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Das Tor in phantastische Welten
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In a Galaxy far far away - Staffel 1


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Scout
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Anmeldungsdatum: 05.10.2007
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BeitragVerfasst am: 23.12.2007, 16:32    Titel: Trauma, Kapitel 1 Antworten mit Zitat

Hi Felix,

danke für deinen Kommentar. Nun ja, Hochzeitsglocken, das dauert wohl noch ein bisschen, vielleicht in Staffel 7 oder 8 Smilie

So, anbei das erste Kapitel vom der nächsten Geschichte. Es wird mystisch...

Titel der FF: In a Galaxy far far away, Teil 10: Trauma
Autor: Scout
Rating: M (15/16)
Inhaltsangabe: Kim halluziniert...
Staffel: SGA Staffel 1



10. Trauma

Kapitel 1


Die Nacht war klar und das Rauschen des Ozeans wirkte beruhigend auf mich. Ich saß jetzt etwa 20 Minuten da, nachdenkend, mein Gesicht in die Hände vergraben, die Arme verschränkt und war ganz versunken in diese wundervolle Atlantisnacht. Es war noch keine halbe Stunde her, dass ich schweißgebadet aufgewacht war und einen schrecklichen Albtraum hatte. Das ging jetzt schon länger so und ich war einfach nervlich zu angekratzt, um mich gleich wieder hinzulegen und weiterzuschlafen.

Also zog ich meine Trainingshose und eine leichte Jacke über und ging nach draußen. Die Stadt war friedlich, alles schlief, dachte ich zumindest. Ich atmete tief durch und schaute über den Horizont. Ich hatte im Korridor ein leichtes Licht angelassen, nicht dass sich jemand erschrecken würde, wenn ich so in der Dunkelheit herumliefe.

„Na? So spät noch wach?“, ertönte plötzlich eine Stimme hinter mir. Ich brauchte mich nicht rumzudrehen, um zu wissen, dass es Sheppard war.

„Ja!“, war meine knappe Antwort.

Er kam näher. „Darf ich?“, fragte er und deutete auf den Platz neben mir. Ich sah nach oben.

„Klar, bitte!“

Eine Zeit lang saßen wir einfach nur da und sagten gar nichts.

„Alles in Ordnung?“

Ich nickte. „Ja, ich kann bloß nicht schlafen, schon seit Tagen nicht. Und was machst du um die Uhrzeit hier draußen?“

„Ich bin immer bis recht spät wach!“

Ich nickte wieder. Er merkte, dass ich nicht sehr gesprächig war und er kannte mich gut genug um zu wissen, dass das sehr ungewöhnlich war.

„Was ist los?“

Ich sah ihn an und schaute wohl ein wenig verdutzt. „Nichts!“

Er seufzte. „Äh Äh, das kaufe ich dir nicht ab!“

„Was willst du denn gerne hören?“ Ich rang mir ein Lächeln ab.

„Na ja, was dich eben beschäftigt, ausgerechnet du schläfst nicht, wo man doch meinen sollte, dass du das Schlafen erfunden hast!“

Ich ging auf seinen Witz nicht ein. „Ich habe Albträume John, daher bleibe ich einfach wach und umgehe sie.“

„Ach, so einfach ist das?“

„Ein paar Kaffees, ein paar Pillen, ne Vitaminspritze, dann geht das schon!“

„Weißt du, mir gefällt das gerade gar nicht, was du mir hier erzählst!“

„Deshalb wollte ich es dir eigentlich auch gar nicht sagen!“

„Du weißt, dass wir eine Psychologin hier haben!“

„Weiß ich, danke, brauche ich nicht. Ich werde paranoid, wenn ich mit Leuten reden muss, bei denen ich das Gefühl habe, die wissen alles von mir, ohne dass ich etwas sage! Die Leute müssen nicht immer alles von mir wissen!“

„Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist, wenn du das alles in dich rein frisst!“

„In mich rein fressen?“ Ich war etwas angesäuert, ohne dass ich genau wusste, wieso. „Ich fresse nichts in mich rein, wenn ich reden will, dann rede ich schon!“

Er sagte daraufhin nichts. Wieder ein Moment des Schweigens verging, bis er sagte: „Soll ich dich alleine lassen?“

„Nein, ist schon gut, ein bisschen Ablenkung schadet vielleicht nicht.“

Wieder herrschte ein Moment Ruhe.

„Weißt du John, ich bin ein Einzelkind, ich konnte schon immer gut Sachen für mich behalten und was diese Träume angeht, komme ich schon damit klar!“

„Nichts für ungut, Kim, aber wenn du soweit bist, dass du nicht mehr schlafen willst und dich mit irgendwelchen Mittelchen voll pumpen willst um dich auf Trab zu halten, dann stimmt irgendwas nicht. Du bist noch nicht von der Sorte: Fass mich an und ich fange an zu heulen- Typ.“

„Ich sehe Dinge in diesen Träumen, Dinge, Erlebnisse, die so real sind, dass ich gar nicht weiß, ob es nun ein Traum ist oder nicht!“

„Wraiths?“, fragte er.

„Ja, Wraiths!“

„Du bist immun!“

„Danke für die Erinnerung. Ich hatte es gerade erfolgreich verdrängt, dass ich anders bin als ihr. Wieso kann ich eigentlich nicht so sein, wie alle anderen hier? Wieso muss ausgerechnet ich anders sein?“

„Ich finde das ganz spannend!“

„Na prima, davon kann mir ja dann jetzt ein Eis kaufen!“

„Kim, du bist überhaupt nicht so viel anders als wir, dein genetischer Code ist nur ein wenig anders!“

„Als ob das nicht reichen würde.“

Er hatte das Eis gebrochen, ich konnte schon wieder grinsen, jedoch waren die Träume immer noch mein Problem. „Ich muss das beobachten und wenn es nicht besser wird, werde ich wohl Carson interviewen müssen.“

„Das macht dir schon Angst oder?“

„So ungern ich das zugebe, aber ja, es macht mir Angst, weil ich es nicht greifen kann. Das ist kein normaler Traum! Das ist irgendwie, ich weiß auch nicht, seltsam. Vielleicht werde ich Carson gleich morgen interviewen! Aber wehe du sprichst mit unserem Psychotyp darüber, dann gibt’s mächtig Haue!“

Er lächelte. „Komm, versuch zu schlafen, morgen ist ein langer Tag!“

„Auf deine Verantwortung.“

Zusammen gingen wir zurück in Richtung Quartiere und trennten uns in verschiedene Gänge.

* * *

Am nächsten Morgen hatten wir ein Briefing. Ich war zwar da, aber total übernächtigt. Ich hatte vielleicht eine halbe Stunde insgesamt geschlafen und das war einfach viel zu wenig für mich. Ich saß im Besprechungsraum, trank einen schwarzen Kaffee, was sonst nicht meine Art ist, ließ alles auf mich einrieseln und sagte, wenn überhaupt, nur ja und Amen.

Nicht nur John fand das sehr seltsam, aber er wollte mich nicht vor den anderen auflaufen lassen. Nach dem Briefing machte ich mich auf den Weg zur Landebucht. Ich würde heute mal wieder mein Schiff mitnehmen.

„Kim!“ John hielt mich auf und kam zu mir gejoggt. „In deinem Zustand solltest du nicht fliegen!“

„Ich weiß, ich sollte auch in diesem Zustand nicht auf Mission gehen, aber mir ist es egal, ich bin Langstreckenaufklärer und das ist mein Job!“

„Ähm!“ Er stellte sich vor mich und blockierte mir den Weg. „Was haben wir von einem Langstreckenaufklärer, der nur 20% seiner Sinne beisammen hat! Sorry aber, sieh’ dich mal an. Du siehst aus, als hättest du einen Plausch mit dem Teufel gehabt!“

„So fühle ich mich auch! Und soll ich was sagen? Ich bin noch nicht mal auf 10%“

„Ich bringe dich jetzt sofort zu Dr. Beckett!“

„Danke für deine Mühe, das schaffe ich schon alleine!“

„Ich sagte Dr. Beckett und nicht Landebucht, ist das klar Lieutenant?“

„Glasklar! Seid vorsichtig da draußen!“ Ich marschierte los und John wunderte sich wirklich, dass ich nicht ein Widerwort gegeben hatte. Irgendwas war oberfaul und es gefiel ihm überhaupt nicht.

Dann machte sich Sheppard auf den Weg zum Hangar, um das Schiff klar zu machen. Dort traf er dann auch auf die anderen seines Teams.

„Wo ist Kim?“, fragte Teyla.

„Sie fühlt sich nicht gut!“

„Sie fühlt sich nicht gut? Das ist wohl untertrieben!“, meinte McKay.

Ford stimmte zu. „Heute Morgen beim Briefing sah sie aus wie der Tod auf Urlaub. Hat sie die Nacht durchgezecht?“

„Ich weiß nicht Ford, ich war nicht dabei, ich weiß nur, dass ich mir so meine Gedanken mache, denn so habe ich sie noch nie erlebt. Und sie ist Profi genug, um das im Griff zu haben.“

„Vielleicht eine Nachwirkung der Zeitreisen?“, wollte Teyla wissen, doch Rodney blockte ab. „Nein, kann eigentlich nicht sein, sie ist jetzt schon mehrere Wochen hier. Da hätte sich früher bemerkbar gemacht.“

„Aber irgendwas muss doch mit ihr sein!“

„Teyla!“

„Major?“

„Könnten Sie nicht mal mit ihr reden? Ich meine so von Frau zu Frau!“

Teyla hatte einen seltsam lustigen Gesichtsausdruck aufgesetzt und nickte. „Natürlich!“

Dann wählten sie das Gate an und gingen mit dem Puddle Jumper auf Erkundungstour.


* * *
Ich war inzwischen in Carsons Labor angekommen. Ich fand ihn echt nett und er war Schotte, die mochte ich sowieso irgendwie.

„Hey Carson!“

„Kim, freut mich dich zu sehen! Wie geht’s dir!”

„Ach, man lebt und bei dir? Alles in Ordnung?“

„Ja, es war recht ruhig die letzten Tage. Ist auch mal ganz schön!“

„Carson, du musst ein paar Tests mit mir machen!“

„Aber gerne!“ Er grinste, er hatte so eine schelmische Art an sich, er war so liebenswürdig.

