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In a Galaxy far far away - Staffel 1


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Scout
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Anmeldungsdatum: 05.10.2007
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Wohnort: im Taunus

BeitragVerfasst am: 28.10.2007, 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hihi, stimmt, noch so ein Fehler! Siehste mal, was man alles so schreibt. Damals hatte ich eignetlich noch keine Ahnung von SGA und habe mir schlichtweg zu wenig Gedanken gemacht schätze ich.

Klar, mit nem Jumper rein und wieder raus - fertig!
Ich Dussel *g* Lachen Lachen Lachen
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FelixE
Bestsellerautor


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Anmeldungsdatum: 19.09.2007
Beiträge: 554
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BeitragVerfasst am: 29.10.2007, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

War wieder ein gutes Kapitel. Endlich ist das Atlantis-Team in sicherheit und es wurde vermutlich ein Wraithkreuzer zerstört. Das ist seht gut.

Die Sache mit dem Hyperraum ist nicht so schlimm. Dann war es eben eine Subraumnachticht.

Ich freue mich schonauf weitere Geschichten.
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Scout
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 220
Wohnort: im Taunus

BeitragVerfasst am: 04.11.2007, 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hi!

Felix: Auch dir danke für das Feedback!



Titel der FF: In a Galaxy far far away, Teil 6: Lost in Space
Autor: Scout
Rating: M (15/16)
Inhaltsangabe: Die Scout geht verloren
Staffel: SGA Staffel 1



06. Lost in Space


„Wie lange ist sie überfällig?“, fragte Weir besorgt.

„Sie ist unterwegs seit sieben Stunden“, berichtete Peter Grodin, der meinen Flug nach Hause verfolgen würde, sobald ich in Reichweite käme. Aber ich kam nicht. Major Sheppard und Teyla waren ebenfalls im Kontrollraum.

„Sie sagte mir, dass sie länger fliegen würde als fünf Stunden, da sie nicht mit Lichtgeschwindigkeit fliegen würde. Außerdem wollte sie sich die benachbarten Sonnensysteme ansehen!“

„Sie fliegt eine Aufklärungspatrouille?“, fragte Grodin erstaunt nach.

Sheppard nickte. „Ich würde sie vor zehn Stunden nicht zurück erwarten!“

„In Ordnung, bleiben Sie dran, Grodin!“

„Ja Ma’am!“

„Wie geht’s Lt. Ford?“

„Er ist stabil, Beckett sagt, er hatte viel Glück gehabt. Wäre er später hier angekommen, hätte er es vielleicht nicht geschafft!“, antwortete Teyla.

„Kims Schiff sei Dank!“, ergänzte Weir.

„Und ihrer Fliegerei!“

„Major, Sie sind wirklich begeistert von ihren Fähigkeiten als Pilotin, kann das sein?“, hakte Weir nach.

„Aber ja! Sie ist ein Naturtalent, welches gefördert wurde. Mehr brauche ich dazu gar nicht zu sagen.“

Teyla und Dr. Weir grinsten.

„Er will sie unbedingt fliegen, deshalb schwärmt er so davon!“, sagte Teyla.

„Ach, guter Wind also!“

Sheppard grinste und nickte. „Aber davon mal abgesehen finde ich wirklich, dass sie ein guter Pilot ist. Vielleicht der Beste, den wir je hatten, außer mir selbst natürlich!“

* * *

Es verging die achte Stunde und die neunte Stunde und auch die zehnte Stunde, ohne dass ich mich zurückmeldete oder dass die Scout auf den Sensoren erschien. So langsam begann selbst John sich zu wundern, was wohl los war, denn das war so gar nicht meine Art. So traf man sich wieder im Kontrollraum.

„Wie lange Grodin?“

„14 Stunden mittlerweile!“

„Das sieht ihr aber gar nicht ähnlich!“, meinte der Major.

McKay war auch dazu gekommen. „Vielleicht ist sie in ein Zeitfenster geraten. So wie die, von denen sie uns erzählt hat!“

„Sie meinen, sie hat vielleicht die Dimension gewechselt?“

„Oder ist in einen Hinterhalt geraten, aus dem sie lebend nicht mehr hätte rauskommen können!“

„Rodney, das gefällt mir gar nicht. Sie ist doch gerade erst hierher gekommen, wie kann sie da schon wieder gehen? Ohne, dass ich die Gelegenheit hatte, vielleicht ihr Schiff mal zu fliegen!“

McKay verzog das Gesicht: „Major, es ist eine Möglichkeit von vielen. Vielleicht hat sie sich auch einfach nur verflogen?“

„Verflogen?“, meinte Teyla. „Nein, sie würde sich nicht verfliegen!“

„Ich stimme Teyla zu, dafür macht sie das schon viel zu lange!“

„Welche Optionen haben wir?“, fragte Weir.

„Ich gehe sie suchen!“, meinte Sheppard.

McKay lachte sarkastisch. „Suchen Major? Wo denn? Davon mal abgesehen ist der Puddle Jumper nicht gerade dafür geeignet. Wie lange wollen Sie denn da suchen!? Es ist wohl wahrscheinlicher, dass wir dann noch einen Suchtrupp für den Suchenden losschicken müssen.“

„Ich muss Dr. McKay beipflichten Major. Das wäre wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen!“

„Okay, was noch?“, fragte John etwas angekratzt.

„Wir könnten Stargates, die auf ihrer Route liegen, anwählen und versuchen, so Funkkontakt zu ihr aufzubauen!“, fuhr McKay fort.

„Aber könnten wir dann nicht auch einfach den Jumper nehmen und von Stargate zu Stargate fliegen und schauen, ob wir sie irgendwo finden?“, fragte Teyla.

„Das wäre vielleicht eine Möglichkeit!“, meinte Rodney.

„Also doch!“, sagte Sheppard mit einer ein wenig triumphierenden Intonation.

Peter Grodin schaltete sich ein: „Wir wissen aber nicht genau, welche Route sie einschlägt. Die Chance, dass wir die richtigen Stargates anwählen ist 1:1000.“

„Also, doch erst mal über Funkkontakt versuchen, anstatt einen Jumper zu schicken!“, klärte Dr. Weir ab.

Grodin nickte: „Ich berechne ihre ungefähre Flugroute, die sie beim ersten Mal eingeschlagen hatte und stelle dann eine Liste mit Stargates entlang dieser Route zusammen! Kann aber eine Weile dauern!“

„In Ordnung! So lange können wir nichts tun, außer warten!“ Damit entließ Weir das Team bis auf Weiteres.

John nutzte die Zeit, um Ford zu besuchen. Beckett hatte ihn operieren müssen, was sich als relativ kompliziert herausstellte, aber er hatte es geschafft. Nun lag Ford im Aufwachraum, aber es tat sich bisher noch nichts. John setzte sich zu ihm und ließ sich von Beckett auf den neusten Stand der Dinge bringen.

„Er sah ziemlich übel aus und der Transport hat ihn sehr geschwächt, aber er hätte es nicht überlebt, wenn Kim ihn nicht daraus geflogen hätte!“

„Sie hat schon mehrere Male ihren Hintern für uns riskiert!“

„Weiß man was Neues?“

„Nein, sie ist immer noch außerhalb der Rechweite und mittlerweile 16 Stunden überfällig. Das gefällt mir gar nicht!“

„Keine Sorge Major, wenn es einer nach Hause schafft, ist das sicher sie!“

Carson merkte gerade, wie sehr er selbst und auch Sheppard sich Sorgen um mich machten.

„Was glauben Sie, wann wird er aufwachen?“, fragte John und zeigte auf Ford

„Er wird wohl in den nächsten zwei Stunden zu sich kommen. War ne heftige Dröhnung, der Schlaf schadet ihm nicht. Und Ihnen würde es sicher auch nicht schaden, wenn Sie ein bisschen schlafen würden!“

„Ist das ein Witz? Eines meiner Teammitglieder ist verschollen und ich soll schlafen?“

„Major, so nützen Sie ihr nichts!“

Er nickte, da er wusste, dass Carson Recht hatte. Dann wurde er von Weir zurück in den Kontrollraum beordert. Grodin war mit der Routenberechnung durch.

* * *

„Was mich wundert ist, warum hat sie sich nicht über Funk gemeldet. Wir wissen doch, dass sie das von der Reichweite her kann!“, fragte McKay.

„Keine Ahnung, es muss irgendwas passiert sein, dass sie es nicht konnte.“

„Okay, dies hier sind die Koordinaten jener Planetensysteme, die sie aller Wahrscheinlichkeit nach passieren wird oder schon hat.“

Auf dem Computerbildschirm zeichnete sich eine dreidimensionale Sternenkarte ab.

„Nur diese fünf Planeten haben jeweils ein Stargate.“

„In Ordnung! Versuchen Sie’s!“, ordnete Weir an.

Grodin wählte das erste Gate an und versuchte es mit dem Funkkontakt. „Basis an Scout, bitte melden!” Keine Reaktion. „Atlantis an Viper Aufklärungsflug, bitte kommen!“ Wieder keine Reaktion. So versuchten sie es weiter, bis sie alle fünf Gates angewählt hatten. Auf keinem einzigen Funkkanal war ich zu erreichen. Bedrückte Gesichter ringsum.

Inzwischen waren mehr als 19 Stunden vergangen, ohne dass es auch nur ein Lebenszeichen von mir gab. Im Kontrollraum war das Team schon völlig übernächtigt und einige schliefen sogar phasenweise, aber jetzt zu gehen, konnte sich keiner vorstellen. John wollte immer noch einen Jumper auf die Suche schicken und schließlich hatte sich Dr. Weir dazu durchgerungen.

„In Ordnung Major, aber gehen sie keinerlei Risiken ein. Wir können uns nicht leisten, Sie zu verlieren!“

„Ma’am, wir können es uns auch nicht leisten, sie zu verlieren!“ Damit meinte er mich.

Gerade als er los wollte, meldete sich Grodin von der Computerkonsole. „Dr. Weir, ich habe hier ein Signal!“

Sofort liefen alle rüber zum Computer. „Es ist schwach, aber es ist da! Sehen Sie!“ Er zeigte das Signal auf der Sternenkarte.

McKay war irritiert. „Das ist ja meilenweit vom ursprünglichen Kurs entfernt! Wie kommt sie bloß dahin?“

Ein Rauschen kam über das Funkgerät rein und man hörte entfernt meine Stimme. „Scout an Atlantis Basis!“ Als sie das hörten, jubelte der ganze Kontrollraum und Sheppard atmete durch. Er wäre gerne selbst ans Funkgerät gegangen, aber wie ich schon gesagt hatte, Grodin war mein Capcom.

„Wir hören Sie Scout und haben die Viper auf dem Scanner!“

„Schön, euch zu hören, ich dachte schon, man hätte mich wegteleportiert!“

„Wie ist Ihr Status Scout?“

„Alle Systeme arbeiten einwandfrei. Ich musste einige Kurskorrekturen vornehmen aufgrund eines Ionensturms. Mehr, wenn ich wieder zuhause bin. Die Koordinaten nach Atlantis sind einprogrammiert und ich bereite mich auf die Schlafperiode vor. Es wird von hier aus zwei Tage dauern, bis ich bei euch bin. Wie geht es Ford?“

„Er wird wieder!“

„Verstanden, macht euch keine Sorgen, die Scout kennt ihren Weg. Bis übermorgen! Scout Ende!“

„Roger that!“

Durchatmen bei allen Beteiligten.

“Zwei Tage? Da ist sie aber ganz schön vom Kurs abgekommen?”, stellte Teyla fest.

„Ein Ionensturm sagte sie!“, begann McKay. „Das ist interessant, ich bin sehr auf ihren Bericht gespannt!“

„Das ist ein langer Weg, den sie da noch vor sich hat!“

„Na ja!“, meinte Sheppard. „Ich denke, das wird ihr nichts ausmachen. Sie war ein Langstreckenaufklärer in der galaktischen Flotte und ich nehme mal an, wenn sie hier ankommt, wird sie fit wie ein Turnschuh sein, wenn sie zwei Tage auf den Schlafmodus umschaltet.“

„Und die Scout fliegt ganz alleine?“

Sheppard nickte.

„Was ist“, fragte Weir, „wenn sie unterwegs Wraiths oder anderen feindseligen Kreaturen begegnet?“

„Das Schiff wird Alarm geben und sie aufwecken. Sie kann also nichts verpassen! Eine intelligente Maschine, diese Viper! Ich sag’s ja, ich muss sie unbedingt mal fragen, ob sie mich fliegen lässt.“

Ein zufriedenes Grinsen kam über die Gesichter der Expeditionsmitglieder und dann schickte Dr. Weir ihr Team ins Bett.

* * *

Zwei Tage später schwenkte die Scout in die Atmosphäre um Atlantis ein. Sie hatte mich etwa eine halbe Stunde zuvor aufgeweckt und ich war wirklich fit wie ein Turnschuh.

Ganz Atlantis war auf den Beinen, als sie früh morgens die Viper am Himmel (und natürlich auf den Sensoren entdeckten) und wie gewohnt gekonnt, landete das Schiff in ihrer Landebucht. Ich öffnete das Cockpit und atmete erst mal durch. Es ging doch nichts über Seeluft. Dann setzte ich den Helm ab und kletterte von Bord. Ich wurde von Sheppard und Teyla begrüßt, die zur Landebucht runtergekommen waren.

„Hey!“

„Hey!“

„Tut verdammt gut, euch wieder zu sehen!“

Als ich bei ihnen ankam gab’s Schulterklopfen und einen festen Hände/Armdruck. Sie sagten nichts, aber ich glaube auch, dass sie froh waren, dass ich heile wieder angekommen war.

„Wie geht es Ford?“, war meine eigentliche erste Frage.

„Er kommt durch, ist schon wieder bei Bewusstsein!“

„Gott sei Dank! Ich bin sicher, ihr brennt darauf zu erfahren, was los war!“

„Ach nein, was, gar nicht!“, sagte Sheppard sarkastisch.

„Ich glaub du spinnst!“, meinte er dann in einem etwas ernsteren Tonfall. „Bist Tage überfällig, wir kriegen hier die Krise und du marschierst hier rein, als wäre nichts gewesen! Also bitte!“

Ich war so perplex, dass ich nur die Augenbrauen hochzog, aber nichts sagte.

„Was der Major damit meint, ist, er freut sich, dass Sie unverletzt wieder bei uns sind!“, sagte Teyla.

„Ach so, na dann!“

Ich grinste und John grummelte nur. „Eben!“ Wir trafen uns alle im Besprechungsraum und ich freute mich auch Grodin zu sehen.

„Capcom, schön Sie zu sehen! Ich könnte mich daran gewöhnen!“

„Es ist vor allem schön, Sie zu sehen, Lieutenant!“, meinte Dr. Weir.

„Entschuldigung, ich wurde etwas aufgehalten!“

„Na, das haben wir gemerkt!“, raunte McKay.

„Rodney, ich find’s auch schön, Sie wieder zu sehen!“, meinte ich und überging seinen Zynismus.

