BBoard stellt seinen Betrieb ein, Details hier
Das Tor in phantastische Welten
FanFictions, zu Stargate und anderen Serien, die dich in eine neue Welt bringen!


 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 


Stargate: The Ancients (Staffel 1)


Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Das Tor in phantastische Welten Foren-Übersicht -> Staffelgeschichten
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
ThePiperAtTheGatesOfDawn
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 235
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 03.10.2007, 17:01    Titel: Stargate: The Ancients (Staffel 1) Antworten mit Zitat

Stargate: The Ancients

Hey zusammen. (Update 02.10.2007)

die Folgende Fan Fiction ist mein und ashitaka-sans Erstlingswerk.
Stargate: The Ancients wird in 9 Seasons zu je 22 Episoden und einem abschliesenden Movie erzählt.
Die Serie soll eine Spin Off Serie zu Stargate: SG-1 darstellen.
Eine übersichtliche Charakterauflistung wird sich in Kürze hier einfinden.

Autorenteam:
Milky-Way-Galaxy , M-W-G
Ashitaka-San , A.S.
Der_Illuminat , D.I.(Gastautor)
Kevin , K. (Gastautor)

Voraussetzung:
SG:TA knüpft an eine mögliche 13. Season SG-1 an. SG-1 Ep. 13.20 und SG:TA Ep. 1.01 sind direkt miteinander verknüpft.
SG:TA hat keinen Bezug zu den Geschehnissen in den beiden SG-1 Filmen.
Der verbleib der Ori wird vorausgesetzt und auch ausführlich in meiner, an SG-1 Season 10 anschliesenden, FF über SG-1 erläutert! Dazu kommt aber erst später etwas!Winken

Disclaimer:
Diese Geschichte schreibe ich nur zum Spaß und nicht um damit Geld zu verdienen.
Alle bekannten Figuren/Charaktere, Hintergründe, etc. aus SG-1 und SG:A gehören MGM, sowie allen beteiligten und vertraglich gebundenen Firmen.
Meine eigenen Charaktere und Erfindungen dienen nur dieser Story und allen von mir verfassten!

Story:
Im Jahre 2010 greifen die Ori den Planeten Erde an. Den Erdlingen bleiben sechs Tage um ihren Planeten zu retten!
Ein Team von 15 gut trainierten Leuten wird deswegen in die Vergangenheit geschickt um von den Antikern nützliche Technologie und Wissen im Kampf gegen die Ori zu erhalten.
Doch Unvorhergesehenes passiert und das Team muss sich seinen Weg suchen...

Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen
und um konstruktive Kritik wird selbstverständlich gebeten!

Episodenguide, Charakter-, Technologie-, Völker- und Rassenverzeichnis findet ihr unter untenstehendem Link, da hier keine Spoilertags möglich sind, ist es so übersichtlicher!

Episodenguide, Charakter-, Technologie-, Völker- und Rassenverzeichnis

Erste Episode gibts im nächsten Post!


MfG

TPATGOD
_________________
-Ich bin ein User-
Mein Nick:
-TPATGOD-
Oder auch bekannt als:
-Milchstraße-


Zuletzt bearbeitet von ThePiperAtTheGatesOfDawn am 03.10.2007, 17:10, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
ThePiperAtTheGatesOfDawn
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 235
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 03.10.2007, 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Und hier die erste Episode! Viel Spass! Feedback erwünscht!


Stargate: The Ancients Staffel 1:

Episode 1.01: Time Shift, Part 1: The Journey Begins


Es war ein ganz normaler Tag im Stargate Center.
SG-12 kehrte eben von einer Mission von P9G-778 zurück, SG-1 saß in der Kantine, philosophierte über den Sinn von Wackelpudding und Major General Hank Landry, wie immer mit einer Lederweste, saß in seinem Büro und telefonierte mit dem Präsidenten.
Das Gespräch, das Landry führte, war eigentlich von harmloser Natur.
Der Präsident informierte Landry lediglich darüber, dass er in den nächsten Stunden hohen Besuch empfangen werde. Wen wollte er aber nicht verraten.
Während SG-1, welches sich seit fünf Jahren unter der Führung Lt. Colonel Cameron Mitchells befand, weiterhin in der Kantine saß und Gespräche führte, bei denen Lt. Colonel Samantha Carter immer wieder in den wissenschaftlichen Bereich abdriftete, was Mitchell sehr missfiel, debriefte Landry gerade SG-12, die einen Routineeinsatz auf P9G-778 erledigt haben und machte sich anschließend zum Haupteingang auf um die beiden Gäste zu empfangen.

Im Anschluss wurde SG-1 zum angesetzten Briefing um 0900 in den Konferenzraum gerufen. Teal’c war der Erste der eintraf. Vor einer Woche war er noch auf Chulak gewesen und hatte seinen Sohn, der mittlerweile Erwachsen geworden war, besucht. Dr. Daniel Jackson kam kurz darauf in den Raum. Er grüßte Teal’c schnell und setzte sich gleich auf seinen Platz am Tisch, der direkt neben dem von Cameron war. Daniel war, wie immer, in Eile, weswegen er sofort die Zettel durchlas, die er aus seinem Urlaub in Ägypten, wo er immer wieder nach vergrabenen Artefakten suchte, mitgebracht hatte, während Teal’c noch am Fenster stand, das Stargate beobachtete und sich an seine vielen Missionen erinnerte. Das nächste Team, das durch das Stargate gehen würde war SG-1. So stand es zumindest auf dem Plan. Stargatereisen waren für Teal’c mittlerweile Routine, musste er doch im Dienste von SG-1 und früher schon als Primus von Apophis täglich hindurchgehen.
Kurz darauf kamen auch Carter und Mitchell in den Raum. Carter hatte wie immer ihren Urlaub im SGC verbracht, um diesmal an ihrem „verflixten mit Naquadriah betriebenen, intelligenten, desinfektions- und Lebenserleichterungsgerät“, oder kurz „Robobutler“, wie sie es liebevoll getauft hatte, welches aber immer noch nicht funktionierte, zu arbeiten. Mitchell hatte seine Freizeit damit verbracht, die in seinem Garten stehende, verrostende, 20 Jahre alte F-14 Tom Cat zu polieren. Teal’c setzte sich jetzt auch an den Tisch und gemeinsam warteten sie auf General Landry.

Derweil war Vala Mal Doran, da sie den Rückreisezeitpunkt verpasste, noch auf einem fernen Planeten, wo sie gerade Handel trieb. Was sie kaufen wollte wusste sie selbst nicht, aber irgendwie musste sie ihre Zeit vertreiben, bis das Gate wieder unbewacht war. Sie wollte gerade ein Angebot für eine Zat abgeben, als sie zwei Jaffa im Augenwinkel beobachtete, die auf dem Weg zum Tempel an ihr vorbeischritten. Sofort warf sie ihre Kutte über und drehte sich weg. Gefangen genommen wollte sie nicht werden. Der Händler bemerkte diese Aktion und sprang sofort darauf an: „Willst du Informationen?“ Vala schaute ihn komisch an. Mit ihrer eigenen seltsamen Art hakte sie nach: „Informationen?“ – „Es wird dich interessieren! Ich weiß so einiges!“ – „Was soll es kosten“ fuhr sie den Händler gleich an. „Nun. Gute Informationen sind entsprechend teuer!“ – „Wie viel?“ - „2000 Dukaten!“ – „Ist das ein Scherz?“ – „Keineswegs!“ - „So viel Wert hat keine Information der Welt!“ Sie drohte dem Händler, doch dieser lies sich nicht einschüchtern und von einer Frau schon gar nicht. Verhandeln konnte man mit ihm aber auch nicht. Und weil Vala die Informationen haben wollte, musste sie zu anderen Mitteln greifen. „Willst du sie nun, oder nicht?“ Er wusste mit ihr zu spielen, aber Vala war schlauer und setzte geschickt ihre weiblichen Reize ein, um die Informationen aus ihm herauszulocken.
Der Händler war schließlich auch nur ein Mann...

Die Tür flog auf und General Landry kam herein. Sofort standen die beiden Colonels auf um zu salutieren, der General bedeutete ihnen aber gleich sich zu setzten. „Ich habe zwei Überraschungen für Sie!“ Teal’c zog wie immer eine Augenbraue hoch und die beiden Colonels schauten sich an. „Zwei alte Freunde von Ihnen!“ er sah Teal’c, Sam und Daniel an, „Cameron, ich denke Ihnen dürften die beiden Herren auch bekannt vorkommen.“ – „Sir, wie darf ich das verstehen?“ entgegnete ihm dieser. Landry machte nur einen Schritt zur Seite und winkte die beiden Gäste herrein.
Daniel wollte gerade einen Schluck Kaffee nehmen. Als er die beiden sah, verschluckte er sich. „Jack! George!“
Noch hustend ging er auf die beiden zu und schüttelte ihnen die Hand. Als Sam die Gäste erblickte, stand sie sofort auf und begrüßte die beiden Generals herzlich. „Jack. Wie geht’s dir?“ – „Danke, gut Daniel. Und selbst?“ Major General Jack O’Neill, mittlerweile auch ins Weiße Haus versetzt worden, wo er den Präsidenten beriet, war einer der Gäste. „Ich hatte einfach mal wieder Lust euch Banausen zu sehn!“ Wie immer war Jack gut aufgelegt und ging auch gleich zu Cameron um ihm etwas zu flüstern: „Du hast doch die Leitung bei SG-1, oder?“ – „Ja ... Sir!“ brachte dieser zögernd heraus. „Gut. Der Frau da darf man das nicht überlassen!“ Jack versah diesen Satz mit einem Augenzwinkern. Mitchell verstand den Wink und lachte herzlich darüber. O’Neill war aber gleich auf dem Weg zu Teal’c seinem alten Freund. Beide hatten sich seit längerer Zeit nicht mehr gesehen. Hatten sie beide doch viel zu tun. „George! Wie geht’s den Enkelkindern?“ begrüßte Daniel den anderen Gast „Ganz gut. Danke Daniel. Die beiden werden viel zu schnell erwachsen.“
General George Hammond arbeitete auch im Weißen Haus als CEO der Homeland Security und hatte Aussichten auf eine baldige Beförderung zum General of The Air Force, eine große Ehre. Auch er wollte „seine“ Truppe mal wieder sehen. Als sich alle begrüßt hatten, bat Landry darum sich zu setzten.

„Generals, wir wollten eben die nächste Mission von SG-1 durchgehen. Sie dürfen gerne beiwohnen. Um, gewissermaßen, das alte Gefühl wieder zubekommen.“ – „Ich war nie ein Fan davon!“ raunte Jack auf gekonnt witzige Art und Weise. „Nun. Nichtsdestotrotz wollen wir beginnen. Ich begrüße Sie zurück aus Ihrem wohlverdienten...“, er unterbrach, „Wo ist eigentlich Vala?“ – „Noch nicht eingetroffen, Sir!“ entgegneten ihm Cameron und Daniel, der einen abfälligen Spruch hinzufügte.
„Nun denn,“ fuhr Landry fort, „für Plausch ist später noch Zeit. Die Mission beginnt punkt 1400!“
Also begannen sie mit dem Briefing. Die nächste Mission sollte SG-1 nach P5X-111 führen, wo ein weiterer Klon von Ba’al vermutet wurde, von denen immer noch welche ihr Unwesen in der Galaxie trieben.

Vala versuchte sich in diesem Moment an den Wachen vorbeizuschleichen. Unglücklicherweise hatte sie sich einen Planeten für ihren Urlaub ausgesucht, der immer noch von einem, wenn auch niederen und unbekannteren Goa’uld regiert wurde und zudem nicht gerade schön war. Der ganze Planet war von einer Steppeähnlichen Landschaft bedeckt. Nur das Stargate stand in einer kleinen Oase mit ein paar Palmen. Ein einziges Dorf war hier zu finden. Der Goa’uld war nicht gerade danach bestrebt die Menschen bis aufs Blut auszuschlachten, weswegen sich dort ein kleinerer Basar entwickelt hatte, auf dem sie sich eben noch befand. Das Stargate wurde auch von einigen Jaffas bewacht, die normalerweise immer zu einer bestimmten Zeit weg waren. Doch Heute konnte Vala den Zeitpunkt nicht abwarten. Sie musste einfach zurück zur Erde.
Zum Glück hatte sie, bei dem, wie ihr schien „etwas dämlichen Händler“, in dem Dorf ein paar Waffen mitgehen lassen, mit denen dieser Akt kein Problem darstellen sollte...

General Landry war inmitten einer seiner etwas ausschweifenden Reden über die nächste Mission von SG-1, als der Stargatealarm losging und über das Intercom eine Stimme zu hören war „Außerplanmäßige Aktivierung von Außen!“, woraufhin O’Neill meinte :“Soso, den Walter gibt’s also immer noch?!“ Sofort sprang Landry auf, die anderen taten es ihm gleich und liefen ihm in den Kontrollraum hinterher.
Sgt. Walter Harriman begrüßte die aneilende Gesellschaft auch gleich mit einem freundlichen „Es ist SG-18, Sir!“ woraufhin Carter sich zu O’Neill und Hammond drehte und meinte, dass SG-18 nicht vor einer Woche zurückerwartet wurde. Woraufhin Jack mit einem sarkastischen „Ist ja noch nie vorgekommen!“ antwortete.
Die Anwesenden blickten gebannt auf den Ereignishorizont. Nichts passierte. Plötzlich taumelte Captain Thomas Kerfield, der Leiter von SG-18, durch das Stargate. In seinen Augen stand pures Entsetzen. Landry Betätigte das Mikrophon: "Cpt. Kerfield, wo ist der Rest Ihres Teams?" Doch der Cpt. brachte stattdessen nur ein leises: "Sie kommen..." heraus und brach zusammen. Landry zögerte keinen Moment. "Schließen Sie die Iris!"

Vala hatte in diesem Moment vergeblich versucht die Erde anzuwählen. Für sie wurde die Situation aber nicht besser. Einige andere Jaffa kamen am Tor vorbei um nach ihren Kameraden, die sie schon vermissten Ausschau zu halten. Vala alleine gegen ca. ein halbes Dutzend Jaffa. Es sah eigentlich sehr schlecht für sie aus. Sie konnte sich aber noch rechtzeitig in ihr altes Versteck, wo sie schon vorher gesessen hatte, zurückflüchten und von dort aus die Jaffa beobachten.
Diese hatten schon beinahe ihre toten Leute gefunden, als aus dem Dorf eine Gruppe gut ausgerüsteter Bewohner auftauchte. Es waren die Rebellen, mit dessen Anführer Vala vor kurzer Zeit noch gegessen hatte. Scheinbar hatten sie sich jetzt getraut sich gegen den Goa’uld aufzulehnen. „Vala Mal Doran!“ schrie der Anführer in Richtung der Palmen. „Meint der mich?“ sagte sie zu sich. „Wir werden jetzt kämpfen und dich beschützen! DU hast uns den richtigen Weg gezeigt!“
Die Jaffa zögerten keine Sekunde und eröffneten das Feuer auf die Rebellen.
Diese gingen sofort in Deckung und formierten sich um das Stargate herum, um Vala den Weg zu eröffnen. Sie ging sofort zum DHD um die Erde anzuwählen und warf dabei dem Anführer ein verführerisches Lächeln zu.
Die Dorfbewohner hatten mittlerweile die Oberhand gewonnen und wollten schon feiern, als Vala fluchend auf den Boden stampfte. „Mist! Verdammtes Stargate!“
Das siebte Chevron lies sich nicht aktivieren. Als kurz darauf weitere Jaffa auf das Gate zustürmten, griff Vala nach einer Stabwaffe, um ihre Stellung zu verteidigen...

SG-18 war, laut Kerfield, in einen Hinterhalt geraten. Mindestens 30 Anhänger der Ori hatten auf dem Planeten in einem Versteck darauf gewartet ein SG Team in ihre Gewalt zu bekommen. Als SG-18 angegriffen wurde, ordnete Kerfield den sofortigen Rückzug an. Seine drei Untergebenen hatten das Gate verteidigt, sodass Thomas es gerade noch geschafft hatte, so verletzt wie er schon gewesen war, die Treppe hinauf zu laufen und durch das Gate zu gehen. Das letzte was er vor dem Eintritt gesehen hatte, war, dass ihre Stellung überrannt und seine Kameraden getötet worden waren.
Während Cpt. Kerfield auf der Krankenstation gesundgepflegt wurde, fanden sich alle wieder im Besprechungsraum ein um das Briefing fortzusetzen.

Hank wollte in dem Augenblick wieder beginnen, als Sgt. Harriman mit einer etwas finsteren Mine den Raum betrat: „Sir, ich habe soeben eine Nachricht von NORAD erhalten!“ NORAD war die Nordamerikanische Luft- und Weltraumüberwachungsbehörde.
„Ja und?“ entgegnete ihm Landry. „Lesen Sie vor!“

„An SGC – fünf unidentifizierte Flugobjekte beim Saturn gesichtet – erbitte Untersuchung!“

Der General brauchte nichts zu sagen. Selbstverständlich ging Harriman schon dem Hinweis nach, um heraus zufinden was NORAD gefunden hatte.
Eine halbe Stunde später kam Walter wieder in den Besprechungsraum und meinte verheißungsvoll: „Sir. Es sieht nicht gut aus!“ Landry schaute die anderen an.
„Nun sagen Sie schon was es ist!“ rief Mitchell. „Es sind Mutterschiffe der Ori!“
SG-1 und die Gäste waren erschrocken und suchten nach einer Erklärung.
"Ori?!", fragte Carter verblüfft und ungläubig. Als O’Neill gerade etwas sagen wollte, setzte der Stargatealarm erneut ein.
Die Iris wurde geöffnet und Vala stolperte durch. „General!“, rief sie, suchend nach Landry. „General!“

Außer Atem und nach Luft ringend überbrachte sie keine gute Nachricht.
„Ich habe eine Information erhalten... Wir werden von den Ori angegriffen!“
Landry wollte gerade antworten als O’Neill ihm zuvor kam „Ähm...das wissen wir schon! Etwas neues vielleicht?“ – „Was? Ihr wisst das schon?“ – „Ja. Sie sind schon beim Saturn!“ sagte Landry und Sgt. Harriman vervollständigte „Sie werden in spätestens sechs Tagen hier sein!“ – „Aber das macht keinen Sinn!“ rief Carter, „Die Ori verfügen über absolute spitzen Hyperraumtechnologie, und eine stabilere Energiequelle als wir. Sie müssten eigentlich schneller als wir und sogar als die Asgard sein! Aber warum kommen sie jetzt nur mit maximalem Subraumantrieb?“ – „Vielleicht wollen sie das wir Angst bekommen?“ warf O’Neill ein.

Die Zeit rannte davon. Fast stündlich kam ein weiteres Mutterschiff der Ori aus dem Hyperraum und gesellte sich zu der Flotte an ihrer momentanen Position hinzu. Mittlerweile waren es zehn geworden und noch nicht einmal ein Tag war vorbei.
Carter suchte verzweifelt nach einer Lösung für das Problem. Ihr viel aber nichts ein, was die Erde retten könnte.
ICBMs und Weltraumraketen waren zwar enorm stark, doch gegen die Schilde der Ori konnten auch diese nichts ausrichten.
Die Stärke dieser Schilde musste die Erdbevölkerung erst vor vier Jahren schmerzlich erfahren, als in einer Weltraumschlacht die Korelev, die russische X-304, total zerstört wurde.
Bis auf die Flotte von wenigen Schiffen, hatte die Erde keine sonstige Abwehr...
Zwar waren zur Odyssey und Daedalus, welche sich aber momentan in der Pegasus Galaxie befand und die Erde erst in neun Tagen wieder erreichen konnte, noch ein Schiff der X-304 und drei Schiffe der X-305 Klasse hinzugekommen. Doch gegen mittlerweile elf Ori-Mutterschiffe hatten auch diese keine Chance.

Deswegen tüftelten Carter und Daniel schon an einer alternativen Lösung, während sich O’Neill, Mitchell und Landry in dessen Büro berieten. Hammond war in der Zwischenzeit wieder nach Washington geflogen um die Homeland Security zu koordinieren. Man musste bislang mit einer Invasion rechnen.
Als einzige Möglichkeit blieb nur noch die alliierte Jaffa-Nation um Hilfe zu bitten. Einige Ha’tak im Orbit der Erde würden sicher gut aussehen und die Ori Flotte ein klein wenig mehr aufhalten, sodass man im SGC weiter nach einer Lösung suchen konnte.
Teal’c wurde deswegen auch gleich mit der Mission beauftragt den Rat der Jaffa-Nation darum zu bitten. Sofort machte er sich auf den weg nach Dakara, dem Tagungsort des Rates.

Inzwischen war ein Tag vergangen. Die Ori Schiffe, deren Anzahl mittlerweile auf 14 gestiegen war hatten den Jupiter passiert und Carter kam immer noch nicht voran.
Wenig später meldete Sgt. Harriman, dass NORAD 15 Objekte, die aus dem Hyperraum sprangen im Orbit der Erde entdeckt hatte. Kurz darauf trat Teal’c durchs Stargate und brachte gute Nachrichten mit. Es waren die Schiffe der Jaffa-Nation darunter auch ein Asgard-Schiff der O’Neill Klasse welches von Rya’c, Teal’c’s Sohn befehligt wurde.

Ein weiterer Tag verging und die Ori - Schiffe kamen immer näher. Ihre Anzahl war jetzt auf 25 gestiegen. Auf der Erde bereitete man sich auf den Kampf vor. Noch drei Tage waren es, die verblieben und man musste mit immer mehr neuen Schiffen rechnen.
Die Menschen hatten keine Technologie, die diesen Angriff verhindern konnte, oder die stark genug war, dem Angriff zu wiederstehen. Wahrscheinlich würden alle Schiffe zerstört werden, die Jaffa und Menschen große Verluste hinnehmen.
Doch im SGC gab man bisweilen nicht auf.
Den Menschen blieb nicht mehr viel Zeit bis zu ihrer Vernichtung, doch O’Neill sah aus, als hätte er eine Idee, die Leben retten könnte!

„Was gibt’s, Sir?“ begrüßte Sam ihren ehemaligen Vorgesetzten als dieser in ihr Labor kam. „Nichts. Ich wollte nur mal sehn wies läuft.“ – „Nun Sir. Die Ori sind uns in jeglicher Hinsicht stark überlegen. Sie haben bessere Schilde, stärkere Waffen, mehr Schiffe als wir und überhaupt habe ich zur Zeit keine Idee die uns helfen könnte.“ – „Carter. Können wir nicht einfach in der Zeit zurück reisen und die ganze Sache verhindern?“ – „Tja, Sir. Das ist nicht so einfach wie Sie denken. Wir wissen nicht woher die Schiffe kommen und auch nicht wann sie losgeflogen sind. Wir haben auch nicht...“ , sie wurde unterbrochen, „Ist es möglich?“ – „Theoretisch ja, Sir! Aber ...“ – „Wir haben doch den Zeitreise Jumper, oder?“ – „Ja Sir aber den können wir nicht verwenden. Wir können nicht einfach die Vergangenheit ändern und denken alles wird dadurch besser. Theoretisch könnten wir die Situation sogar verschlechtern!“ Jack sah sie erwartungsvoll an. Er war immer noch Air Force Mann und hatte keinen Schimmer von Technik. Sam dachte nach.

„Wenn wir aber weit genug in der Zeit zurückreisen, dass wir keinen Einfluss mehr auf die jetzige menschliche Evolutionsgeschichte hätten, dann ...“ – „Was dann?“ – „Wir könnten soweit in die Vergangenheit Reisen, dass wir lebende Antiker treffen und mit Technologie zurückkehren.“ – „Ist das nicht ein bisschen gewagt?“ Jack war skeptisch. Soweit zurück wollte selbst er nicht. Eigentlich wollte er ja nur das Basketball Endspiel von 2005 sehen. Aber das durfte er schon vor fünf Jahren nicht.
Carter trug ihre Idee dem Rest von SG-1 und General Landry vor. Sie waren alle nicht begeistert, aber sahen es als einzige Möglichkeit die Erde zu retten.
Landry ordnete deswegen auch an sofort mit Tests zu beginnen, damit man sicherstellen konnte, dass es funktionierte, während er und O’Neill fähige Leute suchten, die diese Mission unternehmen konnten.

Der erste Test verlief zufriedenstellend. Carter hatte mit Master Sgt. „Sly“ Silers Hilfe den Jumper ins Labor geschafft, um dort Tests am Zeitreisegerät durchzuführen.
Dr. Jay Felger und Dr. Bill Lee waren ebenfalls im Labor anwesend um Sam zu unterstützen. Carter hatte aber von allen die meiste Ahnung, weswegen sich die beiden Herren geschickt zurückhielten.
Der erste Test beinhaltete die Überprüfung der allgemeinen Technik des Jumpers. Es funktionierte soweit alles, wenn auch der Pilot das Antikergen tragen musste. Das sollte aber kein Problem sein.

In der Zwischenzeit flogen sechs Jaffa in einem Tel’tak zu den Orischiffen, um Kontakt aufzunehmen. Sie sahen sich jetzt 27 Schiffen gegenüber. Todesmutig setzten sie einen Funkspruch ab und warteten auf Antwort. Diese war, entgegen ihrer Erwartungen mehr visueller, als hörbarer Art. Das Tel’tak wurde kurzerhand von den zwei Flaggschiffen zerstört. Übrig blieb nur noch Weltraumschrott und etwas Staub.

Jack und Hank hatten derweil alle Hände voll damit zu tun die 15 Leute für die Mission zusammenzubekommen. Captain Kerfield war sicher einer der Auserwählten, da er immer ein hervorragender Soldat war.
Blieben noch 14. Die beiden Generals waren wie wild am überlegen, als Daniel ins Büro kam. „Ähm... ich würde auch gerne mit gehen. Das ist eine großartige Gelegenheit mehr über die Sprache und die Gesellschaft der Antiker zu lernen!“ – „Daniel ich weiß dass sie gerne mit gehen würden. Sie wollten ja auch gerne nach Atlantis. Aber Sie sind leider eine unverzichtbare Größe bei SG-1 ich möchte Sie hier nicht missen. Sie sind zu wichtig für uns!“ entgegnete ihm Landry. Daniel wollte sich mit der Antwort aber nicht zufrieden geben und diskutierte noch eine Weile mit Landry rum, während O’Neill unterdessen weiter die Akten durchforstete.

„Die Sublichtaggregate funktionieren einwandfrei. Trägheitsdämpfer, Tarnung und gleichzeitige Schilde sind auch zu 100% funktionsbereit.“ Dr. Lee war sichtlich froh dass alles so gut klappte. „Dann müssen wir jetzt nur noch das Zeitreisegerät überprüfen!“ schloss Carter den angefangenen Bericht ab.
Diese Angelegenheit stellte sich aber als riskanter heraus als gedacht.
Vorgesehen waren 2 Testsprünge. Einmal ins Jahr 1969 und einmal ins Jahr 2087 um beide Wege überprüft zu haben. Die notwendige Energie wurde berechnet, das Schiff klargemacht und Landry bescheid gegeben. Dieser gab grünes Licht und die drei Doktoren machten sich daran durch die Zeit zu reisen.
Es gab einen Lichtblitz den sogar noch O’Neill in Landrys Büro bemerkte, dann war der Jumper weg. Wenig später tauchte selbiger wieder an der selben Stelle auf.
Es mag alles sehr einfach ausgesehen haben, aber als der Jumper 1969 ankam, gab es eine Energiespitze, die die Maschine erst mal lahm legte und Dr. Lee schwer verletzte. Carter und Felger mussten einige Tage daran herumschrauben, damit es wieder funktionierte. Dr. Lee war während dieser Zeit qualvoll verblutet, da die Doktoren ihm nicht helfen konnten. Dr. Carolyn Lam konnte lediglich seinen Tod feststellen. Sie hatte nach dem Tod von Dr. Janet Fraiser das Amt der Chefärztin im SGC übernommen. Und sie tat ihre Sache gut.
Für Bill konnte sie leider nichts mehr tun. Er hatte zu viel Blut verloren und war schon in der Vergangenheit gestorben.

„Schicken wir doch Felger mit?“ fing O’Neill wieder an. „Den braucht doch eh keiner, oder?“ – „Er ist ein sehr guter Wissenschaftler. Sie haben recht. Wir schicken ihn mit.“ Damit hatten sie zwei Leute vom Team zusammen, als Teal’c den Raum betrat. „Ich möchte vorschlagen, dass wir einen Kämpfer der Jaffa mit den Tau’ri mitgehen lassen!“ – „Oh nein Teal’c dich lass ich sicher nicht gehen!“ erwiderte O’Neill.
„Nicht mich O’Neill. Meinen Sohn Rya’c. Er ist ein starker Kämpfer geworden und soll die Ehre erhalten!“ – „Nun, Teal’c wenn du es wünschst und Rya’c damit einverstanden ist, dann geht das in Ordnung.“ Beschloss Landry. Teal’c verbeugte sich höflich und ging hinaus, um Rya’c die Nachricht zu überbringen.
„Wir haben drei, Jack, bleiben immer noch 12!“ – „Ich weiß, ich weiß!“

Carter lief die Zeit nach dem tragischen Zwischenfall davon. Sie waren jetzt nur noch zu zweit und die Ori schon fast hier. Deswegen entschloss sie sich dazu den zweiten Reisetest ausfallen zu lassen. Soweit funktionierte ja alles zufriedenstellend.

Noch ein Tag blieb Zeit, bis die Ori die Erde erreichen. Das Team für die Reise stand auch. Nur noch einer fehlte. Aber den wollte der Präsident selbst benennen, wenn er zur Peterson Air Base kam um die Reisenden zu verabschieden.

Neben Captain Kerfield, der im zweiten Golfkrieg diente, Felger und Rya’c waren unter den Auserwählten noch zwei weitere Wissenschaftler, zwei Ärzte und sieben USAF Soldaten. Einer der Wissenschaftler kam aus Deutschland, einer aus England.
Dr. Alan Person hatte an der Universität von Oxford Astrophysik und Biotechnologie studiert. Mittlerweile war er mit seinen knapp 40 Jahren der Beste und renommierteste Wissenschaftler Englands. Neben dem Nobelpreis in Physik hat er weitere Zahlreiche Preise erhalten und wurde vom englischen Premierminister persönlich für die Mission vorgeschlagen.
Dr. Alexander Wainer hat an der Universität von Heidelberg studiert und einen Abschluss in Quantenphysik. Seit drei Jahren arbeitete er im SGC und kannte sich dementsprechend mit der Technologie aus.
Die beiden Ärzte waren aus Kanada. Dr. Brian Cleston und Dr. Lisa Cleston, hatten sich an der Universität von Vancouver kennen gelernt, beide einen Abschluss in Humanmedizin und kurz darauf geheiratet.
Zwei Sgt. wurden eingeteilt. Zum einen Chief Master Sgt. Alexa Emson, die sehr fleißig und gehorsam war, zum anderen Staff Sgt. Jeff Miller. Seine Karriere ist überschaubar. Seit fünf Jahren im Dienst und seit 2 Jahren im SGC, aber immer zuverlässig.
Eine blutjunge Anfängerin wurde auch dem Team zugeteilt. Airman First Class Linda Brown war erst ein halbes Jahr von der Akademie, wurde aber wegen ihres guten Zeugnisses ausgewählt.
Nicht fehlen dürfen natürlich der frisch beförderte Major General Henry Petterson, Lt. Colonel Dave MacKayne, Major Jake D. Baur und der junge First Lt. Lola Ducane, die alle ausgezeichnete Dienste im SGC vollbrachten und deswegen für diese Mission mehr als qualifiziert waren.

Alle 14 standen sie in einem Hangar und warteten auf den Präsidenten. Vor dem Podium standen auch SG-1, O’Neill und Landry, die alle die 14 verabschieden wollten.
Als der Präsident dann das Podium betrat nahmen alle Haltung an „Rührt euch!“ begann er „Ihr geht Heute alle als das neue Team SG-Z auf eine wichtige Mission. Euer Ziel wird es sein bei den Antikern, die ihr mittels einer Zeitmaschine erreicht, Technologien zu sammeln, die uns den Angriff der Ori überleben lassen...“ Der Präsident wusste, wie man lange Reden schwingt und so redete er eine halbe Stunde bis er zum Ende kam „...möchte ich euch allen viel Glück wünschen! Und bevor ihr geht, noch zwei Dinge. Major General Jack O’Neill und Captain Thomas Kerfield tretet heran!“ Die beiden taten wie ihnen gewiesen ohne zu wissen was der Präsident wollte. „Ihr habt beide außerordentlichen Mut gezeigt und in vielerlei Hinsicht Stärke sowie Führungsqualitäten bewiesen. Deshalb werdet ihr hiermit zum Lt. General und zum Major befördert!“ Während der Präsident den beiden die neuen Abzeichen gab und ihnen die Hände schüttelte, applaudierten die anderen, bis der Präsident noch mal das Wort ergriff: „Sie wissen, ein Teilnehmer fehlt noch. Lt. General Jack O’Neill?“ – “Sir?” – “Sie werden diese Mission anführen!” O’Neill war sichtlich überrascht von der Entscheidung des Präsidenten hinsichtlich des letzten Teammitglieds. Er überlegte eine Zeitlang, ob er dieser Aufgabe überhaupt gewachsen war, doch dann erinnerte er sich an die gute alte Zeit, als er noch bei
SG-1 gedient hatte. Der Schreibtisch Job, den er momentan inne hatte, ging ihm mittlerweile auf die Nerven. Er wollte wieder Action in seinem Leben. Deswegen antwortete O’Neill mit „Jawohl Sir!“, drehte sich um und gab den Marschbefehl. Doch ehe er sich in den Jumper begab um ihn zu fliegen, verabschiedete er sich von seinen Freunden. Diese Reise konnte schließlich eine Reise ohne Rückkehr sein.
Carter erinnerte ihn noch einmal daran 10 Millionen Jahre zurückzureisen. Dann ging er ebenfalls in den Jumper und startete die Aggregate um die Reise zu wagen.

Fünf Minuten später war der Jumper startklar und wartete auf den letzten Wink des Präsidenten. Die Mission beinhaltete die Antiker zu treffen, Technologien im Kampf gegen die Ori zu erwerben und wieder 10 Minuten nach Abreise in die Gegenwart zurückzukehren.
Alan aktivierte das Zeitreisegerät und mit einem gewaltigen Lichtblitz verabschiedete sich der Jumper, mit 15 gut trainierten und auf ihren Gebieten genialen Leuten, in die Vergangenheit.
Kurze Zeit später gab es wieder ein Lichtblitz und der Jumper tauchte auf.
„Wir sind angekommen!“ brüllte Alan. 10 Millionen Jahre vor ihrer Zeitrechnung. Es sah alles friedlich aus. Doch kurz darauf startete der Jumper erneut. Es gab eine Überhitzung des Aggregats und somit eine Fehlfunktion. SG-Z wurde, unter einem weiteren gewaltigen Lichtblitz, weiter in der Zeit zurückkatapultiert.
Es gab einen riesen Knall. Dann stoppte die Maschine. Keiner saß mehr auf seinem Platz, einige wahren bewusstlos. Wieder gab es einen Schlag. Diesmal auf die Backbordseite. Jack richtete sich auf und schaute zum Fenster hinaus.
Mehrere Laser-, sowie Projektilgeschosse zischten vor dem Fenster durch. Einige schlugen auf. O’Neill schaute sich um und entdeckte mehrere Geschütze.
„Person! Wo zur Hölle sind wir gelandet???“ brüllte O’Neill Alan an.

„Sir, ich denke die viel wichtigere Frage ist wann...“

To Be Continued
by M-W-G
_________________
-Ich bin ein User-
Mein Nick:
-TPATGOD-
Oder auch bekannt als:
-Milchstraße-
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
GenAF
Top-Autor


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 28.09.2007
Beiträge: 376

BeitragVerfasst am: 03.10.2007, 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Dann werde ich mich nochmal dazu äußern Winken :
Eine gelungene Einführung des Teams und der Story. Der Mix des Team passt denke ich ganz gut nur der ansich gute Chifhanger verfehlt jetzt natürlich die Wirkung bei mir da ich den Rest ja schon kenne Winken.
Was mir erst jetzt aufgefallen ist, ist warum Jack wirklich Felger mitschicken will
Zitat:
Den braucht doch eh keiner, oder?
Lachen
Also bis dann.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ThePiperAtTheGatesOfDawn
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 235
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 04.10.2007, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

So, hier kommt auch schon die 2. Episode, da ich so schnell wie mögliche alle schon veröffentlichten Teile auch hier gepostet haben will, bis die Fortsetzung am Dienstag kommt. Deswegen ein bisschen schnell Winken
Die Vorschau: Am Samstag gibts Episode 3 und am Montag die vierte!

Ein Dank an GenAF, der auch hier ein FB abgegeben hat. Jetzt kannst dus auch von vorne verfolgen;)
Und... ja die wahren Günde. Aber da wusste Jack ja noch nicht, dass er selbst mitgehn würde Winken

Um Feedback bitte ich auch hier wieder. Nur so kann ich mich verbessern! Danke!

________________________

Einige Schüsse trafen den Jumper.
"Sgt! Wo sind wir?!"
"Sir, die bessere Frage ist, wann!!!"

Stargate: The Ancients Staffel 1

Time Shift, Part 2: Another Time


Der Boden bebte. Zahllose Geschosse flogen über sie hinweg. Sie kamen irgendwoher und flogen irgendwohin, ohne jedoch den Jumper zu treffen. Ein ohrenbetäubender Lärm umgab SG-Z als sie mit ihrem Jumper plötzlich aus dem Nichts auftauchten. Sie waren auf einem Hügel gelandet, allerdings konnten sie nicht viel erkennen. Die Frontscheibe des Jumpers war eingerissen und sie waren umgeben von mannshohen Sträuchern.
"Baur, hoch mit den Schilden!",
brüllte O'Neill, der höchstrangige Offizier an Bord des Jumpers.
Der Mann, den er angesprochen hatte, saß an der Steuerkonsole des Jumpers und versuchte wie wild den Befehl seines Vorgesetzten auszuführen. Baur war ein mittelgroßer, kräftig gebauter Mann mit kurzem braunem Haar. Durch seinen Posten als Leiter von SG 14 hatte er schon einige Erfahrung im Umgang mit Außerirdischen sammeln können. Unter O'Neill hatte er während der Operation "Desert Storm" im ersten Golfkrieg gedient. Dieser blickte sich nun im Jumper um. Der Rest des Teams saß angespannt auf den Bänken an den Seitenwänden. Einige hatten durch die Turbulenzen während der Zeitreise leichte Verletzungen davongetragen, dem Rest ging es gut, doch die Angst und Ungewissheit war einigen direkt ins Gesicht geschrieben.