„Kannst du mein Gehirn scannen?“

„Gehirn?“

„Ja, ich habe einen leichten Dachschaden und wüsste gerne, wo genau er sitzt!“

Er lachte. „Ich weiß nicht, wenn da wirklich einer sein sollte, dann ist er gut versteckt!“

„Okay, Spaß beiseite. Ich habe die letzte Zeit Albträume, schlafe fast gar nicht mehr. Es ist aber nicht so, dass diese Träume wie Träume zu identifizieren sind. Ich vermute eher, das sind Visionen oder Bilder, die woanders passieren. Ich bin mir aber nicht sicher und daher dachte ich, es könnte nicht schaden, wenn ich mal vorbei schaue. Hatten die Antiker nicht irgendwas, womit sie solche Untersuchungen machen konnten?“

Beckett verzog das Gesicht. „Ehrlich gesagt haben wir so viele Geräte hier, dass ich nicht weiß, mit welchen ich anfangen soll!“

„Verständlich!“

„Hör mal, hast du was dagegen, wenn ich Dr. Weir dazu hole? Ich denke, das wäre in unser aller Interesse!“

„Klar, gerne!“

„In der Zwischenzeit schiebe ich dich in die Röhre und wir schauen mal, ob der Kobollianer in dir wieder mal was zu Tage gebracht hat oder nicht!“

„Ich hoffe nicht, ich bin heute nicht so sehr für Überraschungen!“

* * *

Der Missionstrupp hatte inzwischen erfolgreich die ersten Schritte ihrer Mission hinter sich gebracht und war auf dem Planeten gelandet. Er schien absolut friedlich zu sein, ohne irgendwelche Spuren der Wraiths. Der Planet war der Erde sehr ähnlich, sehr grün und ein angenehmes Klima. Außerdem schien er völlig unbewohnt zu sein. Da machte Rodney McKay besonders viel Spaß, denn er hatte grundsätzlich Schiss vor allem und jedem.

* * *

In Atlantis war Dr. Weir inzwischen zu uns gestoßen. Carson hatte die erste Testreihe abgeschlossen, als wir uns unterhielten. Ich erzählte beiden von meiner Situation und dass ich nicht verstand, warum diese Träume zu einem so großen Phänomen bzw. Problem hatten werden können.

„Was sehen Sie da, beispielsweise?“, wollte Weir gern wissen.

„Meistens sind es Angriffe durch die Wraiths. Manchmal ist unser Team involviert, manchmal sind es Szenen, die sich auf anderen Planeten abspielen. Völker, die von den Wraiths ausgedünnt werden, Schlachten im Weltraum und solche Sachen. Einige Szenen sind tatsächlich in der Vergangenheit passiert und ich sehe sie aus einer anderen Perspektive, zum Beispiel die Wraithwerft, die Sheppard und ich entdeckt hatten. Ich weiß auch nicht, es ist sehr durcheinander!“

„Sind das wirklich Träume Carson?“, fragte Weir nach. „Könnten das nicht auch Visionen sein?“

„Sie meinen“, warf ich ein, „Visionen, ausgelöst durch das Kobollianergen?“

„Es wäre zumindest eine Theorie!“

Carson nickte. So abwegig war die Sache gar nicht, aber wir hatten keine Chance, das näher herauszufinden. „Was hast du noch gesehen?“

„Das letzte war eine Schlacht im All, in der wir einen Puddle Jumper verloren haben, aber konkret kann ich nichts dazu sagen.“

„Was ist“, meinte Beckett plötzlich sehr nachdenklich, „wenn das noch gar nicht passiert ist!“

Weir führte es fort: „Sondern noch passieren wird!?“

„Aber, wo, wann? Ich kann mir gerade nicht...!“ Dann dämmerte es mir und ich ahnte Schlimmes. „Die Mission, wie heißt der Planet?“

Dr. Weir und Beckett schreckten auf. „PX-254.“

„Ich muss sofort dahin!“

„In deinem Zustand?“

„Doctor, es könnte ihnen das Leben kosten. Ich will nicht sagen, es wird, aber das Risiko will ich nicht eingehen!“

„In Ordnung! Fliegen Sie, passen Sie aber auf!“

Ich nickte, stand auf und rannte so schnell ich konnte Richtung Landebucht. Ich musste mich beeilen. Wer weiß, wie viel Zeit das Team noch hätte. Ich wusste nicht wieso, aber ich war mir sicher, es war real, was ich da gesehen hatte. Weir gab mir sofort grünes Licht, so überging ich alles was es an Startprozedere gab und schwenkte sofort auf den Kurs zum Stargate im Orbit des Nachbarplaneten ein. Die Müdigkeit war dahin. Pures Adrenalin beherrschte meinen Körper, ich musste mein Team retten, wenn ich überhaupt konnte. Sicher war ich mir damit lange nicht.

-FF-
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 30.12.2007, 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

Kim hat also Vorahnungen die für uns nützlich sind aber sie sehr lynchen..oh je Zwickmühle...sonst ein sehr gutes Kapitel. Kim und John kommen sich immer näher.

Ich hab nur heftig lachen müssen...naja was heißt nur es war wie immer zum schießen komisch mit vielen ernsten Aspekten..


Zitat:
Da machte Rodney McKay besonders viel Spaß, denn er hatte grundsätzlich Schiss vor allem und jedem.


Bis zum nächsten Teil *g*
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Scout
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BeitragVerfasst am: 07.01.2008, 00:07    Titel: Trauma, Kapitel 2 Antworten mit Zitat

Hi Felix!

Ja, aber nur gaaaanz langsam, so wie jetzt wieder ein bisschen Smilie Danke für deine Posts! Freue mich immer wieder darüber!

Kapitel 2

In der Tat, als der Puddle Jumper zurück zum Gate wollte, nachdem die Forschungen abgeschlossen waren, wurde er von einer Wraithflotte überrascht. Das Hiveschiff hielt sich im Hintergrund aber Hunderte von kleinen Darts flogen einen Angriff auf den Nachbarplaneten und so geriet der Jumper mittenrein. Sheppard war zweifellos ein sehr guter Pilot, aber 1:100? Das war nicht fair. Der erste Treffer hatte ihre Tarnvorrichtung beschädigt. John feuerte alles an Drohnen ab, die der Jumper hergab, aber irgendwann war einfach Feierabend.

„McKay! Was ist los? Sagen Sie mir, dass Sie die Tarnvorrichtung hinbekommen!“

„Negativ Major, nicht in den nächsten zwei Stunden!“

„Wenn das so weiter geht, haben wir nicht mal mehr 2 Minuten! Ford, wählen Sie das Gate an, wir müssen hier raus!“

Gerade als Ford Sheppards Befehl nachkommen wollte, passierte etwas. „Sir, eingehendes Wurmloch!“

„Die Wraiths!“, meinte Teyla, „sie blocken das Gate!“

John sah in diesem Moment einen Dart, der frontal auf den Jumper zusteuerte. „Das sieht nicht gut aus!“

In diesem Moment meldete sich Ford wieder: „Sir, incoming fighter!“

„Ich sehe ihn!“

„Nein, nicht der. Von hinten!“

Sheppard war irritiert, als er plötzlich oberhalb des Fensters einen Jäger sah, der seine Bahn kreuzte. Es war das familiäre Bild von drei, im Dreieck angeordneten Turbotriebwerken, die den Jumper ganz schön schüttelten, als ich mich mit einer hohen Geschwindigkeit vor das Schiff setzte und als deren Schild fungierte und im gleichem Atemzug den Dart pulverisierte.

„Was zum Teufel machst du hier?“, sprach mich John übers Funkgerät an. „Lange Geschichte! Ich hatte so eine Ahnung! Ist alles in Ordnung bei euch?“

„Wir haben unsere Tarnvorrichtung verloren und haben keine Drohnen mehr!“

„Hm!“, kam mein trockener Kommentar. Ein Blick auf den Angriffscomputer sagte mir, dass wir mit Nichten eine Chance hätten, also, so gerne ich diese Wraiths auch platt machen würde, es war beinahe aussichtslos. Während ich die neue Route zur Flucht berechnen ließ, holte ich noch einige Darts vom Himmel. So kamen die anderen rund um John auch mal dazu, eine Viper im Nahkampf zu erleben.

„Okay, ich hänge euch an meinen Traktorstrahl, die Scout kann beide Schiffe tarnen, dann machen wir, dass wir heimkommen!“

„In Ordnung!“, sagte John.

Gesagt getan. Wir durchquerten so ungesehen das Stargate und flogen nach Atlantis zurück.

„Wie sieht’s aus, könnt ihr landen?“

„Ja, alle Systeme einsatzbereit!“

„Okay, wir sehen uns unten!“ Mit diesen Worten drehte ich ab und ließ den Jumper alleine, der ja eine etwas andere Flugbahn zurück nach Atlantis hatte als ich.

„Nett!“ meinte McKay nur, als er sah, wie ich die Turbos zündete und in der Wolkendecke verschwand.

„Ja, sehr nett!“, entgegnete Sheppard.

„So ernst kenne ich Kim gar nicht!“, meinte McKay und bekam auch sofort eine Antwort vom Major: „Wenn sie fliegt, dann fliegt sie! Und sie versteht überhaupt keinen Spaß!“

„Das habe ich gemerkt!“

Wir landeten zeitgleich, nur hatte das Team den unwesentlich kürzeren Weg zurück zum Kontrollraum.

* * *

„Major! Gut Sie zu sehen!“, empfing Weir das Team.

„Allerdings! Woher wusste sie das?“

„Die Träume! Es sind keine richtigen Träume. Mehr Visionen über das was war und das was ist. Wir haben noch nicht herausgefunden, woher sie plötzlich kommen oder ob es ein bestimmtes Muster gibt, wie sie auftreten. Dr. Beckett und Dr. Heightmeyer arbeiten dran!“

„Dr. Heightmeyer!?“

„Schon gut John, Kim hat ihr Okay gegeben!“

Er war beruhigt.

„Wenn sie nicht gekommen wäre, hätten wir keine Chance gehabt!“, meinte Teyla. Weir nickte, das war gerade noch mal so gut gegangen. Dann stieß ich zu der Truppe. Ich war richtig müde.

„Danke!“, sagte McKay.

Ich nickte.

John sah mich an und lächelte. „Das wäre fast schief gegangen!“

Ich näherte mich den fünf und klopfte John auf die Schulter. „Ist es nicht!“

„Was ist passiert?“, wollte Weir wissen, als wir in den Besprechungsraum gingen.

„Wir waren gerade dabei nach Atlantis zurückzukehren, als diese Wraithflotte plötzlich aus dem Hyperraum kam. Sie wollten nicht zu dem Planeten, auf dem wir gerade waren, sondern sie dünnten den Nachbarplaneten aus. Wir wurden entdeckt bevor wir die Tarnvorrichtung aktivieren konnten und dann auch getroffen. Von da an waren wir nichts weiter als eine Zielscheibe!“

Dann griff ich ein. „Die Darts waren wohl gerade auf dem Weg zur Planetenoberfläche, das Hiveschiff blieb unbehelligt im Hintergrund.“

„Kim, danke für das, was Sie da getan haben!“

Ich nickte wieder. „War selbstverständlich Doktor! Wenn Sie mich entschuldigen würden!“

Weir nickte. Fünf Minuten nachdem ich die Runde verlassen hatte, endete die Besprechung. Ich stand auf dem Balkon und schaute wie so oft auf die See hinaus. Genau da hatte ich die Nacht zuvor gesessen und versucht das Erlebte zu verarbeiten. Es war wieder John, der sich nach mir erkundigte. Ich wusste, dass er es war, so fing ich an zu reden.

