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SGA-HiddenScenes2 1/2: Dunkles Zwischenspiel



 
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Kris
Schreiberling



Anmeldungsdatum: 18.09.2007
Beiträge: 212
Wohnort: Solingen

BeitragVerfasst am: 29.10.2007, 23:00    Titel: SGA-HiddenScenes2 1/2: Dunkles Zwischenspiel Antworten mit Zitat

Ich will die Gelegenheit nutzen, um hier die beiden Versionen der Geschichte zu posten. Hier ist die urspüngliche Fassung, wie ich sie zuerst ins Forum stellte, und darunter der Wettbewerbsbeitrag für den SG-P-Award. Wer Lust darauf hat kann ja nun mal die beiden Fassungen vergleichen.. Inhaltlich unterscheiden sie sich nur in kleinen Details


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Version 1 - Ursprüngliche Fassung
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Aufbruch in eine neue Welt – Die verborgenen Szenen
Teil 2 1/2: Dunkles Zwischenspiel
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Autor: Kris
Rating: PG-12

Inhalt: Gerade bei „Rising“/“Aufbruch in eine neue Welt“ gibt es viele Lücken, die es auszufüllen lohnt. Diesmal will ich nicht zu viel verraten, denn dieses kleine Zwischenspiel erklärt sich durch Folge 1.5 „Unter Verdacht“ (Suspicion) selbst. Denn war es wirklich nur ein dummer Zufall, dass die Wraith aufgetaucht sind? Oder...

Disclaimer: Stargate Atlantis und SG-1 und alle Stargate Charaktere sind Eigentum von MGM/UA, Double Secret Productions, Gekko Productions und dem SciFi Channel. Diese Fanfiction wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen.
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Planet Athos, Pegasus Galaxis
Zwischen den Ruinen einer alten Stadt und dem Camp der Athosianer
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John Sheppard versuchte mit Teyla Emmagan, die sich wesentlich leichtfüßiger über den Waldboden bewegte als er, Schritt zu halten, und fragte sich, ob es taktisch klug gewesen war, ihrer Einladung zu folgen.
Denn aus eigener Erfahrung wusste er, dass er eben so gut in eine Falle laufen konnte. In Afghanistan hatten sie mehr als einmal Entwicklungshelfer und internationale Hilfstruppen aus der Bredouille holen müssen, in die diese sich durch ihre mangelnde Vorsicht und auch ein wenig Unvernunft und Naivität selbst manövriert hatten. Allerdings waren hier und heute einige Dinge anders.
‚John‘, ermahnte er sich selbst. ‚Dies ist kein Kriegsgebiet, sondern ein Planet in einer fernen Galaxis. Du musst alle Informationen sammeln, die du bekommen kannst, vor allem weil die Einheimischen hier in Angst vor etwas leben, das sie die Wraith nennen. Was auch immer das ist, es scheint hier Terror zu verbreiten. Und je eher ich darüber etwas erfahre, desto besser, denn die Informationen, die uns die Athosianer gegeben haben waren bisher mehr als dürftig.‘ Erst als er Teyla gegenüber zugegeben hatte, wie wenig sie eigentlich wusste, hatte sie sich erklärungsbereiter gezeigt.
John holte tief Luft, denn alles erschien ihm immer noch wie ein Traum
Noch vor einigen Stunden hatte er mit beiden Beinen fest auf der Erde gestanden und die zugegbenermaßen etwas metallisch schmeckende Luft eines militärischen Stützpunktes im Herzen der Vereinigten Staaten geatmet..
Dann war er durch ein Sternentor in eine Stadt getreten, die er bisher nur für einen Mythos gehalten hatte. Atlantis hatte sich als sehr existent und lebendig erwiesen - wenn er in sich lauschte, konnte er jetzt immer noch das Summen und Vibrieren spüren, das seinen Körper erfasst hatte, als er seinen Fuß auf den Boden der uralten Stadt gesetzt hatte - eines Ortes, der wie in den Legenden tief unter dem Meer lag, vor den Fluten nur durch einen Energieschild geschützt.
Doch die Freude der Expedition, die Stadt der Wunder unzerstört vorzufinden, war nicht lange ungetrübt gewesen. Einer der Ingenieure - Peter Grodin - und der Chefwissenschaftler Dr. Rodney McKay hatten heraus gefunden, dass die letzte Energiequelle bald leer sein würde. Und dann würde auch der Schutzschild endgültig zusammenbrechen und mit ihm die Fluten in die Stadt. Atlantis würde ein zweites Mal - und diesmal richtig - untergehen.
Um das zu vermeiden waren Colonel Sumner und einige seiner Leute auf gebrochen, um eine neue Energiequelle zu finden, ein neues ZPM. Ihre eigenen Kraftquellen reichten offenbar nicht aus, um den Schild aufrecht zu erhalten.
John seufzte.
Er war nicht auf Befehl Colonel Sumners hier, sondern weil ihn die Leiterin der Expedition Dr. Elisabeth Weir mitgeschickt hatte. Und deshalb hatte er sich auch das Recht herausgenommen, ein wenig freier zu handeln und nicht nur auf die Anweisungen seines vorgesetzten Offiziers zu warten. Nun, im Bezug auf die Athosianer hatte sein offenes und freundliches Auftreten geklappt, und das hatte auch der Colonel sehr schnell eingesehen und ihn gewähren lassen. Für einen kurzen Moment grinste John. Nun, vielleicht war doch noch nicht alles verloren, und der Mann würde ihn irgendwann auch trotz seiner dunklen Akte akzeptieren können.
Aber jetzt fragte er sich natürlich auch, ob sein zwangloses Geplauder wirklich das Eis gebrochen hatte und ihn nicht noch eine böse Überraschung erwarten würde. Andererseits - welchen Nutzen hatte Teyla Emmagan davon?
Ob Sumner und die anderen mittlerweile die alte Stadt in Augenschein genommen hatten, obwohl die Einheimischen, gewarnt hatten, das nicht zu tun, weil sonst die „Wraith“ wieder kommen würden?
Andererseits verstand er den Colonel sehr gut. Die Stadt auf der anderen Seite des Gewässers zeugte von einer weitaus höher entwickelten Zivilisationsstufe, als die Athosianer sie einnahmen.
Andererseits war John aber auch aufgefallen, dass die Einheimischen nicht ganz so primitiv waren, wie der erste Eindruck vermitteln wollte. In den Zelten waren ihm Dinge aufgefallen, die wie in den Behausungen und Unterkünften der Afghanen einen krassen Gegensatz zu ihrem normalen Lebensstil geboten hatten. Hier waren es vielleicht keine Transistorradios und Kassettenrecorder, aber...
Hoppla!
John stolperte, da sich einer seiner Füße in einer tückischen Wurzel verfangen hatte. Mit einem leisen Fluch fing er sich ab und überspielte seine Verärgerung mit einem verlegenen jungenhaften Grinsen.
‚Achte besser auf den Weg, John! Sonst fällst du noch einmal richtig auf die Nase und das ist kein schöner Anblick. Du willst dich doch nicht in Gegenwart einer Frau blamieren?‘
Teyla Emmagan blickte über die Schulter zurück. Auch wenn sie sonst eine Faser ihres gebräunten Gesichts verzog, so blitzten ihre Augen doch belustigt. Der dunkle Hautton harmonierte mit ihrer schulterlangen braunen Haarpracht.
„Wir sind fast da“, erklärte die Athosianerin und führte ihn zu einem Steinwall, der ganz offenkundig nicht natürlichen Ursprungs war. Mit den Händen entfernte sie einige Ranken von einer Öffnung. John runzelte die Stirn. „Hier hinein?“
Teyla nickte und nahm eine Fackel an sich, die in einer Wandhalterung gesteckt hatte. „Hier habe ich oft als Kind gespielt“, erklärte sie. „Und so habe ich eines Tages auch die Zeichnungen entdeckt.“
„Einen Moment, soll ich...“ John kramte nach seinem Feuerzeug, um für sie die Fackel zu entzünden, doch Teyla hielt bereits einen seltsamen Gegenstand in den Händen. „Auch wir beherrschen die Macht des Feuers schon seit langer Zeit.“
Die Augen des Majors weiteten sich, als sich ein dünner Lichtstrahl zwischen den Gabeln des Gegenstandes bildete. Er ließ ganz schnell das Feuerzeug wieder in seiner Hosentasche verschwinden.
Verflucht noch einmal - ein Laser!
Nein, damit konnte er nicht mithalten, und Teyla schien es zu amüsieren, dass sie ihn so verblüfft hatte. Die Athosianer waren wirklich immer für Überraschungen gut und wer wusste schon, mit was sie noch aufwarten würden.
Aber nun zum Wesentlicheren.
Zu den Geheimnissen dieser künstlichen Unterwelt.
John biß sich auf die Lippen und schaltete das Licht seiner P-90 an, während Teyla schon einige Schritte voraus ging. Doch gerade als er den ersten Schritt in der Dunkelheit tun wollte, zuckte er zusammen.
Ein Blitzen am Boden war ihm ins Auge gestochen.
Misstrauisch blickte John nach unten und entdeckte - halb begraben im Staub einen länglichen Gegenstand.
Er beugte sich hinunter und nahm ihn genauer in Augenschein.
Das Gebilde bestand aus mehreren Teilen, aus verschiedenen Materialien. Besonders das runde Mittelstück fiel ihm ins Auge. Anders als der Rest bestand es aus Metall.
Ein Schmuckstück?
So sah es wohl aus.
John streckte die Hand aus und hob die Kette hoch. Dabei fiel der feinkörnige Sandstaub ab. „Teyla? Ich habe hier etwas gefunden.“
Wieder erinnerte er sich daran in Afghanistan und an anderen Orten der Erde ähnliches gesehen zu haben. In dem Halsschmuck verband sich primitive Handwerkskunst mit etwas, das ganz woanders her stammen musste. Ganz offensichtlich bedienten sich die Athosianer der Hinterlassenschaften der einstigen Erbauer dieser Stadt...
Die Athosianerin kam näher. Ihre Augen weiteten sich. „Das habe ich vor vielen Jahren verloren. Wie haben Sie das gefunden...“
„Eine Reflexion des Lichts auf dem Metall hat mich darauf aufmerksam gemacht. Die Kette lag halb vergraben im Schmutz.“ John lächelte und hielt sie ihr hin. „Soll ich...“
„Gerne.“ Teyla drehte sich um, so dass er ihr den Schmuck anlegen konnte. Und dann wandten sie sich endlich den Zeichnungen zu, die die Wände des Raums bedeckten.


