Das Tor in phantastische Welten FanFictions, zu Stargate und anderen Serien, die dich in eine neue Welt bringen!

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Terraner Leser

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.09.2007 Beiträge: 91
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Verfasst am: 12.01.2008, 19:49 Titel: Tempus fugit |
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Anmerkung: Dieser Thread ist extra für dich Hyndara.
Da du ja nicht mehr ins SGP gehst, poste ich die aktuellen Kapitel jeweils hier hin.
Titel: Tempus Fugit
Autor: Terraner
Serie: Stargate SG:1/Stargate Atlantis
Staffel: Nach der 10., vorläufig ohne Berücksichtigung der SG-Filme.
Inhalt: John Sheppard trifft auf einen geheimnisvollen Unbekannten…was unvorhersehbare Konsequenzen hat.
Spoiler: Eigentlich keine.
Disclaimer: Alles gehört MGM
Rating: FSK: 12
Anmerkung: Die FF spielt 2 Jahre in der Zukunft.
Tempus Fugit
Kapitel 1: Alles hat ein Ende
„Bloß die Wurst hat zwei, jawohl mein Schatzz, es ist vorbei! Ja, das hab’ ich Lizzi gesacht!“, lallte John Sheppard und gestikulierte lahm.
Mike, der Barkeeper kannte das schon. Seit bestimmt 2 Monaten kam der ehemalige Soldat in seinen kleinen Pub und erzählte seine Geschichte.
„Noch ein Bier, John?“, fragte der dicke Mann und nahm ein pseudosauberes Bierglas in die Hand.
„Jawoll! Noch ein Budweiser bidde!“, bejahte Sheppard und kratze sich am Bauch.
Das er nicht von seinem Barhocker fiel, lag daran das er sich an der Bar festhielt. Ein flüchtiger Blick zur Seite sagte ihm, dass es schon 23 Uhr war. Um 20 Uhr hatte er „Mikes Pub, delicious beer & cheap prices“ betreten.
„Hier, bitte sehr.“, grummelte Mike, der Inhaber und stellte vor seinen Gast ein neues Glas Bier.
„Dange sehr, Mike! Du bist ein echter Freund, weisse das?“, bedankte sich sein Gast überschwänglich und nahm sein Glas. „Auf Mike, den besten -hicks- Barkeeper zwischen Vancouver und Milwaukee!“
„Ja, wo war ich noch mal –hicks- stehen geblieben?“, fragte er etwas verwirrt.
„Bei deiner Frau. Du hast dich von ihr getrennt...“, half ihm der Barkeeper und fing an das alte Glas abzuwaschen.
„Nuja, das kam so…“, fing Sheppard mit erhobenem Zeigefinger an, um sich dann zu unterbrechen. „Ich muss mal aufs Klo!“
„Geh ruhig, du weißt ja wo das ist…“, meinte Mike und fügte sicherheitshalber hinzu: „Da hinten, die zweite Tür.“
„Ok, danke.“, schwankend machte sich Sheppard auf den Weg zur Toilette.
Dort angekommen, ging er in eine Kabine. Er beugte sich über das Klo und hob den Deckel hoch.
„Verdammt, jetzt ist meine Lieblingssonnenbrille runter gefallen!“, schimpfte er lauthals, nachdem sie aus seiner Hemdtasche gerutscht war.
Kurz entschlossen steckte er seinen Arm ins Klo und tastete nach der Brille. Da, da fühlte er doch etwas…?
Sheppard, der jetzt vor dem Klo kniete runzelte die Stirn. Was war das?
Es fühlte sich irgendwie weich und glitschig an…
Da wurde seine Hand gepackt und schraubstockartig zusammengepresst. Sheppard stöhnte erstaunt. – Da fing der Tentakel an zu ziehen. Er zerrte heftig und Sheppard ruckte weiter zum Klo hin.
„Ah, ahhh“, gab John Sheppard immer noch mehr verblüfft als verängstigt von sich.
