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Das Tor in phantastische Welten
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Immer wieder Abschied nehmen


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Autor Nachricht
Kevin
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 18.09.2007
Beiträge: 195

BeitragVerfasst am: 08.01.2008, 19:04    Titel: Immer wieder Abschied nehmen Antworten mit Zitat

IMMER WIEDER ABSCHIED NEHMEN



Autor: Kevin
Titel: Immer wieder Abschied nehmen – Verschollen
Zeit: Nach „2.17 – Coup D’etat“
Disclaimer: Stargate: Atlantis und alle Stargate-Charaktere und alles, was dazu gehört ist Eigentum von MGM/UA, Double Secret Productions, Gekko Productions und dem SciFi Channel. Die Rechte an der Story gehören dem Autor. Diese FF ist nur aus Spaß geschrieben worden, nicht, um Geld zu verdienen.
Kommentar: Ich habe diese Geschichte zwar auch schon im SGP gepostet, aber für den Fall, dass noch jemand neu einsteigen will, dem kann ich hier die Möglichkeit bieten. Außerdem finde ich es hier angenehmer, auch mögliche weitere Gesichten dieses Themas zu posten.
Feedbacks: Wie bekannt sein dürfte, sind bei mir Feedbacks immer wieder gerne gesehen, denn für mich gilt: "Jede Kritik ist eine neue Erfahrung"
Inhalt: Sheppard und McKay machen einen kleinen Ausflug zu einem anderen Planeten. Der Jumper der beiden wird abgeschossen und er muss in einem dichten Wald notlanden. Zusammen kämpfen sie sich durch den Wald auf dem Weg zurück zum Gate und treffen auf eine große Gefahr, sowie einen alten Bekannten....


Verschollen – Kapitel 1

Auf einem Planeten aktivierte sich mitten auf einem großen steinigen Plateau, welches von einem dichten Laubwald umgeben war, das Gate und ein Jumper kam hindurch. In dem Jumper saßen Lieutenant Colonel John Sheppard und Doktor Rodney McKay. McKay saß angespannt in seinem Sitz, während Sheppard locker den Jumper über den Wald lenkte.

„Es ist eine blöde Idee.“, der Wissenschaftler blickte zu Sheppard herüber. „Haben Sie gehört?“ „Ja, ich habe schon verstanden, Rodney!“, erwiderte der Colonel genervt. „Sie sind heute mal wieder unerträglich.“

Angesäuert sah ihn der Wissenschaftler von der Seite her an. „Es ist nur, dass so was auch jemand anderes machen könnte.“ „Elizabeth wollte, das wir nachschauen.“ „Ja, aber eine so unwichtige Arbeit.... Ich denke, ich hätte mich lieber in mein Quartier verzogen, als sie mit dieser Aufgabe kam“. Er lehnte sich in seinem Sitz zurück.

„Sie waren eben nicht schnell genug.“, grinste Sheppard und bediente einige Schalter in gewohnt ruhiger Art, als plötzlich dem Jumper ein Ruck entfuhr. McKay richtete sofort panisch auf. „Was war das?“

Ein weiterer Ruck brachte den Jumper in eine Sturzflugbahn. „Nicht schon wieder!“, jammerte McKay, während Sheppard nur gerade so die Maschine hochziehen konnte. „Oh, die Sensoren haben drei Darts geortet.“ „Was?“, der Wissenschaftler sah ihn geschockt an.

„Keine Panik, Rodney.“, beruhigte ihn der Colonel. „Ja, das sagen Sie so leicht. Wir werden sterben!“ „Rodney, halten Sie die Klappe!“, Sheppard sah ihn wütend an, ehe er den Jumper wendete und direkt auf die drei Darts zulenkte. „Sind Sie verrückt? Was soll das?“ „Ich rette nur gerade unser Leben. Was dagegen?“, lockerte Sheppard die Situation.

„Nein, aber Ihr Plan hat einen Fehler.“ „Der wäre?“ „Sie schießen nicht.“ „Lassen Sie mich nur machen.“, er nickte dem panischen Wissenschaftler an und im gleichen Moment schossen drei Drohnen aus der Waffenplattform des Jumpers auf die Darts zu und diese zerschellten in der Luft.

„Oh, das war nicht schlecht.“, bestätigte ihn McKay. „Sag ich doch.“. Im gleichen Moment wurde der Jumper erneut getroffen und McKay klammerte sich an seinem Sitz fest, da es schnell abwärts geht. „Sie haben wohl nicht alle erwischt!“ „Ja, das ist mir auch gerade aufgefallen!“.

Er betätigte selbst schon etwas panisch die Steuerkonsole, aber nichts tat sich. „Jetzt haben wir wirklich ein Problem!“ „Wie bitte?“ „Achtung!“. McKay blickte nach vorn und erkannte noch, wie der Jumper in einen Baum raste, ehe er das Bewusstsein verlor.


McKay kam wieder zu Bewusstsein. „Oh, das gibt ewige Kopfschmerzen. Als ob mir der letzte Absturz nicht schon gereicht hätte.“, er hielt sich seinen Kopf und spürte, dass er eine kleinere Platzwunde an der linken Schläfe hatte.

„Ah, so ein Mist!“ Er blickte zu Sheppard hinüber, aber der saß nicht mehr auf seinem Sitz. Er blickte hinter sich und erkannte, dass der Colonel durch den Aufprall in den hinteren Teil des Schiffes geschleudert wurde.

„Colonel?“, er stand auf und ging, sofern es ihm mit der Verletzung möglich war, auf den Colonel zu, der regungslos am Boden lag. „Colonel?“. Er klopfte ihm kurz auf die Schulter und Sheppard erwachte sofort. Er hob seinen Kopf und McKay erkannte, dass es den Colonel ebenso schwer getroffen hatte, wie ihn, wenn nicht schlimmer.

„Okay, wir müssen erst mal hier raus.“ „Was Sie nicht sagen.“ Sheppard richtete sich langsam auf. „War ganz schön heftig.“ „Jaja, wir sollten aber jetzt verschwinden. Können Sie laufen?“ „Ich denke schon und wenn ich mir Ihre wackligen Beine so ansehe, denke ich, sogar besser, als Sie.“ „Okay, kommen Sie.“

Er half Sheppard, aufzustehen und dieser hielt sich am Schott zum Cockpit fest, um nicht sofort wieder umzufallen. McKay versuchte, die Heckluke zu öffnen, was ihm jedoch durch die automatischen Kontrollen nicht gelang. Er trat mehrfach gegen die Luke und nach kurzem spürte er, dass der Widerstand durch den Jumper nachgab und ein letzter Tritt öffnete die Luke.

Vollkommen erschöpft von dieser Höchstleistung sank McKay auf der Bank im hinteren Teil des Jumpers zusammen. Sheppard stellte sich neben ihn. „Normalerweise geht die Luke nicht so einfach auf.“ Er sah verwundert den Wissenschaftler an, der nur mit den Schultern zuckte. „Vielleicht ist da bei der Bruchlandung auch was beschädigt worden.“

„Wie weit, denken Sie, sind wir vom Gate weg?“ Sheppard sah sich um. „Ich nehme an, einige Kilometer. Das wird langer Spaziergang.“ Sheppard blickte auf die etwa hundert Meter lange Spur, die der Jumper beim Absturz hinter sich gelassen hatte. „Okay, es geht jedenfalls in diese Richtung.“ Er deutete auf das andere Ende der Spur.

„Na toll. Dieser Wald erstreckt sich über so viele Kilometer, dass wir uns auf dem Weg doch verlaufen könnten.“ „Aber nur, wenn wir Ihrem Orientierungssinn folgen, Rodney. Packen Sie sich ein paar Müsliriegel ein und kommen Sie.“ Sheppard ging voraus, während McKay alles einpackte, was er an Essbarem finden konnte und folgte ihm mit schnellen Schritten.

„Wir sollten eine Rast einlegen.“ „Wir sind gerade mal eine Minute unterwegs.“ „Ich meine ja auch nicht, jetzt, sondern zwischendurch. Dann werde ich mir ihre Verletzung mal ansehen.“ „Sie sind kein Arzt, Rodney!“ „Nein, aber Doktor.“ „Das kann ja was werden.“ Sheppard ging einige Schritte vor.

„Unser größtes Problem dürfte sein, dass die einzige Waffe, die ich dabei habe, ein Taschenmesser ist.“ „Ja, das ist ein Problem.“ Ängstlich holte McKay die paar Schritte zu Sheppard auf und versuchte Schritt zu halten. „Jetzt machen Sie sich nicht in die Hosen, Rodney.“

„Man braucht mich auf Atlantis. Das ist meine einzige Sorge.“ „Dabei denken Sie natürlich nur an Atlantis, auf keinen Fall nur an sich selbst.“ Ungläubig drehte sich der Colonel zu McKay um und zog eine Augenbraue hoch. „Na ja, ein wenig vielleicht.“ McKay zuckte mit den Schultern.

Die beiden betraten den dichten Wald und sofort schlug sich McKay mit wutverzerrtem Gesicht die Äste aus dem Gesicht. „Ich hasse Wälder, die so dicht sind!“ „Sie hassen doch jeden Wald, der größer als drei Quadratmeter groß ist.“ „Ja, natürlich. Jetzt spielen Sie nicht auf meine Fitness an!“ „Okay.“

Im Gebüsch in ihrer Nähe machte Sheppard ein Rascheln aus und bückte sich. „Was soll das denn schon -?“, bevor der Wissenschaftler ausreden konnte, zog Sheppard ihm die Beine weg, wodurch McKay unsanft auf dem Bauch landete. „Was soll das? Sind Sie verrückt?“ „Rodney, halten Sie doch endlich mal die Klappe!“ „Nein, warum -?“ Sheppard zog blitzschnell einen Müsliriegel aus der Tasche und stopfte ihn McKay in den Mund.

Erneut hörte er ein Rascheln, dieses Mal direkt hinter ihm. Er hörte einen Ast knacken und sah, wie McKay ihn mit angstverzerrtem Gesicht anblickte. „Okay, Rodney. Auf drei rennen Sie los.“, McKay nickte hektisch „Eins ... zwei ... drei!“

Die beiden erhoben sich und liefen weiter in den Wald hinein, als McKay von einem Stunnerstrahl getroffen und zu Boden geschleudert wurde. Sheppard warf, ohne zu zielen, dem vermeintlichen Angreifer sein Messer entgegen und hörte nur in der Stille des Waldes, wie das Messer sich scheinbar in den Körper des Angreifers gebohrt hatte.

Er drehte sich um und hörte nur noch ein leises dumpfes Geräusch. Er hatte den Angreifer erlegt. Langsam näherte er sich der Stelle, wo der bewusstlose McKay lag und nachdem er gecheckt hatte, ob es diesem gut ginge, wagte er sich nachzusehen, wer der Angreifer war. In der Annahme, einen Wraith das Messer entgegengeschleudert zu haben, erschauderte er beim Anblick des Getroffenen.



Verschollen – Kapitel 2

Sechs Stunden zuvor verließ Sheppard sein Quartier, um auch gleich Weir vor sich stehen zu sehen. Sie lächelte ihn an und wies mit der rechten Hand Richtung Transporter. „Nach Ihnen.“, sagte sie und er nachdem beide ihren Platz in dem kleinen Raum gefunden hatten, betätigte Sheppard das Display, um schnell zum Kontrollraum zu gelangen.

Im Gang vor dem Kontrollraum angekommen, verließen die beiden den Transporter und fanden McKay an einem Bildschirm stehend auf. „Rodney, was gibt es?“, fragte Weir und er drehte sich nachdenklich um. „Mh?“, ließ er nur verlauten und Sheppard setzten einen fragenden Blick auf.

„Oh, ja, natürlich.“, kam es von McKay und er betätigte einige Schalter an einer Konsole. „Nun, nachdem Lornes Team auf M5J-391 eine merkwürdige Energiesignatur entdeckt hatte, kehrten sie vor etwa einer halben Stunde zurück.“, sagte er, während er weiterhin wild auf der Konsole Schalter betätigte.

„Was für eine Art Energiesignatur?“, fragte Sheppard und Weir hatte kurz zuvor den Mund geöffnet, um eben dies zu fragen, da sie ihn sofort wieder schloss. „Keine Ahnung.“, sagte McKay nur. „Lorne kam sofort zurück, da er wohl dachte, uns würde mehr dazu einfallen.“

„Und, fällt Ihnen mehr dazu ein?“, fragte nun Weir und kam damit dieses Mal Sheppard zuvor. „Nein.“, sagte McKay schlicht und endlich war auf dem Bildschirm das z sehen, was er wohl aufrufen wollte. Eine Karte der Umgebung des Gates des Planeten, auf dem Lornes Team war.

„Etwa vierzehn Kilometer östlich des Gates hat er die merkwürdige Signatur festgestellt. Laut meiner Analyse handelt es sich dabei mehr um ein Schiff, als denn einer Energiesignatur.“, sagte McKay und deutete auf einen blinkenden Punkt auf dem Bildschirm. „Was für ein Schiff?“, kam es sofort von Sheppard.

„Nun, da die Energiesignatur sehr schwach ist, gehe ich von einem Schiff aus, dass kaum größer ist, als ein Jumper.“, sagte McKay schließlich nach einigem Überlegen. „Wissen wir denn, ob es ein Schiff der Antiker ist?“, fragte Weir.

„Nein, das wissen wir nicht. Es könnte auch ein Dart sein, der abgestürzt ist und -.“, begann McKay, doch Sheppard beendete den Satz für ihn: „Wodurch es wohl nicht nötig ist, weite Nachforschungen anzustellen.“

„So etwas wollte ich nicht sagen.“, fügte McKay an Weir gewandt hinzu. „Ach nein?“, fragte Sheppard unsicher. „Nein, ich denke, es würde sich lohnen, sich das anzusehen. Ich meine, wir sollten mal mit dem Jumper drüberfliegen. Lorne kehrte schließlich schon zurück, ehe er erkannte, was es genau ist.“, sagte McKay.

Weir nickte. McKay wedelte mit den Händen und setzte einen Ich-hab-aber-keine-Lust-darauf-und-es-gibt-Leute-die-unwichtiger-sind-als-ich-und-die-das-demnach-machen-können-Blick auf. „Nun, ich denke, Zelenka kann das erledigen. Nur einmal drüberfliegen und zurückkommen. Dank der Daten, die wir dadurch sammeln, können wir dann bestimmen, was es genau ist und ob es sich lohnt, es weiter zu erforschen.“, sagte McKay.

„Nein, ich denke, Sie sind der Qualifizierteste für diesen Job, Rodney.“, sagte Weir und zog die Augen kurz zu Schlitzen zusammen. „Ja, ein Grund mehr, weshalb ich bei Schwierigkeiten nicht dort sein sollte, sondern hier.“, gab McKay zurück, doch Weir schüttelte den Kopf.

„Sie starten in einer Stunde. John, Sie werden ihn begleiten.“, fügte sie an Sheppard gewandt hinzu und ging in Richtung ihres Labors. „Das man hier auch nie entspannen kann.“, sagte McKay und verließ den Kontrollraum. Etwas verloren, da beide ihn verlassen hatten, sah sich Sheppard kurz um, ehe er unmerklich aus dem Raum und in Weirs Büro schnellte.

„Elizabeth, ich bin nicht sicher, ob das so eine gute Idee ist.“, sagte er zu Weir, die sich an ihrem Schreibtisch niedergelassen hatte. „Warum denn nicht? Rodney sagte doch selbst, dass es ungefährlich ist, einmal „drüberzufliegen“.“, erwiderte sie entspannt.

„Nun, Rodney kommt mir in letzter Zeit etwas genervt vor. Wenn wir was finden, wir er wieder darauf drängen, es untersuchen zu dürfen und am Ende wird es wieder ein Reinfall.“, sagte Sheppard und deutete nur mit seinen Händen eine Explosion an, indem er sie blitzschnell auseinanderschnellen ließ. Dabei formten sich seine Lippen zu einem „Woooosch“.

Liz konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Ich denke, er wird dort nicht lange bleiben wollen. Vielleicht hat er recht und es ist nur ein abgestürzter Dart.“, sagte sie schließlich und Sheppard zog eine Braue hoch. „Nur komisch, dass dort überhaupt ein Dart rumgeflogen ist. Laut der Datenbank gab es auf diesem Planeten noch nie menschliches Leben.“, sagte er.

„Ja, merkwürdig ist es schon, aber wer weiß, vielleicht finden wir ja auch mal zur Abwechslung was nützliches im Kampf gegen die Wraith.“, sagte sie und erhob sich dabei. „Ja, das wäre wirklich mal eine Abwechslung. Das ZPM von vor drei Wochen war ja eher ein Reinfall.“, sagte er.

„Erinnern Sie mich nicht daran. Das war mit einer der schrecklichsten Tage, die ich hier in Atlantis erleben musste.“, sagte sie und gemeinsam verließen sie das Büro in Richtung Kontrollraum.

„Dass die ZPMs nicht auch einfach irgendwie zeigen können, ob sie voll oder leer sind.“, sagte Sheppard, mehr zu sich selbst, als zu Weir. „Ja, helfen würde es allemal. Dann würden wir nicht auf solche Tricks wie den von Ladon hereinfallen.“, sagte sie.

„Am besten machen Sie sich auch mal bereit für die Mission, John.“, ergänzte sie, um von diesem Thema abzuweichen. „Klar.“, sagte er und verließ den Kontrollraum. Weir blieb zurück und sah noch einmal auf den Bildschirm, auf dem nach wie vor der blinkende Punkt ihre volle Aufmerksamkeit genoss.

„Sei etwas nützliches.“, flehte sie den Punkt beinahe an und kam sich dabei schon etwas merkwürdig vor. Sie redete mit einem blinkenden Punkt auf einem Bildschirm. Schnell schlug sie sich diesen Gedanken aus dem Kopf und verließ den Kontrollraum.


Eine Stunde später nahmen Sheppard und McKay in Jumper 4 Platz und McKay wählte das Gate an, wenn auch etwas verärgert, dass er diesen Job erledigen musste. „Gate ist angewählt.“, sagte er schließlich zu Sheppard, der den Jumper in den Gateraum unter ihnen schweben ließ.

Weir meldete sich über Funk: „Viel Glück, John. Ich erwarte Sie in spätestens einer Stunde wieder hier.“ „Nun, wie Rodney bereits sagte, wie fliegen drüber und kommen zurück.“, gab Sheppard zurück und ließ den Jumper durch den Ereignishorizont fahren.



Verschollen – Kapitel 3

Doktor Elizabeth Weir ging schnellen Schrittes einen Gang von Atlantis entlang. Sie betätigte ihr Headset „Chuck, Hier Weir, geben Sie Sheppards Team Bescheid. Sie sollen in den Besprechungsraum kommen.“

„Verstanden, Ma’am.“ Chuck meldete sich und Weir nickte ihm geistig kurz zu, ehe sie sich selbst auf den Weg in den Besprechungsraum machte, den sie nach ein paar Minuten schließlich erreicht hatte.

Sheppards Team, sowie Major Lorne warteten bereits auf sie und über die schnelle Zusammenkunft staunte sie nur: „Waren Sie schon die ganze Zeit hier?“ Lorne grinste ihr zu. „Ja, Ma’am. Wir haben die ganze Zeit hier gewartet, bis Sie mit ihrem Funkspruch kamen.“ Liz konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Na schön, setzen Sie sich bitte.“ Sie setzten sich hin und die Türen schlossen sich mit einem leicht zischenden Geräusch.

„Colonel Sheppard und Doktor McKay sind nun seit über vier Stunden überfällig.“ , platzte es aus Lorne heraus, der Liz mit ernstem Gesicht anblickte. „Ja, Major, dessen bin ich mir bewusst.“, antwortete Weir, gespielt unbeeindruckt vom schnellen Stimmungswechsel des Majors. „Deshalb habe ich Sie hier zusammenkommen lassen. Ich möchte, dass Sie nach den beiden suchen.“

„Laut unseren Informationen ist der Umkreis des Gates mit einem dichten Laubwald bedeckt.“ Wendete sich die Athosianerin Teyla an Weir. „Ja. Mit einem Jumper würden wir nicht viel erreichen“, stimmte Ronon zu.