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Im Sonnensystem des Planeten Athos in der Pegasus Galaxis
Die Wraith
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In dem Moment in dem die schlanken langen Finger des hochgewachsenen Mannes die Scheibe berührten und eine chemische Reaktion zwischen dem Metall und der Haut statt fand, die schwache Impulse zwischen den anorganischen Molekülen schuf, aktivierte sich tief im Inneren des Gegenstandes ein Mechanismus, der einen schwachen Signalton aussandte, einen wellenförmigen Ruf, der keiner Worte bedurfte, um seine Nachricht zu übermitteln.
Doch das war nicht das einzige, was geschah...
In den Ruinen der Stadt aktivierte sich - begraben unter Jahrtausenden von Schmutz und Erde ein Empfänger, lautlos erwachte eine Energiezelle zum Leben und speiste das Gerät, als habe sie nur auf ein Zeichen für die Aktivierung gewartet. Die Kräfte setzten einen Sender in Gang, der nun weit über der menschlichen Hörschwelle seine Arbeit aufnahm.
Obwohl sie das Gerät fast streiften, bemerkten die Männer, die mit aufmerksamen Bewegungen durch die Trümmer wanderten nichts davon. Für sie war der würfelförmige Quader in der Mauer nur ein weiterer moosbewachsener Stein ohne Leben.
Die Soldaten, die noch vor wenigen Stunden die Luft einer ganz anderen Welt geatmet hatten, suchten in den Ruinen nach weit größerer Beute als dem kaum handgroßen Gegenstand, doch sie fanden weder einen Zugang zu einem der Gebäude, noch irgendwelche Dinge außer Stein und Staub.
Das schwache Signal aus dem Untergrund wurde stillschweigend verstärkt und zum Himmel hin abgestrahlt. Es drang ohne Probleme die Störungen der Atmosphäre und ließ sich auch von kosmischen Interferenzen nicht aufhalten.
Bis es sein Ziel schneller als erwartet fand.
Lautlos und schattenhaft glitt der Kreuzer durch das Sonnensystem. Seine kleine Besatzung war nur gekommen, um den Reifegrad der menschlichen Herde zu überprüfen. War genug Zeit vergangen und die Zahl der Menschen so weit angewachsen, um wieder Ernte zu halten? Denn die Nahrung, die sie noch in ihrem Mutterschiff lagerten ging inzwischen zur Neige und bedurfte dringend der Aufstockung.
Diese Frage war jedoch vergessen, als die Sensoren des Schiffes das Signal auffingen und es weiter leitete. Der Weißhaarige, der eigentlich die Sensoren hatte einschalten wollen, um die genaue Anzahl der Lebenszeichen hatte feststellen wollen, sah sich die Kontrollen genauer an als er dort Zeichenfolgen sah, die so lange nicht mehr aufgetaucht waren und überprüfte sie mit einem überraschten Fauchen auf eine Fehlfunktion, so als wolle er das, was er sah, nicht glauben.
Sein Erstaunen währte jedoch nicht lange. Sie verwandelte sich in kalte Entschlossenheit
„Wir brechen die Mission ab und kehren zurück zu den anderen. Die Hüterin muss umgehend erfahren, was wir hier gefunden haben.“


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Auf einem namenlosen Ringplaneten, Pegasus Galaxis
In einem Wraith-Mutterschiff
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„Die Lantianer?“ Die hochgewachsene Frau mit den langen roten Haaren fauchte den um zwei Fingerbreit kleineren Weißhaarigen an. „Diese feigen Kreaturen sollen zurück gekehrt sein? Zehntausend Jahre nachdem sie vor unserem Volk die Flucht ergriffen und sich seither nicht mehr gerührt haben?“
„Ja Herrin. Der Sender sandte ein klares und starkes Signal aus. So deutlich war es nie mehr, seit wir die letzten von ihnen töteten, sonst hätte ich euch nicht in Kenntnis davon gesetzt und wäre der Sache selbst nach gegangen.“
„Und doch kann es falscher Alarm sein. Wir hatten schon einmal einen solchen Vorfall, wie du sehr genau weißt...“ Die Hüterin knurrte. Ihre Augen funkelten, während sie den Weißhaarigen beäugte, der ihrem scharfen Blick einen Moment auswich, dann aber wieder zu ihr sah.
„Ja, meine Hüterin, das habe ich nicht vergessen. Aber ich bin mir sicher, diesmal folgen wir keiner falschen Spur.“
Die Hüterin musterte ihn kalt.
„Dann wirst auch du das überprüfen. Drei Jäger, nicht mehr. Blockiert das Tor des Planeten und fangt alle Menschen ohne Ausnahme ein. Sollten sich wirklich Lantianer unter ihnen befinden, dann werden wir sie bekommen, und das Volk, das sie vor uns verborgen hat, erhält seine gerechte Strafe. Aber enttäusche mich nicht.“
„Ja, meine Herrin!“ Der Weißhaarige verschwand mit einem ergebenen Nicken, während die Hüterin nachdenklich zu einer Konsole ging und dort lange nicht mehr begutachtete Daten abrief und studierte. Obwohl sie selbst noch von gefangenen Lantianern gekostet hatte, hatte sie vom Krieg selbst nicht viel mitbekommen.
Denn damals war sie selbst noch sehr jung gewesen, gerade erst von den kriegführenden Königinnen geschaffen, um das ehrenhafte Amt der Wächterin und Hüterin zu übernehmen, während ein Großteil des Volkes die Jahre verschlief, um die Nahrungsvorräte zu schonen.
Denn zehntausend Jahre regelmäßiger Ernte hatte die Herde ausgedünnt, und nicht einmal die Hälfte der Zeit würde vergehen, bis ihre Nahrungsquellen endgültig versiegt waren, es sei denn, sie fanden zuvor andere reichhaltigere Weidegründe.
Ihre Nasenflügel bebten vor Erregung.
Die Menschen, die nicht die wahre Macht zwischen diesen Sternen anerkannten, verehrten die Feiglinge, die sie im Stich gelassen hatten als „Vorfahren“ und träumten noch immer von deren Rückkehr und der Befreiung von ihnen, die sie die Wraith nannten.
Ja, sie hatte diese Hoffnung, die Träume oft genug in sich aufgenommen, während sie sich genährt hatte und dann in Verzweiflung verwandelt, wenn die Sterbenden in ihren letzten Augenblicken erkannt hatten, dass die, auf deren Rückkehr sie warteten, auch nur machtlose Feiglinge waren, die sich vor ihrer vermeintlichen Verantwortung gedrückt hatten.
Nun, auch diesmal würde sie die Flamme der Hoffnung im Keim ersticken.
Und vielleicht noch ein wenig mehr heraus holen können. Denn von irgend einem Ort, auf den das Volk bisher keinen Zugriff hatte, mussten diese angeblichen Lantianer ja stammen, und das konnte unmöglich, die im Meer versunkene letzte Zuflucht sein...
Und wenn doch....
Dann würde sie das auch herausfinden. Vorausgesetzt ihr Untergebener brachte ihr genau das mit, nach dem sie verlangt hatte...

- - - - - - -

Nur zwei der Jäger - einer davon angeschlagen - kehrten in das Mutterschiff zurück. Sie materialisierten ihre Beute, ehe sie ihre Plätze in den Landebuchten einnahmen. Was mit dem dritten geschehen war, wollten ihr die Piloten lieber persönlich übermitteln. Nun gut, wenn sie damit besser zurecht kamen...
Die Hüterin betrachtete ohne eine Miene zu verziehen die Menschen, die noch immer bewusstlos im Griff der gesichtslosen Soldaten hingen, während sie auf die Piloten der beiden Jäger wartete
Interessiert beobachtete sie die Fremdartigkeit einiger Waffen und Kleidung. Nur wenige Völker konnten Gewänder aus nicht natürlichen Materialien herstellen, keines aber so ausgefeilte und mächtige Waffen. Interessant und vielversprechend...
Erst dann trat sie näher an die Gefangenen heran und witterte. Der Duft der Menschenleiber kitzelte ihre Nase und erinnerte sie daran, dass sie bald wieder Nahrung brauchte.
Aber alles zu seiner Zeit.
Sie genoss es die Ausdünstungen von Angst und Furcht zu spüren. Diese Empfindungen regten normalerweise die Lebensgeister der Menschen noch einmal an. Doch wer von ihnen trug das lantianische Blut in sich, das den Sender aktiviert hatte?
Einige der Bewusstlosen unterschieden sich zwar von den anderen - nicht nur äußerlich, sondern auch durch einen ungewöhnlich starken Lebensfunken. Ah... ja, sich an ihnen zu nähren würde ein Fest sein...
Aber keiner war ein Lantianer oder ein direkter Nachfahre der verfluchten Rasse.
Wie traurig.
Dann wandte sie sich mit einem lauten Fauchen um, denn ihr Untergebener hatte es gewagt, sich ihr lautlos von hinten zu nähern. Er wirkte angespannt und nervös. „Herrin, sie setzten uns größeren Widerstand entgegen als gedacht. Ich weiß nicht, was sie verwendeten, aber es gelang ihnen einen der Jäger...“
Sie gebot ihm mit einer barschen Geste zu schweigen. „Ich sehe, dass die Waffen, die einige der Männer tragen weiter entwickelt sind, als gedacht. Wir werden die untersuchen ... und diese da später verhören. Doch nun bringt sie erst einmal in die Zelle.“
Sie ließ den Weißhaarigen dabei nicht aus den Augen. Als die Soldaten mit den Gefangenen verschwunden waren, drehte sie sich ganz zu ihm hin und zwang ihn mit ihrer überwältigenden Geisteskraft in die Knie.
Sie ließ ihren Zorn in seinen Geist fluten. “Doch nun zu dir... Du hast mir zwar interessante Gefangene gebracht, neben willkommener Nahrung - aber keinen Lantianer...“
„Herrin, ich...“
„Keiner der Gefangenen trägt den unverwechselbaren Duft dieses Volkes.“ Sie betrachtete den Knieenden kalt „Du hast versagt.“
Er fauchte schwächlich, versuchte jedoch nicht weiter, sich zu verteidigen. In seinem Geist las sie Furcht vor dem Kommenden, aber auch Resignation. Doch zuvor drang sie tief in seinen Geist ein und entriss ihm seine Beobachtungen und Erkenntnisse.
Dann begann seine Bestrafung. Es war kein Genuss, das einem Angehörigen des Volkes anzutun, aber manchmal bitter notwendig, um die Weißhaarigen in ihre Schranken zu verweisen. Denn es kam immer wieder vor, dass der ein oder andere von ihnen zu eigenmächtig handelte. Und das war nicht im Sinne der Königinnen und ihrer Völker. Das Kollektiv führten die Frauen an, und nicht die Drohnen.
Als sie mit ihm fertig war, wandte sie sich von dem schwach zuckenden Bündel auf dem Boden ab. Er verdankte nur dem Umstand sein Leben, dass einige der Gefangenen mehr als interessant waren.
Doch das alles hatte Kraft gekostet und sie würde sich erst einmal vernünftig stärken müssen. Sie würde den Soldaten befehlen, einen der schwächeren Gefangenen zu ihm zu bringen. Vielleicht den bartlosen jungen Mann. Ja, der würde ein angenehmer Appetitanreger sein, bevor sie sich dann den wirklich angenehmen Gerichten zuwenden würde...

