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Stargate Der Film: The German Experience



 
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Atlan
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 203

BeitragVerfasst am: 06.10.2007, 22:56    Titel: Stargate Der Film: The German Experience Antworten mit Zitat

Autoren: Atlan, Colonel Maybourne
Handlungsbogen: Jax
Titel: Stargate Der Film: The German Experience
Rating: PG
Genre: Action, Adventure, Was-wäre-wenn
Disclaimer: Alles gehört MGM. Uns nur die Idee, dass es auch aus Deutschland kommen kann.

Wir haben uns die Frage gestellt, was wäre wenn Deutschland das Stargate kontrollieren würde.
Hier unser Ergebnis des Kinofilms:


Stargate Der Film -The German Experience

1928: Ägypten, Giese Hochplatoo:

Der Jeep fuhr schnell unter der Mittagssonne Ägyptens.
In dem Jeep saßen der Archäologe Professor Langford und seine Tochter Catherine.
Der Professor war aufgeregt. Der Vorarbeiter. der Grabungen, hatte ihm eine “große Entdeckung” versprochen.
Eine Ausgrabungsstelle kam in Sicht und ein Mann winkte freudig mit beiden Armen.
Langford stoppte den Jeep und stieg auf.
“Professor!” ,rief der Ägypter und gab dem Professor die Hand.
“Was für eine große Entdeckung haben sie für mich?’’ ,fragte der Professor und folgte dem Vorarbeiter in Richtung eines Grabens. In ihm lagen Abdecksteine, umrahmt von einem metallenen Ring.
Er war etwa neun Meter im Durchmesser, am Rand von unbekannten Zeichen umgeben.
Viele Arbeiter standen dort herum und entfernten die Steine.
Während der Professor sich das ganze ansah, ging seine Tochter Catherine zu einigen in der Nähe stehenden Zelten, an einem Tisch mit Fundstücken blieb sie stehen. Ihr Augenmerk fiel auf ein goldenes Amulett, dass mit dem Auge des Ra, Sonnengott der Ägypter, geschmückt war. Sie nahm es und steckte es ein, als ihr Vater aus der Ferne rief:
“Catherine, komm her!”
Als sie zurück zu ihrem Vater ging, waren die Abdecksteine entfernt worden und die Arbeiter stellten den Ring langsam auf.
Plötzlich sprangen einige Grabhelfer voller Furcht zurück.
Unter den Ring lagen die Überreste von Körper, sie waren nicht Menschlich...

September 1997: USA; Subreme Count:

Eine alte Frau stand vor dem Gerichtsaal. Um ihren Hals hing das goldene Amulett, dass sie 1928 in Giseh eingesteckt hatte. Catherine Langford, inzwischen Doktor der Archäologie, war aufgeregt.
Seit fast 10 Jahren versuchte sie nun das Fundstück, dass ihr Vater damals in Ägypten entdeckt hatte, zurück in ihren Besitz zu kriegen. Die Regierung der USA hatte es 1945 nach Einstellungen der ersten Forschungen einfach behalten und nie mehr ausgehändigt. Ihrem Vater musste sie auf dem Sterbebett versprechen, dass Artefakt wieder in ihren Besitz zu kriegen.
“Dr. Langford?” Ihr Anwalt Michael Garibaldi holte sie in die Gegenwart zurück.
“Ja, was gibt es?” ,fragte sie gedankenverloren.
“Der oberste Richter setzt die Verhandlung fort.” ,informierte er sie.
“Gut, dann gehen wir.” ,sie nickte ihrem Anwalt aufmuntert zu. Garibaldi war seit Anfang an dabei gewesen und ihr in den ganzen 10 Jahren eine große Hilfe, fast schon ein Freund, bei den Prozessen gewesen.

Als sie den Gerichtssaal betreten hatten und sich hinter ihren Tisch gesetzt hatten, rief die Stimme des Gerichtsassistenten:
“Bitte erheben sie sich, für die ehrenwerten obersten Richter der Vereinigten Staaten von Amerika!
Gott schütze die Vereinigten Staaten von Amerika und dieses Gericht.’’
Die Anwesenden im Gerichtssaal standen auf. Als der oberste Richter aufstand und sie direkt ansprach:
“Im Fall Langford gegen die Vereinigten Staaten von Amerika haben wir wie folgt entschieden: "Das Fundstück, bekannt als A569, samt Abdecksteinen, im Jahre 1928 von Dr. Langfords Vater, Professor Langford, in Giseh entdeckt, befindet sich unrechtmäßig im Besitz des Militärs. Die Regierung behielt es nach strenggeheimen Forschungen im Jahre 1945 ein. Da in den 20er und 30er Jahren es Archäologen noch erlaubt war, ihre Entdeckungen zu behalten, entscheide ich zu Gunsten von Dr. Catherine Langford. A569 wird ihr sofort ausgehändigt und sie darf damit verfahren, wie sie es wünscht. Die Regierung der USA hat keinen Anspruch darauf, von diesem Zeitpunkt an. Die Kosten für die Verhandlungen trägt der Staat. Die Sitzung ist beendet.”

März 1998: Berlin, Reichstag:

Bundeskanzler Gerhardt Schröder saß an seinem Schreibtisch und sah einige Unterlagen durch. Erst vor kurzen war er zum Kanzler gewählt worden. Damit war die SPD, nach 16 Jahren CDU unter Helmut Kohl, wieder an der Macht.
In dem Moment kam aus der Gegensprechanlage die Stimme seiner Sekretärin.
“Herr Kanzler?”
“Ja, was gibt es?”
“Frau Doktor Langford aus den USA ist hier.”
Schröder lächelte. Diese Frau hatte ihn vor einigen Wochen um ein Gespräch gebeten. Er hatte ihren Prozess in den USA mitverfolgt und war beeindruckt, wie diese alte Frau um ihr Eigentum gekämpft hatte.
“Schicken sie sie rein.”

Die Tür ging auf und Dr. Langford betrat den Raum. Hinter ihr schloss die Sekretärin die Tür.
Der Kanzler stand auf, reichte ihr die Hand und sagte in Englisch: “Doktor, es ist schön, sie kennen zu lernen. Sie haben mir angesprochen, dass sie ein großes Anliegen an mich hätten und es würde sich für die Bundesrepublik lohnen.”
Dr. Langford lächelte und antwortete auf Deutsch: “Das ist korrekt, Herr Bundeskanzler.’’
Man konnte es Schröder ansehen, dass er überrascht war. “Ja... Setzten sie sich doch bitte.”
Nachdem sie sich gesetzt hatten, sagte der Kanzler: “Also, worum handelt es sich?”
“Es geht um das Fundstück, dass man Vater 1928 in Gissee entdeckt hatte.”
“Ja, ich habe mich für ihren Fall sehr interessiert.”
“Da das Objekt wieder mir gehört, möchte ich die Forschungen wieder aufnehmen.”

Schröder hatte so etwas geahnt. Es ging um Forschungsgelder.
“Und jetzt wollen sie also, dass Deutschland ihnen die Forschungen finanziert.”
Dr. Langford nickte.
“Wie stellen sie sich das bitte vor? Seit der Wiedervereinigung von BRD und DDR hat die Regierung meines Vorgängers viel Geld ausgegeben. Wissen sie, wie hoch wir verschuldet sind?”
Erneut nickte Dr. Langford und sagte: “Ich weiß das. Ich weiß auch, dass die USA einen möglichen Nutzen für sich behalten würde. Sie jedoch nicht.”
“Ein Nutzen” ,fragte Schröder.
“Laut der Radio Karbon Analyse, die wir an dem Objekt vorgenommen haben, ist dieser Ring mehr als 10.000 Jahre alt. Die ältesten Fundstücke, die wir sonst aus dieser Zeit haben, sind gerade mal 5500 Jahre alt.
Zudem ist dieses Element, aus dem der Ring gebaut wurde, nicht im Periodensystem der Elemente. Stellen sie sich allein den Wirtschaftlichen Nutzen vor, wenn Firmen aus Deutschland dies nachbauen könnten. Sie wären führend auf dem Bereich der Metallugie. Eventuell könnten sie sogar den USA einige Kunden auf dem Weltmarkt abgreifen."
Das überzeugte den Kanzler ein wenig und er meinte: “Nun gut, ich werde darüber nachdenken, außerdem muss ich darüber im Bundestag entscheiden lassen.”

4 Wochen später; Büro des Kanzlers:

Kanzler Schröder wählte auf seinem Telefon eine Nummer. Es klingelte und nach einer Weile fragte die Stimme von Dr. Langford: ,,Ja?’’
“Frau Doktor, hier ist Kanzler Schröder. Der Bundestag hat ihnen einen Forschungsetat für eineinhalb Jahre zugesichert.
Sollten sie Erfolg haben, auf einem Gebiet, dass sich positiv für diese Nation auswirkt, können wir über einen unbegrenzten Etat reden. Brauchen sie sonst noch etwas?”
“Das kann gut sein. Wenn ich jemanden brauche, sage ich ihnen bescheid.
Vielen Dank.’’

1 Monat später. Ein Museum in den USA:

“Wann wird die Wissenschaft endlich einsehen, dass die Pharaonen der 4. Dynastie die Pyramiden NICHT erbaut haben?!”
Auf dem Podest stand Dr. Daniel Jackson, Anthropologe und Archäologe, und sprach zu einem fast leeren Raum.

Als der Vortrag beendet war, verließ er das Museum. Draußen regnete es in Strömen. In letzter Zeit war es abwärts gegangen. Hatte er vor einigen Jahren noch eine Verlängerung seines Stipendiums bekommen, so saß er heute auf der Straße, alles was er noch hatte, befand sich in seinen beiden Koffern, die er bei sich hatte.
Er setzte sich die Kapuze seiner Regenjacke auf, als eine Stimme auf Englisch mit einem deutschen Akzent fragte:
“Doktor Daniel Jackson?”
“Ja?” ,fragte er zurück und sah auf. Er sah in das Gesicht eines Mannes um die 20 in der Uniform der deutschen Bundeswehr.
“Da möchte sie jemand sprechen!” ,meinte der Soldat und zeigte auf eine Limousine hinter ihm.
Daniel war neugierig geworden und stieg ein. Im Inneren saß Dr. Langford.
“Dr. Jackson. Ich bin Catherine Langford.”
Sie gab Daniel die Hand und er sagte: “Ah... Ja, ich erinnere mich an ihren Prozess. Aber, was wollen sie von mir?”
“Sagen wir einfach einen Job.”
“Ein Job?” Daniel war überrascht. Man hatte ihm keinen Job mehr angeboten, seitdem er in seinem letzten Buch, über die Pyramiden als Landeplätze für außerirdische Raumschiffe, geschrieben hatte.
“Ja, ein einfacher Job. Übersetzung von ägyptischen Hieroglyphen. Nehmen sie an?”
Die Frau war direkt, dass hatte er bemerkt. “Und... Wo soll es hingehen?”
“Nach Deutschland, in die Alpen. Ihre Antwort hätte ich gerne jetzt. Auf uns wartet ein Flugzeug.”
Daniel überlegte kurz, dann sagte er: “Na gut, ich bin dabei.”
Dr. Langford lächelte und lies die Scheibe der Tür herunterfahren.
Der Soldat sah herein und Dr. Langford sagte: “Feldwebel, wir fahren zum Flugplatz.”
“Ja Frau Doktor.”
“Das konnte ja was werden....”, dachte Daniel.

17 Stunden später, Bundeswehrbasis; nahe der Zugspitze:

Daniel und Dr. Langford stiegen in eine Fahrstuhl und fuhren 17 Stockwerke tief unter die Erde.
Als sich die Türen öffneten, stand dort ein Bundeswehrsoldat.
“Willkommen Dr. Langford.” ,begrüßte er Catherine. “Der Herr Generalmajor wollte sie sprechen, sobald sie da sind.”
“Danke Leutnant. Das ist Dr. Jackson.” ,antwortete sie ihm und stellte ihm Daniel vor.
Der Leutnant gab Daniel die Hand und sagte: “Dr. Jackson, Leutnant Peter Müller, es freut mich sie endlich mal kennen zu lernen. Ich fand ihr Buch faszinierend.”
Daniel antwortete: “Da sind sie wohl der einzige.....”
Leutnant Müller brachte Daniel und Dr. Langford in einen ein Vorzimmer, an dass das Büro des Stützpunktkommandanten angrenzte. Die Ordonanz sah kurz auf und meinte: “Herr Leutnant, der General erwartet sie. Gehen sie einfach rein.”

Müller klopfte nur kurz an und betrat dann das Büro wo er salutierte.
Der Stützpunktkommandant, ein mitte 50 Jahre alter Soldat, stand auf und erwiderte den Gruß. “Danke Müller, sie können gehen!”
Müller nickte und verließ das Büro. Daniel und Dr. Langford waren nun allein mit dem General.
“Willkommen Dr. Jackson. Dr. Langford meinte, sie würde es schon schaffen sie herzubringen, ich war da eher skeptisch.
Ach ja, fast hätte ich vergessen mich vorzustellen, Generalmajor Alexander Reineke.”
Er gab Daniel die Hand und meinte dann zu Dr. Langford: “Doktor Jackson, ich bin sicher sie wollen gleich anfangen. Wenn sie irgendwas brauchen, Leutnant Müller wird es ihnen bringen. Das war alles, was ich ihnen vorerst sagen wollte.”

Die beiden Doktoren verabschiedeten sich und verließen das Büro. Draußen wartete Leutnant Müller.
“Soll ich sie zu ihrem neuen Arbeitsplatz bringen?”
Daniel nickte nur und Dr. Langford und der Leutnant brachten ihn eine Ebene höher, in einen umfunktionierten Lagerraum. Mehrere große Abdecksteine waren hier aufgebaut.
“Oh mein Gott.” ,entfuhr es Daniel. “Dr. Langford, woher...?”
“Mein Vater hat diese Abdecksteine 1928 in Giseh gefunden.”
“Unglaublich...... Das ist Objekt A569, oder?”
“Teilweise....” ,meinte Dr. Langford und winkte einen Mann her, der an den Abdecksteinen stand. “Dr. Jackson, das ist Dr. Michail Glinkas. Russland arbeitet mit uns zusammen an diesem Projekt.”
Glinkas gab Daniel die Hand. “Ah, Dr. Jackson, ich habe ihr Buch gelesen, sehr interessant.”
Was hatten hier bloß alle mit seinem Buch? Daniel beschloss das zu ignorieren und ging auf die Steine zu.
Dr. Langford meinte: “Die äußeren Teile sind im damals gebräuchlichen Ägyptisch, nur die inneren Symbole sind wie die Kartusche in der Mitte.
Daniels Augenmerk fielen auf die 6 Symbole, die untereinander angeordnet waren.
“Könnte das eine Art Keilschrift sein?” ,fragte er.
“Das dachten wir auch erst, aber so etwas gab es noch nie.”
Daniel ging nun zu einer Trockenlöschtafel, auf der die Übersetzung der inneren Steine geschrieben standen.
Nach einem kurzen Blick darauf sagte er: “Also die Übersetzungen sind falsch und zwar nach Bartsch, ich weiß nicht, warum seine Bücher noch benutzt werden.....”

