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Das Tor in phantastische Welten
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Die Antiker


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FelixE
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Anmeldungsdatum: 19.09.2007
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BeitragVerfasst am: 04.11.2007, 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Der letzte Satz muss für fast alle Beteiligten ja ein riesen Brocken gewesen sein.

Ich fand es war wieder ein gutes Kapitel. Lediglich länger hätte es sein können. Sehr glücklich

Humor war auch wieder vorhanden, was ich natürlich lustig fand. Vor allem die Sache in der Han, Mckay erklärt er sei der klügste Mann überhaupt. *grins*

Soso Jumper habe nsie also jede Menge und kennen nicht die genaue Anzahl. Da lässt sich doch was draus machen.
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Selana
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Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 179
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BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Mann, hier bin ich auch total hintendran. Habe die nächsten Tage da einiges nachzulesen. Na ja, das RL lässt einen halt nicht immer so viel Zeit wie man möchte.

Felix: Hier kommt auf jeden Fall mal die Fortsetzung. Klar, das Philipp Zeus ist, daran haben sie schon zu kauen.


Teil 15

Han glaubte sich verhört zu haben. „Dein Vater ist Zeus?“

„Ja, habe ich doch eben gesagt. Die ganzen Mord- und Entführungsversuche in meiner Kindheit waren von ihm fingiert, um davon abzulenken, dass er Zeus ist. Wer hätte schon den Mann verdächtigt, der dauernd um das Leben seines Sohnes fürchten muss?“

„Das ist absolut genial“, sagte Han.

„Genial!“ Sheppard flippte fast aus. „Bist du wahnsinnig? Mein eigener Vater ist der Anführer der Saat Bhai und wollte mich töten, und du findest das genial?“

„Ganz ruhig, John, setz dich wieder“, sagte Rhiana und hielt ihn fest. „Han meinte das nicht so.“

„Natürlich meinte ich das nicht so, John“, sagte Han schnell.

John hatte sich wieder beruhigt. Selbstverständlich wusste er, wie Han das gemeint hatte, aber das alles war einfach zu viel für ihn. Er setzte sich in einen Sessel und rührte sich den ganzen weiteren Flug nicht mehr.

Rhiana sah ihn besorgt an. Ihr John war total durcheinander, aber das war nur zu verständlich. Sie versuchte sich lieber nicht vorzustellen, was es für sie bedeuten würde, wenn ihr Vater so etwas getan hätte. Ihre Leute mochten ihre Fehler haben, aber gegen die Saat Bhai waren sie Waisenknaben. Aber sie wollte dafür sorgen, dass John sich wieder beruhigte. Er brauchte einfach nur etwas Zeit und viel Verständnis, und sie besaß beides.

Schließlich landete der Jumper und alle verließen still und nachdenklich das Fluggerät. Das Grundstück war groß und abgeschirmt.

„Wer wohnt hier?“ fragte Carter.

„Konzil-Mitglied Masui Kimura, einer meiner Auftraggeber“, antwortete Han.

„Was wollen wir hier.“

„Mr. Kimura wird viele Fragen an John haben. Danach könnt ihr alle gehen, wohin ihr wollt.“

„Wir werden ins Stargate-Center zurückkehren“, sagte Carter.

„Wir auch“, sagte John. Er hatte sich wieder etwas gefangen und sah Han fragend an. „Ich bin bereit, deinem Boss alle Fragen zu beantworten. Schließlich verdanke ich ihm mein Leben.“

„Das wird ihn freuen. Komm! Es wird nicht lange dauern. Ihr anderen könnt in einem schönen Aufenthaltsraum warten. Ich werde dafür sorgen, dass ihr reichlich Essen und Trinken bekommt.“

„Das wäre toll“, ließ sich McKay vernehmen. „Ich bin nämlich am verhungern.“

„Ach wirklich?“ fragte Rhiana. „Das ist wirklich grauenhaft.“

Den anderen war nicht zum Scherzen zumute. Was sie in den letzten Stunden durchgemacht und erfahren hatten, ging allen an die Nerven.

Konzil-Mitglied Masui Kimura, ein kleiner Mann in mittleren Jahren, erwartete John Sheppard in seinem Wohnzimmer und sah ihm erwartungsvoll entgegen. Das ganze Zimmer war im rustikalen Stil mit Holz eingefasst. An den Wänden hingen wertvolle Gobelins und Ölgemälde, welche Portraits von Männern und Frauen zeigten, aber auch Landschaften.

Kimura erhob sich aus dem Sessel, in dem er gesessen und gelesen hatte. „Setzen Sie sich doch, John“, einladend zeigte Kimura auf einen zweiten bequem aussehenden Sessel. „Möchten Sie etwas trinken? Einen Cognac vielleicht oder Whiskey?“

„Nein, danke, ich möchte einen klaren Kopf behalten.“

„Dann wäre ein Espresso das Richtige für Sie. Keine Widerrede, so wie sie aussehen, können Sie etwas Anregendes vertragen.“ Er ließ keinen Widerspruch gelten und bestellte bei seinem Diener zwei Tassen.

„Also, John! Sie wundern sich sicher über mein Eingreifen?“

„Nein, ich erinnere mich wieder an alles. Auch daran, dass ich Ihren Rat früher immer geschätzt habe.“

Kimura strahlte. „Das freut mich. Doch kommen wir lieber gleich zur Sache. Die Zeit drängt. Ihr Vater ist wirklich Zeus und wollte sie töten? Das ist so ungeheuerlich, dass ich es einfach nicht glauben kann.“

„Was glauben Sie, wie mir es geht?“ fragte John.

Der Diener brachte die dampfenden Tassen und John nahm einen Schluck von dem heißen starken Gebräu. „Was genau wollen Sie wissen?“

Kimura sah ihn mit einem stechenden Blick an. „Ich schätze Sie sehr, auch wenn Sie das nicht wissen können. Seit vielen Jahren verfolge ich Ihren Werdegang. Wie Ihr Vater, konnte ich nicht verstehen, warum Sie Ihre Talente und Fähigkeiten an die Menschen verschwenden.“ Als Kimura Johns ablehnenden Gesichtsausdruck sah, schwächte er ab. „Verschwenden ist etwas unglücklich ausgedrückt. Ich meinte, dass Sie ihre Talente auch Ihrem Volk zur Verfügung stellen sollten.“

„Das tue ich doch. Die Menschen sind auch unser Volk, das jüngere Volk eben. Wenn ich ihnen helfe, helfe ich auch uns“, versuchte John seine Beweggründe zu erklären.

„Wir sehen das etwas anders, aber es ist Ihre Entscheidung. Was ich aber wissen muss, sind die Pläne Ihres Vater und was Sie nun vorhaben.“

Ohne zu zögern erzählte John Kimura von dem Plan seines Vaters, die Arya Varta von innen zu unterwandern und so die Saat Bhai an die Macht zu bringen. Er kam sich deswegen nicht wie ein Verräter vor, denn alles, für das sein Vater stand bekämpfte er selbst.

Kimura hörte ruhig zu und unterbrach John kein einziges Mal. Sein Gesichtsausdruck wurde aber immer düsterer. „Das wird uns vor ein großes Problem stellen“, meinte Kimura schließlich, als John geendet hat. „Die meisten Arya Varta werden uns keinen Glauben schenken, wenn wir ohne Beweise gegen Ihren Vater vorgehen. Er ist in der Bevölkerung sehr beliebt. Aber da wir nun gewarnt sind, werden wir Beweise gegen Ihren Vater sammeln und erst dann gegen ihn öffentlich vorgehen, wenn wir stark genug sind. Auf jeden Fall aber müssen wir jeden Mann und jede Frau in wichtigen Positionen überprüfen. Ein Grund zur Absetzung wird uns schon einfallen, wenn Verdacht besteht, dass es sich um einen Saat Bhai handelt. Und wenn es soweit ist, brauchen wir Sie, John! Das kann noch Jahre dauern, doch meine Frage ist: stehen Sie uns dann zur Verfügung? Wenn Sie als Philipps Sohn auf unserer Seite stehen, haben wir große Chancen.“

John sah zu Boden und ließ sich alles durch den Kopf gehen. Kimura meinte es gut, dass wusste er. Für den Anfang konnte er nach Atlantis zurückkehren. Was später war, würde man dann schon sehen.

Entschlossen sah er Kimura an. „Wenn Sie mich brauchen, bin ich da.“

Kimura atmete erleichtert auf. „Das ist wunderbar, John! Dann sollten Sie nun zum Stargate-Kommando und später nach Atlantis zurückkehren. Ich gebe Ihnen einen Vertrauten als Leibwächter mit: Colonel Han Sung-Joon. Sie beide kennen sich und Sie können ihm Ihr Leben anvertrauen.“

„Ich brauche keinen Leibwächter!“

„Oh, doch! Wir wollen, dass Sie am Leben bleiben, um eines Tages das Konzil anzuführen. Ich werde Ihnen für Dr. Beckett eine Technik mitgeben, mit der er in Zukunft das Gen eines jeden Menschen genau analysieren kann. Jeder, der wie Sie das Gen zu 100% hat, ist verdächtig. Damit kann er bei jedem Neuankömmling einen echten Antiker herausfiltern.“

„Na, schön!“ John gab sich geschlagen. Han war schließlich ein guter Freund aus Studienzeiten.

„Noch etwas! Halten Sie Ihre Identität so gut es geht geheim.“

„Einverstanden. Dr. Weir, Dr. Beckett und General O’Neill werden die einzigen sein, die alles erfahren. Dazu diejenigen, die schon Bescheid wissen.“

„Wie Sie wollen, aber vergessen Sie nicht, dass es hier um Ihr Leben geht.“

„Das werde ich nicht, Mr. Kimura und vielen Dank für alles. Und bitte warnen Sie Dr. Janus Martinez. Sein Leben ist in Gefahr.“

„Sie brauchen mir nicht zu danken. Und wir warnen Janus selbstverständlich. Bleiben Sie am Leben und kommen Sie, wenn wir Sie rufen.“

Aufrichtig dankbar schüttelte John Kimura die Hand. „Bevor Sie nun gehen, habe ich noch eine Überraschung für Sie“, Kimura lächelte ihn geheimnisvoll an.

John hörte hinter sich ein leises Geräusch und drehte sich um. Er glaubte seinen Augen nicht trauen zu können.


Fortsetzung folgt
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 08.11.2007, 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry das ich erst jetzt FB gebe habs irgendwie vergessen.

Was ist denn nun los? Jetzt da sie in Kimuras Haus amgekommen sind scheint John in Sichheriheit zu sein. Natürlich werden die Saat Bhai stärker denn je versuchen John zu töten. Und zwar richtig.

Aber was hat John denn gesehen? Etwa ein ZPM? *sabber*
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Selana
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BeitragVerfasst am: 08.11.2007, 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Felix: Ein ZPM ? Lachen
Versuche mir gerade das vorzustellen. Nö, was ganz anderes, wie du gleich lesen kannst.

Teil 16

„Mutter, du?“

Vanessa Sheppard trat hinter dem Vorhang hervor, hinter dem sie bisher stillschweigend gesessen und dem Gespräch mit Kimura und ihrem Sohn gelauscht hatte.