„Wie wäre es, wenn Sie, Major, mit dem Jumper zunächst mal den näheren Bereich um das Gate absuchen? Vielleicht finden Sie etwas. Schließlich sollten die beiden ja nur kurz Daten sammeln und werden demnach nicht allzu weit vom Gate weg sein.“

„Das wäre möglich. Allerdings schlage ich vor, dass wir Doktor Beckett mitnehmen. Die beiden könnten medizinische Hilfe benötigen.“, sagte Lorne du sowohl Ronon als auch Teyla nickten zustimmend. „Ich werde Carson ausrufen lassen, sobald wir die näheren Informationen geklärt haben.“

Sie blickte in die kleine Runde und erkannte, dass die drei ihren Job verstanden hatten. „Das wäre dann jetzt der Fall. Machen Sie sich bereit.“ Sie erhob sich und verließ den Besprechungsraum.


Sheppard kniete sich über die Person, der er das Messer in den Magenbereich geschleudert hatte. Er zog es heraus und der Getroffene schrie kurz auf. „Stellen Sie sich nicht so an. Ist doch nur ein kleiner Kratzer.“ „Ein kleiner Kratzer? Wohl eher ein großer Schnitt. Ich blute!“ „Sie sind ja schlimmer als McKay.“ „Okay, das wird jetzt beleidigend.“

Sheppard zog den Verletzten auf die Beine. Lieutenant Aiden Ford rappelte sich mit großer Mühe auf. „Sie haben auf uns geschossen. Ich habe mich bloß verteidigt.“ Sheppard setzte ein unschuldiges Lächeln auf. „Nun, ich dachte, Sie wären Wraith. Als ich Ihre Stimme hörte, klang sie verzerrt.“ „Sind Sie wieder im Rausch?“

„Warum fragen Sie so was? Interessiert es Sie nicht viel mehr, wie ich aus dem explodierenden Hive fliehen konnte?“ Er sah Sheppard grinsend an. „Nein.“ „Ach, kommen Sie, war doch lustig. Sie haben schon ganze Arbeit geleistet, das muss man Ihnen lassen.“

Ford klopfte Sheppard auf die Schulter. „Ja, da haben Sie recht, Lieutenant. Aber die Wraith sind auch, was das angeht, nicht unbedingt die Schlausten.“ „Haben Sie gesehen, wie das eine Hive das andere zerstört hat?“ „Nein, da war ich schon durch das Gate.“

Er blieb stehen und blickte verwirrt zu Ford . „Sie haben es gesehen?“ „Ja, ich hab mir auch einen Dart geschnappt, nachdem Sie schon mit ihrem Angriff begonnen hatten. Ich hab aus sicherer Entfernung alles beobachtet, da ich sah, dass das Gate aktiviert war, dachte ich schon, sie hätten Atlantis direkt angewählt.“

„Nein, der Gateraum von Atlantis ist zu klein für einen Dart. Wir sind auf einem abgelegenen Planeten durch das Gate gekommen und haben den Dart stehen lassen.“ „Also ich hab meinen noch.“ „Wirklich?“ Überrascht sah ihn der Colonel an.

„Ja. Damit bin ich auch hierher gekommen. Ich bin schon seit etwa einer Woche hier. Kurz nachdem die Hive begonnen hatten, sich gegenseitig zu bekämpfen wählte ich das Gate an, welches schon wieder deaktiviert war. Kurz nachdem das erste Hive explodierte bin ich durch, sonst wäre ich draufgegangen.“ „Dann war ihr Dart die merkwürdige Energiesignatur, die wir entdeckten.“, sagte Sheppard.

Die beiden erreichten die Stelle, an der McKay nach wie vor bewusstlos lag. „Eine Woche, das ist viel.“ „Ja. Ich werde Sie beide mitnehmen.“ „Was?“ „Sie haben richtig gehört.“ “Ford, dazu haben Sie -!”

Ford schoss den Stunner auf ihn ab und mit relativer Leichtigkeit lud er Sheppard und McKay auf seine Schultern. Mit einigen schnellen Schritten verschwand er in den Tiefen des Waldes.


Ein paar Kilometer entfernt raste der Jumper mit Lorne an Bord durch das Gate und schnellte über den Wald. „Hier Lorne. Beim Durchqueren des Gates gab es keine Auffälligkeiten.“ „Verstanden, Major. Teyla, Ronon und Carson folgen Ihnen nun.“ Ein zweiter Jumper flog durch den Ereignishorizont.

„Hier Beckett. Major, ich will, dass Sie uns Bescheid geben, sobald Sie etwas von Wraithaktivitäten bemerken sollten.“ „Keine Sorge, Doktor. Im Gegenzug helfen Sie bei der Suche nach dem Colonel.“

Die beiden Jumper glitten über die Baumkronen des dichten Waldes. „In diesem Wald etwas zu finden, würde an ein Wunder grenzen.“, bemerkte die Athosianerin und Ronon nickte ihr zustimmend zu. „Nur nicht so optimistisch, Leute.“, scherzte der Arzt.

Lornes Jumper flog über eine große freie Spur voll umgestürzter Bäume. „Lorne an Beckett.“ „Ja, Major?“ „Ich habe hier was gefunden.“ Besorgt blickte er auf den gecrashten Jumper hinab. „Wir sind unterwegs.“, bestätigte ihm der Arzt und er wendete seinen Jumper.

„Was genau haben Sie gefunden?“ „Eine Spur, die von einem abgestürzten Jumper durch den Wald gezogen wurde.“ Beckett sah geschockt die beiden anderem im Jumper an. „Ist es sehr schlimm?“, fragte Beckett, nicht sicher, ob er die Antwort wirklich hören wollte.

„Es geht einigermaßen, aber am besten sehen Sie es sich selbst an. Ich habe bereits zur Landung angesetzt.“ „Okay, wir sind in wenigen Minuten bei Ihnen.“ Carson deaktivierte die Sprechanlage und erblickte auch schon Lornes Jumper, der in die Tiefe schnellte. Er folgte dem Major und schon wenig später standen alle vier vor dem gecrashten Jumper.

„Die Heckluke ist offen.“ „Blind sind wir nicht, Doktor.“ Lorne hob seine P-90 und ging langsam in den Jumper. Gespannt wartete draußen der Rest des kleinen Teams auf ihn und er verließ schon kurz darauf den Kopf schüttelnd den Jumper.

„Hier sind sie nicht.“ „Das ist ein gutes Zeichen.“ „Ach, wirklich?“, ungläubig sah der Major Carson an, der etwas stotternd eine Erklärung versuchte. „Nun, das bedeutet doch, nun, es geht ihnen gut genug, dass, dass sie eben hier rumlaufen können.“

„Ich würde sagen, das ist schlecht. Der Colonel ist ohne Waffe abgereist und wer weiß, was es hier in diesem Wald so alles an Ungeheuern gibt.“ „Wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben und nach ihnen suchen.“, schlug Teyla weise vor.

„Gute Idee. Doktor, Sie gehen mit Ronon, Teyla, Sie kommen mit mir.“ „Na schön. Was ist, wenn wir uns verlaufen?“, fragte Beckett unsicher. „Dafür haben Sie Ronon, damit genau das nicht passiert.“, dabei nickte der Major Ronon zu, der leicht grinsend seinen Blick erwiderte.

„Los geht’s.“ Teyla und Lorne machten sich Richtung Gate auf, während Beckett und Ronon Richtung der nördlichen weit entfernten Berge marschierten. „Ich halte das für keine gute Idee, sich zu trennen.“ „Doktor, Ihnen kann nichts passieren. Wenn es hier Wraith geben sollte, werde ich sie schon erledigen.“, brummte Ronon überzeugt.

Sie betraten den Wald und Ronon schlug sich die Äste aus dem Gesicht, die dann den hinter ihm gehenden Beckett immer wieder trafen, wenn er nicht aufpasste. „Könnten Sie das sein lassen?“ „Was denn?“, Ronon blickte sich fragend um und sah, wie Beckett einen weiteren Ast ins Gesicht bekam.

„Ach das, na gut.“, er zuckte mit den Schultern und zog sein Schwert. „Was wird das jetzt?“, fragte Carson und blickte dabei beunruhigt auf die Waffe. Ronon beachtete ihn nicht, sondern schlitze mit dem Schwert die Äste kurzer Hand aus dem Weg. „Oh, natürlich. So ist uns beiden geholfen.“

Noch eine Weile gingen sie so hintereinander her. Beckett hörte in der Ferne ein Geräusch und blickte sich ängstlich um, ehe er gegen Ronon krachte, der stehen geblieben war. „Haben Sie das gehört?“ „Ja. Was ist das?“ „Ich bin mir nicht sicher.“ Kaum was dieser Satz ausgesprochen, hörte er einen Dart über den Wald hinwegfliegen.

„Oh nein.“, stöhnte Beckett. Ronon betätigte sein Funkgerät. „Major Lorne?“ „Ja, Lorne hier. Was gibt es, Ronon?” „Eben ist ein Dart über den Wald geflogen.“ „Was? Sind Sie sich sicher?“ „Ja.“ „Okay, wir kehren um. Treffpunkt sind die Jumper. Beeilen Sie sich. Ich will wissen, was hier los ist, ehe wir weitergehen.“ „Verstanden.“

Ronon nickte Beckett zu, dem der Atem stockte und der unbewusst rückwärts ging. „Was ist los?“ „Hinter Ihnen!“ Ronon blickte hinter sich und erkannte fünf Wraith, ehe sie ihn niederschossen. Beckett lief davon und konnte mehreren Stunnerschüssen ausweichen, ehe er stolperte und in ein tiefes Loch fiel, woraufhin er bewusstlos wurde.



Verschollen – Kapitel 4

Lorne und Teyla eilten zurück zum Treffpunkt. „Wraithaktivitäten also, als hätte ich es nicht geahnt.“ „Ich hatte schon die ganze Zeit ein ungutes Gefühl, war mir aber nicht sicher, ob es wirklich die Wraith sind.“ „Nun, jetzt ist das egal.“

Sie erreichten den Waldrand und liefen auf die beiden abgestellten Jumper zu. Drei Darts schossen auf der anderen Seite des Waldes auf die beiden zu und schossen einige Salven auf die Jumper. Einer von diesen ging in Flammen auf, während sich Lorne und Teyla in den zweiten retten konnten.

„Das war knapp!“, Lorne ging sofort in den Unsichtbarkeitsmodus und die Darts schossen regelrecht ins Leere und trafen nichts. „Wir sollten versuchen, erneut Kontakt zu Ronon und Doktor Beckett aufzunehmen.“ „Gute Idee.“ Lorne ließ den Jumper in die Luft aufsteigen, sodass die Wraith ihn nicht mehr treffen konnten und aktivierte das Funkgerät.

„Hier spricht Major Lorne. Doktor Beckett, können Sie mich hören?“, er wartete eine Minute. „Scheint nicht der Fall zu sein.“ Enttäuscht schlug er mit der Faust auf die Konsole. „Was sollen wir jetzt machen? Wir haben Colonel Sheppard, McKay, Ronon und Beckett verloren und keine Ahnung, - .” Teyla hob sie Hand.

„Was ist?“ „Wir sollten verschwinden.“ „Was?“ Teyla deutete unwillkürlich gen Himmel und Lorne sah gerade noch, wie ein Hive aus dem Wolkenteppich hervorkam und zum Landeanflug ansetzte. „Oh mein Gott.“

„Wir sollten Atlantis informieren.“ „Na schön. Wählen Sie das Gate an.“ Teyla begann mit der Anwahl des Gates, während Lorne vorsichtig darauf zusteuerte. „Atlantis, hier Lorne. Wir haben hier einige Probleme.“, er nickte Teyla zu, die ihren ID-Code sendete.

„Major Lorne, hier Weir. Ich bin gespannt auf Ihren Bericht, auch wenn sich der erste Eindruck nicht sehr gut anhört.“ „Das können Sie laut sagen. Wir sind auf dem Weg.“ „Okay. Ich erwarte Sie im Besprechungsraum.“ „Verstanden, Lorne Ende.“ Der Jumper glitt langsam durch den Ereignishorizont.


McKay erwachte in einer dunklen Höhle gefesselt. Er sah sich kurz um und erkannte, dass Sheppard neben ihm gefesselt war. Jedoch war daneben noch jemand. McKay sah genauer hin und erkannte Doktor Beckett. „Carson?“

Sofort schreckte Beckett auf und sah sich beunruhigt um. „Rodney?“ „Was machen Sie hier? Davon abgesehen, was mache ich hier?” „Ich weiß nicht, wie Sie hierher kommen, aber ich wurde von Wraith verfolgt und bin in ein Loch gefallen. Dann bin ich hier aufgewacht, durch Sie. Scheinbar jedoch habe ich mir bei Sturz nichts gebrochen. Da muss ich wohl weich gelandet sein.“ Er blickte kurz an sich hinunter.

McKay überlegte kurz, ehe er begann. „Ich war auch auf der Flucht und wurde von einem Stunner getroffen. Aber das hier ist kein gewöhnliches Gefängnis der Wraith.“ „Ja, da haben Sie recht.“ „Geht das auch leiser?“ Sheppard erwachte und sah sich um.

„Doktor, was machen Sie denn hier?“ „Ich wurde gefangen genommen.“ „Ja, schon klar. Allerdings habe ich eher damit gerechnet, nur mit McKay hier, wo immer wir sind, zu sein.“ „Hey, jetzt sprechen Sie nicht so, als wäre ich nicht hier.“, fügte McKay ärgerlich dem Gesagten hinzu, aber John ignorierte ihn.

„Wissen Sie, wer uns hier gefangen hält?“, fragte Beckett nach einiger Zeit. „Das ist doch offensichtlich, Carson. Ein Wraith.“ „Nein, aber so etwas ähnliches.“, begann Sheppard. „So, Sie halten mich also für etwas ähnliches wie einen Wraith?“ Ford betrat die kleine Höhle und blickte in die Runde.

„Sie?“, fragte Beckett ungläubig. „Das wollte ich auch gerade sagen.“, fügte McKay nickend hinzu. „Ja, ich.“, gab Ford energisch zurück. „Wären Sie eine Minute später gekommen, hätte ich die beiden darüber aufklären können, dass Sie der sind, der uns gefangen genommen hat.“

„Aber wieso mich? Ich hatte doch nichts mit ihnen zu tun, theoretisch.“, fragte der Arzt und dachte kurz nach. „Eigentlich natürlich schon, aber - .“ Ford schnitt ihm das Word ab. „Sie waren nur der Zusatzfang, Doktor. Sie sind zufällig in mein Versteck gefallen.“ „Oh.“, Beckett dachte kurz nach. „Ja, das ergibt Sinn.“

„Da das nun geklärt wäre, erkläre ich Ihnen meinen Plan.“ „Sie haben einen Plan?“, fragte Carson. „Schon wieder?“, fügte McKay sarkastisch hinzu. „Ihr letzter war ja nicht gerade der Beste, den man sich einfallen lassen könnte.“ „Ja, mag sein, aber immerhin haben wir zwei Hives zerstört.“

„Ja, aber das nur dank dem Colonel. Ihre Beteiligung daran ist nicht der Rede wert.“, sagte McKay. „Ohne mich wären Sie nicht mal auf die beiden Hives gestoßen.“, gab Ford wütend zurück. „Ja, und ohne Sie wären wir auch alle nicht in Lebensgefahr geraten.“, verteidigte Sheppard seinen Wissenschaftler.

„Na ja, vergangen ist vergangen.“ „Okay, wie lautet Ihr neuer Plan?“, fragte Sheppard. „Ich habe die ganze Woche auf die Ankunft der Wraith gewartet. Jetzt sind sie hier. Sie sind vor etwa einer Stunde mit ihrem Hive gelandet.“ „Dann waren die Darts nur Späher?“, fragte Sheppard. „Genau, Colonel. Da Sie entdeckt wurden, haben die Wraith nun einen Grund mehr, diesen Planeten zu besuchen.“

„Was war denn ihr ursprünglicher Grund?“, rutschte es aus McKay raus. „Sie wollen ihre Ernte abholen.“ „Ernte?“ „Ja, Menschen zum aussaugen, schon vergessen?“ „Nein, aber laut unseren Informationen gibt es hier keine Menschen.“ „Genau so ist es.“ „Dann ergibt das doch alles keinen Sinn.“

Ford schüttelte den Kopf. „Natürlich habe ich die Wraith glauben lassen, hier gäbe es menschliches Leben, denn als ich in einem Hive landete, gab ich mich als einer von ihnen aus. Ich bin im Dart geblieben und habe einen Bericht abgegeben, dass ich angeblich hier Menschen zum ausdüngen gefunden hätte. Da machten sie sich natürlich sofort auf den Weg.“

„Aber warum ist das Hive gelandet? Das ist doch recht ungewöhnlich.“, fragte McKay. „Nun, es befand sich vor kurzem in einem Kampf mit einem anderen Hive. Möglicherweise muss das Schiff sich erst regenerieren.“, sagte Ford.

„Und was ist jetzt Ihr Plan?“, fragte Sheppard. „Wir holen uns jetzt so viel von dem Enzym, wie nie zuvor und nebenbei sprengen wir das Hive.“ „Sie sind wahnsinnig!“ „Mag sein, aber das hat Sie nicht davon abgehalten, mir eine Rückkehr nach Atlantis anzubieten.“ Sheppard nickte. „Ja, da haben Sie recht.“ „Gut, dann kann es ja bald losgehen.“ Erfreut verließ Ford die Höhle.

„Der Kerl ist doch komplett verrückt geworden!“, protestierte McKay, kaum hatte Ford die Höhle verlassen. „Ja, aber was können wir schon tun?“ „Wir könnten ihn umnieten und in Atlantis in die Brick sperren, damit er sich darüber im klaren wird, wie verrückt er ist.“

„Dann würde er eher denken, wir wären verrückt, Rodney.“, beschwichtigte ihn Beckett. „Ja, aber in seinen Augen sind war das ja auch. Nur weil wir nicht diese Mega-Kräfte wie er haben wollen.“ „Nun, von wollen ist nicht die Rede.“, warf Sheppard dazwischen.

„Was?“ „Wer würde nicht gerne so stark sein, wie er. Mein Problem sind nur die Nebenwirkungen.“ „Da haben Sie verdammt recht. Ich spreche aus Erfahrung.“ „Ja, ich weiß.“ „Sollten wir nicht versuchen abzuhauen?“, fragte Beckett etwas schüchtern, ohne sich in die Diskussion einmischen zu wollen.

„Nein, Doktor, das bringt nichts. Wenn sich Ford etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht er das auch durch. Wenn wir ihm helfen wollen, sollten wir ihm, nun ja, helfen.“ „Jetzt werden Sie auch schon so größenwahnsinnig! Haben Sie ihm nicht zugehört? Er hat gesagt, ein Hive wäre hier gelandet.“, schrie McKay schon beinahe.

Er überlegte kurz und nun wurde ihm selbst klar, was er gerade gesagt hatte. „Oh nein, wir sind schon so gut wie verloren.“ „Ronon!“, warf Beckett dazwischen. „Was ist mit Ronon?“ „Laut allem, was ich gesehen habe, wurde er von den Wraith gefangen genommen. Entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt wieder darauf komme.“

„Kann man verstehen. Bei dem, was einem hier so gesagt wird, kann man das Wesentliche aus den Augen verlieren.“, bemerkte McKay, wodurch er sich einen nicht definierbaren Blick von Sheppard einfing. „Was genau ist passiert, Doktor?“

„Nun, wir waren unterwegs zurück zum Treffpunkt, da ein Dart über uns herschoss. Dann wurde Ronon von einem Stunner getroffen und ich konnte nur entkommen, da ich in dieses Loch gefallen bin.“ „Treffpunkt?“ „Ja, Major Lorne hat ihre Absturzstelle als Treffpunkt benannt.“

„Major Lorne ist hier?“ „Ich denke doch, ihm wird nicht entgangen sein, dass ein Hive gelandet ist, sofern er nicht selbst in Schwierigkeiten steckt.“ „Nun, dann wird er wohl Unterstützung anfordern. Was ist mit Teyla?“, fragte Sheppard.

„Sie war mit ihm unterwegs.“ „Hoffentlich geht es den beiden gut und haben Atlantis Bericht erstattet, sonst werden wir das hier nicht überleben.“, quengelte McKay, womit er einen gespielt mitleidenden Blick von Sheppard und Beckett erhielt.