„Was ist passiert?“, wollte Dr. Weir wissen.

„Ich war auf dem Weg zurück nach Atlantis, als ich ein Planetensystem passierte, was auffällig war. Nicht im Sinne von Feinden oder bewohnbaren Planeten, sondern rein astronomisch gesehen. Dieses System hatte Planeten ähnlich des Jupiters, aber wesentlich größer. Das ist zugegebenermaßen ungewöhnlich. Also wollte ich mir das genauer ansehen, wozu ich aber nicht kam, da ich mitten in einen Ionensturm geriet. Ionenstürme sind zwar nicht selten im All, dieser jedoch hatte ein Ausmaß, wie ich es noch nie gesehen habe. Zur allgemeinen Info: Wenn man in einen solchen Ionensturm gerät, ist die Chance, dass man wieder raus kommt sehr gering. Solche Stürme bewegen sich auch mit sehr hohen Geschwindigkeiten und die Sensoren und Computer funktionieren nicht in diesen Wolken. Daher konnte ich auch nicht funken. Aber ich habe einige Wraith Hiveschiffe darin ausgemacht, die völlig hilflos in diesem Sturm herumgewirbelt wurden. Dieser Sturm könnte schon sehr alt sein. Na ja, ich weiß nicht so richtig, wie ich da raus gekommen bin, vielleicht haben mir die Solarzellen meines Schiffes geholfen, denn die elektromagnetische Strahlung solcher Stürme ist gigantisch. Ich nehme an, die Solarzellen haben überladen und die Scout so aus dem Sturm herauskatapultiert. Aber eben Lichtjahre entfernt vom eigentlichen Kurs!“

„Wow!“, meinte McKay. „Sie sind ein Glückspilz!“

„Ich weiß!“, antwortete ich.

„Na ja, ich kann nichts anderes sagen als, willkommen daheim, Lieutenant!“

„Danke Doktor! Wenn Sie mich entschuldigen würden, ich würde gerne auf die Krankenstation!“

Dort besuchte ich Ford, der mir schon entgegengrinste.

„Hey!“, meinte ich und legte meine Hand auf seinen Arm. „Sie sind der beste Copilot, den ich jemals hatte!“

Er lachte. „Schade, dass ich den ganzen Flug verpennt habe, ich hätte es gerne gesehen!“

„Ach, wir machen das bei Gelegenheit noch mal! Wie geht’s Ihnen!“

„Dank des Rettungsshuttles wieder ganz gut!“

„Das freut mich! Carson ist unschlagbar. Bei ihm sind Sie bestens aufgehoben!“

In dem Moment betrat Major Sheppard die Krankenstation. „Lieutenant!“

„Major!“ entgegnete Ford.

„Sie sehen gut aus!“

„Danke!“

„Entschuldigt mich kurz!“, sagte ich und ging zu Dr. Beckett rüber. „Carson!“

„Kim, wir dachten schon, wir sehen dich nie wieder.“

“Ach was, so Leute wie ich sind schwer kleinzukriegen!”

„Gott sei Dank! Wie geht es dir? Brauchst du einen Check-up?“

„Es geht mir bestens, danke, ich glaube, ausnahmsweise muss ich dich nicht belästigen.“ Ich überlegte kurz. „Bis auf die Klitze-klitze Kleinigkeit einer Kopfschmerztablette!“

„Aber klar!“ Er drückte mir eine Aspirin in die Hand.

„Wow, die ist aus Deutschland!“

„Die Deutschen machen die besten Aspirins!“

„Cool, wusste ich gar nicht! Sieh mal an, ein Stück Heimat in Form einer Pille!“

Wir lachten. Dann verabschiedete ich mich von Carson und ging noch kurz bei Aiden vorbei um auch ihm „tschüss“ zu sagen, als John mich bat, kurz zu warten. Draußen auf dem Gang zurück in Richtung Kontrollraum kamen wir beide ins Gespräch.

„Ich hatte noch nicht die Möglichkeit, dir zu sagen, dass ich auch sehr froh bin, dass du wieder da bist!“

„Danke John!“ Ich lächelte ihn an.

„Du bist ein echter Kamikazepilot, weißt du das?“

„Ist das ein Kompliment an meine Flugkünste?“

Er verzog das Gesicht. „Ja, ich denke, man kann es so sagen, auch wenn mir manchmal schlecht wird, wenn ich zusehe!“

„Na hör mal, du fliegst doch selbst! Ich wette mit dir, du bist keinen Deut besser als ich, was Kamikaze angeht!“

„Überzeug dich selbst!“

„Wie? Hä?“

„Morgen gehen wir auf Mission und nehmen den Jumper mit.“

Meine Gesichtszüge erhellten sich. „Oh ja, oh ja, ich brenne drauf!“ Ich war nämlich noch nie mit dem Jumper geflogen.

„Du bist wie ein Kind, weißt du das?“

„Ich bin ein Kind!“

Wir lachten und gingen zurück in den Kontrollraum, um letzte Details für die morgige Mission zu besprechen.

-Ende-
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 04.11.2007, 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Phu *Schweiß von der Stirn wisch* Sie hat es also geschafft.

War, obwohl keine Wraith ode sonstige vor der Tür standen ein sehr spannendes Kapitel.

John scheint ja was Kim angeht einen Narran an ihr gefressen zu haben. Wenigstens dasrf sie jetzt mit dem Jumper fliegen.


EDIT: @TPATGO: Ein Ionensturm ist ein elektromagnetischer Sturm der aus geladenen Teilchen (Ionen) besteht. Und EM-Teilchen stören nunmal alles elekrtronische. Winken


Zuletzt bearbeitet von FelixE am 04.11.2007, 16:02, insgesamt einmal bearbeitet
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ThePiperAtTheGatesOfDawn
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BeitragVerfasst am: 04.11.2007, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Mh, da war ich doch etwas enttäuscht, dass sie "nur" in einen Ionensturm geraten ist. Wobei ich mir immer noch nicht vorstellen kann was das genau sein sollte, naja egal.

Ansonsten war das Kapitel ganz gut erzählt. Du hast sehr schön aufgezeigt, wie sich alle auf Atlantis Sorgen um sie machen.

Und hier kommt, finde ich, zum ersten Mal das Allwissender Ich-Erzähler Phänomen zum tragen Winken Es wirkt etwas komisch. Aber durchaus gut und gelungen. Ein schwieriger Spagat, den es zu ewältigen gilt, hat aber bisweilen gut funktioniert! Winken


MfG

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Scout
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BeitragVerfasst am: 04.11.2007, 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hi ihr zwei!

Danke für eure Feedbacks. Yep, das mit dem Ich-ERzähler hat so seine Tücken. Stellt euch vor, dass Kim alt ist, graue Haare hat und die ganze Geschichte ihren Enkeln erzählt. Daher weiß sie alles. *lol*, nee, Spaß beiseite - diese Perspektive gibt es halt einfach nicht...

Ionensturm, danke für die Erklärung Smilie

Was den Narren angeht, an ihr oder an dem Schiff? Smilie

Bis demnächst und vielen Dank Smilie
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Scout
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BeitragVerfasst am: 08.11.2007, 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Titel der FF: In a Galaxy far far away, Teil 7: Mutation
Autor: Scout
Rating: M (15/16)
Inhaltsangabe: Kim und John geraten in eine seltsame Gefangenschaft
Staffel: SGA Staffel 1


07. Mutation


Kapitel 1


„Ist der Jumper startbereit?“, fragte Dr. Weir.

„Er wäre, wenn McKay nicht so trödeln würde!“, gab Sheppard zurück.

Teyla und ich hatten es uns schon bequem gemacht und nun warteten wir noch auf Rodney, der wieder allen möglichen Krimskrams mitschleppte. Aiden Ford war noch krankgeschrieben. Es ging ihm zwar schon wieder ganz gut, aber er hatte noch kein Okay von Carson bekommen, wieder auf Tour zu gehen.

Die Zeit nutzten wir für ein Gespräch.

„Und? Was sagst du?“

„Schnuckeliges Schiff! Gefällt mir wirklich gut!“

„Möchtest du fliegen heute?“

„Nein, lass mal, du hast dein Schiff, ich habe mein Schiff. Außerdem bin ich die letzte Zeit genug geflogen!“

Er grinste. „Schade!“

„Wieso?“

„Ich dachte, ich könnte dir einen Tausch vorschlagen!“

„Tausch?“

„Du den Puddle Jumper, ich die Scout!“

„Du willst die Scout fliegen?“

Er nickte und hatte wurde richtig nervös, weil meine Antwort auf sich warten ließ. „Ich sag dir was, du fliegst heute den Puddle Jumper und lässt mich einfach nur Passagier sein und bei der nächsten Gelegenheit, wenn wir beide mal frei haben, fliegst du die Scout.“

„Ehrlich?“

„Ja! Du kannst das sicher! Aber mal so ganz unter uns!“ Ich beugte mich näher an ihn ran. „Du und sonst keiner!“

Er nickte! „Okay, sounds like a deal!“

Wir grinsten beide. Endlich war McKay dann soweit. „Basis, Jumper one ist dann jetzt endlich klar zum Start!“

„Verstanden, Jumper one!“

Der Puddle Jumper war ein elegantes Schiff, dass ähnlich wie Scout auch, auf seinen Piloten reagierte. Jedoch war diese Technik sehr viel ausgefeilter als die, die die Scout verwendete.

Den Planet, den wir besuchten, zeigte gewisse fortgeschrittene Zivilisationen an und wir hofften, dort vielleicht einem Volk zu begegnen, mit dem man sich gegen die Wraiths verbünden könnte.

Aber weit gefehlt, denn als wir das Gate passierten, lag die Welt in Schutt und Asche. Wohl waren die Wraiths vor nicht allzu langer Zeit hier gewesen. Wir konnten keine Spuren von Überlebenden finden.

„Okay, wir schauen uns das an. Zweier Teams. Teyla, du und McKay, Kim und ich und Vorsicht!“

Wir tarnten den Jumper und schwärmten in zwei unterschiedliche Richtungen aus. John und ich erreichten eine Art Dorf. Es wurde wohl kürzlich erst angegriffen. Die Scanner zeigten Lebensformen an, aber wir konnten niemanden entdecken.

„Teyla, McKay!“, funkte John die anderen beiden an.

„Die Dörfer scheinen alle zerstört, wir haben hier nur einige Kinder entdeckt!“, kam Teylas Antwort durch das Radio.

„Kinder?“, wiederholte ich ungläubig und machte einen Abstecher in eine der Hütten. Und tatsächlich, es waren Kinder da. John kam mir nach und sprach gleichzeitig immer noch mit Teyla.

„Schaut mal, ob sie euch was erzählen!“

Ich hatte inzwischen ein völlig verängstigtes Kind in der Ecke der Hütte gefunden und versuchte, es zu beruhigen. John stand vor der Hütte. Ich nahm das Mädchen auf den Arm und brachte es mit nach draußen. John schaute mich verdutzt an, sagte aber nichts. Ich ließ sie runter und sagte, sie solle sich erst mal hinsetzen.

„Hab keine Angst, dir passiert nichts. Wir tun dir nichts.“ Ich kniete vor dem Kind, während Sheppard so unbemerkt es ging die Deckung für uns hielt. „Wie heißt du denn?“, fragte ich die Kleine, worauf ich aber keine Antwort bekam. „Also, ich bin Kim und das ist John!“

„Hi!“, meinte der und hob die Hand.

„Willst du uns nicht deinen Namen verraten?“

„Syll!“

„Syll? Das ist ein schöner Name! Syll, wir würden dir und den anderen Kindern gerne helfen, würdest du uns sagen, was hier passiert ist?“

„Die Wraiths haben viele von uns gefangen!“

„Die Wraiths?“. fragte John nach. Das Kind nickte.

„Wo sind eure Eltern, verstecken die sich auch irgendwo? So wie ihr?“

„Wir haben keine Eltern!“

Ich schaute verwirrt. Eine etwa 10-jährige, die mir sagt, dass alle Kinder hier keine Eltern haben.

„Die Wraiths fangen alle Erwachsene!“

„Und die Kinder nicht?“

„Die Kinder kommen in dem Wraithsdorf auf die Welt. Manche können sich retten und fliehen! Manche werden nur ein paar Tage alt und werden dann gefressen!“

Mir tat es in der Seele weh, was ich da hörte. Was dieses Kind wohl schon mitgemacht hat.

„Manchmal lassen sie auch Kinder frei und fangen sie später wieder ein!“

„Das wird ja immer abenteuerlicher!“, sagte Sheppard und schaute angeekelt in den Himmel. Ich stimmte ihm zu.

„Syll, wie viele sind noch da?“

„Vielleicht 20, mehr nicht!“

„Ich glaube, wir nehmen euch mit. Da wo wir herkommen, seid ihr vor den Wraiths sicher!“

Ich drehte mich zu John um. „Wir können sie auf keinen Fall hier lassen Major!“ Der nickte und funkte Teyla an, die ähnliches erlebte.

„Hör mal Syll, du sagtest, hier ist ein Wraithsdorf in der Nähe. John und ich müssen nachschauen, ob es noch mehr Kinder dort gibt. In welche Richtung ist es?“

Das Kind zeigte nach Westen, „aber sie werden euch auch fangen und die Kinder werden sie dann fressen!“

Weder Sheppard, noch ich selbst verstand genau, was Syll damit meinte.

„Hör zu, wir kommen wieder hier her und holen dich und deine Freunde, okay? Kannst du mir was versprechen?“

Sie nickte zögerlich.

„Kannst du dich im Wald verstecken und so lange warten, bis wir wieder da sind?“

Sie nickte und lief los. Dann gingen wir zügig weiter.

* * *

„Respekt!“

„Wieso?“

„Du hast ein Händchen für Kinder!“

„Danke! Nur so lange es nicht meine sind!“

„Hast du welche?“

Ich schüttelte den Kopf. „Nee, selbst noch zu viel Kind!“

„Verstehe! Ein Wraithsdorf. Was wird sie wohl damit meinen?“

„Und vor allem, was meint sie damit: Alle Erwachsenen werden gefangen und die Kinder dann gefressen?“ Ich kontaktierte McKay. „Rodney, schon was rausgefunden?“

„Nur so viel, dass die Wraiths anscheinend mit dem menschlichen Leben experimentieren.“

„Experimentieren? Inwiefern?“

„Kann ich noch nicht sagen!“

Dann kamen an den Rand einer weitläufigen, aber nicht sehr tiefen Schlucht.

„Meinte sie das mit Wraithsdorf?“, warf ich die Frage in den Raum.

Vor uns erstreckte sich ein gigantisches Wraithschiff, überwuchert von Pflanzen. Ich ließ meinen Scanner rattern.

