Das Tor in phantastische Welten FanFictions, zu Stargate und anderen Serien, die dich in eine neue Welt bringen!

|
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Kathi90 Autor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 332 Wohnort: Etzenricht
|
Verfasst am: 08.10.2007, 14:06 Titel: |
|
|
@Hyndara: Ich wollt ja zuerst Lily sterben lassen, und dann keinen und dann dachte ich: Nehm ich doch John
@Kris: Danke schön
@Scout: Ah jetzt weiß ich wer da immer so Seufzt . Ja, die Geschichten. Eigentlich wollt ich ja nur Lily schreiben und dann hat Lt. Colonel Acardia im SGP Forum bei meinen FB gemeint, da könnte man doch mehr draus machen. Tja und jetzt schreib ich gerade am 80 Teil *uff*
So heute gehts mit einer ruhigeren Geschichte weiter. Die hab ich in der Osternacht geschrieben. Da bin ich von der Kirche heim gekommen, noch ganz benebelt vom Weihrauch.
----
Titel: Memories
Short-Cut: Erinnerungen.
Charakter: OC, Sheppard
Kategorie: Romance
Rating: NC-17
Author’s Note: Der Songtext ist von Melanie Thornton aus dem Lied „Memories“.
Disclaimer: MGM Television Entertainment. Mir gehört da gar nichts und ich verdiene auch kein Geld damit.
Feedback: Würde ich mich freuen!
----
7. Memories
…
Thinking of you
Dreaming of you
…
Zärtlich strich er ihr über die Wange, senkte seinen Kopf und ihre Lippen berührten sich. Ihr Herz begann zu rasen und ihre Knie wurden weich. Seine leichten Berührungen mit seinen Händen an ihren Armen, lösten in ihrem Inneren einen Wirbelsturm der Gefühle aus.
Als er sich kurz von ihren Lippen trennte und ihr seine Liebe in ihr Ohr flüsterte, fühlte sie die Schmetterlinge in ihrem Bauch.
Seine Augen sahen sie liebevoll an, ehe er sie wieder schloss, um sie erneut zu küssen. Ihre Haut kribbelte, als sich ihre Zungen sanft berührten und den uralten Tanz der Liebe begannen.
Sie vergaßen alles um sich herum, selbst die Regentropfen, die laut gegen die Scheibe trommelten und daran hinab flossen.
Seine Hände fuhren über ihren Rücken und zogen ihr Shirt aus dem Hosenbund.
Als er ihre Haut berührte, hatte sie das Gefühl, eine Feder würde darüber gleiten, so zart war seine Berührung. Sie hob ihre Hand und fuhr mit ihren Fingern über seinen Hals hinab zu seiner Brust und sie konnte sein Herz spüren, wie es kräftig schlug.
Zart zog er den Stoff ihren Körper hinauf und ließ das Shirt zu Boden fallen.
Erneut fanden seine Lippen die ihren und eine unbeschreibliche Wärme, die von ihrem Innersten ausging, wanderte durch ihren Körper. Ihre Hände, die bisher auf seiner Brust geruht hatten, strichen nun über seinen Oberkörper und zogen sein Hemd aus.
Sanft hauchte sie Küsse darauf und seine Hände glitten zu ihrem Rücken zu dem Verschluss ihres BHs. Langsam strich er ihr die Träger von den Schultern und das Kleidungsstück fiel zu Boden.
…
Memories are made of this
Something in the air has kept me dreaming
Visions of your tender kiss
Nothing in this world can fight this feeling
…
Einen Moment später spürte sie das kalte Laken des Bettes und seine feinen Küsse auf ihren Hals, die weiter zu ihren Schultern und dann zu ihrem Dekolleté wanderten, die sich dann wieder auf ihre Lippen senkten. Seine Hände glitten zu ihrer Hüfte und öffneten ihre Hose, um diese nun mit ihrer Unterwäsche sanft von ihrem Körper zu ziehen.
Auch sie streifte ihm seine restliche Kleidung ab, um dann sehnsuchtsvoll seine Lippen zu finden, ehe sie einen Moment darauf jeden Millimeter seines Gesichts zärtlich küsste.
…
Life goes on
Sometimes I'm alright
But inside I still miss you
…
Vorsichtig legte er sich über sie und langsam bewegten sie sich im Einklang miteinander. Während seiner sanften und auch manchmal fordernden Bewegungen, flüsterten sie leise in des Partners Ohr, bestätigten ihre Liebe zu ihm.
Als beide den Moment des Höhepunkts erreichten, wurden sie in eine andere Welt gezogen. Sie schwebten in einer anderen Zeit, sie schien still zu stehen und alles verschwamm vor ihren Augen, ehe sich ihre Lippen wieder fanden und innig küssten.
Ein Blitz erhellte den Raum, der Donner folgte kurz darauf und sie tauchten langsam in die Realität zurück.
Sie legten sich auf die Seite und zogen die Decke über ihre erhitzten Körper. Sie schmiegte sich an ihn und lauschte dem Regen. Das Gewitter war weiter gezogen und nur noch einzelne Tropfen fanden den Weg zur Stadt herab.
Das Mondlicht stahl sich durch die schwindende Wolkendecke und schien durch einen Spalt im Vorhang in den Raum.
Sie sah auf dem Nachtisch ihr Buch liegen, welches sie eigentlich zum Lesen mitgebracht hatte.
Er küsste sie im Nacken, dann spürte sie, wie sich sein Atem verlangsamte und sein Körper sich entspannte. Kurz darauf schlief auch sie in seinen Armen ein.
…
Everything reminds me of your love
Thinking of you
Dreaming of you
…
Jemand rüttelte sie sanft an der Schulter und sie schlug die Augen auf. Grünbraune Kinderaugen sahen sie an und sie lächelte.
„Ein Gewitter, Mummy!“, flüsterte der kleine Junge, aus dessen Stimme sie Angst vernahm und sie nickte ihm zu.
Er krabbelte zu ihr ins Bett und ließ sich zu decken. Der 4-Jährige gähnte laut, sie küsste ihn liebevoll auf den Hinterkopf und fuhr sanft durch sein dunkles Haar.
Einen Moment darauf vernahm sie seinen ruhigen Atem, das Zeichen, dass er eingeschlafen war.
Sie hörte den Donner und den Regen an das Fenster prasseln. Das wenige Licht, das durch die offene Schlafzimmertür vom Flur herein fiel, beleuchtete schwach ihren Nachtisch.
Auf dem gerahmten Foto war er lächelnd zu sehen und die schon langsam verblasste Schrift darauf konnte man kaum erkennen.
„Für Lily – In Liebe, John.“
…
The night is gone
But I still dream of you
…
Ende |
|
| Nach oben |
|
 |
Hyndara Gast
|
Verfasst am: 10.10.2007, 20:13 Titel: |
|
|
Ich weiß nicht mehr genau, WAS ich drüben im Forum zu dieser Geschichte geschrieben habe, also kommt von mir ein ganz neuer Kommentar:
Das fängt so wunderschön und liebevoll an, wird dann immer einfühlsamer - nur um dann in der Auflösung ... *schluck* ... da kommt im wahrsten Sinne des Wortes der Vorschlaghammer und du haust ungeniert auf deine Leser ein - mit Brachialgewalt.
Der Stimmungswechsel ist dermaßen heftig, daß ich hier immer noch sitze wie vom Donner gerührt und nicht so recht weiß, was ich denn nun schreiben soll. Boah, das war wirklich heftig!
