Das Tor in phantastische Welten FanFictions, zu Stargate und anderen Serien, die dich in eine neue Welt bringen!

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Scout Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.10.2007 Beiträge: 220 Wohnort: im Taunus
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Verfasst am: 24.01.2008, 23:19 Titel: |
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Nein, Ford ist nicht tot! Das glaube ich nicht. Ich weigere mich, das zu glauben! So! War eine spannende Fortsetzung. Das Duell hat mir gefallen, aber auch vorher schon die Sache zweischen Torell und dem Team.
Vor allem das:
| Zitat: |
| „Eine amerikanische Automarke, ich selbst fahre einen.“, versuchte sich McKay raus zu reden, doch ohne Erfolg. |
löl, löl, löl
Super! Der kann ja richtig witzig sein, aber hier hat er es leider vermasselt. Was muss der auch immer erst reden und dann denken?
Hat mir gefallen! _________________
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Kevin Schreiberling
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 195
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Verfasst am: 27.01.2008, 01:48 Titel: |
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@ Hyndara und Scout
Euch kann man aber auch nichts vormachen. Gut, es stimmt, dass Ford mein Hauptchara in dieser FF-Reihe ist.... Mh, jetzt folgt aber natürlich die Frage, wie ich ihn wieder auftauchen lasse. Ihr werdet es sehen.
Die Raruspflanze – Kapitel 5
„Ich hoffe, Sie haben sich jetzt ein überzeugendes Bild darüber machen können, dass ich vor nichts zurückschrecke, Doktor McKay. Natürlich wundern Sie sich, wie ich mich so schnell von diesem Schuss erholen konnte. Die Rarusfrucht macht nicht nur gesund, sondern auch stärker.“, sagte Torrell und blickte in die Runde der traurigen bis zornigen vier Menschen, die nach wie vor zusammengebunden waren.
„Ich denke, ich gehe dann mal wieder Sheppard besuchen. Vielleicht überlegt er es sich jetzt anders, sobald ich ihm erzähle, was passiert ist.“, sagte er. „Oder noch besser, Sie sagen es ihm, denn mir wird er vermutlich nicht glauben.“ Er deutete auf McKay. „Und Sie kommen auch mit.“, sagte Torrell, auf Teyla deutend.
Er verließ die Scheune und wenig später kamen die beiden Wächter mit den P90, sowie zwei weitere Männer in die Scheune, die die beiden losbanden und auf die Beine zerrten. Teyla und Rodney wurden auf den Marktplatz hinausgeschleift. Fords Leiche lag noch in der Dorfplatzmitte und Teyla sah mit tränenden Augen weg, als sie ihn erblickte.
Zwei Männer gingen auf die Leiche zu und schleppten sie weg, während McKay und Teyla in Torrells Haus und von dort die Treppe nach unten in den Keller geschleift wurden. Torrell sah zu ihnen. Er stand bereits vor Sheppard, der mit ansah, wie Teyla und Rodney brutal vor ihm zu Boden gedrückt wurden.
„Na los, sagen Sie ihm, was ich getan habe, McKay.“, befahl Torrell im strengen Ton und McKay stotterte, als er sagte: „Er ... er hat Ford ... umgebracht.“ Mehr brachte er nicht heraus, denn Sheppard schrie: „Was?“ Er wollte aufstehen, vergaß aber anscheinend, dass er noch festgebunden war und fiel wieder in den Stuhl zurück.
„Sie sehen, Colonel, ich meine es ernst. Erfüllen Sie meine Forderung, oder die Kleine hier wird sterben.“ Er richtete Ronons Waffe, die auf „Töten“ eingestellt war, auf Teyla, da kurz zusammenzuckte. „Das wagen Sie nicht.“, warnte ihn Sheppard.
„Wir kennen uns doch inzwischen, Colonel. Spätestens nachdem ich diesen Hampelmann da draußen umgebracht habe, sollte Ihnen klar sein, dass es mir egal ist, ob es weitere Opfer auf Ihrer Seite gibt.“, sagte Torrell ruhig.
„Na schön, wir geben Ihnen die Jumper, die Sie verlangen. Dazu muss ich aber Kontakt mit Atlantis aufnehmen.“, sagte Sheppard, doch Torrell wollte wohl nichts davon hören. „Nein. Sie geben mir die Adresse von Atlantis und werden mit mir zusammen dorthin gehen, natürlich in Begleitung einiger meiner Leute, die übrigens nicht davor zurückschrecken, weitere Ihrer Art zu töten.“, sagte er schlicht.
„Sie überlassen mir die Jumper und ich überlasse Ihnen die Fruchternte und Ihr Leben.“, stellte er als Forderung und Sheppard nickte. „Na schön. Es stehen zu viele Menschenleben auf dem Spiel. Tut mir leid Leute, aber dazu kann ich nicht nein sagen.“, wandte sich Sheppard an Rodney und Teyla, die kurz nickten.
„Gut.“, sagte Torrell in einem langgezogenem Ton und schoss auf Teyla, die unter Schmerzen zusammenbrach. Sheppard schrie wutentbrannt auf. „Beruhigen Sie sich, die Waffe hat sie nur betäubt.“, sagte Torrell grinsend und auch wenn John nach wie vor wütend war, sagte er nur zu seinen Männern: „Bindet Ihn los und nehmt ihn mit zum Gate. Nehmt McKay und die Kleine wieder in Gewahrsam.“
„Was?“, fragte Rodney. „Ich dachte, ich komme mit.“, protestierte er. „Da muss ich Sie leider enttäuschen, Doktor. Sie werden erst freigelassen, wenn meine Forderung erfüllt wurde.“, erwiderte Torrell und schoss auch McKay nieder. „Woher weiß ich, dass Sie Ihr Wort halten?“, fragte Sheppard. „Wenn es soweit ist.“, erwiderte Torrell schlicht, als John losgebunden wurde.
Torrell zerrte ihn auf die Beine und seine beiden Männer, die mit P90 bewaffnet waren, gingen hinter ihnen her aus dem haus heraus. John sah zurück und erkannte, wie seine bewusstlosen Teammitglieder wieder zurück in die Scheune gebracht wurden.
Sheppard wurde auf dem Pfad, der vom Dorf durch den Wald zum Gate führte, ständig von den hinter ihm laufenden Wächtern mit den P90 in den Rücken geschlagen. „Schneller, da vorne.“, dröhnte einer von ihnen mit tiefer Stimme.
„Aber nicht doch, Leute. Wir wollen Colonel Sheppard doch nur Gutes tun.“, sagte Torrell, als er dies bemerkte. Sheppard warf kurz einen Blick zurück. Hinter den beiden Wachen gingen noch mal ein Dutzend Menschen voll bewaffnet mit Armbrüsten den Pfad entlang.
Er dachte nach, während er weiter Torrell Richtung Gate folgte. Weglaufen hatte keinen Sinn. Er würde wohl keine zehn Meter weit kommen, ehe er erschossen würde. Zudem machte er sich Sorgen um die immer noch gefangenen Teyla, Ronon, Beckett und sogar um McKay. Und im gleichen Moment war er auch zornig darüber, dass Torrell es tatsächlich fertig gebracht hatte, Ford zu töten.
Ihm war dieser Gedanke während ihrer letzten beiden Zusammentreffen auch mehr als einmal gekommen, doch aus Überlegungen taten werden zu lassen, war für ihn in dieser Hinsicht nicht vorstellbar, denn immerhin war Ford früher Mitglied seines Teams und er hatte immer gehofft, ihn zurückzugewinnen.
Diese Hoffnung war mit seinem Tod wohl endgültig nicht mehr zu erfüllen. Noch während er nachdachte, hörte er in gefühlter unendlicher Entfernung Stunnerschüsse, die an ihm vorbeirauschten und seine Begleiter niederschossen. Dies holte ihn in die Realität zurück.
Er sah sich um. Torrell lag ihm zu Füßen bewusstlos am Boden. John zögerte nicht, sondern hob Ronons Waffe, die neben ihm lag und schoss noch einmal betäubend auf ihn. Nun wandte er sich der hinteren Gruppe zu, von denen immerhin noch acht standen, während die anderen schon zu Boden gegangen waren.
Sie feuerten ununterbrochen in die Richtung, aus der die Schüsse kamen, wurden jedoch mit vereinten Kräften von Sheppard und dem fremden Angreifer erledigt. John hob die beiden P90 auf, die neben den Wächtern lagen und sah kurz auf, als er ein Rascheln der Büsche in seiner Nähe hörte.
Nach wenigen Sekunden sprang ein junger Mann auf den Pfad vor ihm und Sheppard hob kurz seine Waffe, ehe er bemerkte, wen er da vor sich hatte. „Ford? Ich dachte, Sie wären tot.“, sagte John, als Ford offenbar beeindruckt, dass er diesen Hinterhalt durchziehen konnte, zu Boden sah.
