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Das Tor in phantastische Welten
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Die Antiker: Düstere Zukunft


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Selana
Schreiberling



Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 179
Wohnort: Schwäbische Alb

BeitragVerfasst am: 13.01.2008, 10:05    Titel: Die Antiker: Düstere Zukunft Antworten mit Zitat

Hier kommt nun doch die Fortsetzung. Hyndara hat mich überredet es doch noch zu bringen

Düstere Zukunft

Planet Erde
Berlin, Deutschland
26. Februar 2011


Der Blick aus dem Bundeskanzleramt in Berlin gefiel Dr. Radek Zelenka immer wieder. Unten brandete der Feierabendverkehr durch die überfüllten Straßen und ein lang vermisster Lärm aus Hupen, Motorengeschräuschen und anderen Lauten hallte zu ihm hoch. Früher war er öfters in Deutschland gewesen, auch als Student, doch dann hatte er sich der Atlantis-Expedition angeschlossen und war in einer anderen Galaxis gelandet.

Dort war er weit abgeschnitten gewesen von allem, was ihm lieb und teuer war. Seit seiner Rückkehr aus Atlantis war er aber, bedingt durch seine neue Tätigkeit, wieder öfters in Berlin gewesen. So, wie auch in vielen Städten anderer Länder, denn Präsident Philipp Sheppard hatte ihn zum Chefüberwacher ernannt. Das war zwar nicht der offizielle Titel seiner Aufgabe, aber Radek nannte seine Arbeit bei sich selbst so.

Seine Auftrag war es, mit allen Ländern den Kontakt aufrecht zu erhalten und sich bei der jeweiligen Regierung auf den neuesten Stand der Dinge bringen zu lassen. Seit Sheppard der Präsident der USA war und auch das IOA in der Hand hatte, hatte sich auf der Erde einiges geändert. Nicht unbedingt zum Guten, wie Radek eigentlich erwartet hatte. Er hatte angenommen, dass die Menschen froh waren, jemanden wie Philipp zu haben, der sie beschützte, vor den Gefahren aus dem Weltraum und auch vor der Gefahr von innen heraus. Terrorismus war an der Tagesordnung und ließ sich nur eindämmen, wenn der Staat alle Mittel ausschöpfte, ob legal oder nicht. Im Notfall auch gegen den Willen des jeweiligen Volkes.

Was sich das Stargate-Center unter der alten Führung geleistet hatte, entsetzte Zelenka sehr. Die Menschen reisten durch das Tor ohne Rücksicht auf die Konsequenzen, was dann große Verluste an Menschenleben und Material gefordert hatte. Sie waren sogar so unverfroren gewesen, mehr als einmal mächtige Außerirdische heraus zu fordern. Das dies bisher gut für die Menschen ausgegangen war, war nur unverschämtem Glück und günstigen Umständen zu verdanken gewesen. Und natürlich dem Verdienst von SG-1, auch wenn diese berühmt berüchtigte SG-Einheit maßgeblich für das Öffnen des Tores verantwortlich gewesen war. Immerhin hatte gerade SG-1 es immer wieder geschafft, die Erde vor ihrem sicheren Untergang zu retten. Dies erkannte Radek neidlos an.

Die Saat Bhai, zu denen auch Zelenka gehörte, beobachteten das Wirken der Menschen mit steigendem Entsetzen. Schließlich waren diese noch nicht reif für so viel Wissen und für die Eroberung des Weltalls. Kinder waren sie, die mit Spielzeug herum hantierten, ohne zu wissen, wie gefährlich das für sie werden konnte. Die Saat Bhai beschlossen deshalb einzugreifen, um die Erde für die Menschen und die Antikernation sicher zu machen. Selbst, wenn man die Menschen zu ihrem Glück zwingen musste.

Deshalb hatte Radek sich auch bereit erklärt nach Atlantis zu gehen und für die Saat Bhai zu spionieren. So etwas zu machen, war eigentlich nicht sein Gebiet, er war schließlich Wissenschaftler und kein Möchtegern-James-Bond. Aber gerade das würde ihn unverdächtig machen und so die ideale Voraussetzung für seine Tätigkeit werden.

Doch zu seiner Bestürzung machten die Menschen in Atlantis den gleichen Fehler, sie hatten nichts gelernt, und forderten gleich bei ihrer Ankunft die Wraith heraus. Das bestärkte Radek in seinem Entschluss, weiter der Spion für Philipp Sheppard zu sein. Auch wenn es ihm nicht mehr leicht fiel, denn irgendwie mochte er die Menschen, mit denen er in Atlantis zusammen arbeitete. Außerdem hatte sich John Sheppard, Philipps Sohn, als ein sehr fähiger Mann entpuppt. Mehr als einmal war es ihm zu verdanken, dass Atlantis überhaupt noch existierte. Wie schade, dass er zum Verräter an seinem Vater geworden war und die Seiten gewechselt hatte.

Nur McKay, der sich für so Überschlau hielt, ging ihm auf die Nerven. Wie leicht hätte er ihn mit seinem Wissen übertrumpfen können, doch das stand nicht zur Debatte, denn dann wäre er gleich zu Anfang aufgeflogen. Lange Jahre ging alles gut und niemand verdächtigte ihn, der Spion mit dem Decknamen „Omega“ zu sein. Leider war er dann im letzten Jahr durch einen dummen Zufall aufgeflogen und hatte zurück zur Erde fliehen müssen. Und nun stand er in den direkten Diensten von Philipp Sheppard.

Die letzten Wochen hatte er auf seinen Reisen aber auch viel Unrecht gesehen, mehr, als er eigentlich angenommen hatte. Die jeweiligen verantwortlichen Regierungsbeamten spielten sich als Gott auf. Menschen, die nur ihre Meinung gesagt hatten oder gegen die jeweiligen Regierungen gewettert hatten, waren verhaftet worden und viele hatte man nie mehr gesehen. Das ging Radek nun doch etwas zu weit und die verantwortlichen Beamten mussten zur Rechenschaft gezogen werden. Deswegen wollte er mit Philipp sprechen, wenn er in die USA zurückkehrte. Vielleicht konnte der Präsident den Regierungsoberhäuptern etwas ins Gewissen reden, damit diese dann die betreffenden Beamten zur Verantwortung ziehen konnten.

Gestern war er in Frankreich gewesen und hatte mit dem französischen Staatoberhaupt gesprochen und hatte sich auf den neuesten Stand in Sachen Raumschiffsbauen bringen lassen. Frankreich ließ zwei neue Raumschiffe bauen, die bald fertig sein würden und die dann im Dienst der Raumflotte der Erde stehen würden.

Admiral Kabal führte das Kommando über die Flotte. Er war natürlich auch Saat Bhai, was aber nur wenige wussten. So behielt Philipp indirekt auch die Hand über die zukünftige Raumschiffflotte der Erde.

Jede Regierung war verpflichtet worden, wenigsten ein Raumschiff zu bauen, auch die kleineren Länder. Schließlich beschützten die Schiffe dann die ganze Erde und jede Nation hatte ihren Beitrag zu leisten. Die größeren und einflussreicheren Nationen hatten sogar versprochen mehrere Schiffe zu bauen.

Deutschland baute im Moment ein Raumschiff für diese Flotte, das auf den Namen GUTENBERG getauft worden war. In Kürze war es fertig und die Bundeskanzlerin hatte ihm versprochen, dass dann sofort das zweite Raumschiff in Angriff genommen wurde. Überhaupt war Bundeskanzlerin Barbara Arentz eine der treuesten und fanatischten Anhängerin von Präsident Sheppard und half mit großem Eifer beim Machtausbau des Präsidenten.

Radek drehte sich um, als sich die Tür öffnete und Bundeskanzlerin Arentz hereinkam. Sie eilte sofort lächelnd auf ihn zu, um ihn beschwingt zu begrüßen. Sie schien bester Laune zu sein.

„Dr. Zelenka, ich hoffe, ich habe Sie nicht zu lange warten lassen. Aber die Geschäfte lassen mir nur sehr wenig Spielraum.“

Radek winkte beschwichtigend ab. „Keine Sorge, Frau Bundeskanzlerin, ich habe gerne etwas gewartet. Ihr Assistent war so freundlich, mich mit Kaffee und Gebäck zu versorgen. Außerdem ist die Aussicht hier wunderbar.“

Barbara Arentz fuhr sich durch das mittellange schwarze Haar und strich es glatt. Dann rückte sie ihre Brille gerade und ging zu ihrem Schreibtisch zurück und holte eine Mappe.

„Das hier habe ich ausgearbeitet. Es sind Verbesserungsvorschläge für Präsident Sheppard. Wenn er einverstanden ist, können wir noch besser und effektiver zusammen arbeiten.“

Radek warf einen Blick in die Mappe und studierte sie zwar flüchtig, aber mit großer Neugierde. Dann sah er erstaunt auf. „Aber Frau Bundeskanzlerin, hierin versprechen Sie uns weitere zwei Schiffe und das nur innerhalb eines Jahres und außerdem einige Kompanien von Soldaten. Das kostet doch viel Geld. Woher wollen Sie das nehmen?“

„Ach, das lassen Sie nur meine Sorge sein. Oder will der Präsident die Schiffe und die Soldaten nicht haben?“

„Doch, doch! Aber wie wollen Sie das aufbringen?“, erkundigte sich Radek nochmals.
„Ich habe mir schon einige Sparmaßnahmen überlegt. Die Menschen meines Landes werden sicher frohen Mutes ihre Gürtel enger schnallen zum Wohle aller und zur eigenen Sicherheit. Und wenn jemand nicht sofort einverstanden ist, kann man ihm sicher überzeugen.“

Zelenka blickte etwas entsetzt in das strahlende Gesicht der Bundeskanzlerin. Wusste die Frau, was sie da tat und von ihrem Volk verlange? Noch mehr Steuern, noch mehr Abgaben und noch stärkere Ausgangssperren und damit Einschränkung der persönlichen Freiheit.

Ob das gut ging? Doch die Bundeskanzlerin schien sich sicher zu sein. Sie redeten noch einige Zeit über dies und das und dann erschien der Assistent und brachte einen Besucher mit.

„Das ist Dr. Holler. Er wird Sie nach Friedrichshafen begleiten und Ihnen den Zutritt zu den Raumschiffswerften geben. Dort können Sie sich in aller Ruhe umsehen und dann alles dem verehrten Präsidenten mitteilen“, meinte Bundeskanzlerin Arentz voller Elan.

Zelenka bedankte sich und verabschiedete sich von der Bundeskanzlerin und ihrem Assistenten. Holler brachte ihn nach draußen auf das Dach, wo sein Jumper geparkt war. Mit diesem reiste er durch die Welt, denn Sheppard war der Ansicht gewesen, dass er unabhängig von den öffentlichen Verkehrsmitteln sein sollte.

Die Bundeskanzlerin und ihr Assistent Wolfgang Sattler sahen Zelenka hinterher. Kaum war er draußen, änderte sich der Gesichtsausdruck von Arentz in Abscheu.

„Ich konnte mich kaum beherrschen, Wolfgang“, sagte sie zu ihrem Assistenten, einem schlanken Mann in mittleren Jahren.

„Das konnten Sie aber gut verbergen, Frau Bundeskanzlerin“, meinte Sattler. „Für Ihre Rolle haben Sie glatt den Oskar verdient.“

„Danke, aber das liegt an der Übung. Aber es ist der einzige Weg, um gegen sie anzukommen. Wir müssen sie mit ihren eigenen Mitteln schlagen. Und dazu ist mir fast jedes Mittel recht. So, und nun müssen wir uns überlegen, wo wir das versprochene Geld auftreiben können. Natürlich müssen wir zum Schein noch mehr Geld aus der armen Bevölkerung herauspressen. Das wird Unruhen und Aufstände geben, die wir wieder mit Gewalt unterdrücken müssen“, Arentz seufzte laut auf. „Als ich gewählt wurde, hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich so etwas einmal würde machen müssen.“

„Vielleicht können wir andere Geldquellen auftreiben. Unsere außerirdischen Freunde können ruhig etwas tun. Vielleicht helfen sie uns bei der Entwicklung neuer Technologien, die wir dann verkaufen können.“

„Ja, da stimme ich Ihnen zu, Wolfgang. Gut, gehen wir an die Arbeit.“


Fortsetzung folgt
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Hyndara
Gast






BeitragVerfasst am: 14.01.2008, 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Erst einmal freu ich mich tierisch, daß du doch zurückgekommen bist. Und soviel Überredungsarbeit war von meiner Seite aus gar nicht nötig. Hoffen wir jetzt einfach mal, daß die Qualität der Geschichten für sich spricht und wir neue Leser herziehen können, die dann bei uns allen auch kommentieren.

Ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, was ich im SG-P zu deinem Anfang geschrieben hatte *grübel*. Insofern hau mich, wenn ich mir selbst widersprechen sollte.

An Zelenka als "böser Bube" kann ich mich nicht so recht gewöhnen, muß ich zugeben. Und ich hoffe wirklich, daß das nur eine kurzzeitige, geistige Verwirrung seinerseits ist, der er sehr schnell Herr wird. Wie er allerdings nach Atlantis zurückkehrt ... gute Frage. Ich hoffe, dir fällt da eine plausible Erklärung zu ein.

Ansonsten jetzt mal an alle hier der Aufruf: Kommentiert fleißig mit!
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FelixE
Bestsellerautor


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 19.09.2007
Beiträge: 554
Wohnort: Fränkische Schweiz

BeitragVerfasst am: 14.01.2008, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Du bist wieder da. *freu*

Wie ich dir ja schon damals schrieb finde ich es gut das es doch viele Leute gibt, die Sheppard durchschaut haben.

Gerade den Deutschen wird ja von amerikanischer Seite her immer viel Ignoranz gezollt.

Lg Felix

PS. Willkommen zurück *g*
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Selana
Schreiberling



Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 179
Wohnort: Schwäbische Alb

BeitragVerfasst am: 15.01.2008, 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hyndara: Ja, du hast recht, groß hast du mich nicht überreden müssen. Ich bin ja gerne bereit den Bereich zu unterstützen, wenn auch was zurück kommt. Aber da Felix und du was postet mache ich weiter.
Klar, wie Zelenka nach Atlantis zurückkommt, da muss ich einen guten Grund finden. Aber er muss ja nicht unbedingt dort sein um John und Co. zu unterstützen. Sagen wir mal so: Doppelagent.

Felix: Schön, dass du auch hier postest. Stimme dir in allem zu. Warum soll ich nicht mal was über uns schreiben.

Aber nun kommt der 2. Teil.


Teil 2


Berlin, Deutschland
26. Februar 2011

Inzwischen war Zelenka mit Dr. Holler auf dem Dach angekommen. Holler blickte fasziniert auf den Jumper von welchem er heute zum ersten Mal in Natura einen zu sehen bekam. Diese fortschrittliche Technologie war noch etwas total Neues auf der Erde. Zelenka setzte sich in den Pilotensitz, aktivierte gedanklich den holographischen Bildschirm und startete den Antrieb.

„Und das funktioniert wirklich auf Ihren gedanklichen Befehl hin, Dr. Zelenka?“, fragte Holler sichtlich beeindruckt.

„Richtig! Die KI des Jumpers klinkt sich in meine Gedanken ein und befolgt jeden meiner Befehle augenblicklich. Ich muss also nur daran denken, so wie jetzt zum Beispiel.“

Kaum hatte Radek ausgesprochen, als der Jumper auch schon langsam abhob und in eine weite Kurve ging und dann hoch in den Himmel schoss. Das alles war in so kurzer Zeit geschehen, dass Holler es kaum fassen konnte.

„Das ist wirklich faszinierend. Und man muss das Gen haben, damit die KI einen anerkennt?“

„Auch wieder richtig. Dr. Carson Beckett, der es ja leider vorgezogen hat, sich den Verrätern anzuschließen, hat eine Therapie erfunden, die das Gen auch künstlich erzeugen kann. Aber wir wissen noch nicht, ob das ewig funktioniert, denn immerhin ist es nicht natürlichen Ursprungs. Und es funktioniert auch nicht bei jedem Menschen.“

„Ich habe schon viel von Dr. Beckett gehört und gelesen. Der Mann ist auf seinem Gebiet ein Genie. Ja, schade, dass er sich den Rebellen angeschlossen hat“, bedauerte auch Holler aufrichtig.

„Dieser Meinung ist auch der Präsident und der Premierminister von Groß Britannien. Einen Mann wie Beckett könnten wir auf unserer Seite gut gebrauchen.“

„Es gibt Mittel und Wege einen Mann auf den richtigen Weg zu bringen“, meinte Holler.

Radek sah den Mann von der Seite an. „Wie meinen Sie das?“

„Na, Sie als Antiker kennen doch sicher Methoden, um das zu erreichen, oder?“

„Sie meinen doch nicht etwa Gehirnwäsche?“

„Warum nicht?“, Hollers Gesicht nahm einen gemeinen Ausdruck an, der Radek abschreckte. „Und es gibt noch die Folter oder Zwang. Carson Beckett hat eine große Familie. Soviel ich weiß, lebt seine Mutter noch.“

„Sie würden seine Mutter entführen, um ihn zu zwingen“, fragte Radek wahrhaftig entsetzt.

„Warum nicht? Dient es nicht einem guten Zweck? Und wenn er kooperiert, braucht man der alten Dame ja nichts zu tun.“

Zelenka schüttelte sich innerlich. Gut, er hatte für Philipp Sheppard in Atlantis spioniert, aber das hatte er aus innerer Überzeugung gemacht und weil er dachte, für eine gerechte Sache einzutreten.

Für das Wohl von vielen!

Langsam kamen Radek Bedenken deswegen. Was er in den letzten Wochen gesehen und erlebt hatte, entsetzte ihn aufs äußerste. Er war ein aufrechter Mann. Hatte er vielleicht auf das falsche Pferd gesetzt? Half er dem Falschen? Wenn er zurück an seine Zeit in Atlantis dachte, dann musste er erkennen, dass die Menschen dort füreinander eingestanden waren und sich geholfen hatten. Gut, die meisten waren normale Menschen gewesen, die er immer für etwas minderwertig gehalten hatte. Als Kinder eben, die man führen musste. War es aber nicht so, dass diese Kinder langsam erwachsen wurden?

Inzwischen war der Jumper fast an seinem Ziel angekommen. Unter ihm lag ein großer See, der den seltsamen Namen Bodensee trug, auch das Schwäbische Meer genannt. An den See grenzten noch die Länder von Österreich und der Schweiz. Und am Horizont konnte Radek auch die beeindruckte Alpenkette erkennen. Auf Schweizer Seite stach der 2.500 m hohe Säntis hervor. Und wenn er einen Blick zur Österreichischen Seite warf konnte man den Bregenzer Hausberg, den Pfänder entdecken, der es immerhin auch auf 1.064 m brachte.

Eine der größten Städte auf deutscher Seite war Friedrichshafen, wo die berühmten Zeppeline gebaut wurden. Und hier, am Ufer und auf einen Teil des Sees hinaus, hatte man eine große Werft gebaut. Dort wurden die deutschen Schiffe der Daedalus-Klasse gebaut.

Schon von weitem konnte man die riesige Halle erkennen, wo die GUTENBERG montiert worden war. Radek landete den Jumper auf dem großen Parkplatz, der zu dem Gelände gehörte, in der Nähe der großen Halle. Holler ging hier ein und aus und führte Zelenka über das Gelände auf die Halle zu. Die Wachleute ließen sie passieren, nachdem Holler seine Ausweise gezeigt hatte und erklärt hatte, wer der Besucher war.

Radek war beeindruckt. Die Halle war so groß, dass zwei Schiffe darin Platz hatten. Im Moment stand allerdings nur eines dort, dass fertig aussah, zumindest vom äußerlichen Eindruck her. Wie Holler ihm versicherte, waren die Techniker und Ingeniere gerade dabei, die letzten Arbeiten zu erledigen. Auch die Mannschaft stand schon fest.

Holler führte ihn in das Raumschiff hinein und zeigte ihm alles. Er stellte ihn auch der Mannschaft und den Technikern vor. Zelenka war beeindruckt von der präzisen Arbeit der Deutschen.

Auf der Brücke lernten sie auch den neuen Kommandanten, Oberst Lilian Zeller kennen, eine große schlanke Frau Anfang Fünfzig, die eine steile Kariere in der Deutschen Bundeswehr hinter sich hatte und nun der DRF zugeteilt worden war. Zeller war eine der wenigen Frauen in der Bundeswehr, die von sich sagen konnte, eine so hohe Stelle erreicht zu haben.

Oberst Zeller begrüßte den Gast freundlich und zeigte Radek alles auf der Brücke. Sie war sichtbar stolz auf die GUTENBERG und auch, dieses Schiff der Vereinigten Raumflotte der Erde zuteilen zu können.

„Es ist mir eine Ehre dort dienen zu können, um für die Sicherheit der Menschen sorgen zu können“, betonte Zeller. „Und ich verspreche Ihnen alles zu tun, damit wir die Rebellen unschädlich machen können. Sollte mir eines ihrer Raumschiffe vor die Rohre kommen, werde ich es abschießen.“

„Nicht so schnell“, meinte Radek beschwichtigend. „Sie könnten sich ja auch ergeben.“

„Und dann? Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und jeder Feind wird vernichtet werden. Sonst könnte es sein, dass er wieder gegen uns antritt“, sagte Zeller in hartem Tonfall.

Radek lief ein kalter Schauer über den Rücken und war aufs Äußerste entsetzt, ließ es sich aber nicht anmerken. Der Ton und die Vorgehensweise der neuen Erdraumflotte, ihrer Mitglieder und auch die Anhänger von Philipp Sheppard wurden immer brutaler und gewalttätiger. Und das war etwas, an dem er sich nicht gerne beteiligen wollte. Er würde die nächste Zeit scharf nachdenken und sich seine weitere Vorgehensweise überlegen müssen. Und natürlich wollte er ein ernstes Wort mit Philipp Sheppard reden. Dies alles konnte doch unmöglich mit seiner Zustimmung geschehen!


Planet Pangäa
In einem abseits gelegenen Seitenarm der Galaxis
Etwa 40.000 Lichtjahre von der Erde entfernt


Surai Balaric stand auf der Aussichtsplattform des Hochhauses, von wo aus sie einen wunderbaren Blick über die Bucht hatte, über dem die Stadt schwebte, die Neu-Pangäa genannt wurde. Surai war eine typische Vertreterin ihres Volkes, sehr groß und muskulös gebaut, mit lilafarbigen Haaren. Die schräg stehenden Augen schimmerten im schönsten Azurgrün. Ihre makellose Haut besaß einen Bronzeton mit einem leichten Goldschimmer.

Das Auffälligste an den Ulani war jedoch das kräftige Flügelpaar auf ihrem Rücken. Diese Flügel waren schwarz und eng an den Körper gedrückt und oben spitz zulaufend und stark genug, auch einen so kräftigen Körper wie den eines Ulani zu tragen. Surai gehörte der Kriegerkaste an, doch sie hatte dank ihrer Familie auch noch eine große Ausbildung in verschiedenen Wissenschaften genossen.

Einst waren die Ulani ein raumfahrendes Volk gewesen, das sich über die ganze Galaxis verstreut hatte. Mit großen Sternenschiffen durchforschten sie die ganze Milchstraße. So kamen sie auch nach Pangäa und besiedelten ihn. Eines Tages, in einer fernen Vergangenheit, geschah eine Katastrophe, welche die Ulani zwang, sich auf Pangäa zu beschränken. Eventuell war es auch eine freiwillige Isolation ihrer Vorfahren gewesen. Niemand wusste mehr genau, was damals geschehen war. Die Ulani auf dem Planeten fielen durch diese Isolation im Laufe der Zeit in die Barbarei zurück.

Das Wissen um die Urheimat wurde vergessen. Und heute wusste niemand mehr, ob es auch noch Ulani auf anderen Planeten gab. Nur der Name der fernen Heimat blieb erhalten: Pangäa, so wie die Vorfahren diesen Planeten getauft hatten. Zwar erzählten sich die Familien die Geschichten von der Urheimat weiter. Doch von Generation zu Generation gerieten diese Erzählungen in Vergessenheit oder galten als Fabeln oder Legenden. Niemand wollte mehr glaube, dass die Ulani einst in riesigen Schiffen zwischen den Sternen reisen konnten.