Klasse gemacht - und ich dachte schon, du wolltest nicht mehr weitermachen hier *erleichtertbin*. |
|
| Nach oben |
|
 |
Ina ABC-Schütze
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 21 Wohnort: südl. Hessen
|
Verfasst am: 11.10.2007, 00:14 Titel: |
|
|
Hi Kathi,
nun mal was zu Deinen Geschichten (hatte ich Dir ja schon mal "angedroht", und nun kann ich "vollstrecken").
1. Hmm, so traurig. Dann nimmt es einen umso mehr mit, wenn man nach über einem Jahr nicht erkannt wird. Gut fand ich, dass sie sich trotz Tränen nicht unterkriegen lassen will.
2. Hat Sheppard einen weiteren Grund gesucht (Lilys Weigerung mit Heightmeyer zu reden) um sie an ihrem Geburtstag aufzuheitern? Denn ansonsten glaube ich nicht, dass er zu einem untergebenen Soldaten ins Quartier gehen würde. Aber sonst eine gute Idee und so kam sie ja auch zu ihrem Gespräch, was sie Heightmeyer verweigert hatte.
3.
| Zitat: |
| Natürlich, war ja klar. Er gab nicht so schnell nach, dachte sie und seufzte. |
Stimmt, aber ob er so schnell zum "Du" kommt? Schön war die Szene, in der Lily sich ihrer Angst stellen will und am Schießstand erst mal scheitert, nur um dann von John aufgebaut zu werden. Na, da hat es aber jemand eilig. Trotzdem war ihr Zusammenspiel niedlich. Hehe: "Das Einhändig fliegen wollte ich dir erst in der nächsten Stunde beibringen!" Süß, die Zwei.
4. ... Weißt Du was, die ist mir jetzt zu lang. Den nächsten FB gibt es doch erst morgen Ups, der Uhrzeit nach; heute
Apropos Feedback: Poste doch nicht so schnell, da kommt man ja kaum hinterher. Und ich hatte mich so gefreut Deine Geschichten genießen zu können (hey: in RUHE genießen ). |
|
| Nach oben |
|
 |
Kathi90 Autor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 332 Wohnort: Etzenricht
|
Verfasst am: 11.10.2007, 00:20 Titel: |
|
|
Hi Ina. Schön das du auch hier bist! Danke dass du deine Drohung wahr gemacht hast *g*
Keine Panik. Ich mach ja zur Zeit im Project Forum Pause und hier lass ich mir Zeit.
@Hyndara: Ich war da in der Kirche vorher gewesen und bin so gegen Mitternacht heim gekommen. Dann hab ich mir "Fly" von Celine Dion angehört und ich war da irgendwie noch so ergriffen von der Kirche bzw. der Weihrauch hatte es in sich.
So ist die Geschichte entstanden. Und diese Szenen so hin zu bekommen hat mir dann doch einige Nerven gekostet... |
|
| Nach oben |
|
 |
Ina ABC-Schütze
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 21 Wohnort: südl. Hessen
|
Verfasst am: 11.10.2007, 10:33 Titel: |
|
|
Hi, es geht weiter...
4. *puh* da hast Du dem Titel alle Ehre gemacht. Ist John nicht sonst eher derjenige, der als letzter durchs Tor geht. Das hätte er hier auch mal machen sollen. Okay, lassen wir das. Du hast auf jeden Fall sehr eindrücklich geschrieben, so dass man manchmal am liebsten die Augen zu machen wollte, aber dann doch weiter gelesen hat. Klingt jetzt vielleicht blöd, aber so war es. Man kann nur hoffen, dass solche Frauen eine guten Psychiater haben, dem sie sich anvertrauen können. Tja, Frauen, obwohl...wenn ich an "Herr der Gezeiten" denke...es kann auch anders sein
5. Wie gut, dass John nur auf einen Sandsack gedroschen hat, so frustriert, sauer und traurig, wie er war. Deine Beschreibung war echt klasse, man konnte sich so richtig in die Charaktere hinein versetzten. Tja, dass die Mutter so ausrastet... Man fragt sich meist als erstes: "Warum muss gerade MIR so etwas passieren?"
Die Szene zwischen den Beiden war sehr einfühlsam. Gut, dass sie zu ihm gegangen ist (Wobei mich wundert, dass sie überhaupt wieder nach Atlantis zurück ist. Flucht nach vorne??). Sie können es beide gebrauchen.
6. Oh Mann, was machst Du? Kaum hat man sich etwas erholt (okay, in der Geschichte sind auch 6 Monate vergangen), da kommt schon der nächste Hammer. Er lässt Du ihn Lily retten und dann ertrinkt John Wobei...am Anfang hatte man ja noch Hoffnung, aber dann der letzte Abschnitt... *puh* Deine Beschreibung hat auf jeden Fall zum Mitleiden geradezu aufgefordert.
7. Nun mal wieder ein ruhigeres Kapitel *schmelz* Hat mir richtig gut gefallen... Aber dann kommt das Aufwachen und das Fragezeichen Hast Du nen Zeitsprung gemacht, oder habe ich irgendwas nicht mitbekommen? Nen 4-jähriger Sohn???
So nun habe ich es geschafft *puh* *SchweissvonderStirnwisch* ich bin hinterher gekommen
Jetzt bin ich gespannt wie die Achterbahnfahrt weitergeht. Denn das es so ist, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel. So jetzt höre ich auf zu loben, sonst bleibt mir für die nächsten Geschichten nichts mehr übrig  |
|
| Nach oben |
|
 |
Kathi90 Autor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 332 Wohnort: Etzenricht
|
Verfasst am: 11.10.2007, 11:54 Titel: |
|
|
| Ina hat folgendes geschrieben: |
7. Nun mal wieder ein ruhigeres Kapitel *schmelz* Hat mir richtig gut gefallen... Aber dann kommt das Aufwachen und das Fragezeichen Hast Du nen Zeitsprung gemacht, oder habe ich irgendwas nicht mitbekommen? Nen 4-jähriger Sohn??? |
Ja, sie träumt die Nacht, vor Gone. Kann man durch die Anspielung auf das Buch erkennen.
Der Zeitsprung, war komisch, dachte ich selbst, aber ich konnts irgendwie nicht anders schreiben. Es hätte auch sein können, dass der Sohn in dieser Nacht entstanden ist...
----
Short-Cut: Komm nach Hause...
Character: Sheppard, OC, Multi-Character
Kategorie: Romance, Angst
Rating: PG-13
Author’s Note: Der Songtext ist von Jem aus dem Lied „Once In Every Lifetime”
Disclaimer: MGM Television Entertainment. Mir gehört da gar nichts und ich verdiene auch kein Geld damit.
Feedback: Würde ich mich freuen!
8. Während du schliefst...
Die Vögel zwitscherten und ein laues Lüftchen durchstreifte die Bäume. Lautes Kinderlachen war schon von weitem zu hören und als die junge Frau aus dem Gebäude trat, musste sie zwei Buben ausweichen, die mit ihren Rollern um die Wette fuhren. Sie legte eine Hand an die Stirn um von der Sonne nicht geblendet zu werden und entdeckte dann ihren Sohn, der ihr freudig entgegen gelaufen kam.
Er sprang ihr lachend in die Arme und gab seiner Mutter einen Kuss auf die Wange. Sie ließ ihn wieder runter und verabschiedete sich bei der Erzieherin.