„Nun, das dachte ich auch für kurze Zeit. Glücklicherweise macht mich das Enzym stark genug, sogar Schüsse aus Ronons Waffe auszuhalten.“, erwiderte der Lieutenant glücklich. „Jetzt fragen Sie mich nur nicht wieder, ob ich nicht auch was davon will.“, sagte Sheppard und trat einen Schritt zurück.
„Keine Sorge, Colonel.“, sagte Ford. „Nun, jedenfalls bemerkte ich, dass McKay meinen Puls fühlte. Ich habe während zahlloser Aufenthalte auf Hives gelernt, meinen Puls so weit zu verringern, dass man nicht merkt, dass ich noch lebe. Das ist gegen Wraith sehr hilfreich, denn tote Menschen können sie das Leben nicht mehr aussaugen.“, fügte er hinzu.
„Schön für Sie.“, sagte Sheppard nun, weniger erschüttert als noch vor einigen Sekunden, in denen er ihn noch für tot hielt. „Nun, wir sollten hier weg.“, sagte Ford und deutete auf die bewusstlosen Menschen, die auf dem ganzen Weg verstreut lagen. „Was ist mit Ronon, Teyla, McKay und Beckett?“, fragte John und Ford musterte ihn kurz, ehe er nickte.
„Die holen wir später.“, sagte er und drehte sich um, um loszugehen. „Moment, bevor ich Ihnen irgendwohin folge, will ich dieses Mal wissen, wo es hingehen soll.“, sagte Sheppard. „Nun, sagen wir, zu einem alten Versteck.“, erwiderte Ford und deutete auf den Pfad, der zum Gate führte.
„Sie müssen mir vertrauen, Colonel.“, sagte er. „Nun, ich denke, das ist das letzte, was ich tun sollte.“, erwiderte John, doch irgendetwas in ihm ließ ihn doch Ford folgen, als dieser vorging. „Aber wehe, das wird wieder so eine Wahnsinnsaktion.“, sagte er im Laufen und Ford lachte nur kurz. „Keine Sorge, Colonel.“
Fortsetzung folgt |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 27.01.2008, 13:33 Titel: |
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Okay, ich gebe zu, jetzt stehe ich auf der Leitung - wenn ich auch deutlich erleichtert bin. Ford lebt also doch (noch, oder wieder? *ratlosbin*). Naja, hauptsache er lebt und kann helfen, das ist doch schon mal was *puh!*.
Da ich nicht wirklich denke, daß Torell tot ist, haben wir allerdings ein Problem, wenn der wieder zu sich kommt. Dann wird der nämlich dermaßen in Rage sein, daß er die anderen auf der Stelle erschießen läßt. Und was machen Ford und John? Rasen in die entgegengesetzte Richtung ... naja, nicht gerade die beste Lösung, um die anderen rauszuholen.
Mh, ich frage mich, ob Sheppard sich wirklich auf einen solchen Kuhhandel einlassen würde, selbst wenn das Leben seines Teams gefährdet ist. Ich muß sagen, ich weiß es nicht. Bisher war jeder Gegner schlau genug, ihn NICHT vor diese Wahl zu stellen, denn ich denke nicht, daß ihn das wirklich kalt läßt. Da würde er wahrscheinlich eher alles tun, um von dem Opfer auf sich abzulenken und sich irgendwie herausreden. Aber er würde wohl nie wirklich in Erwägung ziehen, das zu tun, was da von ihm erpreßt werden soll *grübel*.
Nun ja, ich bin mal gespannt, wie es weitergeht. Denn, wie ja schon bemerkt, das Team ist ja immer noch in Gefahr ... |
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Scout Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.10.2007 Beiträge: 220 Wohnort: im Taunus
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Verfasst am: 28.01.2008, 22:52 Titel: |
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Hyndara hat schon einiges gesagt, was ich auch sagen würde/wollte. War interessant, vor allem der Austausch. Das mit der Zwickmühle... und Torell ist ja auch nicht gerade ein ehrenhafter Mann...
Das hier war eine interessante Theorie:
| Zitat: |
| Ich habe während zahlloser Aufenthalte auf Hives gelernt, meinen Puls so weit zu verringern, dass man nicht merkt, dass ich noch lebe |
Das ist ja ungeheuer praktisch! Der Typ ist einfach, GSD, nicht totzukriegen!
Freue mich auf den nächsten Teil! _________________
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Kevin Schreiberling
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 195
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Verfasst am: 30.01.2008, 16:34 Titel: |
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@ Hyndara
Ford lebt noch, sprich, er war nicht tot, sondern hat sich praktisch nur tot gestellt. Die Erklärung mit dem "heruntergefahrenen" Puls hab ich erst später eingebaut, da es sonst auch noch verwirrender wäre.
Mh, Torrell ist je nur betäubt, auch wenn ich nicht genau weiß, ob ein paar Schüsse aus Ronons Waffe nicht doch den Tod auslösen könnten.
Und ja, das Team schwebt jetzt in großer Gefahr. Was ich für die rettung geplant habe, wirst du jetzt erfahren.
@ Scout
Ja, Ford ist nicht tot zu kriegen. Eine gute Voraussetzung für meine Geschichten hier über ihn, denn er wäre ja normalerweise schon mehr als einmal tot....
Jetzt geht's weiter.
Die Raruspflanze – Kapitel 6
Sheppard und Ford treten durch das Gate auf ein grasiges Plateau. Rund um sie herum ist nichts als ein dichter Laubwald. „Kommt mir bekannt vor.“, sagte John, als das Gate sich deaktivierte. „Natürlich kommt es das.“, erwiderte Ford.
„Okay, wir müssen ein paar Kilometer in diese Richtung.“, sagte er und deutete nach Norden, was John auch ohne Kompass wusste, da er diesen Planeten vor nicht allzu langer Zeit schon einmal besucht hatte.
„Na schön.“, sagte er und Ford eilte voraus, John hinter ihm her. „Und, wie retten wir mein Team?“, fragte er im Laufen. „Das sehen Sie dann, aber mein Plan wird funktionieren.“, sagte Ford. „Klar, wie immer doch.“, erwiderte Sheppard die Hoffnung aufgebend.
Torrell betrat etwas angesäuert die Scheune und schlug hinter sich das Tor wieder zu. „Colonel Sheppard ist entkommen.“, sagte er. „Mh, als ob uns das stören würde.“, sagte Rodney. „Es wird Sie schon bald stören, Doktor McKay, denn damit hat er Ihr aller Leben leider verspielt.“
Er zückte eine Pistole, die Sheppard wohl übersehen hatte und richtete sich auf Rodney, der zusammenzuckte. „Sie ... Sie könnten mich noch brauchen ... also ... ich weiß ... weiß, dass Sie wütend sind, aber ... aber das können Sie nicht tun.“, stotterte der Wissenschaftler.
„Mh, vielleicht haben Sie recht.“, sagte Torrell und McKay atmete erleichtert auf, zu früh, denn Torrell schoss auf ihn, traf aber nur den hölzernen Boden vor ihm und das Holz zersplitterte. Ein größeres Stück Holz bohrte sich dabei in Rodney Arm, der unter Schmerzen aufschrie.
„Stellen Sie sich nicht so an, Doktor. Ich hätte Sie auch gleich töten können.“, sagte Torrell und richtete nun die Pistole auf Teyla. „Ich könnte natürlich auch mit jemand anderem beginnen.“, sagte er dann. „Das können Sie sich sparen.“, sagte Ronon und Torrell wandte sich ihm zu.
„Was soll das bedeuten?“, fragte er. „Er meint, wenn Sie einen von uns töten, wird er ihre Forderungen nicht mehr erfüllen.“, sagte Beckett. „Dann sollte ich, wenn ich die Versuchung habe, einen von Ihnen zu töten, am besten gleich alle töten.“, überlegte Torrell.
Er verließ die Scheune und schlug das Tor wieder hinter sich zu. In der relativen Dunkelheit war nur McKays Jammern zu hören. „Nun, mit einer Sache hat der Kerl recht, Sie sollten sich nicht so anstellen.“, brummte Ronon.
„Sie ... Sie haben doch keine Ahnung, wie weh das tut.“, meckerte McKay. „Ich werde hier sterben.“, fügte er hinzu. „Nein, Rodney, werden Sie nicht.“, sagte Beckett ruhig, doch McKay schien mit seinen Gedanken bereits woanders zu sein.
Nur wenige Minuten später kam Torrell wieder herein, mit einem Tablett voller Früchte. „Nun, während Sie auf den Tod warten, sollten Sie etwas essen.“, sagte er. „Stellen Sie sich vor, meine Leute werden Sie sogar füttern, denn Sie können sich ja nicht bewegen.“, fügte er hinzu, als vier Frauen die Scheune betraten.
Torrell verließ die Scheune wieder und schloss das Tor, während die vier Frauen versuchten, dem Team die Früchte in den Mund zu stopfen. „Die Früchte sind nicht vergiftet.“, sagte die jüngste von ihnen und die anderen drei warfen ihr einen argwöhnischen Blick zu. Während Beckett, Teyla und Ronon nun die Nahrung annahmen, blieb McKay stur.
