Das Tor in phantastische Welten FanFictions, zu Stargate und anderen Serien, die dich in eine neue Welt bringen!

|
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Hyndara Gast
|
Verfasst am: 22.10.2007, 19:50 Titel: |
|
|
Oha, das ist eine handfeste Drohung - noch dazu von einem Sith. Wenn Obi-Wan das wüßte ... Mann, Mann, Mann, der würde nicht mehr ruhig schlafen, geschweige denn, sich erholen können! Wird noch heiter werden, ich ahne es jetzt schon *ducken*.
Waren zwei klasse Kapitel. Irgendwie süß, daß die Padawane ihre Meister darauf stoßen müssen, daß sie ja eigentlich was füreinander empfinden. Das kommt irgendwie sowas von knuffig! Jaja, da dürften zwei aber gut aufgepaßt haben, gelle?
Na, dann bin ich mal gespannt, was du als nächstes auffahren wirst. Ich ahne schlimmes, wenn der Sith ihnen tatsächlich hinterherjagen sollte ... |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 24.10.2007, 12:48 Titel: |
|
|
Da sich die Geschichte dem Ende zu nähert, wird der Sith hier nicht mehr auftauchen. Dafür aber im Crossover mit Atlantis, an dem ich gerade arbeite.
Ja, ja! Für was alles die Padawane nicht gut sind,
Doch nun geht es weiter.
15. Ortan
Nachdem sie in den Hyperraum eingetreten waren, beschloss Obi-Wan seinen Entschluss den anderen mitzuteilen.
„Mol’o, Senator Organa erwähnte, dass nach Ende der Mission der Drachen verkauft wird.“
„Das stimmt. Wenn ich euch alle auf Eradan abgeladen habe, werde ich nach Ortan fliegen und das Schiff verkaufen.“
„Flieg gleich hin.“
Mol’o sah Obi-Wan überrascht an. „Es ist zwar nicht wahrscheinlich, dass noch ein Peilsender im Schiff versteckt ist, aber wir wollen kein Risiko eingehen. Wir verkaufen das Schiff und kaufen uns dort gleich ein neues. Damit fliegen wir dann nach Eradan.“
„Eine gute Idee, Obi-Wan“, meinte Mol’o. „Nach allem, was geschehen ist, sollten wir wirklich kein Risiko mehr eingehen.“ Mol’o wandte sich den Kontrollen zu und änderte den Kurs. „Wir brauchen einen Tag nach Ortan. Deshalb schlage ich vor, dass wir die Zeit benutzen, um uns auszuruhen.“
Damit waren alle einverstanden. Die beiden Padawane suchten sich einen Platz zum schlafen im hinteren Teil des Laderaumes, während Obi-Wan und Yun-Jin es sich in der Nähe des Cockpits bequem machten. Jeder wollte einen Teil der Wache übernehmen. Sie losten aus und Mol’o musste die erste Wache übernehmen.
Obi-Wan war froh, als er sich hinlegen und ausruhen konnte. Er versetzte sich in einen Heilschlaf, um die Heilung seiner Wunden zu beschleunigen.
Yun-Jin deckte ihn fürsorglich mit einer Decke zu. Sie hatte nicht vor, ihn vorzeitig aufzuwecken. Er konnte die Ruhe gebrauchen. Umso schneller würde er wieder auf den Beinen sein.
Als sie sicher war, dass er sich tief in den Heilschlaf versetzt hatte, ging sie zu Mol’o. „Du wirst ihn nicht aufwecken. Obi-Wan braucht Ruhe. Ich werde seine Wache übernehmen.“
„Das ist nicht nötig. Das kann ich machen“, bot sich der Twi’lek an.
„Nein, auch die brauchst deinen Schlaf. Mehr noch, als wir Jedi. Dann teilen wir seine Zeit einfach unter uns auf. Die Padawane können das Schiff genauso fliegen, wie wir beide. Du weckst mich, wenn deine Wache vorbei ist.“
Die Stunden vergingen in Eintönigkeit. Jeder der drei Jedi und Mol’o übernahmen ihren Teil der Wache. Als sie endlich den Orbit um Ortan erreichten, weckte Yun-Jin Obi-Wan, der tatsächlich die ganze Zeit geschlafen hatte.
Obi-Wan schlug die Augen auf, als er eine sanfte Berührung spürte. Das bezaubernde Gesicht von Yun-Jin, war das erste, das er sah. Ihre Augen leuchteten und ihr Gesicht strahlte. Das blaue Haar der Ekaranerin fiel über ihre Schulter und die weißen Strähnen darin glitzerten im Licht der künstlichen Beleuchtung. Sein Herz schlug heftig bei ihrem Anblick. Doch dann fiel ihm ein, was passiert war. „Ist es Zeit für meine Wache?“
„Wie fühlst du dich?“ fragte Yun-Jin und ignorierte seine Frage.
Obi-Wan forschte in sich. „Ich fühle mich besser, so als hätte ich einen ganzen Tag geschlafen.“
„Das hast du auch, mein Lieber. Wir begannen schon zu denken, dass du nicht mehr aufwachen willst.“
Überrascht fuhr Obi-Wan hoch, doch ein stechender Schmerz in seiner Schulter erinnerte ihn daran, dass er sich nicht gerade in Höchstform befand. „Was soll das heißen?“
„Das du den ganzen Flug nach Ortan verschlafen hast. Wir sind nämlich da.“
„Warum habt ihr mich nicht geweckt?“ fragte Obi-Wan vorwurfsvoll.
„Du hast die Ruhe gebraucht. Wir konnten uns alle genug ausruhen und haben deine Wache einfach unter uns aufgeteilt. Und keine Vorhaltungen jetzt! Wir haben es gerne für dich getan. Sag einfach Danke, wenn dir danach ist.“
„Danke!“
„Gern geschehen!“
„So, wo sind wir dann?“ Obi-Wan stand langsam auf und ging zu Mol’o nach vorne. Er merkte, dass er sich besser fühlte, aber noch lange nicht in Höchstform war.