„Aber, ich verstehe nicht? Was machst du hier?“

„Kimura und ich sind Verbündete.“

„Jetzt verstehe ich. Han sprach von zwei Auftraggebern. Du bist der zweite Auftraggeber? Aber wie ist das möglich?“

Vanessa lächelte selbstbewusst. Sie machte auf einmal einen viel selbstsicheren Eindruck. „Ich bin nicht die gehorsame und ängstliche Ehefrau, wie mein Mann und du bisher geglaubt haben. Vielleicht war ich das am Anfang unserer Ehe, denn ich liebte meinen Mann aufrichtig, und auf eine besondere Art tue ich es immer noch. Als du geboren warst und die Anschläge auf dein Leben begannen, wurde ich hellhörig. Philipp sprach dauernd davon, die Saat Bhai zu bekämpfen. Und er gab auch entsprechende Befehle aus. Durch Zufall wurde ich aber Zeuge, wie er einen gegeben Befehl heimlich wieder rückgängig machte. Dabei gelang es ihm das immer so zu verschleiern, dass es nicht auffiel. Offiziell verfolgte er die Saat Bhai, doch inoffiziell geschah nichts. Zuerst stellte ich ihn zur Rede, doch er meinte nur, dass das etwas sei, dass ich nicht verstehen würde und alles nur zu deinem Schutz geschehe. Ich verstand Philipp nicht, doch ich liebte ihn und sprach ihn nicht mehr darauf an. Heimlich beobachtete ich aber weiter, was er tat. Ich stellte fest, dass er das öfters machte. Da verstand ich die Welt nicht mehr und wandte mich an Masui. Er ist ein alter Freund meines Vaters und so etwas wie ein Onkel für mich.“

„Warum hast du mich nicht eingeweiht?“ fragte John.

„Du warst ja nie da, und dann bist du auch noch spurlos verschwunden. Masui und ich machten uns die größten Sorgen. Dann bemerkte ich bei Philipp, dass seine Sorge um dein Verschwinden nicht so groß war, wie er es vorgab. Das machte mich noch mehr misstrauisch. Masui und ich begannen Philipp nun für einen Spion von Zeus zu halten und stellten weitere Nachforschungen an. Wir wussten, dass du anders als Philipp bist, konnten uns jedoch nie erklären, warum du so einfach von der Bildfläche verschwandest. Ich habe mir jedoch nie vorstellen können, dass Philipp dir etwas antun könnte.“

„Da haben wir uns ganz schön geirrt“, meinte John.

„Als Han dich dann auf dem Empfang traf und uns das mitteilte, waren wir ganz aus dem Häuschen“, sagte Vanessa.

„Warum hast du mich bei meiner Ankunft nicht eingeweiht?“

„Ich wusste nicht, ob ich dir vertrauen kann, John. Und das galt auch für Rhiana.“
„Was?“

„Du musst doch zugeben, dass du dich ganz schön seltsam verhalten hast. Ich ahnte ja nicht, was dein Vater dir angetan hatte.“

„Und nun stellt sich heraus, dass Vater kein Spion für Zeus ist, sondern Zeus selbst. Was wirst du nun machen, Mutter?“

„Selbstverständlich, was ich immer getan habe: die kleine gehorsame Ehefrau spielen.“

„Du willst bei Zeus spionieren? Aber Mutter, bist du Wahnsinnig? Wenn er das herausfindet, tötet er dich.“

Vanessa legte ihrem Sohn beruhigend die Hand auf die Schulter. „Das mache ich doch schon seit über vierzig Jahre. Er wird jeden verdächtigen, nur mich nicht. Mach dir keine Sorgen.“

„Du bist gut, wie soll ich mir da keine Sorgen machen?“

„Bei jedem Erdkontakt wirst du einen Bericht erhalten, damit du weißt, dass es mir gut geht. Wie sollen wir sonst gegen Philipp Beweise finden? Es ist unsere beste Chance. Und außerdem weißt du dann, wie ich mich all die Jahre gefühlt habe, als du so einfach verschwunden warst.“

John sah den energischen Blick in den Augen seiner Mutter. Die Frau vor ihm schien eine ganz andere Frau zu sein, als die, die er bisher als seine Mutter gekannt hatte. Und wenn er ehrlich war, gefiel ihm diese neue Mutter viel besser, als die alte. „Versprich mir vorsichtig zu sein, Mutter.“

Vanessa umarmte ihren Sohn und drückte ihn fest an sich. „Das bin ich und du bitte auch, ja?“

„Das verspreche ich dir.“

Mutter und Sohn trennten sich nur widerwillig, doch es wurde Zeit zu gehen. Für beide, denn sicher gab Philipp den Befehl das Haus Kimuras zu beobachten und dann war es besser, dass man seine Mutter nicht sah.

An der Tür drehte er sich nochmals herum und sah seine Mutter neben Kimura stehen. Sie winkte ihm zu. Er winkte zurück und ging dann schnell hinaus. Das Geheimnis seiner Mutter würde er in seinem Herzen tragen und niemanden sagen. Nur Rhiana hatte er vor einzuweihen. Je weniger Leute davon wussten, desto besser.

Draußen wartete Han auf ihn und sah in verschwörerisch lächelnd an. „So, dann werde ich dich also nach Atlantis begleiten. Ich bin schon sehr gespannt auf die legendäre Stadt der Vorfahren.“

„Du weißt schon alles?“

„Selbstverständlich. Und Ich habe das Diagnose-Programm für Dr. Beckett.“

Sie gingen zu den anderen und Han flog den Puddlejumper zur Stargate-Basis in Colorado.


Vier Wochen später
Atlantis-Basis

Die Daedalus hatte sie nach Atlantis gebracht. Sheppard hatte General O’Neill über alles in Kenntnis gesetzt. Nur das, mit seiner Mutter hatte er verschwiegen. Er erklärte ihm auch, dass er eines Tages das Stargate-Kommando verlassen würde, um seiner Bestimmung zu gehorchen.

O’Neill war damit einverstanden gewesen, denn das würde ihnen einen Partner geben, auf den die Menschen sich verlassen konnten. John hatte dem General auch erzählt, dass die Erdsicherheit noch immer mit den Arya Varta Verhandlungen führte. Philipp Sheppard war ihr Hauptverhandlungspartner, doch dank John wusste O’Neill nun von dessen Plänen. Deshalb hatte O’Neill darauf bestanden, dass alle Verträge auch von anderen Konzil-Mitgliedern, allen voran Masui Kimura, unterzeichnet werden musste. Nur mit der Unterschrift aller Konzil-Mitglieder war ein Vertrag gültig.

John war erstaunt über die Dreistigkeit seines Vaters, doch da niemand ihn eines Verbrechens angeklagt hatte, übte er seinen Vorsitz im Konzil weiterhin aus, als wäre nichts geschehen.

O’Neill wusste, dass es innerhalb der Arya Varta-Nation Machtkämpfe geben würde. Philipp Sheppard würde nicht so einfach von der Spitze vertreiben lassen. Einige Konzil-Mitglieder waren auf dessen Seite und hielten Kimuras Anschuldigungen als Versuch, Sheppard von der Spitze zu drängen. Kimura gab jedoch nicht auf. Und ein erkannter Gegner war ein Gegner, den man bekämpfen konnte. Und von seinem Trumpf im Ärmel ahnten die wenigsten etwas.

Mit der Daedalus kam neues Personal und Nachschub an Lebensmittel, Medikamente und sonstigen nützlichen Dingen in die Stadt. John und Rhiana zeigten Colonel Han alles. Colonel Caldwell war natürlich wütend gewesen, dass noch ein Colonel sich nun in Atlantis aufhielt, doch als Han ihm versicherte, dass er nicht die Absicht hatte, das Kommando zu übernehmen, hatte er sich wieder beruhigt.

Han sah sich staunend um. So eindrucksvoll hatte er sich Atlantis nicht vorgestellt. Er konnte es kaum fassen.

In ihrem Büro wartete Dr. Elizabeth Weir auf sie.

John stellte Han Elizabeth vor.

Elizabeth begrüßte den Colonel herzlich. „Willkommen in Atlantis, Colonel“, und an John gewandt. „Ich hoffe, alles lief zufrieden stellend?“ Als sie Johns Gesichtsausdruck sah, begriff sie sofort, dass es leider wohl nicht so war.

„Elizabeth, wir müssen reden. Holen Sie bitte noch Carson zu der Besprechung.“

Dr. Weir sah ihn erstaunt an, rief aber wie gewünscht nach Beckett.

John wartete bis Beckett da war, dann sah er beide an. „Elizabeth, schalten Sie bitte alle Überwachungsgeräte aus. Was ich nun erzähle, ist nur für die Ohren der hier Anwesenden gedacht. Als erstes möchte ich erklären, wer Colonel Han Sung-Joon wirklich ist. Er ist wie ich ein Antiker und … mein Leibwächter und wird deshalb zu meinem Team gehören.“

„Leibwächter? Für Sie?“ Jetzt war Elizabeth mehr als neugierig.

John fing an, alles in aller Ausführlichkeit zu erzählen. Als er fertig war, hätte man eine Stecknadel fallen hören.

„Und General O’Neill ist mit Ihrer Entscheidung, uns eines Tages zu verlassen, einverstanden?“ fragte Weir.

„Ja, dass ist er. Ich hoffe, Sie auch?“

„Nur ungern, aber es ist Ihr Leben und Ihre Entscheidung, John“, sagte Elizabeth, hoffte aber insgeheim, dass dieser Tag noch in weiter Zukunft liegen würde.

„Schön!“ Zum ersten Mal konnte John wieder lächeln. „Bis dahin werden noch einige Jahre und viele gemeinsame Abenteuer vergehen. Ich freue mich, wieder hier in Atlantis zu sein, bei der einzigen wahren Familie, die ich bisher hatte. Noch etwas! Zu niemanden sonst ein Wort.“

„Selbstverständlich!“ bestätigten ihm Elizabeth und Carson.

„Dann denke ich, kann ich Sie entlassen“, sagte Elizabeth. „Ich bin sicher, die Neuankömmlinge habe noch einiges zu erledigen. Colonel Han, ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit.“

„Das hoffe ich auch“, meinte Han und lächelte Elizabeth freundlich an.

„John kann Ihnen ein Quartier anweisen und auch die Stadt zeigen. Ich bin sicher, dass es hier viel gibt, dass selbst Sie, als Antiker, noch in Erstaunen versetzen wird.“

„Da bin ich ganz sicher“, meinte Han. „Es ist schließlich die Stadt der Vorfahren.“

„Und ich werde mir das Computer-Programm ansehen“, meinte Carson.

John und Rhiana brachten Han in den Wohnbereich. Er zeigte Han ein Quartier, dass er bewohnen konnte. „Dort ist das Quartier von Rhiana und mir“, John wies auf eine Tür ihnen gegenüber. „Ich nehme an, du willst in unsere Nähe wohnen, als mein Leibwächter“, meinte er dann grinsend.

„Selbstverständlich, und nimm es bitte nicht auf die leichte Schulter. Jetzt ist dein Leben noch mehr in Gefahr.“

„Ich werde dir helfen, sein Leben zu schützen, auch gegen seinen Willen“, meinte Rhiana.

„Davon bin ich überzeugt“, sagte Han. Er sah sich im Quartier um. „Ich werde mich einrichten. Dann könnt ihr mir etwas von der Stadt zeigen und auf einen Kaffee einladen.“

„Mit dem größten Vergnügen“, antwortete John. „Komm in einer Stunde in unser Quartier. Rhiana kann dann ihre neue Capuccino-Maschine ausprobieren.“ Er sah auf Rhiana. „Sagen wir lieber in zwei Stunden.“

„Wie du befiehlst“, Han sah dem verliebten Paar lächelnd hinterher. Er gönnte John sein Glück mit Rhiana. Sein Freund hatte bisher kein leichtes Leben gehabt. Und dann, Han lächelte vor sich hin, es gab verdammt hübsche Frauen in Atlantis. Ihm fiel dabei sofort Teyla ein, die zu Johns Team gehörte. Er hatte sie bei der Ankunft kurz kennen gelernt. Han begann sich auf seinen ersten Einsatz mit dem AR-1-Team zu freuen. Die Zukunft in Atlantis versprach interessant zu werden.