Eilig lief der Junge mit seiner Tasche vor ihr her zum Auto und sah sie dann bestimmt an, da der Wagen noch nicht offen war. Sie lachte laut auf und wuschelte ihm durch sein dunkles Haar.
Die Grünbraunen Augen leuchten voller Schalk und einen Moment spürte sie einen Stich in ihrem Herzen, als sie diesen Ausdruck in den Augen ihres Kindes fand. Es war nicht leicht, wenn sie der Junge so ansah, wie es sein Vater immer getan hatte. Sie schloss einen Moment die Augen und atmete tief durch. Dann spürte sie, wie er ihre Hand nahm und sie fragend anblickte.
„Alles in Ordnung Benny! Komm steig ein!“ Sie öffnete die Türe und er ließ sich von ihr anschnallen. Als sie die Türe schloss, meinte sie ein Piepsen zu hören und sie drehte sich um, doch außer ein paar Spaziergängern die einen Hund an der Leine führten, sah sie niemanden.
Am späten Abend, nachdem sie Benny zu Bett gebracht und eine Weile gelesen hatte, setzte sie sich auf ihr Bett.
Sie nahm den Bilderrahmen, der auf ihren Nachtisch stand und betrachtete das Foto. Automatisch erwiderte sie das charmante Lächeln, welches er ihr entgegenwarf. Sie strich sanft mit ihren Daumen über die kühle Glasfläche und eine Träne tropfte darauf.
Sie vermisste ihn so sehr. Vorsichtig stellte sie das Foto zurück, knipste das Licht aus und legte sich schlafen. Bevor sie wegdämmerte, vernahm sie erneut das seltsame Piepsen und diesmal kam es ihr lauter vor, als sie es am Nachmittag gehört hatte.
Piep, Piep, Piep…
Er saß neben ihrem Bett und betrachtete wie sich ihr Brustkorb bei jedem Atemzug langsam hob und wieder senkte. Wenigstens atmete sie selbstständig und nur ihr Herz und die Gehirnströme mussten überwacht werden.
Ihr blasses Gesicht und die bleichen Lippen machten ihm Angst. Er hatte Angst, dass sie nicht mehr aufwachen würde. Er strich ihr sanft über die Hand, aus der die Infusionsnadel ragte und mit dem Schlauch verbunden war. Behutsam nahm er sie in seine Hand und hauchte einen Kuss darauf.
Erschrocken fuhr sie aus ihren Schlaf und blickte auf ihre Hand, wo sie vor einigen Sekunden noch eine Berührung verspürt haben mochte. So hatte er sie immer angefasst.
Sie zog ihre Beine an sich und legte sich auf die Seite, so dass sie auf sein Bild schauen konnte. Mit Tränen in den Augen, fiel sie wieder in einen unruhigen Schlaf und wirre Träume.
Sein Kopf lag auf seinen Armen, die er auf das Bett gestützt hatte und schlief. Carson stand an der Türe und sah zu ihm und der jungen Frau, die nicht aufwachen wollte. Seit Wochen dauerte der Zustand schon an und es zeigte sich keine Verbesserung.
Wenigstens lebt sie, meinte Elizabeth am Anfang noch, aber langsam sank die Hoffnung, Lily würde wieder gesund werden.
Zwei Tage lang hatten sie um ihr Leben gebangt, das am seidenen Faden gehangen war. Hätte John sie ein paar Sekunden später nur aus dem Wasser gezogen...
Der Arzt wollte nicht über diese Möglichkeit nach denken und lächelte der Krankenschwester zu, die an ihm vorbei ging und eine neue Infusion anbrachte.
John war so erschöpft, von dem stundenlangen wachen vor ihrem Bett, dass er es nicht mitbekam und Carson ließ das Paar wieder alleine, im schwachen Licht, welches vom Nebenraum hereinfiel.
...
It's time to move out of the darkness
Use what you feel inside
…
Sie joggte auf den schattigen Waldweg und wischte sich mit dem Schweißarmband über die Stirn. Von weitem sah sie einen Mann ihr entgegenkommen und als sie kurz darauf aneinander vorbei liefen, blieb sie wie erstarrt stehen.
„John?“
Der Mann sah sie kurz an und rannte dann weiter. Lily fuhr sich durch die Haare. Warum sah sie ihn in letzter Zeit plötzlich an jeder Ecke? Was ist nur mit ihr los?
Lily!
Ruckartig drehte sie sich um, doch niemand war zu sehen. Schnell lief sie weiter und bog auf einen weiteren Weg ab, bis eine Wurzel sie stoppte. Sie kam hart auf den Boden auf und schluchzend blieb sie auf der Erde liegen.
Piep, Piep, Piep...
Ronon hatte John zum wöchentlichen Joggen abgeholt und der Soldat hatte sich erst dagegen gesträubt, die Krankenstation zu verlassen, doch das laufen hatte ihn abgelenkt und seinen Kopf etwas freier gemacht. Bei Beckett sei sie in guten Händen, war Ronons Kommentar gewesen und nun stand er hinter verschlossenen Türen, da etwas mit Lily nicht stimmte.
Bei der letzten Runde war er über seine eigenen Füße gestolpert, nachdem sich ein Schnürsenkel geöffnet hatte. Und in dem Moment kam Teyla und informierte ihn über den plötzlich verschlechternden Zustand der jungen Frau.
Er hörte nur das schnelle, hektische Piepsen und immer wieder verschiedene Anweisungen die Carson seinen Team gab. Dann kam endlich der Arzt zu ihm und er durfte wieder zu ihr. Sie hing an einem Sauerstoffgerät, der ihr über die Nase zugeführt wurde und sie wirkte blasser als sonst.
„Lily!“, flüsterte er und küsste sie sanft auf die Stirn.
...
Your faith alone will guide you
Feel the turning time
…
„Wählen Sie schneller!“, rief der Major Lily zu und duckte sich vor einem weiteren Geschoss. Da aktivierte sich endlich das Gate und Sergeant Smith sprang mit Lieutenant Roberts hindurch. Er packte Lily am Arm und sie beeilten sich ihren Kameraden zu folgen.
Plötzlich schrie er schmerzverzerrt auf und sie sah, das er mehrere Einschüsse in den Rücken bekommen hatte. Sie stützte ihn und erreichten das sichere Tor um auf die Erde zurück zu kehren.
Auf der Rampe ließ sie ihn vorsichtig zu Boden sinken und öffnete seine Weste, so dass das Ärzteteam sofort agieren konnte. Als sie ihn wieder umdrehte, blinzelte sie mehrmals.
„Lily, wach auf!“
„John!“
Bestürzt legte sie eine Hand auf seine Wange, doch das Bild veränderte sich und Derek lag wieder vor ihr. Da schubste sie einer der Sanitäter zur Seite und sie ging langsam rückwärts. Dr. Lam kniete sich neben den Soldaten und fand keinen Puls mehr.
„Dephibrilator!“, rief die Ärztin und einen Moment später zuckte der Körper unter den Stromimpulsen.
Für einen Augenblick sah sich Lily dort selbst liegen und in ihren Kopf wurde das Piepsen immer lauter. Sie schlug die Hände über die Augen und sank zu Boden.
Piep, Piep, Piep...
Elizabeth hatte ihn befohlen, wieder auf eine Mission zu gehen. Er hatte, bevor er ging, noch mal bei Lily vorbei geschaut und es war alles in Ordnung gewesen.