Pangäa selbst war ein unberechenbarer Ort, auf dessen Oberfläche wilde, gefährliche Raubtiere das Land terrorisierten. Der Planet besaß nur einen einzigen riesigen Kontinent, in dessen meisten Regionen ein tropisches Klima herrschte. Der Himmel jedoch war frei von gefährlichen Raubtieren, so dass die Ulani diesen in Besitz nahm. Sie bauten ihre Wohnungen und Häuser hoch in den Bergen, wo keines der Raubtiere hinkam. Langsam erholte sich die Zivilisation wieder und die Ulani bauten riesige Städte, die in den Wolken schwebten. Verständlich bei einem Volk, das fliegen konnte.

Vor etwa dreihundert Jahren eroberten die Ulani erneut den Weltraum, auch wenn sie nur das riesige Sonnensystem, in dem sich Pangäa befand, erforschten. Ebenso fand man Unmengen von verborgenen unterirdischen Anlagen mit Bibliotheken, in denen die Geschichte und das einstige Wissen ihres Volkes gespeichert waren. In weiser Voraussicht hatten die ersten Siedler, als der Kontakt zur Galaxis abbrach, diese angelegt.

Zumindest auf einige große Teile des alten Wissens konnte man damals wieder zurückgreifen, denn alles war leider nicht aufgezeichnet worden oder war noch nicht entdeckt worden. So auch das Wissen, wie man einen Hyperraumantrieb bauen konnte. Theoretisch wusste man davon, doch praktisch fehlte das nötige Wissen dazu. Doch zumindest konnte man den engen Planeten verlassen und die Nachbarplaneten, von denen einige dem ulanischen Standart entsprachen, besiedeln.

Im ganzen besaß das System vierzig Planeten und vier davon eigneten sich mehr oder weniger gut für einen Ulani. Doch viele Planeten oder deren zahlreiche Monde, waren reich an Erzen und Edelsteinen, welche die Ulani für ihre florierende Wirtschaft dringend benötigten.

Von diesem Zeitpunkt an, war es die große Hoffnung und der Traum eines jedes Mitgliedes ihres Volkes, dass eines Tages die Wissenschaft sich wieder so weit entwickelte, dass der große Sternenantrieb neu erfunden wurde, damit auch die riesigen Schiffe gebaut werden konnten, mit denen die Alten vor Äonen nach Pangäa gekommen waren.

Vor fünfzig Jahren geschah etwas, dass alles verändern sollte: das Himmelstor wurde in einer riesigen unterirdischen Anlage gefunden. Anfangs wusste niemand etwas mit dem großen eisernen Ring anzufangen, bis vor etwa zwanzig Jahren einem der Wissenschaftler der große Durchbruch gelang. Das Tor zu einer anderen Welt wurde geöffnet. Sofort gründete der Konzil das Gateway-Kommando. Endlich konnte man auch das Sonnensystem verlassen, wenn auch ohne Raumschiffe. Es wurden ausgesuchte Teams gebildet, die sich aufmachten die Welten hinter dem Tor zu erforschen.

Allerdings ging man mit äußerster Vorsicht zu Werke. Immerhin war es möglich, dass nicht alle Fremdvölker so friedfertig wie die Ulani waren. Man wollte sich nicht mit offenen Augen ins Verderben stürzen. So waren es nur wenige Welten, die sie betraten, um mit den Bewohnern friedlichen Kontakt aufzunehmen, und um herauszufinden, wie es inzwischen in der Milchstraße aussah.

Leider trafen sie niemals auf andere Ulani, aber auf viele Wesen, die sich Menschen nannten. Sie sahen den Ulani zwar äußerlich ähnlich, doch sie besaßen keine Flügel und konnten somit nicht fliegen. Die meisten dieser Menschen waren jedoch friedfertig, solange man sie nicht bedrohte.

So erfuhren die Ulani von den Goa’uld. Und damit stellte sich ihre Vorsicht als richtig heraus, denn die Goa’uld würden sie erbarmungslos angreifen und sie vernichten oder zumindest versklaven. Und im Gegensatz zu den Ulani besaßen diese so genannten Systemlords riesige Mutterschiffe mit Hyperraumantrieb. Diese Raumschiffen hätten die Ulani niemals besiegen können. Es wurde zwar daran gedacht, eines dieser Mutterschiffe zu stehlen, aber es war ihnen nie gelungen und hätte auch die Aufmerksamkeit der Goa’uld auf ihr Volk gelenkt. So verhielten die Ulani sich weiterhin ruhig und unternahmen nichts. Manche ihres Volkes, so auch Surai, hielten das zwar für feige, aber die meisten Ulani wollte einfach nur in Ruhe leben können.

Die Goa’uld waren schlangenartige Parasiten, die sich als Götter ausgaben und seit Jahrtausenden die Menschen der Galaxis terrorisierten, bis sich ihnen vor ein paar Jahren eine neue Gruppe Menschen in den Weg stellten. Dies waren die Tau’ri, eine geheimnisvolle Menschenrasse, die angeblich vom Urplanet der Menschen kommen sollten und die so mutig waren, die Goa’uld herauszufordern. Niemand gab ihnen eine Chance, und doch schafften sie es und waren maßgeblich für den Fall der Goa’uld verantwortlich. Das Ziel der Ulani war es fortan, Verbindung mit den Tau’ri aufzunehmen, um mit ihnen einen wissenschaftlichen und kulturellen Kontakt abzuschließen. Und vielleicht auch die Konstruktionspläne für den Hyperraumantrieb zu bekommen.

Die Ulani selbst waren eine friedvolle Rasse, die sich um ihren Nächsten kümmerten. Trotz allem waren sie aber durchaus in der Lage sich zu verteidigen. Nichtsdestoweniger kannte man auch bei ihnen den Unterschied zwischen Arm und Reich, Einfluss und weniger Einfluss.

Surais Familie gehörte zu den Reichen und somit einflussreichen Gruppen ihrer Welt. Doch Surai hatte sich noch nie etwas daraus gemacht. So etwas wie eine militärische Einrichtung, wie sie auf anderen Welten oft Gang und Gebe war, hatten die Ulani nicht. Aber sie besaßen die Vereinigung der Krieger, und diese hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung zu beschützen.

Es gab keine Ränge, nur einen Leader. Alle Leader vereinigten sich in einer Konklave und bestimmten den weiteren Weg der Krieger. Surai war eine Leaderin und hatte die ehrenvolle Aufgabe, eines dieser Gateway-Teams sicher durch das Himmelstor zu führen und auch gesund wieder heim zu bringen. Bisher war ihr das hervorragend gelungen. Kein Mitglied ihres Teams war je getötet worden. Nur einige Verletzungen hatte sie in ihrem Reisebuch eintragen müssen. Doch Surai hatte noch keinen zurückgelassen. Lieber würde sie selber sterben, als das zu tun. Jedes Team besaß nur einen Leader, die anderen waren meist Wissenschaftler, Berichterstatter oder Forscher, also alles Zivilisten.

Es gab aber auch einige Raumschiffe, die nur mit Kriegern besetzt waren. Diese schützten dass Sonnensystem vor Angriffen von außen. Bisher war es aber noch nie zu einer kriegerischen Auseinandersetzung mit einem anderen Volk gekommen. Doch die Ulani wollten auf alle Fälle auf alles vorbereitet sein.

In einer Stunde würde sie ihre Gruppe wieder durch das Tor führen, um einem Gerücht nachzugehen. Auf einer Welt war angeblich eine Gruppe dieser Tau’ri gesehen worden und Surai und ihre Leute wollten diesem Gerücht nachgehen. Vielleicht klappte es diesmal mit den Tau’ri Kontakt aufzunehmen.

Fortsetzung folgt
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Hyndara
Gast






BeitragVerfasst am: 15.01.2008, 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Du kannst sagen was du willst, diese Tussi da ... ich hab sie schon beim ersten Lesen nicht gemocht, und jetzt mag ich sie noch weniger. Diese Frau ist einfach nur gruselig, sorry. Aber zum Glück kommen Radek ein paar Zweifel. Wollen wir hoffen, daß ihm noch ein paar mehr kommen *Daumendrück*.

Und die Rasse, der Lilith angehört, taucht endlich auf. Wie ich drüben schon geschrieben habe, da dürften einige ziemlich doof aus der Wäsche gucken, wenn sie denen das erste Mal über den Weg laufen. Auf das Ereignis bin ich allerdings jetzt schon gespannt ...

Dann mal weiter. Ich glaube, nach dem nächsten Kapitel beginnt für mir das Niemandsland - sprich, ab da hab ich dann nicht mehr mitgelesen.
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Selana
Schreiberling



Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 179
Wohnort: Schwäbische Alb

BeitragVerfasst am: 18.01.2008, 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hyndara: Ich glaube einen Teil hast du drüben noch mitgelesen. Bin mir aber auch nicht mehr sicher. Auf jeden Fall geht es nun weiter.

Teil 3


Surai Balaric beschloss zum Tor zu gehen. Sicher warteten dort schon die anderen Mitglieder ihres Teams auf sie. Das Gateway war in einem riesigen Gebäude untergebracht, in dem hunderte von Ulani arbeiteten. Man kannte sie hier gut und so wurde sie von allen herzlich begrüßt.

„Geht es wieder los, Surai?“

„Ja“, Surai nickte dem Techniker freundlich zu und betrat die Halle mit dem Gateway. Und wirklich. Am Tor sah sie ihre Leute stehen: Gerson Cuhna, ihren Heiler und Botaniker. Polo Shoban, Reporter und Abenteurer, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, das Volk über alle Aktivitäten des Gateway-Kommandos zu unterrichten. Dadurch waren Surai und ihr Team zu berühmten Leuten bei ihrem Volk geworden. Die Letzte im Bunde war Iole Nestar, Archäologin und Sprachexpertin. Iole besaß wie alle Frauen ihres Volkes das lilafarbige Haar, war aber ungewöhnlich zart gebaut für eine Ulani. Gershon trug sein Haar kurz und Polo lang und zu einem Zopf gebunden. Alles in allem waren sie das ungewöhnlichste Team beim Gateway-Kommando.

„Alles bereit, Surai?“, wollte Polo wissen.

„Ja, wenn ihr wollt, können wir aufbrechen.“

Die drei nickten und Iole gab die Koordinaten der Welt ein, die sie besuchen wollten. Dann schritten sie hintereinander durch das Tor.

Sie kamen in einer ungewöhnlich aussehenden Stadt heraus. Das Tor stand auf dem Vorplatz eines Turmes, dessen Spitze weit in den Himmel hinauf ragte. In der Nähe konnte man noch andere ähnliche Gebäude erkennen, von denen viele aber einen heruntergekommen Eindruck machten. Einige Gebäude waren verfallen, andere standen noch, aber wirkten vernachlässigt. Und alle Gebäude waren auf einer riesigen schwimmenden Plattform befestigt, die wiederum auf einem großen Binnensee ruhte. Die Plattform benötigte fast die ganze Fläche des Sees, so dass neben der Stadt zu beiden Seiten nicht mehr viel Wasser zu sehen war. Der See wiederum war tief und fiel gleich am Ufer zu allen Seiten gleich steil ab.

Surai und ihre Gruppe waren schon oft hier gewesen. Jedes Mal fragte sie sich, ob der See nicht künstlichen Ursprungs war, weil er so gleichmäßig rund und zu allen Seiten gleich abgeflacht und tief war. Doch das war eigentlich nebensächlich und hatte sie nicht zu interessieren. Die Stadt war in diesem Teil der Galaxis als Handelsplatz bekannt und gehörte den Giriks, einer Händlerfamilie, die sehr reich, einflussreich und genauso gewissenlos wie rabiat auftreten konnte, wenn es um Geschäfte und ihre Stadt ging. Allerdings waren sie auch dafür bekannt ehrlichen Handel zu betreiben.

Ihr derzeitiges Oberhaupt war Asin Girik, ein Mann in den besten Jahren, der als streng, aber sehr gerecht galt. Doch trotz allem duldeten die Giriks keine Diebstähle und auch keine Morde in ihrer Stadt. Geschah dies doch einmal, dann griff ihre Schutztruppe rigoros durch. Dies gab allen Händlern die Möglichkeit ehrliche und saubere Geschäfte zu betätigen, ohne sich Sorgen um ihr Leben und ihre Sicherheit machen zu müssen. Das es aber auch unehrliche Geschäftemacher hier gab, dass stellte Surai außer Frage.