Planet Erde


Philipp Sheppard schäumte innerlich vor Wut. Alles war schief gelaufen. Sein lieber Sohn hatte ihn schmählich an das Konzil verraten. Zum Glück hatten die meisten das als einen Versuch Kimuras angesehen, um ihn zu entmachten. Doch dieser Narr war gefährlich und durfte nicht unterschätzt werden. Sicher würde er alles versuchen, um Beweise gegen ihn zu sammeln. Doch das würde er zu verhindern wissen.

Sheppard blickte auf, als sein Frau aufgelöst in den Raum eilte. „Philipp, das stimmt doch nicht, was Masui über dich sagt, oder?“

Philipp wischte die Tränen aus den Augen seiner Frau. „Aber Liebling, wie kannst du das nur glauben? Jetzt siehst du, was für ein hintertriebener Mann das ist, den du wie einen Onkel verehrst.“

„Natürlich hast du immer Recht, ich hätte dir glauben sollen. Und ich glaubte keine Sekunde an deine Schuld, Schatz, aber sag mir, was ist mit John?“

„Mach dir keine Sorgen um ihn. Er ist sicher in Atlantis angekommen. Ich habe jemand bei seinem Rückflug eingeschleust, der auf ihn aufpasst. Er ist in guten Händen.“

„Da bin ich aber erleichtert“, meinte Vanessa und lächelte ihn tapfer an. „Möchtest du jetzt was essen?“

„Aber ja, mein kleiner Liebling. Was gibt es denn?“

Dein Lieblingsessen selbstverständlich.“

„Was würde ich nur ohne dich machen, Schatz?“ Sheppard umarmte sie.

Vanessa erwiderte seine Umarmung. Ihr triumphierendes Lächeln sah er natürlich nicht. Die Neuigkeit des Spions würde sie gleich Kimura mitteilen. Er konnte es dann nach Atlantis weiterleiten.

Ende

Fortsetzung nur, wenn auch gewünscht.
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 08.11.2007, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich ist eine Fortsetzung erwünscht. Sehr glücklich

*puh* Sheppard ist endlich wieder in Atlantis. Das ist natürluch ein Grund zu Feiern. Auch die Tatsache das er einen Spion als Mutter hat ist auch nicht außer Acht zu lassen.

Ich fand das Kapitel gut. Nur wäre mir anstatt Vanessa ein ZPM lieber gewesen. *grins* Achja ich hoffe dier werden irgendwann etwas in der Art haben.. Cool
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Selana
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Anmeldungsdatum: 20.09.2007
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BeitragVerfasst am: 09.11.2007, 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

Felix: Gut, dann kommt gleich die Fortsetzung. So was ähnliches wie ZPMs werden sie haben, keine Sorge.

Teil 3: Freunde und Verräter


Teil 1


Colonel John Sheppard stand auf der Aussichtsplattform des Hotels auf Kula 3, das ihnen als Unterkunft diente. Kula war ein etwas abseits gelegener Planet in der Pegasus-Galaxis. Die Bewohner hatten seit über 400 Jahren keinen Besuch der Wraith mehr gehabt und so eine hohe Zivilisation aufbauen können, die der Erde in nichts nachstand. Die Daedalus, unter dem Kommando von Colonel Caldwell, hatte die Welt durch Zufall entdeckt.

Sheppards Team befand sich zu dem Zeitpunkt an Bord und so hatte sie Kontakt aufgenommen, um die Kula zu überzeugen, ihren Kampf gegen die Wraith zu unterstützen. Er dachte auch an die vergangenen Wochen zurück, als er auf der Erde gewesen war. Auf der Erde gab es noch Antiker und sein Vater war der Kanzler der Arya-Varta, wie sich die Antiker der Erde selbst nannten. Leider stellte sich heraus, dass sein Vater gleichzeitig noch der Anführer der Saat Bhai war, eine Gruppe Abtrünniger, die über die Erde herrschen wollten. Er hatte das herausgefunden und deshalb hatte sein Vater nicht davor zurückgeschreckt ihn töten zu lassen, weil John seine Ansichten nicht teilte. Zum Glück hatten die Arya-Varta und seine Geliebte Rhiana Remor, ihn gerettet. Rhiana war ebenfalls eine Antikerin, aber sie stammte aus der Pegasus-Galaxis vom Planeten Tengwar. Das lag nun schon Monate zurück und John war nach Atlantis zurückgekehrt.

So in Gedanken vertieft übersah er fast die atemberaubende Aussicht, die sich ihm hier bot: die Kristallberge, die in der goldenen Sonne in allen Farben leuchteten, und der purpurne See zu seinen Füßen. Die Häuser der Stadt, erbaut aus dem kristallähnlichen Material der Berge, leuchteten und blitzten in allen Farben des Regenbogens, sobald ein Sonnenstrahl auf sie fiel. Sheppard war fasziniert von dem Anblick der Kristallstadt und kam sich vor wie im Inneren eines Diamanten.

Als er leise Schritte hörte, drehte er schnell den Kopf. John sah seinen Freund Colonel Han Sung-Joon und Rhiana Remor auf sich zukommen. Sung hielt sich für so etwas wie seinen Leibwächter. Solange er ihm genügend Freiraum ließ, hatte John nichts dagegen.

Die Antikerin sah sogar in der Armeeuniform atemberaubend aus und John spürte, wie sein Herz anfing, schneller zu schlagen. Rhiana trat lächelnd auf ihn zu, während Han ein ernstes Gesicht zur Schau trug. „John, das ist sehr unvernünftig von dir. Du weißt, dass deine Mutter uns gewarnt hat, dass sich ein Spion in Atlantis aufhält. Noch ist es uns nicht gelungen, seine Identität zu erfahren. Und bis dahin ist dein Leben weiter in Gefahr.“

Han war ihm von seiner Mutter und Ratsmitglied Masui Kimura mitgegeben worden. Seine Mutter spionierte heimlich für Kimura gegen ihren Mann Philipp. Beide arbeiteten darauf hin, Philipp öffentlich als Saat Bhai zu enttarnen, was ihnen bisher noch nicht gelungen war. John war das gar nicht recht, denn sollte Philipp je von Vanessas Doppelspiel erfahren, würde er Johns Mutter ohne zu zögern töten.

„Han, ich weiß deine Fürsorge zu schätzen, aber was soll mir hier schon geschehen?“

„Nicht alle Antiker lieben dich. Der Spion könnte auch den Auftrag haben, dich zu töten. Du bist viel zu wichtig für uns und unsere Bewegung, als das du dich solch einem Risiko aussetzen kannst.“

„Zu Befehl, Colonel“, sagte Sheppard lächelnd.

„Han hat Recht, John. Du bist viel zu leichtsinnig“, meinte auch Rhiana. „Aber ich werde dafür sorgen, dass du in Zukunft vorsichtiger bist.“

Sie legte ihm leicht die Hand auf den Arm, und die Berührung ließ ihn für den Augenblick alle Sorgen vergessen. Wie gut, dass es sie gab. Sheppard konnte sich ein Leben ohne Rhiana nicht mehr vorstellen.

„Sie sind gerade aus der Beratung zurückgekehrt, John. Ich bin sicher, dass sie positiv für uns entscheiden werden“, meinte Rhiana. „Kommt, gehen wir!“ Sie hängte sich bei John ein, und zusammen verließen sie, gefolgt von Han, der vor sich hingrinste, die Aussichtsplattform.

Mit dem Lift fuhren sie ins 20. Stockwerk hinunter und betraten den Sitzungssaal. Die Kula erwarteten sie schon. Sheppard, Rhiana und Han betraten den Kreis innerhalb der Runde. Die Kula schauten sie ernst an. Fast kam es Sheppard vor, als stünde er vor einem Tribunal, dass gerade ein Urteil über ihn gefällt hatte.

Der Sprecher, ein schon etwas älterer Kula erhob sich. „Colonel Sheppard, wir haben Ihre Rede mit Interesse gehört und uns ausführlich beraten. Wir Kula sind nur eine kleine Gemeinde und bisher von dem Unheil verschont geblieben. Aber auch wir wissen von der Gefahr, die von den Wraith ausgeht. Sie haben uns Ihre Möglichkeiten gezeigt und wir denken, zusammen können wir uns gegen die Wraith behaupten. Wenn sich noch viele Welten uns anschließen, können wir vielleicht eines Tages die Wraith besiegen. Deshalb sind wir zu dem Schluss gekommen, Sie zu unterstützen. Wir haben nicht viel, aber was wir haben, steht Ihnen bei Bedarf zur Verfügung. Wir erwarten allerdings auch, sollten die Wraith unseren Planeten angreifen, von Ihnen Unterstützung. Können Sie uns dies versprechen?“

„Ja“, meinte Sheppard erleichtert. „Das können wir. Sollten Sie wirklich Unterstützung und Hilfe benötigen, werden wir Ihnen zur Hilfe eilen. Die näheren Einzelheiten können Sie dann mit Dr. Elizabeth Weir besprechen. Sie wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen und Sie in den nächsten Tagen besuchen.“

„Gut, dann ist es beschlossene Sache.“

Guten Mutes verließen Sheppard und seine Begleiter den Sitzungssaal. Wieder eine Welt, die auf ihrer Seite stand. So konnten sie beruhigt nach Atlantis zurückfliegen.

Während Han schon zur Daedalus zurückbeamte, mussten Sheppard und Rhiana noch einen Besuch machen. Sie würden Han später folgen.

Eine Stunde später waren auch Sheppard und Rhiana bereit zu gehen. Von der Daedalus kam jedoch die Nachricht, dass der Asgardtransporter ausgefallen war. Eine Fehlfunktion, die sich niemand erklären konnte. Die Kula stellten ihnen deshalb ein Shuttle zur Verfügung, dass sie zur Daedalus bringen konnte. Als sie ins Freie traten, wartete das Shuttle schon auf sie. Die beiden stiegen ein und setzten sich. Der Pilot schaltete den Antrieb ein und langsam hob das Shuttle ab. In kürzester Zeit hatten sie die Atmosphäre verlassen. Die Daedalus befand sich auf der anderen Seite des Planeten.

Die Passagiere genossen die Aussicht auf die Welt unter ihnen. Wie ein bläulich glitzerndes Juwel schwebte sie unter ihnen. Sie hörten, wie der Pilot Verbindung mit der Daedalus aufnahm.

Sheppard erkannte die Stimme von Han. Plötzlich verstummte die Stimme des Colonels.

Kurze Zeit später rief der Pilot seine Passagiere aufgeregt nach vorne. „Colonel Sheppard, genau über uns entsteht ein Hyperraumfenster!“

„Wo?“ Sheppard sprang aus seinem Sitz und lief zu dem Piloten. Er sah aus dem Fenster des Shuttles.

Tatsächlich! Genau über ihnen erschien das Hyperraumfenster, aus dem gleich darauf ein Raumschiff hervor schoss. Es war ein Antikerschiff. John hatte ein solches in dem geheimen Stützpunkt seines Vaters auf der Erde gesehen. Das sah nicht gut aus. Wahrscheinlich war auch der Ausfall des Transporters auf der Daedalus kein Zufall gewesen.

„Senden Sie einen Notruf an die Daedalus“, befahl Sheppard.

„Die Verbindung wurde unterbrochen, Colonel“, gab der Kula Auskunft. „Jemand stört unsere Frequenz. Das muss das fremde Schiff getan haben.“

Vor ihnen wurde der Raumer immer größer. Er war ungefähr so groß wie die Daedalus. Ohne Vorwarnung eröffnete das Schiff das Feuer auf sie. Ein Ruck ging durch das kleine Shuttle, doch es war offensichtlich nur ein Warnschuss gewesen. Ein paar Jumper verließen das Mutterschiff und kreisten das Shuttle ein. Sie trieben es auf einen weit geöffneten Hangar zu.

