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Das Tor in phantastische Welten
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In a Galaxy far far away - Staffel 1


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Scout
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 220
Wohnort: im Taunus

BeitragVerfasst am: 29.01.2008, 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hi ihr zwei!

Teleia: Traumfernsehen, ja, das ist gut. Stimmt, das mit den Kobollianern weiß sie schon, aber diesen Storybogen habe ich bis zum Ende der zweiten Staffel rausgezögert, weil mir die Idee gefehlt hat, aber bald kommen wieder Geschichten, in denen die Kobolde eine Rolle spielen. Danke fürs FB

Felix: Shipper Club Auf den Arm nehmen Geschockt nicht ernsthaft oder? *lol* Ja, ja, dieser Kavanagh! Ich habe schon mal probiert, Kim mit ihm zu verkuppeln. Was soll ich sagen? Es hat nicht geklappt! Smilie

Okay, die nächste ist bissl länger, aber dafür kriegt ihr dann auch länger Pause!


Titel der FF: In a Galaxy far far away, Teil 12: Wraithal Laboratory
Autor: Scout
Rating: M (15/16)
Inhaltsangabe: Kim und John kriegen ein Kind
Staffel: SGA Staffel 1




Wraithal Laboratory

„Die Scout befindet sich im Landeanflug auf Atlantis!“, meldete Peter Grodin an diesem Morgen. Das Team war gerade mit einem Briefing fertig. Weir freute sich, dass ich schon so bald wieder gekommen war.

„Es ist seltsam, wenn sie nicht da ist!“, sagte McKay, worauf Ford nickte.

„Ja, es ist keiner da, der Sie ärgert, richtig?“

„In der Tat, ich habe mich sehr an unsere Diskussionen gewöhnt!“

„Ich werde sie mal fragen, ob sie mitkommt, dann kann sie Sie unterwegs nerven!“, sagte Sheppard.

Carson würde dieses Mal auch mitgehen. Zwar fand er Stargatereisen fürchterlich, aber die Mission war von medizinischer Bedeutung. Ich setzte die Scout wie gewohnt auf ihrem Landeplatz auf und machte mich auf den Weg zur „Brücke“. Ich war seit Tagen nicht mehr so ausgeschlafen wie heute. Ich hatte bei Halling ein tolles Frühstück und eine kalte Dusche bekommen und dieser Tag war irgendwie beinahe wie ein Neuanfang.

* * *

„Kim! Schön, Sie zu sehen, ich hatte schon Bedenken, Sie würden nicht mehr wieder kommen!“, begrüßte mich Dr. Weir.

Ich grinste und drückte ihr ein Stück Papier in die Hand, meinen Bericht. „Ach wissen Sie, ohne McKay zu ärgern ist es auf Dauer recht langweilig da draußen.“

Während Sheppard sich eins grinste, sprang Rodney wie gewöhnlich drauf an: „Na, was habe ich gesagt, war ja klar, dass so etwas kommen würde!“

„Willkommen zurück!“, sagte Ford, worauf ich mich bedankte.

„Ja, und wo du schon mal da bist, McKay braucht unterwegs unbedingt etwas Unterhaltung!“, scherzte Sheppard.

Dann sah ich Carson. Ich grinste Sheppard an und ging zu Dr. Beckett rüber. „Hey!“

„Wie geht es dir?“

“Gut! Danke für das, was du für mich getan hast, das werde ich dir nicht vergessen!“

Ich umarmte ihn und er mich. „Hey, hey. Kaum ist sie wieder da, verdreht sie den Jungs wieder den Kopf!“, meinte McKay.

„Das verstehen Sie nicht Rodney!“

Ich grinste ihn an.

„Natürlich nicht!“, antwortete der dem Arzt.

* * *

Dann gingen wir an Bord des Jumpers. Sheppard und Ford saßen wie gewöhnlich vorne, während ich mich hinten mit Carson, Teyla und McKay unterhielt.

„Gestern Nacht waren die Kobollianer wieder da!“

John wurde vorne hellhörig. „Wie haben sie sich entschieden?“

Ich stand auf und trat hinter den Pilotensitz. „Sie sagten, ich gehöre noch nicht auf die nächste Stufe des Seins. Sie haben ihre Experimente abgeschlossen!“

„Das bedeutet, keine Visionen mehr?“, fragte Carson nach.

„Keine Visionen mehr!“ Als ich meinen Satz beendet hatte, flog der Jumper durch das Gate. Wir kamen im Orbit eines blauen Planeten heraus, der wie unser Saturn Ringe hatte. Sheppard sagte nichts, aber er war erleichtert, dass die Antiker einsahen, dass ich nicht für eine überirdische Lebensform geeignet war. Er grinste zufrieden und steuerte den Jumper in die Planetenatmosphäre.

„Warum erzählst du uns das jetzt erst und hast es nicht Weir gesagt!“, fragte Teyla.

„Ich habe einen Bericht geschrieben. Ich wollte nur nicht, dass Sergeant Bates das alles mitbekommt, den habe ich irgendwie gefressen!“

Sie grinste, konnte sie ihn doch auch nicht leiden. „Wir Mädels müssen zusammenhalten!“, entgegnete sie.

„Nun hör sich einer das an!“, seufzte McKay.

„Wenn sich Teyla und Kim verbünden, Männer, dann haben wir ein Problem!“, stellte John fest!

„Worauf ihr euren Hintern verwetten könnt!“, gab ich großspurig zurück.

Dann lachten Teyla und ich herzhaft, was Ford nur mit einem „Hühner!“ kommentierte.

„Nun schau sich einer das an!“, meinte ich mit Erstaunen. Der Planet war wunderschön. „Was machen wir eigentlich hier?“, wollte ich wissen.

„Naquadah!“

„Oh, nicht schon wieder! Das letzte Mal, als wir Naquadah gesucht haben, musste ich ne Bombe bauen!“

„Ist es nicht schön, dass MacGyver wieder unter uns weilt?“, fragte McKay.

„Hey Moment mal, wir müssen wieder zurück!“

„Wieso das denn?“, fragte Sheppard.

„Ich habe mein Schweizer Taschenmesser vergessen!“

„Auch das noch!“, entgegnete Ford.

Dann flogen wir über die Planetenoberfläche und scannten ihn. Es war wirklich schön hier.

„Ich würde hier vielleicht mal ganz gerne Urlaub machen! Wie steht’s mit dir Carson? Du bist so ruhig!“

„Ich verlasse nur ungern mein Labor!“

„Ach was, das gibt sich mit der Zeit. John, suchst du uns einen schönen Landeplatz, wir müssen unseren Doktor noch von der Schönheit dieser Welt überzeugen!“

„Aye, aber ich weiß gar nicht, ob diese Welt so schön ist!“

„Wieso, haben Sie was aufgeschnappt?“, fragte Ford.

„Ja, und es ist kein Naquadah!“

„Sondern?“

„Ein Notruf!“

„Notruf?“, fragte Teyla ungläubig. Ich schaute mir den Scanner an.

„Wraiths?!“

„Sieht so aus!“

“Schön, ich dachte schon, ich würde sie nicht mehr wieder sehen!”, sagte ich sarkastisch.

„Wieso habe ich jetzt gerade ein Deja Vu?“, fragte McKay nach.

„Ach Rodney, da wird doch nicht wieder so ein Überlebender drauf sein auf dem Schiff oder?“, fragte Carson.

„Kommt auf das Schiff an!“, entgegnete Sheppard. Er landete den Jumper in der Nähe des Signals! „Okay, jeder merkt sich, wo wir geparkt haben! Und wie gehabt, 2 Teams, Ford, Sie, Teyla und Beckett, McKay kommt mit uns!“

„Na toll!“, meinte McKay. „Das war ja klar!“

„Rodney!“, meinte John genervt.

“Schon gut, schon gut!”

Ich lächelte ihn an. „Also ich freue mich!“

„Ha ha ha!“

Am Anfang blieb das ganze Team zusammen. Als wir das Schiff erreicht hatten, blieb mir das Wort im Hals stecken: „Das ist ein...“

„Forschungsschiff!“, endete McKay den Satz.

„Du meinst, so eins, wie das, in dem wir gefangen waren?“, fragte John.

„Exakt!“, antwortete ich. „Wenn du noch mal so handgreiflich wirst, John, dann schieße ich dich über den Haufen!“

„Genehmigung erteilt!“, meinte der, grinste mich schief an und schaute sich mit ernster Miene das riesige Wraithschiff an.

„Okay, Leute, sammelt soviel Intel wie möglich! Wir bleiben in Funkkontakt. Hütet euch vor Überlebenden und benutzt eure Bewegungssensoren!“

* * *

Wir trennten uns und gingen auf Erkundungstour. So ganz einerlei war mir das nicht, aber da ich, im Gegensatz zu Major Sheppard, bei Bewusstsein war, als wir das erste Mal in ein solches Schiff gebracht wurden, ging ich vor und ließ die beiden Angsthasen hinter mir gehen.

„In so vielen Abenteuern bin ich dir gefolgt, aber in das unbekannte Mysterium werde ich dir vorausgehen“, sagte ich scherzhaft und sah John an, der genau Bescheid wusste:

„Indiana Jones!“

Ich nickte und Rodney grummelte irgendwas in seinen nicht vorhandenen Bart. Der Eingang war ähnlich wie bei einen Hiveschiff, dann gab es mehrere Gänge, die sich verzweigten. Egal, welchen wir gehen würden, früher oder später würden wir in die Versuchslabore kommen, bzw. in den Zellentrakt. Wie lange dieses Schiff wohl hier schon lag? Wir hatten keine Bewegungen auf den Sensoren und gingen daher langsam, aber bedächtig weiter. Es war ein sehr seltsames Gefühl, hier durch zu gehen und genau zu wissen, wofür dieses Schiff diente.

„Kannst du dich an irgendwas erinnern?“, fragte mich John.

Ich schüttelte den Kopf. „Nicht so richtig, nur noch teilweise. Es war so verwirrend.“

Wir kamen an eine Weggabelung.

„So, und jetzt?“, fragte McKay.

„Woher soll ich das wissen, ich wohne nicht hier! Was ist eigentlich mit Ihnen, Sie müssten doch wissen, wie wir gehen müssen, Sie haben uns doch beim ersten Mal gefunden!“

„Bedaure, das Schiff war anders!“

„Anders?“, hakte John nach. „Wie anders?“

„Ich weiß es nicht, vielleicht hatte es mehrere Eingänge, das hier kommt mir jedenfalls nicht bekannt vor!“

„Na, dann einfach der Nase nach!“, sagte ich, grinste und ging weiter.

Wir kamen in eine große Halle. Das keiner von uns beim letzten Mal gesehen. Es sah ähnlich aus wie die „Speisekammer“ in den Versorgungsschiffen, allerdings waren die Kammern kleiner. Hier wurden wahrscheinlich die Babys hingebracht, die sie hier züchteten. Mir wurde ganz schlecht! Voller Entsetzen ging ich von Kammer zu Kammer und leuchtete in sie hinein.

„Alles in Ordnung, Lieutenant?“, fragte McKay nach. Beide merkten mir an, dass mir das sehr nahe ging, nicht nur, weil ich selbst beinahe zum Opfer geworden war, sondern weil ich diesen Holocaust einfach nicht glauben konnte.

Ich nickte langsam. „Vielleicht sind noch einige am Leben!“

Die anderen beiden schauten sich auch die Kammern an. Wir fanden jedoch nur Babyskelette.

„Vielleicht wurde dieses Schiff schon vor langer Zeit verlassen!“, meinte ich, während ich die Kammern untersuchte.

„Zumindest sind hier nur noch Knochen übrig.“

Als ich in die nächste Kammer leuchtete, erschrak ich mich zu Tode.

„Was ist los?“ Die anderen zwei kamen zu mir gerannt.

„Toter Wraith! Nichts für ungut.“

Sie atmeten durch. „Mann, du kannst einem aber auch ganz schön Angst machen!“, meinte John.

„Inklusive mir selbst!“

Wir gingen weiter. Die Halle mit diesen Kammern war riesig, aber kein einziges Kind war noch am Leben. Vielleicht war das ganz gut so, wer weiß, was sie alles hatten erleiden müssen! Plötzlich wurden wir per Funk kontaktiert, worauf sich McKay zu Tode erschreckte.

„Was gibt’s?“, fragte Sheppard

„Ford hier Sir! Wir brauchen Dr. McKay hier! Sieht so aus, als hätten wir das Labor gefunden. Beckett braucht Unterstützung.“

„Irgendwelche Anzeichen von Wraiths Lieutenant?“

„Negativ!“

„Vielleicht schlafen sie!“, meinte ich.

„Dann wollen wir sie nicht aufwecken!“, meinte Rodney.

„Kommen Sie, wir treffen die anderen!“

Wir machten uns auf den Weg. Es dauerte locker 15 Minuten, bis wir das Labor erreicht hatten. Unserem Anblick bat sich Schreckliches.

„Das ist ja wie bei Alien 4, als man Ripley versucht hat zu klonen!“

„Du siehst eindeutig zu viel fern!“, bemerkte Sheppard. „Aber ich gebe dir Recht, das ist beunruhigend, was sie hier machen!“

Vor uns lagen einige Tanks, in denen versuchsweise Testpersonen konserviert waren. Männer, Kinder, Babys, schwangere Frauen. Es war fürchterlich.

„Das reinste Gruselkabinett!“, stellte McKay fest.

* * *

Als wir auf die anderen trafen, war Beckett schon dabei einige Daten zu analysieren und herauszufinden, wie die Wraiths ihre Experimente durchführten. Dazu brauchte er aber McKays Hilfe, um an den Computer zu gelangen.

„Es sieht so aus, als würden die Wraiths hibernieren, zumindest sind hier keine aufzufinden. Dass sie aber alle weg sind, halte ich für unwahrscheinlich!“, klärte uns Teyla auf.

„In Ordnung, Ford, Teyla, Sie bleiben zusammen mit Rodney und Carson hier! Wir sehen uns weiter um!“

„Lassen Sie sich nicht wieder umpolen, Sir!“

„Sehr komisch Ford!“

Wir grinsten, ohne Sarkasmus war es hier kaum auszuhalten. „Gehen wir!“, meinte Sheppard, worauf ich mich in Bewegung setzte.

Als wir eine Weile unterwegs waren, immer mit dem Bewegungssensor vor der Nase, fragte ich mich, wo wohl die Brücke wäre. Sheppard war auch interessiert.

„Was ist, sollen wir uns teilen, dann haben wir die größeren Chancen?“, fragte ich.

Er sah mich an. „Kommst du damit klar?“

„Ja, sicher! Außerdem habe ich einen Knopf im Ohr!“

„Okay, aber sobald irgendetwas komisch ist, treffen wir uns wieder!“

„Aye!“ Ich nickte und ging. Wir blieben über Funk in Kontakt. „Was mich wundert ist, dass sie nicht die Selbstzerstörung aktiviert haben!“, meinte ich.

„Ja, aber das Schiff sendet ein Notsignal!“

„Aber das ergibt doch keinen Sinn. Wenn es ein Notsignal sendet, warum sollten die Wraiths dann hibernieren?“

„Vielleicht, um Ressourcen zu sparen!“

„Das gefällt mir überhaupt nicht John!“

„Mir auch nicht! Hast du schon was gefunden?“, fragte er mich.

„Negativ! Hier ist gar nichts!“

Wir entfernten uns weiter von einander, als sich schließlich vor mir eine Tür öffnete. Ich hatte nichts auf meinem Sensor und betrat den Raum, als sich die Tür hinter mir wieder schloss. Just in dem Moment brach der Funkkontakt zu Sheppard ab und ich hörte nur noch Rauschen. Ich drehte mich rum, die Tür öffnete sich nicht mehr.