Kaum waren sie aus dem Tor getreten, wurden sie auch schon von einer Sicherheitsgruppe angesprochen.

„Willkommen in der Stadt, edle Balaric. Was ist diesmal euer Begehren?“

Dies zeigte Surai, wie bekannt sie schon in der Stadt war. „Wir suchen diesmal hauptsächlich nach Informationen und wollen auch etwas Waren kaufen.“

„Registriert euch, haltet euch an die Gesetze und ihr seid willkommen. Brecht ihr aber die Gesetze, wird die Härte des Gerichtes euch treffen.“

Dies war die übliche Begrüßung, wie Surai wusste. Sie nickte zur Bestätigung und ging zusammen mit ihren Freunden in das große hohe Gebäude, vor dem das Tor stand.

Sie trugen sich ein und Surai fragte den Registrierbeamten ganz beiläufig: „Ihr wisst nicht zufällig, ob eine Gruppe der Tau’ri in der Stadt ist? Wir hörten Gerüchte davon, dass sie hier sein sollen. Wir wollen mit ihnen Handel treiben.“

„Die Tau’ri? Nein, da müsst ihr falsch informiert sein, denn diese waren noch nie hier. Eigentlich schade, sie wären sicher ein interessantes Volk gewesen.“

Surai sah den Beamten enttäuscht an. Sollte sich alles wieder als Falschinformation herausstellen? So wie schon so oft? Aber was hatte sie auch erwartet? Doch so schnell wollten sie nicht aufgeben. Außerdem gab es in der Stadt viel zu sehen. Wer wusste schon, wen sie alles noch treffen würden.


Unbekannter Planet
Atlantis-Basis
16. Februar 2011

John Sheppard betrat mit schnellen Schritten Rodney McKays Büro und sah seinen Freund wie üblich an einem Computerbildschirm arbeiten.

„Du wolltest mich sprechen, Rodney?“

McKay blickte ihn einen Moment an, als schien er sich darauf besinnen zu müssen, warum er John hergebeten hatten. Aber das war nicht unüblich für seinen stets überarbeiteten Kollegen.

Doch dann hellte sich sein Gesicht auf. „Ach ja! Du wirst es nicht glauben, was ich entdeckt habe!“, rief Rodney seinem Freund begeistert entgegen.

„So“, John musste lächeln, als er in das vor Aufregung gerötete Gesicht seines Freundes sah.

„Du weißt ja, dass es noch mehr Städte wie Atlantis gibt?“
„Natürlich! Schließlich haben wir selbst die Überreste einer dieser Städte in unserem zweiten Jahr gefunden.“

„Richtig!“, Rodney runzelte die Stirn. „Als man zum ersten Mal von Atlantis auf der Erde hörte und danach zu suchen begann, sprach man von der verlorenen Stadt Atlantis. Doch Daniel Jackson erkannte, dass sie nicht verloren sondern versteckt wurde. Und sie war auf einer langen Liste ganz unten.“

„Ja, und? Komm endlich zur Sache“, meinte John, der langsam ungeduldig zu werden begann.

Rodney blickte ihn ärgerlich an. „Lass mich doch ausreden! Ich habe den möglichen Standort einer der anderen Städte entdeckt. Ihr Name ist Babylon.“

„Babylon? Aber das war eine alte Stadt unten am Euphrat. Und eine Raumstation wurde auch so getauft.“

„Raumstation? Ach, du meinst diese geniale TV-Serie? Aber du hast in allem Recht. Es wäre durchaus möglich, dass die alte Stadt am Euphrat nach dieser Stadt der Antiker benannt wurde. Vergiss nicht, dass die alten Atlanter, als sie zur Erde zurückkehrten, ihr Wissen um die anderen Städte mitbrachten. Möglicherweise war einer der Rückkehrer ein Gründer von Babylon.“

„Gut! Und?“

„Unnnnd? John!“, Rodney verdrehte ergeben die Augen. „Wir müssen dort hin und nachsehen. Eine weitere Stadt wie Atlantis gibt uns viele Möglichkeiten in die Hand.“

„Ich weiß nicht! Wir haben gerade genug Kräfte und Energien, um Atlantis am Laufen zu halten. Wie sollen wir da eine zweite Stadt unterhalten können.“

„John!“

„Geruhige dich! Wir werden natürlich nachsehen.“

„Ich habe von Babylon gehört“, meldete sich Anny, die KI zu Wort. „Sie war eine meiner Schwesterstädte, aber sie gilt als zerstört.“

„Vielleicht wurde sie das aber nicht“, hoffte Rodney. „Hast du vielleicht noch mehr von solchen Informationen über andere Städte in deiner Datenbank, die du uns vorenthältst?“

Die KI hörte sich beleidigt an, als sie schnippisch antwortete: „Ich halte keine Informationen zurück, Dr. McKay! Vielleicht solltest du besser und genauer arbeiten?“

„Ich arbeite sehr genau und gewissenhaft!“, rief McKay mit hochrotem Gesicht. Diese KI brachte ihn noch um den Verstand.

„Offensichtlich nicht“, entgegnete Anny patzig.

„Hörst du das, John? Muss ich mir das von einer KI gefallen lassen?“

John prustete innerlich vor Lachen los, bemühte sich aber ein ernstes Gesicht zu machen, was ihm natürlich nicht richtig gelang.

„Du stehst natürlich wieder einmal auf ihrer Seite, richtig? Ich verstehe nicht, wieso selbst künstliche Intelligenzen dir nachsteigen“, meinte Rodney außer sich.

„Vielleicht wegen meinem guten Aussehen und meinem unwiderstehlichen Charme? Aber lassen wir das! Ich werde ein Team zusammenstellen und nachsehen lassen.“

„Ein Team? Bist du verrückt? Wir gehen natürlich! Oder glaubst du, dass ich mir diese Gelegenheit entgehen lasse? Und ich bin sicher, dass SG-1 auch gerne mitkommen würde. Daniel Jackson ist ganz wild nach solchen alten Städten.“

John überlegte. Ein Auftrag wie in alten Zeiten würde ihm auch mal wieder gefallen. Aber dann würde er Rhiana informieren müssen.

„Ich überlasse es dir, Rodney. Such selbst das Team zusammen. Wo liegt die Stadt übrigens?“

„In einem der weniger frequentierten Seitenarme der Galaxis. Ich glaube, da ist noch kein Team der Erde gewesen.“

„Schön, umso besser. Ich informiere Rhiana. Dann können wir in vier Stunden mit der AIRWOLF aufbrechen. Wir werden nicht das Tor benutzen. Wer weiß schon, was uns in einer solchen Stadt erwartet? Ich möchte nicht noch einmal den gleichen Fehler wie bei den Asuranern machen.“

Die Asuraner waren zwar schon längst keine Gefahr mehr und außerdem in einer anderen Galaxis, aber Sheppard ging auf Nummer sicher. Während John zu Rhiana ging, um sie über diese Mission zu informieren, überlegte er, wie er ihr das schonend beibringen sollte, dass er vorhatte sie nicht mitzunehmen.

„Ich komme natürlich mit“, sagte Rhiana wie erwartet, nachdem er alles erzählt hatte. „Du glaubst doch nicht, dass ich dich alleine gehen lasse? Und warum musst du überhaupt noch auf solche Missionen gehen? Du hast Verantwortung und solltest nicht länger den Helden spielen.“

„Ich will nicht den Helden spielen. Es ist nur eine Routinemission.“

„Genau deshalb werde ich auch mitkommen.“

„Aber die Kinder“, John blickte zu Jordan, der mit Johns Mutter und dem Kindermädchen im Hintergrund saß und spielte.

Vanessa erhob sich und blickte ihren Sohn strafend an. „Rhiana hat Recht! Warum musst du immer noch solche Einsätze machen? Du hast Familie und Verantwortung. Der ganze Widerstand zählt auf dich.“

„Ach, Mutter! Deswegen sitze ich doch nicht ständig hier herum und versaure. Ich muss einfach wieder mal raus. Die Kinder sind bei dir in den besten Händen. Außerdem wird uns noch SG-1 begleiten.“

Er ging zu Jordan und den Zwillingen und umarmte sie. Die Mädchen waren noch zu klein, um zu begreifen, dass sich ihr Vater wieder einmal auf eine gefährliche Mission begab. Nur Jordan war schon so groß, dass er es zu wissen schien.

„Kommst du bald wieder?“, fragte er mit großen Augen. „Ganz sicher?“

„Aber ja!“, John strich seinem Sohn beruhigend über die widerspenstigen Haare, die wie seine waren, nur nicht ganz so dunkel. „Wir sind nicht lange fort. Und in dieser Zeit bist du der Mann im Haus. Du musst deine Großmutter und deine Schwestern beschützen.“

„Das mache ich“, versprach der kleine Mann ganz stolz. „Mach dir keine Sorgen, Vater. Bringst du uns auch etwas mit?“

„Aber natürlich!“, John lächelte bei dem Gedanken, dass alle Kinder doch in dieser Beziehung gleich waren. Dann machte er sich dann daran seine Sachen zusammen zu suchen und zu packen.

Fortsetzung folgt
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Hyndara
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BeitragVerfasst am: 18.01.2008, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, stimmt, das müßte das letzte Kapitel sein, das ich "drüben" gelesen habe. Mh, wenn ich jetzt noch wüßte, WAS ich dazu geschrieben habe *grübel*.

Diese stumme Eintracht zwischen McKay und Sheppard, wenn es um "Babylon 5" geht ist einfach göttlich. Da liege auch beim dritten Lesen am Boden. Ach du lieber Himmel! Dabei gibt es inzwischen schon mehr als genug Leute, die B5 gar nicht mehr kennen, was schade ist. Immerhin hat die Serie erst Serien wie SGA möglich gemacht, wenn man mich fragt. Ohne Babylon hätte es nie diesen Ruck zur Düsternis und dem Geheimnisvollen in der SF gegeben (mal abgesehen von diversen Endzeit-Szenarien).

Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie es weitergeht und ob die beiden Gruppen aufeinandertreffen ... Und wenn das passiert, was dann wohl passiert ... Bin gespannt wie ein Flitzebogen!
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Selana
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Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 179
Wohnort: Schwäbische Alb

BeitragVerfasst am: 20.01.2008, 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hyndara: Jetzt geht es weiter. Und diesmal ist wirklich Neuland für dich. Bin gespannt, wie dir die weitere Story gefällt.

Teil 4


Atlantis
Drei Stunden später

Sheppards Team, Daniel Jackson, Vala Mal Duran und Samantha Carter waren fertig zum Aufbruch. Teal’c und Colonel Mitchell würden nicht mitkommen, weil sie zu einer Mission zu den Jaffa aufbrachen. Der Widerstand hoffte, auch die Jaffa-Allianz für ihren Kampf gewinnen zu können. So wollten die beiden in Kürze und auf Einladung des Jaffa-Rates, in Begleitung von Meister Bra’tac, nach Arcadia, zur neuen Hauptwelt der Jaffa reisen.

Daniel Jackson konnte es vor Aufregung kaum noch aushalten. Die Aussicht eine Schwesterstadt von Atlantis zu finden war zu verführerisch. Sie ließen sich auf die AIRWOLF beamen, die schon abflugbereit auf sie wartete.

Weir und O’Neill standen oben im Kontrollraum und sahen zu der Stelle, an der sie das Team gerade verabschiedet hatten.

„Wir hätten ihn nicht gehen lassen sollen“, meinte Elizabeth.

Jack warf ihr einen kurzen Blick zu. „Es wäre sicherer für John gewesen, aber einen Mann wie Sheppard können Sie nicht auf Dauer einsperren. Dann noch lieber so eine Routine-Mission wie diese.“

Elizabeth stimmte O’Neill zu. Doch beide ahnten nicht, wie sie sich irren sollten, denn dies würde alles andere als eine Routine-Mission werden.


Einige Stunden später

John saß im Kommandosessel der AIRWOLF und stützte sein Kinn auf die Hand.
„Wie weit?“, fragte er Rodney.