„Sie wollen offensichtlich, dass wir hineinfliegen“, vermutete der Pilot. Er sah fragend zu Sheppard an. „Was soll ich tun?“

Ein weiterer leichter Treffer unterstrich die Aufforderung. Sheppard wusste, wann er sich geschlagen geben musste. „Landen Sie!“ befahl er dem Kula.

Während der Pilot das Shuttle langsam in den Hangar hineinflog, sah sich Sheppard um.

„Verdammt!“ fluchte er. „Wo bleibt die Daedalus? Sie müssen das Hyperraumfenster doch bemerkt haben.“

Rhiana war neben Sheppard aufgetaucht. Ihre Blicke trafen sich.

„Was auch immer geschieht, Rhiana. Wir sind zusammen.“

Ihr Shuttle verschwand in dem Hangar des Schiffes und der Pilot landete es sicher. Die Tore schlossen sich mit einem hässlichen Geräusch, und Sheppard hatte das Gefühl, das es endgültig war. Soldaten stürmten in die Halle und umstellten das Shuttle.

Sie waren gefangen.

Der Pilot sah Sheppard fragend an. Sheppard nickte ihm beruhigend zu. „Öffnen Sie die Tür. Es hat wohl keinen Zweck, sich zu wehren.“

Auf den zögernden Knopfdruck des Piloten hin, öffnete sich zischend die Außentür, und sofort stürmten Soldaten in das Innere des Shuttles.


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FelixE
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BeitragVerfasst am: 09.11.2007, 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ohje was ist denn jetzt passiert?

DIe Stadt aus Kristall hört sich ja superschön an. Auch das sie technologisch hoch entwickelt sind finde ich toll. Ein neuer Bündnispartner.

Aber was ist denn bitte zum Schluss passiert? Sind es Rhianas Leute oder holt in sein Vater um ihn entgültig zu töten oder eventuell noch ganz andere Antiker?
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Selana
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BeitragVerfasst am: 11.11.2007, 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Felix: Na, dann will ich dich nicht mehr länger warten lassen mit der Fortsetzung.

Teil 2

„Mitkommen!“ befahl einer von ihnen. Wohl oder übel mussten die drei gehorchen.

Gefolgt von Rhiana und dem Piloten, stieg Sheppard als Erster aus dem Shuttle. Die Soldaten standen Spalier und ließen die drei passieren. Am Ende der Gasse stand eine Gestalt, ganz in Schwarz gekleidet. Ihr Haar leuchtete golden, und die Frau lächelte Sheppard triumphierend an.

„Hallo, Colonel Sheppard. Willkommen an Bord der Pandora. Es ist mir eine besondere Freude, Sie und Ihre kleine Freundin als meine Gäste begrüßen zu dürfen.“

„Ich glaube nicht, dass wir schon das Vergnügen hatten“, erwiderte John gelassen.

„Oh, wie unhöflich von mir. Ich bin Lara Hunter. Ihr verehrter Vater hat mich geschickt, um Sie nach Hause zu holen, John.“

„Ich will mit meinem Vater nichts mehr zu tun haben.“

„Aber er mit Ihnen. Sie sind ein Verräter unseres Volkes und müssen abgeurteilt werden.“

„Wie bitte?“

„Ihr Vater hat den Rat davon überzeugt, dass Sie unser Volk verraten haben. Es wurde fast einstimmig beschlossen, Sie vor Gericht zu stellen.“

„Fast?“

„Es gab nur zwei Gegenstimmen, die von Masui Kimura und einem weiteren Mitglied des Rates, der aber unter Kimuras Einfluss steht.“

John konnte nicht glauben, was er da hörte. Was war auf der Erde geschehen? Sobald er in Atlantis war, musste er sich mit seiner Mutter in Verbindung setzen. Sofern er es schaffte, aus diesem Schlamassel heil herauszukommen.

„Wenn Sie auf Hilfe Ihrer menschlichen Freunde hoffen, muss ich Sie enttäuschen, Colonel. Wir befinden uns inzwischen schon wieder im Hyperraum, und niemand wird uns finden.“ Sie wandte sich an ihre Leute. “Bringt ihn und die Frau die vorbereitete Zelle. Wir werden uns später ausführlich mit ihnen beschäftigen. Den Piloten tötet.“

„Nein! Das dürfen Sie nicht! rief Sheppard entsetzt. „Er ist nur ein einfacher Pilot.“

Lara weidete sich an Sheppards Entsetzen und lachte dann laut auf. Er hätte sich nicht mit Ihnen einlassen sollen, John!“

Sheppard und Rhiana wurden gepackt und fortgeführt. Der Pilot schrie, doch John konnte ihm nicht helfen. Der arme Mann verschwand aus ihrem Blickfeld. Das würde die Frau büßen, das schwor John sich selbst. Die Zellentür schloss sich zischend hinter ihnen.

Rhiana und Sheppard blickten sich sekundenlang wortlos an. „Du hättest nichts für ihn tun können, John.“

Sheppard nahm Rhiana in die Arme: „Sie wird dafür bezahlen und wir werden von hier fortkommen, das verspreche ich dir.“

Lange standen sie so da und umarmten sich.


„Verdammt!“ Han blickte wütend auf die Anlage, aus welcher die Stimme des Shuttlepiloten geklungen und dann so plötzlich abgebrochen war. Er drehte sich herum und blickte Colonel Caldwell, den Kommandanten an.

„Lassen Sie uns mit Höchstgeschwindigkeit zum letzten Standort des Shuttles fliegen“, Colonel. „Ich fürchte John ist in Gefahr. Ich hätte ihn nicht alleine auf der Oberfläche lassen sollen.“

Caldwell sah den Antiker an. Eigentlich hatte der Mann ihm nichts zu befehlen. Doch es ging um das Leben Sheppards, also gab er an den Steuermann die entsprechenden Befehle weiter.

Die Daedalus beschleunigte, und der Steuermann konzentrierte sich auf die Anzeigen. Plötzlich stutzte er. „Colonel Caldwell, ein Hyperraumfenster hat sich aufgebaut. Ich kann auch das dazugehörige Schiff orten: ein unbekanntes Schiff.“

„Zeigen!“ befahl Caldwell. Auf dem großen Panorama-Schirm, der die ganze Vorderseite der Zentrale ausfüllte, erschien der Weltraum. Deutlich erkannte Caldwell das Hyperraumfenster und das Schiff. Es flog gerade wieder in das Fenster hinein.

Mit Höchstgeschwindigkeit näherten sie sich der Stelle, doch sie kamen zu spät. Das Fenster schloss sich genau in dem Augenblick, als sie es erreichten.

Han blickte dem verschwundenen Schiff sprachlos hinterher. Er hatte die Bauart erkannt. Ein Schiff seines Volkes. Das konnte nur eines bedeuten: die Saat Bhai hatten John!

„Ortungsoffizier, ist das Shuttle mit dem Colonel noch da?“ erkundigte Han sich ohne große Hoffnung.

Die Offizierin beschäftigte sich einen Augenblick mit ihren Anzeigen, bevor sie antwortete. „Nein, Colonel. Das Shuttle ist verschwunden.“

„Dann wurden Colonel Sheppard und Rhiana entführt.“ Han wusste im ersten Moment nicht, was sie tun sollten, doch dann fuhr er entschlossen herum. „Lasst mich an die Anzeigen. Vielleicht kann ich ihre Spur finden.“

Auf dem Planeten Makar

Teyla Emmagan dachte an das Gespräch, das sie vor kurzem mit ihrem Freund Geros geführt hatte. Teyla befand sich im Auftrag ihres Volkes auf Makar, um Handel zu treiben. Dabei hatte Geros ihr von einem unbekannten Raumschiff erzählt, das vor kurzem hier gewesen war. Einige Besatzungs-Mitglieder hatten sich nach der alten Stadt Atlantis erkundigt und besonders nach einigen ihrer Bewohner. Dabei war der Name John Sheppard gefallen. Die Fremden suchten John.

Und das fand Teyla sehr beunruhigend. Sie nahm Verbindung mit Atlantis auf und informierte Dr. Weir darüber. Dabei erfuhr sie die entsetzliche Neuigkeit, dass Sheppard von einem unbekannten Antiker-Raumschiff entführt worden war. Das konnte nur das Schiff sein, das Geros erwähnt hatte.

Sie unterbrach die Verbindung. Die Athosianerin hielt sich im Schatten eines Gebäudes verborgen und beobachtete die Umgebung. Seit einiger Zeit hatte sie das Gefühl von einem Mann verfolgt zu werden.

Da war dieser Mann wieder. Bisher hatte sie ihn nur von weitem gesehen. Sie beschloss, den Spieß umzudrehen. Die Athosianerin bewegte sich lautlos im Schatten vorwärts. Der Mann schien es nicht zu bemerken. Sie konnte sich lautlos wie eine Schlange und genauso geschmeidig bewegen.

Der Mann war jetzt noch etwa drei Meter von ihr entfernt und wandte ihr den Rücken zu. Sie hob entschlossen ihr Messer, ein Satz, und ihre Arme umschlangen den Hals des Menschen.

Teyla zog ihn in den Schatten. „Keinen Laut oder ich steche zu!“ Ihr Messer saß drohend an der Kehle des Mannes.

Dieser wagte nicht, sich zu rühren. „Ich lasse Sie los, aber wenn Sie eine verdächtige Bewegung machen, steche ich zu.“

Teyla ließ vorsichtig den Hals des Mannes los. „Umdrehen!“ befahl sie.

Der Mann gehorchte. Er hatte dunkelbraune Haare und blaue Augen, die sie nun durchdringend musterten. Sein Gesicht war ebenmäßig geschnitten, seine Gestalt schlank, und doch machte er einen kräftigen Eindruck. Wahrscheinlich trieb er viel Sport.

Die Athosianerin und der Fremde musterten sich schweigend. Schließlich war es der Mann, der die Stille durchbrach. „Teyla, nehme ich an?“ Die Athosianerin nickte.

„Mein Name ist Jordan und ich weiß, wo Sie Colonel Sheppard finden können.“ Seine Stimme klang tief und hörte sich sympathisch an.

Teyla hob das Messer etwas an. „Woher wissen Sie das von Colonel Sheppard?“

„Das ist eine lange Geschichte, aber Sie müssen mir einfach vertrauen. Ich bin Ihre einzige Chance Sheppard zu finden. Bitte stecken Sie endlich das Messer weg, bevor wir hier ein Aufsehen erregen.“

Widerstrebend gehorchte Teyla und ließ das Messer wieder verschwinden. „Warum sollte ich Ihnen vertrauen?“

„Ich kenne das Codewort“, er sagte eine Zahlenkomination auf, die Teyla bestätigte, dass von der Erde von Johns Mutter kommen musste.

„Kommen Sie, meine Liebe. Hier ist es zu gefährlich. Wir müssen diesen Planeten sofort verlassen. Ich habe ein kleines Schiff, das uns sicher an unser Ziel bringen wird“, fuhr der Fremde fort.

Teyla wurde wieder misstrauisch. „Schiff? Ziel? Wohin wollen Sie mich bringen? Sie glauben doch nicht, dass ich so einfach mit Ihnen gehe und in eine Falle tappe?“ Sie legte ihre Hand unwillkürlich auf ihr Messer. Das kühle Metall gab ihr ein beruhigendes Gefühl. Jetzt hätte sie Ronon gebrauchen können, doch der war nicht da. Der geheimnisvolle Fremde, der sich Jordan nannte, sah es, lächelte aber nur dazu.