Der Tentakel zog heftiger und Sheppard hielt sich mit der einen Hand an der Kloschüssel fest.
„Verfluchte Scheiße…“
Das andere Wesen zog jetzt so stark, das die Gefahr bestand das sein Arm ausgekugelt wurde. Verzweifelt versuchte Sheppard sich zu befreien, doch sein Widersacher erwies sich als erstaunlich stark.
Sheppard wurde trotz seiner mittlerweile energischen Versuche sich aus der Kabine zu retten weiter und weiter runter zur Kloschüssel gezogen. Er kam mit dem Kopf auf dem Klorand auf und konnte den Urin im Klo riechen.
Der schlagartig nüchtern gewordene Colonel a. D. John Sheppard trat wütend mit seinen Beinen gegen die beschmierte Kabinenwand.
Dumpfe Töne klangen von den sanitären Einrichtungen zum Schankraum.
Mike hätte sie hören können und die Geschichte hätte vielleicht anders enden können, wenn nicht laut Musik aus der Jukebox gespielt hätte. So unterhielt sich Mike beim Klang der Musik ausführlich mit Mr. Buck, einem Vietnamveteranen und Stammgast an seiner Theke und hörte nichts.
Als sein in Bedrängnis geratener Gast schließlich glaubte, sein Arm würde ihm ausgerissen werden, brach die Toilette mit einem lauten Getöse durch den Boden.
Sheppard fühlte, wie unter ihm der Boden nachgab, kurz wunderte er sich warum sich die Wände bewegten, dann prallte er hart auf.
Die Luft wurde ihm aus den Lungen gepresst, als er unten aufprallte, das lädierte Porzellan der Kloschüssel unter sich.
Als er wieder einatmete, wurde er sich der anderen Umgebung um sich herum bewusst.
Er befand sich offensichtlich in der Kanalisation unter Mikes Kneipe.
Ein kleiner Kanal der normalerweise das Schmutzwasser führte, war von dem Trümmerhaufen aus Ziegeln, Kacheln und dem Klo verstopft worden. Das Wasser staute sich kurz, dann floss es um den Haufen herum, was die anwesenden Ratten zu einem Quietschen verleitete.
Staub war nicht in der Luft, er wurde von der hohen Feuchtigkeit gebunden.
3 Meter über ihm befand sich ein gezacktes Loch, durch das Licht in die Kanalisation fiel.
Sheppard ächzte und richtete sich auf. Sein Arm blutete leicht, er hatte sich an einer zerbrochenen Kachel geschnitten. Ein Blick auf seine Hand zeigte drei 2-€-Stückgroße Abdrücke von Saugnäpfen.
„Das Vieh muss ziemlich groß sein…“, mutmaßte er und hielt seinen Finger an die Abdrücke um die Größe abzuschätzen.
„Moment mal!“, rief er, als er daran dachte dass das „Vieh“ ja noch hier irgendwo sein musste.
War es unter dem Schutthaufen? Nein…, er sah keine Tentakeln aus dem herausragen.
Es musste also irgendwo hier im Dunkeln sein. Sheppard sah sich angestrengt um. Vor ihm und hinter ihm ging der Tunnel weiter…das Licht aus dem Herrenklo reichte nur ein paar Meter weit in beide Richtungen.
Seine Nackenhaare richteten sich auf, als ein leiser Windhauch über seinen Rücken strich.
Ganz langsam kniete er sich hin und hob ein circa 1 Meter langes Rohr auf. Den Metallgegenstand in der Hand, stellte er sich wieder hin und drehte sich vorsichtig um.
Ein hohles Scheppern ertönte 30 Meter voraus in der feuchten Dunkelheit.
John Sheppard hielt das Rohr mit beiden Händen so fest umklammert, das seine Knöchel weiß hervortraten.
Ein urweltliches Brüllen ertönte und es war ein Geräusch zu hören, wie es nur große, schleimige Körper verursachen können, die sich sehr schnell auf etwas zu bewegen.