Kurzerhand nahm er einen Schwamm und wischte die Übersetzung weg. Glinkas wollte gerade protestieren, bekam aber von Doktor Langford einen “Lassen sie den Mann erst mal machen” Blick versetzt.
Daniel fuhr fort: “Ach du meine Güte, wer hat hier solch einen Müll übersetzt.”
Er drehte sich um und Müller wies mit dem Daumen auf Dr. Glinkas. Daniel schüttelte nur den Kopf und machte weiter.
Ganze Zeilen strich er durch und meinte nach einer knappen Minute:
“Also es heißt in Wirklichkeit: Millionen Jahre in diesem Himmel ist Ra, der Sonnengott, versiegelt und begraben für alle Zeit.”
Sein Augenmerk fiel auf die letzte Zeile. “Und es heißt nicht Tür zum Himmel, es heißt..... Sternentor!”

Dr. Langford lächelte nur und Leutnant Müller flüsterte Dr. Glinkas ins Ohr: “Damit schulden sie mir 20 Mark.”
Man konnte es Glinkas ansehen, dass er am liebsten in den Boden versunken wäre. Widerwillig holte er einen 20 Mark Schein heraus und gab ihn Leutnant Müller.

“Also, erklären sie mir doch mal bitte, warum das Deutsche Militär so sehr an 5000 Jahre alten ägyptischen Hieroglyphen interessiert.” wollte Daniel wissen. Dr. Langford spielte jetzt ihren Trumpf aus: “Nein Dr. Jackson, 10.000 Jahre alte.”
“Aber das ist doch absurd! Die ägyptische Kultur existiert doch erst seit....”
“Das wissen wir auch. Aber Schall und Radio Karbon Tests sind eindeutig.” ,meinte Glinkas.
“Gab es eine Grabkammer unter den Steinen?” ,harkte Daniel nach.
Dr. Langford sah zu Leutnant Müller. “Ich muss den Generalmajor fragen....” ,meinte er und ging zu einem Wandtelefon.
“Den Herrn Generalmajor bitte, Leutnant Müller spricht! ..... Ja Herr Generalmajor. Frau Doktor Langford lässt anfragen, ob sie Doktor Jackson den Rest zeigen kann...... Verstanden.”
Der Leutnant ging den Hörer zurück und sagte dann: “Tut mir Leid, der General meinte, dafür hat er noch zu wenig geleistet.”

Daniel fragte irritiert: “Ich dachte, sie würden hier die Forschungen leiten?”
“Ich musste einige Zugeständnisse machen, damit man meine Forschungen finanziert. Wenigstens sind die Deutschen nicht so kontrollfixiert wie die Amerikanische Regierung....” ,sagte Dr. Langford.
Müller mischte sich ein: “Also wie gesagt, wenn sie herausfinden, was diese Symbole bedeuten...”
“Na gut, aber dafür brauch ich Zeit.”

2 Wochen später:
Daniel saß zusammen mit Leutnant Müller in dem Lagerraum. Es war bereits spät nachts, doch Daniel arbeitete immer noch. Seit zwei Wochen hatte er jede Keilschrift durchgesehen. Während er sich den Kopf zerbrach, saß Leutnant Müller gemütlich in einem Stuhl und las Zeitung. Gerade fragte er wieder: “Immer noch nichts?”
“Nein, ich habe in den letzten 14 Tagen alle Keilschriften, ob ägyptisch oder prägägyptisch durchgesehen, keine Übereinstimmung, sogar die Hilotischen und die Keilschriften des frühen Asiens.... Wenn sie nicht noch ne Idee haben....”
“Äh.... Was?” ,fragte Müller und sah von seiner Zeitung auf. “Tschuldigung, hab grad mein Horoskop gelesen.”

In dem Moment kam Daniel die Idee. Er sah hoch zu den Symbolen und sagte dann: “Her mit dem Horoskop!”
Müller schaute erst verwirrt, stand dann aber auf und gab Daniel die Zeitung. Dieser holte sich einen Edding hervor und ging mit Stift und Zeitung zu den Decksteinen. Er kritzelte etwas darauf herum und sagte dann zu Müller: “Kommen sie mal und sehen es sich an.”
Müller sah sich das Symbol, auf das der Doktor zeigte an und dann Daniels Zeichnung im Horoskop.
“Das ist doch Orion, heißt das etwa.....” ,fragte Müller.
“Oh ja..... Bringen sie mir eine Sternenkarte!”

2 Tage später; Konferenzsaal:
Im Konferenzsaal des Stützpunktes hatten sich eine Hand voll Personen versammelt.
Einige Generäle aus Russland und Deutschland, Dr. Glinkas und Dr. Langford. Darunter saßen zwei Oberste, ein russischer und ein deutscher. Der Deutsche unterhielt sich mit Generalmajor Reineke, während der russische mit Dr. Glinkas sprach.
In diesem Moment traten Bundeskanzler Schröder und der russische Präsident Boris Jelzin ein. Die Militärs nahmen Haltung an, doch Schröder winkte nur ab und fragte: “Wo ist dieser Dr. Jackson?”
“Ist noch nicht da, Kanzler.” ,sagte Dr. Langford.

Zwei Gänge weiter liefen Daniel und Leutnant Müller mit Karten mit Karten in den Händen.
“Sie mussten ja wieder alles auf dem letzten Drücker fotokopieren!” ,sagte Müller vorwurfsvoll. “Haben sie eine Idee, wie peinlich das für mich ist, den Bundeskanzler und die Russen warten zu lassen.....”

Als die beiden den Konferenzsaal betraten fielen Leutnant Müller beim salutieren erst einmal ein paar Karten herunter.
Generalmajor Reineke konnte nur mit dem Kopf schütteln und sagte: “Dr. Jackson, darf ich vorstellen Kanzler Schröder und Präsident Jelsin.”
Schröder gab Daniel die Hand und sagte: “So, Doktor, dann zeigen sie doch mal, was sie für uns haben.”

“Nun gut.... Also, ich habe herausgefunden, was diese Symbole sind.”
“Keine Keilschrift?” ,fragte Generalmajor Reineke.
“Nein. Es handelt sich um Sternenkonstellationen. Leutnant!”, sagte Daniel und gab Müller ein Zeichen, der auf einer Pinnwand eine Sternenkarte anheftete. Worauf die Symbole der Kartusche zu sehen waren, als auch ihre Ebenbilder von Satellitenaufnahmen.
“Und was hat das zu bedeuten?” ,fragte der russische Präsident.
“Es ist, wenn sie so wollen, ein Wegweiser. Sehen sie bitte her.”
Daniel ging zu einer Trockenlöschtafel an der Wand und malte einen Würfel auf.
“Um im dreidimensionalen Raum einen Punkt zu bestimmen, brauchen wir 7 Punkte.”
Er malte 6 Punkte auf und zog durch die sich gegenüberliegenden Punkte eine Linie.”
“Sie sagten, sie würden 7 brauchen.” ,fragte der deutsche Oberst, der sich bisher ruhig verhalten hatte.
“Nein, 6 für die Fixierung des Punktes, aber um einen Kurs zu berechnen brauchen wir den Ursprungspunkt, Symbol Nummer 7.”
“Aber auf der Kartusche sind doch nur sechs Symbole.” ,bemerkte Kanzler Schröder.
“Ja, das stimmt Herr Kanzler. Es befindet sich darunter. Diese Pyramide mit den beiden Männchen, die beten.”, sagte Leutnant Müller und kringelte auf seinem Poster das Symbol ein.
“Damit wäre das Rätsel gelöst.”, meinte der russische Oberst.
“Nein, dieses Symbol befindet sich nicht auf dem Gerät!” ,warf Dr. Glinkas ein.
“Gerät?” ,fragte Daniel.
Dr. Langford sah den Kanzler und Präsident Jelzin an. Jelzin nickte und Schröder meinte: “Wir zeigen es ihnen. Oberst Degenhardt!”
Der deutsche Oberst nickte und stand auf. “Folgen sie mir doch bitte.”

Die Anwesenden standen auf und folgten Oberst Degenhardt zu einem Fahrstuhl, den Daniel noch nie betreten hatte.
Der Oberst zog eine ID-Karte durch den Kartenleser an der Seite und die kleine Gruppe betrat den Fahrstuhl.
“Wohin fahren wir?” ,fragte Daniel.
“Noch mal 10 Stockwerke unter die Erde.” ,meinte Oberst Degenhardt, holte eine Zigarre heraus und fragte: “Sie haben doch nichts dagegen, oder?”
Kopfschütteln folgte und der Oberst zündete sich die Zigarre an. In diesem Moment öffnete sich die Tür.
Sie stiegen aus und folgten dem Oberst zu einer Stahltür, die er ebenfalls mit seiner Karte öffnete.
Daniel konnte seinen Augen nicht glauben. In dem großen Raum stand ein großer metallischer Ring mit 39 Symbolen.
“Was ist das?”
Dr. Langford trat neben ihn und sagte: “Das ist ihr Sternentor.”
Sie verließen den Raum wieder und betraten eine Kontrollzentrale, die sich hinter dem Raum mit dem Sternentor befand.
Vor einer dicken Panzerglaswand stand ein ovales Gerät mit 39 Symbolen, die um einen orangenen Kreis angeordnet waren. “War das auch bei dem Sternentor?” ,fragte Daniel und bekam auch gleich die Natwort von Präsident Jelzin:
“Nein Doktor, dieses Gerät ist Russlands Beigabe zu diesem Projekt. Nach dem zweiten Weltkrieg nahmen wir es als Kriegsbeute aus Deutschland mit.”
“Ich wusste von diesem Gerät aus den Aufzeichnungen meines Vaters. Nachdem Deutschland mit Russland darüber sprach, wollten sie es zurückgeben, wenn wir alle Erkenntnisse mit ihnen teilen.” ,sagte Dr. Langford.

“Also.” ,fragte Doktor Glinkas. “Wo soll jetzt dieses Symbol sein?”
Daniel besah sich das Gerät und zeigte dann auf eine Pyramide mit einem Kreis über der Spitze. “Das da!”
“Aber das ist doch nicht das gleiche!” ,wollte Glinkas nicht nachgeben.
“Oh doch. Sehen sie. Die Pyramide, vor der zwei Menschen beten und darüber die Sonne!” ,meinte Daniel und deutete mit seinem Finger die Figuren an.

Der Russe grummelte etwas vor sich hin und Kanzler Schröder meinte: “Dr. Jackson, da sie das Ganze herausgefunden haben, geben sie die Symbole doch ein.”
Jelzin und Dr. Langford nickten zustimmend.
Daniel drückte das erste Symbol. Der innere Ring des Sternentors begann sich zu drehen, nach einer Unrundung leuchtete eines der Lichter auf.
Da meinte Leutnant Müller: “Chevron 1 in Position!”
Alle Anwesenden sahen ihn an und Generalmajor Reineke fragte: “Was sollte das?”
“Keine Ahnung Herr General. Fiel mir grade so ein.”
Daniel drückte das zweite Symbol, dann das dritte.
Da zog Oberst Degenhardt an seiner Zigarre und fragte: “Leutnant, haben sie noch ne Idee?”
Als das dritte Symbol aufblinkte, sagte Leutnant Müller: “Chevron 3 aktiviert!”
“Nein, ist auch nicht das wahre....” ,meinte ein Russe. “Ich bin für Glyph 3 kodiert.”
“Da können wir ja gleich sagen: Beim Glyphen geht die Lampe an!” ,meinte Glinkas genervt.

Da aktivierte sich das sechste Licht und Kanzler Schröder meinte: “Das Ganze geht doch viel zu schnell, wir sollten es ganz lassen.”
Daniel gab das siebte Symbol ein und sagte: “Wahrscheinlich ist dieser orangene Knopf so etwas, wie die Bestätigung.”
Er drückte den Knopf.

Daraufhin schoss ein Wirbel aus dem Ring und es bildete sich eine Art See in dem Ring.
Zuerst waren alle sprachlos von dem, was da gerade passiert war. Dr. Glinkas fand zuerst die Worte wieder und sprach in ein Wandtelefon: “Hier Dr. Glinkas, schicken sie einen ferngelenkte Sonde zum Sternentor.”

Kurze Zeit später öffnete sich die Stahltür zum Sternentorraum und ein Wissenschaftler mit einem fahrbaren Roboter kam herein.
“Der Roboter wird jetzt durch das Tor geschickt, es wird uns zeigen, was dann passiert.” ,erklärte Glinkas.
Langsam, fast schon holperig fuhr der kleine Roboter, der an die Marsroboter erinnerte, die Rampe hinauf.
Die Personen hatten sich zu ihrem Schutz alle in einen Kontrollraum zurückgezogen, der etwa 30 Meter vom Sternentor entfernt lag.
Daniel sah sich kurz um.
"Wofür dienen denn all diese Computer und zusätzlichen Hilfssteuerungen?"
Dr. Glinkas antwortet ihm hastig, während er die Sonde beobachtete.
"Das Steuerungsgerät, mit dem sie die Addresse eingaben, zeigte immer wieder starke Energieschwankungen.
Die Befürchtung lag nahe, dass nach all den Jahrtausenden die Energie zur Neige gehen könnte, zumal eine Wiederaufladung nicht möglich war.
Deshalb bauten wir diesen Kontrollraum um, so dass das Sternentor im Notfall auch von hier gesteuert werden kann."
Daniel nickte, während der kleine Roboter im Ereignisshorizont verschwand.
Alle Anwesenden richteten nun ihre Augen zu einer Kontrolltafel, auf der so was wie Sternensysteme verzeichnet waren.
Dr. Langford bemerkte es als erstes.
"Das ist unglaublich. Es lenkt sich selbst."
Nach einer weiteren Sekunde blieb die Anzeige stehen, Daniel sah sie unggläubig an.
"Sie haben recht, Dr. Jackson. Mehr als 400 Lichtjahre von der Erde entfernt, weit jenseits des uns bekannten Universums."
Catherine klang ebenso skeptisch.
Oberst Degenhard kam plötzlich ein Geistesblitz.
"Hören sie. Sobald die Sonde am Ziel eingetroffen ist, schicken sie Funksignale durch.
Dieses Ding könnte sich schließlich abschalten, wenn die Sensoren feststellen, dass nichts mehr durchgeht."
Dies brachte ihm anerkennende Blicke sowohl von Schröder, als auch von Jelsin ein.
Der Techniker am Kontrollpult führte den Befehl umgehend aus.