„Heute konnte ich zur richtigen Zeit da sein, aber was ist beim nächsten Mal? Was, wenn ich zu spät bin? Was, wenn ich Menschen retten könnte und ich einfach nicht rechtzeitig da sein kann?“

Ich drehte mich zu ihm rum. Ich wusste, nein, ich glaubte, nein, ich hoffte, er würde mich jetzt in den Arm nehmen, was er nicht konnte und ich auch wusste, aber er stand einfach da und sah mich an.

„Das ist nichts für mich, dieses Anders sein als ihr alle!“

Mit diesen Worten ließ ich ihn einfach stehen und machte mich schnellstens auf den Weg in die Krankenstation.

„Kim, warte!“

Er kam hinter mir her. In einem der Gänge blieb ich schließlich stehen. „Ich hätte viel eher drauf kommen müssen, John! Ich hatte dieses Bild vor mir gestern Nacht, wie der Jumper von den Darts beschossen wurde. Ich wäre beinahe zu spät bei euch gewesen!“

„Aber du warst es nicht! Okay, du warst es nicht!“

„Das ist kein Trost für mich!“

Er kam näher und nahm mich letztendlich doch in den Arm. Ich war irgendwie perplex über die Aktion und wehrte mich nicht, sondern erwiderte seine Umarmung. Für einen Bruchteil einer Sekunde hielten wir uns gegenseitig sehr fest, bis wir die Umarmung lösten und gemeinsam weitergingen. Das war das zweite Mal, dass wir uns bewusst umarmt hatten und irgendwie fühlte sich das gut an, aber für solche Gedanken hatte ich gerade keine Zeit.

„Du kannst nichts ändern an der Tatsache, weder, dass du so bist wie du bist oder aber an den Fähigkeiten, die du hast. Du kannst auch nicht verhindern, dass die Wraiths weiterhin die Galaxie ausdünnen.“

„Ich weiß, aber es mit anzusehen macht es nicht gerade besser!“

„Es tut mir leid, wenn ich dich etwas überrumpelt habe vorhin, aber ich dachte, es war angebracht.“

Er spielte auf die Umarmung an und machte irgendwie unmissverständlich klar, wie er die Sache sah. Ich war fest davon überzeugt, dass ich die Sache genauso sah wie er: Rein beruflich.

„Nein, nein, nein, im Gegenteil, ich weiß jetzt, dass ich noch Mensch bin!“ Ich grinste verlegen, er erwiderte es. Dann trennten sich unsere Wege einmal mehr, da er noch einen Missionsbericht schreiben musste.

* * *

Carson wartete bereits auf mich. Ich fiel praktisch mit der Tür ins Haus. „Okay, Carson, was ich nicht verstehe ist, warum habe ich jetzt auf einmal diese Träume und nicht schon die ganze Zeit, seit ich hier bin!“

Er schüttelte den Kopf. „Kim, ich weiß noch nicht mal, wieso du diese Träume hast, geschweige denn, wieso gerade jetzt.“

„Hm, das ist allerdings wahr!“ Ich schaute mich um. „Kim, würde es dir was ausmachen, heute Nacht hier zu schlafen? Ich würde gerne deine Gehirnströme überwachen!“

Ich nickte. „Aber lasst bitte das Licht an, sonst werde ich paranoid!“

Er grinste. „Ich würde zu gerne wissen, ob die Antiker nicht ein Gerät hatten, das man mit solchem Input füttern kann!“, meinte ich noch, bevor wir für heute den Sack zumachten.

Ich war erschöpft und schlief wenige Minuten, nachdem die anderen gegangen waren, ein. Und ich schlief und schlief und schlief und träumte und wachte nicht auf. Ich hatte das Gefühl, ich holte all das wieder auf, was ich die letzte Zeit verloren hatte:

Willkommen, Lieutenant!
Wer seid ihr?
Wir sind die, die euer Volk Kobollianer nennt und die Atlanter Antiker.
Wo bin ich?
Du schläfst und triffst uns auf einer Traumebene.
Das heißt, ich bin gar nicht da?
Du bist in der Krankenstation auf Atlantis, dein Geist ist hier bei uns.
Warum sehe ich diese Dinge?
Weil du einer der unseren bist!
Was heißt das?
Das wirst du später erfahren!
Warum jetzt?
Weil es jetzt notwendig ist. Du wirst diese Träume nicht immer haben, nur wenn sie von Bedeutung sind, werden sie dich finden.
Aber wann ist etwas von Bedeutung und wann nicht?
Das kannst du nicht verstehen, dafür bist du noch nicht soweit
Kann ich diese Träume deuten?
Wir werden dir dabei helfen!

Dann waren die Wesen plötzlich verschwunden und ich sah die Krankenstation vor meinen Augen. Ich hatte eine Art Tunnelblick, der mich zu einem Gerät führte, das in der Krankenstation stand. Dann wachte ich auf. Es war taghell und außer Beckett und Dr. Weir, war auch mein komplettes Team anwesend.

* * *

„Was macht ihr hier?“

„Du hast fast 24 Stunden geschlafen, ohne dass wir dich aufwecken konnten. Außerdem waren deine vitalen Zeichen auf einem Minimum. Wir dachten schon, du baust ab!“

„Abbauen?“ Ich sah verwirrt in die Gesichter meines Teams. „Ihr macht mir ganz schön Angst!“

„Danke gleichfalls“, meinte Beckett wieder.

„Wie geht es dir?“, fragte Aiden.

„Gut, ich nehme mal an, ich hatte es nötig!“

„Hast du wieder was gesehen?“

Das war das Stichwort. Als Sheppard das sagte, fiel mir der Traum wieder ein, den ich hatte.

„Ja, allerdings!“

Ich stand auf, was die anderen auch irgendwie ein bisschen wunderte. Na ja, wenn es wirklich so war, wie Carson gesagt hatte, war ich scheinbar die letzte Nacht so gut wie tot und jetzt lief ich rum, als wäre nichts gewesen. Ich kann mir schon vorstellen, dass das ungewöhnlich ist. Ich ging durch die Station, während die anderen mich beobachteten und blieb vor einem Gerät stehen, das abgedeckt war. Ich drehte mich zum Team um und sagte:

„Das hier wird uns helfen, Klarheit zu schaffen, über das, was da in meinem Unterbewusstsein stattfindet!“

Ich zog die Schutzhaube ab und legte einen Computer frei, den Carson bisher noch nicht in Betrieb genommen hatte.

„Hast du geträumt, dass er da ist?“, fragte Teyla.

„Nicht so richtig, die Kobollianer haben es mir gesagt. Die Kobollianer sind übrigens die Antiker!“ Also erzählte ich ihnen, was in der Nacht, bzw., in den letzten 24 Stunden vorgefallen war. Sie staunten nicht schlecht.

„Außerdem sagten sie mir, dass sie mit diesen Träumen eine Reihe von Tests mit mir durchführen!“

„Tests? Was für Tests?“, fragte McKay.

„Sie wollen herausfinden, ob ich bereit bin, in die nächste Stufe des Seins einzutreten.“

„Und was hast du dazu gesagt?“, wollte Sheppard wissen.

„Na ja, ich weiß ich nicht, ich finde das etwas überstürzt.“

„Wie sieht die nächste Stufe des Seins aus, Kim?“, fragte Teyla.

„Das ist wohl der Moment, in dem der Geist den Körper verlässt!“ Sheppard schaute ungläubig, ich sah ihn an und schüttelte den Kopf.

„Na ja, wie gesagt, zurzeit bin ich wohl eine Art Versuchskaninchen für die Antiker Querstrich Kobollianer.“

„Hast du ihnen gesagt, dass das nicht so einfach ist?“, fragte Carson, der mich mittlerweile auch schon ganz gut kannte.

Ich nickte. „Ja, ich will auf jeden Fall so bleiben wie ich bin, dennoch ziehen sie es in Erwägung. Ich denke mal, ich muss das einfach aussitzen!“

„In Ordnung, schauen wir, wie der Computer funktioniert. Ich funke dich an, wenn ich soweit bin, denn ich sehe im Moment keinen Grund, dich hier zu behalten.“

Ich freute mich, dass ich wieder raus in die Stadt konnte. Ich fühlte mich auch recht vital. Das Team hatte heute keine Off-World-Mission. Sie würden hier bleiben, um sich Atlantis näher anzusehen. Dafür war ein anderes Team unterwegs.

* * *

Während John und Dr. Weir in ihrem Büro ein Meeting hatten, ging ich zusammen mit dem Team in Richtung Kontrollraum.

„Verstehen Sie das nicht falsch, Lieutenant, das wäre sicher eine wahnsinnige Möglichkeit, aufzusteigen, aber ich denke nicht, dass Sie dafür geeignet sind!“

„Danke Rodney, da sind wir einer Meinung!“

„Das heißt“, meinte Ford, „du würdest hier bleiben, wenn du könntest?“

„Bei weitem! Ich fühle mich nicht in der Lage, so eine Reise anzutreten. Wer weiß überhaupt, ob das gestern echt war, was ich da erlebt habe!“

„Es war insofern echt, dass du einen Antikercomputer zur Traumdeutung gefunden hast!“, stellte Teyla fest.

„Richtig! Aber ich sag euch was, ich habe richtig Schiss vor deren Entscheidung.“

McKay nickte. Dann stieß Sheppard zu uns. Er hatte gerade die Instruktionen für heute bekommen, als er das Team in Kleingruppen einteilte. Ford und Teyla würden zusammen gehen, McKay sollte in sein Labor und John und ich wären das andere Team. Ich wettete, das hatte er mit Absicht gemacht, um sich mehr Input über diese Geschichte mit den Kobollianern zu holen. Zunächst redeten wir gar nicht, erst als wir ein paar Meter gegangen waren und im Transporter angekommen waren, brach er das Schweigen.

„Also Lieutenant, wie wirst du reagieren, wenn du das nächste Mal auf sie triffst.“

„Ich weiß es nicht John. Erwecke ich den Eindruck, dass ich nur noch auf einer geistigen Ebene existieren will?“

Er zog eine Augenbraue hoch und schüttelte den Kopf. „Ich habe gehofft, dass du das sagen würdest, es wäre ein tragischer Verlust für die ganze Expedition, wenn du gehen würdest.“

„Und was ist mit dir?“

„Was soll mit mir sein?“

„Ich höre den Major sprechen, aber was ist mit dir? Und sag’ nicht, dass das eine persönliche Frage ist, denn das weiß ich selbst.“

„Sollten ein Lieutenant und ein Major eine solche Frage diskutieren?“, kam seine Gegenfrage.