Teyla hatte ihm gezeigt, worauf es ankam bei einem Stockkampf. Er versuchte sich zu entkrampfen und seinen Körper in die ideale Haltung zu bringen.
Kopf nach oben und…aber das war in Atlantis gewesen, der Gegner eine Freundin, die Gefahr bestand höchstens darin sich ein paar blaue Flecken zu holen!
Nun stand er hier, in der stinkenden Kloake, bewaffnet mit einem Rohr und sollte einem Monster entgegentreten!
Zu spät dachte Sheppard daran, das er wie auf dem Präsentierteller dastand, auf dem Schutthügel und inmitten des Lichtkegels.
Das Monster war schon nahe und Sheppard konnte die Tentakel über den Fußboden schleifen hören.
Abwehrend riss er das Rohr hoch, als das tentakelbewehrte Etwas gegen ihn prallte. Sheppard flog von dem Schutthaufen herunter und prallte hart auf dem Steinboden auf. Dreckiges Wasser floss um ihn herum und er stemmte instinktiv die Beine hoch.
Mit einer Wucht, die ihm die Luft aus den Lungen trieb schmiss sich das Monster auf ihn. Er konnte es mit den Beinen zurückdrücken und stieß das Rohr in die Mitte des kugelrunden, dunkelgrünen Wesens. Es heulte auf und peitschte Sheppard einen Tentakel ins Gesicht.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht schlug John Sheppard mit dem Rohr auf das Monster ein.
Grunzend packte sein Kontrahent ihn mit zwei besonders kräftigen Tentakeln und schmiss ihn auf den Schutthaufen. Ächzend krachte Sheppard auf die Toilettenreste und bekam eine gezackte, kaputte Kachel zu fassen.
Er lag nun auf dem Rücken und versuchte hochzukommen, doch das Tentakelmonster sprang überraschend behände auf ihn und drückte den ehemaligen Soldaten mit seinem Gewicht nieder. Ein Tentakel hielt Sheppards Hand mit der Kachel fest, die andere seinen anderen Arm und die dritte legte sich um seinen Hals und fing an ihn zu würgen.
Sheppard konnte sich aus diesem Klammergriff nicht befreien und langsam schwanden ihm die Sinne. Kraftlos versuchte er die Arme zu bewegen, doch die Tentakel des Wesens hielten sie fest. Röchelnd verkrampfte er seinen Griff um die Kachel und fühlte wie sie ihm in die Hand schnitt. Warmes Blut floss über seine Hand, als er sie langsam versuchte zu heben.
Ekelhafte Flüssigkeit tropfte aus dem Maul seines Peinigers, als dieser fast schon nebenbei die Tentakel so zusammendrückte, das er die Kachel fallen lies.
Verdammt, bestand dieses Monster nur aus Muskel, scharfen Zähnen und Tentakeln?, fragte sich der Ex-Colonel verzweifelt als seine Kräfte erlahmten und der Sauerstoffmangel kritisch wurde.
Immer schneller wurde sein Sichtfeld kleiner und die Welt schien nur noch aus dem Maul des Wesens zu bestehen, als plötzlich ein Krachen ertönte.
Die Augen des Monsters ruckten hoch und Sheppard meinte einen furchthaften Ausdruck in ihnen zu erkennen, als ein Energiestrahl es traf und von Sheppard herunterwarf.
Langsam setzte sich der ehemalige Soldat aufrecht hin und spähte den Trümmerhaufen herunter. Dort lag das Monster, röchelnd und mit einem faustgroßen Loch im Leib.
Die Pfütze aus grünem Blut um es herum wurde immer größer. Von ihm drohte wohl keine Gefahr mehr.
Sheppard ließ das Rohr liegen, da es gegen Energiewaffen sowieso keinen Schutz bot und drehte sich um.
Gleißend helles, weißes Licht strahlte aus dem Tunnel, so dass man von der Gestalt nur die Umrisse erkennen konnte, der Rest lag im Dunklen.
