundschaft an, Tau’ri?“
„Ja, und nenn mich einfach Jack. Oder Solon wenn wir uns in Gesellschaft von Schlangenköpfen sind.“
„Schlangenköpfen?“
„Goa’uld, Dämonen oder wie immer du sie nennen willst.“
Ni’ko sah zu Teal’c hinüber: „Du hast dir seltsame Freunde ausgewählt, Teal’c, aber ich mag ihn.“
„Bra’tak sagte etwas ähnliches, als wir uns das erste Mal trafen“, meinte O’Neill grinsend.
„Ihr habt Bra’tak getroffen?“ Ein nachdenklicher Blick überzog Ni’kos Gesicht. „Ich habe meinen Meister seid Jahren nicht gesehen.“
„Bra‘tak wird erfreut sein, wenn er erfährt, dass du seine Lehren so gut aufgenommen hast“, meinte Teal’c. „Er könnte dich auf Chulak gut gebrauchen. Bra’tak ist dabei die Widerstandsbewegung gegen die falschen Götter aufzubauen.
„Sollte ich dieses Abenteuer überleben werde ich nach Chulak zurückkehren“, versprach Ni’ko. „Doch jetzt! Was sollen wir tun?“
O’Neill stand auf und verzog vor Schmerzen sein Gesicht. „Was ist mit diesem Sonnensystem? Gibt es Planeten und vielleicht ein Stargate?“
Heracles sah ihn an. „Diese Idee ist so einfach. Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen?“
„Was?“ fragte Skaara.
„Wir suchen ein Sternentor und kehren damit nach Hause zurück“, antwortete Heracles. Sein Blick fiel erneut auf O’Neill. „Doch vorher müssen wir deine Rippe verarzten.“
„Eine Schmerztablette müsste reichen“, wehrte O’Neill ab. „Ich musste mich schon mit schlimmeren Verletzungen durch feindliches Gebiet schlagen.“
„Ja, das glaube ich dir“, meinte Heracles. „Trotzdem werde ich dir einen Verband anlegen. Falsches Heldentum ist in dieser Situation unangebracht.“
O’Neill blickte in Heracles Augen und schließlich nickte er. Der Tok’ra hatte ja recht. Bei jedem Atemzug fuhr der Schmerz durch seinen Körper. Vielleicht fanden sie auch irgendwo ein Heilgerät der Goa’uld. Sie hätten eines mitnehmen sollen.
Nachdem Heracles O’Neill den Verband angelegt und er zusätzlich zwei Schmerztabletten eingenommen hatte, ging es ihm etwas besser. Zwar musste er sich noch bei jeder Bewegung vorsehen, doch mit der Zeit würde auch das verschwinden.
Sie beschlossen, sich solange im Schutz der Sonnenkorona zu verbergen, bis die beiden feindlichen Mutterschiffe verschwunden waren. Dann wollten sie damit beginnen, die Sonnensysteme zu erforschen. Da sie noch nahe dem Zentrum der Galaxis waren, gab es hunderte von Systemen, die in Frage kamen. In der Datenbank des Schiffes waren die Standorte von vielen Sternentoren verzeichnet, denn das Schiff war nicht nur eine Rettungskapsel, sondern ein vollwertiges Raumschiff. Klein, aber mit allem ausgerüstet, was auch ein großes Schiff besaß. Die Goa’uld mochten Despoten sein, aber sie waren weit blickend und hatten die kleinen Schiffe für den Notfall ausgerüstet.
O’Neill war ihnen im Moment für diese Weitsicht dankbar. Trotz allem würde es schwierig sein ein Sternentor zu finden. Trotz der Koordinaten musste das richtige Sonnensystem gefunden werden, und dann auch noch der Standort des Tores. Doch er war zuversichtlich. Sie würden den Weg nach Hause finden.
Fortsetzung folgt |
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Colonel Maybourne Leser
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 66 Wohnort: Im Harz
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Verfasst am: 14.11.2007, 14:07 Titel: |
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Oh Daniel, dieser verliebte Trottel. So dumm kann man doch gar nicht sein, selbst als Zivilist.