„Ich bin sicher, die beiden sind nach Atlantis zurückgekehrt, um Unterstützung zu rufen.“ „Nun, mit der Daedalus können wir wohl nicht rechnen. Die ist nämlich rein zufällig gerade auf dem Weg zur Erde und würde Tage brauchen, um wieder nach Atlantis zurückzukehren.“

„Sie haben recht. Jedoch ist Atlantis weiter von der Erde weg, als dieser Planet. Sie sagten selbst, dass dieser Planet hier am Rand der Galaxie ist und der Milchstraße praktisch mit am nächsten ist.“ „Ja, das habe ich gesagt. Worauf wollen Sie hinaus.“, fragte McKay genervt.

„Nun, die Daedalus würde uns schneller erreichen, als sie bis Atlantis bräuchte. Wenn Atlantis also noch Funkkontakt hat - .“ „Wäre es möglich, dass wir gerettet werden. Schon klar.“, unterbrach ihn Rodney.

„Es ist das Warten wert. Wir müssen bloß versuchen, Ford mit seinem wieder mal ziemlich schlechten Plan, auch wenn ich noch nicht genau weiß, was genau der Plan ist, hinzuhalten. Vielleicht können wir ihn sogar mitnehmen.“ „Colonel, Ford ist zu einer reinen Bestie mutiert. Er wäre nicht gerade eine Bereicherung.“, warf McKay erneut dazwischen.

„Er gehörte zu meinem Team. Wenn es mir möglich ist, werde ich ihm helfen. Sie müssen an der Aktion nicht teilnehmen, Rodney. Beckett und ich, wir schaffen das auch alleine.“ „Ziehen Sie mich bitte nicht da mit rein, Colonel.“, wich Beckett einer Konfrontation aus, was Sheppard enttäuscht verarbeitete. „Dann mache ich es allein.“



Verschollen – Kapitel 5

Weir, Lorne und Teyla saßen im Besprechungsraum von Atlantis. „Ma’am, wir können sie nicht zurücklassen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Colonel Sheppard und McKay irgendwo im Wald rumlaufen und demnach außer Gefahr sein dürften, solange die Wraith sie nicht finden. Das Problem dürfte sein, dass wir keinen Funkkontakt zu Beckett und Ronon herstellen konnten.“, sagte Lorne.

„Ja, denn so hätten wir zwei Leute weniger zu retten aber auch sofort wieder zwei mehr.“ „Im schlimmsten Fall sind es sogar vier Leute, die wir retten müssen. Es ist möglich, dass die Wraith Colonel Sheppard und Doktor McKay gefunden und mitgenommen haben.“, sagte Teyla. „Ja, auch das lässt sich nicht ausschließen.“, fügte Lorne nachdenklich hinzu.

„Bei all den Vermutungen kommen wir wohl nicht weiter. Ich schlage vor, wir informieren die Daedalus über unserer Situation. Sie dürfte sich noch in Kommunikationsreichweite befinden.“ Sie stand auf und betrat den Kontrollraum. „Chuck, öffnen sie einen Kanal zur Daedalus.“

„Ja, Ma’am, Sie können sprechen.“ „Colonel Caldwell, hier spricht Weir.“ „Hier Caldwell, wir hören Sie, Doktor.“ „Wir haben hier einige Probleme. Könnten Sie möglicherweise umkehren und auf M5J-391 vorbeischauen, ob Sie dort vier unserer Leute finden?“

„Kein Problem, Doktor. Was ist denn passiert?“ „Das ist eine lange Geschichte. Sehen Sie nach, ob sie unsere Leute da, wo immer sie sind, rausholen können. Den Rest erkläre ich Ihnen dann später.“ „In Ordnung. Wir machen uns auf den Weg. Caldwell Ende.“

„Ma’am, die Daedalus wird den Planeten mit Maximalgeschwindigkeit in einem Tag erreichen.“ „Danke, Chuck. Gibt es auch gute Nachrichten?“ „Momentan nicht, so leid es mir tut, Ma’am.“ „Na ja, hier läuft ja wirklich nie was wie geplant.“, sagte sie und verließ den Kontrollraum an Lorne vorbei, der sofort wieder zu ihr aufschloss.

„Major, Sie konnten nichts dafür, also machen Sie sich keine Vorwürfe.“ Sie drehte sich zu ihm um und Lorne sah sie verwirrt an. „Darum geht es gar nicht. Ich weiß, ich bin nicht dafür verantwortlich, was passiert ist, aber ich wollte Ihnen sagen, im Fall der Fälle bin ich bereit, Colonel Sheppard und die anderen zu retten.“

„Danke Major, ich bin sicher, Colonel Sheppard wäre stolz auf Ihre Einsatzbereitschaft.“, sagte sie schlicht und ging weiter, ohne weiter auf ihn zu achten. „Danke, Ma’am.“, rief Lorne ihr noch hinterher, ehe Teyla sich neben ihn stellte.

„Sie ist nicht sicher, was sie tun soll, Major. Vier ihrer Leute sind da draußen, möglicherweise sogar Gefangene der Wraith. Und wir können nichts machen.“ „Wir könnten, aber es wäre wohl das letzte, was wir täten.“ „Und deshalb brauchen wir einen Plan, um im Falle eines Misserfolgs beim Rettungsversuch durch die Daedalus eingreifen zu können.“

„Okay, dann fangen wir mal an, zu planen meine ich.“ Er lächelte sie an und beide gingen schnellen Schrittes in Richtung Lornes Quartier. Dort angekommen trafen sie auf Captain Leonard King, ein braunhaariger, grünäugiger Mann und eines der Teammitglieder von Lornes Team. Er war in etwa genau so groß, wie Lorne selbst und richtete sich beim Anblick der beiden auf. „Captain, was machen Sie hier?“

„Oh, entschuldigen Sie, Sir. Ich habe hier auf Sie gewartet.“ „Kein Problem. Holen Sie am besten den Rest des Teams. Wir planen Colonel Sheppards Rettung.” Erfreut über die Aufgabe nickte der Captain und verließ das Quartier.

„Machen Sie es sich bequem, Teyla.“ Er deutete auf eine Couch, die in einem kleinen angrenzendem Raum stand. „Oh, Sie haben sich ein wunderbares Quartier ausgesucht, Major.“ „Danke. Ich habe es auf Colonel Sheppards Empfehlung hin genommen. Sein Quartier ist drei Räume weiter.“

„Er wollte wohl eine vertrauenswürdige Person in der Nähe haben.“ Teyla grinste: „Das erklärt, warum Rodney in einem anderen Stockwerk eingezogen ist.“ Die beiden grinsten sich kurz an, ehe Lorne Teyla in den Nachbarraum führte, wo verschiedene Bilder der Stadt aufgehängt waren.

„Die Bilder sind wunderschön. Haben Sie die alle selber gemalt?“ „Ja, in meiner spärlichen Freizeit stelle ich mich gerne auf meinen Balkon und male die Stadt. Immer wieder kommen andere Teile zum Vorschein.“

„Die Bilder beschreiben deutlich die Einzigartigkeit dieses Ortes.“ „Sie bringen mich schon in Verlegenheit. Solange Sie mir nicht mit „Sie sind der zweite Picasso“ kommen, nehme ich das aber mal als Kompliment.“ „Wer ist Picasso?“ Die Athosianerin sah ihn leicht verwirrt an.

„Oh, ein bedeutender Künstler. Wenn Sie wollen kann ich ihnen mal einige seiner Bilder zeigen, sobald wir mal nicht gerade die Stadt oder Colonel Sheppard vor den Wraith retten müssen.“, scherzte Lorne. „Darauf würde ich mich sehr freuen.“, bestätigte die Athosianerin.


Ford betrat wieder die kleine Höhle. „Na schön, es läuft folgendermaßen. Wir lassen uns von den Wraith einfangen, um auf das Hive zu gelangen.“, er wartete kurz die Reaktion der drei ab. „Das ist schon mal der Beginn eines schlechten Plans.“, gab McKay zynisch zurück.

„Ja, auch wenn es mir schwer fällt, ich muss McKay zustimmen.“, schloss Sheppard sich an. Etwas angespannt versuchte McKay ein beleidigtes Gesicht zu ziehen. „Sie haben doch selbst einen Dart. Warum nehmen wir nicht den?“, fragte Sheppard.

„Es würde zu lange dauern, mit dem da im Gepäck dorthin zu kommen.“, sagte er und deutete auf McKay. „Und, leider haben Sie wohl keine Wahl. Wenn Sie mir nicht helfen, werde ich Sie auch nicht brauchen. Dann würde ich doch sagen, Ihr Leben ist für mich nicht relevant.“ Er hob die Waffe und richtete sie auf McKay, der ängstlich zusammenzuckte.

„Ford, lassen Sie den Unsinn.“, herrschte Sheppard ihn an. „Unsinn? Was nennen Sie Unsinn? Sie haben mich doch im Stich gelassen, als ich Ihrer aller Hilfe am meisten brauchte!“, brüllte ihn Ford bedrohlich an. „Wir wollten Sie nicht im Stich lassen!“, versuchte Sheppard ihn wieder zur Vernunft zu bringen.

„Wir wollten Ihnen helfen, aber Sie wollten sich nicht helfen lassen.“, sagte Beckett ruhig, um Ford nicht noch mehr in Rage zu versetzen. „Ihr wolltet mir meine Kräfte nehmen, damit ich nicht mehr zu einer Gefahr für Sie werde!“ „Ja, und wie man im Moment sieht, das auch mit gutem Grund.“, Sheppard deutete auf die Waffe in Fords Hand, die nach wie vor auf McKay gerichtet war.

„Entschuldigen Sie bitte, aber wenn ich kein Enzym zu mir nehme, kann ich meine Gedanken nicht richtig kontrollieren.“, entschuldigte sich Ford und senkte die Waffe. „Okay, jetzt lassen Sie uns gehen. Kommen Sie mit. Wir finden einen Weg, Ihnen zu helfen. Dabei müssen Sie ihre Kräfte nicht verlieren.“ „Sie lügen.“, warf Ford leise dazwischen.

Bedacht, ihn nicht wieder außer Kontrolle geraten zu lassen, sprach Sheppard ruhig weiter. „Wir wollen Ihnen wirklich helfen, Lieutenant.“ „Dann helfen Sie mir, jetzt.“ „Jetzt?“, McKay fand nach der kurzzeitigen Bedrohung durch Fords Waffe nun wieder Worte. „Ja, jetzt.“ Die Wraith haben Darts losgeschickt.“ Sie hörten einen Dart über die Höhle hinwegdonnern.

„Das ist die beste Gelegenheit.“ „Solange Sie uns nicht mit ihrem Enzym füttern.“ „Keine Sorge. Ich habe selbst nur noch wenig. Da werde ich meine Vorräte nicht mit Ihnen teilen.“, herrschte Ford ihn an, während er McKays Fesseln löste. „Gut, dann sind wir uns ja in der Hinsicht zumindest einig.“

McKay löste sich sofort und stand eilig auf. Ford richtete eine Waffe auf ihn. „Dass Sie mir hier keine unüberlegten Sachen machen.“ „Ja, das müssen gerade Sie sagen.“, gab McKay zurück. Ford befreite Beckett und Sheppard und ließ die drei vorausgehen., bis sie in einer Sackgasse ankamen, in der die Erdwände ein Loch nach oben freigaben.

„Hier bin ich reingefallen.“, nickte Beckett. „Ford, wie sollen wir da hochkommen?“, fragte McKay unsicher. „Ganz einfach. Wir nehmen die Leiter.“, grinste Ford und zog an einem kleinen Seil, dass aus der Erdwand herausragte. Die Erde löste sich und McKay hielt sich seine Arme über den Kopf. Er blickte nach oben und erkannte, dass eine Strickleiter freigelegt wurde.

„Ich kann zwar auch klettern und ich denke, Colonel Sheppard käme da auch ohne Probleme rauf, aber Sie beide -.“, er deutete auf Beckett und McKay. „Sie müssen wohl diese Leiter nehmen.“ Er zeigte mit der Pistole nach oben. „Ich werde als Erster gehen, sonst laufen Sie mir noch weg.“ Er kletterte die Leiter nach oben und sah zwischendurch immer wieder runter zu den anderen.

Ford war oben angekommen und blickte auf die drei hinab. „Na los, kommen Sie, bevor die Wraith antanzen. Das könnte für Sie unangenehm werden, denn Sie sind ja schließlich nicht bewaffnet.“ „Wir sind schon unterwegs!“, rief Sheppard ihm zu. „Los, McKay, Sie sind als erster dran.“ „Warum denn ich?“ Sheppard rollte mit den Augen. „Okay, wenn es Sie beruhigt, gehe ich eben als erstes.“

Er kletterte die Strickleiter nach oben und nach einiger Zeit folgten ihm McKay und Beckett, die sich oben angekommen Erde von ihrer Kleidung klopften. „Stellen Sie sich nicht wegen dem Dreck so an.“, bemerkte Ford. „Sie haben gut reden. Wann haben Sie eigentlich ihr letztes Bad genommen?“, gab McKay zurück.

„Was geht Sie denn das an?“ Ford machte einen Schritt auf McKay zu, der ängstlich einen Schritt zurückging und fast in das Loch hineinfiel, aus dem er gerade zuvor geklettert war. Beckett jedoch fing ihn gerade noch auf. „Danke, Carson. Das war knapp.“ „Ohne Ihre ständigen Angstzustände würde es nie zu einem „Das war knapp“ kommen.“, sagte Sheppard abwesend.

„Beeilt euch mal, Leute.“, sagte Ford, der schon einige Schritte vorausgegangen war. Sheppard holte zu ihm auf. „Können Sie uns nicht ein paar Waffen geben, Lieutenant? Wenn die Wraith kommen -.“ „Nein!“, warf Ford sofort dazwischen. „Sonst hintergehen Sie mich noch. Sobald wir auf dem Hive sind, bekommen Sie eine Waffe.“

Sheppard dachte kurz nach. „Ich dachte, Sie wollen sich von einem Dart einfangen lassen.“ „Ja. Ich werde kurz vorher aber meinen letzten Vorrat an Enzym zu mir nehmen, sodass ich bei der Rematerialisierung nicht in Ohnmacht falle und den Wraith erst man einheizen kann.“

„Na ja das ist schon im Ansatz ein guter Plan.“ „Sag ich doch.“, erfreut blickte Ford ihn an und in diesem Gesichtsausdruck erkannte Sheppard, dass irgendwo in Fords Körper tatsächlich noch ein Stück Ford war, dass er retten musste. „Ich hoffe nur, Ihr Plan geht auf.“ „Oh, das wird er.“ „Übrigens, Ronon ist von den Wraith gefangengenommen worden.“, bemerkte Sheppard leise.

„Keine Sorge. Wenn wir erst mal auf dem Hive sind, werden wir ihn auch noch retten. Jeder sollte doch was von dieser Aktion haben.“ „Ja, da haben Sie recht, Lieutenant.“ Er sah ihn unsicher an. Schon einmal hatte der Lieutenant plötzlich nicht mehr die vorgesehen Pläne befolgt und er wollte nicht riskieren, dass das noch einmal geschah.
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Kevin
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BeitragVerfasst am: 09.01.2008, 02:15    Titel: Antworten mit Zitat

Verschollen – Kapitel 6

Teyla und Lornes Team saßen in Lornes kleinem Wohnzimmer. Sein Team bestand aus ihm selbst, Captain Leonard King, Lieutenant Sarah McLion, der blonden 1,60m großen braunäugigen Soldatin, die ihre schulterlangen Haare zu zwei Zöpfen zusammengebunden hatte und Leutnant Emil Peters, ein deutscher schwarzhaariger und strenger aber doch sympathischer 1,75m großer Mann.

„Danke, dass Sie alle gekommen sind.“ Lorne nickte anerkennend seinem Team zu. „Kein Problem, Sir. Sie rufen, wir kommen.“, scherzte McLion. „Okay, dann kommen wir zur Sache. Doktor Weir hat mich gebeten, für den Notfall einen Plan bereitzulegen, um Colonel Sheppard und sein Team aus den Händen der Wraith, oder wo auch immer sie jetzt sind, zu befreien.“

„Die Daedalus ist doch auf dem Weg, um sie raus zu beamen, oder nicht?“, bemerkte Peters. „Ja, aber falls sie sich an Bord des Hives befinden sollten, kann die Daedalus sie nicht raus beamen. Die Gegenmaßnahmen der Wraith wirken schließlich in beide Richtungen. Man kann nichts rauf beamen aber auch nichts runter beamen.“

„Wir werden also auf den Planeten gehen und, wenn nötig, dass Hive nach ihnen durchsuchen?“, fragte Captain King unsicher. „Ja, Captain. Genau so wird es gemacht. Doktor Weir erwartet, dass wir bereit sind, sobald es soweit ist.“ „Also ich bin jederzeit bereit.“, bemerkte Peters.

„Ich danke für die Bereitschaft, Leutnant.“ Lorne nickte anerkennend dem Deutschen zu. „Wir werden jedenfalls in spätestens einem Tag informiert werden, ob wir eingreifen müssen, oder nicht.“ „Wir sollten uns dem entsprechend schon zum Zeitpunkt des Rausbeamversuches der Daedalus im Gateraum aufhalten und das Gate schon angewählt haben.“, fügte Teyla sich an Lorne wendend hinzu.

„Ja, das ist eine gute Idee. Ich werde Doktor Weir von unseren Plänen berichten. Sie können alle wegtreten.“, verkündete Lorne und erhob sich. Alle anderen verließen das Quartier und nachdem Lorne seine Freizeitkleidung angelegt hatte, verließ auch er den Raum.


Ford, Sheppard, Beckett und McKay irrten weiter durch den Wald und kamen bei einer Lichtung an. Sheppard versuchte etwas die Stimmung aufzulockern und wollte gerade Ford ansprechen, da hob dieser die Hand. „Was ist los?“, fragte Sheppard.

Ford schoss eine Salve aus seiner P-90 auf einen Baum, ehe Sheppard ihm die Waffe aus der Hand schlug. „Was soll denn das? Sind Sie jetzt vollkommen durchgedreht? Sie verraten unsere Position!“ Ford grinste nur.

„Genau das ist meine Absicht.“ Er spritzte sich das Enzym, was Sheppard mit etwas Ekel vor der Substanz aufnahm. Ein Dart raste über ihre kleine Lichtung und aktivierte den Dematerialisierungsstrahl. Das Team wurde darin gefangen und dematerialisiert.

Der Dart flog über den Wald zurück zum Hive, dass sich in den entfernten Bergen abgesetzt hatte. Er steuerte den Hangar des Hives an und auf einer Plattform rematerialisierte er vor drei Wraith, die bereitstanden, die vier Gefangenen. Ford lächelte die Wraith finster an und schoss einige Salven aus seiner P-90 auf sie ab. Die Wraith, vollkommen überrascht, gingen zu Boden.

Ford zog seine Gefährten aus den Hangar in eine dunkle Ecke auf dem Schiff, wo er sich und die drei in Sicherheit erhoffte. Er wartete und nach wenigen Minuten erwachte Sheppard und sah ihn an. „Es hat alles wie geplant funktioniert, Colonel. Sie bleiben hier. Ich muss mir Enzym besorgen.“ Er stand, ohne eine Antwort abzuwarten, auf und verschwand in einen der Gänge.

Sheppard wagte es nicht, ihm hinterher zu rufen, in der Befürchtung, die Wraith könnten Ford oder ihn bemerken. Er blickte auf die beiden Doktoren hinab, die keine Anstalten machten, aufzuwachen. Er trat beiden leicht mit dem Fuß gegen die Schulter und McKay erwachte als erster, nicht, ohne einen klagenden Schrei abzugeben.

„Was sollte das denn?“ „Ruhe.“ „Sagen Sie mir nicht, was ich zu tun habe!“ „McKay, wenn Sie nicht wollen, dass die Wraith kommen, dann halten Sie die Klappe.“, zischte Sheppard. „Oh, sagen Sie das doch gleich.“, entschuldigte sich McKay. Angespannt sah er sich um. „Ich hasse diese Schiffe.“ „Da sind Sie nicht der einzige.“

Nach einigen weiteren Minuten erwachte Beckett und blickte sich unsicher um. „Oh nein.“ Ford kam um die Ecke und direkt auf die drei zu. „So, Sie sind also alle wach?“, bemerkte er erfreut. „Dann kann es ja weitergehen.“ „Weitergehen? Was meinen Sie damit?“, fragte McKay ängstlich.