Der Twi’lek erledigte gerade die letzten Landevorbereitungen. „Der Käufer wird an Bord kommen. Ich habe schon unseren Kontaktmann informiert, dass er das Schiff holen kann.“
„Können wir ihm trauen?“ fragte Yun-Jin.
„Er ist ein treuer Anhänger der Rebellenallianz. Er hasst Imperator Palpatine, weil er im Klon-Krieg seine ganze Familie verloren hat. Nun verdient er sein Geld als Frachterkapitän. Da!“ Mol’o zeigte nach draußen. „Er kommt schon.“
Gerade kam ein Mann in mittleren Jahren auf das Schiff zu. Mol’o ließ die Rampe hinunter und sie gingen alle in den angrenzenden Frachtraum.
Der Mann musterte die Anwesenden der Reihe nach. „Ich will nicht wissen, wer ihr seid. Hier ist das Geld für das Schiff. Wie mit Senator Organa vereinbart, zahle ich bar und werde das Schiff umspritzen, umbenennen und alle Erkennungsmerkmale entfernen lassen und Gefälschte anbringen lassen. Nichts wird auf den Drachen hinweisen. In Zukunft wird das Schiff sein Leben als unscheinbares Frachtschiff verbringen.“
Obi-Wan sah ihn an und ließ die Macht fließen. Er bemerkte nichts Lügnerisches in den Reden des Mannes, doch er wollte kein Risiko eingehen. Unmerklich fuhr er mit der Hand vor dem Gesicht des Mannes herum. „Du hast außer Mol’o keinen an Bord gesehen.“
„Ich habe keinen gesehen.“
Obi-Wan und die Jedi verließen das Schiff und wanderten über das weite Flugfeld. Die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel. Auf den Landebahnen konnten sie ankommende und abfliegende Schiffe aller Bauarten sehen. Der Menge der Schiffe nach zu schließen, schien der Raumhafen sehr beliebt zu sein.
Obi-Wan warf einen Blick nach oben, als ein großer Schatten über sie hinweg zog. Ein großer Truppentransporter des Imperiums setzte auf einem entfernten großen Landefeld zur Landung an. Das war nicht gut. Bedeutete es doch, dass die Imperialen sich auch hier herumtrieben. Sie durften sich nicht lange auf dieser Welt aufhalten.
Schnell zog sich Obi-Wan seine Kapuze über das Gesicht. Sicher gab es auch hier Steckbriefe von ihm und er wollte keine Aufmerksamkeit erregen. Die anderen Jedi folgten seinem Beispiel. Auch sie hatten den Truppentransporter mit Sorge beobachtet. Versteckt, in einer uneinsehbaren Ecke warteten sie auf Mol’o. Es dauerte noch eine halbe Stunde, dann kam der Twi’lek zu ihnen.
Mol’o sah Obi-Wan an. Ihm war die Manipulation an dem Käufer nicht entgangen. „Warum habt Ihr das gemacht, Obi-Wan? Vertraut ihr dem Wort des Mannes und meinem nicht?“
„Wir dürfen kein Risiko eingehen. Ich nehme an, du hast den Truppentransporter der Imperialen gesehen? Der Mann mag es ehrlich meinen, aber wenn er durch Zufall doch entdeckt wird, kann er sich nicht an uns erinnern.“
Mol’o gab sich damit zufrieden. „Es gibt in der Nähe ein Lokal, wo wir ein neues Schiff kaufen können. Folgt mir einfach.“
Als sie den Raumhafen verließen, warf Obi-Wan noch einen Blick zurück zu dem Schiff, welches sie so sicher hierher gebracht hatte. Normalerweise war es ihm egal, mit welchem Raumschiff sie flogen, doch an diesem war etwas besonders. Ein Gefühl, eine Ahnung, die er sich nicht erklären konnte. Obi-Wan ahnte nicht, dass er in vielen Jahren erneut mit diesem Schiff fliegen würde, dass dann aber einen anderen Namen tragen würde: der Millennium Falke!
Das Lokal befand sich direkt am Ausgang des Raumhafens und sah von außen unscheinbar aus. Als sie die Bar betraten, musste sich ihr Auge erst an die schummrige Beleuchtung gewöhnen.
Mol’o steuerte zielstrebig auf einen Tisch in einer Nische zu. Als sie saßen, sahen sie, dass die indirekte Beleuchtung zum Schutz der Gäste diente. Jeder im Inneren sah den neu Eintretenden, während dieser sich erst an das Beleuchtung gewöhnen musste. Mol’o ließ die Jedi alleine, um jemanden zu finden, der ein Raumschiff verkaufen wollte. Bei einer freundlichen menschlichen Bedienung bestellten sie sich etwas zu trinken. Dann warteten sie. Mol’o tauchte erst nach einer Stunde auf und bedeutete ihnen mitzukommen.
Sie folgten ihm nach draußen und von dort zu einer kleinen Landebucht am anderen Ende des Raumhafens. In der Bucht stand eine unscheinbare kleine graue Raumjacht, die einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck machte.
„Mit dem sollen wir fliegen?“ fragte Dain entsetzt.
„Lasst euch nicht von seinem Äußeren täuschen, Jungs und Mädels. Der Raptor hat mehr drauf, als es scheint.“
Alle drehten sich zu dem Sprecher, einem älteren Iktotchi, um. „Ist das dein Schiff?“ fragte Dain.
„Nein, dass gehört jetzt euch“, erklärte der Iktotchi.
„Ich habe es gekauft“, erklärte Mol’o und gab dem Mann ein großes Bündel Credits. Dieser steckte es hocherfreut ein. Mit der Summe würde er ein größeres und neues Schiff kaufen können.
Obi-Wan war es egal, wie das Schiff aussah. Er sorgte mit Hilfe der Macht dafür, dass auch der Iktotchi sich nicht an sie erinnern konnte. Wenn man ihn fragte, würde er sagen, dass ein älterer Togruta sein Schiff gekauft hatte.