Das war ja schon fast fahrlässig.
Und dann stranden sie natürlich im All. Von der Korona geht sicher eine hautfreundliche Strahlung aus.
So, dabei sind sie auch noch auf Bra´Taks ehemalige Schüler getroffen.
Bis dann. |
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FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
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Verfasst am: 14.11.2007, 15:07 Titel: |
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OMG Daniel. Du dummer Esel. Das kanns doch nicht geben!
*kopfschüttel* Die ganze Mission gefährdet. Nur weil er nicht warten konnte....*tz tz* Nur gut, dass sie in dieser Korona festsitzen^^ Dann kann man mal hoffen das sie den Planeten finden und ein paar schöne Waffen für ide Erde bekommen^^. |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 14.11.2007, 16:02 Titel: |
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Na toll, in einer Corona sitzen sie jetzt und machen es sich "gemütlich" - so gemütlich man es sich eben innerhalb tödlicher Strahlung machen kann (McKay fehlt hier ganz definitiv). Da wimmert man ja nur noch ...
Was ist denn in Daniel gefahren? Die dämlich kann man denn sein? Ich schlag die Hände überm Kopf zusammen. Jesses! Hallo? Verstand auf der Erde vergessen oder was? Das kann ja echt noch heiter werden - stimme Maybourne zu: Verliebter Gockel!!! Oder, mit anderen Worten: Idiot!
Und O'Neill ist auch nicht viel besser. Nö, ach, mir tut nichts weh, ist nicht schlimm *abwink*, ich hau mir einfach ne Schmerztablette rein und das war's ... äh, hallo? Gebrochene Rippen können zu inneren Blutungen führen - und innere Blutungen leider viel zu leicht zum Tod. Nicht gut, O'Neill, gar nicht gut. Du wolltest doch noch ein bißchen angeln gehen, wenn du mal in Rente gehst, und nicht selbst zum Fisch werden.
Naja, da kann man sich ja freuen, was noch auf diese Bande zukommt. Dürfte ja bei O'Neills Bras auf Goa'uld noch einiges sein ...
Freu mich schon auf die Fortsetzung! |
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Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
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Verfasst am: 15.11.2007, 11:55 Titel: |
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Colonel Maybourne: Daniel hat am Anfang noch viel schlimmere Sachen gemacht. Deshalb kann ich ihn wohl bis heute nicht leiden, obwohl die letzte Staffel nicht mehr ganz so schlimm war.
Felix: Mal sehen ob sie was an Waffen für die Erde finden oder doch was anderes. Auf die Gruppe O'Neill kommt noch einiges zu.
Hyndara: Ja, sie dürfen nur hoffen, dass ihr Schutzschild es lange genug aushält, damit die Sonne nicht zu viel Schaden anrichtet. Hä, hä, ja! Rodney hätte schon lange gejammert. Und hier kommt halt auch meine Abneigung gegen Daniel zum Vorschein. Na, dann hoffen wir mal, dass es für Jack nicht so schlimm wird und er noch zum fischen gehen kann
Und die Fortsetzung ist auch schon da.
Teil 14
In der Falle
Carter sprang in das Rettungsboot hinein. Hinter ihr schloss sich die Tür mit einem kreischenden Laut. Der Schuss aus der Stabwaffe schlug in die Panzerung ein. Im nächsten Moment fühlte sie, dass sich der Boden unter ihr bewegte und begriff, dass das Raumboot startete. Carter hatte keine Ahnung, wie sie es in dem herrschenden Chaos geschafft hatte den Hangar zu durchqueren und die Rampe hochzukommen.
Sie spürte eine feste Hand an ihrem Arm und blickte hoch. Ihr Vater half ihr aufzustehen.
„Bist du verletzt, Sam?“ fragte er besorgt.