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Einen Tag später
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„Bringt ihn zu mir!“ fauchte die Hüterin in einer Mischung aus Wut und Erstaunen. Diese neu aufgetauchte Menschenvolk versetzte sie immer noch mehr in Erstaunen. Aber vielleicht lag es auch daran, dass sie die Macht ihres Volkes noch nie zu spüren bekommen hatten, ja sie nicht einmal wirklich kannten.
Nun, das würde ich ändern.
Kein Bewohner dieser Sterne würde es wagen, in die ureigene Domäne der Herren einzudringen. Diese Fremden taten es ohne zu zögern. Also war nicht nur ihr Lebenswille stark - sondern auch auch ihr Zusammenhalt.
Die Hüterin ließ noch einmal den Rausch der neuen Erkenntnisse über sich fluten und erfreute sich daran. Sie hatte das Wissen erst kurz zuvor dem Geist des Mannes entrissen, der nun als verschrumpelte Hülle vor ihr lag.
Und neben vielen verwirrenden Dingen, einer Technik und Denkweise, die mehr als fremd, und vielleicht sogar verrückt war, hatte sie auch anderes erfahren, etwas, was sie mit großer Zufriedenheit erfüllte.
Die Fremden kamen von einem Planeten, nein, einer Galaxis voller Menschen. Voller reicher Weidegründe, die auch in zehntausend Jahren nicht versiegt sein würden. Nicht nur Hunderte oder Tausende, sondern Millionen und Abermilliarden erwarteten sie dort..
Und das alles lag in Griffweite, wenn sie nur noch einmal die Gelegenheit bekam, einen dieser Menschen zu verhören. Vielleicht setzte sie das Verhör gleich mit dem Mann fort, den der Soldat in den Raum schleppte und nun unsanft auf den Tisch niederdrückte.
Er verdiente ohnehin Bestrafung. Denn er hatte sie nicht nur mit seiner Schusswaffe verletzt, sondern auch noch gewagt, ihr Mahl zu stören.
Sie trat näher heran. Augen von einer seltsamen Mischtonfarbe, die zuvor noch nie gesehen hatte, blickten sie trotzig an. Und doch konnte sie die Angst in den Ausdünstungen Ausdünstungen des Menschen riechen. Er wusste sehr wohl, was ihn erwartete und doch war er nicht bereit, seiner Angst nachzugeben.
Stärke oder Schwäche? Oder ein bemerkenswerter Zug, der diese neuen Menschen aus einer anderen Sternenwelt um so delikater machte?
„Oh, wie geht es Ihrer Hand?“
Sie musste unwillkürlich über seine Frage lächeln. Unverfroren war er also auch noch. Schade, dass er sterben würde. Oder vielleicht doch nicht...
Sie heilte das Loch mit einer nur geringen Kraftanstrengung und wandte sich ihm dann zu. „Schon viel besser.“
„Das tut mir aber leid!“
Erneut ergötzte sie sich an dieser köstlichen Mischung aus Willensstärke und Angst. Doch dann stutzte sie plötzlich. Etwas lag in dem Duft, den er ausströmte, was sie so schon lange nicht mehr wahr genommen hatte.
Süß wie das Blut der Menschen und doch mit einem Hauch angereichert, den sie nun wiedererkannte. Konnte es sein, dass ihr Untergebener doch recht gehabt hatte mit seinem Lantianer?
Ihre Augen bemerkten eine eckige Ausbeulung in seiner Jacke. Sofort griff sie danach und zog ein Gerät aus der Tasche, das sie ebenfalls vor zehntausend Jahren zuletzt gesehen hatte.
„Wie bist du daran gekommen?“ fragt sie scharf.
„Ich erinnere mich nicht mehr!“ Der Mensch stöhnte, als der Soldat grob seinen Kopf auf den Tisch zurück drückte.
Oh doch - und wie er es wusste. Auch wenn sein Blut vielleicht nicht rein, und mit dem der Menschen durchsetzt war, so trug er doch genug von dem Erbe der Lantianer in sich, um mit ihren Geräten umzugehen, um hierhin zu kommen. Das erklärte auch die Energiesignaturen, die sie erst vor kurzem am Tor im Orbit empfangen hatten.
Die Lantianer waren zurück gekehrt.
Wenn vielleicht auch anders als erwartet. Doch das genaue Wissen über die Umstände würde sie sich nun einfach von ihrem Gefangenen holen, der unter dem Griff des Gefangenen japste und sie noch immer mit verschleiertem Blick im Auge behielt.
Sie hob die nun wieder vollständig geheilte Hand. Warum sich länger mit Geplänkel aufhalten, wenn die Antworten so nah lagen. Gleich würde sie ihn berühren und sein Leben, seine Erinnerungen und sein Wissen in sich aufnahmen?
Doch da zerfetzten kleine Explosionen die Luft um sie und den Körper des Soldaten, der den Menschen noch immer fest hielt. Die Hüterin schrie voller Wut, als ihr Diener getroffen zur Seite kippte und reglos liegen blieb und der Gefangene so vom Tisch rollte, das dieser sich nun genau zwischen ihnen befand.
An der Tür war ja noch einer von diesen lästigen kleinen Fremden! Und in seinen Händen hielt er eine Waffe, deren Wirkung sie nun mit eigenen Augen miterlebte.
Die Hüterin erkannte in einem Moment der Klarheit, dass sie diese Menschen aus einer fremden Galaxis mehr als unterschätzt hatte. Im Gegensatz zu ihrer Herde hier hatten sie sich frei im Geist und in ihrer Aggressivität entwickeln können.
Auch wenn sie vielleicht nicht das Wissen der Lantianier besaßen, so waren ihre Waffen doch die am höchsten entwickelten, die sie seit Jahrtausenden gesehen hatte. Und sie wussten damit gut umzugehen.
Als auch noch Explosionen das Mutterschiff erschütterten, wusste sie, dass sie diesen Fehler nur auf eine Weise wieder gut machen konnte: Es war an der Zeit ihre Aufgabe zu erfüllen.
Sie stieß den ultimativen Weckruf aus.
Die Erwachenden ihres Mutterschiffes verbanden sich instinktiv zu einem Kollektiv, das den Ruf hinaus zu den Sternen trug, zu den Königinnen und ihren Untergebenen. Der gemeinsame Geist der Wraith war stark und er überbrückte auch die große Leere zwischen den Planeten und den Monden, auf denen sie ruhten.
Die Hüterin verstärkte den Ruf. Ihr Geist lenkte die Seelen ihres Kollektivs, während sie all das, was sie erfahren hatte weiter gab und mit dem Rest ihres Volkes teilte:
*** Das Erbe der Lantianer ist erwacht. Erstickt die Flamme der Hoffnung, ehe sie sich als Brand über die Galaxis verbreiten kann.
Und folgt ihren Spuren in neue reiche Weidegründe, in der ihr in den nächsten Jahrtausenden genug Nahrung für alle finden werdet. Planeten mit Millionen und Millarden von Leben. Ihr werdet ein Festmahl von nie zuvor gesehener Größe halten können.
Der Schlüssel ist die alte Stadt der Lantianer.
Doch unterschätzt das Volk nicht, das sich ihrer bemächtigt hat. Es ist ungewöhnlich aggressiv, vor allem, wenn es in die Enge getrieben wird und benutzt Waffen, die in ihrer Entwicklung weit über denen liegen, mit denen euch andere Völker empfangen. Und einige von ihnen tragen das Blut ihrer Feinde ungewöhnlich stark in sich.
Aber das soll euch nicht schrecken. Die Beute macht jeden Preis wett.
Jeden... ***
Doch dann löste ein ein tiefer, nicht enden wollender Schmerz ihr Bewusstsein aus dem Verbund und sie fand sich auf dem Boden liegend wieder, ihr Körper durchbohrt vom spitzen Dorn einer Betäubungswaffe. Sie roch den Mann, der sich über sie beugte, mehr als sie ihn sah und hörte seine keuchende Stimme „Also gut, das sollte dich töten!“
Ja, vielleicht würde sie sterben, weil das Metall lebenswichtige Organe zerstörte, aber das würde sie hinnehmen können, denn sie hatte ihre Aufgabe erfüllt.
Armseliger junger Möchtegern-Lantianer.
Er verstand so wenig, und hatte doch so viel angerichtet. Vielleicht sollte sie ihn mit diesem Wissen zurück lassen?
Und so nahm sie alle Kraft zusammen und sah ihn an.
„Du weißt nicht, was du getan hast, Mensch...“, zischte sie und verzog die Lippen, als sie merkte, dass sie seine Aufmerksamkeit gewonnen hatte. „Wir sind nur die Beschützer und Hüter der anderen. Wenn ich sterbe, dann werden die anderen erwachen...“ Ja, er verstand genau, was sie ihm damit sagen wollte und fügte triumphierend einen letzten Satz hinzu. „Alle von uns.“
Dann holte sie noch ein letztes Mal Luft und weidete sich genüßlich an dem Entsetzen in seinen Augen, an der Schuld, die sie mit ihren Worten in ihn gepflanzt hatte.
So fiel es ihr leicht los zu lassen und sich der ewigen Dunkelheit zu ergeben. Denn ihr Volk würde es schon richten. Dessen war sie sich sicher. Und das würde ihre Rache an dem Mann sein, der das Erbe der Lantianer so stark in sich trug, das sie es noch immer riechen konnte...