Sie gingen auf Mol’os Aufforderung hinein und staunten nicht schlecht. Die Raptor mochte klein sein, war aber mit allem Komfort ausgestattet und die Raumtriebwerke schienen gut gepflegt zu sein.
„Ich habe den Hyperraumantrieb vorher angesehen“, erklärte Mol’o. „Schließlich will ich keine Überraschungen erleben.
Es gab drei kleine Kabinen, die bequem eingerichtet waren. Als Mol’o den Antrieb startete, fuhr er sofort hoch.
„Nächster Stopp, Eradan!“ erklärte Mol’o, als sie die Atmosphäre des Planeten verließen und gleich danach in den Hyperraum eintraten. „Wir brauchen ungefähr sechsunddreißig Stunden.“
Fortsetzung folgt |
|
| Nach oben |
|
 |
Hyndara Gast
|
Verfasst am: 24.10.2007, 14:25 Titel: |
|
|
Wie, die Geschichte nähert sich dem Ende? *blinzel* Willst du mich hier darben lassen? Gibt's keine Fortsetzung? *dummguckt*
Okay, kommen wir zum neuen Kapitel (während ich weiter rätsel):
Nett von den anderen, daß sie Obi-Wan mal ein bißchen Ruhe gönnen, die hat er sich auch verdient nach dem ganzen Streß, seit er aufgebrochen ist. Er selbst hat erstaunlich wenig gemoppelt, aber gut, er dürfte inzwischen auch selbst wissen, daß er ziemlich angeschlagen ist und dementsprechend ... nun ja.
Und da ist sie endlich, die bekannte Geste aus den Filmen. "Wusch - du hast nichts gesehen!" Klasse! Darauf hab ich doch die ganze Zeit gewartet, daß er das durchzieht *grins*. Nu durfte er endlich *hihi*.
Tja, dann harre ich jetzt mal auf das Ende (?), doch kann ich mich doch noch auf mehr freuen? |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 26.10.2007, 08:49 Titel: |
|
|
Hyndara: Na ja, ne Fortsetzung gibt es in dem Sinn noch nicht, aber ich schreibe daran, du weißt ja, die Crossover mit Atlantis.
Aber noch sind wir nicht ganz am Ende.
16. Eradan
Sechsunddreißig Stunden später
Eradan war ein kleiner, vom Weltraum aus braun schimmernder Planet, der keine Ozeane besaß. Die ganze Oberfläche war von steppenartigen Landschaften bedeckt, nur unterbrochen von vielen verschieden großen Seen und Flüssen, die einzigen Wasserquellen an der Oberfläche des Planeten. Um die Seen und Flussläufe herum, hatten sich fruchtbare Grünflächen entwickelt, in denen es von Tieren und Pflanzen nur so wimmelte.
Der Planet lag noch hinter dem Outer Rim, weit außerhalb der Galaxis, die am Nachthimmel als strahlende Spirale zu sehen war und wenn es keine Wolken gab, die Nacht hell erleuchtete. Intelligentes Leben gab es nicht, das hatten die Jedi genau erforscht.
Die Jedi-Siedlung lag entlang des Ufers eines der kleineren Seen. Die Unterkünfte waren weiträumig angelegt worden und bestanden aus leicht aufbaubaren und auch wieder zerlegbaren Durastahl-Leichtplastikteilen. Sie waren der Farbe der Umgebung angepasst worden und somit vom Weltraum aus, ja selbst wenn man in großer Höhe darüber flog, nicht zu sehen.
Als sie sich der Siedlung näherten, bemerkten sie ein Gebäude, dass aus dem Rahmen fiel, weil es viel größer als die anderen war und einen zentralen Platz einnahm. Das Versammlungs- und Ausbildungsgebäude, wie Mol’o ihnen erklärte.
Obi-Wan staunte nicht schlecht, als er dreißig Häuser zählte. Das war mehr, als er erwartete hatte.
Als der Raptor landete, kamen die Bewohner neugierig heran. Natürlich hatten sie schon vor der Landung ihre Ankunft angemeldet. Mochten sie auch in der Wildnis und abseits jeder Zivilisation leben, so besaßen sie doch die besten Computer- und Ortungssysteme, die Bail Organa für sie bezahlt hatte. Jedes Raumschiff im Umkreis von mehreren Lichtjahren konnte schon im Voraus bemerkt werden und so hatten sie Zeit Vorbereitungen zur Tarnung zu treffen.
Generatoren, die viele Jahre Energie zur Verfügung stellen konnten, zählten ebenfalls zu ihrer Ausstattung und im Falle einer Gefahr konnte ein Schutzschild, ja sogar ein Tarnschild über die ganze Siedlung gelegt werden.
Obi-Wan stieg als erster aus. Strahlender Sonnenschein empfing ihn. Die Luft roch angenehm, die Temperatur schätzte er auf etwa 25° Grad Celsius. Er hob die Hand über die Augen, um sie vor den grellen gelben Strahlen zu schützen und musterte die Bewohner. Diese blickten ebenso neugierig zurück.
Neben ihm stellten sich jetzt Yun-Jin Thon, ihr Padawan Didra Lego und der junge Dain Baran auf. Die meisten Umstehenden waren noch jung an Jahren, die jüngsten etwa fünf Jahre, die ältesten vielleicht in Didras Alter.
Obi-Wan sah das mit Kummer im Herzen. Bedeutete es doch, dass die meisten Jedi-Ritter und Jedi-Meister das Massaker nicht überlebt hatten. Waren er und Yun-Jin nun doch die letzten Jedi-Meister?
Doch jemand musste diese jungen Leute doch ausbilden?
Mol’o schien die meisten zu kennen, denn die jungen Leute begrüßten ihn wie einen alten Bekannten. „Kinder“, sagte er dann. „Darf ich euch die Meister Yun-Jin Thon und Obi-Wan Kenobi vorstellen?“
Ein Raunen ging durch die jungen Leute, und sie blickten Obi-Wan ehrfurchtsvoll an. Anscheinend hatten sie zumindest von ihm gehört. „Wie ich sehe, kennt ihr meinen Namen?“
„Jeder kennt Euch und Eure Taten im Klon-Krieg und auch davor, Meister Kenobi“, sagte eines der älteren Mädchen.