Der Sondenroboter lieferte die ersten Bilder zur Erde. Aufmerksam standen alle vor den Bildschirmen.
Immer mehr Aufzeichnungen kamen herein.
Vom Tor der anderen Seite, der Architektur, einigen Gängen.
General Reineke erkannte es als erstes.
„Zwar sind einige der Torsymbole gleich, aber es gibt auch mehrere Unbekannte Komponenten.“
Einer der Techniker sprach zu General Reineke.
„Herr General. Das Ding absorbiert mehr Energie, als wir aufbringen können. Wenn wir nicht abschalten, liegt in wenigen Minuten ganz Bayern im Stockdunkeln.“
Reineke erteilte sofort den Befehl.
„Los. Sofort abschalten.“
Nach über vier Minuten, dass es offen war, schaltete sich das Tor ab.
Kanzler Schröder wog die Möglichkeiten ab.
„Dr. Jackson, trauen sie sich zu, mit einem Expeditionsteam dort hinzugehen, aber vor allem, unsere Leute auch wieder nach Hause zu bringen?“
Man konnte deutlich sehen, wie Daniel unter all den Blicken am liebsten im Boden versunken wäre.
„Ja, schon. Solange sie von mir nicht erwarten, dass ich das in einer Stunde schaffen muss. Ein paar Tage wird es schon brauchen, wenn nicht wie hier, ein bis zwei Wochen.
Ich müsste dafür alles genau untersuchen, eine ausgedehnte Forschung in den Gebäuden durchführen.“
Schröder sprach nun Jelsin, im Vertrauen, an.
„Also Boris. Wo stehen wir? Wäre Russland an einer gemeinsamen ausgedehnten Expedition interessiert?“
Der alte Russische Präsident gab seine Zustimmung.
„Ich bin einverstanden. Wir schicken eine Deutsch-Russische Militäreinheit hindurch. Mit Dr. Jackson.
Wenn die sich zurückmelden und keine Gefahr besteht, sollten wir diesen Planeten mit unseren besten Wissenschaftlern erkunden.
Ich hoffe, dass ich noch erleben kann, wie die Amerikaner vor Wut an die Decke gehen, wenn sie erfahren, was wir hier machen.“
Schröder sah nun lachend zu Oberst Degenhardt.
„In Ordnung, Oberst. Stellen sie eine Truppe zusammen, mit der sie dort durchgehen.“
Der Soldat salutierte, bevor in dem Stützpunkt ein kontrolliertes Chaos ausbrach.

In den nächsten vier Tagen wurde in dem Stützpunkt eine unglaubliche Menge an Material und Soldaten zusammengetragen.
Zur Vorsicht hatte man im Torraum sechs schwere 20 mm Geschütze installiert, drei an jeder Seite des Tores.
Zudem war die Wachmannschaft auf insgesamt 580 Mann angehoben wurden, um vor unliebsamen Besuchern zu schützen.
Ein Expertenteam aus Russischen und Deutschen Wissenschaftlern wertet alle Erkenntnisse aus, die bisher durch die Aktivierung des Stargates bekannt waren.
Aufnahmen der Sonde, Energieverbrauch des Tores, Physikalische Zusammenhänge und Computerauswertungen.
Die Führung beider Nationen hatte sich zusätzlich darauf geeinigt, zwei Russische Atombomben in Bereitschaft zu halten.
Doch diese waren nur für den absoluten Notfall gedacht, würden dann von der Erde aus aktiviert werden.
Schröder bestand darauf, sie nur einzusetzen, wenn eine unmittelbare Bedrohung für die Erde ausging.
Gleichzeitig stellte Oberst Degenhardt seine Spezialeinheit, in Kooperation mit dem russischen Oberstleutnant Runge, zusammen.
Deutschland stellte drei Teams zu je vier Mann. Zwei Teams waren Elitesoldaten der KSK, das dritte eine Einheit mit zwei Sanitätern, Leutnant Müller, welcher der Luftwaffe angehörte und dem Kommandanten, Oberst Degenhardt.
Die Russen stellten zwei Teams zu je fünf Mann. Es handelte sich um Spezialkampfeinheiten der Russischen Armee, welcher auf den Kampf hinter feindlichen Linien ausgebildet waren.
Die Einheiten waren schwer bewaffnet, hatten sogar Stingerraketen, panzerbrechende Munition und Unmengen an Plastiksprengstoff dabei.
Daniel bekam von Catherine das Amulett, welches sie als kleines Kind bei der Ausgrabung gefunden hatte.
„Daniel, ich will es wieder haben. Es hat mir bisher immer Glück gebracht. Nun können sie es brauchen.“
Schließlich nährte sich der große Tag.

Das Expeditionsteam stand vor dem bereits aktivierten Tor. Oberst Degenhardt hielt noch eine kleine Rede.
„Wir werden die ersten Menschen seit Jahrtausenden sein, die hier hindurch gehen. Ich erwarte von jedem das Beste.
Und das ja nicht bei der kleinsten Möglichkeit auf unbekanntes geschossen wird. Hat noch jemand etwas zu sagen?“
Daniel musste Niesen, sehr zur Belustigung der Soldaten. Einer der Russen ging auf den Archäologen zu.
„Dr. Jackson. Ich sage bei Erkältungen nur eines: Wodka und nicht zu wenig davon.“
Daniel lächelte schüchtern, bevor er das Sternentor wieder anblickte.
Degenhardt ging als erster hindurch, die anderen folgten ungläubig, aber zügig.
Danach fuhren drei beladene Wagen mit Ausrüstung auf den anderen Planeten.
Als Daniel direkt vor dem Ereingishorizont stand, zögerte er einige Sekunden, ließ seine Hände in das Unbekannte hineintauchen.
Schließlich ging er selbst vorsichtig auf die andere Seite.


Ich hoffe, es hat euch bisher gefallen.
Der Rest kommt in 2-4 Tagen.
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Hyndara
Gast






BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ob es gefallen hat? *grins* Das war schlichtweg klasse! Die Deutschen und die Russen ziehen gemeinsam an einem Strang und zeigen den Amis eine lange Nase. Ja sicher gefällt mir das!!!!!

Allerdings hab ich eine kleine Anmerkung zum Standort eures deutschen "Cheyenne-Mountain": Gerade das allgäuer Gebiet mit Oberstdorf, Garmisch und Co. also alles, was in und um die Zugspitze ist, ist ziemlich vorbelastet aus der Zeit des Dritten Reiches. Da hätte ich mich doch nach einem anderen Standort umgesehen, wo es eben nicht sofort "Klick" macht beim einen oder anderen Leser. Denn ich mußte wirklich erst einmal mit dem Lesen absetzen und einige Male seehr tief Luft holen, bis ich wieder soweit war, weiterzulesen.

Ansonstne haltet ihr euch erstaunlich nahe am Film, was ich klasse finde. Nur eben, daß jetzt alles "deutsch" bzw. "russisch" ist - irgendwie muß ich dabei immer noch breit grinsen.

Freu mich auf jeden Fall schon auf die Fortsetzung - und den deutschen "Jack O'Neil"!
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Atlan
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 203

BeitragVerfasst am: 08.10.2007, 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

@Hyndara: Schön, dass es dir gefallen hat Smilie
Das mit dem Komplex...... da hast du Recht, mir fiel in dem Moment nur kein besserer Ort ein.

Hier Teil 2; alles was jetzt kommt von Colonel Maybourne geschrieben:


Auf der anderen Seite stolperte Daniel beim Durchschreiten des Gates. Leutnant Müller half ihm wieder hoch.
„Alles klar, Daniel. Der Durchgang war etwas ungemütlich, aber jetzt ist alles gut. Sie brauchen keine Angst zu haben.“
Dr. Jackson rappelte sich wieder auf.
„Danke, geht wieder.“
Degenhardt kam auf beide zu.
„Also, gut. Wir erkunden jetzt als erstes die nähre Umgebung. Und Dr. Jackson: Wir alle wären froh, wenn es keine Wochen dauern würde.“
Um das Tor herum erhellten einige Magnesiumfackeln die Umgebung, ansonsten war es recht finster.
Schließlich gingen sie die Rampe, die vom Stargate wegführte, hinauf.
Müller filmte alles mit seiner Videokamera.
„Herr Oberst, über uns ist eine Art von Loch in der Decke. Sieht nach einem Verschluss aus, kreisförmig, etwa zwei Meter im Durchmesser.“
Degenhardt sah kurz nach oben.
„OK. Weitergehen.“
Schließlich kamen sie in einem Raum, der hell ausgeleuchtet war. Die Bauweise war klar orientalisch geprägt.
Oberstleutnant Runge fiel es als erstem auf.
„Dr. Jackson, ich habe hier noch nirgendwo Symbole, oder Bilder gesehen. Ich hoffe, dass wird ihnen nicht unnötig Zeit kosten.“
Daniel nickte ihm nachdenklich zu.
„Ich hoffe, wir finden draußen noch etwas. Ansonsten dürfte es ziemlich schwer werden.“
Degenhardt trieb seine Männer voran.
„Weiter. Ich will hier nicht ewig festsitzen.“
Und so verließ der Tross das unbekannte Bauwerk.

Als sie alle das Gebäude verließen, wurden sie vom Licht der Sonne geblendet. Die Wüste reflektierte das Licht, was zusätzlich die Physiologie der Soldaten belastete.
Nachdem alle ihre Sonnenbrillen aufgesetzt hatten, gingen sie sichernd die Stufen der großen Treppe hinab.
Diese wurde von zwei Obelisken aus Sandstein flankiert, die stumm im Sand standen.
Nachdem sie einige Schritte durch den Sand gegangen waren, blickte sich Daniel um, zuckte erfreut etwas zusammen.
„Ich habe es gewusst.“
Das Gebäude schwang sich in einer gewaltigen Pyramide zum Himmel hinauf.
Degenhardt klopfte ihm auf die Schulter.
„Wie ich schon sagte, gutes Buch. Aber für heute haben wir genau erkundet. Als erstes sehen wir uns die Pyramide an, danach die Umgebung.“
Daniel stimmte ihm zu.
„Sie haben Recht. Die Suche nach Städten kann auch noch bin morgen warten. Wir sollten erstmal ein Basislager errichten.
Am besten im Freien. Dort drin würde ich gerne ungestört arbeiten können.“
Degenhardt nickte kurz, bevor er Leutnant Müller rief.
„Bauen sie unser Lager neben der Pyramide auf. Danach sichern sie die Umgebung in einem
Radius von einem Kilometer.
Vielleicht finden wir ja was.“
Müller salutierte, bevor er die Befehle weitergab.
Den Rest des Tages geschah dann auch nichts Besonderes mehr. Daniel besah in der Pyramide, aber ohne etwas zu entdecken, während draußen einige Zelte und eine Kochstelle aufgebaut wurden.

Am nächsten Morgen berichtete Daniel, der die Nacht durchgearbeitet hatte, Oberst Degenhardt die ersten Resultate.
„Zu meinem Bedauern muss ich sagen, dass ich absolut gar nicht gefunden habe, was uns weiterhilft.
Anscheinend gab es mal Schriften in der Pyramide, aber die sind entfernt wurden. Ich habe mehrere Stellen gefunden, wo man absichtlich Stellen aus dem Sandstein gebrochen hat. Außerdem sieht es so aus, als ob ein Tunnel, der noch tiefer in den Boden führt, zugemauert wurde.
Meiner Meinung, geschah das schon vor Jahrhunderten, wenn nicht noch eher.“
Degenhardt schüttelte den Kopf.
„Dann werden wir diesen zugemauerten Tunnel eben aufsprengen müssen. Was meinen sie Daniel, hält die Pyramide das aus?“
Er dachte kurz nach, als plötzlich ein russischer Soldat aufgeregt angelaufen kam.
„Oberst, wir haben da hinten ein Tier gefunden. Eine Art Mischung aus Mammut und Kamel. Aber was beeindruckend ist: Es hat ein Geschirr umgelegt bekommen. Hier muss es also eine Zivilisation geben.
Denn das Zeug sieht noch nicht so alt aus.“
Degenhardt überlegte eine Minute.
„Die Einheiten 2 und 5 bleiben hier und bewachen alles. Die anderen drei Teams kommen mit mir.
Dr. Jackson, sie begleiten uns ebenfalls.“

Keine zehn Minuten später kamen sie bei dem Tier an. Oberstleutnant Runge und Daniel besahen es sich aus der Nähe.
In dem Moment, wo Daniel es mit einem Schokoriegel füttern wollte, rannte es plötzlich los, den Archäologen hinter sich her schleifend.
Runge reagierte umgehend, er warf sich zu Boden und Daniels Beine erwischte. Und so wurde auch er von dem Tier mitgeschleift.
Degenhardt schlug die Hände überm Kopf zusammen.
„Das darf doch alles nicht wahr sein. Laufschritt meine Herren, wir folgen ihnen. Orientierung an den Fußspuren.“
Einige lachend, andere fluchend nahmen sie die Verfolgung auf.

Runge stand schon wieder, er klopfte sich den Sand von den Klamotten runter, spuckte dazu immer wieder Sand aus dem Mund.
Jackson kroch ein wenig über den Boden, bevor er halb benommen wieder aufstand.
„Wie ich sehe, leben wir noch. Wie lange hat das eben eigentlich gedauert?“
Der Russe, durchaus etwas angefressen, sah zu ihm rüber.
„Das war fast eine halbe Stunde. Aber nö, sie mussten das Vieh ja unbedingt füttern.“
Daniel sah seinen Gegenüber etwas schuldbewusst an.
„Tut mir echt leid, aber jetzt sollten wir zurückfinden, bevor die Wüste uns noch verschluckt.“
Plötzlich hob Runge seine linke Hand.
„Still. Hören sie das auch?“
Daniel spitzte die Ohren.
„Ja. Da ist ein leises Dröhnen. Klingt fast wie Klopfgeräusche.“
Vorsichtig gingen sie eine der Dünen hinauf. Runge riss schnell seine AK 47 in Anschlag, gab dass Fernglas an Daniel.
„Ich gratuliere Dr. Jackson. Jetzt werden wir wohl doch länger hier bleiben.“
Der Amerikaner hingegen konnte seinen Blick gar nicht mehr von dem vor ihm liegenden abwenden.

Fluchend, kamen sie durch die tiefen Sanddünen angelaufen. Degenhardt und seine Leute hatten die beiden Vermissten endlich eingeholt.
Sie standen beide nebeneinander, auf einer Düne.
Der Oberst war etwas ungehalten.
„Wenn sie beide noch einmal so eine Aktion durchziehen, trete ich ihnen in den Arsch, bis euch Hören und Sehen vergeht.
Was ist los? Brauchen sie vielleicht noch eine schriftliche Einladung, bis sie mitkommen, oder gibt es da was Interessantes?“
Runge blickte seinen Kommandanten an.
„Bei allem gebührenden Respekt, Herr Oberst. Aber das sollten sie sich schon selbst ansehen, glauben sie mir.“
Etwas missmutig schritten sie allesamt den Weg zur Düne hinauf.
Degenhardt fiel gleich der Unterkiefer nach unten.
„Ja, sie haben Recht. Das ändert so ziemlich alles. Ideen, Vorschläge? Irgendwas, von irgendwem?“
Etwa einen halben Kilometer entfernt konnte man einen gewaltigen Felsen in der Wüste sehen, an dem etwa 3.000 Menschen arbeiteten.
Viele waren anscheinend Bergarbeiter, sie arbeiteten mit Spitzhacken, andere dienten als eine Menschliche Schlange, die dass Geröll zu einem Zelt transportierte.