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Auf Atlantis, John Sheppards Quartier
Drei Monate später
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Du weißt nicht, was du getan hast, Mensch. Sie werden erwachen. Alle von ihnen. Und es ist deine Schuld. Alles ist deine Schuld. Von Anfang an.
Die Worte - kaum verständlich gezischt - hallten noch immer durch seinen Geist, als John Sheppard schweißgebadet aus dem Schlag erwachte. Heftig atmend saß er aufrecht im Bett und starrte blicklos auf die Wand, auf die die Sichtblenden der Fenster Muster malten.
Erschöpft rieb er sich die Augen.
‚Eigentlich müsste ich das endlich gewöhnt sein nach all den Monaten‘, dachte er resigniert und stützte den Kopf in die Hände. Doch diesmal war der Traum anders gewesen als sonst. Er hatte nicht das gesehen,w as ihn sonst immer ...
John verdrängte die Bilder, die sich vor sein geistiges Auge schoben und ließ den Traum - so weit er sich an ihn erinnerte, noch einmal Revue passieren.
Er hatte sich noch einmal der rothaarigen Wraith gegenüber gesehen und die Augenblicke danach erlebt. Doch warum hatte die Kreatur diesmal Teylas Halsband getragen? Wieso hatte der Traum in den Katakomben mit den Felszeichnungen begonnen? Und dem...
‚Ich habe es gefunden!‘
Das waren die Worte, mit denen er Teyla gegenüber Elisabeth entlastet hatte, nachdem Sergeant Bates die persönlichen Habseligkeiten der Athosianerin konfisziert hatte, um sie von McKay untersuchen zu lassen. Nachdem sie bei mehr als der Hälfte ihrer Außenweltmissionen von Wraith angegriffen worden waren, hatte der Verdacht nahe gelegen, dass einer von ihnen ein Verräter war - vornehmlich ein Athosianer.
Und das hatte Misstrauen erweckt, einen Keil zwischen die Mitglieder der Expedition und Teylas Volk getrieben, der so leicht nicht mehr zu entfernen sein würde. Die Herzlichkeit und das Vertrauen, das sie in den letzten Monaten geteilt hatten, würde so nicht wiederkehren
McKay hatte schließlich den wahren Schuldigen gefunden. Denn das zentrale Schmuckstück der Kette hatte sich als ein Sender entpuppt, der durch eine ganz bestimmte Berührung aktiviert worden war.
Die stärksten Feinde der Wraith waren immer die Bewohner von Atlantis gewesen, und nur die Tatsache, dass sie ihnen zahlenmäßig weit unterlegen waren, hatte die Lebenskraft-Vampire schließlich siegen lassen. Dennoch war es nur logisch, dass sie daran interessiert waren, die mächtigen Gegenspieler, wann immer einer aufgetaucht war, auszuschalten.
Plötzlich fuhr ein eisiger Schauer durch Johns Körper und die Muskeln verkrampften sich. „Oh, nein!“
Die Erkenntnis, das die Wraith nicht zufällig aufgetaucht waren, ließ ihn den Atem anhalten. Er hatte den Sender aktiviert und sie nach Athos gelockt. Und damit eine Kette von Ereignissen los getreten, die sie in diese Lage gebracht hatten...
Jetzt verstand John um so mehr, warum er sich über die Rettung der noch lebenden Gefangenen nicht wirklich hatte freuen können. Nicht allein die letzten Worte der Hüterin der Wraith nagten damals an ihm, vielleicht hatte er auch schon damals eine Ahnung von dem gehabt, was er nun wusste.
Er verbarg das Gesicht in den Händen und verfluchte das Gen der Antiker in seinem Körper. Verdammte auch das Schicksal, das ihn genötigt hatte, an diesen Ort zu kommen. Wozu? Um alles schlimmer zu machen?
Er haderte mit sich und spürte den Druck, der auf seiner Seele lastete, so das es ihm schwer fiel, Atem zu holen. Doch dann bekam er sich endlich wieder unter Kontrolle.
Nein. er durfte sich nicht von seinen Schuldgefühlen zerfressen lassen und alles auf sich nehmen. Damit war weder ihm, noch den ihm anvertrauten Menschen gedient.
Er musste lernen, mit all dem, was er erfahren hatte, zu leben und sie in Stärke zu verwandeln, denn sonst würden die Wraith das bekommen, nach dem sie verlangten. Wie ihm der Gefangene so schön deutlich gemacht hatte. Nein. Derjenige, der am Ende als letzter lachen würde, das würde er sein. Daran würde er arbeiten, und das würde er durchsetzen. Und wenn es das letzte wäre, was er täte...
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Kris
Schreiberling