Doch die ganze Zeit über hatte er ein schlechtes Gefühl, was er nicht hatte deuten können.
Als er und das Team nach ein paar Stunden wieder im Jumper saßen und das Gate anwählte, war das Gefühl noch immer da und er wusste nun, das es nichts mehr mit der Mission zu tun haben konnte.
Im Hangar stand Liz und sah ihn einfach nur an.
Dies reichte ihm aus und er lief so schnell es ging auf die Krankenstation, nur um sehen zu müssen, wie Carson den schwachen Körper zu reanimieren versuchte. Er glaubte schon nicht mehr daran, aber sie schaffte es tatsächlich noch mal zurück und von da an wich er nicht mehr von ihrer Seite.
Das Beatmungsgerät hörte sich so laut an, neben ihren gleichmäßigen Herzschlägen in der sonst ruhigen Krankenstation.
„Verlass mich nicht!“
...
It's in your heart
It's in your soul
…
Lily hatte sich Urlaub genommen. Sie wusste nicht, was mit ihr im Moment los war und aber sie wusste, lange könnte sie das nicht mehr durchstehen.
Sie stand in der Küche und wusch den Salat, als sie ein Lachen hörte, das sich anhörte, als wäre es im Haus, aber doch so fern klang. Sie runzelte die Stirn und trocknete ihre Hände ab, um nach zusehen, was dies sein konnte.
Das Lachen wurde deutlicher als sie vor der verschlossenen Kinderzimmertüre stand.
Sie öffnete diese langsam und trat ein. Doch als sie in dem eigentlichen Zimmer stand, war es nicht mehr da. Sie hielt sich in einen der Flure von Atlantis auf, was sie vor mehr als 4 Jahren verlassen hatte. Lily wollte umkehren, doch von ihrem Haus war nichts mehr zu sehen. Sie stand vor einer Wand.
Da erklang das Lachen wieder und sie ging eilig den Gang entlang. Ihr fiel auf, das die Stadt so verlassen wirkte und dann sah sie Tücher über den Sesseln liegen, die in den Fluren standen. Die wenigen Pflanzen, waren alle verblüht und nichts deutete daraufhin, dass Atlantis noch bewohnt war.
Als sie einen Blick aus einem der Fenster warf, blieb sie einen Moment stehen. Die Stadt war unter Wasser und man konnte den leichten Schimmer des Mondes durch die Oberfläche scheinen sehen. Sie riss sich von dem Anblick los und machte sich wieder auf den Weg.
Eine weitere Stimme kam hinzu und die Kindliche konnte sie ihrem Sohn zuordnen.
Eine Tür öffnete sich vor ihr und sie stand im Torraum. Benny sah sie glücklich an und sie schüttelte den Kopf. Das konnte nicht sein. Wie war das nur möglich.
Der kleine Junge hielt die Hand seines Vaters und dieser blickte sie lächelnd an.
„Lily!“, sagte er und sie trat die wenigen Stufen wie in Trance zu ihnen hinauf.
Dann stand sie vor ihm und er zog sie sanft in seine Arme.
„John!“
Tränen lösten sich und er strich ihr beruhigend über ihren bebenden Rücken.
„Ich vermisse dich so sehr!“, wisperte sie und er drückte sie einen Moment von sich. Ernst blickte er sie an.
„Komm zurück Lily!“
Sie wollte etwas sagen, als sie schon wieder dieses Piepsen hörte und dann fiel ihr Blick auf Benny. Er war fast durchsichtig und dann deutete er zum Stargate.
„Du musst aufwachen Mum. Geh nach Hause!“
Sie schloss einen Moment die Augen und amtete tief durch. Sie hörte verschiedene Stimmen um sich herum und irgendetwas zog an ihr. Benny lächelte sie an und hob zum Abschied die Hand.
Dann löste sich der kleine Körper auf und sie stand nur noch mit John vor dem Tor. Wie von Geisterhand wählte es an und dann schimmerte der blaue Ereignishorizont ihnen entgegen.
„Nur ein paar Schritte!“
Lily sah ihn an und er wurde ebenfalls durchsichtig.
„Ich warte auf dich auf der anderen Seite!“
Dann war er fort.
Die junge Frau starrte eine Weile auf den Punkt, dann ging sie auf das Gate zu und blieb etwas davor stehen. Sie blickte nicht mehr zurück, lächelte und trat hindurch.
...
Don't be scared, keep believin
…
John erwachte aus einem seltsamen Traum und blickte dann auf Lily, die tief und fest schlief. Der Traum hatte sich so realistisch angefühlt und er wünschte sich, er würde wahr werden. Als er zur Seite blickte, sah er einen Becher Kaffee auf dem Nachttisch stehen und dann entdeckte er Elizabeth die ihn aufmunternd zu nickte. Er dankte ihr und genoss die warme Flüssigkeit, die ihn etwas wacher werden ließ. Er stellte den Becher zurück, neben dem Buch und Liz legte den Kopf schief um den Titel zu lesen.
„Es gehört ihr. Ich hab ihr immer wieder was daraus vorgelesen!“, erklärte John und fuhr sich durch die Augen, um den Schlaf los zuwerden. Elizabeth nickte lächelnd und verabschiedete sich. Sie drehte sich gerade um, als die Überwachsgeräte sich meldeten. Carson, der in Nebenraum war, kam herein und sah gerade noch, wie ein paar Finger von Lily leicht zuckten. John saß sprachlos da und wusste nicht, was er tun sollte.
„Reden Sie mit ihr!“, sagte Carson und der Soldat beugte sich etwas zu Lilys Ohr.
„Komm nach Hause!“
Es dauerte noch eine Weile, dann bewegten sich ihre Lider und öffneten sich langsam. Sie blinzelte ein paar Mal um sich an das Licht zu gewöhnen und als John ihren Namen flüsterte, wanderten ihre Augen kurz zur Seite, ehe sie sich wieder schlossen. Sie war eingeschlafen und Carson lächelte.
„Ein großer Kraftakt. Ihr Körper muss sich erst wieder umgewöhnen! Lassen wir ihr diese Zeit!“
John nickte und nahm Lilys Hand in die seine, um sie gegen seine Wange zu halten. Eine große Last war von ihm gefallen und er fühlte sich so glücklich wie seit Wochen nicht mehr.
Im Laufe des Tages wachte Lily immer wieder mal für wenige Minuten auf. Dr. Beckett wollte vorsichtshalber den Tubus noch nicht entfernen und so sah sie sich immer wieder interessiert im Raum um, ehe ihre Lider wieder schwerer wurden.
Am nächsten Morgen befand Carson, dass sie das Beatmungsgerät entfernen konnten und erklärte Lily was sie tun sollte. John stand an ihrer Seite und beobachtete die Vorgänge. Nachdem ihr der Schlauch entnommen worden war, musste sie mehrmals husten und bekam von einer Schwester etwas zu trinken. Eine Weile starrte die junge Frau an die Decke, dann sah sie John an und ihr liefen einige Tränen an der Seite herab.
„Was?“, flüsterte sie heiser und John schnaufte tief durch. Dann erzählte er ihr, was geschehen war.
Wie er in die Höhle gekommen, sich zu ihr herabseilen wollte und sie untergetaucht war. Er sie zum Jumper getragen hatte, bewusstlos, fast leblos, in seinen Armen, so schnell es ihm möglich war und Carson in Atlantis 2 Tage lang um ihr Leben gekämpft hatte. Wie er neun lange Wochen neben ihrem Bett gesessen und gehofft hatte, das sie es schafft und wieder aufwache.