Ich zögerte kurz. „Nein!“

Er nickte und ich fuhr fort: „Nicht, wenn wir im gleichen Militär wären!“

Er war überrascht, ließ mich aber zu Ende sprechen. „Du weißt wie ich das meine, ich hätte gerne gewusst, was John Sheppard darüber denkt und nicht der Major!“

„Wieso interessiert dich das?“

„Ich weiß nicht, vielleicht versuche ich einfach eine Antwort auf meine Fragen zu finden. Ist aber auch egal, vergiss es!“

Der Transporter hatte uns in einen anderen Teil der Stadt gebracht und wir aktivierten unsere Scanner.

„Kim, ich...!“

„Schon gut, du musst mir nichts erklären!“

„Du überlegst dir doch zu gehen oder?“

Ich antwortete nicht.

„Würde es denn einen Unterschied machen?“, fragte er dann.

„Ja, das würde es vielleicht.“

„Okay, geh’ nicht. Und das sage ich nicht nur als Major, sondern als Freund! Aber es ist deine Entscheidung und ich werde dich nicht aufhalten.“

Ich nickte. „Danke John.“

„Und willst du mir jetzt vielleicht auch verraten, wieso du es unbedingt von mir persönlich wissen wolltest.“

„Ist das nicht offensichtlich?“

„Nein?!“

„Ich hab dich echt gern, ich hab das Team echt gerne. Ich bin ein Zeitreisender ohne festen Haltepunkt. Ich brauche aber etwas, an dem ich mich festhalten kann und ich denke, das habe ich hier in Atlantis jetzt endlich gefunden. Ich habe Rückhalt, Zuspruch und eine Aufgabe und das macht es mir erst möglich so zu agieren wie ich es tue.“

Er nickte, ich bezweifelte aber, dass er auch nur im Ansatz verstehen konnte, was ich alles erlebt und vor allem wie ich das alles erlebt hatte.

„Ich hoffe, dass ich ungeeignet bin!“

Er lächelte. Wir betraten einen weiteren Korridor und schauten uns um. „Ach, übrigens, das hast du gar nicht mitbekommen, heute Abend ist eine kleine Feier anlässlich McKays Geburtstag morgen. Wir wollen ihn überraschen. Es wird sicher mal eine Abwechslung sein. Können wir mir dir rechnen? Ich meine, wenn dir nicht nach Party ist, verstehe ich das schon...!“

„Aber klar!“ Mein Gesicht hellte auf. „Das ist wirklich eine gute Idee, ich war schon ewig nicht mehr auf einer Party.

-FF-
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Zuletzt bearbeitet von Scout am 12.01.2008, 22:44, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 07.01.2008, 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

So schnell noch FB geb und dann geh ich ins Bett *gähn*

Kim war superin ihrem Elemt. Wie sie John gerettet hat durch ihre Vision. Auch die Antiker waren naja merkwürdig..das die sich mal einmischen *am Kopf kratz*

Jetzt lässt sich nur hoffen das John nicht so ein Sturkopf bleibt und das Gerät einige Antworten liefert.
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BeitragVerfasst am: 07.01.2008, 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

die Antiker waren deshalb merkwürdig, weil sie eigentlich Kobollianer waren. Die Erklärung wer was wo ist, kommt im Laufe der Galaxy Reihe noch. Die Kobollianer mischen sich ein, die Antiker nicht...

Danke fürs FB, hat mich sehr gefreut...
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BeitragVerfasst am: 12.01.2008, 22:43    Titel: Trauma, Kapitel 3 Antworten mit Zitat

So, noch ein bisschen Zerstreuung in Atlantis!

Smilie


Kapitel 3

Ich wusste gar nicht, was ich anziehen sollte. Es war schon ewig her, dass ich zivile Klamotten anhatte. Selbst hier in Atlantis war ich meistens in Uniform unterwegs, auch in meiner Freizeit. Meine Freizeit bestand nämlich meistens aus irgendwelchen Notsituationen, die auftraten und ich fühlte mich sicherer, wenn ich voll ausgestattet war, sprich Laser, Laserkugeln, Lichtschwert und Messer. Manchmal kam ich mir schon vor wie Lara Croft.

Also stand ich vor meinem Schrank in meinem Quartier und rätselte, was ich wohl anziehen sollte. Klamotten hatte ich ja, denn die hatte ich noch aus meiner letzten Dimension. Also, entschied ich mich für Jeans und ein geschnürtes Top, welches zwar aufreizend, aber nicht billig aussah. Ich machte mich also fertig, frisierte mir die Haare und was Frau eben sonst noch so macht und machte mich schließlich auf den Weg ins Foyer, wo die Feier stattfinden sollte.

Rodney wusste auch noch nicht, dass die Party für ihn wäre, ich freute mich richtig. Allerdings war ich spät dran. Mein Team war schon komplett da und auch sonst war schon gut was los. Das Team stand an der Treppe zusammen, als ich oben auf der Empore auf Dr. Weir traf und mich kurz unterhielt.

„Das ist ja nicht zu glauben!“, meinte Ford auf einmal, als er mich sah.

„Wieso, was denn?“, fragte John, der mit dem Rücken zu mir stand.

„Na, unser Kamikazeflieger, schauen Sie sie sich mal an, da wird Ihnen schlecht!“

Er drehte sich rum und sah mich, genauso wie die anderen, auch das erste Mal nicht in Uniform.

„Wow!“, hörte man Sheppard leise vor sich hin sagen, dann sah er die anderen an. „Es ist doch unfassbar, das macht einen ja ganz krank!“

„Wenn Sie baggern wollen, Major, müssen Sie sich beeilen, sie hat eine Menge Fans!“ Ford deutete wieder auf die Empore. Ich hatte Beckett getroffen, der mir, flapsig wie er ist, sagte, dass ich nett aussah und so umarmte ich ihn spontan und sagte außerdem „danke“ für alles, was er bereits für mich getan hatte.

„Entschuldigt mich Leute! Das kann ich nicht zulassen!“, meinte Sheppard.

„Natürlich nicht!“, entgegnete Teyla und die anderen kicherten.

„Was ist? Sie ist Mitglied meines Teams und steht unter meinem Kommando oder nicht? Also, sollte ich jetzt zu ihr gehen und sie begrüßen!“

„Major, Sie brauchen unsere Erlaubnis nicht, wenn Sie baggern wollen!“

„Wer sagt denn was von baggern?“

„Er ist so Kirk!“, entwich es McKay, worauf Sheppard den Zeigefinger hob und ihm damit drohte. Rodney lachte und John joggte die Treppe rauf. Carson und ich hatten eine nette Unterhaltung, als er zu uns stieß.

„Entschuldigung, Doktor, haben Sie etwas dagegen, wenn ich die Lady entführe?“

„Nein, aber behandeln Sie sie gut, sie steht unter meinem persönlichen Schutz!“

„Oh!“, meinte John und nickte.

Ich schüttelte den Kopf. „Ihr beide seid so süß! Carson, du hast was gut bei mir!“

Er grinste und ging rüber zu Dr. Weir, während Sheppard mir seinen Arm entgegenhielt, damit ich mich einhaken konnte. Zusammen gingen wir langsam die Treppe runter.

„Was verschafft mir die Ehre Major?“

„Ich bin sehr besitzergreifend, wenn es um mein Team geht und bevor einer der Kerle hier auf die Idee kommt, dich anzubaggern, dachte ich, ich stelle dich unter [I[meinen[/I] persönlichen Schutz!“

„So wie Carson!“

Er war etwas verunsichert. „Genau, so wie Carson!“

Ich lachte. „John, du weißt aber schon, dass ich schon alt genug bin, um zu entscheiden, von wem ich mich anbaggern lasse und von wem nicht oder!“

„Aber natürlich! Ähm, habe ich Sonderechte?“

Ich lachte wieder, fand diese Frage sehr komisch. „Wieso, weil du mein kommandierender Offizier bist?“

„Genau! Ich habe schließlich die Verantwortung für mein Team!“

Ich nickte. „Spieler!“

Wir lachten beide und kamen schließlich bei dem Rest des Teams an.

„Treffer, versenkt!“, meinte Ford.

„Aiden, du weißt, dass ich keine Vorgesetzten abschleppe.“

„Natürlich!“

„Außerdem ist das reine Taktik, ich warte nur darauf, dass er mir einen Drink spendiert!“

„Oh!“, meinte Sheppard darauf hin und verschwand kurz und kam mit einem Drink wieder!

„Du wickelst die Männer auch reihenweise um den kleinen Finger!“, meinte McKay.

„Ich? Gott bewahre, dafür bin ich viel zu schüchtern!“

„Jetzt blufft sie schon wieder!“, meinte Aiden.

Als John wieder da war und mich mit einem Drink versorgt hatte, hob er das Glas und sagte: „Auf Atlantis!“

Wir wiederholten es alle. „Auf Atlantis!“

„Was hier fehlt ist eine Band!“, meinte ich plötzlich.

„Oh ja, das wäre was!“, meinte Ford.

„Verbraucht zu viel Energie, die wir nicht haben!“, sagte McKay. „

Schon mal was von Akustik gehört?“

„Allerdings! 1:0 für Kim!“

„Bitte, Leute!“, meinte McKay und zeigte auf mich. „Habe ich eigentlich auch nur den Hauch einer Chance gegen so eine bezaubernde Frau?“

„Hey, äh, guys, wenn ihr nicht sofort aufhört, mit mir zu flirten, beantrage ich meine Versetzung!“

Die anderen lachten.

„Teyla, könnte mich Halling vielleicht auf dem Land gebrauchen? Ich bin landwirtschaftlich sehr begabt!“

„Bestimmt lässt sich da was arrangieren!“

„Danke schön!“, meinte ich, während die anderen lachten.

„Teyla kennt das!“, sagte Ford, „genau!“, stimmte John mit ein. „Wir flirten nicht, wir haben nur festgestellt, dass du auch in Zivilklamotten umwerfend aussiehst!“ Er versuchte sich aus der Affäre zu ziehen!

„Und er flirtet doch!“, sagte McKay. „Übrigens Lieutenant, nehmen Sie sich sehr in Acht vor dem Major, sein Zweitname ist James T. Kirk!“

Ich musste lauthals lachen. „Ja, das kann ich mir vorstellen!“

John sah mich entsetzt an. „Du kannst?“

„Ja, ich kann! Entschuldigt mich, ich möchte mal kurz zu Peter rüber!“

Die anderen nickten. Peter Grodin hatte ich inzwischen sehr lieb gewonnen, nach der Sache mit dem Ionensturm. Außerdem war es schön, einen eigenen Capcom zu haben.

„So, Major! Wie wollen Sie das bitte schön anstellen, die Kleine von all den Kerlen hier fernzuhalten?“, fragte McKay, der wie auch John und Ford, mir nachsah und mitbekam, wie ich hier halt machte und dort ein. Und dennoch dachte ich viel an John. Irgendwie wurde der mir immer sympathischer, was ich mir jedoch nie eingestehen würde. Seit Luke hatte ich mich niemandem mehr anvertraut, doch bei John hatte ich das Gefühl, dass wir bald soweit wären, dass ich es könnte.