Anmeldungsdatum: 18.09.2007
Beiträge: 212
Wohnort: Solingen

BeitragVerfasst am: 29.10.2007, 23:03    Titel: Antworten mit Zitat

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Version 2 - Für den SG-P-Award bearbeitete Fassung
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Autor: Kris
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Kategorie:Misc
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Titel: Dunkles Zwischenspiel
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Kommentar: Diese Geschichte fasst das in Worte, was in „Aufbruch in eine neue Welt“ (Stargate Atlantis 1.1 + 1.2) sowie „Unter Verdacht“ (Stargate Atlantis 1.5) angedeutet aber nicht unbedingt ausgesprochen wurde.
Ich spiele mit dem, was im „Off“ passiert sein könnte. Entstanden ist die Geschichte vor einem halben Jahr an einem Sonntagvormittag. Ich habe sie mir nur noch einmal vorgenommen und überarbeitet, um ein paar Kleinigkeiten rauszunehmen.
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Betaleser: /
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Rating: PG
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Auf dem Planeten Athos
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John Sheppard versuchte mit Teyla Emmagan Schritt zu halten, die sich wesentlich leichtfüßiger über den Waldboden bewegte als er, und fragte sich, ob es taktisch wirklich so klug gewesen war, ihrer Einladung zu folgen. Was war es, dass sie ihm zeigen wollte – und warum hatte sie ihre Zurückhaltung so schnell fallen lassen?
Denn aus eigener Erfahrung wusste er, dass er eben so gut in eine Falle laufen konnte. In Afghanistan hatten sie mehr als einmal Entwicklungshelfer oder eigene und internationale Hilfstruppen aus der Bredouille holen müssen, in die diese sich durch ihre mangelnde Vorsicht und naive Unvernunft selbst manövriert hatten.
Allerdings waren hier und heute einige Dinge anders.
‚John‘, ermahnte er sich selbst. ‚Dies ist kein Kriegsgebiet, sondern ein Planet in einer fernen Galaxis und uns brennt die Zeit unter den Fingernägeln. Du musst alle Informationen sammeln, die du bekommen kannst, vor allem weil die Einheimischen hier in Angst vor etwas leben, das sie die Wraith nennen. Und was auch uns betreffen könnte, wenn wir wirklich gezwungen sind, den Ort zu verlassen, wegen dem wir erst hier hin gekommen sind.. Und je eher ich darüber etwas erfahre, desto besser, denn die Informationen, die uns die Athosianer gegeben haben waren bisher mehr als dürftig.‘
Erst als das Risiko eingegangen warf, dieser Teyla gegenüber zugegeben, wie wenig sie eigentlich wussten und dass nicht mehr in ihre eigentliche Heimat zurück kehren konnten, war die Athosianerin offener geworden und hatte ihn gebeten, sie zu begleiten.
John holte tief Luft und schüttelte einen Anflug von Benommenheit ab, denn alles erschien ihm immer noch wie ein unwirklicher Traum.
Noch vor einigen Stunden hatte er mit beiden Beinen fest auf der Erde gestanden und die zugegebenermaßen etwas metallisch schmeckende Luft eines geheimen militärischen Stützpunktes im Herzen einer allseits bekannten Basis im Herzen der Vereinigten Staaten eingeatmet.
Dann war er durch ein Sternentor –über dessen Technik und Herkunft er lieber nicht nachdenken wollte - in eine Stadt getreten, die er bisher nur für einen Mythos gehalten hatte und weiter entfernt war als alle Orte, die Menschen jemals zuvor betreten hatten.
Atlantis hatte sich als sehr existent und lebendig erwiesen - wenn er in sich lauschte, konnte er jetzt immer noch das Summen und Vibrieren spüren, das seinen Körper erfasst hatte, als er seinen Fuß auf den Boden der uralten Stadt gesetzt hatte - eines Ortes, der wie in den Legenden tief unter dem Meer lag, vor den Fluten nur durch einen Energieschild geschützt.
Doch die Freude der Expedition, die Stadt der Wunder unzerstört vorzufinden, war nicht lange ungetrübt gewesen. Einer der Ingenieure - Peter Grodin - und der Chefwissenschaftler Dr. Rodney McKay hatten heraus gefunden, dass die letzte Energiequelle bald leer sein würde. Und dann würde auch der Schutzschild endgültig zusammenbrechen und mit ihm die Fluten in die Stadt. Atlantis würde ein zweites Mal - und diesmal endgültig - untergehen.
Um das zu vermeiden waren Colonel Sumner und einige seiner Leute auf gebrochen, um eine neue Energiequelle zu finden, ein neues ZPM. Ihre eigenen Kraftquellen reichten offenbar nicht aus, um den Schild aufrecht zu erhalten.
John seufzte. Er war nicht auf den Wunsch Colonel Sumners hier, der keinen Hehl daraus machte, wie wenig er ihm traute, sondern weil ihn die Leiterin der Expedition Dr. Elisabeth Weir mitgeschickt hatte.
Und deshalb nahm er sich jetzt das Recht heraus, selbst etwas zu unternehmen und nicht unbedingt nur die Anweisungen seines vorgesetzten Offiziers zu befolgen. Er wusste zwar sehr genau, dass dieses Verhalten dem Verhältnis zwischen ihm und dem Kommandanten des militärischen Kontingents nicht besonders zuträglich war, aber das nahm er in Kauf. Denn immerhin hatte sich sein offenes und freundliches Auftreten gegenüber den Athosianern gelohnt. Vielleicht würde ihm Sumner diese Eigenmächtigkeit nachsehen, zumal er ihn auch eben nicht zusammen gestaucht hatte, weil er das einführende Gespräch an sich gerissen hatte.
John grinste.
Vielleicht war noch nicht alles verloren zwischen ihm und dem Marine-Colonel.
Ob Sumner und die anderen mittlerweile die alte Stadt in Augenschein genommen hatten, obwohl die Einheimischen, gewarnt hatten, das nicht zu tun, weil sonst die „Wraith“ wieder kommen würden? War das nur über Generationen gehegte abergläubische Angst oder hatten die Warnungen vielleicht sogar einen wahren Hintergrund?
Andererseits verstand er seinen Vorgesetzten sehr gut. Die Stadt auf der anderen Seite des Gewässers zeugte von einer weitaus höher entwickelten Zivilisationsstufe, als die Athosianer sie einnahmen.
Andererseits war John aber auch aufgefallen, dass die Einheimischen nicht ganz so primitiv waren, wie der erste Eindruck vermitteln wollte. In den Zelten befanden sich Gegenstände, die wie in den Behausungen und Unterkünften der Afghanen einen krassen Gegensatz zu ihrem normalen Lebensstil geboten hatten. Hier waren es vielleicht keine Transistorradios und Kassettenrecorder ... aber die Edelsteine auf einem Kästchen, das in einer dunklen Ecke gelegen hatte, glommen zu regelmäßig, um nur das Licht der flackernden Kerzen zu reflektieren.
Hoppla!
John stolperte, da sich einer seiner Füße in einer tückischen Wurzel verfangen hatte. Mit einem leisen Fluch fing er sich ab und überspielte seine Verärgerung mit einem verlegenen jungenhaften Grinsen. ‚Achte besser auf den Weg, John! Sonst fällst du noch einmal richtig auf die Nase und das ist kein schöner Anblick. Du willst dich doch nicht in Gegenwart einer Frau blamieren?‘
Teyla Emmagan blickte über die Schulter zurück. Auch wenn sie sonst eine Faser ihres gebräunten Gesichts verzog, so blitzten ihre Augen doch belustigt. Der dunkle Hautton harmonierte mit ihrer schulterlangen braunen Haarpracht.
„Wir sind fast da“, erklärte die Athosianerin und führte ihn zu einem Steinwall, der ganz offenkundig nicht natürlichen Ursprungs war. Mit den Händen entfernte sie einige Ranken von der Öffnung.
John runzelte die Stirn. „Hier hinein?“
Teyla nickte und nahm eine Fackel an sich, die in einer Wandhalterung gesteckt hatte. „Hier habe ich oft als Kind gespielt“, erklärte sie. „Und so habe ich eines Tages auch die Zeichnungen entdeckt.“
„Einen Moment, soll ich...“ John kramte nach seinem Feuerzeug, um für sie die Fackel zu entzünden, doch Teyla hielt bereits einen seltsamen Gegenstand in den Händen. „Auch wir beherrschen die Macht des Feuers schon seit langer Zeit.“
Die Augen des Majors weiteten sich, als sich ein dünner Lichtstrahl zwischen den Gabeln des Gegenstandes bildete. Er ließ ganz schnell das Feuerzeug wieder in seiner Hosentasche verschwinden.
Verflucht noch einmal - ein Laser! Nein, damit konnte er nicht mithalten, und Teyla schien es zu amüsieren, dass sie ihn so verblüfft hatte. John biss sich auf die Lippen. Wer wusste schon, mit was sie noch aufwarten würden.
Aber nun zu den Geheimnissen dieser künstlichen Unterwelt.
John biss sich auf die Lippen und schaltete das Licht seiner P-90 an, während Teyla schon einige Schritte voraus ging. Doch gerade als er den ersten Schritt in der Dunkelheit tun wollte, zuckte er zusammen.
Ein Blitzen am Boden war ihm ins Auge gestochen. Misstrauisch blickte John nach unten und entdeckte - halb begraben im Staub einen länglichen Gegenstand. Er beugte sich hinunter und nahm ihn genauer in Augenschein.
Das Gebilde bestand aus mehreren Teilen, aus verschiedenen Materialien. Besonders das runde Mittelstück fiel ihm ins Auge. Anders als der Rest bestand es aus Metall.
Ein Schmuckstück?
So sah es wohl aus.
John streckte die Hand aus und hob die Kette hoch. Dabei fiel der feinkörnige Sandstaub ab. „Teyla? Ich habe hier etwas gefunden.“
Wieder erinnerte er sich daran in Afghanistan und an anderen Orten der Erde ähnliches gesehen zu haben. In dem Halsschmuck verband sich primitive Handwerkskunst mit etwas, das ganz woanders her stammen musste. Ganz offensichtlich bedienten sich die Athosianer der Hinterlassenschaften der einstigen Erbauer dieser Stadt...
Die Athosianerin kam näher. Ihre Augen weiteten sich. „Das habe ich vor vielen Jahren verloren. Wie haben Sie das gefunden...“
„Eine Reflektion des Lichts auf dem Metall hat mich darauf aufmerksam gemacht. Die Kette lag halb vergraben im Schmutz.“ John lächelte und hielt sie ihr hin. „Soll ich...“
„Gerne.“ Teyla drehte sich um, so dass er ihr den Schmuck anlegen konnte. Und dann wandten sie sich endlich den Zeichnungen zu, die sich an den Wänden des Raums befanden.


In dem Moment in dem die schlanken langen Finger des hochgewachsenen Mannes die Scheibe berührten und eine chemische Reaktion zwischen dem Metall und der Haut statt fand, die schwache Impulse zwischen den anorganischen Molekülen schuf, aktivierte sich tief im Inneren des Gegenstandes ein Mechanismus, der einen schwachen Signalton aussandte, einen wellenförmigen Ruf, der keiner Worte bedurfte, um seine Nachricht zu übermitteln.
Doch das war nicht das einzige, was geschah...
In den Ruinen der Stadt aktivierte sich - begraben unter Jahrtausenden von Schmutz und Erde ein Empfänger, lautlos erwachte eine Energiezelle zum Leben und speiste das Gerät, als habe sie nur auf ein Zeichen für die Aktivierung gewartet. Die Kräfte setzten einen Sender in Gang, der nun weit über der menschlichen Hörschwelle seine Arbeit aufnahm.
Obwohl sie das Gerät fast streiften, bemerkten die Männer, die mit aufmerksamen Bewegungen durch die Trümmer wanderten nichts davon. Für sie war der würfelförmige Quader in der Mauer nur ein weiterer moosbewachsener Stein ohne Leben.
Die Soldaten, suchten in den Ruinen nach weit größerer Beute als dem kaum handgroßen Gegenstand, doch sie fanden weder einen Zugang zu einem der Gebäude, noch irgendwelche Dinge außer Stein und Staub.
Das schwache Signal aus dem Untergrund wurde stillschweigend verstärkt und zum Himmel hin abgestrahlt. Es drang ohne Probleme die Störungen der Atmosphäre und ließ sich auch von kosmischen Interferenzen nicht aufhalten.
Bis es sein Ziel schneller als erwartet fand.
Lautlos und schattenhaft glitt der Kreuzer durch das Sonnensystem. Seine kleine Besatzung war nur gekommen, um den Reifegrad der menschlichen Herde zu überprüfen. War genug Zeit vergangen und die Zahl der Menschen so weit angewachsen, um wieder Ernte zu halten? Denn die Nahrung, die sie noch in ihrem Mutterschiff lagerten ging inzwischen zur Neige und bedurfte dringend der Aufstockung.
Diese Frage war jedoch vergessen, als die Sensoren des Schiffes das Signal auffingen und es weiter leitete. Der Weißhaarige, der eigentlich die Sensoren hatte einschalten wollen, um die genaue Anzahl der Lebenszeichen hatte feststellen wollen, sah sich die Kontrollen genauer an als er dort Zeichenfolgen sah, die so lange nicht mehr aufgetaucht waren und überprüfte sie mit einem überraschten Kehllaut auf eine Fehlfunktion, so als wolle er das, was er sah, nicht glauben.
Sein Erstaunen währte jedoch nicht lange. Sie verwandelte sich in kalte Entschlossenheit.
„Wir brechen die Mission ab und kehren zurück zu den anderen. Die Hüterin muss umgehend erfahren, was wir hier gefunden haben.“