Sie schluckte.
„Neun Wochen?“
John nickte und sie schloss die Augen.
„Für mich waren es wie Jahre!“, wisperte sie, dann neigte sich ihr Kopf zur Seite und sie schlief wieder ein. John küsste sie auf die Stirn und drückte sanft ihre Hand.
„Ich weiß, ich war an deiner Seite!“
Ende |
|
| Nach oben |
|
 |
Ina ABC-Schütze
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 21 Wohnort: südl. Hessen
|
Verfasst am: 11.10.2007, 13:46 Titel: |
|
|
Hi,
wow. Klar, dass sie das Zusammenspiel mit Sheppard geträumt hat...aber gleich den Sohn mit dazu...
Ich mein, als das erste Piepsen vorkam, da kam mir schon ein Verdacht, den Du ja später bestätigst. Also hat sie alles nach ihrem Untergang ins Wasser nur geträumt. *puh* Okay, Glück für uns, da haben wir Sheppard wieder
Einfach klasse geschrieben, wie immer mehr von der Realität in ihre Träume einfließt. Und ein Sheppard, der sie gar nicht mehr loslassen will, aber doch noch seinen Job erledigen muss. Großes Kino!!
Aber mal was anderes: Mit nem Tubus im Hals aufzuwachen ist bestimmt nicht so schön. Das hast Du sehr relaxt geschrieben. Ich weiß nicht, ob das wirklich so wäre. (Nur son Gedanke.)
Hast Du eigentlich die Geschichten ein zu eins von drüben übernommen. Deine Bilder fehlen mir... |
|
| Nach oben |
|
 |
Hyndara Gast
|
Verfasst am: 11.10.2007, 16:14 Titel: |
|
|
*schluck* Das war ... wow! Wie Ina schon sagte, Großes Kino - einfach genial!
Gott sei Dank ist alles gut ausgegangen und wir haben Lily und auch John wieder - puh! Obwohl ... Benny fehlt mir, muß ich zugeben *grins*. Den Kleinen hättest du noch irgendwie retten können - und sei es "nur" als eines der Athosianer-Kinder. Aber was nicht ist ...
Hat mir wieder klasse gefallen - und war eine aus der Kategorie "Übersehen". Siehste, passiert!
@ Ina:
Guck mal das Logo hier an. Das ist von Kathi. |
|
| Nach oben |
|
 |
Kathi90 Autor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 332 Wohnort: Etzenricht
|
Verfasst am: 12.10.2007, 23:25 Titel: |
|
|
Und weiter gehts!
---
Short-Cut: War er schon bereit dazu? War der Moment schon dazu da?
Character: Sheppard, OC, Multi-Character
Kategorie: Romance, PoV
Rating: PG-13
Author’s Note: Der Songtext ist von Cat Stevens aus dem Lied „Ready”
Disclaimer: MGM Television Entertainment. Mir gehört da gar nichts und ich verdiene auch kein Geld damit.
Feedback: Würde ich mich freuen!
9. Moment
Die Vorhänge waren zugezogen als er aus dem Bad kam und er musste sich kurz an die Dunkelheit gewöhnen. Er knipste die kleine Lampe, die auf seinen Schreibtisch stand an und setzte sich dann in seinen Sessel. Er verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte sich etwas zurück. So konnte er sie immer noch gut beobachten und er lächelte.
Jetzt, wieder sauber und trocken, lag sie in seinen Bett und schlief tief und fest.
Sie war mit ihrem Team vier Tage auf einer Mission und als sie vor ein paar Stunden aus dem Stargate kam, waren sie alle erschöpft und nass bis auf die Haut gewesen. Sonst war sie nach Missionen immer am Plaudern, doch diesmal hatte sie nur ein paar Sätze rausgebracht, sich von Beckett untersuchen lassen und war dann gähnend unter die Dusche geeilt.
Sie hatte sich auf die Seite gerollt, die Beine angezogen und sich bis zum Hals zugedeckt. Er sah ihr gerne zu, wenn sie schlief oder etwas anderes machte, besonders wenn sie es nicht mitbekam, wenn er sie beobachtete.
Nach einer Weile stand John auf, verließ sein Quartier und ging ohne Ziel durch die Gänge von Atlantis.
Er kam an einem der Gruppenräume vorbei und als er Geräusche hörte, blieb er stehen und sah, wie ein paar Soldaten sich mit einen Kartenspiel die Zeit vertrieben.
Diejenigen die nur zuschauten gaben immer wieder Kommentare oder Tipps ab, wie sie es besser machen würden.
Major Greg saß zurückgezogen in der Ecke, hörte über seinen MP3 Player Musik und las. Er sah genauso erschöpft aus wie Lily, entspannte sich aber auf eine andere Art.
Er hatte ihm mal erzählt, dass er nach Missionen erst Stunden später einschlafen konnte und währenddessen vertrieb er sich die Zeit. John nickte den jungen Leuten zu, als sie ihn entdeckten und lief weiter.
Das Labor war in totale Dunkelheit gehüllt, nur aus einer Ecke erkannte man einen Lichtschimmer und unter der Lampe saß McKay über seine Unterlagen und schlief.
John überlegte einen Moment, ob er ihn aufwecken sollte, da Rodney beim Aufwachen ziemliche Rückenschmerzen haben würde, aber da der Wissenschaftler selten Ruhe hatte, ließ er ihn weiter schlafen und er ging wieder.
Im Kontrollraum war kaum noch was los, es saßen nur zwei Wissenschaftler an den Kontrollpulten und überwachten die Daten der Stadt. Vor ihnen dampfte heißer Kaffee aus ihren Tassen. Die diensthabenden Soldaten unterhielten sich auf der Brüstung und lachten dann auf.
John bemerkte Elizabeth auf dem Balkon stehen und stieg die Treppen nach oben um hinaus zu gehen.
Sie drehte sich um, als die Tür sich öffnete und lächelte John zu.
„So spät noch unterwegs?“, fragte sie und musterte John, der sich an das Geländer lehnte und auf den Ozean blickte. Es dauerte einen Moment, bis er ihr antwortete.
„Ja, ich denke nach!“
Liz wartete noch kurz, doch er sprach nicht weiter und sie wollte ihn auch nicht ausfragen. Nach einer Weile räusperte sie sich und wünschte ihm eine Gute Nacht.
„Wir werden uns sicher morgen vor meiner Abreise zur Erde noch einmal sehen!“, meinte sie, er nickte und zwinkerte ihr zu.
„Wie haben Sie das geschafft Urlaub zu bekommen? Wen haben Sie bestochen?“
Sie grinste und verließ nun den Balkon.
John lauschte den Wellen und dem Geräusch wie sie sich an den Mauern der Stadt brachen. War er schon bereit dazu? Und war sie es auch?
Er seufzte und atmete tief durch. Sie hatten schon viel miteinander durch gestanden.
Das schlimmste aber waren für ihn vor ein paar Monaten die 9 langen Wochen gewesen, als sie im Koma gelegen hatte. Da hatte er Angst gespürt, wie er sie zuvor noch nicht gekannte hatte. Angst um einen Menschen den er liebte. Angst, dass sie nicht mehr aufwachen würde, er ihre Augen, ihr Lächeln nie mehr sehen könnte.
Angst, dass er wieder allein sein würde.