„Shit!“

John hörte mich aber komischerweise noch, aber ich konnte ihn nicht mehr hören. „Kim?“ Er bekam keine Antwort, drehte auf dem Absatz rum und ging in die andere Richtung zurück und folgte dann dem Weg, den ich gegangen war. Unterwegs funkte er Ford an und teilte ihm mit, wie sein Status war, so dass sie ihn verfolgen könnten.

Dann kam er an der besagten Tür an, die auch bei ihm wieder aufging. Er leuchtete in den Raum hinein, ging aber nicht weiter.

„Kim?“

Er hörte Schritte, die sich ihm schnell näherten. „Gott sei Dank, ich bin hier nicht mehr rausgekommen!“

Er atmete durch und ich schlüpfte wieder nach draußen.

„Okay, lassen wir das mit den Einzelerkundungen!“, meinte er. „Was war das?“

„Ähm, ich vermute, verblümt ausgedrückt, so etwas wie ein Kreissaal!“
„Yikes!“

„Aber hallo! Und nichts gefunden, was auf eine Brücke hinweist?”

Er schüttelte den Kopf. Ich neigte meinen Kopf zur Seite. „Komisch das!“ Zusammen gingen wir weiter, bis wir schließlich im Zellentrakt angekommen waren. „Na, das kommt mir jetzt sehr bekannt vor!“

„Schnuckeliges Plätzchen!“, flachste John.

„In der Tat. Das hast du beim letzten Mal sicher auch gedacht, als du mich verführen wolltest!“

Er schaute mich schräg an und verzog das Gesicht. „Dein Humor ist wirklich unschlagbar, weißt du das?“

„Ich tu was ich kann!“, meinte ich und grinste ihn an.

Wir gingen von Zelle zu Zelle, als ich plötzlich aufhorchte. Mein Bewegungssensor zeigte mir etwas an. Sofort hatten wir die Waffen nach vorne gerichtet und nahmen eine Abwehrhaltung ein. Wir wussten nicht, ob es Wraiths oder Menschen waren, aber wir hatten zwei Lebensformen auf dem Scanner. Langsam gingen wir weiter und kontrollierten unterdessen die Zellen.

„Sheppard an Ford, come in!“

“Ford hier!”

“Ford, sehen Sie zu, ob Sie sowas wie eine Brücke finden können, wir brauchen mehr Informationen über das Schiff!”

„Aye Sir!“

„Seien Sie vorsichtig! Sheppard Ende.“

Wir gingen langsam weiter, bis wir an einer Zelle ankamen, die verschlossen war. Darin befanden sich die Lebenszeichen. Ich aktivierte mein Lichtschwert und öffnete damit die Tür, während John vorsichtig hineinging und ich mit dem Schwert ihm den Rücken frei hielt. Am Boden der Zelle lag eine Frau und etwas weiter hinten in der Zelle ein Mann.

„Menschen!“, sagte John und senkte die Waffe.

Ich tat es ihm gleich. „Und sie leben beide?“, wollte ich wissen.

Er nickte.

„Pass auf den Kerl auf, er könnte noch immer unter dieser Droge leiden!“, meinte ich, während ich nach der Frau sah. Sie war hochschwanger. „Oh oh, das könnte zum Problem werden!“

„Wieso, was ist?“ In dem Moment als er die Frage stellte, kam die Frau zu sich. Sie war wohl noch nicht lange bewusstlos gewesen, bzw., war wohl hin und wieder weggetreten und schnell begriff ich auch wieso.

„Bitte, helfen Sie mir!“, keuchte sie. Ich kniete mich neben sie und stützte ihren Kopf ab.

„Was ist hier passiert?“, fragte John.

Sie atmete schwer. „Die Wraiths! Sie werden wieder kommen! Sie werden wiederkommen!“

„Was heißt wiederkommen, sind sie nicht hier?“

„Nein, sie wurden alle evakuiert! In ein anderes Forschungsschiff! Sie nahmen alle Kinder mit und nährten sich an den übrigen Frauen und Männern.“

Ich sah zu John hoch: „Wieso sendet das Schiff dann ein Notsignal?“

„Ist kein Notsignal!“, keuchte die Frau. „Das ist ein Peilsender. Wenn der Angriff vorbei ist, werden sie kommen und das Schiff bergen!“

„Aber warum sind sie alle weg?“, fragte ich sie.

„Wegen uns!“, vermutete Sheppard. „Als wir sie aufgeweckt haben, sind alle in Alarmbereitschaft versetzt worden. Es kann nicht mehr lange dauern, bis sie wiederkommen!“ Er drehte sich Richtung Ausgang. „Ford?“

„Sir, wir haben die Brücke gefunden und die Daten des Computers gesichert. Das Schiff ist vorübergehend verlassen worden, da sie von einem Hiveschiff gerufen wurden!“

In diesem Moment fing die Frau fürchterlich an zu schreien.

„Haben wir auch gerade rausgefunden. Das war das Hiveschiff, das durch uns erwacht ist. Ford, schnappen Sie sich McKay und Beckett und sehen sie zu, dass Sie zurück zum Jumper kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Wraiths wieder herkommen. Ach ja, aktivieren Sie die Selbstzerstörung!“

„Aye Sir!“

Sheppard drehte sich zu mir um. „Was ist los!?“

Ich hielt die Hand der Frau fest. „Es sind Wehen!“

„Wehen? Was soll das heißen? Wehen?“

„Na Wehen eben. Sie bekommt ihr Kind!“ Ich stand auf und lief um sie rum.

„Wir müssen sie hier raus bringen!“, meinte er.

„Dafür ist es zu spät John!“ Ich versuchte es ihr etwas bequemer zu machen. Der Mann in der Zelle war immer noch bewusstlos und schien auch nicht in der nächsten Zeit aufzuwachen.

„Ich brauche deine Hilfe!“, rief ich.

„Meine?“ Er drehte sich um, so als suche er nach anderen in der Zelle.

„Wie kann man nur so karierte Fragen stellen, ist sonst noch jemand hier? Nun komm schon!“

Er war etwas überfordert. „Was hast du vor?“

„Na, was wohl, wir werden ihr helfen, das Kind zu kriegen!“

„Wir?“

„Ja, oder siehst du sonst noch jemanden hier?“

Sheppard aktivierte seinen Funk. „Beckett, sehen Sie zu, dass sie sofort hier runter kommen, wir haben einen medizinischen Notfall!“

„Bis der hier ist, ist es längst vorbei. Komm schon, ich brauche deine Hilfe!“

Die Frau hatte unglaubliche Schmerzen und mir tat es in den Ohren weh, so laut schrie sie.

„Männer, mann, wenn man sie mal braucht, dann ziehen sie den Schwanz ein!“, murmelte ich.

Sie rang sich ein Lächeln ab.

„Wie geht es Tan?“

„Tan?“, fragte John.

Ich antwortete für ihn. „Gut, es geht ihm gut, er ist nur bewusstlos! Okay, hören Sie zu, sie müssen jetzt pressen! John, jetzt komm schon!“

Ich hatte sowas auch noch nie gemacht, aber John war völlig überfordert.

„Was?“

„Geh hinter sie und stütz sie, damit sie sitzen kann. Pack sie unter den Armen!”

Das bekam er gerade so hin, während ich versuchen würde, ihr bei der Geburt ihres Kindes zu helfen. Carson war zwar auf dem Weg zu uns, aber er würde es nicht rechtzeitig schaffen, irgendwie hatte ich das im Gefühl. Ich hielt ihre Hand, sie war schon nass geschwitzt. John machte riesengroße Augen.

„Noch nie mitgemacht sowas, was?“

Er schüttelte den Kopf.

„Mach dir nix draus! Ich auch nicht!“ Ich krempelte mir die Arme hoch. „Halt ihre Hand, versuch sie zu beruhigen!“ Ich bereitete sie so gut wie ich konnte auf die Geburt vor. Hatte ich alles im Fernsehen gesehen und ich hoffte einfach, dass das so gehen würde.
„Kommen Sie schon, Sie müssen pressen!“

Die Schreie wurden immer lauter und die Wehen immer heftiger in immer kürzeren Abständen. Ich versuchte sie zu halten, was aber echt anstrengend war. Nicht nur die werdende Mutter war nassgeschwitzt, John und ich machten ihr Konkurrenz.

„Kommen Sie, Sie haben es gleich geschafft! Nicht aufgeben!“

Sie saß jetzt praktisch zwischen John und mir. Während ich schaute, ob von dem Kind schon irgendwas zu sehen war, beobachtete mich John. Er versuchte sich auf mich zu konzentrieren.

„Nicht aufgeben, Sie machen das schon, pressen!“

Er sah mich an und verkrampfte sich total, als ich ihn ansprach. „Du machst das prima John, auch du darfst jetzt nicht aufgeben.“

Ich glaubte in dieser Minute, dass sich Männer überhaupt nicht vorstellen konnten, welche Schmerzen Frauen aushalten müssen, wenn sie einem Kind das Leben schenkten.

Endlich war es soweit. „Okay, es kommt, ich kann den Kopf schon sehen, jetzt nicht aufhören zu pressen, es ist bald da. Kommen Sie schon, Sie schaffen das.“

Ich griff behutsam das Köpfchen des Babys, als er weit genug draußen war um ihn abzustützen. Wenig später hörte man das Kind schreien. Ich hatte es nun komplett auf dem Arm und war logischerweise, wie auch das Kind, blutverschmiert. Ich signalisierte John, ob er mir seine Jacke rüber werfen könnte, damit ich das Würmchen einwickeln könnte.

Die Mutter hatte aufgehört zu schreien und atmete heftig. John hielt nach wie vor ihre Hand.

„Herzlichen Glückwunsch! Sie haben eine kleine Tochter!“, sagte ich, lächelte die stolze Mutter an und legte ihr den Säugling in die Arme. Jetzt wurde es langsam Zeit, dass Beckett kommen würde, um die Nabelschnur zu durchtrennen. Nachdem ich ihr das Baby gegeben hatte, griff ich Johns Hand, der nach wie vor völlig überfordert war.

„Bin stolz auf dich Major! Hast dich ganz tapfer geschlagen!“

Er schluckte und nickte nur. „War deine erste Geburt, hm?“

Er nickte wieder. Ich lächelte ihn an. „Schon gut, das ist normal! Frauen kriegen schon seit Urzeiten Babys!“

Dann hatte Carson uns erreicht und er staunte nicht schlecht. Teyla, Ford und McKay waren auch dabei. Sie lösten uns ab. John stand auf und kam zu mir rüber.

„Respekt, Lieutenant!“

„War gut, dass du dabei warst, John!“

„Dito!“

Ich lachte. Er musste das erst mal verkraften. Er sah die junge Mutter an. „Dass das so ist, wusste ich nicht.“

„Was glaubst du, was das Schmerzen sind! Es gibt schon einen Grund, warum Frauen die Kinder bekommen!“

„Ach ja?“

„Sicher! Männer würden solche Schmerzen nicht aushalten!“

Ich klopfte ihm auf die Schulter! „Aber du hast dich tapfer geschlagen. Wenn du dann mal eigene bekommst, weißt du, was auf dich zukommt!“

Ich drehte mich rum und wollte zu Carson rüber, als John mich zurückhielt. „Eigene? Aber nicht ohne dich!“

Ich lachte. „Ich tu, was ich kann!“

Die Frau grinste mich an. „Wie heißen Sie?“

„Ich? Kim!“

„Kim! Ein schöner Name. Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich meine Kleine gerne so nennen. Sie haben uns das Leben gerettet!“

„Nein, das haben Sie ganz alleine geschafft!“ Ich drückte ihre Hand.

„Leute, ich will ja nicht ungemütlich werden, aber wir haben nicht mehr viel Zeit!“, rief uns Ford zu.

In dem Moment hörte man den Selbstzerstörungsmechanismus im Schiff und wir mussten uns sputen. Zusammen halfen wir Carson, die kleine Familie aus dem Schiff zu bringen. John hatte inzwischen wieder alle beisammen und hatte den Jumper in kurzer Zeit startbereit.

Just als wir im Tarnmodus starteten, brachen unzählige Wraith Darts über den Nachthimmel herein. Die Wraiths waren zurück, um ihr Schiff zur Flotte zurückzuholen. Leider zu spät, denn kaum hatte der Puddle Jumper den Orbit erreicht, explodierte das Forschungsschiff und riss einige Darts mit sich in den Tod. Wir wählten das Gate an und konnten uns gerade so vor den Darts retten.

* * *

In Atlantis angekommen, schauten wir einmal mehr in erstaunte Gesichter. Was musste ich auch der erste sein, der aus dem Jumper raus kam? Ich war wirklich blutverschmiert durch die Geburt und Dr. Weir bekam bald einen Herzschlag. Rodney McKay konnte das gerade noch verhindern.

„Keine Sorge, keine Sorge! Es ist nicht so wie es scheint! Ihr geht es gut!“

Ich musste lachen. „Stimmt Doktor!“ und damit verbeugte ich mich hochachtungsvoll. „Das erste Mal seit langem, dass ich gesund und munter von einer Mission zurückkomme! Und was noch viel besser ist, wir haben noch mehr mitgebracht, die gesund und munter sind.“

Dann kam John die Rampe runter und hinter her das herbeigeeilte Med-Team, zusammen mit der frischgebackenen Mutter, samt Kind und dem bewusstlosen Vater. Während John den Jumper in den Hangar flog, als alle draußen waren, meinte ich recht trocken zu Teyla: „Ehrlich gesagt möchte ich nicht wissen, auf welche Weise sie schwanger geworden ist!“

Sie nickte und wusste, dass ich auf die Droge anspielte, die auch beim ersten Mal dem Major injiziert wurde, die die Männer extrem viel Testosteron ausschütten lässt und aggressiv macht, so dass sie nur noch auf eins aus sind, nämlich Sex mit den Frauen zu haben, koste was es wolle.

Beckett hatte die Überreste dieser Droge untersucht, die er in Johns Blut gefunden hatte. Warum sie allerdings bei John nicht so lange wirkte, wie geplant, hatten wir immer noch nicht herausgefunden.

Im Gateraum trafen wir auf John und die anderen. Dr. Weir sah mich an und meinte humorvoll. „Lieutenant, gut zu wissen, wofür man Sie alles gebrauchen kann!“

„Und Major Sheppard! Er hat sich ganz fantastisch geschlagen!“

Er grinste verlegen. „Sie lügt, ich war ein nervliches Wrack!“

Alle lachten. „Wenn Sie nichts dagegen haben, haben Sie in zwei Stunden meinen Bericht auf dem Schreibtisch, ich würde erst mal gern unter die Dusche!“

„Aber natürlich, der Rest des Teams wird mir sicher alles berichten!“

So trennten wir uns. Was für ein aufregender Tag.

-Ende-
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FelixE
Bestsellerautor


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Beiträge: 554
Wohnort: Fränkische Schweiz

BeitragVerfasst am: 30.01.2008, 00:22    Titel: Antworten mit Zitat

Phu du spinnst wohl uns so einen Brocken hinzulegen? Sehr glücklich

War ein super Kapitel! Km ist also vielseitig einsetzbar. Sprücheklopfen geht ja schon wie geschmiert. Auch das mit der Geburt läuft super. Kim ist wirklich für alles zu gebrauchen.

Vor alle mschmunzeln musste ich bei ihren Witzeleien über Männer..hey ohne uns gäbe es keinen Nachwuchs! Auf den Arm nehmen
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Teleia
ABC-Schütze


Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 27.11.2007
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 30.01.2008, 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo du!!

Ja doch, dass war ein richtig langer Teil! Aber eine sehr spannende Geschichte.