„Was ist denn mit Ihnen los?“, fragte die schwarzhaarige und wohl humorlose Frau, die ihm die ganze Zeit eine zitronenähnliche Frucht in den Mund zu stopfen versuchte. „Nun, sagen wir so, ich bin allergisch gegen Zitrusfrüchte.“, sagte McKay. „Aber wenn Sie mir diesen Holzsplitter entfernen wollen, würde ich mich sehr freuen.“, fügte er mit einen Blick auf seinen Arm hinzu.
Die Frau lächelte nicht mal, sondern stand mit einer finsteren Grimasse auf. Sie ließ den Teller mit den Früchten vor ihm stehen und verließ die Scheune. „Was denn?“, fragte er, doch aus seinem Team konnte keiner antworten, da sie mit Kauen beschäftigt waren.
Die jüngste Frau sagte: „Sie hätten die Frucht essen sollen. Torrell wird Sie bestrafen und vielleicht töten.“ „Lora!“, sagte eine der anderen beiden Frauen warnend. Offensichtlich war es ihnen nicht erlaubt worden, mit dem Team zu sprechen.
Torrell kam zurück in die Scheune, in Begleitung der Frau, die McKay füttern sollte. „So, ich habe gehört, Sie wollen nicht essen.“, sagte Torrell. „Nein, denn wie ich dieser Frau da drüben bereits sagte, bin ich gegen jeder Art Zitrusfrüchte allergisch.“, erwiderte McKay.
„Sie wissen schon, dass Sie sterben, wenn Sie nicht das tun, was ich will, oder?“, fragte Torrell, doch es war wohl weniger eine Frage, als denn eine Feststellung. „Das spielt keine Rolle. Wenn ich das Zeug essen würde, würde ich ohnehin sterben. Ich befürchte nur, das würde ein wesentlich schmerzvollerer Tod werden.“, sagte er sich selbst.
„Na schön. Mit Ihnen reicht es mir wirklich langsam, Doktor.“, sagte Torrell und zog erneut die Pistole. „Ich muss das tun, denn Sie lassen mir keine andere Wahl.“, fügte er hinzu, als er die Pistole auf McKay Kopf richtete. Rodney kniff, auf den Tod vorbereitet, die Augen zusammen, als Torrell abdrückte.
Sheppard und Ford eilten weiterhin durch den Wald, denn jede Sekunde, die sie einsparen konnten, zählte. „Wie weit ist es noch weg?“, fragte Sheppard. „Machen Sie schon schlapp?“, fragte Ford mit einem Grinsen. „Nein, aber ich würde es trotzdem gerne wissen.“, erwiderte John genervt.
„Nicht mehr wie, wir sind fast da.“, sagte Ford und nach weiteren fünf Minuten des sich durch den Wald schlagens erreichten sie, was Ford vor mehr als einem Vierteljahr hier stehen gelassen hatte. „Okay, da wären wir.“, sagte er.
Er riss Sträucher und Sonstiges von dem kleinen Etwas ab, was sich während der Zeit dort festgesessen hatte. Nach einer Minute lichtete sich das Bild und John sah einen Dart unter den Pflanzen hervorkommen. „Der Dart, mit dem Sie das erste Mal geflohen sind?“, fragte er und Ford nickte.
„Wo ist der zweite abgeblieben?“, fragte John. „Nun, sagen wir, ich musste einen Notausstieg machen.“, erwiderte Ford leicht lächelnd. „Was bedeutet das?“, fragte Sheppard. „Nun, nachdem sich das Gate auf dem Planeten, über dem sich das Hive befand, abschaltete, wählte ich eine Adresse an. Jedoch folgte mir ein Dutzend Darts durch das Gate. Ich bin so niedrig geflogen wie möglich und bin rausgesprungen, bei voller Geschwindigkeit.“, grinste Ford.
Sheppard wusste nicht, ob er ihn für verrückt oder für ein Genie halten sollte, aber er entschied sich, am besten gar nichts zu sagen. „Jedenfalls haben die anderen Darts den Dart verfolgt und als er abstürzte, da er ja keinen Piloten mehr hatte, sind sie wieder verschwunden.“, beendete Ford die kurze Geschichte.
„Und, was haben Sie sich gebrochen?“, fragte Sheppard, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass Ford unversehrt aus dem Dart herausgekommen war. „Meinen rechten Arm und meinen linken Fuß. Bin unglücklich gelandet.“, fügte Ford hinzu. „Kann ich mir denken.“, erwiderte Sheppard, als der Dart endlich freigeräumt war.
„Dieses Mal fliegen Sie, Colonel. Zwar konnte ich es mir ein wenig beibringen, aber Ihre Flugkünste sind wohl bei weitem besser als die meinen.“, sagte Ford. „Na schön. Wir holen mein Team also mit dem Dart raus?“, frage John und Ford nickte. Zwar empfand Sheppard das als nicht allzu guten Plan, aber er wiedersprach nicht.
Er konnte nur hoffen, das Torrell nicht zufällig eine seiner guten alten Kanonen dabei hatte, sonst würde es wohl ein kurzer Flug werden, sobald sie auf der anderen Seite wären. „Dann los.“, sagte er optimistischer, als er wirklich war.
Fortsetzung folgt |
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Scout Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.10.2007 Beiträge: 220 Wohnort: im Taunus
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Verfasst am: 30.01.2008, 18:23 Titel: |
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Also, erst mal will ich natürlich wissen, was McKay ist. Auf wen hat Torrell da geschossen? Ansonsten hörst du an der spannendsten Stelle wieder auf, schäm dich was! Das Team muss jetzt also Früchtchen essen und Ford und John machen einen Ausflug mit dem Dart!
Mal sehen, wo das noch endet! _________________
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Kevin Schreiberling
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 195
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Verfasst am: 02.02.2008, 10:42 Titel: |
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@ Scout
Mh, auf wen hat Torrell geschossen? Gute Frage, ich decke es gleich auf. Und ich kann versprechen, dass die Geschichte noch ganz andere Züge annimmt, als bisher.
So, jetzt geht's weiter.
Die Raruspfanze – Kapitel 7
McKay öffnete die Augen. Torrell stand, die Pistole fassungslos ansehend, vor ihm. „Oh, ich lebe noch.“, sagte er und sah sich um. „Was soll das?“, fragte Torrell das Team und deutete dabei auf die munitionslose Pistole. „Nun, wenn Sie zu viel damit rumballern, ist irgendwann die Munition leer.“, sagte Carson.
„Ach wirklich? Da Sie ja so schlau sind, stört es Sie das hier wohl auch nicht.“, sagte Torrell und warf Beckett die Pistole an den Kopf, wodurch der Arzt bewusstlos wurde. Sofort lief Blut an seiner Schläfe herunter. Torrell verließ wütend die Scheune.
Teyla drehte sich besorgt und soweit es ihr möglich war zu Beckett um. „Wie geht es ihm?“, fragte Rodney besorgt, der das Ganze zwar nicht sehen konnte, aber den dumpfen Aufschlag der Pistole gehört hatte. „Nun, er ist nur bewusstlos, hat aber eine schwere Kopfverletzung.“, sagte die Athosianerin.
„Dieses Mal bringe ich ihn um.“, sagte Ronon. „Wir haben ihm von dieser Insel verholfen und das ist jetzt der Dank dafür.“, meckerte auch McKay, während Ronon sich nach wie vor versuchte zu befreien. „Das bringt nichts.“, sagte McKay genervt, als Ronon sich plötzlich von seinen Fesseln losriss.
Er stand wütend auf und McKay sah überrascht zu ihm auf. „Wie haben Sie das geschafft?“, fragte er. „Nun, das kann Ihnen egal sein, denn Sie schaffen es nicht.“, erwiderte Ronon bloß und versuchte, Teylas Fesseln zu lösen. „Hoffen wir nur, dass Torrell erst dann auffällt, dass wir geflohen sind, wenn wir geflohen sind.“, sagte nun Rodney.
Teyla stand nach einiger Zeit befreit auf und nun löste sie Becketts Fesseln, während Ronon sich an denen Rodneys zu schaffen machte. Gerade war Rodney befreit, da kam Torrell in die Scheune zurück. Ronon schaffte es, die Verblüfftheit von Torrell auszunutzen, um ihn zu überwältigen.
„Na schön, was jetzt?“, fragte McKay, als er Torrell am Boden liegen sah. „Jetzt fliehen wir.“, sagte Ronon, doch Teyla schüttelte den Kopf. „Wir können da nicht raus. Die Dorfbewohner würden uns sofort wieder gefangen nehmen.“, sagte sie. „Dann wehren wir uns eben.“, brummte Ronon.