„Wer…wer sind sie?“, fragte John Sheppard, der ehemalige Colonel am 4.3. 2010 den Unbekannten.
To be continued... |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 13.01.2008, 16:42 Titel: |
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| Zitat: |
| „Wer…wer sind sie?“, fragte John Sheppard, der ehemalige Colonel am 4.3. 2010 den Unbekannten. |
Ja, das würde ich jetzt auch gern wissen. Argh! Du bist fies, an so einer Stelle den Cliffhanger zu setzen. Andererseits hatte ich beinahe einige Zeilen weiter oben damit gerechnet. Naja, zumindest fürs erste dürfte Sheppard nicht nur wieder nüchtern, sondern hoffentlich auch gerettet sein. Wobei ... was es wohl mit diesem geheimnisvollen Schützen und dem noch geheimnisvolleren Licht auf sich hat ... mh.
Sehr gut gefiel mir, wie du Sheppard erst sturzbesoffen dargestellt hast, um ihn dann sehr schnell auszunüchtern. Ja, das konnte ich nachvollziehen und war logisch ... wobei ... wieviel Bier hat er getrunken, um so zu lallen? Noch dazu Budweiser ... naja, das "Starkbier" unter den Ami-Begräuen *hüstel*.
Vielen Dank, daß ich hier quasi *exklusiv* lesen darf, aber ich hoffe doch, es werden sich noch ein paar dazugesellen und die dürfen dann auch hier kommentieren. |
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Terraner Leser

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.09.2007 Beiträge: 91
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Verfasst am: 24.01.2008, 20:16 Titel: |
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Es fing geheimnisvoll an und geht spannend weiter. Hier das nächste Kapitel, auf das ich hoffentlich wieder so viel Feedback bekomme:
Kapitel 2: Contra hostes profecti sunt.
„Wer…wer sind sie?“
„Ich bin das Alpha und das Omega. Mein reeller Name ist irrelevant Wichtig ist nur, das eine: Du hast eine Mission, die du erfüllen musst. Schare deine Gefährten um dich und tue dein bestes…was du tun musst, wirst du im Laufe der Zeit erkennen. Versagst du, wird der Wirklichkeitsstruktur dieses Universums irreparabler Schaden zugefügt.“, verkündete der Unbekannte.
„Und das bedeutet dann für mich…?“, fragte John Sheppard, der noch unter dem Eindruck des gerade Erlebten stand.
„Das Resultat deines Versagens wäre … fatal. Oder anders ausgedrückt: Das Universum würde kollabieren und wir würden alle sterben.“, erklärte der dunkle Umriss eines Mannes mit hallender Stimme.
„So wie ich gerade fast…warum hast du mich gerettet?“, fragte Sheppard, der aufmerksam registrierte das der Mann keine Energiewaffe trug. Wie hatte er das Wesen erschossen?
„Wie ich schon sagte, du hast eine Aufgabe. Erfülle sie und wir alle werden überleben. Versage und du wirst Schuld an dem Tode von Trillionen intelligenter Lebewesen sein.“
„John, alles ok?“, Mike der Barkeeper lugte mit einem Seil in der Hand über den Rand des Loches.
Sheppard drehte sich um und sah hoch: „Abgesehen davon das mich gerade fast ein Klomonster gefressen hat- ganz ok. Ach ja, gerade hat mir der Mann hier erklärt, das ich das Universum retten muss.“
„Welcher Mann? Bist du dir ganz sicher, das du in Ordnung bist?“, frage Mike besorgt und überlegte ob er Sheppard überhaupt helfen sollte hoch zu kommen.
„Na dieser…“, sagte Sheppard und drehte sich um, „Mann?“
Die Person, war mitsamt dem seltsamen Leuchten verschwunden. Nur noch der Schutthaufen, die Leiche des Monsters und ein paar Ratten befanden sich neben Sheppard im Tunnel.