Er wollte nicht mehr der Einzelgänger sein, wie er es sein ganzes Leben schon gewesen war.
Das hatte ihn selbst verwundert, sonst war er nicht der Familienmensch, aber es hatte irgendwie Klick gemacht. Und er wehrte sich nicht dagegen, weil es ihm gefiel, nur wusste er nicht, ob nun schon der richtige Moment gekommen war.
John spürte wie der Wind auffrischte und er ging wieder hinein. Inzwischen hatten die Soldaten ihre Posten eingenommen und grüßten ihn. Er fragte, ob alles in Ordnung sei und nach einen kurzen Gespräch mit ihnen, schlug er den Weg zu seinen Quartier ein.
Sie schlief immer noch, die Decke war verrutscht und er legte sie ihr wieder über die Schultern, ohne dass sie es merkte. Er nahm sich seine Schlafshorts und das Shirt und zog sich um.
Einen Moment stand er da, dann öffnete er seine Schublade und nahm das kleine schwarze Kästchen heraus.
John lächelte und schloss seine Faust fest um die Schatulle. Der richtige Zeitpunkt würde kommen.
Lily bewegte sich etwas und er legte es wieder in das Fach zurück. Als er aufsah, blickte sie ihn verschlafen an und er hob die Decke an, um sich neben sie zu legen.
Sie drehte sich zu ihm, bettete ihren Kopf auf seine Brust und schlief wieder ein. John strich sanft über ihren Arm, der um seine Hüfte geschlungen war und war kurz darauf auch eingeschlafen.
…
You make me feel things I've never felt before
Help my baby eyes and open up the door
You make me real to everyone and everyday
I thank the Lord that you came along this way
It's no more an illusion than I can say:
I love I love I'm ready to love yes
…
Ende |
|
| Nach oben |
|
 |
Hyndara Gast
|
Verfasst am: 12.10.2007, 23:32 Titel: |
|
|
Atlantis am Arbend/in der Nacht. Wieder ein richtig schönes Stimmungsbild. Das klang wunderschön, Kathi. Wie John sich mal Zeit nimmt, alles beobachtet und trotzdem in Gedanken immer noch bei Lily ist. Das kam einfach wunderschön rüber.
Am besten aber war der Schluß, wie sie sich an ihn kuschelt *seufz*. So wunderbar romantisch ... *träum*.
Mist, ich wußte doch, ich hätte diesen Liebeszauber-Tee von dir nicht trinken sollen *muffel*. |
|
| Nach oben |
|
 |
Ina ABC-Schütze
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 21 Wohnort: südl. Hessen
|
Verfasst am: 13.10.2007, 01:47 Titel: |
|
|
Schööön Romantisch!!
Das Kapitel hat mir in seiner Ruhe sehr gut gefallen. Johns Beobachtungen waren so leise eingefangen.
Und ich habe mal ausnahmsweise nicht an die Ruhe vor dem Sturm gedacht
Mehr kann ich im Moment gar nicht schreiben *seufts* |
|
| Nach oben |
|
 |
Kathi90 Autor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 332 Wohnort: Etzenricht
|
Verfasst am: 14.10.2007, 08:52 Titel: |
|
|
@Ina: Wegen der Tubussache nochmal. Ich glaube, wenn ich das dann noch geschrieben hätte, dann wär der ruhige Stil der in der Geschichte vorkommt, weg gewesen.
Aber du hast recht. Es ist besimmt nicht schön, mit Tubus aufzuwachen. Zum Glück hab ich es noch nicht erleben müssen *toi, toi, toi*
---
Short-Cut: Kann man alleine überleben?
Character: OC, Sheppard
Kategorie: PoV, Angst, Drama, Romance
Rating: PG-13
Author’s Note: Ein Traum, `stundenlanges´ anhören von Evanescences Hello (http://www.myvideo.de/watch/1070073) und ein windiges, regnerisches Wetter. Dann kommt so etwas bei raus.
Disclaimer: MGM Television Entertainment. Mir gehört da gar nichts und ich verdiene auch kein Geld damit.
Feedback: Würde ich mich freuen!
10. Alleine
Laufen, laufen, laufen.
Der eiskalte Regen fühlte sich wie Nadelstiche auf ihrer Haut an und der Wind peitschte ihr ins Gesicht.
Ihr Haargummi hatte sich gelöst und die nassen Haare klebten auf ihrer Haut. Sie wich mehreren Ästen aus und sprang über einen Baumstamm um dann weiter zu laufen.
Alleine.
Ihre Lungen brannten, sie wusste nicht mehr, wie lange sie schon durch die kalte Nacht lief. Sie blickte nicht zurück, aus Angst. Sie hatte es geschafft zu fliehen, aber er war nicht mehr in seiner Zelle gewesen. Eine Träne lief ihr über die Wange und einen Moment verschwamm ihr Blick.
Sie stolperte und fing sich an einen Baum ab.
Sie lehnte ihren Kopf gegen die Rinde und versuchte ihre Atmung ein wenig zu beruhigen.
Ihr Blut rauschte in ihren Ohren und sie spürte den heftig klopfenden Herzschlag unter ihrer Brust. Was sollte sie jetzt ohne ihn tun?
Vor ein paar Tagen war sie zum Lieutenant befördert worden und er war ganz stolz gewesen.
Sie war spät zum Militär gegangen, jetzt mit 29 Jahren, nach einer langen Zeit als Sergeant, war sie eine Stufe weiter.
Aber eigentlich konnte ihr das egal sein, jetzt da er nicht mehr hier war. Ohne ihn könnte sie nicht mehr leben.
Alleine.
Sie hatte ihn geliebt, wie noch nie einen anderen Menschen zuvor. Ihr Bein schmerzte, wo sie sich bei der Flucht verletzt hatte. Anfangs hatte es etwas geblutet, aber sie hatte mit einen Druckverband die Blutung stoppen können.
Sie schloss ihre Augen und rief sich sein Bild in ihre Gedanken.
Sie wollte sich setzen und hier warten. Alleine, auf den Tod. Es hatte keinen Sinn mehr.
Das würde er nicht wollen, sagte eine Stimme in ihren Kopf.
Lauf nach Hause, schaffe es!
Sie senkte kurz den Kopf, sammelte sich und nickte dann.
Sie lief, ließ den Regen weiter auf ihre Haut prasseln, den Wind an ihrem Körper zerren, die Kälte der Nacht in ihr Inneres dringen. Der Wald müsste irgendwann enden, dann wäre sie endlich am Tor.
Dort hatten sie einen Transmitter am DHD versteckt, falls etwas passieren würde.
Es war etwas geschehen und nun musste sie laufen. Wenigstens war den anderen aus dem Team nichts passiert. Sie hatten die Gefahr eher erkennen und fliehen können.
Es nieselte nur noch leicht und der Wind trieb die Wolken voran. Der Wald lichtete sich und im See spiegelte sich der Mond, der sich durch die Wolkendecke stahl.
Laufen, laufen, laufen.
Er lief schon lange durch das Gestrüpp und sah nicht mehr zurück. Der Regen rann über seine Haut und der frische Wind ließ ihn frösteln. Nachdem sie ihn aus seiner Zelle geholt hatten, hatte er sich befreien können.
Er war zurück gelaufen, aber sie war fort und am Boden war Blut gewesen. Sie hatten sie weggebracht; er war wieder alleine.
