Das Tor in phantastische Welten FanFictions, zu Stargate und anderen Serien, die dich in eine neue Welt bringen!

|
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 13.10.2007, 10:41 Titel: |
|
|
Ina: Schön, dass du auch hier bei mir postest. Warum ich hier schneller bin ist einfach zu erklären. Die Stories sind ja schon lange fertig. Doch, diesen Teil habe ich auch im Forum, aber die Teile 1-4 haben einen Extra-Thread, erst danach habe ich alles in einem zusammen gefasst.
Felix: Ja, es ist der Janus und er hat aus gutem Grund John gesucht.
Aber nun kommt die zweite Geschichte.
Kapitel 2: Die Saat Bhai
Teil 1
Washington D.C.
Planet Erde
Nachdem General Jack O’Neill den Bericht zu Ende gelesen hatte, schlug er die Deckblätter zu und blickte mit einem Stirnerunzeln zu dem Mann auf, der vor seinem Schreibtisch stand und ihn gespannt ansah. Es war der gleiche junge Pilot, der ihn vor über einem Jahr in die Antarktis geflogen hatte und dann mit der Atlantis-Expedition in die Pegasus-Galaxis gereist war.
Und doch war etwas anders an ihm. Jack besaß eine große Menschenkenntnis und wusste sofort, dass es die Augen waren. Es waren Augen, die entsetzliches gesehen hatten. Der General hatte jeden Bericht aus der Pegasus-Galaxis gelesen und wusste, was passiert war. Auch wenn John Sheppard das äußerlich nicht anzusehen war, war er innerlich doch reifer geworden. Erst vor kurzem war er zum Colonel befördert worden und Jack war nicht ganz unschuldig daran gewesen. Auch wenn Dr. Weir, die Leiterin der Atlantis-Expedition, die anderen Generals regelrecht dazu gedrängt hatte, war er einer der Fürsprecher des Colonels gewesen.
Anfangs war er gegen Sheppards Teilnahme an der Expedition gewesen, doch Dr. Elizabeth Weir hatte darauf bestanden. Ein Entschluss, den die gute Doktorin nie hatte bereuen müssen, wie er wusste, nachdem er ihre persönlichen Berichte gelesen hatte. Der Colonel mochte ein etwas ungestümer und eigensinniger junger Mann sein, aber irgendwie erinnerte er ihn an sich selbst in jüngeren Jahren. Schließlich hatte Jack selbst einen ausdrücklichen Befehl von Vorgesetzten ignoriert, wenn sein Gewissen es ihm befohlen hatte. Und genau das tat Colonel Sheppard ebenfalls. Der General war außerdem nicht so dumm, einen guten Mann ins Abseits zu stellen, wenn er einen erkannte, und sollte dieser noch so schwierig sein. Doch die letzten Berichte über Sheppard gaben O’Neill mehr als einen Grund zur Besorgnis.
Sheppard hatte O’Neills Musterung gespannt über sich ergehen lassen. Schließlich war der General der neue Chef der Erdsicherheit, also sein höchster Vorgesetzter. Alle Nationen, die vom Stargate-Kommando wussten, hatten sich diesem neuen Kommando angeschlossen.
Ein verdammt wichtiger Job, wie Jack sich selbst eingestand. Und noch stressiger, als seine letzte Arbeit als Chef des Cheyenne-Mountain-Complexes in Colorado. Diese einjährige Aufgabe hatte ihn aber gründlich auf seinen jetzigen Job vorbereitet. Als Kommandeur der Erdsicherheit saß er zwar viel am Schreibtisch, war aber auch oft auf der ganzen Erde unterwegs, um alle Länder in das neue Kommando einzugliedern. Und er musste nicht mehr sein Leben riskieren. Das hatte er lange genug getan. Jetzt waren andere an der Reihe, schließlich war er nicht mehr der Jüngste, wie er ohne Bedauern sich selbst eingestand.
Einladend zeigte O’Neill auf den bequemen Stuhl gegenüber seinem Schreibtisch. „Setzen Sie sich doch, Colonel!“
Sheppard sah sich um und folgte wortlos der Einladung. Noch wusste er nicht, was er von dem General zu erwarten hatte, der ihn mehr als kritisch ansah. Elizabeth hatte ihm erzählt, dass O’Neill am Anfang Vorbehalte gegenüber seiner Teilnahme an der Expedition geäußert hatte. Unter der Hand hatte ihm Weir aber auch gesagt, dass der General selbst schon einen ausdrücklichen Befehl von Vorgesetzten ignoriert hatte. Sheppard hasste es inzwischen, immer mit diesem Eintrag konfrontiert zu werden, zumal er inzwischen erfahren hatte, dass diese Befehlsverweigerung im Grunde niemals stattgefunden hatte.
„Nun, Colonel“, begann O’Neill. „Wenn ich diese Berichte so lese: einige Ihrer Abenteuer können mit meinen Erlebnissen mit SG-1 durchaus mithalten. Sehr beeindruckend! Und Sie haben inzwischen mein vollstes Vertrauen errungen.“
Innerlich atmete Sheppard auf.
„Wenn nicht …“
Sheppards Atem stockte. Das musste ja kommen: „Sie meinen, weil sich herausgestellt hat, das ich ein Antiker bin und noch viele auf der Erde leben und im Geheimen gegen die Menschheit arbeiten? Ich versichere Ihnen, Sir, dass meine ganze Loyalität der Menschheit gehört. Was auch immer diese Arya Varta oder wie immer sie sich nennen mögen, tun, dass ist nicht meine Angelegenheit.“
„Aber wenn ich das richtig gelesen habe, ist Ihr eigener Vater der Anführer dieser Antiker.“
„Das mag sein, aber gleichzeitig haben Sie sicher auch gelesen, dass ich mich von ihnen losgesagt habe, Sir.“
„Ich habe alles ganz genau gelesen, Sheppard. Und ich habe beschlossen Ihnen eine Chance zu geben. Sie wollen diese vier Wochen Ihres Erdurlaubs bei Ihrer Familie verbringen, um einiges zu klären. Das kann ich verstehen und Sie haben meine Erlaubnis. Klären Sie alles zu Ihrer Zufriedenheit und kommen Sie dann zurück. Wenn Sie jedoch mein Vertrauen missbrauchen, werde ich Ihnen persönlich so in den Hintern treten, dass Sie von hier bis zur Pegasus-Galaxis fliegen. Haben Sie mich verstanden?“
Sheppard atmete innerlich auf. „Ja, Sir!“
„Noch etwas, Colonel!“
„Ja, Sir?“
„Ihre Freundin Rhiana Remor, diese Antikerin aus der Pegasus-Galaxis, haben Sie auf die Erde gebracht?“
„Ja, Sir, aber sie hat ihre Sicherheitsüberprüfung hinter sich gebracht. Sie ist keine Gefahr für die Erde.“
„Gut, heute Abend ist ein Empfang für einige Würdenträger der neuen Mitgliedsstaaten der Erdsicherheit. Ich erwarte Sie dort. Und bringen Sie ihre Freundin mit.“
„Sir?“
„Das ist ein Befehl. Ich verlange, dass Sie kommen, Colonel. Ab morgen können Sie dann in Urlaub fahren. Das ist alles, Sie können gehen.“
„Ja, Sir!“ Sheppard begriff, dass dies nur ein Vorwand des Generals war, um Rhiana kennen zu lernen. Er wollte sich ein eigenes Bild von ihr machen. Der Colonel stand auf, salutierte und verließ eiligen Schrittes den Raum.
O’Neill sah nachdenklich hinter ihm her. Natürlich war die Anwesenheit des Colonels nicht unbedingt erforderlich, doch er wollte diese geheimnisvolle Antikerin persönlich kennen lernen, um sie einschätzen zu können. Kein noch so guter Bericht konnte eine persönliche Begegnung ersetzen.
Dann dachte O’Neill an Samantha Carter, die auch anwesend sein würde und über sein Gesicht glitt ein erwartungsvolles Lächeln. Seit er das SGC verlassen hatte, waren sie ein Paar. Zwar gehörte das SGC noch zu seinem Zuständigkeitsbereich, doch nicht mehr unmittelbar. Er war sehr glücklich gewesen, als Sam ihrem Verlobten Pete den Laufpass gegeben hatte und noch glücklicher, als sie ihm erzählte, dass er der Grund gewesen war. Da hatte nichts mehr zwischen ihnen gestanden. Leider sahen sie sich viel zu wenig, doch diese wenigen gemeinsamen Stunden waren die schönsten Stunden in ihrer beider Leben geworden.
John Sheppard ging den langen Korridor entlang, der ihn zum Fahrstuhl bringen würde. Seine Gedanken weilten schon bei seiner Familie, die keine Ahnung hatte, dass er kommen würde. Beim Gedanken an seine Mutter erhellte sich sein Gesicht etwas. Mit ihr hatte er nie Probleme gehabt, doch leider tat sie immer alles, was sein Vater von ihr verlangte.
Fast mechanisch betrat er den Fahrstuhl und drückte den Knopf zum Erdgeschoss. Dort wartete Rhiana auf ihn. Sie würde bestimmt nicht erfreut sein, über die Einladung des Generals für heute Abend, doch er konnte den direkten Befehl seines Vorgesetzten nicht ignorieren.
„John, du macht nicht gerade ein glückliches Gesicht. Ist es so schlecht gelaufen?“ Rhiana saß in einem der bequemen Sessel in der Lobby und hatte in einer Zeitschrift gelesen. Sie trug ihr langes braunes Haar offen und hatte ein hellrotes Kostüm angezogen, das ihre schlanken Beine zur Geltung brachte. Neben ihr stand eine Tasse Cappuccino.
Sheppard lächelte bei dem Gedanken, wie sehr Rhiana schon Erdangewohnheiten angenommen hatte. Inzwischen hatte sie schon alle verschiedenen Kaffee-Sorten ausprobiert und entschieden, dass ihr der Cappuccino am besten schmeckte.
„Was?“ fragte sie, als sie sein Lächeln bemerkte.
„Oh! Ich dachte nur daran, wie sehr du schon von uns Gewohnheiten angenommen hast“, und zeigte dabei auf den Kaffee.
„Daran ist McKay schuld. Dauernd löchert er mich mit seinen Fragen über unsere Technik und Kultur. Dabei trinkt er dauernd Kaffee. Das muss wohl auf mich abgefärbt haben. Außerdem schmeckt Kaffee gut. Und ganz besonders diese Sorte hier“, sie zeigte auf ihre Tasse. „Wir müssen unbedingt eine Cappuccino-Maschine nach Atlantis mitnehmen.“
„Die bist zu viel mit McKay zusammen“, meinte Sheppard stirnerunzelnd. „Und nun ist McKay noch zur Erde mitgekommen.“
„Ich denke, hier habe ich meine Ruhe vor ihm. Er ist die ganze Zeit mit Colonel Carter beschäftigt und geht der Armen auf die Nerven“, meinte Rhiana. „Wie lief es bei dem General? Können wir gehen?“
„Es lief gut, aber ich fürchte, wir können erst morgen aufbrechen. Der General hat uns für heute Abend zu einem Empfang eingeladen. Ich denke, er will dich kennen lernen.“
„Um sich ein Bild von mir zu machen. Und ich habe nichts zum Anziehen!“ stöhnte sie entsetzt auf.