„Lass mich rauf Mike...und kneif mich wenn ich oben bin, ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht gerade auf meiner Couch schlafe und schlecht träume, will ich zu viel Pizza gegessen habe.“
„Ok. John.“
Mike ließ das Seil herunter fallen und John kletterte hinauf.
„Au!“
„Du hast gesagt, ich solle dich kneifen!“, verteidigte sich Mike und so spähte hinunter auf den Kadaver. Sein Gast hatte ihn mit bloßen Händen umgebracht. Ihm wurde plötzlich kalt.
Er wollte Sheppard etwas fragen, aber der war schon in den Schankraum verschwunden. Der Barbesitzer folgte ihm und machte eine ungewöhnliche Entdeckung: Während er mit Sheppard im Herrenklo gewesen war, hatte sich seine Kneipe komplett geleert.
Nur ein umgekippter Stuhl lag noch auf dem Fußboden und ein paar halbvolle Biergläser zeugten von der einstigen Anwesenheit zahlender Kunden.
Die Jukebox spielte noch die letzten Takte von „Azurro“, danach wurde es still.
Nicht ganz.
Aus dem Privatraum hinter der Theke erklang die dünne Stimme eines aufgeregten Nachrichtensprechers.
„Hier ist Jack Vance, Nachrichtensprecher von K-Radio! Soeben wurde die Meldung bestätigt das sich 5, ich wiederhole: 5 Orischiffe unserem Sonnensystem nähern! Welche Folgen das für die Erde hat, ist noch nicht abzusehen…“
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Eine halbe Stunde zuvor:
„Captain an Deck!“
Colonel Smith betrat die Brücke mit langen Schritten. Seine weiße Paradeuniform zeigte einen kleinen braunen Fleck, der auf verschütteten Kaffee zurückzuführen war.
„Wer ist dieser Vollidiot, der mich mitten in dieser wichtigen Konferenz gestört hat? Falls es jemanden entgangen sein sollte, auf MEINEM Schiff werden gerade die Verhandlungen über ein engeres Bündnis zwischen uns und der Jaffanation geführt. Diese Konferenzen sind wichtig!“, und außerdem sehr förderlich für meine Karriere, weil sie auf meinem Schiff geführt werden, fügte er in Gedanken hinzu.
„Also, wer wagt es, mich mit der Meldung man habe ein Geschwader Orischiffe geortet zu belästigen?! Wie jeder weiß wurde das letzte von der mit der Asgardtechnik ausgerüsteten Odyssey vernichtet. Vor einem Jahr!“, fuhr der Colonel äußerst ungehalten seine Crew an.
„Es ist ab-so-lut unmöglich das sich eine feindliche Oriflotte unserem Sonnensystem nähert.“
„Bei allem nötigen Respekt Sir…“, sagte sie Ortungsoffizierin Sullivan vorsichtig, „die Ortungsgeräte sagen da etwas anderes.“
„Was, zeigen sie her!“, forderte er sie auf und lief zu ihrer Station. 5 weiße Pünktchen bewegten sich auf ihre Position zu.
„Ich dachte die Tau’ri-Instrumente wären extrem hochwertig.“, Teal’c hatte in einer traditionellen Jaffarobe lautlos die Brücke der Lincoln betreten. Sullivan blickte ihn dankbar an.
„Oh, Ratsvorsitzender Teal’c…es freut mich sie auf unserer Brücke begrüßen zu dürfen.“, beeilte sich Smith zu sagen und wandte sich dem Jaffapolitiker zu.
„Die Ori?“, fragte Teal’c und wandte sich Sullivan zu.
„Ja. Die Ortungsimpulse entsprechen den großen Kampfschiffen. Es sind 5 Stück.“
Der Jaffa hob seinen Arm zum Mund und sprach halblaut einen Befehl in sein Armbandfunkgerät.
„Ha’taks aktivieren Schilde!“, meldete Sullivan pflichtbewusst.
„Aber wir dachten sie wären alle tot!“, wandte der Colonel lahm ein.