„McKay, ich glaube, Kim hat einen guten Geschmack! Ich mache mir nun wirklich keine Gedanken um sie.“

„Na ja, sie und Carson scheinen sich sehr nahe zu stehen!“

John seufzte. „Aber nicht so, sie sind sehr gute Freunde, denke ich, aber . . . nein, ich glaube nicht, dass die beiden was miteinander haben!“

„Ist es nicht komisch, dass wir hier so eine Unterhaltung führen?“, fragte Ford und Teyla nickte.

„Ja, irgendwie scheint jeder die Arme mit irgendjemandem verkuppeln zu wollen. Sieht sie denn so verzweifelt aus, dass das sein müsste?“

John schüttelte den Kopf. „Nein, sie ist garantiert nicht verzweifelt. Sie weiß ganz genau was sie tut und wie weit sie geht und ich wette, sie könnte jeden hier abschleppen, wenn sie das wollte, aber dafür ist sie nicht der Typ!“

„Einschließlich Captain Kirk?“

Darauf antwortete er nicht, sondern grinste McKay nur schief von der Seite an. „Wie Lt. Ford schon sagt, sie blufft. Tiefer als an der Oberfläche zu kratzen wird nicht klappen, dafür ist sie viel zu stark, als dass sie das einfach so zulassen würde!“

„Sie kennen sich aber mächtig aus, was?“

„Das ist kein Geheimnis Dr. McKay!“, warf Teyla ein. „Ich gebe dem Major Recht, wir arbeiten jeden Tag eng mir ihr zusammen und trotz ihrer aufgeschlossenen Art, bleibt sie ein Mysterium für die meisten. Sie weiß wirklich ganz genau, wie weit sie sich anvertrauen kann und will und wann die Grenze überschritten ist!“

„Schön, dass ihr sie analysiert, ich frage mich so langsam, was ihr so über mich sagt, wenn ich gerade nicht da bin!“

Die anderen lachten wieder. „Darum geht es gar nicht McKay, über Sie reden wir doch dauernd, selbst wenn Sie dabei sind!“

„Das ist ja das Schlimme!“

Wieder Lachen. Ich hatte inzwischen Peter erreicht, der auf der Empore stand. So konnte ich mein Team unten an der Treppe sehen. Worüber sie sich jedoch unterhielten, konnte ich nicht sagen. Ich war anders als die anderen, das hatten wir ja jetzt zur Genüge festgestellt, daher machte es mir auch nichts aus, wenn die Leute, einschließlich meines Teams, über mich redeten. Im Gegenteil, selbst wenn sie nicht gut über mich redeten und so was soll ja vorkommen, ich war dennoch irgendwie interessant und das reichte mir schon vollkommen. Dass ist lange nicht mit jedem auskomme, war bekannt, aber das hatte ich auch nicht nötig. Dafür hatte ich zu viel gesehen, zu viel erlebt und zu viele Enttäuschungen, auch menschliche, einstecken müssen.

John zwinkerte mir zu, während ich mich mit Peter unterhielt. Und ich merkte, wie sehr es mir gefiel, dass er sich um mich bemühte. Es war eine schöne Ablenkung, vor allem nach den Albträumen, die ich die letzte Zeit so häufig hatte.

* * *

Rodneys Geburtstag rückte immer näher. Als es dann soweit war, stellte ich mich mitten auf die Empore und bat alle, mir kurz zuzuhören. „Da Dr. McKay mir vorhin unmissverständlich klar gemacht hat, dass eine Band zu viel Energie verschwenden würde, benötige ich die Hilfe von euch allen!“ Dann fing ich an „Happy Birthday“ zu singen und alle stimmten mit ein. Rodney war sehr gerührt. Er war fest davon überzeugt, dass sich niemand drum kümmern würde, dass er Geburtstag hatte. Weit gefehlt.

Nach dem Ständchen ging ich runter und stellte mich in die lange Schlange derer an, die ihm gratulieren wollten. Er war danach auch noch eine ganze Weile beschäftigt, was ich dazu nutzte, mir ein Plätzchen zu suchen, mit dem ein oder anderen zu reden und noch was zu trinken. Teyla hatte sich inzwischen zu ihren Gefolgsleuten gesellt, die natürlich auch sehr herzlich eingeladen waren.

Ford unterhielt sich mit Sergeant Bates und John hatte gerade ein Gespräch mit Dr. Weir beendet, als er zu mir rüber kam.

„Mich wundert es doch schon, dass du hier alleine sitzt!“

„Wieso?“

„Na ja, wie du heute Abend verfolgt wirst!“

Ich grinste ihn an.

„Nett gesungen vorhin!“

„Danke! Willst du dich nicht setzen?“

„Gern!“

Gesagt getan.

„Vorhin sahst du zeitweise sehr nachdenklich aus. Ist alles in Ordnung?“

„Ja, den Umständen entsprechend geht’s mir ganz gut. Und die Party macht mir echt Spaß!“

„Das ist unschwer zu erkennen!“

„Wieso, schlage ich über die Stränge?“

„Nein, nein, so meinte ich das nicht, aber du hast eine Menge Verehrer hier unter den männlichen Kollegen, das ist nicht zu übersehen. Du machst Teyla echte Konkurrenz!“

„Wir konkurrieren nicht miteinander und das sind auch keine Verehrer, sondern oberflächliche Anmachversuche, wenn überhaupt!“

„Ach, ist das so?“

„Was soll die Frage?“

„Wie ich schon mal gesagt habe, ich bin sehr besitzergreifend!“

„John, ich glaube nicht, dass du von mir Besitz ergreifen kannst. Das hat bisher noch keiner geschafft!“

Er lachte. „Davon bin ich absolut überzeugt! Ich wollte dir auch eigentlich nur sagen, wie hübsch du heute aussiehst und dass du dich nicht unterkriegen lassen sollst von den vielen verrückten Kerlen!“

Ich grinste verlegen. „Danke für das Kompliment, aber ist das ein Gespräch, was ein Major und ein Lieutenant führen sollten?“

„Nein, nicht wenn wir zum gleichen Militär gehörten!“

„Oh, den Spruch kenne ich doch irgendwo her. Du lernst schnell!“

„Allerdings! Cheers!“

„Cheers!“

So unterhielten wir uns noch eine ganze Weile auf nette und flapsige und auch höchst sarkastische Art und Weise. Gegen 2.00 Uhr morgens war Zapfenstreich und ich war auch hundemüde, also verabschiedete ich mich von den anderen und sah zu, dass ich in die Heia kam. Wenig später lösten sich auch die letzten Grüppchen auf und bald schlummerte Atlantis friedlich vor sich hin.

* * *

Ich wusste nicht mehr wie viel Uhr es war als ich aufwachte, schweißgebadet. Es war wieder so ein Traum. Es war alles sehr wage. Das einzige, woran ich mich erinnern konnte, war ein Wraithschiff, das John schnappte und dann eine Szene mitten im Ozean. Und einen Cylonenjäger. Ich war fix und fertig. Was war das wohl wieder oder vielmehr, was hatte das wohl wieder zu bedeuten?

Zeit Luft zu schnappen und mal sehen, wer in der Krankenstation Notdienst hatte. Als ich durch die Gänge von Atlantis ging, ging die Minimalbeleuchtung von selbst an. Ich kannte das alles schon. Im Foyer war alles still. Man hätte fast meinen können, dass hier keine Party stattgefunden hätte.

Zu meinem Erstaunen war Dr. Weir noch wach und in ihrem Büro. Ich winkte ihr zu als ich das Foyer durchquerte. Sie winkte zurück, stand aber dann auf und kam auf die Empore.

„Wieder schlechte Träume?“

Ich nickte. „Ja, ich dachte, dass ein bisschen frische Luft nicht schaden könnte.“

„Wenn Sie Lust haben, kommen Sie hoch, ich habe frischen Kaffee hier!“

„Gern!“, sagte ich und ging die Treppe hoch. In ihrem Büro setzte ich mich auf einen Stuhl, den sie mir angeboten hatte.

„Es ist sicher nicht leicht für Sie, das alles hier zu verarbeiten!“

„Das stimmt, obwohl ich mich in Atlantis sehr wohl fühle. Zumindest wurde ich wirklich sehr nett empfangen und durch das Team habe ich eine gute Aufgabe. Ich akklimatisiere mich von Tag zu Tag.“

„Aber es fällt sicher nicht leicht, das alles hinter sich zu lassen oder?“

„Nein, Ma’am, es vergeht kein Tag, an dem nicht an vergangene Welten erinnere! Es gibt gute und es gibt schlechte Tage, die guten überwiegen. Jedoch verblasst meine Erinnerung an mein Zuhause mehr und mehr. Das ist das Schlimmste von allem!“

Sie nickte, konnte verstehen. „Die Träume plagen Sie wieder?“

„Schlimmer ist, dass ich Sie nicht deuten kann. Ich weiß nicht, inwiefern der Antikercomputer helfen kann, aber ich habe vor, morgen mit Dr. Beckett an dieser Geschichte zu arbeiten.“

„Haben Sie sich überlegt, wie Sie den Antikern begegnen wollen, wenn Sie sie wieder kontaktieren?“

„Nein, ich ...ich habe keine Ahnung.“

„Sie werden einen Weg finden!“

Ich nickte abermals. Wir redeten noch eine ganze Weile, es war, als würden wir uns besser kennen lernen. Als ich dann zurück in mein Quartier kam, war ich so müde, dass ich innerhalb weniger Minuten in einen leichten unsanften Schlaf fiel.

Am nächsten Morgen war ich wieder gerädert. Gott sei Dank stand keine Mission an, ich konnte mich also mehr oder weniger erholen. Carson und ich experimentierten mit dem Antikergerät, dass ich in meinem Traum entdeckt hatte, aber bevor er mich daran anschließen wollte, wollte er noch einige Testläufe machen, um herauszufinden, wie es funktionierte.

Als wir nach einer kleinen Pause wieder in die Krankenstation zurückkamen, war das Gerät plötzlich weg. Das konnte doch nicht sein. Beckett interviewte sofort einen seiner Laboranten. Der meinte, dass Dr. Kavanagh das Gerät mitgenommen habe, um irgendwelche Tests damit durchzuführen.

„Kavanagh?“, fragte ich. „Was will denn der damit?“

„Ich weiß nicht, er ist sowieso seit den letzten paar Tagen äußerst seltsam.“

Der Laborant bestätigte das. Plötzlich wurde das Stargate aktiviert. Ich ahnte Schlimmes, drehte auf dem Absatz rum und rannte in Richtung Torraum.

Ende/FF
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Kathi90
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BeitragVerfasst am: 19.01.2008, 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
„Kavanagh?“
Ja, ja. Der macht aber auch immer Probleme Winken


Zitat:
„Ich bin sehr besitzergreifend, wenn es um mein Team geht und bevor einer der Kerle hier auf die Idee kommt, dich anzubaggern, dachte ich, ich stelle dich unter [I[meinen[/I] persönlichen Schutz!“


Wenn man das so ließt, und das aktuelle im Project, dann muss man doch grisen. Ich glaube, die beiden waren da schon ziemlich verknallt, habens aber noch nicht gemerkt?!
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 20.01.2008, 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

Oh man! Die arme Kim. Aber ein Cylonenjäger? Oh je! Und John auf einemn Basischiff? Doppel Ohje!