Obi-Wan sah sie an, doch er konnte sich an ihr Gesicht nicht erinnern. „Ich bin Sora Zero, Meister.“
Auch die anderen stellten sich der Reihe nach vor, doch von allen hatte Obi-Wan noch nie gehört. Doch schließlich konnte er nicht jedes Kind im Tempel kennen. Außerdem hatte er in den letzten Jahren vor dem Massaker nicht viel Zeit im Tempel verbracht.
„Wir lebten nicht im Tempel, Meister“, sagte eines der Kinder.
„Die meisten wurden von unseren Agenten entdeckt und hierher gebracht“, erklärte Mol’o. „Nicht vielen gelang die Flucht aus dem Tempel.“
„Die Älteren hatten gerade Meister bekommen und waren im Einsatz. Die Meister wurden getötet. Vorher gelang es aber einigen ihre Padawane in Sicherheit zu bringen oder die Padawane waren gerade nicht bei ihren Meistern, als das Morden begann.“
Obi-Wans Gesicht verdüsterte sich weiter. „Hat denn kein Meister überlebt?“
„Nun, ein paar wenige schon“, sagte eine Stimme hinter Obi-Wan.
Obi-Wan drehte sich um und erstarrte. Dort standen zwei Männer, einer in Anakins Alter, einer in seinem Alter. Obi-Wan glaubte zu träumen, als er sie erkannte: sein bester Freund Garen Muln und der jüngere war Ferus Olin.
Garen ging auf ihn zu und umarmte ihn. „Obi-Wan, ich traute meinen Ohren kaum, als ich hörte, dass du an Bord bist. Aber ich hätte wissen müssen, dass du selbst dem Tod ein Schnippchen drehst.“
„Garen, alter Schwerenöter! Wie hast du es geschafft?“
„Nun, der Pilot, der mich besiegen kann, ist noch nicht geboren.“
Obi-Wan wusste, dass Garen nicht übertrieb. Er war der beste Pilot in der Galaxis und selbst Anakin hatte noch einiges von gelernt. Garen umarmte auch Yun-Jin, die er aus seiner Zeit im Tempel kannte.
Garen erzählte, dass er sich gerade in einer Raumschlacht befunden hatte, als seine eigenen Klon-Soldaten das Feuer auf ihn eröffneten. Er hatte ihnen jedoch ein Schnippchen geschlagen, einige abgeschossen und dann die Flucht ergriffen. Dabei hatte er es jedoch so aussehen lassen, als sei er abgeschossen worden. Dann hatte Garen auf einen günstigen Augenblick gewartet und war geflohen. „Aber ich sehe, du bist verletzt?“
„Ja, ich hatte eine kleine Begegnung mit einem Sith.“
„Einem Sith?“ fragte Garen entsetzt und ein Raunen ging durch die ganze versammelte Menge.
„Ja, und der Meister hätte ihn besiegt, wenn er nicht schon verletzt gewesen wäre, als sie kämpften“, sagte Dain Baran und blickte Obi-Wan bewundernd an.
Obi-Wan schenkte ihm ein Lächeln und blickte schließlich auf Ferus Olin, der einst der Padawan von Siri Tachi gewesen war, dann aber die Jedi verlassen hatte. „Ferus“, begrüßte er ihn. „Ich dachte, du wärst kein Jedi mehr.“
„Das bin ich im Grund auch nicht mehr, aber als die Katastrophe über den Orden hereinbrach, habe ich mich auf die Suche nach Überlebenden gemacht. Was immer auch der Grund für meinen Austritt war, er ist jetzt vergessen. Nun bilde ich die angehenden Jedi aus.“
Obi-Wan kannte Ferus Austrittsgrund nicht und anscheinend wollte er nicht darüber sprechen. Wichtig war nur, dass Ferus hier war. Er musste nun daran denken, dass Ferus immer Vorbehalte gegen Anakin gehabt hatte, die sich leider als nur zu wahr herausgestellt hatten.
Ihre beiden Teams waren oft gemeinsam im Einsatz gewesen: Siri, er und ihre Padawane hatten sich gut ergänzt.
„Ferus, es tut mir alles so leid. Du hattest leider Recht, was Anakin angeht. Anscheinend warst du viel weiser, als wir Meister alle zusammen.“
„Nichts muss Euch Leid tun, Meister. Ihr habt Euer bestes gegeben und es war Anakins eigene Wahl, der dunklen Seite beizutreten. Aber dass er dann gleich so weit gehen würde, hat selbst mich entsetzt. Ihr habt gegen ihn auf Mustafar gekämpft und auch besiegt. Ihr hättet ihn töten sollen.“
Yun-Jin hörte staunend zu. Also war es wahr! Obi-Wans Padawan war Darth Vader!
„Das konnte ich nicht. Außerdem hätte ich nie geglaubt, dass er das überleben konnte. Er war total verbrannt und lag im Sterben, als ich ihn verließ. Das Schiff des Imperators tauchte auf und hat ihn wohl gerettet. Doch das, was er durch mich geworden ist, ist kaum noch als Leben zu bezeichnen.“
„Und doch tötet er weiter, Meister“, meinte Ferus.
„Mein Lieber!“ Yun-Jin packte Ferus an der Schulter. „Das klang nun aber als Vorwurf! Du weißt nicht, wie es ist, einen Padawan zu haben.“ Sie blickte zu Didra. „Ich könnte meinen Padawan nicht töten, egal, was sie auch getan haben würde.“
„Yun-Jin! Ferus hat nicht Unrecht. Was Anakin getan hat, ist nicht zu entschuldigen. Er hat die Truppen in den Tempel gebracht und geholfen die anwesenden Jedi niederzumetzeln. Er selbst hat die Jungen getötet. Ich sah es auf den Sicherheits-Holos. Sollte ich ihm jemals wieder begegnen, werde ich meine Aufgabe vollenden und ihn töten.“
Yun-Jin erstarrte innerlich, als sie das hörte. Kein Wunder, dass Obi-Wan so unglücklich wirkte und sich auch vor ihr zurückzog. Doch sie wollte das ändern. Obi-Wan hatte das nicht verdient. Er war der beste Mensch, dem sie je begegnet war und außerdem liebte sie ihn.