„Nur noch ein paar Minuten! Erst bist du dagegen, dann kannst du es nicht erwarten, die Stadt zu sehen.“

„Noch wissen wir nicht, ob es diese Stadt überhaupt gibt“, meinte John nachdenklich. „Hoffen wir, dass die Enttäuschung dann nicht zu groß ist.“

„Wir sind ganz sicher, dass dort etwas ist, John“, meinte Carter. „Rodney und ich haben uns alles nochmals in Ruhe angesehen. Die Stadt muss da sein.“

„Hoffen wir es! Aber ich sehe, wir sind jetzt endlich da.“

Er hatte kaum ausgesprochen, als sich vor ihnen auch schon das Fenster im Raum öffnete und die AIRWOLF hinein flog. Das Raumschiff war Johns eigenes Schiff, das nur dann auf eine Mission aufbrach, wenn John dabei war. So gab es keinen anderen Kommandanten als ihn. Zu seinem Stellvertreter hatte er Major Goran Gayic ernannt. Der Kroate hatte in den letzten Monaten gute Arbeit geleistet, so dass John ihn befördert hatte. Gayic war ein Riese von einem Mann, so groß wie Ronon und bestimmt so kräftig. Er besaß kurzes schwarzes Haar und markante Gesichtszüge.

„Goran, sobald wir den Hyperraum verlassen, schalten Sie den Tarnschild ein. Ich möchte nicht geortet werden können.“

Der Kroate nickte zustimmend. Er war ein Mann weniger Worte, aber man konnte sich 100% auf ihn verlassen. Als sie den Hyperraum verlassen hatte, schwebte vor ihnen im Raum ein braungrauer Planet.

„Er ist es!“, bestätigte Jackson, welcher die Koordinaten überprüft hatte. „Babylon muss auf dem Planeten sein.“

„Wenn die Stadt noch existiert“, versuchte John erneut die überschwängliche Begeisterung von Jackson etwas abzuschwächen. Zu oft hatten sie schon gedacht, eine alte Station oder sogar einen Antikerplaneten zu finden. Jedes Mal war die Enttäuschung umso größer gewesen.

John aktivierte den großen Bildschirm und scannte nach Energiesignaturen. Zu seiner großen Überraschung wurde er fündig. Unter ihnen, allerdings auf der anderen Seite des Planeten, musste sich eine große Stadt befinden. Antikertechnologie ortete er jedoch nicht.

Trotzdem, John entschied, dass es eine Untersuchung wert war. „Goran, Sie haben das Kommando. Fliegen Sie die AIRWOLF auf sichere Distanz zum Planeten und warteten Sie, bis wir uns wieder melden. Sollten Sie nach einer Woche nichts von uns hören, fliegen Sie zurück nach Atlantis.“

„Ich werde Sie auf keinen Fall zurücklassen, Colonel“, widersprach Gayic.
„Das ist ein Befehl. Ich hoffe, Sie sind in der Lage einen gegebenen Befehl auszuführen?“

„Ja, Sir!“

John sah ihm jedoch an, dass Gayic ihn auf keinen Fall zurücklassen würde. Nun gut, hofften sie eben, dass sie nicht länger als eine Woche brauchen würden.

Sie gingen zu einem Hangar und stiegen in einen Jumper. John umflog in einem großen Bogen den Planeten und näherte sich der anderen Seite des Planeten. Plötzlich piepste es auf seiner Konsole.

„Was ist das?“, fragte Jackson.

„Wir werden gerufen“, sagte John nach einem Blick auf die Konsole. „Ich werde antworten.“

Auf seinen gedanklichen Befehl hin aktivierte sich der Funk und eine Stimme klang klar und deutlich durch den Raum.

„Fremdes Raumschiff! Hier ist die Handelsstadt Iros. Was ist ihr Begehr?“

John sah die anderen erstaunt an. Eine Handelsstadt?

Sheppard reagierte schnell. „Hier ist das Raumschiff Eden. Wir wollen handeln.“

„Wie viele Personen sind Sie? Und sind Sie das erste Mal hier?“

„Wir sind acht Personen und ja, es ist unser erster Besuch in Iros. Und wir kommen in friedlicher Absicht.“

„Jeder ist willkommen, der sich an die Gesetze hält.“

„Wir haben nicht die Absicht Gesetze zu brechen“, betonte John. „Wir sind ehrliche Händler.“

„Ich übermittle Ihnen die Landekoordinaten. Bitte weichen Sie nicht davon ab.“

„Verstanden, Iros!“

Gleich darauf bekam John die Koordinaten übermittelt und er brauchte nicht mehr viel zu tun. Der Jumper setzte zum Landeanflug an. Dichte Wolken verdeckten den Blick auf die Oberfläche. Der Jumper durchpflügte sie wie Wasser und als der Blick frei war, hielten alle den Atem an.

Sie hatten Babylon gefunden!

Iros war die gesuchte Stadt der Antiker. Sie saß genau wie Atlantis auf Wasser, aber es war kein Ozean, sondern mehr ein riesiger kreisrunder Binnensee.

McKay scannte und sagte: „Der See ist künstlich.“

„Die Stadt hier zu landen war eine Meisterleistung der Flugkunst“, gab John neidlos zu.

Genau wie Atlantis besaß die Stadt einen Zentralturm und viele kleinere Türme. Doch im Gegensatz zu Atlantis sah Babylon heruntergekommen aus. Einige der kleineren Türme waren sogar eingestützt, andere sahen mehr als baufällig aus. Nur der Zentralturm und die direkt daneben stehenden Türme sahen unbeschädigt aus.

„Ich scanne keinerlei antikische Technologie. Die hier benutzte Technik ist ohne Zweifel hoch entwickelt, vielleicht sogar etwas höher als die der Erde. Aber es wurden keine Geräte der Antiker aktiviert.“

„Das bedeutet?“, wollte Vala wissen.

„Das bedeutet, dass diese Leute hier zwar die Stadt bewohnen, aber keine Ahnung von ihrem Potential haben. Wahrscheinlich besitzt keiner der Bewohner das Antiker-Gen“, erklärte Rodney ihr leicht genervt. Er warf einen Blick auf John. „Und das bedeutet weiter, dass Johnny-Boy hier seine Hände bei sich lassen soll.“

„He! Das gilt auch für dich und Rhiana. Ihr besitzt ebenfalls das Gen, oder hast du das vergessen?“

„Nein, natürlich nicht! Aber ich berühre keine Gegenstände ungefragt.“

„Ach, wirklich?“

„Ja, wirklich!“

Vala wandte sich grinsend an Teyla, die direkt neben ihr saß. „Sind die beiden immer so?“

„Sind sie.“

Inzwischen setzte der Jumper zur Landung, in der Nähe des Zentralturmes, an. Erneut konnten sie die Stimme hören. „Gehen Sie bitte zum Hauptturm. Dort müssen Sie sich registrieren.“

„Verstanden“, sagte John.

Kaum hatte der Jumper aufgesetzt, als auch schon Vala die hintere Tür öffnete und hinaus lief.

„Meine Güte! Das ist vielleicht großartig!“, rief sie aus. „Hier gibt es bestimmt tolle Sachen.“

„Du hältst dich zurück, Vala, verstanden?“, herrschte Daniel sie an. „Ich möchte wegen deiner Langfinger nicht in Schwierigkeiten geraten.“

„He! Wer hat hier Langfinger?“, rief Vala und stemmte empört ihre Hände in die Hüften und warf Jackson einen mörderischen Blick zu.

Teyla, Carter und Rhiana grinsten sich an.

John hatte inzwischen alle Maschinen ausgeschaltet und nachdem alle draußen waren, aktivierte er den Schutzschild. Keiner konnte nun das Schiff betreten, wenn er nicht den Code kannte.

Dann sah sich John um. Unübersehbar ragte der Zentralturm vor ihnen auf. Sie gingen darauf zu. Sie mussten nicht lange suchen, um den Eingang zu finden. Viele Wesen, meist Menschen gingen ein und aus. Und vor dem großen Eingangstor stand unübersehbar das Sternentor.

Sie folgten einer Gruppe Menschen, die gerade durch das Tor gekommen war in das Gebäudeinnere. Eine große Halle nahm sie auf. Eine große C-förmige Theke nahm die Hälfte des Foyers ein. Dorthin gingen die Neuankömmlinge und die Atlanter beschlossen, ihnen zu folgen, um ihnen alles nachzumachen. Dann warteten sie geduldig, bis sie an der Reihe waren.

Ein großer Mann sah ihnen entgegen.

„Wir sind neu hier“, sprach John ihn an. „Man hat uns gesagt, dass wir uns hier melden müssen.“

„Richtig“, sagte der Mann in freundlichen Tonfall und musterte die Neuankömmlinge interessiert. „Neue Gäste sind immer willkommen, egal ob als Käufer oder Verkäufer.
„Was ist euer Begehren? Kaufen oder Verkaufen!“

„Kaufen!“, rief Vala aus. „Wir wollen …!“

John warf ihr einen eisigen Blick zu, der die Frau verstummen ließ.

„Meine Kollegin hat recht“, sagte John dann schnell zu seinem Gegenüber.

Der Mann sah ihn erwägend an. „Na schön! Registriert euch, haltet euch an die Gesetze und ihr seid willkommen. Brecht ihr aber die Gesetze, wird die Härte des Gerichtes euch treffen.

Fortsetzung folgt
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Hyndara
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BeitragVerfasst am: 20.01.2008, 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Jep, ich bin immer noch nicht dazu gekommen, die Story ganz zu lesen *schäm*, tut mir leid. Aber schön, daß du sie jetzt hier postest, dann kann ich doch wieder in Happen mitlesen *freu*.

"An die Gesetze halten" ... und da schleppen sie Vala mit? *grins* Na, das kann ja nur Ärger geben ... Und auf den Ärger freu ich mich jetzt schon, wird sicher amüsant und spannend, so wie McKay und John schon wieder am rumfotzeln waren ... Und natürlich bin ich gespannt, wie es sein wird, wenn sie ihren geflügelten Freunden über den Weg laufen Sehr glücklich ...

Also, mir hatts jetzt gut gefallen. Das Bild, wie Babylon auftauchte und da in diesem künstlichen See liegt ... wow! Das hatte ich richtig im Kopf. Gefällt mir - vor allem Johns Kompliment an den unbekannten Piloten. Hoffentlich erleben sie keine böse Überraschung mit der Stadt ...

Mh, jetzt könnten sie also zwei Antiker-Städte ihr eigen nennen. Dazu müßten sie allerdings Babylon unter ihre Kontrolle bringen. Und irgendwie wage ich zu bezweifeln, daß die Einwohner einen solchen Schritt begrüßen würden. Andererseits, stößt die Erde auf diese Stadt, wirds ein Blutbad geben - oha! Das wird auf jeden Fall interessant und du treibst das Spielchen noch etwas weiter, gelle?

Also, wie gesagt, mir hatts gut gefallen und ich freu mich schon auf die Fortsetzung.
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Selana
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Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 179
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BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hyndara: Freut mich, dass dir die Beschreibung gut gefallen hat. Babylon wird noch eine Rolle spielen in späteren Geschichten. In dieser werden erst mal neue Mitspieler, neue Verbündete und neue Stätten vorgestellt. Und ich hoffe, ich kann dich mit dem Rest auch gut unterhalten.

Es geht nun weiter.

Teil 5


„Das geht In Ordnung! Wir sind ehrliche Leute.“

Sie mussten ihre Namen angeben und ihren Heimatplaneten. Natürlich gaben sie nicht Atlantis an sondern einen Fantasieplaneten. Es schien ihnen einfach sicherer zu sein, nicht gleich zu verraten, dass sie aus Atlantis kamen. Der Mann trug alles ein und überreichte ihnen ein Datenpad.

„Hier ist alles aufgeführt. Jeder Händler, was er anbietet und wo ihr ihn finden könnt ist angegeben. Außerdem entdeckt ihr noch ein übersichtlicher Stadtplan darauf. Vermeidet die rot markierten Gebiete. Dort kann es gefährlich werden, denn die Türme sind nicht bewohnt und manchmal etwas baufällig. Für Unfälle haften wir nicht. Und wenn ihr von Sicherheitskräften dort aufgegriffen werdet, kann es sein, dass ihr verhaftet werdet. Begebt euch in den kleinen runden Turm gleich links von hier. Das ist ein komfortables Hotel, wo ihr Zimmer mieten könnt, wenn ihr länger hier bleiben wollt.“

„Vielen Dank.“

John nahm alles in Empfang und dann begaben sie sich zum Ausgang. Als sie diesen erreichten, drängte eine große Gruppe von abenteuerlich gekleideten Menschen in die Halle hinein. Die Neuankömmlinge dachten nicht daran zur Seite zu treten und so taten die Atlanter es. Schließlich wollten sie kein Aufsehen und auch keinen Ärger gleich am Anfang verursachen. Die neu angekommene Gruppe sah sie deshalb verächtlich an. Und sicher war es Absicht, dass einer von ihnen John einen Schubs gab.