Ein plötzliches Dröhnen lies sie zusammenzucken, als ein Geschoss knapp über sie hinweggerauscht war. Rya'c, Teal'cs Sohn, der sich mutig für diese Mission gemeldet hatte, schrie durch den Lärm:
"O'Neill! Wir müssen hier raus, hier drin sind wir leichte Beute!"
Der war sich ihrer Situation wohl bewusst, doch stattdessen wandte er sich an Baur:
"Wo bleiben die Schilde?" - "Sir! Das System wurde durch die Zeitreise beschädigt. Auf Maximum halten unsere Schilde höchstens sechs Minuten!" - "Das ist mehr als genug! Hoch damit!"
Dann richtete er sich an den Mann rechts von ihm:
"General Petterson! Wir werden drei Teams bilden! Sie nehmen MacKayne, Person, Wainer und Emson und stürmen vor! Suchen Sie eine Deckung!" - "Ja Sir!"
Petterson war erst kürzlich zum General befördert worden. Das kantige Gesicht des mindestens eins-neunzig großen Mannes zierte eine lange Narbe, die er während einem seiner vielen Einsätze davongetragen hatte.
"Das zweite Team",
damit wandte sich O'Neill an Rya'c,
"wirst du leiten! Nimm die beiden Clestons, Miller und Ducane mit!"
Rya'c nickte. Er hatte großen Respekt vor ihm, denn sein Vater hatte ihm von ihren Gemeinsamen Missionen erzählt.

"Ich selbst",
fuhr O'Neill fort,
"werd hier bleiben und Ihnen Deckung geben und dann nachkommen! Felger, Baur, Kerfield und Brown bleiben bei mir! Alles klar? Gut!"
Dann wandte er sich wieder an Baur:
"Wie viel Zeit noch?" - "Drei Minuten Sir!" - "Also los! Erstes Team auf mein Zeichen!"
Petterson nahm sein MG und ging an die Luke.
"Und...LOS!!"
Die Luke öffnete sich und das erste Team stürmte hinaus. Vor sich sahen sie, in etwa zweihundertfünfzig Metern Entfernung, die Ausläufer eines Waldes. "Hier lang!",
brüllte Petterson gegen den Lärm, der hier noch schlimmer war als im Jumper. O'Neill beobachtete sie vom Jumper aus. Als sie den Waldrand erreicht hatten und Petterson seine Hand hob, um zu signalisieren, dass sie sicher waren, wandte er sich an Rya'c:
"Jetzt ihr! Los los!"
Rya'c hechtete, seine Stabwaffe in der Hand, den Weg entlang, den das erste Team gerannt war, während die ihm Zugewiesenen ihm folgten. Gerade als sie den Waldrand erreichten spürte O'Neill ein Rucken. Er wusste es und Baur bestätigte es:
"Sir wir haben keine Schilde mehr!",
während der gleichzeitig von seinem Sitz aufstand und sich seine Ausrüstung packte. O'Neill warf einen letzten Blick in den Jumper, dann wandte er sich an sein Team:
"Jetzt wir! Folgt mir, bleibt auf keinen Fall stehen und dreht euch nicht um, bis wir bei den anderen sind, verstanden?"
"Ja Sir!",
antworteten sie alle.
Wieder rauschte ein Projektil gefährlich nahe über ihre Köpfe und schlug irgendwo entfernt in den Wald ein.
"Los jetzt!"
Er stürmte vor. Die anderen beiden Teams hatten den Weg so gut es ging im Auge. Allerdings behinderten die Sträucher, die auch um die Front des Jumpers wucherten, erheblich ihre Sicht.
Auf halbem Weg hörte er plötzlich Felger hinter sich rufen:
"O'Neill, Sir!!!"
Der blieb stehen und drehte sich um. Linda Brown war ihm nur aus dem Jumper heraus gefolgt, danach hatte sie sich in Richtung des Hügels abgewandt und versuchte nun durch das Gestrüpp zu kommen.
"Nicht zu fassen!",
er warf die Hände in die Luft und rannte zurück.
"Los zum Wald, ich komme nach!",
brüllte er Kerfield, Baur und Felger entgegen. Plötzlich hörte er hinter sich Rufe.
"O'Neill!"
Rya'c war aus der Deckung im Wald heraus gerannt, als er gesehen hatte, dass dieser wegen Brown umgekehrt war. Er rannte an ihm vorbei in Richtung der Sträucher.

"Nett!",
fauchte O'Neill wütend und setzte ihm nach,
"Wirklich nett!"
Als er beim Jumper ankam, hatte sich Rya'c schon durch die Sträucher gekämpft und war auf der Spitze des Hügels. Mit Mühe und Not, zwängte er sich durch die Äste, die dieser und Brown schon zur Seite geknickt hatten. Als er schließlich durch war, sah er sie auf dem Bauch liegend durch ihre Ferngläser schauen.
"Was zur Hölle soll das hier eigentlich werden?!"
Rya'c wandte sich mit ernstem Gesicht um:
"O'Neill, schau dir das an!"
Widerwillig zückte dieser sein eigenes Fernglas und robbte zu den beiden die Böschung hinauf. Als er oben angekommen war deutete Rya'c mit dem Finger nach vorne:
"Da!"
O'Neill blickte durch sein Fernglas und schluckte. Vor ihnen erstreckte sich eine weiträumige Ebene auf der eine gewaltige Schlacht stattfand. Zwei Armeen einer, wie er durch sein Fernglas feststellte, außerirdischen Rasse waren hier aufeinander getroffen und lieferten sich einen erbitterten Kampf. Abertausende Soldaten waren in einem Gewimmel aus Körpern nicht mehr zu unterscheiden. Grüne und rote Laser schossen quer über das Feld. Gleichzeitig sah er zahllose Gefährte, vergleichbar mit Panzern, durch und über die Kämpfenden fahren, ohne Rücksicht auf Verluste. Das gleiche Szenario spielte sich auch über ihnen in der Luft ab. Zwei riesige Luftschiffe standen sich gegenüber und feuerten aus allen Rohren, während kleine Jäger und kleinere Kreuzer um sie herumschwirrten und sich mit Lasern und Projektilen beschossen.
Immer wieder kamen Geschosse von ihrem eigentlichen Weg ab und schlugen jenseits des Schlachtfeldes ein.
O'Neill warf einen Seitenblick auf Brown. Sie war bleich, aber gefasst. Plötzlich drangen Schreie und Schüsse vom Wald her zu ihnen. O'Neill riss sein Fernglas herum und sah einen Ausläufer eines Kampfverbandes, der sich jetzt dem Wald zuwandte und ihn unter Beschuss nahm. Offensichtlich gingen sie davon aus, dass ihr Gegner versuchte sie einzukreisen. O'Neills Funkgerät krächzte laut.
"Jack!!! Wir ... Stellung nicht halten! … Verwundete!!... Müssen ... zurückziehen!!!"

Rya'c legte seine Stabwaffe an und feuerte auf den Trupp, um die Aufmerksamkeit vom Wald abzulenken. Wütend riss ihm O'Neill die Waffe aus der Hand:
"Was glaubst du eigentlich, was du da machst?" - "Ich versuche unseren Leuten das Leben zu retten!",
erwiderte Rya'c empört.
"Ja ganz toll, sieh dir an, was passiert!"
O'Neill deutete auf die Wälder. Zwar hatten einige Aliens ihre Aufmerksamkeit auf den Hügel gerichtet, allerdings hatte Rya'cs Eingreifen nur zur Folge, dass immer mehr und mehr von ihnen den Kampfplatz in Richtung des Hügels verlegten, da nun beide Parteien gleichermaßen eine Hinterlist des anderen vermuteten. Rya'c blickte O'Neill finster an. Das hatte er nicht gewollt, doch er war zu stolz zuzugeben, einen Fehler gemacht zu haben.
"Los jetzt! Mir nach!",
rief O'Neill und packte Rya'c und Brown, damit sie ihm folgten. Als sie aus den Sträuchern heraustraten, sahen sie, dass der Weg zum Wald nun versperrt war. Es waren gut zweihundertfünfzig Meter über offenes Gelände und auf der rechten Seite formierte sich ihr Feind und feuerte immer noch in den Wald. Doch ihre Gefährten waren nicht die einzigen, die in Gefahr waren. Ein lautes Dröhnen zeigte ihnen, dass die Feinde nun auch den Hügel heraufkamen. Brown wandte sich an O'Neill:
"General, Sir! Ich habe eine Idee!! Vielleicht können wir tatsächlich ein Ablenkungsmanöver starten!" - "Und wie stellen Sie sich das vor?",
erwiderte O'Neill gereizt und ungeduldig.
"Der Jumper Sir!"
O'Neill schnaubte:
"Ihnen ist nicht zufällig aufgefallen, dass er keinen Saft mehr hat?"
Rya'c mischte sich ein:
"O'Neill, vielleicht hat sich die Batterie wieder etwas aufgeladen, da wir sie eine Weile nicht benutzt haben!" - "Also Batterie ist wohl nicht ganz der richtige Ausdruck -"
Doch sie wurde von O'Neill unterbrochen:
"Das waren nicht mal fünfzehn Minuten!..."
Brown unterbrach nun ihn ihrerseits:
"Sir wir brauchen nur einen kurzen Energieschub! Wir fliegen mit dem Jumper ein Stück weit weg, gehen in Deckung und suchen die anderen, während die Aliens nach dem Jumper suchen!"
O'Neill überlegte kurz und nickte dann. Es passte ihm gar nicht, dass sie den Jumper in feindliche Hände fallen ließen, aber in ihrer derzeitigen Situation hieß es den Jumper verteidigen, oder zu überleben. Und in dem Fall standen seine Prioritäten für sein ganzes Team klar bei letzterem. "Gut! Airman, sie bringen das Ding zum Laufen. Rya'c, du fliegst es! Ich halte den Feind auf, solange ich kann!"
Ohne Widerworte, machten sich beide an die Arbeit, während O'Neill im Schatten des Jumpers in Deckung ging. Einige qualvolle Minuten vergingen, dann fuhr ein Rucken durch ihren Shuttle. O'Neill kam nicht umhin kurz zu Grinsen. Diese Brown erinnerte ihn sehr an Samantha Carter. Doch das Grinsen verging ihm schnell, denn just in dem Moment, in dem der Jumper wieder ansprang, kamen die ersten Truppen über den Kamm und eröffneten das Feuer. O'Neill zog eine Handgranate und warf sie auf die Spitze des Hügels. Sie explodierte und hinderte die Aliens einen Moment daran vorwärts zu marschieren. Diesen Moment nützte er und warf sich in den Jumper:
"Los jetzt! Bring uns hier weg Rya'c!" - "Einen Moment noch O'Neill!"
Dieser hechtete ans Steuerpult und sah durch die Frontscheibe, dass die Sträucher um sie herum anfingen zu brennen.
"Rya'c, das ist genau der Moment, den wir nicht haben!"
Schweißperlen standen auf Rya'cs Gesicht, während er fieberhaft versuchte den Jumper zum starten zu bewegen:
"Jetzt mach schon du dummes Ding!"
Erneut fuhr ein Rucken durch den Jumper und langsam, ganz langsam erhob er sich.

"Ahh!!"
Linda Brown stieß einen triumphierenden Schrei aus. Doch es war gar kein triumphierender Schrei stellte O'Neill erschrocken fest. Als er sich umdrehte sah er, dass zwei der Aliens noch an Bord gehechtet waren und Brown nun mit ihren Waffen bedrohten. Sie sahen scheußlich aus. Auf dem, den O'Neill als ihre Köpfe vermutete, waren zwei riesige, dunkle, runde Augen, die denen einer Fliege nicht unähnlich waren. Ein langer Rüssel hing dazwischen herab, an dessen Ende so etwas wie Barthaare zu sein schienen, was den Eindruck einer überdimensionierten Fliege nur noch unterstützte. Vom Rest ihres Körpers konnte man nicht viel erkennen, da sie dicke, dunkle Rüstungen trugen, die sich unförmig um ihre Körper hüllten. in den Händen hielten sie Waffen, die einer ZAT ähnelten, wenn sie auch größer waren als diese. Eines der Wesen bedrohte Brown, die ihre Hände in die Luft hielt, was die Wesen wohl richtig verstanden, denn das zweite wandte sich zu O'Neill und zischte ihn an. Was sich zunächst nur wie ein gemeines Zischen anhörte, entpuppte sich bei genauerem Hinhören als Laute. Offensichtlich sprach es zu ihnen: "Ziiihhhabannnnnnnnaaaaaaahh!!"
O'Neill, der versuchte Zeit zu gewinnen sagte:
"Würdest du nicht so nuscheln, könnte ich vielleicht auch verstehen, was du sagst!" - "Keee! Kantaaaa! Rassszinaaaabanaaaaa!!"
Ein Teil der Rüstung, offensichtlich eine Hand, bewegte sich und deutete zuerst auf Rya'c und dann nach unten. O'Neill spielte den Unwissenden, damit Rya'c sie weit genug wegbringen konnte.
"Was?"

Das Wesen deutete noch einmal auf Rya'c und dann nach unten, jetzt leuchteten die dunklen Augen, glühend rot. Doch O'Neill hob nur die Schultern und tat als würde er den Sinn nicht verstehen. Offensichtlich verärgert wandte sich das Wesen seinem Kameraden zu. Das war ein Fehler. Blitzschnell war O'Neill an seine Waffe gelangt und feuerte auf die beiden, was das Zeug hielt. Sie gaben ein letztes kurzes Zischen von sich und sackten beide zusammen. Mit gezogener Waffe schritt er auf sie zu und trat mit dem Fuß gegen das ihm am nächsten liegenden. Erschrocken stammelte Brown:
"Sind sie... tot?"
O'Neill gab ein kurzes befriedigtes Brummen von sich.
"Jep."
Er wollte gerade etwas zu Rya'c sagen, als ein kräftiger Ruck durch den Jumper fuhr. Das Metall um sie herum ächzte und stöhnte.
"O'Neill!",
rief Rya'c vom Steuerpult aus,
"wir wurden getroffen! Ich kann ihn nicht mehr länger oben halten!" - "Dann runter damit!"
Es war, als hätte Rya'c den Befehl etwas zu wörtlich genommen, denn augenblicklich sackte der Jumper ab. Allerdings nur das hintere Drittel. Ein Riss fuhr von der Decke zum Boden und öffnete sich immer weiter. O'Neill schaffte es gerade noch nach vorne zu Springen, Brown hatte weniger Glück. Bevor sie sich aufrichten konnte, war der hintere Teil endgültig abgerissen und schoss in die Tiefe.
"Rya'c! Bring - Uns - Runter!!!",
schrie O'Neill gegen den Lärm an, der ihn nun wie eine Faust ins Gesicht traf.
"Ich... habe keine Kontrolle mehr!"
Langsam aber sicher neigte sich der Jumper nach vorne, immer weiter und weiter, bis er schließlich kopfüber auf den Boden zutrudelte. Einen Moment lang herrschte gespenstische Stille, dann krachten sie in die Kronen der Bäume unter ihnen. Zersplittertes Holz und zerstörtes Metall, flogen um sie her. Durch die Bäume etwas gebremst, landeten sie schließlich äußerst ruppig auf dem Waldboden. O'Neill stieß sich den Kopf und sah nur noch Sterne. Rya'c verhedderte sich das Bein und brach es sich, als er über seinen Sitz gewirbelt wurde. Sein lang gezogener Schmerzensschrei ließ O'Neill wieder zur Besinnung kommen. Langsam richtete er sich auf und sah sich um. Vom Jumper aus konnte er einen weitläufigen, undurchdringlichen Wald erkennen. Er wollte gar nicht wissen, was sie da drin erwartete. Doch zunächst mussten sie den Rest des Teams wieder finden. Vielleicht war Brown ja noch...? Er ging zu Rya'c, besser er taumelte, und hielt sich dabei den Kopf. Er wollte sich dessen Wunde sehen. Sein Bein stand in einem Übelkeit erregenden Winkel ab, doch O'Neill dachte nicht lange nach, er ging hinaus, sah sich kurz um und kam mit einem langen stück Holz zurück, dass er als Schiene benutzen wollte. Da sie einen Teil ihrer Sachen im Jumper gelassen hatten, als sie im Wald in Deckung gehen wollten, fand er schnell etwas Verbandsmaterial und Desinfektionsmittel. Er packte Rya'c bei den Schultern: "Pass auf...",
er zögerte,
"wie soll ich dir das erklären..."
Rya'c lachte schwach:
"Gib mir etwas zum drauf beißen und bieg es gerade."
O'Neill, dankbar dafür sein Vorhaben nicht gegen Rya'cs Willen ausführen zu müssen, gab ihm sein Messer und nahm das abstehende Bein in die Hand.

"Auf drei ja?"
Rya'c nickte. O'Neill holte tief Luft:
"Drei!!"
Mit einem Ruck zog er das Bein in seine normale Position zurück. Rya'c schrie, während er auf den Schaft des Messers biss und fluchte wild gegen O'Neill, weil er ihn ausgetrickst hatte. Doch im Grunde war er dankbar, dass es unerwartet geschehen war. O'Neill schiente das Bein und half Rya'c, nach einer kurzen Verschnaufpause, auf die Beine, damit sie sich auf den Weg machen konnten. Rya'cs Stabwaffe diente ihm als Gehstock, auch wenn etwa ein Drittel davon abgebrochen war. O'Neill selbst packte soviel er konnte und schulterte sich mehrere Rucksäcke. Dabei merkte er, dass sein Funkgerät durch den Aufprall kaputt gegangen war. Miesmutig brummte er:
"Los geht's. Wir müssen die anderen finden, dann sehen wir, wies weiter geht!"
Er wollte loslaufen, doch Rya'c blieb stehen.
"O'Neill..." - "Was?"
Langsam humpelte Rya'c zu ihm und sah ihm in die Augen:
"Vielleicht hat Linda Brown den Sturz auch überlebt!" - "Vielleicht...",
sagte O'Neill, obwohl er es selbst eher bezweifelte. Sie war viel tiefer gefallen als er und Rya'c und hatte keine Bordsysteme gehabt, die sie wenigstens ein Bisschen gebremst hätten. Doch er sah die Verzweiflung in Rya'cs Augen und gestand sich ein, dass er sie nicht zurücklassen wollte, solange er sich nicht sicher war, dass sie tot war. Außerdem, so dachte er, war sie am nächsten, während der Rest von SGZ sonst wo sein konnte. Mühsam kämpften sie sich durch das Unterholz. Es wäre schon schwierig, wären beide in vollem Besitz ihrer Kräfte gewesen. Mit Rya'cs gebrochenem Bein und O'Neill, der immer noch nicht wieder ganz klar sehen konnte, stellte es allerdings eine unüberwindliche Herausforderung dar. An einigen Stellen kamen sie nicht weiter, so sehr sie es auch versuchten. So blieb ihnen nichts anderes übrig als immer wieder von ihrem eigentlichen Kurs abzuweichen und stattdessen einen Umweg zu suchen. Mit der Zeit wurde es ihnen sehr heiß und Rya'c wurde immer blasser. Er versuchte zwar angestrengt sich nichts anmerken zu lassen, dass er geschrieen hatte nagte immer noch an ihm, aber mit der Zeit konnte er es nicht mehr verbergen. Als O'Neill ihn sah, legte er eine kurze Pause ein. Er gab Rya'c eine Wasserflasche und nachdem dieser getrunken hatte, nahm er selbst einen Schluck daraus. Der Wald um sie herum war merkwürdig ruhig, so als würden er und alle Lebewesen darin spüren, dass die beiden Eindringlinge waren. Fremde aus einer anderen Zeit. Nach einer halben Stunde, schleppten sie sich weiter. Der Wald wurde zunehmend dichter. Was O'Neill allerdings mehr Sorgen machte war, dass sie noch auf keinerlei Tiere getroffen waren. Und er konnte sich keinen Reim darauf machen, ob dies nun ein gutes, oder ein schlechtes Zeichen war. Nach dem sie stundenlang weitergelaufen waren, so kam es O'Neill vor, begann es langsam dunkler zu werden. Die Bäume vor ihm verschwammen und wurden zu riesigen Schatten, die er nicht mehr von eventuellen Gegnern unterscheiden konnte. Nachdem sie noch etwas weitergegangen waren, gab er es auf und setzte sich fluchend hin.
"Was ist O'Neill?" - "Ich kann kaum noch gerade aus laufen! Und mehr als einen halben Meter seh' ich auch nicht mehr... Nein, so können wir nicht weiter gehn'. Wir sollten hier die Nacht rasten."
Rya'c war jedoch dagegen:
"Da draußen sind unsere Freunde sie... sie brauchen uns vielleicht!"
O'Neill sah ihn mit forschendem Blick an:
"Du meinst wohl, Airman Brown braucht uns vielleicht."
Er seufzte.
"Rya'c, auch wenn's dir schwer fällt, mach dir nicht allzu viele Hoffnungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie schon längst tot ist, ist relativ hoch." Rya'c blickte ihn trotzig an:
"Sie lebt noch!"
Doch O'Neill winkte ab:
"Wir werden sehn."

Aus einem der Rucksäcke holte er einen Bunsenbrenner, dann sammelte er das Holz, das in Griffweite lag und stapelte es. Nach kurzer Zeit, brannte ein kleines, aber dennoch wärmendes Feuer in ihrer Mitte, dass ihnen etwas Trost spendete. O'Neill versuchte angestrengt wach zu bleiben, doch nach kurzer Zeit fielen ihm die Augen zu und er glitt in einen traumlosen Schlaf.
Er hörte jemanden seinen Namen rufen, doch er war genervt und wollte nicht gestört werden. Er versuchte den Störenfried mit der Hand wegzuscheuchen, doch der blieb hartnäckig.
"O'Neill! Wach auf!! Sieh doch!!"
Langsam setzte sich dieser. Immer noch hatte er das dringende Bedürfnis irgendjemanden wegzuscheuchen. Doch jetzt, als er wach war nahmen seine Gedanken eine klarere Form an, wie auch seine Umgebung. Es war noch dunkel, er konnte also nicht allzu lange geschlafen haben. Allerdings war ihr kleines Feuer ausgegangen. Und es war auch nicht mehr still um sie herum.
"O'Neill!!"
Wieder schüttelte ihn jemand. Er wandte sich um. Rya'c war neben ihn gekrochen und klammerte sich an seinen Arm und deutete in den dunklen Wald hinein. Er folgte dem Fingerzeig und sah dunkle Schemen, die sich langsam durch den Wald bewegten. Aber er sah sie nicht nur, er hörte sie auch. Viele Füße stapften über den lockeren Waldboden und brachten ihn leicht zum erzittern. Aber das war nicht das einzige. In einiger Entfernung hörte er das Krachen von Bäumen die, wie er vermutete, von der Artillerie der Aliens überrollt wurden. Aber da war noch etwas anderes. Es lag eine angespannte Stimmung in der Luft. Widerrum schien der Wald seine Ablehnung gegen das, was in ihm vorging dadurch zu äußern, dass er das Seine in vollkommene Stille hüllte. Und so hörten sie nur die gespenstischen Schritte der Alienarmee, die vermutlich auf der Suche nach ihnen war.
"Das geht schon seit einer ganzen Weile so."
Rya'c flüsterte ihm so plötzlich und unerwartet ins Ohr, dass er zusammenzuckte.
"Was machen wir jetzt?"
O'Neill zögerte einen Augenblick. Dann richtete er sich entschlossen auf und packte seine Ausrüstung.
"Wir gehen weiter. Wenn Brown noch lebt, dann kann es gut sein, dass diese Dinger zufällig über sie stolpern und da vermutlich die beiden Leichname bei ihr sind, werden sie dann wohl kurzen Prozess mit ihr machen. Also auf!"
Nun da er wieder etwas klarer denken konnte, schien es ihm gut möglich, dass sie den Sturz überlebt hatte. Sie war schließlich aus hartem Holz geschnitzt, wenn auch noch unerfahren. Doch Erfahrung konnte einem natürlich nichts helfen, wenn man aus gut vierzig Metern in die tiefe stürzt. Aber sie hatten überlebt, also konnte Brown genauso gut auch überlebt haben! Vorsichtig schlichen sie, in gehörigem Abstand, neben der stummen Armee her. Auch Rya'c schien wieder etwas an Kraft dazu gewonnen zu haben, denn er kam trotz seines geschienten Beines nun deutlich schneller voran als vor ihrer Rast. Eine gute halbe Stunde folgten sie dem Trupp, dann mussten sie abermals vom Kurs abweichen, weil ihnen eine unüberwindliche Anhöhe im Weg war. Ihr Weg führte sie nun querab, allerdings konnten sie die Geräusche der Armee immer noch deutlich hören und waren sich sicher sie nicht zu verlieren. Doch dann plötzlich änderten sich die Geräusche. Die Armee schien nun schneller zu gehen und laute Zischrufe bestätigten, was O'Neill befürchtet hatte, sie hatten irgendetwas gefunden. Es war nicht schwer sich auszumalen, was sie gefunden hatten. Geräuschlos näherten sich die beiden dem nun stehen gebliebenen Trupp. Aus einer sicheren Deckung heraus versuchten sie zu beobachten, was vor sich ging, aber es war zu dunkel um irgendetwas zu erkennen. Wieder durchwühlte O'Neill seine vielen Rücksäcke und fand schließlich wonach er gesucht hatte, ein Nachtsichtgerät. Er schaltete es ein und warf einen Blick auf das Geschehen. In undeutlichen Grüntönen konnte er wage erkennen, was vor sich ging. Mehrere der Aliens, bargen offensichtlich zwei Körper aus dem Wrack. Danach postierten sie Wachen.
"O'Neill, was siehst du?" - "Sie haben ihre toten Kameraden geborgen." - "Und Linda? Was ist mit Linda?" - "Ich kann sie nicht erkennen." Plötzlich packte ihn eine Hand an der Schulter. O'Neill fuhr herum und wollte sich gegen seinen vermeintlichen Angreifer wehren, als er erkannte, wer es war.

"Baur?!" - "Sir!"
Baur duckte sich neben ihn und spähte durch das Dunkel zum Hinterteil des Jumpers.
"Baur, wo ist der Rest von SGZ?"
Er hob die Schultern.
"Wir sind getrennt wor'n. Ich bin über so ne Wurzel gestolpert und hab mich dabei selber ausgeknockt... War führ ne Weile weg. Muss wohl... glücklicherweise... in ne Vertiefung gefallen sein oder so, jedenfalls haben die mich nicht entdeckt. Als ich zu mir kam, waren die anderen weg und es war dunkel. Und dann hab ich den großen Trupp kommen hören." - "Was meinen Sie mit, großen Trupp?" - "Naja, die uns vorhin verfolgt ham, das warn nur n paar Späher. Das hier ist wohl 'n ganzes Regiment. Die scheinen ganz scharf auf den Jumper zu sein."
Rya'c mischte sich ein:
"Haben Sie Linda Brown hier irgendwo gesehen?" - "Linda? Ne, das letzte mal, dass ich sie gesehen hab war, als sie auf diesen verdammten Hügel geklettert is und der General und du ihr hinterher."
Enttäuscht blickte Rya'c auf den Boden. Doch O'Neill mischte sich ein:
"Sie muss hier irgendwo sein. Sie haben sie nicht aus dem Jumper geborgen. Entweder haben sie sie tot darin liegen lassen oder sie konnte fliehen." - "Ich sags Ihnen, Sir, wenn die sie erwischen, dann machen die sie zu Hundefutter, das kann ich Ihnen sagen! Mit denen is nich zu spaßen, ne! Die sind ganz schön hinterhältig. Die meisten von uns haben se kalt erwischt." - "Verluste?" - "Bis ich verloren ging keine, Sir, aber viele Verwundete. Petterson... 'tschuldigung, General Patterson hatte nen glatten Durchschuss durch die Schulter gehabt, ne. Hat ziemlich geblutet. Aber er hat sich durchgebissen. Zäher Hund, was?"
O'Neill grinste grimmig:
"Kann man wohl sagen!"
Sie hörten wieder laute Zischrufe und der Trupp setzte sich abermals in Bewegung, ließ aber einige Wachen beim Heck des Jumpers zurück. "Vermutlich folgen sie den Spuren.",
schloss Rya'c. O'Neill nickte.
"Wir suchen jetzt weiter nach Brown. Sie muss hier irgendwo stecken. Sie ist sicher auch verletzt." - "Ja, Sir!"
Baur schulterte seine Waffe und nahm O'Neill einen Teil der Rucksäcke ab. Mit drei Mann fühlte sich O'Neill schon wesentlich sicherer. Jetzt konnten sie die Augen in alle Richtungen offen halten. Nach Linda Brown zu rufen wagten sie allerdings nicht, obwohl ihre Rufe im Lärm der marschierenden Armee wohl untergegangen wären. Nach gut einer weiteren halben Stunde, änderten sich die Geräusche wieder. Jetzt konnten sie deutlich Schüsse hören. Schüsse die sich anhörten nach...
"MPs!",
rief Baur hitzig.

"General Sir, dass sind unsere... ich mein Ihre Jungs, Sir!"
Sie hasteten so schnell sie konnten den Schussgeräuschen entgegen. Und plötzlich wurde es heller. Sie erreichten den Waldrand. Geschützt durch große Sträucher, blickten sie aus dem Wald heraus, doch was sie sahen, ließ ihnen das Blut in den Adern gefrieren. Sie blickten auf ein weiträumiges Feld, dass durch eine Schlucht begrenzt wurde. Am Rande dieser Schlucht stand eine Stadt oder zumindest etwas, dass danach aussah. Aus Stein gemauerte Häuser ragten hoch in den Nachthimmel. Allerdings brannte kein Licht in der Stadt. Wieder hörten sie MP-Schüsse und diesmal sahen sie, dass diese direkt aus der Stadt kamen und auf den Wald gerichtet waren. Vom Wald wiederum schoss man auf die Stadt, momentan noch nur mit Handfeuerwaffen. Doch die Artillerie war im Anmarsch. Zwischen Stadt und Wald erstreckte sich ein wahres Meer an Sträuchern, die recht undurchdringlich schienen. Dann sah O'Neill plötzlich etwas dazwischen und das Herz sank ihm in die Hose. Er nahm erneut sein Nachtsichtgerät und spähte in die Richtung, in die er gerade schon geschaut hatte. Und tatsächlich. Zwischen Sträuchern und Büschen kauerte, unfähig sich zu bewegen, eine kleine zierliche Person.
"Brown..."
Rya'c drehte sich erschrocken um.
"Was?" - "Brown!",
sagte O'Neill mit verbissener Stimme,
"sie sitzt fest! Zwischen den Sträuchern. Sie kann nicht vorwärts und nicht rückwärts. Denn vor ihr wartet eine Stadt, die bereit ist auf alles zu schießen, dass nach Alien aussieht. Und im Dunkeln sieht hier so ziemlich alles nach Alien aus."
Dann deutete er auf den Wald.
"Und auf der anderen Seite wartet eine Alienarmee, die Rache will für zwei getötete Soldaten und uns sowieso feindlich gesinnt ist..." - "Aber wir müssen was tun! Diese Rüsselviecher, werden weiter auf sie zukommen!" "Wir können nichts tun!" "Aber O'Neill! Willst du sie einfach sterben lassen? Das kannst du nicht machen!!" - "WENN ICH WÜSSTE WIE, WÜRD ICH SIE AUCH GANZ ALLEIN DA RAUS HOLEN! ABER ES GIBT KEINEN WEG!"
Baur wandte sich an ihn:
"Sir, vielleicht gibt's ja doch einen, schauen Sie!"
Tatsächlich hatte die Alienarmee einen Weg eingeschlagen, der, wenn auch knapp, an Linda Browns Versteck vorbei führte. Allerdings konnte sie das nicht sehen.
"Sir, wenn sie da liegen bleibt und keinen Mucks von sich gibt, sehn sie sie vielleicht gar nicht!"
O'Neill fluchte.
"Verdammt, wir müssen die anderen in der Stadt irgendwie auf uns aufmerksam machen!"
Er überlegte kurz, dann durchwühlte er wieder einen der Rucksäcke. Und zum Vorschein kam, eine Taschenlampe. Er überlegte kurz.
"Sir, wenn sie das Ding benutzen, dann wer'n die uns sehn und zu uns komm'n!",
warf Baur ein.
"Ich weiß!"

O'Neill dachte nach. Konnten sie mit dem verletzten Rya'c schnell genug bis zur Stadt vordringen und dabei noch Linda aufgabeln, bevor die Aliens sie erreichen würden? Es war riskant, aber, mit ein wenig Hilfe von der Stadt aus, machbar.
"Aufgepasst! Ich werde denen in der Stadt morsen, dass wir da sind und kommen und dass Brown dort im Gebüsch liegt. Dann bahnen wir uns unseren Weg durch dieses Gestrüpp und versuchen zuerst die Stadt zu erreichen. Auf dem Weg gabeln wir Brown auf, verstanden?" - "Ja, Sir! Wird wohl ein wenig eng wer'n, nich?"
O'Neill nickte, sagte aber nichts dazu. Er zückte nun seine Taschenlampe und richtete sie auf den Ort, von wo aus die Schüsse kamen. Einen Moment lang geschah nichts, dann wurde ein einzelner Schuss in ihre Richtung gefeuert. Aber weit über sie, sie hatten sie also entdeckt. O'Neill morste so schnell er konnte. Wieder wurde ein Schuss abgefeuert.
"Ok, los geht's. Baur, sie stützen Rya'c! Los Los!!"
Er duckte sich und rannte los. In der Stadt eröffneten sie nun erneut das Feuer auf den Waldrand und es schien zu wirken, denn für eine Weile konnten die Aliens nicht von ihrer Position weichen. O'Neill war gerade auf halbem Weg zu Linda Brown vorgedrungen, da hörte er wieder wie die Bäume krachten und wandte sich zum Wald. Die Artillerie des Feindes hatte Stellung bezogen und wartete offenbar auf den Befehl zum Angriff. Er zögerte einen Moment, dann beschleunigte er seine Schritte. Gerade als er bei seinem Ziel ankam, begann der Angriff. Durch die Entfernung wurde die Feuerkraft dieser Ungetüme etwas gelindert, allerdings richteten sie dennoch großen Schaden an. Die Verteidigung der Stadt zog sich rasch zurück, um kein allzu leichtes Ziel darzustellen, denn die Geschosse trafen die Stadtmauern mit solcher Wucht, dass große Stücke davon heraus brachen. O'Neill lehnte indes schützend seinen Oberkörper über Brown, und sie klammerte sich ängstlich an ihn. Sie war verletzt und schien sich auch einige Knochenbrüche zugezogen zu haben. O'Neill half ihr auf die Beine und geduckt, mit Rya'c und Baur im Schlepptau, bahnten sie sich ihren Weg zur Stadt. Einen Moment erlosch das Artilleriefeuer und sie blickten sich verwirrt um. Dann sahen sie, dass die Truppen des Feindes, im Feuerschutz, ein großes Stück auf sie zugekommen waren und sich nun beängstigend schnell ihren Weg durch die Büsche und Sträucher bahnten. O'Neill trieb sie zu Eile an. Denn kaum hatten sie die Stadtmauern erreicht, als die Aliens hinter ihnen das Feuer auf sie eröffneten. Panisch suchten sie die Mauern nach irgendeinem Einlass ab, doch sie fanden keinen. Weiter und weiter liefen sie an der Mauer entlang. Und immer noch schlugen Schüsse rings um sie ein. Einer traf Rya'c in sein ohnehin schon verletztes Bein, was ihn vor Schmerz aufheulen ließ. Dann endlich fanden sie eine niedrige Eingangstür, doch sie war versperrt.

"Macht auf!! Das ist ein Befehl! Aufmachen!!"
O'Neill hämmerte mit der Faust gegen die Tür und nach einigen qualvollen Sekunden wurde sie geöffnet. Sie stürmten herein und von drinnen wurde die Tür wieder verschlossen und verbarrikadiert. General Petterson kam O'Neill entgegen und streckte ihm die Hand aus:
"Jack! Sie glauben gar nicht, wie es gut tut Sie zu sehen!"
O'Neill nickte grimmig.
"Gleichfalls. Wo sind wir hier?"
Der Rest von SG-Z nahm Brown, Rya'c und Baur auf und versorgte sie medizinisch.
"Wissen wir nicht. Die Stadt war schon leer, als wir ankamen. Zuerst schien sie ein guter Unterschlupf, aber... naja",
er blickte missmutig umher,
"es war wohl doch etwas offensichtlich, deswegen haben sie uns auch gleich wieder gefunden, als wir schon dachten, wir hätten sie abgehängt." - "Wie sieht es aus?" - "Naja, Sie konnten sich sicher ein Bild davon machen. Nicht gerade rosig. Die Aliens alleine hätten wir schon nicht aufhalten können. Auf kurze Zeit vielleicht... doch wir haben nicht mehr viel Munition. Aber mit deren Artillerie können wir's nie und nimmer aufnehmen." - "Natürlich nicht",
antwortete O'Neill bitter.
"Gibt es irgendwelche Geheimgänge? Irgendwelche Fluchtwege?"
Petterson schüttelte den Kopf.
"Es gab hier mal eine Wasserquelle, die wohl für eine Belagerung vorgesehen war, aber die ist versiegt. Es gibt noch eine weitere Tür hinten heraus aus der Stadt... allerdings..." - "Ja?" - "Nun, die Stadt grenzt an eine Schlucht. Wir vermuten, dass da mal eine Brücke drüber geführt hat, eben als Fluchtweg, die ist allerdings... nun ja..." - "Schon klar... Gibt es hier eigentlich irgendetwas, das noch funktioniert?" - "Naja, die Tür, durch die sie eben rein gekommen sind..."
O'Neill funkelte ihn wütend an, doch bevor er etwas sagen konnte fuhr Petterson fort,
"Wir haben noch eine Chance, wenn wir ihre Aufmerksamkeit auf diese Seite",
er deutete in Richtung Tür,
"lenken und uns den Weg auf der anderen Seite frei sprengen. Allerdings müssen wir dann in sehr kurzer Zeit durch dieses verflixte Buschwerk durch und wie es aussieht, sind nicht alle in der Verfassung zu rennen."
Er nickte zu Rya'c hinüber, dessen Bein gerade von Dr. Lisa Cleston untersucht wurde. Die Geräusche der Armee draußen verstummten. O'Neill und Petterson gingen auf einen sicheren Ausguck und beobachteten die Aliens. Anscheinend teilten sie sich jetzt und machten Platz für die Artillerie, die nun weiter vorrückte.
"O'Neill, wenn die Dinger auf weniger als hundert Meter an uns ran kommen, dann pusten sie uns zurück in die Gegenwart!" - "Dann sollten wir keine Zeit verlieren."
Er überlegte kurz.
"Vier sollten hier die Aufmerksamkeit auf sich lenken, während wir auf der anderen Seite das Loch sprengen und losstürmen! Teilen Sie das Team ein."
Petterson wollte gerade gehn, als O'Neill ihn aufhielt.
"Airman Brown sollte nicht bei denen hier sein, selbst wenn sie sich meldet." - "Ok."