„Lassen wir die Vergangenheit ruhen und blicken wir lieber in die Zukunft“, schlug Garen vor. „Kommt! Wir zeigen euch alles.“
Sie folgten den anderen nur zu gerne und ließen sich durch die Siedlung führen.
Fortsetzung folgt |
|
| Nach oben |
|
 |
Hyndara Gast
|
Verfasst am: 26.10.2007, 12:16 Titel: |
|
|
Oh, eine Jedi-Siedlung? Donnerwetter! Hey, das ist ja klasse! Aber wo ist die hin, wenn es zur zweiten (alten) Trilogie kommt? Da müßten dann doch wesentlich mehr Jedi durch die Gegend schwirren als nur Luke und Großväterchen Joda und Obi-Wan. Mh, oder zeigen die Filme nur die Spitze des Eisbergs?
Ich hoffe wirklich, du machst daraus noch was. Diese Siedlung gefällt mir, auch die Dinge, die du andeutest mit diesen neuen Figuren, die jetzt auftauchen. Ist wirklich klasse!
Tolle Fortsetzung! Und daß es noch nicht ganz am Ende ist, freut mich natürlich umso mehr *Händereibt*. Dann habe ich doch noch ein bißchen zu lesen *freu*.
Mal kurz was anderes:
Sag mal, besteht deinerseits eigentlich Interesse an einer B5-Fortsetzung? Ich hab da noch mein altes P3 auf dem Rechner rumdarben und überlege, ob ich es hier mal einstelle. Würdest du es lesen wollen? |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 26.10.2007, 12:49 Titel: |
|
|
Hyndara: Ach, das habe ich etwas ignoriert vom Kinofilm her. Und warum soll Luke, Obi-Wan und Vader die einzigen Jedis gewesen sein? Klar, die Charas, die ich hier erfunden habe werden im Crossover wiederkommen, die meisten wenigstens.
Immer her mit der Babylon 5-Story. So was lese ich immer. Klar, werde ich es lesen.
Lese gerade die Award-Stories und werde da auch zu deinen was schreiben und auf letzte von dir antworten. Dann geht es in einem. |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 28.10.2007, 09:36 Titel: |
|
|
17. Yun-Jin und Obi-Wan
Zwei Tage später saß Obi-Wan am Ufer des Sees und blickte zu den Sternen hinauf. Es war eine wolkenlose Nacht und die Spirale der Galaxis über ihm beherrschte den vollständigen Gesichtskreis. Die Sterne schimmerten wie tausend Diamanten am Firmament und überzogen die Häuser und das Wasser mit einem silbernen Glanz. Es war so hell, dass man jede Einzelheit erkennen konnte.
Hier waren sie so weit entfernt vom Geschehen in der Galaxis, dass alles Böse der letzten Jahre einem fast wie ein Traum erschien.
Ein laues Lüftchen wehte über den See und ließ die grünen hohen Gräser, die am Wasser wuchsen, sanft im Wind schwingen. Blumen in allen Farben entfalteten im silbernen Licht ihre Blüten und verströmten einen lieblichen Duft. Er blickte über die Häuser und dachte daran, wie schön es wäre, hier zu bleiben. Und doch musste er gehen. Sein Gewissen würde es nie zulassen, dass er Luke im Stich ließ. Wenn er schon beim Vater versagt hatte, wollte er beim Sohn nicht denselben Fehler machen.
Die Jedi würden auch ohne ihn klarkommen. Sie hatten sich ein neues Zuhause eingerichtet, auf das sie Stolz sein konnten. Die Trainingshallen, der Unterricht, alles war hervorragend organisiert. Es lebten auch Leute hier, die keine Jedi waren. Sie unterrichteten die Kinder in den verschiedenen Wissensgebieten, weil es keine Jedi-Lehrer mehr gab. Sie waren absolut vertrauenswürdig und von Bail Organa persönlich handverlesen.
Mit Garen und Ferus hatten sie gute Lehrer in den Jedi-Disziplinen, zu denen sich nun Yun-Jin und Didra gesellt hatten.
„Hier bist du also!“
Er schrak auf, als sich Yun-Jin zu ihm setzte. Er war so in Gedanken vertieft gewesen, dass er ihre Annäherung nicht gespürt hatte. Sie trug ein bodenlanges einfach geschnittenes erdfarbenes Kleid und hatte ihre wunderschönen Haare hochgesteckt. Das Licht der Sterne ließ die weißen Strähnen darin wie Silberfäden erscheinen. Obi-Wan fand, dass sie nie bezaubernder ausgesehen hatte.
„Oder störe ich etwa?“
„Wie könntest du mich stören.“
Yun-Jin schenkte ihm ein hinreißendes Lächeln. „Und doch willst du gehen?“
„Ja, sobald meine Verletzungen ausgeheilt sind.“
„Warum bleibst du nicht? Wir brauchen dich hier“, sie zögerte einen Moment. „Ich brauche dich!“
„Yun-Jin … !“
„Sag nichts, lass mich aussprechen, denn ich weiß, was du sagen willst. Das wir Jedi sind und Jedi nicht lieben dürfen. Doch wer bestimmt das? Ein Orden, dessen Regeln 25.000 Jahre alt sind. Die Jedi haben sich nicht verändert. Aber die Welt um uns hat sich verändert. Wir sind Dinosaurer geworden, verdammt zum Aussterben und vielleicht haben wir das auch verdient.“
„Yun-Jin!“ Obi-Wan war entsetzt.