Daniel freue sich innerlich riesig.
„Ich finde, wir sollten mit den Leuten Kontakt aufnehmen. Das ist unsere beste Chance auf eine Rückkehr.“
Degenhardt nickte.
„In Ordnung. Aber vorher geben sie noch eine Meldung an unser Basislager durch. Feldwebel Stonner, sie geben uns mit ihrem G 22 Rückendeckung.
An alle anderen: Nicht schießen, bevor wir angegriffen werden.“
Degenhardt, Runge und Daniel gingen voraus, der Rest folgte in Teamformation.

Die Menschen, die hier das kostbare Erz abbauten, befanden sich auch heute, so wie jeden Tag, bei derselben eintönigen Arbeit.
Bis plötzlich einer der Jungen eine Gruppe von Menschen ausmachte, die sich dem Berg nährten.
Sie kamen aus Richtung des großen Heiligtums.
Und so warnte er die anderen, welche sich auch augenblicklich erhoben. Plötzlich war die ganze Belegschaft aufgesprungen.
Alle starrten sie die Fremden an, welche komische Kleidung trugen und merkwürdige Dinge in ihren Händen hielten.
Einer der Jungen, vielleicht 17 Jahre alt, mit langen Dreadlocks, ging den Fremden ein paar Schritte entgegen.
Der erste, welche ihm ins Auge sprang, war ein etwas schmalerer Mann, mit seltsamen Dingen vor seinen Augen.
Er streckte die Hand aus, sprach unbekannte Worte.

Im Basislager – bei der Pyramide:

Leutnant Müller ging ein paar Schritte zu dem Russischen Team.
„Positionieren sie das MG etwas weiter hinten. Ich will nicht, dass wenn da einer über die Dünen kommt, wir das MG gleich als erstes verlieren.“
Der Russische Soldat salutierte, bevor seine Waffe etwa 20 Meter nach hinten versetzte.
Müller begab sich zu einem weiblichen Offizier der Russen, Hauptmann Ivana Gratzky.
„Frau Hauptmann, ich finde wir sollten das Sternentor noch zusätzlich von drei Mann bewachen lassen.
Der Funkspruch sprach schließlich von mehreren tausend Menschen.“
Die Frau überlegte kurz, bevor sie antwortete.
„Einverstanden. Wählen sie zwei Leute aus, die mit ihren das Tor sichern. Ich werde hier draußen das Kommando führen.“
Ein paar Minuten später begab sich Müller mit einem Deutschen Sanni und einem Russischen Soldaten ins innere der Pyramide.


Tief in der Wüste:

Noch immer standen sich das Erdenkontingent und die Einwohner des Planeten kritisch gegenüber.
Seit einigen Minuten schon versuchte sich Daniel mit den Leuten zu unterhalten, doch ihre Sprache wich von seinen Sprachkenntnissen ab.
Degenhardt wurde etwas ungeduldig.
„Und Daniel, was ist jetzt? Können sie die Leute hier verstehen, oder nicht?“
Der Amerikaner blickte ihn missmutig an.
„Diese Sprache ist mir unbekannt. Ich glaube, es ist ein Dialekt, der sich aus dem alten Ägyptisch entwickelt hat.
Ich glaube, ein paar der Worte wieder erkannt zu haben. Allerdings müssen sie verstehen, dass deren Sprache, auf der Erde zuletzt vor über 2.300 Jahren gesprochen wurde.“
Ein junger Unteroffizier wandte sich an Jackson und Degenhardt.
„Bei allem gebührenden Respekt: Meinen sie etwa einen Unterschied, wie zwischen Bayrisch und Sächsisch.“
Jackson nickte, nachdem er darüber nachgedacht hatte.
„Ja, dass kann in etwa hinkommen.“
Degenhardt schlug die Hände vor den Augen zusammen.
„Oh, man. Die Ossis versteht doch auch so kein Schwein. Es dürfte also noch etwas dauern.“
Jackson stützte seine Beine auf die Knie, als plötzlich das Medaillion von Catherine heraussprang.
Nachdem der junge Einheimische dies sah, erblasste er augenblicklich. Sofort rief er allen etwas zu.
Keine halbe Minute später lagen alle auf den Knien.
Degenhardt schaute ironisch zu Daniel rüber.
„Toll. Ganz toll gemacht. Sagen sie ihnen doch als nächstes, sie sollen ihnen die Füße küssen.“
Daniel versuchte sich zu verteidigen.
„Das war ich nicht. Die haben einen Anfall bekommen, ich weiß nicht warum.“
Währenddessen hatte Oberstleutnant Runge mit einem Sensor die Erze analysiert.
„Oberst. Das Material, dass die hier abbauen, ist identisch mit dem Sternentor. Gleiche chemische Zusammensetzung.“
Degenhardt hingegen ging zu dem Jungen mit den Dreadlocks, klopfte ihm auf die Schulter.
„Hey, komm schon. Vor mir musst du dich nicht hinknien.“
Vorsichtig hob der Junge seinen Kopf, bevor er aufstand.
Er sprach Daniel an, der jedoch kaum etwas verstand. Dann lief er weg.
Degenhard wandte sich an seinen Übersetzer.
„Haben sie etwas verstanden?“
Die Antwort dauerte eine Sekunde.
„Irgendetwas von Wiederkehr. Bin mir aber nicht ganz sicher.“

Inzwischen warteten sie schon ein paar Minuten. Die Soldaten hatten die Zeit genutzt, um das Gelände weiter zu überprüfen.
Daniel sprach die Menschen an, doch keiner wollte ihm Antworten.
„Oberst, es ist sinnlos. Die Sprache kann ich nicht an einem Tag erlernen.“
Degenhardt zeigte Verständnis.
„Ja, schon klar. Versuchen sie trotzdem alles.“
Plötzlich kam eines dieser merkwürdigen Tiere auf sie zu. Es trug einen scheinbar wichtigen Mann, der schon älter war.
Dahinter liefen einige Frauen, die Krüge und Schalen in den Händen hielten.
Nachdem sie bei Degenhardt angekommen waren, ging der alte Mann direkt auf die Erdlinge zu.
Er verneigte sich, bot seinen Stock dar und sprach unbekannte Worte.
Der Oberst hielt vorsichtig seine Waffe im Ansclag
„Daniel, haben sie eine Ahnung, was er will.“
Daniel kam ein Geistesblitz.
Er holte einen Schokoriegel aus seiner Tasche, riss das Papier auf und reichte ihn an seinen Gegenüber.
„Das kannst du essen. Ist gut.“
Nachdem dieser noch einen Augenblick zögerte, aß er schließlich davon. Und es schien ihm zu schmecken.
Er rief einige Worte laut zu seinen Leuten, die sich dann freudig erhoben.
Im nächsten Moment kamen die Frauen und gaben allen Soldaten ausreichend zu trinken, was diese freudig annahmen.
Dabei fiel eine schüchterne, aber auch bildschöne Frau sofort Daniel auf. Ihre Blicke trafen sich flüchtig.
Daniel sprach seinen Kommandeur an.
„Ich glaube, dass wir das Eis gebrochen haben.“
Auch Degenhardt musste nicken.
„Gut gemacht. Die Sache mit dem Riegel wäre mir wohl nicht eingefallen.“
Danach deutet der Alte ihnen an, dass sie folgen sollten.


An der Pyramide:

Müller und Gratzky standen zusammen am Funkgerät. Der Deutsche sprach mit Runge.
„Gut. Wie weit sind sie von der Stadt entfernt?“
Ein Knistern im Funk, bevor die Antwort kam.
„Keine Ahnung. Etwa ein Kilometer. Wir können bisher nur ein paar Umrisse erkennen. Scheint aber größer zu sein.
Leute, so wie es aussieht, steigt die Party heute für uns.“
Dabei hörte man einen leicht sarkastischen Unterton.
Gratzky fluchte leicht.
„Aber die Wodkaflaschen haben wir hier.“
Eine Sekunde war Ruhe im Funk.
„Njet. Ich wusste, dass ich was vergessen hatte.“

Auf dem Weg zur Stadt, sie waren nur noch wenige hundert Meter entfernt, überkam Daniel wieder einmal eine seiner Allergien.
Nachdem er sein Taschentuch weggeworfen hatte, lief einer der Jungen, um es ihm Wiederzugeben.
Daniel hingegen hatte im Moment nur Augen für die unbekannte Schönheit, die direkt neben ihm lief.
Sie blickte ihn sehr schüchtern, aber auch fasziniert an.
Natürlich blieb dies Oberstleutnant Runge nicht verborgen.
„Ich nehme an, sie wissen, was in Arabien mit Männern passiert, die sich unerlaubt einer Frau zu stark nähren.
Entweder werden sie getötet, oder müssen sie heiraten. Wobei ich der da ein Schloss im Himmel bauen würde.“
Nun musste natürlich Degenhardt seinen Kommentar ablassen.
„Jackson, sie sind erwachsen. Aber wehe, sie schleppen bei unserer Rückkehr auf der Erde eine außerirdische Geschlechtskrankheit ein.
Dann jag ich sie einmal durch diese ganze Wüste, darauf können sie einen lassen.“
Daniel hingegen war dies zu peinlich, er sprach kein Wort, sah nur weiterhin die Frau an.

Einige Minuten später kamen sie in der Stadt an. Von überall kamen die Menschen, um die Fremden zu bestaunen.
Doch der alte Mann führte sie schnurstracks zu einer Art Versammlungsort.
Dort baute er sich auf.
Nachdem er wieder unbekannte Worte sprach, hoben die anderen Menschen eine Art Umhang, woraufhin ein riesiges Goldstück, dass zwischen den Häusern hang, sichtbar wurde.
Es zierte ein Emblem von „Auge des Ra“.
Sofort neigten alle von ihnen den Kopf, sprachen eine Art von Gebet.
Daniel begriff ziemlich schnell.
„Oberst, dies ist das Auge des Ra. Er war der altägyptische Sonnengott. Sie denken anscheinet, dass er uns geschickt hat.“
Degenhardt ging einen Schritt auf den Ami zu, nahm dabei das Amulett, an seinem Hals, in die rechte Hand.
„Und? Vielleicht die geringste Ahnung, wie denen das wohl einfallen konnte?“
Bevor Daniel sich rechtfertigen konnte, bekam er noch von Runge einen Klaps auf den Hinterkopf.
„Amerikanski. Erst denken, dann handeln.“
Plötzlich war ein lauter Ton, wie aus einem Nebelhorn, zu hören.
Degenhardt wurde ziemlich unruhig.
„Jackson. Eine Ahnung, was das bedeuten soll?“
Doch der schüttelte auch nur den Kopf.
Der Oberst reagierte schnell.
„Weg hier. Wir müssen sofort zurück. Wer weiß, was die Typen mit uns vorhaben.“
Ohne umschweife liefen sie alle zum Stadttor, welches gerade von den Einwohnern geschlossen wurde.
Degenhardt blieb stehen.
„Achtung. Volle Deckung.“
Im Nu richteten alle Soldaten ihre Waffen auf die Bewohner, welche panisch zurücksprangen, nachdem Runge einen Warnschuss in die Luft abgab.
Plötzlich kam der Junge von dem Zelt auf Degenhardt zu, sprach ihn an.
„Jackson. Wissen sie, was der von mir will?“
Daniel überlegte kurz.
„Aus seinen Gesten schließe ich, dass er ihnen etwas zeigen will. Sie sollten mitgehen.“
Der Oberst folgte dem Unbekannten auf den Sims der Stadtmauer.
Von wo ein gewaltiger Sandsturm im Kommen war.
„Entwarnung, Leute. Aber wir sollten zusehen, dass wir nach drinnen kommen. Ist ein gewaltiger Sandsturm im Anmarsch..“
Degenhardt nickte dem Jungen zu, reichte ihm die Hand. Eine erste Bande der Freundschaft entstand.


In der Pyramide:

Hauptmann Gratzky hatte rechtzeitig den Befehl gegeben, alles ins innere zu verfrachten. Gerade kamen die letzten Männer, mit dem Rest der Ausrüstung an.
„Wie sieht es aus, Soldat?“
Der angesprochene hustete erstmal wieder den Sand aus.
„So einen Sturm habe ich noch nie gesehen. Ich hoffe, der kommt nicht durch den Eingang. Vor morgen werden wir nicht raus können.“
Danach begaben sie zu der provisorisch eingerichteten Ersatzlagerstätte.


In der Stadt:

Inzwischen hatte man Degenhardts Team zu einem, für die Bewohner berauschenden, Fest eingeladen.
Es war eine recht ausgelassene Stimmung, die Kinder lachten, die Frauen lieferten Essen und Trinken, bevor sie sich zu der Runde gesellten.
Der alte Mann, welcher wohl eine Art Bürgermeister war, gab Anweisungen, wie die Fremden zu behandeln waren.
Daniel schien dies am meisten zu gefallen.
„Oberst, wenn wir zurück zur Erde kommen, müssen wir unbedingt dafür sorgen, dass das Programm fortgesetzt wird.
Die Erkenntnisse im Bereich der Archäologie, sowie dieses Mineral dürften doch eigentlich ausreichende Gründe sein.“
Degenhardt versuchte ihn zu bremsen.
„Bleiben sie auf dem Teppich. Das hat unsere Führung zu entscheiden.“
Im nächsten Moment brachten einige Frauen mehrere Platten mit Speisen, was bei allen anderen Einheimischen für Wohlwollen sorgte.
Degenhardt sah skeptisch aus.
„Jackson. Ich glaube kaum, dass wir das so unbedacht Essen sollten. Wir könnten es nicht vertragen, ist immerhin eine fremde Welt.“
Daniel blickte ihn merkwürdig an.
„Ja, dass ist mir klar. Aber wenn wir das nicht essen, könnten die es als schwere Beleidigung auffassen.“
Einen Moment später hob eine der Frauen die Glocke über einer der Platten an.
Das Tier, welches gekocht auf der Platte lag, war nicht gerade appetitlich anzusehen.
Runge war darüber sehr amüsiert.
„Nun, Amerikanski. Dann wollen wir die netten Laute hier doch mal nicht verstimmen.“
Etwas ironisch lächelnd kostete Daniel etwas von dem Fleisch.
„Schmeckt wie Hühnchen.“
Runge gab sich geschlagen.
„Na, schön. Dann wollen wir mal.“
Schließlich endete es in einem ziemlich wilden Gelage, auch die anderen Soldaten langten ordentlich zu.