Zitat:
„Wenn sich Teyla und Kim verbünden, Männer, dann haben wir ein Problem!“, stellte John fest!

„Worauf ihr euren Hintern verwetten könnt!“, gab ich großspurig zurück.


Yeah! Mädels an die Macht. Ich sehe es da wie Kim, die Jungs könnten einpacken.

Hurra, ein Indyzitat!


Zitat:
„In so vielen Abenteuern bin ich dir gefolgt, aber in das unbekannte Mysterium werde ich dir vorausgehen“


Das hat mir im Film schon immer sehr gut gefallen!

Ein wirklich gruseligs Schiff, in dem sie da herumschleichen. Die Wraithschiffe sehen sowieso schon immer aus, wie aus einem Albtraum, aber dieses Forschungsschiff setzt noch einen drauf. Mir lief ein richtiger Schauer über den Rücken, als sie die Babyüberreste gefunden haben.

Hier musste ich grinsen.

Zitat:
„Wehen? Was soll das heißen? Wehen?“

„Na Wehen eben. Sie bekommt ihr Kind!“


So eine bekloppte Frage kann auch nur ein Mann stellen!

Kims Auftritt als Hebamme war ganz toll. Wenn ich das so lese, krieg ich fast wieder Lust, doch noch mal mit der Ausbildung anzufangen.

Und das Mädchen kriegt Kims Namen, finde ich schön. Die Rückkehr nach Atlantis war auch sehr schön.

Bin auf ihr nächstes Abenteuer gespannt! Müsste jetzt nicht dann bald "Brotherhood" kommen?

LG
Teleia
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Scout
Schreiberling


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Anmeldungsdatum: 05.10.2007
Beiträge: 220
Wohnort: im Taunus

BeitragVerfasst am: 06.02.2008, 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo ihr zwei!

So, ich poste mal das erste Kapitel des nächsten Teils, das musste ich der Länge wegen ein bisschen aufteilen.

Felix: Och, der Brocken... *g*. Also Kim ist vor allem eins: Ein Bluffer. Vieles von dem was sie sagt, kann sie gar nicht Smilie Freut mich, dass es dir gefallen hat!

Teleia: Und, schon zur Ausbildung angemeldet? Smilie Danke für deinen lieben Kommentar. Was die Forschungsstation angeht, ja, da weiß ich auch nicht, welche Idee mich da geritten hat. Ist eigentlich etwas grenzwertig!

So, dann weiter...

Titel der FF: In a Galaxy far far away, Teil 13 Greetings from Cylon
Autor: Scout
Rating: M (15/16)
Inhaltsangabe: Kim bekommt Besuch aus ihrer Vergangenheit
Staffel: SGA Staffel 1


13. Greetings from Cylon

Kapitel 1

Am nächsten Morgen traf ich in der Lounge auf Major Sheppard. Er begrüßte mich gleich mit einem freundlich „Hey!“ und bat mir einen Platz an seinem Tisch an.

„Hey!“

„Na? Wie fühlst du dich?“

„Okay!“ Ich setzte mich zu ihm. „Und selbst?“

„Kann nicht klagen, ich verarbeite gerade noch ein wenig das Erlebnis von gestern!“

„Ich werde nachher mal rüber gehen und schauen, wie es unserer kleinen Familie so geht!“ Ich grinste, aber er durchschaute mich: „Du siehst nachdenklich aus!“

„Ähm, ja, ich hab’ mich gefragt, ob sie wohl schon schwanger war, als sie gefangen wurde, oder ob es ein Akt der Wraiths war!“

Sheppard zog die Augenbrauen hoch. „Die Droge meinst du?“ Ich nickte bevor er fortfuhr: „Nichtsdestotrotz hast du einem Kind ins Leben geholfen, das ist doch was!“

„Oh ja, ein tolles Gefühl. Ich habe sowas noch nie gemacht, geschweige denn bei einer Geburt jemals dabei gewesen zu sein.“

„Dafür sah das aber sehr profihaft aus, was du gemacht hast.“

„Du sagtest doch, ich würde zu viel fernsehen! Daher habe ich das. Alles nur aus der Flimmerkiste! Ich hatte riesen Schiss!“

Er grinste und fragte weiter. „Und? Was ist mit dir?“

„Was soll mit mir sein?“

„Planst du, irgendwann man eigene Kinder zu haben?“

Jetzt war ich überrascht. Das war doch jetzt schon eine sehr private Frage. „Ähm, nun ja, ich, äh, keine Ahnung!“

„Keine Ahnung?“

„Nun ja, ich fühle mich gerade nicht in der Lage, mir darüber Gedanken zu machen, dafür ist meine eigene Situation viel zu kompliziert, außerdem offensichtlich braucht man dazu doch auch den passenden Partner, oder nicht?“

„Offensichtlich!“

„Na ja, offenbar gibt es hier niemanden, mit dem ich hier kurzfristig Kinder haben wollte, sollte, könnte oder wie auch immer!“

John zog erneut die Augenbrauen hoch. „Ich meine, es geht ja nicht nur darum, Kinder in die Welt zu setzen“, fuhr ich fort, „ich bin da altmodisch. Um Kinder zu bekommen, muss man bzw. Frau erst den Mann fürs Leben gefunden haben. Für den Fall, dass ich das jemals schaffen sollte und heiraten sollte, dann nur das eine Mal, dann aber für immer und ewig und dann kann man über Nachwuchs nachdenken. Ich weiß, das klingt naiv, aber das ist der Weg!“

„Naiv, ja, aber ein schöner Gedanke!“

„Sehr naiv, ich weiß, aber wie gesagt, bin ich a) kaum in der Lage, mir jetzt darüber Gedanken zu machen und b) läuft es entweder so oder ich bleibe Single. Bisher bin ich damit ganz gut klar gekommen und wie steht’s mit dir, wenn wir hier schon ein solche Unterhaltung führen?“

Er seufzte. „Dein Gedanke ist ein schöner Gedanke und wenn ich das so verfolgen könnte, wie du es planst, dann wäre das sicher einen Langzeitversuch wert!“

„Aber?“

„Aber, wie du schon sagtest, dazu muss man die richtige Person finden!“

Ich nickte: „Gar nicht so einfach, nicht?“

„Nein!“, antwortete er nachdenklich.

„Was soll’s?“, fragte ich ihn. „Ich denke, wenn es sein soll, dann wird es auch so sein und bis dahin, machen wir das Beste draus!“

„So be it!“

Wir lächelten uns an.

“Du glaubst an Schicksal, huh?”

Ich nickte abermals. „In meinem Vokabular gibt es kein Glück, kein Zufall und...ach ja, und aufgeben gibt es auch nicht!“

In diesem Moment kam Lt. Ford in die Lounge und bat den Major um fünf Minuten seiner Zeit. „Setz dich ruhig, Aiden, ich muss mich eh mal auf den Weg machen und mal schauen, was meine kleine Namensvetterin so macht!“

„Du bist stolz wie ein Schneekönig oder?“, fragte er, was John allerdings beantwortete: „Nicht nur sie, ich auch! Grüße sie schön von mir!“

„Das mache ich!“ Damit ließ ich die beiden Männer alleine. Keine Ahnung, was Aiden von John wollte, aber es ging mich auch nichts an. Auf dem Weg in die Krankenstation stellte ich fest, dass sich John zu einer Art bestem Kumpel entwickelte.

Wir führten inzwischen miteinander wesentlich privatere Gespräche als mit den anderen, wobei ich die anderen auch alle sehr gerne hatte. Wer weiß, vielleicht waren wir seelenverwandt oder wer weiß, vielleicht war da noch was anderes?

* * *

Als ich in der Krankenstation ankam, waren Mutter und Kind wohl auf. Tan, ihr Mann, war noch immer ohne Bewusstsein, dieses Mal aber absichtlich, da Carson ihm die Droge aus dem Blut entziehen wollte und das ging auf diese Weise am besten. Ich begrüßte erst mal Carson.

„Guten Morgen my Dear!“, meinte der. Er war so charmant. Schotte halt!

„Carson, schön dich zu sehen! Sag mal, was machen unsere Patienten?“

„Alle wohl auf!“

„Kannst du schon was zu Tan sagen oder zu der Schwangerschaft?“

„So, wie es aussieht, war Stella, das ist ihr Name, gerade mal 3 Monate schwanger als das Kind kam und wie du selbst gesehen hast, ist es ein ganz normales Kind. Wir haben die U1 abgeschlossen und nichts deutet darauf hin, dass das Kind irgendwelche Schäden davon getragen hat!“

„Also, war es die Droge?“

Beckett nickte.

„Ich werde mal mit ihr reden, vielleicht sagt sie mir was!“

„Okay!“

Ich ging rüber, wo die beiden lagen. Stella an den Überwachungsgeräten und die Kleine daneben in einem Kinderbett. „Guten Morgen!“

„Morgen Kim!“

„Darf ich?“, fragte ich worauf ich auf die Kleine zeigte.

„Aber gerne!“

Ich hob sie aus dem Bett und nahm sie auf den Arm. Ein hübsches Baby. Na ja, hieß ja auch so wie ich Smilie.

„Wie geht es Tan?“, fragte die junge Mutter.

Ich legte Kim wieder zurück und setzte mich auf Stellas Bett. „Er wird wieder ganz der Alte. Dr. Beckett bekommt ihn hin!“

Sie atmete durch. „Das war alles so schlimm und es ging alles so schnell!“

„Magst du darüber reden?“, fragte ich sie, wobei ich wusste, dass ich ein sensibles Thema angeschnitten hatte, ich war ja beinahe in die gleiche Geschichte reingerutscht.

„Ich kann mich kaum mehr daran erinnern. Tan und ich wohnten zusammen in unserem Dorf, wir planten gerade unsere Hochzeit, als die Wraiths einfielen. Aber anstatt und auszusaugen, haben sie uns gefangen genommen. Das ganze Dorf wurde auf dieses Schiff gebracht. Ich weiß nicht, was mit den anderen passiert ist, sie haben uns in Zellen gesteckt und Tan war bewusstlos. Als er wieder erwachte, war er nicht mehr er selbst!“

Ich nickte. „Er wurde mit einer Droge betäubt, die ihn aggressiv hat werden lassen! Hat er sich an dir vergangen?“

Sie nickte langsam und mich durchfuhr ein Stechen. Ich schloss kurz die Augen und überlegte, dass mir das Gleiche passiert wäre, hätte diese Droge nicht ihre Wirkung verloren.

„Ich bin dann direkt schwanger geworden, daher ließ er mich in Ruhe. Aber irgendwas war verkehrt, es ging alles so schnell – die Schwangerschaft. Dann wurden alle Wraiths plötzlich abgezogen und ließen uns einfach hier zurück. Kurz bevor Sie kamen, ist Tan dann einfach umgefallen.“

„Ich glaube, Sie hatten Glück und die Wraiths haben sie einfach vergessen, als sie gingen. Außer Ihnen war keiner im Schiff am Leben. Stella, das war ein Forschungsschiff. Ich war in einer ähnlichen Lage wie Sie. Das ist ein paar Monate her, aber aus irgendwelchen Gründen hat die Droge nicht richtig gewirkt. Die Wraiths machten Tests an Menschen. Sie wollten ihre eigenen Menschen züchten und haben einen Weg gefunden, die Schwangerschaft zu beschleunigen.“

Ich sah das Baby an. „Aber egal, wie schlimm das auch war. Sie leben, Tan wird wieder der Alte sein, auch wenn Sie beide viele Probleme wälzen werden müssen, aber Sie haben nun einen Grund zu kämpfen!“

Sie sah auch zu ihrem Kind rüber. „Danke!“

„Nichts zu danken!“

Ich hielt ihre Hand und verabschiedete mich kurz darauf, nachdem ich ihr noch schöne Grüße von Major Sheppard ausgerichtet hatte. Beckett teilte ich den Vorgang noch mit, vielleicht würde ihm das bei seinen Tests helfen.

* * *

„Das MALP hat eine recht primitive Kultur lokalisiert, keine außergewöhnlichen Vorkommnisse!“

„Gut, Peter, geben Sie uns die Daten durch. Ladies, Gentlemen, dies wird eine Mission auf die altmodische Art und Weise. Da es eine weniger entwickelte Welt zu sein scheint, bleibt der Jumper oder aber auch die Scout hier!“, ordnete Dr. Weir in unserem Briefing an, das 20 Minuten nachdem ich die Krankenstation verlassen hatte, begann.

Ich war Feuer und Flamme, denn so gerne ich auch flog, on-foot Missionen fand ich immer spannend. Wenig später trafen wir uns voll ausgerüstet im Stargateraum.

„Also, was haben wir denn da?“, fragte McKay, als ich die Treppen runterkam und noch an meinem Waffengürtel herumschraubte. „Lieutenant, meinen Sie nicht, Sie übertreiben etwas?“

„Es kann nicht schaden, bis an die Zähne bewaffnet zu sein. Außerdem habe ich nur Sachen dabei, die ich brauchen kann.“

„Die da wären?“, fragte Ford.

„Was, wollt ihr jetzt eine Führung durch außerirdisches Equipment?“

Die anderen gesellten sich zu mir. Selbst Sheppard war gespannt.

„Also, da ist zunächst der Laser. Den kennt ihr ja. Die Hauptwaffe der Kampfflieger auf der Galactica. Mein Messer hier, das Lichtschwert, die Waffe der Jediritter. Sehr wirkungsvoll im Nahkampf. Eine 10 Millimeter Pistole hier!“ Ich zeigte auf den hinteren Teil des Gürtels. „Eine P-90 von euch für alle Fälle. Und zu guter Letzt die Laserkugeln hier. Ach ja, und mein Schweizer Taschenmesser! Wenn gar nichts mehr geht!“

„Hä?“

„MacGyver lässt grüßen!“

Die anderen lachten. „Fertig?“, fragte Sheppard.

„Fertig!“, entgegnete ich.

„Dann lasst uns rauswählen!“

* * *

Teyla kannte dieses Volk und so wurde uns ein netter Empfang zu Teil. Die Menschen dort lebten in kleinen Dörfern, fern ab von zuviel Technologie und Fortschritt und schienen wirklich ein recht idyllisches Leben zu haben, mal von den Wraiths abgesehen, aber sie schienen lange nicht mehr da gewesen zu sein.

Wir wurden erst sehr nett willkommen geheißen und praktischerweise zum Essen eingeladen. Teyla führte Verhandlungen und Sheppard erteilte mir und Aiden den Befehl uns mal ein bisschen umzuschauen, außerhalb der kleinen Ansiedlungen. Wir hatten Spaß wie kleine Kinder, denn wir stellten fest, dass unser zweiter Vorname jeweils Indiana Jones war. So zogen wir voller Erwartung los, worauf John nur grinste und den Kopf schüttelte.

Er und McKay würden zusammen mit Teyla im Dorf bleiben, nicht zuletzt wegen der vielen schönen Frauen, die selbst ich bemerkt hatte. Aiden und ich kamen unterwegs ins Gespräch.

„Was glaubst du? Werden wir hier irgendwie fündig?“

„Ich weiß noch nicht mal was wir suchen!“, erklärte ich ihm.

Er sah mich an. „Was außer ZPMs suchen wir denn?“

„Naquadah!“

„Naquadah!“

„Schon klar!“

Er grinste. „Der Major will sicher Frauen abchecken!“, scherzte Aiden dann.