„Sieh mich nicht so an, es ist mir ernst damit. Ich hatte viel Zeit über alles nachzudenken. Unseren Untergang haben wir Meistern wie Windu und Yoda zu verdanken. Für sie zählten nur Vorschriften und Regeln. Und nur weil wir so unflexibel waren, ist der Orden untergegangen. Aber nun haben wir die Chance, alles neu und besser zu machen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ausgerechnet wir überlebt haben. Du magst einer der Jedi gewesen sein, der die Befehle des Rates immer ausgeführt haben, aber heimlich hast du das oft in Frage gestellt. Qui-Gon hat dich das gelehrt. Warum glaubst du wohl, hat er nie einen Sitz im Rat bekommen? Doch nur weil er die Entscheidungen des Rates in Frage gestellt hat. Und das nicht nur einmal. Aber war er deshalb ein schlechter Jedi? Ich glaube nicht und ich weiß, dass du das auch nicht glaubst. Und für mich bist du der beste aller Jedi. Einfühlsamer als Meister Windu und weiser, auf deine eigene Art, als Meister Yoda. Vielleicht können die beiden dich mit dem Schwert schlagen, aber nicht mit dem Herzen.“
Obi-Wan sagte nichts dazu, denn er wusste, dass sie Recht hatte. Selbst Yoda hatte etwas Ähnliches zu ihm gesagt bei ihrem Abschied.
Sie sah ihn traurig an. „Ich liebe dich immer noch. Und du? Liebst du mich denn nicht mehr?“
Er sah sie unglücklich an. „Ich habe dich immer geliebt und werde dich immer lieben, selbst über den Tod hinaus. Aber alle, die mir nahe standen starben und dich möchte ich nicht auch noch verlieren.“
„Du wirst mich nicht verlieren. Sieh mich an.“ Sie nahm sein Gesicht in ihre Hand und fuhr ihm zärtlich über das Gesicht. „Niemand kann uns mehr trennen, wenn wir das nicht selbst wollen.“
„Und du glaubst das funktioniert? Ich werde nach Tatooine zurückkehren und du wirst hier bleiben.“
„Wir können uns besuchen.“
Jetzt nahm Obi-Wan sie in die Arme und küsste sie. Yun-Jin erwiderte den Kuss und sie sanken sich in die Arme und vergaßen die Welt um sich herum und alle Sorgen, die sie bisher bedrückt hatten, waren für den Augenblick vergessen.
Zwei Monate später
Obi-Wan hielt seinen Trahan auf dem Hügel an. Ein Trahan war ein echsenartiges großes Reittier, das zwei Beine und zwei Arme besaß. Es war etwa 4 - 5 m lang mit einem großen krokodilartigen Kopf und einem kräftigen Hals. Das Trahan ging immer aufrecht auf den langen, schlanken Hinterbeinen. Seine beiden Greifarme waren relativ lang und endeten in dreifingrigen Händen mit scharfen Krallen, ebenso die kräftigen Hinterfüße mit den vier Zehen. In seinem Schwanz befanden sich Knochenstäbe, um denselben zu versteifen. Gerade nach hinten gestreckt, half dann der Schwanz beim Rennen das Halten des Gleichgewichtes. Obwohl das Tier ein Fleischfresser war, war es relativ friedfertig und konnte deshalb von den Jedi gezähmt und als Reittier abgerichtet werden.
Neben ihm zügelte Yun-Jin ihr Reittier. Ihr Gesicht glühte vor Aufregung und ihr langes Haar wehte wie ein Schleier hinter ihr her. Sie waren die letzten Wochen oft ausgeritten und hatten die Gegend erkundet und so viele Stunden der ungestörten Zweisamkeit gefunden. Doch dies sollte ihr letzter gemeinsamer Tag sein. Morgen wollte Obi-Wan nach Tatooine zurückkehren. Seine Verletzungen waren ausgeheilt und so langsam machte er sich Sorgen um Luke. Auch wenn er Owen Lars vertraute, bestand doch immer die Gefahr, dass die Sith den Jungen entdeckten.
Der Abschied würde ihm schwer fallen, doch Yun-Jin hatte versprochen Obi-Wan zu besuchen. Und Obi-Wan wollte hin und wieder nach Eradan kommen.
„Unsere Liebe ist stark genug, Obi-Wan, um auch eine längere Trennung zu verkraften.“
Obi-Wan sah Yun-Jin liebevoll an. Er konnte sich eigentlich nicht mehr vorstellen, ohne sie zu sein und doch trieb ihn sein Pflichtgefühl zurück nach Tatooine. Wo er wieder alleine und einsam sein würde. „Ich gehe nicht gerne und werde jeden Tag an dich denken, Yun-Jin.“
„Und doch gehst du! Luke wird auch ohne dich groß werden.“
„Ja, doch wenn ihm etwas zustoßen sollte, während ich nicht da bin, würde ich damit nicht fertig werden, nicht noch einmal!“
„Ich verstehe dich, mein Liebster. Dann bleiben uns wirklich nur die gegenseitigen Besuche.“ Sie sah den Hügel hinunter, wo am Horizont die Sonne unterging und die Landschaft in ein blutrotes Licht tauchte. „Da ist noch etwas! Sprich mit Dain.“
„Mit Dain? Warum?“
„Tue es einfach, mir zuliebe.“
„Na schön, für dich mache ich alles.“
Sie lächelten sich gegenseitig an. Die Nacht lag noch vor ihnen und morgen würde eben morgen sein.“
Als sie am anderen Morgen zum Dorf zurückkamen, sahen sie das kleine Schiff schon von weitem.
„Ist das nicht die Raptor?“ fragte Obi-Wan.
Da kam ihnen auch schon Mol’o entgegen gelaufen. „Obi-Wan! Yun-Jin! Wie schön, euch beide zu sehen.“
Obi-Wan und Yun-Jin ließen sich die Umarmung des Twi’lek gefallen. Sie freuten sich auch, ihn wieder zu sehen.“
„Wie geht es dir, Mol’o?“ fragte Obi-Wan.
„Gut, und ich werde jetzt hier bleiben.“
„Hier bleiben?“ Yun-Jin sah ihn neugierig an.