„Es sind unzählige Lebensformen vorhanden auf dem Schiff!“

„Kannst du die Altersstruktur ausmachen?“

„Ja, es sind einige Erwachsene an Bord, aber viel mehr Kinder. Na ja, was heißt Kinder, Babys eher gesagt!“

„Babys?“

Ich nickte. “McKay!“

„Hier! Wir haben ein Schiff entdeckt!“

„So wie wir auch!“

„Es scheint ein Forschungsschiff zu sein!“

„Wir haben wir komische Daten reinbekommen, demnach gibt es unglaublich viele Babys und nur eine recht geringe Anzahl von Erwachsenen. Vielleicht 20 oder 30, aber über 400 Babys!“, sagte ich.

Dann ging alles ganz schnell.

* * *

Ich fühlte nur noch einen dumpfen Schlag in den Rücken und sah, dass sie den Major überwältigt hatten und ihm irgendwas in den Oberarm injizierten. Das war’s dann. Wir wurden in das Schiff gebracht und beide zusammen in eine Art Zelle gesperrt. Ich machte schon mein Testament, hier würden wir ganz sicher nicht mehr lebend rauskommen. John war bewusstlos. Ich packte ihn unter den Armen und schleifte ihn rüber zu einer Art Liege. Sein Puls war in Ordnung, ich fragte mich nur, was sie ihm wohl gespritzt hatten.

Vielleicht würde er zu einem Wraith mutieren. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass ich damit gar nicht so Unrecht hatte.

Alles was ich über das Schiff wusste, war, dass es ein biologisches Labor zu sein schien. Es gab ja die verschiedensten Wraithschiffe: Versorgungsschiffe, Hiveschiffe und nun auch noch Forschungsschiffe. Welche Rolle wir spielten, konnte ich nicht sagen. Ich kümmerte mich um den Major, checkte ihn durch, um sicher zu gehen, dass nicht an ihm nicht noch mehr kaputt war. Er hatte ziemlich was auf den Kopf bekommen. Ich sah mir seinen Arm an. Die Injektionsstelle war glühend heiß und pulsierte. Ganz geheuer war mir das nicht. Ansonsten sah er recht friedlich aus, mal von dem blauen Auge abgesehen, was sich da abzeichnete.

Ich stand auf, um nach etwas zu schauen, womit ich ihm den Arm abbinden könnte. Dann merkte ich, dass das Funkgerät noch klappte und so versuchte ich jemanden zu erreichen.

„Scout an Basis! McKay oder irgendjemand, bitte kommen!”

„Hier ist Teyla, was ist passiert!“

„Sheppard und ich sind in einen Hinterhalt geraten und werden von den Wraiths gefangen gehalten. Er ist bewusstlos, aber am Leben. Sie haben uns in das Schiff gebracht und in eine Zelle gesperrt. Ein paar gute Nachrichten wären jetzt nicht schlecht, Teyla!“

„Das Schiff ist nach wie vor am Boden. Sie sehen anscheinend keinen Grund zum Start! Wir sind unentdeckt geblieben.“

„Na, das ist doch etwas! Basteln Sie einen Plan, um uns hier raus zu holen! Stötzer Ende!“

Diese Nachricht beruhigte mich nicht wirklich, im Gegenteil, ich war über alle Maßen angespannt. Irgendwas war hier oberfaul. Ich lief in der Zelle auf und ab und verlor John dabei ganz aus dem Blickfeld, als ich plötzlich einen erneuten dumpfen Schlag spürte und zu Boden ging. Ehe ich mich versah, wurde ich quer durch die Zelle geschleift.

Dann war wieder Ruhe. Ich rappelte mich auf und sah, dass John nicht mehr da war. Zuerst dachte ich, die Wraiths hätten ihn vielleicht geholt, aber weit gefehlt. Plötzlich sah ich ihn aus dem Schatten der Zelle hervortreten. Er schaute sehr ernst drein und ich wusste, dass hier die Welt gerade sehr verkehrt war.

Er kam auf mich zu und ich ging automatisch zurück und brüllte ihn an: „Das bist doch nicht du!“

Keine Antwort. Ich bereitete mich mental auf einen Kampf vor, den ich a) nicht kämpfen wollte und b) ohne Zweifel verlieren würde. Alles in mir sträubte sich bei dem Gedanken, ihm weh zu tun, aber was sollte ich machen, er war nicht er selbst und würde mir wahrscheinlich ohne zu zögern wehtun. Wir drehten uns im Kreis.

Die Wraiths hatten uns völlig entwaffnet, ich stand praktisch mit dem Rücken an der Wand. Mir war der Kerl wirklich unheimlich, vor allem, weil er auch überhaupt nicht reagierte. Ich wünschte mir den John Sheppard wieder, der jeder spitzfindigen Bemerkung von mir etwas entgegensetzen konnte. Aber er war irgendwie weg.

„Hey, kannst du reden?“, provozierte ich mein Gegenüber.

Keine Reaktion.

Dann kam es schließlich zum Showdown. Ich hielt mich zeitweise ganz gut, aber mal ehrlich, wie sind die Chancen einer Frau gegen einen Mann, wenn es um reine Muskelkraft ging. Ich konnte ihn taktisch gesehen etwas hinhalten, indem ich kreuz und quer durch die kleine Zelle rannte, doch als er mich einmal erwischte, war es aus. Er traf mich an der sowieso schon angeschlagenen Stelle am Rücken und brach mir dabei garantiert ein oder zwei Rippen. So knallte ich unsanft, Kopf voran, auf der harten Liegefläche der Zelle auf und krümmte mich vor Schmerzen.

Ich wusste noch nicht wirklich, was ich davon halten sollte. Na ja, ich hatte mich immerhin 20 Minuten gut gehalten, aber was würde wohl als nächstes kommen?

Er packte mich an den Schultern und warf mich auf die andere Seite, so dass wir uns Auge in Auge gegenüber waren. Zugegeben, unter anderen Umständen hätte ich das vielleicht sehr anziehend gefunden, aber in jenem Moment hatte ich richtig Angst und das kam nicht oft vor. Ich wusste gar nicht, was der für eine Kraft hatte. War ja auch nicht verwunderlich, er war beim Militär, die werden in der Ausbildung ja sicher nicht nur Däumchen drehen.

„Überrascht?“, fragte er plötzlich. Es war schon seine Stimme, aber irgendwas sehr Unheimliches klang in ihr mit.

„John, jetzt mach kein Scheiß, ich weiß, dass du da irgendwo bist, komm schon!“

Keine Reaktion, außer dass er meine Arme seitlich von meinem Kopf auf den Boden drückte. Es tat weh. Ich schloss die Augen und versuchte zu denken.

„Entspann dich!“, sagte er dann wieder wie aus dem Nichts.

„Entspannen? Hast du einen Schaden, du bist dabei mich umzubringen!“

Er schüttelte den Kopf, worauf ich zynisch meinte: „Nein, klar, du machst nur Spaß, sicher! Und gleich sagst du wahrscheinlich sowas wie: Ich tue nichts, ich will nur spielen!“

Ich bäumte mich unter ihm auf und schaffte es kurzfristig frei zu kommen, als er mich bald darauf aber schon wieder in seiner Gewalt hatte. Ich atmete schwer und wusste überhaupt nicht, was ich machen sollte.

„Ich weiß nicht, was du da machst, aber eins weiß ich genau!“, schrie ich ihn an. „Der John Sheppard, den ich kenne, würde so etwas nie tun!“ Ich hatte Tränen in den Augen. Tränen der Wut, der Angst und der Schmerzen, die von Sekunde zu Sekunde stärker wurden.

„Bitte, John, kämpfe dagegen an. Bitte!“ Ich war wirklich noch nie so verzweifelt, als ich an das Funkgerät dachte. „McKay!“, brüllte ich, der mir auch sogleich Antwort gab.

„Kim, wir haben herausgefunden, wozu sie dieses Schiff brauchen!“

„Das ist mir scheißegal, sie haben irgendwas mit dem Major angestellt!“

„Ja, und ähm, wie geht es ihm jetzt?“

„Wie es ihm geht, fragen Sie lieber, wie es mir geht! McKay, er wird mich umbringen, wenn Sie nicht bald was tun!“ Dann konzentrierte ich mich wieder auf den Major. „John, Komm schon, lass mich jetzt nicht im Stich! Du lässt dich doch sonst nicht so schnell unterkriegen.“

Ich redete in diesem Moment mit dem John, den ich gerade schmerzlich vermisste, denn dieser neue Sheppard war so gar nicht meine Kragenweite. Ich biss mir auf die Zunge.

„Oh Mann, bitte, das kann es doch nicht gewesen sein!“ Ein allerletztes Mal sammelte ich meine Kräfte zusammen und schlug meinen Kopf so fest ich konnte gegen seinen. Das überraschte ihn zumindest. Er taumelte zurück und ich kam frei.

„Wofür so ein Holzkopf doch gut ist!“ Kurz darauf bekam ich natürlich böse Kopfschmerzen. „McKay, was ist los, klären Sie mich auf, in einem Satz, wenn’s geht!“

„Dieses Forschungsschiff führt Tests mit Klonen, Gentechnik und Geburtenbeschleunigung am Menschen durch. Sie züchten sich ihre eigenen Menschen.“

-FF-
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Scout
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

öhm? keiner mehr da?
*Heul* *schluchz* *quengel* Smilie
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 15.11.2007, 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Doch ich habs irgendwie übersehen. Aber lesen tu ich noch.

Also sie klonen sich Menschen. Desh aeißt John ist ein Klon!? *cool*

Dann bleibt zu hoffen das sie heil da raus kommen.
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Scout
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BeitragVerfasst am: 21.11.2007, 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hi!

Mach dir nix draus, ich bin ja auch lausig. Siehe Katzenjammer *g*. Ich lese auch noch die anderen Sachen, ganz bestimmt! Smilie

So, anbei Teil 2...

Mutation, Kapitel 2

Bei mir fiel der Groschen. Sheppard oder das was wie Sheppard aussah, war wieder auf den Beinen und ich versuchte wieder, von ihm wegzurennen.

„McKay, heißt das etwa, dass...“

„Genau das Lieutenant, die Wraiths wollen Sie und ihn verkuppeln!“

„Verkuppeln? Das stelle ich mir aber romantischer vor. Außerdem bin ich zu jung für eine eigene Familie! Bitte, Sie müssen mich hier raus holen, ich kann nicht mehr!“

„Wir arbeiten dran, halten Sie ihn hin! McKay Ende!“

„Halten Sie ihn hin, halten Sie ihn hin, wie denn?“ Ich dachte nach. Ich war allerdings so verwirrt, dass ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Dann hatte er mich. Er griff meine Arme und verdrehte sie in eine Art Polizeigriff.

„John, nein!“

Und schon waren wir wieder in der gleichen Position wie vorhin. Er über mir, hielt mich fest und sagte nichts. „Weißt du, ich mag dich echt gerne! Aber das geht zu weit! Wenn du so weiter machst, dann lasse ich dich niemals die Scout fliegen! Und sie wird dich auch überhaupt nicht fliegen lassen!“

„Was machen wir hier Kim?“, fragte er mich.

„Was wir hier machen? Ich frage mich, was du hier machst? Tolle Show echt, du blöder Idiot!“

Ich war außer mir und merkte daher nicht, dass er nicht mehr diesen gruseligen Unterton in seiner Stimme hatte. Er schien verwirrt, verweilte aber in seiner Position.

„Kim, könntest du mir freundlicherweise mitteilen, wo wir sind und was hier abgeht?!“

Ich war erstaunt. „Bist du das wirklich?“

„Wer soll ich denn sonst sein!?“

Mir fiel ein Stein vom Herzen und sendete schnell ein Dankesgebet in Richtung Himmel. Dann fing ich an mit meiner Hand herumzufuchteln, die er immer noch mächtig festhielt.

„Nun ja, du versuchst gerade, ja, wie soll ich das sagen, du versuchst gerade, mir etwas sehr viel näher zu kommen, als wir das beide wollen!“

„Was?“

Er schreckte auf, ließ mich sofort los und ich atmete durch.

“Wie siehst du denn aus?“

Ich schluckte. „Das warst du!“

„Ich? Oh mein Gott, das ist nicht wahr oder?!“

Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. „Doch, es ist so! Sie haben dir irgendwas gespritzt, es sollte wohl länger anhalten, bis wir durch sind mit dieser Geschichte. Du warst ganz schön grob!“

Ich hielt mir meine Schulter. Auch wenn ich das mit einem heiteren Unterton sagte, war er erschüttert.

„Kim, ich...“ er half mir hoch. „Es tut mir so leid!“

„Wenn die Wraiths herausfinden, dass du wieder normal bist, werden sie herkommen, dich noch mal umprogrammieren und ich sage dir, dass ich das nicht überleben werde John, ich habe keine Kraft mehr, um mich zu wehren!“

Er schien verzweifelt, ich genauso. „Halt mich fest, bitte!“ Er nahm mich in den Arm, ganz vorsichtig, ganz behutsam. Er war zurück. Während er mich im Arm hielt, versuchte ich ihn zu beruhigen.

„John, ich weiß, das warst nicht du. Aber wenn wir hier nicht bald rauskommen, dann kann ich für deine und für meine Taten nicht garantieren!“

Er ließ mich nicht los, was mich gerade ungemein beruhigte. Auf der anderen Seite war ich entsetzt.

„Sie züchten Menschen John. Sie injizieren den Männern eine Substanz, die sie verändert. Sie schwängern die Frauen, die dann in einem Schnellverfahren, wahrscheinlich ausgelöst durch die Substanz, Kinder kriegen. Und diese Kinder sind das Futter für die Wraiths. Wahrscheinlich lassen sie hin und wieder Kinder frei, damit diese erwachsen werden und selbst Nachwuchs zeugen können. Oh Gott!“

Ich war total entsetzt und hysterisch und daher war es gut, dass er mich immer noch im Arm hielt. In diesem Augenblick explodierte die Tür und Teyla und McKay standen in der Zelle.

„Ah, hat das Verkuppeln also geklappt!“

Ich stand auf und war echt sauer. „Sie sind ein blöder Idiot! Überhaupt kein Feingefühl, null!“

Mit diesen Worten stürmte ich an ihm vorbei, schnurstracks Richtung Ausgang und interessierte mich überhaupt nicht dafür, wie sie uns befreit hatten.

„Major?“, fragte Teyla.

McKay stand nur da und brachte kein Wort raus. „Wir müssen hier raus, wir haben es geschafft, den Selbstzerstörungsmechanismus zu aktivieren, wir haben noch zwei Minuten!“

Wir schafften es rechtzeitig aus dem Schiff zu gelangen und den Puddle Jumper zu erreichen, als die Zeit abgelaufen war und das Schiff explodierte. Einige der Kinder konnten die beiden vorher noch aus dem Schiff befreien, für den Rest kam jede Hilfe zu spät.

„Ist euch eigentlich aufgefallen, wie viel wir in letzter Zeit explodieren lassen?“, fragte McKay die anderen beiden. Die zogen bloß die Augenbrauen nach oben.