„Nein, Teyla hat recht. Wir können uns nicht gegen einen Haufen bewaffneter Menschen wehren.“, stimmte McKay nun der Athosianerin zu. „Dann fesseln wir am besten Torrell, sodass sich die Dorfbewohner gezwungen fühlen, nach ihm zu sehen.“, überlegte Teyla. „Und dann überraschen wir sie und eignen uns ihre Waffen an.“, ergänzte Ronon.
„Okay, guter Plan. Was ist mit Carson?“, fragte Rodney und musterte den am Boden liegenden Arzt, den es wohl schwer mitgenommen hatte. Das Blut, welches aus seiner Schläfe heraustrat, begann schon zu trocknen. „Nun, zuerst einmal sollten wir verhindern, dass er noch mehr Blut verliert.“, sagte er dann.
Teyla nickte und riss ein Stück ihres Hosenbeins ab, um es Beckett als Verband anzulegen. Rodney sah sich das genau an, während Ronon sich alle Mühe machte, Torrell zu fesseln. Er fesselte ihn jedoch nicht nur an Händen und Füßen, sondern schnürte zudem seinen gesamten Oberkörper zu und band ihn an den Holzpfahl, an dem zuvor das Team gefesselt war.
„Das wäre erledigt.“, knurrte er dann und Rodney sah sich den gefesselten Torrell genau an. „Ja, gut gemacht.“, grinste der Wissenschaftler. „Und jetzt?“, fragte Ronon. McKay schien wohl auch keine Idee mehr zu haben, wie es jetzt weiterging. „Nun, wir warten.“, sagte er schließlich.
Sheppard ließ den Dart vom Boden abheben und sammelte auch sogleich den bereit stehenden Ford ein. „Na schön, dann befreien wir jetzt mal mein Team.“, sagte John zu sich selbst und lenkte den Dart über den dichten Wald. Er wusste von seinem ersten Ausflug hierher noch, dass das Gate nicht weit entfernt war.
Er wählte das Gate an und wenig später schoss der Dart durch den Ereignishorizont und verschwand, um auf dem angewählten Planeten wieder zu erscheinen. Schnell brachte Sheppard das wendige Schiff in eine stabile Flugbahn und nach nur wenigen Minuten erblickte er das Dorf, dass sich tatsächlich mitten in einen riesigen Wald einfügte.
„Ford, es geht los.“, sagte Sheppard, auch wenn er wusste, dass der Lieutenant ihn nicht hören konnte, da er dematerialisiert war. Sheppard senkte kurz vor der Mauer, die das Dorf umgab, den Dart bis auf wenige Meter über den Boden und aktivierte den Rematerialisierungsstrahl.
Mitten auf dem Marktplatz erschien Ford, zwei Stunner zu beiden Seiten erhoben. Die Dorfbewohner jedoch achteten nur auf den über ihnen hinwegfegenden Dart. Erst als Ford die ersten Menschen niederschoss, bemerkten sie ihn. Jedoch taten sie die zu spät, denn der Dart kam zurück und feuerte einige Salven auf den Marktplatz, um die Menschen zu vertreiben.
„Hoffentlich treffe ich keinen.“, sagte Sheppard sich selbst, denn er wollte auch niemanden verletzen. Ford nutzte die Ablenkung und lief auf die Scheune zu, in der das Team noch immer gefangen war.
McKay sah ängstlich auf. „Die Wraith sind hier, oh mein Gott.“, brachte er nur hervor, als sich plötzlich das Tor der Scheune öffnete und Ford hereinkam. Erfreut stellte er fest, dass bis auf Carson alle wohlauf waren und drückte jedem einen Stunner in die Hand.
McKay brauchte eine Weile, um sich an die neue Situation zu gewöhnen, ehe er fragte: „Ford, was machen Sie hier?“ „Ich dachte, Sie wären tot, Aiden.“, sagte Teyla, doch Ford sagte nur: „Für ein Gespräch haben wir jetzt keine Zeit. Lauf auf den Marktplatz. Sheppard wird euch in den Dart beamen.“
„Was ist mit Ihnen?“, fragte Rodney, doch Ford war bereit wieder auf dem Marktplatz verschwunden und schon nach kurzer Zeit verlor das Team ihn aus dem Blickwinkel. „Dann mal los.“, sagte Ronon und hievte Beckett auf seine Schulter. Teyla und Rodney eilten voraus und schossen auf sich nähernde Dorfbewohner, die bedrohlich ihre Waffen erhoben.
„Jetzt!“, rief Teyla in die Scheune und Ronon kam so schnell er konnte auf den Marktplatz gerannt, wo er gemeinsam mit den anderen vom Dart eingefangen wurde. Der Dart steuerte bereits wieder das Gate an, da traf ihn plötzlich eine Kanonenkugel und ließ ihn sinken. „Oh, nicht schon wieder.“, protestierte Sheppard.
Er konnte den Dart nicht mehr stabilisieren, also rematerialisierte er das Team mitten im Wald, um etwa hundert Meter von ihrer Position abzustürzen. Er schlug mit dem Kopf auf die Steuerkonsole des Dart und wurde bewusstlos.
Rodney, Teyla und Ronon, der immer noch Beckett über seiner Schulter hängen hatte, hörten nur einen dumpfen Aufschlag, gefolgt von Jubelschreien, die wohl aus dem Dorf kamen. „Weg hier.“, sagte Rodney und deutete auf die Richtung, aus der das dumpfe Geräusch gekommen war.
Auf halben Weg dorthin erlangte Beckett wieder das Bewusstsein und klopfte Ronon gegen den Rücken, wie ein kleines Kind, das runter gelassen werden wollte. Ronon ließ ihn davon ein wenig erschreckt fallen und sich den Dreck abklopfend rappelte sich Beckett auf. „Carson, ist alles in Ordnung?“, fragte Rodney.
„Nein, nicht wirklich.“, erwiderte der Arzt und rieb sich den Kopf. Dabei entdeckte er seine Verletzung und fragte sofort unsicher: „Ist es schlimm?“ Dabei deutete er auf seine Verletzung, die von Teylas Hosenbeinverband verdeckt wurde. „Nun, es hat gereicht, um sie bewusstlos werden zu lassen.“, sagte Rodney nur.
„Wir müssen weiter.“, sagte Teyla und deutete auf eine rauchende Stelle mitten im Wald. „Glauben Sie -?“, begann Rodney, doch Teyla wusste scheinbar, was er sagen wollte und hob deshalb die Hand. Sie wollte es wohl nicht hören und ging vor.
Torrell stand auf. Zwei Dorfbewohner hatten ihn losgebunden und anstatt seiner Ford festgebunden. „Sie wollten also meine wertvolle Raruspflanze stehlen?“, fragte er, obwohl es wohl eher eine Feststellung war. Vor ihm zu seinen Füßen lag Ford mit einer blutenden Wunde im Brustbereich. Ein Pfeil war in ihn eingedrungen.
Torrell machte ein gespielt mitleidendes Gesicht und zog langsam den Pfeil aus Fords Brust heraus. Ford schrie mit jedem Zentimeter vor Schmerzen auf. „So, Sie wollen ihn also bei sich behalten?“, fragte Torrell und grinste. Mit aller Wucht, die er aufbringen konnte, drückte der den Pfeil, den er zur Hälfte rausgezogen hatte, wieder in Ford Körper hinein, was Ford erneut aufschreien ließ.
„Wer mich bestehlen will, muss büßen.“, hauchte Torrell in Fords Ohr und ließ ihn blutüberströmt am Boden liegen. Hinter sich schlug er das Tor der Scheune, in der Ford nun gefangen war, zu. Ford schloss die Augen und bewegte sich nicht mehr.
Fortsetzung folgt |
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Scout Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.10.2007 Beiträge: 220 Wohnort: im Taunus
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Verfasst am: 04.02.2008, 14:11 Titel: |
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Hi Kevin,
das war ja mal wieder Achterbahn. Was mir gefallen hat waren vor allem die kleinen Hommagen an die "Condemned"-Folge, zumindest gab es kleine Parallelen, die super gepasst haben und wenn es nur verbal, wie hier war:
| Zitat: |
| „Hoffen wir nur, dass Torrell erst dann auffällt, dass wir geflohen sind, wenn wir geflohen sind.“, sagte nun Rodney. |
So, das Team nimmt also sein Schicksal selbst in die Hand und befreit sich, dass kommt die Kavallerie, Ford wird geschnappt, John stürzt ab und waaaa - da ist ja schon wieder ein Cliffhanger!
Hat mir gut gefallen, man kommt zwar kaum uzm Atmen, aber was soll's?  _________________
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Kevin Schreiberling
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 195
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Verfasst am: 05.02.2008, 10:43 Titel: |
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@ Scout
Ja, wieder ein Cliffhanger, der jetzt in meinem "persönlichen" Lieblingskapitel aufgelöst wird. Ich hoffe, dir gefällt es auch.
Weiter geht's.
Die Rarsupflanze – Kapitel 8
Teyla, Rodney, Ronon und Carson kamen am abgestürzten Dart an. Der Schutzfilm, der normalerweise das Cockpit umhüllte, war nicht mehr existent. Dafür konnte das Team jedoch einen Bewusstlosen Sheppard erblicken. Blut strömte ihm aus der Nase und wie Beckett hatte auch er eine Kopfverletzung.