„Es ist keine Falle. Wenn Sie es wünschen, gehe ich voraus. Dann haben Sie mich immer im Blickfeld. Alles was ich tue, dient nur dem Zweck, m … dem Colonel zu helfen.“ Jordan drehte sich um und ging einfach davon.

Zögernd folgte ihm Teyla. Er kannte den Code und etwas sagte ihr, dass sie Jordan vertrauen konnte. Sie beschloss, dass etwas Misstrauen nicht schaden konnte.

Die beiden erreichten bald darauf das Sternentor. Jordan gab eine Adresse ein und ging hindurch. Teyla folgte ihm. Sie hoffte, dass ihr Gefühl sie nicht in die Irre geführt hatte und sie in eine Falle lief.

Als sie aus dem Wurmloch trat, fand sie sich in einer ihr unbekannten Welt wieder. Das Tor stand mitten auf einem Geröllfeld. Dicht daneben stand ein kleines Raumschiff. Es ähnelte entfernt einem Jumper, war aber viel länger und mindestens dreimal so groß.

„Ist das Ihr Schiff?“

Jordan lächelte leicht: „Es ist eine Spezialanfertigung, nur für mich gemacht. Klein, aber ungeheuer wendig und trotz seiner Größe so kampfstark wie ein großer Kreuzer. Mit einem Hyperraum-Antrieb.“

Teyla sah Jordan von der Seite an. Wenn er solch ein Schiff besaß, konnte er nur eine wichtige Persönlichkeit sein. Das gab Teyla noch mehr Rätsel auf. Etwas irritiert sah Teyla Jordan hinterher, der in seinem Schiff verschwand. Sie folgte Jordan in das Innere.

„Willkommen an Bord der Excalibur 3, Teyla. Jetzt setzen Sie sich und schnallen sich bitte an. Es geht los.“

Kaum hatte sie Platz genommen, startete die Excalibur auch schon. Der Planet blieb zurück, und das Schiff verschwand wenig später im Hyperraum.

„Wo fliegen wir hin?“ fragte Teyla.

„Wir müssen Colonel Sheppard und Rhiana retten. Ich denke, das ist auch Ihre Aufgabe, oder?“

„Allerdings. Der Colonel ist ein guter Freund und Kampfgefährte. Wir könnten aber Hilfe von Atlantis holen.“

„Das dauert zu lange. Hören Sie, ich weiß, wo wir sie finden werden. Auf einem kleinen, unscheinbaren Planeten.“

„Woher wissen Sie das?“

„Ich darf Ihnen leider nicht alles sagen. Vertrauen Sie mir einfach, Teyla.“

„Na gut, aber nur unter der Bedingung, dass Sie mir später alles erklären.“

„Wenn die Zeit gekommen ist, dann erfahren Sie alles.“

Damit gab sich die Athosianerin im Moment zufrieden, und die nächste Zeit verbrachten sie schweigend, jeder seinen eigenen Gedanken nachhängend.


Fortsetzung folgt
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 11.11.2007, 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hui ein Fremder Antiker (?) mit einem Jumper. Ist das etwa das 2. Konzilmitgliewd das dagegen war SHeppard zu verurteilen?

Tja, dass Sheppard von "seinen eigenen Leuten" gefangen genommen wurde ist schon tragisch. ICh bin gespannt was das nächste Kapitel beinhaltet.
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Selana
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BeitragVerfasst am: 12.11.2007, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Felix: Falsch geraten mit dem neuen Antiker, aber wer es ist verrate ich nicht Cool , musst du schon nachlesen.

Teil 3

Auf der Pandora

„Sehen Sie sich das genau an, Sheppard.“ Lara Hunter zeigte auf den Bildschirm in der Zentrale ihres Schiffes. Dort war ein kleiner Planet zu erkennen. Blaugrün schimmerte er zu ihnen herauf. Unwillkürlich dachte John an die Erde. Allerdings zeigte der Planet nicht die gewohnten Kontinente, sondern nur einen Einzigen, der von Osten nach Westen den ganzen Planeten umspannte. Dadurch sah er aus wie ein Gürtel, der den Planeten zusammenhielt. Der Rest war eine Wasserwüste. Der Kontinent schien ein einziger Dschungel zu sein, unterbrochen von Flüssen, Seen und einigen Bergen.

Sie hatten Rhiana in der Zelle gelassen und nur Sheppard geholt. Jetzt saß er gefesselt in einem Sessel. Plötzlich wusste John, dass er die Welt kannte. Es lebte eine kleine Kolonie Menschen dort, die ihm und seinem Team geholfen hatten. Als Dank hatten die Atlanter ihnen Medizin und technische Geräte geliefert. Ihm schwante Böses.

„Dort unten leben Freunde von Ihnen, nicht wahr?“ fuhr Lara fort. „Der Planet liegt auf unserem Weg zur Erde, deshalb machen wir diesen kleinen Abstecher.“

Lara kam zu ihm herüber und beugte sich über ihn. John roch ihr Parfüm, und ihre langen, blonden Haare kitzelten seine Wangen.

Lara packte ihn am Haar und zog ihm den Kopf in den Nacken. „Ihre Freunde da unten werden eine Überraschung erleben, Sheppard. Gleich hat ihre letzte Stunde geschlagen.“

„Sie sind verrückt, Lara. Was Sie vorhaben, ist Massenmord. Diese Menschen haben Ihnen nichts getan.“

„Sie haben Ihnen geholfen! Und das genügt“, ihre Augen funkelten fanatisch. „Was wissen Sie schon? Die Normalen sind unwichtig. Was zählt, ist die Sache und die Macht. Beides haben Sie verraten.“

Sie ließ Sheppards Kopf los und wandte sich zu ihrer Besatzung um. „Habt ihr die Siedlung endlich ausgemacht?“ herrschte sie ihre Leute an.

„Ja, Miss Hunter. Wir stehen genau darüber.“

„Sehr gut. Angriff!“

Sheppard saß so nahe am Bildschirm, dass er alles gut sehen konnte. Unten am Boden konnte er jetzt eine kleine Siedlung erkennen. Die Häuser waren so geschickt in die Landschaft integriert, dass man sie auf den ersten Blick übersah. Nur wenn man sehr genau hinsah, war der Ort als solcher zu erkennen.

Die Pandora griff an. Die Menschen wurden total überrascht. Die Pandora benutzte ihre Waffen gnadenlos, und die Hälfte der Siedlung wurde zerstört, bevor die Menschen die ersten Abwehrschüsse vom Boden aus abfeuern konnten.

Sheppard versuchte verzweifelt seine Fesseln abzuschütteln, doch er hatte keine Chance.

Da erschütterte ein Treffer die Pandora. Die Atlanter hatten den Siedler auch Abwehrwaffen geliefert, um im Falle eines Angriffes der Wraith wenigsten eine kleine Chance zu haben. Der Schütze hatte gut gezielt, doch noch erreichte er damit nicht viel. Die Pandora flog siegessicher einen neuen Angriff, um den Siedlern den Rest zu geben.

Doch Lara und ihre Leute hielten es in ihrer Arroganz nicht für nötig, den Schutzschild aufzubauen. Dies rächte sich jetzt.

Als die Pandora erneut über sie flog, zielte der Schütze an der Kanone besser. Gleich vier Treffer erschütterten das Schiff und brachte sie ins Schlingern.

„Schäden am rechten Heck!“

Der Pilot versuchte das Schiff in den Griff zu bekommen, was ihm am Anfang auch gelang. Ein weiterer Treffer schüttelte das Schiff durch.

Lara Hunters wütende Stimme war durch das Chaos zu hören. Sheppard sah den Dschungelboden auf sich zuschießen und schloss in Erwartung des Aufpralls die Augen. Doch dieser blieb aus. Er wagte es wieder, die Augen zu öffnen. Der Boden kam immer noch näher, doch der Pilot schien sein Handwerk zu verstehen. Der Absturz vollzog sich kontrolliert, der Pilot hatte das Schiff in eine Gerade gebracht und versuchte eine Notlandung. Doch überall war nur undurchdringlicher Dschungel zu sehen.

„Ich muss es riskieren!“ rief der Pilot. „Ich kann das Schiff nicht mehr länger halten. Festhalten!“

Sheppard brauchte das wohl als Einziger nicht zu tun, denn er war noch immer an den Sessel gefesselt. Der Boden kam immer näher, das Schiff berührte die Kronen der Bäume und köpfte bei seinem Flug die Gipfel vieler Baumriesen, bis es schließlich nach einer Ewigkeit, wie es Sheppard erschien, mit einem Krachen zwischen den Bäumen stecken blieb. Sheppard fühlte, wie er nach vorne geschleudert wurde, doch die Fesseln hielten ihn. Er wurde zurückgeschleudert und spürte, wie eine Schmerzwelle durch seinen Rücken schoss, dann war Ruhe.

Eine Ruhe, die gespenstisch wirkte. Sheppard lag in seinem zertrümmerten Sessel, seine Fesseln waren jetzt verrutscht, und er versuchte aufzustehen. Der Schmerz, der dabei durch seinen Körper fuhr, war mörderisch, und er blieb einen Moment bewegungslos liegen. Doch dann ignorierte er den Schmerz und sah sich um. Sheppard sah bewegungslose Gestalten und einige, die anfingen, sich zu rühren. Er sah Lara Hunter, die reglos in einer Ecke lag. Das Schiff selbst schien gut heruntergekommen zu sein, denn außer einigen rauchenden Computern sah er keine große Zerstörungen.

Flucht!

Rhiana!

Der Gedanke durchzuckte ihn wie ein Schlag, und ohne auf seinen schmerzenden Rücken zu achten, machte er sich auf den Weg zu seiner Zelle. Den Weg hatte er sich gemerkt. Es war nicht weit.

Mit klopfendem Herzen öffnete er die Tür. „Rhiana!“ rief er in die Dunkelheit hinein.

„John?“ Im nächsten Augenblick lag sie in seinen Armen, und er fühlte sich so glücklich und erleichtert wie schon lange nicht mehr. Rhiana berührte seinen lädierten Rücken, was ihm einen leichten Schmerzensschrei entlockte.

„John?“ hörte er Rhiana besorgt fragen. „Bist du verletzt?“

„Es ist nur der Rücken, den ich mir beim Absturz abgeschlagen habe. Was ist mit dir?“

„Mir fehlt nichts, bis auf eine kleine Platzwunde an der Stirn.“

„Dann komm! Wir müssen das Schiff sofort verlassen. Es ist unsere Chance zur Flucht, denn noch herrscht Chaos, der sich sicher aber bald legen wird.“

Durch das einsetzende Durcheinander suchten sie sich einen Weg nach draußen. Sie folgten einfach einigen Menschen, die nach draußen rannten. Im allgemeinen Durcheinander achtete niemand auf sie. Rhiana stützte ihn, und sie verschwanden im Dschungel, wo sie sich endlich, als sie glaubten, in Sicherheit zu sein, ins hohe Gras sinken ließen.

An Bord der Excalibur

Teyla war sich nicht sicher, wie Jordan auf einen Anruf nach Atlantis reagieren würde. Deshalb wartete sie sicherheitshalber, bis er sich zur Ruhe begab.
Da sie sich mit Antiker-Funkgeräten auskannte, war es nicht schwierig für sie, eine Verbindung nach Atlantis herzustellen.

Sie erzählte Dr. Weir die Neuigkeit. „Sie sind also mit diesem Jordan alleine unterwegs, Teyla? Ist das nicht leichtsinnig?“

„Ich hoffe nicht, aber es ist eine Chance den Colonel und Rhiana zu finden. Natürlich versuche ich noch die Daedalus zu erreichen. Vielleicht können sie das Schiff orten und uns folgen.“

Teyla beendete das Gespräch und versuchte auch die Daedalus zu finden. Das gelang ihr zu ihrem Bedauern leider nicht.