Nun hatten wir Zeit uns zu sammeln. Jetzt kam die angestaute Energie so richtig aus mir raus und ich riet den anderen in Gedanken, mich nicht mal anzusprechen. Währenddessen erklärte McKay John, was genau passiert war und war geschehen wäre, hätte die „Droge“ noch länger gewirkt. Er war untröstlich und konnte nicht glauben, dass er mich so verletzt hatte.

Ich dagegen war mir dessen sehr bewusst und ich hatte überhaupt keinen Hass auf ihn. Ich wusste, dass er manipuliert war, ich konnte ihm keinen Vorwurf machen und McKay eigentlich auch nicht. Er hatte nur versucht zu helfen und war dabei eben ein bisschen flapsig wie immer, aber im Moment war ich viel zu stolz, mir das einzugestehen und mich zu entschuldigen.

„McKay! Sie sind ein echtes Talent, was Frauen betrifft!“, meinte Sheppard als sie noch mal auf den Vorfall in der Zelle zurückkamen. „Keine Sorge, sie meint das nicht so. Ich habe sie wirklich übel zugerichtet und wer weiß, was noch alles hätte passieren können. Lassen Sie ihr die Zeit!“

McKay nickte! „Kommen Sie damit klar?“

„Weiß ich noch nicht!“ Mit diesen Worten ging er Richtung Ausgang.

* * *

Ich stand vor dem Puddle Jumper, schaute auf das brennende Wraithschiff, hielt die Arme verschränkt vor der Brust und fühlte jeden einzelnen Schmerzpunkt, als Sheppard die Rampe runterkam. An deren Ende blieb er stehen.

„Jumper zwei hat die Kinder abgeholt. Syll hat nach dir gefragt.“

Ich antwortete ihm nicht.

„Wir sind startbereit, Kim!“

Erst reagierte ich gar nicht, dann drehte ich mich langsam um und meine Haare wehten mir ins Gesicht. Ich nickte. Er wartete, bis ich bei ihm war.

„Das sind äußerliche Wunden, die werden abheilen! Ich weiß, dass du so etwas nicht tun würdest!“

Er reichte mir die Hand und ging wortlos mit mir die Rampe hoch, die sich hinter uns schloss. Zurück in Atlantis beorderte Weir, als sie uns sah, sofort ein Med-Team in den Stargateraum.

„Was ist passiert Major?“

„Das ist eine lange Geschichte! Wenn Sie nichts dagegen haben, könnte McKay Sie vorab informieren, ich würde gerne zur Krankenstation!“

Dann erreichte Beckett den Puddle Jumper. Als er mich sah, sah er mich entsetzt an.

„Hattest du einen Boxkampf?“

Ich nickte „So ähnlich!“

„Wer hat dich so zugerichtet?“

„Ich war das!“ sagte Sheppard völlig trocken. „Ist ne lange Geschichte!“

Dann wurde ich auf die Krankenstation gebracht. Carson schob mich in die Röhre, checkte mich von oben bis unten durch und ließ mich mit John alleine, während er auf die Ergebnisse wartete. John holte sich einen Stuhl und setzte sich neben mein Bett.

„Hör mal, ich bin wirklich entsetzt über das alles!“

„Ich weiß, das bin ich auch. Aber es bringt nichts, wenn du dir Vorwürfe machst deswegen oder was auch immer. Ich kann das sehr gut trennen. Das warst nicht du, deine ganze Persönlichkeit, das was du bist und was dich ausmacht, war einfach weg. Glaubst du nicht, ich kann das auseinander halten?“

„Ja, aber wenn ich mir so anschaue, zu was ’ich’ fähig sein kann...“ Er zeigte auf meinen Kopf und auf meinen Rücken.

„Was soll ich machen, John? Ich kann es nicht ungeschehen machen!“, fragte ich sarkastisch. „Nein, bitte, im Endeffekt ist nichts passiert. Ich bin schon oft von Freunden durch die Gegend geschubst worden, aufgrund solcher Sachen, und das Schlimmste haben wir abwenden können. Ich habe über die Jahre gelernt, damit umzugehen - John, bitte, ich werde nicht ruhig schlafen können, wenn du dir das nicht verzeihen kannst!“

Er seufzte. „Ich krieg gerade einen neuen, echten Hass auf die Wraiths. Wie viele werden schon auf diese Weise ihr Leben gelassen haben?“

Ich schüttelte den Kopf und dachte kurz nach, denn ich war auch erschüttert über so viel Brutalität, die die Wraiths menschlichem Leben gegenüber zu Tage brachten.

„Neugeborenes Leben wird so sofort ausgelöscht. Wie grausam kann man sein?“

John schüttelte wortlos den Kopf und sagte dann: „Die Kinder wurden aufs Festland gebracht, die Athosianer haben sich bereit erklärt, sie bei sich aufzunehmen!“

„Das ist schön!“

Dann kam Carson mit den Ergebnissen. „Zwei gebrochene Rippen hinter der Lunge, ein angeschlagenes Knie und zwei Stauchungen im Oberschenkel und in der Schulter!“

„Na, das kann sich ja echt sehen lassen!“, meinte Sheppard sarkastisch.

„Allerdings! Möchtest du vielleicht Anzeige erstatten?“, fragte mich Carson, worauf ich lauthals loslachte, trotz der Schmerzen.

„Der war gut!“, sagte John, als Beckett sich wieder seiner Arbeit widmete. Kurze Zeit sahen wir uns an und sagten gar nichts.

„Na ja, John!“, begann ich schließlich wieder und versuchte ihn etwas aufzumuntern.

„Ich wäre sehr dafür, dass das nächste Rendevouz a) ein bisschen romantischer wird und b) wir nicht so schnell auf das Endlevel kommen!“

Er lachte. „In Ordnung. Ich werd’s mir merken! Wahrscheinlich muss ich mir für den Rest meines Lebens anhören, dass ich Frauen schlage. So in 20 Jahren wirst du mir das wahrscheinlich immer noch vorhalten. ’ja, damals, weißt du noch in dem Wraithschiff...’“

Ich lachte und schüttelte den Kopf. „Nein, ich bin zwar nachtragend, aber nicht so und vor allem nicht wegen dieser Sache! Aber wer weiß, was in 20 Jahren ist.“

„Danke!“

„Nichts zu danken!“ Ich legte meine Hand auf seinen Arm. „Und vielleicht wäre es jetzt ganz gut, Dr. Weir zu informieren, was los war!“

Er nickte und stand auf. „Und John, sag McKay bitte, dass ich es nicht so gemeint habe!“

„Mach ich! Halt die Ohren steif!“

„Du auch!“

Ich hoffe, er würde sich nicht zu viele Vorwürfe deswegen machen.

* * *

Ich durfte recht schnell die Krankenstation wieder verlassen. Rippenbrüche waren mir ja nicht unbekannt und so machte ich mich in Atlantis etwas nützlich, sofern es körperlich ging.

Ich hatte auf meiner langen Reise durch das Raum-Zeit-Kontinuum schon so viel Prügel einstecken müssen, dass ich ein Buch drüber schreiben könnte. Mit der Zeit lernte ich damit umzugehen und daher verkraftete ich diese letzten Tage ganz gut, war nur sehr froh, dass es nicht eskaliert war.

Vor allem war es ein Unterschied, welcher Art von Gewalt man ausgesetzt war: psychisch/physischer Gewalt oder ob man einfach nur eins drauf bekommen hatte, so wie MacGyver oder Indiana Jones bei ihren Abenteuern.

Als wir einige Tage später alle zusammen saßen, konnten sowohl John als auch ich schon ein bisschen über die Sache lachen. Das war unser großer Vorteil, dass wir wussten, was real war und was nicht. Ford war auch dabei und das freute mich besonders.

„Also, das mit diesem Schiff geht mir nicht aus dem Kopf!“, meinte McKay. „Was war da wirklich los?“

„Rodney, wie oft wollen Sie es denn noch hören? Sheppard und ich taten nichts anderes als Familienpläne zu schmieden!“, entgegnete ich ihm gewohnt frech, worauf großes Gelächter ausbrach.

Er war herrlich und konterte sofort. „Na ja, wenn ihr mich fragt, ist das auf ihrem Mist gewachsen! Sie hat ihm was gespritzt, damit sie es hinterher rechtfertigen könnte.“

John lachte, er wusste nicht so recht, auf welche Seite er sich schlagen sollte! „Moment, Sie unterstellen mir, ich müsste ihm was spritzen, um ihn rumzukriegen, ist das richtig?“

„Ja, genau!“

„Das geht auch einfacher!“

„Ach ja?“ Jetzt wurde Sheppard aber hellhörig.

„Na ja, ihr geht alle davon aus, dass ich den Major abschleppen will. Wieso sollte ich dagegenhalten? Wenn so viele hier genau das denken und ihr seid alle Autoritäten auf eurem Gebiet, vielleicht sollte ich es wirklich ausprobieren, und hinterher sage ich euch, wie es war!“

Wieder Lachen, wobei John ungläubig den Kopf schüttelte. „Also, da würde ich ja schon gerne wissen, wie du das anstellen willst“

„Komm mit, ich zeig’s dir!“

„Sie blufft!“, meinte Ford lachend.

Ich grinste verschmitzt und sah John an. Mir war klar, dass ich gerade heftig mit ihm flirtete, vielleicht war ja etwas dran, wer weiß das schon.

„Ich und bluffen? Wie lange bin ich jetzt hier?“

„Fünf Wochen?“

„Fünf Wochen und habe ich schon einmal geblufft?“

„Die Sache mit den Liedern war ein einziger großer Bluff!“

„Oh nein, das zählt nicht! Diese Diskussion, welche Lieder Sinn ergeben und welche nicht – das zählt nun wirklich nicht!“

„Major, gehen Sie! Sie sollten es herausfinden!“

„Was, dass sie blufft? Oh nein...Nachher legt sie mich tatsächlich flach und posaunt es in der ganzen Stadt herum!“

„Seht ihr!“, sagte ich triumphierend.

„Könntest du das nicht vielleicht McKay demonstrieren?“, fragte John hinterlistig.

Ich war entsetzt. „Weißt du, das verletzt mich jetzt!“, entgegnete ich.

„Ja, und mich auch!“, sagte McKay in einem sehr pathetischen Tonfall. Dann lachten wir wieder und McKay und ich prosteten uns zu.

„Nein, um dem ganzen Schweinekram ein Ende zu bereiten, ich kann gar nicht dafür verantwortlich gewesen sein, denn ich bin strikt gegen Sex vor der Ehe!“

Ich stand auf und drehte mich um, weil ich selbst lachen musste.

„Die blufft schon wieder!“, rief Ford und wir grölten abermals.

„Hey, gehst du jetzt wieder für kleine Kamikazepiloten?“

„Ja, wieso?“

„Vielleicht sollte ich mitkommen!“, meinte Sheppard.

„Seht ihr“, meinte ich und streckte die Hand aus, in der ich das Bier festhielt. „Und er will doch!“

Wieder allgemeines Gelächter.

„Sollen wir Händchen halten?“, fragte er mich.

„Au ja, dass kommt gut!“

Genauso verschwanden wir dann unter Begleitung lauten Lachens in Richtung Toiletten, jeder auf seine eigene selbstverständlich.

„Die beiden wären ein echt hübsches Pärchen!“, stellte Teyla fest, worauf das Team wieder etwas ruhiger wurde.

McKay nickte: „Ich für meinen Teil würde sie auch mal zum Essen einladen! Sie natürlich auch Teyla, verstehen Sie mich nicht falsch!“

Sie grinste, es machte ihr nichts aus, dass die anderen Kerls nicht mehr nur Augen für sie hatten. Dafür war sie Profi genug.

„Zweifellos eine gute Bereicherung fürs Team!“, gab Ford dazu.

„Jetzt mal im Ernst, glaubt ihr, die beiden könnten vielleicht? Ich meine, wenn Sheppard wieder mit seiner Kirk-Nummer kommt.“

„Ja, aber hier hat er es mit MacGyver zu tun, ich weiß nicht, ob sie so schnell zu knacken ist.“

„Warum erklärt mir nicht mal jemand, wer eigentlich Kirk und MacGyver sind?“, fragte Teyla, was dann auch sofort durch Ford geschah.

* * *

Vor den Toiletten trafen wir uns wieder.

„Lieutenant!“

„Major!“

„Ich hoffe, dieses blöde Geschwätz ist okay!“

„Oh ja, klar, wenn ich mich nicht wohl fühlen würde dabei, würde ich es schon sagen, keine Sorge! Ein bisschen Spaß muss sein. Hey, außerdem bin ich Deutsche, wir sind sehr viel freizügiger und weniger prüde als ihr Amerikaner!“

Jetzt war er verdutzt. „Ach, ist das so?“

„Ja!“

„Tja, ich muss sagen, ich sammele gerade meine ersten Erfahrungen mit einer Deutschen!“

„Ich hoffe nur Gute!“

„Bisher kann ich nicht klagen!“

Ich lächelte ihn an.

„Dann bist auch nicht gegen Sex vor der Ehe oder?“

Ich grinste verschmitzt. „Davon mal abgesehen, dass wir uns noch nicht so lange kennen und diese Konversation gerade sehr privat wird und du heftig mit mir flirtest, was das Thema angeht, wäre ich wohl schon mindestens 2x verheiratet und schon wieder geschieden.“

Ich grinste.

„Ich flirte nicht, das war nur ne Frage! Außerdem sagtest du, ihr Deutschen wärt nicht prüde!“

„Richtig!“ Ich drehte mich um. „Sollten wir nicht gehen, die anderen denken sonst, ich hätte dich wirklich abgeschleppt.“

„Na ja, eine gewisse Neugier entwickele ich ja schon!“, sagte er und grinste schon wieder so verschmitzt.

„Ach, Kerle! Alle gleich!“

Wir lachten, shakerten noch ein bisschen herum und gingen zu den anderen zurück, die inzwischen Kirk- und MacGyver - Geschichten rezitierten und Spaß hatten. Als John sich wieder hinsetzte, meinte er nur so in seiner gewohnt ironischen Intonation.

„Leute, sie ist echt gut!“

Während ich nur den Kopf schüttelte, brachen die anderen in schallendes Gelächter aus und Ford meinte sofort.

„Jetzt ist es er, der blufft!“

„Außerdem ist es faktisch unmöglich, zwei Militärangehörige, äh äh, das wäre ja wie, wenn General O’Neill und Colonel Carter....nein, das geht nicht!“, scherzte McKay.

„Rodney, wir gehören nicht zum gleichen Militär, vergessen Sie das nicht!“

„Ich geb’s auf.“

Und wieder Lachen. So ließen wir den Abend auch ausklingen, mit viel Heiterkeit. Das war sehr schön, vor allem, weil sonst alles recht ernst war hier auf Atlantis. Gemeinsam brachen wir dann die Zelte ab und gingen Richtung Quartiere.

Fords lag direkt auf dem gleichen Gang wie meins, daher gingen wir zusammen und unterhielten uns noch ein bisschen.