Sheppard wurde gegen eine Konsole geschleudert und hielt sich fest. Es war eine unwillkürliche und schnelle Reaktion, aber kaum hatte er die Konsole berührt, gingen in der ganzen Halle bunte Lichter an. Schnell trat John nach vorne und tat genauso erstaunt wie alle anderen in der Halle und besah sich die bunten Lichtquellen. Anscheinend war dies noch niemals geschehen. Niemand achtete zum Glück auf sie, und so beeilten sich die Atlanter ins Freie zu kommen.

„Was habe ich vorhin gesagt, Sheppard?“, beschwerte sich Rodney lautstark. „Und jetzt hast du die Disko angeschaltet.“

„Ach komm schon! Es war schließlich keine Absicht. Niemand hat bemerkt, dass ich das ausgelöst habe.“

Dass er sich da irrte, ahnte John nicht. Kula, der Mann hinter der Theke, hatte alles genau beobachtet. Er hatte nämlich auf die hereinkommen Gruppe geachtet, die ihm nur zu gut bekannt war. Diese Gruppe machte immer Ärger und suchte Streit mit jedem. Doch keiner der jeweils Belästigten wagte es, sie anzuzeigen, da alle Angst vor ihnen hatte. Da sie sich jedoch sonst an die Gesetze hielten, gab es keinen Grund, sie fortzuschicken.

Und wirklich! Sie schienen wieder auf Ärger aus zu sein, doch zu Kulas Erleichterung schienen die Neuen vernünftig zu sein und gingen dem Streit aus dem Weg. Trotzdem wurde der Anführer der Gruppe gegen eine Konsole gestoßen. Da ging das Licht an. Kula hatte es genau beobachtet, der Neuankömmling hatte es durch die Berührung ausgelöst. Schnell warf Kula einen Blick auf den Eintrag. Der Mann hieß John Sheppard.

Ohne länger zu überlegen drückte Kula auf einen Knopf. Als die Gegenstelle antwortete, sagte er: „Hier ist Kula von der Rezeption. Sag dem Boss Bescheid, dass ich einen Erben der Ahnen gefunden habe.“

„Bist du ganz sicher?“

„Ja, Camlan. Der Mann hat aus Versehen eine Konsole am Eingang berührt. Sofort sind hier unten in der Halle Lichter angegangen.“

„Unten brennen doch immer Lichter.“

„Aber nicht diese! Sie scheinen aus dem Nichts gekommen zu sein und leuchten in allen Farben“, Kula warf einen Blick an die Decke, wo die bunten Lichter noch immer die verschiedensten Muster in die Luft projizierten. “Es sieht wirklich hübsch aus.“

„Sind die Lichter noch an?“

„Ja!“

„Ich komme runter und sehe mir das an.“

„Verstanden.“

Es dauerte nicht lange bis der Gerufene kam. Noch immer waren in der Halle alle bunten Lichter an und jeder Besucher bestaunte die verschiedenen Muster, welche die unsichtbare Anlage produzierte. Kula führte Camlan zu der betreffenden Konsole hinüber.

„Hier! Hier hat er sie berührt und sofort sprangen die Lichter an“, Kula fuhr darüber und sofort war alles aus.

Camlan tat es ihm nach und die Lichter gingen wieder an. „Das ist vorher nie geschehen.“

„Der Fremde muss dies ausgelöst haben.“

„Woher kommt er?“, fragte Camlan.

„Von einem Planeten der Rudolf heißt.“

„Rudolf? Was ist das für ein Name?“

„Das weiß ich auch nicht. Der Mann trägt den fremdartigen Namen John Sheppard“, antwortete Kula.

„Und er war vorher noch nie da?“

„Nein, sie haben gesagt, dass sie das erste Mal in der Stadt sind.“

„Der Boss wird ihn sicher sprechen wollen. Wo ist er?“

„Ich habe ihn in den Besucherturm geschickt. Aber er ist nicht alleine. Sie sind zu acht.“

„Nun, der Boss will ihm ja nichts Böses. Er wird nur mit ihm sprechen wollen. Ich werde den Boss informieren und mich dann selbst um den Mann kümmern. Hast du ein Bild von ihm?“

„Ja, die Kamera hat alles aufgezeichnet.“

„Hervorragend. Wenn der Mann einer der Nachfahren der Ahnen ist, von denen die letzte Zeit so viele Gerüchte in Umlauf sind, dann ist dir eine große Belohnung sicher. Du hast gut reagiert.“

Kula strahlte Angesichts des Lobes und der Aussicht auf eine große Belohnung. „Vielen Dank, Camlan.“


Die Atlanter hatten sich inzwischen Zimmer genommen und besprachen in John und Rhiana Raum das weitere Vorgehen. Nur Teyla und Ronon fehlten bei dieser ersten Besprechung. John hatte die beiden mit einem besonderen Auftrag in die Stadt geschickt.

„Wir sollten versuchen mit den Besitzern in Verbindung zu treten. Vielleicht sind sie ja an einem Austausch von Information interessiert. Wir könnten ihnen helfen mehr Energie zu gewinnen. Im Austausch verlangen wir unbegrenzten Zugang zu den Türmen“, meinte Daniel.

„Ist das weise?“, meinte Vala skeptisch. „Sie könnten unsere Gutmütigkeit auch für ihre Zwecke ausnützen.“

„Ronon ist schon mit Teyla in der Stadt unterwegs“, sagte John. „Sie fallen am wenigsten auf und können die Lage sondieren, die Stimmung unter den Leuten herausfinden, und auch, ob wir den Besitzern überhaupt trauen können. Doch vorher etwas anderes.“

John holte ein antikisches Ortungsgerät heraus und suchte den Raum ab. Es dauerte nicht lange, bis er gefunden hatte, was er suchte. Die anderen sahen ihm gespannt zu. Sheppard drückte auf einen keinen Sensor und nickte dann zufrieden.

„So“, meinte er dann. „Jetzt können wir ungestört reden. Hier sind Abhörgeräte eingebaut“, John wandte sich dann an Jackson. „Es ist wohl keine so gute Idee den Menschen hier Antikertechnologie in die Hände zu geben, bevor wir nicht wissen, was sie damit machen.“

„Aber …“

Carter unterbrach Daniel. „John hat Recht. Wir müssen erst sicher sein, dass sie damit keinen Unfug anfangen. Wir …“

Auch Carter wurde unterbrochen, aber diesmal vom Türsummer. John gab Rhiana einen Wink und sie ging an die Tür, um zu öffnen. Ein unbekannter Mann stand vor ihr und blickte Rhiana neugierig an.

„Entschuldigen Sie bitte die Störung, aber ich möchte gerne mit John Sheppard sprechen.“

John trat nach vorne. „Ich bin John Sheppard. Und Sie sind?“

„Ich bin der Camlan Shak, der Sicherheitschef dieser Stadt.“

„Ich glaube nicht, dass wir eines Ihrer Gesetzte gebrochen haben“, wurde der Mann von Vala unterbrochen. „Wir …!“

„Keine Sorge, ich bin zwar dienstlich hier, aber im Auftrag von Asin Girik, dem Oberhaupt dieser Stadt. Er würde gerne mit Ihnen sprechen, John Sheppard.“

„Mit mir?“

„Oh! Eine offizielle Einladung? Vielleicht sogar ein Fest? Da kommen wir gerne“, rief Vala begeistert aus.

John warf ihr einen genervten Blick zu. Hatte er schon gedacht Rodney sei nervig, so schlug diese Frau ihn noch um Längen.

Camlan sah die Frau charmant lächelnd an. „Ich würde nichts lieber tun, als mit Ihnen auf ein Fest zu gehen, Schönste, aber ich fürchte, die Einladung gilt nur John Sheppard.“

„Wirklich? Das glaube ich nicht, wir lassen ihn nicht alleine zu Ihrem Boss gehen“, warf Carter sofort ein.

„Sind Sie sein Leibwächterin?“, fragte Camlan sofort.

„Nicht direkt, aber wir passen alle auf uns auf. Wir sind Freunde und beschützen einander.“

„Das ist sehr lobenswert, aber ich versichere Ihnen, dass Sheppard nichts passieren wird. Oberhaupt Girik möchte nur mit ihm reden. Sie haben mein Wort.“

„Wir kennen Sie aber nicht“, meinte Vala, die noch immer sauer war, dass sie nicht auch eingeladen war. Schließlich liebte sie Partys über alles. „Woher sollen wir wissen, dass wir Ihrem Wort trauen können?“

„Ich kann Ihre Besorgnis nur zu gut verstehen“, Camlan war sich nun sicher, dass Sheppard etwas zu verbergen hatte. Warum sonst sollte man eine Einladung von Oberhaupt Girik ablehnen. Um ans Ziel zu kommen, musste er den Fremden etwas entgegen kommen. „Nun, gut! Zwei von Ihnen dürfen John Sheppard begleiten“, stimmte Camlan schließlich zu.

John überlegte nicht mehr lange. Sie hatten schließlich gerade über dasselbe diskutiert. Er sah Jackson und Carter an. “Ihr kommt mit! Rhiana, pass hier auf alles auf, ja?”

Rhiana war nicht so begeistert, dass sie zurückbleiben musste, aber sie wusste, warum John das tat.

Die drei folgten Camlan aus dem Gebäude hinaus und zurück in den zentralen Turm. Sie durchquerten die Halle und gingen zu einem Aufzug, der sie bis auf die Spitze hinauf brachte. Der Aufzug verfügte jedoch über keine Antikertechnologie, sondern war ein gewöhnlicher Aufzug, wie er auch auf der Erde, in jedem höheren Gebäude benutzt wurde. John fragte sich, was die Einladung zu bedeuten hatte, aber er hatte einen Verdacht. Deshalb hatte er auch McKay und Rhiana zurück gelassen, weil sie außer ihm auch das Gen besaßen. Hatte jemand vielleicht doch beobachtete, wie die bunten Lichter im Turm angingen, als er die Konsole berührt hatte?

Camlan führte sie in eine große Halle, die John nur zu bekannt war. Nur, dass hier kein Sternentor stand. Über die große Treppe gingen sie nach oben. Dort war ein Raum abgetrennt worden, wie sie es gemacht hatten, um ein großes Büro für Elizabeth zu erhalten.

Ein großer eindrucksvoller Mann mit dunklen Haaren und ebensolchem Bart saß hinter einem riesigen hölzernen Schreibtisch. Hinter dem Schreibtisch konnte John einen riesigen Stadtplan von Babylon erkennen.

Der Mann, er mochte um die Fünfzig sein, bemerkte Johns Interesse an dem Stadtplan, sagte aber nichts dazu. Stattdessen erhob er sich, als seine Besucher näher kamen. Sein Blick wanderte von einem zum anderen und blieb auf John haften, der sich jedoch unbeeindruckt von diesem Blick gab.

Der Mann ging freundlich lächelnd auf John zu. „Willkommen in meiner Stadt! Ich bin Asin Girik.“


Fortsetzung folgt
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Kathi90
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Wohnort: Etzenricht

BeitragVerfasst am: 22.01.2008, 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
„Von einem Planeten der Rudolf heißt.“


Und er hat eine Rote Nase *g*


Toll, wegen solchen Unruhestiftern, wurde John jetzt entlarft. Hoffentlich ist Asin Girik wirklich ein netter. (Was ich ja schon weiß *zwinker* Ist aber trotzdem spannend noch mal alles zu lesen)
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Hyndara
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BeitragVerfasst am: 23.01.2008, 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Kannst du mir verraten, warum ich gerade ein gaaaaaanz mieses Gefühl bekomme? Da stimmt doch was nicht! Warum sollten die sonst scharf sein, sich mit John zu unterhalten? Nein, nein, da stimmt wirklich was nicht *kopfschüttel*. Und wenn dieser Girik wirklich ein netter wäre, hätte ich bestimmt kein so mieses Gefühl ...