„Ich dachte, Sie wollten diesen Ronon retten. Er ist auf dem Schiff, das steht fest.“ „Woher wissen Sie das?“ „Der letzte Wraith, den ich getötet habe, hat es mir mehr oder weniger freiwillig verraten.“ Sheppard wusste nicht genau, was Ford damit sagen wollte, wollte es aber auch nicht unbedingt näher erläutert haben und erwiderte deshalb nichts.

„Also, kommen Sie.“ „Wie war das mit Waffen?“, warf McKay ein. „Was?“ „Ich werde hier sicherlich nicht ohne Waffe rumlaufen.“ Ford machte ein unbeeindrucktes Gesicht, gestand sich jedoch ein, dass dies zum Plan gehörte. „Na gut. Hier.“ Er warf jedem der drei eine Pistole zu.

Beckett sah sie unsicher an. „Ich hasse diese Teile. Ich bin Arzt, dass heißt, ich soll Leben retten und nicht, dass ich Leben auslöschen soll.“, sagte Beckett nach einiger Zeit entsetzt. „Wie Sie wollen. Dann werden die Wraith Sie eben aussaugen, weil sie sich nicht entsprechend verteidigen können.“, erwiderte Ford gleichgültig. „Okay, dann behalte ich sie noch eine Weile.“, gab Beckett nach kurzem Überlegen zurück und steckte sich die Waffe ein.


Die Daedalus flog im Hyperraum auf den Zielplaneten zu. Colonel Caldwell setzte sich auf seinen Stuhl und drehte sich zu seinem ersten Offizier Major Robertson. „Major, sind alle Systeme einsatzbereit, sobald wir den Hyperraum verlassen sollten?“

„Ja, Sir. Allerdings verlassen wir den Hyperraum erst in 13 Stunden. Wären wir näher an der Pegasus-Galaxie, würden wir nur einen Bruchteil der Zeit brauchen.“ „Geben Sie Hermiod Bescheid. Er und Doktor Novak sollen einen Hyperraum-Sprint einlegen. Wir müssen ein bisschen an Tempo aufnehmen.“

„Verstanden, Sir.“, bestätigte er den Befehl und wandte sich seiner Konsole zu. „Robertson an Maschinenraum.“ „Hier Maschinenraum. Was gibt es?“, meldete sich Doktor Novak. „Colonel Caldwell bittet um mehr Energie auf dem Hyperantrieb, um einen Sprint einzulegen.“

„Okay. Wir tun, was wir können. Novak Ende.“ Caldwell nickte seinem ersten Offizier zu. „Na schön, die Brücke gehört ihnen, Major.“ Er stand auf und verließ schnellen Schrittes die Brücke.


Lorne saß Doktor Weir in ihrem Büro gegenüber. „Nun, der Plan hört sich vernünftig an. Die Daedalus könnte Ihnen Feuerschutz gewährleisten, falls es eng werden sollte.“ „Wir fliegen einfach mit dem Jumper in den Hangar und von dort aus suchen wir unsere Leute.“

„Und ihr ganzes Team ist dazu bereit?“ „Ja, Ma’am. Wir lassen Colonel Sheppard nicht im Stich. Und was wären wir ohne McKay?“ „Ja, da haben Sie recht. Wie Zelenka gerade bemerkt hat, hat die Daedalus ein wenig das Tempo erhöht.“

„Das ist erfreulich.“ „Ja. Aber trotzdem werden sie bereit sein. Jede Sekunde zählt.“ „Verstanden.“ Er erhob sich und verließ das Büro. Auf der kleinen Brücke zum Kontrollraum blieb er jedoch stehen und Weir schloss zu ihm auf.

„Sonst noch was, Major?“ „Nein, ich dachte nur.“ „Ja?“ „Nein, Ma’am. Es ist nichts.“ „Okay. Ruhen Sie sich aus. Es war ein langer Tag für Sie.“ „Ja, Ma’am.“ Er nickte ihr kurz zu, ehe sie ihn aus dem Blickfeld verlor. Besorgt betrat sie wieder ihr Büro und setzte sich an ihren Schreibtisch.

Sie nahm ihren Tablet-PC und tippte mit dem Finger auf die Datei „Zwischenbericht“, woraufhin sie ihren zehnstelligen Identifikationscode eingab und die letzten Zeilen ihres Alltags durchging, ehe sie sich den Bildschirm mit einer in der Nähe stehenden Tastatur verband und ihre Gedanken zur momentanen Situation niederschrieb.

Colonel Sheppard und sein Team wurden höchstwahrscheinlich auf M5J-391 von den Wraith gefangen genommen. Ich mache mir schwere Vorwürfe, da ich selbst Sheppard und Rodney auf diese höchst unwichtige Mission schickte. Dabei ging es nur um einen kurzen Flug, um Daten über eine Energiesignatur zu erhalten.

Ich hätte womöglich auf Rodney hören sollen, als er sagte, dafür wären weniger hochqualifizierte Personen geeigneter, aber auch so würde ich mir große Vorwürfe wegen anderen Personen machen müssen.

Eigentlich liegt mein größtes Problem darin, dass ich nun keine starke Person an meiner Seite habe, die mir in einer solch ausweglosen Situation zur Seite steht. Zu anderen Zeiten übernimmt dies immer Colonel Sheppard, aber dieses Mal ist er der, um den ich mich sorge.

Zum anderen fehlt bis auf Teyla auch der Rest seines Teams und von Doktor Beckett und Ronon wissen wir inzwischen ziemlich genau, dass sie tatsächlich in Gefangenschaft geraten sind. Hoffentlich geht es ihnen allen gut.

Die Daedalus ist nun auf dem Weg, um Colonel Sheppard und sein Team zu befreien. Sollte dies nicht gelingen, muss ich wohl oder übel weitere wichtige Persönlichkeiten ins Ungewisse schicken. Zumindest weiß ich so, dass Sheppards Leben in guten Händen ist.

Angespannt lehnte sie sich zurück und schloss ihre Datei, wodurch der übliche Hintergrund auf dem Bildschirm erschien. Sie schloss, die Hoffnung bewahrend, die Augen und öffnete sie sofort wieder, als sie die Anwesenheit einer Person in ihrem Büro bemerkte. Teyla hatte sich mit besorgtem Blick ihr gegenüber gesetzt.

„Ich wollte nicht stören.“ „Tun Sie nicht, Teyla. Was gibt es?“ „Ich wollte mit Ihnen über die Mission sprechen.“ Weir hielt sich den Kopf. „Sind Sie sicher, dass Sie nicht alleine sein möchten?“ „Ja, Sie haben vielleicht recht. Am besten werde ich mich zu Bett begeben. Es war ein langer Tag.“

„Ja, das sehe ich auch so.“ Teyla stand auf und verließ den Raum. Liz blickte ihr hinterher und stand dann selbst auf, um sich zu ihrem Quartier zu begeben, dass sich direkt neben Sheppards befand. Sie blickte auf die verschlossene Tür und betrat nach einigen nachdenklichen Sekunden ihr Quartier.



Verschollen – Kapitel 7

Ford, Sheppard, McKay und Beckett schlichen auf dem Hive herum und wichen einer Gruppe Wraith aus, die an ihnen vorbeitrabte. „Na schön, wohin jetzt, Ford?“, fragte Sheppard. „Wir müssen weiter geradeaus. Danach müssen wir rechts rum und dann kommen wir schon direkt auf die Zelle zu.“, erwiderte der Lieutenant.

So gingen sie langsam weiter und Sheppard blickte um die Ecke, um die Zelle zu sehen. Er sah drei Wraith, zwei Krieger und einen anführenden ohne Maske. „Na schön, offensichtlich wollen die Wraith ihn gerade abholen. Das müssen wir verhindern.“, flüsterte Sheppard. „Was?“, gab McKay etwas zu laut zurück, wie Sheppard merkte, denn die Wraith drehten sich um und der Anführer nickte den beiden Kriegern zu.

„Na toll, jetzt kommen sie auf uns zu.“, gab Sheppard McKay und den anderen ärgerlich zu verstehen und verließ die Deckung, um auf die Wraith zu schießen. Jedoch war seine Munition bereits nach wenigen Schüssen aufgebraucht. „Ford, was soll das?“ Er sah sich nach Ford um, aber der war bereits mit seiner P-90 im Anschlag auf die Wraith zugerannt und schoss sie nieder.

Plötzlich ging der Alarm los, was Ford jedoch nicht davon abhielt, auch den Anführer der Wraithgruppe niederzuschießen. Ronon verließ unbeeindruckt die Zelle. „Wurde auch Zeit.“ „Ford, wir müssen hier raus.“ Sheppard packte ihn am Arm und Ford willigte mit einem Nicken ein.

Eine heftige Erschütterung ließ das Team aus dem Gleichgewicht geraten. „Was ist jetzt los?“, fragte Beckett, der sich während der Kampfszene zurückgehalten hatte. Ford antwortete sofort: „Das Schiff ist gerade gestartet.“ Ronon nickte zustimmend. „Zu den Jägerhangars.“, befahl Sheppard. „Und Sie kommen dieses Mal mit.“, fügte er an Ford gewandt hinzu.

Sie liefen einen Gang entlang, jedoch kreuzten die Wraith diesen nach kurzer Zeit und das Team begann sich zu verteidigen. Ronon, der zwei Stunner aufgesammelt hatte, schoss in beide Richtungen und traf so einige Wraith.

Ford schoss an jedem Wraith fast ein Magazin leer, wechselte es jedoch sofort, indem er immer wieder aus seiner Weste ein neues zog. Sheppard hob einen Stunner auf und schoss damit auf die Wraith, da seine Pistole keine Munition mehr hatte.

Nach einem dreiminütigen Kampf war Stille, bis McKay die Worte fand, die er sagen wollte: „Sieht so aus, als hätten wir die erledigt.“ „Weiter!“, drängte Sheppard sofort, doch zu spät. Das Team spürte eine starke Beschleunigung. „Ford, was ist das?“ „Der Hyperantrieb. Offensichtlich waren wir zu langsam.“

„Ach, wirklich? Wann ist Ihnen das denn aufgefallen?“, gab McKay zurück. Sheppard ging dazwischen: „Hey, keinen Streit, Leute.“ Er wendete sich an Rodney: „Können Sie den Hyperantrieb ausschalten?“

„Natürlich kann ich das. Sie müssen mich nur auf die Brücke eskortieren und alle Wraith dort platt machen, damit ich Zeit zum Arbeiten habe. Es wird etwas dauern.“, gab McKay nachdenklich aber doch überheblich zurück und Sheppard nickte. „Dann los.“, befahl er und die fünf machten sich auf den Weg Richtung Brücke.


Lornes Team hatte im Jumper Platz genommen und das Gate angewählt. „Wir sind bereit, Ma’am“, gab Lorne durch das Funkgerät Weir zu verstehen und sie nickte nur kurz. Die Kommunikation zur Daedalus stand. „Colonel Caldwell, wie sieht es aus?“, fragte sie, jedoch kam zunächst keine Antwort.

„Doktor, wir haben den Planeten vollständig gescannt und kein Hive gefunden. Es muss bereits weitergezogen sein.“, kam nach einiger Zeit die Antwort des Colonels und diese Worte ließen Weir erstarren. Ihr Team war damit möglicherweise verloren. „Danke, Colonel. Kehren Sie bitte nach Atlantis zurück. Die Erde ist bereits darüber informiert, dass sich Ihre Rückreise verzögern wird.“

„Verstanden. Caldwell Ende.“, gab er durch und beendete damit das Gespräch. „Major Lorne, trennen Sie die Verbindung. Es gibt nichts mehr für Sie zu suchen.“, sagte sie leise. „Was ist los, Ma’am? Hat die Daedalus Sheppard?“, kam als Antwort, doch es klang bereits so, als wüsste er die Antwort darauf schon. „Nein, Major. Das Hive ist weitergezogen.“, gab Weir zu verstehen und verschwand in ihr Büro.


Auf dem Hive schlich Sheppards Team nach wie vor in Richtung Brücke. „Hätte ich wenigstens einen Lebenszeichendetektor.“, beklagte sich Sheppard. Er hasste dieses ständige Versteckspiel, wenn er auf einem dieser Schiffe war. „Sie hätten den aus dem Jumper mitnehmen sollen.“, erwiderte McKay gereizt.

„Ich brauche keinen Detektor, um zu wissen, dass es hier von Wraith wimmelt.“, knurrte Ronon und ging weiter voraus, kam an eine Biegung und begann reflexartig aus seinen Stunnern zu feuern. Das Team holte ihn ein und Sheppard sah nur noch, wie vier Wraith getroffen zu Boden gingen.

„Nicht schlecht, aber nächstes Mal wäre es doch besser, wenn wir das alle gemeinsam erledigen.“, bemerkte Sheppard, doch Ronon hörte nicht zu. Er betrat den Raum und suchte hinter einem dort stehenden Tisch offenbar etwas. Er hob etwas auf, soviel konnte Sheppard sehen, als Ford ihm auf die Schulter klopfte und Sheppard sich umdrehte.

Er sah einen Haufen Wraith auf ihre Position zukommen und eröffnete gemeinsam mit Ford und McKay das Feuer. Auch Beckett begann, Schüsse fallen zu lassen und traf einen Wraith tödlich. Ronon kam mit seiner Waffe in den Händen am Team vorbei und im Laufen erschoss er mehr als die Hälfte der Wraith, die auf sie zukamen.

Ford zog eine Granate aus seiner Weste und warf sie in Richtung der Wraith. „Runter!“, schrie er kurz und das Team duckte sich unter der gewaltigen explosiven Kraft hinweg. „Haben Sie die aufgemotzt?“, kam es von Sheppard, als er sich versichert hatte, dass keiner der Wraith diesen Angriff überstanden hatte.

„Ja, mit C4 aufgerüstet.“, kam es von Ford mit einem Grinsen zurück. „Das Zeug, das meine Leute in Ihrer Begleitung gestohlen haben, war nur für das Hive, das wir zerstören wollten gedacht. Ich hatte noch einiges vorrätig und habe beides kombiniert..“

„Wissen Sie eigentlich, wie gefährlich das ist?“, kam es zynisch von McKay. Er wedelte mit den Händen. „Eine Handgranate ist schon explosiv genug. Warum müssen Sie die auch noch mit hochexplosiven Sprengstoff aufrüsten?“ „Mehr Zerstörungskraft ist im Kampf gegen die Wraith immer hilfreich.“, erwiderte Ford gleichgültig und lief den Gang entlang. Das Team folgte ihm und schon nach kurzem erreichten sie die Brücke.

Ford blieb am Eingang stehen und machte sich gerade bereit, eine weitere Granate zu werfen, da ging McKay dazwischen: „Sind Sie verrückt? Ich brauche die Steuerkonsolen der Brücke noch. Mit Ihrer dämlichen Granate machen Sie nur wieder alles kaputt.“ Ford beachtete ihn nicht und warf die Grante in den Raum, indem mehrere Wraith an Konsolen standen.

„Sie kompletter Vollidiot!“, brüllte McKay Ford an und kurz darauf gab es eine laute Explosion, die McKay fast von den Beinen riss. Ford sah in den Raum hinein und erkannte, dass die Wraith erledigt waren. „So, jetzt sind Sie dran, McKay.“, sagte er und wies ihm den Weg zu einer Konsole, die jedoch durch die Explosion beschädigt worden war.

„Was habe ich Ihnen noch gleich gesagt?“, sagte McKay sarkastisch beim Anblick der zerfetzten Konsole. „Was denn?“ „Was denn? Sehen Sie sich doch mal um, Mister Super-Ford ohne Hirn!“, sagte McKay, fing sich jedoch einen strengen Blick von Sheppard ein.

„Können Sie das reparieren?“, fragte dieser nur, während Ronon am Eingang Wache hielt und Beckett sich an eine Konsole lehnte. „Nein, wohl kaum, es sei denn, Sie haben Ersatzteile parat.“, gab McKay zurück.

„Jetzt regen Sie sich nicht so auf, Doktor. Es sind doch nur ein paar Kratzer.“, behauptete Ford und baute sich vor ihm auf. „Nur ein par Kratzer also, ja? Dann sehen Sie sich das hier mal an.“ Er zeigte auf eine stark beschädigte Leitung am Fuße der Konsole. „Das kann man nicht einfach so reparieren und Ihre „Kratzer“ kamen nur zustande, weil Sie immer so unüberlegt handeln, Ford.“ McKay begann schon fast zu schreien.

„Nicht so laut, sonst kommen noch mehr.“, sagte Ronon, den Gang vor der Brücke überwachend. „Entschuldigung, Doktor.“, sagte Ford. Sheppard fiel auf, dass es nicht der Ford war, zu dem er geworden ist, sondern der alte, der dies sagte. „Ford, gibt es einen anderen Ausweg? Sie kennen sich wohl mit am besten auf diesen Schiffen aus.“, fragte Sheppard.

„Es gibt vielleicht noch einen anderen Weg.“, gab Ford nach einigem Überlegen zurück. „Aber es wird gefährlich werden.“, fügte er hinzu. „Gefährlich, inwiefern?“, stotterte McKay und Beckett, der sich die ganze Zeit aus diesem Streit heraushielt, flüsterte: „Und worum geht es dabei genau?“ „Das werde ich Ihnen zeigen.“, sagte Ford selbstsicher und führte das Team von der Brücke.



Verschollen – Kapitel 8

Die Daedalus verließ im Orbit von Atlantis den Hyperraum. Colonel Caldwell erschien kurz darauf durch einen Lichtblitz im Kontrollraum der Stadt. Weir wartete dort bereits auf ihn und geleitete ihn in den Besprechungsraum, indem auch Teyla und Lorne bereits Platz genommen hatten.

„Das Hive war also schon weg?“, begann Weir und Caldwell nickte steif. „Anscheinend haben die Wraith nicht sehr lange auf dem Planeten Halt gemacht, denn wir konnten sie auch nicht mit den Tiefraumsensoren aufspüren. Offensichtlich sind Sheppard und sein Team verloren.“

„Sagen Sie so etwas nicht.“, erwiderte Lorne vollkommen entsetzt. „Tut mir Leid, Major, aber wir haben nicht einmal einen Anhaltspunkt, wo sich dieses Hive im Moment aufhalten könnte und die Galaxie ist groß.“, gab Caldwell leicht angeschlagen zurück.

„Wir wissen zumindest, dass die Wraith weiterhin auf Nahrungssuche gehen werden. Major, haben Sie dazu schon etwas gefunden?“, wandte sich Weir an Lorne und der nickte. „Ich denke, die Wraith werden sich nicht besonders weit von dem Planeten entfernt haben. Sie -.“ „Sie sind weiter als eine Stunde entfernt, soviel ist sicher.“, fiel ihm Caldwell ins Wort.

„Dann haben wir zumindest einen ersten Anhaltspunkt. Die Wraith sind auf dem Weg zu einem Planeten, der über eine Stunde vom Ausgangspunkt entfernt ist, jedoch von Menschen bewohnt wird und demnach höchstwahrscheinlich über ein Stargate verfügt.“, sagte Lorne unbeeindruckt von Caldwells Einwänden. Er stellte sich an den Bildschirm.

Der Bildschirm zeigte über zwei Dutzend Planeten, die bewohnt waren und über Stargates verfügten. Sie schlossen einen Kreis um den Ausgangspunkt der Suche. „Wir wissen, dass die Wraith keine bewohnte Welt auf ihrem Weg auslassen werden, demnach müssen sie auf einem dieser Planeten Halt machen, falls sie denn wirklich auf Nahrungssuche sind.“, demonstrierte Lorne und Teyla nickte kurz.

„Ich konnte spüren, dass sie hungrig sind.“, sagte sie und ihr Blick traf Caldwell. „Ich kann jetzt mit der Daedalus nicht jeden einzelnen Planeten, der auf Ihrer Liste steht, absuchen.“, sagte dieser schließlich. „Wie wäre es dann, wenn wir Teams mit Jumpern losschicken?“, erkundigte sich Lorne und warf dabei einen fast schon verzweifelten Blick auf Weir.

„Na schön, Major.“, sagte sie und erhob sich. „Machen Sie alle Teams bereit. Die Daedalus wird bereit sein, sobald Sie das Hive gefunden haben.“, ergänzte sich, während sie den Raum verließ. Übergangen gefühlt stand Caldwell auf und eilte ihr hinterher.