„Ja, wahrscheinlich trifft er gerade eine Auswahl, die er mit zurück nach Atlantis nehmen will.“

„Jeder hier sollte einen Spitznamen haben! Kirk und MacGyver haben wir schon, was fällt dir für McKay ein?“

„Das ist gar nicht so einfach, Aiden! McKay ist so furchtbar vielschichtig.“

„Dr. Beckett hat ihn mal Captain Untouchable genannt, nachdem er ein Anitkerschutzschild an sich aktiviert hat. Danach konnte ihm keiner mehr was tun. Das war sehr lustig!“

„Captain Untouchable? Das klingt gut. Und welchen Namen nehmen wir für dich?“

„Keine Ahnung!“

„Indi!“

Er lachte. “Aber sind wir nicht beide Indi?”

„Nee, ich kann ja nicht MacGyver und Indi sein!“

„Stimmt“.

Als wir so schnatterten, schauten wir uns die Gegend an, es war wirklich sehr idyllisch, als plötzlich mein Galactica Scanner einen Warnton ausstieß.

„Was ist das?“, fragte Ford.

„Ich weiß es nicht, hm, das ist ungewöhnlich!“ Ich nahm den Scanner in die Hand und sah mir die Sache genauer an. „Die Sache ist die, dieser Scanner funktioniert zwar hier genauso wie wo anders, aber dieses Warnsignal dürfte nie und nimmer zu hören sein!“

„Wieso nicht?“

„Weil der Scanner nur so auf Cylonen reagierte!“

„Cylonen?“

„Ja, diese schicken glänzenden Robotter, von denen ich euch erzählt hatte!“

„Ja, stimmt.“

„Ich bin in einer anderen Dimension, das hier dürfte gar nicht gehen!“

„Schauen wir es uns an!“, schlug Ford vor.

Ich nickte. „Es sei denn, wir wollen dumm sterben!“

Wir gingen dem Signal nach und fanden hinter einer Hecke, die uns auf eine kleine Lichtung führte, Wrackteile eines Schiffes. Ich blieb abrupt stehen.

„Was ist los?“

„Kann ich noch nicht sagen. Warte bitte hier, ich schau mir das erst mal alleine an!“

„Sicher?“

„Ja!“

„In Ordnung!“

Ich klopfte ihm auf die Schulter und war froh, dass er erst mal nicht mitkam. Wenn es das war, für das ich es hielt, war es besser, wenn er erst mal wartete. Ich ging weiter, die Trümmerteile lagen überall herum.

„Ford an Sheppard, do you copy!?“

“Sheppard, was gibt’s Lieutenant!”

“Wir sind ca. 2 Meilen nordwestlich vom Dorf. Sie sollten sich das lieber mal anschauen!“

„Bin unterwegs, rührt euch nicht von der Stelle, dass gilt auch für MacGyver!“

„Aye, Sir!“

John konnte ja nicht wissen, dass ich schon mittendrin, anstatt nur dabei war. Ich kämpfte mich durch die Trümmer, während mein Scanner immer noch das Warnsignal absetzte. Obwohl mein Gefühl mir ganz genau sagte, was das war, suchte ich dennoch nach Beweisen, bis ich dann zweifellos das Cockpit eines Schiffes erkennen konnte.

Wenig später war Sheppard bei Ford angekommen. „Lieutenant? Wo ist Kim?“

„Sie wollte sich das näher ansehen!“

„Was?“

„Das Wrack!”

“Wrack?” Er ging weiter.

„Äh, Sir!“

„Was ist los? Nun kommen Sie schon!”

Wenig später waren sie beiden bei mir angekommen. „Sagte ich nicht, keiner rührt sich von der Stelle?“

„Mein Fehler Sir, Kim war bereits weitergegangen.“

Ich reagierte gar nicht auf die beiden.

„Na schön, was ist das?“, fragte John, der nun auch das schrille Piepen meines Scanners wahrnahm. Ich drehte mich langsam zu ihnen um.

„Das ist ein Raider!“

„Ein Raider! Klar, dachte ich auch sofort!“, sagte der Major mit einem sehr sarkastischen Unterton. „Hättest du auch die Güte, uns zu erklären, was ein Raider ist?“

„Ein Raider ist das Equivalent der Viper auf Feindesseite!“

Schweigen. Ford und Sheppard sahen sich an.

„Equivalent?“, hakte Aiden nach.

Ich nickte. „Der Kurzstreckenjäger der Cylonen!“


-FF-
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 06.02.2008, 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Oha, ein Cylonenjäger in Pegasus? Was soll das denn bedeuten...statten uns die Cylonen etwa einen Kurzbesuch ab, oder was? Ich hoffe es nicht, denn das wäre wirklich sehr...hmm unpassend.

War trotzalledem spannend und diesesmal ein schöner Happen...die Brocken bleiben immer im Halse stecken. *grins*

Den Smiley fande ich ja super. Der tauchte so unverhofft auf....und brachte mich zum Lachen.

Lg Felix
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Scout
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BeitragVerfasst am: 10.02.2008, 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Felix, schön, dass du wieder dabei bist. Ja, der Jäger....Erklärung kommt jetzt Smilie Ich hoffe, der Happen passt! Smilie


Kapitel 2


* * *

Johns Pupillen weiteten sich. „Cylonen?“

Ich nickte abermals.

„Hier?“, fragte er ungläubig.

„Ich muss zugeben, das finde ich auch mehr als seltsam!“ Daraufhin kletterte ich weiter in die Trümmer rein, bis ich die Einstiegsluke erreicht hatte. Die anderen beiden folgten mir. Ich öffnete die Luke und kletterte in die Überreste des Cockpits hinein. Ich kannte den Raider, war sogar schon mal einen mit Apollo geflogen. Während wir das Wrack inspizierten, gab ich den anderen beiden eine kleine Geschichtsstunde:

„Der Raider ist ein Schiff mit drei Mann Besatzung. Es gibt zwei Piloten und einen Kommandanten. Das Schiff fliegt sich schwerfälliger als eine Viper, ist dennoch todbringend, da die Cylonen gewöhnlich keine Fehler machen!“

„Sag bloß, du bist auch das Ding schon geflogen?“, sagte Ford.

Ich nickte zustimmend. „Ja, ein oder zwei Mal! Was soll ich sagen, die Scout mag ich lieber!“

Wir schauten uns weiter um, bis ich das fand, wonach ich gesucht hatte: Cylonen. „Da, so sehen sie aus. Das sind wahrscheinlich die beiden Piloten. Hat der Absturz dahingerafft.“

John hob das Lasergewehr des Zenturiers auf und zog die Augenbrauen hoch.

„Kann man das irgendwie gebrauchen?“, wollte Aiden wissen, worauf ich aber den Kopf schüttelte. „Nein, viel zu unpraktisch, zu schwer und unhandlich.“

Sheppard ging in die Knie und sah sich den Cylonen an. „Also, denen wollte ich auch nicht unbedingt begegnen!“

Ich sah ihn an und legte die Stirn in Falten. „Ich frage mich, wie er wohl hierher gekommen ist!“

„Vielleicht durch ein Zeitfenster, so wie du!“

„Möglich!“ Ich drehte mich einmal um meine eigene Achse. „Aber, was ich noch viel lieber wissen möchte, wo ist der Dritte abgeblieben?“

Ich fand keinerlei Spuren des dritten Cylonen, was mir gar nicht so gefiel. „Ist euch im Dorf irgendwas Seltsames aufgefallen als ich ihr da wart?“

Die beiden schüttelten den Kopf.

„Wir sollten auf jeden Fall die Augen offen halten, für den Fall, dass hier ein Cylone herumläuft, was mir nicht gerade gefallen würde.“

„Brauchst du McKay hier?“, wollte John wissen.

„Ja, aber das hat Zeit, ich würde jetzt viel lieber Dorfbewohner interviewen!“

„Okay, gehen wir!“

„Würd’ gern wissen, wann dieses Schiff abgestürzt ist!“

„Es sieht noch relativ intakt aus!“

„Das ist ja das Seltsame! Wenn Cylonen abstürzen, was selten vorkommt, dann aktivieren sie immer den Selbstzerstörungsmechanismus. Daher finde ich das alles etwas verwirrend! Ich hatte von einem solchen Raider geträumt, als die Kobollianer diesen Test mit mir machten. Jetzt fällt es mir wieder ein. Ich konnte es nur nicht zuordnen!“

Die anderen beiden sahen sich an.

* * *

Zurück im Dorf begann ich sogleich mich mit den Bewohnern zu unterhalten. Dabei musste ich so diskret wie möglich vorgehen, aber ich kam auf keinen grünen Zweig, niemand hier schien von der Existenz der Cylonen zu wissen. Das wurmte mich schon ein bisschen und so fragte ich dann doch McKay, ob er mich zu dem Schiff begleiten könnte. Vielleicht würde er etwas herausfinden können. John interessierte das auch, also schloss er sich uns an.

Ich weiß gar nicht mehr, wie lange wir in den Trümmern herumsuchten und Daten auswerteten, aber John schien beinahe Langeweile zu haben. Er kam zu mir rüber, als ich ein großes Wrackteil in der Hand hielt und es mir ansah.

„McKay, schon irgendwas?“

„Negativ!“

„Denk’ nach McFly, denk’ nach!“, seufzte ich, worauf die anderen beiden mich plötzlich anstarrten.

„Was hast du gerade gesagt?“, fragte Sheppard.

„Was? Ich? Nichts, habe nur laut gedacht. Na ja, wenn der Jäger durch ein Zeitfenster kam, vielleicht er dann irgendwo einen Fluxkompensator!“

„Das darf doch nicht wahr sein!“, meinte McKay und John grinste.

„Was ist los Rodney?“ Ich war perplex.

„Nicht noch einer, der Filmzitate bringt. Hört mir mit diesem Film auf, bitte?“

„Ich mag den Film!“, sagte ich trotzig und John grinste.

„Ich auch, kannst du dich noch an die Szene erinnern, als Doc Brown an der Rathausuhr auf Marty wartet und der nicht kommt?“

„Oh, Wahnsinn! Christopher Lloyd ist unschlagbar! Ich liebe diese Szene!“

Wir lächelten uns an. Schon wieder etwas, was wir gemeinsam hatten. Damit trieben wir McKay in den Wahnsinn, als wir weiterhin über den Film sprachen. Wirklich vorwärts kamen wir aber nicht. Der Zenturier blieb nach wie vor verschwunden.

Plötzlich meldete Ford sich über Funk. „Major, hier gibt es Probleme!“

„Was ist es Lieutenant?“

„Keine Ahnung, Sir, die Dorfbewohner sind panisch, sie packen ihre Sachen zusammen, so als ob sie fliehen wollten.“

„Verstanden, bin unterwegs, Sheppard out!“

Er sah mich an, ich nickte. „McKay, kommen Sie mit, Sie alleine hier zu lassen, ist mir zu gefährlich!“, rief John und zu dritt machten wir uns schnellstens auf den Weg zurück in die Stadt.

* * *

Als wir im Dorf ankamen, rannten die Leute wie wild durcheinander. Wir rafften überhaupt nichts. John hielt einen Mann an, der an ihm vorbeikam.

„Hey, was ist los, vor was flüchtet ihr?“

„Er kommt, er kommt!“, rief der nur und rannte weiter.

„Wer kommt? Hey!“

„Ich habe da so eine Ahnung!“, sagte ich und zog meinen Laser.

„Du meinst, der Cylone ist noch aktiv?“

„Ich wette, dass es so ist!“

„Ford, Teyla, Rückzug zur Brücke!“

„Aye, Sir!“, meldete sich Ford und Teyla war kurz darauf auch bei uns angekommen.

„Teyla, hast du schon mal sowas erlebt hier?“

„Nein, nicht seit dem ich das letzte Mal hier war, Kim. Das ist in der Tat sehr seltsam!“

Ich sah Sheppard an. „Dann ist es noch nicht lange her, dass der Jäger abgestürzt ist!“

Er nickte.

„Und was machen wir jetzt?“, fragte McKay gewohnt quengelig.

„Ihr wartet, ich werde mich um diesen Zenturier kümmern.“

„Bist du dir da ganz sicher?“

„Ja, bin ich. Wäre schön, wenn ich etwas Feuerschutz hätte!“

Dann wurden wir von Laserfeuer unterbrochen. Wir gingen in Deckung. Einige Menschen waren schon getroffen worden und mir kam das blaue Licht des Laserfeuers doch sehr bekannt vor. Dann kam der Cylone ins Bild und ich freute mich beinahe ihn zu sehen. Er schoss kreuz und quer auf alles, was er sah. Ich ging aus meiner Deckung.

„Bist du bescheuert?“, rief mir John im Flüsterton hinter her.

Ich achtete nicht auf ihn. „Zenturier!“, rief ich, als der Cylone stoppte und sich zu mir drehte. „Weißt du, das ist nicht die feine englische Art, hier alles kaputt zu ballern!“

Er musterte mich und wusste genau, zu wem ich gehörte. „Du bist von der Galactica!“, sagte er in seiner blechernen Sprache.

„Exakt, gut beobachtet!“

„Mein Befehl lautet, alle menschlichen Wesen zu entmaterialisieren!“

„Oh ja, ich erinnere mich, aber du und ich, wir sind die einzigen, die aus der ehemaligen galaktischen Schlacht über sind. Es gibt keine Basissterne hier, es gibt keinen Kampfstern und deine geheiligte Eminenz, der Herrscher von Cylon. Ja, den gibt es auch nicht mehr! Und Baltar, genau, der - Äh Äh!“ Ich schüttelte den Kopf.

„Das ist inkorrekt, wir haben direkte Befehle erhalten, die Flotte anzugreifen!“

„Das kannst du vergessen, du bist der klägliche Überrest deiner so missratenen Art. Hier gibt es keine Cylonen!“

„Das ist nicht korrekt!“ Er hob die Waffe und schoss, so dass ich mich in den Dreck schmeißen musste. Ich fluchte. Sie hatten immer noch nichts dazugelernt. Schnell war ich wieder auf den Beinen.

„Wieso diskutiere ich eigentlich mit dir?“, fragte ich und schoss ihn über den Haufen.

Die anderen kamen aus ihrer Deckung, während ich schon mal zu dem Cylonen rüber gegangen war. Als die anderen mich erreichten, meinte ich:

Ich weiß wo er herkommt. Es gibt nur eine mögliche Erklärung. Er war der Jäger, der mich abgeschossen hätte damals, als ich den Dimensionalsprung gemacht habe. Er ist mit mir in das Zeitfenster geraten, nur in einer anderen Dimension und in einer anderen Zeit rausgekommen.“ Ich seufzte. „Seht ihr, wie unberechenbar diese Zeitfenster sind?“ Ich schüttelte den Kopf.

„Sehr imposante Gestalten, diese Cylonen!“, stellte Teyla fest.

„Doctor, ich möchte ihn gerne mit nach Atlantis nehmen, um herauszufinden, was mit ihm los war.“

McKay nickte. So langsam kamen die Dorfbewohner wieder aus ihren Ecken und bildeten einen großen Kreis um uns und dem Zenturier.

„Sie haben uns das Leben gerettet!“, sagte einer der Dorfältesten.

„Wie lange wurden Sie schon heimgesucht von diesem Kerl?“

„Seit einigen Wochen, jedoch immer im Abstand von einigen Tagen!“

„Das ist ungewöhnlich für die Cylonen. Gewöhnlicherweise machen sie kurzen Prozess. Das klingt nach Forschungsarbeit am Objekt!“

Sheppard schaute skeptisch auf den Cylonen.

„Er wird euer Volk nicht mehr belästigen! Das verspreche ich euch!“, sagte ich und bedankte mich für die Gastfreundlichkeit. Dann drehte ich mich zu den anderen um. „Was war eigentlich unsere ursprüngliche Mission?“

„Naquadah!“

„Ach ja, stimmt! Naquadah! Oh, ähm, vielleicht sollten wir dann los?”