„Ich bat Vizekönig Organa darum, hier stationiert zu werden. Ihr Jedi könnt sicher einen Piloten gebrauchen, einen Kurier oder was auch immer. Die Meister Muln und Olin haben schon ihre Erlaubnis erteilt.“
„Unsere hast du auch“, sagten Obi-Wan und Yun-Jin gleichzeitig.
Mol’o sah die beiden verschmitzt an. „Ich hörte, dass ihr beiden zusammen seid?“
„Nun“, Obi-Wan legte den Arm um Yun-Jin. „Wir haben unsere Freundschaft erneuert.“
„Das freut mich für euch. Doch warum trennt ihr euch dann wieder? Ich werde nämlich dein Pilot sein, Obi-Wan.“
„Meine Pflicht lässt es leider nicht zu, für immer hier zu bleiben, doch ich bin sicher, dass du mich oder Yun-Jin gerne hin und her fliegst?“
„Es wird mir ein Vergnügen sein. Doch kommt! Ich habe euch viel zu berichten.“
Sie folgten dem Twi’lek in die Versammlungshalle. Es gab so viel zu erzählen, dass Obi-Wan beschloss, noch einen Tag länger zu bleiben.
Am Abend trat Dain Baran zu ihm. „Meister, darf ich mit Euch sprechen?“
„Aber natürlich!“ Obi-Wan zeigte einladend auf einen Platz neben sich.
„Alleine?“
„Auch das.“ Sie gingen nach draußen, wo sie sich im Licht der untergehenden Sonne auf eine Ruhebank setzten.
„Meister, ich möchte mit Euch kommen.“
„Wohin?“ fragte Obi-Wan.
„Nach Tatooine, um Euer Padawan zu sein.“
Jetzt war Obi-Wan überrascht. Er hatte schon darüber nachgedacht, einen neuen Padawan zu nehmen, doch wer würde bereit sein, mit ihm die Einsamkeit auf Tatooine zu teilen? „Du weißt, wohin ich gehe?“
„Natürlich, Meister! Und es macht mir nichts aus. Es ist mein sehnlichster Wunsch, dass Ihr mich ausbildet, wenigsten die nächsten Jahre. Dann könnte ich nach Eradan zurückkehren und die Jüngeren ausbilden. Und Ihr seid der Beste. Von niemand anderen werde ich mehr lernen können.“
„Und es macht dir nichts aus, in der Einsamkeit zu leben? Nur in der Gesellschaft eines alten Mannes?“
„Ihr seid doch nicht alt, Meister! Und es macht mir nichts aus.“
Es war natürlich verlockend für Obi-Wan, etwas Gesellschaft zu haben. Yun-Jin wäre ihm natürlich lieber gewesen, doch sie wollte Eradan nicht verlassen. „Gut, ich werde dich die nächsten Jahre ausbilden.“
Dain sprang auf und machte vor Freude einen Luftsprung und raste davon. „Entschuldigt, Meister! Ich muss packen! Ihr werdet es nicht bereuen!“ rief er aus.
Obi-Wan sah ihm kopfschüttelnd hinterher.
„Das war die richtige Entscheidung, Obi-Wan.“
Überrascht wandte sich der Jedi zu Yun-Jin um. „Du hast es gehört?“
„Natürlich! Ich habe ihn ja ermutigt, dich zu fragen.“
„Du hast?“
„Jemand muss doch dafür sorgen, dass du gut versorgt wirst.“
„Ich nehme ihn nicht als Diener mit, Yun-Jin!“ sagte Obi-Wan empört. „Ich kann selbst für mich sorgen.“
„Selbstverständlich kannst du das, aber Dain ist sehr begabt. Ich bin sicher, dass er mit deiner Führung eines Tages ein sehr großer Jedi-Meister wird.“
„Ich werde dafür sorgen, Yun-Jin. Und dank Mol’o haben wir noch eine weitere gemeinsame Nacht. Komm!“ Er nahm sie bei der Hand und zusammen verschwanden sie ihrer Unterkunft.
Fortsetzung folgt |
|
| Nach oben |
|
 |
Hyndara Gast
|
Verfasst am: 28.10.2007, 12:05 Titel: |
|
|
*grins* Da wird aber neuerdings jemand am laufenden Band überfahren. hihi, irgendwie fällt es nicht schwer, sich Ewan McGregor als Pantoffelheld vorzustellen, der eigentlich nur noch doof aus der Wäsche guckt und irgendwie nicht so wirklich zu wechseln weiß - süß! Das hast du wirklich klasse rübergebracht!
Tja, allmählich merke ich denn auch, daß die Story sich ihrem Ende nähert, alles ist irgendwie in Aufbruchsstimmung und irgendwie tut mir das Päärchen jetzt schon leid. Das wird nicth gutgehen, das wissen wir. Trotzdem hätte ich es ihnen gegönnt *seufz*. Aber sie hatten zumindest eine schöne Zeit zusammen (in der Obi-Wan sich auch nicht so wirklich wehren konnte *harhar*).
Ich schätze, das nächste Kapitel wird das letzte, die Rückkehr nach Tatooine? Aber eine Frage hab ich noch: Wie kriegst du den Padawan in den Kanon?
Ansonsten freu ich mich schon auf Dienstag, wenn es weitergeht . |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 29.10.2007, 08:41 Titel: |
|
|
Hyndara: Du bekommst heute schon die Antwort. Ja, es geht nach Tatoine. Nun, der Padawan ist ja nur ein paar Jahre bei Obi-Wan. Und den Rest ist er dann wieder alleine. Vielleicht auch nicht die ganze Zeit. Niemand weiß ja wie er die Jahre verbracht hat. Die Leute hielten ihn zwar für einen Einsiedler, aber niemand hat nachgesehen, ob er das auch wirklich war.
Und nun kommt der Abschluss der Story.
Teil 18
Epilog
Tatooine, acht Monate später.
Dain Baran lief aus dem Stall, der als Unterkunft für die beiden Trahane diente, die sie von Eradan mitgenommen hatten. Die Tiere waren genügsam und an Wüstengebiete gewöhnt. Mit ihnen konnten sie sich unauffällig in der Landschaft bewegen ohne aufzufallen.