„Ich freue mich wirklich, dass Sie bei uns im Team sind!“

„Danke Aiden! Sagen Sie, wie wär’s, wenn wir das blöde Sie vergessen?“

„Von mir aus gerne!“

„Okay!“

Ich grinste.

„Wie funktionieren deine Zeitreisen eigentlich genau?“

„Wenn ich das wüsste. Bisher war es immer so, dass ich eine Situation kam, aus der ich lebend nicht mehr herausgekommen wäre. Sprich wurde abgeschossen, bin abgestürzt, umzingelt gewesen und und und. Praktisch bin ich, anstatt draufzugehen, kurz vor meinem jeweiligen Tod, in eine andere Welt teleportiert worden. Das meinte ich auch mit *ich kann nicht sterben*. Sollte ich hier mal in eine solche Situation kommen, werde ich wahrscheinlich einfach spurlos verschwinden.“

„Hoffentlich nicht!“

„Nein, da pflichte ich dir bei. Ich will hier erst mal nicht weg. Vielleicht irgendwann nach Hause, aber nicht so bald!“

„McKay und Sheppard halten große Stücke auf dich!“

„Tun sie das?“

Er nickte.

„Auf dich auch, auch wenn McKay das nicht zeigt!“

Wir lachten beide. Er war so süß, vor allem, wenn er böse und sauer ist.

Dann verabschiedeten wir uns, denn am folgenden Tag stand wieder eine Auswärtsmission an.

-Ende-
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 30.11.2007, 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry ich habs irgendwie übersehen. Wenn ich mal nach 3 Tagen kein FB geb. dann schreib mich an.

So sie sind also heil darausgekommen. Gott sei dank.

Besonders toll fand ich den menschlichen Teil zwischen John und Kim. Wirklich super beschrieben. Auch der lustige Ausklang des Abends war gut.
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Scout
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BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Felix!

Danke für's Feedback, hat mich gefreut. Nee, ich bin ein Gegner von Stress, kann ruhig auch mal ein paar Tage länger dauern, bis ein FB kommt, Hauptsache es kommt überhaupt Winken

Die nächste Geschichte ist etwas lang, aber dafür werde ich einfach länger nix Neues posten!


Titel der FF: In a Galaxy far far away, Teil 8: Immunity
Autor: Scout
Rating: M (15/16)
Inhaltsangabe: Kim findet etwas Wichtiges über sich und die Wraiths heraus.
Staffel: SGA Staffel 1


08. Immunity



Dieser Tag hätte eigentlich nicht schlimmer werden können. Es sollte eigentlich nur eine Routinemission werden, alles deutete auf eine ruhige Welt hin und dann wurden wir eiskalt in einen Hinterhalt gelockt.

Die Wraiths waren wohl kurz vor uns angekommen. Sie ließen uns praktisch in die Falle tappen und blockierten hinter uns das Stargate. Während McKay das ZPM ausgrub, das unsere Sensoren geortet hatten, wurden wir plötzlich angegriffen.

Teyla, die schon früher auf diesem Planeten war, bat darum, die einheimische Bevölkerung zu warnen und in Sicherheit zu bringen. Sheppard willigte ein, während wir uns mehr und mehr Wraiths gegenüberstanden.

Wir versuchten alles, um McKay und das ZPM zu schützen und ehe ich mich versah, war ich von vier Wraiths umzingelt. Drei schoss ich über den Haufen, der vierte war zu schnell. Erst versetzte der Wraith mir einen Schlag in den Bauch, dann schlug er mir den Laser aus der Hand und warf mich förmlich drei Meter durch die Luft.

Als ich unsanft auf dem Boden aufkam, tat mir alles weh. „Oh Leute, ich bin zu alt für so einen Scheiß!“

Er ließ nicht locker und ich sah, wie er auf mich zukam. Sheppard und Ford waren selbst in Nahkämpfe verwickelt und konnten mir nicht wirklich helfen. Dennoch versuchte er mich zu beruhigen.

„Halt durch Kim, ich komme!“

„Ja, klar, ist ja auch ne Kleinigkeit!“, schrie ich mit zynischem Unterton zurück.

Dann war der Wraith bei mir. Dass ich aber auch immer in solche Situationen geraten musste. Mein Laser war weg, vermutlich hatte ich einige gebrochene Rippen und eigentlich war ich so gut wie tot, als ich mein Laserschwert aktivierte. Das überraschte den Wraith. Klar, sowas hatte er garantiert noch nicht gesehen.

John war inzwischen rennender Weise auf dem Weg zu mir, als ich dem Wraith erst einen Arm, dann seinen Kopf abschlug.

„Ihr solltet euch mit mir besser nicht anlegen!“, brüllte ich.

John blieb kurzzeitig stehen und war richtig verblüfft. Auch er hatte das Laserschwert noch nie gesehen. Wie denn auch, ich hatte noch niemandem erzählt, dass ich eines hatte.

Ich deaktivierte das Schwert und krümmte mich vor Schmerzen. Nicht schon wieder die Rippen. Ich stützte meine Hände im Stehen auf meine Oberschenkel auf und gönnte mir 10 Sekunden Pause, während um mich der Kampf weiterging. Sheppard hatte mich schließlich erreicht.

„Alles okay!?“

„Unkraut vergeht nicht!“ Ich verzog das Gesicht.

„Du hast auch in jeder Situation einen blöden Spruch auf Lager oder?“

„Was denkst denn du?“

Er stützte mich und aktivierte sein Funkgerät: „Ford, wir sind vom Stargate abgeschnitten. Statusbericht!“

„Für den Moment scheinen sie sich zum Gate zurückzuziehen!“

„Kommen Sie hierher und bringen Sie McKay mit, ob der will oder nicht!“ Dann drehte er sich wieder zu mir. „Was ist das für ein Ding?“

„Ein Laserschwert, äußerst hilfreich im Nahkampf.“

„Ja, das habe ich gesehen. Hast du sonst noch irgendwelche Überraschungen auf Lager?“

„Bedaure nein!“

„Wir stehen hier mitten in der Schusslinie, lass uns da rüber gehen!“

„Au ja, nichts leichter als das!“

In dem Moment wurden wir wieder angegriffen und warfen uns reaktionsschnell in den Dreck. Ford und McKay hatten uns beinahe erreicht, als McKay von einer Wraithwaffe getroffen wurde. Ich wusste, dass ich, so unmobil wie ich war, dieser Attacke nicht entkommen würde und so traf ich eine folgenschwere Entscheidung.

„John, bringt ihn hier raus, ich werde sie ablenken!“

„Nein!“

„Wir haben keine andere Möglichkeit! GEH!“

Er seufzte, da er wusste, dass ich Recht hatte.

„Es ist okay, ich komme schon klar! Und wenn ihr meinen Laser findet, den hätte ich später gerne wieder!“

Er streckte den Arm zu mir aus und ich griff nach ihm. Irgendwie wusste ich, dass wir uns wieder sehen würden. Dann ging er, erst zögerlich, dann schneller. Ich nickte ihm zu. Er sollte sich keine Sorgen machen.

Die Wraiths hatten mich schnell umzingelt. Mein Laserschwert war noch immer nicht aktiviert. Ich wollte mein letztes Ass nicht so leichtfertig aufs Spiel setzen. Ford und Sheppard, die die Szenerie von sicherer Entfernung aus beobachteten, fiel es schwer nicht einzugreifen, aber sie sahen ein, dass ich Recht hatte. Atlantis dürfte nicht verraten werden und wer war schon besser im Schweigen als ich?

Mit dem nächsten Wraith Manöver rechnete ich allerdings nicht. Anstatt mich weiter zu umzingeln und übel zuzurichten, schossen sie einfach ihre Waffe auf mich ab, die die Menschen nur paralysiert und nicht tötet.

Na toll, jetzt konnte ich gar nichts mehr machen. Sie schleiften mich zurück zum Stargate, das sie immer noch blockierten und ließen mich auf einer etwas erhöhten Steinplatte liegen. Langsam kam das Gefühl für meine Beine und Arme wieder, dennoch bewegte ich mich nicht, sonst hätten sie womöglich noch mal auf mich geschossen.

Zwei der Wraiths schlichen um mich rum, als ein Dritter, viel größerer und stärkerer auftauchte, aber etwas zurückblieb. Inzwischen hatten auch Sheppard, Ford und McKay das Stargate erreicht. John kämpfte mit sich selbst, aber wenn sie McKays ZPM in die Finger bekommen würden, wäre alles aus.

Er heckte einen anderen Plan aus. Er konnte einfach nicht zusehen und so wies er McKay an, im Untergrund zu bleiben, bis die Luft rein war, um nach Atlantis zurückzukehren, während Ford und der Major selbst mir zu Hilfe kommen wollten.

* * *

Die beiden Wraiths redeten nicht viel, waren wohl nicht so gut gelaunte Gesellen. Sie zischten mich und sich gegenseitig an, als plötzlich der eine zu dem Dritten im Hintergrund sagte: „Diese hier ist sehr stark, es ist lange her, dass wir so ein Festmahl hatten!“

Ich schluckte und dachte daran, dass ich ja gar nicht altern konnte. Wie lange würde es wohl dauern, bis sie mir jegliches Leben ausgesaugt hätten? Der dritte, der anscheinend ihr Führer war trat näher an mich heran, packte mich am Hals und zischte: „Wo kommst du her?“

„Gib dir keine Mühe, ich bin einzigartig. Solche wie mich gibt es nirgendwo sonst auf der Welt!“

Diese Antwort gefiel ihm anscheinend nicht und so schlug er meinen Kopf auf den harten Stein. Von den unsagbaren Schmerzen abgesehen, dachte ich eigentlich, dass ein Dachschaden genug wäre. Ich verzog das Gesicht.

„Oh Mann, ich kann das nicht mit ansehen!“, flüsterte Ford Sheppard zu. Der antwortete mit einem Nicken und gab Ford einige Handzeichen. Bald würden sie eingreifen und aller Wahrscheinlichkeit nach auch den Wraiths zum Opfer fallen. Es waren einfach zu viele für uns drei.

„Wo kommst du her?“, wiederholte der Wraith die Frage.

„Direkt aus der Hölle!“

Das wurde ihm zu viel und so setzte er seine Hand an, um mir endlich mein Leben auszusaugen. Gerade als John und Aiden losschlagen wollten, passierte etwas Unerwartetes. Kurz nachdem der Wraith begann, in mir sämtliche Lichter auszuschalten, schrie er schmerzerfüllt auf, löste sich von mir, taumelte zurück, fiel in sich zusammen, begann in einer rasenden Geschwindigkeit zu altern, was die ja eigentlich niemals tun und starb.

Ich dagegen war wieder im Besitz meiner geistigen und körperlichen Kräfte, zog mein Lichtschwert, schrie „Ich sagte doch, ich komme direkt aus der Hölle!“ und tötete alle Wraiths, die in meiner unmittelbaren Reichweite waren und überhaupt nicht reagierten, weil sie derart perplex waren über das Ableben ihres Kommandanten.

Das nutzten auch Sheppard und Ford, die jetzt auf Angriff gingen. Nach, für unsere Maßstäbe recht kurzer Zeit, hatten wir die ganze Truppe niedergemacht. Dann trafen wir vor dem Stargate wieder zusammen.

„Ich liebe Überraschungen!“, rief ich grinsend den anderen beiden zu, die wieder einmal nur den Kopf schüttelten. Dann überkam mich der Schmerz und ich sackte zusammen. Meinen Brummschädel realisierte ich erst gar nicht, weil die offensichtlich gebrochenen Rippen zu sehr schmerzten.

„Ist alles in Ordnung?“, fragte Ford und ging in die Knie um mit mir auf einer Höhe zu sein.

„Ich denke schon! Seht ihr, ich sagte doch, ich bin einzigartig. Kann mir vielleicht einer erklären, was das vorhin war? Widerliches Gefühl, dieses Aussaugen!“

Kopfschütteln von allen Beteiligten. „Jetzt kriege ich aber Angst vor dir", sagte Aiden als ich ihn ansah.

„Ja, ich kriege selbst Angst vor mir!“

„Wir sollten Ursachenforschung in Atlantis betreiben!“, meinte McKay, der sich inzwischen auch wieder zu uns gesellt hatte. „Ach übrigens, nettes Spielzeug, dieses Laserdings!“

„Danke Rodney, ich find’s auch toll!“, meinte ich und befestigte das Laserschwert wieder an meinem Gürtel.

„Ach, übrigens!“, meinte John zu mir, „habe ich gefunden!“ Mit diesen Worten gab er mir meinen Laser zurück.

Ich freute mich. „Danke! Bist ein Schatz!“

„Ich weiß!“

„Hey hey, flirtet ihr?“

„Wer wir?“, fragten wir gleichzeitig und sahen erst McKay und dann uns an und sagten wieder gleichzeitig: „Nein!“

Ford grinste.

„Beordern wir Teyla zurück und sehen zu, dass wir heim kommen. Wir brauchen einen Arzt!“ Auf diesen Befehl des Majors hin, kontaktierte Ford Teyla, die ja zum Schutz bei den Einheimischen geblieben war. Nachdem ich mich gesetzt hatte, war es aus mit der Beweglichkeit. Die kaputten Rippen forderten ihren Tribut.

„Jungs, ihr werdet mich hier raus tragen müssen, ich kann mich nicht bewegen!“

„Auch das noch!“, scherzte McKay.

„Jedes Mal erwischt es dich auf die eine oder andere Art, wie kommt das?“

„Wissen Sie Doktor, ich bringe eben vollen Körpereinsatz im Gegensatz zu anderen Anwesenden hier!“

Ford und Sheppard kicherten. Ich hatte natürlich McKay gemeint, der so ein Talent hatte, sich aus jeder Affäre zu ziehen.

„Lassen Sie es Rodney, die quatscht sie sonst noch in Grund und Boden!“, sagte John lachend.

„Wenn es nicht so weh tun würde!“, ergänzte ich.

Schließlich hatte Teyla den Weg zu uns gefunden. Wir klärten sie kurz auf über das was passiert war und wählten dann Atlantis an.

Als das Wurmloch stand, meinte John: „Du musst jetzt ordentlich die Zähne zusammenbeißen, wenn wir dich jetzt hochheben. Ich weiß wie schmerzhaft Rippenbrüche sind!“

„Ich auch, ich auch. Macht schnell, bevor ich es mir anders überlege!“

Die drei Jungs hoben mich gleichzeitig hoch und ich konnte nicht anders als vor Schmerzen laut aufzuschreien.

„Mein Ohr!“

„Klappe McKay!“, rief Ford und ich meinte nur noch so: „Ich bin halt auch nur ein Mensch!“

„Ach, stellen Sie sich nicht so an, selbst MacGyver ist nicht so ein Weichei!“

„Wenn ich könnte, würde ich Sie jetzt zusammenschlagen!“ Er grinste. Dann durchquerten wir den Ereignishorizont. Auf der anderen Seite angekommen, sah Dr. Weir den Schlamassel und beorderte sofort ein Med-Team in den Gateraum.