„ Die Ori sind ein so alter und mächtiger Feind! Nur Narren können glauben einen derartigen Gegner in 2-3 Jahren zu schlagen! Ich habe geahnt, dass sie noch etwas in der Hinterhand haben! Irgendwann musste der Gegenschlag kommen…“
„Aber, wir haben doch die Anti-Ori-Waffe….“, sprach Smith immer leiser werdend.
„…in der Ori-Galaxie gezündet ja. Aber haben wir wirklich alle Ori erwischt? Vielleicht haben welche außerhalb der anderen Galaxie überlebt.“, Teal’c wandte sich Katharina Klostermueller, die Waffenoffizierin der Lincoln. „Waffensysteme und Schild aktivieren!“
Klostermueller sah zu Colonel Smith, der den Befahl knapp bestätigte: „Alarmstufe Rot! Abwehrplan C Alpha initialisieren!“
Teal’c besprach sich mit den Schiffsführern der 10 Ha’taks und befahl ihnen eine in den Raum gestaffelte Abwehrposition einzunehmen. Kaum bewegten sich die Raumschiffe auf die ihnen zu gewiesenen Positionen, als auch schon 5 gewaltige Orischiffe die Marsbahn überquerten und von den optischen Aufnahmegeräten herangezoomt und auf dem großen Hauptbildschirm dargestellt wurden.
„Oh mein Gott…!“, stöhnte Colonel Smith und umklammerte mit seinen Händen die Sessellehne von Sullivan.
Die 5 gewaltigen Schiffe waren ohne Zweifel die gefürchteten und für ausgelöscht gehaltenen Kampfschiffe der Ori.
„Waffen klar zum Gefecht!“, meldete Klostermueller zackig und sah zu ihrem Vorgesetzten hinüber.
„A…Antikeraußenposten?“, fragte der Colonel mit vibrierender Stimme.
„Alarmiert und Gefechtsbereit, Sir!“
„Are you ready for the rumble?“, fragte Teal’c leise und blickte sorgenvoll auf den Hauptbildschirm.
„Was haben sie gesagt?“, erkundigte sich Smith. Eine Schweißperle hing an seiner Stirn.
„Irrelevant.“, meinte Teal’c unbewegt. Scheinbar unbewegt stand er in der Zentrale. Er war der Pol der Ruhe in einer Situation, die an den Nerven der Crew zerrte.
Die aufgerüstete Odyssey befand sich gerade in der Andromeda-Galaxie um Hinweisen auf einen möglichen Verbleib der Furlinger nachzugehen und konnte nicht in nächster Zeit hier eingreifen. Allein der Flug Milchstraße – Andromeda nahm 3 Wochen in Anspruch, auch mit dem Asgardtriebwerk.
Die Asgardtechnologie an sich hatte noch nicht dupliziert werden können und die Odyssey war vorerst das einzige Schiff, das mit dieser ausgerüstet war.
„Orischiffe bald in Reichweite unserer Waffen.“
Teal’c zuckte mit keinem Muskel. Er betrachtete die Lage nüchtern. 10 Mutterschiffe und ein Schiff der BC-304-Klasse ohne Asgard-High-Tech hatten keine Chance gegen 5 Großkampfschiffe der fanatischen Ori-Armee.
Aber was konnten sie schon tun? Die Erde DURFTE nicht fallen, damit hätte die Jaffanation einen mächtigen Verbündeten verloren und wäre schwer demoralisiert worden. Die meisten Krieger akzeptierten inzwischen die Rolle der Tau’ri als Kämpfer gegen die Goa’uld und die Ori. Die Besieger der alten Götter, besiegt von den neuen Göttern, das wäre ein großer Propagandapunkt für die Ori gewesen.
Außerdem…er würde seine Freunde, die Tau’ri niemals im Stich lassen. Er hatte dafür zu lange unter ihnen gelebt. 60 Jahre….er erschauerte bei dem Gedanken an die Geschehnisse die ihn 50 Jahre seines Lebens gekostet hatten.