Aber wie bereits Kathi bemerkte: Dieser Kavanaugh...*hmpf* hauptsache ärger machen. Wehe er macht es kaputt!

So das ist das ende der FF..was kommt als nächstes für eine Story?
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Scout
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BeitragVerfasst am: 23.01.2008, 20:21    Titel: 11. Accusation, Kapitel 1 Antworten mit Zitat

Hallo Smilie

Danke für eure FBs. KAthi, yep, ich glaube auch, aber sie waren sich dessen wohl noch nicht bewusst, wie du sagst!

Felix: Der Ärger geht weiter Smilie Freut mich, dass du dabei bist!


Titel der FF: In a Galaxy far far away, Teil 11: Accusation
Autor: Scout
Rating: M (15/16)
Inhaltsangabe: Kim ist Schuld
Staffel: SGA Staffel 1
Anmerkung: Man merkt, dass ich noch nicht solange beim Schreiben dabei gewesen war, finde ich, denn diese Geschichte ähnelt sehr „Suspicions“ aus der ersten Staffel…



Accusation

Kapitel 1

Das Stargate war aktiviert. Als Kavanagh im Torraum ankam, war er überrascht, denn ich stand vor dem Gate und blockierte ihm den Weg mit gezogenem Laser. Er nahm den Computer in die andere Hand und baute sich in einiger Entfernung auf.

„Sie können mich nicht aufhalten!“

In dem Moment kamen Weir und Sheppard dazu. „Kavanagh!“, rief Sheppard. Der reagierte allerdings nicht.

„Ich würde nicht darauf wetten an Ihrer Stelle!“

Kavanagh grinste überlegen. „Das würden Sie nicht tun!“, sagte er und deutete auf den Laser. Obwohl ich ihn ohne weiteres hätte betäuben können, steckte ich die Waffe ein. Inzwischen waren auch Teyla und Ford eingetroffen.

„Sie haben Recht, ich würde nie auf jemanden schießen, der unbewaffnet ist.“ Ich grinste

„Sie wissen so gut wie ich, dass dieses Gerät gefährlich ist. Es muss vernichtet werden.

Ich verschränkte meine Arme vor der Brust. „Und Sie wissen so gut wie ich, dass dieses Gerät nicht gefährlicher ist als alles andere hier. Nur Ihr Egoismus und Ihre grenzenlose Selbstverliebtheit lassen Sie das Wesentliche aus den Augen verlieren. Ich sage es jetzt zum letzten Mal. Stellen Sie den Computer hin und verlassen Sie sofort den Stargateraum, bevor ich mir es anders überlege!“

„Nein!“

„Gut!“, meinte ich und ging auf ihn zu. Ohne zu fragen haute ich ihn einfach um. Ein Schlag und er war total ausgeknockt, ging zu Boden, ich packte ihn am Kragen. Sheppard zog die Augenbraue hoch und meinte zu Teyla: „Soviel zum Thema Nahkampf!“ Sie nickte.

Weir griff ein. „John, tun Sie was!“

Er joggte die Treppe zum Gateraum runter.

„Immer noch nicht genug?“, fragte ich Kavanagh.

„Verdammter Möchtegernpilot!“

„Falsche Antwort!“ Ich schlug ihn unsanft auf den Boden. Das wurde Sheppard zu viel.

„Hey hey, das reicht!“ Er zog mich von ihm weg und hielt mich fest. „Bringen Sie ihn weg!“, meinte er während ich in seinem Polizeigriff zappelte. Ich war echt sauer jetzt und hätte ihm am liebsten noch eine verpasst.

„Lass mich los!“, brüllte ich John an.

„Nur, wenn du dich beruhigst!“

Ich hörte auf mich zu wehren. „Schön!“

„Gut!“ Er ließ mich los. „Was bist du denn so hitzig?“, wollte er wissen.

„Ich bin nicht hitzig!“

„Doch, das bist du!“

„Ich lass mich nicht beleidigen!“

„Er wird seinen Rüffel schon bekommen! Und du komm runter oder muss ich dich erst in Urlaub schicken?“ Er war ganz der Major jetzt.

Ich drehte mich um, von ihm weg und nahm die Hände in die Seite. „Okay, okay.“

Weir schaute Sheppard an. So hatte sie mich noch nicht erlebt. Ich nahm den Antikercomputer und ging zu John zurück. „Major, mein ganzes Schicksal hängt möglicherweise an diesem Gerät, also wundere dich bitte nicht, wenn ich etwas empfindlich reagiere, wenn es jemand aus purer Selbstsucht zerstören will. Bitte um Erlaubnis, es zurückbringen zu dürfen.“

Auch ich war jetzt sehr militärisch, ich konnte nicht anders, ich war auf 180. Sheppard nickte.

„Danke!“, sagte ich in einem harschen Tonfall, salutierte und machte mich auf den Weg zu Carson. Weir ging inzwischen der Sache mit Kavanagh nach. Auch wenn sie es nie öffentlich sagen würde, aber ihr ging die Geschichte runter wie Öl, nach all dem, was sich Kavanagh bisher geleistet hatte.

Als ich bei Carson ankam, erzählte ich ihm, was passiert war und bat ihn, den Computer gut zu verstecken. Dann teilte ich ihm mit, dass ich auf Patrouille gehen würde und sich besser jeder von mir fern hielt, da ich schlecht drauf wäre. Dann machte ich mich auf den langen Weg zur Landebucht.

Es dauerte keine 5 Minuten bis zum nächsten Zwischenfall. Der Sicherheitstrupp, der Kavanagh gerade in sein Quartier gebracht hatte, fand einen ihrer Männer blutüberströmt auf dem Gang liegen, offensichtlich brutal zusammengeschlagen. Ein Zeuge, der im gleichen Gang unterwegs gewesen war, hatte es zwar nicht gesehen, aber hat gesehen, wie ich den Gang zur Landebucht runtergejoggt bin. Diese beiden Gänge waren zufällig die gleichen.

John wurde sofort auf die Suche nach mir geschickt. Er nahm den Transporter und lief in die Landebucht, in der ich kurze Zeit vorher eingetroffen war. Ich hatte die Systemchecks erledigt und begutachtete mein Schiff, als John mich erreichte. Irgendwas stimmte nicht, das konnte ich ihm ansehen.

„Lieutenant Connor ist schwer verletzt worden!“

„Was?“ Ich war entsetzt, ich kannte ihn, war noch ein ganz junges Kerlchen.

„Wie? Wo?“

„Das wissen wir nicht, aber jemand hat dich rennen sehen!“

„Wie bitte?“ Ich musste mich anstrengen, damit ich ruhig blieb. „Ihr verdächtigt mich? Das darf doch nicht wahr sein! Ich bin gerannt, weil ich mein Schiff erreichen wollte!“

Sheppard sagte nichts. Er glaubte mir, musste aber seine Pflicht tun. Er kam ein Stück näher und sofort gingen bei mir alle Alarmglocken an und sofort aktivierte sich der Schutzschild der Scout und John konnte nicht mehr weiter.

„Kim, bitte!“

„Ich kann nichts dafür, das ist mein Unterbewusstsein! John, ich habe es nicht getan!“

„Ich glaube dir, mehr als jemandem sonst hier, aber wir müssen der Sache nachgehen. Kommst du also mit? Oder muss ich dich in Gewahrsam nehmen?“

Ich schüttelte den Kopf. Ich konnte das alles nicht glauben. Ich trat aus dem Schutzschild heraus, dass kurz darauf wieder runter fuhr und näherte mich John. „Bitte, ich werde mich nicht wehren, kannst mich mitnehmen!“

Auf dem langen Weg in den Besprechungsraum ging ich mit gesenktem Kopf neben John her und sagte nicht ein Wort. Ich glaubte zwar, dass er es ernst meinte und mir glaubte, aber dass man mir hier so ein großes Misstrauen entgegenbringen könnte, dessen war ich völlig perplex. Er sah mich mehr als einmal an unterwegs und machte sich so seine Gedanken. Ich reagierte nicht auf ihn.

Im Besprechungsraum wartete schon Dr. Weir, das Sicherheitsteam und Sergeant Bates, der solche Angelegenheiten zu regeln hatte. John und ich gesellten uns dazu. Teyla, McKay und Ford mussten draußen bleiben und unterhielten sich über diese Sache. Ich wusste, dass es ein Verhör werden würde und ich wusste auch, dass ich keinerlei Beweise für meine Unschuld hatte.

„Also Lieutenant, Sie wurden gesehen, wie sie den Gang zur Landebucht runter gerannt sind. Das war kurz nachdem Lt. Connor so übel zugerichtet wurde“, begann Bates

„Ich war unterwegs zu meinem Schiff. Ich habe Connor überhaupt nicht getroffen!“

„Und Ihr Verhalten im Gateraum, als sie Kavanagh tätlich angegriffen haben?“

„Er wollte Atlantis Inventar zerstören, das durfte nicht passieren!“

„Und das rechtfertigt, dass Sie ihn niederschlagen und am Boden liegend immer noch auf ihn losgehen?“


Ich seufzte, denn ich wusste genau, in welche Richtung das ging. „Haben Sie nicht Connor aus denselben niederen Beweggründen so zugerichtet?“

„Bates, es reicht!“,, sagte Sheppard in einem harschen Ton.

„Sergeant, ich habe überhaupt keine Gründe, irgendjemanden so zuzurichten. Ich weiß, ich kann es nicht beweisen, aber ich habe es nicht getan. Ich habe nicht mal ein Motiv und Connor kenn nicht mal richtig! Das ist doch völlig sinnlos!“

„Oder aber gekränkte Persönlichkeit, wo Sie doch sicher wissen, dass Connor auch nicht so gut auf Sie zu sprechen ist, genau wie Kavanagh.“

„Auf diese Schiene folge ich Ihnen nicht Sergeant! Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Und wenn mich jemand nicht leiden kann, bitte, dann ist das so. Das ist noch lange kein Grund jemanden halb tot zu schlagen!“

„Wir werden das weiter untersuchen. Bis dahin, stehen Sie unter Arrest!“

Ich schüttelte den Kopf.

„Corporal, bringen Sie sie weg!“

Ich schaute Weir und John ein wenig vorwurfsvoll an. „Das war’s dann jetzt also, hm?“ Ich schaute in angespannte Gesichter. „Schön, dass das alles so einfach ist. Ein Tipp, bleibt von meinem Schiff weg, im Gegensatz zu mir erkennt es, wer Freund und wer Feind ist!“

Ich ging ohne mich zu wehren mit dem Coporal mit. Weir und Sheppard blieben zurück. „Sie wissen so gut wie ich, dass sie es nicht war!“, sagte der Major.