Carson Beckett war sofort zur Stelle. „Du wieder!?“

„Was ist denn das für eine Begrüßung! Echter Saftladen hier, ich will versetzt werden!“

Alle lachten und Sheppard wandte sich Dr. Weir zu. „Solange sie noch fluchen kann, ist noch nichts verloren!“

Die beiden sahen zu mir rüber. Beckett und seine Assistenten hatten mich inzwischen auf eine Trage gepackt und an eine mobile Infusion gehängt.

„Was ist passiert?“, fragte Weir und John erzählte ihr, was vorgefallen war.

Warum ich scheinbar immun gegen diesen Wraith war, war uns allen, inklusive mir, ein Rätsel. So folgte mir die Crew ins Lazarett, das ich ja schon bestens kannte. Ich bekam ein paar stabilisierende Mittel und ein paar Painkiller und wurde geröntgt. Während wir auf die Bilder warteten, stand das Team und Dr. Weir um mein Bett versammelt. Sogleich ging auch schon das Rätselraten los.

„Also, verstehe ich das richtig, der Wraith wollte sich an Ihnen nähren und ist dann aus unerklärlichen Gründen in sich zusammengefallen und gestorben!“, fragte Weir.

„Ja, so in etwa. Vorher ist er allerdings im Zeitraffer gealtert. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Seit wann altern die?“ McKay war ebenso verblüfft wie alle hier.

„Es muss irgendeine seltsame Reaktion stattgefunden haben, so etwas wie eine Umkehrreaktion. Das was normalerweise ihren Opfern passiert, ist nun ihnen selbst passiert. Ganz im Ernst, wir sollten Kim als Versuchskaninchen missbrauchen und ein paar Tests laufen lassen, um das herauszufinden.“

„Ja, macht ihr’s nur mit mir, ich bin’s ja gewohnt!“

John legte seine Hand auf meine Schulter, was mich irgendwie irritierte, allerdings nicht im negativen Sinne.

„Nein, im Ernst, wenn das Aufschluss bringt, klar, stellt mich auf den Kopf von mir aus, aber erst, wenn mein Brustkorb wieder heile ist!“

Das war das Stichwort, als Carson mit den Bildern kam. „Saubere Arbeit Lieutenant!“ Er hängte die Bilder auf und wir staunten alle nicht schlecht. Vier Rippen mehrmals kompliziert gebrochen und keine eine hatte ein inneres Organ verletzt.

„Tja, das haben wir es mal wieder! Unkraut vergeht halt nicht. Habe ich heute schon mal gesagt, irgendwann!“

„Du hast strenge Bettruhe bis auf Weiteres!“

„Woher wusste ich jetzt, dass du das sagen würdest!“

„Also, zurück zu dieser Sache mit dem Wraith“, mahnte uns Dr. Weir an. „Woher kann es sein, dass sie immun gegen sie ist?“

„Nun ja, gehe ich mal von den normalen physischen Umständen aus Doktor, hätte er mir mein Leben in einem Augenzwinkern ausgesaugt, denn ich bin von meiner physischen Verfassung her nicht anders als andere in meinem Alter.“

Ich dachte kurz nach. „Aber, was, wenn die Zeitreisen intervenieren? Ich habe Ihnen erzählt, dass ich physisch gesehen nicht altern kann und die Dimensionssprünge ihren Rest dazutun. Was, wenn dieser Wraith einfach von einer solchen Energiewelle, die ja nicht abebben kann, förmlich überladen wurde und sich deshalb diese Reaktion einstellte?“

„Das ist eine gute Idee!“, pflichtete mir Dr. McKay bei. „Das stimmt, wenn sie nicht altern kann, wann soll das Aussaugen des Lebens jemals ein Ende haben. Es gab im Prinzip nur zwei Möglichkeiten. Entweder es wäre eine Art Superwraith entstanden oder aber, wie gesehen, eine Überladung von Energie, die das Gegenteil bewirkt hat. So was gibt es im Universum häufig.“

„Eine schöne Vorstellung das mit dem Superwraith. Er hätte mich zu seinem persönlichen Sklaven gemacht und immer mal ein wenig an mir herum gesaugt, wenn’s ihm nicht so gut ging. Buäh!“

„Das heißt also“, warf Sheppard ein und versuchte, meinen makaberen Witz zu ignorieren, „dass sie tatsächlich gegen die Wraiths immun ist?“

Die anderen nickten!

„Das ist wie ein 6er im Lotto!“

Ich sagte dazu nichts, ich konnte es selbst kaum glauben und als ich darüber nachdachte, spannen meine Gedanken immer weitere Netze.

„Wir werden einen Blut- und einen Gentest machen, vielleicht bringt uns das weiter!“, sagte Beckett.

Als das Wort Gen fiel, setzten sich die letzten Puzzlestücke in meinem Kopf zusammen. „Moment mal, angenommen, es gibt so ein Gen, so eines wie das Antikergen, das einige von euch haben, manipuliert durch Zeitsprünge und einem Nichtalterungsprozess...“ Ich verstummte und sah in verwirrte Gesichter. „Ach du meine Güte!“

„Was?“

„Jetzt wird mir so einiges klar!“

“Was wird dir klar?”, fragte John.

„Commander Adama von der Galactica berichtete mir von seinen Vorfahren, den Kobollianern, die Erbauer der großen Pyramiden, nicht nur die von Giseh, man findet sie überall im Universum. Diese hoch entwickelte Rasse hatte Fähigkeiten, die wir uns nicht ansatzweise vorstellen können. Sie waren so hoch entwickelt, dass sie auf den menschlichen Körper praktisch nicht mehr angewiesen waren. Die Kobollianer verließen damals ihre sterbende Welt und gründeten neben Außenposten im All unter anderem auch die Kolonie, die dann später die Erde besiedelte. Damals stellten wir fest, dass wir beinahe telepathisch miteinander kommunizieren konnten, der Commander und ich. Der Commander war ein Nachfahre dieser Kobollianer, aber wir konnten uns keinen Reim drauf machen, warum ich diese Fähigkeiten besaß. Wir forschten und suchten nach Antworten, bis wir schließlich herausfanden, dass ich ein direkter Nachfahre der Ursprungskobollianer war und 100% aus dieser Blutlinie stammte.“

Ich schaute in erstaunte Gesichter, als ich zum finalen Schlag ausholte: „Was, wenn diese Kobollianer, wie wir sie nannten, eure Antiker sind?“

„Genau das dachte ich auch gerade!“, sagte Weir, die sehr fasziniert von dieser Theorie war.

„Das bedeutet aber, dass das Gen, das du trägst, sich von unseren Antikergenen unterscheidet!“, stellte McKay fest und Beckett ergänzte: „Das bedeutet, du hast ein sehr viel weiter entwickeltes Antiker- oder Kobollianer – Gen in dir, vielleicht eine mutierte Version oder so. Da macht dich theoretisch zu einem Antiker!“

„Oder Kobollianer!“

John seufzte und ich konnte das verstehen: „Das wird mir jetzt alles etwas viel!“, sagte ich mit diesem neuen Wissen. „Aber ich bin nicht so hoch entwickelt wie die Antiker oder gar die Kobollianer.“

„Wie beruhigend!“, grummelte John.

„Wir sollten schauen, wie die Computersysteme auf sie reagieren!“, schlug Teyla vor.

„Gute Idee, aber erst muss sie wieder fit werden!“, warf Carson ein. Das sahen die anderen ein und so verabschiedete sich einer nach dem anderen, bis nur noch John da war. Er schaute den anderen nach und drehte sich zu mir um.

„Ganz schön viele Informationen, hm?“

„Allerdings!“

„Du siehst nachdenklich aus! Geht es dir wirklich gut?“

„Ja, . . . ja, ich bin bloß erschöpft. ... John?“

„Was?“

„Ich bin kein Antiker!“

„Vielleicht bist du ein Notfallantiker!“

Ich fing an zu lachen, was höllisch schmerzte und fragte, was das wohl war. „Na ja, vielleicht entwickelst du Antikerfähigkeiten, wenn du in der Klemme steckst! Im Notfall eben.“

„Na, da hätte ich nichts gegen!“

Wir lächelten uns an, was mich wieder einmal mehr darin bestärkte, dass wir uns sehr sehr gut verstanden.

„Ist wirklich alles okay?“

Ich nickte. „Die Wraiths haben mir ganz schön Angst gemacht!“

„Du warst tapfer!“

„Major!“, rief Beckett aus dem Hintergrund und Sheppard wusste, dass er gehen sollte.

„Ruh dich aus!“

„Danke!“

„Wofür?“

„Für alles!“

Er warf mir noch ein Lächeln zu und verabschiedete sich dann von mir. Tja, die nächsten zwei Wochen war ich ausgeknockt. Zwar konnte ich schon nach einigen Tagen wieder laufen und durfte auch, aber Missionen waren für mich erst mal gestrichen. Carson machte die erforderlichen Gentests und entließ mich auch bald schon wieder aus der Krankenstation. Ich blickte neidisch auf die Missionsteams, denn mir war todsterbenslangweilig, bis mich Weir bat, in den Konferenzraum zu kommen. Sheppard war auch da, was mich freute.

„Na, wie läuft’s da draußen?“, wollte ich von ihm wissen.

„Na ja, seit dem du nicht mehr dabei bist, hatten wir keine Verletzten mehr!“

„Danke fürs Gespräch! Du mich auch!“

Er fing an zu lachen. Jedes Mal brachte er so einen Spruch, wenn ich ganz einfach an Informationen interessiert war. Er wusste ganz genau, dass er mich damit auf die Palme bringen konnte.

„Wir waren weder sehr erfolgreich, noch sind wir irgendwelchen neuen Feinden begegnet. Zufrieden?“

Ich verzog das Gesicht. „Warum wir hier sind, hätten Sie Lust, die Computer zu testen?“

„Gerne! Ich habe sowieso nichts anderes zu tun, ein bisschen Basteln würde mir gut tun, dir auch John?“

Nun verzog er das Gesicht. „Es kommt immer eine Retourkutsche, gell?“

„Worauf du deinen Hintern verwetten kannst!“

„Ladies, Gentlemen“, mahnte uns Weir wieder mal an, da wir die Ernsthaftigkeit aus den Augen verloren.

„Lassen Sie uns beginnen!“

Im Computerraum trafen wir dann auf McKay, der ja der Spezialist auf diesem Gebiet war. Die Tests waren aus unserer Sicht enttäuschend. Zwar konnte ich die Computer aktivieren und die Sensoren zum Laufen zu bekommen, wie es damals Chaya tat, jedoch passierte sonst gar nichts, worauf John nur sarkastisch meinte: „Notfallantiker!“

Weir stand mit dem Rücken zu mir und ich symbolisierte Sheppard, dass ich mir den Schweiß von der Stirn wischte. Ich war froh, denn so viel Aufmerksamkeit, die ein echter Antiker wohl bekommen hätte, hätte ich nicht verkraftet. Dadurch, dass ich so „fremdartig“ war, stand ich schon im Mittelpunkt genug.

* * *

Dann kamen die Ergebnisse der Tests rein. Dr. Carson Beckett rief uns dazu zur Krankenstation und hielt uns einen Vortrag. „Die Tests haben unsere Vermutung bestätigt. Kim trägt ein Gen in sich, das dem Antikergen, welches wir tragen, recht ähnlich ist. Ich würde es dennoch nicht als reines Antikergen deklarieren, sondern eher als mutiertes Antikergen. Also, ich denke, wir sollten es daher ganz einfach Kobollianergen nennen.“

„Wollten wir nicht aufhören, Dingen Namen zu geben?“, fragte Sheppard sarkastisch, worauf sich Beckett aber nicht einließ: „Fakt ist dennoch, dass die Verwandtschaft zwischen unseren Antikern und ihren Kobollianern 98% beträgt.“

Ich war mehr als verblüfft. Alles schien sich wie ein gigantisches Puzzle zusammenzufügen.

„Außerdem hat sie durch dieses abgewandelte Gen ein Protein, welches die Umkehrreaktion bei den Wraiths auslöst, wenn sie versuchen, sich an ihr zu nähren.“

„Kannst du das anders umschreiben? Dieses Nähren ist ein scheußliches Wort, wenn es dabei um Menschen geht! Also bin ich immun gegen die Wraiths?“

„Ja, das bist du!“ Beckett wurde nachdenklich. Weir verstand sofort und auch John.

„Also, was machen wir mit diesen Erkenntnissen?“, fragte McKay.

„Nichts, wir lassen es so wie es ist, bevor es wieder eskaliert!“, entgegnete Carson energisch.

„Bevor es wieder eskaliert, wie meinst du das?“ Ich war nun derjenige welcher, der irritiert war. Sheppard wusste genau, wie nahe es Carson ging, also übernahm er die Aufklärung.

„Vor einer Weile trafen wir auf ein Volk, die dabei waren, einen Impfstoff zu entwickeln, die sie immun machen würden gegen die Wraiths. Wir halfen ihnen, diesen Impfstoff zu entwickeln und so testeten wir ihn an einem Menschen, der dann dem Wraith als Nahrung dienen sollte!“

Er stoppte, da er in mein völlig entsetztes Gesicht sah. „Ihr habt einen Test mit einem Menschen und einem Wraith gemacht?“

Der Major nickte. „Es schien auch alles in Ordnung, doch kurz darauf starb der Wraith, was diesen Impfstoff zur Waffe gegen die Wraiths machte.“

Die Administration des Planeten veranlasste dann umgehend die Impfung der Bevölkerung, obwohl wir sie warnten, da die Wraiths, würden sie von der Waffe erfahren, den Planeten einfach dem Erdboden gleich machen würden. Dem nicht genug, die Testperson starb und zwar an den Folgen einer chemischen Reaktion mit dem Impfstoff. Und so begann die Hälfte der geimpften Bevölkerung, langsam zu sterben. Dennoch wurde weitergeimpft. Wir verließen umgehend den Planeten.“

Ich sah Carson an und nahm seine Hand. „Hör mal, du weißt so gut wie ich, dass man ein Protein nicht einfach verpflanzen kann. Wenn du forschen willst, hast du meine Zustimmung. Wenn nicht, sehe ich da überhaupt kein Problem. Ich werde einfach den Wraiths ein fürchterlicher Dorn im Auge sein und ich werde es genießen!“

Carson rang sich ein Lächeln ab. „Danke, ich weiß das sehr zu schätzen!“

Als wir die Krankenstation verlassen hatten und gesammelt wieder zur Zentrale unterwegs waren, hielt mich John ein wenig zurück von den anderen. Das war auch nicht so schwer, denn ich war mit dem kaputten Brustkorb ja eh im Schneckentempo unterwegs.