Sheppard glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. Alles hatte er erwartet, nur nicht das. Anscheinend waren Frauen in allen Galaxien sich in einem ähnlich: sie hatten nie etwas zum Anziehen, selbst wenn die Kleiderschränke voll hingen.
„Dem können wir abhelfen“, meinte Sheppard. „Gehen wir einkaufen. Auch ich brauche eine Ausgeh-Uniform. Meine befindet sich nicht in Washington. Aber wir sind in Washington, der Stadt der Diplomaten, Politiker und Spione. Da gibt es Läden für alles. Für dich kaufen wir ein Kleid und ich leihe mir einfach eine Uniform aus.“
Sie machten sich sofort auf den Weg, um ein in Frage kommendes Geschäft zu suchen.
Fortsetzung folgt |
|
| Nach oben |
|
 |
FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
|
Verfasst am: 13.10.2007, 23:51 Titel: |
|
|
Wieder ein schönes Kapitel und auch toll geschrieben.
*he he* Rhiana ist schon fast ein Mensch. Auch wenn ich jemanden kenne, der beim Kaffee-Thema nur den Kopf schütteln kann. Frauen und Kleider. Eine endlose Geschichte...wer weis das nicht.
O'Neill hat mich verwundert. Das er plötzlich so mistrauisch wurde....vor allem das mit Sam. Der arme mcKay. |
|
| Nach oben |
|
 |
Ina ABC-Schütze
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 21 Wohnort: südl. Hessen
|
Verfasst am: 14.10.2007, 15:35 Titel: |
|
|
Tja, Jack 1a getroffen, finde ich.
"Der Colonel mochte ein etwas ungestümer und eigensinniger junger Mann sein, aber irgendwie erinnerte er ihn an sich selbst in jüngeren Jahren." Einsicht ist der erste Weg zur Besserung
Klar, dass er sich erst mal ein eigenes Bild von Rhiana machen will. Ich meine: ne Anikerin... Da kann er doch nicht dran vorbei.
Süß war auch Rhiana. Kaffee und dann die Kleiderfrage.
Na denn, erst den Empfang überleben und dann vier Wochen Zeit, um mit seinen Eltern zu reden... Bin gespannt. |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 15.10.2007, 07:40 Titel: |
|
|
Felix: Was Kaffee angeht, da hat Rhiana mir aus der Seele gesprochen , und O'Neill, nun, er erfährt das John ein Antiker ist, sein Vater sogar der Anführer, also, da muss er ja am Anfang misstrauisch werden.
Ina: Schön, dass ich auch Jack so gut getroffen habe. Nun ja, bei ihm ist es ja Übung. Über ihn habe ich schon viele Geschichten geschrieben. Eine davon werde ich vielleicht heute noch anfangen.
Aber nun kommt hier die Fortsetzung.
Teil 2
Die Nacht brach schon herein, als sie sich auf den Weg zum Empfang machten. Die Einladungskarte hatte zu ihrer Überraschung am Empfang ihres Hotels auf sie gewartet.
Am Eingang mussten sie die übliche Kontrolle über sich ergehen lassen, denn ein Anschlag war nie auszuschließen. Als sie den Empfangs-Saal betraten, richteten sich viele Augen auf das attraktive Paar. John sah in seiner Ausgeh-Uniform blendend aus und seine Begleiterin zog das Auge jedes Mannes und den neidvollen Blick vieler Frauen auf sich. Rhianas dunkelrote Kleid war lang und einfach geschnitten, doch gerade dadurch betonte es ihre schlanke Figur aufs reizendste. Ihr langes dunkles Haar war zu einer kunstvollen Frisur hochgesteckt und ihre blauen Augen zogen jeden in ihren Bann.
„Colonel, schön, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind“, General O’Neill kam, in Begleitung einer wunderschönen Frau mit kurzen blonden Haaren, auf sie zu. „Kennen Sie Colonel Samantha Carter schon?“
„Ja, Sir. Colonel Carter gehörte zu unserem Begrüßungskommando, als wir das SGC betraten“, erklärte Sheppard. „Ich freue mich, Sie wieder zu sehen, Colonel.“
„Das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite“, meinte Carter und lächelte den Colonel strahlend an.
Aus dem Hintergrund tauchte McKay auf. Das musste ja sein, dachte Sheppard vergnügt. Wo Carter ist, war McKay nicht weit.
Doch dann fielen ihm die Blicke auf, die der General und Carter miteinander wechselten. Sie waren wohl zusammen. Armer McKay, dann hatte er wohl keine Chance mehr bei Carter. Sheppard gab zu, dass sie eine Augenweide war. Sie hatte ein schlichtes, schwarzes knielanges Kleid mit Trägerärmeln angezogen, das ihr ausgezeichnet stand. Das kurze Haar hatte sie hochgesteckt und eine Perlenkette hinein geflochten. Kein Wunder, das der General auf sie stand. Beide gaben ein schönes Paar ab, wie John ohne Neid erkannte. Der General war immer noch ein gut aussehender Mann, auf den die Frauen flogen.
„Hallo John, Rhiana“, begrüßte Rodney die beiden. „Ich nahm an, ihr seid schon in Montana.“
„Morgen reisen wir ab“, antwortete Sheppard. „Der General war so freundlich, uns zu dem Empfang einzuladen.“
Carter sah John an. „Kommen Sie, Colonel. Ich führe Sie herum und stelle Sie einigen Leuten vor. Jack kann Ihrer Freundin solange einen Drink spendieren.“
Sheppard sah Rhiana an.
„Geh nur, ich bin sicher, dass ich bei dem General in guten Händen bin.“
John blickte den beiden hinterher, als O’Neill Rhiana galant den Arm reichte und mit ihr fort ging.
Carter legte ihm die Hand auf den Arm. „Kommen Sie, Sheppard. Jack hat nur einige Fragen an Miss Remor. Und ich vermute, dass Sie das geahnt haben, oder?“
„Nun ja, eigentlich schon“, antwortete John. „Allerdings verstehe ich es nicht. Rhiana ist keine Gefahr für unseren Planeten, was ich dem General auch schon gesagt habe.“
„Jack glaubt das, aber er macht sich gerne selbst ein Bild. Warum laden Sie und Rodney mich nicht zu einem Drink ein?“
„Aber gerne!“ Rodney drängte sich nach vorne und gab Carter den Arm.
Mit John auf der einen und McKay auf der anderen Seite, gingen sie zu der kleinen Bar, um sich etwas zu trinken zu holen.
„Rodney hat mir viel von Ihren Abenteuern erzählt, John. Darf ich Sie so nennen? Schließlich sind wir nicht im Dienst. Mich können Sie Sam nennen.“
„Gerne“, sagte John, dem Sam auf Anhieb sympathisch war. Er reichte ihr einen schlanken, mit Sekt gefüllten Kelch.
Sie prosteten sich zu und Rodney meinte. „Sam interessiert sich sehr für deine Vergangenheit, John.“
„Ich muss Sie da leider enttäuschen, Sam. An alles kann ich mich immer noch nicht erinnern. Allerdings kommt jeden Tag eine neue Erinnerung dazu. Es so, als lese ich in einem Buch, und mit jeder Seite, die ich lese, erweitert sich mein Wissen. Vieles ist noch unklar. Deshalb will ich ja nach Montana zum Stammsitz meiner Eltern. Wir besitzen dort eine große Ranch, auf der ich meistens die Ferien verbracht habe. Die übrige Zeit bin ich auf Schulen gewesen. Mein Vater wird mir einige Fragen zu beantworten haben. Doch ich verspreche, dass, was immer ich auch herausfinden werde, es dem SGC mitteilen werde. Meine ganze Loyalität gehört den Menschen auf der Erde und nicht irgendwelchen Antikern oder Arya Varta, wie sie sich hier nennen.“
Sam sah ihn nachdenklich an. „Auch ich glaube Ihnen, John. Doch wie Jack, bin ich auch sehr überrascht gewesen, als ich von Ihrer wahren Herkunft erfuhr. Vielleicht glauben Sie jetzt, uns gegenüber loyal sein zu müssen, doch was, wenn Ihre Erinnerung vollständig wieder da ist? Ist dann Blut nicht dicker als Wasser?“
„Sie können nicht mehr überrascht als ich sein“, John sah nachdenklich zu Boden. „Und ich kann Ihre Frage letztendlich nicht endgültig beantworten. Doch es muss einen guten Grund für meine Gedächtnislöschung gegeben haben. Dieser Grund wird Ausschlaggebend für mich sein. Doch wie auch immer, meinen Eid gegenüber der US-Regierung werde ich aus keinem Grund brechen.“
Carter sah ihn nachdenklich an und wechselte schließlich das Thema. Sie unterhielten sich noch über dies und das, bis Jack O’Neill und Rhiana wieder auftauchten. Der General machte einen zufriedenen Eindruck und auch Rhiana lächelte. John war erleichtert, dass Gespräch der beiden schien gut gelaufen zu sein.
„Hier bringe ich Ihnen Ihre Freundin wieder zurück, Colonel. Dafür nehme ich meine mit. Amüsiert euch noch gut, doch nun müssen Sam und ich uns um die anderen Gäste kümmern.“
Damit ließen die beiden einen belämmert dreinblickenden McKay zurück, der endlich kapiert hatte, wie der Hase lief.
„Das, …, dass, die beiden sind ein Paar?“ fragte er nicht gerade intelligent.
„Natürlich, dass hat doch ein Blinder gesehen“, antwortete John.
„Aber, das geht doch nicht! Er ist ihr Vorgesetzter.“
„Der aber nicht mehr am gleichen Arbeitsplatz ist“, erklärte John. „Hast du dir etwa Hoffnungen mit Carter gemacht?“
„Nun, nein, ja, ich weiß nicht genau. Als wir das letzte Mal zusammen gearbeitet haben, hat sie solche Andeutungen gemacht, aber nun kann ich diese Hoffnung wohl begraben.“
„Willst du ihre Freundschaft erhalten?“
„Aber ja! Das auf jeden Fall.“
„Dann sprich sie nicht darauf an. Arbeite mit ihr zusammen. Schließlich gehen wir ja zurück nach Atlantis.“
„Soll das etwa ein Trost für mich sein?“
„Nun ja, so in etwa“, meinte John.