„Carson, lebt er noch?“, fragte Rodney, als der Arzt an den Dart herantrat. „Moment.“, sagte Beckett und fühlte den Puls des Colonels. Er atmete erleichtert auf und nickte Ronon zu, der ebenfalls an den Dart herantrat und Sheppard mit der Hilfe von Beckett aus dem Dart hievte.
„Nun, damit werden wir sicher nicht verschwinden.“, sagte Rodney mit einem Blick auf den vollkommen zerstörten Dart. Beckett und Ronon legten den Colonel auf dem harten Boden des Waldes wieder ab und Beckett untersuchte die Verletzungen, ehe er zu einer kurzen Diagnose kam.
„Nun, ohne die nötigen Mittel kann ich nichts Genaueres sagen, aber bei einem solch heftigen Aufschlag rechne ich mit einer Gehirnerschütterung.“, sagte er und sah in die Runde. Teyla ging neben dem Colonel in die Knie. „Und was machen wir jetzt?“, fragte sie dann.
„Ich hätte da eine Idee.“, brummte Ronon und zog den Stunner, den er von Ford bekommen hatte. „Wir besorgen uns einfach diese Pflanze.“, fügte er hinzu, doch McKay warf ein: „Klar, und danach gehen wir noch mit den Wraith essen.“
„Ich sagte nicht, dass es leicht wird.“, knurrte Ronon und sah bedrohlich zu Rodney, der unwillkürlich einen Schritt zurück wich. „Aber jemand muss bei Sheppard bleiben.“, sagte er dann. „Das tue ich.“, sagte Beckett. „Auf diese Weise kann ich mich über seinen Gesundheitszustand auf dem Laufendem halten.“
„Ja, wir haben keine Funkgeräte, also ist das die beste Lösung.“, bestätigte Teyla. „Aber wir haben nur Stunner. Nicht gerade hilfreich gegen einen Haufen bewaffneter Eingeborener.“, meckerte Rodney, als Ronon sich an Sheppards Gürtel zu schaffen machte. „Was tun Sie da?“, fragte Rodney skeptisch.
Ronon stand wieder auf und demonstrierte seine Waffe, die er auch sogleich auf „Töten“ einstellte. „Auf diese Option greifen Sie aber nur zurück, wenn Torrell uns töten will, klar?“, sagte McKay etwas beunruhigt. „Ich werde mich zurückhalten, sofern das möglich ist.“, sagte Ronon.
„Dann los.“, sagte Teyla und die kleine Gruppe machte sich auf den Weg zurück in das Dorf, dass von ihrer Position aus leicht zu finden war. Sie mussten nur dem Pfad folgen, den sie gekommen waren. Doch schon nach kurzem machte Teyla eine Bewegung in einem Gebüsch in ihrer Nähe aus.
Ford erwachte wieder aus seinem kurzem Schlaf und blickte an sich hinunter. Der Pfeil steckte nach wie vor in seinem Brustkorb und vor sich sah er schon eine Blutlache. Er fragte sich jedoch nicht, wie viel Blut er bereits verloren hatte. Er hatte wichtigeres zu tun. Er sammelte all seine Kraft in seinen Handgelenken, jederzeit bereit, sich von den Fesseln loszureißen und zu fliehen.
In diesem Moment kam Torrell breit grinsend in die Scheune und auf ihn zu. „Sieht so aus, als hätten Sie nicht mehr lange zu leben, Ford.“, sagte er und umkreiste den Lieutenant. „Das Gleiche kann ich auch von Ihnen sagen.“, sagte Ford, als Torrell direkt vor ihm zu stehen kam. Verwirrt sah Torrell ihn an.
Ehe er reagieren konnte, riss Ford sich von seinen Fesseln los und umklammerte Torrells Hals mit der bloßen Absicht, diesen Mann umzubringen. Kurz bevor er weitere Kraft aufwenden konnte, um Torrells Schicksal zu besiegeln, trat dessen Verlobte in die Scheune und sah das Ganze.
Sie zog sofort ihre Armbrust und richtete sie bedrohlich auf Ford. Gerade schoss sie, da lenkte Ford Torrell ihn die Schusslinie und er wurde statt Ford tödlich getroffen. Er brach über Ford zusammen und die Frau kam zitternd auf die beiden am Boden liegenden Männer zu. Ehe sie etwas sagen konnte, zog Ford ihr Bein weg und sie fiel auf den Boden. Ford reagierte sofort.
Er schnappte sich die Armbrust und zog sich in der gleichen Bewegung den immer noch tief sitzenden Pfeil mit einem lauten Schmerzensschrei aus dem Körper. Er warf den Pfeil beiseite und musste sich erst sammeln, ehe er, die Armbrust erhoben und die Frau und den toten Torrell nicht mehr beachtend, die Scheune verließ.
„Der Gefangene ist entkommen!“, schrie ein Mann, der an einem Verkaufsstand gerade einige Früchte begutachtet hatte und nur aus den Augenwinkeln den flüchtenden Lieutenant sehen konnte. Ford störte sich nicht an den erschrockenen Dorfbewohnern, als er blutüberströmt über den Marktplatz eilte.
Niemand hielt ihn auf, denn er sah aus, wie eine Leiche. Die Farbe war seinem Gesicht entwichen und das Blut, das über seiner gesamten Kleidung verteilt war und auf den Boden tropfte, taten ihr Übriges dazu. Noch nicht einmal die Wachen am Dorftor hielten ihn auf und sahen nur ängstlich, dass er immer noch lebte, hinter ihm her.
Er eilte in den Wald hinein und traf auf eine kleine Patrouille von fünf Männern, die sofort ihre Bögen erhoben und auf ihn richteten. In diesem Moment trafen mehrere Stunnerschüsse die Patrouille und Ford sah sich nach seinen Rettern um.
Teyla, McKay und Ronon verließen ihr kleines Versteck, das sie einnehmen mussten, als die Patrouille vor kurzem an ihnen vorbeigekommen war und Teyla rannte auf Ford zu, der kreidebleich und schwer atmend zusammenbrach. „Oh mein Gott.“, sagte Teyla und fiel neben ihm zu Boden.
„Wir müssen ihn zu Carson bringen.“, sagte Rodney sofort und Teyla nickte. „Wir bekommen Besuch.“, sagte Ronon und deutete auf die Richtung, aus der Ford gekommen war. Offensichtlich hatten die Dorfbewohner zuerst diesen Schrecken verkraften müssen, ehe sie ihm nacheilten.
Ronon richtete sich auf, während Teyla und McKay den nun bewusstlosen Ford hochhievten. Die Dorfbewohner schossen erste Pfeile mit ihren Bögen auf das Team, doch Ronon erwiderte das Feuer und nun war es ihm egal, ob seine Waffe nur betäubte, oder gar tötete. Nacheinander gingen die herannahenden Männer und Frauen zu Boden.
„Ronon, komm!“, rief Teyla, denn sie und Rodney hatten sich schon genügend Vorsprung erarbeiten können und verschwanden zwischen zwei Bäumen. Ronon schoss noch einige Male, ehe er ihnen nacheilte und in der Dunkelheit des Waldes verschwand.
„Colonel?“, fragte Carson überrascht, als er aufblickte, nachdem er sich seinen Schuh zugebunden hatte, über dessen Schnürsenkel er zuvor beinahe gefallen wäre. John war erwacht und stand auf, als ginge es ihm nie besser. „Mir geht’s gut, Doc, keine Sorge.“, sagte er.
Carson kannte diese Worte nur zu gut. Vor etwa einem Jahr kamen sie aus dem Mund von Lieutenant Ford, kurz nachdem er zum ersten Mal mit dem Enzym in Verbindung kam. Beckett hatte sich seitdem angewöhnt, diese Worte nicht mehr gelten zu lassen. Er drückte Sheppard wieder auf den Boden, als dieser sich gerade komplett aufrichten wollte.
„Doc, was ist denn los?“, fragte er dann und riss sich los. Dabei spürte er ein schmerzvolles Stechen in seinem Kopf und rieb an seiner Schläfe. Als er seine hand daraufhin begutachtete, erkannte er vor lauter Blut die Hand kaum noch. „Okay, ich leg mich dann besser wieder.“, sagte er dann und ließ sich wieder auf den Boden sinken.
„Ja, das sollten Sie.“, bestätigte ihn Beckett. „Wo sind die anderen?“, fragte Sheppard dann, als er sich umsah. Sein Blick blieb auf dem vollkommen zerstörten Dart hängen. „Damit fliegt wohl keine mehr.“, sagte er dann zu sich selbst. „Teyla, Ronon und Rodney versuchen diese Pflanze zu besorgen.“, klärte ihn Beckett dann auf.