„War ein feiner Zug von dir!“

„John, ich mag ein guter Kämpfer sein und ich bin immer offen für neue Errungenschaften, aber nicht auf Kosten von Menschenleben. So lange ich auch nur einen Menschen retten kann, würde ich niemals ein solches Risiko eingehen.“

„Schon passiert?“

„Mehr als einmal! Wenn du alle meine Geschichten hören wolltest, müssten wir regelmäßig ein Kaffeekränzchen veranstalten!“

Er lachte leise. „Vielleicht sollten wir das! Du hast uns einiges voraus, was fremde Welten angeht!“

„Ja, aber das ist nicht unbedingt von Vorteil, vor allem nicht, wenn es an dir hängen bleibt, über Leben oder Tod zu entscheiden!“

„Musstest du?“

„Musstest Du?“, kam sofort meine Gegenfrage.

Er nickte. „Colonel Sumner, ich erschoss ihn, als ein Wraith ihm das Leben aussaugte. Du?“

„Leider auch mehr als einmal!“

„Die Aliens?“

„Du kennst mich schon recht gut, weißt du das?“

„Nein, ich habe nur geraten, vor allem, weil das mit die einzige Feindberührung ist, von der du mal ansatzweise erzählt hast.“

„Ja, die hat sich in mein Gehirn gebrannt. Ich habe eine ganze Crew in einer Zehntelsekunde umgebracht. Rekordverdächtig!“

„Wie?“

„Ich habe sie erschaffen – die Aliens. Sie infiltrierten das Werftschiff und töteten die Besatzung, legten Eier und pflanzten sich fort. Wir flogen eine Patrouille auf das Schiff und sofort nach der Landung wusste ich, was los war, schließlich kenne ich den Film in und auswendig. SciFi Fan halt. Erst später fand ich heraus, wie das passieren konnte. Später auch tötete ich einen Offizier per Kopfschuss, als der kleine Alien schlüpfte und ihn gleich mit. Ich brachte meine Freunde in Gefahr und verlor mir anvertraute Männer. Und auch wenn wir schlussendlich gewannen, ich kriege diese Bilder nicht aus meinem Kopf, ich werde immer damit leben müssen, dass sie wegen mir gestorben sind, auch wenn es physisch bewiesen wurde, dass es nicht meine Schuld war; Psychisch ist sie es doch. Und ich werde auch noch lange daran zu nagen haben. Ich habe mein Bestes getan und dennoch war es nicht gut genug. Verstehst du, was ich meine?“

„Ich verstehe vollkommen! Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich nicht daran denke, dass ich Colonel Sumner erschossen habe“

Wir blieben stehen und die anderen verschwanden hinter einer Kurve. Wie selbstverständlich griff er mich an beiden Schultern, so als ob ein Coach seinem Spieler einen guten Rat geben wollte.

„Schau in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit!“

Ich nickte. „Aber nur, wenn du das auch tust!“

Dann gingen wir weiter, wortlos nebeneinander her. Wir schienen mehr gemeinsam zu haben, als ich je angenommen hatte.

* * *

Auch die nächsten Tage wurden anstrengend und wenn ich nichts zu tun hatte, kamen mir immer die seltsamsten Ideen. Eine dieser Ideen verfolgte ich dieser Tage weiter. Die Puddle Jumper, die Atlantis hatte, waren Senkrechtstarter. Die Scout wurde von einem Katapult abgeschossen. Es gab in Atlantis aber keine Katapulte. Zwar konnte eine Viper auch ohne den Katapult, aber es war einfach nicht das Selbe.

Also setzte ich mich in und entwarf einen Katapult für die Scout. Ich zeichnete alles Mögliche auf, rechnete herum und versuchte mir vorzustellen, wie es wohl sein würde, wenn der Katapultstart funktionieren würde.

Ich lieh mir das Wissen von Dr. Zelenka aus, ein weiterer Wissenschaftler in Atlantis, tschechischer Herkunft. Er war sehr ehrgeizig und als er erst mal begonnen hatte, sich meine Pläne für den Katapult anzusehen, war er bald Feuer und Flamme, die Pläne a) zu vervollständigen und b) den Katapult wirklich zu bauen.

So bastelten wir zusammen an diesem Projekt, während das Team weiter auf Erkundungstour war. Als ich dann endlich von Carson grünes Licht bekam, wieder aktiv zu werden, war der Katapult fertig. Zelenka hatte ihn in der Landebucht eingerichtet, in der ich die Scout zum ersten Mal aufgesetzt hatte. Es war eine geniale Konstruktion. Augenscheinlich sah man ihn gar nicht, die Viper stand in der Landebucht wie immer. Jedoch stand sie bereits in dem Katapult, den man nur per Knopfdruck aktivieren musste. Dann konnte man den Katapult sowohl vom Kontrollzentrum als auch auf dem Schiff selbst aktivieren und das Schiff viel effektiver starten lassen als ohne Abschussrampe. Ich war stolz wie ein Schneekönig.

„Major Sheppard, das müssen Sie sehen!“, sagte Ford zu dem Major, nachdem sie sich nach einer Mission auf einem der Balkone trafen. Von dort aus konnte man in einigen hundert Metern Entfernung die Scout in ihrer Landebucht sehen.

„Was machen die da?“, fragte der Major.

„Zelenka und Kim haben einen Katapult gebaut für die Scout.“

„Was?“ Er schaute etwas ungläubig aus der Wäsche, so als könne er es nicht glauben, dass ich schon wieder irgendetwas angestellt hatte. „MacGyver hat wieder zugeschlagen! Sie ist rastlos! Was glauben Sie, wie sie wohl drauf ist, wenn sie Urlaub hat?“

Ford schüttelte den Kopf. „Das liegt am Sternzeichen!“

„Wieso?“

„Sie ist ein Wassermann, die können nicht anders!“

John nickte. „Woher wissen Sie, welches Sternzeichen sie ist?“

„Ich hab sie gefragt!“

„Ah! Läuft da was zwischen Ihnen beiden?“

„Nur weil ich ihr Sternzeichen kenne? Nein!“, sagte Ford mit sichtlicher Entrüstung.

„Just making sure!”, antwortete der Major mit einem leichten Grinsen im Gesicht.

Die beiden schauten wieder runter zur Landebucht. „Wenn sie den Katapult testen, will ich dabei sein!“, sagte Sheppard nun. „Kommen Sie mit?“

„Klar!“

So setzten sich die beiden in Bewegung und waren bald darauf bei mir.

„Lieutenant! Kann man Sie eigentlich nie mal alleine lassen, ohne dass sie mal nichts bauen?“

„Netter Versuch John!“, sagte ich, ohne ihn anzusehen. „So fertig!“ Ich funkte Dr. Weir in der Zentrale an. „Wir sind auf Stand by für den Testflug!“

„In Ordnung Scout!“

„Na!“ Jetzt sah ich ihn direkt an. “Was sagst du nun? Ich habe meinen Katapult bekommen!“

Er nickte. „Beängstigend!“

„Wie sieht’s aus, willst du mit?“

„Ist das gefährlich?“

„Nun ja, nichts hier ist ungefährlich!“

Ich wusste ganz genau, dass er mit wollte, dafür war seine Leidenschaft fürs Fliegen viel zu groß, als das er nein sagen könnte.

„Aber nur zur Forschungszwecken!“

„Natürlich!“

Ich aktivierte wieder das Funkgerät. „Dr. Weir, Major Sheppard wird mich begleiten. Wir nutzen den Testflug, um uns da draußen ein bisschen umzuschauen!“

„Roger Scout!“

„Dann los!“

Ford wünschte uns viel Glück, als wir in die Viper kletterten. „Sie wissen ja Major, mit MacGyver als Pilot, kann Ihnen nichts passieren!“

„Ich lasse es auf deinen Grabstein schreiben!“, antwortete ich sarkastisch.

„Und ich auch!“, gab John noch dazu und lachte.

„Und anschnallen nicht vergessen!“, meinte ich, während ich die Viper checkte. „Zentrale, wir sind mit allen System auf go!“

„Stand by und fertig zum Katapultstart!“

Dann fuhr der Katapult hoch. Es gab ein helles Summen und einen leichten Schlag als er auf 45° einrastete.

„Kannst du in unterschiedlichen Winkeln starten mit dem Ding?“, fragte John.

„Ja, kann ich. Wenn es nötig ist, kann ich starten wie ein Space Shuttle. Cool was? Okay, bereit?“

„Bereit!“

„Zentrale, wir sind auf go und fertig zur Zündung der Triebwerke.“

„Roger Scout! Viel Erfolg!“

Ich aktivierte die drei Turbos, die in einem familiären Ton anfingen zu summen und sich aufzuladen.

„Here we go!“

Ich startete das Schiff. Die Beschleunigung war gigantisch, ganz so, wie es vom Kampfstern aus gewöhnt war, wobei das Schiff im Kampfstern durch den Tunnel noch schneller beschleunigte.

„Woo-hoo!“, brüllte John durchs Funkgerät, was Weir dazu veranlasste zu grinsen. Alles war gut gegangen.

„Wow, ich liebe diese Kiste!“, meinte ich.

Kurze Zeit später traten wir in den Orbit ein und John nutzte sein Passagierdasein, um sich den Planeten genauer anzusehen.

„Sag mal, machst du auch zwischendurch mal Urlaub?“

„Kommt selten vor!“

„Ich muss schon sagen, dieses Schiff ist sehr eindrucksvoll. Sie hat dem Puddle Jumper einiges voraus!“

„Zum Beispiel?“

„Na ja, sie ist wendiger, flinker sozusagen. Ich denke, man hat den Überraschungseffekt auf seiner Seite.“

„Ja, das stimmt schon! Aber sie wurde für den Nahkampf mit den Cylonen entwickelt, da war es absolut notwendig, ein solches Schiff zu haben.“

„Diese Cylonen...“, fing er an und ich endete den Satz, „fliegen ähnlich im Nahkampf wie die Wraiths. Daher braucht man ein wendiges Schiff. Aber dass du den Puddle Jumper im Gefecht einsetzen kannst, spricht für dich John!“

„Man wächst mit seinen Aufgaben!“

„Wo du Recht hast...!“

„Scout an Basis, Start erfolgreich, alles ruhig hier!“

„Scout verstanden!“

So kreuzten wir im Orbit von Atlantis, führten einige Systemchecks durch und kehrten in die Stadt zurück. Das erste, was ich tat, war die Übermittlung der Telemetriedaten und meinen Dank an Dr. Zelenka.

-Ende-
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FelixE
Bestsellerautor


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 19.09.2007
Beiträge: 554
Wohnort: Fränkische Schweiz

BeitragVerfasst am: 02.12.2007, 23:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hui. Kim ist immung gegen die Wraith? Das hört sich an, als ob man da ne Waffe draus bauen könnte. *lach*

So das ZPM haben sie ja jetzt. Das ist ja schonmal gut. Und Kim hat ihren Katapult. Besser. Wirklich n' gutes Kapitel. Auch wenn in der Tat etwas lang.
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Scout
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Beiträge: 220
Wohnort: im Taunus

BeitragVerfasst am: 15.12.2007, 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Felix: Scheint so, als bist du als einziger übrig geblieben. Winken Unser Forum hier ist bissl lahm anscheinend, auch die Geschichten der anderen laufen nur schleppend.

Trotzdem habe ich mich sehr über deinen Beitrag gefreut. Ja, die Immunität wird noch öfter eine Rolle spielen, ob das gut oder schlecht ist, wird noch nicht verraten Winken

So. das nächste Kapitel ist ein bisschen Freizeitvergnügen in Atlantis...

Titel der FF: In a Galaxy far far away, Teil 9: Mainland
Autor: Scout
Rating: M
Inhaltsangabe: Lt. Stötzer (OC) lässt Sheppard fliegen


09. Mainland

Wir hatten keine Offworld-Mission am darauf folgenden Tag und ich war soweit wieder fit, dass ich keine stechenden Schmerzen mehr im Brustkorb hatte. Teyla war auf dem Festland bei ihrem Volk, McKay versuchte, die Generatoren zu optimieren und Ford half Dr. Beckett das medizinische Labor zu erweitern.

Ich selbst spielte Karten mit meinem Capcom und Dr. Weir und Sheppard sprachen Einsatzpläne durch. Als sie damit fertig waren, gesellte sich John zu uns und schaute zu.

Ich verlor und jemand der mich kannte, wusste, dass ich ein absolut schlechter Verlierer war. Grodin lachte, während ich mich aufregte.

„Okay, komm! Eine Revanche!“

„Eine Revanche? Kim, du hattest schon drei Stück! Und die hast du alle verloren!“

John lachte leise, was ich gar nicht komisch fand.

„Ich weiß gar nicht, was daran so komisch ist, Major!“, meinte ich empört, was ihn dazu veranlasste noch mehr zu lachen.

„Sieht so aus, als hätten wir eine Schwachstelle bei unserem Lieutenant entdeckt! Ich dachte schon, sowas würden wir bei dir nie finden!“

„Blödmann!“, kam mein trockener Gegenkommentar.

„Oh ho!“ Er lachte immer noch.

Peter teilte die Karten aus und wieder sah ich ziemlich alt aus, was John weiterhin dazu nutzte, mich aufzuziehen!

„Guck nicht so!“ Dann sah ich zu Peter und meinte: „Ich würde am liebsten sein blödes Grinsen aus dem Gesicht schlagen!“

Grodin lachte und John tat so als hätte ich gerade Hochverrat begangen. Ich verlor wieder.

„Eine Revanche!“

Peter verzog das Gesicht, als Weir auf die Empore trat. „Peter! Ich brauche Sie hier oben!“

„Aye, Ma’am! Major, übernehmen Sie?“

„Gerne, irgendjemand muss ja unseren Heißsporn hier in Schacht halten!“

Ich äffte ihn nach und bedankte mich bei Peter für die nette Partie, auch wenn ich alles verloren hatte, was man verlieren konnte.

„Also, fertig?“, fragte John. Ich lehnte mich zurück.

„Ja, fertig! Du für den Fall, dass du gewinnen solltest, genieß’ es!“

„Wieso?“

Ich beugte mich vor „Weil ich fast in allem Anderen unschlagbar bin!“

Er beugte sich vor, so dass wir uns sehr nahe waren. „Du pokerst sehr hoch, aber das werden wir noch abstellen!“

Dann spielten wir eine Runde Schwimmen und ich verlor abermals. Ich stützte mein Gesicht in meine Hände und schmollte.

„Stratege bist du nicht wirklich oder?“, wollte er wissen.

„Strategie? Was ist das? Kann man das essen?“

Er lachte, damit war seine Frage beantwortet.

„Nein, im Ernst, ich habe nicht viel Ahnung davon, handele nach Intuition! Deshalb war ich sicherlich auch Scout auf der Galactica. Strategische Angriffe oder Schlachten waren mir ein Kraus. Zwar konnte ich nach Anweisung fliegen und kämpfen, aber richtig gut war ich dabei nie.“

Wir spielten noch eine Runde, die ich abermals verlor. „John, es macht keinen Spaß. Du bist jetzt der zweite, der mich echt mies aussehen lässt, ich weiß nicht, ob mein Ego das verkraftet.“

„Was schlägst du vor?“

Ich überlegte kurz. „Sollen wir aufs Festland fliegen?“

„Ist das ein Date?“

„Ein Date? Hm, ich dachte mehr an eine Flugstunde mit der Scout!“

Seine Augen begannen zu leuchten und er grinste schelmisch. „Was habe ich getan, dass du mich fliegen lässt. Ich muss ja eine unglaubliche Wirkung auf dich haben!“

Ich grinste zurück und nickte langsam. „Strategie mein Lieber. Wenn außer mir noch jemand die Scout fliegen kann, dann ist das im Notfall Gold wert!“

„Strategie, huh?“

„Ja!“

„Ich geb’s auf, aus dir werde ich nicht schlau!“

Er stand auf und joggte die Treppe hoch, um sich bei Elizabeth abzumelden.