Petterson wandte sich ab und ging zu den anderen nach unten. O'Neill blieb noch einen Augenblick auf seiner Position, dann sah er plötzlich, wie einer der Panzer ein Ziel suchte. Er duckte sich, doch es war nicht er, auf den gezielt wurde. Das Geschütz nahm die Tür ins Visier. O'Neill hatte nicht einmal die Zeit sich umzudrehen und die anderen zu warnen, da feuerte es mit einem ohrenbetäubenden Knall und O'Neill hörte die Tür zu Staub zerfallen. Sofort gerieten die Aliens in Bewegung, sie marschierten auf die nun offene Tür zu. O'Neill rannte zurück zu dem Platz, an dem sie sich versammelt hatten. Und konnte noch rechtzeitig stoppen, um zu sehen, dass nun schon mindestens ein dutzend Aliens in der Stadt waren. O'Neill rief so laut er konnte:
"Henry, sprengen Sie dieses verdammte Loch, sie sind in der Stadt."
Da er nun die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, nahm er sein MG und verlieh seinen Worten Nachdruck, in dem er auf die Vorhut der Aliens feuerte. Er hatte sie wohl überrascht, jedenfalls ging die Hälfte von ihnen zu Boden, bevor sie wirklich registrierten, woher die Schüsse kamen, dann allerdings erwiderten sie das Feuer und O'Neill musste in Deckung gehen, um nicht durchlöchert zu werden. Allerdings hatte er nicht gerade die günstigste Position dafür ausgesucht. Ein umgekippter Tisch, wie es ihm schien, hatte zwar verlockend ausgesehen, doch durchschlugen ihn die Laser der Aliens mühelos. Plötzlich wurde der Boden von einer Explosion erschüttert. Der Ausgang war offen. O'Neill musste es jetzt nur noch irgendwie lebend dorthin schaffen. Wegen der Explosion hatten die Aliens einen Moment aufgehört zu feuern. Der reichte ihm, um aus seiner Deckung zu treten und sie mit einer Salve umzumähen. Doch erhielt er dabei Unterstützung. Auf der anderen Seite des Platzes standen Miller und Petterson vor einer Tür und gab ihm Feuerschutz. O'Neill wartete nicht, bis weitere Aliens ihm den Weg versperren konnten. Unter Kugelhagel von beiden Seiten, rannte er auf die beiden zu, doch kurz bevor er ankam traf ein Schuss Petterson mit solcher Wucht, dass er gegen die Tür hinter sich flog und durch diese hindurch in den Abgrund dahinter. Miller blickte ihm einen Moment verdutzt hinterher. O'Neill schrie vor Wut:
"Nicht aufhören zu schießen! Idiot!!"
Doch es war zu spät. Ein sauberer Kopfschuss und Miller sackte tot zusammen. O'Neill hechtete mit einem Sprung hinter eine Säule. Und keine Sekunde zu früh, denn gerade waren weitere Aliens auf den Platz gedrungen und sicherten jetzt die Seiten. Wenn nicht jetzt dann nie! Er stürmte los, ohne auf das Feuer hinter ihm zu achten. Er hastete an der Mauer entlang bis er das aufgesprengte Loch entdeckte. Neben ihm und über ihm schlugen Laser ein, einer verfehlte ganz knapp sein linkes Ohr, doch er schaffte es nach draußen, ohne getroffen zu werden. Doch was er draußen sah, half ihm nicht weiter. SG-Z bahnte sich seinen Weg hin zum Wald. Sie hatten etwa die Hälfte des Weges hinter sich, doch sie standen unter schwerem Beschuss. Von links rückten die Aliens auf. Und hinter sich konnte O'Neill schon seine Verfolger heraneilen hören. Ohne zu zögern, rannte er los, seinem Team hinterher. Er sah, dass der Verwundete Rya'c sie deutlich langsamer machte, denn obwohl zwei von ihnen ihn stützten, kamen sie so doch sehr beschwerlich durch das dichte Buschwerk. Als O'Neill sie einholte waren es noch gut einhundert Meter und die Aliens rückten ihnen immer dichter auf die Pelle.
"Baur! MacKayne! Ducane! Geben Sie den anderen Feuerschutz!",
rief O'Neill, während er sich gleichzeitig selbst umdrehte und feuerte. Er wusste, dass er beinahe so etwas wie ein Todesurteil der Betreffenden unterzeichnet hatte, aber wenn sie nicht etwas Gegenwehr leisteten, würde es keiner von ihnen bis zum Wald schaffen. Mit gezielten Schüssen schalteten sie die nächsten Angreifer aus und verschafften sich so etwas Zeit.

"Ahh! Mich hat's erwischt!",
rief Baur plötzlich und hielt sich die blutende Schulter.
"Weiterfeuern!",
rief O'Neill. Er wandte sich um und sah, dass die anderen den Waldrand erreich hatten.
"Rückzug! Los, zum Wald!"
Er winkte mit der Hand und rannte los. Das Trommelfeuer einschlagender Laser um ihn herum begleitete ihn, doch er achtete nicht darauf, alles was er wollte, war bis zum Wald zu kommen. Plötzlich traf ihn ein Geschoss im Rücken. Mit einem verärgerten Schrei ging er in die Knie. "General!!",
hörte er seltsam leise von irgendwo her rufen. Und dann hörte er sich antworten:
"Weiterrennen!! Nicht stehen bleiben!"
Alles kam ihm seltsam fremd vor. Er rappelte sich auf die Beine und eilte humpelnd weiter. Gerade als er den Waldrand erreichte traf ihn ein zweites Geschoss im Rücken. Diesmal brach er zusammen. Er hatte keine Kraft mehr in den Beinen. Krampfhaft versuchte er weiter zu kriechen, doch im Grunde wusste er, dass es vorbei war. Nichts konnte ihn jetzt noch retten. Er fühlte sich seltsam leicht bei dem Gedanken. Dann hörte er dumpfe Schritte neben sich. Mit letzter Kraft wandte er sich um. Das Letzte, was er sah waren zwei rot glühende Augen, dann wurde es dunkel um ihn.

To be continued
by A. S.
_________________
-Ich bin ein User-
Mein Nick:
-TPATGOD-
Oder auch bekannt als:
-Milchstraße-
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
GenAF
Top-Autor


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 28.09.2007
Beiträge: 376

BeitragVerfasst am: 06.10.2007, 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ein ganz schön herber Rückschlag für das Team und die Mission: Die ersten Verluste, ein Zerstörter Jumper und jetzt droht auch noch die Gefangenschaft. Die Kampfszenen waren gut beschrieben. Aber diese Insekten-Aliens hasse ich schon jetzt eklig und böse. Da wüsch ich mir doch ne große Antiker-Fliegenklatsche. Diese Folge wirft auch viele Fragen auf: In welcher Zeit sind sie? Wo sind sie? Noch auf der Erde oder einem anderen Planeten? Wer waren die Gegner der Insekten-Aliens? Bin mal gespannt ob einige davon in der nächsten Episode geklärt werden. Noch dazu da der Jumper jetzt zerstört ist ist es dem Team ja unmöglich zurückzukehren, sollten die dann letztlich sogar für die Entwicklung der Zeitmaschine durch die Antiker verantwortlich sein? Jedenfalls gibt das dem weiteren Verlauf der Story viel Potential.
_________________
Meine FFs:

Stargate: Troja (Staffel 1)

Pax Americana – Empire Earth
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ThePiperAtTheGatesOfDawn
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 235
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 06.10.2007, 14:57    Titel: Antworten mit Zitat

Danke GenAF fürs Feedback.
Jop viel Potenzial das stimmt. Und einiges wird im Laufe der Zeit auch noch aufgegriffen. Soviel kann ich aber verraten: Sie sind auf der Erde!

Und jetzt Episode 3!
Viel Spass beim Lesen. Mich würde auch freuen wenn mehr Feedbacks kämen! Winken

___________________________________
Nichts konnte ihn jetzt noch retten. Er fühlte sich seltsam leicht bei dem Gedanken. Dann hörte er dumpfe Schritte neben sich. Mit letzter Kraft wandte er sich um. Das Letzte, was er sah, waren zwei rot glühende Augen, dann wurde es dunkel um ihn.

Stargate: The Ancients Staffel 1:

Episode 1.03: Time Shift, Part 3: Prisoned


Als Jack wieder aufwachte waren mehrere Stunden vergangen. Der starke, erfahrene General musste sich erst wieder sammeln. So eine Verletzung hatte er seit seiner Zeit bei SG-1 nicht mehr erlitten.
Sich die Augen reibend blickte er sich erstmal um und sah dabei zwei Personen an einer Tür stehen. Eine weitere erkannte er weiter links davon. Sie stand vor einer Erhöhung, wo noch jemand zu liegen schien.
"General. Sie sind endlich aufgewacht?!" O'Neill drehte sich um, als er angesprochen wurde und erblickte ein rundes, lächelndes Gesicht, das ihn anstrahlte. Er musterte den Rest des Körpers, der zu dem Gesicht gehörte. Es war eine Frau von guter Statur, schätzungsweise Mitte 30, afroamerikanischen Ursprungs, hatte lange, braune zu einem Zopf geflochtene Haare und tiefblaue Augen. Sie hatte den Overall an, den sie bei der Abreise trug. "Eigentlich eine ganz hübsche Frau", dachte er bei sich, doch als er das Abzeichen erkannte, verwarf er den Gedanken. Es war Lisa Cleston, die Ärztin aus Vancouver, die sich wohl während seiner Bewusstlosigkeit um ihn gekümmert hatte.
"Wie lange war ich weg?", fragte er noch etwas benommen. "Nun meine Uhr ging kaputt, aber ich schätze es waren so 8-10 Stunden!" - "Oh man. Wo sind wir eigentlich?", fragte er. Doch bevor Lisa antworten konnte, trat eine der Personen, die eben noch an der Tür standen an O'Neill heran.
Der Mann war groß gewachsen, kurze, braune Haare, im Militärstil geschnitten, braune Augen, ein sehr markantes, eckiges Gesicht. Thomas Kerfield war sehr kräftig, genoss eine gute Ausbildung bei der USAF, diente im zweiten Golfkrieg und war mittlerweile seit fünf Jahren im SGC, wovon er ein Jahr lang SG-12 leitete. "Sir. Das weiß leider keiner so genau!" antwortete er, lässig. "Wer ist denn noch hier?" - "Sir. ich habe nur uns sechs gezählt. Neben Ihnen, Mrs. Lisa Cleston und mir sind noch Lt. Lola Ducane“, er deutete auf die zweite Person, die bei der Tür stand.
Lola blickte auf den Gang in der Hoffnung jemanden vorbeigehen zu sehen. Vergeblich. Sie war 27 Jahre alt, seit einiger Zeit im SGC bei SG-12 und wurde von Carter entdeckt, die glaubte sie könne in ihre Fußstapfen treten.
Ihr Vater war im ersten Golfkrieg gestorben. Seitdem war sie versessen aufs Militär und für jeden Auftrag zu haben. Wegen ihres guten Aussehens war sie bei ihren männlichen Kollegen sehr beliebt. Ihre langen, blonden Haare hatte sie meistens zu einem Zopf zusammengebunden. Mit ihren grünen Augen und ihrem netten Lächeln wirkte sie sehr liebevoll, ist aber dennoch eher schüchtern.
"Dr. Alexander Wainer," fuhr Kerfield fort, "und Sgt. Alexa Emson. Sie liegt auf dem Podest. Sie hat es noch schwerer erwischt als Sie, Sir!" - "Geht es ihr soweit gut?" - "Ja. Sie hat nichts Schlimmes!", antwortete Lisa.
Alexa war trotz ihrer 35 Jahre eine zierliche Person. Aber dennoch hübsch und attraktiv. Sie war sehr sportlich und konnte ein zauberhaftes Lächeln haben, wenn ihr Gesicht nicht von ihren sehr langen, roten Haaren überdeckt wurde. Ihr Vater und Bruder dienten bei der USN, weswegen sie auch ins Militär musste. Sie entschied sich aber für die Air Force, bei der sie die besseren Möglichkeiten sah. Seit einem Jahr war sie eine loyale Untergebene von Gen. Landry.
Alexander stand auf, als Lisa ihn darum bat, da sie Alexa untersuchen wollte. Er gesellte sich zu Kerfield und O'Neill, der sich jetzt wieder an ihn erinnerte. Wainer war ca. 1.80m groß, hatte mittellange Haare und eine Narbe am Hals. Er war nicht der sportlichste, tat aber das nötigste um im "Fast-Food-Amerika", wie er es nannte, nicht zu dick zu werden. Er war der Sprachexperte bei SG-Z und galt dazu als aufstrebendes Talent in Sachen Astrophysik, doch Carter schlug ihn noch um längen. Dieser Gedanke lies O'Neill kurz schmunzeln, bevor er sich wieder an Kerfield wandte.
"Es sind sechs Leute hier. Petterson ist in der Stadt in die Schlucht gestürzt, Miller haben sie kurz darauf erwischt und Baur, was ist eigentlich mit Baur passiert und wo sind die anderen sechs?"
- "Sir, Baur wurde kurz vor Ihnen angeschossen. Danach hab ich nichts mehr von ihm gesehen. Wo die anderen sind weiß ich leider nicht!", erwiderte Kerfield. "Ich will hoffen, dass sie noch am leben sind!" - "Verbreiten Sie keinen Pessimismus, Major. Den können wir hier nicht gebrauchen!"

O'Neill war sichtlich verzweifelt. Er wusste weder wo sie waren, noch wann sie da waren, oder wo sich die restlichen seines Teams befanden.
"Major?" - "Ja?" - "Hat irgendjemand mitbekommen von wem wir hierher verschleppt worden sind?" - "Sir?" Kerfield schaute ihn erwartungsvoll an. "Ich hatte nur zwei rote Augen gesehen, bevor ich ohnmächtig wurde. Dann bin ich hier aufgewacht." - "Sir, Sie wurden von zwei Lasergeschossen im Rücken getroffen. Glücklicherweise keine Durchschüsse. Sie gingen sofort zu Boden. Wir anderen sind noch weiter gerannt, bis uns die Aliens umzingelt hatten. Dann haben wir uns ergeben und wurden kurz danach auch schon mit einer plasmaartigen Strahlenwaffe angeschossen. Cleston und Wainer haben sie zuerst getroffen. Danach mich und Ducane. Emson haben sie scheinbar zuletzt erwischt.", erklärte Thomas. "Es war eine Waffe die einen bestimmten Impuls abschießt, der, richtig eingestellt, das neuronale Nervensystem lahm legt. Man wird bewegungsunfähig und ohnmächtig."
Wainer hatte sich in die Diskussion eingeschaltet. "Bei mir und Dr. Cleston war die Waffe wohl noch nicht richtig auf uns abgestimmt. Scheinbar kennen diese Wesen keine menschen-ähnliche Lebensformen. Wir sind relativ schnell wieder aufgewacht. Kerfield und vor allem Emson hat es schlimmer erwischt. Die anderen standen weiter weg. Was mit ihnen passiert ist, konnte ich nicht genau sehen." - "Dr. Wainer. Könnten Sie das technische Gefasel verständlicher ausdrücken?" - "General. Die elektrischen Aktivitäten zwischen den Nerven wurden unterbrochen. Wir waren handlungsunfähig." - "Ah..."
"Diese Waffe ist eigentlich sehr beeindruckend", fuhr Wainer fort. "Es sei denn man wird selbst davon getroffen!", entgegnete O'Neill. Er stand auf, sackte dann aber gleich wieder zusammen und keuchte, "Kerfield. Sie schauen mit Lt. Ducane, ob draußen auf dem Gang irgendetwas passiert. Dr. Cleston. Sie kümmern sich um Emson. Ich brauch sie! Wainer, Sie sollten sich die Architektur dieser Zelle ansehen. Ich will einen Fluchtweg haben!" Thomas salutierte, die beiden andern gingen mit einem "Jawohl!" an die Arbeit und O'Neill legte sich wieder hin um sich zu erholen.

Eine viertel Stunde döste er vor sich hin. Es passierte nichts aufregendes, bis ihm auf einmal etwas auffiel.
"Thomas?" - "Sir?" Kerfield war leicht erschrocken von dem lauten Ausruf des Generals, eilte aber gleich zu ihm. Im selben Moment stand dieser auf.
"Geht es Emson besser?" - "Lisa meinte vorhin, es gäbe nichts neues." - "Okay. Irgendetwas auf dem Gang passiert?" - "Nein nichts, Sir!" Kerfield schüttelte den Kopf, während Jack sich genervt in der Zelle umsah.
Es war ein geräumiger Raum. Eine Grundfläche von, vielleicht, 25m² bei einer Höhe von mindestens drei Metern. Zur scheinbar äußeren Seite hin flachte die Decke etwas ab. Dort lag Emson immer noch auf einem Podest. Der Raum war größtenteils kreisrund, nur eine Seite war gerade. Dort waren die Gitterstäbe, die Tür und davor lag der Gang. Das Design kam O'Neill unbekannt vor. Weder goa'uld noch antikerisch.

"Wo ist eigentlich unsere Ausrüstung?" Jack bemerkte es erst kurz vorher.
Alle Soldaten waren mit vollem Marschgepäck gestartet. Schutzwesten, P95, einige andere Waffen, Notrationen - alles war weg. Auch die Restliche Ausrüstung, Technik, vor allem Laptops für die Wissenschaftler, Antikerwörterbücher und medizinische Ausrüstung waren ebenfalls nicht aufzufinden. Geschweige denn das Zeitreisegerät, welches Wainer mit "TSM", "Time Shift Machine", abkürzte.
"Sir, einiges mussten wir im Jumper zurücklassen. Darunter leider auch das Zeitreisegerät" - "Welches wir unbedingt benötigen", warf Wainer ein. "Ja. Unsere Waffen wurden uns scheinbar während dem Transport abgenommen." vollendete Thomas. "Mich interessiert nicht wann wir die Ausrüstung verloren haben. Mich interessiert, wo die Ausrüstung jetzt ist!" - "Wie Sie, Sir, sitzen wir hier in der Zelle. Während dem Transport waren alle noch bewusstlos. Keiner hat irgendetwas gesehen." - "Okay. Ich will so schnell wie möglich hier raus! Wainer haben sie etwas herausgefunden?" - "Nun, General. Ich kann ohne meine Ausrüstung nicht viel tun. Aber scheinbar sind die Wände nach außen hin, also diese Seite", er zeigte auf das Ende des Raumes, welches der Tür gegenüberlag, "sehr massiv. Außerdem höre ich ein tiefes, dumpfes Surren. Ich denke es wird ein Schutzschild sein." - "Was bedeutet das?", fragte Jack. "Ich denke wir sind im Weltraum!" - "Was?" Kerfield war geschockt. Jack hatte bereits so etwas erwartet. "General ich denke wir sind hier auf einer Raumstation, jedoch weiß ich nicht wo im Sonnensystem. Nun ja, also die Wände zur Seite sind weniger massiv, aber mit einer Büroklammer kommen wir auch da nicht durch. Alle Wände scheinen mit einer schweren Legierung beschichtet zu sein. Dazu kommt...", er wurde unterbrochen, "Kommen Sie zum Punkt, Wainer." - "Ahja... also außer der Tür gibt es keinen anderen Fluchtweg!" - "Und wie bekommen wir die auf?" - "Sir, Lt. Ducane und ich haben die Tür untersucht. Sehr hartes Material!" - "Soll heißen eine Feile nützt auch nichts?" Jack grinste Thomas an. "Ich fürchte wir müssen uns etwas einfallen lassen!" - "Kerfield überlegen Sie sich etwas. Die können uns schließlich nicht ewig hier sitzen lassen!" - "Jawohl, Sir!"

In der Zwischenzeit war auch Baur wieder aufgewacht. Die letzten Ereignisse waren auch für ihn eine Tortur gewesen. Als er auf der Erde angeschossen worden war und hinfiel, hatte er sich ein wenig vom Weg wegbewegt um den Aliens auszuweichen. Er hatte sich aber wieder aufgerafft nur um zu sehen, wie seine Kameraden gefangen genommen und zu zwei Transportschiffen gebracht wurden. Er hatte sich an Bord des Transporters geschlichen, der die eine Hälfte des Teams um Col. MacKayne wegbringen sollte. Sein Versteck war gut gewesen. Einerseits konnte er alles beobachten was passierte, aber anderseits war er auch so geschützt gewesen, dass er nicht gefunden werden konnte. Er hatte immer wieder beobachtet wie die komischen Wesen, die auf der Erde gekämpft hatten, in einer seltsamen Sprache miteinander kommunizierten. Es hatte ihn an ein Zischen erinnert. So etwas hatte er noch nie gehört. Als mehrere Erschütterungen den Transporter erfasst hatten, hatte er die Wesen aus den Augen verloren. Sie waren sehr erregt in alle Richtungen weggelaufen. Das Letzte an das sich Baur erinnerte, war, dass der Transporter von seinem Kurs abgewichen und wenig später auf einer harten Oberfläche unsanft aufgeschlagen war. In dem Moment hatte sich Baur den Kopf gestoßen und wurde bewusstlos...

"Sir!" - "Was gibt’s Major?" - "Sgt. Emson ist eben aufgewacht, Sir!"
Jack ging sofort zu ihr und bat Lisa um eine Einschätzung.
"Nun General. Ähnlich wie es bei Ihnen war, erlangt sie nur langsam das Bewusstsein und die Orientierung zurück." Alexa schreckte auf, wirbelte umher und wehrte sich heftig. Nur unter Mühen konnten Wainer und Kerfield sie festhalten. "Sie leidet wohl an traumatischen Störungen. Sie denkt immer noch sie wird angegriffen und wehrt sich." Jack beugte sich über sie.
"Alexa? Sie sind in Sicherheit!" Kerfield und Person hielten sie immer noch fest. "Sie brauchen keine Angst mehr haben. Alles ist okay!" O'Neill versuchte sie mit sanfter Stimme zu beruhigen. Langsam hatte er Erfolg und Alexa entspannte sich. Kerfield ließ sie dann auch wieder los. Sichtlich verängstigt und immer noch etwas benommen wandte sie sich an Jack:
"Wo sind wir? Was ist passiert?" - "Wir sind auf der Erde von den Aliens gefangen genommen und hierher gebracht worden. Im Moment befinden wir uns scheinbar in einer Zelle auf einer Raumstation!"

Im selben Moment spürten die Anwesenden zwei kurze aufeinander folgende Erschütterungen. "Was ist passiert?" fragte O'Neill.
"Zwei Objekte sind auf dem Schild der Station aufgetroffen. ich weiß nicht, was es genau war, aber..." - "Sssscht. Ruhe!" befahl Kerfield, der Schritte im Gang hörte. Einige der Wesen, die sie entführt hatten, tauchten kurz darauf vor der Tür auf. Eines davon, es war scheinbar der Anführer, da es andere Schulterplatten an der Rüstung trug, als die anderen, zischte irgendetwas. Wainer vermutete einen Befehl, doch die Sprache war ihm unbekannt.
Als die Gefangenen nicht so reagierten, wie es der Anführer wollte, zischte er erneut. Daraufhin öffnete sich die Tür und zwei andere der Wesen traten herein. In ihren Händen trugen sie Waffen. O'Neill trat vor, hob die Hände als aufgebende Geste und als die Wesen auf ihn zuschritten flüsterte Kerfield: "Nicht schon wieder!"
In Erwartung eines Schusses aus der Waffe, hielt Jack seine Arme schützend vor sein Gesicht. Zu seiner Überraschung aber bedeuteten die zwei Aliens mit den Waffen, dass sie sich bewegen sollten. Alle sechs folgten ängstlich dem scheinbaren Anführer durch die endlosen Gänge der Station, während die Untergebenen ihnen hinterher marschierten. Um sie herum war Chaos. An einer Stelle brannte es und mehrere dieser Kreaturen liefen eilig durch die Gänge.

Nach einer Weile waren sie an ihrem Ziel angekommen. Eine weitere Zelle. Scheinbar wurden sie verlegt. Jack wurde hineingestoßen, bedeutete Thomas aber auf sein Zeichen einzugreifen. Als alle in Sicherheit waren drehte sich O'Neill und zusammen mit Kerfield versuchte er zwei der Kreaturen zu überwältigen. Wirklich stark waren sie nicht, doch kurz darauf sanken beide zu Boden und die Tür schloss sich.
"Was zur Hölle war das?", fluchte Jack. "Ich denke es war dieselbe Waffe, die uns schon einmal getroffen hat. Diesmal aber in einem anderen Modus oder so." antwortete Wainer. "Soll heißen?" - "Es war wohl eine ZAT ähnliche Funktion!" - "Das Ding kann mich also töten beim nächsten Schuss?" fragte Jack entnervt. "Nein ich denke nicht. Ich glaube es war nur eine abgeschwächte Art des Schusses, der uns auf der Erde traf. Oder diese Waffen sind auch nicht richtig eingestellt!" - "Ahja. Noch einmal will ich aber nicht von dem Ding getroffen werden, okay?" Er schaute alle misstrauisch an
"Los jetzt! Ich will hier raus!" Sie kamen aber nicht voran, da der Raum genauso aussah, wie der vorherige.

Baur wagte sich aus seinem Versteck heraus. Ca. eine halbe Stunde lang hatte er jetzt gewartet und nichts gehört. Er blickte sich in dem Raum um, in dem er war. Scheinbar war es ein Lagerraum. Jede Menge Kisten standen hier herum. Eine davon machte er auf. Als er den Inhalt sah stieß er ein leises "Verdammt!" aus und machte den Deckel wieder zu. "Was wollten diese Kreaturen mit so vielen Sprengköpfen?" Es waren taktische Waffen, die in den Kisten lagerten. "Waren wohl für die Front bestimmt" sagte er wieder zu sich. Jake ging weiter. Im nächsten Raum waren einige Zellen, ähnlich den Gefängniszellen auf der Erde. In einer fand er einen Stofffetzen.
"Das ist...", er hole tief Luft "Das Abzeichen von Col. MacKayne. Was ist hier passiert?"
Er ging weiter in die Richtung, in der er das Cockpit vermutete. Vielleicht war der Transporter ja noch flugtauglich. Auf dem Weg dorthin entdeckte er immer wieder einige tote Kreaturen. "Hier muss ein schrecklicher Kampf stattgefunden haben!" Baur ging weiter. Das Cockpit wurde durch eine schwere Tür geschützt, die jetzt nur noch lose in den Angeln hing. Darin waren auch wieder zwei tote Wesen. Jake warf erst einen Blick auf die Steuerkonsole. Keine Technik die er je gesehen hat, oder die denen ähnelt. Ein Bewegen des Schiffes schien für ihn unmöglich. Enttäuscht blickte er durch das Fenster. Was er sah hielt er nicht für möglich.
Sofort stürmte er in Richtung Ausgang, stemmte die Tür auf und lief einige Schritte vom Frachter weg, bis ihn ein Abgrund aufhielt. Er sah in die Ferne und erkannte dabei nur Bäume, Bäume und noch mehr Bäume...

"Major!" - "General?" - "Haben Sie jetzt einen Plan wie wir aus diesem verdammten Drecksloch rauskommen?" - "Sir es tut mir leid. Es ist schwierig mit so wenig militärischem Personal einen Fluchtplan auszuarbeiten!" - "Sgt. Emson und Lt. Ducane müssten doch genügen, oder?" - "Nun..." - "Halten Sie sich ran, Major!" - "Jawohl, Sir!"
Kerfield drehte ab und ging auf Alexa zu, die das Gespräch mitgehört hatte und O'Neill etwas komisch ansah.
Die Wachen waren jetzt aufmerksamer geworden. Man wusste nicht warum, aber alle 15 Minuten liefen zwei dieser Kreaturen an der Tür vorbei, warfen einen Blick hinein und waren auch schon wieder weg.
Jack wurde aus seinen Beobachtungen gerissen: "General, alle Anwesenden sind jetzt wieder wohlauf und bei bester Gesundheit. Soweit scheinen sich alle von dieser Waffe erholt zu haben! Alexa hat jetzt auch keine Wahnvorstellungen oder etwas ähnliches mehr, also..." - "Danke Dr. Cleston. Ich weiß jetzt bescheid." - "Okay. Sie sollten sich vielleicht ein wenig ausruhen! Sie wurden doch ganz schön heftig getroffen!" - "Danke!"
Jack legte sich hin, konnte aber nicht lange entspannen, da Kerfield vorbei kam und ihn ansprach.
"Sir. Wir haben einen Plan!" - "Raus damit Major!" - "Sie haben ja bemerkt, dass jetzt immer zwei Wachen auf dem Gang patrouillieren, oder?" - "Ja..." - "Wir machen sie das nächste mal auf uns aufmerksam. Wainer und Dr. Cleston werden "bewusstlos" auf dem Boden liegen. Sie, Ducane, Emson und ich, wir werden uns in den Nischen neben der Tür verstecken. Wenn sie die Tür aufmachen, um nach den beiden zu sehn, können wir sie von hinten überraschen und überwältigen. Zwei für einen! Das müsste eigentlich klappen." Jack schaute Kerfield eine Zeit lang an, fragte sich selbst ob das klappen könnte. Aber dann fiel ihm ein, dass er, auf genau dieselbe Art und Weise, mit SG-1 schon oft ausgebrochen war. Das Problem war, dass diese Kreaturen nicht mit Jaffa verglichen werden konnten.
"Kerfield, falls das klappen sollte, bekommen sie die Leitung von SG-10 wenn wir zurück sind!" Er lachte, Kerfield stimmte ein. "Ernsthaft, das muss funktionieren!" Jack schaute den Major ernst an. "Wann werden sie wieder vorbeikommen!" - "In knapp zwei Minuten!" - "Gut.", er wandte sich an alle, "Sie haben den Plan mitbekommen. Also alle auf ihre Posten!"
Sie taten wie ihnen gewiesen. Kerfield wies Wainer und Cleston in die Raummitte und ging dann selbst auch in Deckung um auf die Wachen zu warten. Wenig später kamen diese auch wie erwartet an ihrer Zelle vorbei, blieben stehen und gingen auf die Tür zu. Dort angekommen wechselten sie ein paar Worte in der Sprache, die immer noch keiner verstand.

Baur war in der Zwischenzeit ein wenig das Umfeld abgelaufen. Er fand nur Urwald vor. Sonst nichts. Keine Art von Leben und sei es noch so primitiv. Nahrung fand er hingegen zu hauf und schaffte auch einiges davon, mit einem improvisierten Blätterschubkarren, zum Frachter.
Kurz darauf wurde es dunkel.
Zum ersten Mal in seinem Leben hatte Jake ein Gefühl, welches er bisher noch nicht kennen gelernt hatte. Es war zwar totenstill auf dem Planeten und er konnte sich fast sicher sein, dass da draußen nichts war, aber dennoch überkam ihn ein Gefühl von Angst. Er wusste nicht wo er war, nicht auf welchem Planeten, nicht in welcher Zeit und schon gar nicht, wie er hier wegkommen konnte. Er versuchte ein wenig zu schlafen, was ihm sicher gut tun würde, als ein greller Schrei und kurz darauf wildes Knurren die nächtliche Stille durchbrach...

Kurze Zeit später tauchten zwei weitere dieser Aliens an der Tür auf. Sie hatten Verstärkung gerufen. Vier gegen vier klang immer noch gut, zumal diese Aliens physisch nicht sonderlich stark waren, was Kerfield und O'Neill aus dem vorherigen Kampf wussten.
Wenig später ging die Tür auf und die Aliens kamen rein. Zwei von ihnen gingen direkt auf Wainer und Cleston zu, während die beiden andern kurz vor der Tür warteten. O'Neill fackelte nicht lange. Er wollte nicht das Leben seiner Leute riskieren. Er stürzte sich gewagt auf den am nächsten stehenden Alien und warf ihn zu Boden. Kerfield tat es ihm gleich, während Emson und Ducane sich die anderen vornahmen. Sie hatten schon mehr Mühe mit den beiden, doch durch Jacks und Thomas' Hilfe, die mit den Waffen auf die Aliens schossen, war der Kampf schnell vorbei. "Die Waffen funktionieren bei ihnen richtig!" freute sich Wainer. "Sind wohl auf die richtige Frequenz eingesellt!" ergänzte Jack, während Kerfield und Ducane die vier reglosen Körper in einer der Nischen versuchten zu verstauen.
"Jetzt sind wir immerhin frei, haben vier Waffen und scheinbar hat uns keiner bemerkt." O'Neill forderte den Optimismus in allen. "Auf geht’s. Suchen wir einen Weg hier raus!" alle freuten sich, endlich nach sicher 15 Stunden, wenn es nicht schon ein Tag gewesen war, der Gefangenschaft freizukommen.
"Wir bilden zwei Gruppen. Emson, Ducane, Sie beide gehen mit mir. Wainer, Cleston, Sie hängen sich an Kerfield ran. Ducane, nehmen sie die vierte Waffe. Ich gehe vor. Kerfield Sie geben uns Rückendeckung. Alles klar soweit?", alle nickten zustimmend und die drei Offiziere antworteten zusätzlich mit einem "Jawohl, Sir!" - "Na dann kann die Party ja losgehen!", stieß Jack aus und warf sich in den Korridor, wo er alles erwarten musste.

Jake bekam es immer mehr mit der Angst zu tun. Allein, bis auf die toten Aliens, auf einem fremden Planeten, in einer fremden Zeit und die komischen Geräusche hörten nicht auf. Zumindest, konnte er sich in dem Frachter verstecken, in dem er abgestürzt war. Dennoch schien es als käme das merkwürdige Knurren nicht nur näher, sondern wurde es auch durchdringlicher und bedrohender, insbesondere hatte Baur das Gefühl, dass es mehr "Tiere" wurden, die so knurrten. Eine unangenehme Situation, vor allem da Jake bisher in dem Frachter noch keine Waffen oder ähnliches finden konnte.
Bis auf weiteres fühlte er sich aber sicher und blieb deshalb auch an seiner Position und versuchte ein wenig zu schlafen, um die Zeit totzuschlagen.
Am nächsten Morgen würde er nach nützlichen Waffen suchen...

Das Tor hatte Kerfield wieder zugemacht, bevor sie sich vor wagten.
Emson schaute auf ihre Uhr. Eine halbe Stunde waren sie jetzt schon gelaufen und der Gang hörte immer noch nicht auf.
Ein paar mal gab Jack das Zeichen zum Stehen bleiben. Er hatte Stimmen gehört, die aus verschiedenen Richtungen kamen. Es schien immer noch alles drunter und drüber zu gehen. Ab und zu wurde die Station von Erschütterungen ergriffen. Behutsam hatte sich O'Neill jedes Mal in die Kreuzung von Gängen gewagt, um zu sehen, ob die Luft rein war.
Einmal sah er zwei der Aliens am linken Ende des kreuzenden Ganges stehen und scheinbar blickten sie ein paar Ebenen tiefer. Auch sie waren mit den Waffen ausgerüstet, die Wainer in der Zwischenzeit etwas genauer unter die Lupe genommen hatte und ihnen sogar einen Namen gab.
"Neuronblaster" wurden sie getauft. Der Name gefiel Jack, denn anders als McKay war Wainer ein guter Namenerfinder.
O'Neill entschied sich dazu noch zwei weitere dieser Waffen zu erbeuten, weswegen er Wainer darum bat, die Dinger so stark wie möglich einzustellen.
"Major. Sie kommen mit mir, der Rest wartet hier. Lt. Ducane, sie passen auf, dass uns keiner überrascht." - "Jawohl, Sir!" Thomas und Jack wandten sich den Aliens zu, schlichen sich vorsichtig an und achteten darauf, dass sie, auch von gegenüberliegenden Gängen nicht gesehen werden konnten.
Einige Sekunden später waren sie nur noch zwei Meter hinter ihnen.
"Jetzt!" flüsterte der General. Beide schossen sie eine gewaltige Ladung aus den Neuronblastern auf die beiden Aliens, die unverzüglich zu Boden gingen.
Jack winkte Emson zu sich, die anderen folgten ihr, während Kerfield die Waffen aufsammelte. "Geben Sie Wainer eine, die andere behalten Sie. Ich denke nicht, dass Dr. Cleston mit Waffen umgehen will, oder?" - "Nein nicht wirklich, General. Das widerspricht meinem Berufsethos!", gab diese zurück.
"Na dann! Weiter geht’s! Wie gehabt!" - "Ja, Sir!" Jack ging wieder in den Gang und tastete sich weiter entlang, in der Hoffnung endlich mal ein Ende zu finden.