„Ja, Atlantis wartet.“, sagte dann John. „Können Sie mir das irgendwie verbinden?“, fragte er dann und deutete auf seine Kopfverletzung. „Ja, natürlich.“, sagte der Arzt und riss sich ein Stück seiner Kleidung ab, um daraus einen Verband wie den um seinen eigenen Kopf zu machen.
Gerade hatte er dem Colonel den Verband angelegt, da kamen die anderen drei mit dem bewusstlosen Ford zurück. Rodney sah zwischen beiden hin und her. „Oh, Partnerlook.“, sagte er dann und grinste. „Wie ist es gelaufen?“, fragte Carson und Teyla schüttelte den Kopf.
„Aiden hier kam uns entgegen und brach zusammen. Wir konnten die Pflanze nicht besorgen.“, sagte sie und blickte besorgt zu dem bleichen Lieutenant. Carson machte sich sofort an ihm zu schaffen. „Da hat ihn etwas komplett durchdrungen, im Brustbereich. Er hat Glück, noch am Leben zu sein.“, sagte er dann.
„Okay, Verletzter Nummer drei.“, sagte Sheppard scherzhaft und das Team konnte nur lächelnd zustimmen, obwohl die Situation nun mehr als schlecht war. Als ob sie nicht schon schlimm genug wäre, hörte Ronon plötzlich ein Geräusch in der Nähe und richtete seine Waffe auf die Stelle, aus der das Geräusch kam.
Fortsetzung folgt |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 05.02.2008, 12:23 Titel: |
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So, jetzt hab ich auch hier nachgeholt *ächz*.
Wow! Da hast du aber wirklich Dramatik und Action aufgefahren, daß man kaum zu Atem kam *hechel*! Aber viel gebracht - außer noch mehr Ärger - hat es ihnen bisher nicht. Eher im Gegenteil, jetzt sind schon zwei Leute außer Gefecht gesetzt. Es sei denn, mit dem Enzym hat Ford auch noch die Heilkräfte der Wraith. Aber seit Common Ground wissen wir ja, daß so eine Verletzung, wie er jetzt hat, wohl auch ein bißchen Zeit zum Heilen braucht.
Naja, zumindest dürften sie kein großes Problem mehr mit Torrell haben, es sei denn ... war da nicht von Langlebigkeit die Rede? Nicht daß das nicht nur Langlebigkeit bedeutet, sondern Unsterblichkeit, das wäre wirklich übel. Andererseits wäre seine Verlobte ja wohl nicht dermaßen zusammengebrochen über seinen Tod *grübel*.
Und natürlich wieder ein Cliffhanger der üblen Sorte - argh! Wer raschelt da in den Büschen? Fortsetzung, aber dalli!!! |
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Scout Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.10.2007 Beiträge: 220 Wohnort: im Taunus
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Verfasst am: 07.02.2008, 22:50 Titel: |
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Hihi, das mit dem Partnerlook war gut! Ebenso wie der ganze Teil. War spannend, vor allem Aidens Flucht und wie er Torrell drankriegt. Der ist ja nun Geschichte. Jedenfalls hat Carson ja jetzt erst mal eine ganze Menge zu tun!
Mal schauen, wie das jetzt mit dem Pflänzchen wird!
Hat wieder mal Spaß gemacht! _________________
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Kevin Schreiberling
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 195
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Verfasst am: 08.02.2008, 07:57 Titel: |
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@ Hyndara
Stimmt, gebracht hat es ihnen nichts. Ist irgendwie schon ein hin und her, mal ist der gefangen, aber die anderen frei und dann wieder umgedreht. Oder wie im Moment gibt es viele Verletzte. Zu Torrell wirst du in diesem Kapiel mehr erfahren. Na ja, aber jetzt steuern wir langsam schon das Ende an.
@ Scout
Ja, Carson hat viel zu tun. Wie es dann erst wird, wenn er wieder in Atlantis ist mit all seinen neuen Patienten dort....
Wie es jetzt mit der Pflanze aussieht, folgt dann jetzt.
Fortsetzung gibt's hier und jetzt:
Die Raruspflanze – Kapitel 9
Er stand auf und ging in die Richtung, in der er das Geräusch gehört hatte. Plötzlich tauchten zwischen den Sträuchern des dichten Waldes vier Personen auf. Es war Lornes Team, gekränkt, aber am Leben. „Major, was tun Sie hier?“, fragte Sheppard und richtete sich auf, musste aber schmerzhaft feststellen, dass das nicht seine beste Idee war.
Seine schrecklichen Kopfschmerzen ließen ihn wieder auf den Boden sinken. „Doktor Weir hat uns aufgetragen, die Früchte, die von der Heilpflanze kommen, zu holen. Laut Doktor Zelenka, der sich vor einer Stunde noch mal an die Datenbank gesetzt hat, ist nur die Pflanze selbst empfindlich gegen Viren.“, sagte Lorne und hustete sich nach diesem Vortrag erst mal die Seele aus dem Leib.
„Da Sie so lange brauchen, hat Weir uns geschickt, da sie vermutete, dass Sie Schwierigkeiten haben.“, fügte er dann hinzu. „„Schwierigkeiten“ ist noch untertrieben.“, sagte Rodney vorlaut. Teyla sah besorgt zu Lorne, der sich an einen Baum stützte, um von seinem Hustenanfall nicht umgerissen zu werden.
„Kommen Sie uns lieber nicht zu nahe.“, sagte Sheppard. „So eine Grippe will ich nämlich nicht haben.“, fügte er hinzu, doch Lorne schüttelte den Kopf. „Sir, Zelenka hat noch etwas anderes gefunden. Menschen mit dem Antikergen sind immun gegen dieses Virus. Er hat Test bei mir gemacht.“, sagte er dann und Rodney staunte.
„Und warum sind Sie dann todkrank?“, fragte der Wissenschaftler und Lorne wollte grinsen, musste aber statt dessen niesen. „Entschuldigung.“, sagte er dann. Er zog ein Taschentuch aus seiner Hosentasche und schnäuzte hinein. John war sich sicher, dass es selbst im Dorf jeder hören konnte.
„Nun, ich hab eine normale Grippe. Er hat mir schon etwas dagegen gegeben.“, sagte der Major dann. „Mein ganzes Team hat das Antikergen. Peters ist noch vollkommen gesund. So kam Zelenka drauf, dass Antiker immun sein könnten.“, erklärte er. „King und McLion haben sich bei mir angesteckt, aber das geht vorbei.“, ergänzte er und deutete auf die junge blonde Frau und den groß gewachsenen Captain.
„Wenn die Antiker immun gegen das Virus sind, es aber tragen können -.“, begann Rodney, doch Lorne unterbrach ihn: „Wir tragen das Virus gar nicht in uns. Das Gen neutralisiert die Viren, aber nur, wenn man das Gen trägt, bevor man eigentlich infiziert sein sollte. Eine nachträgliche Gentherapie hat nichts bewirkt.“
„Aber dann haben Sie das Virus gar nicht eingeschleppt. Wer war es dann?“, fragte Carson. „Major Bennets Team kam auf M9R-221 mit dem Virus in Kontakt.“, beantwortete Leutnant Peters die Frage, da Lorne erneut durch einen Hustenanfall verhindert war. „Okay, dann helfen Sie Rodney, Teyla und Ronon bei der Beschaffung dieser Pflanze. Beckett bleibt hier. Unserem Freund hier geht es nicht besonders.“, sagte Sheppard und deutete auf Ford, der nach wie vor am Boden lag.
„Doc, wir haben medizinisches Material dabei.“, sagte Lorne und reichte dem Arzt einen Koffer. „Wir dachten schon, dass jemand verletzt sein könnte.“, fügte Leonard King hinzu und nieste. „Okay, jetzt halten Sie uns aber Ihre Grippeviren vom Hals.“, meckerte John wies die Gruppe an, die Lichtung zu verlassen, die der abgestürzte Dart verursacht hatte.
Er sah kurz in den Himmel, indem nun die Sterne funkelten. Sein Team war schon fast einen ganzen Tag auf diesem Planeten, wegen einer dämlichen Pflanze. Er wurde aus diesem Gedanken gerissen, als Ford hustend erwachte. „Oh, verdammt.“, meckerte dieser sofort. Wenigstens kann er noch fluchen, dachte sich John und sah zu ihm herüber.
„Ford, geht’s Ihnen gut?“, fragte er. „Nein, nicht wirklich.“, erwiderte der Lieutenant und deutete nur auf seinen durchbohrten Brustkorb. „Nun, wenigstens sind Sie erwacht.“, sagte Carson, um ihn zu beruhigen. „Was genau ist passiert?“, fragte Sheppard sofort, wodurch er sich einen bösen Blick des Arztes einfing. Offensichtlich sollte Ford nun erst mal Ruhe haben.
Unbeeindruckt von diesem Blick, fragte er noch mal, da Ford nicht geantwortet hatte: „Ford?“ Nun richtete sich der Lieutenant leicht auf. „Torrell ist tot. Seine Alte hat ihn getötet, als sie mich töten wollte.“, sagte Ford, ehe er von Carson wieder zurück auf den Boden gedrückt wurde. „Sie bleiben liegen.“, sagte dieser nur und Ford machte ein leicht wütendes Gesicht.