„Doktor, ich sollte Sie daran erinnern, dass -.“ „Wie ich schon des öfteren betonte, habe ich das recht, die Daedalus einzusetzen, wenn es nötig ist, Colonel.“, unterbrach sie ihn und er schüttelte nur den Kopf. „Ich weiß ja, dass Sheppard und sein Team die Besten hier auf Atlantis in ihren Gebieten sind, aber ich riskiere nicht erneut die Daedalus und die Preisgabe von Atlantis.“

„Wie schön, dass Sie sich um das Wohl von Atlantis Sorgen machen, Colonel, aber es tut mir Leid das sagen zu müssen. Sie werden aufbrechen, sonst werde ich wohl die Erde anwählen müssen und es Ihnen von höchster Stelle befehlen lassen.“, drohte sie nun und Caldwell konnte nicht mehr widersprechen.

„Na schön, die Daedalus wird bereit sein.“, gab er sich geschlagen und betätigte sein Funkgerät: „Hier Caldwell, beamen Sie mich auf die Brücke.“ Er sah sie noch mal streng an, ehe er in einem hellen Licht verschwand.


Ford lief dem Team voraus auf dem Hive entlang. „Ford, warten Sie.“, versuchte Sheppard, ihn aufzuhalten, doch Ford bog nur rechts ab und verschwand aus Sheppards Sichtfeld, ehe er und der Rest des Teams an der Biegung ankamen und bemerkten, dass Ford sich mal wieder in einen Kampf verwickelt hatte.

Er schoss aus seiner P-90 mehrere Salven auf seine Angreifer ab und schaltete damit einen Großteil aus, ehe er mehrfach von einem Stunner getroffen wurde und zu Boden ging. Ronon beendete den Kampf jedoch, indem er die restlichen drei Wraith mit gezielten Schüssen erledigte.

Das Team eilte zu Ford, der langsam wieder aufstand und sein Messer zog. „Ford, was tun Sie da?“, fragte McKay entrüstet, als er sah, wie Ford sich mit seinem Messer an einem der Wraith zu schaffen machte. Angewidert sah er weg. „Ohne das Enzym bin ich nutzlos für Sie.“

„Das sehe ich nicht so, Lieutenant.“, sagte Sheppard und versuchte, den Blick auf Ford kleben zu lassen, was ihm jedoch wegen Fords brechreizerzeugenden Aktion, den Wraith das Enzym zu entnehmen schwer fiel. Ford nahm das Enzym ein und stand wieder auf. „So, jetzt müssen wir gleich links rum.“ „Halt! Was tun Sie eigentlich?“, fragte McKay und Ford schien ihn nicht recht zu verstehen.

„Ich meine, was ist dieser letzte Ausweg?“, drückte sich McKay nun etwas genauer aus und Ford grinste nur. Er ging einfach, ohne ihn zu beachten weiter. Sheppard zuckte kurz mit den Schultern und folgte ihm, wie auch seine Begleiter, auch wenn McKay nach wie vor entsetzt war von dem, was er gerade gesehen hatte.

„Ford, sagen Sie wenigstens mir, was Sie vorhaben. Vielleicht können wir Ihnen helfen.“, sagte Sheppard und trat so nahe an Ford heran, dass die anderen ihn nicht hören konnten. „Nein, Colonel.“, gab Fords schlicht zurück und legte einen Zahn zu. Das Team musste sich beeilen, Schritt zu halten und schließlich erreichten sie einen großen Raum.

„Kenne ich irgendwoher.“, bemerkte Sheppard und sah sich um. Es war ein ähnlicher Raum, indem er bei seiner ersten Begegnung mit den Wraith Colonel Sumner vorfand, wie diesem das Leben ausgesaugt wurde. „Okay, wir sind da.“, sagte Ford erfreut und McKay sah sich um.

„Ich sehe hier nirgendwo etwas, was dazu dienen könnte, dieses Schiff anzuhalten.“, sagte er schließlich. Hinter Ford tauchte ein Schatten auf und Ronon erhob sofort die Waffe. Auch Ford drehte sich um und erblickte die Königin, die lange weiße Haare hatte, die durch das Licht bläulich erschienen. Sie hatte bronzene Haut und trugt ein dunkles Gewand. In ihrer Begleitung kamen zwei höher entwickelte Wraith, die jeweils schwarze Mäntel trugen.

„Willkommen.“, zischte die Königin und zeigte ihr ungewöhnlich hellen Zähne. „Habt ihr seit neuestem Zahnbürsten auf so einem Kahn ?“, fragte Sheppard beim Anblick der Königin und kurz darauf begann er, auf die beiden Begleiter zu schießen. Ronon half ihm und schon nach wenigen Sekunden lagen die beiden Wraith am Boden.

Ärgerlich drehte sich die Königin, nachdem sie ihre toten Begleiter besah, zu Sheppard um und fauchte. Ford stellte sich vor Sheppard. „Lass uns gehen, oder du bist tot.“, sagte er und die Königin lachte kurz. „Das ist also ihr Ausweg?“, merkte McKay sarkastisch an.

„Sie kann das Schiff anhalten auch ohne Steuerkonsolen.“, erwiderte Ford genervt, die Waffe immer noch auf die Königin gerichtet. „Und wenn Sie sie erschießen, wird das nicht mehr so sein.“, sagte nun Beckett, der besorgt zu Ford herüber sah.

„Ich wiederhole mich nur ungern. Wenn du überleben willst, dann lass das Schiff den Hyperraum verlassen.“, sagte Ford und durchbohrte die Königin mit seinem Blick. „Solcher Mut ist mir schon lange nicht mehr untergekommen.“, zischte die Königin nur.

„Ich an Ihrer Stelle würde tun, was er sagt. Er hält eigentlich fast immer, was er verspricht, wenn es um so etwas geht.“, sagte Sheppard über Fords Schulter hinweg. Beckett sah sich das Ganze an und merkte nicht, wie mehrere Wraith den Saal betraten. Er wurde von einem Stunner getroffen und fiel bewusstlos zu Boden.

Sheppard, der dies bemerkt hatte, schrie sofort: „Verteidigen!“ Das Team schoss auf die Wraith, befand sich aber in deutlicher Unterzahl. Nach und nach wurden auch Sheppard und McKay getroffen, bis schließlich auch Ronon zu Boden ging. Die Königin zischte etwas unverständliches und Ford ging nach mehreren Treffern ebenfalls zu Boden.



Verschollen – Kapitel 9

Sheppard wachte in einer Zelle auf dem Hive auf. Er sah sich um und erkannte, dass Ronon und Beckett ebenfalls bereits wach waren. Ford lag in einer Ecke, während McKay sabbernd schlief und schnarchte. „Hey, wir sind nicht zum Schlafen hier, Rodney!“, schrie Sheppard ihm ins Ohr und McKay löste sich sofort erschreckt aus dem Schlaf.

„Was soll denn das?“, meckerte er Sheppard an und hielt sich sein Ohr fest, als ob er untersuchte, ob es noch seine Funktion erfüllte. Auch Ford war inzwischen erwacht. McKay sah dies als erster und baute sich vor ihm auf: „„Lass uns gehen, oder du bist tot.“, lächerlich. So haben Sie sich also unsere Flucht vorgestellt?“, maulte er ihn an und nur langsam erhob sich Ford.

„Hätten Sie eine bessere Idee gehabt?“, gab er nach einiger Zeit zurück und McKay nickte nur verständnislos. „Ja, hätte ich, aber Sie mussten mit Ihrer dämlichen C4-Handgranate gleich die ganze Brücke in die Luft sprengen!“, sagte er und belegte Ford dabei mit einem wütenden Blick.

„Wie wäre es, wenn Sie beide sich wieder beruhigen würden.“, ging Sheppard die Hände zu beiden Seiten erhoben dazwischen. „Beruhigen?“, gab McKay zurück. „Wegen diesem hirnlosen mit Drogen vollgepumpten Spinner sitzen wir doch überhaupt in der Klemme!“, fügte er als kurze Erklärung vor Wut stotternd hinzu.

Ohne Vorwarnung stürzte sich Ford auf McKay und begann, ihn würgend auf den Boden zu drücken. Sheppard und Ronon reagierten sofort und versuchten Ford von McKay wegzuziehen, was ihnen jedoch nicht gelang, denn Ford schlug beide zurück. Sheppard wollte gerade erneut dazwischengehen, da kamen drei Wraith auf die Zelle zu.

Der Anführer der kleinen Gruppe ließ die Gitter verschwinden und kam auf die Kämpfenden zu. Kurz bevor er sie erreichte, richtete sich Ford auf und schlug ihn zurück. Die beiden Begleiter wollten eingreifen, wurden jedoch von Sheppard und Ronon, die sich unbemerkt anschlichen, überwältigt.

Beckett sah sich das kurze Schauspiel mit offenem Mund an und als er merkte, dass die Wraith keine Bedrohung mehr waren, stürzte er auf den am Boden liegenden McKay zu, der bewusstlos war. „Was haben Sie mit ihm gemacht?“, wandte er sich an Ford, der jedoch nicht zuhörte, sondern eilig die Zelle verließ.

Ronon wollte hinterher, wurde aber von Sheppard zurückgehalten. „Lassen Sie es gut sein.“, sagte er nur und wandte sich an den Arzt: „Beckett, was ist los?“ „Er ist bewusstlos, hat wahrscheinlich zu wenig Sauerstoff im Körper durch die Würgattacke des Lieutenants.“, gab Beckett besorgt zurück.

„Sein Herz schlägt noch, wenn auch unregelmäßig. Wären die Wraith nicht gekommen, um Ford von ihm abzulenken, wäre er tot.“, fügte er, auf die bewusstlosen Wraith blickend, hinzu. „Okay, wir müssen hier weg.“, sagte Sheppard schließlich und wies Ronon an, den Wissenschaftler auf seine Schulter zu nehmen.

Sie verließen, nachdem sie sich die Stunner angeeignet hatten, lautlos die Zelle. „Ich brauche meine Waffe zurück.“, ließ Ronon nach einigem Umherirren verlauten und Sheppard nickte. Hinter sich hörte er ein Geräusch und er drehte sich um.

Ford kam, voll beladen mit Waffen zu ihnen gerannt. Besorgt sah er McKay über Ronons Schulter hängen. „Wie geht es ihm?“, fragte er nur. „Es ginge ihm wesentlich besser, hätten Sie ihn nicht wie ein Verrückter gewürgt.“, sagte Beckett im Flüsterton, um ja nicht die Wraith auf sie aufmerksam zu machen, die in der Nähe sein könnten.

„Tut mir Leid. Aber immerhin habe ich uns ein paar Waffen besorgt.“, sagte Ford, um vom Thema abzulenken. Er gab Sheppard eine P-90, behielt jedoch die zweite für sich selbst. Beckett drückte er eine Pistole in die Hand und Ronon gab er seine Waffe zurück.

Ford ging weiter. „Ford, wo wollen Sie hin?“, fragte Sheppard ihn und Ford deutete nur auf eines der wenigen Fenster, die ein solches Hive besaß. Sheppard sah hinaus und erkannte, dass sie den Hyperraum verlassen hatten. „Zum Hangar.“, sagte Sheppard nur und Ford nickte. Beide gingen voraus, und eilten die Gänge entlang.


In Atlantis aktivierte sich das Gate und Weir eilte in den Kontrollraum, wo Chuck sie bereits erwartete. „Haben wir einen ID-Code?“, fragte sie ihn und in diesem Moment wurde der Code übertragen. „Ja, Ma’am. Es ist Major Lorne.“, sagte er. „Lassen Sie ihn rein.“, sagte Weir und Chuck schaltete den Schild ab.

Weir eilte zur großen Treppe. In diesem Moment glitt ganz langsam ein Jumper durch den Ereignishorizont und direkt auf sie zu. Lorne aktivierte sein Funkgerät: „Ma’am, ich habe im Orbit des Planeten beobachten können, dass ein Hive den Hyperraum verließ. Ob es sich jedoch um das von uns gesuchte handelt, weiß ich nicht.“, sagte er.

Weir nickte. „Kommen Sie so schnell wie möglich in den Kontrollraum, Major. Ich erwarte Sie hier.“, erwiderte sie ur und eilte selbst zurück dorthin. Sie funkte Caldwell an Bord der Daedalus an: „Colonel, wir haben das Hive möglicherweise gefunden. Wir übermitteln Ihnen die Koordinaten.“

„Wir machen uns sofort auf den Weg.“, erklang es aus ihrem Funkgerät. „Verstanden. Weir Ende.“, gab sie durch, ehe auch schon Major Lorne zu ihr eilte. „Ma’a,m.“, sagte er kurz angebunden und sie nickte ihm zu.

„Major, wurden die Bewohner des Planeten gewarnt?“, fragte sie ihn. „Ja, Ma’am. Die Bewohner treffen gerade Vorkehrungen. Ich würde gerne mit ein paar Jumpern helfen, Ma’am.“, sagte er. Etwas, was Weir nicht erwartet hatte, denn sie überlegte eine Weile.

„Major, Sie greifen auf keinen Fall ein, ehe die Daedalus nicht dort ist, verstanden?“, fragte sie, nur um sicher zu gehen und er nickte. „Na schön. Chuck, wählen Sie den Planeten an. Wir schicken die Jumper los.“, sagte sie und drehte sich zum Gate um, auf dem ein Chevron nach dem anderen aktiviert wurde.

Bei Chevron 7 stockte der Wahlvorgang und wurde abgebrochen. „Was ist los?“, fragte Weir und wandte sich an Chuck, der nur mit den Schulter zuckte. „Keine Ahnung, Ma’am. Das Gate muss bereits aktiv sein.“, erwiderte er nur und Weir nickte. „Etwas ähnliches hat Sheppard schon mal berichtet. Sie wählen das Gate an, damit niemand entkommen kann.“

„Was sollen wir jetzt tun, Ma’am?“, fragte Lorne, der nach wie vor hinter ihr stand. Sie drehte sich zu ihm um und schüttelte nur mit dem Kopf. „Ich fürchte, wir können nur darauf hoffen, dass es Colonel Sheppard erneut gelingt, zu entkommen.“, sagte sie.


Ford und Sheppard hatten den Hangar erreicht, indem eine Menge Wraith sich scheinbar zum Ausdüngen bereit machten. „Okay, wir müssen so vorgehen -.“, begann Sheppard, doch Ford rannte einfach los. „Ford!“, rief er ihm noch hinterher, nicht merkend, dass er damit die Wraith auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Als diese sich ihm zuwandten, schoss er einige Salven aus seiner P-90 auf die Angreifer. Hinter ihm und den anderen tauchten nun ebenfalls Wraith auf und Ronon ließ McKay unsanft zu Boden fallen, um auf die herannahenden Wraith zu schießen.

Beckett beobachtete dies mit etwas Unbehagen, schoss dann aber auch auf die Wraith, die sich immer weiter näherten. „Kommt!“, rief Sheppard plötzlich hinter ihnen. Sie sahen kurz zu ihm und erkannten, wie er von einem Dart aufgesammelt wurde.

„Los!“, rief Ronon im Feuergefecht Beckett zu und dieser zögerte nicht lange und stürzte sich ebenfalls in den Dematerialisierungsstrahl des Darts, der im Hangar seine Runden drehte. Ronon schaffte es, McKay wieder auf seine Schulter zu verladen und gleichzeitig einigen Schüssen der Wraith zu entgehen.

Er schoss noch einige Male in die ungefähre Richtung, in der die Wraith standen und ließ sich dann auch vom Dart aufsammeln. Der Dart schoss ein paar Male im Hangar auf andere Darts sowie Wraith, ehe er ihn verließ. Zehn Darts nahmen jedoch sofort die Verfolgung auf und schossen ihrerseits auf den Dart, der sich schnell dem Planeten näherte.


Caldwell stand auf der Brücke der Daedalus. Captain Foster, die Navigatorin der Daedalus, sagte: „Sir, wir verlassen in zehn Sekunden den Hyperraum.“ Caldwell setzte sich auf seinen Platz und wandte sich an seinen ersten Offizier Major Robertson: „Machen Sie alles feuerbereit, Major.“

„Ja, Sir.“, gab dieser nur zurück. „Austritt aus dem Hyperraum.“, sagte Foster angespannt und tatsächlich verließ die Daedalus hinter dem Mond des Planeten den Hyperraum. „Waffen sind jederzeit bereit, Sir.“, sagte Robertson und Caldwell sah auf den Schirm. „Es ist hier.“, sagte er.

„Wir können weder Colonel Sheppard noch jemand anderen orten, Sir.“, sagte Robertson nach einiger Zeit. „Bringen Sie uns dorthin, Foster.“, sagte Caldwell und die Navigatorin nickte. „Hermiod, machen Sie sich bereit für den Sprengkopf.“, gab Caldwell über Funk an den Asgard weiter.

Die Daedalus verließ langsam ihre Deckung durch den Mond und näherte sich dem Hive, welches scheinbar die Anwesenheit des Erdschiffes noch nicht wahrgenommen hatte. „Sir, mehrere Darts steuern auf den Planeten zu.“, sagte Robertson. „Hermiod?“, wandte sich Caldwell wieder über Funk an den Asgard.

„Colonel, offensichtlich konnte der Feind erneut das Beamen blockieren.“, kam es aus dem Funkgerät und Caldwell seufzte. „Sir, das Hive eröffnet das Feuer.“, sagte Robertson und Caldwell setzte sich wieder. „Vordere Geschütze, Feuer frei!“, sagte Caldwell und in diesem Moment schlug die erste Salve der Wraith auf dem Schild der Daedalus auf.



Verschollen – Kapitel 10

„Machen Sie zwei Mark VIII feuerbereit.“, befahl Caldwell Robertson und der nickte. „Mark VIII bereit, Sir.“, sagte er. „Sir, wir sind in optimaler Reichweite.“, kam es von Foster und Caldwell sagte: „Feuer!“

Sofort wurden zwei Mark VIII abgeschossen. Im gleichen Augenblick starteten Darts vom Hive und die erste Rakete wurde schon kurz danach abgefangen. Die zweite schaffte es nur unwesentlich weiter.

„Der Feind hat die Mark VIII abgefangen, Sir.“, sagte Robertson, als ob Caldwell es nicht selbst gesehen hätte. „Schießen Sie aus allen Geschützen und zerstören Sie diese Darts.“, gab dieser zurück und wandte sich dann an Foster: „Bringen Sie uns näher ran. Der nächste Abschuss muss sitzen.“ „Ja, Sir.“, war die schlichte Reaktion.


Ford saß im Dart, der nach wie vor den Planeten ansteuerte. Immer wieder musste er herannahenden Energieentladungen ausweichen. Sechs weitere Darts hatten nun die Verfolgung aufgenommen.

„Verdammt!“, brachte er hervor, als er spürte, wie der Dart getroffen wurde. Nach einer weiteren Minute voll geschickter Ausweichmanöver erreichte er den Planeten und ließ den Dart über eine Felskette rasen.

„Wäre doch Sheppard am Steuer.“, sagte er sich selbst, als sein Dart erneut erschüttert wurde. Er sah ein kleines Dorf unter ihm und schon wenige Hundert Meter entfernt erblickte er das Gate. Er sah, dass es bereits von außen angewählt war und schlug nur vor Wut darüber kurz auf die Steuerkonsole.

Ohne dass es ihm auffiel, löste er dadurch den Rematerialisierungsstrahl aus. Sheppard, Beckett, Ronon und der immer noch bewusstlose McKay wurden dadurch etwa zwanzig Meter vor dem Gate ausgesetzt.


Major Robertson traute seinen Augen kaum. „Sir, ich empfange Sendersignale von der Planetenoberfläche.“, sagte er zu Caldwell. „Sind das unsere Leute?“, erwiderte dieser nur, die Schlacht nicht aus den Augen verlierend.

„Ja, Sir, so scheint es.“, gab Robertson zurück und Caldwell stand auf. „Beamen Sie sie auf die Brücke.“, befahl er und wenige Sekunden später erschien auf der Brücke Sheppards Team. „Colonel Sheppard?“ Caldwell sah ihn fragend an. Ebenso überrascht von der Begegnung schien auch Sheppard zu sein.