Auf einem namenlosen Ringplaneten, Pegasus Galaxis
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„Die Lantianer?“ Die hochgewachsene Frau mit den langen roten Haaren fauchte den um zwei Fingerbreit kleineren Weißhaarigen an. „Diese lästigen Störenfriede sollen zurück gekehrt sein? Zehntausend Jahre nachdem sie vor unserem Volk feige die Flucht ergriffen und sich seither nicht mehr gerührt haben?“
„Ja Herrin. Der Sender sandte ein klares und starkes Signal aus. So deutlich war es nicht mehr, seit wir die letzten von ihnen aufspürten, jagten und töteten, sonst hätte ich euch nicht in Kenntnis davon gesetzt und wäre der Sache alleine nach gegangen.“
„Und doch kann es falscher Alarm sein. Wir hatten schon einmal einen solchen Vorfall, wie du sehr genau weißt, und was fanden wir dann? Nur die chemisch behandelten Überreste eines Toten.“ Die Hüterin knurrte. Ihre Augen funkelten, während sie den Weißhaarigen beäugte, der ihrem scharfen Blick einen Moment auswich, dann aber wieder zu ihr sah.
„Ja, meine Hüterin, das habe ich nicht vergessen. Aber ich bin mir sicher, diesmal folgen wir keiner falschen Spur.“
Die Rothaarige musterte ihn kalt.
„Dann wirst auch du das überprüfen. Nimm dir zwei andere Jäger, nicht mehr. Blockiert das Tor des Planeten und fangt alle Menschen ohne Ausnahme ein. Sollten sich wirklich Lantianer unter ihnen befinden, dann werden wir sie bekommen, und das Volk, das sie vor uns verborgen hat, erhält seine gerechte Strafe. Aber enttäusche mich nicht.“
„Das werde ich tun, meine Herrin!“ Der Weißhaarige verschwand mit einem ergebenen Nicken, während die Hüterin nachdenklich zu einer Konsole ging und dort lange nicht mehr begutachtete Daten abrief und studierte. Obwohl sie selbst noch von gefangenen Lantianern gekostet hatte, hatte sie vom Krieg selbst nicht viel mitbekommen.
Denn damals war sie selbst noch sehr jung gewesen, gerade erst von den kriegführenden Königinnen geschaffen worden, um das ehrenhafte Amt der Wächterin und Hüterin zu übernehmen, während ein Großteil des Volkes die Jahre verschlief, um die Nahrungsvorräte zu schonen.
Denn zehntausend Jahre regelmäßiger Ernte hatte die Herde ausgedünnt, und nicht einmal die Hälfte der Zeit würde vergehen, bis ihre Nahrungsquellen endgültig versiegt waren, es sei denn, sie fanden zuvor andere reichhaltigere Weidegründe.
Ihre Nasenflügel bebten vor Erregung.
Die Menschen, die nicht die wahre Macht zwischen diesen Sternen anerkannten, verehrten die Feiglinge, die sie im Stich gelassen hatten als „Vorfahren“ und träumten noch immer von deren Rückkehr und der Befreiung von ihnen, die sie die Wraith nannten.
Ja, sie hatte diese Hoffnung, die Träume oft genug in sich aufgenommen, während sie sich genährt hatte und dann in Verzweiflung verwandelt, wenn die Sterbenden in ihren letzten Augenblicken erkannt hatten, dass die, auf deren Rückkehr sie warteten, auch nur machtlose Feiglinge waren, die sich vor ihrer vermeintlichen Verantwortung gedrückt hatten.
Nun, auch diesmal würde sie die Flamme der Hoffnung im Keim ersticken.
Und vielleicht noch ein wenig mehr heraus holen können. Denn von irgend einem Ort, auf den sie bisher keinen Zugriff gehabt hatten, mussten diese Lantianer ja stammen. Oder sie hatten all die Zeit in jeder, auf im Meer versunkenen letzten Zuflucht überdauert...
Und wenn doch nicht .... Dann würde sie das auch herausfinden. Vorausgesetzt ihr Untergebener brachte ihr genau das mit, nach dem sie verlangt hatte...


Nur zwei der Jäger - einer davon ziemlich angeschlagen - kehrten einige Zeit später in das Mutterschiff zurück. Sie materialisierten ihre Beute, ehe sie ihre Plätze in den Landebuchten einnahmen. Was mit dem dritten Schiff geschehen war, hatten die Piloten bisher nur angedeutet. Nun, sie würden ihr ohnehin Rede und Antwort stehen müssen.
Die Hüterin betrachtete ohne eine Miene zu verziehen die Menschen, die noch immer bewusstlos im Griff der gesichtslosen Soldaten hingen, während sie auf die Piloten der beiden Jäger wartete.
Interessiert nahm sie die Fremdartigkeit einiger Waffen und Kleidung zur Kenntnis, die die beiden Drohnen ihr zur Begutachtung hinhielten.
Nur wenige Völker konnten Gewänder aus nicht natürlichen Materialien herstellen, keines aber so ausgefeilte und mächtige Waffen. Das war schon einmal interessant und vielversprechend...
Erst dann trat sie näher an die Gefangenen heran und witterte. Der Duft der Menschenleiber kitzelte ihre Nase und erinnerte sie daran, dass sie bald wieder Nahrung brauchte.
Süße, starke und angenehme Lebenskraft.
Ah... ja, sich an ihnen zu nähren würde ein Fest sein...
Aber alles zu seiner Zeit.
Sie genoss es die Ausdünstungen von Angst und Furcht zu spüren. Diese Empfindungen regten normalerweise die Lebensgeister der Menschen noch einmal an.
Doch wer von ihnen trug das lantianische Blut in sich, das den Sender aktiviert hatte?
Einige der Bewusstlosen unterschieden sich zwar von den anderen - nicht nur äußerlich, sondern auch durch einen ungewöhnlich starken Lebensfunken. Aber keiner war ein Lantianer oder ein direkter Nachfahre der verfluchten Rasse.
Das war mehr als bedauerlich. Sondern sogar ziemlich ärgerlich.
Dann wandte sie sich mit einem lauten Fauchen um, denn ihr Untergebener hatte es gewagt, sich ihr lautlos von hinten zu nähern. Er wirkte angespannt und nervös.
„Herrin, diese Menschen setzten uns größeren Widerstand entgegen als gedacht. Ich weiß nicht, was sie verwendeten, aber es gelang ihnen einen der Jäger...“
Sie gebot ihm mit einer barschen Geste zu schweigen. „Ich sehe, dass die Waffen, die einige der Männer tragen weiter entwickelt sind, als normalerweise üblich. Wir werden das alles genauer untersuchen ... und diese da später verhören. Doch nun bringt sie erst einmal in die Zelle.“
Sie ließ den Weißhaarigen dabei nicht aus den Augen. Er blieb neben ihr stehen, da sie ihm noch nicht erlaubt hatte, zu gehen. Sie spürte seine Anspannung, als ahne er, dass sie ganz und gar nicht mit ihm zufrieden war. Ähnlich erging es dem anderen Piloten. Er versuchte sich keine Regung anmerken zu lassen, aber auch seine Nasenflügel bebten.
Doch erst als die Soldaten mit den Gefangenen verschwunden waren, drehte sie sich ganz zu ihm hin und zwang ihn mit ihrer überwältigenden Geisteskraft in die Knie. Sie ließ ihren Zorn in seinen Geist fluten.
“Doch nun zu dir... Du hast mir zwar interessante Gefangene gebracht, neben willkommener Nahrung - aber keinen Lantianer...“
„Herrin, ich...“
„Keiner der Gefangenen trägt den unverwechselbaren Duft dieses Volkes, und du wusstest, ihn zu fangen war euere oberste Priorität..“ Sie betrachtete den Knieenden kalt „Du hast versagt.“
Er fauchte schwächlich, versuchte jedoch nicht weiter, sich zu verteidigen. In seinem Geist las sie Furcht vor dem Kommenden, aber auch Resignation.
Doch zuvor drang sie tief in seinen Geist ein und entriss ihm seine Beobachtungen und Erkenntnisse. Sie erkannte, wie plump und unvorsichtig sie vorgegangen waren, und dass sie ihren Befehl missachtet hatten. Es waren genug Menschen entkommen.
Sie hatte genug erfahren.
So begann sie mit seiner Bestrafung.
Es war kein Genuss, das einem Angehörigen des Volkes anzutun, aber manchmal bitter notwendig, um die Weißhaarigen in ihre Schranken zu verweisen. Denn es kam immer wieder vor, dass der ein oder andere von ihnen zu eigenmächtig handelte. Und das war nicht im Sinne der Königinnen und ihrer Völker.
Das Kollektiv führten die sie an, und nicht die Drohnen.
Als sie mit ihm fertig war, wandte sie sich von dem schwach zuckenden Bündel auf dem Boden ab. Er verdankte nur dem Umstand sein Leben, dass einige der Gefangenen mehr als interessant waren. Und das würde eine Lehre für seinen Kameraden sein, dem sie nun das Zeichen gab, sich um den am Boden liegenden zu kümmern.
Dann wandte sie sich ab. Das alles hatte Kraft gekostet und sie würde sich erst einmal vernünftig stärken müssen. Sie würde den Soldaten befehlen, einen der unbedeutenden und schwachen Gefangenen zu ihm zu bringen.
Vielleicht den bartlosen jungen Mann. Ja, der würde ein schmackhafter Appetitanreger sein, bevor sie sich dann den wirklich angenehmen Gerichten zuwenden würde...