Die Sache mit den Lichtern war jedenfalls klasse. Vor allem, wie John schnell abgewunken hat und weitergegangen ist. Nein, da war nix. Ich bin vollkommen unschuldig *flöt*. *grins* Ich konnte fast sein Gesicht vor mir sehen dabei.

Freu mich schon auf die Fortsetzung!
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Selana
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Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 179
Wohnort: Schwäbische Alb

BeitragVerfasst am: 26.01.2008, 13:18    Titel: Antworten mit Zitat

Auch hier ging es jetzt etwas länger. Aber nun kommt die Fortsetzung.

Kathy: Freue mich trotzdem, dass du nochmals dabei bist. Klar, der mit der roten Nase war gemeint. Lachen

Hyndara: Ach doch! Eigentlich ist Girik schon ein netter Mann! Wenn da nicht noch einer wäre! Aber ließ selbst, denn es geht nun weiter.



Teil 6


„Mein Name ist John Sheppard! Meine Begleiter sind Samantha Carter und Daniel Jackson.“

Girik zeigte auf bequeme Stühle im Hintergrund. „Ich weiß, wie Sie heißen. Setzen Sie sich bitte! Sicher fragen Sie sich, warum ich Sie sprechen wollte?“

Irgendwie war John von seinem Gegenüber beeindruckt. Er sprach nicht um den heißen Brei herum sondern kam gleich zur Sache.

„Allerdings, Mr. Girik.“

„Eigentlich wollte ich nur mit Ihnen sprechen, Mr. Sheppard.“

„Mr. Sheppards Begleiter bestanden darauf“, erklärte Camlan die Anwesenheit von Carter und Jackson.

„So, taten sie das?“, ein abwägender Blick traf die beiden. „Nun, gut! Ich verstehe, dass Sie uns nicht auf Anhieb vertrauen. Doch wenn Sie meine Vorschläge hören, werden Sie verstehen.“

Sie hatten die Sitze erreicht und machten es sich gemütlich.

„Bevor ich Ihre Neugierde befriedige, möchte ich Sie bitten das anzusehen und mir zu sagen, was das ist“, Girik reichte John einen kleinen Ball, der leicht in der Handfläche verschwinden konnte.

John sah ihn sich neugierig an. Zuerst geschah nichts, doch dann sprang eine Hälfte plötzlich auf und projizierte ein Diagramm in den Raum. Giriks angespanntes Gesicht überzog sich mit einem befriedigenden Lächeln. Camlan hatte also recht gehabt. Dieser Mann vor ihm war ein Erbe der Alten.

John sah in Giriks zufriedenes Gesicht und begriff, dass er hereingelegt worden war. Er sah sich schnell um, in der Erwartung, dass jeden Moment Bewaffnete herein stürmten.

Girik schien zu ahnen, was in ihm vorging und sah ihn deshalb beruhigend an. „Keine Sorge, Mr. Sheppard! Sie haben nichts zu befürchten. Ich wollte nur die Bestätigung, dass Sie einer der Erben der Alten sind, von denen wir die letzte Zeit gerüchteweise gehört haben.“

„Ich weiß nicht, was Sie meinen“, versuchte John sich herauszureden.

„Halten Sie mich bitte nicht für dumm. Sie wissen sehr wohl, was ich meine. Wie schon gesagt, Sie haben nichts zu befürchten, Mr. Sheppard. Im Gegenteil, ich möchte Ihnen ein Angebot unterbreiten. Falls Sie wirklich wie angegeben Händler sind, was ich allerdings bezweifle, sollten Sie an jeder Möglichkeit interessiert sein, reich zu werden.“

John versuchte zu protestieren, wurde jedoch von Girik unterbrochen. „Sie wissen sicher, was das hier für eine Stadt ist?“, Girik machte eine umfassende Handbewegung. Als John nichts sagte, beantwortete er seine Frage selbst. „Es ist eine Stadt der Alten. Leider steht uns die Technik der Alten nicht zur Verfügung, weil niemand von uns einer ihrer Erben ist. Wir bewohnen zwar die Stadt, können aber leider nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen.“

John hätte ihn aufklären können, doch noch zögerte er das zu tun. Nicht, bevor er genau wusste, was Girik von ihm erwartete. Er bemerkte Jacksons Ungeduld. Daniel konnte es kaum erwarten die Stadt zu erforschen. Doch Sheppard war lieber vorsichtig.

„Arbeiten Sie für mich. Aktivieren und Initialisieren Sie für mich die Energiezufuhr der Stadt. Ihre Belohnung wird groß sein“, sprach Girik weiter.

John überlegte einen Augenblick, währenddessen Girik ihn gespannt ansah. Es war ein verführerisches Angebot und genau das, was Jackson vorgeschlagen hatte. Doch konnten Sie Girik vertrauen?

„John!“, Jackson sah Sheppard beschwörend an. „Ich bin sicher, wir können Mr. Girik vertrauen.“

Sheppards Blick durchbohrte Jackson. Wie konnte dieser Mann nach allem noch so leichtgläubig sein?

Der Colonel wandte sich wieder an Girik. „Sie verstehen, Mr. Girik, dass ich mir das noch überlegen muss. An einer Belohnung ist mir nicht gelegen, ebenso wenig an Geld. Wenn, dann verlange ich etwas anderes als Gegenleistung. Doch ich möchte Ihnen gleich sagen, dass ich nicht viel Zeit haben werde, um für Sie zu arbeiten.“

„Das wäre schade“, sagte Girik und man hörte ihm an, dass er enttäuscht war. „Sagen Sie mir, was Sie verlangen. Wenn es in meiner Macht steht Ihren Wunsch zu erfüllen, werde ich es tun.“

„Wie gesagt! Geben Sie mir etwas Zeit. Ich möchte mich in der Stadt umsehen und auch mit meinen Leuten sprechen.“

„Gut! Und solange Sie hier sind, wird alles frei für Sie sein.“

„Nein, das möchte ich nicht. Kein Aufsehen um meine Person bitte“, wehrte John entschieden ab.

„Gut, das kann ich verstehen! Ich möchte Sie ja nicht zur Zielscheibe machen. Wenn einige finstere Gesellen erfahren, wer Sie sind, würden man Jagd auf Sie machen. Auch wenn mein Bruder mich für schwach hält, ich weiß genau, was in meiner Stadt geschieht. Sie können dann gehen. Wenn Sie sich entschieden haben, wenden Sie sich bitte an Camlan. Er wird Sie finden.“

„Danke!“, John gab Asin Girik die Hand. „Vielen Dank für Ihr Verständnis.“
Girik sah seinen Besuchern hinterher. Camlan brachte sie hinaus und kam dann zurück.

„Du wirst sie nicht aus den Augen lassen. Sheppard ist zu wertvoll, als das ihm etwas passieren dürfte. Wir müssen alles tun, um ihn zu überzeugen.“

„Du könntest ihn festsetzen und ihn zwingen für uns zu arbeiten. Oder seine Leute. Ich glaube eine der Frauen ist seine Ehefrau.“

„Nein, auf keinen Fall! Ich möchte, dass er freiwillig für uns arbeitet.“

„Und wenn er es ablehnt?“

„Versuch alles über ihn herauszufinden. Es gibt bestimmt etwas, dass er möchte. Und lass auch seine Freunde überprüfen.“

„Wie du möchtest. Ich setze unsere besten Leute darauf an und selbstverständlich auch für die Überwachung.“

Girik nickte und machte sich wieder an seine normale Arbeit, während Camlan nach draußen ging, um seine Leute entsprechend einzuweisen. Wie Asin war er der Meinung, dass Sheppard überzeugt werden musste, für sie zu arbeiten.

Doch es gab noch jemanden, der von der Fähigkeit Sheppards Bescheid wusste. Es war Joris Girik, der Bruder von Asin. Und dieser war schon lange darauf aus, seinen Bruder zu stürzen und selbst das Oberhaupt der Familie zu werden. Dann würden andere Zeiten anbrechen. Die Stadt bedeutete Macht, und wer sie beherrschte, war derjenige, der das Sagen hatte.

Und im Gegensatz zu seinem schwachen Bruder, hatte Joris nicht die Skrupel Gewalt anzuwenden. Joris beglückwünschte sich dazu, heimlich Abhörgeräte im Büro seines Bruders angebracht zu haben. Zwar wurde dort regelmäßig nach solchen Anlagen gesucht, doch Joris hatte die bessere Technologie und Camlan, dieser Narr, hatte noch nie etwas gefunden.

Schnell waren seine besten Leute informiert. Sie würden John Sheppard finden und zu ihm bringen.


In einem anderen Teil der Stadt
Etwa zur gleichen Zeit

Surai Balaric und ihr Team hielten sich immer noch in der Stadt auf. Sie hatten sich umgehört, aber nichts gefunden, dass auf die Anwesenheit der Tau’ri schließen ließ. Wer auch immer das Gerücht in Umlauf gebracht hatte, hatte gelogen oder sich täuschen lassen.

Gerson war es, der es schließlich auf den Punkt brachte. „Surai, sie sind nicht hier! Wir jagen Gespenster hinterher. Wir sollten abbrechen und wieder nach Hause gehen. Es liegen auch noch normale Missionen vor uns. Die Suche nach den Tau’ri ist schon zur Besessenheit für dich geworden.“

„Das glaube ich nicht. Wenn es sie nicht gäbe, hätten wir nicht so viele Gerüchte über sie gehört. Wir …“

Surai wurde unterbrochen, als Polo hereinstürmte. „Ich habe etwas gehört! Ein Gerücht! Rate einmal!“

„Was denn?“, fragte Surai ungeduldige. Polo brachte sie manchmal auf die Palme. Er
machte aus allem ein Spiel, das es zu erraten gab.

„Jemand hat mir erzählt, dass ein Neuankömmling in der Stadt angeblich ein Erbe der Alten ist. Diese Stadt hier wurde einst von den Alten erbaut. Doch keiner von seinen Bewohnern ist in der Lage, die Stadt zu seiner vollen Leistung zu bringen, weil niemand das Erbe besitzt.“

„Was ist das Erbe denn?“

„Ich glaube, dass ist jemand, der von den Alten abstammt“, sagte Gerson.

„Ja, das stimmt“, mischte sich Iole ein. „Unter meinen Kollegen gibt es die Hypothese, dass die Alten, bevor sie verschwanden, sich mit den normalen Menschen vermischten oder mit ihnen experimentierten. Es kann durchaus noch Erben der Alten geben.“

„Aber wir suchen die Tau’ri“, gab Surai zu bedenken.

„Vielleicht sind die Tau’ri die Erben! Hast du daran schon einmal gedacht?“

Sprachlos blickte Surai Iole an. Sie war als Archäologin natürlich mit solchen Überlegungen vertraut. Im Gegensatz zu ihr als Kriegerin.

„Wir müssen diesen Erben finden!“

Surai sprang auf und ergriff ihre Sachen. Dann war sie schon zur Tür hinaus. Die anderen drei blickten ihr verwirrt hinterher. Doch dann beeilten sie sich ihrer Leaderin zu folgen.

Draußen kam Surai erst einmal zur Besinnung und wandte sich an Polo. „Wo hat man diesen Erben überhaupt gesehen?“

„Im Hauptturm. Er soll dort die Lichter angemacht haben. Bunte Lichter, von denen man bisher nicht einmal ahnte, dass es sie gab. Und das nur durch Berührung einer Konsole. Zuerst fiel es wohl niemanden auf, doch als Camlan, der Sicherheitschef mit den Neuankömmlingen sprach, machte das Gerücht seine Runde. Niemand wusste allerdings, wer es aufbrachte.“

„Na schön! Dann gehen wir zum Hauptturm und sehen, was wir herausfinden können. Ich bin sehr neugierig auf diesen Erben.“

„Aber vielleicht ist es nur ein Gerücht und es ist nichts wahres dran“, wagte Gerson einzuwenden.


„Dann haben wir eben etwas zusätzliche Zeit verschwendet und mehr nicht. Und falls es sich wieder als Unwahrheit herausstellen sollte, gehen wir sofort nach Hause, das ist ein Versprechen.“

Damit waren die anderen drei einverstanden und folgten ihrer Leaderin, die mit großen Schritten vorausging.


Fortsetzung folgt
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Hyndara
Gast






BeitragVerfasst am: 26.01.2008, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

John, aufpassen, da braut sich Unheil über deinem Struwwelkopf zusammen! Oha, wenn die jetzt nicht schnell sind oder unsere (ich schätze) bald neuen Verbündeten dazu kommen und mithelfen, kann das übel enden. Vor allem, wenn auch noch rauskommt, daß Rhiana das auch kann, was ihr Männe da angestellt hat ...