Sie gingen durch die Räume und fanden Carter, die sich angeregt mit einem Mann unterhielt. Sie winkte die drei zu sich. „Darf ich Sie mit Colonel Han Sung-Joon vorstellen? Er ist vom südkoreanischen Militär zur Erdsicherheit gestoßen. Süd-Korea ist einer unserer neuen Partner.“
„Das ist uns bekannt“, meinte Rodney. „Wir haben zwei Wissenschaftler und einen Techniker in Atlantis, die aus Süd-Korea stammen.“
Carter stellte sie vor dem Koreaner vor: „Miss Rhiana Remor, Doktor Rodney McKay und Colonel John Sheppard.“
Colonel Han war ein Mann Anfang Vierzig, mit kurzen dunklen Haaren und einem stechenden Blick. Seine grauen Augen glitten von einem zum anderen.
Rhiana bemerkte, dass er John länger anblickte, als die anderen. Und das ließen sofort sämtliche Alarmglocken in ihr läuten.
Der Colonel sprach sehr gut englisch, allerdings mit einem leichten Akzent. „Ich bin erfreut, Sie kennen zu lernen, Colonel Sheppard“, begann er das Gespräch. „Die Berichte über Ihre Erlebnisse in der Pegasus-Galaxis lesen sich spannender, als jedes Buch. Ich bin sehr beeindruckt.“
„Vielen Dank“, sagte John und lächelte freundlich zurück. „Sie wissen von Atlantis?“
„Ja, selbstverständlich.“
„Sie unterstehen freiwillig dem Kommando von General O’Neill?“
„Ja, meine Regierung hat mich freigegeben, weil ich die Erde verteidigen will, wenn es notwendig sein sollte und nicht nur mein Land. In Zeiten wie diesen, sollte man alte Rivalitäten und Feindschaften untereinander vergessen. Leider sehen das nicht alle Völker so. Nord-Korea, obwohl es von der Gefahr der Ausseridischen unterrichtet wurde, hat es abgelehnt, der Erdsicherheit beizutreten.“
„Ich habe mich über die Politik und über die Völkern der Erde informiert“, sagte Rhiana. „Und ich verstehe beim besten Willen nicht, wie man so kurzsichtig sein kann und die Gefahren, die alle Menschen der Erde bedrohen, einfach ignorieren kann.“
Colonel Han sah Rhiana erstaunt an.
“Rhiana stammt nicht von dieser Welt”, erklärte Sheppard. „Ja, sogar nicht einmal aus dieser Galaxis. Sie ist in der Pegasus-Galaxis geboren worden.“
„Oh! Das ist fantastisch, Miss. Der einzige Außerirdische, dem ich bisher begegnet bin, ist Teal’c. Und er ist ein Jaffa und stammt aus der Milchstraße.“
„Ich bin auch über die Jaffa unterrichtet, ebenso über die Goa’uld, Colonel Han“, erklärte Rhiana. „Aber wie ich hörte, ist die Gefahr der Goa’uld so ziemlich gebannt.“
„Nun, nicht ganz. Es gibt immer noch einige System-Lords, zum Beispiel Baa’l, die glauben, Macht an sich reißen zu können. Und dann gibt es die neu gegründete Jaffa-Nation, die auch eigene Wege gehen will. Damit sind wir aber nicht so einverstanden und das wird noch manchen Ärger geben. Dazu kommt die neue Gefahr durch die Orii.“
Von den Orii hatte Sheppard auch gehört. Aufgestiegene Antiker, die alle vernichten wollten, die nicht an sie glauben wollten.
„Und nun haben wir noch die Wraith auf die Erde aufmerksam gemacht“, sagte Rhiana bedauernd.“
„Wie ich gehört habe, haben Sie denen mächtig eingeheizt“, meinte Han lächelnd.
„Nicht ganz“, sagte Sheppard. „Wir haben eine Schlacht gewonnen und die ärgste Gefahr für die Erde erst einmal gebannt, aber sie sind noch da und werden nicht aufgeben.“
„Und Sie wollen da wieder hin?“ fragte Han.
„Ja, selbstverständlich! Es ist meine Heimat“, sagte Rhiana.
„Und mein neues Zuhause, mit Menschen, die ich liebe und die auch mich mögen“, fügte John hinzu. „Nie würde ich sie im Stich lassen.“
Im Laufe des Abends lernten sie noch viele andere Personen kennen.
Der Abend schritt fort. Rhiana hatte schließlich genug. Die Beine taten ihr weh und auch sonst war sie müde. Sie nahm John zur Seite. „Können wir nicht endlich gehen? Meine Füße tun so weh.“
John warf einen bezeichnenden Blick auf ihre Schuhe. „Kein Wunder bei den Schuhen. Du hättest bequemere Schuhe anziehen sollen. Wie könnt ihr Frauen überhaupt mit so was laufen?“
„Das verstehe ich auch nicht. Auf Tengwar trägt man keine so abnormalen Schuhe“, Rhiana warf einen Blick auf die hohen Absätze. „Aber der Verkäufer sagte, dass ich sie unbedingt kaufen müsste.“
„Klar, sagte er das“, meinte John. Er warf einen Blick auf seine Uhr. Es war schon spät. Wenn sie noch etwas Schlaf abbekommen wollten, mussten sie gehen. Sie verabschiedeten sich von ihren Gastgebern und gingen ins Hotel zurück.
Am anderen Morgen beglichen sie die Rechnung, bestellten ein Taxi und ließen sich zu einem kleinen Flughafen fahren. Dort hatte John eine kleine Einmotorige gemietet, mit der sie nach Montana fliegen würden. Der Landsitz der Sheppards besaß einen kleinen Flugplatz, so dass John dort landen konnte. Am Flughafen würde sich dann noch Dr. Janus Martinez, ein zeitreisender Antiker zu ihnen gesellen.
Die Sonne ging gerade auf, als Janus, John und Rhiana in das Flugzeug stiegen und Sheppard den Motor startete. Er hatte schon oft so kleine Maschinen geflogen, so dass er den Start wie im Traum ausführen konnte.
Janus hatte sie natürlich ausgefragt, doch John hatte auf keine seiner Fragen geantwortet. Irgendwie vertraute er dem Mann noch immer nicht so richtig.
Während des Fluges fiel ihm auf, dass Rhiana sehr nachdenklich aussah. „Was hast du denn?“ fragte er sie.
„Es ist wegen Han.“
„Dieser koreanische Colonel? Was ist mit ihm. Er war doch sehr nett.“
„Das war er, aber ist dir nicht aufgefallen, wie er dich gemustert hat, als er sich unbeobachtet fühlte? Ich hatte den Eindruck, dass er dich kannte.“
„Sollte ich ihn dann nicht auch kennen?“
„Eigentlich schon, aber was ist, wenn er zu den Erinnerungen gehört, die du vergessen hast?“
„Du meinst er kennt mich von früher?“
Rhiana zuckte mit den Achseln. „Es war nur so ein Gefühl. Vielleicht bin ich einfach zu misstrauisch. Wie auch immer, wir sind nun auf dem Weg zu deiner Familie und werden Han kaum wieder sehen.“
„Ja, da hast du recht“, stimmte John ihr zu.
Die beiden ahnten nicht, wie sehr sie sich da täuschten.
Fortsetzung folgt |
|
| Nach oben |
|
 |
FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
|
Verfasst am: 15.10.2007, 13:56 Titel: |
|
|
| Ohje soll das heißen der koreaner ISt Teil von Johns Vergangenheit!? War wieder ein tolles Kapitel. Lustig fand ich die Tatsache das Rhiana feststellt das man für Schönheit leiden muss. Auch mcKay der um Sam trauert war witzig. Die Charactere passten auch. |
|
| Nach oben |
|
 |
GenAF Top-Autor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.09.2007 Beiträge: 376
|
Verfasst am: 15.10.2007, 15:01 Titel: |
|
|
zu Teil 10:
Das mit dem unsichtbaren Janus hat mir gefallen, wie er sich so zu John schlich.
Oh mann, jetzt dacht ich schon Janus wird ein gesperrt und der Attentäter hat freie Hand, aber zu Glück hat ja John aufgepasst. Und Bates ist ja genau im richtigen Moment aufgetaucht.
Wirklich eine gute Strategie von Bates Janus zu verdächtigen und den Attentäter in Sicherheit zu wiegen.
Dann ist das ja der echte Janus, ich dachte zu erst er wäre vielleicht ein Nachfahre aber so ist es ja noch besser.
Also die Geschichte um die Arya-Varta und die Saat Bhai hat mir richtig gut gefallen. Ich liebe so Geschichten um Geheimbünde.
Die Geschichte über Johns Kindheit hat mir auch sehr gut gefallen.
Aber der beste Satz war natürlich
| Zitat: |
| „Ich bin ein Mensch, Elizabeth! Und nichts wird das ändern…. |
Also wirklich ein guter und interessanter Teil.
zu Kapitel 2: Die Saat Bhai
Teil 1:
Das Treffen zwischen Jack und John war gut beschreiben; du bist eine ganz schöne Kupplerin jetzt sind also Sam und Jack endlich zusammen, na wurde auch Zeit.
| Zitat: |
| Wir müssen unbedingt eine Cappuccino-Maschine nach Atlantis mitnehmen. |
da können ja die Antiker doch noch was von uns lernen.
| Zitat: |
„Um sich ein Bild von mir zu machen. Und ich habe nichts zum Anziehen!“ stöhnte sie entsetzt auf.
Sheppard glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. Alles hatte er erwartet, nur nicht das. Anscheinend waren Frauen in allen Galaxien sich in einem ähnlich: sie hatten nie etwas zum Anziehen, selbst wenn die Kleiderschränke voll hingen. |
In der Tat, John.
Hat mir gut gefallen der Teil witzig und erfrischend geschrieben.
zu Teil 2:
Schön geschrieben der Empfang und McKay steht wieder auf der ganz langen Leitung
| Zitat: |
| Damit ließen die beiden einen belämmert dreinblickenden McKay zurück, der endlich kapiert hatte, wie der Hase lief. |
Hm… was wird es wohl mit diesem Colonel Han Sung-Joon auf sich haben ist er etwa ein Saat Bhai?
Bin gespannt wie es weiter geht.
Auch der Teil hat mir gut gefallen.
Bis dann. _________________ Meine FFs:
Stargate: Troja (Staffel 1)
Pax Americana – Empire Earth |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 16.10.2007, 08:20 Titel: |
|
|
Felix: Oh ja! Der Koreaner wird noch eine Rolle spielen. Ob gut oder böse wird sich herausstellen. Und schön, dass es dir wieder gefallen hat.
GenAF: Mann, dass ist ja ein langer Post. Bin ganz platt. Bates ist schon der richtige Mann für sowas. Schade, dass er nicht mehr dabei ist. Und Janus hat ja die Zeitmaschine gebaut, und so hat es ihn natürlich interessiert in unsere Zeit zu kommen. Von den Saat Bhai und den Arya Varta wirst du noch viel zu Lesen bekommen. Ich bin halt ein alter Sam/Jack/Shipper . Und das mit dem Kaffee habe ich Rhiana in den Mund gelegt, weil ich selbst so ne Vorliebe für das Getränk habe.