McKay und Sheppard sahen mich entgeistert an. „Was ist? Kann ich doch nichts dafür, dass der hier rumeiert und Leute terrorisiert!“

Aiden lachte. „Okay, Kim, du bringst deinen Freund hier zurück nach Atlantis, wir kümmern uns um das Naquadah!“

„Ja Sir Major!“, meinte ich, grinste, salutierte und ging. Dann drehte ich mich kurz um und stichelte Rodney ein wenig auf. „Wer weiß, vielleicht findet ihr ja noch ein ZPM!“

„Hau bloß ab!“, rief mir John nach. Ich lachte und machte mich mit meinem Cylonenfreund auf den Weg zum Stargate. Dieser Zenturier war sowas von schwer. Am Stargate angekommen, wählte ich Atlantis an.

„Dr. Weir, eingehendes Wurmloch. Lt. Stötzers IDC!“

„Schild deaktivieren!”

Als ich durchkam, staunten die Jungs und Mädels in Kontrollraum nicht schlecht. Weir kam mir entgegen. „Lieutenant, was ....?“

„Oh, Dr. Weir, darf ich bekannt machen. Ein Zenturier der Cylonen!“

„Cylonen?“

„Ja, Ma’am!“

„Das waren Ihre Feinde auf der Galactica.“

„Das ist richtig, wir haben sein abgestürztes Schiff auf dem Planeten gefunden. Dieser hier hat die hiesige Bevölkerung terrorisiert, Sheppard gab mir die Erlaubnis, ihn zu Untersuchungszwecken mitzunehmen!“

„In Ordnung, ich schicke Ihnen jemanden zur Hilfe!“

„Danke Doctor!“

Der Cylone, oder das was noch von ihm übrig war wurde in Zelenkas Labor gebracht und ich klärte ihn auch sofort auf, was das war. Er sah mich nämlich ziemlich verdutzt an.

„Nun ja, Lieutenant, was genau wollen Sie jetzt tun?“, fragte er.

„Na ja, was mich interessieren würde ist, warum dieser Zenturier immer nur phasenweise Jagd auf Menschen gemacht hat. Diese Cylonen sind Roboter, sie brauchen keine Pausen oder sowas in der Art. Ein Cylone ist darauf programmiert, Menschen zu töten und das 24/7, wenn er die Gelegenheit hätte!“

„Schrauben wir ihn auf uns sehen, was wir herausfinden können!“

„Klingt wie ein Plan!“

Zusammen fingen wir an, an dem Cylonen herumzuschrauben. Ich erinnerte mich daran, dass Dr. Wilker auf der Galactica mal zwei Zenturier auseinander genommen hatte. Das hatte auch wunderbar geklappt, jedoch war das Reaktivieren derselbigen dann komplett in die Hose gegangen.

„Das ist seltsam!“, sagte Dr. Zelenka plötzlich.

„Was meinen Sie?“

„Reagieren Cylonen auf Naquadah?“

„Kann ich mir nicht vorstellen, Naquadah gab es bei uns nicht!“

„Dann hat sich dieser wohl damit auseinander gesetzt!“

„Wie das?“

„Schauen Sie sich das an!“ Zelenka zeigte mir die Datenquelle des Zenturiers. Darin waren ausführliche Informationen über eine riesige Naquadahmine enthalten, inklusive der Koordinaten derselbigen.

„Könnte es sein, dass er vielleicht, aus welchen Gründen auch immer, auf das Naquadah angewiesen war?“, hakte ich nach.

„Das ist möglich, ich versuche, genau das herauszufinden!“

„Und die Koordinaten für die Mine sind korrekt?“

„Probieren Sie’s aus!“

„Okay, gute Idee, halten Sie mich auf dem Laufenden, was den Zenturier angeht, okay?“

„Aber klar!“

Damit machte ich mich auf den Weg in den Gateraum. Ich musste auf den Planeten zurück. McKay würde sich sicher freuen, mich wieder zu sehen. Auf der anderen Seite angekommen, kontaktierte ich die Truppe per Funk.

„Scout an Sheppard, do you read!“

„Sheppard hier, schon wieder zurück?”

„Ja! Ich habe was Interessantes für euch. Wo seid ihr?“

„Folge einfach dem Scanner, kannst uns nicht verfehlen!“

Gesagt getan. Als ich die vier erreicht hatte, saßen sie auf in einer Kreisform angeordneten Steinen und machten Pause.

„Nanu, was ist denn das für eine Arbeitshaltung?“

„Wir können die Naquadahmine nicht lokalisieren, das Magnetfeld ist zu stark hier draußen.“

„Das muss man sich mal vorstellen!“, meinte ich etwas ironisch

„Verschonen Sie mich, bitte!“, entgegnete McKay.

„Habt ihr etwas rausgefunden?“, wollte der Major wissen.

„Hm? Wir? Oh ja, ich komme gerade von Dr. Zelenka, er ist so freundlich und nimmt meinen Cylonen auseinander. Hier sind die Koordinaten des Naquadahfeldes.“

„Was?“ McKay sah mich irritiert an.

„Ja, der Zenturier hatte sie in seinem Speicher, lustig, was?”

„Und du kommst jetzt erst, nachdem wir uns schon tot gesucht haben?“

„Tot gesucht?“ Ich schaute McKay von oben bis unten an. „Sie sehen aber noch recht fit aus, Rodney! Das nehme ich Ihnen nicht ab!“

„Brauchst du auch nicht, Kim, wenn sich jemand bemüht hat, dann waren wir das!“, sagte Ford.

„Dachte ich mir! Gut, dann gehe ich jetzt zurück zu meinem Roboter, es sei denn, ich helfe euch bei der Naquadahgeschichte.“

Sheppard schüttelte den Kopf. „Nein, wenn du basteln gehen willst, dann geh ruhig, wir haben ja jetzt die Koordinaten und müssen nicht mehr hinter McKays seltsamen Scans herrennen!“

Ich grinste. „Gut, dann sehen wir uns in Atlantis!“

-FF-
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 10.02.2008, 22:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ein angenehmer Brocken, den du da hast. Ja war ein schönes Kapitel. Der Hund ist ihr also durch eines der Zeitfelder gefolgt..dann wollen wir mal hoffen, dass es nur der eine war. Wobei BC-303 gegen nen Basisstern...*g*

Ich hoffe sie kommen nicht auf die Idee ihn zu reaktivieren *grins*
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Teleia
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BeitragVerfasst am: 12.02.2008, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo du!

Ha, einen Teil verschlafen, jetzt konnte ich wenigstens gleich zwei am Stück lesen. Nette Länge hatten sie. Winken

Das Gespräch zwischen Kim und Stella hat mir gefallen, aber das von John und Kim war noch besser. Das hier fand ich besonders gut.

Zitat:
Wer weiß, vielleicht waren wir seelenverwandt oder wer weiß, vielleicht war da noch was anderes?


Wenn man das so im Nachhinein liest, muss man schon sehr grinsen. Die verstehen sich aber auch blenden die Zwei.

Hätte ja mal eine einfach Mission werden können, aber nöö, jetzt tauchen auch noch Cyclonen auf. Und dann gleich noch drei in einem abgestürzten Jäger.

Dann bin ich ja mal sehr neugierig, was Beckett jetzt noch rausfindet, nachdem er den Toaster so schön zerlegt hat. Und natürlich auf ob John und Co. bei ihrer Suche auch Erfolg haben.

Bis dann!
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Scout
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BeitragVerfasst am: 16.02.2008, 13:15    Titel: Kapitel 03 Antworten mit Zitat

Hallo ihr beiden!

Felix: Ja, genau - der Hund! Es ist ihr ja nicht nur der Cylonenjäger gefolgt. Anderes an anderer Stelle auch Smilie Kommt drauf an, welchen Basisstern du meinst, einen alten oder einen neuen? Smilie Ich mail dir übrigens noch, aber komme im Moment zu nix.., habe dich aber nicht vergessen *g*

Teleia: Ja stimmt, da sind schon erste Ansätze drin, dass da vielleicht noch was anderes dahinter steckt Smilie

so, die Geschichte geht allerdings eher unspektaulär zu Ende!


Kapitel 03


* * *

„Haben Sie noch mehr herausfinden können, Dr. Zelenka?“, fragte ich ihn, als ich wieder in seinem Labor ankam.

„Einiges sogar! Er hatte Schlachtpläne gespeichert!“

„Gegen die Galactica?“

„Ja!“

„Kann ich mir das ansehen. Seit ich die Flotte durch den Dimensionalsprung verlassen hatte, habe ich nie wieder was gehört oder gesehen.“

„Die Pläne geben nicht viel her. Es war ein Großangriff, den sie flogen, aber es gibt keine Aufzeichnungen von der Schlacht!“

„Kann es auch nicht, da dieser Jäger mit mir durch das Zeitfenster gezogen wurde. Er war nur auf dem Weg in die Schlacht! Irgendwas Neues bezüglich seines Verhaltens auf dem Planeten?“

„Ja, schauen Sie sich das an!“

Wir bastelten noch einige Stunden an dem Zenturier herum, bist schließlich das Team wieder kam und wir uns alle im Besprechungsraum einfanden.

* * *

„Also, was ist mit diesem Cylonen?“, wollte Dr. Weir wissen, die inzwischen auch bei Zelenka war, um sich den Zenturier genauer anzusehen.

„Der Grund, warum dieser Cylone nur phasenweise die Bevölkerung terrorisierte lag in einer Beschädigung seiner Stromkreise. Zwar überlebte er den Absturz, entlud sich aber zusehends!“. referierte Zelenka.

„Cylonen sind darauf programmiert, jedes menschliche Wesen zu vernichten, daher war sein Verhalten eigenartig!“, erklärte ich. „Und er war so clever, sich selbst wieder aufzuladen!“, fügte ich hinzu.

„Das Naquadah!“, folgerte McKay. Ich nickte und Zelenka fuhr fort. „Genau, er hat mit Hilfe des Generators seines Schiffes und dem Naquadahvorkommen eine Vorrichtung gebaut, womit er sich selbst aufladen konnte. Daher hatte er auch die Informationen über das Naquadah in seinem Speicher!“

Ich ergänzte: „Allerdings hat das Aufladen eine Weile gedauert, weil er nicht 100% kompatibel zu dem Naquadah war. Er musste es erst in eine eigene Energieform umwandeln, daher trat er nur phasenweise auf und tötete Menschen.“

„Wenn man bedenkt, dass er das an sich anpassen konnte!“, gab McKay hinzu, „dann ist die Spezies unglaublich anpassungsfähig. Die wollte ich nicht zum Feind haben!“

„No kidding!“, entwischte es Sheppard.

Ich grinste beide schief von der Seite an. „Zwar sind die Cylonen schwerfällig, aber jetzt wisst ihr, womit die Galactica es zu tun hatte!“

„Was passiert jetzt mit dem Roboter?“, wollte Elizabeth wissen.

„Wir können ihn zu Forschungszwecken aufbewahren. Reaktivieren können wir ihn nicht, dazu ist zuviel beschädigt!“, sagte Zelenka.

„Aus zwei mach eins!“, brabbelte ich so vor mich hin.

„Bitte, was?“, hakte John nach.

„Ähm, ich habe einen weiteren zerlegten Zenturier in der Scout. Den habe ich mal auf einem Planeten aufgelesen. Wir könnten aus zweien einen machen, obwohl ich nicht genau weiß, wofür das gut sein sollte!“

„Wieso, gibt es keine netten Cylonen?“, scherzte Ford.

„Gibt es nette Wraiths?“, gab ich ihm zur Antwort und streckte ihm die Zunge raus. Er lächelte mich an.

„Zumindest“, begann Teyla, „könnte man versuchen, seinen Speicher weiter zu durchleuchten, vielleicht findet sich noch etwas Interessantes, was uns im Kampf gegen die Wraiths helfen könnte.“

Ich nickte, das war eine wirklich gute Idee.

„Einverstanden!“, meinte Dr. Weir. „Wie weit sind die Erkundungen auf dem Planeten?“

„Abschlossen, das Naquadahfeld ist gesichert und kann erschlossen werden!“, sagte Sheppard.

„Schön, das klingt doch nach Fortschritt! Die Sitzung ist hiermit beendet!“

Wir verließen den Besprechungsraum.

* * *

Major Sheppard, Teyla und ich gingen zusammen in Richtung Zelenkas Labor, damit ich den beiden noch einmal den Zenturier zeigen konnte.

„Wie sind die Cylonen eigentlich zu euren Feinden geworden?“, wollte Teyla wissen.

„Na ja, als ich auf die Galactica kam, da tobte der Krieg schon sehr lange Zeit. Die Cylonen wurden, wenn man es ganz plastisch sieht, von einem verstoßenen Kobollianer namens Fürst Iblis, erschaffen. In unseren Religionen ist dieser Fürst Iblis als Luzifer, Teufel oder Diabolo bekannt. Alles recht kompliziert!“

Und so erzählte ich den beiden die Geschichte des Galakticauniversums. Sie hörten gebannt zu. So erfuhren sie auch die Geschichte, wie ich zum Fliegen kam, Privates ließ ich allerdings außen vor, vor allem, meine Begegnung mit Fürst Iblis. Während John und Teyla noch Zelenka interviewte und der ihnen geduldig alle Fragen beantwortete, schaffte ich den anderen Zenturier, den ich noch in der Scout hatte, in sein Labor für weitere Forschungszwecke.

Als ich wieder bei Zelenka eintraf, waren die beiden anderen weg. „Ach, da sind Sie ja, ich soll Ihnen von Major Sheppard ausrichten, dass er sie sehen will!“

„Aha! Und wo?“

„Ich glaube, er wollte zu seinem Quartier!“

„Gut, dann wollen wir ihn mal nicht warten lassen!“, meinte ich, lächelte, bedankte mich für alles und ging.

John fand ich tatsächlich in seinem Quartier. Ich klopfte an, wie sich das für anständige Leute gehört und er bat mich herein. Ich war zuvor noch nie in einem anderen Quartier gewesen außer meinem eigenen. Er hatte sich einfach, aber nett eingerichtet und war am Lesen, als ich reinkam.

„Hi!“

„Oh, hi, ich habe dich vorhin verpasst, daher meine Nachricht!“

„Kein Problem. Ah, du liest? “

„Yep!“

„Wusste ich gar nicht. War and Peace? Respekt!”

Er grinste. „Und du?“, wollte er wissen.

„Oh ja, ich lese furchtbar gerne, wenn ich denn Zeit habe. Aber ich gehe mehr in Richtung Science Fiction und Fantasy, ich habe während meines Studiums soviel Literatur geschluckt, dass ich davon erst mal Abstand genommen hat. Tja, und wenn ich noch mehr Zeit habe, dann schreibe ich selbst!“

Er zog die Augenbrauen hoch. „Hm!“

„Was wolltest du von mir?“

„Wie?“

„Na ja, Zelenka hat mich hergeschickt, was war denn?“

„Ach so, das! Ich wollte nur, dass du ein bisschen Bewegung bekommst und in Atlantis herumrennen musst!“

Ich neigte den Kopf und er lachte kurz. „Sehr komisch!“

„Nein, morgen früh haben wir ein Briefing zu einer Offworld Mission.“

„Oh, fein! Was gibt es denn diesmal? Doch nicht schon wieder Naquadah oder?“

„Nein, ein ZPM!“

„Oh!“

„Ja! Wir gehen auf einen der Planeten, der laut Dr. Weirs Zettel ein ZPM haben soll!“

„Dr. Weir?“

„Ja, die alte Dr. Weir, die wir in der Stasiskammer gefunden hatten!“

„Oh, ja, okay!“

„Der Planet heißt Dagan und ich bin gespannt, was wir dort finden!“

Ich nickte. „Oh, ich auch! Sonst noch was?“

„Nein, das war’s eigentlich, alles Weitere morgen in der Besprechung!“

„Gut, dann werde ich mal...“, sagte ich und war im Begriff aufzustehen

„Du kannst auch gerne noch bleiben!“, sagte John, was mich überraschte. Ich setzte mich wieder.