„Orischiffe sind in Waffenreichweite!“
„Synchronfeuer auf das linke Schiff, absprechen mit den Ha’taks!“, befahl der Colonel.
10 Sekunden später glitten mehrere hausgroße Energiestrahlen auf das anvisierte Orischiff zu.
Auch die Lincoln feuerte aus allen Rohren...die flirrenden Bahnen der Geschosse durchschnitten das makellose Schwarz der Weltraums.
Smith hielt unwillkürlich den Atem an und er argwöhnte das der beherrschte Jaffa neben ihm dasselbe tat.
5 Minuten zuvor:
Antarktika, alter Außenposten:
„Well this could bet he last time, maybeee the last time i don’t know!!!“, tönte es aus der Stereoanlage des Zimmers.
General Jack O’Neill lag gemütlich auf seinem Bett, las im neuesten National Geographic Heft und entspannte sich. Nun entspannen war vielleicht nicht der richtige Ausdruck, da die größte Gefahr im Außenposten darin bestand von einem redseligen Wissenschaftler in Beschlag genommen zu werden. Aber es war schön, mal etwas anderes zu lesen als die Materiallisten die die Wissenschaftler an das SGC schickten.
„Alarm! Abwehplan C Alpha wurde initialisiert!“, gellte plötzlich die Stimme eines aufgeregten Soldaten durch die Anlage.
„Alarm!“, rief O’Neill verdutzt und stand schwungvoll auf.
„C Alpha…Angriff aus dem All, Hilfe des Außenpostens nötig!“, zitierte der Kommandant aus dem Gedächtnis.
Er musste in die Zentrale! Eilig zog er sich die Uniformjacke über und lief in den provisorischen Kommandoraum neben dem Antikerthron.
Dieser Raum war voll gestopft mit Computern und riesigen Plasmabildschirmen. Deutlich zeichneten sich die Orischiffe auf allen ab…
„Gott steh uns bei!“
….sprach Colonel Smith tonlos als die Energiestrahlen der Ha’taks am Schutzschirm des Orischiffes wirkungslos auseinander flossen.
Das Schiff reagierte: Mit einem raumschiffgroßem Energiebalken zerstörte er das nächste Ha’tak
„Position ändern, immer in Bewegung bleiben!“, donnerte Teal’c in sein Funkarmband.
Die Ha’taks stoben auseinander und die nächsten feindlichen Schüsse gingen daneben. 3 verfehlte die Erde, einer traf die Rocky Mountains und sprengte ein paar Bergspitzen weg.
„Die Drohnen steigen auf.“, meldete Sullivan aufgeregt.
Ein gelb glänzender Schwarm erhob sich von der Erde und bohrte sich durch die Schilde in ein eines der gewaltigen Kolosse. Kleinere Explosionen fingen an das Schiff zerstören, als plötzlich der Nachschub an Drohnen ausblieb. Das Depot war leer!
Das angegriffene Orischiff schwebte ohne Schilde im Weltraum, doch die Drohnen hatten ihr Zerstörungswerk nicht vollendet.
Die übrig gebliebenen machten mit den viel kleineren Schiffen kurzen Prozess, ein Ha’tak nach dem anderen wurde zerstört.
Die Lage an Bord der Lincoln war verzweifelt, dem Kreuzfeuer aus 5 Schiffen hatten sie nichts entgegenzusetzen!
Antarktika:
„Komm schon….“, murmelte O’Neill der auf den Bildschirm starrte. Dieser zeigte die Bildübertragung eines Satelliten.
Der General wusste, dass die Lincoln fliehen musste wenn sie eine Chance haben wollte.
„Teal’c…verschwinde…!“, murmelte er während er gebannt dem Geschehen folgte.
Strahl um Strahl fuhr an dem flinken Erdenschiff vorbei, doch die großen Schiffe schossen sich langsam ein. Die Ha’taks hatten sie zerstört, da würde ihnen dieses mickrige Schiff nicht entkommen können!