So, aber nun geht es frisch und fröhlich weiter.
Teil 3
Montana,
Landsitz der Familie Sheppard
Das Anwesen der Sheppards lag in einem großen weiten Tal, in der Nähe der Stadt Cascade. Das Tal wurde eingerahmt von einer großen Hügelkette, die zu den Little Belt Mountains gehörten. Die Stadt lag am Eingang, während die Ranch den hinteren Teil des Tales einnahm. Um zu der Ranch zu kommen, mussten sie die Stadt überfliegen und dann Kurs auf die Landebahn nehmen, die hinter der Ranch lag.
So hatten Janus und Rhiana einen guten Blick auf das Anwesen. Das Haupthaus war ein großes zweistöckiges Gebäude mit zwei Flügeln. Hinzu kamen einige kleinere Gebäude: die Wohnhäuser der Angestellten, Lagerhäuser, Stallungen und Vorratsschuppen.
Hinter den Häusern lagen Felder und Wiesen, meistens eingezäunt, als Koppeln für die großen Pferdeherden, die unter ihnen grasten.
„Meine Familie züchtet Pferde“, erklärte John ihnen.
Natürlich landeten sie nicht unangemeldet auf dem Flugfeld. Janus hatte sein Kommen angekündigt, aber nicht verraten, dass er John mitbrachte. Sheppard hatte darauf bestanden. Er wollte zu gerne das Gesicht seines Vaters sehen, wenn er aus dem Flugzeug stieg.
Zu dem Flugplatz gehörte ein kleiner Tower. Dort meldete John seine Landung an. Er setzte die Einmotorige sanft auf der Landebahn auf und rollte die letzten Meter bis zum Ende des Flugfeldes.
Zwei Männer warteten auf sie, die John jedoch unbekannt waren. Das wunderte ihn nicht, denn er war einigen Jahre nicht mehr hier gewesen.
„Dr. Martinez, schön das Sie wieder da sind. Der Boss ist neugierig und erwartet Sie schon. Hatten Sie Erfolg bei der Suche?“, begrüßte einer der beiden Männer den Doktor. John beachtete er nicht, da er in seinen Augen nur der Pilot der Maschine war. Rhiana hingegen traf ein neugieriger Blick. „Sie haben einen Gast mitgebracht?“
„Ja, zu beiden Fragen“, antwortete Janus.
„Sie haben den Junior gefunden?“
„Bringen Sie mich einfach zum Boss, Peters, dann erfahren Sie alles.“
Anscheinend war der Mann nicht nur ein einfacher Angestellter. John sah ihn nun genauer an. Er war ein paar Jahre älter als Sheppard, mittelgroß, mit dunkelblonden kurzen Haaren. Seine Gestalt wirkte drahtig und durchtrainiert. John ahnte, dass er gefährlich werden konnte. Er tippte auf einen Leibwächter seines Vaters.
Jetzt blickte Peters auf John. „Folgen Sie mir, Doktor. Ihr Pilot kann sich in einem der Gästehäuser ausruhen, bis sie uns wieder verlassen.“
„Mein Pilot wird mit uns kommen, Peters“, sagte Janus in einem so bestimmenden Ton, dass Peters ihn überrascht anblickte. Ein abschätzender Blick traf Sheppard.
Peters ging voran. John kannte den Weg natürlich von früher. Nichts hatte sich verändert. Ihr Gepäck war noch im Flugzeug und würde von einigen Bediensteten geholt werden.
Das Hauptgebäude war von einer weiß gestrichenen Veranda umgeben. Neben dem Haus hatte ein begabter Gärtner kunstvoll ein Blumen- und Gemüsegarten angelegt. Dies war das Reich seiner Mutter. Auch hier hatte sich zum Glück nichts verändert.
Sie betraten eine ganz mit edlen Hölzern ausgetäfelte Eingangshalle. Eine große geschwungene Treppe führte zum zweiten Stockwerk hinauf.
Sie folgten Peters zum hinteren Teil der Halle, zu einer großen schweren Eichentür, in die Figuren und Symbole eingearbeitet waren. Er öffnete sie, trat zur Seite und machte eine einladende Geste.
Janus, John und Rhiana betraten einen großen, hellen und geschmackvoll eingerichteten Raum. Die eine Seite bestand ganz aus Glas und erlaubte einen Blick auf den großen Garten, mit Apfel- Birnen- und Kirschbäumen. Als Junge war John auf ihnen oft herumgeklettert. Die drei anderen Wände waren mit Bücherregalen voll gestopft. An einen mächtigen Schreibtisch aus Kirschholz saß ein Mann in mittleren Jahren vor einem großen Computer-Bildschirm. Bei ihrem Eintritt sah er auf.
„Dr. Martinez, da sind Sie ja!“ Der Mann stand auf und sie sahen, dass er groß und schlank war. Sein Haar war dunkelblond und kurz geschnitten.
John war mit Absicht hinter Janus geblieben und trat nun zur Seite. Als der Blick des Mannes auf ihn fiel, blieb er wie erstarrt stehen. In seine Augen trat ein ungläubiger Ausdruck, der sich dann in Freude verwandelte.
„John! Ich träume wohl!“ In den Mann kam Bewegung und mit wenigen Schritten war er heran und umarmte den total überraschten John.
Sheppard wusste nicht, was er machen sollte. Mit allem hatte er gerechnet, nur nicht mit einer solch freudigen Begrüßung.
Als der Mann ihn losließ, sagte er mit etwas belegter Stimme: „Hallo, Vater!“
Peters blickte nun ebenfalls ungläubig auf John. „Sie sind der verlorene Sohn?“
„Wenn Sie es so bezeichnen wollen…, Peters, richtig?“
„John! Meine Güte! Ich kann es nicht fassen! Peters, holen Sie sofort Mrs. Sheppard!“
„Ja, Sir!“, rief Peters und verließ eilig den Raum.
„Wo warst du denn nur, mein Sohn?“ fragte Sheppard Senior.
„In der Pegasus-Galaxis“, antwortete John trocken und ohne Rücksicht darauf, dass er mit einem Zivilisten sprach, der nicht ins Stargate-Programm eingeweiht war, denn eines wusste er mit Sicherheit: Sein Vater wusste vom Stargate und auch von der Atlantis-Mission.
„In der Pegasus-Galaxis? Machst du Scherze, Sohn?“
„Keineswegs, Vater. Ich bin hier, um einige Fragen beantwortet zu bekommen! Janus hat mir alles erzählt, von den Antikern, was ich bin und vor allem, was du bist.“
Sheppard Senior sah erst Janus, dann John an. “Du selbst wolltest das alles doch vergessen. Muss ich dich etwa daran erinnern? Und Sie, Doktor? Was haben Sie ihm gesagt?“
“Um Ihren Sohn zurückzubringen, musste ich dem Stargate-Kommando beitreten, durch das Stargate gehen, bzw. mit einem Raumschiff in eine andere Galaxis fliegen, Mr. Sheppard.“
In diesem Augenblick stürmte eine Frau durch die Tür. Wenn Rhiana sie auch noch nie gesehen hatte, so wusste sie doch sofort, dass dies Johns Mutter war. Die Ähnlichkeit der beiden war einfach zu groß. Auch Peters schien das nun aufzufallen, denn sein Blick wanderte von John zu der Frau und wieder zurück.
Mrs. Sheppard sagte nichts. Sie stürmte auf John zu und umarmte ihn so fest, als wollte sie ihn nie mehr loslassen. Und bei ihr erwiderte John diese Geste. „Mutter!“ sagte er mit etwas belegter Stimme.
„Ich habe mir solche Sorgen gemacht“, sagte sie schließlich, nachdem sie ihren Sohn wieder losgelassen hatte. „Warum hast du dich nie bei uns gemeldet?“ Dies klang nun wieder sehr vorwurfsvoll.
„Die Gelegenheit war nicht da“, sagte John, obwohl das nicht ganz richtig war.
„Das glaube ich nicht ganz, aber ich kann mir den Grund schon denken“, sagte Johns Mutter und warf einen strafenden Blick auf ihren Ehemann. Dann fiel ihr Blick auf Rhiana, die bisher nur stumm dabei gestanden hatte und bewegt der Familienzusammenführung zugesehen hatte. „Und wer Sie, meine Liebe?“
John legte den Arm um sie. „Das ist meine Freundin Rhiana Remor. Rhiana, das ist meine Mutter Vanessa und mein Vater Philipp Sheppard.“
Johns Eltern sahen sie neugierig an. „Deine Freundin?“ fragte Philipp und verzog leicht sein Gesicht.
„Willkommen in der Familie, Miss Remor. Ich muss sagen, mein Sohn hat einen guten Geschmack“, sagte dagegen Vanessa.
„Danke, doch nennen Sie mich ruhig Rhiana“, antwortete die Antikerin.
„Und wir sind Philipp und Vanessa“, sagte Johns Mutter lächelnd.
Philipp Sheppard sah seinen Sohn an. „Vanessa, warum zeigst du nicht Rhiana das Haus? John und ich haben einiges zu besprechen.“
„Das kann ich mir vorstellen“, meinte Vanessa. „Kommen Sie, meine Liebe!“
Rhiana warf noch einen Blick zurück, doch John hatte nur noch Augen für seinen Vater.
„Also, mein Sohn, was genau hat dir Dr. Martinez alles erzählt? Und was ist mit dieser Rhiana? Ich will dich ja nicht beleidigen, aber passt sie in unsere Familie?“ fing Philipp das Gespräch an, nachdem sie alleine waren.
Sheppard ging auf diese Bemerkung nicht ein. Er begann alles zu erzählen, was er erfahren hatte. Auch das Rhiana ebenfalls eine Antikerin war, ließ er nicht aus. „Wie du siehst, passt Rhiana durchaus in unsere Familie.“
„Das ist äußerst interessant“, meinte Sheppard schließlich, als John geendet hatte. „Wahre Antiker in der Pegasus-Galaxis.“
„Das müsste dich doch beruhigen, Vater. Damit habe ich mich schließlich nicht unter meiner Würde gebunden, oder?“
„John, du weißt, dass ich die Meinung der Saat Bhai nicht teile.“
„Nein, nicht so direkt, aber die Menschen siehst du trotzdem als Minderwertige an. Als Kind hast du mir immer eingetrichtert, niemals jemanden zu suchen, der nicht aus unserem Volk ist. Daran erinnere ich mich nun wieder. Es ist seltsam, aber seit ich mit Rhiana die Geistesverschmelzung eingegangen bin, kommen immer mehr Erinnerung hervor. Dieser Vorgang scheint eine Tür geöffnet zu haben. Ich beginne mich an Sachen zu erinnern, die ich vor einigen Tagen noch nicht wusste. Und ich begreife, dass ich es tatsächlich selbst war, der in meinem Bewusstsein herum manipulieren lies.“
„Gegen meinen ausdrücklichen Willen. Ich hoffe, du erinnerst dich auch daran?“ fragend sah er dabei seinen Sohn an.