„Meister! Ein Raumschiff kommt!“
Obi-Wan hatte es schon gespürt. Die Präsenz war unverkennbar. „Du brauchst keine Sorge zu haben, Padawan. Es sind unsere Freunde.“
Der kleine Punkt am Himmel wurde größer und entpuppte sich bald darauf als ein kleines wohlbekanntes Raumschiff: die Raptor.
Mol’o, nur er konnte der Pilot sein, setzte es elegant vor dem Haus von Obi-Wan auf. Heraus kamen zwei Personen.
Obi-Wan rannte schon, um die Geliebte zu begrüßen und sie in die Arme zu nehmen.
„Yun-Jin, ich habe dich vermisst.“
Mol’o stand schelmisch grinsend daneben.
Yun-Jin hielt ein Bündel im Arm. „Vorsicht, sonst drückst du sie noch zu Tode.“
Das Bündel bewegte sich und fing an zu schreiben. Obi-Wan trat erschrocken einen Schritt zurück. Yun-Jin schob die Decke etwas zur Seite und das Gesicht eines kleinen Kindes kam zum Vorschein.
„Ihr seid auf einer Mission? Habt ihr wieder ein Jedi-Kind gefunden?“
„So kann man es auch nennen“, antwortete Yun-Jin lächelnd. „Darf ich dir Padmé vorstellen, deine Tochter?“
Jetzt sah Obi-Wan noch überraschter aus. „Meine, was …?“
„Tochter!“ wiederholte Yun-Jin geduldig.
„Tochter? Wie? Aber? Wie kann das sein?“
Yun-Jin stieß ihn an. „Das fragst du noch?“
Jetzt fing Obi-Wan an zu schmunzeln. „Nein, eigentlich nicht! Ich bin nur überrascht.“
Er fing sich schnell. „Meine Tochter! Ich fasse es nicht!“ Er packte Dain am Arm, der staunend daneben stand und das kleine Mädchen bewunderte. „Hast du gehört, Padawan? Ich habe eine Tochter!“
„Ja, Meister! Ich habe es gehört! Darf ich der erste sein, der Euch dazu gratuliert?“
„Natürlich, Padawan! Natürlich! Bitte kommt doch ins Haus. Die Hitze tut dem Kind bestimmt nicht gut.“
Yun-Jin grinste noch stärker. „Jetzt sprichst du schon wie ein besorgter Vater. Du hast lange nichts mehr von dir hören lassen. Acht Monate!“
„Entschuldige, Liebes, aber Dain und ich waren sehr beschäftigt. Und du hast ja auch nichts von dir hören lassen.“
„Ich hatte meine berechtigten Gründe, die letzten Monate nicht zu reisen. Doch nach der Geburt dachte ich, dass es an der Zeit ist, dich Eigenbrötler aus deiner Einsamkeit zu reißen, um dir deine Tochter zu zeigen. Ich hoffe, du hast nichts gegen den Namen einzuwenden?“
„Wie könnte ich? Sie war Anakins Frau und die Mutter seiner Kinder. Außerdem ist Padmé ein wunderschöner Name. Ich hoffe, ihr bleibt länger?“
„Ein paar Wochen. Und ich hoffe, dass du uns dann auch öfters besuchst?“
„Ja, das verspreche ich. Nun habe ich ja zwei Gründe Tatooine zu verlassen.“
„Wie geht es mit Luke und Dain?“
„Dain ist ein wunderbarer Junge und ein Padawan, wie man ihn nur wünschen kann. Wir haben viel Zeit zum lernen und er ist sehr willig. Ganz anders, als Anakin es war. Ich bin froh, dass ich ihn mitgenommen habe. Und Luke entwickelt sich auch prächtig. Wir besuchen ihn oft allerdings habe ich die letzte Zeit das Gefühl, das Owen Lars es nicht mehr so gerne sieht, wenn ich komme. Ich glaube er hat Angst, dass ich ihm Luke eines Tages wegholen komme.“
„Das verstehe ich. Und es freut mich, dass es mit Dain so gut geht. Ich bin beruhigter, wenn ich weiß, dass du nicht ganz alleine bist.“
Obi-Wan blickt auf seine kleine Familie, in die er auch Dain einschloss. Nach all den vielen schrecklichen Ereignissen in den letzten Jahren gab es wieder so etwas wie Hoffnung, auch für ihn. Du Zukunft sah wieder viel versprechender aus. Auch, wenn es da draußen irgendwo einen Sith gab, der ganz sicher die ganze Galaxis nach ihm absuchte. Doch das, war etwas, dass er nun nicht mehr fürchtete.
Ende |
|
| Nach oben |
|
 |
Hyndara Gast
|
Verfasst am: 29.10.2007, 14:03 Titel: |
|
|
*grins* Irgendwie erinnert mich das jetzt an eine bestimmte Szene, die ich vor kurzem mal durchgespielt habe und die ... demnächst eine Rolle spielen wird. Ist das niedlich!
Ohje, Obi-Wan ist Papa und weiß nix davon. Da MUSS er ja aus allen Wolken fallen. Das war richtig niedlich, wie er ungläubig aus der Wäsche guckte, das konnte ich mir richtig gut vorstellen *lach*.
Na, dann ist ja zumindest die Familie geblieben und er hatte eine Erbin. Irgendwie tröstet mich das doch über seinen Tod hinweg *schnüff*. Auch wenns bis dahin noch lange Zeit ist.
Schade, daß jetzt schon Schluß ist. Dann kann man auf das Crossover mächtig gespannt sein. Postest du es auch hier? Ich meine, du weißt warum ... |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 29.10.2007, 14:48 Titel: |
|
|
Hyndara: Na klar, ich werde es auch hier posten. Vielleicht sogar noch vor dem anderen Forum. Im Moment arbeite ich wieder daran. Aber bevor ich nicht wenigstens die Rohform habe wird nichts gepostet. Sonst kann es passieren, dass es mitten in der Story ne länger Pause gibt.
Freut mich aber, dass dir die Story gefallen hat.
Und wo bleibt Babylon 5? |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
|