„Colonel, was machen Sie hier?“, fragte er schließlich. „Wir retten Sie. Das dürfte doch wohl klar sein.“, gab Caldwell knapp zurück und Sheppard nickte dankend. Robertson holte beide wieder in die Realität zurück: „Sir, das Hive nähert sich unserer Position.“

Sofort ließ Caldwell sich wieder auf seinem Platz fallen. Sheppard, Ronon und Beckett drehten sich zur Frontscheibe um. Caldwell erblickte den immer noch bewusstlosen McKay am Boden. „Doktor, wäre es nicht besser, wenn Sie sich um McKay kümmern?“, fragte er nach einiger Überlegung.

Scheinbar hatte Carson den Bewusstlosen vergessen, denn er sah sich überrascht um. „Ja, natürlich.“, ließ er nur verlauten. „Wir brauchen eine Trage auf der Brücke. Wir haben scheinbar einen Verwundeten.“, gab Caldwell über Funk durch.

Das Hive näherte sich nach wie vor der Daedalus. „Sir, wir sollten vielleicht mal den Rückwärtsgang einlegen.“, sagte Sheppard, als er sah, wie dicht die beiden Schiffe schon zusammen lagen. „Foster, wenden Sie und bringen Sie uns in genügenden Abstand zum Hive in Position.“, sagte Caldwell und Foster nickte nur.

Das Ärzteteam traf mit einer Trage ein und McKay wurde auf diese gehievt. Beckett begleitete ihn, den Puls fühlend, von der Brücke. „Colonel Caldwell, wir sind in optimaler Reichweite für das Feuern einer weiteren Rakete.“, sagte Robertson.

„Schießen Sie, aber passen Sie auf, dass nicht wieder die Darts im Weg sind.“, sagte Caldwell und setzte sich wieder. Robertson nickte nur und betätigte einige Schalter. Die nächste Mark VIII schoss auf das Flugdeck des Hives zu, wurde jedoch kurz davor von einem Dart abgefangen.

„Verflucht!“, sagte Caldwell und schlug kurz auf eine seiner Stuhllehnen. „Sir, vielleicht sollten wir die 302er losschicken. Vielleicht haben die mehr Glück.“, sagte Sheppard. „Einverstanden.“, sagte Caldwell und betätigte sein Funkgerät. „Alle Jäger sofort starten.“, gab er durch und wenig später starteten vierzehn F-302 von den Hangars aus.

„Geben Sie allen 302ern durch, sie sollen die primären Systeme des Hives ausschalten.“, befahl Caldwell und Foster nickte kurz. „Sir, die Darts gruppieren sich und greifen zu sechst jeweils einen unserer 302er an.“, sagte Robertson und betrachtete besorgt sein Radar.

„Das war vorherzusehen. Natürlich wollen die nicht, dass wir ihr Hive zerstören.“, sagte Caldwell. „Wir müssen sie unterstützen, Sir. Wir sollten das Feuer auf die Darts statt auf das Hive ausrichten, so können wir ihnen mehr schaden, wenn keine Darts mehr übrig sind.“, sagte Sheppard und Caldwell nickte.

„Tun Sie, was er sagt, Robertson. Räumen Sie die Darts weg.“, sagte Caldwell. „Ja, Sir.“, bestätigte Robertson und betätigte einige Schalter. Nach und nach wurden kleine Gruppen von Darts abgeschossen. Jedoch verlor auch das Erdschiff immer mehr seiner Abfangjäger.

„Rufen Sie die 302er zurück, Captain!“, befahl Caldwell Foster und sie nickte. „Und bringen Sie uns in Reichweite für den Abschuss einer weiteren Mark VIII.“, fügte er hinzu. Er beobachtete noch kurz das Schauspiel, welches sich vor ihm auftat, ehe Foster meldete: „Wir sind in Reichweite.“ „Feuer!“, sagte Caldwell und wirkte dabei angespannt.

Der Sprengkopf wurde losgeschickt. Drei Darts versuchten ihn abzufangen, wurden jedoch kurz bevor sie ihn erreichten von Railgunsalven zerstört. „Sir, das Hive hat das Feuer eingestellt.“, sagte Robertson plötzlich. „Was?“, fragten Sheppard und Caldwell wie aus einem Mund.

„Sir, das Hive aktiviert den Hyperantrieb.“, meldete Foster und Caldwell sah ein kleines Aufflammen im inneren des Hives. Gerade wollte es in den Hyperraum eintauchen, da explodierte es von innen heraus. Die Explosionswelle traf die Daedalus und sorgte für eine heftige Erschütterung.

„Schilde stabil auf 46%.“, sagte Robertson, während Sheppard erstaunt auf die Trümmerteile vor ihm blickte. „Gut gemacht.“, ließ Caldwell auf der Brücke verlauten. „Captain, bringen Sie uns in den Hyperraum. Setzen Sie Kurs auf Atlantis.“, fügte Caldwell entspannt an die Navigatorin gewandt hinzu.


Etwas über drei Stunden später auf der Krankenstation von Atlantis. McKay erwachte und sah sich um. Um ihn standen Weir, Caldwell und der Rest seines Teams, sowie Beckett. „Und, ausgeschlafen?“, fragte Sheppard und zog die Brauen hoch.

Langsam richtete sich McKay im Bett auf und rieb sich seinen Kopf. „Was ist passiert?“, fragte er unsicher. „Ford hätte Sie fast getötet.“, begann Sheppard, doch McKay unterbrach ihn: „Wo ist Ford?“ „Er hat uns scheinbar ausgesetzt und ist dann geflohen.“, brummte Ronon und kreuzte die Arme vor der Brust.

„Oh, klasse.“, sagte McKay und ließ sich wieder in sein Kissen zurückfallen. „Und, ist sonst noch was wichtiges passiert?“, fragte er. „Ja, kann man wohl sagen. Es ist uns gelungen, das Hive, indem Sie gefangen waren, zu zerstören.“, sagte Caldwell, stolz auf seine Arbeit.

„Leider konnte die Daedalus weder im Orbit des Planeten noch irgendwo auf dem Planeten selbst das Signal eines Darts orten.“, sagte Weir und blickte dabei in die Runde. „Ford hat uns ausgesetzt. Ich schätze mal, er wird überlebt haben.“, sagte Sheppard, doch Ronon brummte: „Sein Dart wurde von einem Dutzend anderen verfolgt.“

„Nun, wenn er durch das Gate entkommen ist, sind sie ihm wohl gefolgt.“, sagte Caldwell und sah dabei zu Sheppard. „Ich wiederhole mich nur ungern, aber letztes Mal, als ich das sagte, hatte ich recht, also denke ich, wir werden ihn mit bestimmt irgendwann wiedersehen.“

„Nun, Sie haben recht, es wäre nicht das erste Mal.“, fügte McKay hinzu und seine Teammitglieder konnten sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. „Er wird entlassen, sobald es ihm wieder einigermaßen gut geht.“, sagte Weir zu Beckett und deutete auf McKay, ehe sie den Raum verließ.

Die anderen folgten ihr und nur Beckett blieb zurück. Carson drehte sich kurz um, als McKay sagte: „Carson?“ Offensichtlich wollte er etwas fragen, aber mehr brachte er nicht heraus, ehe er vor Müdigkeit in einen tiefen Schlaf verfiel. Carson lächelte nur und verließ dann leise, um ihn nicht wieder zu wecken, die Krankenstation.



Ende
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Hyndara
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BeitragVerfasst am: 09.01.2008, 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

*blinzel* Wie, schon vorbei? *dummguckt* Ich dachte, jetzt geht's erst richtig los und dann ist die Story schon vorbei ... äh ... öh ... mh
Okay, zumindest eine Erklärung dafür, daß ich gestern doch recht irritiert war, daß du die FF in "Kurzgeschichten" eingestellt hast ... *grübel*

Na, das ging ja noch richtig rasant zu - hui! Da kam man ja kaum zu Atem. Und als Ford auf McKay losging dachte ich wirklich, der bringt ihn in seinem Rausch um. Naja, viel hätte ja auch nicht gefehlt - McKay-Whump (Insiderwitz - geh mal ins SGA-Forum).

Was ich schön fand, war der Abschluß von Sheppard von wegen "ich hab doch schon einmal recht gehabt!" Stimmt, hat er. Und du läßt dir damit die Option offen, eine Fortsetzung schreiben zu können (auf die ich natürlich sehr hoffe).

Einzig Beckett wollte mir die ganze Geschichte über nicht gefallen, aber daß hatte ich dir ja drüben schon geschrieben. Zumindest aber durfte er am Schluß ein bißchen betütteln - und das tut er bekanntlich ja auch bis zu seinem "Ende" gern (kehr Leute, wat freu ich mich schon auf "Kindred"! Keller mag für euch Jungs ja ein Hingucker sein, mich nervt sie nur).

Weirs Überraschung, was Lornes Bitte angeht, konnte ich gut nachvollziehen, wenn er auch wenig verwunderlich ist. *grins* Mit Lorne hat sie ja einen Ruhepol im Militär - Sheppard wäre doch wieder allein losgehechelt, kennt man ja ... wobei auch er allmählich schlauer wird.

Wie schon gesagt, mir hatts gefallen, wenn mir das Ende auch ein bißchen zu abrupt kam. Ein Hive weniger in Pegasus, dafür hoffentlich ein bißchen mehr Ruhe für die dort lebenden Menschen.

Und jetzt hätte ich gern eine Fortsetzung *gaaaaaaaaaaaaaanzliebguckt* ...
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Kevin
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BeitragVerfasst am: 14.01.2008, 01:32    Titel: Antworten mit Zitat

@ Hyndara
Danke erst mal für dein Feedback zum rest der FF. Ich weiß, es wirkt ziemlich abgehackt, aber ich wollte es so anlegen, dass man Ford entkommen sieht und sich denkt: Der könnte noch mal wiederkommen.

Wenn es jetzt, wie du es sagtest, weitergegangen wäre, wäre es für mich schwieriger gewesen, ihn verschwinden zu lassen, ohne wirklich zu wissen, was nun mit ihm ist. Trotzdem natürlich danke für das Feedback.

Ich war von den ersten acht Kapiteln McKay-Sarkasmus zu schreiben so ausgepowert, dass ich ihn erst mal ruhig stellen musste Lachen . Nun, zumindest sind sie so raus gekommen.

Für Carson muss ich mir noch was überlegen, wie ich ihn besser rüberbringen kann. Nun, nächstes Mal.


Ja, du hast eben richtig gelesen. Es wird in Kürze eine Fortsetzung von "Immer wieder Abschied nehmen" geben, an der ich im Moment arbeite. Die Maschinen im Kopf arbeiten schon an der Story, dürfte dann bald zu Papier (oder zum Bildschirm) kommen und schließlich ins Forum.
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Kevin
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BeitragVerfasst am: 14.01.2008, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

@ Hyndara und allen möglichen Mitlesern
Ich will mal nicht so sein. Hab mich heute (da ich zum Glück mal frei hatte) mal an die neue Geschichte gesetzt und sofort sind mir schon einige Kapitel aus den Fingern geglitten.
Da Hyndara ja die Fortsetzung kaum erwarten kann, starte ich jetzt schon mal und werde alle drei tage ein neues Kapitel hier posten. Jetzt gehts los.



Autor: Kevin
Titel: Immer wieder Abschied nehmen – Die Raruspflanze
Zeit: Nach „3.02 – Misbegotten“
Disclaimer: Stargate: Atlantis und alle Stargate-Charaktere und alles, was dazu gehört ist Eigentum von MGM/UA, Double Secret Productions, Gekko Productions und dem SciFi Channel. Die Rechte an der Story gehören dem Autor. Diese FF ist nur aus Spaß geschrieben worden, nicht, um Geld zu verdienen.
Kapitel: 10
Inhalt: Sheppards Team reist inklusive Beckett auf einen fremden Planeten, auf dem sich laut der Datenbank von Atlantis eine spezielle Pflanzenart entwickelt, die zur Bekämpfung eines Virus auf Atlantis gebraucht wird.


Die Raruspflanze – Kapitel 1

Doktor Weir betrat eilig den Kontrollraum. Das Gate war von Außen aktiviert worden und bisher gab es keine Identifikation. Sie wandte sich an Chuck, der gerade einen ID-Code hereinbekam. „Es ist Major Lornes Team, Ma’am.“, sagte er schließlich und Weir nickte nur: „Lassen Sie sie rein.“, sagte sie und sah in den Gateraum hinunter.

Lornes Team kam rückwärts und feuerbereit durch das Gate. „Schild aktivieren!“, brüllte Lorne förmlich und Chuck wartete gar nicht auf Weirs Befehl. Er aktivierte den Schild und kurz darauf waren mehrere Aufschläge zu vermelden.

„Was war das?“, rief Weir Lorne zu und dieser kam die große Treppe hochgerannt. „Die Wraith sind plötzlich aufgetaucht und haben uns angegriffen.“, sagte er nur. „Und was ist mit den Menschen dort, die wir evakuieren wollten?“, fragte Weir.

„Nun, einige von ihnen wirkten nicht wirklich gesund. Arad, der Anführer des Dorfes, sagte, es seien schon viele Bewohner an einer Art Grippe gestorben. In den letzten Wochen hat sich die Anzahl der Toten durch diese Grippe jedoch mehr als verdreifacht.“, berichtete Lorne.

„Am besten melden Sie sich auf der Krankenstation. Carson ist zwar im Moment auf einer Mission mit Sheppards Team, aber sicher treiben sich dort auch andere fähige Ärzte rum.“, scherzte Weir. „Verstanden, Ma’am.“, sagte Lorne und wies sein Team an, ihm auf die Krankenstation zu folgen.


Sheppards Team machte sich drei Stunden später von einem kleinen friedlichen Dorf aus auf den Weg zum Gate, um nach Atlantis zurückzukehren. „Und Sie sind sicher, dass man dem Ältesten nicht mehr helfen kann, Carson?“, fragte Sheppard.

„Nun, ich habe ihn untersucht. Mit den Geräten, die wir in Atlantis haben, könnte ich ihm jedoch nicht helfen.“ „Und da wir in Atlantis die besten Hightechgeräte aus zwei Galaxien haben, kann man wohl davon ausgehen, dass dem Mann nicht mehr zu helfen ist.“, fügte McKay genervt hinzu.

„Ich meine, wie soll man auch einem 98jähirgen noch helfen? Viele Menschen in dieser Galaxie werden vorher ausgesaugt. Der soll mal nicht so meckern.“, hetzte McKay und Sheppard beruhigte ihn: „Ist schon gut, Rodney. Wir haben verstanden.“

„Es ist jedoch tragisch. Emon war immer einer der großen Befürworter des Handels mit uns.“, sagte Teyla. „Der neue Älteste hat bereits angekündigt, die Handelbeziehungen zu uns abzubrechen.“, fuhr sie fort und in ihrer Stimme lag ein bitterer Unterton.

„Als ob uns das so sehr schaden würde. Ein Planet weniger.“, sagte McKay, doch Teyla sah ihn nur zornig an: „Mein Volk pflegt seit mehreren Generationen die gute Beziehung zu den Beranern.“ „Ja, dann suchen wir eben jemand anderen für die Geschäfte Ihres Volkes.“, sagte McKay nur, denn scheinbar interessierte er sich nicht für jahrelange Beziehungen zu anderen Völkern.

„Wie auch immer, Rodney.“, zischte Sheppard ihn an, womit er ihm klarmachen wollte, dass er den Mund halten sollte. Scheinbar konnte McKay diese Intention jedoch nicht erfassen und redete weiter: „Nun, jedenfalls dürfte es in dieser Galaxie noch viele andere primitive Völker geben, sogar welche, die noch nicht von den Wraith besucht wurden.“

„Rodney, jetzt reicht es!“, brüllte Sheppard ihn zornig an. Offensichtlich hatte Rodney erst jetzt verstanden, dass er lieber den Mund halten sollte. „Wählen Sie lieber das Gate an.“, fügte Sheppard immer noch wütend hinzu.

Rodney tat, was der Colonel ihm befahl und wählte die entsprechenden Symbole. Das Wurmloch etablierte sich und Sheppard gab seinen ID-Code ein. Gerade wollten sie durch das Gate gehen, da erreichte sie ein Funkspruch.

„Colonel Sheppard, kommen Sie auf keinen Fall durch das Gate.“ Es war Chucks Stimme, die durch das Funkgerät drang. „Was?“, erwiderte Sheppard nur und Chuck wurde deutlicher: „Anscheinend hat Major Lorne ein fremdes Virus mit nach Atlantis gebracht, von dem fast alle befallen sind.“

„Dann muss ich sofort durch das Gate.“, ließ Beckett verlauten, doch Chuck blockte ab: „Doktor Weir gab den Befehl, dass ich den Gateschild unter keinen Umständen abschalten darf.“ „Ich will mit ihr reden.“, sagte Sheppard.

„Tut mir Leid, Colonel, aber sie ist selbst von dem Virus infiziert und liegt auf der Krankenstation. Bisher haben wir noch kein Gegenmittel gefunden.“, drang Chucks Stimme nun etwas betrübt durch das Funkgerät und die Mitglieder von Sheppards Team warfen sich nervöse Blicke zu.

„Was können wir tun?“, brummte Ronon. „Doktor Zelenka ist zwar ebenfalls infiziert, jedoch scheint die auf die Infizierung folgende Grippe bei ihm noch nicht ausgebrochen zu sein. Er sieht in der Datenbank nach, ob er etwas findet.“

„Wie will er denn etwas finden?“, fragte McKay und fuhr besserwisserisch fort: „Die Antiker werden wohl kaum ein Mittel gegen einen Virus haben, der erst jetzt auftritt.“ Sheppard warf ihm einen besorgten Blick zu.

Etwas schwächlich drang nun eine Stimme mit tschechischem Akzent durch das Funkgerät: „Rodney, ich habe gerade die medizinischen Daten in der Datenbank analysiert. Sie haben recht. Gegen dieses Virus gibt es dort keinen Hinweis.“

Aus Zelenkas Stimme hörte McKay ein „aber“ und fragte demnach: „Machen Sie es nicht so spannend, Radek.“ Er warf dem Team genervte Blicke zu. „Nun, es scheint auf M3J-252 eine Pflanzenart zu geben, die Früchte trägt, die wiederum einen Wirkstoff beinhalten, der jedes Virus neutralisieren kann.“, sagte Zelenka unsicher.

„Sie haben sicher ein Team dorthin geschickt, oder?“, fragte Sheppard, doch Zelenka antwortete: „Nein, Colonel. Laut der Datenbank reagieren die Pflanzen selbst sehr empfindlich auf jede Art Virus.“ „Dann kann also keiner eine Pflanze holen, wenn er schon betroffen ist?“, fragte McKay.

„So scheint es.“, antwortete Zelenka. „Da sieht man mal wieder, was für widersprüchliche Dinge die Evolution doch schafft. Da ist jemand krank und braucht eine Heilpflanze, doch um sie zu erreichen, muss er gesund sein.“, fasste Rodney mit Ironie in der Stimme zusammen.

„Doktor Weir ist damit einverstanden, wenn Sie die Pflanze besorgen und sie hierher bringen.“, sagte Zelenka. „Okay, klingt nicht schwer.“, sagte Sheppard und wandte sich leicht lächelnd seinem Team zu.

Ronon zuckte nur mit den Schultern, Teyla schien die Sache zu beunruhigen, Carson sah nachdenklich zu Rodney, der in seiner Ausrüstung kramte und schließlich fand, was er suchte. Er befreite den Müsliriegel von seiner Verpackung und nahm ihn in den Mund, um herzhaft abzubeißen.

Sheppard verdrehte die Augen. „Na schön, Doc. Wir kommen mit einer ausreichenden Menge zurück. Halten Sie nur solange durch.“, sagte er. „Verstanden. Atlantis Ende.“, sagte Zelenka und die Verbindung brach ab.

„Rodney, wählen Sie M3J-252 an.“ McKay schien ein wenig überrascht über diesen kleinen Auftrag, denn er verschluckte sich beinahe an einem besonders großen Stück des Müsliriegels. „Ja, natürlich.“, brachte er kauend hervor.



Fortsetzung folgt
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Hyndara
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BeitragVerfasst am: 15.01.2008, 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Interessante Idee mit der Heilpflanze, die nur Gesunde ernten können ... Wobei, wenn sie auf wirklich JEDE Art von Krankheitserreger empfindlich reagiert, beschleichen mich da ganz üble Gedanken. Kein Mensch ist keimfrei, ich hoffe, daran denken die Fünf.