Wenig später und ohne Zwischenfälle, kamen sie an eine Stelle, wo der Gang plötzlich nach oben anstieg. "Eine Art Rampe, die ins nächste Stockwerk führen wird.", vermutete Ducane, "Danke Lt., das sehen wir!", entgegnete ihr Kerfield.
Lola war etwas geschockt von der ruppigen Art des Majors, schob es aber der momentanen Situation zu. Eine Ebene höher erwartete sie ein komplett anderes Design. "Die Wände sind aus dem selben Material, aber es ist anders geformt und angeordnet!", bemerkte Wainer, "Das sehe ich selbst!" gab Jack zurück.
Sie gingen wieder ein Stück weiter, bis O'Neill wieder Stimmen hörte. Diesmal waren es aber andere, als die, die sie bisher vernommen hatten. Jack ging weiter, während die anderen warteten. Was er sah, freute und schockierte ihn gleichermaßen. Nach der nächsten Ecke lagen wieder zwei Gefängniszellen, die von der Größe und Raumgestaltung den Zellen ähnelten, in denen sie sich befanden. Das eigentlich überraschende waren die Insassen. Sie sahen nicht so aus wie die Aliens, von denen sie verschleppt wurden, auch mit ihrer, oder der Asgardgestalt hatten sie nichts gemein. Es waren Wesen, die aus einem Starwars-Film stammen könnten. Sie waren alle größer als ein normaler Mensch. Sie hatten eine lange, rüsselartige Nase, darüber drei kugelrunde Glubschaugen, einen großen Kopf, der über einen dünnen Hals mit dem Rest des Körpers verbunden war. Tentakelartige Gliedmaßen, an den Stellen an denen die Arme normalerweise waren und sehr füllige Beine mit kleineren tentakelartigen Fortsätzen rundeten das Bild ab. Jack wurde es fast schlecht als er diesen Anblick sah. Dennoch waren sie auch Gefangene dieser anderen Aliens. Sie sprachen immerhin eine andere Sprache und wer weiß, welche Fähigkeiten sie noch besaßen.
Als Jack gerade die Tür öffnen wollte, zischte Kerfield leise "Sir, wir bekommen Besuch!"

Die Sonne ging auf und von einem dumpfen Knall wurde Baur, der doch noch seinen Schlaf gefunden hatte, aufgeweckt. Erschrocken blickte er sich um. Dem Frachter war nichts passiert. Es musste draußen etwas gewesen sein. Jake erinnerte sich an die Vorkommnisse von letzter Nacht. Irgendetwas musste da draußen doch sein. Bisweilen traute er sich nicht mehr hinaus.
Zuerst musste er ein paar Waffen finden, mit denen er sich verteidigen konnte, falls es brenzlig wurde. Der Raum in dem er geschlafen hatte, beherbergte nur großkalibrige Waffen. "Kleinere Projektil-, oder Laserwaffen müssten doch auch zu finden sein!", sagte er zu sich und machte sich auf die Suche. Im nächsten Raum, den er bisher noch nicht untersucht hatte, standen wieder etliche Kisten, die mit derselben Schrift wie die anderen beschriftet waren. Er hoffte auf etwas anderes als Sprengköpfe.
In der Tat waren alle Kisten bis oben hin mit Nahrungsmitteln gefüllt. Hunger sollte er hier also nicht leiden. Sein Wasservorrat wurde aber knapp. Darum musste er sich als nächstes kümmern. Im nächsten Raum fand er nicht ganz so viele Kisten, sie waren aber genauso beschriftet.
Als er die erste öffnete seufzte er erleichtert auf. Es waren die Waffen, die er bei den Aliens beobachtet hatte. Sie hatten aber scheinbar keine tödliche Wirkung. Daneben lagen auch noch andere Handfeuerwaffen. Er nahm eine in die Hand und betätigte den Auslöser. Ein gewaltiger Feuerball erhellte den recht dunklen Raum und verbrannte einen der Kistenstapel. Baur war erschrocken und erfreut zugleich. Er konnte sich nun wehren. Ein paar der Waffen schaffte er in sein Versteck im ersten Raum, drei befestigte er an seiner Kleidung und nahm sich vor, weitere fünf auf dem Schiff, den Rest im Urwald an sicheren Plätzen zu verstecken. Als er sein Arsenal gezählt und sortiert hatte, ging er in Richtung Cockpit, um aus dem Fenster einen möglichen Blick auf die Ursache des Knalls, der ihn geweckt hatte, werfen zu können. Dort angekommen erblickte er direkt vor der Scheibe eine dicke, große Rauchwolke. Entsetzt rannte er zum Ausgang, warf die Barrikaden auf die Seite, riss die Tür auf und stürmte nach draußen, wo er sofort wieder stehen blieb. Nicht die Rauchwolke, sondern einige tote Kadaver und ein beißender Gestank waren der Grund. Jetzt erst wurde ihm klar, was das grässliche Knurren letzte Nacht war. "Irgendwelche Monster haben diese armen Tiere aufgeschlitzt und hier liegen lassen..." Er ekelte sich. Ob es Absicht, oder Zufall war, musste sich noch herausstellen. Er schob die toten Tiere zur Seite, um einen besseren Weg in den Urwald zu erhalten. Eine Frage beschäftigte ihn aber immer noch: Wieso hatte er tagsüber keine Lebewesen gesehen, während nachts die Post abging? Während Jake über diese Frage nachdachte, ging er vor den Frachter, wo er die Rauchwolke vermutete. Was er dann sah, machte ihn nicht glücklicher. Unweit der Klippe, an der er stand, war nun zwischen den Baumreihen ein riesiger Krater, der nur von einem Meteor verursacht werden konnte. Die Tatsache, dass der Planet Meteoritenschauer zu befürchten hatte, machte Baurs Situation nur noch schlimmer...

Dr. Cleston sackte zu Boden, sie war getroffen worden. Jack hatte vergessen die Position der anderen genügend abzusichern. Kerfield war von der Patroullie, die auf dieser Ebene lief, überrascht worden. Ehe Emson einen der drei Gegner ins Visier hatte nehmen können hatten sie schon das Feuer auf sie eröffnet und Lisa getroffen. Sie bewegte sich aber noch. "Scheinbar haben sie es immer noch nicht geschafft die Blaster entsprechend einzustellen!", schrie Wainer zu Jack und schüttelte den Kopf. "Idioten! Unfähig ihre eigene Technologie zu bedienen!" - "Wainer hören Sie auf rumzumaulen und gehen Sie zu General O'Neill in Deckung!", rief ihm Thomas zu. Alexander verdrückte sich. Geschickt rollte sich Thomas aus der Deckung um einen perfekten Schuss auf die Patroullie abzugeben. Einer ging zu Boden. Emson traf den zweiten. "Ahh..." - "Es ist Lt. Ducane, Sir!" Kerfield blickte zu Alexa. "Bringen Sie sie hier weg!" - "Major!", O'Neill blickte um die Ecke. "Sehen Sie zu, dass dieses Mistviech zu Boden geht. Wir können es uns nicht leisten entdeckt zu werden!" - "Ja. Sir" Thomas drehte sich wieder um und sah gerade noch wie der verbleibende Alien anlegte. Der Schuss kam direkt auf seine Position zu. Er hockte regungslos da. Für Kerfield lief jetzt alles in Zeitlupe ab. Er hört Emson irgendetwas rufen, verstand es aber nicht. Mittlerweile hatten sie sicher die Frequenz geändert. Er dachte nach, was er machen sollte, kam aber nicht dazu etwas zu tun. Der Schuss kam näher. Er stand immer noch regungslos da, blickte sich um, was Emson und Ducane machten, als Alexa ihm wieder etwas zurief. Er hatte es wieder nicht verstanden, drehte sich um und sah den Schuss immer näher kommen. Thomas hatte sich schon fast damit abgefunden zu Boden zu gehen, als er am Kragen gepackt, um die Ecke gezogen wurde und sah wie der letzte Gegner zu Boden fiel.
"Das war das letzte Mal, dass ich Ihren Hintern rette, Major! Ist das klar?"
Sein Zustand normalisierte sich. Er registrierte, dass er von Jack aus der Schussbahn gezogen wurde und dass dieser gefeuert hatte. Die Situation konnte geklärt werden. "Jawohl!" - "Und jetzt sehen Sie zu, dass Sie diese netten Leute da drin befreien und diese verdammten Viecher dort rein sperren! Emson?" - "Sir, ich hatte mich um Dr. Cleston und Lt. Ducane gekümmert!" - "Jaja, Sie sammeln die Waffen auf und verteilen sie!" - "Jawohl, Sir!"

"Danke, dass ihr uns gerettet habt!", Jack schaute sich um. Alle waren beschäftigt. "Ihr seid sehr mutig euch gegen die Alakai aufzulehnen!" - "Kerfield, haben Sie was gehört?" - "Nein Sir. Was denn?" - "Ach, vergessen Sies!" Kerfield wandte sich wieder den bewusstlosen Aliens zu.
"Er kann es nicht gehört haben, Jack. Ich spreche direkt in dein Bewusstsein!" - "Wer zur Hölle hat das gesagt!" schrie Jack und blickte sich um. "Sir, was ist los?" - "Er hat nichts abbekommen. Er müsste eigentlich bei bester Gesundheit sein!", sagte Dr. Cleston, die langsam wieder zu sich kam. O'Neill drehte sich um und blickte in Richtung der Befreiten.
"Ja, ich bin es, der zu dir spricht!" Die Stimme in seinem Kopf klang sanft und ruhig. Dennoch fragte er sich, wie es möglich sein konnte.
"Jack, unser Volk hat die Fähigkeit Gedanken zu übertragen. Auch zu Lebewesen, die nicht diese Fähigkeit haben!" - "Was?" Jack blickte ungläubig in die gleiche Richtung. Der Größte der Befreiten stand zu ihm gedreht, schaute ihn an und lächelte. "Du kannst meine Stimme in deiner Sprache in deinem Kopf hören. Würde ich normal sprechen, könntet ihr das nicht verstehen! Das ist das, was du vorher gehört hast." Kerfield stand jetzt neben Jack und schaute auch zu dem Alien. "Sir. Was ist los?" - "Ich kommuniziere mit ihm, Major!" Die selbe sanfte Stimme war jetzt auch in Kerfields Kopf.
"Was ist das, General?" - "Ich denke wir haben unsere ersten Freunde gefunden!" - "Das ist in der Tat so, Jack." - "Er kennt ihren Namen, Sir!" - "Sie haben das auch gehört?" Die anderen waren jetzt auch zu O'Neill und Kerfield gekommen. "Ich transferiere meine Gedanken jetzt in all euere Köpfe!"
Sie schauten sich alle ungläubig an. "Wenn ihr mit uns reden wollt, so benutzt euer natürliches Sprachorgan!" - "Sir, ich denke wir sollen einfach reden", sagte Wainer. "Danke, Doktor. Das hätte ich jetzt gerade noch selbst herausgefunden!" Jack schaute Alexander schief an. Dann wandte er sich an den Anführer. "Wie heißt du?" - "Mein Name ist Olog. Das hier ist Molog und das Alang, die kleine ist Olang!" Der größte deutete jeweils auf die anderen. "Sir, ich denke", begann Wainer, "Das die mit "log" am Ende Jungs und die mit "lang" am Ende Mädels sind?" - "Genau!?" Lola hatte ihn vervollständigt. "Du hast Recht. Es ist so. Alang ist meine Frau. Molog und Olang sind meine Kinder." - "Aha..." Jack drehte sich zu Kerfield um. "Sind diese Dinger jetzt in der Zelle und ist die Tür zu?" - "Ja, Sir!" - "Gut. Emson geben Sie mir eine der Waffen und geben Sie dem netten Herrn eine!" - "Das ist sehr freundlich Jack!" Alexa tat wie ihr gewiesen.
"Wir müssen hier schnell weg. Es ist nicht sicher!"

Es wurde schon wieder Nacht auf dem Planeten. Baur wurde jetzt klar, warum es hier keine tagaktiven Tiere gab. Schließlich war es hier wesentlich kürzer hell, als dunkel. Die Nacht bedeutete aber auch, dass Baur sich wieder vorsehen musste. Mit dem letzten Sonnenstrahl hatte er gerade den Frachter erreicht, nachdem er die Waffen an bestimmten Orten versteckt, einen Fotoapparat, der in seiner Ausrüstung dabei war, in der Nähe installierte, damit er Bilder von den Lebewesen hatte, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen und vergeblich nach einer Wasserquelle suchte. Die Nacht über wollte er wieder in seinem Versteck in "Frachtraum 1", wie er ihn nannte, verbringen, in der Hoffnung, dass er zu mehr Schlaf kommen würde.
Es kam aber natürlich anders. Nicht nur dass das Knurren wieder begann und ab und an durch spitze Schreie verfeinert wurde, klang es sogar so, als seien die Tiere direkt vor dem Frachter. Wenig später wurde er sogar angerempelt. Jake wusste, dass das kein gutes Zeichen war und ging ins Cockpit um zusehen, was draußen los war. Auf dem Weg wurde das Schiff noch mehrere Male angerempelt. Als Jake vorne ankam und zum Fenster hinaus blickte, traute er seinen Augen nicht. Diese Monster überstiegen alle seine Vorstellungen. So ein hässliches, großes und ekliges Wesen hatte er noch nie gesehen. Es war etwas größer als ein T-Rex, ging auf zwei Beinen, hatte einen mächtigen Rumpf an dem zwei riesige Arme waren, die immer wieder auf den Frachter einschlugen und ihn weg schoben. Die Füße waren ebenfalls riesig und mit jeweils sieben Krallen bestückt. Der Schädel des Ungetüms hatte einen Durchmesser von zwei Tisch-Tennis Platten. Sein Maul war riesig und die Zähne größer als alle bekannten.
Als Baur klar wurde, was das Monster vor hatte, bekam er noch mehr Angst.
Er wurde rückwärts auf die Klippe zugeschoben. Für Jake keine schöne Lage. Würde er im Schiff bleiben wäre er beim Absturz tot. Ginge er raus, würde er zerfleischt werden. Er wählte das kleinere Übel und blieb im Frachter. In der Hoffnung, dass er überleben konnte.
Ein letztes Mal sah er dem Monster in seine tiefen, dunklen Augen, bevor es den Frachter über die Klippe stieß...

Olog hatte die Gruppe, die jetzt auf zehn Leute angewachsen war, an eine sichere Stelle geführt. Dort erzählte er den Menschen von ihrer Geschichte.
"Wir lebten auf einem kleineren, aber schönen Planeten, als auf einmal die kriegerischen Alakai mit ihren fortschrittlichen Raumschiffen in unsere Welt eindrangen und unser Volk, die Retaan, angriffen. Sie nahmen viele von uns gefangen. Einige hatten gekämpft. Sie waren aber machtlos. Wir sind eigentlich ein friedfertiges Volk und nicht sehr weit entwickelt!"
Wainer war von dieser Geschichte fasziniert. "Die Alakai sind also die Wesen, die uns hierher gebracht haben." - "Ja!", antwortete Olog. "Wisst ihr zufällig gegen wen sie auf der Erde kämpfen?" - "Dieser Krieg dauert jetzt schon hunderte Jahre. Warum sie kämpfen weiß keiner mehr. Ihre Gegner sind aber von derselben Art. Die Alakai sind ein Volk der Alos. Sie sind herrschsüchtig und haben mittlerweile viele Teile der Galaxie besetzt." - "General. Ich glaube wir sollten hier weg. Wir bekommen wieder Besuch" - "Wie viele sind es?" - "Ich sehe drei. Es könnten aber auch fünf sein!" - "Okay. Emson, Kerfield, Ducane, Wainer. Halten Sie diese Bestien auf und nehmen Sie die Waffen an sich. Wir dürfen nicht auffallen!" - "Ja, Sir!"
Das Team um General O'Neill hatte bisher Glück gehabt. Noch wurde ihre Flucht nicht entdeckt.
"Gegen wen kämpfen sie?" - "Die anderen sind auch ein Volk der Alos."
Wainer wurde getroffen, aber Kerfield konnte zwei ausschalten.
"Sie nennen sich selbst die Sol. Sie sind gutmütige Leute. Wir hatten vor dem Krieg viel Handel mit ihnen getrieben!" - "Wo finden wir sie?"
"Sir", Kerfield rief nach Jack. "Es sind doch zehn oder mehr. Wir brauchen Ihre Hilfe!" - "Ich komme!" - "Tu das nötigste Jack!"
Er warf sich vor in die Kampfzone. Fünf der Angreifer konnten Emson und Kerfield bereits ausschalten. Ducane gab Sperrfeuer und Jack stürmte vor. Er traf direkt einen und hechtete hinter die nächste Deckung. Wenig später erwischte er den Zweiten. und auch Emson hatte Glück. Ducane traf auch einen, als Thomas auf einmal umfiel. Er war getroffen. Lola zog ihn sofort aus dem Gefahrenbereich, während Emson O'Neill eine Waffe zuwarf, der nahm sie auf und machte mit den restlichen Gegnern kurzen Prozess.
Eine Alarmsirene ging los. Ohrenbetäubender Lärm setzte ein und eine Stimme zischte wieder irgendetwas. "Euer Ausbruch wurde entdeckt Jack!", Olog übersetzte die Sätze aus dem Lautsprecher.

"Verdammt!", O'Neill war nicht begeistert davon, "Wir müssen hier weg. Olog, weißt du wo ein Hangar, oder so etwas ähnliches ist?" - "Ja. Ich kann euch hingeleiten!" - "Gut. Dr. Cleston stützen Sie Wainer. Emson, Ducane Sie nehmen Kerfield mit."

Wenig später war das Team auf einem langen Korridor, an dessen Ende Olog den Hangar vermutete. Zwei, oder drei Aliens waren ihnen noch über den Weg gelaufen, aber Jack konnte sie schnell ausschalten, während der Alarm immer noch ertönte.
Bevor sie den Hangar erreichten, kamen sie an einem großen Fenster vorbei, welches einen guten Blick auf die äußere Umgebung ermöglichte.
Was sie da erblickten verschlug allen Anwesenden die Sprache.
Es tobte eine riesige Weltraumschlacht. Die Raumstation war von drei größeren Mutterschiffen, die scheinbar den Sol gehörten, belagert. Zwei Mutterschiffe der Alakai und eine ganze Flotte an Jägern versuchten sie zu verteidigen. Es war ein grässlicher Anblick. Sie gaben sich beide nichts und das Team um General Jack O'Neill musste bald dort durchfliegen.

Ende
by M-W-G
_________________
-Ich bin ein User-
Mein Nick:
-TPATGOD-
Oder auch bekannt als:
-Milchstraße-


Zuletzt bearbeitet von ThePiperAtTheGatesOfDawn am 08.10.2007, 11:39, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
GenAF
Top-Autor


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 28.09.2007
Beiträge: 376

BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 11:34    Titel: Antworten mit Zitat

So so da tobt also ein Bürgerkrieg unter den Insekten-Aliens und das Team steckt mitten drin, na dass kann ja noch was werden. Wenigstens konnten sie jetzt erste Freunde finden. Das war eine gute Idee mit den Stimmen im Kopf und der automatischen Übersetzung (erspart das unlogische „es Sprechen alle englisch/deutsch im Universum“). Und der arme Baur ist ganz alleine auf dem Planeten und muss sich mit so einer Art Dino rum ärgern, na hoffentlich bekommt er bald Hilfe. Bin schon gespannt wie es dann weiter geht.

Und ich hoffe auch dass es nicht mehr solange dauert bis eure Story ihrem Namen nachkommt und das Team die ersten Antiker trifft (so fern sie überhaupt in der richtigen Zeit sind) das ist nämlich eine klasse Idee für eine FF.
_________________
Meine FFs:

Stargate: Troja (Staffel 1)

Pax Americana – Empire Earth
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ThePiperAtTheGatesOfDawn
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 235
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

@GenAF: Vielen Dank fürs FB.
Lass dich überraschen wies weiter geht;)

So und jetzt die vierte Episode, bevor morgen die fünfte kommt und es dann wöchentlich weiter geht!

Feedback würde mich freilich wieder freuen!Sehr glücklich

__________________________

Stargate: The Ancients Staffel 1

Episode 1.04: The Awakening


"Rya'c..." Er vernahm eine Stimme, konnte sie aber nicht zuordnen.
"Rya'c..." Die Stimme schien von weit her zu kommen. Zart hörte Rya'c seinen Namen. "Rya'c...erwache!"
Langsam öffnete er die Augen. Es war grell um ihn herum. Er musste die Augen langsam öffnen und hielt sich schützend eine Hand davor. Das Grelle lies nicht nach. Als er es endlich überwunden hatte, erblickte er ein weitläufiges Grasfeld. Er saß in mitten eben dieses. Das Gras war etwa hüfthoch und bog sich, im sanft wehenden, Wind. Der Anblick hatte etwas Magisches. Weit und breit war nichts zu sehen außer wilden Blumen und wild wucherndem Gras. In einigem Abstand war rings um ihn eine Art Dunstschleier, der die Ebene auf der er sich befand zu begrenzen schien. Als er sich umblickte erkannte er in einiger Entfernung durch den Nebel einige geheimnisvolle Umrisse. Plötzlich hörte er die Stimme wieder.
"Rya'c! Komm her!"
Die Stimme schien aus dem Nebel her zu ihm zu wehen. Er hörte sie vielmehr in seinem Kopf als durch seine Ohren. Wie in Trance bewegte er sich auf die Umrisse zu. Mit jedem Schritt wanderte der Ring von Dunstschleier mit seinem Sichtfeld mit, sodass die Umrisse immer klarer wurden und bald erkannte er einen riesigen grünen Baum. Mit jedem mal das er ihm näher kam, wurde dieser mächtiger und mächtiger. Rya'c hatte etwas derartiges noch nie gesehen.
Als er noch etwa hundert Fuß von dem Baum entfernt war, der ihn jetzt schon überragte wie ein Wolkenkratzer und dessen Blätterdach so weitläufig war, dass er sich bereits in dessen Schatten befand, der ihm unwirklich vorkam, da er keine Sonne sehen konnte, erblickte er eine Gestalt an den Stamm sitzend gelehnt. Zunächst undeutlich, wurde die Gestalt mit jedem Schritt, den er auf sie zuging, deutlicher und der Nebel wich immer mehr zurück. Jetzt konnte er erkennen, dass es eine Frau mit langen Haaren war. Plötzlich blieb er stehen. Er kannte diese Frau. Es war Linda, Linda Brown. Er erkannte sofort ihre feinen Gesichtszüge mit der kleinen Nase und dem kleinen Leberfleck links davon. Obwohl ihm das Gesicht vertraut war, wirkte es doch seltsam anders, auch wenn Rya'c nicht bestimmen konnte, was genau anders war.

Sie blickte zu ihm auf und lächelte. In ihren Händen hielt sie etwas, dass wie eine Glaskugel aussah. "Rya'c", hauchte sie verträumt, "Ich habe auf dich gewartet!" Rya'c, der inzwischen näher herangetreten war, war sich nicht sicher, wie er mit der Situation umgehen sollte. Wo war er? Was war geschehen? Wo waren die anderen? Und warum war ausgerechnet Linda bei ihm? Mit einem plötzlichen Gedankengang verstand er. "Ich träume, nicht wahr?", fragte er hoffnungsvoll. Sie grinste ihn an: "Ja und nein!" - "Ja und nein, wie soll denn das gehen?" Rya'c verstand die Antwort nicht.
Langsam richtete sich Linda auf, wobei sie die Glaskugel beiseite legte und Staub und Schmutz von ihrer Kleidung abklopfte, die wie Rya'c in dem Moment auffiel völlig untypisch für sie war. Linda trug normalerweise eine Militäruniform. Selbst in ihrer Freizeit, Rya'c hatte sie vor ihrer Abreise einmal zufällig in einer Stadt getroffen, trug sie ihre Uniform, wenn auch nicht ganz nach Vorschrift, sondern eher modisch und keck. Jetzt allerdings war sie in ein langes, seidenes Kleid gehüllt, das ihren ganzen Körper bedeckte und doch so zugeschneidert war, dass man ihre reizenden Körperkonturen klar erkennen konnte. Auch ihr Haar war anders. Rya'c kannte es nur zu einem festen, winzigen Knoten zusammengebunden. Jetzt allerdings hatte sie langes, wehendes Haar, das ihr fast bis zu den Ellbogen reichte. Rya'c fragte sich, ob sie tatsächlich so lange Haare hatte oder nur in seinem Traum.
Er probierte einen neuen Anlauf. "Du bist nicht Linda Brown, hab ich recht?"
Sie sah ihn mit einem ungeduldigen Blick an. "Nein bin ich nicht. Ich dachte nur, dass du das, was ich dir zu sagen habe vielleicht leichter verkraftest, wenn du es von einer dir sehr nahe stehenden Person hörst."
Rya'c konnte sich kaum von dem seltsamen, aber doch anmutigen Anblick Lindas losreißen. "Hör mir zu, Rya'c!" Jetzt schwang auch etwas wie Angst in ihrer Stimme mit. Sofort vergaß Rya'c seine Vorstellungen und hörte konzentriert zu. Langsam fuhr sie fort. "Ihr hättet nicht kommen dürfen! Ihr seid in großer Gefahr!" Verblüfft hob Rya'c eine Augenbraue. "In Gefahr? Du meinst in noch größerer Gefahr, als in einer anderen Zeit von ein paar Aliens verfolgt und..."
Ja was eigentlich? Rya'c hatte keine Ahnung, was mit ihnen passiert war. Vielleicht war er längst tot und dies war, wie sie es auf der Erde nannten, das Jenseits. Schließlich war es laut Linda2, Rya'c hatte ihr insgeheim diesen Namen gegeben, kein Traum.

"Rya'c, versteh doch! Hier ist nicht euer Platz! Hier ist nicht eure Welt! Kehrt so schnell ihr könnt dorthin zurück, wo ihr hergekommen seid!"
Das klang ja alles schön und gut, aber schließlich hatten sie eine Mission, die Erde war in Gefahr und SG-Z die einzige Hoffnung. Sie konnten nicht einfach umkehren, nur weil es jetzt für sie etwas gefährlich wurde. Schon oft war Rya'c mit seinem Vater und Master Bra'tac in ähnlichen Situationen. Aufgeben kam nicht in Frage. Rya'c blickte sie an. "DU verstehst nicht! Wir können nicht zurück. Nicht nur, dass wir unser Zeitreisegerät verloren haben, wir haben einen Auftrag zu erfüllen. Wir werden unserer eigenen Gegenwart und Zukunft helfen, indem wir in der Vergangenheit nach einer Lösung suchen. Und daran wird uns niemand hindern!" Plötzlich fuhr Zorn in Linda2s Gesicht und sie sah auch plötzlich gar nicht mehr wie Linda aus.
Aus dem wehenden braunen Haar war eine schlammgrüne undefinierbare Masse geworden. Das seidene Kleid moderte und hing nur noch in Fetzen am Körper eines Wesens, das kaum hätte abscheulicher sein können. Von den Proportionen war es einem Menschen zwar nicht unähnlich, allerdings war es quasi eine Kombination aus allen hässlichen Merkmalen, die es gab und die hundertmal verstärkt. Das Gesicht war eine wutverzerrte Fratze, die fast schon hölzern wirkte, mit stechenden, schwarzen, lidlosen Augen.
"Ihr dummen, überheblichen Kreaturen!", schmetterte es Rya'c entgegen, der sich die Hände auf die Ohren presste und in die Knie ging, ob des schrecklichen Geräusches, dass jedes Wort dieses Wesens mit sich brachte.
Plötzlich kam tosender Wind auf, der Rya'c wegwehen konnte, doch irgendetwas hielt ihn fest. Der Wind ging von der Gestalt aus, die sich in die Luft erhoben hatte und die Hände ausbreitete.
"Ihr bringt Tod und Verderben in diese Zeit! Ihr ändert den Lauf der Zeit und damit all dessen, was dann passieren wird! Was für eine sinnlose Vergeudung von Elementen ihr doch seid!"
Rya'c ertrug kein weiteres Wort. In blinder Panik stürzte er davon. Aus der traumhaften idyllischen Grasebene war eine Felsplattform geworden. Über ihm hingen Pechschwarze Wolken, zwischen denen Blitze unter lautem Getöse hin und herzuckten.
Plötzlich tauchte ein Abgrund auf und Rya'c wäre fast hinabgestürzt, wenn er sich nicht im letzten Moment auf den Boden geworfen hätte, um anzuhalten.
Bei diesem Sturz schürfte er sich sein Kinn und seine Ellbogen auf. Es brannte höllisch. Er nahm das als Beweis, dass dies kein Traum war und er wohl auf sein Leben acht geben musste. Plötzlich hörte er hinter sich ein Geräusch und rollte sich gerade noch rechtzeitig zur Seite, bevor "Das Monster", Rya'c weigerte sich in Gedanken es weiterhin Linda2 zu nennen, eine seiner mit Krallen bestückten Pranken genau dort tief in den Boden grub, wo Bruchteile von Sekunden früher noch Rya'cs Kopf gewesen war.

Mit einem Satz war er auf den Beinen und beäugte das Wesen.
"Wer oder was bist du? Und wo bin ich hier?" Rya'c wusste, ein Fehltritt in welche Richtung auch immer und er würde entweder über den Abgrund in eine unendliche Tiefe stürzen, oder von "dem Monster" zerfleischt werden.
Bedrohlich richteten sich die "Haare" des Wesens auf und bildeten einen weiten Kranz um seinen Kopf. Dabei raschelte und zischelte jede einzelne Strähne bedrohlich wie eine Schlange.
"Komm nur her", warf Rya'c ihr trotzig entgegen, "Ich habe keine Angst!"
Zu seinem erstaunen, verebbte das wütende Zischeln und das Wesen fasste sich an seinen Bauch. Es lachte. Es lachte und konnte nicht aufhören. Die Situation war an Seltsamkeit nicht zu übertreffen. Schließlich beruhigte sich das Wesen und sank wieder zu Boden. Die zischelnden Haarsträhnen, die noch vor Sekunden wie Schlangen gewirkt hatten, verwandelten sich in mattschwarzes, hüftlanges Haar. Aus der bedrohlichen Fratze wurde ein strenges hübsches Frauengesicht mit scharfen Zügen und einer spitzen Nase. Auch der Rest des Körpers verwandelte sich in den einer wunderschönen Frau. Statt der gefährlichen Pranken hatte sie nun Hände mit langen Fingern und noch längeren schwarzen Fingernägeln. Sie trug jetzt ein schwarzes, samtenes, enges Kleid mit großzügigem Ausschnitt. Auch der Wind und die bedrohende grollende Stimme verschwanden so schnell wie sie gekommen waren und der Untergrund nahm wieder die Form der Wiese an.
Mit ernstem Blick schaute sie Rya'c an. Ihm fiel auf, das einzige, was noch an ihre vorherige Form erinnerte waren die schwarzen stechenden Augen. Und mit einem Mal erinnerte er sich, dass auch Linda2 diese Augen gehabt hatte, aber es war ihm vorher gar nicht bewusst aufgefallen.
"So", sagte sie herausfordernd, "Du willst also wissen, wer ich bin?"
Sie breitete die Arme aus.
"Ich bin Morana! Die Hexe von Gegranthal! Und du hast keine Angst vor mir?"
Ihre Augen leuchteten blau unterlaufen auf und Rya'c zuckte zusammen, in Erwartung eines weiteren Sturmes.
"Nun, deiner Naivität und Reinheit verdankst du es, dass du noch am Leben bist."
Rya'c wusste nicht, was er von all dem halten sollte. War das wieder ein Trick? Würde sie sich wieder zurückverwandeln, oder in etwas noch Gefährlicheres?
"Bitte erkläre mir, was hier vor sich geht, Morana!"
Mit einem Wink ihrer Hand flog ihr die Glaskugel, die sie vorher beiseite gelegt hatte, wieder in die selbige.
"Oh es muss ganz schön verwirrend für dich sein. Was deinen Körper angeht, der befindet sich zusammen mit deinen Freunden auf einem Frachter. Dein Geist allerdings", sie beschrieb mit ihren Armen eine ausladende Geste, "Ist frei und ich nahm mir die Freiheit ihn zu entführen." - "Warum wolltest du mich dann töten?", fragte Rya'c etwas wütend. "Ich kann dich hier gar nicht töten",
sie blicke kurz umher, "Niemand kann das. Aber ich musste sehen, ob du bereit bist deine Überzeugung gegenüber deinem Leben aufs Spiel zu setzen!"
Rya'c verstand nicht. Warum spielte sie so ein Versteckspiel mit ihm?
"Dann sag mir, was du von mir willst, oder lass mich gehen!" Sie grinste. "Du bist ungeduldig. Das ist normal. Du wirst lernen geduldiger zu werden. Die Erklärung die du suchst, werde ich dir noch nicht geben. Du musst es selbst herausfinden. Ich sage nur soviel, dir und deinen Freunden steht ein weiter Weg bevor. Sei gewarnt, ihr werdet nicht alle lebend in eure Zeit zurückkehren. Und jemand der dir wichtig ist, wird sich von dir abwenden. Höre meine Worte!"
Plötzlich hielt sie inne und blickte auf einen Punkt hinter Rya'c, dann lächelte sie grimmig.
"Dann ist es also Zeit?", begann sie wieder. "Seid ihr sicher?" Sie schien mit irgendetwas, oder irgendwem zu reden. "Gut... Dann soll es wohl so sein." Sie blickte Rya'c tief in die Augen und drang in sein Bewusstsein ein. Rya'c wurde es schwarz vor Augen und er fühlte sich schwach und brach zusammen. Dann sagte sie noch "Suche Mich...!"
Die Worte wiederholten sich immer wieder, wurden dabei aber leiser und undeutlicher. Dann sah sich Rya'c im schwarzen Nichts stehen und versuchte über das Geschehene nachzudenken. War es doch nur ein Traum?

Er öffnete wieder seine Augen. Es war recht dunkel und der Boden unter ihm vibrierte. Er lag auf dem Bauch auf einem Metallboden. Als erstes fiel ihm auf, dass seine Hände und Füße geknebelt waren. Er versuchte gegen die Fesseln anzukommen, aber es war zwecklos. Er blickte sich um, soweit er konnte. Rechts von sich erkannte er den Rücken eines Mitgliedes von SG-Z, konnte allerdings nicht bestimmen, wessen Rücken es war. Langsam drehte er den Kopf nach links und fand sich nur zehn Zentimeter vom Po eines weiblichen Mitgliedes von SG-Z entfernt. Rya'c wusste, dass es Linda sein musste, weil der Körper zierlicher war als der der anderen Frauen in SG-Z. Plötzlich bewegte sich Linda etwas und er drehte den Kopf schnell und leicht errötet wieder nach rechts. Es war keine angenehme Position, aber es half nichts.
Rya'c überlegte gerade, wie er sich aus dieser Lage befreien konnte, als aus dem leichten vibrieren, das Rya'c als Zeichen dafür gedeutet hatte, dass sie sich in einem Raumschiff befanden, ein heftiges Ruckeln wurde. "Morana hatte also Recht...", dachte er bei sich.
Dann eine plötzliche Bewegung nach links und wieder nach rechts. Geräusche von Explosionen, nah und fern, dröhnten in seinen Ohren.
Das Schiff wurden angegriffen. Rya'c sandte ein Gebet an den Gott, von dem ihm sein Vater erzählte und versuchte erneut sich zu bewegen. Ein wütendes Zischen über ihm, brachte ihn allerdings wieder zum Stillstand.
Dann ertönte eine weitere Explosion, diesmal an ihrem Raumschiff. Sie waren getroffen worden. Unter heftigen Erschütterungen sackte das Schiff langsam ab und begann sich zu drehen. Rya'c wusste nicht, ob sie sich im Weltraum befanden oder schon in der Atmosphäre eines Planeten. In beiden Fällen waren ihre Überlebenschancen nicht sonderlich hoch.

"Rya'c?" Er zuckte zusammen und drehte sich wieder um. Der Rücken, den er vorhin gesehen hatte gehörte zu Lt.Col. Dave MacKayne. Er war von starker Statur. Ein Militär, wie er im Buche stand, kräftig und taktisch gut geschult. Mehr wusste Rya'c auch nicht über ihn. "Wo sind wir, zur Hölle?", fluchte der Colonel. "Auf einem Raumschiff!", antwortete ihm Rya'c, "Es wird angegriffen und stürzt scheinbar ab!" Dave versuchte aufzustehen und warf einen Blick auf die anderen, die regungslos da lagen. "Wir sind nur zu sechst! Wo ist der Rest?", bemerkte er dann. Das war Rya'c auch noch nicht aufgefallen, da er damit beschäftigt war sich zu befreien. "Rya'c?", brüllte Dave. Er drehte sich um und sah ihm in die Augen. "Was hast du vor?" - "Ich will hier raus!" - "Das ist Irrsinn, Rya'c. Wir haben doch keine Chance!"
Rya'c sah ihn abfällig an und antwortete spöttisch. "Ich werde es dennoch versuchen! Du kannst mir ja helfen wenn du willst, MacKayne!"
Dave musste durchatmen. So eine Sturheit hatte er noch nie erlebt.
"Rya'c! Du IDIOT! Du bringst uns alle noch in Gefahr! Hör auf damit!!!"
Rya'c hörte aber nicht mehr zu und ging in Position um auf einen der Feinde zuwarten.
Der Frachter trudelte derweil weiter auf die Oberfläche eines Planeten zu, der, vom Cockpit aus gesehen, überall bewaldet war, und wurde von mehreren Jägern verfolgt, die auch schon auf der Erde im Einsatz waren.
Dave hatte sich inzwischen auch befreit und ging zu Rya'c um ihn vor Schlimmerem zu bewahren. Dieser wehrte sich jedoch und schlug MacKayne direkt mitten ins Gesicht. Er strauchelte, fiel zu Boden und riss sich dabei sein Namensschild ab, ohne es zu bemerken.
Weitere Erschütterungen erfassten den Frachter, der wenig später hart auf dem Grund des Planeten aufschlug. Rya'c hörte viel gezische. Die Wesen mussten in Aufregung sein. Als eines von ihnen an der Zelle vorbei gerannt kam, packte er es und zog es an die Gitterstäbe der Zelle. Es war eines dieser Insekten ähnlichen Aliens, die sie auf der Erde verfolgt hatten.
Es zischte laut und heftig, bis es leblos runter rutschte.
Dave sah ungläubig zu Rya'c, der es sofort nach einem Schlüssel, oder dergleichen untersuchte, als direkt vor ihm ein weiteres der Aliens auftauchte.
"Rya'c!" - "Stör mich nicht MacKayne!" - "Rya'c! Vergiss deinen dummen Stolz und geh da weg!" Nach diesem Satz stand Rya'c auf, drehte sich zu Dave um und wollte ihn schon anschreien, doch dieser deutete hinter ihn.
Als Rya'c sich umdrehte traf ihn auch schon ein Lasergeschoss mitten in den Bauch. Er wich einen Schritt zurück. Dann wurde MacKayne getroffen und sank bewusstlos zusammen. Rya'c musste sich hinknien. Er hatte höllische Schmerzen. Der Schuss hatte ihn genau da getroffen, wo früher sein Symbiont gewesen war. Er atmete schwer und spuckte Blut aus, als der Alien, der ihn anschoss, seinerseits von einem ähnlichen Geschoss getroffen wurde und zu Boden ging. Auch die anderen, die angerannt kamen, wurden von dem selben Geschoss getroffen und gingen zu Boden. Rya'c versuchte krampfhaft bei Bewusstsein zu bleiben, um die Angreifer zu sehen. Es zischte wieder. Rya'c stöhnte unter den Schmerzen und brach vollends zusammen. Auf dem Boden liegend versuchte er immer noch einen Blick auf die Angreifer zu erhaschen. Dann verlies ihn aber die Kraft und er blieb regungslos liegen.