„Gern, wieso nicht, ich habe eh nichts zu tun!“

„Du weißt ja, dass Teyla und ich immer trainieren und ich meine Nahkampftechnik verbessere!“

Ich nickte.

„Nun ja, ich muss zugeben, sie macht mich jedes Mal platt.“

Ich lächelte und sagte: „Einer muss es ja tun!“

„Sehr komisch! Nein, aber was ich fragen wollte, hast du nicht Lust, auch mal zu trainieren?“

„Trainieren?“ Ich legte meine Stirn in Falten.

„Ja!“

„Was?“

„Nahkampf?“

„Nahkampf? Machst du Witze? Ich bin eine absolute Null im Nahkampf! Und wenn du meinst, ich könnte mit so einem Knüppel kämpfen wie die Athosianer, dann wirst du aber mit mir viel Spaß haben. Da gibt es nicht viel Kampf, ich habe mich selbst schneller verknotet, als du gucken kannst!“

Er lachte. „War nur so eine Idee!“

„Wir können es gerne probieren, wenn ihr unterhalten werden wollt. Ich bin eine echte Niete. Ich bin Kampfpilot und kein Boxer!“

„Gar kein Interesse?“

„Wir könnten um die Wette laufen!“

„Wieso das?“

„Wenn ich in einen Nahkampf gerate, dann lautet mein erstes Motto: Renn, so schnell du kannst!“

„Wirklich, du würdest rennen?“

„Ja, und zwar wie der Teufel!“

Das erstaunte ihn anscheinend ein wenig: „Hm, ich hätte nie gedacht, dass du vor irgendwas davonlaufen würdest!“

„Wenn ich merke, dass ich unterlegen bin, dann renne ich! Diese Geschichte in dem Wraithschiff, als sie dich umgepolt hatten, was glaubst du, was ich da gemacht habe?“

Er sah mich an, sagte aber nichts.

„Ich bin vor dir weggelaufen. Einen Kampf hätte ich niemals gewinnen können und nebenbei, habe ich das auch nicht. Ich konnte nur nicht entkommen, das war mein Problem...“

„Hm, also, kein Training!?“

„Doch, wir können gerne mal trainieren, aber dann musst du gnädig mit mir sein! Sonst verkraftet das mein Ego nicht! So wie bei dem Kartenspielen. Das wäre dann schon meine zweite Schwachstelle und glaub’ mir, ich habe noch viel mehr davon!“

„Major Sheppard legt Lt. Stötzer flach!“, meinte er und lachte.

„So ähnlich! Das traue ich dir glatt zu! Aber von dir doch jederzeit!“

„Flirtest du jetzt?“

„Ich? Im Leben nicht, ich weiß gar nicht mehr, wie das geht!“

„Bluffer!“

„Na, du hast doch damit angefangen! Wenn du immer so eindeutig-zweideutige Kommentare abgibst, was soll ich denn dann denken, hm? Aber egal, wo wir schon mal dabei sind, apropos Training: Wann fliegen wir denn wieder mal zusammen?“

„Also, wenn du dich mal mit mir verabreden willst, hast du mit dieser Frage schon einen Fuß in der Tür!“

„Ich werde es mir merken, obwohl ich eher dachte, dass du derjenige bist, der sich mit mir verabreden will!“

„Ich bin Major und der kommandierende Offizier, ich kann mich nicht mit einem Lieutenant verabreden!“

„Stimmt, habe ich vergessen!“

Wir grinsten uns an. „Sobald wir wieder mal Zeit haben, würde ich es liebend gerne tun!“

„Okay, dann gehe ich jetzt mal in die Landebucht und gebe dir 20 Minuten Zeit, dann starten wir!“ Mit diesen Worten stand ich auf und ging, was ihn überraschte. Abschließend meinte ich noch: „Außerdem willst du jetzt nicht wirklich War and Peace lesen!“

Daraufhin klappte er das Buch zusammen. „20 Minuten?“

„20 Minuten!“

„Ich werde da sein!“

Ich grinste und verließ sein Quartier. Dieser Flug war der reinste Spaß. John lernte unglaublich schnell und auch seine erste Landung klappte vorzüglich. Wenn wir eine zweite Viper gehabt hätten, wäre er der beste Flügelmann, den ich mir vorstellen konnte.

Dann dachte ich kurz an Starbuck und unsere verrückten Flüge, die wir zusammen hatten. Manchmal vermisste ich die Jungs auf der Galactica schon und manchmal dachte ich an sie.


Ende
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 20.02.2008, 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Asche auf mein Haupt! Es tut mir leid *unterwerf* Ich hab das wirklich gelesen aber vergessen zu Kommentieren.

Kim ist wirklich super. Sie rentn lieber davon, als sich Problemen zu stellen...das kennen wir ja zur genüge...

Auch der Humor war mal wieder super und einwandfrei. Auch das du sein Buch aufgegriffen hast bei dem er bestimmt nicht sonderlich weit kommen wird...*giggel*

Freu mich auf die Fortsetzung!
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Teleia
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BeitragVerfasst am: 25.02.2008, 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöle!

Ein schöner Abschluß. Greifst du das mit den Cyclonen irgendwann noch mal auf? Wäre echt interessant mehr darüber zu lesen.

Das Gespräch zwischen den Beiden war schön. Ich persönlich glaube ja, dass John mit dem Buch nie fertig wird.

Ach schön, jetzt kommt die Story, auf die ich mich schon die ganze Zeit freue! Hurra!

Freue mich auf die Fortsetzung!
Bis dann!
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Scout
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BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 19:58    Titel: The Brotherhood Antworten mit Zitat

Hi ihr beiden!

sorry, dass ich euch so lange im Regen stehen gelassen habe, aber ich habe so viel zu tun. Vollzeit arbeiten und noch selbstständig sein ist manchmal nicht so leicht...

Danke auf jeden Fall für eure Fbs, hat mich gefreut. Felix, vor allem, weil du dir das alles tatsächlich antust und Teleia, weil du dir das alles noch mal antust! Respekt für euch zwei! Smilie

So, dann geht's mal weiter mit dem ersten Kapitel von BRotherhoof, Felix, Teleia kennt das schon, hier beginnen nun die Nacherzählungen, allerdings ist jetzt eben Kim dabei!


Titel der FF: In a Galaxy far far away, Teil 14: The Brotherhood
Autor: Scout
Rating: M (15/16)
Inhaltsangabe: bekannt
Staffel: SGA Staffel 1


14. The Brotherhood

Kapitel 01

Wir waren jetzt seit einigen Tagen auf Dagan, einer jener Planeten, die laut Dr. Weirs Adresszettel ein ZPM beheimateten. Wir hatten uns mit der hiesigen Bevölkerung bekannt gemacht und ihnen erzählt, dass wir aus Atlantis kamen, die Stadt der Vorfahren. Die Einheimischen waren sehr bewegt, dass wir da waren, hatten doch die Antiker ihnen vor langer langer Zeit ein ZPM überlassen, dass sie beschützten sollten, da sie eines Tages zurückkämen, um es wiederzuholen.

Weiterhin wurde dem Volk eine hohe Belohnung versprochen, würden sie den Wünschen der Antiker nachkommen. Daher waren sie uns sehr behilflich, weil sie dachten, die Antiker wären zurückgekommen.

Das ZPM wurde damals von einer Vereinigung von Mönchen, die sich „Die Bruderschaft“ nannten gehütet und als die Wraiths den Planeten ausdünnten, brachten sie das ZPM in Sicherheit, bevor sie starben. So ist der Aufenthaltsort des ZPMs nur Legenden nach überliefert, da es keine Nachfahren der Mönche gab, die uns hätten sagen können, wo genau wir suchen müssten. Eine Archäologin namens Allina hatte ihre Dienste angeboten, uns zu helfen.

So saßen wir eines schönen Abends in dem alten Kloster der Bruderschaft. McKay unterhielt sich angeregt mit Allina über das ZPM und den möglichen Fundort. Teyla, Ford, Sheppard und ich saßen am Tisch, aßen etwas und hatten Spaß. Wir rezitierten Geschichte aus unserem Leben, Kuriositäten, gefährliche Situationen, sehr peinliche Erlebnisse und Jugendsünden.

Am besten gefielen mir Aidens Geschichten, er war mir vom Alter her ja noch am nächsten und ich konnte mir seine Kindheit praktisch bildlich vorstellen. John gab Promerlebnisse zum Besten, die waren kaum zu toppen und für mich ganz interessant, da es bei uns ja keine Proms gab.

Teyla erzählte uns vom Aufeinandertreffen der Athosianer mit bestimmten anderen Völkern, die andere Kulturen hatten und somit die Kommunikation teilweise sehr in die Hose ging. Alles in allem war es sehr lustig. Nur McKay war versessen, das ZPM zu finden. So kam er zu uns rüber.

„Was ist hier los?“

„Wir haben nur etwas Spaß McKay!“, sagte John.

„Ich kann nur nicht verstehen, wie Geschichtsbücher Wälzen uns bei der Suche nach dem ZPM weiterbringt!“, meldete sich Ford zu Wort.

„Wirklich?“, meinte McKay leicht angenervt. „Sehen Sie das? Das ist eine Blaupause eines uralten Tempels, der etwa zu der Zeit gebaut wurde, als Dr. Weir den Adresszettel schrieb. Sehen Sie irgendwas Bekanntes hier? Hm? Es ist ein ZPM. Sehen Sie, wir sind nah dran, näher als wir es jemals waren. Es gibt eventuell Hunderte von ZPMs in dieser Galaxie, aber wir wissen, dass hier eines sein muss. Also, wenn Sie jemals heim wollen oder Atlantis vor den Wraiths beschützen wollen, dann müssen wir es finden!“

„Okay, Indiana, okay!“, antwortete ich ihm, aber er schien das nicht witzig zu finden.

„Wie war das? Zuviel Fernsehen?“

„Rodney, man wird doch noch mal einen Spaß machen dürfen!“

„Nein, nicht in diesem Fall!“ Er drehte sich um und ging.

„Na, der hat vielleicht eine Laune!“, meinte ich zu den anderen drei. „Hören Sie mal McKay!“ rief ich ihm nach, „mein Zweitname ist Lara Croft, ich finde uns das ZPM schon!“

Er verzog das Gesicht und ging weiter.

„Lara Croft?“, fragte Sheppard. „Das ist ja noch viel schlimmer als ich dachte.“

„Aber hallo, es fängt mit Fernsehen an und hört mit Computer auf!“, sagte ich.

„Ich geb’s auf!“, seufzte John und die anderen beiden lachten.

„Okay, wer bleibt dieses Mal hier?“, fragte Sheppard schließlich.

Ich hob die Hand. „Ich mach das!“

„In Ordnung, der Rest zurück nach Atlantis! Wir bleiben in Funkkontakt, Lt. Croft!“

„Aye Sir!“ Ich grinste ihn an.

„Croft, MacGyver, könnt ihr euch mal entscheiden?“, meinte Ford.

„Also, ich persönlich finde MacGyver besser!“, witzelte McKay, worauf ich ihm aber nicht antwortete.

„Sie haben Recht, Rodney, für Lara Croft bin ich, was ihre Körperfülle angeht, nicht richtig ausgestattet, aber dafür sehe ich besser aus als MacGyver!“

„Was MacGyver angeht, da hat sie allerdings Recht!“, shakerte der Major.

„Wäre ja auch schlimm!“, meinte Aiden so nebenher.

„Nun haut schon ab! Ich will endlich mal entspannen!“, sagte ich und damit verabschiedete sich mein Team.

Die letzten Tage hatten wir es immer so gemacht, dass einer über Nacht auf Dagan blieb, während das Team zurückging und Bericht erstattete und neue Einsatzpläne auf den Tisch brachte. Das waren wir Dr. Weir schuldig. Ich unterhielt mich indessen gut mit Allina und einigen anderen Sudarianern, die uns bei der Suche halfen. Ich versuchte so viele Informationen über diese Bruderschaft zu ergattern wie ich konnte. Wann hatte ich schon mal die Gelegenheit auf den Spuren von Indiana Jones zu wandeln?

* * *

Am nächsten Morgen war das Team zurück. Ich saß außerhalb des Klosters mit einem Buch in der Hand, hatte die Beine hochgelegt und relaxte.

„Einen wunderschönen guten Morgen, die Damen und Herren! Ich bin heute Ihr Tourguide und freue mich, Sie durch die Welt der Bruderschaft zu führen“, begrüßte ich sie ungewohnt höflich.

Sheppard schaute skeptisch. „Was ist denn mit dir los?“

„Nichts, darf man nicht mal nett sein?“

„Nein, in deinem Fall nicht! Was treibst du hier?“

„Research!“

„Das nenne ich Hausaufgaben gemacht!“, meinte McKay frohen Mutes und voller Motivation.

„Genau, ihr werdet von Allina noch gebrieft, ich dagegen weiß schon alles und kann jetzt zum See gehen und mich in die Sonne legen!“

„Hier gibt es einen See?“, fragte Aiden, worauf ich nickte.

„Nix da!“, machte mir Sheppard einen Strich durch die Rechnung. „Wir brauchen unseren MacGyver bei der Suche!“

Ich fluchte leise vor mich hin und sagte dann nur: „Aber selbstverständlich!“ Damit ging ich und John fing an zu lachen.

„Mach du nur deine Witzchen auf meine Kosten, kriegst du alles doppelt und dreifach zurück!“

„Das ohne Zweifel!“, entgegnete er.

McKay war schon bei Allina angekommen. „Sie nennen sich selbst die Quindozum, eine Bruderschaft von 15 Mönchen. Ein Oberhaupt, fünf Beschützer und neun Steinträger. Ihre größte Angst war es, durch die Wraith zu sterben, was bedeutete, dass das ZPM in Vergessenheit geraten würde“, erklärte sie uns.

„Verloren? Ja! Aber auch ist es so nicht in Feindeshände gefallen!“, folgerte McKay.

„Sie wurden mit Schutz des ZPM beauftragt und hofften, dass die Atlanter eines Tages zurückkämen und sie dafür hoch belohnten.“

„Also hinterließen sie Hinweise!“

Der Rest fes Teams hörte den beiden gebannt zu, selbst ich, obwohl ich es jetzt schon zum zweiten Mal hörten, aber ich musste ja, der Major ließ mich ja nicht anders.

„Es stimmt!“, fuhr Allina fort. „Die Priester entwickelten neun Steinmarkierungen. Wenn man diese Markierungen zusammensetzt, ergeben sie den Ort, an dem wir das ZPM finden müssten. Wir haben drei Stück bisher gefunden und wir denken, es ist eine Karte!“

Sie reichte eines der drei Stücke an Teyla weiter. Ich warf einen Blick darauf. „Hm, das klingt doch alles sehr nach Indiana Jones!“

McKay schüttelte den Kopf und grummelte vor sich hin. „Manchmal treibt mich dieses wandelnde Hollywoodlexikon wirklich in den Wahnsinn!“

„Was denn?“, verteidigte ich mich. „Indiana Jones ist mit einer der besten Filmtrilogien, die es gibt! Zusammen mit Back to the future!“

John nickte. “Sehe ich ganz genauso!”

„Sie haben sich verschworen, so sieht es aus!“

John zuckte mit den Schultern. McKay konzentrierte sich wieder auf Allina.