Carter schüttelte den Kopf. „Nein, Dad? Aber was ist überhaupt passiert?“
„Die Goa’uld haben uns angegriffen.“
„Wo sind die anderen?“ Noch immer schien der Boden unter ihren Füßen ein Eigenleben zu führen.
„In der Zentrale des Rettungsbootes“, erklärte Jacob mit einem Ton in der Stimme, der Sam aufhorchen lies.
Sie folgte ihrem Vater in die Zentrale und erblickte als erstes den großen Bildschirm, der die ganze vordere Front des Raumes einnahm. Jetzt sah sie auch, warum das Schiff so schlingerte. Sie wurden verfolgt und der Jaffa-Pilot versuchte verzweifelt den Schüssen auszuweichen, während Daniel an der Waffenkonsole saß und auf die Verfolger feuerte.
„Setz dich in einen Sessel und schnall dich an“, befahl General Carter seiner Tochter und Sam gehorchte wortlos.
Ein vor ihnen auftauchender Nebel bot vielleicht Sicherheit. Bange Minuten folgten, schließlich sagte der Pilot. „Wir scheinen sie abgeschüttelt zu haben.“ Sein Blick ging unsicher von einem zum anderen. Er schien begriffen zu haben, dass etwas mit seinen Begleitern nicht stimmte, wagte jedoch nichts zu sagen.
Im Moment hatten sie es geschafft. Doch die Goa’uld würden die Suche nicht aufgeben. Carters Blick durchstreifte den Raum, und erst jetzt fiel ihr auf, dass einige fehlten. „Wo sind Solon, Teal’c und Robin?“
Schweigen antwortete ihr.
Daniel drehte sich zu ihr um. „Wir wissen es nicht.“ Sein Blick fiel auf Sha’re, dann sah er wieder Carter an. „Wir standen zusammen und... und da erfolgte der Angriff und wir wurden getrennt. Sha’re und ich erreichten das Rettungsboot, den Rest kennst du.“
„Ihr habt die anderen zurückgelassen? Wir müssen sofort zurück“, verlangte Sam.
„Das wäre Selbstmord, Sam“, antwortete Jacob und sah seine Tochter entschuldigend an.
„Entweder haben sie es selbst geschafft oder sie sind tot.“
Sams Herz krampfte sich zusammen. Hoffentlich lebten Jack und die anderen noch. Plötzlich ging ihr auf, was Daniel gesagt hatte und sie sah zu Amonet hinüber.
Die Goa’uld hatte sie die ganze Zeit beobachtet und ergriff nun das Wort. Doch Amonet sprach mit normaler Stimme: „Colonel O’Neill hat mich gerettet und den Dämon in mir betäubt bevor wir getrennt wurden. Doch ich spüre sie noch in mir, und sie wird wieder stärker.“
„Daniel, erklär mir das“, verlangte Carter.
Der Archäologe sah beschämt zu Boden. „Ich habe eine Dummheit gemacht, und Jack blieb nichts anderes übrig, als den Symbionten auszuschalten. Es tut mir leid.“
„Aber nun ist Jack nicht bei uns. Sobald Amonet ihre Betäubung überwindet, wird sie uns verraten“, vermutete Carter. Ihr Blick fiel auf den Piloten, der nun begriffen hatte, dass er sich unter Feinden befand. Doch er sah Waffen auf sich gerichtet. „Wenn du keine Dummheiten machst, Jaffa, bleibst du am Leben“, sagte General Carter zu ihm.
„Sind sonst keine Jaffa an Bord des Rettungsbootes?“ fragte Sam.
„Nein“, antwortete Sha’re. Sie zuckte zusammen und verkrampfte sich. Sofort richtete Jacob seine Waffe auf sie. Als Sha’re wieder aufblickte meinte sie ängstlich. „Der Dämon in mir wird immer stärker. Was soll ich tun?“
„Du musst sie bekämpfen!“ verlangte Daniel und nahm sie tröstend in die Arme. „Du bist stark“, flüsterte er in ihr Ohr. „Lass sie nicht mehr gewinnen.“
Carter und ihr Vater tauschten einen besorgten Blick aus. Amonet würde früher oder später Sha’re verdrängen und sie alle in Gefahr bringen.