Schritte. Rya'c rannte einen langen Gang entlang. "Nein..." Neben ihm rannte noch jemand. Linda. Es war Linda Brown. Sie wurden verfolgt. "Nein... lasst uns in Ruhe!" Unaufhaltsam kamen ihre Verfolger näher. Plötzlich stolperte Linda. "Rya'c! Lauf weiter! Lass mich zurück!", rief sie ihm zu.
"Das kommt nicht in Frage!" Er stoppte und half ihr wieder auf die Beine. Da kamen ihre Verfolger, ein Trupp der Insektenwesen um eine Ecke und begann sofort auf sie zu feuern. "Komm schnell!", sagte er.
Mit einem Sprung schafften sie es gerade noch in einen Seitengang zu hechten. Die Schüsse stoppten und die Aliens setzten sich wieder in Bewegung. Rya'c ergriff Lindas Hand. "Los jetzt! Wir müssen hier weg!"
Gemeinsam rannten sie weiter so schnell sie konnten. Sie kamen an zahllosen Abzweigungen vorbei, folgten aber immer dem Gang, in dem sie gerade waren bis sie plötzlich vor einer Weggabelung standen.
Sie blickten sich an. Gleichzeitig sagte Linda "Links" und Rya'c "Rechts".
Er zögerte einen Moment, dann sagte er: "Also nach links!"
Sie nickte und gemeinsam rannten sie weiter. Nach und nach wurden die Schrittgeräusche leiser.
Eine Ecke verdeckte die Sicht auf den weiteren Verlauf des Ganges. Dahinter erreichten sie das Ende des Ganges. "Nein! Verdammt", fluchte Rya'c.
"Eine Sackgasse!" Entsetzt blickte er sich um. "Rya'c..."
Linda blickte ihm in die Augen. Sie wusste, es gab kein Entkommen mehr.
Die Schritte wurden wieder lauter und lauter und dann bogen ihre Verfolger um die Ecke und stellten sich in einer Reihe auf. Sie richteten ihre Waffen auf sie und warteten offenbar auf den Befehl ihres Anführers.
Linda blickte zu Rya'c. "Rya'c es tut mir so leid... wären wir nach rechts gelaufen, dann..." - "Dann wären wir vermutlich in eine andere Sackgasse gelaufen. Du kannst nichts dafür. Es tut mir leid, dass ich dich nicht beschützen konnte." Sie schüttelte den Kopf. "Du hast alles getan..."
Hinter ihnen zischte etwas. Offenbar war der Befehlshaber aufgetaucht. Rya'c schloss Linda eng in seine Arme, dann wurde das Feuer auf sie eröffnet.

"NEEEEEIIIN!!!"
Mit einem Schrei und stechende Schmerzen in der Brust und der Bauchgegend fuhr Rya'c aus dem Schlaf hoch. Er keuchte und ließ sich zurück auf sein Kissen sinken. Vorsichtig tastete er seine Brust ab und stellte fest, dass sie bandagiert war. Was war nur geschehen?
Er öffnete die Augen und blickte nach oben. Es war stockdunkel, also war es offenbar Nacht. Vorsichtig versuchte er sich aufzusetzen, um mehr sehen zu können. Die Schmerzen die dies verursachte, ließen ihn jedoch wieder auf seine Pritsche zurücksinken. Wo war er? Wo waren die anderen?
Es half nichts. Er konnte sich kaum bewegen. Er würde wohl abwarten müssen, bis er wieder in der Lage war aufzustehen. Er schloss die Augen und glitt in einen unruhigen Schlaf.

Da waren wieder diese Gänge und er rannte sie entlang. Linda rannte mit ihm. Sie wurden verfolgt. Wieder gelangten sie an die Weggabelung. Sie liefen links. Und schließlich waren sie wieder in der Sackgasse.
"Du hast alles getan...", flüsterte sie ihm wieder zu.
Schweißgebadet fuhr Rya'c erneut aus dem Schlaf hoch. Und wieder durchfuhr ein stechender Schmerz seine Brust, allerdings nicht mehr ganz so stark wie beim ersten mal. Rya'c blickte sich um und sah, dass es immer noch Nacht war. Es war genauso dunkel wie zuvor. Nur ein kleines Licht auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes erhellte ihn ein wenig. Er sah sich in dem Raum um. Es war ein seltsam orientalisch anmutendes Zimmer. Es war kreisrund und vollkommen verziert mit einem seideähnlichen Stoff. Kunstvoll verarbeitete Wand- und Bodenornamente waren schwer zu erkennen. Sonst war der Raum trist und einfach. Sechs Pritschen waren, in einem regelmäßigen Abstand, aufgebaut. Auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes erkannte er, den auf der Pritsche liegenden, MacKayne. Rechts von ihm erkannte er Felger und Person. Links von MacKayne sah er Brian Cleston und direkt neben seinem Bett lag eine zierliche Person. "Linda!", sties er aus. Rya'c versuchte aufzustehen, verlor den Kampf jedoch erneut.
Gerade als er sich auf das Bett zurücksinken ließ, regte sich Linda. Vorsichtig setzte sie sich auf und zuckte bei jeder kleinen Bewegung zusammen.
Ihr ging es offensichtlich nicht besser als ihm.
Sie blickte auf und sah ihn aufrecht in seinem Bett sitzen.
"Rya'c! Ich bin so froh, dass du wach bist! Wo sind wir hier und was ist geschehen?" Er zuckte mit den Schultern und antwortete: "Ich hoffte, du könntest mir diese Fragen beantworten." Sie zögerte einen Moment, dann begann sie, "Ich träume jede Nacht einen seltsamen Traum. Du und ich... wir fliehen vor den Insektenaliens. Doch sie erwischen uns und erschießen uns!" - "Ich hatte denselben Traum!", antwortete Rya'c.
"Was bedeutet das alles? Rya'c ich verstehe es nicht! Wir wurden doch im Wald gefangen genommen!" - "Ich verstehe es auch nicht." - "Was machen wir jetzt?", fragte Linda erneut. "Im Moment können wir nichts tun als abwarten, denn ich kann mich kaum bewegen und dir scheint es genauso zu gehen und...", er krümmte sich wieder vor Schmerzen und legte sich hin.

Linda stand, trotz ihrer eigenen Schmerzen auf, um zu ihm rüber zu gehen. "Du hast ordentlich was abbekommen! Ich hoffe, dass das bald wieder besser wird!"
Sie machte sich scheinbar Sorgen um ihn. Rya'c versuchte sich dabei ein Lächeln abzuringen. "Danke. Das hoffe ich auch!" Linda lächelte ihn an.
"Dr. Cleston hat es vorhin verbunden und gemeint du sollst dich nicht anstrengen, am besten liegen bleiben für ein paar Tage.", sie seufzte. "Der Doc ist etwas aufbrausend. Aber er meinte auch, dass das bald wieder wird!"
Rya'c sah zur Pritsche des Docs hinüber. Er hatte noch nicht viel mit ihm zu tun gehabt. Jetzt lag sein Leben in seinen Händen. Er hoffte, dass er sein Bestes gab. "Habt ihr irgendetwas mitbekommen?", wandte sich Rya'c dann wieder an Linda. "Vor ein paar Stunden sind wir hier alle aufgewacht. Keiner weiß wo wir sind, oder was passiert ist..." - "Der Frachter...!", stöhnte Rya'c.
"Was meinst du?" - "Der Frachter, in den wir auf der Erde gebracht worden sind. Er wurde abgeschossen ... Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube wir wurden auf ein anderes Schiff gebracht." Er schrie wieder auf, als er aufstehen wollte. Die Schmerzen wurden einfach zu stark.
"Rya'c. Ich glaube du solltest dich wieder hinlegen. Das wird besser sein!"
Widerwillig lies er sich von Linda auf die Pritsche legen. Er wollte sie und sich doch befreien, aber jetzt brauchte er Ruhe. Er sah es ein.
"Wenn du wieder aufwachst, wird es dir besser gehen! Ganz bestimmt!"
Sie lächelte ihn an und ging dann zu ihrer Pritsche hinüber. Rya'c beobachtete sie noch eine Weile. Ihre Haare hatte sie immer noch zusammengebunden. Zu gerne mochte er wissen, wie lang sie waren.
Er sah noch, wie sich Linda hinlegte, dann schlief auch er wieder ein.

Wieder der Gang, wieder die Kreuzung, wieder die Wahl, wieder der Weg links herum, wieder eine Sackgasse und wieder Rya'c und Linda, wie sie in einen Hinterhalt geraten und erschossen wurden.
Er träumte diesen einen Traum die ganze Zeit. Keine Spur von Erholung, oder dieser merkwürdigen Morana. immer nur er und Linda. Aber warum Linda? Wieso nicht Felger? Oder MacKayne? Er fragte es sich im Traum immer wieder, als er sie neben sich entdeckte. Der Traum hatte jedes Mal den selben Ausgang. Dann wurde es schwarz und dann rannte er wieder. Er begann von neuem. Rya'c fragte sich oft, was passieren würde, wenn er an der Gabelung rechts weiter gehen würde. Jedes Mal nahm er sich vor das Vorhaben umzusetzen, aber doch gingen sie links herum. Und wieder die Sackgasse, die Aliens, die Schüsse. "Aaaaaauuuufffffhhhhööööörrrrnnnnn!!!"
"Rya'c?", Linda kam zu ihm, nachdem er schweißgebadet aus dem Endlostraum aufwachte.
Rya'c sah sich um und erkannte die anderen vier in der Mitte des Raumes in einem offenen Kreis auf dem Boden sitzen. MacKayne sah zu ihm rüber. Er war muskelbepackt und hatte ein sehr markantes Gesicht, sowie kurz geschorene Haare, wie sie für einen Militär üblich sind.
"Na Heißsporn. Endlich wach?", rief Dave Rya'c zu. Die anderen drei lachten, nur Linda warf Dave einen etwas bösen Blick zu, als sie sich zu Rya'c setzte.
"Geht's besser?", fragte sie. Rya'c nickte und sah sich weiter um. Der Raum sah so aus, wie er ihn sich am Tage vorgestellt hatte.
Jetzt stand auch Brian auf. Der dunkelhäutige Doktor kam zu Rya'c rüber.
Er sah auch recht kräftig aus, wenn auch nicht ganz so extrem wie MacKayne. Er hatte eine Glatze und trug auf der Nase eine Brille, über deren Ränder er gerne hinwegschaute. "Sie wärn fast krepiert, Rya'c. Das nächste mal stellen Sie sich bitte nicht so offensichtlich vor eine Kanone! Dann hab ich weniger Arbeit!" - "Wie geht es ihm?", fragte Linda. "Soweit gut. Dank mir. Sonst wäre er verloren gewesen!" Brian setzte ein etwas fieses lächeln auf, dann ging er wieder und setzte sich neben Dave. Der andere Mann, der noch dabei saß, war Jay Felger. Er sah nervös aus wie immer. Und nuschelte ständig unverständliches Zeug vor sich hin.
Neben ihm saß Alan Person. Der Wissenschaftler für Astrophysik und Biotechnologie aus England, der SG-Z zugeteilt wurde. Er war groß und schlank, hatte einen leichten Schnauzer und nach hinten gegeelte Haare. Alan sagte nicht viel in der Runde. Er hielt sich eher zurück.

Linda half Rya'c aufstehen, sodass er auch in die Runde sitzen konnte. Die Schmerzen waren schon viel geringer und er konnte sich relativ gut bewegen. Sitzen war aber immer noch besser. "Was ist passiert?", fragte er in die Runde. "Die Kurz-, oder Langfassung?", entgegnete ihm MacKayne.
"Kurz!", antwortete Rya'c nach kurzem überlegen. "Okay. Wir sind in der Vergangenheit zurückgereist, wurde in einen Kampf verwickelt, gefangen genommen und jetzt sind wir!", erklärte Brian dann.
Rya'c verdrehte die Augen und sagte dann etwas genervt. "Länger!" - "Ist ja gut! Nur nicht aufregen Rya'c. Ich will nicht mehr Arbeit!" - "Doktor. Bitte!", ging Dave dazwischen und fuhr nach kurzer Pause fort. "Nachdem du auf dem Frachter angeschossen wurdest, wurden wir scheinbar auf ein anderes Schiff gebracht und dann hierher. Felger hat eine Idee wo wir sein könnten." - "Äh ... Ja. Die Sache ist die ... Ich weiß es nicht genau, aber ich würde vermuten, dass wir nicht auf einem Planeten sind, da hier alles komisch unmerkbar vibriert. Außerdem kann man außen ein sehr dumpfes Surren hören..." - "Und was bedeutet das?", fragte Dave dazwischen. "Na. Es wird ein Schutzschild sein. Das bedeutet...", er stockte. "Das bedeutet was, Felger?" hakte Dave wieder nach. Jay schluckte und antwortete dann. "Es bedeutet, dass wir auf einem Raumschiff sind!"
Alles atmeten tief durch um den Schock zu verdauen. "Jedenfalls, sind wir hier nach einer Weile alle aufgewacht, außer du. Doc Cleston hat dich dann verarztet und..." - "Und das war bestimmt nicht leicht!", fiel Brian Dave ins Wort. Dieser sah ihn dann genervt an und beendete seinen Satz. "Und jetzt sitzen wir hier und besprechen unsere Lage!" - "Wie lange sind wir hier schon?" - "Wir vermuten drei Tage." - "Okay ... Und was tun wir jetzt?" - "Genau das, Rya'c, wollten wir gerade besprechen!", antwortete ihm Linda.

Sie schaute fragend in die Runde. Keiner wusste etwas beizutragen, alle schienen angestrengt zu überlegen, was sie tun konnten.
Nach ein paar Minuten der Stille, brach Rya'c das Schweigen.
"Ich habe eine Idee. Sie bringen uns doch sicher Essen, oder? Wenn sie das nächste mal kommen verstecken wir uns. Wenn sie dann reinkommen, können wir sie überrumpeln. Also jeweils drei von uns finden auf den beiden Seiten neben der Tür platz." - "Rya'c. Moment!", unterbrach MacKayne. Rya'c lies sich aber nicht beirren. "Wenn sie dann die Tür aufmachen springen MacKayne und ich hervor und überrumpeln sie. Ihr anderen rennt dann nach draußen! Das müsste funktionieren!" - "RYA'C!!!", brüllte Dave so laut, dass alle zusammenzuckten und Rya'c sofort betroffen auf den Boden schaute.
"Wer hat dir das Kommando übertragen?", fragte MacKayne ihn dann.
"Niemand...", musste er zugeben. "Na siehst du?" Alle schauten gespannt zu Dave und erwarteten irgend etwas. "Wir machen es anders. Und zwar..." - "MacKayne?", er wurde von Rya'c unterbrochen. "Was gibt‘s denn, Rya'c?" - "Dir hat genauso wenig jemand das Kommando übertragen!" Dave stöhnte.
"Da liegst du falsch, Rya'c!" - "Wieso?" - "Weil ich hier der ranghöchste Militärangehörige bin, oder siehst du irgendwo General O'Neill, oder General Petterson?" Rya'c sah sich um und antwortete dann resignierend. "Nein!" - "Also. Dann habe ICH das Kommando!", fauchte Dave ihn an.
"Das mag korrekt sein MacKayne. Aber nur über Airman Brown! Wenn du es so genau auslegen willst!" Er sah Dave mit einem herausfordernden Blick genau in die Augen. "Die Wissenschaftler gehören nicht zum Militär und ich bin auch kein Angehöriger eures Militärs!" - "Da hast du Recht Rya'c. Felger und Person, sowie Cleston werden aber von der Air Force bezahlt. Deswegen sollten sie in militärischen Fragen, dem militärisch höchstrangig Anwesenden gehorchen. Was dich angeht. Da kann ich nichts machen! Aber nimm dir ein Beispiel an deinem Vater!" Rya'c sah jetzt angewidert zu Dave, als Linda dazwischen ging und sie zu beruhigen versuchte. "Jungs! Ihr braucht euch doch deswegen nicht zu streiten! Das können wir doch..." - "Airman Brown! Sie haben mich gefälligst mit Sir! anzureden!" - "Halt dich da raus Linda Brown. Es ist besser für dich!", brüllten MacKayne und Rya'c gleichzeitig, während Rya'c sie etwas zur Seite schubste und sich dann wieder MacKayne zu wandte. "Mein Vater war schwach. Er hat sich von eurer Führung einlullen lassen. Ich werde aber widerstehen!"
Dave seufzte und lachte kurz von Rya'c abgewandt, bevor er sich wieder fasste. "Na schön. Rya'c. Hör zu. Ich kann dir scheinbar nichts befehlen. Aber wenn du dich schon nicht unterordnen willst, dann steh mir auch bitte nicht im Weg rum! Verstanden?" Rya'c setzte sein Gewinnerlächeln auf. "Aber sicher, MacKayne!", dann ging er zu seiner Pritsche zurück.

Eine geschlagene halbe Stunde lang diskutierten die anderen fünf über mögliche Fluchtpläne, während sich Rya'c auf seiner Pritsche ausruhte, als Linda zu ihm kam und sich setzte.
"Rya'c. Das mit dem Colonel vorhin musste doch nicht sein, oder?" - "Doch musste es!", antwortete er bestimmt. "Ich werde mich nicht unterdrücken lassen!" - "Das verstehe ich schon, aber wäre es nicht für alle besser, wenn wir unter einem Kommando stünden?" - "Mag sein!", gab er nach einigen Augenblicken zu. "Dann setz dich wieder zu uns!" - "Okay... Aber..." - "Sei einfach nur still!", dann führte sie ihn zu den anderen.
Was konnte Rya'c schon tun? Linda konnte er einfach keinen Wunsch abschlagen.
"Rya'c. So sieht‘s aus: Wir haben keine andere Möglichkeit gefunden zu entkommen!", gestand Linda, als sie wieder saßen. "Wir werden also auf deinen Plan zurück greifen müssen.", fuhr sie fort. Rya'c strahlte fast ein wenig, als er das hörte und stand sofort auf. "Gut! Dann machen wir es so, wie ich es vorhin gesagt hatte!", dann drehte er sich zur Tür und versuchte zu erspähen, ob jemand im Gang stand, als Dave in rief.
"Rya'c. Die Tatsache, dass wir deinen Plan ausführen heißt nicht, dass du jetzt der Boss hier bist. Das bin immer noch ich! Ob du meine Befehle nun befolgst ist mir eigentlich egal, aber mach keine unüberlegten Dinge!"
Rya'c nickte ihm zu und wollte sich schon wieder umdrehen. "Noch etwas. Ich denke der Plan wird nicht funktionieren! Dafür sind die Mücken zu intelligent! Aber wir werden sehen!" Dave setzte sich wieder hin, nachdem er diese Sache geklärt hatte und wartete auf die Aliens.
Währenddessen konnte er beobachten, wie Rya'c an der Tür stehen blieb und in den Gang späte. Cleston lies wieder ein paar zynische Sprüche los und Felger redete gegen die Person-Wand. Nur Linda saß alleine auf ihrer Pritsche und wartete ebenfalls.
Mehrere Minuten passierte nichts. Rya'c war wieder zu seiner Pritsche gegangen, um sich etwas hinzulegen. Linda saß neben ihm, Sie redeten.
Sie schien sich große Sorgen um sein Wunde zu machen. Unverständlich, dachte Dave bei sich. Erst eine Minute später bemerkte er, dass keiner mehr an der Tür stand. Genervt raffte er sich auf und ging hin um selbst Ausschau nach den Aliens zu halten.

Einige Minuten später kamen endlich die erwarteten Aliens. Dave bedeutete sofort allen sich in den Nischen neben der Tür zu verstecken.
Als die Aliens vor ihr standen erblickten sie einen leeren Raum.
Die Tür flog auf und Dave und Rya'c sprangen sofort aus der Deckung raus um die vermeintlich ahnungslosen Aliens zu überrumpeln.
Was sie aber sahen erfreute sie weniger. Nicht nur zwei, sonder zehn der Aliens standen vor der Tür. Rya'c blickte auf den Teil des Kopfes eines Aliens, den er für das Gesicht hielt. Wären es Menschen, dachte er, würden sie jetzt sicher schadenfroh grinsen. Die, die am nächsten an der Tür standen, hielten dabei Zatähnliche Waffen in der Hand.
Keine Sekunde später waren die beiden getroffen und gingen zu Boden. Bevor sie bewusstlos wurden, konnte Dave noch etwas zu Rya'c sagen,
"Ich hab‘s dir ja gesagt! Sie sind nicht so dumm!" Dann wurden sie abgeführt.

Fünf Minuten später kam Dave wieder zu sich. Auch Rya'c wachte auf. Scheinbar wurden sie weggeschleift. Dave erkannte sofort den ernst der Situation und blieb ruhig, Rya'c aber sah aus als hätte er etwas vor.
Die anderen vier erkannte er hinter ihm eigenständig laufen. Hinter ihnen zwei Aliens vor ihnen einer. Jeweils zwei hielten Dave und Rya'c fest, zwei weitere Aliens konnte er vor sich erkennen und ein einzelner hinter dem ganzen Trupp in einigen Metern Abstand. Scheinbar war er der Anführer der Gruppe. Zehn Männer... Vergleichbar mit einem Squad bei der Army. Dann wäre der Alien Sergeant, oder ähnliches. Dave wurde plötzlich aus seinen Gedanken gerissen, als es neben ihm laut zu zischeln anfing. "Oh, nein!", dachte er sich. "Kann der nie aufhören?"
Rya'c hatte versucht sich durch eine ruckartige Bewegung zu befreien. Das gelang ihm auch. Dann fiel er aber so unsanft auf den Boden, sodass er nicht gleich aufstehen konnte und direkt wieder von diesem Zatähnliche Ding getroffen wurde und bewusstlos wurde. So hatten sie eben weniger Arbeit mit ihm. Das würde dem Doc sicher auch gefallen.
Rya'c wurden Fesseln angelegt. Dann ging es weiter. Durch endlose Gänge, die alle denen auf Ha'taks ähneln, aber doch sehr verschieden waren. Sie überquerten mehrere Kreuzungen und kleinere Räume. Das Design war überall gleich, ähnlich dem in der Zelle. "Wenig geschmackvoll!", wie Dave befand. Dann erreichten sie einen riesigen Raum. Er war sicher fünf Decks hoch und bestimmt 200 Meter breit. Hier hatte man Platz um ganze Divisionen unterzubringen. An der Kopfseite des Raumes stand ein großes Podium mit einem Thron darauf. Daneben standen einige Aliens. Genauso wie davor. Die neben dem Thron wirkten aber alle irgendwie höher gestellt als die davor, da sie, ähnlich wie der Aliensergeant, wie Dave ihn nannte, hübschere Rüstungen und Gewänder trugen.
Als der Squad mit den Gefangenen die Gruppe Aliens erreichte, blickte der Aliensgt. zum Podium und machte eine salutierende Bewegung. Er schlug sich mit der linken Hand an die rechte Schulter. Die anderen Mitglieder seines Teams taten es ihm gleich und die Aliens auf dem Podium erwiderten den Gruß. Dave kam sich vor wie auf der Erde. Ein wenig witzig war es schon.

Keine Minute später wurde Dave wieder aus seinen Gedanken gerissen, als einer der Aliens, der nahe an einer Tür stand, irgendetwas laut zu den anderen zischte. Alle Aliens gingen sofort in die Knie. "Jetzt kommt wohl der Boss!", dachte sich MacKayne.
Auch er und die anderen wurden in die Knie gezwungen. Alle spielten mit, bis auf Rya'c, der wieder erwacht war. "Nein! Ich kniee nicht schon wieder! Ihr seid keine Götter! Ich hab lange genug gekniet! Nein!!!", er wehrte sich heftig. "Rya'c!", rief ihm Dave zu. "Lass es gut sein!"
Immer noch widerwillig lies es Rya'c aber doch zu und kurze Zeit später kam mit riesigen Schritten ein weiterer Alien rein. Er war größer als die meisten anderen und hatte einen längeren Umhang als die anderen, sowie eine noch bessere und schönere , verzierte Rüstung. Dave war sich sicher. Er musste ihr Boss sein! Unverständliches Gezische folgte. Niemand von den sechs konnte auch nur irgendetwas verstehen.
Der Boss stand wieder von seinem Thron auf und stellte sich vor die sechs Gefangenen, die mittlerweile in einer Reihe aufgestellt wurden, aber immer noch knien mussten. Er musterte jeden einzelnen ganz genau.
Dann zischte er wieder etwas und Dave wurde hinauf gerissen und ein paar Meter nach vorne geschubst. Er schaute den Boss an, dieser zischte ihn an.
Dave verstand freilich kein Wort und schaute nur dumm und ahnungslos in Richtung des Bosses. Er zischte wieder und wieder, bis es MacKayne zu bunt wurde. "Hör mal! Ich bin von der Erde! Und versteh dich nicht!"
Jetzt schaute ihn der Boss schief an. Kurz darauf zischte er wieder.
"Hör mal!", begann Dave wieder, "Hör auf mit dem zischeln! Hat dir deine Mami nicht beigebracht vernünftig zu reden?" Der Boss verstand nicht, zischte aber wieder etwas. Dann spürte Dave einen dumpfen Schlag im Rücken und kurz darauf einen stechenden Schmerz. Er wurde wieder an seinen vorherigen Platz gebracht, konnte aber nicht knien, sonder krümmte sich vor Schmerzen auf dem Boden. "Tja, Colonel. Das hat man davon, mit so einer großen Klappe!", schnauzte Brian ihn an. "Und ich darfs dann wieder richten! Na super!" Auch er bekam einen Schlag und lag auf dem Boden.

Direkt danach zischte der Boss wieder etwas und Linda wurde an den Armen gepackt und zu ihm gebracht. Rya'c stand sofort auf und stürmte auf die beiden Aliens zu, die sie mitnahmen. Ehe er aber etwas ausrichten konnte wurde er von dem Betäuber getroffen, ging zu Boden und rührte sich nicht mehr. Der Boss zischte unterdessen wieder etwas. Auch Person und Felger wurden mit dem Betäuber getroffen und sanken zu Boden.
Linda stand jetzt direkt vor dem Boss der sie eingibig musterte. Dann strich er ihr mit der Hand über eine Wange. Sie zitterte vor Angst. "Was hat er vor? Was will er von mir?", fragte sie sich. Rya'c wachte wieder auf und sah, was der Boss machte. Er wurde wütend, es kochte in ihm. Er wollte Linda helfen, sie da wegholen, doch er konnte sich nicht bewegen und nichts tun.
Der Boss lies sein Hand von ihrer Wange zu ihren Schultern gleiten und strich darüber. Einen genüsslich, fiesen Blick hatte er. Linda sah ihn finster an. Dann lies er seine Hand über ihren Rücken gleiten, strich über ihren Bauch und über ihre Oberschenkel, dann wieder über den Rücken. Linda zuckte dabei etwas zusammen, weil sie es ein wenig kitzelte. Dann sah sie ihn angewidert an. Sie hatte Angst, was dieser ekelhafte Alien vor hatte, wollte sie nicht denken. Dann lies er seine Hand wieder zu ihren Schultern gleiten und griff kräftig zu. Linda zuckte vor Schreck zusammen und lies einen entsetzlichen Schrei fahren. Der Boss stand sofort auf, packte sie mit einer Hand am Hals, die andere hielt er vor ihr Gesicht. Sie wehrte sich und schlug um sich. Es half aber nichts. Sie konnte nichts ausrichten. Genauso wie Rya'c, der alles mit ansehen musste und nichts tun konnte.
Dann zischte er wieder, strich ihr noch mal über die Schulter und schlug ihr dann in die Magengegend. Sie fiel bewusstlos zu Boden und zwei andere Aliens brachten sie in Richtung einer anderen Tür, als plötzlich ein weiterer Alien schnell und hitzig den Raum betrat und wieder irgendetwas zischte. Der Boss zischte danach auch wieder etwas. Die Aliens, die Linda wegbrachten, kehrten um und stellten sie neben Dave ab. Alle anderen Aliens die im Raum anwesend waren verschwanden aufgeregt in alle Richtungen. Der Boss und die, die neben ihm standen gingen auch weg. MacKayne beobachtete alles. Irgendetwas war los, was die Aliens beunruhigte. Zwölf Aliens waren noch da. Sie schossen wieder auf die sechs Gefangenen, sodass diese bewusstlos wurden und brachten sie dann zurück in ihre Zelle, wovon sie aber nichts mehr mitbekamen.

Eine Stunde später waren wieder alle wach. Rya'c saß neben Linda, als sie aufwachte. Er sah sie grinsend an. "Geht's besser?", fragte er sie, woraufhin sie nur nickte und aufstand. Dave beäugte die beiden kritisch. Cleston hatte unter murren und zetern alle soweit verarztet, dass es ihnen wieder besser ging. Felger dachte weiterhin über diese Technologie nach. Person unterbrach ihn in seinen Gedanken. "Nun, Mr. Felger. Ich denke, dass diese Waffe einen Impuls aussendet, der unser Nervensystem lahm legt und uns so bewegungsunfähig macht." - "Genau!" - "Die Wirkung könnte aber noch um einiges höher sein, als sie es ist. Vielleicht muss man sie richtig einstellen!" - "Wir nennen sie Neuronzatter!", rief Jay glücklich aus. "Colonel MacKayne. Wie gefällt Ihnen der Name?" Dave sah Jay verzweifelt an. "Der Name ist genau genommen beschissen. Wir haben aber keine andere Wahl und mir fällt nichts anderes ein!" Felger freute sich wie ein kleines Kind. "Könnten Sie jetzt aber nach einem Ausweg suchen?" - "Mr. MacKayne. So wie ich das sehe, ist die Tür da der einzige Weg nach draußen." - "Okay, danke!"
Dann wandte er sich wieder um und rief zu Linda. "Wie geht‘s dir?" - "Danke, Sir, ganz gut. Von dem Schock mal abgesehen!" - "Okay. Wir sind hier bald raus! Du brauchst keine Angst mehr zu haben!" - "Danke, Colonel!"
Sie sah verlegen zu Boden und Rya'c wütend zu Dave. "Was bildet sich dieser Colonel ein Linda anzureden, wenn er bei ihr ist?", dachte er bei sich. Dann stand er aber auf, da sie alleine sein wollte.

"Okay, hört mal her.", begann Dave. "Wenn die wieder kommen dann werden wir sie fertig machen! Verstanden?" Alle nickten zustimmend.
Wenige Sekunden später ertönten vom Gang her auch schon erste Schritte, die immer mehr und lauter wurden.
"Das Exekutionskommando...", fluchte Brian. "Ey, Doc. Geht‘s auch ein bisschen mehr pessimistisch?", sagte Dave, "Na klaro, Colonel. Mh. Vielleicht werden wir ja aus der Luftschleuse geworfen!", er lachte hämisch. "Sie sind einfach... ach...", Dave winkte ab und drehte sich zu den anderen.
"Also. Wir lassen sie reinkommen, dann schlagen wir zu!"
Dann verstummten die Geräusche direkt vor der Tür. Auf dem Gang war alles dunkel, man konnte nichts erkennen. Es herrschte absolute Stille. Die Spannung war zum greifen. Von einer Sekunde auf die andere wurde es tosend laut. Es vielen Schüsse, es wurde gezischt, Körper fielen zu Boden, wieder Schüsse, Schläge, unwirkliche Geräusche. Nach zwei Minuten harten Kampfes wurde es wieder still. Es war wie vorher. Keiner wusste was da draußen vorgefallen war. Linda brach das unendliche Schweigen. "Ist das jetzt unsere Rettung?" - "Keine Ahnung Brown. Wir werden es abwarten müssen. Aber zu hoffen wäre es alle mal.", antwortete ihr Dave.
Kurz darauf flog die Tür unter einigem Knarren auf. Es wurde plötzlich hell. Ein greller Schein blendete alle und eine Gestalt wurde sichtbar. Zuerst die Umrisse, dann erkannte man mehr.

Linda fuhr zusammen und schrie, "Ein Insekt!"

Ende
by M-W-G
_________________
-Ich bin ein User-
Mein Nick:
-TPATGOD-
Oder auch bekannt als:
-Milchstraße-


Zuletzt bearbeitet von ThePiperAtTheGatesOfDawn am 23.10.2007, 15:26, insgesamt einmal bearbeitet
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
GenAF
Top-Autor


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 28.09.2007
Beiträge: 376

BeitragVerfasst am: 10.10.2007, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hat mir gut gefallen.
Eine sehr gute Rya'c Charakterfolge. Gefällt mir in welche Richtung ihr seinen Charakter entwickelt. Ich denke da zum Beispiel an den Streit um das Kommando. Und dann natürlich die Beziehung zu Linda.
Da fällt mir ein, was ist eigentlich mit Rya’c Tretonin? Hat er genug dabei oder braucht er keines mehr?
Was ich allerdings von Morana halten soll weiß ich noch nicht. Wer oder was ist die überhaupt? Ich hoffe das wird bald geklärt.
Und ich hoffe auch dass es bald möglich ist mit den Insekten zu kommunizieren. Denn ein Feind der eine ganze Staffel lang nur zischt und dessen Drohungen gar nicht beim Team ankommen ist auf Dauer langweilig.
Und guter Cliffi am Ende.
Bis dann.
_________________
Meine FFs:

Stargate: Troja (Staffel 1)

Pax Americana – Empire Earth
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ThePiperAtTheGatesOfDawn
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 235
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 23.10.2007, 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

@GenAF: Danke für das Feedback. Freut mich dass dirdie Entwicköung gefallen hat. Bald wirds in dieser Richtung auch wieder weiter gehen!
Ich hoffe du bleibst weiter dabei Winken

So, und jetzt gibt es Heute schon die Premiere der fünften Episode im im TpW. Morgen dann auch auf SGP!

Viel Spass beim Lesen!
Und: Feedback ist wie immer erwünscht!Winken
____________________________________
Was bisher geschah:
Es tobte eine riesige Weltraumschlacht. Die Raumstation war von drei größeren Mutterschiffen, die scheinbar den Sol gehörten, belagert. Zwei Mutterschiffe der Alakai und eine ganze Flotte an Jägern versuchten sie zu verteidigen. Es war ein grässlicher Anblick. Sie gaben sich beide nichts und das Team um General Jack O'Neill musste bald dort durchfliegen.
____________________________________

Stargate: The Ancients

Episode 1.05: New Enemies, New Rules



"Wie lange sind sie schon weg, Sgt.?" - "Äh... Sir. Mittlerweile sind es vier Stunden!" Der Sgt. schaute den General verlegen an. "Sollten sie nicht 15 Minuten nach ihrer Abreise wieder im Hangar auf der Peterson Air Base ankommen?" - "Doch Sir. Das ist richtig. Aber bis jetzt haben wir noch keine Nachricht von dort bekommen!"
Der General wurde immer unruhiger. Geplant war eigentlich gewesen, dass das Team kurz nach der Abreise ankommen würde, um die notwendige Technologie zu liefern, die man hier dringend gegen die nahenden Orischiffe benötigte.
Sgt. Harriman ging aus Landrys Büro, um seiner Arbeit nachzugehen.
Einige SG-Teams wurden noch zurückerwartet. Sie waren weggeschickt worden, um nach Hilfe zu suchen.
Diese konnte aber möglicherweise zu spät sein, denn die Schiffe der Ori waren wieder näher gekommen und befanden sich jetzt schon kurz vor der Erde.
Eine geschlagene halbe Stunde später betrat Walter wieder Landrys Büro.
"Was ist Sgt.?" - "Nun. Wir haben immer noch nichts von Peterson gehört." - "Mh. Was hält sie auf?" - "Keine Ahnung, Sir. Aber die Ori - Schiffe sind jetzt im Orbit der Erde angekommen. Sie stehen den Ha'tak, dem Asgard-Schiff und unseren gegenüber. Ich..." - "Gut. Haben sie schon angegriffen?" - "Nein, Sir. Aber..." - "Sehr gut. Dann können wir ja noch auf die Hilfe von SG-Z hoffen!" - "Die werden wir auch bitter nötig haben. Unsere Flotte, sowie die Verbündeten, werden wohl kaum sehr lange gegen die 40 Ori - Schiffe bestehen können!" - "Das ist war Walter. Beten Sie lieber!" - "Ja, Sir!"
Walter verließ Landrys Büro mit einem flauen Gefühl in der Magengegend. Auch Hank Landry rang angesichts der Bedrohung mit der Angst um sein eigenes Leben und um das seiner Familie.