* * *

Zusammen machten wir uns auf den Weg in die Landebucht. „Also, wie möchtest du es machen? Direkt rein ins kalte Wasser oder in der Luft erst mal üben!“

„Schau mich an, das ist keine ernst gemeinte Frage oder?“

„Doch durchaus! Okay, du sitzt vorne, ich hinten. Wenn was schief geht, kann ich jederzeit übernehmen. Wir versuchen es einfach. Mehr als schlecht werden, kann uns nicht!“

„Das spricht das pure Vertrauen in mich aus dir!“

„John, die Viper fliegen ist anders als in der Viper zu fliegen!“

„Verstehe! Du machst dir Sorgen um mich?“

„Ich mache mir Sorgen um mein Schiff!“

„Hey, denk einfach, du lässt einen Kerl dein Auto fahren!“

„Oh Hilfe!“

„Was heißt oh Hilfe!?“

„Das geht gar nicht. Mein Auto ist mir heilig!“

„Du bist so komisch! Sag bloß, du fährst auch noch mit Gangschaltung, dann lach ich mich tot.“

„Natürlich, was denn sonst? Automatikgetriebe kommt nicht in die Tüte, wo bleibt denn da der Spaß? Ach ja, und rückwärts einparken kann ich auch.“

Kurzes Schweigen, in dem er mich nur ansah. Dann meinte ich: „Vergleich mich nicht mit all American Girls, ich bin nicht so wie die.“

„Also, keine Chance auf ein Date?“

Ich schüttelte den Kopf. „Da wo ich herkomme, gibt es sowas nicht. Entweder richtig oder gar nicht, aber kein Dating so wie ihr das kennt.“

Er zog die Augenbraue hoch und blieb stehen.

„Was?“, fragte ich. „Willst du jetzt fliegen oder dich mit mir verabreden? Kannst du dich mal entscheiden?“

„Geht nicht beides?“

Ich stöhnte: „Oh Männer!“ und ging weiter.

Er grinste. „Verzeih mir, wenn die Frage zu persönlich ist, aber wenn ihr keine Dates habt, wie macht ihr es dann?“

„Es gibt schon Dates, aber nicht so wie bei euch, dass man sich fünfmal trifft und nach dem 10. Mal mal rumknutscht und nach dem 12. Mal sich dazu entscheidet, sich öfter zu treffen. Man trifft sich, hat ne gute Zeit miteinander und wenn da mehr ist, ist da mehr. Wenn nicht, dann nicht!“

„Ah!“

„Hm, und soll ich dir noch was verraten?“

Er nickte.

„Bei uns ist es kein Problem zusammen zu wohnen, wenn man nicht verheiratet ist!“

„Vielleicht sollte ich nach Europa auswandern!“

„Ich will dir ja nicht die Illusion nehmen, mein Lieber, aber du bist gerade nach Atlantis ausgewandert!“

„Good Point!“

„Aber hier hast du auch keine gesellschaftlichen Zwänge, du kannst machen was du willst!“

“Nun ja, ich bin der ranghöchste Offizier, ich muss ich ein bisschen zusammenreißen!”

„Wieso, bist du ein Draufgänger?“

„Hölle, nein!“

Wir lachten.

„Ich frage mich sowieso gerade, warum wir diese Konversation führen?“, sagte ich als nächstes.

„Hm, ich möchte dich einfach kennen lernen, so ganz ohne Hintergedanken!“

„So ganz ohne Hintergedanken? Was auch immer du damit meinst!“

„Die meisten hier haben gerne mit dir zu tun, weil du echt bist. Was mich angeht, ich beobachte das Team und sie mögen dich. Und du magst sie. Vielleicht, weil du nie an ihnen zweifelst und über dich selbst lachen kannst! Und du gibst nie auf, das finde ich gut!“

Ich blieb stehen und sah ihn an.

„Das hast du schön gesagt, danke!“

„Gern geschehen!“ Er lächelte.

Ich mochte solche Unterhaltungen und fühlte mich pudelwohl dabei. Wir waren in der Landebucht angekommen. Die Scout stand da wie immer und jedes Mal, wenn ich sie sah, platzte ich vor lauter Stolz.

„Noch mal auf diese Dating Sache zurückzukommen. Wir waren schon mal viel weiter als das!“

Er spielte auf die Geschichte auf dem Wraithschiff an.

Ich lachte. „Netter Versuch John! Hör mal, wenn du dich unbedingt mit mir verabreden willst, dann frag mich doch einfach oder hast du Schiss?“

„Ich? Schiss?“ Er schüttelte den Kopf, „ich glaube, wir sollten jetzt fliegen!“ und ging so der Frage aus dem Weg, was mir signalisierte, nicht mehr mit ihm zu flirten.

„Das ist ein Wort!“

Wir kletterten die Scout hoch und ich erklärte ihm die Kontrollsysteme und die Computerkonsole. Dann kletterten wir rein, ich nach hinten und John auf den Pilotensitz.

„Okay, Major. Beachten musst du vor allem die Beschleunigung, die der Katapult mit sich bringt. Du darfst in keinem Falle in der Startsequenz die Kontrolle über das Schiff verlieren. Das ist das Schwierige am Start. Die Kadetten auf der Galactica trainieren sowas stundenlang in den Simulatoren und das nicht umsonst. Ich weiß aber, dass du unschlagbar bist als Pilot, daher denke ich, dass du das hinbekommst. Alles Weitere dann wenn wir oben sind. Geh nicht zu hektisch mit der Lady um, sie ist Streicheleinheiten gewöhnt. Stell dir einfach vor, das ist deine Freundin oder dein Date und behandele sie auch so.“

„Was für ein Date? Ich habe ja nicht mal eins! Aber danke für diese äußerst bildliche Erklärung. Ich frage mich gerade, was du dir vorstellst, wenn du sie unterm Hintern hast!“ Er lachte.

„Sie ist mein Schiff John, ich brauche mir nichts vorzustellen!“

„Keine Sorge, ich pass auf dein Baby auf und außerdem bist du ja dabei, was soll schon passieren!“

„Eben! Dann überlasse ich dir den Start!“

Sheppard atmete tief ein und aus. „Scout an Basis, fertig für Katapultstart!“

„Verstanden Scout. Gute Reise Major! Und bringen Sie den Lieutenant wieder heil nach Hause.“

Es war Grodins Stimme, mein Capcom halt.

„Ich werde sie mit meinem Leben beschützen!“, gab Sheppard zurück, als Grodin den Katapult hochfahren ließ.

„Alles in Ordnung da hinten?“

„Alles bestens, danke der Nachfrage!“

Dann zündete er die Triebwerke, schloss kurz die Augen und startete.

„Woooooo-Hooooo!“, rief er, als die Scout in die Höhe schoss und im gleichen Augenblick merkte er, wie sensibel die Steuerung reagierte. Die Scout zu fliegen war schwerer als den Puddle Jumper zu steuern, aber er war eben ein Naturtalent und flog nicht schlechter als andere Viperpiloten.

„Guter Start Major! Ich bin beeindruckt!”

„Ich hab’ ne gute Lehrerin!“

„Es gibt kaum einen Unterschied zwischen interstellarem Flug und Atmosphärenflug. Die Scout hat ein gutes Ausgleichssystem. Lass dich vom Computer leiten, er wird dir eine Route vorschlagen, die du fliegen kannst!“

„So wie ein Navigerät?“

„Ja, könnte man vergleichen. Du musst es natürlich nicht, aber vielleicht ist es beim ersten Mal nicht verkehrt, weil es so viele Dinge gibt, auf die man achten muss!“

„Zum Beispiel!?“

„Zum Beispiel, wie du deine Geschwindigkeit regulierst. Du fliegst im Moment sehr ungleichmäßig, was nicht schlimm ist, man muss sich erst dran gewöhnen, dass die Beschleunigung, Bremsmanöver und Steuerung sehr sensibel abgestimmt sind. Trägheitsdämpfer können hierbei helfen, aber nicht so viel auf einmal. Finde dich erst mal ein und entwickle ein Gefühl für das Schiff. Alles Weitere kommt mit der Zeit. Kein Pilot lernt sowas im ersten Alleinflug.“

„Das ist der helle Wahnsinn, Kim. Kann schon verstehen, warum du sie so gerne fliegst!“

Ich lächelte, was er natürlich nicht sehen konnte. Aber es war nun mal so, das Schiff war das einzige, was ich noch hatte. Nur eine blöde Maschine – eine Maschine, die all meine Erinnerung trug.

„Wie viele Stunden warst du bisher in der Luft?“

„Das kann ich nicht sagen, John, es waren unzählige, aber wie viele genau, keinen blassen Schimmer!“

So flogen wir unsere Runde und John entwickelte schnell ein Gefühl für die Scout. Ich war mächtig stolz auf ihn und er schien sichtlich Spaß zu haben.

„Krieg ich eigentlich ein Zertifikat?“

„Nur, wenn du die Landung überstehst!“

Er lachte und nachdem er herausgefunden hatte, wie schwer diese Maschine eigentlich zu fliegen war, war er voller Hochachtung gegenüber meinen Landungen in der Landebucht, die punktgenau sein mussten. Nach etwa zwei Stunden Grundkurs übernahm ich das Schiff und flog sie zum Festland und landete sie in der Nähe des Hauptdorfes der Athosianer. Nachdem wir ausgestiegen waren, sah John die Scout ehrfürchtig an.

„Wow!“

Ich nahm den Helm ab. “Gut gemacht Major! Ich bin hochzufrieden!“

„Danke!“ Er grinste.

Dann besuchten wir Teyla und Halling. Ich hatte die Athosianer noch nicht kennen gelernt und daher machte mich John mit allen bekannt. Komischerweise fragte Halling, kurz nachdem er mich kennen gelernt hatte, Teyla, ob ich eine Antikerin wäre. Irgendwas musste also an mir sein, das mich von den anderen unterschied. Teyla erklärte ihm, was wir bisher über diese Sache herausgefunden hatten.

John musste natürlich sofort von seinem Flug erzählen: „Ich bin die Scout geflogen!“

„Wirklich, hat Kim Sie gelassen?“

Er nickte: „Mein Charme, Sie wissen schon!“

Ich ergänzte: „Und nicht mal schlecht. Er ist ein echtes Naturtalent!“

Teyla grinste. „Bleibt ihr zum Abendessen?“

„Sehr gern!“, antworte John, bevor wir lostigerten.

Wir erkundeten das Dorf und waren überwältigt von den Fortschritten, die die Athosianer bei der Besiedelung machten.

„Ist das schön hier!“

„Ja, hier könnte man schön mal ausspannen, wenn wir nicht ständig irgendwelche Wraiths an uns kleben hätten!“, sagte Sheppard, was ich nur mit einem Nicken bestätigte. Das war überhaupt das Stichwort.

„Lass uns mal schauen, was Syll macht, ja?“

Ich freute mich darauf, das kleine Mädchen wieder zu sehen, nach allem, was die Arme durchgemacht hatte, war ich immens froh, dass sie nun hier erst mal in Frieden Kind sein könne.

Ihr schien es den Umständen entsprechend gut zu gehen und sie freute sich wie ein Keks, als sie uns sah. Sie zeigte uns, wo sie jetzt wohnte und wer ihre neuen und alten Freunde waren. Es tat gut, sie so happy zu sehen.

* * *

Danach erkundeten John und ich noch ein wenig die Gegend, als wir auf eine Klippe hinaufkletterten. Wir waren beide zu neugierig, was man von dort wohl sehen könnte. Wir wurden nicht enttäuscht: Vor uns erstreckte sich ein riesiger Canyon, durch den sich ein Fluss wand.

„Beinahe ein Stückchen Heimat!“, entwich es dem Major.

„Ja, hat was vom Grand Canyon!“

„Wie sieht es aus da wo du herkommst?“

„Bei uns? Wir haben viele Rolling Hills, man könnte es etwa mit Virginia vergleichen. Wirklich schön und das ganze Jahr grün. Wo kommst denn du eigentlich her?“

„Colorado!“

„Schönes Fleckchen Erde! Da bist du ja hier wirklich genau richtig!”

So standen wir eine Weile und schauten in den Canyon hinab.

„Jetzt ein Pferd und mein Leben wäre perfekt!“, meinte ich.

„Ein Pferd?“, fragte er erstaunt nach.

„Ja, ein Horizont und ein Pferd und dann könnte die Zeit stillstehen!“

„Das ist ja richtig romantisch!“

„Ja klar, ich bin ein hoffnungsloser Romantiker!“ Ich sah über den Horizont hinweg.

„Die Athosianer haben Pferde!“, meinte John dann schließlich.

„Ist nicht wahr!“

„Doch!“ Er grinste. „Sie haben sie hier gefunden und einige von ihnen eingefangen.“

„Und das sagst du mir erst jetzt?“

„Ich wusste nicht, dass dich das interessiert!“

„Na, dann weißt du es jetzt!“

Ich lächelte ihn an. Dann wurde es Zeit wieder ins Dorf zurückzukehren, wo Teyla und Halling sicher schon mit dem Essen warteten.

„Ich muss irgendwann mal wieder hierher kommen und ausreiten.“

„Halling hat sicher nichts dagegen!“

Wir genossen ein tolles Abendessen und es war recht spät, als wir uns auf den Rückweg nach Atlantis machten. John flog die Scout noch ein weiteres Mal und hatte Spaß wie ein kleines Kind. Wir versuchten Manöver zu fliegen und simulierten einen Angriff. Er machte das richtig gut.

„Verrückt, wer dieses Ding nicht fliegen will!“

„Da hast du allerdings Recht!“, meinte ich.

„Beim nächsten Mal üben wir Landungen, wie wär’s?“

„Gerne! Du hast was gut bei mir!“

„Mach ich doch gerne!“

Er grinste als ich in Atlantis landete. Es war schon sehr spät, daher sahen wir zu, dass wir schnellstens in die Quartiere kamen, morgen hieß es früh aufstehen, zum Briefing.

Ende
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 16.12.2007, 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Endlich hat Shep fliegen dürfen.

Ich habs mir schon irgendwie gedacht...irgendwann muss es so weit sein. Aber wenn Kim John fliegen lässt, dann ist es bloß noch ein kleiner Schritt bis die Hochzeitsglocken läuten *g*.

Hat mir gut gefallen. Und ja das Forum ist zzt sehr leer. Liegt wohl an der Adventszeit.
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