„Was ist der Plan?“ fragte Carter.
„Sha’re kennt einen Planeten in der Nähe mit einem Stargate. Dorthin wollen wir. Es ist die einzige Chance zu entkommen. Die Jaffa werden die ganze Region nach uns absuchen, und unser Schiff ist zu klein, um damit weit zu kommen. Wir würden Monate brauchen, um ein Raumgebiet zu erreichen in dem wir sicher sind“, antwortete Daniel.
Sie durchfolgen den Nebel mit Unterlichtgeschwindigkeit und hofften am anderen Ende keine Goa’uld-Schiffe anzutreffen.
„Kein anderes Schiff in der Nähe“, sagte der Pilot, welchem es am ratsamsten erschien mit den Feinden zu kooperieren. Sobald sie am Ziel waren würde man weitersehen.
Jacob stand neben ihn und bedrohte ihn weiterhin mit seiner Zatnickatel und äußerte sich anerkennend über die Fähigkeiten des Piloten. Dann wandte er sich an Sha’re. „Wie weit bis zu dem Planeten?“
Sha’re lauschte einen Moment in sich hinein. Tief in ihrem inneren schien eine dunkle Macht zu sitzen und ihr Denken übernehmen zu wollen. Was machte sie hier? Warum half sie den Feinden? Sie sah auf und unbändiger Hass erfasste sie. Sha’re schrak zusammen. Was waren das für hässliche Gedanken? Daniel war ihr Ehemann und sie liebte ihn. Sha’re verwarf diese fremdartigen grässlichen Empfindungen, zu denen sie sonst nie fähig war. Das war der Dämon in ihr und sie musste ihn bekämpfen. Sie versuchte in Amonets Erinnerungen die Antwort zu finden. „Der Planet liegt zehn Lichtjahre entfernt. Ich kenne auch die Koordinaten.“ Wie in Trance gab sie die Daten in den Navigationscomputer ein und das kleine Raumboot änderte den Kurs.
Jacob war ihr innerer Kampf nicht entgangen und er begriff, dass Sha’re eine tickende Zeitbombe war. Sie durften sie nicht aus den Augen lassen. „Amonet versucht die Herrschaft über Sha’re zurückzubekommen“, hörte Jacob Selmak in sich sagen. „Du solltest sie gut beobachten“, gab Jacob seinem anderen Ich lautlos zurück und erhielt dafür einen bestätigenden Gedanken von Selmak.
Die sie umgebenden Sterne standen dicht beieinander. Carter beobachtete den Bildschirm. Noch immer waren sie nahe dem Zentrum der Galaxis und manche Sonnen standen so dicht beieinander, dass sie Drei- oder Vierfach-Systeme bildeten. Planeten hatten sich dort kaum entwickelt. Der Flug durch den Hyperraum, bzw. der Austritt aus diesem Gebiet würde Fingerspitzengefühl erfordern und einen sehr guten Piloten.
„Eintritt in den Hyperraum“, sagte der Pilot. „Der Flug wird einige Stunden dauern, da wir in diesem Gebiet nur mit Minimal-Geschwindigkeit fliegen können.“
Sam sah wie der Weltraum dem blauen Licht des Hyperraums wich und ihnen den Eindruck vermittelte, durch einen unendlichen blauweißen Tunnel zu fliegen. Die nächsten Stunden schienen nicht enden zu wollen. Carters Gedanken weilten bei den Freunden. Hoffentlich hatten sie es auch geschafft. Doch wenn, wie sollten sie dann die Rückkehr zur Erde schaffen? Ganz bestimmt kamen sie auch auf die Idee ein Sternentor zu suchen, um damit den Weg nach Hause zu finden.
Doch auch die längste Zeit verging. Gespanntes Schweigen herrschte beim Eintritt in den Normalraum, denn dies war der gefährlichste Moment. Doch sie hatten Glück und das Raumboot verließ den Hyperraum nahe einer blauen Sonne.