Während dessen waren Teyla, Rodney, Ronon und Lornes Team bereits an der Dorfmauer angekommen. „Wo sind diese Pflanzen?“, fragte Lorne Teyla, die unwissend mit dem Kopf schüttelte. „Wir sind gar nicht so weit gekommen, das zu fragen.“, sagte Rodney und blickte um die Ecke. Der Marktplatz war ruhig.
Nur wenige Menschen tummelten sich zu so später Stunde noch auf den Straßen des Dorfes herum. Jedoch marschierten überall Wachen mit Bögen im Anschlag herum und eine Patrouille hätte Rodney fast entdeckt, wäre dieser nicht gleich wieder hinter der Mauer in Deckung gegangen.
„Ich schlage vor, wir trennen uns und suchen im ganzen Dorf.“, sagte Teyla und einstimmiges Nicken setzte diesen Vorschlag durch. Teyla, Rodney und Ronon gingen zusammen und Lornes Team ging zusammen. Zuvor bekam Teyla jedoch im Tausch gegen Stunner eine P-90 und Rodney behielt seinen Stunner, bekam aber noch eine Pistole zu seiner Waffenausrüstung hinzu. Ronon blieb bei seinem geliebten Blaster.
Die Gruppe teilte sich auf. Lornes Team hielt sich rechts an der Mauer, während Rodney und Co. sich links hielten und schon bald an einer belebten Kneipe vorbeikamen. Dort drinnen befand sich jedoch kaum eine Menschenseele und das Team hatte auch keine Zeit, einen näheren Blick zu riskieren, da sie weiter mussten. Das Dorf war nicht besonders groß, wie dem Team erst jetzt auffiel.
Es war allerdings groß genug, um eine Kirche, oder zumindest etwas ähnliches zu beinhalten. Glocken läuteten zu dieser späten Stunde und Dorfbewohner verließen weinend das große Gebäude, welches tatsächlich wie eine durchschnittliche mittelalterliche Kirche wirkte. Als die letzte Menschengruppe das Gebäude verlassen hatte, wagte Teyla einen Blick hinein.
An einer Art Sarg am anderen Ende des Gebäudes kniete die Verlobte von Torrell und wimmerte vor sich hin. Teyla konnte ahnen, wer in diesem Sarg lag, sagte jedoch nichts, da es nun unwichtig war, ob Torrell tot oder lebendig war. Sie brauchten die Früchte der Raruspflanze und zwar so schnell wie möglich.
Sie hatten schon genug Zeit verschwendet, als Torrell sie gefangen hielt. Teyla wandte ihren Blick ab und das Team setzte seinen Weg fort. Nach kurzer Zeit kamen sie an der Scheune vorbei, in der man sie gefangen hielt und etwas später standen sie hinter dem großen Gebäude, welches wohl Torrells Haus war. Von der anderen Seite kam Lornes Team auf sie zu.
Auch sie schienen nichts gefunden zu haben und schließlich am letzten verbliebenen Haus angekommen. Lorne gab Teyla ein Zeichen, und sie schlich mit Ronon und Rodney im Schlepptau auf ihn zu. Nicht weit entfernt war der nun etwas belebtere Marktplatz und sie wollten nicht riskieren, entdeckt zu werden.
Als Teyla und Co. bei Lorne angekommen waren, besprachen sie kurz die Lage. „Die Pflanze muss in diesem Haus sein.“, sagte Lorne und deutete auf eben dieses Haus, hinter dem sie standen. Teyla sah hinauf und nickte. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, schlichen beide Teams durch ein Fenster in das Haus.
Die Verlobte des verstorbenen Hüters war noch nicht zurück und so blieb etwas Zeit, das Haus zu durchsuchen. Lornes Team ging die Treppe hinauf, während Teyla und Rodney in den Keller hinunter gingen. Ronon hielt die Stellung im Erdgeschoss. Er sah sich kurz um und ohne jede Vorwarnung flog die Tür des Hauses auf.
Lorne sah sich um und erkannte in der Dunkelheit nicht viel, konnte aber auch die Taschenlampe nicht einschalten, da er sonst verraten würde, dass jemand im Haus war, denn von draußen hätte man dies sofort bemerkt. Er stieß mit dem Fuß gegen einen Tisch und machte damit, so schien es ihm in der Stille der Nacht, einen schrecklichen Lärm.
Vorsichtig ging er weiter. Ein paar Meter entfernt hörte er ein unterdrücktes Niesen und hätte sich fast davon anstecken lassen, da er nun selbst den Drang verspürte, zu niesen. Er hielt sich jedoch unter Kontrolle und sah sich nun weiter um. Plötzlich erkannte er, im Licht des Mondes, das durch ein Fenster in den Raum fiel, ein merkwürdiges Gebilde.
Er trat näher darauf zu und erkannte, dass es eine riesige Pflanze war, die Dutzende Früchte trug. Sie ließ den näheren Bereich um sie herum wie einen Urwald wirken, denn kleinere Ableger der Pflanze tummelten sich drum herum. Er betätigte sein Funkgerät. „Ich hab sie gefunden.“, flüsterte er hinein, musste jedoch niesen und versprühte dadurch Viren auf der Pflanze, die sofort begann, zu verwelken.
Teyla wies Rodney an, ihr wieder nach oben zu folgen, um die Pflanze zu begutachten. Er folgte ihr, wenn auch recht ungeschickt, denn im Laufschritt warf er gleich mal einen Stuhl um. „Wenn der auch im Weg stehen muss.“, entschuldigte er sich, als Teyla ihn ernst ansah.
Sie stiegen die Treppe zum Erdgeschoss hinauf und wurden sogleich Zeugen eines durchaus merkwürdigen Moments. Torrells verlobte stand mit Tränen in den Augen da und richtete ihre Armbrust auf Ronon, der seinerseits seine Waffe auf sie gerichtet hatte.
„Ronon.“, flüsterte Teyla, doch er antwortete nicht. Die Szene schien wie versteinert und Rodney schluckte kurz. Wenn Ronon feuern würde, wäre das gesamte Dorf alarmiert, dass sie da seien, wenn sie feuerte, wäre das nicht unbedingt anders, aber zugleich wäre Ronon wohl auf der Stelle tot, denn sie richtete ihre Armbrust auf seinen Kopf.
Fortsetzung folgt |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 08.02.2008, 11:47 Titel: |
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Lorne ist aber auch ein großer Pechvogel! Niest er auf diese Pflanze, die damit Geschichte sein dürfte *genervtist*. *kopfschüttel* Dabei mag ich ihn so *mecker*, aber manchmal ist er wirklich die Ungeschicklichkeit in Person ...
Mh, könnten sie nicht vielleicht doch einen Ableger (sofern die zumindest noch heile sind nach Lornes Virenattacke) mit nach Atlantis nehmen? Wäre doch vielleicht von Vorteil, und Kathy würde sich doch bestimmt sehr liebevoll um die Pflanze kümmern *zwinker*.
Ich frage mich jetzt nur, nachdem du ja jetzt das Ende angekündigt hast, ob es ihnen dieses Mal gelingt, Ford mitzuschleppen. Allerdings hätte er dann ja in der Serie auftauchen müssen - was er nicht ist. Ergo wird er wohl wieder den Verschwindibus machen. Die Frage ist nur wie? *grübel* Dieses Mal hat es ihn ja übelst erwischt, da würde ich ihm einen Kurzaufenthalt inklusive liebevoller Pflege auf Atlantis sogar mehr als gönnen.
Also, ich bin gespannt, wie es weitergeht (auch wenns schade ist, daß die Geschichte nun bald endet ...). |
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Scout Schreiberling

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.10.2007 Beiträge: 220 Wohnort: im Taunus
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Verfasst am: 10.02.2008, 19:25 Titel: |
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Hat mir auch wieder gefallen! Lorne, der Tollpatsch...tss, aber gut, wäre ja auch zu einfach gewesen. Schade ums Pflänzchen. Aber wir sind ja noch nicht ganz am Ende und Atlantis muss auch noch gerettet werden. Jetzt bin ich erst mal gespannt, wie die Ronon Nummer zu Ende geht!
War auf jeden Fall wieder eine Reise wert dieser Teil! _________________
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Kevin Schreiberling
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 195
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Verfasst am: 11.02.2008, 20:52 Titel: |
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@ Hyndara
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass du das hier liest (ich hoffe es natürlich), antworte ich auch auf dein Feedback. Mh, ja, Lorne ist echt ein Pechvogel. Dummerweise könnte es sein, dass seine ganzen ausgeniesten Viren sich auch auf den Ablegern verteilt haben, wodurch sie alle nutzlos sind. Wie er nun verschwindet, wird in diesem letzten Kapitel angekündigt.