„Ja, auch daran beginne ich mich zu erinnern. Und es war ein Fehler, dass erkenne ich jetzt. Ich begreife nicht, wie ich das machen konnte.“
„Du warst verzweifelt, und es schien dir der einzige Weg zu sein, um alles zu vergessen. Ich habe vergeblich versucht, dich davon abzuhalten.“
John überlegte lange. „Vielleicht habe ich dich falsch beurteilt. Bisher war ich immer der Meinung, dass du mich los haben wolltest.
„Das ist nicht wahr. Du bist mein Nachfolger. Das machte dich zum Ziel der Saat Bhai. Deshalb konnte ich dir nie die Aufmerksamkeit widmen, die ich gerne wollte. Es tut mir sehr leid, dass du darunter so gelitten hast. Aber das ist nun vorbei. Du gehörst zu uns. Und du kannst nun selbst auf dich aufpassen. Die Saat Bhai können mich nicht mehr erpressen. Ich gebe dir, wenn du es wünscht, zehn oder noch mehr Leibwächter zur Seite.“
John sah zu Boden und dann in die Augen seines Vaters. „Danke, aber ich bin durchaus in der Lage, auf mich selbst aufzupassen. Und ich kann nicht bleiben, Vater. Ich gehöre zum Atlantis-Team und werde in die Pegasus-Galaxis zurückkehren.“
„Aber!“ Philipp sah seinen Sohn ungläubig und entsetzt an. „Das kannst du nicht machen, Sohn.“
„Oh doch! Ich kann und ich werde.“
„Aber, deine Familie, das sind wir!“
„Nein, das seid ihr nie gewesen. Meine Familie ist jetzt in Atlantis. Sie haben mich so akzeptiert wie ich bin, auch wenn wir nicht immer der gleichen Meinung sind.“
„Das kann nicht dein Ernst sein. Es sind nur gewöhnliche Menschen. Und nun, da sie wissen, wer du bist, werden sie dir nicht mehr vertrauten.“
„Sprich nicht so von ihnen“, verteidigte Sheppard seine Freunde, obwohl er insgeheim die gleiche Befürchtung hegte. General O’Neill hatte es sogar angedeutet. „Es sind zudem viele darunter, die das ATA-Gen wie ich besitzen, wenn auch nicht so stark.“
„Mischlinge, nur ein Abglanz unserer Stärke.“
„Vater, ich kann nicht glauben, was ich da höre! Aber es bestärkt mich in meiner Meinung, dass ich zu den gewöhnlichen Menschen gehöre und nicht zu den Antikern. Es betrübt mich, dass auch du solche Vorurteile hast, aber Janus hat mich ja gewarnt.“
„Martinez ist ein Narr. Es ist im Grunde nicht wie wir.“
„Nein, er ist wie unser Volk einmal war“, John konnte es nicht glauben, was er da sagte. Nun dachte er von den Antikern schon als sein Volk. „Und vergiss eines nicht, Vater, er hat mich gefunden und zurückgebracht, damit wir wenigstens die Möglichkeit haben, uns auszusprechen.“
„Ja, dem stimme ich zu, doch bevor du dich endgültig entscheidest, gib mir die Chance dir alles zu zeigen. Vielleicht änderst du dann doch deine Meinung“, Philipp sah seinen Sohn so bittend an, dass dieser kaum ablehnen konnte.
Fortsetzung folgt |
|
| Nach oben |
|
 |
FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
|
Verfasst am: 16.10.2007, 13:17 Titel: |
|
|
Das Anwesen der Shepparss ist ja riesig. Das hast du gut rübergebracht.
Doch muss ich sagen. dass ich Sheppards Vater antikisch fande. Soll heißen: arrogant und auch ein bischen herablassend, wie er da so über die Menschen spricht. So hast du seine Familie gut in die Geschichte eingebaut. Hat mir gut gefallen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 17.10.2007, 09:02 Titel: |
|
|
Felix: Freut mich, dass es dir wieder gefallen hat. Johns Vater ist nun mal Antiker und die sind ... antikisch
Aber jetzt geht es schon weiter.
Teil 4
„Na schön, Vater! Die nächsten vier Wochen bin ich sowieso hier. Da hast du genug Zeit, um mir alles zu zeigen. Doch was immer es auch ist, nichts wird meine Meinung ändern können.“
Philipp strahlte. „Schön, wir werden sehen. ich bin sicher, am Ende wirst du einsehen, dass du zu uns gehörst. Und Rhiana scheint nett zu sein und ist zudem eine von uns. Mehr kann ich nicht erwarten. Doch nun komm! Ich habe dich lange genug von deiner Mutter ferngehalten. Sie kann es sicher nicht erwarten, mit dir in aller Ruhe zu sprechen.“
John schluckte die Bemerkung die ihm, wegen der schnellen Meinungssänderung seines Vaters in Bezug auf Rhiana, auf der Zunge lag, hinunter und sagte stattdessen: „Weiß Mutter von meiner Gedächtnislöschung?“
„Nein, es hätte sie nur unnötig aufgeregt. Ich habe ihr gesagt, dass du mit deinen Geheimaufträgen für die US-Regierung so beschäftigt bist, dass du es nicht riskieren kannst, uns zu kontaktieren. Sie war mit deiner Entscheidung, den Menschen anstatt uns zu dienen, nie einverstanden. Vor dir hat sie das natürlich nie zugegeben. Sie hat immer dafür gebetet, dass du eines Tages gesund zu uns zurückkehrst und für unsere Sache eintrittst. Nun wird sie froh sein, das wir uns beide wenigstens wieder vertragen.“
Als John das hörte, bekam er ein schlechtes Gewissen. Seine Mutter hatte er nie verletzen wollen. Er wollte ihr seine Entscheidung gründlich erklären, vielleicht verstand sie es dann besser. Die beiden fanden Rhiana, Vanessa und Janus im Garten, unter einem Birnenbaum auf einer Bank sitzen. Rhiana sprach eifrig mit Vanessa und John war sicher, dass es um ihn ging.
Als sie näher kamen unterbrach Rhiana ihre Plauderei und sah ihnen gespannt entgegen. „Nun, habt ihr zwei euch ausgesprochen?“
Philipp sah John an. „Im Grunde schon. Doch es gibt noch vieles, was ich John zeigen muss. Es wäre schön, wenn John hier bleiben würde. Er gehört zu unserem Volk. Und Sie, meine Liebe, sind herzlich eingeladen auch zu bleiben. Und das, so lange Sie es wünschen. Auch ihr ganzes Leben lang, wenn Sie es möchten.“
John entging nicht, das Rhiana entsetzt zusammen zuckte und ihn dann ansah. Befürchtete sie, dass er hier bleiben könnte? Er beschloss sie gleich zu beruhigen. „Was immer Vater mir auch zeigen kann, es wird meinen Entschluss, zur Rückkehr nach Atlantis nicht ändern können.“
„Wir werden sehen, John“, meinte Philipp lächelnd. Es gab da einiges, was John noch nicht wusste, nicht wissen konnte, denn erst ab einem gewissen Alter wurden die Kinder in die letzten Geheimnisse eingewiesen. Und dieses Alter hatte John noch nicht erreicht gehabt, als er sie verlassen hatte.
Stargate-Center
Cheyenne-Mountain
Nach ihrer Rückkehr aus Washington waren Sam und Rodney zu ihrer Arbeit im SGC zurückgekehrt. McKay hatte so viele Neuigkeiten und technischen Geräte der Antiker mitgebracht, dass sie Tage, wenn nicht Wochen damit beschäftigt sein würden, dass alles auszuwerten.
Rodney hatte sich dazu entschlossen, mit Sam auf kameradschaftlicher Basis zusammen zu arbeiten. Er wollte wenigstens hin und wieder mit ihr zusammenarbeiten und sie auch als Freundin nicht verlieren. Trotzdem war er enttäuscht darüber, dass Sam nun mit diesem etwas eigenartigen General zusammen war.
„So“, begann Sam, nachdem sie eine Weile schweigend neben einander gearbeitet hatten. „Dein Freund Sheppard ist also ein Antiker. Und das es noch irgendwo Antiker auf der Erde gibt, ist eine Sensation. Nachdem ich Sheppard nun kennen gelernt habe, denke ich, dass er ein netter und auch gut aussehender Mann ist. Doch davon abgesehen, glaubst du, dass wir ihm nun weiter vertrauen können?“
Rodney sah sie überrascht an. Mit einer solchen Frage hatte er bei Sam nicht gerechnet. „Ich mag ja bei manchen Sachen blind sein, aber hast du ihm nicht in Washington dein Vertrauen ausgesprochen, Sam?“
Ganz verstand Sam diese Bemerkung nicht. „Nun, ich konnte ihm ja schlecht ins Gesicht sagen, dass ich ihm nicht mehr recht vertraue, nach allem, was wir über die Antiker, bzw. über die Arya Varta gehört haben.“
„Konntest du nicht? Wieso nicht? Hat John das nicht verdient? Rodney sah sie aufgebracht an. Erst fing sie eine Affäre mit O’Neill an, was im Grunde verboten war, aber als General konnte man sich anscheinend alles erlauben, und nun beleidigte sie auch noch seinen besten Freund. „Ich habe bei jedem Einsatz mein Leben in Sheppards Hände gelegt und ich werde es auch in Zukunft tun.“
„Das ist ein großer Vertrauensbeweis. Hoffen wir, dass er es auch wert ist.“
„Ich möchte dich nun was fragen, Sam: vertraust du Teal’c?“
„Was ist das für eine Frage? Natürlich!“
„Aber er ist ein Jaffa, einer der viele unschuldige Menschen getötet hat.“
„Teal’c hat schon oft seine Loyalität bewiesen, auch wenn er ein Außerirdischer ist“, sagte Sam wütend.
„Warum gibst du dann Sheppard nicht die gleiche Chance? Er ist kein Außerirdischer und hat bewiesen, dass er auf unserer Seite steht.“
„Ja, bisher, aber was, wenn er sich auf seine Familie besinnt? Auch der General hatte diese Befürchtung.“
„Ach, hatte er? Dein General sollte vorsichtig mit seiner Befürchtung sein. Ich für meinen Teil vertraue John. Wir sind nun seine Familie.“
„Mein General?“ Sam sah ihn überrascht an.
Rodney vergaß seine Vorsätze und erwiderte: „Ich weiß, dass du und der General zusammen seid.“
„Das geht dich nichts an“, sagte Sam erbost. „Halte dich mit deiner Meinung dazu bitte zurück.“
„Du hast Recht, es geht mich nichts an. Wenden wir uns also unserer Arbeit zu und vergessen unsere privaten Meinungen“, sagte McKay noch immer aufgebracht darüber, weil alle anfingen John zu misstrauen. Er selbst hatte nicht den geringsten Zweifel darüber, wie John sich am Ende entscheiden würde.