Sie bemerkte nicht, dass Jordan sie die ganze Zeit belauscht hatte, doch er stellte sie weder zur Rede, noch unterbrach er die Funkverbindung. Still lächelte er vor sich hin.

Teyla beschloss sich noch etwas ausruhen, denn in wenigen Stunden würden sie ihr Ziel erreichen. Teyla ging zu ihrer Kabine.


Im Dschungel

Rhiana streckte Sheppard ihren Arm entgegen, um ihm aus einem Schlammloch zu helfen. Seit Stunden kämpften sie sich durch den Dschungel. Was von oben noch idyllisch ausgesehen hatte, entpuppte sich hier unten als die Hölle.

Gerade liefen sie noch über festen Dschungelboden, da hatte dieser einfach unter ihnen nachgegeben, und sie waren in dieses übel riechende Schlammloch gefallen. Halb schwimmend, halb kriechend hatten sie es zurück auf festen Boden geschafft.

Sheppard hatte Rhiana auf das Trockene geschoben, und sie half nun ihm heraus. Nun lagen sie beide, über und über mit dem grünschwarzen Schlamm bedeckt, auf dem Boden und keuchten um die Wette.

Rhiana starrte in Sheppards schlammverschmiertes Gesicht und brach in Gelächter aus. Nach kurzem Zögern stimmte John darin ein, denn Rhiana sah nicht besser aus.

„Ich glaube, uns beiden würde ein Bad nicht schaden“, meinte Sheppard trocken. Sein Rücken tat immer noch weh, aber inzwischen spürte er sämtliche Knochen im Leib, so dass dieser eine Schmerz nicht weiter auffiel. „Komm weiter, Rhiana, hier können wir nicht bleiben. Vielleicht finden wir bald die Siedlung. Es müsste nicht mehr all zu weit sein.“

Eine weitere Stunde kämpften sie sich durch den Dschungel, bis sie plötzlich wie erstarrt stehen blieben. Vor ihnen öffnete sich der Urwald zu einer kleinen Lichtung. Darin befand sich ein kleiner runder See, der von einem Fluss gespeist wurde. Von Osten nach Westen floss er und plätscherte munter vor sich hin, einem fernen Ziel entgegen, das ohne Zweifel das Meer oder ein größerer Strom war.

Mit einem Satz stürzte sich Sheppard ins Wasser, um den Dreck und den Schlamm abzuspülen. Rhiana blieb zögernd am Ufer stehen. Es konnten sich gefährliche Tiere im Wasser befinden.

Sheppard war dies im Moment egal. Er winkte ihr zu: „Komm herein, Rhiana. Das Wasser ist herrlich.“ Spielerisch spritzte er sie nass.

„John!“ rief Rhiana mit gespieltem Entsetzen. Doch dann zog sie schnell die schmutzigen Kleider aus und folgte ihm in den See.

John hatte Recht, es fühlte sich wundervoll an. Neckend bespritzten sie sich gegenseitig mit Wasser und amüsierten sich dabei königlich.

Im Wasser schwammen Fische, die sich ihnen zutraulich näherten. Dieses wurde dreien von ihnen zum Verhängnis. Sheppard konnte sie mühelos fangen und ans Ufer werfen.

„Tut mir Leid, Freunde, entweder ihr oder wir.“

Mit Hölzchen gelang es Sheppard mühsam ein kleines Feuer zu entfachen, über dessen Flammen sie die Fische brieten. Sie schmecken herrlich.

„Wo hast du gelernt, so Feuer zu machen?“ fragte Rhiana, nachdem sie gegessen hatten.

„Als Kind war ich bei den Pfadfindern“, scherzte John. Und auf Rhianas fragenden Blick hin, fügte er hinzu. „Solche Sachen lernt man bei der Ausbildung der Air-Force. Da wurden wir vier Wochen ohne Nahrung und Ausrüstung ausgesetzt, und um zu überleben, mussten wir uns solche Methoden aneignen. Später erfuhren wir dann allerdings, dass man uns dauernd unter Beobachtung hatte. Wir hätten nicht verloren gehen können. Da wir dies aber nicht wussten, war es für uns tödlicher Ernst.“

„Ich glaube, das sollten wir Antiker mit unseren Soldaten auch machen“, meinte Rhiana lachend.

„Schaden würde es bestimmt nicht“, stimmte John zu.

Rhiana warf einen besorgten Blick in die Höhe. „Was meinst du, wie lange wird es wohl noch hell sein?“

John sah nach dem Stand der Sonne. „Bestimmt noch einige Stunden. Weißt du, der Fluss hat mich auf eine Idee gebracht. Ich werde ein Floß bauen, damit wir den Fluss als Transportmittel benutzen können.“

„Auch so ein Pfadfindertrick?“ fragte Rhiana schelmisch.

„Ja, genau.“

„Wie willst du eines bauen?“

John zeigte auf einige kleinere Baumstämme, die der Fluss als Treibgut mitführte und auf den Dschungel. „Dieses Holz werden wir benutzen und mit Lianen aus dem Wald können wir es zusammenbinden. Es wird zwar einfach sein, aber völlig ausreichen, um uns zu transportieren.“


Fortsetzung folgt
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 12.11.2007, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Tja und wiedereinmal richtet die Arroganz der Antiker füchterlichen Schaden an. Zu gunsten von John.

Tja wer dieser Antiker nun genau is weis ich immer noch nicht... Geschockt Aber ich hätte gerne auch so ein schiff wie er^^.

Tja John und Rhiana sind nun endlich "in Sicherheit" (dehnbarer begriff*lach*) aber es bleibt weiterhin spannend. Auf den Arm nehmen
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Selana
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BeitragVerfasst am: 13.11.2007, 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Felix: John wird auch überrascht sein, wenn er erfährt, wer der Fremde ist.

Teil 4

An Bord der Excalibur

Entsetzt blickten Jordan und Teyla auf die Verwüstung unter ihnen. Jemand hatte die Siedlung so ziemlich zerstört.

„Es gibt Überlebende“, sagte Teyla, die unter dem Schiff Menschen ausmachte, die zu ihnen hochblickten. Sie hielten Waffen in den Händen, deshalb war Teyla froh, dass die Excalibur wie ein Jumper aussah, auch wenn etwas größer. „Sollen wir landen?“

„Ja. Vielleicht können wir noch helfen.“

Die Excalibur setzte zur Landung an. Die Menschen kamen auf sie zu, als sie ausstiegen. Wenig später umringten die Überlebenden sie.

„Was hat das zu bedeuten, Teyla? Ein Raumschiff hat uns ohne Grund angegriffen.“

Teyla ließ sich das Raumschiff beschreiben.

„Das ist ein Schiff antikischer Bauart, wie es die Saat Bhai verwenden“, sagte Jordan.
„Was weißt du über die Saat Bhai?“ fragte Teyla ihren Begleiter erstaunt.

„Das werde ich zu gegebener Zeit erzählen“, er wandte sich wieder an die Menschen. „Was ist mit dem Schiff passiert.“

„Ich habe es abgeschossen“, sagte einer der Männer stolz. „Mithilfe eurer Waffen gegen die Wraith.“

„Abgeschossen?“ Teyla wurde blass. „Colonel Sheppard und Rhiana waren wahrscheinlich als Gefangene an Bord. Wir verfolgen die Entführer, um die beiden zu befreien.“

„Das tut mir Leid“, meinte der stolze Schütze. „Aber es ging um das Leben der Menschen hier. Das Schiff flog in diese Richtung. Es musste wahrscheinlich notlanden.“

„Dann fliegen wir hinterher“, sagte Jordan.

„Können wir euch helfen? Wir könnten Hilfe aus Atlantis kommen lassen“, bot Teyla an.

„Das wäre erwünscht“, meinte der Mann wieder. „Wir haben viele Verletzte und einige, die unter Schock stehen. Von den Toten gar nicht zu reden.“

„Wir werden Atlantis informieren, dann ist auch gleich für unsere Suche nach dem Colonel Verstärkung da.“

Das Schiff startete und Teyla setzte sich mit Atlantis in Verbindung. Dr. Weir versprach das Team von Dr. Beckett zu schicken und auch Verstärkung für die Suche nach den beiden Entführten.

Die Excalibur suchte systematisch die ganze Umgebung ab. Schließlich fanden sie, was sie suchten, denn die Spur der Verwüstung war nicht zu übersehen. Von dem Raumschiff selbst fanden sie jedoch nichts.

„Entweder es ist schon wieder gestartet, oder es ist getarnt worden“, meinte Jordan enttäuscht.

„Was ist mit Lebenszeichen von den beiden?“

„Lebenszeichen sind genug zu finden, aber bei der Vielzahl der Tierwelt ist es schwer. Wir müssen schon ganz in ihrer Nähe sein, um sie zu finden.“

„Dann suchen wir eben alles systematisch ab“, meinte Teyla.


Im Dschungel

Sie hatten Stunden gebraucht, um das provisorische Floß zu bauen, doch jetzt sah es recht ordentlich aus. Sheppard hatte so lange gesucht, bis er zwei passende Astgabeln gefunden hatte. Darüber spannten sie Stoffreste und bekamen so zwei ganz passable Paddel. Sie stießen sich vom Ufer ab, und langsam trieb ihr Floß in die Flussmitte, wo es ruhig von der Strömung fortgetragen wurde. Sheppard musste nur hin und wieder die Richtung korrigieren, um das Floß in der Flussmitte zu halten.

Inzwischen war die Nacht hereingebrochen, doch die Sterne leuchteten hell, und der riesige Mond des Planeten bildete eine natürliche Lichtquelle. Er war mindestens viermal so groß wie der Erdmond. Da es zudem noch Vollmond war, wurde die Nacht hell erleuchtet.

Sie saßen in der Mitte des Floßes, und Rhiana lehnte sich an Johns breite Schultern. Es war schön, so zu treiben. Vergessen waren alle Sorgen. Sie gaben sich dem Augenblick hin und genossen die Zweisamkeit.

Die Zeit verging. Sheppard schrak auf. Etwas hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Rhiana schlief an seiner Schulter, und die Nacht war durchdrungen mit den vielfältigen Geräuschen des Dschungels. Auch hier, auf einer fernen Welt, hörten diese sich ähnlich an wie auf der Erde.

Doch halt, etwas war anders. Von einer Sekunde zur anderen hatten die Geräusche aufgehört. Etwas musste die Tiere erschreckt haben. Sekundenlang war es, als hielte die Natur den Atem an.

Sheppard lauschte. Da, urplötzlich brachen die Rufe der Tiere wieder los, jedoch sehr viel stärker und lauter.

Alarmrufe!

Sheppard ergriff sein Paddel und steuerte das Ufer an. Er rüttelte sanft an der Schulter seiner Begleiterin: „Wach auf, Rhiana!“

„John? Was ist los? Warum sind wir am Ufer?“

„Etwas hat die Tiere erschreckt. Wir sollten uns besser verstecken.“

Sie zogen das Floß in den Schutz überhängender Äste, damit es nicht zu sehen war, und versteckten sich im dichten Unterholz. Kaum hatten sie das getan, teilte sich am anderen Ufer das Unterholz und einige Gestalten traten hervor. Wären sie auf dem Floß geblieben, hätte man sie unweigerlich entdeckt.