Nach ein paar Stunden war das Gelage zu ende. Daniel wurde von einigen Frauen in einen abgeschotteten Raum gebracht, wo man ihn gründlich säuberte.
Nach einigen Minuten gingen die Frauen dann wieder.
„Na, toll. Jetzt rieche ich wie ein Jag.“
Doch keine Sekunde später hob sich seine Stimmung wieder, als die unbekannte Schöne in den Raum kam.
Daniel bejam große Augen.
„Oh, entschuldige. Ich bin falsch hier. Ist das dein Quartier? Diese Putzteufel haben mich hier her gebracht.“
Doch sie ging auf ihn zu, entkleidete sich zum Teil.
Daniel war nun etwas perplex.
„Ah. Gut, dass kommt etwas unerwartet. Nein, du musst das nicht tun, ich kenne doch nicht mal deinen Namen.“
Anschließend versuchte er mit ihr leichte Konversation.
„Daniel. Mein Name. Und wie ist deiner?“
Dabei winkte er mit seinen Händen umher, um es ihr zu verdeutlichen.
„Daniel.“
So langsam wurde es ihr deutlich.
„Sha´re.“
Daniel war nun hocherfreut, er schien seinen ersten Durchbruch zu haben.


In der Pyramide:

Die beiden Teams hatten sich gemütlich zusammengesetzt, tauschten alte Geschichten aus, die Russen hatten da mehr.
Gratzky erzählte einen Schwank aus ihrem ersten Einsatz in Teschschenien.
„Da stand ich also, direkt auf diesem Marktplatz in Grosny. Als plötzlich so ein Terrorist, mit einer Granate auf mich zulief.
Ich zog meine Pistole und streckte ihn nieder. Das war das bisher erste Mal, dass ich einen Menschen töten musste.“
Die anderen blickten sie anerkennend an, als plötzlich der Boden zu beben begann.
Müller sprang auf.
„Verdammt, was ist das? Werden wir angegriffen, oder hat sich der Sturm in einen Tornado verwandelt?“
Auch die anderen erhoben sich, hielten ihre Waffen schussbereit.

Über der Pyramide kam ein riesiges Schiff dem Boden entgegen, dass wie eine Pyramide aussah.
Nur das es im inneren hohl war.
Nun setzte es zur Landung an. Dabei flog es direkt auf die Spitze der Pyramide zu, wo es sich wie bei einem Fingerhut draufsetzte.
Aus dem inneren des Schiffes schossen gewaltige Elektrostatische Ladungen ins Freie, die aber keinen Schaden anzurichten schienen.
Schließlich kam das Schiff direkt auf der Pyramide zum stehen.

Unter einem gewaltigen Gepolter, bei dem alle Erdensoldaten in der Pyramide zu Boden fielen, endete der Lärm.
Einige Zeit später hörte man ein merkwürdiges Zischen, dass aus dem inneren der Pyramide kam.
Gratzky wurde dies nun zu viel.
„Gefechtsbereitschaft. Langsam reicht es.“
Einen Moment später hörten die Deutschen und Russischen Soldaten schwere Schritte, die auf sie zukamen.
Im Nu verteilten sie sich alle unauffällig in dem Raum.
Die Schritte der Fremden kamen näher, durch einen gelblichen Lichtstrahl flog einer der Russischen Soldaten in die Mitte des Raumes.
Er bewegte sich nicht mehr.
Mit einem Schrecken in den Augen erblickte einer der Deutschen Soldaten etwas, dass einen Metallischen Helm wie ein Falke trug.
Gerade als der Unbekannte seine Waffe ihn richtete, feuerte Stabsunteroffizier Tennert sein G 36 auf dem Fremden ab.
Im Hagel der 5, 56 mm Geschosse starb der feindliche Kämpfer.
Der Russische Feldwebel Mortarow konnte einen weiteren Angreifer niederstrecken, wurde aber im Gegenzug von hinten erschossen.
Die Energieladung ließ ihn fast durch den halben Raum fliegen.
Im Gegenzug erwischte Leutnant Müller mit seiner P 8 durch drei gezielte Schüsse die Person, welche Mortarow eben tötete.
Auch er trug einen merkwürdigen Falkenhelm.
Mit einem Mal preschten über ein Dutzend der Fremden in den Raum. Sie erschossen mit ihren Energiewaffen zwei Russische und einen Deutsche Soldaten.
Bis auf Hauptmann Gratzky, die sich immer noch zur Wehr setzte, wurden die anderen drei, Soldaten, darunter Müller, gefangen genommen.
Gratzky schoss mit ihrer AK 47 unentwegt auf die gegnerischen Kämpfer, erledigte zwei von ihnen.
Schließlich entdeckte sie einen Schlupfwinkel, eine Ecke, die die Gegner noch nicht gesichert hatten.
Mit schnellen Schritten kam sie dort an.
Zwei Energieentladungen verfehlten sie nur knapp.
Danach lief sie unter andauerndem Sperrfeuer aus der Pyramide heraus, zu ihrem Glück war der Sturm wieder abgeflaut.
Noch im Laufen erwischte sie einen weiteren dieser feindlichen Kämpfer. Die Energieentladungen flogen an ihr vorbei, als sie in die dunkle Wüste hinauslief, um den Rest des Teams zu warnen.


Am nächsten Morgen war Degenhardt als erster aufgestanden. Zusammen mit Runge, der kurz nach ihm erwachte, versuchte er dass Basislager über Funk zu rufen.
„Verdammt, die melden sich nicht. Schlafen die noch, oder ist der Funk ausgefallen?“
Der Russe nahm das Funkgerät, sah es sich an.
„Zumindest mit unserem Gerät stimmt alles. Vielleicht war bei denen der Sturm doch schlimmer.“
Der Oberst dachte einen Moment nach.
„Informieren sie alle, dass wir in 30 min. abrücken. Und suchen sie Jackson. Für ihn heißt es mitkommen.
Studieren kann er die Menschen hier immer noch.“
Runge salutierte, bevor er sich auf den Weg machte.

Daniel war in der Zwischenzeit mit seiner neuen Flamme Sha´re in die unterirdischen Katakomben der Stadt gegangen.
Hier unten gab es zahlreiche Wandmalereien.
„Das ist einfach unglaublich. Hätte ich doch jetzt nur eine Kamera bei mir.“
Sha´re sah ihn fragend, aber auch fasziniert an.
Dabei deutete sie ihm in der unbekannten Sprache einige der Zeichen, welche auch Daniel kannte.
„Jetzt verstehe ich es. Euer Dialekt ist eigentlich dem ursprünglichen Altägyptisch sehr ähnlich, wenn man die Grundsätze versteht.“
Und so langsam kam der Amerikaner hinter diese faszinierende Sprache.

Oberstleutnant Runge lief erneut etwas aufgebracht durch die engen Gassen der Stadt.
„Amerikanski. Verdammt noch mal, wo stecken sie?“
Abrücken wollten sie schon vor über einer viertel Stunde. Doch jetzt suchten alle aus der Einheit nach Jackson.
Einen Moment später lief Oberst Degenhardt mit zwei Soldaten dem Russischen Offizier über den Weg.
„Und? Haben sie zumindest einen Ansatz, wo er sein könnte, Runge?“
Der Angesprochene verneinte dies.
„Nein. Verdammte Zivilisten. Das sie einem nie sagen, wo sie stecken. Hätten wir ihm doch nur einen Peilsender in den Hintern gesteckt.“
Darauf musste Degenhardt erst mal stark grinsen.
„Nicht schlecht. Die Idee könnte auch von mir sein. Obwohl, da fällt mir gerade ein altes Sprichwort ein:
Fünf Minuten vor der Zeit, ist des Soldaten Pünktlichkeit:“
Runge ging an ihm vorbei, klopfte ihm auf die Schulter.
„Nur die Sanitäter, die kommen fünf Minuten später.“
Degenhardt grinste zurück, während sie weiter suchten.

Hauptmann Ivana Gratzky war inzwischen kurz davor zusammenzubrechen. Seit Stunden lief sie durch die Wüste, doch nun kam die Stadt endlich in Sicht.
Von hier aus konnte sie schon erste Schemen der Mauern ausmachen.
Erneut griff sie zu ihrem Funkgerät.
„Oberst Degenhardt, können sie mich hören. Irgendwer vielleicht? Hier spricht Gratzky, wir werden angegriffen.“
Doch statt einer Antwort kamen nur Störgeräusche aus der Leitung.
„Verdammte noch mal. Dieser Billige Schrott aus China ist zum kotzten.“
Eine Sekunde später warf sie ihr Funkgerät voller Wut in den Sand, raffte sich auf, um weiter zu kommen.


Degenhardt war inzwischen kurz vor dem Verzweifeln, als er auf eine Idee kam. Über Funk rief er Runge.
„Hey, haben sie zufällig noch was von unserem Zivilen Deserteur in Spe? Kleidung, irgendwas?“
Ein paar Sekunden war Stille, dann kam die Antwort.
„Ja, ein paar getragene und stinkende Socken.“
Degenhardt grinste.
„Die sind gut. Sofort herbringen.“
Ein etwas verwunderter Oberstleutnant meldete sich über Funk.
„Bei allem Respekt, aber ich verstehe das nicht ganz.“
Ein paar Minuten später kam der Russische Offizier mit den Socken, reichte sie an Degenhardt weiter, welcher aber zurück schritt.
„Ich pack die Dinger sicher nicht an. Gehen sie damit zu dem zotteligen Vieh. Vielleicht kann es ihn ja am Geruch orten.“
Runge musste anerkennend nicken, ging dann zu diesem Wüstenmammut.
Degenhardt hingegen sah zu den Jugendlichen, die um ihn herumstanden. Der mit den langen Dreadlocks nickte ihm zu, zog dabei symbolisch Luft durch die Nase ein.
Keine Minute später setzte sich das Tier in Bewegung, alle folgten ihm.

Daniel saß mit Sha´re vor den Malereien, die er jetzt schon hervorragend verstand. Er redete mit ihr in der unbekannten Sprache.
Plötzlich war von hinten eine bekannte Stimme zu hören.
„Wie haben sie es denn geschafft, ihre Sprache zu erlernen?“
Daniel sah sich um.
„Das war gar nicht so schwer. Man muss nur wissen, wie man es ausspricht. Aber dann recht einfach.“
Runge sah ihn belustigt an.
„Ich hoffe doch, dass sie hier unten keine Dummheiten gemacht haben.“
Worauf Jackson seinen Kopf anwinkelte.
„Sehr witzig. Nein, ich habe eine Menge über die Geschichte dieses Planeten erfahren, die hier in Bildern beschrieben ist.
Sie handelt von dem altägyptischen Gott Ra.“
Nun wurde Degenhardt hellwach.
„Dann lassen sie mal was los.“
Daniel räusperte sich noch einmal
„Also, hier steht, grob übersetzt, dass vor unendlich langer Zeit ein Außerirdischer in einem Raumschiff zur Erde kam.
Es war Ra.
Er selbst war dem Tode nahe.
Da entdeckte er einen Planeten, mit primitiven Lebewesen, Menschen.
Hier steht, dass er Besitz nahm, vom Körper eines Jungen Mannes. Er war der richtige, denn er hatte keine Furcht.
Während die anderen Dorfbewohner verängstigt davonliefen, hatte Ra das gefunden, was er schon immer suchte.
Ein einfacher Bauernjunge half ihm, den Tod zu überlisten.
Und er schwang sich empor, zum Herrscher über alles Leben.
Wir müssen davon ausgehen, dass er Kräfte hatte, die für uns nur schwer vorstellbar sind.
Durch das Sternentor holte er Tausende von Menschensklaven, um ihm das Mineral abzubauen, welches ihm die Energie für fast alles gibt.
Wir haben ja eine der Minen hier gesehen.
Doch dann geschah etwas, auf der Erde.
Die Menschen erhoben sich, vergruben das Sternentor.
Das durfte sich hier nicht wiederholen, deshalb verbot er das Lesen und Schreiben.
Hier unten steht noch etwas, es ist sehr undeutlich:
All die Welten, die unter den Göttern versklavt wurden, leiden müssen, durch die Ringe…
Der Rest ist verblasst.“
Alle Erdlinge waren still, dass war etwas anderes, was sie erwartet hatten.

Völlig außer Atem kam Ivana Gratzky, an die Tore der Stadt gelaufen. Eines der Teams erwarte sie schon.
„Hauptmann. Was ist denn mit ihnen los?“
Sie holte erstmal Luft.
„Wir wurden angegriffen. Der Rest der Toreinheit tot, drei wurden gefangen genommen, wenn ich das recht gesehen habe.
Ich konnte gerade noch entkommen.
Wo ist der Oberst und gehen sie in Gefechtsformation?“
Der Soldat, noch unter Schock, führte sie zu den Unterirdischen Kammern.

Eine halbe Minute, nachdem Daniel endete, rief ihn Runge ihn in eine andere Kammer.
„Amerikanski. Sehen sie mal, sind das hier die Torkoordinaten?“
Daniel kam mit Degenhardt angelaufen, besah sich der Steintafel.
„Ja, dass ist unsere Rückkehradresse. Gut gemacht, Oberstleutnant.“
Daniel blickte nach unten, nachdem er mit seiner linken Hand den Staub wegwischte.
„Aber es fehlt ein Symbol. Warten sie, es ist hier unten Sand.
Verdammt, es ist zerbrochen.
Tut mir leid, aber ich kann es ohne das sechste Symbol nicht aktivieren.“
Degenhardt fluchte in sich herein.
„Verdammt, dass fehlt mir jetzt gerade noch. Egal, schreiben sie die anderen auf, dass siebente werden wir noch herausfinden.“
Einen Augenblick später kam Hauptmann Ivana Gratzky in den Raum gestürmt.
„Oberst Degenhardt, wir wurden an der Pyramide von Unbekannten angegriffen. Mehrere Tote.“
Alle sahen sich total entsetzt an.
Runge faste sich als erster wieder.
„Was??? Von wem.“
Die Russin holte erstmal Luft.
„Keine Ahnung. Gestern Abend ist ein Raumschiff auf der Pyramide gelandet. Kurz darauf kamen mehrere Krieger, in futuristischen Rüstungen und mit einer Art von Laserwaffen auf uns zu.
Sie griffen ohne Vorwarnung an, töteten mindestens fünf Mann, drei haben sie dem Anschein nach gefangen genommen.
Wir konnten etwa 7 – 10 von ihnen umlegen.
Als ich allein übrig blieb, beschloss ich zu fliehen, um sie alle warnen zu können.“
Daniel kam einen Schritt vor.
„Oberst, wenn ich mich nicht völlig täusche, wird dass Ra sein. Und er dürfte nicht sehr erfreut sein, hoch entwickelte, schwer bewaffnete Menschen von der Erde, in seinem Reich zu sehen.
Immerhin haben unsere Vorfahren ihn damals von der Erde verjagt.
Er wird in uns eine Bedrohung, vielleicht sogar die Vorhut einer Invasionsarmee sehen.“
Degenhardt sah alle noch mal an, bevor er Befehle gab.
„Ich werde unsere Leute nicht in feindlichen Händen zurücklassen. Wir rücken aus.“
Schnellen und stetigen Schrittes verließen sie die Katakomben.