„Das ist wirklich erstaunlich!“

Sheppard sah das ähnlich. „Ist es in der Tat, es sieht aus wie ein antikisches Nummernsystem!“

Ich wusste, worauf das hinauslaufen würde: Steine suchen! Nachdem noch Karten gewälzt wurden, gab Sheppard den Befehl: „Okay, teilen wir uns auf! Zwei Teams. Lasst uns graben!“

Und wir gruben. Ich fühlte mich Indi wirklich sehr nah an diesem Tag, schließlich gab es mal da diese Phase in meinem Leben, als ich auch Archäologie studieren wollte. Danach war es glaube Astronomie, Vulkanologie, Meeresbiologie, Seismologie, Paläontologie, Geologie, Virologie und nicht zu vergessen: Ägyptologie. Was ich alles schon machen wollte.

Tja und jetzt buddelte ich ein Loch und suchte Artefakte. Aber was ich auch tat, ich fand nichts. Ich buddelte hier, suchte da, grub dort. Nichts! Nichts außer Staub und Dreck, während die anderen ein Artefakt nach dem anderen fanden. Nachdem Sheppard eines der Bruchstücke gefunden hatte, ging ich zu ihm rüber. Ich wollte wenigstens mal sehen, wie es aussah, wenn ich selbst schon so erfolglos war.

Selbst McKay hatte eins gefunden. Das gab es doch nicht.

„Anscheinend habe ich meinen Beruf doch nicht so verfehlt!“, sagte ich und machte mich über mich selbst lustig.

„Wieso das?“, wollte der Major wissen.

„Na ja, ich wollte früher immer mal Archäologe werden, so wie Indiana Jones!“ Ich sah ihn an und schüttelte langsam den Kopf. „Selbst Rodney hat schon eins gefunden und ich grabe mich hier dumm und dusselig!“

Sheppard lachte. „Wir haben da noch ein Feld, an dem noch keiner angefangen hat!“

Er zeigte mir die Stelle.

„Nee, lass mal, bei meinem Glück grabe ich den ganzen Acker um und habe morgen Muskelkater!“

McKay traf mit Allina zusammen und hielt ein Teil in der Hand. „Das wird funktionieren!“ Allina lächelte ihn an. Später saßen wir wieder in den Klosterruinen. Während sich Rodney ausgiebig mit Allina unterhielt, saßen Teyla, Ford, Sheppard und ich zusammen und unterhielten uns.

„Hm, sieht aus, als würde hätte McKay da einen Fan!“, meinte Ford.

Teyla nickte. „Ja, wirklich, die beiden sind schon den ganzen Tag zusammen.“

„Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn!“, entwich es Sheppard, worauf hin Aiden und ich lachten. Teyla kannte dieses Sprichwort nicht. Wir erklärten es ihr.

„Oder aber!“, begann ich und hob meinen Krug. „Ein blindes Huhn trinkt auch mal 'nen Korn! Prost!“

Wir stießen an.

„Ja, ja, die Deutschen wieder mal!“, stichelte Ford.

„Ja, wir sind echte Weltmeister im Trinken!“, sagte ich scherzhaft. „Bisher habe ich noch fast jeden Ami unter den Tisch gesoffen, den ich getroffen habe!“ Ich verdrehte die Augen und schielte an die Decke.

„Die Betonung liegt auf fast“, meinte Sheppard grinsend, worauf ich nickte.

„Na, die Herren, ein Trinkspiel gefällig?“

Ich sah Teyla an. Sie grinste und wusste worauf ich hinaus wollte. „Die Frauen gegen die Männer!“, sagte sie, worauf sich Ford und Sheppard ansahen.

„Sir!“, begann Ford, „die bluffen!“

„Da bin ich mir nicht so sicher Lieutenant. Ähm, ich denke, für heute setzen wir aus.“

Wir lachten, als McKay zu uns rüber kam. „Ach, sieh mal einer an!“, rief ich den anderen rüber und grinste. „Jetzt bin ich aber gespannt!“

„Ich gehe ins Bett!“, sagte er zu uns und war schon fast an uns vorbei, als Sheppard es nicht lassen konnte: „Und welches Bett wird das sein?“

McKay blieb stehen und war irritiert. „Was?“

„Es sieht so aus, als wäre Allina ein wenig in Sie verknallt!“, sagte Aiden leise.

„Ist sie?“, fragte Rodney nach und sah zu ihr rüber.

„Das ist uns allen ziemlich klar, Doktor!“, bekräftigte Teyla den armen McKay.

„Ist es?“

„Allen, bis auf Sie, so wie es aussieht!“

„Und ähm soll ich, ich meine, ehm, sind Sie sicher Major?“

„Ziemlich sicher!“

„Was soll ich machen?“

Bei dieser Frage zog Sheppard die eine Augenbraue hoch und sah mich verwundert an. Dann drehte er sich leicht zu Rodney um. „Sie wissen nicht, was Sie tun sollen?“

„Ja, im Endeffekt weiß ich schon, was zu tun ist, aber ich meine, was soll ich jetzt tun? Soll ich heute noch etwas zu ihr sagen?“

„Ich sage Ihnen was, Valentino. Warten Sie bis morgen. Sie werden besser drauf sein, nachdem Sie etwas Schlaf bekommen haben!“

„Oh, richtig, ja, gute Antwort! Gute Nacht!“

Wir lachten wieder. „Oh man, den müssen wir dringend mal verkuppeln!“, rutschte mir so raus.

„Mal ganz ehrlich Lieutenant“, sprach John mich an, „hättest du vielleicht einen Vorschlag mit wem?“

„Nein!“

„Siehste, da haben wir’s schon!“

„Ich werde ihm beim flirten helfen morgen!“

„Na, das will ich sehen!“, sagte Ford und kicherte.

* * *

Am nächsten Morgen ging es mit den Ausgrabungen weiter und ich war genauso erfolglos wie am Tag zuvor. Ich bekam mit, wie McKay und Allina über dem Rätsel brüteten und sich gegenseitig voran brachten mit ihren Überlegungen.

„Hey!“, rief Sheppard zu mir rüber. „Hast du uns mit deiner Erfolglosigkeit angesteckt oder was? Bisher hat noch keiner was gefunden!“

Ich sah ihn an und zuckte übertrieben mit der Schulter indem ich auch noch die Hände mit dazu nahm. „Vielleicht solltet ihr nicht so viel mit mir rumhängen, ich habe wohl schlechten Einfluss auf euch!“

„Vielleicht strahlst du zu viele negative Wellen aus!“

„Das ist durchaus möglich, Major.“

Er lachte und ich buddelte unmotiviert weiter.

„Es sieht nicht wirklich wie eine Karte aus! Ich glaube, ich habe falsch gelegen!“, stellte Allina fest.

„Wahrscheinlich, aber auch wenn Sie dachten, es wäre eine, heißt das nicht, dass Ihre Vermutungen schlecht oder falsch sind. Na ja, falsch ja, aber es war ein guter Tipp!“

Sie sah ihn etwas beleidigt an. „Entschuldigung?“

McKay hatte gemerkt, dass er sich gerade in etwas reinmanövriert hatte, aus dem er wieder raus musste, ohne die arme Frau noch mehr zu beleidigen. „Sie sind..“, begann er und sah zu Sheppard rüber, der im Hintergrund am Graben war. „...sehr schlau und, ehm, attraktiv und was noch alles und ähm na ja, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie laufen sollten, dann laufen Sie nicht, na ja, Sie wissen schon!“

„Ist alles in Ordnung?“, fragte Allina nach.

„Ja, alles bestens, alles bestens, warum nicht?“ Während Rodney sich immer mehr verstrickte, kam der Major zu ihm rüber um ihn da raus zu holen, jedoch nicht ohne eigene Intentionen: „Sind Sie sicher, dass wir an der richtigen Stelle graben? Wir haben das Gelände jetzt beinahe verdoppelt und immer noch nichts gefunden. Ich glaube ja nun doch nicht, dass es an Kim liegen könnte!“

Sheppard trank einen Schluck Wasser, auch er war geschafft. McKay grinste verstohlen. Sheppards kleiner Witz über mich war gut. Ich hatte das nicht gehört, da ich 20 Meter weiter immer noch sehr erfolglos beim Graben war.

McKay sah den Major an und war verwirrt. „Das muss die richtige Stelle sein. Die anderen acht Steine waren genau dort, wo wir sie vermutet hatten. Warum sollte es nun anders sein?“

Ich hörte auf zu graben und sah zu den anderen rüber, dann zu Aiden, der scheinbar schon wieder was gefunden hatte. „Na toll!“, sagte ich leise. „Das ist ja wie beim Losen auf der Kirmes!“ Ich warf meine Schippe weg und ging rüber zu Ford. „Hey Aiden, sag mir bitte, dass du was gefunden hast!“

„Sieht wohl so aus! Major!“

Sheppard drehte sich zu uns beiden um. „Hat Kim tatsächlich was gefunden?“

„Ha ha, sehr komisch, Major!“, rief ich zurück.

„Ford! Sagen Sie mir, dass Sie den Stein gefunden haben!“

„Nicht direkt Sir, aber McKay sollte sich das ansehen!“

Zusammen kamen die drei zu uns rüber. Teyla und Suneera, das andere sudarianische Mädchen gesellten sich ebenfalls zu uns. Zusammen legten sie eine große Platte frei.

„Indiana Jones lässt grüßen!“ Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen.

„Es hat die Markierung der Bruderschaft!“ stellte Allina fest.

„Die Schrift ist antikisch, können Sie das lesen?“ John sah McKay an.

Nach einer Zeit sagte der: “Es ist eine Warnung!”

Wir sahen ihn an.

„Ehrlich, wie cool!“

„Kim!“, ermahnte mich der Major.

„’Tschuldigung!“

„Es besagt, dass nur die Bruderschaft der 15 die Kammer betreten dürfen!“

„Welche Kammer?“, wollte Teyla wissen und Allina endete den Satz: „Die Kammer der Quindozum.“

Zusammen öffneten wir die Platte. Na ja, was heißt zusammen: Ford, Teyla und Sheppard, denn ich nahm mir McKay kurz zur Seite. „Hören Sie Rodney, Sie machen das völlig falsch mit Allina!“

„Wie? Warum?“

„Na ja, seien Sie nicht so verkrampft, sagen Sie ihr was Nettes, aber nicht sowas von wegen wie: Sie haben versagt!“

„Ich weiß nicht, wie ich das machen soll.“

„Passen sie auf, wenn sich die Gelegenheit ergibt, zeige ich Ihnen, wie das geht. Ich werde Sie dann einfach nur anschauen und nicken und Sie passen dann auf.“

„Oh ja, das klingt gut!“


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BeitragVerfasst am: 10.03.2008, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallöchen!

Hurra, es geht weiter! Ich tu mir das mit Freuden noch mal an, ich weiß kaum noch was vom ersten Durchgang!

Ich weiß aber noch, das ich die Episode beim ersten Lesen schon toll fand. Auch wenn mich Kims Auftauchen am Anfang schon ein bisschen verwirrt hat. Sie ist aber cool eingefolchte. Diese ganzen Stichelein zwischen ihr und dem Team sind super, das fehlt irgendwie in der Serie.

Zitat:
„Hören Sie mal McKay!“ rief ich ihm nach, „mein Zweitname ist Lara Croft,


Hey, ist das nicht eigentlich mein Part? Winken Nein Scherz, hab mir den Namen ja auch nur geliehen.

Aber ich hab was mit Kim gemeinsam. Archäologie wollte ich auch mal studieren. Sehr glücklich Aber wer wollte das nicht, nachdem er Indiana Jones gesehen hat?

Hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen. Freue mich auf den nächsten Teil, auch wenn ich indirekt schon weiß, wie es weiter geht?

Darf ich mal ganz frech fragen, was du machst, wenn du neben deinem Job noch selbststänig Arbeitest? Sorry, das Neugiertier hat mich heute mal wieder gebissen!

Bis dann dann!
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FelixE
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BeitragVerfasst am: 12.03.2008, 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Das verspricht ja spannend zu werden. McKay wird verkuppelt, die Bruderschaft..hmm also wenn es so abläuft wie in der parallele die wir kennen. Dann schwant wmir böses.

Ich fande es aber wirklich spitze. Am besten hast du Rodneys gestammel herübergebracht. *grins* Das war unglaublich amüsant. Nun bin ich aber gespannt und hoffe es geht bald weiter *g*
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BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 10:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hi ihr beiden!

Danke für eure Feedbacks Smilie

Teleia: Kim kann sich nicht so sehr entscheiden, ob sie lieber Indi oder Lara sein will. Du weißt doch, wie das mit Kindern ist *g* Freut mich auf jeden Fall, dass es dir gefallen hat!

Felix: Danke Smilie Ja, die Folgen habe ich eigentlich nie verändert, sondern sozusagen ergänzt! Smilie


Kapitel 02


Als die Platte offen war sahen wir in ein dunkles, tiefes Loch. Ford hatte Leuchtstäbchen, die er nach unten warf, um festzustellen, wie tief es war.

„Okay, wer möchte zuerst? Sieht für mich nach einer Sheppard-Sache aus!“

Sheppard sah McKay schief an und verzog das Gesicht.

„Nein, ich will!“, rief ich dazwischen. Nun sahen sie beide mich an, ebenso schräg. „Na kommt schon, ich habe nicht einen Stein gefunden! Ich will auch mal ein bisschen Abenteurer spielen!“

„In Ordnung!“, seufzte Sheppard und sah, wie sich sofort ein breites Grinsen auf meinem Gesicht verzeichnete.

„Man kann sie mit so kleinen Dingen glücklich machen!“, witzelte McKay.

„Allerdings!“, gab ich zurück. Dann ließ Ford mich an einem Drahtseil hinunter. Unten angekommen, leuchtete ich in die Dunkelheit. Hier war gar nichts und ich war beinahe enttäuscht. So lief das nicht bei Indi.

„Und?“, rief Sheppard.

„Nicht besonderes...warte, vielleicht doch!“ Ich ging ein Stück weiter und fing plötzlich an laut zu schreien, so dass die anderen oben einen echten Schock erlitten. „Hilfe, ein Monster!“ Ich rannte wie wild herum und dann wieder unter die Einstiegsluke, wo ich in lauter entsetzte Gesichter sah. Ich fing an zu grinsen und meinte: „War ein Scherz!“

„Oah, Kim, lass den Scheiß!“, rief Ford und ich lachte.

„Okay, die Luft ist rein! Ihr könnt runter kommen!“

Sheppard sah McKay an schüttelte den Kopf. „Sie hat nur Unsinn im Kopf!“ Nacheinander wurden alle hinunter gelassen. Als John bei mir ankam, schaute er mich absichtlich böse an, sagte aber nichts.

Ich grinste bis über beide Ohren.

„Albern heute oder was?“, fragte er schließlich.

„Ich tu, was ich kann!“

Suneera zündete die Kerzen in der Kammer an, als McKay runtergelassen wurde.

„Easy Ford!“

Ich half Rodney. “Genau Aiden, du weißt ja, Doktoren sind nicht so geeignet für die Feldarbeit!”

Ford lachte und McKay sah mich ebenso böse an, wie Sheppard zuvor.

„Wohl albern heute oder was?“

„Das habe ich doch heute schon mal gehört!“, antwortete ich und drehte mich zu John um.

„Okay, er ist unten!“, rief ich zu Ford hoch.

„In Ordnung, ich bleibe hier oben und halte Wache!“

„Bleiben Sie wachsam Lieutenant. Wir sagen Bescheid, wenn sich hier etwas Interessantes tut!“, ordnete Sheppard an.