Eine Stunde arbeiteten sie schweigend nebeneinander und sprachen nur, wenn es die Arbeit erforderte. Rodney war auch wütend auf sich, weil er sich hatte gehen lassen, wo er sich doch fest vorgenommen hatte, keine Bemerkungen über den General fallen zu lassen, aber das war nun nicht mehr zu ändern.
Plötzlich sah Sam auf. Sie schien die Auseinandersetzung schon vergessen zu haben. „Was ist eigentlich mit den Tengwar, zu denen Rhiana gehört?“
„Sie sind harmlos, wollen nur für sich leben, aber sie weigern sich, uns viel von ihrer Technologie zu geben. Wir haben nur das, was uns Rhiana gegeben hat. Das ist aber auch schon eine Menge. Dazu kommt noch ihre Hilfe bei der Erforschung vieler Geräte in Atlantis. Ohne sie wären wir noch lange nicht so weit mit der Erforschung der Stadt. Und natürlich das ZPM, dass uns ebenfalls viele neue Einblicke in die Stadt eröffnet.“
„Die Berichte über Atlantis hören sich faszinierend an, Rodney. Ich würde Atlantis zu gerne sehen.“
„Dann besuch uns doch einfach“, schlug Rodney begeistert vor. Die vorherige Auseinandersetzung war vergessen.
„Das wird nicht so einfach sein“, meinte Sam. „Es würde bedeuten, dass ich ein paar Wochen von der Erde weg bin und ich bin mir nicht sicher, ob der General mir so lange frei gibt.“
„Ach, du kannst ihn sicher zu allem überreden. Es gibt doch sicher viele im SGC, die deine Arbeit weiterführen können. Du kannst dir nicht vorstellen, was du in Atlantis alles Neues erfahren würdest. Vielleicht finden wir sogar eine wirksame Waffe gegen die Orii.“
„Es ist schon frustrierend. Da denkt man, die Gefahr mit den Goa’uld gebannt zu haben, da taucht schon eine noch größere Bedrohung auf.“
„Ja, und wie ich hörte, gibt es auch Probleme mit der neuen Jaffa-Nation“, meinte Rodney.
„Sie wollen sich nach allen Opfern nicht schon wieder reinreden lassen. Das ist zwar verständlich, doch der neue Führer des Rates hat alle Jaffa, die nicht so denken wie er und Einfluss hatten, ermorden lassen“, sagte Sam.
„Und die anderen Jaffa lassen sich das gefallen?“
„Sie haben nicht die Macht, es zu ändern.“
„Was ist mit Teal’c?“
„Er ist noch hin und her gerissen“, meinte Sam. „Soll er bei uns auf der Erde bleiben oder in den Jaffa-Rat eintreten? Nur er und Bra’tac haben noch genug Einfluss und Macht um Gerak aufzuhalten.“
„Und die Tok’ra?“
„Von ihnen hört man kaum noch etwas, seit mein Vater tot ist.“
„Ich hörte davon, Sam. Es tut mir sehr Leid um deinen Vater. Zwar habe ich ihn kaum gekannt, doch er schien sehr nett zu sein. Was kein Wunder ist, bei so einer Tochter wie dir.“
„Du brauchst mir nicht schön zu reden, Rodney. Ich werde mit dem General sprechen. Vielleicht gibt er mir frei für einen Besuch in Atlantis. Es würde mich schon reizen.“
Mit neuer Begeisterung machte sich Rodney an die Arbeit. Die nächsten Tage kamen sie nicht mehr auf ihre Auseinandersetzung zu sprechen. Vielleicht wollte Sam auch nicht mehr darauf zurückkommen.
Da erreichte sie ein Hilferuf von der Sheppard-Ranch. John Sheppard war entführt worden.
McKay und Carter waren entsetzt und Sam sprach mit General Landry, der Jack als Commander des Stützpunktes ersetzt hatte. Landry wiederum sprach mit Jack O’Neill, weil dieser Einsatz außerhalb des Stützpunktes sein würde. O’Neill gab ihnen die Erlaubnis für den Einsatz.
Es wurde ein Treffen in Great Falls, der größten Stadt in der Nähe der Ranch vereinbart. Sam und Rodney schlossen sich dem Rettungs-Team an, dass erst einmal die Lage erkunden wollte. Falls nötig, würden sie schnell weitere Hilfe vom SGC erhalten.
Ein Air-Force-Jet brachte sie und das Team nach Great Falls, Montana.
Fortsetzung folgt |
|
| Nach oben |
|
 |
Ina ABC-Schütze
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 21 Wohnort: südl. Hessen
|
Verfasst am: 17.10.2007, 15:02 Titel: |
|
|
Oh Mann, jetzt habe ich glatt wieder welche verpasst Du bist einfach zu schnell Könntest Du nicht alle zwei Tage posten, so im Versatz mit dem anderen Forum
Aber nun zu Deiner tollen Geschichte.
Das zweite Kapitel war etwas lockerer, wobei ich den armen McKay bemitleidet habe, der hat es ja nicht geschnallt. Das Jack mit Rhiana abzieht, um sie auszuhorchen war auch gut getroffen, und die Szene mit den Schuhen, die Rhiana angedreht wurden
Ups, was will denn dieser Koreaner??
Dann das Treffen mit Johns Eltern war schön ausgeführt. Blöder arroganter Papa Erst meckern und als John erzählt, dass Rhiana Antikerin ist, sie mit offenen Armen aufnehmen (Meine Schwiegereltern waren nach unserer "spontanen" Hochzeit in Salt Lake City auch so drauf.) Deine Beschreibung der Umgebung und der Personen, die auf der Ranch leben und arbeiten war klasse. Dieser Peters; spielt der auch noch mal ne Rolle?? Man konnte sich gleich hineinversetzen. Vor allem, da wir schon mal in Montana waren
Mensch Sam Die kann ja richtig giftig werden. Aber wenn es hart auf hart kommt, dann halten Sam und Rodney wieder zusammen.
Du hast John entführen lassen Jetzt wo er sich langsam an alles erinnert. Will wissen wie es weitergeht!!! Okay, okay, ich warte geduldig  |
|
| Nach oben |
|
 |
FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
|
Verfasst am: 17.10.2007, 15:58 Titel: |
|
|
Hach endlich at Rodney kapiert das er bei sam nichts erreichen kann und dann lieber mit ihr befreundet sei nmöchte. Hat aber lang gedauert. Obwohl ich sagen muss diese Auseinandersetzung der beiden...Sam ist ganz schön sturköpfig....da kenne ich aber noch einen. *zu McKay schiel*
Sheppard ist also entführt worden. *grr* Das waren bestimmt die Saat Bhai. Ich hoffe Shepp pasiert nichts *zitter* Ansonsten war das wieder in guter Teil. ich frage mich lediglich welche Geheimnisse den jungen Antikern ähh ich meine den Arya Varta erst später beigebracht werden. Eventuell ZPM-Herstellung? *sabber* |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 19.10.2007, 07:36 Titel: |
|
|
Ina: Wie du siehst poste ich auch unterschiedlich. Je, nach dem wie ich halt dazu komme. Im anderen Forum mache ich ja bald ne Pause, so dass du dann hier weiterlesen kannst, aber nichts verraten. Tja, Daddy ist eben ein arroganter Antiker. Peters spielt in diesem Teil noch ne Rolle später nicht mehr oder lange nicht mehr.
Felix: Was es mit Johns Entführung auf sich hat erfahrt ihr im neuen Teil, den ich jetzt bringe.
Teil 5
Sheppard-Ranch
Ein paar Tage vorher
Nachdem Sheppard und Rhiana in eines der großen Gästezimmer der Ranch gezogen waren, zeigte John ihr die Ranch. Viele der Angestellten arbeiteten schon seit Jahren für die Sheppards und grüßten John freundlich. Schließlich kamen sie bei den Pferdeställen an und John kam auf eine Idee. „Kannst du reiten?“
„Reiten? Auf einem dieser seltsamen Tiere? Ich weiß nicht, bei uns gibt es keine Pferde, aber wir haben andere Reittiere. Sie sehen allerdings mehr wie Echsen aus.“
„Das wird nicht viel anders sein“, meinte John und versuchte sich in Gedanken vorzustellen wie es wäre, auf großen Echsen zu reiten. „Wir suchen dir einfach ein ganz frommes Tier aus. Ach, warum hast du mir nie von den Echsen erzählt?“
„Ich wusste nicht, dass du auf so was stehst. Wenn ich das nächste Mal meinen Vater besuche, kommst du mit und wir reiten aus.“
„Das hört sich cool an.“
Einer der Pferdebetreuer, der schon für sie gearbeitet hatte, als John noch ein Kind war, kam auf sie zu. „Der junge Herr John!“ rief er freudig. „Wie schön, dass es Ihnen gut geht.“
„Hallo, Ismael! Wie ich sehe arbeitest du immer noch für meinen Vater?“
„Natürlich, was sollte ich sonst tun. Die Pferde sind mein Leben. Was kann ich für Sie tun?“
„Wir möchten gerne ausreiten. Rhiana ist aber noch nie auf einem Pferd geritten.“
„Da wäre Randy gut. Er ist alt und bekommt sein Gnadenbrot. Randy ist erfahren und genau richtig für einen Anfänger.“
An das Pferd erinnerte sich John sehr gut. „Dann sattle ihn für Rhiana. Welches Pferd würdest du mir empfehlen?“
„Wie wäre es mit Nordstern?“
„Nordstern, ausgezeichnet“, freute sich John. „Er war jung und temperamentvoll, als ich das letzte Mal hier war.
„Das ist mehr als zehn Jahre, Herr John. Er wurde unser bestes Rennpferd. Inzwischen läuft er keine Rennen mehr, und verdient sein Futter als Zuchthengst.“
Ismael sattelte einen alten Braunen und den schwarzen rassigen Nordstern.
Nicht lange danach ritten die beiden aus dem Stall. John blieb dicht bei Rhiana und erklärte ihr, was sie machen musste, aber Randy schien zu ahnen, dass er eine unerfahrene Reiterin auf sich sitzen hatte und blieb ganz ruhig. Auf Grund seines Alters, war schnelles Laufen auch nicht mehr so sein Ding.
John beschloss Rhiana seinen Lieblingsplatz zu zeigen, den er als Kind immer aufgesucht hatte. Dorthin mussten sie etwa drei Stunden reiten, aber schon nach einer Stunde hatte sich Rhiana an das Pferd gewöhnt und das Reiten machte ihr große Freude.
Ein leichter Wind war von den Little Belt Mountains herübergezogen. Es war heiß und so brachte der Wind etwas Erfrischung mit sich.