Na, und McKay ist mal wieder auf der Höhe seiner Egomanie. Jawoll, schießen wir doch mal eben Handelspartner ab, stört ja nicht weiter. Irgendwann, so hoffe ich, wird mal jemand kommen und Atlantis eine Rechnung präsentieren mit der Frage nach der Nützlichkeit. Dann allerdings dürfte Rodney etwas dümmlich aus der Wäsche gucken. Soviel zu "wir brauchen diese Handelsbeziehung nicht".

Na, dann freu ich mich mal auf die Fortsetzung. Bin gespannt, was du dir da noch alles ausgedacht hast.
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BeitragVerfasst am: 16.01.2008, 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

hi, habe auch hierher gefunden Smilie Stimme Hyndara zu, die Idee ist wirklich gut und wenn ich da an War of the Worlds denke, was eine kleine Bazille so anrichten kann...

War ein guter Anfang. Rodney in seinem Element (der nervt aber heute extrem), Teyla ist sauer - kein Wunder und dann können sie nicht nach Atlantis zurück, weil da eine Epidemie ausgebrochen ist!

Bin gespannt, was du im Schilde führst!
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Kevin
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BeitragVerfasst am: 18.01.2008, 07:50    Titel: Antworten mit Zitat

@ Hyndara
Danke für das Feedback und schön, dass du wieder mitliest. Nun, ganz so empfindlich ist die Pflanze nicht. Sie reagiert eben nur auf Viren in größerer Zehl aber dann auch sogar bei kaum schädlichen.

@ Scout
Toll, dass du auch hergefunden hast. Nun, Rodney muss natürlich so weitergeführt werden, wie ich es in der letten Geschichte beendet habe (ehe er bewusstlos wurde). So ist er eben....

So, jetzt geht's dann auch weiter.


Die Raruspflanze – Kapitel 2

Sheppards Team kam durch den Ereignishorizonts des Gates auf M3J-252 und Sheppard atmete zunächst tief ein, ehe er sich zu seinem Team umdrehte. „Also, was machen wir jetzt hier?“, fragte McKay noch einmal nach.

„Wir suchen eine Pflanze.“, sagte Sheppard und kam sich selbst ein bisschen dämlich vor. „Jetzt müssen wir nur noch wissen, wie die Pflanze aussieht.“, fügte er hinzu und McKay schien davon genervt: „Dass Radek uns auch kein Foto durchschicken konnte.“

„Nun, es muss eine Pflanze sein, die sich deutlich von bekannten unterscheidet. Ich bin sicher, Doktor Zelenka hätte ansonsten eine Beschreibung durchgegeben.“, sagte Beckett ruhig und Teyla nickte, jedoch beunruhigte sie etwas. Sie fühlte sich beobachtet.

Sheppard schien dies nicht entgangen zu sein, denn er fragte: „Teyla, was ist los?“ Sie wandte sich ihm zu und schüttelte den Kopf. „Ich bin mir nicht sicher.“, erwiderte sie schließlich. „Dann los.“, sagte Ronon und zog zur Sicherheit seine Waffe.

„Was machen Sie da?“, fragte McKay nach und sah sich um. „Nur, um sicher zu gehen.“, sagte Ronon, doch McKay blieb leicht panisch und versuchte, nicht zu weit zurückzufallen, als das Team einen angrenzenden Wald betrat.

„Eine Heilpflanze, die jedes uns bekannte Virus neutralisieren kann.“, schwärmte Beckett. „Wer weiß, vielleicht könnte das die Heilung gegen AIDS sein.“, fügte er an Sheppard gewandt hinzu. „Ja, wäre toll. Hoffentlich gibt es diese Pflanzen noch.“, sagte Sheppard.

McKay nickte: „Immerhin ist die Datenbank über 10.000 Jahre alt. Wer weiß, vielleicht ist diese Pflanzenart ausgestorben.“ „Das bezweifle ich nicht. Nicht wenige der Informationen aus der Datenbank waren irreführend.“, bestätigte auch Sheppard.

„Aber wir sollten diese Pflanze trotzdem suchen. Atlantis verlässt sich auf uns.“, fügte er hinzu, als er in McKays Gesicht sah, wie dieser scheinbar Hoffnung hatte, diesen Wald nicht durchqueren zu müssen.

„Ich frage mich, ob es auf diesem Planeten Menschen gibt.“, sagte Teyla, als das Team weiter in den Wald vorgedrungen war. „Von einer solchen Quelle der Gesundheit würde man wohl sehr profitieren.“, fügte sie hinzu und als ob sie jemand gehört hätte, schoss ein Pfeil an ihrem Kopf vorbei und bohrte sich in einen Baum.

Das Team nahm sofort Abwehrpositionen ein. „Wer ist da?“, schrie Sheppard in den Wald, doch niemand antwortete. Ein weiterer Pfeil schoss auf das Team zu und McKay wäre getroffen worden, hätte er sich nicht zufällig zur Seite bewegt.

„Wer ist da?“, wiederholte Sheppard seine Frage. Dieses Mal kamen etwa ein Dutzend Menschen mit Armbrüsten und Bögen, die auf das Team gerichtet waren, auf sie zu. Eine Frau trat vor. Sie hatte langes braunes Haar und trug eine Art Pfadfingerausrüstung, wenn man es so bezeichnen konnte.

„Wer seid ihr?“, fragte die Frau, während die anderen weiter warnend ihre Bögen auf das Team ausrichteten. Sheppard drehte sich kurz zu seinem Team um: „Waffen runter, Leute.“, sagte er, ehe er sich wieder der Fremden zuwandte.

Sein Team ließ die Waffen sinken und Sheppard lächelte die Frau unschuldig an: „Nun, wir sind Forscher und sind hierher gekommen, weil wir hörten, hier gäbe es eine Heilpflanze.“, sagte er gelassen. Die Frau nickte kurz.

“Nehmt ihnen die Waffen ab!“, wies sie ihre Leute an und ohne großartige Gegenwehr hatten die Waffen die Besitzer gewechselt. „Ihr kommt mit.“, befahl sie nun dem Team und Sheppard zuckte kurz mit den Schultern, ehe er ihr folgte. Sein Team ging nach ihm.

Eskortiert, oder viel mehr bewacht, wurden sie von den Männern und Frauen, die nach wie vor bedrohlich die Bögen erhoben hatten. „Na toll, Eingeborene, die uns gefangen nehmen. Besser kann es ja kaum noch laufen.“, meckerte McKay, sodass nur Sheppard ihn hören konnte.

Dieser verdrehte die Augen und stieß ihm, nachdem er sich zu ihm zurückfallen ließ, kurz in die Rippen. „Immer schön freundlich bleiben, klar?“, zischte er ihm dabei ins Ohr. Vor sich erblickte das Team eine Lichtung, in der scheinbar ein kleines Dorf lag.

Die Fremde führte sie durch ein kleines Tor in ein belebtes Dorf. Dem Aussehen der Kleidung, der Waffen und der Häuser der Fremden nach zu urteilen, schienen sie auf einem mittelalterlichen Entwicklungsstand zu sein.

Etwas war jedoch merkwürdig an ihnen, auch wenn Sheppard nicht genau beurteilen konnte, was so merkwürdig war. Die Frau führte sie weiter in das Dorf und an einer Art Marktplatz vorbei, ehe sie vor einem kleinem Haus hielt. Sie drehte sich zu dem Team um.

„Das ist das Haus des Hüters.“, sagte sie, was McKay etwas verwirrte. „Hüter?“, fragte er nach und die Frau nickte kurz. „Gleichzeitig ist er mein Verlobter. Er ist ein außergewöhnlicher Mensch. Zollt ihm Respekt, oder ich werde euch töten.“, sagte sie und deutete dabei auf die P90, die sie zuvor Sheppard abgenommen hatte.

Das Team betrat das Haus und wurde von einem in schwarz gekleideten Mann begrüßt, dessen Anwesenheit sie wohl nicht erwartet hätten. Sheppard sah den Mann wütend an. „Sie!“, schrie er beinahe. Auch McKay schien nicht besonders erfreut, den Mann zu sehen. „Gib mir diese Waffe, meine Liebe.“, sagte der Mann und deutete auf Ronons Waffe.

Sie gab ihm die Waffe und er stellte sie auf „Betäuben“. Kurz darauf schoss er nacheinander auf die nach wie vor wütend bis verwirrten Mitglieder von Sheppards Team, bis nur noch Sheppard allein übrig war: „Mit Ihnen habe ich was anderes vor.“, sagte der Mann und Sheppard wurde von hinten ein Tuch vor den Mund gehalten, welches offenbar mit Schlafmittel getränkt war, denn er wurde nach wenigen Sekunden bewusstlos und wurde weggeschleppt.


Wenige Minuten später aktivierte sich in Atlantis das Gate. Chuck, der schwer hustend im Kontrollraum saß, fuhr den Schild hoch. Wenige Sekunden tat sich nichts, doch dann kam ein Funkspruch: „Atlantis, hier ist Lieutenant Ford. Deaktivieren Sie den Schild. Ich habe wichtige Informationen.

Chuck konnte nicht glauben, dass es Ford war, den er gerade gehört hatte. Er gab zunächst keine Antwort, doch dann konnte er nicht anders: „Lieutenant, es ist ein schlechter Zeitpunkt, den Sie sich da ausgesucht haben.“, antwortete Chuck und wartete.

„Es ist wichtig, also deaktivieren Sie den Schild. Es geht um eine Krankheit, die vor kurzem auf vielen Planeten der Galaxie ausgebrochen ist.“, erwiderte Ford. „Genau diese Krankheit ist auch bis hierher vorgedrungen.“, sagte Chuck. „Keine Sorge, dank des Enzyms bin ich immun. Ich muss jedoch dringend mit Sheppard reden, also deaktivieren Sie den Schild.“

„Colonel Sheppard ist nicht hier.“, antwortete Chuck wahrheitsgetreu, doch Ford ließ sich nicht abwimmeln: „Ich kann Ihnen helfen. Dafür müssen Sie aber den Schild deaktivieren.“, sagte Ford und sendete seinen ID-Code, der mittlerweile seit über einem Jahr abgelaufen war. Chuck überlegte kurz, ehe er den Schild runterfuhr.

„Na schön, Lieutenant. Der Schild ist unten und Sie können durch.“, sagte Chuck, auf wenn er sich nicht sicher war, ob er wirklich das Richtige tat. Wenig später kam Ford durch das Gate und das Wurmloch löste sich auf. Ford lief in den Kontrollraum hinauf und sah sich um. „Wie ich’s verlassen hab.“, sagte er dann.

Chuck kam auf ihn zu, sichtlich erkrankt. „Lieutenant, ich habe Sie nur reingelassen, weil Sie sagten, Sie seien immun.“, sagte er dann. „Ja, ich war bereits auf einem Planeten, auf dem diese Seuche ausgebrochen ist. Ich habe als einziger überlebt und ich denke, dass liegt an dem Enzym.“, erklärte Ford, während sie beide den Kontrollraum verließen.

„Solange ich das Enzym nehme, bin ich wohl so immun wie die Wraith, die ja bekanntlich an kaum einer uns bekannten Krankheit erkranken können.“, fügte er hinzu. „Wollen Sie uns jetzt mit dem Enzym voll pumpen, wie vor einem halben Jahr Sheppards Team?“, fragte Chuck misstrauisch, doch Ford schüttelte den Kopf.

„Nein, nicht ohne die Einverständnis von Doktor Weir.“, erwiderte er und sie erreichten den Transporter. „Doktor Weir wird es sicherlich interessieren, dass Sie hier sind.“, sagte Chuck und beide betraten den Transporter, dessen Türen sich schlossen.



Fortsetzung folgt
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Hyndara
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BeitragVerfasst am: 18.01.2008, 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schätze, ich weiß, wer der "Schwarze Mann" ist ... Nein, ich verrate jetzt nichts, sondern grinse mir insgeheim einen. Bin mal gespannt, ob ich recht habe.

Und Ford ist also auch wieder aufgetaucht, sieh mal einer an. Aber ich dachte schon, daß dein Titel sich auf ihn bezieht und du hier Geschichten posten wirst, in denen er auftaucht. Ist ja auch eine Schande, daß er so ganz und gar verschwunden ist *schmoll*.

Jetzt lasse ich mich auf jeden Fall mal überraschen, was du da noch auffährst und wie es weitergeht ...
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Scout
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BeitragVerfasst am: 20.01.2008, 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

Du machst es aber spannend! Ich tippe auf den Typ mit K., aber wer weiß, vielleicht ist es auch jemand anders. Zumindest stellt sich das Einsammeln der Pflanze als schwieriger heraus, als zunächst angenommen!

Dass Ford immun ist, ist ein cleverer Zug, vielleicht ist bald ja ganz Atlantis temporär auf Enzym. Wäre sicher witzig!
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Kevin
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 03:12    Titel: Antworten mit Zitat

@ Hyndara
Ich bin davon überzeugst, dass du denkst, der Fremde sei Koyla. Mh, mal sehen.
Nun, Ford ist ein Charakter, den man hat fallen lassen, obwohl er gerade als Super-Ford noch viel Potenzial hatte. Also denke ich, kommen hier noch einige Geschichten mit ihm, vielleicht....
Am Ende möchte ich jedenfalls wissen, wen du vermutest, wer das das Team gefangen hält.

@ ScoutDu hast recht, es ist auf jeden Fall schwierig, an die Pflanze zu kommen. Wäre es das aber nicht, so würde die Geschichte jetzt schon wieder vorbei sein, also hab ich mir gedacht, ich baue ein kleines Hinderniss ein.
Mal sehen, was mit Ford noch passiert und wie er sich in die Geschichte einfügt.


Die Raruspflanze – Kapitel 3

Sheppard erwachte in einem dunklen Raum, gefesselt an einem Stuhl. Er sah sich um. Es war ein kleiner dunkler Raum, der scheinbar unter der Erde war, denn es viel nur etwas Licht durch kleine Risse in der aus Holzlatten bestehende Decke. Er konnte sich bereit denken, dass er sich unter dem Haus befand, indem er diesen nicht gerade beliebten Mann traf.

„Hallo?“, rief er, denn es schein ihm langweilig zu werden. Wenig später hörte er über sich wildes Fußgetrappel und staub rieselte auf seinen Kopf. Er hörte jemanden eine Treppe heruntergehen und schließlich sah er, wie sich die Holztür vor ihm leicht quietschend öffnete.

„Wie geht es Ihnen?“, fragte der Mann. „Torrell, was wollen Sie von mir?“, fragte John. Torrell, ein ehemaliger Gefangener der Strafinsel von Ordesia, stand grinsend vor ihm. „Ich habe gehört, Sie wollen meine wertvolle Heilpflanzer haben.“, sagte er und bückte sich zu ihm hinunter.

„Ja, was dagegen, dass wir eine Pflanze haben wollen?“, fragte nun John und versuchte sich vom Stuhl loszureißen, jedoch ohne Erfolg. „Ich habe in der Tat etwas dagegen, Colonel Sheppard. Es gab laut alten Legenden eine Zeit, in der fast der gesamte Planet mit einem Wald überwuchert war, indem es die sogenannte Raruspflanze zu finden gab, die Heilpflanze, die Sie haben wollen.“, fügte er hinzu, als Sheppard ihn verwirrt ansah.

„Ja, und?“, fragte John und zog eine Braue nach oben. „Was hat das damalige mit jetzt zu tun?“, hakte er nach. „Nicht mehr viel, fürchte ich. Ich bin der Hüter der letzten Pflanze.“, sagte Torrell und Sheppard stockte der Atem. „Diese Pflanze blüht zwölf Mal im Jahr, immer zu Beginn eines Mondzyklus.“, erklärte Torrell.

„Sie trägt Früchte, die laut Legenden das Lebenselixier beinhalten. Wir essen diese Früchte. Sie werden es meiner Verlobten vielleicht nicht anmerken, aber sie ist bereits achtundsiebzig Jahre alt.“, sagte Torrell und Sheppard klappte kurz der Mund auf.

„Die sieht aus wie Mitte dreißig.“, protestierte er. „Ja, das stimmt. Die Pflanze schenkt uns Lebenskraft und ich denke, wenn man sie richtig einsetzt, kann man ewig leben.“, schwärmte Torrell gerade zu, obwohl seine Stimme wie immer bedrohlich klang.

„Ja, bis die Wraith kommen und Sie aussaugen, dann dürfte der kleine Zauber der Pflanze vorbei sein.“, erwiderte John leicht grinsend. „Das glaube ich nicht.“, erwiderte Torrell, doch John zog wieder eine Braue hoch: „Kommen Sie, die Vorfahren, wie Sie sie nennen, kannten diese Pflanzen und trotzdem sind sie jetzt alle tot.“

„Selbst wenn wir durch die Pflanze nicht Immunität gegenüber den Wraith gewinnen, so werden wir doch sehr lange leben, länger als jeder andere Mensch zuvor.“, sagte Torrell wichtigtuend. „Wollen Sie ins Guinnessbuch, oder was?“, fragte nun John und sah sich noch mal um.

„Warum geben Sie uns nicht eine dieser Früchte? Wir könnten die ganz gut gebrauchen, da eine Seuche gerade so ziemlich jeden auf meiner Basis infiziert hat und viele Menschen ohne die Früchte sterben werden.“, rief John ihm entgegen, als wäre Torrell taub.

„Nun, Sie haben mir und meinen Leuten damals geholfen, von der Insel zu verschwinden und den Wraith zu entfliehen, aber es tut mir leid, wir haben wie gesagt nur noch diese eine Pflanze und die Früchte, die sie trägt, reichen nur mit Mühe und Not für alle hier im Dorf.“, erwiderte Torrell.

„Ich will ehrlich zu Ihnen sein, Colonel. Ich bin kein Massenmörder mehr, wie früher. Ich will hier den Rest meines nun endlosen Lebens verbringen, aber die Gefahr, dass die Raruspflanze vollkommen ausgeschöpft sein wird, sobald wir Ihnen die erforderliche Menge geben würden, ist zu groß, als ob ich dieses Risiko eingehen würde.“, fügte er hinzu und drehte sich um, um den Raum zu verlassen.

„Was haben Sie dann mit uns vor. Warum haben Sie mich und meine Leute gefangen nehmen lassen?“, fragte John, ehe Torrell den Raum verlassen konnte. Er drehte sich noch mal kurz um. „Ich bin nach wie vor interessiert an einem dieser, wie Sie sie nennen, Jumper. Wir könnten ins Geschäft kommen. Einer dieser Jumper gegen eine ausreichende Menge an Früchten.“

„Und wie steht mein Team in der Gleichung?“, fragte John weiter. „Für jeden von Ihnen werde ich noch mal einen Jumper verlangen.“ Er drehte sich nun endgültig der Tür zu und verließ den Raum. „Selbst wenn Sie die Schiffe hätten, könnten Sie sie sowieso nicht bedienen!“, rief John ihm hinterher und obwohl Torrell nicht reagierte, wusste er, dass er ihn gehört hatte.


Ford und Chuck kamen auf der Krankenstation an. Doktor Weir erblickte die beiden und sah auf. „Träume ich?“, fragte sie beim Anblick von Lieutenant Ford. „Nein, Ma’am.“, antwortete dieser grinsend. „Lieutenant, was machen Sie hier?“, fragte Zelenka, der nicht weit von ihr entfernt ebenfalls todkrank in einem Bett lag.

„Ich möchte Ihnen helfen. Durch das Enzym habe ich eine Art Immunität gegen das Virus, dass Sie alle befallen hat. Ich habe genug dabei.“, sagte er und deutete auf seinen Rucksack. „Nun, Lieutenant.“, begann Weir, als sie von einem Husten unterbrochen wurde und ächzend weiterredete: „Ich glaube kaum, dass ich dieses Zeug zu mir nehme.“

„Aber es hat nur Vorteile für Sie, Ma’am.“, sagte Ford, als Chuck plötzlich neben ihm zu Boden sank. Ein Arzt mit Mundschutz kam auf ihn zu. „Sie da, helfen Sie mir, ihn auf das Bett da drüben zu tragen.“, sagte er kaum verständlich und leicht heiser. Der Mundschutz schien auch nicht viel zu helfen.