„Wir befinden uns im Randgebiet des Ziel-Systems“, sagte der Pilot und überblickte seine Kontrollen. „Der Planet liegt vier Lichtminuten entfernt.
„Setz den Kurs“, befahl Jacob und hob die Waffe etwas an. „Was erwartet uns auf dem Planeten?“ fragte Jakob dann Sha’re.
„Es ist ein Wasserplanet“, sagte Sha’re. „Er ist unbewohnt und es befinden sich keine Wachen dort, wenn du das meinst."
Jacob nickte. Danach hatte er in der Tat wissen wollen.
Nach kurzer Zeit tauchte der Planet vor ihnen auf. Er sah blauweiß aus und erinnerte auf den ersten Blick an die Erde. Doch dann fiel das fehlen jeglicher großer Landmasse auf. Der Planet schien eine einzige Wasserwüste zu sein. Nur hier und da sah man einen schwarzen Tupfer auf dem Wasser, wenn die weißen Schleierwolken, die zwei Drittel des Planeten bedeckten, sich etwas verzogen. Dies waren Inseln, das einzige Land auf dieser Welt.
Ihr Ziel lag auf der größten Insel, mit der Form eines S, um die herum noch mehr kleinere Inseln gelagert waren. Am oben Ende des S lag ihr Ziel - das Sternentor.
Das Stargate stand verlassen auf einem breiten weißen Strand. Ein kleiner Platz um das Tor war mit Steinen bedeckt, eine Treppe führte zum Tor hinauf und davor stand das DHD. Das Land war flach und öde. Erst in einem Kilometer Entfernung waren niedrige, mit Wald bedeckte Hügel zu sehen.
Sam beobachtete wie der Pilot das Raumboot in einiger Entfernung zum Tor aufsetzte.
„Was machen wir jetzt?“ fragte Daniel. „Kehren wir mit Sha’re zur Erde zurück?“
„Niemals!“ Carter sagte das so heftig, dass alle überrascht auf sie blickten. „Ich meine jetzt noch nicht. Oder wollt ihr Jack und die anderen zurücklassen?“
„Es besteht die Möglichkeit, dass sie tot sind“, gab Jacob zu bedenken.
„Aber nur die Möglichkeit!“ widersprach Sam. „Er lebt! Ich kehre nicht ohne Jack zurück.“
„Doktor Carter! Das ist Wunschdenken“, sagte da Selmak.
Sam sah ihren Vater böse an. „Danke, für deine Meinung, Selmak, aber ich gehe nicht ohne meinen Verlobten zurück.“
Selmak schüttelte den Kopf. „Aber wir sollten realistisch sein.“
„Sam hat recht“, mischte sich Daniel ein. „So schnell geben wir nicht auf.“
„Es gibt in den Hügeln eine Station, die die Goa’uld eingerichtet haben für den Fall, dass man sich hier länger aufhalten muss“, mischte sich Sha’re ein.
Die anderen sahen sie überrascht an. „Warum sagst du das erst jetzt?“ fragte Daniel.
„Ich habe diese Information jetzt erst in Amonets Erinnerung gefunden“, sagte Sha’re in entschuldigendem Tonfall.
„Kannst du uns hinführen?“ fragte Carter.
Sha’re nickte und zeigte nach vorne. „Gleich in dem ersten Hügel dort.“
„Dann los!“ befahl Carter und machte sich unverzüglich auf den Weg. Die anderen folgten ihr etwas zögerlicher, aber bestimmt war dies die beste Alternative. Im Moment waren sie in Sicherheit, und vielleicht konnten sie etwas über den Colonel und die anderen herausfinden oder zumindest andere wichtige Informationen bekommen.
Nach einer halben Stunde zügigen Fußmarsches erreichten sie den Hügel und Sha’re hob ihren Arm und betätigte an ihm einige Schalter. Sie schien viel aus Amonets Erinnerung erfahren zu haben, was für sie nun zum Vorteil gereichte.