„Lara Hunter“, flüsterte Sheppard überrascht. „Wie ist das möglich?“

„Sie müssen unserer Spur gefolgt sein, oder aber es ist Zufall.“

„Ich glaube nicht an solche Zufälle. Sie ist fanatisch und gibt nicht auf. Lara wird nicht eher ruhen, bis einer von uns beiden tot ist oder ich wieder ihr Gefangener bin.“

„Was machen wir jetzt?“

„Erst einmal abwarten. Auf dem Fluss weiterzufahren ist jetzt zu gefährlich. Doch leise jetzt! Sie kommen näher.“

In der Tat führte der Weg der Saat Bhai-Soldaten dicht an ihnen vorbei. Nur das Wasser war zwischen ihnen. Als Lara Hunter auf gleicher Höhe mit ihnen war, blieb sie abrupt stehen. Ihr Blick schweifte über das Wasser und das Versteck hinweg. Die Verborgenen wagten kaum zu atmen. Laras Blick schien das Unterholz durchbohren zu wollen. Sheppard glaubte, ihren Blick auf sich zu spüren. Doch dann ging sie weiter. Kurze Zeit später war die Verfolger John und Rhianas Blicken entschwunden.

Sheppard und Rhiana atmeten erleichtert auf.

„Puh!“ Rhiana sah John an. „Ich spürte ihren Blick wie eine Messerspitze auf mir ruhen.“

„Ja, ich hatte den gleichen Eindruck. Diese Frau strahlt eine Kälte aus, die körperlich zu spüren ist.“

„Wir Antiker sagen dazu negative Aura. Bei manchen Menschen und Antiker ist sie so stark, dass ein sensibler Mensch sie fühlen kann. Negativ wie positiv.“

„Du hältst mich also für so sensibel?“

„Ja“, gab Rhiana zurück.

„Schau, schau“, erklang eine spöttische Stimme hinter ihnen. „Fast tut es mir Leid, euch Turteltauben stören zu müssen.“

Die beiden fuhren erschreckt herum und sahen sich Lara und ihren Soldaten gegenüber, die sie grinsend ansahen. Wie hatten sie es nur geschafft, sich unbemerkt anzuschleichen?

„Aufstehen!“ befahl Lara ihnen.

„Wie haben Sie uns gefunden?“ fragte Sheppard.

„Lebenszeichen-Detektor.“

„Ich verstehe. Pech für uns“, meinte Sheppard, wütend auf sich selbst, weil er nicht daran gedacht hatte.

„Und Glück für uns“, Lara wandte sich an ihre Leute. „Fesselt sie. Und wehe, ihr lasst sie wieder entkommen.“

Sie banden Sheppard die Hände auf dem Rücken zusammen und die von Rhiana nach vorne. Dadurch machte John mehr als einmal unliebsame Bekanntschaft mit dem Waldboden, was seinen Bewachern nur schadenfrohes Gelächter entlockte.

Rhiana blickte wütend auf die Antiker, denen es Spaß machte, einen der ihren zu quälen. Stundenlang folgten sie ohne Pause dem Flusslauf, und als sie endlich Rast machten, fiel Sheppard erschöpft zu Boden. Er wäre gar nicht in der Lage gewesen zu fliehen. Sein Rücken schmerzte wieder höllisch und machte jede Bewegung zur Qual. Doch seine Bewacher waren unerbittlich und wollten kein Risiko eingehen. Sheppard und Rhiana wurden an Bäume gebunden, und so war jede Hoffnung auf Flucht zunichte gemacht.

Gegen Mittag des anderen Tages erreichten sie das Meer. Der Fluss, dem sie die ganze Zeit gefolgt waren, war in den letzten Stunden immer breiter und zum reißenden Strom geworden. Hier nun stürzte er terrassenartig in die Tiefe, bevor er ins Meer floss.

Gebildet wurden die verschiedenen Terrassen von Felsabhängen, die den Fluss dadurch in mindestens zehn verschiedene Wasserfälle aufteilten, die sich stufenweise nach unten ergossen. Die Höhe der Fälle, von ihrem Standort aus bis zum Meer betrug wenigstens zwei Kilometer. Manche fielen senkrecht, andere wieder flacher nach unten. Der Anblick nahm die Menschen so gefangen, dass sie fast vergaßen, weshalb sie hier waren.

„Wie kommen wir da hinunter, Miss Hunter?“ fragte einer der Saat Bhai-Soldaten. Doch darauf wusste auch sie keine Antwort.

„Wir könnten versuchen, die Fälle zu umgehen“, schlug einer vor.

„Das ist viel zu weit“, meinte ein anderer, und würde uns Tage kosten.“

„Wir warten einfach hier oben, bis uns die Pandora findet“, sagte Lara.

John kniff die Augen zusammen. Zusammen mit Rhiana stand er dicht am Abgrund. Hoch oben am Himmel sah er etwas. Es kam näher und wurde größer: ein Raumschiff, das aussah ein übergroßer Jumper.

Auch Rhiana hatte es bemerkt. Erregt ergriff sie Johns Arme.

Auch die Saat Bhai-Soldaten hatten das fremde Raumschiff gesichtet und zeigten aufgeregt nach oben. Ein weiteres Schiff tauchte am Horizont auf: die Pandora.

Es schien das fremde Schiff zu verfolgen. Dicht über den Köpfen der Menschen spielte sich ein erbitterter Luftkampf ab. Das unbekannte Raumschiff flog jetzt so dicht über sie hinweg, dass die Menschen sich unwillkürlich duckten. Die Luftbewegung, verursacht durch das Schiff, war deutlich zu spüren und fegte sie fast in die Tiefe.

Das Raumschiff verschwand über dem Dschungel, und sie dachten schon, es sei abgestürzt, doch zwei oder drei Minuten später tauchte es wieder auf, stieg fast senkrecht in den Himmel und verschwand in Sekundenbruchteilen im Weltraum. Wer immer der Fremde auch gewesen war, er setzte sich ab. Die Pandora setzte zur Verfolgung an.

Sheppard und Rhiana sahen ihm bedauernd hinterher, während sie jetzt von den Saat Bhai von der Kante weggezogen wurden.

Lara Hunter konnte es sich nicht verkneifen, Sheppard triumphierend darauf hinzuweisen, dass die Pandora repariert war und bald abfliegen würde.

Die Saat Bhai beschlossen, hier auf den Klippen, in nächster Nähe der Fälle, zu bleiben, bis die Pandora zurückkam. Um zu verhindern, dass die Gefangenen im letzten Augenblick noch in den Dschungel flohen, wurden sie an einen großen Felsen gefesselt.


Fortsetzung folgt
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 13.11.2007, 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm mir wäre es lieber siewürden entkommen. Dann bin ich mal gesapnnt, wie der Kampf zwischen Excalibur und Pandora ausgeht. Ich hoffe doch gut.

War schon gut, hätte aber länger sein können.
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Selana
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BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Felix: Dafür bekommst du schon wieder ein Kapitel. Sind halt auch manchmal unterschiedlich lang.

Teil 5

Während die Saat Bhai auf die Pandora warteten, glaubte Rhiana, hinter sich ein Geräusch zu hören. Sie wandte unauffällig den Kopf und erstarrte. Rhiana sah genau in das Gesicht Teylas, die sie beschwörend ansah. Wie kam ihre Freundin hierher?

Rhiana fiel das fremde Raumschiff ein. Die Athosianerin hob ihren linken Zeigefinger an den Mund und bedeutete Rhiana damit, ruhig zu sein. Gleichzeitig bemerkte die Antikerin, wie sich die Stricke um ihre Brust lockerten. Rhiana sah nach vorne.

Keiner der Saat Bhai sah zu ihnen herüber, weil in diesem Augenblick auch die Pandora über ihnen auftauchte.

Rhiana spürte eine Teylas Hand an ihrer Schulter, die ihr bedeutete, leise mitzukommen. Ohne einen Laut zu verursachen, verschwand Rhiana nach links, hinter den Felsen. Aus den Augenwinkeln bemerkte sie, dass John das Gleiche rechts tat.

Hinter dem Felsen trafen sie sich. Rhiana bemerkte einen ihr unbekannten Mann, der offensichtlich John befreit hatte. Geduckt folgten sie dem Fremden und der Athosianerin.

Da erklang hinter ihnen Geschrei auf. Ihre Flucht war bemerkt worden. Ihre Retter ließen sich davon jedoch nicht beirren. Langsam näherten sie sich dem Abgrund und damit den Wasserfällen, deren Tosen mit jedem Schritt lauter wurde und eine Verständigung unmöglich machte.

Am ersten Fall kletterten sie nach unten. Sie standen bald darauf auf einer kleinen Plattform. Das Wasser schoss an ihnen vorbei in die Tiefe. Nach oben ging es nur etwa drei, nach unten aber mindestens zwanzig Meter. Sie saßen in der Falle.

Über ihnen konnten in jedem Augenblick die Saat Bhai-Soldaten auftauchen und sie entdecken.

Sheppard sah die beiden fragend an. Der Fremde und Teyla lächelten beruhigend. Teyla machte einen Schritt und verschwand hinter dem Wasserfall, der Mann folgte ihr. John und Rhiana fragten nicht lange, sondern beeilten sich, ihnen nachzugehen.

Das Wasser traf sie sekundenlang mit so unglaublicher Wucht, dass sie Mühe hatten, auf den Beinen zu bleiben.

Sheppard trat auf seine Retter zu: „Wer immer Sie sind, ich danke Ihnen und Teyla für unsere Rettung. Wie habt ihr uns überhaupt gefunden?“

„Sie können mich Jordan nennen. Ich arbeite für Ihre Mutter. Ich wurde hierher gesandt, um Sie und Rhiana zu retten. Aber es ist jetzt keine Zeit, die Einzelheiten zu besprechen. Wir sollten schnellstens weitergehen, bevor unsere Verfolger herausfinden, wohin wir verschwunden sind.“

„Dasselbe sagte er zu mir, Colonel“, fügte Teyla hinzu. „Wir können von hier aus unterhalb der Wasserfälle nach unten ans Meer klettern. Es gibt ein verschlungenes Höhlensystem. Jordan und ich sind auf diesem Weg schon nach oben gekommen, also schaffen wir es auch nach unten. Und dann müsste auch bald die Verstärkung da sein, die Dr. Weir schicken wollte“, sagte Teyla.“

Die nächste Stunde verbrachten sie mit dem Abstieg durch die Höhlen hinter den Wasserfällen. Es war ein sehr gefährlicher Weg. Mehr als einmal drohte einer von ihnen auszurutschen und abzustürzen. Als sie endlich total erschöpft und durchnässt unten ankamen, atmeten alle erleichtert auf.

Sie unterquerten den letzten Wasserfall und warfen einen Blick nach oben. Die Pandora suchte noch immer nach ihnen, allerdings schwebte sie über dem Dschungel.

Natürlich vermuteten sie, dass sie in den Dschungel geflohen waren. Hier unten hatten sie noch nicht nachgesehen. Wie hätten sie auch die Wasserfälle überwinden sollen? Auf die Idee, dass die Fälle unterhalb zu durchqueren waren, waren sie noch nicht gekommen.

Jordan versicherte ihnen, dass sie auch nicht mit einem Lebenszeichen-Detektor zu finden wären. Er hatte jedem von ihnen ein kleines Gerät an die Brust geheftet, das dies verhindern sollte.

Schließlich hatten sie es geschafft. Das Meer schlug in leichten Wellen an das Ufer. Ein märchenhafter Sandstrand lud geradezu zum Verweilen ein. Sie wagten es allerdings nicht, über den Sand zu laufen, aus Furcht, von den Soldaten von oben doch noch entdeckt zu werden.

Sie schlichen im Schutz von Felsen auf den Dschungel zu, der sich hier unten in einiger Entfernung zu den Wasserfällen fortsetzte. Sie erreichten den Urwald bald darauf und riskierten es endlich, sich im Schutz der Bäume etwas auszuruhen.