Das Mondlicht, welches immer mal wieder durch die Wolkendecke brechen konnte, zeigte ihm in der Dunkelheit der Nacht etwas den Weg und so sah er gerade noch den Graben, ehe er hinein gefallen wäre.
Er sprang darüber und hetzte weiter.
Der Wind rauschte durch die Wipfel der Bäume und Äste schlugen ihm ins Gesicht, aber der Schmerz war nicht so schlimm, wie der in seinen Inneren.
Alleine.
Dieses Wort, er hasste es. Er wollte es nicht mehr sein, hatte in ihr seine große Liebe gefunden. Er wollte sie nicht mehr verlassen. Aber sie war fort und er hatte sie verloren.
Seine Schritte wurden langsamer, bis sie ganz stoppten und er vor einen umgestürzten Baum stand, dessen Wurzeln, wie Schlangen aus der Erde ragten.
Was sollte er noch in Atlantis wenn sie nicht mehr da war?
Er ballte seine Hände zu Fäuste, hämmerte damit auf das Wurzelwerk ein und brüllte seine Verzweiflung in die Nacht; Immer wieder. Seine Stimme versagte ihm und er senkte den Kopf.
Alleine.
Er würde sich nun setzen, und auf seine Verfolger warten. Dann würden sie ein Ende mit ihm machen und sein Schmerz wäre vorbei.
Er fuhr sich über sein Gesicht, schloss seine Augen und dachte an sie. An ihr glückliches Lächeln, nachdem sie vor ein paar Tagen befördert worden war.
Er war so stolz auf sie.
Kämpfe und lauf nach Hause!
Seine innere Stimme meldete sich.
Sie würde es nicht wollen, dass du aufgibst.
Er sah hinauf und konnte ein paar Sterne sehen, wo sich die Wolken etwas verzogen hatten.
Er blieb noch einen Moment sitzen, dann stand er auf und atmete tief durch. Seine Schritte beschleunigten sich wieder und er lief. Die Bäume wurden weniger und er konnte von weitem das Wasser des Sees glitzern sehen.
Das Stargate war nicht mehr weit. Das DHD stand da und wartete darauf, dass es aktiviert wurde. Sie kniete sich dahinter und suchte den Transmitter.
Sie hatten ihn etwas vergraben und hektisch scharrte sie die Erde zur Seite um das Gerät zu sich zu nehmen.
Ein Ast knackte und sie zuckte erschrocken zusammen. Sie stand auf und sah sich ihm gegenüber stehen. Seine Atmung ging so schnell wie ihr rasender Puls. Er starrte sie mit offenen Munde an, versuchte sich zu beruhigen.
Der Wind zog an ihren Haaren und sie wischte sie mit ihren verdreckten Händen aus dem Gesicht. Der Regen wurde wieder stärker und die Tropfen fielen auf sie herab.
Sie sahen sich nur an, sagten kein Wort, ihre Blicke sprachen Bände. Zu den Regentropfen mischten sich Tränen hinzu. Tränen der Erleichterung, Freude. Ihre Schultern begannen zu zucken und schluchzend sank sie in seine Arme, ehe beide erschöpft zu Boden gingen.
Ende |
|
| Nach oben |
|
 |
Hyndara Gast
|
Verfasst am: 14.10.2007, 14:11 Titel: |
|
|
Oh Mann, man rennt richtig mit mit den beiden. Und ihre Gedanken schneiden sich einem selbst ins Herz.
Allein sein ... Es gibt Menschen, für die das die bessere Wahl ist. Trotzdem werden sich diese Menschen immer fragen, ob es nicht doch irgendwie anders gehen würde, ob sie, wenn sie sich nur mehr Mühe gegeben hätten, einen anderen gefunden hätten. Und dann kommt ein beinahe körperlicher Schmerz ...
Wie Paare das sehen, weiß ich jetzt nicht. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, daß sie sich auch Gedanken machen, wie es wäre, hätte man den Partner nicht. Und somit ist das Gras in Nachbars Garten wieder grüner und die Singles werden neidisch betrachtet.
Wunderschöne Geschichte, Kathi. Regt wirklich zum Nachdenken an ... |
|
| Nach oben |
|
 |
Ina ABC-Schütze
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.10.2007 Beiträge: 21 Wohnort: südl. Hessen
|
Verfasst am: 14.10.2007, 15:27 Titel: |
|
|
Sehr sehr schöne romantische Geschichte!!!
Ich fand zwar, dass die Szene mit John nicht ganz so gepasst hat, da er bestimmt nicht so einfach aufgeben würde, auch wenn er gerade sehr verliebt wär. Aber das ist künstlerische Freiheit, das gebe ich zu. So passten die zwei Abschnitte mehr zueinander.
Das Ende hast Du schön formuliert (so bildlich). Das hat mir sehr gefallen!!
Was wäre, wenn ich meinen Mann nicht mehr hätte... Ich weiß nicht, aber ich glaube, man muss sich dann an die guten Zeiten erinnern, da man sonst untergeht. *Schulterzuck* Wenn man Kinder hat, ist das vielleicht noch ein wenig einfacher zu ertragen. Aber, wie gesagt, ich war noch nicht in so einer Situation. |
|
| Nach oben |
|
 |
Kathi90 Autor

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2007 Beiträge: 332 Wohnort: Etzenricht
|
Verfasst am: 15.10.2007, 08:40 Titel: |
|
|
@Hyndara: Hier hab ich das erste Mal den "Fehler" mit dem Grab gemacht.
---
Short-Cut: Die Vergangenheit begegnet uns jeden Tag, weil sie nie vergangen ist.
Character: OC, Sheppard
Kategorie: PoV, Romance
Rating: PG-13
Author’s Note: -
Disclaimer: MGM Television Entertainment. Mir gehört da gar nichts und ich verdiene auch kein Geld damit.
Feedback: Würde ich mich freuen!
11. Schatten der Vergangenheit
Der Kies unter seinen Füßen knirschte und der warme Sommerwind wehte über den ruhigen Ort. Ein paar Vögel flogen umher, gaben aber keinen Ton von sich, als wüssten sie, dass die, die hier lagen, sie nicht mehr hören konnten. Er bog rechts ab und kam dann an die Stelle, wo er hin musste. Frische Blumen waren gepflanzt worden; ihre Lieblingsblumen.
Eine Kletterrose suchte ihren Weg über den Grabstein und man konnte nur noch schwer die Namen der drei Toten entziffern.
Er ging in die Hocke, legte seinen mitgebrachten Blumenstrauß darauf und senkte den Kopf.
Lange war er nicht mehr hier gewesen; sein Urlaub und der Geburtstag von Michael hatte ihn wieder hier her verschlagen. Fast 20 Jahre war sein Bruder schon Tod und ab diesen Zeitpunkt hatte sein Vater kein Wort mehr mit ihm gesprochen.
Es hatte Streit gegeben, als Michael zur Air Force ging und er ihm dann folgte. Ray Sheppard hatte getobt und seinen Söhnen alles mögliche gedroht, aber er war genauso Stur wie Michael gewesen und hatte sich durchgesetzt.
Seine Mutter hatte den Leuten immer mit Stolz erzählt, dass ihre Jungs bei der Air Force waren und ihr Land vertraten.
Doch dann wurde es ernst und Michael musste 1990 in den Golfkrieg. In seinen Briefen hatte er immer geschildert, was um ihn herum passierte und von seinen verletzten oder toten Kameraden berichtet. Da war seiner Mutter so richtig klar geworden, das ihr Sohn mehr als nur sein Land vertrat.