Ford half dem Arzt, Chuck auf ein bett zu hieven und setzte sich dann neben Liz an das Bett. „Wo sind Colonel Sheppard und sein Team?“, fragt er. „Sie sind auf einer Mission, um eine Pflanze zu holen, mit der sie uns heilen können.“, erwiderte Weir.

„Allerdings sind sie jetzt schon mehrere Stunden unterwegs und bei der letzten Kontaktaufnahme haben sie sich nicht gemeldet.“, fügte Zelenka schwächlich hinzu. „Dann sind sie wohl in Schwierigkeiten.“, überlegte Ford. „Ich weiß, ich war in letzter Zeit nicht loyal Ihnen gegenüber.“, sagte Ford, als Weir halb lachend, halb hustend losprustete.

„Lieutenant, es tut mir leid, aber ich kann Ihnen nicht glauben, dass Sie uns jetzt helfen wollen.“, sagte sie schließlich. „Es ist mein ernst, Doktor Weir, ich möchte Ihnen helfen, da sich niemand in dieser Galaxie leisten kann, dass Sie oder jemand anderes stirbt.“, erwiderte Ford. Liz verstand nicht, warum er das sagte, wollte aber auch nicht weiter nachfragen.

„Ich bin sicher, ich kann Sheppard finden und ihm notfalls auch helfen, aus seiner wohl misslichen Lage herauszukommen.“, sagte Ford weiter. „Lieutenant, bisher haben Sie ihn und sein Team immer in Schwierigkeiten gebracht. Es wäre mal eine Abwechslung, das Gegenteil zu tun.“, erwiderte Liz.

Ihr Blick durchbohrte ihn. „Na schön, ich bin sicher, schlimmer als momentan kann es sowieso nicht kommen. Suchen Sie ihn. Es gibt sicher noch halbwegs gesunde Techniker, die Ihnen die Adresse geben können.“, sagte sie und wandte sich ab. „Okay.“, sagte Ford ruhig und stand auf.


McKay, Beckett, Teyla und Ronon waren aneinander und an einem Holzpfahl innerhalb eines Hauses festgebunden. Überall lag Heu, was wohl bedeutete, dass es eine Scheune war. Ein großes Tor riegelte das Gebäude ab.

Rodney war der erste, der aufwachte und sich unsicher umsah. Ronon und Teyla wurden ebenfalls nach kurzer Zeit wach, während Beckett erst nach einigen Minuten das Bewusstsein wiedererlangte. „Wo sind wir hier?“, fragte er. „Das bin ich mir schon seit zehn Minuten am überlegen.“, erwiderte McKay auf seine unnachahmliche Art und Weise.

Ronon wollte aufstehen, wurde aber sofort von seinen Fesseln zurückgehalten. „Nun, war ja klar, dass das geschehen musste. Zuerst suchen wir nur eine dämliche Heilpflanze und am Ende landen wir wie immer festgebunden im Nirgendwo.“, sagte McKay.

„Wo ist Colonel Sheppard?“, fragte Teyla, als sie sich umsah und ihn nicht erblickte. „Ich nehme an, der Kerl hält ihn separat gefangen.“, sagte Rodney. „Er kennt uns ja inzwischen ganz gut und weiß, dass wir nie jemanden zurücklassen würden.“, fügte Teyla hinzu.

„Ja und das bedeutet, wir müssen uns befreien und dann Sheppard finden und ihn befreien und das dürfte das wohl Schwierigste werden.“, sagte McKay. „Wer ist dieser Kerl eigentlich?“, fragte Beckett. „Er hielt uns mal gefangen, nachdem er unseren Jumper abgeschossen hatte.“, sagte Ronon.

„Ah, ich erinnere mich an den Bericht, aber das ist fast ein Jahr her.“, sagte Beckett und McKay nickte, wenn Beckett es auch nicht sehen konnte, den sie saßen praktisch mit dem Rücken zueinander. „Und was jetzt?“, fragte Ronon.

„Keine Ahnung, was jetzt.“, gab Rodney sarkastisch zurück, als plötzlich das Tor aufgeschoben wurde und Torrell hereinkam. Er ging lässig an Beckett und Ronon vorbei und blieb vor McKay stehen. „Guten Tag, Doktor McKay.“, sagte er und Rodney schluckte kurz, nicht ahnend, was Torrell nun mit ihm und den anderen vorhaben würde.



Fortsetzung folgt
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Hyndara
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BeitragVerfasst am: 21.01.2008, 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Jep, ich gebs zu, ich hatte wirklich Kolya auf der Rechnung, aber Torell tuts auch *zwinker*. Er war zwar lange nicht so herrlich fies wie mein Lieblingsgenii, aber gut, man kann nicht alles haben ...

Mh, ich frage mich gerade nur, wenn ich die Forderungen so lese, ob ich was falsch mache ... Mal überlegen - beim ersten Mal gings ums langsame Umbringen, beim zweiten Mal um Übernahme, beim dritten Mal um das Thema Supersoldat und jetzt um einen Code ... Mh, ich glaube, ich mach irgendwas falsch, kann das sein?

Aber wieder zurück zur Geschichte:
Nicht gut, gar nicht gut, da0ß es nur noch eine Pflanze gibt. Oder sollte Torell vielleicht etwas untertrieben haben? Immerhin will er plötzlich im Austausch genug Früchte geben, um Atlantis zu heilen *grübel*. Da stimmt doch was nicht!

Lustig fand ich die Überlegungen des Teams, wo denn Sheppard wieder steckt *smile*. Teylas "begeistertes" Gesicht konnte ich mir richtig gut vorstellen *kicher*. Jaja, es ist nicht leicht, die einzige Frau zwischen all den großen Jungen zu sein *weisenickt*.

Und auf Atlantis sieht es derweil immer schlechter aus - oh Mist! Jetzt bin ich mal gespannt, ob Super-Ford den Tag noch retten kann. Gönnen würde ich es ihm irgendwie, auch wenn er wahrscheinlich mal wieder übers Ziel hinausschießen wird, wie ich ihn inzwischen kenne ...

Freu mich schon auf die Fortsetzung!
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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hatte auch an Kolya gedacht und war dementsprechend überrascht, dass es Torell war. Guter Schachzug, denn mit dem hat wohl keiner gerechnet. Ist eine gute Idee, diese Storyline noch mal aufzugreifen.

Soso, also nur noch eine Pflanze. Hat ja vorher auch niemand wirklich geglaubt, dass das einfach wird *g*

Hat mir sehr gut gefallen, sowohl die Atlantisszenen als auch die Torell-Nummer!

Am besten war das:
Zitat:
Zuerst suchen wir nur eine dämliche Heilpflanze und am Ende landen wir wie immer festgebunden im Nirgendwo.“, sagte McKay.


Das passt ja mal wieder super!

Gut so, freue mich auf mehr!
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BeitragVerfasst am: 24.01.2008, 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

@ Hyndara
Mh, da ich ahnte, dass niemand auf Torrell kommen würde und Koyla eigentlich der ist, den man typischerweise erwartet, musste ich ihn nehmen, um zu überraschen. Ich hoffe, das ist gelungen.
Hast recht, Torrell könnte untertrieben haben mit der Anzahl der noch verfügbaren Pflanzen. Mal sehen, wann ihr es erfahren werdet.

@ Scout
Eben, mit Torrell häte keiner gerechnet, außerdem hab ich ihn in der Folge, in der er vorkam als fiesen Typen erlebt, der trotz dass er Sheppard am Ende sogar vertraut hatte, noch immer einen Jumper haben wollte. Nun versucht er dieses Ziel zu erreichen.
Mal sehen, wie weit er geht, um das zu erreichen.

Weiter geht's.


Die Raruspflanze – Kapitel 4

„Wählen Sie die Adresse des Planeten, auf dem sich Sheppard befindet.“, sagte Ford zu einem noch halbwegs gesunden Techniker, der Chucks Platz eingenommen hatte. Dieser sah ihn misstrauisch an. „Das ist ein Befehl von Doktor Weir.“, fügte Ford hinzu, als er erkannte, dass der Techniker keine Anstalten machte, das Gate anzuwählen.

Nun wählte er aber doch, denn womöglich wollte er Ford wieder loswerden und in Ruhe seiner Arbeit nachgehen. Das Wurmloch wurde etabliert und Ford eilte die große Treppe hinunter. Er durchquerte das Gate und es schaltete sich wieder ab.


Torrell ging vor McKay auf und ab. „Was soll ich mit Ihnen machen, Doktor?“, fragte er sich und redete sofort weiter: „Was soll ich mit ihnen machen, damit Sheppard mein Angebot annimmt?“ „Was für ein Angebot?“, fragte Rodney unsicher.

„Wie ich hörte, sind Sie interessiert an einer Heilpflanze, der Raruspflanze.“, sagte Torrell. „Ja, das sind wir allerdings. Wir brauchen sie, um das Leben aller Menschen in Atlantis zu retten.“, sagte Beckett. „Nun, ich kenne Sie zwar nicht, aber dass sie mit Sheppards Team unterwegs sind, lässt mich vermuten, dass Sie eine wichtige Persönlichkeit sind.“, überlegte Torrell.

„Einer mehr, was mir insgesamt sechs Jumper einbringen würde.“, sagte er. „Was soll das bedeuten? Wollen Sie uns gegen Jumper eintauschen?“, fragte Rodney. Und zählte wohl für sich selbst. „Und für einen von uns sogar zwei?“, fragte er dann. „Nein, nur für jeden von Ihnen einen Jumper.“, sagte Torrell.

„Nun, tut mir ja leid, dass Sie offensichtlich nicht zählen können, aber wir sind nur zu fünft. Was soll also dieser sechste Jumper?“, fragte McKay weiter. „Ich vermute, er ist bereit uns die Rarsupflanze für ihn zu geben.“, sagte Teyla gerade laut genug, dass Rodney sie hören konnte, doch Torrell schien auch ein wenig davon gehört zu haben, denn er nickte.

„Die Kleine hat recht. Ich gebe mich auch mit einem Jumper einverstanden, aber dann werden Sie nicht befreit.“, sagte er. „Sie glauben doch nicht im ernst, dass Sie damit durchkommen?“, fragte Ronon. „Warum denn nicht?“, fragte Torrell und lief weiter auf und ab.

„Oh, ich vermute, weil ich sie nicht bedienen kann?“, fragte Torrell nun. „Woher -?“, begann McKay, doch Torrell antwortete schon im Voraus: „Sheppard hat mir gesagt, ich könnte einen Jumper nicht bedienen.“ „Oh, hat er das?“, gab McKay zurück.

„Ja, das hat er.“, erwiderte Torrell. „Was also muss ich tun, um die Dinger bedienen zu können?“, fragte er. „Das kann Ihnen egal sein, denn Sie werden nicht einen Jumper bekommen.“, sagte Beckett. „Da wird wohl einer aufmüpfig.“, sagte Torrell und zog Ronons Waffe hervor. „Ich hoffe, ich muss Sie nicht daran erinnern, dass ich auch auf einen Jumper verzichten kann.“, sagte er drohend.


Ford schlug sich durch einen Wald und schaffte es, sich nahezu lautlos zu bewegen. Einmal kam eine Gruppe von Männern vorbei. Er folgte dem Weg, den sie gekommen waren und erreichte nach wenigen Minuten ein kleines Dorf. Er machte an einem Baum Halt, da er erkannte, dass über dem Eingangstor auf der Mauer Männer mit P90 bewaffnet Wache hielten.

„Okay, das ist nicht gut.“, sagte Ford sich selbst und zückte seinen Stunner. Er schlich aus seiner Deckung und näherte sich unauffällig der ersten Wache, die gerade in eine andere Richtung sah. Er zielte, sofern nicht die hohe Mauer vor dem Mann im Weg war, auf ihn und drückte ab. Der Mann fiel nach einem kurzen Aufschrei um und blieb wohl auf der Mauer liegen.

Sofort schlich Ford wieder zurück, da zwei weitere Wachen aufgetaucht waren und auf die Stelle sahen, auf der wohl der andere Wächter nun lag. Sie sahen sich beunruhigt um und einer von ihnen bückte sich, wohl um den Puls des Mannes zu fühlen.

Ford nutzte diese Ablenkung und schlich sich durch das Stadttor, um sich gleich danach nur rechts zu halten und hinter den Häusern entlang zu schleichen. Er kam an einer Waffenschmiede vorbei. Diese Leute lebten wohl noch im späten Mittelalter, denn jeder trug ein Schwert und einen Bogen bei sich, einige wenige auch nur ein Schwert ohne einen Bogen als Zweitwaffe.

Offensichtlich wusste sich jeder in dieser Stadt zu helfen. Als Ford weiterschlich kam er auch an einem Marktplatz vorbei, auf dem mehrere Händler Früchte und andere Nahrungsmittel verkauften. Doch auf der anderen Seite des Marktplatzes stand ein imposantes Haus, welchem er seine Aufmerksamkeit schenkte.

„Wenn sie irgendwo sind, dann dort.“, sagte er sich selbst und versuchte so unauffällig wie möglich den Marktplatz zu überqueren, was, wie er nach wenigen Sekunden bemerkte, dank seiner Weste und den Waffen, die denen von Sheppards Team glichen, eigentlich unmöglich war. Die Leute zogen ihre Schwerter und wer hatte, richtete seinen Bogen auf ihn.

„War ja klar.“, sagte Ford laut und zog neben seinem Stunner auch eine Pistole. „Tut mir leid, aber wenn ihr mich so angeht, muss ich mich verteidigen.“, rief er den umstehenden Menschen zu.


Torrell umkreiste wieder das Team, als von draußen ein brüllender Mann zu hören war: „Wenn ihr mich angreift, töte ich euch!“ „Ford?“, fragte sich McKay leise, aber nicht leise genug, denn Torrell schien ihn gehört zu haben. „Wer ist Ford?“, fragte er.

„Eine amerikanische Automarke, ich selbst fahre einen.“, versuchte sich McKay raus zu reden, doch ohne Erfolg. Torrel schnitt ihn von den anderen los, die jedoch nach wie vor am Pfahl festgebunden waren. Er zerrte McKay auf die Beine.

„Sie kommen mit.“, sagte er und schubste Rodney vor sich her aus der Scheune heraus. Der Marktplatz war nur wenige Schritte entfernt und in dessen Mitte sah McKay Ford, der Stunner und Pistole erhoben hatte, während gut zwei Dutzend Männer und Frauen Schwerter erhoben oder Bögen auf ihn gerichtet hatten.

Die beiden Wachen, die zuvor noch auf der Mauer standen, hatten ebenfalls schussbereit Position bezogen. Torrell trat mit McKay in Begleitung durch die Menge auf Ford zu. „McKay, ist alles okay?“, fragte Ford, als er ihn erblickte. „Sieht es so aus, als sei alles okay?“, fragte der Wissenschaftler sarkastisch.

„So, Sie kennen sich.“, sagte Torrell und schubste McKay nach vorne, wodurch dieser neben Ford auf dem Boden landete. Torrell zielte mit Ronons Waffe auf Ford. „Wollen Sie leben oder sterben?“, fragte er und stellte dabei die Waffe immer wieder auf „Töten“ und wieder auf „Betäuben“ und wieder auf „Töten“ und das sekündlich.

„Wer sind Sie?“, fragte Ford. „Ich bin Torrell, ein alter Freund von Doktor McKay und dem Rest seines Teams.“, sagte Torrell leicht grinsend. „Aber das sollte Sie nicht interessieren, denn ich habe mich dazu entschlossen, Sie zu töten.“, fügte er hinzu und schoss auf Ford, der jedoch von seinem Enzym so gekräftigt schien, dass er diesem Schuss standhielt.

Torrell sah ihn verblüfft und halb verängstigt an. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass Ford einen Schuss dieser Waffe überleben würde. Ford grinste nur und schoss seinerseits mit dem Stunner auf Torrell, der sofort zu Boden ging. Die Leute um ihn herum kamen wütend einen Schritt näher und die Bogenschützen machten sich bereit zu feuern, ebenso wie die beiden Wächter mit den P90.

„Euer Anführer ist tot.“, rief Ford in die Menge. „Was reden Sie da? Ein Stunnerschuss tötet niemanden.“, flüsterte McKay durch die Protestschreie. „Dass müssen die ja nicht wissen.“, lächelte Ford. Einer der anderen Dorfbewohner schien sich vergewissern zu wollen, ob Ford die Wahrheit sagte.

„Geh nicht zu nah ran.“, sagte Ford. „Oder ich töte dich ebenfalls.“, fügte er mit einem Blick auf seinen Stunner hinzu. „Du hast Torrell getötet. Dafür werden wir dich jetzt töten!“, rief die Frau, die McKay als Torrells Verlobte erkannte. Kurzer Hand schoss Ford sie mit dem Stunner nieder.

Die Leute schienen nun wenig mutig als denn verängstigt zu sein und die ersten ließen verängstigt ihre Waffen sinken. „Hey, nicht schlecht.“, flüstere McKay, als sich plötzlich innerhalb eines Sekundenbruchteils Torrell erhob und auf Ford zielte, worauf er seine Waffe abdrückte.

Die rot leuchtende Energiekugel flog Ford mitten ins Gesicht und unter einem Scherzensschrei fiel der Lieutenant zu Boden. „Torrell ist auferstanden und hat seinen Mörder selbst gerichtet!“, rief ein Mann in McKays Nähe und alle Dorfbewohner jubelten Torrell zu. McKay schleifte sich selbst näher an den Körper des Lieutenants heran.

Er fühlte, soweit es ihm mit seinen zusammengebundenen Händen möglich war, Fords Puls und ihm stockte kurz der Atem, als er keinen Puls fühlen konnte. Nach einer Minute des Jubels kam Torrell auf McKay zu. „Tut mir ja leid, aber er hat es verdient.“, grinste er fies.

McKay stand die Zornesröte im Gesicht, als Torrell ihn wegschaffen ließ. Zur Sicherheit fühlte dieser selbst noch mal Fords Puls, und sagte: „Werft seine Leichte in den Fluss nahe des Dorfes. Sobald sein Körper den Wasserfall heruntergespült wurde, tragen wir die Last seiner Ermordung nicht mehr auf unseren Schultern.“

Es machte Torrell sichtlich Spaß, sich als Held und als guten Menschen feiern zu lassen, auch wenn McKay, der immer noch rot im Gesicht war, es besser wusste. Er wurde wieder zu den anderen gebracht und am Pfahl festgebunden.

„Was ist da draußen passiert?“, fragte Beckett als erster und McKay brauchte eine Minute. „Er hat Ford getötet. Er wollte uns wohl retten, wie auch immer er dahinter kam, wo wir waren. Torrell hat ihn eiskalt mit Ronons Waffe erschossen. Ich habe seinen Puls gefühlt, der nicht mehr existent war.“, sagte McKay zitternd.

Teyla wurde kurz ganz blass im Gesicht und es schein eine Träne über ihre Wange zu kullern. Beckett schüttelte nur den Kopf und Ronon versuchte sich zornig von seinen Fesseln loszureißen, als Torrell strahlend wieder in die Scheune kam.



Fortsetzung folgt
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Hyndara
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BeitragVerfasst am: 24.01.2008, 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, das glaube ich jetzt nicht *kopfschüttel*. Tut mir leid, ich weiß nicht, was genau du da für einen Trick anwendest, aber Ford ist nicht tot. Nein, nein, nein, sorry, das glaube ich wirklich nicht. Du hast diese Kurzgeschichten-Reihe doch wohl ins Leben gerufen, um Ford-Geschichten zu schreiben und ihn immer wieder auftauchen zu lassen. Da kann ich einfach nicht davon ausgehen, daß du deinen Hauptchara eiskalt killst *Armeverschränk*. Da mußt du dir was besseres einfallen lassen, mein Lieber.

Das Duell zwischen Ford und Torell ... äh, erinnerte mich leicht an etwas, kam aber gut. Ich mag verbalen Schlagabtausch, und zu Torell paßt es, daß er anfängt, mit Ronons Waffe herumzuspielen. Er hatte in der Serie definitiv Anführerqualitäten und war skrupellos. Gut möglich, daß er beides zu seinem Fluchtpunkt gerettet hat.

Ohje, das Team dürfte jetzt vollkommen verstört sein. Teyla weint ... oh Mann. Gut, daß Sheppard nichts davon mitgekriegt hat. Da hätte Torell einen wirklich sauer gesehen ...

Also, auf die Fortsetzung bin ich wirklich gespannt.
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