Eine Schwadron aus vier Kampffliegern, die beinahe durch den Himmel glitten, nährte sich mit großer Geschwindigkeit, der Stadt.
Nachdem die Mauern in Sichtweite kamen, eröffneten sie ohne Gnade das Feuer auf die wehrlosen Zivilisten.
In Panik liefen die Menschen auseinander. Immer wieder trafen die Energieentladungen Personen, die auf der Flucht waren.
Die Jäger drehten Kreise, um auch ja viele in den Tod zu schicken, als plötzlich etwas von Boden aufstieg und einen dieser Flieger in Stücke riss.
Die anderen drehten auf der Stelle ab.
Anscheinend hatten sie so etwas noch nicht erlebt, während sie schon panisch den Rückweg antraten.

Degenhardt und seine Männer rannten gerade ins Freie, als Ra´s Flieger wieder am abdrehen waren.
Einer der Russischen Soldaten kam stetigen Schrittes auf ihn zu.
„Herr Oberst, feindliche Jäger haben uns angegriffen. Sie feuerten wahllos auf die Zivilisten, es gab dutzende Tote.
Von unseren Leuten hat es zum Glück niemanden erwischt. Oberfeldwebel Steiner hat einen mit einer Stinger zerstört, worauf die anderen flohen.“
Degenhardt besah sich der Zerstörung.
Viele der Häuser brannten, in den Straßen lagen unzählige Tote und Verwundete.
„Dafür werden diese Typen, wer sie auch immer sind, teuer zur Kasse gebeten. Runge, Gefechtsformation, wir rücken aus.“
Mit Todernstem Gesichtsausdruck salutierte der Russe vor dem Oberst, machte sich dann sofort auf den Weg.
Daniel hingegen begab sich zu Sha´re, redete wieder auf ägyptisch mit ihr.
„Habe keine Angst. Wir werden zurückkehren, aber vorher befreien wir euch von dieser Geißel.“
Sie gab ihm einen schüchternen Kuss auf die rechte Wange.
Danach begab sich Daniel zum Oberst.
„Muss ich denn wirklich mit auf diesen Kampfeinsatz kommen? Ich bin Wissenschaftler.“
Runge sah ihm ernst in die Augen.
„Ein berühmtes Zitat von Winston Churchill: Es kommt die Zeit, da muss jeder Mann ran.“
Zudem klopfte ihm Degenhardt auf die Schulter.
„Außerdem brauche ich sie, falls die verhandeln wollen.“
Anschließend gab er Daniel eine 9 mm, bevor sie die Stadt verließen, in die Wüste eintauchten.
Dank ihrer Sandtarnanzüge konnte das Team kaum ausgemacht werden.

Ohne das die Erdlinge es bemerkten, verfolgten ein paar der Jugendlich aus dem Dorf sie durch die Wüste.
Während die alten Einheimischen immer noch ihre Toten beklagten, wollten diese Kids sehen, ob sie nicht der Unterdrückung trotzen könnten.

Nach etwa einer Stunde kam die Pyramide mit dem Raumschiff obern drauf, zum Vorschein.
Gratzky sah durch ihr Fernglas.
„Oberst, da stehen zwei Wachen am Eingang, ein paar laufen Patroullie auf dem Vorplatz.
Ich zähle insgesamt sechs.“
Nachdem auch Degenhardt sich von der Situation ein Bild gemacht hatte, rief er nach einem russischen Soldaten.
„Hauptfeldwebel Bozorin. Kommen sie her.“
In Windeseile war der Scharfschütze herangerobbt.
Degenhardt klopfte ihm auf die Schulter.
„Ich hoffe, sie können mir die erledigen, ohne dass das jemand mitkriegt.“
Der Soldat sah seinen Kommandeur voller Stolz an.
„Aber natürlich. Ich bin schließlich kein Amerikaner.“
Degenhardt lächelte ihn an.
„Gute Antwort, Bozorin. Den muss ich mir merken. Aber jetzt, Feuer frei.“
Der Russische legte sein Schallgedämpftes Scharfschützengewehr in die richtige Position.

Die beiden Wachen, die neben dem Eingang standen, sahen aus, als könnte nicht mal ein Sandsturm sie verrücken.
Bis einem von ihnen der Kopf weggerissen wurde. Die Kugel schlug selbst durch die Falkenhelm, wie ein Messer durch die Butter.
Sein Wachkumpane sah verwundert zur Seite.
„Kree…“
Doch weiter kam er nicht, als auch der Inhalt seines Kopfes es sich rot über den Sandstein der Pyramide legte.
Zwei Sekunden später wurde ein weiterer Wächter gegen eine der großen Säulen geschleudert, wo er liegen bliebt.
Die anderen drei waren vor Schreck erstarrt. Ihre Kameraden wurden ohne das geringste Anzeichen getötet.
Es war nichts zu sehen, oder zu hören.
Was es dem Scharfschützen natürlich leicht machte.
In nur einer weiteren Sekunde erledigte er zwei weitere mit einem gezielten Schuss. Doch dem letzten der Feindlichen Krieger, wurde das nun zu viel.
Er rannte, so schnell er nur konnte, auf die Pyramide zu.

Degenhardt sah sich das Spektakel durch sein Fernglas an.
„Gute Schüsse, aber einer ist entkommen. Ich hoffe, den erwischen sie auch noch, dann werde ich sie bei unserer Rückkehr lobend erwähnen.“
Dies war für Bozorin nur ein weiterer Ansporn.
Er verfolgte den flüchtenden Krieger mit seinem Zielfernrohr.
Da der Wind etwas drehte, musste der Russe eine kleine Verstellung an der Justierung vornehmen.
Nun kam der gegnerische Soldat bei der großen Treppe an.
Als ihn ein Schuss direkt in den Rücken traf.
Doch war dieses Geschoss nicht tödlich, er rollte sich noch leicht auf dem Boden.
„Guter Schuss, Bozorin. Doch nun geben sie ihm den Gnadenstoß.“
Die nächste Kugel ließ die Bewegungen des Kriegers verstummen, sie traf in die untere Leistengegend.

Leutnant Müller und die anderen beiden Gefangenen befanden sich zusammen in einer Zelle, die etwa zu einem Meter mit Wasser gefüllt war.
„Verdammt, wie lange werden die uns hier noch drin lassen?“
Kaum waren seine Lippen verstummt, ging im Schiff ein Alarm los.
„Ich glaube, unsere Jungs kommen, um uns rauszuholen.“
Einer der Deutschen Sannis stimmte ihm zu.
„Das wird auch langsam Zeit, ich habe nicht vor, hier ewig zu bleiben.“
Der dritte und letzte Gefangene, ein junger Russischer Unteroffizier, hatte eine Idee.
„Hey, wenn die beschäftigt sind, können wir hier vielleicht ausbrechen. Wie wäre es, wenn wir eine Räuberleiter machen?
Ich kann vielleicht das Schloss knacken.“
Müller sah ihn fragend an.
„Wir sind hier auf einem Außerirdischen Schiff. Ich glaube kaum, dass sie das hier einfach mal so wie ein Auto knacken können.“
Doch der Russe grinste ihn nur selbstsicher an.
„Hey, Sauerkraut. Ich krieg alles auf.“
Im nächsten Moment versuchten sich die drei in einer mehr als nur lächerlichen Räuberleiter.

Degenhardt und seine Einheit waren inzwischen in der Pyramide angekommen. Die beiden Wachen, die in der Hauptkammer waren, konnten problemlos eliminiert werden.
Da auch die MPs Schallgedämpft waren.
Runge sah sich um.
„Herr Oberst, dass waren alle. Wir können weiter.“
Vorsichtig rückten sie die Rampe zum Stargate herunter ab.
„Merkwürdig, hier ist keiner.“
Degenhardt kam das sehr merkwürdig vor.
„Und wie sollen die hier runtergekommen sein? Ich glaube kaum, dass die Typen sich vom Schiff abgeseilt haben.“
Im nächsten Moment öffnete sich die Decke, als sich das kreisrunde Loch öffnete.
Runge bemerkte es als erstes.
„Vorsicht, was dass auch immer sein mag.“
Allesamt verteilten sie sich im Raum, nur um Zeuge eines für sie unglaublichen Schauspiels zu werden.
Acht übereinander liegende Ringe kamen nach unten geschossen, in ihrer Mitte erstrahlte ein helles Licht.
Einen Bruchteil später materalisierten sich fünf der Außerirdischen Krieger in dem Licht.
Degenhardt schaltet als erster.
„Feuer aus allen Rohren. Verteidigt euch.“
In einem gewaltigen Kugelhagel wurden vier der Fremden zerfetzt, doch einem gelang es, einem Schuss zurückzugeben, bevor er schwer verwundet den Knopf für die Transportringe auf seinem Handgelenk aktivierte.
Nachdem er wieder auf dem Schiff war, besah sich Runge des Einschussloches an der Wand.
„Die haben eine unglaubliche Feuerkraft. Und dann noch diese Beamerei. Das wird ziemlich heftig werden.“
Degenhardt wischte sich den Staub aus dem Gesicht.
„Da haben sie Recht. Aber jetzt will ich wissen, wie man diese Ringe aktiviert. Jackson, haben sie eine Idee?“
Daniel kam nach vorne, sah die toten Krieger genau an.
„Ja, dass wäre möglich.“
Anschließend schaute er sich die leichte Rüstung der Handgelenke eingehender an.

Auf dem fremden Schiff bewachten inzwischen zehn dieser Krieger die Ringtransporter
Plattform, nachdem nur einer von ihnen zurückkam.
Er war allerdings auch schon nach wenigen Momenten tot, konnte vorher aber noch sagen, dass sie besiegt wurden.
Einen Augenblick später aktivierten sich die Transportringe erneut, woraufhin alle die Anwesenden ihre Stabwaffen auf die Stelle richteten.
Nachdem die Ringe wieder weg waren, ging der Kommandant dieses Trupps auf die betreffende Stelle zu.
Drei kleine, ovalrundliche Gegenstände rollten etwas über den Boden.
Der Mann nahm eine dieser befremdlichen Dinge in die Hand.
„Kree, shell…“
Zunächst passierte nichts, doch eine Sekunde später zerriss eine gewaltige Explosion die komplette Truppe.
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Hyndara
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BeitragVerfasst am: 09.10.2007, 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, der Unterschied zum Film ist inzwischen mehr als klar erkennbar *grins*. Die Soldaten gehen vollkommen anders miteinander und auch mit den Bewohnern um. Okay, im groben bleibt ihr (müßt ihr ja auch) weiter nahe am Film, soll heißen, die Fehler, die die Amis machen, machen die Deutschen und Russen auch, aber sie machen sie anders. Find ich echt gelungen!

Klasse neuer Teil! Von dem kommt der nächste?
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Atlan
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Beiträge: 203

BeitragVerfasst am: 09.10.2007, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hier der letzte Teil. Auch geschrieben von Colonel Maybourne.
Von mir wird dafür aber der Pilotfilm sein.
Diesen poste ich aber erst, wenn wir die halbe Staffel haben, damit wir regelmäßig posten können.

Viel Spaß:

Degenhardt sah zur Decke. Die Explosion der Granaten war selbst noch hier unten stark zu spüren gewesen.
„Runge, verdammt noch mal. Was habt ihr Russkis in die Dinger getan?“
Der Oberstleutnant grinste sehr selbstzufrieden.
„Das sind noch experimentelle Granaten. Sie sind mit 150 Titansplittern versetzt, von denen jeder sieben mm lang ist.
Als eigentlicher Sprengsatz fungiert ein Vakuumzünder, welcher teils auf Nanotechnologie basiert.
Ich dachte, dass wäre in der Vorbesprechung zur Rede gekommen.“
Nun sah ihn der Oberst ziemlich verlegen an.
„Vorbesprechung? Ah, ja. Ich erinnere mich dunkel. Die war lang und doch recht trocken.“
Daniel hielt jetzt den Handkristall wieder in die Höhe.
„Vielleicht sollten wir mal einen kleinen Erkundungsgang auf dem Schiff unternehmen und versuchen, unsere Leute zu befreien, sollten die noch am Leben sein.“
Degenhardt nickte kräftig.
„Da haben sie völlig Recht, Dr. Jackson. Sie, Runge, Granzky und Bozorin kommen mit mir auf das Schiff.
Die anderen bleiben hier und bewachen diese Ringe, sowie das Sternentor. Wenn sich die Erde meldet, will ich kontaktiert werden.
Ansonsten herrscht strikte Funkstille.“
Nachdem sich das Enterkommando noch einmal aufmunitioniert hatte, begaben sie sich in Position für die Ringtransporter.

Nach dieser gewaltigen Explosion liefen drei der außerirdischen Krieger zu den Ringen, doch ihnen bot sich schon vorher ein Bild des Grauens.
So nahmen sie die ankommenden Personen gar nicht war, die sich an Bord des Schiffes begaben.
Erst als sie diese komischen Waffen auf sich gerichtet sahen, hoben die Krieger auch die ihren.
Doch es war zu spät, mit gezielten Schüssen wurden sie niedergestreckt.
Degenhardt sah sich angewidert um.
„Runge, warnen sie mich vor, wenn sie diese Granaten noch mal verwenden wollen. Ist ja ekelhaft.“
Überall um sie herum lagen die total zerfetzten und entstellten Körper der zehn Krieger, die den Granaten zum Opfer fielen.
Teile ihrer früheren Körper tropfen noch von der Decke herab.
Daniel hingegen sah sich begeistert die Dekorationen und all die anderen Inneneinrichtungen an.
„Das ist absolut unglaublich. Am liebsten würde ich diese Skulpturen und Statuen gleich mitnehmen um sie im Louvre auszustellen.
Sehen sie doch nur diese gewaltigen Horus.“
Hauptmann Grazky hingegen war auf der Suche nach ganz anderem.
„Als erstes sollten wir unsere Kameraden befreien. Danach können wir eine Sightseeingtour einplanen.“
Und so pirschten sie weiter durch die vergoldeten Gänge dieses unbekannten Schiffes.

Leutnant Müller, er war der stärkste von den dreien, weshalb er ganz unten stand, wurde es langsam zu viel.
„Hey, wird das oben mal was? Meine Schultern ermüden so langsam.“
Zu seinem Glück konnte der Russische Unteroffizier dies bejahen.
„Habe es gleich. Das Schloss ist lächerlich, es handelt sich nur um einen Schiebebolzen. Jetzt habe ich ihn.“
Nachdem er den Bolzen zur Seite geschoben hatte, öffnete der Soldat mühevoll das Gitter, welches er nach oben drückte.
Nachdem er rausgeklettert war, zog er den Deutschen Sanitäter hoch, bevor sich beide tief in die Zelle beugten, um Müller zu fassen zu bekommen.
„Leutnant, sie müssen schon springen, damit wir sie zu fassen bekommen.“
Müller ging einige Schritte zurück, bevor er mit Anlauf den beiden Männern entgegen sprang.
„Holt mich rauf.“
Unter einem ziemlichen Kraftaufwand zogen sie den Offizier hoch.