Nur einen Tag später bekämpfte die Hüterin den Schmerz in ihrer Hand und fauchte in einer Mischung aus Wut und Erstaunen: „Bringt ihn zu mir!“
Sie brauchte noch einen Moment um ihre Gedanken zu ordnen und zu sortieren. Denn das Verhör war mehr als erkenntnisreich gewesen, und sein jähes Ende überraschte selbst sie noch.
Dieses neu aufgetauchte Menschenvolk versetzte sie immer noch mehr in Erstaunen und Zorn. Kein Bewohner der Planeten würde es jemals wagen, in die ureigene Domäne der Herren dieser Sternenwelt einzudringen.
Diese Fremden taten es ohne zu zögern. Also war nicht nur ihr Lebenswille stark - sondern auch ihr Zusammenhalt und Eigensinn. Aber vielleicht lag es auch nur daran, dass sie die Macht des Kollektivs noch nie zu spüren bekommen hatten, ja sie nicht einmal wirklich kannten.
Nun, das würde sich schon sehr bald ändern.
Die Hüterin ließ noch einmal die Fülle der Bilder aus dem Geist ihres letzten Opfers über sich fluten und erfreute sich an dem Rausch der neuen Erkenntnisse. Und neben vielen verwirrenden Dingen, einer Technik und Denkweise, die mehr als fremd, und in mancher Hinsicht sogar verrückt war, hatte sie auch noch etwas anderes erfahren, etwas, was sie mit großer Zufriedenheit erfüllte.
Die Fremden kamen von einem Planeten, nein, aus einer Galaxis voller Menschen. Voller reicher Weidegründe, die auch in zehntausend Jahren nicht versiegt sein würden. Nicht nur Hunderte oder Tausende, sondern Millionen und Abermilliarden erwarteten sie dort.
Und das alles lag in Griffweite, wenn sie nur noch einmal die Gelegenheit bekam, einen dieser Menschen zu verhören.
Ihre Augen blitzten. Vielleicht setzte sie das Verhör gleich mit dem Mann fort, den der Soldat in den Raum schleppte und nun unsanft auf den Tisch niederdrückte.
Er verdiente ohnehin Bestrafung. Denn er hatte sie nicht nur mit seiner Schusswaffe verletzt, sondern auch noch gewagt, ihr Mahl zu stören.
Sie trat näher heran.
Augen von einer seltsamen Mischtonfarbe, die zuvor noch nie gesehen hatte, blickten sie trotzig an. Und doch konnte sie die Angst in den Ausdünstungen des Menschen riechen. Er wusste sehr wohl, was ihn erwartete, weil er die Auswirkungen des letzten Verhörs mitangesehen hatte, und doch war er nicht bereit, seiner Angst nachzugeben.
Stärke oder Schwäche? Oder ein bemerkenswerter Zug, der diese neuen Menschen aus einer anderen Sternenwelt um so delikater machte?
„Wie geht es Ihrer Hand?“
Sie musste unwillkürlich über seine Frage lächeln.
Unverfroren war er also auch noch. Schade, dass er schon so bald sterben würde. Oder sollte sie ihn vielleicht doch noch für eine Weile verschonen? Sie heilte das Loch in ihrer Hand mit einem Lächeln und wandte sich ihm dann zu. „Schon viel besser.“
„Das tut mir aber leid!“
Erneut ergötzte sie sich an dieser köstlichen Mischung aus Willensstärke und Angst. Doch dann stutzte sie plötzlich. Etwas lag in dem Duft, den er ausströmte, was sie so schon lange nicht mehr wahr genommen hatte: Es war süß wie das Blut der Menschen und doch mit einem Hauch angereichert, den sie nun erst wiedererkannte.
Konnte es sein, dass ihr Untergebener doch recht gehabt hatte mit seinem Lantianer? Der Duft war schwächer und etwas anders als sie ihn in Erinnerung hatte, aber vorhanden.
Ihre Augen bemerkten eine eckige Ausbeulung in seiner Jacke. Vielleicht war das ein weiterer Hinweis auf seine Abstammung?
Sofort griff sie danach und zog ein Gerät aus der Tasche, das ihren Verdacht bestätigte.
Sie musste es ihm nur in die Hand drücken, um eine letzte Gewissheit zu haben, aber sie verzichtete darauf.
Ein solches Gerät hatte sie zuletzt vor zehntausend Jahren gesehen. Im Besitz eines Lantianers, der vor ihren Thron gebracht worden war. Ein Lebenszeichendetektor.
„Wie bist du daran gekommen?“ fragt sie scharf.
„Ich erinnere mich nicht mehr!“ Der Mensch stöhnte, als der Soldat grob seinen Kopf auf den Tisch zurück drückte.
Oh doch - und wie er es wusste!
Sie sah es in seinen Augen.
Auch wenn sein Blut vielleicht nicht rein, und mit dem der Menschen durchsetzt war, so trug er doch genug von dem Erbe der Lantianer in sich, um mit ihren Geräten umzugehen, um hierhin zu kommen. Das erklärte auch die Energiesignaturen, die sie erst vor kurzem am Tor im Orbit empfangen hatten.
Es gab keinen Zweifel mehr: Ihre alten Feinde waren zurückgekehrt, wenn vielleicht auch anders als erwartet...
Nun, das genaue Wissen über die Umstände ihres Wiederauftauchens würde sie sich jetzt einfach von ihrem Gefangenen holen, der sie mit wachem Blick im Auge behielt.
Sie hob die nun wieder vollständig geheilte Hand.
Warum sich länger mit Geplänkel aufhalten, wenn die Antworten so nah lagen?
Gleich würde sie ihn berühren und sein Leben, seine Erinnerungen und sein Wissen in sich aufnahmen, und dann...
Doch da zerfetzten kleine Explosionen die Luft um sie und den Körper des Soldaten, der den Menschen noch immer fest hielt. Die Hüterin schrie voller Wut, als ihr Diener getroffen zur Seite kippte und reglos liegen blieb und der Gefangene so vom Tisch rollte, das dieser sich nun genau zwischen ihnen befand.
An der Tür war ja noch einer von diesen lästigen kleinen Fremden! Und in seinen Händen hielt er eine Waffe, deren ärgerliche Wirkung sie schon einmal miterlebt hatte. Wieder spürte sie den Schmerz, als die Kugeln in sie eindrangen und fauchte voller Schmerz und ohnmächtiger Wut.
Die Hüterin erkannte in diesem Moment der Klarheit, dass sie diese Menschen aus einer fremden Galaxis mehr als unterschätzt hatte. Im Gegensatz zu ihrer Herde hier hatten diese Erdenbewohner sich frei im Geist und in ihrer Aggressivität entwickeln können.

Auch wenn sie vielleicht nicht das Wissen der Lantianier besaßen, so waren ihre Waffen doch die am höchsten entwickelten, die sie seit Jahrtausenden gesehen hatte. Und sie wussten damit viel zu gut umzugehen.
Als auch noch heftige Explosionen das Mutterschiff erschütterten, wusste sie, dass sie diesen Fehler nur auf eine Weise wieder gut machen konnte: Es war an der Zeit eine weitere Aufgabe zu erfüllen, für die sie geschaffen worden war.
Sie legte den Kopf in den Nacken und stieß den ultimativen Weckruf aus. Auch wenn ihr Brüllen nur von wenigen gehört wurde, so gaben sie den Ruf doch mit dem Geist weiter. Die Erwachenden ihres Mutterschiffes verbanden sich instinktiv zu einem Kollektiv, das den Ruf hinaus zu den Sternen trug, zu den Königinnen und ihren Untergebenen. So wie sie es vor langer Zeit vereinbart hatten.
Sie spürte, das ihr Ruf bemerkt und angenommen wurde. Der gemeinsame Geist der Wraith war stark und er überbrückte auch die große Leere zwischen den Planeten und den Monden, auf denen sie ruhten.
Die Hüterin verstärkte die Intensität. Ihr Geist lenkte die Seelen ihres Kollektivs, während sie all das, was sie erfahren hatte weiter gab und mit dem Rest ihres Volkes teilte.

*** Das Erbe der Lantianer ist erwacht. Erstickt die Flamme der Hoffnung, ehe sie sich als Brand über die Galaxis verbreiten kann.
Und folgt ihren Spuren in neue reiche Weidegründe, in der ihr in den nächsten Jahrtausenden genug Nahrung für alle finden werdet. Planeten mit Millionen und Milliarden von Leben. Ihr werdet ein Festmahl von nie zuvor gesehener Größe halten können.
Der Schlüssel ist die alte Stadt der Lantianer.
Doch unterschätzt das Volk nicht, das sich ihrer bemächtigt hat. Es ist ungewöhnlich aggressiv, vor allem, wenn es in die Enge getrieben wird und benutzt Waffen, die in ihrer Entwicklung weit über denen liegen, mit denen euch andere Völker empfangen. Und einige von ihnen tragen das Blut ihrer Feinde ungewöhnlich stark in sich.
Aber das soll euch nicht schrecken. Die Beute macht jeden Verlust an Drohnen und Soldaten wett, den ihr erleiden werdet. Jeden... ***

Dann löste ein ein tiefer, nicht enden wollender Schmerz ihr Bewusstsein aus dem Verbund der Seelen und sie fand sich auf dem Boden liegend wieder, ihr Körper durchbohrt vom spitzen Dorn einer Betäubungswaffe ihrer Drohnen.
Sie roch den Mann, der sich über sie beugte, mehr als sie ihn sah und hörte seine keuchende Stimme „Also gut, das sollte dich töten!“
Sie fauchte und zischte schmerzerfüllt. Ja, vielleicht würde sie sterben, weil das Metall lebenswichtige Organe zerstörte, aber das würde sie hinnehmen können. Sie würde dahin gehen, aber sie würde ihre Rache bekommen, denn ihre Aufgabe war erfüllt.
Und so nahm sie alle Kraft zusammen und sah ihn noch einmal an, zwang ihren Blick klarer zu werden und ihn genau zu beobachten.
Armseliger junger Möchtegern-Lantianer. Er verstand so wenig, und hatte doch so viel angerichtet. Vielleicht sollte ihre letzte Tat sein, ihn mit diesem Wissen zurückzulassen? Doch dazu blieb nicht mehr viel Zeit.
„Du weißt nicht, was du getan hast, Mensch...“, zischte sie mit letzter Kraft und verzog zufrieden die Lippen, als sie merkte, dass sie seine Aufmerksamkeit gewonnen hatte. „Wir sind nur die Beschützer und Hüter der anderen. Wenn ich sterbe, dann werden die anderen erwachen...“
Sie genoss es in seinen Zügen zu lesen, weidete sich daran, wie sich sein Blick veränderte. Ja, er verstand genau, was sie ihm damit sagen wollte und so fügte sie triumphierend einen letzten Satz hinzu. „Alle von uns.“
Dann holte sie noch ein letztes Mal Luft und labte sich an dem Entsetzen in seinen Augen, an die Gewissheit, die sie mit ihren Worten in ihn gepflanzt hatte.
So fiel es ihr leicht los zu lassen und sich der ewigen Dunkelheit zu ergeben. Denn ihr Volk würde nicht nur furchtbare Rache nehmen, sondern alles tun, um die Heimat dieser Neuankömmlinge zu finden und dort reiche Ernte zu halten. Dessen war sie sich sicher.
Damit würde sie zuletzt noch über den Mann mit dem Blut der Lantianer triumphieren, der anstelle von Rettung nur neues Leid über die Menschen gebracht hatte und sich dieser Schuld immer bewusst sein würde, wenn er eines Tages den vollen Zusammenhang begriff...