"Sgt. Gibt es was neues?" - "Nein Sir. Die Angreifer verharren immer noch auf ihrer Position!" - "Was soll das?" - "Tja, Sir. Ich denke General O'Neill hatte recht." Hank schaute Walter schief an. "Sie wollen uns nur Angst machen!", vervollständigte dieser. "Hm...!" Landry sah sichtlich verzweifelt aus. Gute zwei Stunden waren vergangen, seit die Schiffe Position bezogen hatten und nichts war passiert.
Landry wollte gerade zurück in sein Büro gehen, als Walter aufstand. "Sir. Ich hab eine Nachricht von NORAD erhalten!" - "Was wissen die?" - "Sir. Schlechte Neuigkeiten!" - "Was ist den jetzt schon wieder?" Landrys Miene verfinsterte sich zunehmends. "Sir. Es wurden mehrere Schiffe im Orbit des Mars entdeckt!" - "Was???" Landry war entsetzt. "Ori?" - "Das können sie nicht genau sagen. Es sind auf jeden Fall zehn mittlere und zehn größere."
Landry schaute Walter entsetzt an, als ein weiterer Offizier aufstand, "Sir. Sie setzten sich so eben in Bewegung!" - "Welcher Kurs?" -
"Richtung Erde!" ...

[An Bord der Raumstation bei SG-Z]

Die zehn Flüchtlinge waren mittlerweile innerhalb des Hangars, wo sie voller Entsetzen feststellen mussten, dass zwei weitere Kreuzer, die etwa 1/3 so groß waren wie die Mutterschiffe, die schon seit längerem in eine heftige Schlacht verwickelt waren, auf ihren Abflug warteten. Daneben standen noch einige kleinere Frachter, des Typs, in dem SG-Z entführt worden war.
Sie mussten sich erst einmal zurecht finden und mit dem grausamen Lärm in den Ohren, der durch die startenden Triebwerke und den Alarm verursacht wurde, nach einer Deckung suchen. Einige Wachen stürmten in den Hangar und zischten sich Befehle zu. Einige andere kamen kurz darauf aus den Frachtern und entdeckten SG-Z deren Deckung nur zum Hangareingang hin abgesichert war. Jack blickte sich um und sah sich und seine Leute umzingelt. Kurz darauf entdeckte Olog etwas und schaltete sich wieder mit seiner ruhigen Stimme in das Bewusstsein von Jack und den anderen ein. "Ich habe dort drüben einen Frachter gesichtet. Er will gleich starten!" - "Was?", gab Jack zurück. "Sir. Einer der Frachter will gleich starten!", antwortete ihm Lola, die direkt neben ihm stand. Jack sah sie genervt an. "Danke Lt. Ducane! Ich hab das schon verstanden!" Sie blickte ihn an, dann zu Olog, dann wieder zu O'Neill, der am Befehle verteilen war. Sie wurde aus ihm einfach nicht schlau. "Okay. Lt., Major. Sehen Sie zu, dass Sie die vier in dem Frachter an einen sicheren Ort gebracht bekommen. Wir vier werden versuchen sie aufzuhalten! Also los!"
Einige Geschosse trafen knapp neben O'Neill ein. Es waren jetzt wieder die Lasergeschosse, die sie auch auf der Erde schon abbekamen. Im selben Moment liefen Kerfield und Ducane los und nahmen die vier Retaaner mit, um sie in Sicherheit zu bringen. O'Neill und Emson hatten zuvor ihr Feuer in Richtung des Frachters konzentriert, um so den Weg für Thomas und die anderen frei zu halten.
"General!" - "Was ist Wainer?" - "Ich denke es wäre nützlich, wenn wir ein paar von den Laserwaffen hätten!" Alexander stand etwas weiter von Jack entfernt und musste wegen des extremen Lärms schreien, damit er verstanden werden konnte. "Tun Sie was nötig ist, Wainer!", gab Jack zurück. Die Aliens rückten jetzt auf die Stellung zu und feuerten unentwegt weiter.
O'Neill und Emson trafen drei oder vier, es waren aber immer noch zu viele.
"Sir!" Ducane rief von hinten. "Olang wurde getroffen!" O'Neill konnte sie nicht richtig verstehen, erkannte aber die Zeichen, die Lola ihm gab und bedeutete ihr weiter zu gehen. Unter heftigem Laserfeuer rannten Kerfield und Ducane zusammen mit ihren Schützlingen und Olang stützend weiter in Richtung des Frachters. Die anderen vier wurden derweil weiter eingekesselt. Auch Dr. Cleston rannte jetzt zum Frachter um den anderen zu helfen, während Jack und Alexa wieder einige Aliens trafen, die daraufhin vor Schmerzen zu Boden gingen und Alexander sich aus der Deckung bewegte, um ein paar Waffen ein zu sammeln.

Kurz darauf schrie er laut auf und viel zu Boden. "Ahh..." - "Alex!" Jack drehte sich um als Alexa zu Wainer lief. "Dieser Idiot!", fluchte O'Neill. "Ich hab ihm doch gesagt, dass er aufpassen soll, wenn er da draußen rum rennt!" Er hatte aber keine Zeit, um sich um Wainer zu kümmern, da ihm schon wieder einige Geschosse um die Ohren pfiffen, als er einen weiteren Aufschrei hörte. "Uaaaajaaa...!" Jetzt drehte sich sogar Kerfield um. O'Neill sah, dass Alexa unweit von Wainers Position zu Boden ging. Während Lisa mittlerweile bei Thomas und den anderen ankam, rannte Jack los um die beiden Angeschlagenen aufzusammeln. Unter schwerem Feuer kam er bei ihnen an, packte beide am Kragen und zog sie in Richtung Kerfield, der ihm entgegen kam und Feuerschutz bot. "Major. Halten Sie drauf was geht. Ich hab schon genug abbekommen!" - "Ja, Sir!" Es gelang ihm ein paar der Angreifer zu erwischen, ehe er selbst von einem Laserstrahl an der Schulter gestreift wurde. "Sir!" Emson kam zu sich. "Was...?" - "Ruhe Sgt. Ich bring Sie hier raus!" Er lies sie los, damit sie aufstehen konnte. Indes feuerte er mit der Lasergun zurück. Wainer hatte noch ein paar Waffen in den Taschen. Lola war mittlerweile beim Frachter angekommen und hatte die Retaaner an einen sicheren Platz gebracht, als Lisa auch dazu stieß und sie nach draußen schickte.
Thomas war wieder getroffen worden, gerade nachdem er vier weitere Gegner erwischen konnte und Jack bei ihm ankam. Emson packte ihn sofort und lief umgehend los, während Ducane Sperrfeuer gab. O'Neill hatte mit Wainer bald darauf auch den Frachter erreicht, übergab ihn an Lisa und blickte sich noch mal um. Alexa war erneut getroffen worden und fiel wieder hin. Lola ging auf die beiden zu, um sie aus der Schusslinie zu holen. Jack zögerte auch keinen Augenblick und war mitten im Geschehen.

Wenige Augenblicke später waren alle Verwundeten im Frachter in Sicherheit gebracht.
Sie wollten sich gerade ausruhen, als eine heftige Explosion die ganze Raumstation erschütterte. "Kerfield! Sehen Sie nach, ob an Bord noch von diesen äh..." - "Alakai, Sir?" - "Ja genau. Ob welche von denen zu finden sind. Ich denke wir sollten hier weg!" - "Ja, Sir!" - "Und nehmen Sie Ducane mit!" - "Jawohl!" Beide verschwanden gleich darauf in den Gängen und Räumen des Frachters. "Olog. Ist alles okay?" - "Olang hat es erwischt!" - "Dr. schauen Sie, ob Sie etwas für sie tun können!" - "General. Ich denke es sieht schlecht aus. Sie wird es nicht schaffen." Olog und seine Frau brachen in Tränen aus, oder was auch immer es bei den Retaan war.
Jack spürte eine weitere Explosion, die die Raumstation erfasste und zum erschüttern brachte. Im selben Moment hob der Frachter ab.
Es gab eine weitere Erschütterung. Sie war diesmal näher und heftiger.
"Ich glaube wir sollten schnell hier raus!" - "Ach ne was, Wainer. Wirklich?" Jack regte sich tierisch über die aktuelle Situation auf.
"Sir." Lola kam zurück. "Wir haben drei der Aliens in den anderen Räumen gefunden, betäubt und in den Zellen eingesperrt. Major Kerfield hält gerade den Piloten in Schach. Er hat versucht ihm mit Handzeichen und Gesten klar zu machen, was wir wollen, aber er blickt's nicht!" Sie verdrehte die Augen. "Diese Aliens sehen merkwürdig aus und genau so verhalten sie sich auch!" - "Okay!", antwortete Jack nur knapp und stürmte in Richtung des Cockpits. "Major!", rief er auf dem Weg, "Ich... will... hier... raus!" - "Ich arbeite daran, Sir! Es gibt bloß ein paar Kommunikationsprobleme!" - "Das haben wir gleich! Olog!!! Komm bitte hierher!"

Wenig später kam Olog, immer noch ein paar Tränen wegdrückend im Cockpit an. "Du musst für uns übersetzten. Der Typ da kapiert's nicht!", Jack zeigte auf den Alien! "Meine Tochter ist gerade gestorben!" - "Mein Beileid Olog. Aber..." - "Ja natürlich!"
Kurze Zeit später hatte der Alienpilot verstanden, was die Menschen von ihm wollten und flog eiligst aus dem Hangar raus.
Währenddessen versorgte Dr. Cleston die Verwundeten etwas sporadisch, ehe der Frachter erschüttert wurde. "Was ist den jetzt los?" brüllte O'Neill dem Cockpit entgegen. "Wir wurden von einem Projektil der Sol Kreuzer getroffen." - "Okay. Er soll uns hier wegbringen!" - "Sir. Sie sollten sich das hier ansehen!"
Der Pilot hatte gewendet, sodass man durch die Frontscheibe die Raumstation sehen konnte, die etwa viermal so groß war, wie ein Mutterschiff der Alakai.
Wenig später sah man den Schutzschild zusammenbrechen und die Station wurde in einer riesigen Explosion zerstört. Der Frachter wurde von der Druckwelle erfasst und verlor daraufhin seinen Schild.
"Olog. Frag ihn, wo wir landen können!", einen Moment später gab Olog zurück, "Er sagt, dass es in der Nähe einen Planeten gibt, auf dem kein Krieg geführt wird!" - "Er soll uns da hinbringen!" Olog nickte und gab den Befehl weiter, während Kerfield immer noch die Waffe auf den Piloten richtete.

Wenig später kamen sie auf dem Planeten an. Der Ort an dem sie gelandet waren schien ruhig und friedlich zu sein. Eine große grüne Wiese an deren Horizont man ein paar Bäume erkennen konnte.
"Sir!", rief Thomas zu O'Neill. "Olog sagte, dass sich ein Kreuzer dem Planeten nähert. Er fürchtet er hat uns entdeckt!" - "Okay. Suchen Sie eine geeignete Deckung. Wir werden uns auf dem Kreuzer verstecken. Vielleicht kommen wir dann irgendwo hin, wo es mir besser gefällt." Thomas schaute Jack daraufhin komisch an, machte sich dann aber auf den Weg, während Wainer aus dem Frachter heraus auf Jack zukam. "Äh... General. Ich fürchte wir haben keine andere Wahl." O'Neill sah ihn schief an und provozierte somit eine Antwort.
"Ja... wie soll ich es ausdrücken?" - "Tun Sies einfach, Doktor!" - "Nun. Der Alien hat sich befreit und den Antrieb irreparabel beschädigt!" - "Was?" - "Ja und anschließend hat er sich selbst umgebracht." - "Was? Wie hat er das geschafft?" - "Ich weiß es nicht, aber ich denke er hat irgendetwas geschluckt. Ein Gift oder so." - "Aha..." Kerfield hatte in der Zwischenzeit eine geeignete Deckung gefunden und alle dorthin gebracht. "Wainer. Gehen Sie zu Kerfield in die Deckung. Wir müssen uns auf den Kreuzer schleichen!"
Wainer ging los und O'Neill lief ihm hinterher.
"Major. Wenn der Kreuzer gelandet ist beschäftigen, nein, beobachten Sie die Aliens, die den Frachter untersuchen. Lt. Sie werden uns den Weg freihalten. Sgt, Sie und ich, wir beide werden uns an Bord schleichen und ein geeignetes Versteck suchen." - "Irgendeine Idee, Sir?" - "Mit Panoramablick und klimatisiert wäre nicht schlecht!" Alexa sah O'Neill etwas verwirrt an, antwortete dann aber zügig "Jawohl, Sir!" und drehte sich wie die anderen ab, um auf den nahenden Kreuzer zu warten.

Zwei Stunden waren vergangen und noch immer war nichts passiert.
Jack und Alexa hatten inzwischen zusammen die nähere Umgebung erkundet. Allerdings hatten sie nichts interessantes gefunden "Irgendwas gefunden, Sir?", fragte Kerfield den ankommenden O'Neill. "Oh ja, sehen Sie, in dieser Richtung scheint sich eine interessante Ebene zu erstrecken." Jack deutete westwärts. "Und wenn Sie genau in die andere Richtung gehen, dann treffen Sie auf eine weite Ebene." Jetzt genau in die andere Richtung und kurz darauf in nördlicher Richtung. "Nun in dieser Richtung ändert sich die Umgebung. Statt einiger Bäume finden Sie auf der weiten Ebene nur noch Sträucher und dort." Er zeigt gen Süden. "Dort finden Sie gar nichts!" Er grinste Thomas an, der ebenfalls nur lachen konnte.
Hunger und Durst machte sich nach einiger Zeit unter den neun Entflohenen breit, sodass Thomas sich auf die Suche nach etwas essbarem machte. Da der Planet recht karg und leer war, fand er aber nichts und setzte seine Suche innerhalb des Frachters fort, in dessen Lagerräumen Kisten standen, die möglicherweise nützlich waren. Die ersten beiden erwiesen sich als nutzlos, da sie nichts als Sprengköpfe enthielten. Dieser Frachter sollte also auch zur Front fliegen. Die nächsten Kisten waren dann aber, zu seiner und Jacks Überraschung randvoll mit Waffen, die auch umgehend verteilt wurden, während Jack in der letzten Kiste glücklicherweise doch noch Nahrung fand.
Thomas wollte gerade das gefundene Essen rationieren, wobei er sich, fast selbstverständlich, die größte Portion zu schob, als Alexa von ihrem Aussichtsposten zurück kam. "Sir. Ich habe den Kreuzer gesehen. Er ist im Landeanflug und wird unweit des Frachters aufsetzten." - "Gut. Alle bereit machen!", antwortete Jack und begab sich umgehend zu Olog, um ihm die Situation und Vorgehensweise zu erklären.

Unter tosendem Lärm landete der Kreuzer, der merklich größer war als der kleine Frachter direkt daneben. Eine Luke an der Unterseite des Kreuzers öffnete sich und eine Rampe fuhr herunter, krachte dann lärmend auf dem Grund auf. Kurz darauf ging eine kleine Gruppe Aliens, von etwa fünf Mann Stärke die Rampe herunter und zum Frachter hinüber. Zwei von ihnen blieben außerhalb stehen, während die restlichen in das kleine Schiff hineingingen und alles gründlich durchsuchten. Jack hatte die Szenerie bislang von seinem Versteck aus verfolgt und wartete noch auf einen geeigneten Moment, um auf den Kreuzer zu gelangen. Er winkte Kerfield zu sich her.
"Major. Planänderung!" - "Sir?" - "Sie und Ducane werden die Aliens am Frachter beschäftigen. Ich werde dann drinnen nach einem Plätzchen suchen!" - "Jawohl, Sir!", antwortete Kerfield. "Auf mein Zeichen gehen Sie beide los!", fügte O'Neill noch hinzu. Thomas nickte und ging dann zu den anderen, um Lola und Alexa die Änderung mitzuteilen. Er blickte währenddessen gespannt, auf das Zeichen wartend, zu O'Neill. Keine Sekunde später winkte dieser mit der rechten Hand hektisch nach vorne. Kerfield und Ducane standen auf und schlichen sich im Schutze der Hecken an die Wachen vor dem Frachter heran. Einen Augenblick später sprangen sie aus dem Gebüsch hervor und feuerten zwei gut gezielte Salven auf die beiden Wachen, die, total überrascht, sofort zu Boden gingen. Thomas und Lola suchten danach an den Seiten des Frachters sofort wieder Schutz und im selben Augenblick gab Jack den anderen das Zeichen zur Rampe des Kreuzers zu rennen. Alexa vorne weg und er selbst zu letzt.
Am Kreuzer angekommen, nickte er mit Kerfield ab, der aufstand und Wainer, sowie Ologs Familie in den Kreuzer geleitete. Alexa konnte ganz in der Nähe des Eingangs einen unbewachten Lagerraum ausfindig machen, in dem sie Schutz finden konnten.
O'Neill bedeutete Ducane derweil am Eingang des Frachters wache zu halten, während er selbst hinein ging.
Drei Minuten später kam er wieder heraus. "Sir! Was haben Sie gemacht?", fragte Lola verwundert. "Was denken Sie Lt.?" Lola zuckte mit den Schultern. "Keine Ahnung, Sir!" - "Ich habe dafür gesorgt, dass wir keiner Gefahr ausgesetzt werden. Ich hoffe Sie haben das gleiche getan!" Lola nickte.
"Gut!" In dem Moment kam Kerfield aus dem Kreuzer gerannt.
"Sir!" - "Major was gibt's?" - "Ein Trupp Aliens...!", er musste abbrechen und erstmal Luft holen, da er außer Atem war. "Ein Trupp Aliens kommt auf den Eingang zu! Olog meinte, sie wollen nach ihren Kameraden schauen. Sie werden wohl vermisst!" - "Okay. Dann sollten wir zusehen, dass wir hier weg sind, wenn die ankommen!", sagte O'Neill. "Sir. Unser Versteck ist nicht weit vom Eingang entfernt. Wenn wir uns beeilen, können wir dort sein, ehe die Aliens daran vorbei gehen!" - "Na dann. Worauf warten Sie noch?"
Im nächsten Augenblick waren die drei Offiziere in schnellem Laufschritt in Richtung des Versteckes unterwegs. Die Schritte der Aliens wurden für sie dabei immer lauter. "Um eine Ecke noch!", sagte Thomas. Die Geräusche waren jetzt deutlich zu hören. Die Anwesenheit der Aliens hinter der nächsten Ecke war sprichwörtlich zu spüren, als die drei in einen angrenzenden Raum gezogen wurden.
"Das war knapp!", keuchte Lola an eine Wand im Lagerraum gelehnt. "Richtig. Dank euch haben wir es gerade noch so hier rein geschafft!", sagte Kerfield und nickte anerkennend zu Alexa und Wainer. O'Neill nickte nur und setzte sich erschöpft, gegen einen der Kistenstapel gelehnt, hin.
Der Trupp Aliens entdeckte unterdessen beim Frachter ihre ausgeschalteten Kameraden und gab sofort Alarm. Während der Kreuzer wieder abhob, wurden die Patroullien verstärkt.

"Es ist ein Kreuzer der Alakai.", bemerkte Olog, der in der Nähe der Tür stand und versuchte die Gespräche außerhalb mitzuhören, fünf Minuten später.
"Dieser Kreuzer fliegt zu einer ihrer größten Raumstationen, wo...", er verstummte. "Olog, was ist?", Jack war besorgt. "Wo ihr Oberhaupt bald eintreffen wird, um erbeutete Gegenstände zu begutachten..." - "Erbeutete Gegenstände?", Jack sah Olog fragend an. Während dieser mit den Schultern zuckte, schaltete sich Lola ein. "Sir. Vielleicht ist das unsere Ausrüstung. Zumindest das was sie uns abgenommen haben." - "Was war das?" - "Jeder hatte sein Gewehr, die Beretta, Ersatzmunition, Feldrucksack und..." - "Und was?" - "Nichts mehr, Sir. Den Rest haben wir im Jumper zurück gelassen. Die Laptops, medizinische Versorgung, Munitions- und Waffenkisten, sonstige Ausrüstung, Ersatzteile, sowie..." - "Das TSM", komplettierte Wainer. "Genau!" schloss Lola und sah Jack an, der sich einen gequälten Gesichtsausdruck abrang.
"Olog,", begann er dann, "Kannst du raushören, wo die Gegenstände jetzt sind?" - "Aber sicher Jack. Sie sind hier auf diesem Schiff!" - "Hier???", rief Thomas laut aus und sah alle verwundert an. "Na dann suchen wir sie doch!" - "Aber General. Der Kreuzer ist mehrere Decks hoch und einige duzend Meter breit. Es wird massig Räume geben. Ich glaube nicht dass wir sie finden können, gerade bei dem Aufgebot an Wachen!" - "Ach was. Ducane, Sie kommen mit mir. Wir schauen mal ob wir sie finden. Kerfield. Sie passen auf unsere Gäste und sich selbst auf ja?" - "Ja, Sir!"
Widerwillig fügte auch Lola ein "Jawohl" hinzu.
Sie konnte nicht viel mit ihm anfangen. Auch wenn Col. Carter von ihm schwärmte, empfand sie ihren Vorgesetzten bislang als überheblich, undurchdacht und riskant, weswegen sie ungern mit ihm mitging. Jedoch musste sie sich fügen und als Jack sie mit einem fordernden "Auf geht's Lt." anstieß, setzte sie sich in Bewegung, um ihm zu Folgen.
Als Jack schon auf dem Gang war, rief er Thomas noch "Kein Feindkontakt!" zu und war dann auch schon um die nächste Ecke verschwunden.

Als sie nach einer Weile immer noch keinen Feindkontakt hatten, wurde Jack misstrauisch und wandte sich an Lola. "Das macht doch keinen Sinn!" Sie sah in fragend an. "Die Aliens. Die sollten hier doch zu Hauf rum rennen, oder?" Lola nickte stumm, bevor O'Neill aufstand, um weiter zugehen. Einen Gang weiter trafen sie dann doch auf die erste Patroullie, die schweigend genau auf ihre Position zu kam. Jack drängte Lola sofort in eine Nische in der Wand und gebot ihr still zu sein. Als der Trupp vorüber war wandte sich Jack an seine Begleiterin. "Ducane. Feindkontakt sollten wir vermeiden. Passen Sie also auf, dass Sie nicht gesehen werden." - "Behandelt mich wie ein kleines Kind", dachte Lola bei sich und folgte Jack stumm.
Eine Kreuzung weiter war wieder ein Wachtrupp unterwegs. O'Neill bemerkte ihn rechtzeitig, aber Lola wäre blindlings hineingelaufen, hätte Jack sie nicht im letzten Moment zu sich in die Deckung gezogen.
"Das war knapp", keuchte Lola und sagte dann vorwurfsvoll. "Warnen Sie mich das nächste Mal!" - "Passen Sie das nächste Mal besser auf!", entgegnete O'Neill knapp. Er blickte sich um, um sich zu vergewissern, dass die Luft rein war, dann sagte er. "Auf, weiter geht's. Wir haben noch eine menge Räume zu durchsuchen!" Lola wusste nicht recht was sie von ihm halten sollte. Einerseits war sie unendlich sauer, wie ein kleines Kind vorgeführt und belehrt zu werden, andererseits kam sie nicht umhin sich einzugestehen, dass wenn O'Neill nicht so geistesgegenwärtig gehandelt hätte, sie beide jetzt wohl tot wären.
Sie gingen weiter. Einige Lagerräume hatten sie jetzt schon abgesucht, aber noch nichts gefunden.
Eine weitere halbe Stunde später hatten sie ihre Ausrüstung noch immer nicht gefunden, obwohl sie bereits zahllose Lagerräume durchsucht hatten. Die Zahl der Wachen hatte stetig zugenommen, sodass sie inzwischen höllisch aufpassen mussten, wenn sie von einem Raum in den nächsten schlichen. "Sir, auf diesem Deck haben wir alles abgesucht!" - "Tja dann müssen wir wohl weiter nach unten!" - "Sir, das ist Wahnsinn. Wir schaffen es so schon kaum an den Patrouillen vorbei, wenn wir noch länger hier herumschleichen werden sie uns früher oder später entdecken!" - "Lt. Wenn ich ihren Pessimismus hören will, dann frage ich danach. Bis dahin folgen Sie meinen Befehlen!" - "Ja, Sir.", gab sie dann resignierend zu.
Dieses Vorhaben gestaltete sich, aber schwieriger als ohnehin schon gedacht, da die Gänge sehr verwinkelt, fast wie ein Labyrinth angelegt, waren. Nach einiger Zeit erreichten sie aber einen Raum, an dessen Ende eine Treppe, oder etwas ähnliches zu sein schien. "Sir. Sie wollen doch nicht da durch?" - "Warum nicht?" - "Sir. Da stehen vier Wachen vor der Treppe. Wie..." - "Lt. wenn Sie nicht mutig genug sind zu kämpfen, hätten Sie dieser Mission nicht zustimmen dürfen." - "Ja, aber..." - "Ah,", sie wurde schon wieder unterbrochen, "Sie spazieren jetzt darein und ich erledige die zwei bei der Treppe, dann schiesen Sie auf die beiden anderen. Okay?" Mit einem unguten Gefühl stimmte sie zu. "Ja..." - "Na dann!"
Sie positionierten sich an den Seiten der Türe, O'Neill gab ihr ein Zeichen, dann stürmten sie beide in den Raum. Mit kurzen und gezielten Treffern erledigten sie die vier Wachen. O'Neill sagte schnippisch zu Lola. "Na, war doch gar nicht so schwer, oder?" Lola lächelte grimmig. Plötzlich hörten sie ein Zischen von einem der getroffenen Aliens. Er schleppte sich zur Wand, in Richtung eines Schalters, doch bevor er ihn erreichte, brach er zuckend zusammen. O'Neill hatte noch einmal auf ihn gefeuert, da er vermutete, dass der Alien den Alarm hatte auslösen wollen. Lola atmete erleichtert aus, als sie plötzlich schnelle Schritte in ihre Richtung hörten. "Verdammt. Sie haben uns doch gehört!" fluchte O'Neill. Er zögerte einen Moment und sagte dann. "Los, weg hier!" Er sties Lola an vorwärts zu laufen und rannte dann die Treppe hinunter.

Der Kreuzer war mittlerweile zwei Stunden im Hyperraum unterwegs.
"Sir?" - "Was gibt's Emson?" - "Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll. Aber, was halten Sie vom General?", Kerfield blickte sich um und sah Alexa dann komisch an. "General O'Neill?" - "Ja." - "Er ist ein erfahrener Mann. Taktisch gut geschult. Hat viele Jahre im SGC gedient, die Goa'uld bekämpft." - "Ja schon. Aber glauben Sie nicht, dass er seine Befehle etwas überhastet und unüberlegt gibt?" - "Wie kommen Sie darauf?" Thomas fragte etwas erregter. "Nun Lt. Ducane hat das beobachtet und mit mir darüber gesprochen. Sie meint, dass der General oft nicht überlegt und uns unvorsichtig in den Kampf schickt!" Alexander und Lisa haben das Gespräch auch mitbekommen und sich zu Alexa und Thomas gesetzt. Sie hatten noch nie solche Gedanken gehabt. "Sgt. Ich glaube Sie sollten froh sein unter General O'Neill zu dienen. Er ist ein hoch dekorierter Air Force General. Er hat diese Auszeichnungen sicher nicht im Lotto gewonnen! Er hat schließlich mehrmals die Welt gerettet und wir haben ja bisher auch überlebt, wenn man bedenkt dass wir nicht wissen wo und wann wir sind!" Emson hatte nichts mehr hinzuzufügen und wandte sich wieder ab.
"Sgt. ich hoffe..." Er wurde unterbrochen, denn die Tür zum Lagerraum ging auf. "Alle runter und Ruhe!", flüsterte er allen zu.
Eine Erschütterung erfasste das Schiff. "Was war das?", flüsterte Kerfield, bekam aber keine Antwort. Kurz darauf traten ein paar Aliens in den Raum. Sie blieben einen Moment stehen und wechselten zischend ein paar Worte, bevor sie wieder anzogen. "Was haben sie gesagt, Olog?" - "Wir landen und die Lagerräume werden geleert!" - "Verdammt!"
Kerfield stand auf und ging ein wenig umher, "Was machen wir jetzt?"

Indes schlichen sich O'Neill und Ducane weiter. Das untere Deck erinnerte ihn an die seltsamen Wände auf der Raumstation in der Gegend, wo sie die Retaaner gefunden hatten. Auch auf dieser Ebene wich er den Wachen geschickt, mit Ducane im Schlepptau, aus. Einige Zeit kamen sie reibungslos voran, bis sie an einer Kreuzung viele Zisch-Laute hörten. O'Neill hob die Faust und duckte sich. Ducane ging ebenfalls in die Hocke. Vorsichtig schaute er um die Ecke, um die Zahl seiner Gegner auszumachen.
"Vier Wachen am Ende des Ganges.", flüsterte O'Neill. "Und was machen wir jetzt, Sir?" - "Wir sitzen hier und blasen Trübsal!" Lola sah ihn grimmig an. "Lt. Sie geben mir Feuerschutz, während ich die Viecher erledige." - "Sir, das ist Wahnsinn!", entgegnete Lola bestürzt! "Eine bessere Idee?", fragte O'Neill schnippisch. "Nein, Sir..." - "Dann werden sie mir jetzt Feuerschutz geben." Damit stand er auf und machte sich bereit vorzustürmen. "Achtung... JETZT!"
Mit einem Schrei stürmte er auf die vier Wachen zu. Diese, perplex nicht nur von der plötzlichen Erscheinung O'Neills sondern auch von Ducanes Sperrfeuer, hatten kaum Zeit zu realisieren, was geschah, als sie schon alle vier zu Boden gegangen waren.
O'Neill ging in die Knie, als Lola hinter ihm her gerannt kam. "Sir, ist alles ok?" "Ja ja, nur ein Streifschuss an der Schulter! Machen wir, dass wir weiter kommen!"
Sie wollte ihm helfen wieder aufzustehen, doch er stieß ihre Hand weg. "Mir geht‘s gut!" Lola seufzte resigniert. Als sie an einer weiteren Biegung ankamen, gab ihr O'Neill ein Zeichen nach Wachen Ausschau zu halten. Der Weg war frei und schließlich fanden sie wonach sie gesucht hatten. In einem der Lagerräume war ihre gesamte Ausrüstung fein säuberlich in Kisten verpackt. "Sir, alles ist hier bist auf das TSM." O'Neill wollte gerade antworten, als sie Schritte vom Gang her hörten. "In Deckung!", befahl er sofort. Sie versteckten sich hinter ein paar Kisten am Rande des Raumes und konnten beobachten wie mehr und mehr Aliens den Raum betraten und die Kisten nach und nach hinausbrachten.
Ducane flüsterte zu O'Neill. "Sir, was glauben sie, wo die das Zeug hinbringen?" - "Erinnern Sie sich an die Erschütterung? Ich denke wir sind gelandet." - "Dann sollten wir zu den anderen zurück!" O'Neill überlegte einen Moment, dann nickte er.

Glücklicherweise hatte der Raum eine zweite Tür ganz in ihrer Nähe. Sie warteten einen günstigen Moment ab und schlichen sich dann, unbemerkt von den schleppenden Aliens, hinaus. Der Weg zurück gestaltete sich wesentlich einfacher als der Hinweg, da sie keine Wachen antrafen. nach einer Weile sagte O'Neill. "Legen wir einen Zahn zu. Die haben sich sicher irgendwo versammelt, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie merken, dass welche fehlen!" Den Rest des Weges rannten sie, ungeachtet des Lärms, den ihre Schritte verursachten.
Wenig später kamen sie außer Atem beim Rest des Teams an. O'Neill blickte sich kurz um, um sich zu vergewissern, dass alle da waren, dann sagte er. "OK hört zu. Wir haben unsere Ausrüstung gefunden. Sie wird gerade verladen. Ich vermute wir haben an einer Station oder so etwas angedockt. Wir sollten uns beeilen und von Bord gehen und dann einen Weg suchen unsere Sachen zurückzubekommen. Also los!"
Er rannte los, die Anderen folgten ihm. Emson rannte neben Ducane. Im Rennen fragte sie leise. "Und wie wars so mit ihm allein?" Ducane rollte mit den Augen, ehe sie antwortete "Frag nicht!" Plötzlich spürten sie eine weitere Erschütterung. "Sir!", rief Kerfield. "ich weiß!", unterbrach ihn O'Neill.
"Wir heben ab..."

O'Neill schnippte mit den Fingern, dann wandte er sich an sein Team. "OK hört zu. Wir nutzen die erste Gelegenheit hier runterzukommen, dann suchen wir uns ein Schiff und fliegen zu dieser Station zurück!"
O'Neill blickte aus einem Fenster in der Nähe und sah wie das Schiff in den Hyperraum ging. Gerade wollte er den Befehl geben in das Versteck zurückzugehen, als sie den Hyperraum wieder verließen. Ein Blick aus dem Fenster zeigte O'Neill, dass sie im Anflug auf einen kleinen Planeten waren, außerdem konnte er einige weitere Alakai - Schiffe ausmachen, die sich im Orbit um den Planeten befanden.
Kerfield trat neben ihn und fragte. "Sir, was sehen Sie?" - "Nichts interessantes, ich zapp mal weiter." - "Sir?", Kerfield verstand offensichtlich den Witz nicht. "Wir fliegen auf die Oberfläche eines kleinen Planeten zu. Ich kann dort unten eine Stadt erkennen. Scheint wir docken an eines der Gebäude an. Hm..." - "Was ist?" - "Mit denken Major. Wenn wir in einer Stadt von Bord gehen, müssen wir aus der Stadt rauskommen ohne gesehen zu werden. Angesichts der Unterschiede zwischen denen und uns wird es schwierig werden nicht aufzufallen!" Er sah Thomas siegessicher an.
Olog trat an O'Neill heran. "Du irrst dich, Jack. Ich erkenne diese Stadt. Das ist der Raumhafen von Sejoot. Hier kommen die unterschiedlichsten Rassen und Völker zusammen. Im Moment scheint er nur unter der Kontrolle der Alakai zu sein. Mit etwas Glück könnten wir aber untertauchen und uns vielleicht sogar ein Schiff besorgen." Das Lächeln verschwand sofort aus Jacks Gesicht und Thomas sah in spöttisch an, sagte aber nichts dazu.

O'Neill nickte, dann sagte er. "Gut, dann lasst uns mal eine Rampe suchen, wo wir uns von Bord schleichen können." Es dauerte nicht lange und sie hatten eine eben solche gefunden. Als das Schiff andockte, eilten sie von Bord. Sie waren offensichtlich in einer Art Handelsgebäude, denn als sie sich ihren Weg durch die Stockwerke nach unten bahnten, begegneten ihnen alle möglichen und unmöglichen Arten von Aliens. Je näher sie jedoch dem Erdgeschoss entgegen kamen, desto weniger Aufsehen erregten sie und schließlich schenkte man ihnen keine Beachtung mehr. Wenig später traten sie auf eine, wie es schien, belebte Handelsstraße.
Nicht nur, dass hier noch einmal deutlich mehr "Leute", in deutlich höherer Vielfalt unterwegs waren, säumten auch Stände mit Utensilien und Dingen die nach Nahrung aussahen den Weg. Olog sprach zu ihren Geistern: "Seid vorsichtig, die meisten von denen hier sehen nicht nur gefährlich aus. Und bei denen die nicht gefährlich aussehen, solltet ihr besonders vorsichtig sein."
O'Neill wandte sich an ihn. "Olog, kennst du dich hier aus?" - "Nun, ich war zwar schon einmal hier, aber das ist sehr lange hier, aber ich denke dennoch, dass ich uns in den Untergrund führen kann!"

O'Neill nickte und Olog ging voraus. "Folgt mir!", sagte er noch. Er führte die Gruppe in etwas weniger belebte Gegenden. Es liefen zwar weniger Aliens herum, diese erschienen aber noch gefährlicher, als auf der großen Straße.
"Olog. Was erhoffst du dir hier?", fragte Jack nach einer Weile. "Wartet es ab!", sagte dieser aber nur und ging weiter. O'Neill und die anderen gingen ihm hinterher. Die Straßen und Gassen in dieser Gegend waren eng und verdreckt, es roch wie in der Kanalisation und überall lungerten übel aussehende Gestalten herum. "Hoffentlich kommen wir hier bald raus!", fluchte Lola. "Nimm‘s nicht so schwer. Wir sind hier fremd, da müssen wir nun mal durch!", versuchte Alexa sie zu beruhigen. "Ja... aber, die könnten uns doch jeden Moment anfallen. Haben wir dabei eine Chance?", sie sah betreten zu Boden, während sie weiter ging. "Ich denke, dass wir uns ganz gut verteidigen können.", sie lächelte Lola an. "Immerhin haben wir schon einmal gegen eine Übermacht die Flucht geschafft." Ducane nickte stumm und ging weiter und vernahm dabei die motzende Stimme von O'Neill, der einige Meter vor ihr lief.
"Verdammt . Voll die in die Scheiße getreten" Lola kicherte. "Hey. Was gibt's da zu lachen?", fragte Jack den Lt. etwas barsch. Olog blieb stehen und drehte sich um, um zu sehen was passiert war. Lola musste jetzt noch mehr lachen. "Lt. passen Sie nur auf, dass Sie nicht rein treten!", flachste Jack. "Jawohl, Sir!", antwortete Lola, immer noch mit einem Lächeln im Gesicht.
"Okay. Wir sollten weiter!", unterbrach O'Neill die heitere Stimmung.
"Olog. Wo genau willst du uns hinbringen?" Olog überlegte kurz, antwortete dann aber. "Eigentlich nur aus dieser Stadt heraus, Jack. Hier sind wir nicht sicher! Alakai könnten überall stehen!" Dann drehte er sich um. O'Neill dachte kurz nach, ehe er sich wieder an Olog wandte. "Hör zu! Ich will wieder zu dieser Raumstation kommen." Olog drehte sich um und sah Jack wild gestikulieren. "Dazu brauchen wir ein Schiff! Und einen Piloten, der es fliegt. Und um das zu finden, müssen wir erstmal hier weg!" Dann lies er die Hände fallen und starrte Olog stumm an. "Sir! Wenn ich mich einmischen darf?", fragte Kerfield vorsichtig an. "Was gibt's Major?" - "Nun. Könnte nicht auch einer von uns diesen Frachter fliegen?" - "Ich fürchte das ist unmöglich, Thomas!", wandte Olog ein. "Die Frachter sind so konzipiert, dass sie nur von bestimmten Leuten geflogen werden können." - "Okay. Und wo finden wir so einen?", fragte Jack. "Jack. Ich weiß zwar wo es einen Hangar gibt, wo wir einen Frachter, oder etwas ähnliches stehlen können!", sagte Olog daraufhin. "Na das ist doch was!", freute sich Jack und sah Olog lächelnd an. "Aber einen entsprechenden Piloten kenne ich nicht!" Jacks Mundwinkel sanken nach unten. "Das ist weniger gut!", sagte er enttäuscht. "Olog, vielleicht kannst du herum gehen und die "Leute" fragen, ob sie einen alakaischen Frachter fliegen können?", fragte Alexa vorsichtig. "Das könnte ich versuchen, Alexa!" O'Neill sah wieder etwas zuversichtlicher aus. "Das ist ein Versuch wert! Olog, du bist doch das universal Sprachgenie, oder?" Olog nickte nur. "Gut, dann wünsch ich dir viel Erfolg! Und wehe du kommst ohne einen Piloten zurück!" Den letzten Satz versah Jack mit einem Augenzwinkern, ehe er sich an seine Kameraden wandte. "Und wir machen es uns hier gemütlich!", sagte O'Neill und setzte sich hin. Mit einem kritischen Blick die Straße rauf und runter fügte er hinzu, "Ist ja fast wie zu Hause!", während Olog auf die Suche ging.