In der Wand des Hügels schob sich ein Teil zur Seite und gab eine bisher verborgene Öffnung frei. Dahinter war ein kahler Tunnel zu erkennen, den sie unverzüglich betraten. Das Tor am anderen Ende nahm die ganze Wand ein. Sha’re legte ihre Hand auf eine Sensorplatte an der Wand und die Tür öffnete sich vor ihnen und gab Weg frei in die Anlage. Sie erblickten einen einzigen großen Raum, in dem drei Wände mit Bildschirmen bedeckt waren und darunter Computer-Monitore. Einer der Monitore zeigte das Sternentor und ihr gelandetes Raumschiff.
An der rechten Wand sahen sie einige geschlossenen Türen, die wahrscheinlich in das innere der Anlage führten. Die vier Menschen und der Jaffa-Pilot betraten den Raum. In diesem Moment öffneten sich die bisher geschlossenen Türen an der rechten Wand und die Eingangs-Tür hinter ihnen schloss sich ebenfalls.
Dutzende von Schlangenkriegern verteilten sich blitzschnell im Raum. Strahlenlanzen und Zatnickatels richteten sich auf die fünf. Alles ging so schnell, dass sie zu keiner Gegenwehr fähig waren. Sie saßen in der Falle.
Der Jaffa-Pilot und Sha’re gesellten sich zu den Kriegern und Sha’re drehte sich um. Mit veränderter Stimme sagte sie: „Sholvahs! Habt ihr wirklich geglaubt, dass diese Menschenfrau mich beherrschen könnte? Ihr seid noch dümmer, als ich annahm.“
„Sha’re!“ Daniel wollte auf sie zulaufen, doch im letzten Moment beherrschte er sich. „Kämpf gegen sie an.“
Sha’res Blick ruhte einen Moment auf Daniel, dann gab sie einem der Krieger einen herrischen Wink. Der Krieger drückte ohne zu zögern ab und Daniel stürzte von der Zatnickatel getroffen zu Boden. Diese Antwort genügte den anderen. Carter bückte sich und half Daniel wieder aufzustehen.
„Werft die Waffen weg!“ herrschte sie einer der Krieger an. „Oder wir töten euch auf der Stelle.“
Sie gehorchten, wütend auf sich selbst, weil sie wie blinde Narren auf Amonet hereingefallen waren.
Amonet nickte zufrieden. „Und nun...!“
„...und nun brauchst du uns genauso wie wir dich. Vergiss nicht, dass du auf der Flucht bist. Vielleicht können wir entkommen, wenn wir uns gegenseitig helfen“, unterbrach Selmak die Goa’uld.
Amonets Augen leuchteten vor Wut auf. „Tok’ra-Kreatur! Du wagst es mich zu unterbrechen? Ich sollte dich auf der Stelle töten lassen!“
Die Waffen richteten sich drohend auf Selmak. Carter sprang dazwischen. „Halt! Er hat Recht. Überleg doch genau.“
„Jaffa, kel schol!“ befahl Amonet nach kurzem überlegen. Die Goa’uld war zwar arrogant, aber nicht dumm. Sie erkannte, dass die Menschenfrau die Wahrheit. Trotzdem würde sie dafür sorgen, dass die Tau’ri und die Tok’ra keine Dummheiten begehen konnten. „Vielleicht hast du recht, Menschenfrau, doch vergesst nie, dass ihr meine Gefangenen seid. Wenn ihr zu fliehen versucht, werden meine Wachen euch töten.“
„Wir wollen nicht fliehen“, sagte Carter.
„Ach ja! Ihr sorgt euch um euren Freund O’Neill. Er hat es gewagt seine Hand gegen mich zu erheben, dafür wird er sterben.“
„Wir werden sehen“, meinte Carter. Noch war nicht alles verloren und wenn sie Jack fanden, würde man weiter sehen. Wenn sie ihn fanden...
Fortsetzung folgt |
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