Allina war einen Steinsockel herangetreten. Dort konnte man die neun Steine anordnen. Jedoch hatten wir nur acht Stück. McKay gesellte sich zu ihr und zusammen ordneten sie die Steine an. Allina pinselte den Staub von dem Mittelstück, als ich die Gelegenheit wahr nahm um Rodney zu zeigen, wie man flirtete. Ich gab ihm ein Zeichen, worauf hin er sich in meine Nähe gesellte und lauschte. Dann drehte ich mich zu Allina: „Sie sind unglaublich Allina, wirklich tolle Arbeit!“

„Danke schön Lieutenant, aber Sie alle sind eine große Hilfe!“

„Danke, das kann ich nur zurückgeben. Sie sehen heute übrigens umwerfend aus!“ Ich grinste sie an und ging etwas näher an sie, so dass Rodney mich nicht hören konnte: „Ich glaube, Dr. McKay hat eine Schwäche für Sie!“

„Oh wirklich?“, meinte sie laut. „Vielen Dank!“

Ich drehte mich um und sah Rodney an und flüsterte: „So geht das!“ Dann ließ ich die beiden alleine. Allina pinselte weiter, als sich auch Teyla zu ihnen gesellte. Gerade pinselte sie über die Stelle, wo das letzte Puzzleteil, welches noch fehlte, hinein gehörte.

„Sehen Sie sich das an, das ist das ganze Muster!“, sagte Teyla fasziniert.

„Also muss der neunte Stein in die Mitte!“, folgerte McKay und sah, dass man neben dem Puzzle seine Hände in eine vorgefertigte Maske legen konnte.

„Ich denke, eine Karte können wir ausschließen!“

Ich sah Teyla an, sah ganz so aus, als habe sie Recht.

„Stimmt!“, meinte dann auch Sheppard, „irgendwelche Ideen?“

„Ich komm schon dahinter!“, sagte McKay, wie immer sehr von sich überzeugt. Während die anderen weiter um ihn herum standen, wanderte ich in der Kammer auf und ab.

„Was glauben Sie nicht?“, hörte ich den Major sagen, als McKay schließlich auf eine Idee kam: „Es ist eine Toradresse! Eine 6-stellige Toradresse!“

„Torsymbole? Erkennen Sie sie?“, hakte Teyla nach, aber McKay konnte sich nicht erinnern, diese Adresse jemals schon mal gesehen zu haben. Auch Allina schien sie nicht zu kennen.

„Heißt das, dass der neunte Stein auf einem anderen Planeten ist?“, wollte Sheppard wissen.

Jetzt konnte ich meine Klappe nicht mehr halten. „Hey, Leute, das geht nicht, Indiana Jones geht auch nicht auf andere Planeten, um irgendwelche Steine auszubuddeln!“

Alle sahen zu mir rüber und schnitten mir Grimassen.

„Ja, was denn? Ist doch so!“

Plötzlich hörte ich etwas Seltsames von der Oberfläche. So als ob da oben eine Rangelei im Gange war.

„Aiden? Ist alles in Ordnung?“ Ich bekam keine Antwort.

„Ford?“ Sheppard kam zu mir rüber. Ich stand genau unter der Einstiegsluke und wurde vom Tageslicht geflutet.

„Major Sheppard, ich bedaure Ihnen sagen zu müssen, dass Lt. Ford einen Schritt zur Seite gehen musste für den Moment!“

„Wer ist das?“, fragte McKay.

„Diese Stimme kenne ich doch!“, grummelte ich und John sah mich an.

„Das kann nicht sein! ... Kolya?“

Der Mann erschien an der Einstiegsluke. „Überrascht?“

„Um ehrlich zu sein, schon ein bisschen!“

Kolya ging nicht auf Sheppard ein, was auch einen Grund hatte: Er hatte mich gesehen. „Lieutenant Stötzer! Sie sind auch dabei, wie schön! Ich habe schon viel von Ihnen gehört!“

Ich schluckte, als John mich ansah. „Keine Sorge, er wird dir nichts tun!“

„John, er wird mächtig sauer auf mich sein, also gib keine Versprechen, die du vielleicht nicht halten kannst!“

„Was haben Sie mit Ford gemacht?“ Sheppard versuchte Kolya abzulenken.

„Er ist okay!“

„Was wollen Sie?“

„Das Gleiche wie Sie! Den verlorenen Schatz der Quindozum!“

„Was wollen Sie denn damit?“

„Die Sudarianer haben mich über das ZPM informiert und was immer es ist, es soll viel Power besitzen und daher ist es genau richtig für die Genii.“

„Es wird Ihnen nichts nützen Kolya, ZPMs funktionieren nur in Atlantis!“

„Vielleicht ist das so Major, aber das möchte ich doch lieber von einem Genii Wissenschaftler hören!“

„Wir haben es nicht!“, rief Teyla, „wir haben den neunten Stein noch nicht gefunden!“

„Wir haben einen unglaublich großen taktischen Vorteil Ihnen gegenüber. Wenn ich also die Kammer einfach schließen -und alles vergessen soll, bin ich sehr bereit, mir das zu überlegen.“

Ich schüttelte genervt den Kopf und Rodney hatte eine Antwort: „Sie hat Recht, wir sind nah dran, haben es aber noch nicht. Sehen Sie, der neunte Stein ist auf einem anderen Planeten, alles was wir haben ist eine Gate Adresse!“

„Dr. McKay!“, begann Kolya erneut. „Schön Ihre kratzige Stimme wieder zu hören! Wie geht es Ihrem Arm?“

„Wollen Sie weiterhin Gehässigkeiten austauschen oder das Z(ed)PM finden? Lassen Sie mich hier raus und ich werde Ihnen helfen, es zu suchen! Dafür lassen Sie mein Team gehen!“

„Halten Sie die Klappe McKay!“

„Haben Sie eine bessere Idee Major?“

„Nein!“
„Haben wir einen Deal oder nicht?“, brüllte McKay zu Kolya hinauf.

Dieser nickte. „In Ordnung, Sie und einer der Sudarianer kommen nach oben, zusammen mit all Ihren Waffen und Funkgeräten. Der Rest wird hier bleiben! Sollte McKay das ZPM finden, werden Sie freigelassen. Sie haben mein Wort!“

Sein Kopf verschwand von der Luke.

„Nun ja, wir haben sein Wort!“, meinte Sheppard sarkastisch.

Ich konnte mich nicht so schön zurückhalten und brüllte Kolya hinterher: „Ach ja? Und ich bin der Weihnachtsmann!“

„Kim!“

„Was denn? Der wird uns im Leben nicht gehen lassen!“

„Sieht aus, als wäre das unsere einzige Chance! Okay, ziehen Sie mich hoch!“

„Vermasseln Sie es bloß nicht, Rodney!“ McKay sah Sheppard daraufhin irritiert an und wurde dann hochgezogen. Allina folgte.

* * *

Ich drehte mich um und wanderte auf und ab, als die beiden weg waren. Sie ließen Ford hinunter, der immer noch angeschlagen war. Teyla half ihm, damit er sich etwas ausruhen konnte.

„Toll, es ist genau wie bei Indiana Jones! Er findet was und bekommt es von den Bösewichten abgenommen!“

„Moment, wir haben es noch nicht und wenn du die Filme richtig gesehen hättest, wüsstest du auch, dass am Schluss doch immer die Guten gewinnen!“

„Ja, weil es so im Drehbuch stand!“

„Und?“, wollte John wissen, „was würde Indi denn jetzt tun, hm?“

„Weiß ich nicht, ich bin nicht Indi!“

„Was würde MacGyver machen?“, fragte Ford. Ich zeigte auf Aiden und schaute ihn böse an.

„Ha ha!“

„Nein ernsthaft, Leute, wir müssen und was ausdenken!“, ermahnte uns unser vorgesetzter Offizier.

„Ob McKay den Stein wohl findet?“, fragte Teyla.

„Na ja, er ist nicht gerade Indiana, aber ich denke schon, dass er’s hinkriegt!“

Ich stimmte Ford zu. Er war unsere einzige Chance. „Ich hoffe es, denn ich bin sonst der nächste, der dran ist.“

„Das kannst du nicht wissen Kim!“

„Na ja, unser erstes Zusammentreffen war nicht gerade ein Rendevouz!“

„Ein Rendevouz mit Kolya, interessanter Gedanke!“

Ich schüttelte den Kopf. „Nicht wirklich John!“

Wir begannen systematisch die Kammer zu durchforsten, allerdings ohne viel Erfolg. „Das ist nutzlos! Keine Falltüren oder Geheimgänge!“

„Vielleicht gibt es hier mehr als einen Weg hinein, Major!“

Sheppard schüttelte den Kopf auf Fords Idee hin. „Wenn Sie eine Kammer verstecken wollen, bauen Sie keinen Haufen Eingänge und Ausgänge in dieses verdammte Loch ein!“

Ford wusste, dass der Major Recht hatte, aber das half ihm auch nicht viel weiter. „Also, sitzen wir hier lieber rum und warten, bis sie zurückkommen?!“

Das gefiel dem Major auch nicht sonderlich. „Okay, was haben wir?“ Mit diesen Worten fing er an, den Rucksack zu durchwühlen. Teyla hatte ein Messer oberhalb ihres Knöchels.

„Das ist doch mal ein Anfang!“, sagte Sheppard und sah Ford und mich an.

„Ich habe mein Laserschwert!“

„Wieso haben sie dir das nicht abgenommen?“, wollte Ford wissen, doch bevor ich antworten konnte, hatte John das schon für mich getan.

„Sie hat geflirtet, wie immer und ganz nett gefragt, ob sie es nicht behalten dürfe!“

„Und blöd wie die Männer sind, haben sie sich darauf eingelassen!“ Ich grinste verschmitzt. „Nein, Scherz beiseite, sie wussten schlicht und einfach nicht, was es ist!“

„Wir werden es brauchen können!“, sagte Teyla.

„Ich habe aber noch was!“ Die anderen sahen mich erwartungsvoll an. Ich griff in meine Tasche. „Mein Schweizer Taschenmesser!“

„Wahnsinn! Der Tag ist gerettet! MacGyver hat sein Messer dabei!“

„Allerdings!“

„Was haben wir noch?“

„Ich habe noch ein paar Flash Blanks, das war’s aber auch schon!“

„Flash Blanks?“, hakte Teyla nach.

„Sie sind ähnlich wie Granaten. Zieh den Stift, drück den Abzug, du hast 1,5 Sekunden Zeit!“, sagte Ford und Sheppard ergänzte: „Sie betäuben jeden, der die Augen und Ohren offen hat für etwa 10 Sekunden!“

„Sollte von der Zeit her reichen!“

Teyla nickte mir zu. Das könnte klappen. Der Major lief umher und begann auf dem Boden herumzuwischen, was Aiden verwunderte.

„Was haben Sie vor? Wollen Sie uns hier raus graben?“

„Ja, so ungefähr, kommen Sie her und helfen Sie mal!“

So langsam wurde mir Sheppards Plan bewusst und es war ein guter Plan. Hoffentlich hätte wir auch Gelegenheit ihn auszuführen. Wenig später kamen Kolya und seine Leute mit McKay und Allina im Schlepptau zurück.

Es war keine Gateadresse wie sich später herausgestellt hatte, dafür hatten die beiden allerdings den neunten Stein gefunden. Wenig später waren alle in der Kammer angekommen und ich hatte ein flaues Gefühl im Magen. So wirklich richtig hatte ich Kolya ja noch nicht gesehen, aber ich war mir sicher, dass er nicht gerade sehr gut auf mich zu sprechen war.

„Major Sheppard! Teyla! Lt. Ford! Und ganz besonders freue ich mich, dass auch Lt. Stötzer mit dabei ist.“

„Wagen Sie es nicht Kolya!“, warnte ihn John. Rührend, wie er sich um mich kümmerte, aber ich glaubte nicht, dass es was bringen würde. Im Gegenteil. Meine drei Teamgefährten wurden unsanft in die Knie gezwungen und hatten die Hände hinter dem Kopf zu verschränken, während Kolya um mich herum ging.

„Eindrucksvolle Demonstration, die du dir mit deinem Fluggerät da geleistet hast! Das hätte ich gar nicht von dir gedacht. Du siehst ganz und gar nicht nach einem Kämpfer aus!“

„Tja, ich stecke voller Überraschungen, nicht wahr?“ Das hatte ihn provoziert, ich konnte aber auch meinen Mund nicht halten. Er packte mich am Kragen und drückte mich gegen die Wand.

Ford protestierte. „Das bringt Sie auch nicht weiter Kolya!“

„Ein bisschen mehr Respekt würde vielleicht nicht schaden!“ Er hielt mir eine Knarre an den Kopf.

„Ich muss dich enttäuschen, ich bin ein Highlander!“

McKay rollte mit den Augen. „Kommen Sie jetzt schon wieder mit deiner Filmnummer?“

„Ich dachte, das heitert ein bisschen auf!“

„Vergessen Sie es, er weiß doch gar nicht, was ein Highlander ist!“ Da hatte Rodney ausnahmsweise mal Recht.

„Und ich würde es ihm auch lieber nicht erzählen!“, witzelte Sheppard!

„Ruhe!“, schrie Kolya nun, das wurde ihm doch zu bunt. Er ließ mich los und brachte mich zu den anderen!

Als ich neben Sheppard kniete, meinte der: „Sag mal, kannst du eigentlich gar nie mal deine Klappe halten?“

„Bedaure!“

„Ich auch!“

Ich grinste schief, weil ich nicht wusste, ob das ein Witz war oder nicht. Eher nicht, im Gegenteil, er meinte es todernst.

„Machen Sie weiter McKay!“, befahl Kolya.

„Nun ja, ich vermute, wenn wir den neunten Stein hier rein legen und die Steine anordnen, dann jemand seine Hände hier in diese Form legt, werden wir hoffentlich das ZedPM bekommen! Nur die Frage ist, wie finden wir heraus, wie die Steine angeordnet sein müssen?“

„Ich denke, dass ist ziemlich offensichtlich!“, sagte Pranes, die erste Hand Kolyas.

„Nun, bisher war hier gar nichts offensichtlich! Wie kommen Sie darauf, dass es jetzt so ist?“

„Der letzte Stein ist der einzige, der von der Struktur her in die Mitte passt.“

„Und?“

„Es passt schön in die Mitte, das Muster ist vollständig, wir bekommen das ZPM. Wieso sollten sie an diesem Punkt immer noch Spiele spielen?“

„Ich glaube wirklich nicht, dass Sie verstehen, wie diese Leute gedacht haben!“

„McKay, hören Sie auf Zeit zu schinden!“, grummelte Kolya.

„Ich schinde keine Zeit. Ich denke nur, dass wir bedenken sollten, dass...“

„Pranes, ordnen Sie das Muster an und holen Sie uns das ZPM!“ Er schien ungeduldig zu werden und das war gar nicht gut.

„Ähm, Ungeduld hat bei Indiana Jones auch immer die Bösewichte dahin gerafft!“

Sheppard versetzte mir einen Stoß in die Rippen. „Au, was soll das?“

„Halt einfach die Klappe!“

„Aber es ist so!“

Wir sahen uns an und irgendwie gingen mir gerade die komischsten Gedanken durch den Kopf. Zumindest was John betraf. Ich hatte wohl einen kleinen schwachen Moment, als ich ihn ansah und feststellen musste, dass ich ihn von Mission zu Mission attraktiver fand. Ich grinste ihn schief an und verfiel in Schweigen. Dabei ertappte ich mich, wie ich ihn „scannte“ und wieder einmal hingerissen war von seiner Ausstrahlung. Völlig fehl am Platz waren diese Gefühle. Ich drehte mich weg und versuchte verzweifelt an etwas anderes zu denken.

-FF-
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