@ Scout
Ja, schade um die Pflanze, aber es wäre auch AU, wenn man plötzlich ein Mittel gegen das HIV hätte mit der Pflanze, also.... Nun, wie es mit Ronon und allgemein mit der Geschichte weiter und zu Ende geht, kannst du ab jetzt lesen.
Jetzt geht's also zu Ende:
Die Raruspflanze – Kapitel 10
„Ronon!“, warnte Teyla den Satedaner erneut, jedoch wandte er den Blick nicht von der vollkommen verstörten Frau ab. Von oben kam Lornes Team herunter: „Teyla, wo bleiben -?“ Mehr kam nicht aus seinem Mund, denn auch er sah nun die Szenerie. Er schlug sich damit auch das Bild der verwelkten Raruspflanze aus dem Kopf.
„Ihr habt ihn umgebracht.“, stammelte die Frau leicht wimmernd. Teyla zog eine Augenbraue hoch. „Haben wir nicht. Er wollte uns töten.“, erwiderte sie dann und die Frau sah zu Teyla herüber. Ronon nutze die Gelegenheit und schoss auf sie. Sie fiel bewusstlos mit einem dumpfen Geräusch zu Boden.
„Was war das?“, hörten die beiden Teams einen Mann von draußen rufen. Lorne reagierte sofort. „Wir haben die Pflanze gefunden. Leider musste ich niesen. Sie ist vollkommen verwelkt, aber da sind noch Dutzende von diesen Früchten.“, sagte er. „Reichen sie, um die alle auf Atlantis zu heilen?“, fragte die Athosianerin.
„Ich denke schon.“, sagte Lorne und nieste sogleich wieder. „Okay, holen Sie alles, was Sie kriegen können.“, sagte Teyla. „Wir halten Ihnen die Dorfbewohner vom Hals.“, fügte Ronon brummend hinzu und verließ die Hütte, um sofort auf herannahende Wachen zu feuern. „Das er auch immer so unüberlegt handeln muss.“, meckerte Rodney und verließ ebenfalls das Haus.
Er schoss mit seinem Stunner auf herumgehende Menschen, egal ob einfacher Bewohner oder Wache. „Beeilen Sie sich.“, wies Teyla Lorne an, der sein Team förmlich die Treppe hochjagte. Teyla sah ihm noch kurz nach, ehe sie ebenfalls die Hütte verließ und mit der P-90 nur auf den Boden vor den Menschen schoss, um sie zurückzuhalten.
Wenige Sekunden später kamen schon Pfeile angeflogen und mehr oder weniger elegant konnten die drei ausweichen, ehe sie weiterschossen. Rodney hoffte nur, das dieser Alptraum bald auch mal vorbei wäre. Aus dem Funkgerät erklang nach einer Minute des ständigen Verteidigens Lornes Stimme „Teyla, wir haben alle Früchte und sind durch das Fenster raus. Ich melde mich, sobald wir das Dorf verlassen haben.“
„Verstanden.“, konnte Teyla nur antworten, ehe sie sich wieder auf die Wachen konzentrierte, die weiterhin auf sie zukamen. Ronon schnellte immer wieder herum, um das langsame Feuertempo des Wissenschaftlers hinter ihm auszugleichen, da von der anderen Seite die Wachen immer näher kamen.
„Wir sind raus!“, kam Lornes Stimme aus dem Funkgerät, ehe ein Niesen zu hören war. Teyla konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, wurde aber sogleich wieder ernst. „Weg hier!“, rief sie ihren beiden Begleitern zu und sie eilten in das Haus zurück, um durch das Fenster an der anderen Seite wieder zu entkommen.
Die Wachen wagten sich etwa eine Minute später in das Haus vor, welches jedoch nun verlassen war. Torrells Verlobte richtete sich nach dem kurzen Schockzustand, den sie durch Ronons Waffe erhalten hatte, wieder auf und war mehr als wütend. „Sucht den Wald ab.“, schrie sie hysterisch und die Wachen befolgten diesen Befehl.
Teyla, Ronon und Rodney waren unterdessen auf Lornes Team aufgeschlossen, die schwere Säcke mit sich trugen. „Das sollten mehr als genug sein.“, sagte Rodney beim Anblick der Säcke und Teyla nickte, ehe sie ihr Funkgerät aktivierte: „Doktor Beckett, wir haben die Früchte, werden jedoch verfolgt.“
Sheppard hörte am anderen Ende der Leitung diesen Funkspruch. „Doc.“, sagte er dann und richtete sich auf. „Hey, Moment mal, Sie dürfen nicht aufstehen.“, sagte Carson, doch John ignorierte ihn. „Wie kommen wir denn sonst hier weg, Carson?“, sagte er dann und packte Ford an seinem rechten Arm.
„Helfen Sie mir lieber, ihn mitzunehmen.“, wies er den perplexen Arzt an. „Na schön.“, erwiderte dieser, als er sich wieder gefangen hatte. „Teyla, wir treffen uns am Gate.“, gab er dann über Funk durch, als die beiden Ford aufgerichtet hatten und mit ihm durch die Sträucher eilten.
Sie kamen nur langsam voran, aber doch schnell genug, um noch vor Teyla und Co. am Gate zu sein. „Wählen Sie Atlantis an.“, sagte Sheppard kraftlos und Carson tat wie ihm geheißen. Als er das sechste Symbol wählte, kamen hinter ihm Teyla und Co. aus dem Wald. „Sie sind direkt hinter uns.“, rief Lorne und Carson betätigte die verbliebenen Symbole.
„Geben Sie Ihren Code ein.“, drängte Sheppard den Major. „Atlantis, wir haben die Früchte und Verletzte.“, meldete King während dessen und half Sheppard, den stark verletzten Ford durch das Gate zu tragen. Teyla und Carson bildeten zusammen mit Rodney die weite Gruppe, die durch das Gate gingen. Lornes Team und Ronon hielten ihnen den Rücken frei.
Die Dorfbewohner eilten aus dem Wald auf sie zu und Lorne konnte gerade so einem herannahenden Pfeil ausweichen. Er ging als letzter durch das Gate und auf der anderen Seite rief er sofort: „Schild hochfahren.“ Fast in der gleichen Sekunde fuhr der Schild hoch und mehrere Aufschläge waren zu hören, ehe das Gate sich abschaltete.
Eine Woche später ging Weir einen Gang in Atlantis entlang. Carson kam ihr entgegen. „Und, wie geht es Ihrem Patienten?“, fragte sie. „Der Lieutenant wird wohl bald wieder auf den Beinen sein.“, erwiderte der Arzt. „Nun, Colonel Sheppard hat ihm eine Mitgliedschaft in einem anderen Team angeboten.“, sagte dann Weir.
„Wirklich? Das ist toll.“, gab Carson zurück. „Ja, sehe ich auch so. Ford sagte, er würde es sich überlegen. Ich glaube, wir haben ihn zurück.“, sagte dann Weir recht erfreut. „Aber wie sieht es mit dem Enzym aus?“, fragte sie dann. „Er hatte noch einiges vorrätig. Wir gaben es ihm, als seine Schmerzen größer wurden. Es scheint ihn tatsächlich immer neu stärken zu können.“, sagte der Arzt.
„Nun, das ist natürlich erfreulich, dass es ihm hilft, aber wenn Sie nichts mehr haben, werden wir ihn wohl entgültig entwöhnen müssen.“, gab Liz zurück. „Ja, hoffentlich lässt er es dieses Mal mit sich machen.“, sagte Carson. „Sie haben ihm das Leben gerettet, Carson.“, sagte Weir verblüfft, dass er überhaupt daran denken konnte, Ford würde nicht dankbar sein.
„Nein, Elizabeth, er hat unser aller Leben gerettet. Wäre er nicht gewesen, dann wären wir jetzt alle tot.“, erwiderte Beckett. Weir musste sich eingestehen, dass er recht hatte. „Doktor Weir?“, kam es dann aus dem Funkgerät. „Was gibt es, Chuck?“, fragte Weir etwas besorgt, da sie schon ahnte, was los war.
„Ford ist- .“, fing er an, doch dann war nur ein Stöhnen zu hören, wie es die Leute von sich gaben, wenn sie von einem Stunner erwischt wurden. „Carson.“, sagte Elizabeth entschuldigend und lief zum nächsten Transporter, um in die Nähe des Kontrollraumes zu gelangen.
Sie kam schließlich in dem Raum an, der bläulich schimmerte, da der Ereignishorizont sein Licht verbreitete. Am Boden lagen Chuck, McKay und einige andere Techniker, zu denen sie sofort eilte. Als sie aufsah, sah sie gerade noch Ford durch das Gate gehen, ehe es sich abschaltete. Er war also entkommen.
ENDE
Danke nochmal für die Feedbacks und die Lesertreue. Hiermit endet eine weitere Geschichte um Ford, aber es wird sicher bald mal wieder eine geben. Ich hoffe dann, dass vielleicht wieder einer mitliest. |
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