Die Lincoln manövrierte mit allem was ihre Schubdüsen hergaben und flog unter ein Orischiff, sodass die anderen nicht feuern konnten. Wütend wie Hornissenschwärme zischten die Railgungeschosse in die Schilde des Giganten, gefolgt von schweren Atomraketen.
Das Orischiff drehte sich behäbig im Raum und von der Lincoln weg. Es zeigte sich in keiner Weise vom Beschuss beeindruckt. Nein im Gegenteil, einige kleine Sekundärgeschütze des Giganten fingen an zu feuern und belasteten die Schilde des Lincoln schwer.
Durch das Drehmanöver des Gegners schien sich eine Lücke im Wall der Orischiffe zu öffnen und die Lincoln nutze die Chance.
Mit Höchstgeschwindigkeit schoss sie unter dem Orischiff hervor und schnellte in den freien Raum.
Würden sie entkommen? O’Neill hoffte es, er hoffte es so stark das es einen Moment lang schien als ob eine höhere Wesenheit mit ihm Mitleid hätte und die Lincoln entkommen ließe.
Da bildete sich ein Energiestrahl in der Abschussmündung eines Orischiffes.
Er wurde länger.
Und länger.
Er schoss hinter der Lincoln her.
Er traf auf die Schilde und brachte sie zum Zusammenbruch.
Er schob sich weiter an das Erdenschiff heran und zerschmolz die Antriebsdüsen. In einer Kettenreaktion gingen die Reaktoren durch und zerstörten das Schiff.
Die Lincoln verging in einer gewaltigen Explosion.
„Teal’c! Oh mein Gott Teal’c!“, schrie O’Neill fassungslos.
„Verdammt, verdammt verdammt!“, brüllend fegte der General einen Monitor vom Schreibtisch. Klirrend zersplitterte das Glas des Röhrenmonitors.
Einzig das Piepen der Anlage und das schwere Atmen O’Neills erfüllten den Raum.
„General…was sollen wir jetzt tun?“, fragte nach einer Weile ein Soldat der Zentrale-Besatzung.
To be continued...
Der Kapitelname heißt auf deutsch: "Sie marschieren gegen den Feind." |
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Hyndara Gast
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Verfasst am: 25.01.2008, 11:22 Titel: |
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Erst einmal gefällt es mir sehr gut, daß du Probleme mit der Asgardtechnologie einbaust. Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß das so einfach laufen wird jetzt. Wenn man bedenkt, was sie immer für Probleme mit höherem Wissen und höherer Technik gehabt haben in den 10 Jahren, wieso sollte das jetzt so viel einfacherer sein, zumal SG-1 bis auf Teal'c ja auch nicht auf die 50 Jahre Wissen zurückgreifen kann, sondern wieder von vorn beginnen muß mit der Erforschung.
Die Raumschlacht ... oder sollte ich besser sagen, das Jaffa-Schlachten im Weltraum? ... hattest du wirklich gut bechrieben. Ich mag die Art, wie du selbst eine ernste Szene auflockerst, einfach dadurch, daß du eine Prise deines Humors verströmst (die Gipfel der Rockys *grins*). Das paßt in dem Moment einfach und lockert die Spannung ein bißchen auf, ohne sie abflachen zu lassen oder zu sehr auf die Höhe zu treiben. Was ich vor allem erstaunlich finde ist, daß du offensichtlich genau das Maß kennst, das du deinen Lesern in diesem Moment zumuten darfst. Andere schaffen sowas ihr ganzes Leben nicht - meinen Hut davor!
Jetzt ist natürlich die Frage: Gibt's wirklich keine Drohnen mehr oder hat der Stuhl eine "Ladehemmung" *räusper*. Irgendwie hoffe ich auf letzteres. Was wäre der Außenposten ohne seine Drohnen?
Freu mich auf jeden Fall schon auf die Fortsetzung - und ich bleib dran, darauf kannst du dich verlassen *sturbin*. |
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