Eine halbe Stunde später bog Olog wieder um die Ecke. O'Neill stand sofort auf als er ihn sah. "Und? Was gefunden?", fragte er ihn sogleich. Olog nickte.
"Und. Wo ist er?" - "Er verlangt eine sehr hohe Bezahlung. Eine Menge der Waffen die ihr bei euch habt!" - "Das ist okay. Wir haben noch genug von denen!", meldete sich Thomas zu Wort. "Genau!", Jack blickte von Kerfield zu Olog. "Also wo ist er?" - "Ein paar Straßen weiter, Jack. Wenn er die Waffen hat, wird er uns fliegen!" - "Okay. Das klingt gut!" Die anderen standen in dem Moment ebenfalls auf. "Gut. Olog. Bringst du uns zu dem Piloten?", fragte Lola. Er nickte wieder. "Und dann musst du uns den Weg zum Hangar zeigen!", vervollständigte O'Neill. "Er liegt etwas außerhalb der Stadt. Wir werden also ein Stück laufen müssen!" Jack lächelte zuversichtlich und winkte ab. "Ich muss euch auch warnen. Es ist ein Hangar der Alakai. Es könnte also gefährlich werden!" - "Das schaffen wir schon!", sagte Jack lässig, ehe sie los gingen, um den Piloten einzusammeln.
Er war vom Volk der Alos, Olog vermutete er war von den Alakai, jedoch war er SG-Z gegenüber nicht feindlich gesinnt, trotzdem, oder gerade deswegen blieb O'Neill misstrauisch. Nachdem er sich zehn der Waffen genommen hatte, zischte er "Katsaaaaaa" und verbeugte sich. Olog übersetzte auf Jacks fragenden Blick. "Er sagte. Danke!" - "Oh!", gab O'Neill leicht verwirrt zurück.
"Na dann, los geht's!", sagte er schließlich und deutete Olog vorauszugehen.
"Sein Name ist Zarzad!", sagte Olog noch auf dem Weg. "Vor Jahren hat er sich von den kriegerischen Alakai abgewendet und lebt seither als Söldner!" Jack nickte verstehend. "Wir sollten also dennoch etwas vorsichtig sein!" - "Das ist richtig!", stimmte Jack zu.
15 Minuten Fußmarsch später standen sie auf einer grünen Fläche vor einer kleinen hölzernen Hütte. "Das ist der Hangar?", fragte O'Neill misstrauisch. "Das ist der Hangar, Jack!", antwortete Olog und fügte hinzu, "oder zumindest der Eingang. Über den Rest sind wir gerade hergelaufen." In eben dem Moment ertönte eine laute Alarmglocke und etwa fünfzig Meter von ihnen entfernt begann der Grassboden sich zu öffnen. Diese Öffnung wuchs, bis sich schließlich ein riesiges Schiff emporhob. Zarzad fluchte. "Keee! janaaa! Zikan tree jossss theeee!" O'Neill wandte sich mit fragendem Gesicht an Olog. Dieser übersetzte. "Er sagt: Das hier ist die verdammte Alakai Armee! Das kostet aber extra! Dafür will ich das Schiff behalten, das wir klauen!"
O'Neill zuckte mit den Schultern. "Wenn es weiter nichts ist. Soll er haben!"
Olog übersetzte und Zarzad zischte zufrieden. Dann wandte sich O'Neill an die anderen.
"Gut. Dann lasst uns mal reingehen! Kerfield, wir sondieren die Lage!" Thomas nickte. Beide gingen sie daraufhin zur Tür, öffneten sie und gingen dann langsam und vorsichtig die dahinter liegende Treppe hinab. Wieder eine Tür die Jack langsam öffnete. Als er immer noch keine Aliens erkennen konnte, sties er sie etwas weiter auf und ging hinein, ehe er Kerfield zu sich winkte. "Sieht leer aus, meinen Sie nicht, Sir?", sagte dieser. "Ja. Lässt sich ausnutzen, oder?", antwortete Jack und sprintete dann die Treppe hinauf, um die anderen herein zu holen.
Wenig später fanden sie alle Deckung hinter einigen Kisten, die unweit der Treppe gestapelt waren und warteten auf Jack und Thomas, die sich auf die Suche nach einem geeigneten Schiff gemacht hatten.

Circa 15 Minuten waren vergangen, als Jack mit Thomas wieder zurück kam. "Also. Hier gibt's nichts auffälliges, außer der Frachter dort drüben", er deutete auf die gegenüberliegende Seite des Raumes, "Der sieht viel versprechend aus!"
Die anderen standen schon auf, um zum Schiff zu laufen, Kerfield stoppte sie aber. "Nicht so schnell! Olog und Zarzad werden erst schauen, ob er die Kiste überhaupt fliegen kann!" Sie setzten sich enttäuscht wieder hin.
"Hey, hey. Was soll denn das?", Thomas sah sie halb ernst, halb scherzhaft an. "Etwas mehr Haltung, wenn ich bitten darf!" Dann lachte er und wendete sich ab, während sich Jack außerhalb des Versteckes um sah, um nicht von Aliens überrascht zu werden.
Wenige Minuten später kamen Olog und Zarzad wieder bei O'Neill an. "Zarzad kann das Schiff zwar fliegen, aber er meinte, dass es nicht sonderlich schnell und gut ausgerüstet sei!" - "Sag das Major Kerfield! Er hat den Vogel ausgesucht!", antwortete O'Neill schnippisch. Plötzlich flog eine der Türen am anderen Ende des Raumes auf. "Sofort hinter die Kisten!", sagte Jack zu den beiden und schlich dann selbst, die Umgebung absichernd, zurück.
"Hey! Seid mal alle leise!", sagte er zu den anderen, als er im Versteck ankam. "Einige Alakai sind eben rein gekommen!" - "Alle runter und still sein!", fügte Thomas noch hinzu.
"Oh Scheiße!", bemerkte Alexa. "Sgt. was ist?", fragte Jack. "Die räumen die Kisten weg, Sir!" - "Verdammt!", fluchte er unterdrückt. Dann gruppierte er seine Leute um, so, dass sie noch nicht gesehen werden konnten. Doch es war zu spät. Einer der Aliens hatte ein Bein von Alang, Ologs Frau, gesehen und zischte sofort Befehle zu den anderen. Im selben Augenblick war eine Gruppe Alakai bei den Kisten angekommen. "Okay. Dann geht's eben von vorne los!", sagte Jack zu sich, nickte Kerfield zu und zusammen sprangen sie gleichzeitig hinter der Deckung hervor. So konnten sie den Trupp leicht überraschen und mit den Neuronblastern außer Gefecht setzen. Einer konnte jedoch, im letzten Moment, einen Schalter an der Wand betätigen, der umgehend einen schrillen, heulenden Alarm auslöste.

Wenig später wimmelte es im Hangar nur so von feindlichen Wachen und Soldaten. O'Neill und Kerfield schossen sich den Weg frei. "Ey. Suchen Sie einen Ausgang, Lt. Verstanden?" Lola stimmte missmutig zu und ging mit Emson und Wainer voran um einen Ausgang zu erspähen, während ihnen Olog mit seiner Familie und Zarzad folgte. Jack und Thomas konnten derweil fünf weitere Gegner ausschalten und eilten den anderen hinterher. "Sir. Hier geht's nach oben und zwei Abzweigungen weiter ist ein Tor nach draußen.", schrie Lola Jack zu und dieser antwortete, "Na dann. Auf geht's."
Thomas versuchte den Weg frei zu schießen, traf aber nicht viele Gegner. "Mh, die Alakai sind nicht so doof wie die Jaffa es waren. Sie suchen gute Deckungen, die sind ne härtere Nuss!", regte sich Kerfield auf und Jack antwortete ihm, "Tja, neue Feinde neue Regeln!" Währenddessen rannten alle anderen ein Stockwerk nach oben. Jack blieb hintendran, um die Verfolger aufzuhalten.
Thomas hatte inzwischen den Ausgang erreicht, sties die Tür auf und sah draußen die frohe Natur, die aber bald von einer schweren Plattform verdunkelt wurde, die sofort ihre Waffen auf die Tür richtete und losfeuerte. Thomas hatte das aber zu spät bemerkt und Alang rannte direkt in den ersten Feuerstoß und wurde voll getroffen. Der Major hielt erschrocken den Rest zurück und ging schnellstens in Deckung. Olog konnte sich aber nicht länger zurückhalten und rannte zu seiner Frau, die mitten im Sterben lag. Thomas konnte nichts anderes tun als auf die Plattform zu schießen. Seine Schüsse zeigten aber nicht viel Wirkung. "Major. Was ist los?" - "Alang wurde getroffen, Sir. Eine Waffenplattform versperrt uns den Weg!" - "Feuern Sie was Sie haben! Wir müssen hier weg!" - "Ja, Sir!" Thomas ließ sich die schwere Lasergun geben, die sie aus dem Frachter gekapert hatten und feuerte unablässig auf die Waffenplattform. Auch O'Neill und Zarzad feuerten aus allen Rohren.
Ein paar Schüsse waren gut gezielt und trafen sie empfindlich, weswegen sie stark zu qualmen begann und sich schließlich zurück zog. Eine zweite war aber schon im Anflug. "Sir. Wir sollten jetzt los. Der Weg ist noch frei!" - "Also. Los, los, los!" Alle rannten sie die Stufen der Tür hinauf auf den Weg und dann in Richtung Wald, während Thomas und Jack versuchten ihre Verfolger aufzuhalten.

Die Plattform konnte sie nicht in den Wald verfolgen, die Alakai allerdings schon. Nach einigen Gefechten waren sie ihre Verfolger schließlich los. Genau wie ihre Orientierung, denn auf der Flucht hatten sie die Grenzen des Waldes völlig aus den Augen verloren. Jack fluchte. "Verdammt! Olog! Sag diesem Piloten er soll uns zurückführen!" Doch Olog hörte ihn nicht. "Olog?" O'Neill sah ihn auf dem Boden über Alang kauern. Er wandte sich mit fragendem Blick an Lisa, die nur sagte, "Tut mir leid, Sir, aber ihre Verletzungen waren einfach zu schwer. Ich konnte nichts mehr für sie tun." Jack verzog das Gesicht, beugte sich zu Olog und legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Olog! Wir müssen hier weg! Den ersten Trupp haben wir erledigt, aber sie schicken bestimmt neue Leute!" - "Sie sind tot! Kein einziger hat überlebt." - "DU hast überlebt. Und dein Sohn auch! Und die anderen sind in Freiheit gestorben, anstatt auf dem Alakai Schiff! Verlier jetzt nicht die Nerven, wir brauchen dich! Nur du kannst uns hier raus bringen!" - "Und der komische Pilot.", fügte Kerfield hinzu und nickte Zarzad zu. Olog murmelte ein paar Worte in einer Sprache, die die anderen nicht verstanden und stand anschließend auf. "Du hast recht Jack. Wenn ich euch nicht helfen kann, sind die anderen umsonst gestorben." O'Neill stand ebenfalls auf und klopfte Olog kameradschaftlich auf die Schuler. "Das ist die Einstellung, die wir brauchen." Er schwieg einen Moment, dann fügte er hinzu. "Also wohin jetzt?" Zarzad deutete in eine Richtung. Jack sah ihn verwirrt an. "Du verstehst uns?" - "Nein." Olog schüttelte den Kopf. "Ich habe nur direkt übertragen, was Du gesagt hast." - "Oh... ach so. Nun denn..." O'Neill drehte sich einmal im Kreis und Zarzad zeigte erneut in eine Richtung. "Ah genau! Danke!" Jack winkte den anderen ihm zu folgen und marschierte los. Alang mussten sie zurücklassen, wie sie auch schon die anderen hatten zurücklassen müssen. Nach einer Weile lichtete sich der Wald und sie erreichten eine weitere, weite Grasebene mit einem alten heruntergekommenen Hangar in der Mitte. Kerfield wandte sich fragend an Olog. "Warum ist dieser Hangar nicht unterirdisch?" - "Vielleicht ist es eine alte, inzwischen unbenutzte Anlage.", erklärte Olog. Als sie sich dem Hangar näherten, konnten sie plötzlich einige Personen ausmachen, die an irgendetwas zu arbeiten schienen. O'Neill gab seinen Leuten ein Zeichen in Deckung zu gehen, doch Zarzad blieb stehen. Er zischte laut und eine der Personen wandte sich um und winkte ihnen. Jack blickte Zarzad wütend an. "Was ist das." Dieser zischte und Olog übersetzte. "Dort drin steht unser Schiff."
O'Neill kam aus seiner Deckung hervor und ging hinter Zarzad her, auf den Hangar zu. Die "Personen" waren bei näherer Betrachtung genauso seltsame Kreaturen wie sie ihnen in der Stadt begegnet waren. O'Neill konnte sich allerdings nicht erinnern eine von ihnen schon einmal gesehen zu haben.
Aber da sie sich angeregt mit Zarzad unterhielten und ihm keine Beachtung schenkten, kümmerte er sich nicht weiter um sie.
Er deutete die anderen daraufhin zu sich und verteilte Befehle. "Lt. Ducane. Sie werden überprüfen Sie das Schiff!", sagte Jack etwas spöttisch. Lola nickte. "Jack, das wird nicht nötig sein!" Sie blieb stehen und blickte fragend zu Olog, dann zu ihrem Vorgesetzten. "Wieso?", fragte dieser. "Zarzad hat mir versichert, dass es fliegen wird!" - "Okay. Und wie kann er sich sicher sein?" - "Er kennt zwei der Aliens! Den etwas größeren, grauen mit den zwei Köpfen!", Olog deutete auf die komische Gestalt, die neben Zarzad stand. "Und der kleine, der aussieht wie ein halber Android, Jack!", er deutete auf die andere Gestalt, die bei Zarzad stand. Es war eine kleinere, dickliche Gestalt, mit faltiger Haut. Ein Arm und ein Auge waren eindeutig nicht organisch, das konnte Jack feststellen. "Und...?", fragte er nach einer Weile Olog. "Sie haben mit Hilfe der anderen Techniker das Schiff gebaut. Es sollte also in Top Zustand sein, Jack!", sagte Olog. Jack nickte freundlich den komischen Typen zu, ehe er in Richtung des Hangar Tores schlenderte.
"Olog. Kannst du mir eine Frage beantworten?" - "Bestimmt, Jack.", antwortete dieser mit seiner ruhigen Stimme auf O'Neills Frage. "Welches Jahr haben wir?" - "Wie meinst du Jack?" - "Nun. Ihr müsst die Zeit doch messen. Wie viel Zeit ist vergangen seitdem ihr sie aufzeichnet?" - "Nach unserer Rechnung sind es eine Million zweihunderttausend und drei Jahre!" - "Oh je.", fluchte Jack. "Wainer erklären Sie ihm unser Zeitsystem und versuchen Sie ihres auf unseres umzurechnen!" - "Sofort!", bestätigte dieser und ging umgehend zu Olog, um mit ihm darüber zu sprechen.

Während Alexander und Olog sich unterhielten gingen O'Neill und Kerfield in den Hangar hinein. "Wow!", sties Jack aus, als er das Schiff war. "Es scheint etwas größer zu sein als ein Tel'tak!", meinte Thomas. "Sieht aber 1000mal besser aus!" Jack strahlte förmlich. "Da bin ich mal gespannt, wie sich das Ding in der Luft verhält!" - "Sir, das bin ich auch!" Kerfield trat neben ihn und blickte ebenfalls staunend auf das Schiff.
Wenig später stießen auch Zarzad und seine beiden Bekannten zu O'Neill und Kerfield. Zarzad zischte vergnügt vor sich hin. "Haben Sie was verstanden, Sir?" - "Nein, Major. Seh ich etwa so aus?" - "Sie haben einen Anflug von alakaischer Genialität im Gesicht, Sir!" Thomas grinste. "Sehr witzig Major! Hohlen Sie Olog her. Er soll übersetzen!" - "Ja, Sir!" Jack sah weiterhin dem Alos zu, wie er so da stand.
Wenig später kam Kerfield mit Olog zurück. Auch Emson, Ducane und Wainer, dem es mittlerweile gelungen war das Retaaner Zeitmaß auf das irdische umzurechnen, kamen mit.
"Olog. Frag Zarzad, ob wir bald fliegen können!" Olog nickte. Kurz darauf sprach er zu O'Neill. "Jack. Zarzad sagt, dass wir nach einer Startvorbereitungsphase abheben können! Es wird nur ein paar Minuten dauern!" Jack blickte froh über die Botschaft zu seinem Team. "Okay. Lt. Sie werden Zarzad und den anderen etwas zur Hand gehen! Major, Sgt. Sie beide werden vor dem Hangar Wache halten." Die drei nickten und gingen los, als Alex an Jack herantrat.

"Sir. Ich habe es geschafft die Zeiten umzurechnen!" - "Und?" - "Nun, wenn alles stimmt, dann befinden wir uns gerade im Jahre 8347 ihrer Zeitrechnung!" - "Wir sind in der Zukunft?", stieß Lisa, die sich in der Zwischenzeit auch zu O'Neill gestellt hatte, verängstigt aus.
"Wenn dem so ist", vervollständigte Alexander, "Dann haben wir keine Chance die Antiker zu treffen!" - "Und deswegen sind wir ja hier!" - "Ja, Sir. Was sollen wir jetzt tun?" - "Die Augen offen halten! Wer weiß. Vielleicht sind wir ja doch in der Vergangenheit." - "General. Das macht sogar durchaus Sinn. Ihre Zeitrechnung ist einfach auf einer anderen Ebene als unsere. Zwar im Jahr 8347, aber trotzdem Millionen Jahre vor unserer Zeitrechnung!" - "Trotzdem sollten wir auf Nummer sicher gehen.", fügte Lisa ängstlich hinzu, ehe Lola, die das Gespräch in der Nähe gehört hatte, sich einmischte. "Ich denke nicht dass wir in der Zukunft sind. Das TSM war schließlich auf Vergangenheit eingestellt." - "Dennoch sollten wir vorsichtig sein! Olog. In welchem Jahr sind die Alos?" - "Jack, nach ihrer Zeitrechnung ist es das Jahr 2137 in eurem System." - "Ja was jetzt? 8000 irgendwas, oder 2137?", fragte O'Neill verwirrt. "Nun, Sir. Das können wir nicht sagen. Im Prinzip sind wir so schlau wie vorher!" O'Neill fluchte. "Trotzdem kommt das unserem Jahr doch ziemlich nahe, oder?", fragte Lisa. "Das wird sich noch herausstellen müssen.", antwortete Wainer und ging dann ein wenig im Raum umher. "Wenn dem aber so ist, müssten doch Ruinen von unserer Zivilisation auf der Erde zu finden sein, oder nicht?" - "Dr. Cleston. Keiner weiß was in den letzten hundert Jahren passiert sein könnte!" - "Sie haben Recht General." - "Ich würde vorschlagen, dass wir uns noch ein wenig ausruhen. Wir haben schließlich noch einiges vor uns!"

Keine fünf Minuten später trat Olog wieder zu Jack. "Zarzad meinte, wir könnten jetzt starten!" - "Okay. Dann geht schon mal an Bord! Ich hol noch die anderen!" Lisa, Olog, Molog sowie Zarzad und seine Bekannten gingen an Bord, während Jack Kerfield und Emson suchen ging. Sie wussten aber nichts auffälliges zu berichten. "Scheinbar haben die Alakai endgültig aufgegeben!", sagte Thomas nur und ging dann auch in das Schiff. Als alle auf dem Schiff waren, setzte sich Zarzad auf den Pilotenstuhl.
"Na dann wollen wir mal!", sagte Jack und Zarzad betätigte den Anlasser. Das Schiff sprang an, die Motoren fuhren hoch und ein breites, tiefes Summen breitete sich aus. Jack klatschte in die Hände. "Na bitte, geht doch!" Plötzlich fuhr ein Ruck durch das Schiff und das Summen erstarb wieder. Zarzad schlug wütend auf die Steuerkonsole. "Na toll!", fluchte O'Neill. So ein tolles Schiff und jetzt springt es nicht einmal an!" Er machte sich lustig. Aufgeregt zischten sich Zarzad und seine Freunde einige Sätze zu. Schließlich versuchte er es erneut. Wieder sprangen die Triebwerke an, blieben an, starben dann aber nach wenigen Sekunden wieder ab. "Aller guten Dinge sind drei!", sagte Jack und blickte genervt zu Kerfield. Wieder wechselten die Techniker einige Sätze mit Zarzad. Einer rannte aus dem Cockpit, kam eine Minute später wieder und zischte laut etwas zu Zarzad. "Was hat er gesagt?", fragte Jack verwirrt.
"Er soll es noch mal versuchen!", erlöste ihn Olog. "Ah...!" O'Neill nickte.
Dann betätigte Zarzad erneut den Anlasser. Diesmal war das Summen wesentlich kräftiger und starb nicht ab. Die beiden komischen Gestalten freuten sich, doch Jack verzog keine Mine. "Können wir jetzt?", fragte er dann. Wie auf sein Kommando hob das Schiff ab und bewegte sich in Richtung Ausgang.

Im Orbit angelangt, wollte Lola gleich, von Olog und Zarzad unterstützt, die Berechnungen für den Hyperraumantrieb machen, um zur Raumstation zu springen. Doch kurz bevor sie den Antrieb aktivieren konnte, stoppte sie ein heftiges Rütteln. "Was war das?", fragte Thomas. "Eines der Mutterschiffe im Orbit des Planeten hat uns entdeckt und das Feuer eröffnet. Sir. Sie feuern erneut!", entgegnete ihm Alexa, die angewiesen worden war einen Bildschirm im Auge zu behalten, der, Ologs Übersetzung zufolge, die Positionen der Schiffe und Geschosse anzeigte. "Okay. Zarzad, Ausweichmanöver und dann, Lt., erneuter Hyperraumsprungversuch!" - "Ja, General!" Zarzad war ein geschickter Pilot und konnte dem ersten Schuss ausweichen, das Schiff wurde aber kurz darauf von einem weiteren getroffen und Alexa meldete sich zu Wort. "Sir. Einige Jäger sind hinter uns aufgetaucht und haben das Feuer eröffnet!" - "Okay. Haben wir irgendwelche Waffensysteme?" - "Sir?", fragte Lola. "Ich will mich wehren!", entgegnete ihr Jack. "Leider haben wir keine Waffensysteme, Jack!", klärte Olog die beiden auf, nachdem er die Techniker danach gefragt hatte. "Sie hatten nicht genug Zeit dafür!" - "Mist. Jetzt haben wir schon mal ein Schiff und können nicht kämpfen. Major was meinen Sie. Welcher Name würde passen?" - "General O'Neill. Ich denke wir haben gerade genug Sorgen.", unterbrach Ducane. "Das stimmt!", antwortete Jack nach einer kurzen Pause und gab Zarzad die Anweisung "Sich tunlichst zu verdrücken!"
Es hatte aber nichts gebracht und der Frachter steckte noch mehrere Treffer ein, bis die Schilde versagten und es den Hyperraumantrieb traf.
"Sir, wir müssen Notlanden!" - "Wo?" - "Da drüben ist ein Planet Jack.", sie vernahmen Ologs sanfte Stimme. "Er ist nicht von den Alakai beherrscht, da er für sie nichts bietet!" - "Okay. Zarzad, fliegen Sie dorthin und landen Sie an einem sicheren Ort." Olog übersetzte, wie zuvor die Befehle O'Neills an den Alos. Er flog ein paar Kurven um den meisten Geschossen auszuweichen, konnte aber nicht allen entgehen und fing ein paar Treffer ein, die den Frachter schwer beschädigten. Als das Schiff die Atmosphäre des Planeten erreichte, drehten die verfolgenden Jäger ab und Zarzad konnte sicher landen. Wenig später hatte Alexa schlechte Nachrichten. "Sir. Es kommt ein ziemlich mächtiges Langstreckengschoss auf uns zu!" - "Wer hat das abgefeuert?" - "Das Mutterschiff, Sir!", beantwortete Lola, bevor Alexa fortfuhr. "Sir. Wir müssen hier raus, sonst sterben wir!" - "Dann alle raus! Und nehmt mit, was ihr tragen könnt!"
Mit diesem Satz rannten alle so schnell sie konnten aus dem Frachter ins Freie, nach einer neuen Deckung suchend. Kurze Zeit später schlug das Geschoss in dem Frachter ein und zerfetzte ihn in Millionen Einzelteile.

"Major.", begann Jack, "Glauben Sie mir. Dem nächsten Schiff werde ICH einen Namen geben, BEVOR es zerstört wird!"

Ende
by M-W-G
_________________
-Ich bin ein User-
Mein Nick:
-TPATGOD-
Oder auch bekannt als:
-Milchstraße-
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Hyndara
Gast






BeitragVerfasst am: 23.10.2007, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

So, wie versprochen, habe ich mich jetzt mal hier herein getraut und deine jetzigen ... du sagst Episoden, richtig? ... Geschichten gelesen. Tja, mein Problem ist jetzt nur, was schreibe ich dazu?

Du hast dir da ziemlich viel Mühe gemacht, das muß man dir lassen. Und die Sache mit der Zeitrechnung hat mir hervorragend gefallen. Tja, so kann's gehen, da weiß man am Ende wirklich nicht mehr, wer was wann gemacht hat. Das kam wirklich gut.

Du benutzt viele der einschlägigen Klischees aus der Serie. Daß O'Neill das Schiff benennen wollte, war klar. Hatte mich schon gewundert, WANN das kommen würde. Tja, da war er wohl ein bißchen spät für seine "Enterprise", oder? Viel davon gehabt haben sie ja nicht ...

Auch daß du das Team zweigeteilt hast und jetzt zwei Haupterzähler hast, ist eine interessante Lösung. So hast du auch die Möglichkeit, die neuen Feinde besser vorzustellen und näher auf sie einzugehen.

Meine Kritikpunkt bisher:
Erst einmal das wieder typische Frauenbild *seufz*. Die Damen sind entweder schlaue Köpfe oder selten dämlich (oder beides zusammen). Irgendwie gefällt mir als Frau das nicht, auch wenn es durch die Serie eigentlich mehr als nur bestätigt wird (gerade in der 10. Staffel fand ich Carter etwas nervend mit ihrem "ich weiß alles!", bin aber zu doof, einer Energiewaffe auszuweichen).
Zum zweiten blicke ich im Moment noch nicht wirklich bei diesen Insektuiden durch, aber das kann auch durchaus an mir liegen. Irgendwie erinnern die mich doch stellenweise ziemlich stark an die Goa'uld, muß ich zugeben.

Naja, dann bin ich mal gespannt, wie es weitergeht. Du postest jetzt einmal die Woche? Das dürfte auch bei meiner wenigen Zeit im Moment drin sein - hoffentlich!!!
Nach oben
GenAF
Top-Autor


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 28.09.2007
Beiträge: 376

BeitragVerfasst am: 29.10.2007, 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Also, erstmal hat es mir gefallen was aus der Gegenwart vom SGC zu hören, aber leider habe ich noch keine rechte Ahnung warum du es an dieser Stelle bringst Winken .

Also die Handlung selbst hat mir gefallen und war gut beschrieben. Vor allem
die Szenen auf dem Frachter.

Aber was hat denn Lola gegen Everybody ’s Darling Jack? Ist die eine kleine Zicke Lachen
So ihre Ausrüstungsgegenstände sind also erstmal unerreichbar auf dieser Station und die Jack SGZ hälfte sitzt jetzt auf einem Planeten fest.

Naja so wie es aussieht, sitzen Sie wohl noch länger in dieser „falschen Zeit“ fest und treffen vermutlich nicht so schnell auf Antiker.
Aber ich hoffe trotzdem dass bald was antikisches auftaucht.

Jacks letzter Spruch war klasse Lachen

Bis dann.
_________________
Meine FFs:

Stargate: Troja (Staffel 1)

Pax Americana – Empire Earth
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
ThePiperAtTheGatesOfDawn
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 235
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 29.10.2007, 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

Danke euch beiden für das nette Feedback!

@Hyndara:

Erstmal freut es mich doch sehr, dass du auch die Zeit und Lust gefunden hast, dich bei mir "durchzuwühlen". Soviele Episoden, ja so nenn ichs Winken, sinds ja noch nicht.
Leider kommen wir nicht so gut voran, wie ich Anfangs erhoffte.

Wieviele einschlägie Klischees benutze ich denn? Das mit der "Enterprise" ist gewollt, ja, und: es wird noch öfter kommen Winken jap... viel haben sie nicht vom Schiff gehabt. Ist der Dramatik für Episode... äh... ich will jetzt nicht zu viel verraten Winken

Die Teamsplittung war Anfang eigentlich dazu gedacht, dass wir, bzw. ich besser auf die Charaktere eingehen kann. Aber auch um die Feinde näher zu bringen ists geeignet. Episode 6 wird in dieser Hinsicht Interessantes bieten!

Mit dem Frauenbild komm ich im Moment nicht mit Winken
Es kann sein, dass der ein oder andere weibliche Charakter, soviele sinds nun nicht, besonders blöd, oder schlau rüber kommt. Gewollt ist das aber auf keinen Fall. Ihre Charaktere werden aber noch gut ausgebaut. Für einige blieb bislang einfach kein Platz Winken

An die Goa'uld? Inwiefern denn? mh... Hinterhältig und übel? Das ja. Zerstörerisch? Das auch Sehr glücklich Ne... das musst du mir erklären Winken

Nochmal danke für das Feedback. Freut mich sehr!
Jop, ich werde versuchen wöchentlich zu posten. Soweit wir mit dem Betabesprechen hinterher kommen und es reichen wird, dann gibt's immer Dienstags, oder Mittwochs eine neue Episode.
Die Titel kannst du dir aber schonmal im SGP anschauen Winken

@GenAF:
Freut mich, dass du auch wieder dabei bist;)
Warum der Blick in die Gegenwart an der Stelle ist? Nun, das ergibt freilich keinen Sinn. Genauso wie an jeder anderen Stelle, wie ich meine, aber vielleicht ergibt es irgendwann doch noch Sinn:D
Lola ist ein Querdenker:D Ursprünglich war der Zwist zw. ihr und Jack noch viel heftiger. Es können eben nicht alle den guten O'Neill mögen. Aber ich denke im Laufe der Zeit wird sich das VErhältnis noch gehörig ändern!
Eine gute Vermutung, dass sie noch eine Weile in der Zeit festsitzen. Sie müssen ja zuerst wieder ihre Time Shift Machine finden, was sich mitunter als schwierger heraustellt als gedacht, was aber viele Ursachen haben kann.
Was das "falsch" bei der Zeit angeht... nun lass dich überraschen.
Und Antikisches wirds auch bald geben!
Und es freut mich, dass dir Jacks Spruch gefallen hat. Bei ihm versuche ich immer das bestmögliche;)

Morgen Mittag, oder Abend, je nach dem, gibt's dann hier exclusiv, als "Vorpremiere" die 6. Episode! Freut euch schon mal drauf! Winken


MfG

TPATGOD
_________________
-Ich bin ein User-
Mein Nick:
-TPATGOD-
Oder auch bekannt als:
-Milchstraße-
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
ThePiperAtTheGatesOfDawn
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 27.09.2007
Beiträge: 235
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 30.10.2007, 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Sop, und jetzt geht es weiter mit Episode 6!
Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen!
Feedback ist wie immer gerne gesehen!
_________________________________

Stargate: The Ancients Staffel 1

Episode 1.06: Escape in Chains



Er sah Gänge, Kreuzungen, blickte sich um und erkannte Aliens, die ihn verfolgten. Er hörte schreiend, zischende Laute. Dann drehte er sich wieder nach vorn und erkannte Linda. Wieder dieser Traum. Wieder rannte er um sein Leben, würde es aber doch nicht schaffen können. Doch diesmal war sich Rya'c der Situation absolut bewusst. Irgendetwas war anders zu den vielen Malen, die er diesen Traum schon hatte. Er hörte wieder ein paar Schreie. Dann drehte er sich auf die andere Seite um und erkannte Felger. Felger? Was machte Felger in seinem Traum? Rya'c lief weiter. Die Gänge waren dieselben. Dann hörte er von hinten jemanden etwas rufen. Er fuhr herum. MacKayne. Und direkt daneben Cleston. Er drehte sich wieder zu Linda. Neben ihr lief jetzt Person.
War das am Ende vielleicht gar kein Traum? Ein paar der Aliens waren gefährlich näher gekommen. Schossen aber nicht auf ihn, oder die anderen. Im Gegenteil. Sie schossen auf ihre Verfolger. Was ging hier vor? Eine Abwandlung des Traumes? Doch etwas anderes?
Sie rannten weiter die Gänge entlang, in der Hoffnung einen Ausweg zu finden und zu bekommen. Einen Ausweg, wie Rya'c es sich wünschte, der nicht dem Ende seines Traumes nach empfunden war. Plötzlich blieben sie alle an einer verschlossenen Tür stehen. Die Aliens, die direkt hinter ihnen waren gruppierten sich um sie herum. Einer machte sich an der Tür zu schaffen.
"Das ist aber nicht so wie jedes Mal!", reif er Linda zu, die ihn fragend anblickte.
"Dieser Traum ist nicht so wie jeder andere. Es ist alles anders!" Um Rya'c herum lief alles in Zeitlupe. Er hörte wie die Verfolger näher kamen, er sah wie sich Felger über die Tür und den Alien aufregte: "Wenn Colonel Carter hier wäre, würde sie das in null Komma nichts erledigen!", schrie er. Rya'c blickte wieder zu Linda, die ihn ernst und eindringlich ansah. "Das ist kein Traum, Rya'c! Das ist die Wirklichkeit!" - "Was?" - "Wach auf, Rya'c! Wieso bist du jetzt so weggetreten?" - "Ich... ich dachte... " - "Was du denkst ist eine Sache. Aber das ist die Wirklichkeit, Rya'c! Komm zu dir!!!" Dann bekam er einen Schlag auf den Kopf.
"Rya'c. Wenn du nicht einmal zwischen Traum und Realität unterscheiden kannst, bekommst du bestimmt auch nie die Leitung!", es war Dave.
Rya'cs Gesichtsausdruck veränderte sich. Jetzt erinnerte er sich wieder.

10 Minuten früher.

Das gleißende Licht lies nach und der Insektenalien wurde deutlicher zu erkennen. Linda sank zu Boden und blieb, auf den Alien starrend, regungslos sitzen. Die anderen waren ebenfalls wie festgenagelt und bewegten sich nicht.
Dem ersten folgten noch zwei weitere Insekten, die sich im Raum positionierten. Rya'c, befreite sich aus seiner Starre und stellte sich schützend vor Linda, während die anderen langsam zurückwichen. Das erste Insekt schien sie zu mustern, oder eher zu zählen, denn es wandte sich an seine Kameraden und erteilte ihnen gezischte Befehle.
Dann richtete es seine Aufmerksamkeit wieder auf die Anwesenden von SG-Z. "Azzzzikannzeeeeee! Juuuuzzz Niii keeerazzz omegaaaaaa!" Rya'c und MacKayne sahen sich fragen an. Das Gezische klang weit weniger bedrohlich, als noch beim Anführer auf dieser Station. Das Insekt hob eine seiner Klauen, fuchtelte hilflos damit herum und machte dabei komische, stöhnende Laute. Linda überlegte einen Moment, dann verstand sie: "Wir sollen ihm folgen!" Rya'c wandte sich um. "Was?!" Linda trat hinter ihm hervor und ging auf das Insekt zu. MacKayne warf wütend ein: "Airman! Was machen Sie da?" Linda wandte sich zu ihm: "Sir, ich glaube nicht, dass dies unsere Feinde sind." Das Insekt fuchtelte weiterhin hilflos mit der Hand und bewegte auf Lindas Reaktion den Kopf leicht, was man als Nicken hätte interpretieren können. Rya'c war sich nicht sicher, er wollte Linda vertrauen und doch zweifelte er in diesem Fall an ihrem Verstand. Ach was soll's!, sagte er sich und wandte sich an die Anderen. "Diese hier scheinen uns zu befreien. Es wird wohl unsere einzige Chance sein hier heraus zu kommen, wir sollten ihnen vertrauen." Dann folgte er Linda. Widerwillig taten die anderen es ihm gleich.
Gerade, als sie die Tür erreichten ertönten vom Gang her Schüsse. Die Insekten rannten hinaus und feuerten wild in die Richtung, aus der die Schüsse zu kommen schienen. Der Anführer hob wieder seine Klaue und deutete in die andere Richtung. In diesem Moment der Unaufmerksamkeit wurde er plötzlich von einem Geschoss getroffen. Es war allerdings kein Betäubungsschuss, sondern ein Laser, der glatt durch ihn durch ging und einen schwarzen Fleck an der Wand hinterließ. Das Insekt griff sich an die Wunde, es schien tödlich getroffen zu sein. Mit letzter Kraft hielt es Rya'c, der ihm am nächsten stand, seine Waffe hin, dann sank es tot zu Boden. MacKayne verlor keine Zeit und brüllte. "Los, wir müssen hier weg! Los los los!!"
Sie rannten aus der Zelle raus, in die Richtung in die der Alien gedeutet hatte.
Mussten zuerst über leblose Körper steigen, konnten dann aber schneller weiter rennen. Rya'c kam es vor wie der Traum, den er häufiger geträumt hatte. Aber es war Wirklichkeit.