Oho, ich sehe wahrhaft düstere Zeiten auf Atlantis zukommen *bibber*. Und jetzt laß dir nicht soviel Zeit, sondern poste bitte weiter - ehe ich doch noch auf den Gedanken komme und mir die ganze Story am Stück durchlese (was ich, peinlich es zuzugeben, immer noch nicht geschafft habe). Also, her mit der Fortsetzung, ehe ich wirklich noch die Wände hochgehe *Nägelknabber*!
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Selana
Schreiberling



Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 179
Wohnort: Schwäbische Alb

BeitragVerfasst am: 29.01.2008, 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hyndara: Wie du siehst ist es jetzt doch etwas länger gegangen. Na ja, bin einfach nicht mehr dazu gekommen. Ach, soviel Unheil braut sich da nicht zusammen. Atlantis ist ja noch relativ sicher.


Teil 6


„Mein Name ist John Sheppard! Meine Begleiter sind Samantha Carter und Daniel Jackson.“

Girik zeigte auf bequeme Stühle im Hintergrund. „Setzen Sie sich bitte! Sicher fragen Sie sich, warum ich Sie sprechen wollte?“

Irgendwie war John von seinem Gegenüber beeindruckt. Er sprach nicht um den heißen Brei herum sondern kam gleich zur Sache.

„Allerdings, Mr. Girik.“

„Eigentlich wollte ich nur mit Ihnen sprechen, Mr. Sheppard.“

„Mr. Sheppards Begleiter bestanden darauf“, erklärte Camlan die Anwesenheit von Carter und Jackson.

„So, taten sie das?“, ein abwägender Blick traf die beiden. „Nun, gut! Ich verstehe, dass Sie uns nicht auf Anhieb vertrauen. Doch wenn Sie meine Vorschläge hören, werden Sie verstehen.“

Sie hatten die Sitze erreicht und machten es sich gemütlich.

„Bevor ich Ihre Neugierde befriedige, möchte ich Sie bitten das anzusehen und mir zu sagen, was das ist“, Girik reichte John einen kleinen Ball, der leicht in der Handfläche verschwinden konnte.

John sah ihn sich neugierig an. Zuerst geschah nichts, doch dann sprang eine Hälfte plötzlich auf und projizierte ein Diagramm in den Raum. Giriks angespanntes Gesicht überzog sich mit einem befriedigenden Lächeln. Camlan hatte also recht gehabt. Dieser Mann vor ihm war ein Erbe der Alten.

John sah in Giriks zufriedenes Gesicht und begriff, dass er hereingelegt worden war. Er sah sich schnell um, in der Erwartung, dass jeden Moment Bewaffnete herein stürmten.

Girik schien zu ahnen, was in ihm vorging und sah ihn deshalb beruhigend an. „Keine Sorge, Mr. Sheppard! Sie haben nichts zu befürchten. Ich wollte nur die Bestätigung, dass Sie einer der Erben der Alten sind, von denen wir die letzte Zeit gerüchteweise gehört haben.“

„Ich weiß nicht, was Sie meinen“, versuchte John sich herauszureden.

„Halten Sie mich bitte nicht für dumm. Sie wissen sehr wohl, was ich meine. Wie schon gesagt, Sie haben nichts zu befürchten, Mr. Sheppard. Im Gegenteil, ich möchte Ihnen ein Angebot unterbreiten. Falls Sie wirklich wie angegeben Händler sind, was ich allerdings bezweifle, sollten Sie an jeder Möglichkeit interessiert sein, reich zu werden.“

John versuchte zu protestieren, wurde jedoch von Girik unterbrochen. „Sie wissen sicher, was das hier für eine Stadt ist?“, Girik machte eine umfassende Handbewegung. Als John nichts sagte, beantwortete er seine Frage selbst. „Es ist eine Stadt der Alten. Leider steht uns die Technik der Alten nicht zur Verfügung, weil niemand von uns einer ihrer Erben ist. Wir bewohnen zwar die Stadt, können aber leider nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen.“

John hätte ihn aufklären können, doch noch zögerte er das zu tun. Nicht, bevor er genau wusste, was Girik von ihm erwartete. Er bemerkte Jacksons Ungeduld. Daniel konnte es kaum erwarten die Stadt zu erforschen. Doch Sheppard war lieber vorsichtig.

„Arbeiten Sie für mich. Aktivieren und Initialisieren Sie für mich die Energiezufuhr der Stadt. Ihre Belohnung wird groß sein“, sprach Girik weiter.

John überlegte einen Augenblick, währenddessen Girik ihn gespannt ansah. Es war ein verführerisches Angebot und genau das, was Jackson vorgeschlagen hatte. Doch konnten Sie Girik vertrauen?

„John!“, Jackson sah Sheppard beschwörend an. „Ich bin sicher, wir können Mr. Girik vertrauen.“

Sheppards Blick durchbohrte Jackson. Wie konnte dieser Mann nach allem noch so leichtgläubig sein?

Der Colonel wandte sich wieder an Girik. „Sie verstehen, Mr. Girik, dass ich mir das noch überlegen muss. An einer Belohnung ist mir nicht gelegen, ebenso wenig an Geld. Wenn, dann verlange ich etwas anderes als Gegenleistung. Doch ich möchte Ihnen gleich sagen, dass ich nicht viel Zeit haben werde, um für Sie zu arbeiten.“

„Das wäre schade“, sagte Girik und man hörte ihm an, dass er enttäuscht war. „Sagen Sie mir, was Sie verlangen. Wenn es in meiner Macht steht Ihren Wunsch zu erfüllen, werde ich es tun.“

„Wie gesagt! Geben Sie mir etwas Zeit. Ich möchte mich in der Stadt umsehen und auch mit meinen Leuten sprechen.“

„Gut! Und solange Sie hier sind, wird alles frei für Sie sein.“

„Nein, das möchte ich nicht. Kein Aufsehen um meine Person bitte“, wehrte John entschieden ab.

„Gut, das kann ich verstehen! Ich möchte Sie ja nicht zur Zielscheibe machen. Wenn einige finstere Gesellen erfahren, wer Sie sind, würden man Jagd auf Sie machen. Auch wenn mein Bruder mich für schwach hält, ich weiß genau, was in meiner Stadt geschieht. Sie können dann gehen. Wenn Sie sich entschieden haben, wenden Sie sich bitte an Camlan. Er wird Sie finden.“

„Danke!“, John gab Asin Girik die Hand. „Vielen Dank für Ihr Verständnis.“
Girik sah seinen Besuchern hinterher. Camlan brachte sie hinaus und kam dann zurück.

„Du wirst sie nicht aus den Augen lassen. Sheppard ist zu wertvoll, als das ihm etwas passieren dürfte. Wir müssen alles tun, um ihn zu überzeugen.“

„Du könntest ihn festsetzen und ihn zwingen für uns zu arbeiten. Oder seine Leute. Ich glaube eine der Frauen ist seine Ehefrau.“

„Nein, auf keinen Fall! Ich möchte, dass er freiwillig für uns arbeitet.“

„Und wenn er es ablehnt?“

„Versuch alles über ihn herauszufinden. Es gibt bestimmt etwas, dass er möchte. Und lass auch seine Freunde überprüfen.“

„Wie du möchtest. Ich setze unsere besten Leute darauf an und selbstverständlich auch für die Überwachung.“

Girik nickte und machte sich wieder an seine normale Arbeit, während Camlan nach draußen ging, um seine Leute entsprechend einzuweisen. Wie Asin war er der Meinung, dass Sheppard überzeugt werden musste, für sie zu arbeiten.

Doch es gab noch jemanden, der von der Fähigkeit Sheppards Bescheid wusste. Es war Joris Girik, der Bruder von Asin. Und dieser war schon lange darauf aus, seinen Bruder zu stürzen und selbst das Oberhaupt der Familie zu werden. Dann würden andere Zeiten anbrechen. Die Stadt bedeutete Macht, und wer sie beherrschte, war derjenige, der das Sagen hatte.

Und im Gegensatz zu seinem schwachen Bruder, hatte Joris nicht die Skrupel Gewalt anzuwenden. Joris beglückwünschte sich dazu, heimlich Abhörgeräte im Büro seines Bruders angebracht zu haben. Zwar wurde dort regelmäßig nach solchen Anlagen gesucht, doch Joris hatte die bessere Technologie und Camlan, dieser Narr, hatte noch nie etwas gefunden.

Schnell waren seine besten Leute informiert. Sie würden John Sheppard finden und zu ihm bringen.


In einem anderen Teil der Stadt
Etwa zur gleichen Zeit

Surai Balaric und ihr Team hielten sich immer noch in der Stadt auf. Sie hatten sich umgehört, aber nichts gefunden, dass auf die Anwesenheit der Tau’ri schließen ließ. Wer auch immer das Gerücht in Umlauf gebracht hatte, hatte gelogen oder sich täuschen lassen.

Gerson war es, der es schließlich auf den Punkt brachte. „Surai, sie sind nicht hier! Wir jagen Gespenster hinterher. Wir sollten abbrechen und wieder nach Hause gehen. Es liegen auch noch normale Missionen vor uns. Die Suche nach den Tau’ri ist schon zur Besessenheit für dich geworden.“

„Das glaube ich nicht. Wenn es sie nicht gäbe, hätten wir nicht so viele Gerüchte über sie gehört. Wir …“

Surai wurde unterbrochen, als Polo hereinstürmte. „Ich habe etwas gehört! Ein Gerücht! Rate einmal!“

„Was denn?“, fragte Surai ungeduldige. Polo brachte sie manchmal auf die Palme. Er
machte aus allem ein Spiel, das es zu erraten gab.

„Jemand hat mir erzählt, dass ein Neuankömmling in der Stadt angeblich ein Erbe der Alten ist. Diese Stadt hier wurde einst von den Alten erbaut. Doch keiner von seinen Bewohnern ist in der Lage, die Stadt zu seiner vollen Leistung zu bringen, weil niemand das Erbe besitzt.“

„Was ist das Erbe denn?“

„Ich glaube, dass ist jemand, der von den Alten abstammt“, sagte Gerson.

„Ja, das stimmt“, mischte sich Iole ein. „Unter meinen Kollegen gibt es die Hypothese, dass die Alten, bevor sie verschwanden, sich mit den normalen Menschen vermischten oder mit ihnen experimentierten. Es kann durchaus noch Erben der Alten geben.“

„Aber wir suchen die Tau’ri“, gab Surai zu bedenken.

„Vielleicht sind die Tau’ri die Erben! Hast du daran schon einmal gedacht?“

Sprachlos blickte Surai Iole an. Sie war als Archäologin natürlich mit solchen Überlegungen vertraut. Im Gegensatz zu ihr als Kriegerin.

„Wir müssen diesen Erben finden!“

Surai sprang auf und ergriff ihre Sachen. Dann war sie schon zur Tür hinaus. Die anderen drei blickten ihr verwirrt hinterher. Doch dann beeilten sie sich ihrer Leaderin zu folgen.

Draußen kam Surai erst einmal zur Besinnung und wandte sich an Polo. „Wo hat man diesen Erben überhaupt gesehen?“

„Im Hauptturm. Er soll dort die Lichter angemacht haben. Bunte Lichter, von denen man bisher nicht einmal ahnte, dass es sie gab. Und das nur durch Berührung einer Konsole. Zuerst fiel es wohl niemanden auf, doch als Camlan, der Sicherheitschef mit den Neuankömmlingen sprach, machte das Gerücht seine Runde. Niemand wusste allerdings, wer es aufbrachte.“

„Na schön! Dann gehen wir zum Hauptturm und sehen, was wir herausfinden können. Ich bin sehr neugierig auf diesen Erben.“

„Aber vielleicht ist es nur ein Gerücht und es ist nichts wahres dran“, wagte Gerson einzuwenden.


„Dann haben wir eben etwas zusätzliche Zeit verschwendet und mehr nicht. Und falls es sich wieder als Unwahrheit herausstellen sollte, gehen wir sofort nach Hause, das ist ein Versprechen.“

Damit waren die anderen drei einverstanden und folgten ihrer Leaderin, die mit großen Schritten vorausging.


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