Die kleine Gruppe unter Oberst Degenhardt hingegen kam in einer Art von Thronraum an.
Daniel war davon sehr fasziniert.
„Das ist unglaublich. Ob Ra von hier aus wohl seine Audienzen gibt?“
Grazky wurde das zu viel.
„Hören sie auf, diese Kerle zu bewundern. Die sind unsere Feinde und haben schon viele gute Männer getötet.“
Gerade als Daniel antworten wollte, kam ein junges Mädchen, vielleicht zehn Jahre alt, die Treppe hinter dem Thron herunter gelaufen.
Augenblicklich hatten alle Erdensoldaten ihre Waffen auf die Kleine gerichtet, worauf Daniel stark protestierte.
„Nehmen sie alle sofort die Waffen runter. Das ist nur ein kleines Kind.“
Langsam senkten sich die Mündungen wieder, bevor die Kleine anfing zu sprechen. Aber außer Daniel verstand es keiner.
„Sie sagt, dass der große Gott Ra wissen will, wer wir sind.“
Degenhardt sah dem Mädchen direkt in die Augen, bevor er sich Jackson zuwandte.
„Sagen sie ihr, dass wir das dem Typen nur persönlich sagen. Er soll seinen göttlichen Arsch hierher bewegen, bevor ich in selbigem meinen Stiefel versenke.
Und das übersetzen sie wörtlich. Das ist ein Befehl.“
Nachdem der Archäologe die Worte genauso übersetzt hatte, bekam das Kind beinahe einen Schock.
Sie rannte nach oben, verschwand in dem großen Tor.
Runge trat auf Daniel´s Höhe.
„Warum hat die sich eben den so ins Höschen gemacht? Mann könnte fast meinen, die hätte Angst gehabt.“
Daniel aber schüttelte nur ironisch den Kopf.
„Die leben mit größter Wahrscheinlichkeit in einem feudalen und streng auf Ra zugeschnittenen System.
Diese Worte eben waren für sie die absolute Blasphemie.“
Danach warteten sie ein paar Minuten, bis sich die großen Tore wieder öffneten und ein Tross von Kindern herauskam.
In ihrer Mitte stolzierte ein Mann mit einer altägyptischen Pharaonenmaske aus Metall entlang, welcher sich wohl für enorm wichtig hielt.
Flankiert von sechs der Krieger, die ihre Waffen auf die Erdlinge hielten, welche ihre ebenfalls erhoben hatten.
Derjenige mit der Maske der Pharaonen sprach in tiefster Stimme zu den Menschen von der Erde.
Danach übersetzte Daniel.
„Ich bin Ra, Gott des Himmel und des Tages. Ihr primitiven werdet vor mir knien, oder ich vernichte euch.
Erweißt mir den Respekt, der einem Gott meiner Würde und Größe und Macht zusteht, dann wird die Welt, von der kommt ihr kommt verschont und darf mir dienen.
Weigert ihr euch, werden alle eurer Art den Tod finden.“
Nun wurde es Runge zuviel.
„Hör zu. Starte eine Invasion auf der Erde und du wirst bist zum Hals im eigenen Blut waten. Nur ein Wahnsinniger greift unsere Welt an.
Es denn, du willst Selbstmord begehen.“
Ra hatte sich inzwischen auf den Thron gesetzt als Daniel die Worte übersetzte und, zum ungläubigen Staunen der Erdlinge, seine Maske entmateralisierte.
Auch die Krieger ließen ihre Masken auf Knopfdruck verschwinden.
Danach sprach Ra wieder zu Daniel.
„Er sagt, dass wir uns zwar seit den Jahrtausenden, als er noch die Erde beherrschte, entwickelt hätten, aber immer noch Primitiv wären.
Er habe die Erde vor über 5.000 Jahren verlassen und alles was wir geschaffen hätten, wären erbärmliche Projektilwaffen, jämmerliche Ballistische Raketen und eine Computertechnologie, die so unterentwicklet sei, dass er noch nicht einmal darüber lachen könne.
Falls wir denken, Atomwaffen gegen seine Schiffe einzusetzen, seinen wir noch dümmer, als er uns jetzt schon befindet.
Es gab hier draußen noch andere Menschliche Welten, die einen wesendlich höheren Stand der Technik besaßen, bevor er sie eroberte.
Er fragt, was wir in den letzten 5.000 Jahren geleistet hätten.“
Degenhardt war kurz davor, zu platzen.
„Sagen sie dem Typen, dass wir seine Gleiter abschießen können und die Wachtruppe hier ohne Probleme aufgemischt haben.“
Nachdem Daniel die Worte übersetzt hatte, wurde Ra ziemlich ungehalten, er polterte laut los, die Kinder zuckten zusammen.
„Nun, Oberst. Er meint, dass sie nur mit Glück einen Einmaligen Erfolg verbuchen konnten, während er als Gott in über 20.000 Jahren unzählige Welten erobert und versklavt hätte.
Allerdings wird er ihnen vergeben, wenn sie ihre Sünden einsehen und bereuen würden.“
Nun platzte Runge der Kragen.
„Sagen sie dem Spinner, dass ihn gleich von seinen hohen Ross ballern werde, wenn noch mal so einen Bullshit labert.“
Nachdem Daniel die Worte gesagt hatte, stand Ra wütend auf, seine Krieger gingen in die Knie.
Er hob seine linke Hand, aktivierte einen Kristall in einem kunstvoll gefertigten Handgerät und ließ eine Schockwelle auf Oberstleutnant Runge los.
Dieser flog einmal quer durch den Raum, bevor er benommen liegen blieb.
In der nächsten Sekunde waren aus einem Nebenraum Kampfgeräusche und Stabwaffenschüsse zu hören.

Einige Minuten vorher:

Leutnant Müller war mit seinen beiden Leuten aus dem Zellenkomplex entkommen, aber immer noch unbewaffnet.
Nun schlichen sie durch verweißte Gänge.
Dies kam besonderst dem Offizier ziemlich spanisch vor.
„Wo sind die denn alle? Ein so großes Schiff und keine Menschenseele, die wir antreffen, dass stinkt gewaltig.“
Den Russen, der sie rausgeholt hatte, plagten zurzeit ganz andere Sorgen.
„Ich würde es vorziehen, wenn wir ein paar Waffen hätten. Ansonsten wird diese Flucht ganz schnell beendet sein.
Von mir aus auf diese Alienlaserwaffen. Die hatten wenigstens eine ordentliche Durchschlagskraft.“
Müller jedoch hielt sich spontan einen Finger vor den Mund, flüsterte.
„Mund halten. Ich höre da vorne Stimmen, auch von unseren Leuten.“
Als sie um die nächste Ecke späten, sahen sie Daniel und den Oberst, wie sie sich mit demselben Typen stritten, der sie verhört hatte.
Der Deutsche Sanni blickte mehr als nur entspannt darein.
„Sehr gut. Lasst uns zu ihnen gehen.“
Doch Müller hielt ihn am Arm fest.
„Nein, sehen sie mal durch die linke Nische. Da stehen acht von den Kriegern, mit den sechs aus dem Thronsaal macht das vierzehn.
Das ist eine verdammte Falle.“
Der Sanni sah resignierend zu Boden.
„Und was machen wir jetzt?“
Müller antwortete geschwind.
„Den Mistkerlen den Vorhof zur Hölle bereiten.“
Sie gingen lautlos nach hinten weg.

Kurz darauf standen Müller und seine beiden Männer direkt hinter den acht Kriegern. Sie hatten sich lautlos herangeschlichen.
Zum Glück waren sie nicht zu gründlich durchsucht worden. Der Russe, er hieß Nikolai, besaß noch ein Messer, im Schuh.
Und Müller hatte noch eine Drahtschlinge aus Metall.
Und so glitten sie geräuschlos von hinten an die feindlichen Krieger heran, zwei von ihnen standen abseits.
Nikolai stach ihm das Messer direkt zwischen den 33. und 34. Rückenwirbel, der Mann war sofort tot.
In derselben Sekunde legte Müller dem anderen die Schlinge um den Hals, zog kräftig zu und brach ihm mit einer Drehung das Genick.
Dies war den anderen Kriegern von Ra natürlich nicht verborgen geblieben und sie aktivierten ihre Stabwaffen.
Doch bevor sie soweit waren, fielen zwei von ihnen durch Plasmastöße schon zu Boden.
Müller, mit einer Stabwaffe in der Hand, gab Befehle.
„Deckung. Ich glaube, wir haben sie wütend gemacht.“
Die Krieger feuerten noch recht ziellos zurück.
Doch dies reichte aus, um den Deutschen Sannitäter tödlich zu verwunden, worauf Müller und Nikolai in Deckung gingen.

Durch die Kampfgeräusche aufgeschreckt, aktivierten nun auch die Krieger, welche Ra flankierten, ihre Stabwaffen.
Doch Degenhardt war schneller, die knipste zwei von ihnen mit gezielten Kopfschüssen aus. Hauptfeldwebel Bozorin erwischte einen, bevor er schwer verwundet wurde.
Die anderen drei eliminierte Ivana Grazky, bevor sich Ra vor Wut erhob und beschwörende Worte sprach.
Daniel bekam es regelrecht mit der Angst zu tun.
„Er sagt, dass er unsere Welt vernichten wird, alle Menschen tötet. Die wenigen, die seine göttliche Macht überleben würden, könnten nur überleben, wenn sie als Sklaven über die Sterne verteilt dienen.“
Degenhardt wurde das nun zu viel.
„Dem Spinner verpasse ich jetzt en Einlauf.“
Doch die Patronen schlugen nur auf einen Schutzschild aus Energie auf. Ra lachte auf, seine Augen glühten.
Da streckte der Tyrann wieder seine linke Hand empor, um eine weitere Schockwelle auszustoßen.
Doch Degenhardt hatte es vorausgeahnt.
„Los, alle raus hier.“
Daniel, der den schwer verletzten Bozorin nehmen wollte, wurde von einer Stabwaffensalve eines Ra Kriegers getroffen und ging zu Boden.
Gratzky verpasste dem Schützen den Rest.
Im nächsten Moment, wo Degenhardt Dr. Jackson aufhelfen wollte, musste er einer erneuten Schockwelle ausweichen.
„Gratzky, raus hier. Nehmen sie Bozorin mit.“
Degenhardt rannte los, half noch dem halb bewusstlosen Runge wieder hoch.
Und so begannen sie ihren Rückzug, als sie die Ringe erreichten, stießen noch Müller und Nikolai, mit dem toten Sanni unter den Armen, zu ihnen.
„Leutnant, wo kommen sie denn her?“
Müller sah seinen Kommandanten erschöpft an.
„Später, jetzt müssen wir erstmal hier raus kommen.“
Im nächsten Moment aktivierten sich die Transportringe.

Nachdem sie mit den Verwundeten unter den Armen aus der Pyramide heraus gerannt waren, wurde das Team von Abydonieren begrüßt.
Degenhardt sah sehr gehetzt aus.
„Was wollen die von uns?“
Runge hörte sich die Worte an.
„Ich glaube, er sagt, sein Name sein Skaara und er wäre auf unserer Seite. Wir sollen ihm vertrauen, dann bringt er uns an einen sicheren Ort.“
Degenhardt kam das sehr merkwürdig vor.
„Seit wann können sie denn ihre Sprache?“
Oberstleutnant Runge lachte etwas vor sich hin.
„Daniel hat mir einige Worte aufgeschrieben, mit Übersetzung.“
Ohne groß zu zögern nahmen die Erdlinge dieses Angebot an, auch weil schon der nächste Sandsturm im kommen war.

Ra war außer sich vor Wut. Er war nur mit einer kleinen Anzahl von Kriegern gekommen, um diese Welt zu inspizieren und jetzt waren alle bis auf den Anführer tot.
Schlimmer noch, diese Menschen hatten ihn vor seinen Dienern bloßgestellt und womöglich den Samen der Rebellion auf diesem Planeten gepflanzt.
Aber wenigstens hatte er noch diesen einen, an dem er Rache nehmen konnte. Auch wenn er dafür wiedererweckt werden musste.
Allerdings trug er ein Amulett bei sich, dass sein Zeichen, dass Auge des Ra wiedergab. Eventuell könnte er ihn für seine Zwecke missbrauchen.
Sein letzter Krieger legte den Menschen gerade in den Sarkophag.
Ra hingegen begab sich zur Kommunikationseinrichtung von diesem Schiff, um seine Heimatwelt rufen zu können.
Das Gesicht einer seiner Krieger erschien auf dem Schirm.
„Ihr wünscht, mein erhabener Gebieter?“
Ra blickte ihn herablassend an.
„Ich wurde angegriffen. Entsende einhundert meiner besten Krieger durch das Sternentor nach Abydos, um hier für mein Recht zu sorgen.“
Der Krieger verneigte sich.
„Wie ihr befielt, mein Herr.“
Ra ging wieder ins innere seines Schiffes, um sich umzuziehen.

Degenhardt war mit seinen Männern und den Abydonischen Kindern in einer Höhle angekommen.
Erschöpft ließen sie sich auf den Boden fallen.
Müller fasste als erster wieder Worte.
„Und was liegt jetzt an? Warum haben wir den Kerl nicht einfach erledigt? Immerhin will er die Erde vernichten.“
Runge, richtig wütend, fuhr ihm ins Wort.
„Der Bastard hat Energieschutzschilde, Schockwellen und wer weiß was noch für Technik. Da muss ein anständiger Plan her.“
Degenhardt stimmte ihm zu.
„Genau. Außerdem haben wir schon zwei komplette Teams verloren. Von 22 Soldaten sind acht tot und einer schwer verletzt.
Zudem ist Jackson schwer verwundet noch auf dem Schiff.
Wir warten bis zum Morgen, wenn sich dieser Sturm abgeflaut hat, bevor wir wieder angreifen.“
Runge wurde es jetzt zuviel.
„Ich brauch jetzt was zum Beruhigen meiner Nerven. Wo ist der Wodka, dawei, dawei?“
Degenhardt hingegen ging zu dem Abydonier Skaara, der gerade ein Bild auf einen Felsen malte.
Es hatte große Ähnlichkeit mit den Torkoordinaten. Es zeigte eine Pyramide mit drei Monden darüber.
Sofort malte der Deutsche es auf einen Zettel, steckte ihn in die Tasche, als Müller zu ihm stieß.
„Herr Oberst, sie sehen so zufrieden aus.“
Degenhardt holte eine Zigarre aus seiner Jacke.
„Bin ich auch, denn ich habe gerade das siebte Sysmbol erhalten. Leider hat Jackson die anderen sechs.“
Danach steckte er sich seine original Montecristo Zigarre an.