Rhiana ließ sich die leichte Brise um die Nase wehen, ihr Haar, das zu einem Zopf geflochten war, wehte hinter ihr her. Auf dem Kopf trug sie etwas, dass John einen Cowboy-Hut genannt hatte und vorzüglich vor der stechenden Sonne schütze. Dazu Hosen aus einem blauen Stoff, mit Leder verstärkt, die Jeans genannt wurden und eine kurzärmelige rote Bluse, die gut zu ihren braunen Haaren passte.
Sheppard war ähnlich gekleidet und auch ihm machte der Ritt großen Spaß. Bevor sie aufgebrochen waren, hatten sie aus der Küche Verpflegung mitgenommen, die sie in den Satteltaschen verteilt hatten. Ein Gewehr nahm John auch mit, wegen den Schlangen, wie er betonte.
Ihr Weg führte sie zuerst durch das Tal in Richtung der großen Stadt Great Falls, wo es auch einen öffentlichen Flugplatz gab. Dann bog John jedoch in ein kleines Seitental ab, dass zu dem kleinen See führte. Sheppard hatte den See durch Zufall auf einem seiner Erkundigungsritte in seiner Jugend entdeckt und niemanden davon erzählt. Es war sein kleines Geheimnis, denn dorthin hatte er sich immer zurückgezogen, wenn er Stress mit seinem Vater gehabt hatte.
Das kleine Tal führte in vielen Windungen durch die Berge, deren höchsten Gipfel immerhin 2800 m hoch waren. Schließlich endete das Tal vor einer Felswand. Rhiana dachte schon, dass John sich verirrt hätte, als er direkt auf einige große Gebüsche zuritt und sie zur Seite drückte. Dahinter sah sie eine kleine Höhle, in die John die Pferde hineinführte. Die Höhle war ein kleiner Tunnel, denn schon nach wenigen Metern kamen sie wieder ins Freie und der See lag vor ihnen.
Umrahmt von den hohen Bergen, fast verborgen unter großen Felsvorsprüngen, lag er eingebettet zwischen Blumen und Büschen, die in dieser Jahreszeit in allen Farben blühten. Der Tunnel führte direkt zu einem kleinen Sandstrand.
„Wunderschön!“ rief Rhiana aus. „Hier bleiben wir eine Weile. Komm!“ rief Rhiana und sprang mit einem Satz vom Pferd. „Lass uns den Staub des Rittes vom Körper spülen.“
„Gerne, aber erst, wenn die Pferde versorgt sind“, meinte John schmunzelnd und sprang mit einem Satz aus dem Sattel, um einen wunderschönen Tag mit Rhiana zu verbringen.
Es dunkelte schon, als sie spätabends zur Ranch zurückkehrten. Sheppards Vater erwartete ihn schon, als sie die Halle des großen Hauptgebäudes betraten.
„Da seid ihr ja endlich! Du musst dich sofort umziehen. Wir gehen heute Abend zu einem Treffen.“
„Gut! Rhiana und ich werden uns beeilen!“
„Tut mir leid, John, aber Rhiana ist nicht eingeladen“, ein bedauernder Blick traf die junge Frau.
„Was? Aber …!“
„Schon gut, John“, mischte sich Rhiana schnell ein. „Ich bin sicher, dein Vater hat seine Gründe. Ich werde mir einen gemütlichen Abend machen. Vielleicht freut sich deine Mutter über ein Gespräch von Frau zu Frau. Oder geht sie mit?“
„Nein, sie bleibt hier. Und ich bin sicher, dass sie sich über deine Gesellschaft freuen würde, Rhiana“, sagte Philipp.
„Gut, dann ist ja alles klar“, meinte sie.
Sie gingen hinauf in ihre Wohnung im zweiten Stock, wo sie sich duschten und umzogen. Eine halbe Stunde später war John unten in der Halle. Er trug nun eine schwarze Hose, ein passendes Hemd und eine bequeme Jacke.
In einem Zimmer im zweiten Stock stand Rhiana mit Vanessa an einem Fenster und sah den beiden Männern nach. „Hoffentlich versöhnt sich John wieder mit seinem Vater.“
„Da bin ich sicher“, meinte Vanessa. „John ist seinem Vater sehr ähnlich. Beide sind starke, aber gütige Männer. Philipp wollte nur das Beste für John. Sein Leben war in Gefahr und ist es heute noch. Die Saat Bhai geben keine Ruhe. Sie streben immer noch nach der Macht und würden alles tun, um meinen Mann auf ihre Seite zu ziehen. Das wird Philipp aber nie tun, eher würde er sterben, als den Konzil zu verraten.“
Rhiana sah Johns Mutter nachdenklich an. „Du siehst John sehr ähnlich, Vanessa. Wenn ich dich ansehe, sehe ich John vor mir.“
„Du liebst ihn, nicht wahr?“
„Ja, von ganzen Herzen.“
„John auch, dass hat er mir gestern verraten. Deshalb wünsche ich euch beiden alles Glück der Erde“, sie lächelte nachsichtig. „Besser noch alles Glück in unseren beiden Galaxien. Du musst mir verraten, wie es bei dir zu Hause ist, mein Kind.“
„Gerne, aber nur, wenn du mir kleine Geheimnisse aus Johns Kindheit verrätst.“
„Das mache ich doch gerne“, Vanessa lächelte vor sich hin, als sie so an Johns kleine Kinderstreiche dachte.
Rhiana sah die ältere Frau nachdenklich an. „Was ist eigentlich mit dir? War dein Leben denn nie in Gefahr? Immerhin bist du Philipps Frau.“
Vanessa lachte laut auf. „Philipp liebt mich, aber nicht so sehr, dass er deswegen den Saat Bhai beitreten würde. Das hätte er nur für seinen Sohn getan.“
„Oh!“ Rhiana sah sie ungläubig an.
„Mach kein so entsetztes Gesicht, mein Kind. So sind die Männer eben. Ihre Erben sind ihnen wichtiger, als ihre Frauen.“
„Nicht alle Männer, Vanessa. John würde alles für mich tun. Und ich würde mein Leben für ihn geben. Erst seit ich ihn kenne, ist mein Leben vollkommen.“
Vanessa sah sie an. „Vielleicht kenne ich meinen Sohn weniger, als ich dachte. Ich mache ich mir große Sorgen um ihn und hoffe, er geht zurück in die Pegasus-Galaxis. Ich wünschte fast, er wäre nie von dort fort gegangen.“
Das verstand Rhiana nicht ganz. „Ich sorge dafür, dass er wieder geht.“
Danach änderte Vanessa den Gesprächsthema und fing an, Anekdoten aus Johns Kindheit zu erzählen.
Inzwischen fuhr der Wagen mit John, Philipp und Peters, der sie begleitete, durch die dunkle Nacht. Die große Limousine wurde von einem Chauffeur gefahren und John war sicher, dass auch dieser ein Leibwächter war.
„Wohin geht es?“ fragte John neugierig.
„Das Konzil trifft sich auf meinen Vorschlag im Hause eines Freundes. Wie du weißt, bin ich der Vorsitzende. Deine Rückkehr verändert viel und die Mitglieder wollen wissen, wo du stehst.“
John fuhr verärgert auf. „Ich sagte dir doch, dass ich weiter dem Stargate-Kommando dienen und nach Atlantis zurückkehren werde.“
„Ja, mag sein, aber genau das ist es, was die übrigen Mitglieder beunruhigt. Sie wollen alles über Atlantis wissen und auch wie du zu ihnen stehst.“
„Ich werde keine Geheimnisse ausplaudern. Meinen Eid gegenüber der Regierung werde ich nicht brechen.“
„Es ist nicht deine Regierung, John“, sagte Philipp nun verärgert. „Du unterstehst den Gesetzen des Konzils.“
„Nicht mehr! Dreh sofort um!“ verlangte John.
„Das ist unmöglich, Sohn. Deine Weigerung vor das Konzil zu treten, würden die anderen Mitglieder als Verrat auffassen und ich könnte dich nicht mehr schützen.“
„Was heißt das? Bin ich euer Gefangener? Wenn ich ihren Anforderungen nicht genüge, tötet ihr mich dann? Ich hätte wissen müssen, dass du dich nicht verändert hast.“
„Alles hat sich verändert, John. Du bist nicht mehr der naive und harmlose Junge von früher, dem man alles durchgehen lässt. Erstens bist du mein Sohn und damit mein Nachfolger, zweitens bist du nun Geheimnisträger der US-Regierung und hast die alte Stadt der Vorfahren mit entdeckt. Was immer du der US-Regierung geschworen hast, es gilt uns gegenüber nicht.“
Johns Miene verdüsterte sich. Er hatte es geahnt. Tausend Gedanken schossen durch seinen Kopf. Er hätte niemals zurückkehren dürfen. Und was war mit Rhiana? Hatte er sie auch in Gefahr gebracht?
„Nun beruhige dich, John. Niemand sieht dich als Gefangenen an oder trachtet nach deinem Leben. Beantworte die Fragen des Konzils einfach aufrichtig und alles ist in Ordnung.“
„Schön“, sagte er. Die restliche Fahrt sprach keiner von ihnen ein Wort. John blickte nach draußen, doch es war so dunkel, dass er nichts erkennen konnte. Schließlich bog die Limousine von der Hauptstraße in einen kleinen Nebenweg ab, der durch ein großes Waldgebiet führte. Es war gespenstisch durch den Wald zu fahren. Man konnte die Stämme nur erahnen, weil die Scheinwerfer des Wagens die einzigen Lichtquellen waren.
Schließlich versperrte ihnen eine hohe Mauer den Weg. Der Fahrer sprach in ein Sprechgerät und das große eiserne Tor vor ihnen schwang lautlos zur Seite. Als der Wagen schließlich in einem großen Innenhof parkte, war John trotz allem erleichtert. Schließlich hatte er vieles durch gestanden, da sollte er in der Lage sein, auch die Fragen des Konzils zu beantworten.
Er folgte seinem Vater und Peters in das große dunkle Gebäude hinein. Niemand war in der Halle zu sehen. Die drei Männer durchquerten sie und Peters öffnete eine große schwere Holztür.
John fand sich in einem großen Raum wieder, der durch einen riesigen runden Tisch beherrscht wurde. In der Mitte war ein Freiraum gelassen worden, den man durch eine kleine Öffnung des Tisches betreten konnte. Alle Stühle, bis auf einen waren besetzt. Philipp Sheppard setzte sich auf den leeren Stuhl, während Peters sich an die Wand zurückzog. John wusste nicht, was er tun sollte, also blieb er einfach stehen.
„Treten Sie bitte in die Mitte, Mr. Sheppard“, John kam der Aufforderung nach und trat in den Kreis und sah die Männer und Frauen des Konzils der Reihe nach an. Die Konzil-Mitglieder blickten ihn neugierig, aber nicht ablehnend an.