Als sie wieder etwas zu Atem gekommen waren, konnte John seine Neugierde nicht mehr unterdrücken. Er musterte Jordan, der ihm gegenüber saß. Etwas an ihm erschien ihm vertraut.

Auch Rhiana blickte ihn unentwegt an. Die Stille wurde schon fast peinlich, und so beschloss Sheppard, den Anfang zu machen.

„Also, Jordan. Erzählen Sie bitte von Anfang an.“

Etwas schien Jordan die Sprache verschlagen zu haben, doch endlich stahl sich ein Lächeln über seine Züge, das Rhiana bekannt vorkam.

„Sie heißen also Jordan. Und wie weiter?“ half Sheppard nach.

„Nur Jordan.“

Sheppard runzelte die Stirn. Das gefiel ihm nicht. Warum verheimlichte Jordan ihnen seinen Nachnamen? Hatte er etwas zu verbergen?

Jordan beugte sich vor. „Hören Sie, Sheppard. In Atlantis werde ich Ihnen alles erklären, dann verstehen Sie es. Ich kann Ihnen im Moment nur sagen, dass ich den Auftrag erhalten habe, Sie und Rhiana zu retten. Ich fand Teyla und wir haben Sie gefunden, also stimmten meine Informationen. Und nur das zählt.“

Sheppard blieb misstrauisch. „Sie sprechen in Rätseln, und das erweckt nicht gerade mein Vertrauen. Doch ich will mich für den Moment zu frieden geben, da sie unser beiden Leben gerettet haben. War das vorhin Ihr Schiff, welches vor der Pandora geflohen ist?“

„Ja, Teyla und ich wandten eine kleine List an. Wir sahen Sie und Rhiana auf der Klippe stehen. So täuschten wir unsere Flucht vor und sprangen in den Hyperraum. Doch wir kamen im Tarnmodus zurück.“

„Der Jumper sah ungewöhnlich aus.“

„Es ist eine Spezialanfertigung Ihres Freundes Janus. Doch jetzt sollten wir weitergehen, damit wir das Schiff erreichen.“

John gab es auf, weiter in Jordan zu dringen. Er würde doch nur erfahren: zu gegebener Zeit.


An Bord des Saat Bhai-Kreuzers Pandora

Lara Hunter schäumte vor Wut. „Trottel! Unfähiger Narr! Bin ich denn nur von Versagern umgeben? Finden Sie diesen Verräter und die, die ihm geholfen haben! Aber schnell, sonst lernen Sie mich kennen.“

Der so gemaßregelte Offizier verschwand schnellstens. Innerlich schäumte er vor Wut über diese arrogante Agentin. Schließlich war es genauso ihre Schuld, dass Sheppard und seine Freundin entkommen waren. Aber wie üblich gab der Oberste die Schuld an seine Untergebenen weiter.

Lara lief wie ein gefangener Tiger in der Zentrale der Pandora auf und ab. Eine Katastrophe folgte auf die andere. Sie konnte unmöglich ohne Sheppard zur Erde zurückkehren. Sie würde diesen Verräter eigenhändig umbringen, das schwor sich Lara. Sie würde die Pegasus-Galaxis nicht verlassen, bevor Sheppard nicht wieder in ihrer Hand war.

„Warte, Sheppard! Ich bekomme dich, dann mögen die Götter dir gnädig sein.“

Ein Offizier überreichte Lara eine Nachricht und unterbrach ihre Gedanken. Der Kommandant des Schiffes wünschte, sie in der Offiziersmesse zu sprechen. Umgehend! Was bildete sich der Kerl ein? Aufs Neue wütend werdend, machte sich Lara auf den Weg zur Messe. Vielleicht hatte der Captain auch eine gute Neuigkeit für sie.

Im Dschungel

Sie mussten nicht weit gehen. Trotz der Vielfalt des Lebens um sie herum, hatten sie bisher nur kleine Tiere zu Gesicht bekommen. Einem Raubtier, das ihnen gefährlich werden konnte, waren sie bisher nicht begegnet. Entweder gab es das nicht, oder aber, was wahrscheinlicher war, sie hatten einfach Glück gehabt.

Schließlich erreichten sie die Excalibur und gingen an Bord. Jordan schaltete den Antrieb ein und langsam erhob sich das Schiff. Noch immer befanden sie sich im Tarnmodus. Vielleicht würde die Pandora sie so nicht orten können.

Sie flogen dicht am Sternentor vorbei. In diesem Moment wurde dieses aktiviert und nur Sekunden später schossen vier Jumper hervor. Die Verstärkung von Atlantis war da.

Jordan enttarnte ihr Schiff. „Hier spricht John Sheppard an Bord der Excalibur.“

„Hier ist Major Lorne, ich freue mich, Ihre Stimme zu hören, Sir.“ Einen Augenblick später füllte das Gesicht des Majors den Bildschirm aus. „Sind Sie und Rhiana in Ordnung?“

„Ja, dank Teyla und Jordan, dem Besitzer des Schiffes hier.“

„Was ist passiert, Sir?“ fragte Lorne.

„Das ist eine lange Geschichte, Major. Wir werden sie nur einmal, und zwar in Atlantis erzählen.“

„Gut, Sir! Haben Sie Befehle?“

„Allerdings! Irgendwo fliegt noch das Raumschiff der Saat Bhai herum. Seien Sie also vorsichtig, Major!“

„Verstanden, Sir. Was werden Sie nun tun?“

„Nach Atlantis zurückkehren. Durch das Sternentor passt die Excalibur leider nicht, aber mit Hyperantrieb sind wir in ein paar Stunden dort. Informieren sie Weir und versuchen Sie den Verbleib der Pandora festzustellen, doch äußerste Vorsicht bitte.“

„Ja, Sir!“ Lorne unterbrach die Verbindung und die vier Jumper änderten den Kurs, während die Excalibur in den Weltraum flog und das Hyperraum-Fenster aktivierte.

Einige Stunden später erreichten sie Atlantis, wo es schon große Neuigkeiten gab.

Die vier Jumper waren zurück. Lorne berichtete, dass sie keine Spur der Pandora gefunden hatten. Sie musste geflohen sein, als die Verstärkung von Atlantis eingetroffen war.

Dr. Becketts Team hatten den überfallenen Menschen jede erdenkliche Hilfe zu Teil kommen lassen und auch die Daedalus war zurück.

Alle hatten sich in Dr. Weirs Büro versammelt und nachdem alles Wichtige gesagt war, ruhten nun alle Augen erwartungsvoll auf dem Fremden, der sich Jordan nannte.

„Sie sind dran“, sagte Dr. Weir. „Erzählen Sie uns Ihre Geschichte.“

„Mein Name ist Jordan Sheppard.“ Er machte eine Pause. „Ja, ich bin ein Verwandter von John. Ein Cousin dritten Grades. Wir sind eine große Familie, John wird das bestätigen.“

Sheppard sah Jordan überrascht an. „Es stimmt, meine Familie ist sehr weitläufig. Und die meisten Mitglieder kenne ich nicht, da ich nie an einem der vielen Familientreffen teilgenommen habe.“

„Unsere Familie hatte vor kurzem wieder so ein Treffen. Dein Vater versuchte, uns gegen dich aufzubringen. Er sagte, dass alles, was Kimura behauptete, eine Lüge wäre und du von ihm gekauft wurdest, um gegen die eigene Familie zu arbeiten. Da du nie anwesend warst und auch für die Normalen arbeitest, glaubten ihm viele.“

„Du aber nicht?“

„Nein, denn in den Jahren, als du weg warst, habe ich mich oft mit Vanessa getroffen. Sie sah in mir so etwas wie einen Ersatzsohn. Nun hat sie mich ins Vertrauen gesetzt und gab mir den Auftrag in die Pegasus-Galaxis zu reisen, um dir beizustehen. Die Excalibur machte das möglich. Sie hat auch herausgefunden, dass es eine geheime Basis der Saat Bhai gibt. Sie hat es bei deinem Vater ausspioniert. Ich habe auch die genauen Koordinaten.“

„Eine Basis?“ fragte Weir entsetzt.

„Das dürfen wir nicht zulassen“, sagte John. „Die Saat Bhai dürfen keinen Fuß in die Pegasus-Galaxis setzen. Wir müssen die Station vernichten.“

„Woher wissen wir, dass du die Wahrheit sagst?“ fragte Han. „Mir bist du nämlich total unbekannt.“

„Natürlich warst du die ganze Zeit mit Vanessa zusammen? Und hast auch immer an allen Familientreffen teilgenommen?“

„Nein, so gut wie nie. Und bei einem Familientreffen war ich nie anwesend“, gab Han zu.

„Hier“, Jordan übergab Weir eine Daten-CD. „Da steht alles drin und eine Probe meiner DNA wird beweisen, dass ich mit John verwandt bin.“

Damit war alles gesagt und die Anwesenden verließen nacheinander den Raum. Einen Tag später bestätigte Dr. Beckett, dass Jordan die Wahrheit gesagt hatte. Er war eindeutig mit Sheppard verwandt. Und die CD bestätigte, dass auch das andere der Wahrheit entsprach.

„Es ist also die Bestätigung, dass mein lieber Vater das Konzil tatsächlich überzeugt hat, ich wäre ein Verräter.“

„Er hat zwei Drittel des Konzils auf seiner Seite. Ich fürchte, du kannst dich auf der Erde nicht mehr frei bewegen. Allerdings hat General O’Neill versichert, dass er dir Leibwächter zur Verfügung stellt, wenn du auf die Erde willst.“

„Bei diesem Stand ist es wohl besser, ich bleibe hier oder höchstens im Stargate-Center. Ich hoffe nur, dass meine Mutter noch sicher ist“, meinte Sheppard.

„Anscheinend.“

Sheppard las weiter. „Den Spion haben wir immer noch nicht gefunden. Allerdings muss er auf der Daedalus sein. Ich glaube nicht, dass der Ausfall des Asgard-Beamstrahls kurz vor unserer Entführung ein Zufall war.“

„Das glaube ich auch nicht.“

Sie drehten sich um. Jordan stand in der Tür.

„Aber den Spion kennst du nicht zufällig?“ fragte Han in misstrauischem Ton. Er traute diesem aus dem Nichts aufgetauchten Fremden überhaupt nicht. Auch wenn er vorgab, ein entfernter Verwandter aus Johns großer Familie zu sein. Die Nachricht war allerdings eindeutig von Johns Mutter geschrieben worden. Und sie hatte bestätigt, dass Jordan von ihr geschickt worden war.

„Nein, den kenne ich nicht. Vanessa hat mir nur gesagt, dass er sich OMEGA nennt. Seine Identität ist so geheim, wie die von Zeus es war. Die Excalibur ist startbereit. Wenn ihr wollt, können wir gleich losfliegen.“

„Du erlaubst, Cousin, dass wir erst Dr. Weir informieren? Ohne Elizabeths Erlaubnis werden wir nirgendwo hinfliegen“, sagte Sheppard.

„Natürlich.“

John, Han und Jordan gingen zu Elizabeths Büro und informierten sie über die Neuigkeiten. Elizabeth war nicht sehr froh zu hören, dass Johns Leben nun noch mehr in Gefahr war. Gleichzeitig bedeutete das aber auch für sie, dass sie ihren militärischen Führer noch länger behalten würde.


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FelixE
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BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Na ednlich haben sie es geschafft!

Gut das fast hinter jedem Wasserfall ein Tunnel ist. *zwinker*

Hmm weiß gar nicht was ich so zu dem Kapuitel sagen soll. Mir hat es sehr gut gefallen. Die Länge war auch in Ordnung. Mach weiter so..am Besten täglich^^
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