„Natürlich, aber wie können wir ihre Unschuld beweisen? Irgendwas Neues von der Krankenstation?“

Sheppard schüttelte den Kopf.

„Sie fühlt sich im Stich gelassen!“, stellte Weir fest.

„Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihre Freunde Sie plötzlich im Stich lassen?“ Er war angekratzt und ärgerte sich über sich selbst, da er mir nicht mehr beigestanden hatte. „Und diese Anschuldigungen sind lächerlich!“

„Was denken Sie?“

„Kavanagh! Ich vermute, er war es!“

„Was ist bloß mit ihm los?“

Sheppard schüttelte den Kopf.

„Wieso wollte er überhaupt dieses Gerät vernichten. Was bringt ihm das?“

„Das ist in der Tat seltsam, vielleicht sollten wir Carson darauf ansetzen.“

John nickte, das war eine gute Idee. Er machte sich gleich auf den Weg. Inzwischen saß ich in einer Zelle und verstand die Welt nicht mehr. Mir gingen allerlei Dinge durch den Kopf, vor allem, was das Ganze sollte und wie es eigentlich dazu gekommen war.

Nur weil ich vielleicht etwas heftig reagiert hatte, als mir Kavanagh quer kam. Aber wir konnten uns noch nie leiden. Tja, jedenfalls saß ich da jetzt und fühlte mich von aller Welt im Stich gelassen. Die Nacht darauf konnte ich überhaupt nicht schlafen. Mich jagte ein Albtraum nach dem anderen und ich hatte niemanden, den ich hätte rufen können, um einfach zu reden, ich konnte nicht mal an die frische Luft, um auf andere Gedanken zu kommen.

Ich träumte wirres Zeug, von einem Virus, der ausgesetzt worden war und Leute befiel, die dann komische Sachen machten. Ich konnte sie nicht deuten. Carson und ich wurden ja in unseren Tests gestört, nachdem die Sache mit Connor passiert war.

Die Sicherheitsbeamten überwachten mich auf dem Monitor, aber störten sich nicht weiter daran, was ich in der Zelle tat oder nicht tat. Während der nächsten Tage wurde es nicht besser. Bates ließ sich auf keine Diskussionen ein. Mir ging es körperlich von Stunde zu Stunde schlechter. Mein ganzer Metabolismus war dabei sich zu verabschieden. Ich war einer dieser Sorte Mensch, die wahnsinnig viel Schlaf brauchten, um topfit zu sein. Das hatte ich nun schon seit Tagen nicht mehr. Ich war angenervt, hochgradig aggressiv, todmüde und todtraurig noch obendrein. Jetzt hätte ich wirklich einen Psychiater brauchen können, aber noch nicht mal der kam.

-FF-
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Kathi90
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BeitragVerfasst am: 23.01.2008, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hab ich schon mal erwähnt das ich Bates nicht mag? Nein, gut dann sag ichs jetzt. Bates ist ein *piep* und *piep* und *piep* Oke, ich sags anders. Er is a Depp, bleeder Hammel, bleeder. *g*

Und ich weiß es jetzt grad ehrlich nimmer, was da damals passiert ist. Deshalb bin ich gespannt wie es weiter geht!
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Teleia
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BeitragVerfasst am: 23.01.2008, 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo du!

Ha, da hab ich mich ja gerade günstig entschieden einzusteigen. Zwar hab ich mich schon einmal durch deine Geschichte gelesen, aber dabei kaum FB abgegeben, weil ich da schon spät dran war, aber jetzt, kann ich laufend kommentieren. Sehr glücklich

Vielleicht bilde ich es mir ein, aber mir kommt Kim fast ein bisschen aggressiver vor, als sie es "jetzt", also in deinen neusten Geschichten ist. Schön, von ihrer Zeit ganz am Anfang in Atlantis zu lesen. Vor allem von der Zeit, bevor sie mit John zusammen war. Huch, werd grad melanchonisch, also schnell zu deiner aktuellen Epi.

Kavangha ist ein Depp, haben wir ja alle schon sehr oft, sehr deutlich festgestellt, da kann man Kims Reaktion schon verstehen. Jetzt sitzt sie also in ihrem Käfig. Ich muss zugeben, ich weiß gar nicht mehr, was jetzt kommt, deshalb bin ich gespannt, wies weiter geht.

Bis dann!
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 23.01.2008, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Oh man Bates ist je ein richtiger kleiner Bastard. Solche Leute hasse ich total. Ist er zufällig mit Kavanaugh verwandt?

Wo mir schon bei dem sind..hat er etwa den einen halbtotgeschlagen? Ich blicvk gerade sehr wenig durch.

Wobei mir die arme Kim richtig leid tut. Im Stich gelassen von ihren Freunden...oh man Kavanaugh gehört aus Atlantis rausgeschmissen *schnaub*
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Scout
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BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 16:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

Kathi: Wer mag schon Bates? *g* Ich konnte ihn auch noch nie ausstehen. Merkt man oder? *g* Ist ja auch schon eine Weile her, dass es im Forum neu war, ich kann mir teilweise nach 1500 Seiten auch nicht mehr alles merken.

Teleia: Da freu ich mich aber echt wie ein Keks! Ist übrigens toll, mal ein Vergleich zu hören, wie Kim früher war und wie sie "jetzt" ist. Das mit dem aggressiver sein finde ich interessant. Und gerade die Sache, als sie Single ist - ja stimmt, da tut sich ja vorher einiges *g*. Ich hoffe, sie hat sich im Gesamten zu ihrem Positiven verändert Winken

Felix: Der Durchblick kommt hoffentlich jetzt wieder Smilie Und Bates könnte durchaus mit Kvanagh verwandt sein, jedenfalls vom Sympathiefaktor her. Es gibt jetzt wieder was Neues zu den Kobollianern Smilie


Accusation - Kapitel 2

Ich hatte das Gefühl, dass Bates mich völlig abschirmte von allen anderen, denn immer, wenn einer von ihnen kam, waren sie sehr kurz angebunden, bis es schließlich Sheppard war, der der Sache auf den Grund gehen wollte.

Ich wusste nicht, wie ich ihm begegnen sollte. Auf der einen Seite wusste ich, dass er auf meiner Seite war, auf der anderen Seite hatte ich das Gefühl, im Moment von allen und jedem total im Stich gelassen worden zu sein. Wer war Freund und wer war Feind? Ich konnte die Frage nicht beantworten, noch weniger die Deutung der Träume, welche immer absurder wurden.

„Kim!“

„John!“

Ich saß mit angewinkelten Beinen auf dem Boden der Zelle und hatte meinen Oberkörper auf die Knie gestützt. Ich war fix und fertig von der Nacht.

„Hör mal, es tut mir leid, wie das alles gelaufen ist. Ich wünschte, ich hätte mehr für dich getan.“

„Ach, du brauchst mir doch nichts zu erklären! Ich weiß selbst, wie es aussieht!“ „Wir wissen doch, dass du das nicht warst, Beckett arbeitet fieberhaft an einer Sache, die dich entlasten könnte!“

Er war kurz ruhig. „Ich war bei der Scout! Sie hat nicht den Schild hochgefahren!“

„Ich weiß das!“

„Wieso? Du musst doch das Gefühl haben, dass wir alle gegen dich sind!“

„Aber ich vertraue dir bedingungslos, das solltest du inzwischen wissen!“

„Verzeih mir bitte mein Nichtstun!“

Ich nickte, sagte aber nichts, ich wollte mich nicht im Ton vergreifen. Erst jetzt bemerkte er, dass ich aussah, als wäre ich der Tod auf Urlaub.

„Was ist passiert?“

„Das würde ich gerne mit Carson besprechen!“

„Ich hole ihn!“

Wenig später traf Beckett bei mir ein. John blieb an seiner Seite.

„Ach du meine Güte, Kim, wie siehst du denn aus! Sergeant, lassen Sie mich bitte rein, sie braucht einen Arzt!“

Sheppard nickte und Bates öffnete die Tür. Beide kamen rein und gingen seitlich von mir in die Knie. Carson berührte meine Stirn. Ich war glühend heiß.

„Du hast nicht geschlafen oder?“

Ich schüttelte den Kopf. „Nein, seit fünf Tagen nicht!“

„Sind es wieder die Träume?“

„Sie werden immer schlimmer. Sie sind so verworren, ich kann sie nicht deuten. Was, wenn ich wieder träume, dass ihr in Gefahr seid und ich euch nicht helfen kann, weil ich hier drin sitze.“

John berührte meinen Arm. „Warum hast du nichts gesagt?“

„Es hat niemanden interessiert John!“

Er sah Bates an, der keine Miene verzog. Jetzt war er sauer. „Sie muss auf die Krankenstation!“

Bates argumentierte dagegen, aber John gab ihm den direkten Befehl, mich gehen zu lassen. Ich stand auf und folge Carson, John hinter mir her.

„Bates, wir sprechen uns noch!“, rief ihm Sheppard hinter her.

„Wie geht es Connor?“

„Schon besser! Er kann sich jedoch an nichts mehr erinnern!“, sagte Beckett. Ich atmete durch. Sowas hatte ich mir schon gedacht.

* * *

„Carson!“, sagte ich, als wir in der Krankenstation angekommen waren. „Wir hängen mich jetzt sofort an dieses Gerät, egal, was passiert, ich werde sonst noch völlig paranoid!“

Beckett nickte und bat Sheppard bei dem Test dabeizubleiben. Nachdem er mich an den Computer angeschlossen hatte, geschah etwas Interessantes. Dass was ich als verworrene Träume wahrnahm, wurde auf ein Display geschickt und materialisierte sich zu einem Bild, so als ob man den Traum, den ich nicht deuten konnte, plötzlich wie einen Film sehen konnte, aber eben mit Sinn und Zweck.

Und wir erfuhren so einiges.

Das Gerät deutete den Traum, den ich bruchstückhaft in der letzten Nacht in der Zelle immer wieder geträumt hatte. Man sah Kavanagh, der an seinen Experimenten arbeitete. Auf dem Tisch hinter ihm befand sich eine Reihe von Reagenzgläsern. Diese waren mit einem Schild versehen: Danger, keep closed.

Ich wusste nicht, was da drin war, aber plötzlich kam Kavanagh gegen den Tisch und warf ein Reagenzglas, was zerbrach. Von da an schien er sich zu verändern. Dann eine andere Einblendung, wie er den Antikercomputer stahl und zum Stargate lief und das nächste was wir sahen, war er, wie er Connor niederschlug.

„Ist das jetzt echt oder projiziere ich euch da etwas, was ihr gerne sehen würdet?“, fragte ich.

Carson schüttelte den Kopf. „Nein, das ist wirklich echt, du kannst dein Unterbewusstsein nicht so kontrollieren. Das ist die absolute Wahrheit, die wir das sehen.“

„Wow!“ Ich sah John an, welcher erleichtert schien.