Auf dem Schiff von Ra öffnete sich der Sarkophag und ein vollends geheilter Daniel entstieg ihm.
Als er sich umdrehte, erblickte er über ein dutzend Wachen, doch trugen sie jetzt schwerste Rüstungen am ganzen Körper.
Zudem konnte er bei denen, die keinen Horushelm auf ihrem Kopf hatten, dass Auge des Ra als Tattoo auf ihrer Stirn erblicken.
Sie standen bewegungslos da, doch Dr. Jackson konnte an ihren Blicken erkennen, dass sie nicht wie andere Menschen waren.
Da erschien vor ihm ein Kind, mit einer Katze auf dem Arm und bedeutete ihm, zu folgen.
Er lief der Kleinen durch mehrere Gänge hinterher, bis Ra zum Vorschein kam, nachdem er seinem Bad entstieg.
Er wurde gerade von seinen Dienern in edle Gewänder gehüllt, bevor Daniel ihn ansprach.
„Ich war tot?“
Die Antwort ließ einige Sekunden auf sich warten.
„Deshalb habe ich euer Volk ausgewählt. Eure Körper sind so leicht zu reparieren.“
Davon ließ sich Daniel aber nicht beirren.
„Gibt es einen Grund für all diese sinnlosen Gräueltaten?“
Dies entriss Ra jedoch nur ein Lächeln.
„Ihr seit immer noch schwach. Euer Mitgefühl wird euer Untergang und mein Sieg sein.“
Nun war es Daniel, der lachte.
„Täusche dich nicht. Unsere Soldaten können auch absolut Gnadenlose Killer werden, wenn man ihnen nur einen Grund liefert.“
Doch Ra ließ sich davon nicht beirren.
„Das halte ich für sehr unwahrscheinlich, aber bisher habt ihr nur gegen meine Menschlichen Diener gekämpft.
Nun aber sind meine Jaffa eingetroffen. Gegen ihre Stärke werdet ihr keine Chance haben. Jaffa, kree na tel.“
Mit gemischten Gefühlen wurde der Amerikaner in eine kleine Unterkunft gebracht, vor dessen Tür sich eine Wache postierte.

Am nächsten Morgen war der Sandsturm wieder vorbei. Die Erdlinge versammelten sich gerade, um letzte Anweisungen durchzugehen.
Degenhardt blickte sich um.
„Wo ist denn Runge?“
Da trat der Russische Offizier heran, warf eine Flasche an den Felsen, wo sie zersplitterte.
Dem Oberst kam das seltsam vor.
„Oberstleutnant Runge, alles in Ordnung mit ihnen?“
Doch der Russe sah ihn nur stockfinster an, bevor er antwortete.
„Wodka ist alle.“
Degenhardt sah ihm noch einen kleinen Moment hinterher, bevor er sich an die anderen Deutschen Soldaten wandte.
„Wir sollten jetzt gleich los. Ich will um keinen Fall verpassen, wie sich Ra mit einem wütenden Russen anlegt, dem der Wodka ausgegangen ist und die nächste Flasche hunderte von Lichtjahren entfernt steht.“
Nach einem mehr als nur herzhaften Lachen nahmen sie ihre Waffen auf, gaben auch den Kids um Skaara je eine MP, damit die sich wehren konnten.

Ra stand an der Panoramaaussicht seines Schiffes, als man ihm Daniel vorführte.
„Siehe meine Macht. Die Sklaven dieser Welt müssen daran erinnert werden, wer ihr Gott ist und wem sie dienen.“
Daniel trat emotionslos an den Balkon.
„Und was hast du vor? Wenn du alle tötest, kannst du selbst arbeiten gehen.“
Ra blickte ihn verärgert an.
„Nicht so unverschämt, Tau´Ri. Nein, meine Gleiter werden sie nur ein wenig erinnern, dass sie mir zu dienen haben.“
Ein paar Sekunden darauf starteten wieder vier Gleiter, mit Kurs auf die Stadt. Doch weit kamen sie nicht.
Plötzlich stiegen, aus Sicht von Ra, unbekannte Objekte vom Boden auf und zerstörten zwei der Gleiter.
Ra warf vor Wut eine der Vasen um.
„Dafür Mensch, lasse ich deine Welt leiden.“
Die übrigen beiden Gleiter flogen Kreise, um die Angreifer auszumachen, als eine weitere Rakete aufstieg.
Sie erledigte den dritten. Danach waren Schüsse zu hören, als die ersten der Krieger von Ra tot zu Boden fielen.
Doch Daniel lächelte nur selig. Er wusste genau, dass Ra´s Truppen genauso arrogant wie ihr Gebieter waren.
Und dann würde es ein leichtes sein, sie einfach auszuschalten.

Zwei schwere MGs mit 7,62 mm Vollmantelgeschossen fegten über die kargen Sanddünen und ließen die Rüstungen der Ra Krieger aufspringen, wie Hafennutten bei Ebbe.
Sie konnten gar nicht erst das Feuer erwidern, da lagen sie mit ihren total zerfetzten Körpern schon im Sand.
Zum großen Pech der Krieger benutzen die Erdensoldaten panzerbrechende Geschosse, den Rest erledigten die Scharfschützen.
Noch nie zuvor waren diese Krieger auf Gegner getroffen, die derart effizient und taktisch kämpften.
Degenhardt hingegen sah sich das Feuerwerk durch ein Fernglas an, welches seine Leute da abfackelten.
Leise sprach er zu Leutnant Müller.
„Wie ich schon erwähnte, verärgere niemals die Russen.“
Der letzte Gleiter, von Kugeln regelrecht zerfetzt, trudelte im reinsten Schlitterkurs direkt in die Frontpartie von Ras Schiff.
Mit eiskaltem Blick führte danach Runge, seine Leute persönlich den Hang herunter.
„Dawei, Dawei. Ich will heute Abend wieder anständig gekühlten Wodka haben, oder ich trete euch in den Hintern.“
Mit ihren verbesserten AK 47 Gewehren ließen sie den Ra Kriegern nicht die geringste Chance.
Ohne eigene Verluste konnte das Erdenplatoon den Pyramidenvorplatz wieder einnehmen.

Ra sah das Debakel von seiner Panoramaaussicht genau an. In diesem Moment wurde das Schiff von der Kollision mit dem Gleiter durchgeschüttelt.
Daniel, der sich genauso festhalten musste, bekam ein extrem zynisches Grinsen auf die Lippen.
„Hey, dass sieht mir immer mehr nach einem überwältigendem Sieg aus. Deine Truppen gehen Baden und du willst noch immer die Erde vernichten?“
Ra blickte ihn so finster an, wie es nur geht.
„Wenn du noch einmal in diesem Ton mit mir redest, stirbst du einen qualvollen Tod, also hüte deine Zunge.“
Nach dem nächsten Blick auf die Sanddünen war zu erkennen, dass die Krieger den Kampf verloren hatten.
Ra blickte seinen Kommandeur an.
„Schicke alle Krieger in den Kampf und schließe dich selbst an. Wenn sie versagen, brauchst du erst gar nicht zurückkommen.“
Er kniete sich nieder, bevor er ging.
Plötzlich musste sich Ra ducken, als eine Kugel ihn nur um Zentimeter verfehlte.

Innerlich fluchte Runge, er hatte den Kerl so schön im Visier gehabt, da drehte er sich weg.
Aber sie hatten den Vorplatz wieder errungen.
Auch Oberst Degenhardt sah zufrieden aus.
„Sehr gut. Und diesmal kriegen wir den Mistkerl. Außerdem müssen wir Jackson zurückholen.
Also, meine Herren, ich erwarte gezielte Schüsse. Keine Kollateralschäden, wenn ich bitten darf.“
Nachdem die Rampe zum Pyramideneingang erklommen war, halte das Kampfgeschrei von über 50 Männern wieder.
In vollem Lauf feuernd, kamen sie die Pyramide rausgestürmt, doch die Erdensoldaten waren darauf vorbereitet.
Degenhardt nickte Gratzky zu.
„Splittergranaten.“
Nachdem sich alle abgeduckt hatten, fielen den Kriegern fünf Granaten vor die Füße, von denen sie in Luft gerissen worden.
Die Detonationen waren derart heftig, dass sie die Krieger über den gesamten Vorplatz verteilten.
Degenhardt besah sich der Tat.
„Verdammte Schweinerei. Aber weiter, der Jackpot wartet.“
Zwei Minuten später kamen sie an der Ringtransporterplattform an.

Ra, verzweifelt wie schon lange nicht mehr, lief zu der Steuerungseinrichtung seines Schiffes.
An den Seiten kamen Vorrichtungen hochgefahren.
Daniel sah sich das Schauspiel an, wie dass Raumschiff langsam von der Pyramide erhob, um in den Weltraum zu fliegen.
Nachdem die Steuerung auf Automatik stand, begab sich Ra zu Daniel, in seiner Handinnenfläche spiegelte sich ein Schmuckstück.
„Für deinen Unglauben und deine Unverfrorenheit wirst du nun sterben.“
Schnurstracks ging Daniel in die Knie, als ein gelblicher Energiestrahl Ras Hand verließ, um in seinen Kopf einzudringen.
Unter heftigsten Schmerzen wand sich Daniel Jackson, es war kaum zum Aushalten, zusätzlich glühten die Augen von Ra bösartig auf.
Sie hatten schon gut 200 Meter an Höhe gewonnen, da aktivierten sich die Ringe, dass Erdenkommando kam erneut an Bord.
Im Nu waren die beiden Wachen neutralisiert, allerdings erwischte einer von ihnen Hauptmann Gratzky an der Schulter.
Ra drehte sich um, ließ dabei von dem Amerikaner ab, doch zu spät, Degenhardt hatte ihm schon zwei Kugeln in den Kopf geschossen.
„Ich denke mal, dass das Thema Erdvernichtung jetzt vom Tisch sein dürfte. Jackson, stehen sie schon auf.“
Oberstleutnant Runge stand währenddessen hinter der Steuerkonsole, tippte wie wild darauf ein.
„Verdammt noch mal. Das muss doch gehen.“
Nicht wissend, was er tun sollte, nahm er seine AK 47 und schlug mit der Schulterstütze auf der Konsole ein, was besonderst Degenhardt verwunderte.
„Was soll denn das?“
Doch Runge blieb ganz ruhig.
„Keine Panik. Russische Ingenieurskunst.“
Praktisch wie auf Kommando begann das Schiff sich zur Seite zu neigen und stürzte auf den Planeten zu.
Auf welchem es auch eine Minute später aufschlug.

Einige Zeit war vergangen, nachdem Oberst Degenhardt wieder erwachte.
„Verdammt, was ist passiert?“
Müller klärte ihn auf.
„Dank Runge ist das Schiff in der Wüste von Abylos eingeschlagen, dabei in zwei Teile zerbrochen.“
Degenhardt hievte sich wieder hoch, als er einen stechenden Schmerz im rechten Bein bemerkte.
„Was ist denn das?“
Müller versuchte gute Miene zum bösen Spiel zu machen.
„Bei dem Aufschlag hat es uns quer durch das Schiff geschleudert. Sie haben sich dabei leider einen Knochen gebrochen.“
Der Oberst ließ den Kopf nach hinten fallen.
„Das fehlt mir gerade noch. Wo sind wir hier eigentlich?“
Müller lächelte.
„In der Stadt. Das Schiff ist genau zwischen der Pyramide und der Siedlung aufgeschlagen. Wir sind übrigens zur Siegesfeier eingeladen.“
Daraufhin packten zwei Soldaten die Trage des lädierten Offiziers, trugen ihn zu den feiernden Menschen.

Nachdem die Abydonier die Wahrheit hörten, dazu die halbverbrannte Leiche von Ra sahen, er war beim Aufschlag in ein Feuer gefallen, veranstalteten sie eine gewaltige Feier zu Ehren ihrer Retter.
Die Erdensoldaten feierten ausgelassen mit.
Skaara reichte ihnen einen selbstgebrauten Schnaps, der aus einer Art von Kokosnüssen gemacht wurde.
Unter ziemlichem Gelächter zogen sie alle bis auf Runge das Zeug weg, mussten danach ordentlich Luft holen.
Der Russische Oberstleutnant jedoch entriss Skaara einfach den ganzen Krug, roch kurz daran und zog dann etwa einen halben Liter auf Ex weg.
„Amerikanski, sagen sie den Leuten hier, dass ihr Wässerchen erfrischend ist.“
Den Einheimischen blieb dabei der Atem stehen, dass hatten sie auch noch nicht erlebt.
Den letzten kleinen Rest hob sich Runge aber für einen Toast auf.
„Auf unseren Oberst und seinen gelungenen Plan.“
Degenhardt, welcher mehr oder weniger gemütlich am Boden lag, erwiderte den Gruß, bevor er sich eine Zigarre anzündete.
„Ja. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“
Danach wurde ausgelassen weitergefeiert, Daniel verschwand aber schon nach kurzer Zeit mit Sha´re, für engeren Kontakt.

Am nächsten Tag stand die Verabschiedung an, dass Stargate war bereits wieder offen. Man hatte die Toten und Verletzten schon hindurch gebracht.
Nur Runge, Degenhardt und Jackson waren noch da.
„Also, Dr. Jackson. Wollen sie wirklich hier bleiben?“
Daniel sah Sha´re tief in die Augen.
„Ja, ich will hier bleiben. Die Chance krieg ich nie wieder.“
Nun trat auch Runge noch mal vor.
„Amerikanski, machen sie es sich nicht zu gemütlich. Ich werde wiederkommen, richten sie sich schon mal drauf ein.“
Daniel nickte noch mal kurz, bevor Degenhardt ein letztes Wort an ihn richtete.
„Ich werde dafür sorgen, dass so schnell wie möglich Wissenschaftler hierher kommen.“
Danach schritten beide durch das Tor, während sich Daniel näher mit Sha´re befassen wollte.



ENDE
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Hyndara
Gast






BeitragVerfasst am: 10.10.2007, 11:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ein bißchen schade, daß ihr den Kampf um das Schiff abgebrochen habt, das wäre sehr amüsant gewesen ... Ansonsten aber wieder ein gutes Kapitel. Wie seid ihr nur auf die Idee gekommen, den Film nachzuerzählen, noch dazu so? War einfach klasse!

Und jetzt wollte ihr euch noch an die Serie wagen oder wie darf ich das verstehen? SG-1 auf deutsch? Oder auf russisch? Oder beides? *grins* Da freu ich mich schon drauf. Wird sicher klasse werden!
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Atlan
Schreiberling


Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 02.10.2007
Beiträge: 203

BeitragVerfasst am: 10.10.2007, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Also die Idee kam mir, als ich mir den Film "Kein Bund fürs Leben" angesehen hatte Sehr glücklich
Dann hab ich Jax und Colonel Maybourne davon erzählt und wir haben angefangen zu schreiben.

Jetzt machen wir uns an die Serie Winken
Aber es werden nur die wichtigen Teile, also Begegnung mit Asgard usw ähnlich erzählt werden, der Rest wird neugeschrieben (freu dich schon mal auf die Invasion Winken )

Schon im Pilotfilm wird dir auffallen, dass einiges anders läuft Winken
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