6 Minuten später.

Das Insektenalien hatte es geschafft die Tür aufzubekommen. MacKayne war als erster reingerannt, die anderen hinterher, bei ihnen vier der Insekten. Noch immer war ihnen unklar, wer sie waren und was sie vorhatten. Nachdem alle durch gewesen waren, hatten sie die Tür wieder geschlossen.
In einen riesigen Raum waren sie gegangen. Überall standen Schiffe, sowohl größere als auch kleinere. Einige hakte Dave in Gedanken als Frachter ab. Die größeren dachte er, waren sicher Kreuzer. Insgesamt waren hier bestimmt fünfzehn Schiffe.
"Ein Hangar!", entfuhr es Felger. "Wie auf einem Goa'uld Ha'tak!" - "Ja. Bis auf die Tatsache, dass es hier keine Todesgleiter gibt, die wir fliegen könnten!", schnauzte Dave ihn an. Dann wurden sie von den Aliens weiter geführt.
Unnormal ruhig war es in diesem Hangar. Eigentlich mussten doch hunderte von Leuten hier herum laufen. Die Besatzungen der Schiffe und wenn nicht die, wenigstens Techniker, oder ähnliches, dachte sich Dave.
Die einzigen schienen er, seine Begleiter und die vier Aliens zu sein. Als diese stehen blieben, blickte sich Dave um. In diesem Hangar war es schwer sich zurecht zu finden. Als es auf einmal einen großen Knall gab, zuckten alle augenblicklich zusammen und suchten nach der Ursache. Die Aliens aber blieben ruhig stehen und deuteten auf ein Schiff. Es war das Größte, das in diesem Hangar stand und etwa anderthalb mal so groß wie die restlichen Kreuzer. Es hatte aber ein ähnliches Design und ähnliche Farben. Merkwürdigerweise kam es Dave aber wesentlich weniger bedrohlich und Angst einflößend vor, als die anderen geparkten Schiffe.
Dann sah er, dass sich eine Luke geöffnet hatte. Das musste der Knall gewesen sein, dachte er sich. Die anderen standen noch benommen da, nur Rya'c ging langsam auf den Eingang zu und drehte sich dabei immer wieder zu dem Alien um, der auf das Schiff gedeutet hatte. Dieser machte immer wieder eine Bewegung, die wieder als nicken angesehen werden konnte. Rya'c ging in das Schiff hinein, MacKayne ihm hinterher. "Nicht dass der was Unüberlegtes macht!", sagte er vor sich hin. Die anderen gingen dann auch mutig den beiden nach und die vier Begleiter schafften es auch in das Schiff, bevor die Tür zum Hangar von ihren einstigen Verfolgern aufgebrochen wurde und hunderte von ihnen reinstürmten. Das Schiff hob ab und verlies den Hangar.

Im Inneren traute Dave seinen Augen nicht. Was er erblickte, überraschte ihn.
Noch mehr Aliens liefen hier kreuz und quer herum. Aber kein einziger nahm Notiz von den Menschen. Alle sahen sie fast als selbstverständlich an.
Das Design des Schiffes war innen total anders wie außen. Die dunklen braunen Farben sind gewichen und helles blau und rot zierten die Wände. Es sah alles moderner und aktueller aus, als eben noch auf der Raumstation. Fast konnte man den Eindruck gewinnen, dass das Schiff garnicht eines der Aliens war...
Die Insektenaliens hatten andere Kleidung an, als die auf der Raumstation, die sie zuvor gesehen hatten. Ein dunkles blau mit einem dunklen rot gemischt, lehnte sich zwar an die Farben der Inneneinrichtung an, hob sich aber dennoch davon ab. Die Kleidung sah insgesamt schöner und auch wieder moderner aus.
Dieser Zustand rief Verwirrung in den Köpfen der Flüchtigen hervor. Wer waren diese Aliens? Was wollten sie?
Dann schoben die Begleiter SG-Z weiter ins Schiff hinein, auf die Brücke, wo einer der Aliens, in kunstvollerer Rüstung, die mit ein paar Verzierungen, die Dave an irdische Armeeabzeichen erinnerten, versehen war, dastand und sich nach einer Anmerkung eines anderen Aliens umdrehte und die kleine Gruppe um MacKayne musterte. Dave vermutete, dass es sich bei ihm um den Captain handelte. Er fing den Blick des Aliens auf, musterte ihn ebenfalls, während das Schiff langsam abhob und den Hangar verlies.

"Jaaaaaazzzzaaaahaaaa taaahannaaaaaa eeeeetttaaannnnneeeee!", zischte der Captain zu MacKayne, der natürlich kein Wort, beziehungsweise, keinen Laut verstand und deswegen nur dastand und seinem Gegenüber versuchte in die Augen zu schauen, obgleich das wegen dessen Facettenaugen recht schwierig war.
Kurz darauf wurden beide aber aus ihren Gedanken gerissen, als das gesamte Schiff von Erschütterungen erfasst wurde. Linda verlor dabei das Gleichgewicht. Rya'c konnte sie aber vor einem schmerzhaften Sturz bewahren. Lautes Gezische folgte, einige Aliens rannten wild umher. Auf der Brücke zischten der Captain und die anderen aufgeregt durcheinander. "Wainer wäre jetzt nicht schlecht. Vielleicht könnte er das übersetzen!", bemerkte Dave. "Das glaube ich nicht Colonel. Ich denke Dr. Jackson von SG-1 wäre dafür besser geeignet!", warf Jay ein. "Sicher Felger. Aber der ist nicht einmal in dieser Zeit!", fauchte Dave prompt zurück.
Eine weitere Erschütterung erfasste das Schiff und brachte Leitungen zum brechen, Gas strömte aus und einige Verkleidungsteile fielen von den Decken. Ein paar der Aliens kletterten enge Schächte hinauf, andere hinunter. Schüsse waren jetzt zu hören. Sie waren nah, schienen aber von den eigenen Geschützen zu kommen.
Immer noch war auf der Brücke die Aufregung und Anspannung zu spüren. Plötzlich drehte sich der Captain wieder zu Dave um und zischte wieder. Doch als keine Reaktion kam, hielt er ihm einen Bildschirm unter die Nase, was in dem Fall mehr wörtlich als sprichwörtlich zu nehmen war.
Die Bilder darauf erschütterten Dave. Er sah einige Jäger herumfliegen, die, wenn ihn sein Gedächtnis nicht täuschte, er schon von der Erde kannte, da sie dort ebenfalls herumflogen. Dann gab es wieder einige Erschütterungen. Die Jäger griffen das Schiff an, auf dem er und die anderen waren.

Erneut Erschütterungen. Diesmal explodierte sogar irgendwo im Schiff etwas. Die Aliens rannten noch aufgeregter umher, während Rya'c und Dave den Bildschirm beobachteten und mit Entsetzen feststellen mussten, dass es viel zu viele feindliche Jäger waren, die das Schiff angriffen.
Dave blickte aus dem Frontfenster der Brücke. Bis auf ein paar vereinzelte Sterne bestand ihre Umgebung nur aus dem tiefschwarzen Weltall. Doch dann konnte er direkt vor ihnen drei undeutliche Punkte ausmachen, die langsam größer wurden und zu klein waren, um Sterne zu sein.
Der Captain zischte einen Befehl. Sofort rannten wieder einige Aliens quer durch das Schiff. Diesmal aber nicht zu den Schächten, sondern in einen anderen Raum. Wenig später wusste Rya'c wo sie hingegangen waren. Gleiter, oder Jäger. Dieses Schiff hatte acht Angriffsjäger, die in dem Augenblick ebenfalls auf dem Bildschirm auftauchten und die anderen Jäger bekämpften. Sie hatten Erfolg. Sehr sogar. Immer wieder ging ein feindlicher Jäger von einem der anderen getroffen in Flammen auf. Doch sie konnten nicht alle bezwingen, dazu waren es zu viele. Die Gegner gingen taktisch klug vor. Immer wieder gruppierten sie sich zu viert oder fünft und jagten einen der verteidigenden Jäger, bis er zerstört wurde. Rya'c konnte es nicht länger mehr mit ansehen. "Colonel. Wir müssen etwas unternehmen. Sonst werden die da draußen auseinander genommen!" - "Schön Rya'c und was hast du vor?", sie sahen sich stur in die Augen. "Mit einer BC-304 ankommen und sie wegbomben? Sorry, aber auf die Ressourcen können wir nicht zurück greifen!" - "Aber..." - "Nichts aber Rya'c. Pass lieber auf, dass du den Aliens nicht im Weg herumstehst!", damit drehte sich Dave wieder um, um aus der Frontscheibe zu schauen. Die drei Punkte waren inzwischen größer geworden und MacKayne erkannte was sie waren. "Kreuzer!?" - "Was?", riefen die anderen fast gleichzeitig und auch der Captain bemerkte es und gab Befehle. "Drei Kreuzer! Da vorn! Die wollen uns abfangen!" Und als ob die Gegner den letzten Satz gehört hätten, begann auch schon das Sperrfeuer. Tausende rot-grüne Energiebälle rasten auf das Schiff zu, dessen Steuermann nur mit Mühe und Not den meisten der ersten Welle ausweichen konnte. Leider hat es auch einige der Jäger erwischt und drei der zehn besetzten Geschütztürme fielen aus. Auf dem ganzen Schiff gab es wieder kleinere Explosionen. Trotz allem aber, flogen sie unentwegt weiter.

Einen Augenblick später wandte sich der Captain wieder zu Dave.
"Aaaaarrrrrssssssiiiiiiaaaaaaaa naaaaaaajaaaaakkooooo ooo noooo, keeeerrrrraaaaattttttt deeeeeelllllttttttaaaaaa!" MacKayne aber zuckte mit den Schultern. Daraufhin begann der Captain wild mit den Händen zu gestikulieren. Dave, Rya'c und Linda sahen ihm aufmerksam zu, konnten ihm aber nicht recht folgen, was er denn wollte. Er wiederholte seine Gesten noch ein paar mal, bis Linda etwas anmerkte. "Ich glaube, er will, dass ihr zwei der Geschütze übernehmt!" - "Airman, wie kommen Sie darauf?" - "Na weil er dauernd in die Luft zielt", sie machte die Bewegung nach, "und auf euch beide deutet!", auch diese Bewegung machte sie nach und der Captain schien zu nicken. "Also gut. Brown, können sie ihm irgendwie verklickern, dass wir dabei sind, er uns nur zeigen muss wohin wir sollen?" - "Ich versuchs, Sir!" Dann gestikulierte auch Linda wild herum. Der Captain schien es aber zu verstehen, da er Rya'c und Dave den Weg offerierte und sie so zu einem der Schächte führte. Dave war sofort dabei runter zu klettern. "Rya'c. Ich unten du oben! Okay?", er sah ihn an, doch Rya'c verzog nur das Gesicht. "Okay. Dann geh ich hoch und du runter!", Rya'c nickte einverstanden und kletterte nach unten, wo er einen, im Sichtfeld der Kuppel, frei drehbaren Stuhl vorfand, an dessen Vorderseite ein Formel 1-lenkradähnlicher, Gegenstand angebracht war, an dessen beiden Seiten rote Knöpfe waren, die man zu sich ziehen musste. Der Stuhl befand sich in einer Art Glaskuppel aus der man das Kampfgeschehen hervorragend mitverfolgen konnte. Außerhalb der Kuppel war eine doppelläufige Laserkanone angebracht, die wohl durch die roten Knöpfe bedient wurden. Rya'c setzte sich hin und sofort fuhr von der Seite ein kleiner Bildschirm vor seine Augen, sodass er das Kampfgeschehen besser verfolgen konnte. Die Kanone wurde durch das "Lenkrad" bewegt. Eine Zielerfassung war auch im Bildschirm eingebaut und ein Kommunikationssystem befand sich auch dort. Rya'c klemmte es sich sofort ans Ohr und hörte nur zischende Laute. Hektisch verstellte er irgendetwas, sodass er glücklicherweise nur noch Daves Stimme hörte, dem es am oberen Geschütz ähnlich erging. Es war alles genauso eingerichtet und beschaffen, wie im unteren Geschütz.

"Alles klar bei dir?", brüllte Dave ins Mikrofon. "Aber sicher MacKayne!" - "Dann kann die Party ja losgehen! Feuer frei Rya'c!" - "Mit Vergnügen!"
Dann feuerten beide was das Zeug hielt und konnten sogar auf Anhieb jeweils zwei feindliche Jäger zerstören.
"Rya'c, ich kümmere mich um die nördlicheren, nimmst du die südlich!" - "Jawohl, MacKayne!" Wieder gingen zwei Jäger in Flammen auf.
"Ich hab jetzt sieben! Wie stehts bei dir Colonel?" - "Ich hab neun!", Dave grinste vor sich hin. "Hol das mal auf!" - "Schon geschehen Colonel. Du darfst nicht schlafen!" - "Du aber auch nicht. Ich bin bei elf!", er grinste wieder und Rya'c musste schlucken. "Rya'c pass auf! links von dir kommt einer...", Schüsse waren zu hören. "Ich bekomm ihn nicht mehr! Rya'c er fliegt genau auf deine Position zu!"
Als die anderen, die immer noch auf der Brücke standen und gebannt auf die Kreuzer blickten, die sie immer noch mit Sperrfeuer belegten, das hörten zuckten sie erschrocken zusammen.
Dann waren wieder Schüsse zu hören, Explosionen, dann ein riesen Knall.
MacKaynes Stimme war zu vernehmen. "Rya'c? RYA'C???", durch das Kommunikationssystem kam aber nur Rauschen. "Rya'c. Bist du noch da? Sag doch was!!!" Wieder nur Rauschen. "Oh mein Gott!", schrie Linda. "Wir... wir haben ihn verloren!" - "So schnell geben wir nicht auf Airman!", brüllte Dave wieder. "Rya'c antworte mir verdammt!" - "Ich bin bei 15, MacKayne! Wie stehts bei dir?" - "Ah zum Glück!", alle atmeten erleichtert auf. "Gut deine Stimme zu hören!" - "Dachtest du der hätte mich getroffen? Nun wie es scheint bin ich der bessere Schütze von uns beiden, Colonel. Du solltest besser aufpassen, dass du nicht getroffen wirst!" - "Bin schon dabei, Rya'c!"
Dave riss den Stuhl herum und feuerte einige Salven auf drei angreifende Jäger, die sofort in Flammen aufgingen, dann brüllte er zu Linda. "Brown. Es sind einfach zu viele. Verklickern Sie dem Captain, dass wir schleunigste hier weg sollten!", dann schaltete sich Rya'c ein. "Colonel. Sobald wir nah genug dran sind werd ich mein Feuer auf die Kreuzer richten! Mach' du dasselbe!" - "Sofort Rya'c! Airman. Schon weiter?" - "Es tut mir Leid, Sir. Die Kommunikation ist sehr schwierig!" - "Versuchen Sies weiter!" - "Ja, Sir!"

Währenddessen standen Felger und Person unbeteiligt auf der Brücke und beobachteten das Sperrfeuer der Kreuzer, dem der Steuermann immer wieder zum größten Teil ausweichen konnte. Dann sahen sie viele kleinere Energiebälle. "Rya'c!", freute sich Jay. Die Geschosse aus Rya'cs Bordkanone konnten an der Oberfläche des Kreuzers aber wenig ausrichten, da dieser mit einem Schild geschützt zu sein schien. Lediglich einige Energiebälle des Sperrfeuers konnte er so abfangen. Auch Dave lenkte sein Feuer in Richtung der Kreuzer, mit ähnlichem Erfolg. Währenddessen flogen die gegnerischen Jäger immer wieder Angriffe auf das Schiff. Eine Bordkanone nach der anderen fiel aus und ein Jäger nach dem anderen wurde abgeschossen, bis neben Dave und Rya'c nur noch zwei Geschütze und ein Jäger übrig waren.
Unterdessen rannte Brian wie wild auf dem ganzen Schiff umher um die verletzten Aliens notdürftig zu versorgen. Immer wieder gab es Explosionen auf dem ganzen Schiff, bei denen viele Aliens verletzt wurden. Schmerzensschreie waren von überall her zu hören. Immer wieder qualvolles Gezische, Gegenstände, die umfielen, Verkleidungen, die herabkrachten.
"Verdammt!", fluchte Brian. "Hört das denn nie auf?", er bekam keine Antwort von seinem Gegenüber. "Hör mal. Ich kann dich nur notdürftig versorgen. Erstens fehlt mir meine ausgezeichnete Ausrüstung und zweitens hab ich kein Plan wie euer Körper gebaut ist! Verstanden?", er wurde wieder stumm angestarrt. "Okay. Das müsste reichen!" Dann stand er auf, um zum nächsten Opfer zu gehen. Plötzlich gab es wieder eine Explosion und Brian wurde an die nächste Wand geschleudert, dabei verstauchte er sich den Knöchel und handelte sich eine Schnittwunde am Bein ein. "Verdammt. Jetzt erwischt es mich auch noch!" Er rappelte sich aber wieder auf und lief zur Brücke.
Wenige Minuten später kam er dort an. "Ms. Brown. Wo ist der Colonel?" - "An einer Bordkanone Doc.!" - "Sieht ihm ähnlich." Er verzog das Gesicht. "Ich wollte nur anmerken, dass das Schiff, wenn es so weiter geht auseinander fällt! Und die Verletzten werden auch immer mehr! Einige sind sogar schon tot!" - "Ich weiß Doktor. Der Captain hat mir versucht zu erklären, dass wir bald in den Hyperraum übergehen werden." - "Na dass klingt doch gut!" - "Ja. Dr. Felger und Person sind schon beim Antrieb um ihn zu reparieren!" - "Na hoffentlich haben sie Erfolg. Hier zu sterben hatte ich sicher nicht vor!" Er zwinkerte Linda zu, dann humpelte er wieder zu den Verletzten.

Unterdessen machten sich Jay und Alan am Hyperraumantrieb zu schaffen.
"Diese Technologie habe ich noch nie gesehen.", sagte Felger. "Nicht einmal als ich mit SG-1 auf einem Ha'tak festsaß!", Alan blickte ihn still an. "Okay. Haben Sie eine Idee, wie wir das Ding wieder flott bekommen?" Alan schwieg weiter und werkelte herum.
"Ja so müsste es gehen!", sagte Jay nach ein paar Minuten wieder.
"Fertig!", platze Alan dann heraus und wurde von Felger ungläubig angesehen.
"Und sogar schneller als vorher!" - "Dann sollten wir das dem Captain erzählen!", wandte Jay ein und war schon auf dem Weg zur Brücke.
Dave und Rya'c hatten sich in der Zwischenzeit wieder den Jägern zugewandt, da die Kreuzer einfach zu gut geschützt und die Jäger das größere Problem waren. Circa 20 von ihnen waren noch übrig.
"22, 23, 24!", sagte Dave ins Mikro. "20, 21, 22!", brüllte Rya'c fast zeitgleich. "Streng dich mal ein bisschen an!", spornte Dave Rya'c an. "Ich dachte du wärst der beste Jaffa Todesgleiterpilot!" - "Das bin ich auch, Colonel. Und damit viel besser als du!" - "Na das werden wir ja sehen!", gab Dave zurück.
Wenig später flog ein Jäger ein merkwürdiges Manöver. Er war in Daves Sichtfeld, tauchte dann aber ruckartig unter seine Sichtlinie ab, feuerte alles, was er hatte auf die Längsseite des Schiffes, zog seine Maschine kurz vor der Außenhülle wieder hoch und tauchte somit so schnell wieder im Sichtfeld von MacKayne auf, dass dieser sich fast zu Tode erschrocken hatte. Kurz bevor der Jäger in der Geschützkuppel einschlug, konnte sich Dave gerade noch in Sicherheit bringen. Daraufhin gab es eine Explosion, die den ganzen Schacht hinunter feuerte. Dave konnte gerade noch rechtzeitig zurückweichen und ging dann voller Schreck auf die Brücke, auf der auch gerade Felger und Person im Eintreffen waren. "Sir?", fragte Linda. "Mein Geschütz wurde getroffen!" - "Oh. Geht es Ihnen gut?" - "Ja Airman. Danke der Nachfrage. Scheiß Kamikazeflieger. Die Japaner sind scheinbar nicht die einzigen, die sich so was trauen."
Dann platze Jay heraus. "Sir. Der Hyperraumantrieb ist funktionsbereit. Wir können hier weg!" - "Okay danke. Airman. Sagen Sie dem Captain bescheid und Felger, Sie holen Rya'c her!", beide antworteten fast simultan. "Ja, Sir!"

"MacKayne. Was gibt es?", fragte Rya'c, der auf der Brücke ankam. "Wir werden gleich in den Hyperraum gehen. "Oh!" - "Genau. Also mach dich bereit!" - "Okay." In dem Moment kam auch Brian wieder zurück.
Alle sechs standen sie auf der Brücke und schauten aus dem Fenster raus. Vor ihnen lagen immer noch die drei Kreuzer. Einer der Aliens tippte gerade die Koordinaten des Zielortes in den Computer, als es mehrere Explosionen gab und das Schiff ordentlich durchgeschüttelt wurde.
"Jetzt haben sie alle Jäger auf das Schiff stürzen lassen.", bemerkte Dave. "Verdammt!", fluchte Rya'c und zeigte nach vorne.
Alle drei Kreuzer schickten ihre Staffel Jäger los. Insgesamt über 60 Stück, die alle sofort das Feuer eröffneten. Dazu kam, dass die Kreuzer ebenfalls das Feuer eröffneten. Tausende Energiebälle rasten auf das Schiff zu, in dem Rya'c, Dave und die Anderen sich befanden. "Im Hyperraum zu verschwinden wäre jetzt nicht schlecht!", brüllte Dave in Richtung des Captain, während die Geschosse immer näher kamen. Dann gab es einen Lichtblitz und die Energiebälle gingen allesamt ins Leere.
"Das war verdammt knapp!", seufzte Felger. "Zu knapp für meinen Geschmack!", fügte Cleston hinzu.
"Okay. Wie lange wird diese Reise dauern?", fragte Dave in die Runde. "Möglicherweise Minuten. Vielleicht auch Stunden!", bekam er von Alan die Antwort. "Okay. Cleston, Sie sehen zu, was Sie für die Verletzten tun können! Brown, Sie helfen ihm. Felger, Person, Sie versuchen das Schiff reparieren zu helfen. Rya'c, du bleibst bei mir! Auf geht's!" Alle nickten einverstanden und gingen an die ihnen zugewiesenen Arbeiten.

Es war ein ruhiger Flug. Das Schiff war weitestgehend stabil und hielt den gesetzten Kurs. Einige Sektionen wurden abgeriegelt, da die dortigen Hüllenbrüche, zumindest während der Reise, irreparabel waren.
Brian und Linda hatten einige Lagerräume leer geräumt, um die zahlenmäßig doch vielen Verletzten dort unterbringen zu können. Viele Wunden konnte der Doktor mit einfachen Hilfsmitteln behandeln und Linda stellte sich als nützlichere Arzthelferin heraus, als er anfangs zuzugeben bereit war.
Etliche Aliens waren bei dem Gefecht getötet worden und auch von den Jägern hatte es letztlich nur ein einziger zurück in den Hangar geschafft. 20 Aliens kamen ums Leben, als ihr Geschützturm getroffen wurde. Alle sind außer Gefecht gesetzt worden. Der Rest der Toten wurde von herabfallenden Teilen getroffen, oder sind auf Grund des fallenden Drucks, in den beschädigten Bereichen, qualvoll erstickt. Von den sechs Teammitglieder von SG-Z hatte Brian Cleston, mit seinem verstauchten Knöchel, die einzige Verletzung davon getragen. Alles in allem fand Dave dennoch, dass sie relativ glimpflich davon gekommen waren, angesichts der Übermacht, der sie gegenüber gestanden waren.
Eine Stunde dauerte der Flug jetzt schon. Linda und Brian ließen sich, nachdem sie alle Verletzten weitestgehend versorgt hatten, erschöpft auf den Boden sinken, während Felger und Person aufgeregt umher rannten.
Immer wieder hatten sie versucht das ein oder andere Problem zu lösen, doch verstanden sie meist die Technologie nicht und standen deswegen etwas ratlos herum. Allerdings, so beschlossen sie, konnte nichts wirklich wichtiges beschädigt worden sein, denn sonst würde das Schiff nicht so ruhig im Hyperraum weiter fliegen.
Dave machte es sich derweil auf der Brücke gemütlich und beobachtete den blauen Hyperraumstream, während sich Rya'c die Zeit mit etwas Meditation vertrieb.

Eine weitere Stunde passierte nichts Aufregendes mehr, da sich das Schiff immer noch im Hyperraum befand und alles soweit behoben war.
Diese Ruhe nahm Col. MacKayne zum Anlass alle zusammen zu trommeln um eine Lagebesprechung durchzuführen.
Wenig später hatten sie sich in einem der frei geräumten Lagerräume versammelt auf dem Boden sitzend eingefunden.
"Nun. Colonel. Was gibt's?", begann Alan. "Tja. gute Frage.", Dave blickte sich in der Runde um. "Zum einen sitzen wir in einer anderen Zeit, ohne unsere Ausrüstung. Zum anderen wurden wir vor geraumer Zeit gefangen genommen und dann von der SELBEN Spezies befreit worden!", er sah ungläubig in die Runde. "Also was bitte soll ich davon halten?" - "Nun ja. Entweder sind diese Aliens hier anders gesinnt als die anderen, oder... ich weiß auch nicht!", gab Rya'c zu bekennen. "Da haben wir's!", fauchte Dave wieder. "Also. Was können wir machen? Was sollten wir?", er blickte in ratlose Gesichter.
"Nun ich denke wir sollten erst mal abwarten, was die Aliens mit uns vorhaben... äh... Sir!", sagte Linda etwas kleinlaut. "Und was denken Sie was das wäre, Airman?" - "Sir, bei allem Respekt. Ich habe nicht die leiseste Ahnung!" MacKayne winkte ab. "Hat denn zufällig einer von unseren genialen Wissenschaftlern eine Ahnung?", er sah Jay und Alan an, die auch nur ratlos zurück blickten. "So kommen wir nicht weiter, Leute!" Daves Stimme wurde lauter. Er stand auf und ging im Raum umher, fast so als könne er seine Situation dann besser begreifen. "Davon wird's auch nicht besser, MacKayne!", bemerkte Rya'c, Dave aber lies den Satz einfach im Raum stehen.

Ein Rucken ging durch das Schiff, sodass alle Anwesenden ordentlich durchgeschüttelt wurden. "Was war das?", schrie Linda, die sich fast zu Tode erschrocken hatte. Rya'c versuchte sie zu beruhigen. "Wir sind eben aus dem Hyperraum ausgetreten!", sagte er ruhig. "Okay. Ihr findet mich auf der Brücke!", brüllte Dave und stürmte los. Linda hatte sich wieder aufgerappelt und lief ihm hinterher "Colonel. Warten Sie. Ich muss doch..." Auch Rya'c stand auf und rannte hinterher, in der Hoffnung neue Erkenntnisse zu erhalten.
Jay, Brian und Alan fanden sich nun alleine vor und machten es sich erst mal gemütlich.
Wenige Augenblicke später war Dave auf der Brücke angekommen und starrte erst mal aus der Frontscheibe. "Das darf doch nicht..." Das Schiff hatte den Normalraum im Orbit eines Planeten betreten. Kurz darauf kam auch Linda an und war von dem Anblick so erstaunt, dass sie sich erst mal hinsetzte. Kurz darauf stürmte auch Rya'c keuchend auf die Brücke und wäre fast über Linda gefallen, konnte aber noch rechtzeitig ausweichen und krachte stattdessen mit dem Colonel zusammen. "Rya'c!!!", brüllte dieser. "Was soll der Scheiß eigentlich? Kannst du nicht aufpassen! Man!!!", langsam beruhigte er sich wieder, während Rya'c sich zu entschuldigen versuchte.
"Sieh dir lieber das da draußen an, anstatt die Leute über den Haufen zu rennen!", sagte Dave dann wieder normal und zeigte auf den Planeten.
Der Captain und seine Brückencrew hatten die recht komische Szenerie eben still beobachtet. Für sie war dieser Planet sicher nichts Aufregendes.
Dann rief Dave auch die anderen drei auf die Brücke, damit sie sich das ansehen konnten, während das Schiff immer weiter auf den Planeten zuflog.

"Er ist etwa so groß wie die Erde würde ich sagen.", bemerkte Alan. "Aha. Und woran legen Sie das fest?", fragte Felger herausfordernd, "Es ist ein Gefühl, Dr. Felger!" - "Aha.", gab dieser von sich und fuhr dann fort. "Und bisher sehe ich nur blau. Ich vermute dann mal, dass es kaum Festland gibt. Und das ist jetzt mein Gefühl!" Dann sah er giftig zu Person, dieser erwiderte den Blick aber nicht, sonder studierte weiter den Planeten, dessen bisher sichtbare Oberfläche wahrlich nur von Wasser bedeckt war.
"Wenn's da unten nur Wasser gibt", schaltete sich Dave ein, "Warum fliegen wir dann dort hin?" - "Nun Colonel. Ich denke, dass diese Aliens schon einen Grund haben werden!", antwortete ihm Alan und Dave nickte verstehend.
Wenige Augenblicke später trat das Schiff in die Atmosphäre des Planeten ein. Der Eintritt vollzog sich etwas ruckelig und unsanft, dennoch hielt das doch schwer beschädigte Schiff stand und setzte seinen steilen Sturzflug in Richtung Oberfläche fort. Ein paar Minuten später hatte es die dicke Wolkendecke durchstoßen. Die Wasseroberfläche konnte man mittlerweile erahnen. Jeder fragte sich wo es hin ginge. Das Wasser kam immer näher, aber der Steuermann machte keine Anstalten auszuweichen, oder abzudrehen. Kurz darauf war das Schiff nur noch 100 Meter von der Wasseroberfläche entfernt und seine Geschwindigkeit nahezu konstant geblieben. "Oh Scheiße!", brüllte Dave. "Was haben die vor? Das ist doch glatter Selbstmord!" Er sah alle verzweifelt an, die auch keinen rat wussten. "Airman. Fragen Sie den Captain sofort was das soll!" - "Sir. Ich glaube, dass das jetzt zu spät ist!", sagte Linda. "Was?" Dave drehte sich zu ihr um und sah sie nach vorne zeigen.

Vor ihnen die Wasserwand. "Alle in Deckung!!!", brüllte Dave.
Dann tauchte das Schiff ins Wasser ein. Überall nur blau... Fische, Algen, kleine Partikel. Es war wie ein normales Meer auf der Erde. Nur größer. Viel größer. Der Steuermann brachte das "Raum"-Schiff in eine stabile Tauchlage und steuerte weiter ins blaue Nichts hinein.
Als Dave sich endlich von dem Schock erholt hatte, drohte ihm erneut einer.
Er konnte es sich schon schwer vorstellen, warum ein Raumschiff unter Wasser tauchen wollte, nein, tauchen konnte, oder gar was das Ziel des merkwürdigen Ausfluges war.
Rya'c stupste ihn an. "Schau raus, MacKayne!" Das tat er auch, als er aufstand. Er traute fast seinen eigenen Augen nicht, als er näher an die Scheibe trat.
Aus dem Blau tauchten auf einmal viele kleine gelbe Lichtpunkte auf. Ein Gebilde wurde Sichtbar. Etwas Riesiges. Mitten im Wasser. Tief unter dem Meeresspiegel. "Was zur Hölle ist das?" Der Captain schien ihn anzugrinsen. Der Steuermann hielt Kurs. Das Schiff tauchte an mehreren kleineren satellitenähnlichen Dingen vorbei. "Abwehrkanonen!", rief Rya'c aus. "Was?", erwiderte Dave, bekam aber keine Antwort mehr, da auch Rya'c nur noch staunte. Aus den gelben Punkten wurden große, kugelartige Gebäude.
"Was ist das?", fragte MacKayne erneut, während die anderen weiterhin nach vorne starrten.

Ein riesiger Gebäudekomplex wurde sichtbar. Jedes einzelne Gebäude war kugelförmig gebaut und mit den anderen durch Gänge verbunden. So entstand ein riesiger Gebäudekomplex, man konnte es fast als Stadt bezeichnen. Jeder der Gänge war durchsichtig geschaffen, sodass man sehen konnte was drinnen passierte. Überall sahen sie kleine Flecken die sich bewegten. Die Gebäude selbst waren, ebenfalls wie das Schiffsinnere, rot und blau anzusehen. Die Architektur war modern und fortschrittlich und unterschied sich vollkommen von dem auf der Raumstation. Überall außerhalb des großen Komplexes waren weitere Abwehrkanonen installiert. Sie waren riesig, spitz zulaufend und sahen verdammt gefährlich aus.
Plötzlich hielt das Schiff an einer Art Schranke an. Ein bläulicher Strahl durchleuchtete es komplett. "Wir werden gescannt!", merkte Felger an, ehe das Schiff seine Tauchfahrt fortsetzte. Kurz hinter der "Schranke" passierte es ein Kraftfeld. Auf einmal sah alles viel klarer und weniger verschwommen aus. Die kleinen Flecken wurden zu den Aliens, die wild umherrannten. "Das darf doch nicht war sein!", seufzte Dave. "Eine Stadt im Wasser!", fügte Linda hinzu. "Wie in Star Wars!", schwärmte Rya'c. Kurz darauf wurden sie alle aus ihrem Staunen gerissen, als das Schiff wieder ruckartig anhielt. Es hatte wieder ein Kraftfeld passiert und setzte zur Landung in einem der zahlreichen Docks an.

Dave und die anderen wurde im Anschluss von anderen Aliens, die das Schiff betraten weggeführt. Andere holten die Verletzten heraus. Wieder andere machten sich an die Reparatur. Das halbe SG-Z wurde unter dessen durch endlos wirkende Gänge geführt, bis sie das größte aller Gebäude im Zentrum des Komplexes erreichten. Dort ging es wieder durch Gänge. Es war aber anders als auf der Raumstation. Nicht diese altmodischen Farben und Architekturen. Es wirkte alles frisch, modern, hell und einladend.
Sie kamen an einer Tür an, die sich kurz darauf öffnete. Sie wurden allesamt hineingestoßen. "Na toll.", bemerkte Dave. "Wir helfen und das versteht ihr unter Dankbarkeit!" Seine Sätze fanden kein Gehör. Er wurde nur angestarrt, aus diesen seltsamen Augen. "Na dann werden wir eben warten, bis hier das Exekutionskommando vorbei schneit!" - "Colonel. Könnten Sie bitte etwas mehr pessimistisch sein?", fauchte Brian Dave an. "Aber selbstverständlich Doktor! Die da drüben werden uns gleich erschießen!", er grinste Brian fies an. Im selben Augenblick aber, hoben die anwesenden sechs Aliens ihre Waffen. "Oh mein Gott.", schrie Linda. "Da haben Sies MacKayne. Mit ihren doofen Sprüchen! Jetzt sterben wir wirklich!", brüllte Brian den Colonel an.
"Leute stopp!", rief Jay. "Das sind nur die Neur...!" Mehr bekam er nicht gesagt. Dann sackte er in sich zusammen.

Dasselbe Schicksal ereilte die anderen fünf. Danach drehten die Aliens um, zischten sich etwas zu, schloss sich die Tür und verriegelte.

Ende
by M-W-G
_________________
-Ich bin ein User-
Mein Nick:
-TPATGOD-
Oder auch bekannt als:
-Milchstraße-
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Hyndara
Gast






BeitragVerfasst am: 31.10.2007, 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Boah! Das war doch kein Schluß! Ich protestiere!!!! Aber ganz laut *brüll*! Und damit soll ich jetzt ne Woche warten? *japs* Ob ich das überlebe? Oh Mann, was bist du fies!

Mit anderen Worten:
Hat mir wieder gut gefallen, die neue Episode. Vor allem deine Sicht auf Ry'ac finde ich klasse. Ein sehr ernster, nachdenklicher junger Mann. Aber nach dem, was er schon alles hat mitmachen müssen, ist das für mich auch durchaus nachvollziehbar.

Und die Episode an sich? Der Hammer! Kalauern, Action, Kalauern - nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. War richtig gut.

Na, dann werde ich mich wohl doch fügen müssen ... Eine Woche *grummel*.
Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Das Tor in phantastische Welten Foren-Übersicht -> Staffelgeschichten Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Stargate The German Experience (Staff... Atlan Staffelgeschichten 0 21.03.2008, 17:27
Keine neuen Beiträge Stargate: The Ancients 1.01 Time Shif... ThePiperAtTheGatesOfDawn Kurzgeschichten 0 16.11.2007, 18:12
Keine neuen Beiträge Stargate SG-1 Staffel 3 Episode 3.09.... ThePiperAtTheGatesOfDawn Kurzgeschichten 2 16.11.2007, 18:10
Keine neuen Beiträge Stargate The German Experience (Staff... Atlan Staffelgeschichten 59 14.10.2007, 00:44
Keine neuen Beiträge Stargate SG1 Staffel 11 Selfmade incl... Teal´c Staffelgeschichten 2 13.10.2007, 17:41

Tags
USA



Powered by phpBB 2.0.23 © 2001, 2002 phpBB Group

BBoard.de bietet Ihnen ein Kostenloses Forum mit zahlreichen tollen Features

Impressum | Datenschutz