Es war ein Samstag gewesen. Er und sein Vater hatten sich über das laufende Footballspiel im Fernsehen in die Haare bekommen, als seine Mutter mit einem Colonel in den Garten getreten war und sich dann weinend auf einen Stuhl nieder gelassen hatte.
Michael war nicht mehr nach Hause gekommen und hatte Martha Sheppard das Herz gebrochen.
Er hatte eine Woche nach Michaels Beerdigung wieder auf die Peterson Air Force Base gemusst und war dann ein paar Monate darauf von seiner vier Jahre jüngeren Schwester angerufen worden, dass ihre Mutter in der Nacht verstorben war. Sie war nicht über den Tod ihres älteren Sohnes hinweg gekommen.
John hatte es unendlich weh getan, nach Michael, auch Mum zu verlieren, aber er hatte seine Trauer nicht so zeigen können wie Karen. Er war selten zu Hause und wenn er kam, sprachen sie wenig miteinander. Sie kümmerte sich dann um ihren Vater, der zu trinken angefangen hatte und Ray folgte seiner Frau zwei Jahre später.
Karen gab John die Schuld, dass die Familie nicht mehr existierte; in der Trauer sagten sie sich böse Worte und seine Schwester wollte überhaupt nichts mehr mit ihm zu tun haben.
Karen, sie war inzwischen verheiratet und ihre Adresse hatte er auch heraus gefunden. John seufzte.
„Happy Birthday Michael!”
Er legte den Strauß neben die Blumen, erhob sich und brachte den Ort hinter sich.
Mit seinen schwarzen Nissan Maxima fuhr er durch die hektische Stadt, verließ Denver und kam dann in den ruhigen Vorort. Auf dem Beifahrersitz lag Lilys Tasche, die sie vergessen hatte mit zu nehmen. Er hatte ihr erklärt, er müsste noch etwas erledigen, ehe er sie bei ihren Eltern rausgelassen hatte.
Sie hatte nichts dagegen gehabt und beim Aussteigen gemeint, er solle sich soviel Zeit nehmen, wie er brauchte.
Er hielt vor einem Grundstück, sah noch mal auf den Zettel mit der Adresse und schaltete den Motor aus.
Seine Hände schwitzten und das kam nicht vom warmen Wetter. Er atmete tief durch, dann stieg er aus und näherte sich dem Haus.
Im Vorgarten saß ein kleiner Junge auf seinen Fahrrad und fuhr im Kreis herum. Eine dunkelhaarige Frau lehnte an der Tür und gab dem Kind immer wieder Tipps oder lobte ihn.
Dann stoppte er und stieg ab. Er freute sich, dass er es geschafft hatte und sprang seiner Mutter in die Arme. Sie lachte auf und wollte ihn drehen, als ihr Blick an John haften blieb und sie stoppte die Bewegung. Sie ließ den Jungen runter, sprach kurz etwas zu ihm und er ging ins Haus.
Dann sah sie wieder zu John. Er wusste nicht, was er tun sollte. In solchen Dingen war er nicht gut, auch wenn das seine Schwester war.
Karen fuhr sich durch ihr Haar und kam nun auf ihn zu.
Als sie vor ihm stand, musterte sie ihn, wie er sie und dann umarmte sie ihn.
Nach einer Weile lösten sie sich und er sah an ihrer Wange eine Träne herab rollen.
„John! Es tut mir leid, dass ich dich damals für alles verantwortlich gemacht hatte. Ich war noch jung und habe innerhalb 2 ½ Jahren einen Bruder und die Eltern verloren!“
John nickte, sagte nichts.
„Aber du genauso, doch ich hab nur an mich gedacht!“
Karen blickte ihn traurig an und er zog sie nochmals in seine Arme. Es tat so gut, sie wieder zu sehen. Eine Weile blieben sie so stehen, ehe sie die Umarmung lösten. John sah zum Haus und dann Karen fragend an.
„War das dein Sohn eben?“
Seine Schwester nickte lächelnd und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.
„Ja, Michael. Er ist 5 Jahre alt. Er erinnert mich an dich etwas. Hin und wieder ist er Stur!“
John grinste.
„Die Sheppardsen Gene lassen sich nicht ausrotten!“
Karen erwiderte kurz sein grinsen, dann blickte sie ihn ernst an.
„Du warst am Friedhof?“
John bejahte.
„Ich hab mich überwinden können, was mir verdammt schwer gefallen ist!“
Sie gingen auf das Haus zu und als Karen die Tür öffnen wollte, blieb John stehen.
„Kommst du mit rein?“
Ihr Bruder schüttelte den Kopf.
„Karen...ich wollte dich sehen, nach der langen Zeit, aber ich kann noch nicht wieder...“
John suchte nach Worten und sie hob die Hand.
„Ich weiß! Du bist doch mein Bruder!“
Er lächelte und küsste sie auf die Stirn.
„Wo kann ich dich erreichen?“
Karen sah ihn fragend an. John gab ihr die Nummer vom NORAD.
„Ich bin der Leitende Offizier auf einer geheimen Mission!“
„Mum und Dad wären stolz auf dich. Michael erst recht.“
Sie umarmte ihn noch mal und er drückte sie fest an sich.
„Pass auf dich auf. Und sag der Frau, die du liebst Dankeschön!“
John runzelte die Stirn und Karen lächelte.
„Deine Augen haben diesen Glanz, die Vater immer hatte, als er von Mutter gesprochen oder an sie gedacht hatte!“
John schluckte, dann hob er die Hand zum Abschied und ging zu seinem Wagen.
Nachdem er weggefahren war, stand Karen noch eine Weile vor dem Haus, ehe ihr Sohn nach ihr rief und sie hinein ging.
Nach 30 Minuten Fahrzeit hatte er das ruhige Wohnviertel in Lakewood erreicht und parkte den Wagen neben der silbernen Familienkutsche in der Einfahrt.
Lily stand vor der Tür und lächelte ihm zu, als er ihr entgegen kam. Er reichte ihr ihre Tasche und sie gingen durch das Haus, um in den Garten zu kommen.
Dort saßen ihre Eltern mit den zwei Enkeltöchtern am Tisch und Lilys Bruder passte auf die Steaks am Grill auf.
Der Schäferhund, der daneben vor sich hin gedöst hatte, entdeckte den Neuankömmling zu erst und kam schwanzwedelnd auf ihm zu gerannt. John hielt ihm die Hand hin, der Hund schnüffelte daran und ließ sich dann von John streicheln.
„Sammy mag dich!“, flüsterte Lily und sah dann wie ihre Eltern auf sie zu kamen. John ließ von dem Hund ab und straffte sich.
Tania Johnson lächelte den jungen Mann an, zog ihn in die Arme und gab ihn dann an ihren Mann weiter.
Peter schüttelte John die Hand und die beiden sahen sich eine Weile stumm an. Lily zog die Augenbrauen nach oben und ihre Mutter grinste im Hintergrund.
„Herzlich Willkommen!“, sagte Peter und klopfte John auf die Schulter. Auch von Lilys Bruder wurde er freundlich begrüßt und kurz darauf kam dessen Frau mit dem jüngsten der 3 Kinder aus dem Haus, da es geschlafen hatte.
Als John mit Lily einen Moment alleine seine konnte, zog er sie zu sich, küsste sie auf die Stirn und lehnte seinen Kopf dagegen.
„Dankeschön!“
Ende |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
|