“Was zum Teufel ist mit Kavanagh passiert an diesem Tag?“

“Das passt absolut zusammen!”, meinte Carson. „Ich habe die Tests mit dem kaputten Reagenzglas wiederholt. In ihm war eine Art Virus, der die Leute verrückte Dinge tun lässt, worüber sie aber scheinbar nichts mehr wissen, sobald die Wirkung nachlässt! Kavanagh war diesem Virus ausgesetzt, daher sein komisches Verhalten. Ich meine, so schräg dieser Vogel auch ist, das würde er nicht tun, genauso wenig wie du!“

Ich grinste ihn schief an. „Was machen wir dagegen?“

„Wir werden ihn unter Quarantäne stellen und warten, bis die Wirkung nachlässt. Es schein mehr eine Art Droge zu sein als ein gefährlicher Virus.“

„Aber es ist ein Virus?“, hakte Sheppard nach. Carson nickte.

„Ist das ansteckend?“

„Kann ich noch nicht sagen! Du bleibst auf jeden Fall erst noch hier!“

John bestätigte dies. „Außerdem darf ich dich ganz offiziell noch nicht aus den Augen lassen, du bist immer noch mein Gefangener!“

Ich lächelte, denn ich wusste, wie er das gemeint hatte. „Gott sei Dank, ich habe schon an mir gezweifelt!“

Schließlich wurde wirklich alles aufgeklärt. Es war so, wie Carson vermutet hatte. Kavanagh wurde sichergestellt und erst mal behandelt, während Carson an einem Gegenmittel arbeitete.

Wo das Virus genau herkam und was es eigentlich für einen Sinn hatte würde noch Wochen der Erforschung benötigen, um das herauszufinden, aber Beckett war zuversichtlich, dass er es schon irgendwie herauskriegen würde.

Es zeigte uns einmal mehr, wie vorsichtig man hier mit allem sein musste, was von den Antikern zurückgelassen wurde. Aber ob sich meine Träume jetzt bessern würden, konnte ich nicht sagen. Dr. Weir entließ mich persönlich, entschuldigte sich für alles, was passiert war und hoffte, dass ich es allen noch einmal verzeihen konnte.

Ich verstand das schon, es waren nun einmal Sicherheitsbestimmungen, die eingehalten werden mussten, dennoch brauchte ich jetzt erst mal Zeit für mich selbst. Und die würde ich nicht in Atlantis verbringen.

* * *

Ich flog mit der Scout rüber zum Festland. Die Patrouille war ja verschoben worden und so konnte ich an diesem Abend machen was ich wollte. Als ich das erste Mal auf dem Festland war, entdeckten wir einen Canyon, von dessen Hochplateau man einen tollen Sonnenuntergang beobachten konnten.

Da wollte ich hin.

Ich landete die Viper außerhalb von Hallings Dorf, sagte dort kurz hallo und kletterte die Felsen hoch. Es war traumhaft hier. So versuchte ich abzuschalten und das, was war, zu vergessen. So saß ich da bestimmt eine Stunde lang und wartete auf die untergehende Sonne, als ich eine vertraute Stimme hörte.

„Ich wusste, dass du hier bist! Ich weiß, du wolltest alleine sein, aber hättest du was dagegen, wenn ich mich setze?“

Ich drehte mich nicht um. „Bitte, hier ist noch ein Logenplatz frei!“
Als er sich setzte, sah ich ihn an, sagte aber erst mal nichts.

„Du hättest auch abhauen können!“

„Ja, ich hätte mir die Scout schnappen können und wäre da raus geflogen. Aber das ist völlig paradox!“

John bemerkte, dass aus meiner Stimme eine ungeheure Traurigkeit herauszuhören war.

„Wo soll ich denn hin John? Ich gehöre weder in diese Welt, noch in eine andere. Sicher, ich hätte den langen Weg zur Erde antreten können, aber was sollte ich da? Noch nicht mal da habe ich ein Leben!“

Er war wirklich bestürzt, denn er wusste, dass ich Recht hatte. Mit den Verdächtigungen der letzten beiden Tagen hatten sie mir meinen einzigen Platz im Universum genommen, er verstand gut, dass ich misstrauisch geworden war.

„Ich wünschte, ich könnte dir die Rückkehr nach Atlantis etwas leichter machen!“

„Gib mir etwas Zeit und vor allem, vertrau mir!“

Er sah in ein großes Paar dunkelbraune Augen, die sich langsam mit Tränen füllten. Dann sah ich weg. Es tat irgendwie weh, aber auch gut. Ich wusste, dass sie alle auf meiner Seite waren, ich musste sie nur wieder in mein Herz lassen und diese Aufgabe übernahm John, der mir seine Hand reichte und mich kommentarlos in den Arm nahm, worauf ich hemmungslos anfing zu weinen.

Er konnte nicht wissen, wie ich fühlte, daher war ich einfach nur froh, dass er da war. So hielt er mich einfach fest und ließ mich weinen. Irgendwann löste er die Umarmung:

„Kim“, begann er nachdenklich. „Du bist jetzt einige Monate hier. Was du da alles in dir drin hast, was du da alles erlebt hast, das braucht seine Zeit. Ich kann nicht annähernd wissen, was sich alles in deinem hübschen Kopf abspielt, aber du solltest wissen, dass es mir nicht egal ist und wenn du jemanden brauchst, um Vergangenes zu verarbeiten oder wie auch immer, solltest du wissen, dass ich da bin!“

Ich sah ihn an, nickte und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. „Danke John!“

Näher darauf eingehen wollte er jetzt nicht, was ein guter Zug war, denn ich war noch nicht soweit, ihm mein Herz auszuschütten. Zusammen sahen wir in die untergehende Sonne. Während ich die Nacht auf dem Festland verbringen würde, flog Sheppard bei Anbruch der Dunkelheit zurück nach Atlantis.

* * *

In der darauf folgenden Nacht konnte ich wieder nicht richtig schlafen. Der Grund war, dass ich auf meiner Traumebene erneut Besuch bekam von den Kobollianern. Genauer gesagt, war es nur ein Kobollianer, der mit mir sprach, was mich irgendwie irritierte

~ Willkommen Lieutenant! ~
~ Hallo, bin ich wieder...? ~
~ Auf der Traumebene, nicht real – ja! ~
~ Ich bin beinahe nervös, was euch anbelangt! ~
~ Dir wird nichts geschehen! ~
~ Wo sind die anderen? ~
~ Es ist nicht nötig, dass die anderen da sind. ~
~ Werde ich jetzt gehen müssen? ~
~ Nicht, wenn du nicht bereit dazu bist. ~
~ Ehrlich gesagt bin ich das nicht, alleine die Tatsache, dass ich ein direkter Nachfahre von euch bin, bereitet mir manchmal schlaflose Nächte! ~
~ Ich verstehe das! ~
~ Du verstehst? Wie? ~
~ Ich war einst selbst so wie du. Im weitesten Sinne weißt du sogar, wer ich bin! ~
~ Wer? ~
~ Zac! ~
~ Zac? Apollos Bruder? ~
~ Ja! ~
~ Du bist aufgestiegen, nachdem dein Schiff explodierte? ~
~ Deine Intuition spricht für dich! ~
~ Was ist mit Apollo und der Galactica? ~
~ Ich bin nicht befugt, darüber zu sprechen! ~
~ Oh bitte, ich muss es wissen, geht es ihnen gut? ~
~ ......ja, tut es! ~
~ Gott sei Dank! Zac – ich.... ~
~ du willst hier in Atlantis bleiben, was verständlich ist. ~
~ Ja – ich weiß, dass ich noch nicht soweit bin! ~
~ Eine weise Entscheidung! Die Kobollianer werden dich nicht mehr mit Visionen belasten, die Zeit wird kommen, wenn eure Rasse soweit ist, doch bis dahin werden wir euch weiter beobachten. ~
~ Danke, Zac ich - ... ~


Ich wachte auf. Es war still in Hallings Dorf. Nichts deutete auf eine Begegnung mit den Kobollianern hin. Es war, als wäre es ein richtiger Traum gewesen. Ich atmete erleichtert auf.

Diese Informationen waren mehr als ich jemals erhofft hatte. Ich legte mich wieder hin und dachte an das, was passiert war. Mit dem Gedanken an die Galactica und einem erleichterten Lächeln auf dem Gesicht schlief ich ein.

Es war ein traumloser, tiefer Schlaf, den ich wirklich nötig hatte. Es schien sich alles zum Guten zu wenden. Also, war das Experiment abgeschlossen. Was Atlantis daraus mitnahm war ein hoch entwickelter Antikercomputer, ich dagegen nahm viel viel mehr mit.

Wer weiß, was Beckett noch alles herausfinden würde, wofür das Gerät gut wäre. Als ich am nächsten Morgen in Hallings Dorf erwachte fühlte ich mich regeneriert und bereit zu neuen Schandtaten.

Die nächsten Tage machte ich mich bei den Athosianern nützlich. Da sie Pferde besaßen, welche sie im Inneren des Kontinents entdeckt hatten, mistete ich Boxen machte den einen oder anderen Erkundungsritt.

Außerdem beschäftigte ich mich mit den Kindern. Halling freute sich, dass ich das tat und Syll hatte am meisten Spaß. So vergingen diese Tage wie im Flug und bald darauf war ich soweit, wieder nach Atlantis zurückzukehren.

Ende



Anmerkung: Zac, Apollos Bruder, wurde auf seiner ersten Patrouille, kurz vor der galaktischen Flotte von einem Cylonenjäger abgeschossen. Apollo hatte sich retten können, sich den Tod seines Bruders aber nie verziehen. Der Legende nach wurde Zac zu den Kobollianern geholt (Aufstieg), was aber in der Serie nie thematisiert wurde.
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Teleia
ABC-Schütze


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Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen!

Keine Sorge, ich kann dich beruhigen. Kim hat sich zu ihrem Vorteil gewandelt, auch wenn sie schon vorher zum knuddeln war. Winken

Traumfernsehen, wie interessant. Ist ja ne ganze Menge los, in ihrem hübschen Köpfchen. Zum Glück hat sich das ja fürs Erste erledigt, sogar mir recht hohem Besuch. Also hat Kim schon vor dieser Epi erfahren, dass sie ein Kobollianern ist. Jedenfalls so ähnlich.

Was haben die Antiker nur mit schrägen Viren und Krankheiten? Weisheit schützt vor Dummheit nicht, oder so ähnlich! Sehr glücklich

Dann warte ich auf den nächsten Teil!
Bis dann!
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FelixE
Bestsellerautor


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 19.09.2007
Beiträge: 554
Wohnort: Fränkische Schweiz

BeitragVerfasst am: 25.01.2008, 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ui.

Hat sich ja lles zum guten gewand. Wäre ich aber John würde ich sagen Kavanaugh war nicht unter einfluss eines Viruses und hätt eihn los Winken

Auch die Szene zwischen Kim und John..wie wärs mit nem Shipper Club? Sehr glücklich
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