„Ist das die neue Tafelrunde?“ fragte John. „Wer von Ihnen ist dann König Arthur?“
Fortsetzung folgt |
|
| Nach oben |
|
 |
FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
|
Verfasst am: 19.10.2007, 17:08 Titel: |
|
|
| Hmm..seine Vater traue ich jetzt noch weniger. Trotzdem wurde nicht die Frage beantwortet wie oder wann John entführt wurde. Das wird wohl im nächsten erst kommen. Trotzdem bin ich gesapnnt. Vielleicht gibt es ja ein wiedersehen mit "alten Bekannten". Johns Zufluchtsort war übrogens schön beschrieben. |
|
| Nach oben |
|
 |
Selana Schreiberling
Anmeldungsdatum: 20.09.2007 Beiträge: 179 Wohnort: Schwäbische Alb
|
Verfasst am: 20.10.2007, 08:10 Titel: |
|
|
Felix: Das mit der Entführung kommt jetzt. Und was mit Johns Vater ist im Laufe dieser Story.
Teil 6
Einer der Männer lachte. „Dein Sohn hat Humor, Philipp.“
„Scheint so“, sagte Sheppard Senior nicht ohne Stolz in seiner Stimme.
„Ihr Vater hat Ihnen sicher erklärt, was wir von Ihnen wollen, John?“ fragte der gleiche Mann wieder.
„Ja, aber bevor wir hier groß zu diskutieren anfangen, möchte ich gleich klarstellen, dass ich nach Atlantis zurückkehren werde.“
Der Mann sah ihn abschätzend an. „Ihr Vater sagte so etwas. Bitte erklären Sie uns Ihre Gründe?“
Damit verriet er nicht zuviel. Also erklärte John in aller Ruhe, warum er nicht hier bleiben wollte. Als er der Reihe nach alle Konzil-Mitglieder anblickte, konnte er bei keinem eine Gefühlsregung feststellen. Das beunruhigte ihn etwas.
„Schön“, sagte der Sprecher wieder. „Wir verstehen. Die Stadt Atlantis interessiert uns sehr. Was können Sie uns über sie erzählen?“
„Nicht viel, das meiste unterliegt meiner Schweigepflicht. Doch ich bin sicher, dass Dr. Janus Martinez Ihnen gerne mehr erzählen wird. Er arbeitet für meinen Vater und befand sich in Atlantis.“
Der Mann sah John jetzt nicht gerade erfreut an. Er und auch die anderen Konzil-Mitglieder stellten noch weitere Fragen, die John beantwortete oder nicht, je nach dem ob er sie als geheim einstufte oder nicht.
Schließlich sagte der erste Sprecher wieder: „Sie dürfen gehen.“
„Geh zurück zum Wagen, John“, sagte Philipp Sheppard. „Ich komme bald nach.“
John ging mit etwas gemischten Gefühlen zum Wagen zurück. Peters folgte ihm.
„Nun“, wandte John sich an ihn. „Haben ich bestanden? Oder müssen Sie mich nun töten?“
„Ich weiß nicht, für wen Sie uns halten, John! Niemand wird hier getötet. Es ehrt Sie, dass Sie sich an Ihren Eid gebunden fühlen. An Ihrer Stelle würde ich wohl dasselbe tun.“
John war etwas überrascht. Es dauerte eine halbe Stunde bis Johns Vater zurückkam. „Was haben Sie gesagt?“
„Sie sind wie erwartet nicht ganz glücklich, verstehen aber deine Argumente. Es steht dir frei zu gehen und sie verlangen nur, dass du unsere Geheimnisse bewahrst.“
„Das Stargate-Kommando weiß von euch.“
„Das ist nicht mehr zu ändern, aber wir haben auch dort unsere Leute sitzen, die das Schlimmste verhindern können. Außerdem ist die Regierung der Vereinigten Staaten schon an uns herangetreten. Vor kurzem begannen Verhandlungen, die sicher für beide Seiten zur vollsten Zufriedenheit verlaufen werden.“
„Gut, wenn das so ist, werde ich kein Geheimnis verraten, dass ich von dir noch erfahre, sofern es sich nicht mit meinem Job überschneidet.“
„Da du ja nach Atlantis zurück willst, sehe ich da keine Gefahr“, meinte Philipp. „Die anderen Ratsmitglieder sehen das auch so. Vielleicht ist es wirklich besser, wenn du wieder gehst. Die Saat Bhai sind immer noch hinter dir her.“
„Das ist nun wieder etwas, dass ich nicht verstehe. Gut, ich bin dein Sohn und sie sehen in mir deinen Nachfolger. Aber wenn ich ausfalle, nimmt ein anderer meine Stelle ein. Warum verfolgen sie mich so hartnäckig.“
„Das ist etwas, das ich auch nicht so ganz verstehe. Ich habe meine besten Ermittler darauf angesetzt, den Grund zu erfahren. Trotzdem möchte ich dir gerne noch mehr zeigen, auch wenn du uns wieder verlässt.“
„Du hoffst also immer noch, dass ich meine Meinung doch noch ändere? Hoffe das lieber nicht, Vater.“
„Wir werden sehen, Sohn“, meinte Philipp.
Während der Rückfahrt sprachen sie nun nicht mehr viel. John dachte über das Konzil und die Antiker im Allgemeinen nach. Er fragte sich, was der wirkliche Grund für diese Befragung gewesen war. Er hatte den Mitgliedern nicht mehr gesagt, als sie von seinem Vater schon erfahren hatten. John war sich sicher, das der eigentliche Grund ein anderer war, und er grübelte darüber nach, was das sein könnte.
Eine Woche später
Eine ereignislose Woche verging. Philipp hatte seine Ankündigung, ihm mehr zu zeigen noch nicht wahr gemacht. Am heutigen Tag ritten John und Rhiana wieder einmal zu ihrem See. Wie üblich war es wieder ein wunderschöner strahlender Sommertag. Sie ritten gerade über eine Wiese, als John glaubte ein Geräusch zu hören. Er hielt Nordstern an und lauschte.
Rhiana schloss zu ihm auf. „Was ist los, John?“ fragte sie.
„Ich bin mir nicht sicher, doch ich dachte ein leises Geräusch gehört zu haben.“
Die junge Antikerin lauschte, doch sie hörte nichts. „Ich höre nichts.“
John sah nach oben. „Es kommt aus der Luft über uns.“
Nun glaubte auch Rhiana ein leichtes Sirren zu hören. Es war genau über ihnen. Auch die Pferde begannen zu scheuen.
„Weg hier!“ rief John, der erkannt hatte, was sich über ihnen befand.
Es war zu spät, denn in diesem Augenblick enttarnte sich ein Puddlejumper, der nur wenige Meter über ihnen schwebte. John und Rhiana hatten alle Hände voll zu tun, um die scheuenden Pferde zu beruhen.
John schaffte es, Nordstern zu beruhigen und griff nach seinem Gewehr am Sattel, während der Jumper direkt vor ihnen landete.
Das hintere Heck öffnete sich und fünf schwer bewaffnete Männer stürmten heraus und kreisten die beiden ein. Futuristisch aussehende Waffen richteten sich auf sie.
„Wirf das lächerliche Gewehr lieber weg und steig vom Pferd.“
John hatte das Gewehr zwar schon in der Hand, doch angesichts der Übermacht war es nicht ratsam, es auch zu benutzen. Schnell schob er das Gewehr zurück in die Scheide und stieg ab.
„Sheppard, in den Jumper!“
Also keine Verwechslung, die Männer wussten, wer er war.
„Was ist mit der Frau?“ fragte einer der Männer.
John konnte sich denken, wer die Männer waren. Der Jumper sprach eine deutliche Sprache. „Ihr gehört zu den Saat Bhai!“
Der Mann vor ihm grinste ihn nur an. „Rein da!“ wurde er erneut angefahren.
„Du solltest tun, was Jorgie sagt, John. Er ist nicht sehr geduldig.“
Überrascht blickte John den Sprecher an. „Colonel Han Sung-Joon! Sie gehören zu den Saat Bhai?”
“Richtig, John!”
“Für Sie immer noch Colonel Sheppard!“
„Seit wann so förmlich? Wir waren mal Freunde.“
„Daran kann ich mich nicht erinnern.“
„Nein, natürlich nicht, weil man dir die Erinnerung daran genommen hat.“
„Das habe ich mir selbst angetan, und Ich würde nie mit den Saat Bhai kooperieren!“
„Du wusstest nicht, dass ich zu ihnen gehöre.“
„Ein Spion also! Weiß mein Vater das?“
„Dein Vater!“ Han lachte schallend auf. „Dieser Trottel? Natürlich nicht!“
„Was wollt ihr von mir?“
„Zuerst einmal, dass du in diesen Jumper steigst.“
John sah zu Rhiana, die noch immer auf ihrem Pferd saß und ihn besorgt anblickte.
Han bemerkte den Blick. „Deine Freundin bleibt hier. Für sie haben wir keine Verwendung“, Han richtete blitzschnell seine Waffe auf die Antikerin und drückte ab. Rhiana wurde in die Brust getroffen und vom Pferd geschleudert und blieb reglos liegen.
„Rhiana, nein!“ John wollte zu ihr laufen, doch die Männer packten ihn und zerrten ihn brutal Richtung Jumper. Sheppard wollte sich rasend vor Zorn losreißen, doch gegen die Übermacht hatte er keine Chance.
„Lasst mich los, ihr verfluchten Mörder! Das werdet ihr mir büssen. Dafür werde ich euch alle töten!“
Im Jumper stießen sie ihn auf einen der Sitze und banden ihn fest. Han setzte sich hinter das Steuer und startete. Alles war so schnell gegangen, dass John es noch nicht richtig realisiert hatte.
Rhiana!
Sie war tot! Ermordet von diesen Bestien. Alles um ihn herum verschwamm. Er merkte kaum, dass der Jumper die Erdatmosphäre verließ und Kurs auf den Mond nahm.
Colonel Han blickte hin und wieder zurück, doch Sheppard saß apathisch in seinem Sitz und schien nichts von seiner Umgebung wahr zu nehmen. Der Schock um den Verlust seiner Freundin saß tief. Han bedauerte innerlich, dass er John das antun musste, doch er hatte keine andere Wahl gehabt. Die Frau wäre nur hinderlich gewesen.
Langsam wurde der Mond immer größer, bis er schließlich das ganze Sicht-Fenster einnahm. Han steuerte den Jumper um den Mond herum, auf die dunkle Seite zu, wo tief im Inneren eines Kraters der Stützpunkt der Saat Bhai lag. Niemand ahnte, dass es ihn gab. Niemand würde John Sheppard hier finden.
Fortsetzung folgt |
|
| Nach oben |
|
 |
FelixE Bestsellerautor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.09.2007 Beiträge: 554 Wohnort: Fränkische Schweiz
|
Verfasst am: 20.10.2007, 14:02 Titel: |
|
|
| Der arme John. Ich bin mir aber sicher, dass die Saat Bhai nicht wussten, das sie eine Antikerin war und sie das überlebt hat. Ich hoffe es jedenfalls. So die Saat Bhai sind also im Mond. War ein gutes Kapitel. |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
|