Auf Atlantis, John Sheppards Quartier Drei Monate später
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Du weißt nicht, was du getan hast, Mensch. Sie werden erwachen.
Alle von ihnen.
Und es ist deine Schuld. Alles ist deine Schuld.
Von Anfang an.

Die Worte - kaum verständlich gezischt - hallten noch immer durch seinen Geist, als John Sheppard schweißgebadet aus dem Schlag erwachte. Heftig atmend saß er aufrecht im Bett und starrte blicklos auf die Wand, auf welche die Sichtblenden der Fenster Muster malten.
Erschöpft rieb er sich die Augen.
‚Eigentlich müsste ich das endlich gewöhnt sein nach all den Monaten‘, dachte er resigniert und stützte den Kopf in die Hände. Doch diesmal war der Traum anders gewesen als sonst. Er hatte nicht das gesehen, was ihn sonst immer ...
John verdrängte die Bilder, die sich vor sein geistiges Auge schoben und ließ den Traum - so weit er sich an ihn erinnerte, noch einmal Revue passieren.
Er hatte sich noch einmal der rothaarigen Wraith gegenüber gesehen und die Augenblicke danach erlebt. Doch warum hatte die Kreatur diesmal Teylas Halsband getragen? Wieso hatte der Traum in den Katakomben mit den Felszeichnungen begonnen? Und dem...
‚Ich habe es gefunden!‘ Das waren die Worte, mit denen er Teyla gegenüber Elisabeth entlastet hatte, nachdem Sergeant Bates die persönlichen Habseligkeiten der Athosianerin konfisziert hatte, um sie von McKay untersuchen zu lassen.
Weil sie bei mehr als der Hälfte ihrer Außenweltmissionen von Wraith angegriffen worden waren, hatte der Verdacht nahe gelegen, dass einer von ihnen ein Verräter war - vornehmlich die Athosianer. Und das hatte Misstrauen geweckt, einen Keil zwischen die Mitglieder der Expedition und Teylas Volk getrieben, der so leicht nicht mehr zu entfernen sein würde. Die Herzlichkeit und das Vertrauen, das sie in den letzten Monaten geteilt hatten, würde nicht einfach wiederkehren, sondern musste neu erarbeitet werden.

McKay hatte schließlich den wahren Schuldigen gefunden. Denn das zentrale Schmuckstück der Kette hatte sich als ein Sender entpuppt, der durch eine ganz bestimmte Berührung aktiviert worden war.
Die stärksten Feinde der Wraith waren immer die Bewohner von Atlantis gewesen, und nur die Tatsache, dass die Lantianer zahlenmäßig weit unterlegen waren, hatte die Lebenskraft-Vampire schließlich siegen lassen, obwohl ihre Technik bei weiten nicht so ausgereift gewesen war, damals wie heute.
Und wenn allein die Zahl über Sieg oder Niederlage entschied, dann war es durchaus ein kluger Schachzug der Wraith, jede Gelegenheit zu nutzen, um ihre Feinde auszuschalten, wenn sie bei weitem in der Unterzahl und nicht gewarnt waren.
Plötzlich fuhr ein eisiger Schauer durch Johns Körper und die Muskeln verkrampften sich. „Oh, nein!“
Die Erkenntnis, das die Wraith nicht zufällig aufgetaucht waren, ließ ihn den Atem anhalten. Er hatte den Sender aktiviert und sie nach Athos gelockt. Und damit eine Kette von Ereignissen los getreten, die sie in diese Lage gebracht hatten...
Jetzt verstand John um so mehr, warum er sich über die Rettung der noch lebenden Gefangenen nicht wirklich hatte freuen können. Nicht allein die letzten Worte der Hüterin der Wraith nagten damals an ihm, vielleicht hatte er auch schon damals eine Ahnung von dem gehabt, was er nun wusste.
Er verbarg das Gesicht in den Händen und verfluchte das Gen der Antiker in seinem Körper. Verdammte auch das Schicksal, das ihn genötigt hatte, an diesen Ort zu kommen. Wozu? Um gleich wieder Mist zu bauen und damit alles schlimmer zu machen, als es ohnehin schon war?
Er haderte mit sich und spürte den Druck, der auf seiner Seele lastete, so das es ihm schwer fiel, Atem zu holen.
Doch dann bekam er sich endlich wieder unter Kontrolle.
John holte tief Luft und hob den Kopf. Seine Angst verwandelte sich in kalte Entschlossenheit. Er durfte sich nicht von seinen Schuldgefühlen zerfressen lassen und alles auf sich nehmen. Damit war weder ihm, noch den ihm anvertrauten Menschen gedient.
Er musste lernen, mit all dem, was er erfahren hatte, zu leben und sie in Stärke zu verwandeln, denn sonst würden die Wraith das bekommen, nach dem sie verlangten. So wie ihm das Steve, ihr neuer Gefangener erst vor wenigen Stunden mit wenigen wohl überlegten Worten deutlich gemacht hatte. Doch derjenige, der am Ende als letzter lachen würde, das würde er sein und nicht diese Vampire. Daran würde er arbeiten, und das würde er durchsetzen. Und wenn es das letzte sein würde, was er täte.
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BeitragVerfasst am: 30.10.2007, 19:59    Titel: Antworten mit Zitat

Also folgendes, ich hab die erste Version gelesen.
NICHT die Version, die du für den Award zurecht gemacht hast.
Das, damit die nächsten Sätze den richtigen Bezug bekommen!

So. Ich konnte ein paar Rechtschreibfehler und Wortwiederholungen ausmachen. Weiter nicht tragisch. Wollts nur angemerkt haben. Winken

Und: Ich finds genial. Ganz ehrlich. Es ist zwar verdammt schwer die Sprünge, die bei dir drin sind, mit dem was in der Pilotfolge passiert zu füllen. Wäre also nicht dumm, diese Folge vorher nochmal zuschauen, dass man die Zusammenhänge versteht.
Und jetzt zum genialen: Ich finds wirklich genial, wie du die ganze Sache aus Sicht der Wraithkönigin beschrieben hast. So detailliert hab ich die Gefühle und Gedankengänge einer Königin noch nie gelesen, bzw. gesehen. Respekt. Das hast du wirklich gut hinbekommen!

Das war jetzt die Pilotepisode, oder? Gut.

Fazit: Es war interessant und gut und interessant und gut und vor allem gut Sehr glücklichWinken Ne im ernst. Ausgezeichnete Arbeit und ich kann wohl gespannt sein das andere auch noch zu lesen! Winken

So, das wars dann auch mal wieder von mir!


MfG

TPATGOD
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-Milchstraße-
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Scout
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 220
Wohnort: im Taunus

BeitragVerfasst am: 04.11.2007, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kris!

So endlich bin ich wieder hier. Hatte die letzten Tage etwas Freizeitstress, wobei ich zur Zeit leider wenig Freizeit habe und dann schiebe ich die Geschichten mit dem meisten Text immer erst mal nach hinten. Aber heute! Bin fertig geworden… Allerdings habe ich nur die erste Version gelesen.

Am Anfang haben mir vor allem Johns Gedanken gut gefallen, auch die Vergleiche, die er mit Afghanistan zieht passen gut. Über den sensationellen sprachlichen Ausdruck muss ich ja jetzt nicht mehr groß was sagen oder? Es war wieder eine Freude, dieses Kapitel zu lesen. Dann geht es weiter mit Gedanken und zwar die, die er sich über Teyla macht.

Zitat:
Ob Sumner und die anderen mittlerweile die alte Stadt in Augenschein genommen hatten



Witzig, das habe ich vor, in der dritten Staffel zu schreiben Winken Ich habe mich immer gefragt, warum sie nie dorthin zurückgegangen sind, wo es doch antikisches Design ist…

Gelacht habe ich bei der „tückischen Wurzel“. Das war wirklich nett geschrieben.

Und auch hier kommen immer wieder Vergleiche mit Dingen, die es irgendwo auf der Erde gibt. Gefällt mir sehr gut!

Die Wraiths

Ich finde es erstaunlich, wie du den Feind beschrieben hast. Sehr geheimnisvoll und doch gut nachvollziehbar. Die Atmosphäre, die du in diesem Stück erschaffen hast, ist einzigartig, was ich an Sätzen wie diesen festmache:

Zitat:
Lautlos und schattenhaft glitt der Kreuzer durch das Sonnensystem.


Wow! Bin begeistert. Auf diese Weise hat sicher noch niemand die Wraiths beschrieben. Auch schön, endlich mal zu erfahren, wie die Wraiths auf die Neuankömmlinge aufmerksam geworden waren. Die Szenen im Mutterschiff und die Gedanken der Königin geben uns Einblick in die Wraithgesellschaft und war sehr gut umgesetzt.

Was mir ganz besonders gut gefallen hat, war das Aufwachen, wie du das beschrieben hast: Die Königing weckt das Kollektiv, das Kollektiv „ruft“ es in die Sterne hinaus uns so weiter und so weiter bis alle aufwachen. Klasse gemacht! Vor allem die Nachricht, die sie aussendet…

Am Ende war es dann noch mal interessant zu lesen, wie John feststellt, dass er alles losgetreten hatte und dass er es war, der jetzt gegen die Wraiths kämpfen müsste!

Was soll ich sagen? WELL DONE!!!!
_________________
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